Almanya’ya hoş geldiniz!

Danisch hat eine enormst dümmliche Broschüre des Friedrich-Ebert-Nepotismusvereins verlinkt, die (vorgeblich) ein Leitbild für die (deutsche) Einwanderungsgesellschaft skizziert. Nun behaupten die Autoren zwar, “das Leitbild selbst ist kurz und prägnant”, aber das Ding hat 43 Seiten, die vor Idiotie nur so strotzen, aber durch die Länge macht es mir das praktisch unmöglich, es hier komplett zu behandeln.

Wir machen es daher mal anders als sonst und ich setze mich nicht mit dem Dokument auseinander, da das Leitbild bereits auf einer dämlichen Prämisse anfängt:

1. DEUTSCHLAND IST EIN EINWANDERUNGSLAND

Das ist Deutschland nämlich nicht mehr. Mein Deutschland der 90er, mit 20 Pfennig für Telefonzellen und Freunden aus aller Herren Länder Shithole Countries, mit denen man sich an Ort X um n Uhr verabredet hat und dann auch kam, weil man sich sonst halt nicht getroffen hat, das war ein Einwanderungsland. Ich bin so alt wie die Kinder der türkischen Gastarbeiter der 60er, denen ihr Broterwerb durch ehrlichen Opiumanbau in Ostanatolien verboten wurde – und sie daher bei BMW Autos montieren mussten.

Ich bin so alt wie die Kinder derer, die gerade so die Kulturrevolution in China überlebt haben und das Land so schnell es ging verlassen mussten.

Ich bin auch so alt wie die Kinder derer, die vor dem menschenvarachtenden,  kommunistischen Regime (okay, das war ein Pleonasmus) des rumänischen Diktators Caesarecu fliehen konnten.

Ich bin ebenfalls so alt wie die Kinder derer, die vor der islamischen “Revolution” im Iran geflohen sind.

Um das nicht unendlich lange fortzuführen: Ich weiß aus erster Hand (boah, können die Mamas von den Leuten lecker kochen; jetzt so im Gegensatz zu deutschen Müttern), wie das sein muss, vor Scheiße zu fliehen und dann ausgerechnet nach Deutschland zu kommen, was im internationalen Vergleich in der Rangliste der “herzlichsten Länder” irgendwo in der Nähe von Somalia rangiert. Das war nicht geil für die Leute; das war Scheiße.

Was die Leute, die man in irgendwelche hellhörigen, billigen Sozialwohnungen gesteckt hat, aber sämtlich gemeinsam haben ist (a) die Tatsache, dass denen klar war, dass das hier trotz aller Widrigkeiten viel besser ist als “daheim”, und (b) sie sich sämtlich wirklich Mühe gegeben haben, in der deutschen Gesellschaft was zu werden.

Freilich, da kamen schon auch Zigeuner und nicht-so-pralle, prollige Asso-Türken dazu, aber die waren aber die Ausnahme (und haben gleichwohl die Konsequenz, dass die meisten anständigen türkisch-deutschen Mädels mit Ende 40 immer noch unverheiratet sind, weil Türken halt ganz enorme Rassisten sind (und sich kein vernünftiger Mann eine türkische Verwandtschaft antut)) – aber der wichtige Punkt ist, dass die hier die Möglichkeiten, die sie hatten (!), genutzt haben. Und auch die miesen Sozialwohnungen der 80er können sehr schön werden, wenn man sie kauft, die daneben auch, und ein paar Wände einreißt. Und das ging in Deutschland.

Ich komme mir daher, weil das ja nun Schröder-Zeit war, vollkommen verarscht vor, wenn die SPD-“Kommission” Sachen schreibt wie

hat die Bundesrepublik Deutschland vergleichsweise restriktive Einbürgerungsregeln. Entsprechend niedrig ist die Einbürgerungsquote. Aus Sicht der Kommission wäre es sinnvoll, Einbürgerungskampagnen auszuweiten, [bla] hätte positive Auswirkungen auf die Teilhabechancen der in Deutschland lebenden Menschen.

