Molotow-Cocktails

Nachdem wir uns letzte Woche alle ganz fleißig darüber echauffieren konnten, dass Frau Petry keinen Schießbefehl an der deutschen Grenze vorgeschlagen hat, legen heute anständige, demokratische Politiker nach und fordern einen Militäreinsatz im Mittelmeer, um den Flüchtlingsstrom zu unterbinden.

Da das sicher einer ganzen Menge arbeitsloser asozialer Linker (und asozialer Linker, die in Parlamenten sitzen) nicht schmecken wird, werden sich wahrscheinlich gerade ein paar Leute überlegen, irgendwas mit Molotow-Cocktails zu bewerfen. Das ist nun nicht einfach Benzin in eine Flasche, Tuch rein, anzünden, werfen; nein: Molotow-Cocktail bauen muss gekonnt sein!

Nun wundert es mich nicht, dass sowas auf linken Internetseiten steht; ist ja auch nicht so schlimm; was kann da schon passieren? Brennen halt ein paar Hunderte Autos. Gut, dass wir die eine rechte Internetseite zugemacht haben, so können die ganzen Neonazis jetzt nirgends mehr nachschauen, wie man Molotow-Cocktails baut, um sie in Flüchtlingsunterkünfte zu werfen. Man kann ja schlecht als ordentlicher Rechtsradikaler linksradikale Brandsätze bauen, nicht wahr?

Ich habe aber positive Nachrichten für alle Extremisten: Die Mainstream-Medien helfen! Die Süddeutsche und Spiegel online, beide verhältnismäßig wenig links, veröffentlichen heute übereinstimmend das Rezept für einen anständigen, rechtsradikalen Molotow-Cocktail:

Den Molotowcocktail aber haben die beiden Männer gebastelt, vor ihren Augen, ganz akkurat. Sie holten Sägespäne aus dem Keller, füllten sie in eine leere Flasche Branntwein, stopften mit einem Kugelschreiber nach und gossen Benzin und Öl drüber.

Ordentliche Linksradikale verwenden zum Nachstopfen (der Lunte) einen Schraubenzieher. Was mich aber wunderte, sind Sägespäne. Im linken Rezept steht eine Tube Pattex flüssig, mit Begründung: Pappt dann besser. Dafür ist auch das Öl da; ist dann nicht so flüssig wie reines Benzin. Man möchte ja gezielt was bestimmtes anzünden, da nützt es nichts, wenn das zu sehr rumspritzt. Nun haben die drei Trolos Heiz- statt Motoröl genommen, was natürlich doof ist, denn das ist auch dünnflüssig. Und wohlgemerkt in einer leeren Schnappsflasche, die dann nicht zerbrach. Hätten sie mal bei den Linken nachgelesen; die empfehlen explizit “0,5 l Kakaoflaschen mit Schraubverschluss bzw. 0,33 l Selterflaschen, weil 0,33 l Flaschen weiter geworfen werden können”. Zudem zerbrechen die wohl zuverlässig.

Was aber ist nun mit den Sägespänen? Die erzeugen Rauch. Das ist natürlich bei einem Anschlag auf Autos weitestgehend nutzlos, aber im Antipersoneneinsatz durchaus ein interessanter Punkt: Es brennt nicht nur, man sieht auch nichts mehr. Von Rauchvergiftung gar nicht zu sprechen. Der Kleber ist aber per se keine schlechte Idee; Aluminiumseife beizumischen ist aber besser; dann hat man quasi Napalm.

Gut, dass es im Internet jetzt keine Stelle mehr gibt, wo man solch menschen- und eigentumsverachtenden und ausschließlich für kriminelle Zwecke nutzbaren Informationen mehr finden kann.

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