Ich weiß nicht, was ihr darüber wisst, aber ich war zumindest mal bei einer Einbürgerung dabei. Und das ist Mega-Scheiße; deutsch-bürokratisch, eben. Die diesbezügliche Freundin kommt aus China und heißt quasi Lieschen Müller – mit dem Unterschied, dass Deutsche nur klischeemäßig Müller, Meier und Schulze heißen, während halt faktisch 90% aller Chinesen Li, Wang oder Zhang heißen. Und bei so einer Einbürgerung wirst Du halt immer vorgeladen, wenn jemand, der auch Müller heißt, gerade polizeilich gesucht wird. Zwei Jahre lang. Um dann, trara! – endlich Deinen deutschen Pass zu bekommen. Was dann ziemlich gut vergleichbar mit der Zulassung eines Autos ist, so vom Zeremoniell und der Feierlichkeit und des Enthusiasmus der Beamten her.

Mein zweiter Aufreger war dann der Satz:

Die Sorge um die engsten Familienangehörigen oder die Angst vor Abschiebung sind für die Betroffenen zermürbend und gefährden die Integration.

… denn ziemlich zeitgleich mit Lieschens Einbürgerung wurde Irinas Familie abgeschoben. Irina kam irgendwo vom Balkan und hatte sehr schöne, straffe, große Brüste und war kurz vor dem Abi, aber irgendwer fand, die hätten in Deutschland nichts mehr verloren, weil der Krieg in ihrem Shithole Country ja von der Nato befriedet wurde. Das hätte man natürlich anfechten können, aber Irinas Papa fand das zu unverschämt, um hier auch nur bleiben zu wollen, und die arme Irina musste nach Redmond, weil Papa statt für Siemens halt dann für Microsoft programmierte.

Das sind so Leute, die “wir” aus Deutschland “ausweisen”. Unter einem SPD-Kanzler, wohlgemerkt.

Ah, und da war dann noch die Tatsache, dass durchaus viele 68er-Schlampen meiner Elterngeneration sich ihre Fortpflanzungsorgane mit einer illegalen Abtreibung in Holland kaputtgemacht haben, weswegen man ja nun billig verfügbare arme Negerkinder aus Afrika oder – für rassistische, ungebildete  Deutsche – aus Indien adoptiert hat. Das sind wenige, aber man kann da auch in der Öffentlichkeit mal drauf achten; die sind als Opfer ihrer Gene nicht gerade prädestiniert für Nuklearingenieur, sondern mehr für Kellnerin, aber (a) sind das fast alles Mädchen und (b) sind die alle hübsch – hey; wenn Ihr Euch ein Kind aussuchen könntet, würdet ihr doch auch kein hässliches nehmen, oder? 

Denen wird durch Linksgrüne beigebracht, dass sie mehr leisten müssten als Weiße, um irgendwie anerkannt zu werden – was nur den Effekt hat, dass sie ihre Jobs wirklich, wirklich gut machen. Freilich ist das unfair, das überbemühte Negermädchen als Kellnerin haben zu wollen statt der gelangweilten Deutschen, aber hey – ich mag mein Bier frisch. Und die kommen trotzdem nicht an Tschechen in Tschechien ran.

Und das sind die Leute, die die unsägliche Flüchtlingspolitik von Fräulein Merkel am heftigsten trifft – die müssen sich dann an der Kasse im Supermarkt von einer dämlichen alternden Deutschen (oder Rumänin, das nimmt sich nach 30 Jahren nichts; Deutschland macht Leute widerlich) fragen lassen “Du sprechen Deutsch? Du müssen fei bezahlen das!”, obwohl sie besser Deutsch sprechen als die Kassiererin (ja, auch die Deutsche; wir sind hier in Bayern; die können das nicht so).

Die obersten Sowjets nicht näher spezifizierte Kommission labbern dann noch endlos über das “Grundgesetz als Basis”, weil das gerade trendy und so kontra-AfD ist, weil es ja nun die Kommunisten SPD war, die ebendieses Grundgesetz durch die Änderung des unantastbaren (habe ich in der Schule gelernt) §3 kaputt gemacht hat. Dabei übersehen die “Experten” (für aussagenfreie Scheiße) aber, dass eine Verfassung dazu da ist, die Bürger vor ihrem Staat zu schützen; wohlweislich geschrieben im Bewusstsein, dass eine Staatsmacht ein notwendiges Übel – mit Betonung auf Übel – ist.

Dieses wichtige Faktum und die Tatsache der funktionierenden Integration in Deutschland ignorierend schwafeln sie dann – schon zuvor – über Indoktrination und angeblichen Diskriminierungs-Bullshit und fordern enormst verlogen einen “Dialog”, als hätte ein Dialog jemals irgendwelche Probleme gelöst.

Derweil fordern sie, dass man Diskriminierung bleiben lassen sollte, obwohl Diskriminierung einer der zentralsten menschlichen (im Sinne von denkfähigen) Eigenschaften ist. Wir diskriminieren “gut” versus “böse”. Wir finden diese Diskriminierung gut. Ich auch. Ich kann mir da auch kein Gegenargument vorstellen.

“Wir” sind aber keine monolithische Einheit. Wir haben abzockende Handwerker, die für meine Fassade 30.000€ haben wollten, die sich darüber beschweren, dass das die nicht-so-deutsch-sprechenden Moslems für 20 gemacht haben. Das sind aber Egoisten, und Egoisten sollte man ihre Probleme ihre Probleme sein lassen. Mir kann es ja nun recht egal sein, ob ich denen die Schnittchen mit Gelbwurst und Salami oder mit Geflügelfleischwurst und Sucuk belege. Und mir persönlich ist es peinlich, dass der (hervorragend deutsch sprechende) Vorarbeiter dann sack-schüchtern “erklärt”. dass sie kein Schwein essen. Ach. Ich wähle nicht die SPD, Linke oder die Grünen. Ich bin nicht fucking ignorant.

Von daher, nachdem ich annehme, dass keiner mehr Lust hat, die “uneinheitlichen” Ergebnisse der “Kommission”, deren Anspruch auf Realität eh nur “eine Illusion” sei, zu lesen. Von daher, ohne fucking 40 Seiten vollzuschreiben, hier

meine Agenda für die deutsche Einwanderungsgesellschaft
  1. Wir brauchen einen Flyer in den mindestens 50 wichtigsten Sprachen – und einen QR-Code, damit den Analphabeten das jemand vorliest; jeder Depp in Afrika hat zwar kein Klo oder fließend Wasser, aber ein Handy.
  2. Auf dem Flyer steht “Willkommen in Deutschland”, weil “wir” unser Rentensystem als fucking Pyramidenspiel gebaut haben, was nicht funkitonieren kann, aber praktischererweise sind die Einwanderer nicht alle intelligent genug, um das zu verstehen. Wir brauchen die Leute.
  3. Ebenso steht da, dass man zum nächstbesten Amt gehen und sich einen Ausweis holen kann/soll/muss. Das dauert, weil wir in Deutschland sind, aber das könnte man ja streamlinen. Z.B. mit einem Fotodrucker in der Behörde.
  4. Und, natürlich,  der Integrationshinweis: Im nächsten Mai geben Sie eine Steuererklärung ab. Und zahlen Steuern. Sonst fliegen sie hier hochkant raus.

Das ginge doch – oder? Schritt 2 in meinem Masterplan wäre dann, das auch an alle Deutschen zu schicken; das würde das (übertriebene) Neonazi-Problem (selbst Fräulein Festerling hat keinen Job und kein Geld) wie auch das Linken-Antifa-Problem lösen. Einfach weg mit dem Menschenmüll (nur so als Hommage an den 200 Jahre toten Karl Marx; das ist sein Begriff). Wohin? Nicht mein Problem; deren Problem. Aber: Suriname.

(Ja, es mag sein, dass das die Surinamesen stört. Das ist aber das Problem der Surinamesen.)

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Der Archipel Böhmermann

Man muss Herrn Böhmermann ja lassen, dass er es schafft, sich mit kindischem Dreck in die Schlagzeilen zu bringen, ohne dabei – wie das “Promis” normalerweise zu tun pflegen – irgendeine blöde Schlampe zu vögeln (oder zumindest öffentlich behaupten, das zu tun).

Die letzte Aufmerksamkeit in diesem Blog bekam der Zwangsgebührenerpesser (ich will wirklich was ad-hominem-Negatives über Böhmermann schreiben, aber das fällt echt schwer) … – bekam Böhmermann dafür, irgendeinen Ziegenficker als solchen zu bezeichnen. Freilich war das genau der “billige Populismus”, den die stramm Linken jedem ihrer politischen Gegner vorwerfen, der mal was realitätsbezogenes sagt; aber Erdogan zu kritisieren ist fucking billig. Dafür muss man nur mal die Türkei besuchen – ich weiß nicht, wieviel ihr reist, aber es gibt da so kulturelle Unterschiede:

In Deutschland sagt man angestrengt-höflich “Willkommen” mit dem Unterton “Was willst Du hier?!“; in den meisten anderen Ländern meinen die Leute das ehrlich. In China, zum Beispiel, heißt es “欢迎光临”, direkt gefolgt von der Frage, wo man herkommt und was man verdient.

Türken, hingegen, sagen enormst herzlich “Hoşgeldiniz”, raten dann, wo Du herkommst (Deutschland, GB oder Russland kann man raten; Österreicher und Schweizer sind halt quasi auch Deutsche…) und fragen dann, ob man denn Erdogan auch scheiße findet.

Ich habe nicht einen Türken getroffen, der Erdogan gut findet. Mit Ausnahme eines überzeugten Kommunisten aber habe ich wirklich viele Leute kennengelernt, die sich für Erdogan entschuldigen wollen, weil der zwar so entsetzlich sei, wie ihn die internationale Presse darstellt (das türkische Fernsehen berichtet sowas ja, aber im Gegensatz zum durchschnittlichen deutschen Schlafschaf glauben die Türken nicht, was die Staatsmedien erzählen…) … aber es halt als Alternative nur die Gülen-Leute gibt, die (grob) erzkonservative religiöse Spinner sind, und die (kurdische) Kommunisten, die man aus beiden Gründen (also, weil sie Kurden sind und weil sie Kommunisten sind) nicht mag.

Dass also irgendein Deutscher C-Promi statt im Dschungelcamp Würmer zu fressen dafür gefeiert wird, dass er Erdogan kritisiert, hat in etwa den gleichen Nachrichtenwert, wie dass in China ein Sack Reis umgefallen ist: das passiert schon, das passiert sogar häufig, aber es sind die Türken, die darunter leiden, dass Erdogan nunmal Erdogan ist.

Und Erdogan fickt sicher keine Ziegen; es gibt zwar kein Foto seiner Frau in jungen Jahren, aber es gibt Bilder seiner Töchter. Und auch wenn die nicht annähernd an die Mädels des ungarischen Premiers rankommen, denke ich doch, dass ich problemlos eine 100%-Mehrheit dafür finde, die attraktiver als Ziegen (oder jedwede Linke Frau, bei der Gelegenheit) einzuordnen.

Das war also nur billig, und das habe ich auch damals bereits dargelegt.

Zudem war es dumm, nutzlos und vor allem adressierte es kein echtes Problem. Aber: es war wenigstens nicht schlimm.

Jetzt, aber, haben wir #ReconquistaInternet.

Das ist der Versuch der Linken, auf den Überfall des Senders Gleiwitz das (dämliche) Gerücht, dass alle nicht-Linken im Internet organisierte Trolle und Bots sind, eine fucking Armee von Trollen zu produzieren.

Das hatte durchaus Erfolg; die Kommentare auf Twitter sind voll mit “aber wir lieben Euch doch alle” – Bullshit. Man muss den Rechten ja “Liebe” entgegensetzen.

Und das stößt mir aus mehr als einem Grund sauer auf: Erstens ist das kein Argument, was ich halt in der politischen “Debatte”  leidlich vermisse. Zweitens erinnert es mich an Erich Mielke und damit eine Episode der deutschen Geschichte, die in ihrer Dunkelheit dem Nazi-Regime in absolut nichts nachsteht. Drittens, aber, geht es bei politischen Fragen um Werte, und tendenziell geht es Rechten darum, Werte beizubehalten, während Linke Werte erneuern wollen.

Liebe ist aber kein ambivalenter oder politisch diskutabler Wert; Liebe ist das absoluteste, was man als Mensch empfinden kann – das weiß jeder, der irgendwann mal geliebt hat.

Und Herr Böhmermann kommt dann auf die Idee, man sollte seinen politischen Gegner mit (geheuchelter) Liebe überschütten.

Das geht aber nicht.

Jede noch so kleine Lüge macht etwas in einem Menschen kaputt, bis er das verliert, was einen Menschen ausmacht. Man sieht das recht einfach an Leuten, die ihre Seele verkaufen – Prostituierte, Politiker, Unternehmensberater.

Das sind, wenn es zu lange geht, keine “echten” Menschen mehr, wenn man ein unschuldiges junges Kind als Maßstab nimmt. Das wird wertloser Menschenmüll.

Und Böhmermanns Projekt fordert Leute dazu auf, öffentlich kundzutun, was für ein seelenloser Menschenmüll sie sind.

Ich mag meine politischen Gegner nicht, ich hasse sie aber auch nicht. Ich mag auch keine massenvergewaltigenden Negerhorden, jugoslawische Kriminellenbanden oder Angela Merkel in diesem Land haben, aber mein Anstand (oder halt eine gewisse Indifferenz) hält mich davon ab, die (auch nur auf Verdacht) in Vernichtungslager zu stecken, weil mir klar ist, dass es auch Menschen sind.

Linke Leute als Menschen zu sehen fällt mir schwer genug, weil ich (rational) finde, dass zum menschlich-sein Verstand gehört, den Linke ja nun offensichtlich und demonstrativ nicht besitzen, aber Gefühle haben sie trotzdem – dachte ich zumindest.

Dank Herrn Böhmermann aber weiß ich jetzt, dass die ihre Gefühle nur vortäuschen. Ich kann nicht jemanden lieben, den ich verachte; ich kann ihn nur hassen. Hass ist aber eine kontraproduktive Emotion, die man vermeiden sollte.

Die, aber leben nur von Hass, den sie genausogut als Liebe verkaufen können; intrinsisch ist das nur die andere Seite der Medaille.

Das macht diese Menschen in meinen Augen vollkommen wertlos – es gibt das Wort “Hasszerfressen”, und das ist mit gutem Grund negativ konnotiert. Die Leute, die da das Internet mit angeblicher “Liebe” überschütten, sind hasszerfressen; so sehr, das es sie nichtmal mehr stört, die wichtigste, menschlichste Emotion, die selbst den ultimativen Verstand zu überwinden in der Lage ist, derart in den Dreck zu ziehen.

Das sind für mich keine Menschen mehr.

Und so. liebe Kinder, findet man Leute, die in einem KZ oder Gulag danebenstehen, während “prinzipiell auch Menschen” zu Tode geschuftet werden; nicht um sie zu töten, sondern um sie leiden zu lassen. Weil es in die Seele jedes anständigen Menschen nicht reinpasst, weil es nicht nur sein Weltbild, sondern seine Existenz zerstört, wenn augenscheinliche Menschen sich verhalten wie Unkraut, was blüht, auch wenn man draufpinkelt. Man will, ganz, ganz tief in einem drin, sehen, dass die doch Gefühle haben.

Ich finde das eine sehr bedenkliche und überhaupt nicht gute Entwicklung.

Insbesondere, weil ich nicht fucking Jesus bin und mir gerade eine halbe Tonne Steine liefern habe lassen.

Dieselfahrverbote

Wir haben ja in Deutschland das unendliche Glück, dass es nicht nur jedem Deppen zu gut geht, als dass er nicht auf die Idee käme, sich in seiner (oder eher ihrer) überbordenden Freizeit mit “Refugees Welcome” – Schildchen an Bahnhöfe zu stellen, um Sozialschmarotzer und Schwerkriminelle im Land zu begrüßen, oder sich Unsinn wie eine Umdichtung der Nationalhymne auszudenken.

Nein, wir haben auch noch “Verbraucherschutzorganisationen”, die uns zum Beispiel davor “schützen”, dass Amazon ein (meines Erachtens vollkommen nutzloses, aber egal) Produkt verkaufen darf. Oder eben die “Deutsche Umwelthilfe”, ein schmieriger Abmahnverein, der seine Vorstellungen einer politisch korrekten Welt ohne Rücksicht auf Verluste oder Verbraucher oder irgendwen durchsetzt – wie jetzt die Möglichkeit von Dieselfahrverboten zur “Luftreinhaltung”.

Dazu mal: Die “Grenzwerte” bemessen sich an – jaaaaaavollkommen willkürlich aus der Luft gegriffenen Zahlen.

Wie jetzt, aus der Luft gegriffen?

Nun – der Unterschied zwischen einem Euro5- und einem Euro6 – Diesel sind 5 respektive 4.5 mg Feinstaubpartikel pro Kilometer. Wieviel ist das? Hey, klar, das sind 10% weniger, aber was sagt uns das?

Zum Vergleich: Beim Rauchen einer Zigarette inhaliert man 15 mg Feinstaub. Da die auch dann qualmt, wenn man nicht daran zieht, nehmen wir mal großzügig 25mg / Zigarette an. Und in einem Kilometer Laufen schaffe ich locker zwei Zigaretten – geht ja nicht so schnell, wenn man Kette raucht… d.h., die Diesel-Autos müssen zehnmal weniger Partikel produzieren als ich.

Klingt wie ein vernünftiger Maßstab?

Ha!

Die Grenzwerte, die ja ach-so-schlimm überschritten werden, liegen bei 50µg / m³.

Wieviel atmen wir denn so? Wikipedia sagt 8 Liter / Minute. Das sind 480 l / h oder 11.520 l / Tag. Runden wir ein bisschen, sind das also 12 m³ der entsetzlich verfeinstaubten Luft pro Tag, die die armen, gequälten Anwohner bester Innenstadtlagen da einatmen müssen (also, die Gossenpenner, die an der Schnellstraße schlafen; mit Entfernung nimmt das ab wie beim Pinkeln ins Meer).

Ganze 600µg Feinstaub – das sind 0,6 mg pro Tag. Wenn Ihr Euch diese Unmenge bildlich vorstellen wollt: Nehmt eine Messerspitze Mehl und pustet fest drauf. Das, was übrig ist, ist immer noch hundertmal mehr.

Ah – aber Rauchen ist ja sooooo schädlich, nicht? Okay, der (vollkommen willkürliche) Grenzwert darf ja auch nur an 35 Tagen im Jahr überschritten werden. Das sind dann immerhin schon 21mg Feinstaub – vergleichbar mit einer Zigarette, siehe oben. Einer Zigarette.

Wisst ihr, wie schädlich eine Zigarette im Monat ist?

Nein? Ich auch nicht. Wissenschaftler Anti-Raucher-Aktivisten versuchen das verzweifelt zu belegen, aber alles unter 5 Zigaretten am Tag bringt keinerlei beobachtbare Effekte. Das ist die 150-fache Dosis, bei der man auch nur darüber diskutieren kann, dass sich irgendwelche gesundheitlichen Auswirkungen zeigen könnten.

Also, wenn man das das ganze Jahr lang macht, nicht nur 35 Tage im Jahr. Der Grenzwert ist also näher an einem 1.500stel von irgendwas, von dem man irgendwie ohne rot zu werden behaupten könnte, dass es vielleicht schädlich wäre. Vielleicht. 

Oh, aber klar, wir müssen natürlich die bösen Euro5-Diesel außer Verkehr ziehen, die eben dieses 1.500stel mitverursachen – zugunsten zunächst von Euro6-Dieseln, die nur ein 1.650stel der schädlichen Stoffe verursachen würden…. also, theoretisch. Praktisch wollen sie die ja auch verbieten, zugunsten der Euro6d – Autos… für die vollkommen identische Partikelgrenzwerte gelten.

Toll, ne? Und dafür soll ich mein Kätzchen mit einem nutzlosen, wahrscheinlich Sprit verbrauchenden Teil für drei- oder 4.000 Euro umrüsten?

Wisst ihr was?

Fickt euch doch.

Ich kauf mir jetzt einen Audi 80 B3 Diesel. Der ist zwar trantütig, ist aber ja nur für Innenstadtfahrten. Nix Kat, nix Partikelfilter, – aber dafür mit blaugrauer Rauchwolke beim Anlassen, Gasgeben und normaler Fahrt. Dazu ein H-Kennzeichen für die Umwelt(zonen). Kostet weniger als die fucking Umrüstung. Und ich muss das ja nicht einatmen, was da hinten rauskommt.

 

Wollt ihr den totalen Krieg?

Während die Linken über gelungene Gesprächsführung mit Schlägern, Brüllern und Menschenhassern nachdenken, formiert sich in aller Ruhe eine faschistische Bewegung. Die Zeit des Redens ist vorbei.

Hmmm… sollte ich vielleicht auch mit Titel-Teasern anfangen, so wie das die “Qualitätspresse” tut?

Die Linke will den totalen Krieg!

Gut? Nein? Okay, dann halt langsam. Das obige Zitat ist von der alleseits unbeliebten und für dumm befundenen Sibylle Berg, die normalerweise feministischen Unsinn beim Spiegel schreibt. Aber da man sich nicht genug gegen Nazis und alle, die man als solche bezeichnet, weil man keine inhaltlichen Argumente gegen denen ihre hat, stellen kann, versucht sich Oma Sibylle halt mal an Politik:

Oh, was ist das denn? Eine Petition, wie schön, eine Petition. Für das Recht der Rechten, ungestört Menschenhass zu verbreiten.

Oh, was ist das denn? Linker Journalismus, also einfach mal in aller Ruhe ohne Nachdenken ins Internet kotzen, Tatsachen verdrehen (lest die Petitition) und seine kommunistische Menschenverachtung raushängen lassen? Kommt, Mädels; wir hatten geklärt, dass ihr Frauen das mit der Polemik nicht so wirklich gut könnt. Übt oder lasst es, so blamiert ihr euch doch bloß.

Für den friedlichen Frieden, den Rechte nicht wollen, aber brauchen, um gegen Menschen zu hetzen, die nicht männlich und biodeutsch sind

Der natürlich ein völlig anderer friedlicher Friede als der ist, den Linke und Feministen brauchen, um gegen Menschen zu hetzen, die männlich oder auch nur ansatzweise deutsch sind.

Für den Schutzraum, den Rechte brauchen, um Andersdenkende auszubuhen, körperlich anzugreifen, mit Trillerpfeifen und der immer gleichen Verächtlichmachung zum Schweigen zu bringen.

Bin ich der Einzige, der (mit Ausnahme des letzten Jahres) niemals davon was gehört hätte – also, abseits Teilen von Pegida und maßgeblich der Identitären Bewegung – dass “Andersdenkende ausbuhen” und “Trillerpfeifen” ein Mittel der Kommunikation von irgendwem außer der (radikalen) Linken wäre? Weiterhin ist es auch heute noch so, dass die “immergleiche Verächtlichmachung” – hier “Nazi” – sogar im fucking Titel des Artikels steht. Liebe Linke: Das ist meinerseits kein “tu quoque”. Das sind eure Strategien. Die IB-Jungs machen nur genau das gleiche. Ihr habt angefangen. Ihr könnt das nicht anderen vorwerfen, solange ihr es tut.

Und vollkommen unabhängig davon habe ich never, ever, nie von auch nur einem auch nur noch so vermeintlichen Nazi gehört, der sich darüber beschwert hätte, dass ihn die Polizei friedlich von einer kriminellen Straßenblockade weggetragen hat. Nicht einen. Es sind faktisch vielmehr die linken Terroristen, die diesen Frieden ausnutzen.

Es braucht Zonen der Ruhe, damit Rechte sich entfalten können und Feuerchen vor Heimen legen

Ich heiße es sicher nicht gut, irgendwas anzuzünden, aber in “Zonen der Ruhe” werden doch eher Autos von der Antifa angezüdet. Und nein, Flüchtlingheime und Autos sind beides nur Gegenstände. Und nein, “da sind Menschen drin” ist der Antifa auch egal. Wir müssen jetzt auch gar nicht über moralische Maßstäbe streiten – also, nicht ihr und ich; im Gegensatz zu Euch habe ich nämlich welche. Ich finde – kann man ja heute nicht oft genug betonen – beide Gruppen scheiße. Aber ihr bigotten Arschlöcher halt nicht.

und Juden angreifen

Ich bin mir gerade nicht so sicher, ob diese Problematik in the current year wirklich mehr auf das Konto von Rechtsradikalen geht oder doch vielmehr auf das Konto derjenigen, die noch nicht so lange hier leben.

dafür müssen wir unbedingt und dringend eintreten, wir müssen den Dialog suchen, die andere Wange hinhalten, denen demokratische Grundrechte zusichernd, die die Demokratie verachten, Trutzburgen schaffen für Hetze, die sich blumengleich entfalten darf und muss.

Boah, das war aber jetzt lang. Geht es dir noch gut, Sibylle? Magst du ein Glas veganes Wasser?

De facto sind es die “fuck the system” – Linken wie Quentin von heute mittag oder Sibylle diejenigen, die Demokratie (das “System” ist (noch) eine Demokratie) verachten. Die “Trutzburgen” sind – recht offensichtlich – die “Qualitätspresse”, sowohl Sibylle als auch Quentin bekommen dort für ihren spalterischen, menschenverachtenden Dreck ja nun eine Plattform. Aber, so sehr sich Siblylle an Polemik versucht: Sie findet ja nun nicht, dass wir auch derartigen Volkszerstörern – ach, nehmen wir ausnahmsweise mal keinen Nazibegriff – Feinden der offenen Gesellschaft – eine Plattform geben sollten. Und das unterstütze ich, auch wenn man dafür die christlich-abendländischen Ideale der Aufklärung über Bord werfen muss; das mit der Aufklärung scheint seine Grenze gefunden zu haben. Lasst uns, ganz im Sinne an eine kulturelle Integration der noch nicht so lange hier Lebenden, Quentin auspeitschen und Sibylle steinigen.

Wir müssen Lichterketten für Verlage mit klar intellektueller rechtsextremistischer Ausrichtung bilden, beten für deren Autoren, die bekennende Faschisten sind.

Nö, müssen wir nicht. Das ist aber – ungeschickt durch einen Link zum Antaios-Verlag kaschiert – auch nichts, was irgendwer fordern würde. Richtige Nazis würden einen fucking Fackelzug mit anschließender Judenverbrennung fordern. Seid doch mal nicht so kulturell insensitiv und ein bisschen toleranter gegenüber der traditionellen deutschen Kultur einer enorm kurzen und zeitgeschichtlich abgearbeiteten Epoche der Landesgeschichte.

Und endlich ist da wieder eine Klarheit vorhanden, was früher verwässert und ohne Bedeutung war, gilt wieder was. Es gibt rechts und links.

Ja, es gibt, dank der AfD, wieder eine Partei, die nicht selbstzerstörerisch links ist (auch wenn ich damit vielleicht der CSU Unrecht tue). Eine Partei, die lächerliche 13% der Stimmen bekommen hat, während die anderen Parteien offen (Linke und Grüne unterstützen “Deutschland verrecke” offen) oder indirekt (SPD und CDU unterstützen irrationale und unfinanzierbare Einwanderung in die Sozialsysteme) jedwede positiven Errungenschaften der deutschen Zivilgesellschaft zerstören wollen. Zerstörung ist Links; Rechts ist grundsätzlich die Beibehaltung des Geschaffenen, da bin ich nichtmal unfair. Die Linken versprechen nur – und im Sinne von Schumpeters kreativer Zerstörung ist das nichtmal ein grundsätzlich schon theoretisch falsches Versprechen – dass es danach besser wird. Ich habe da nur das Problem, dass es hier seit 20 Jahren kein bisschen besser wird. In keinem Punkt. Weswegen ich die Linke der illusorischen Lüge bezichtige.

Und man muss sich positionieren. Die Trägheit der Politik und den Schwachsinn des unregulierten Kapitalismus vergessend,

Die Trägheit der Politik ist nicht das Problem; der Unwille der Politik, auch nur die grundlegenden, völkerrechtlichen Ansprüche an einen Staat (Grenzen, zum Beispiel) aufrecht zu erhalten (wir müssen über öffentliche Ordnung in z.B. Berlin nicht wirklich reden, oder?) ist es. Und “unregulierter Kapitalismus”? In Deutschland? In Europa? Das ist schlicht und einfach lächerlich. Die einzigen Länder, wo man halbwegs unregulierten Kapitalismus heute erleben kann, sind China, und der wird zumindest im letzten Fall von der fuckin Kommunistischen Partei getrieben. Ist aber wirtschaftspolitisch nicht wirklich Kapitalismus oder Kommunismus, sondern mehr das, was die Nazis gemacht haben – National-Sozialismus, basierend auf der Ausbeutung “minderwertiger” Länder. Funktioniert halt schon mittelfristig nicht, wegen Sozialismus, aber mei… wir haben das hier ganz sicher nicht.

heißt es Stellung beziehen, in einer Zeit, in der das Phlegma des Geistes nach einfachen Lösungen schreit und in der ein Kampf begonnen hat, darum, wie die Menschen leben wollen.

Ist Phlegma nicht Rotze? Hm – offentsichtlich nur in der Medizin. Aber ja, das Plegma des Geistes ist ein Problem der heutigen Zeit. Einfache, angebliche Lösungen wie “wir schaffen das” sind beliebt, und niemand traut sich, auch nur nachzufragen, wie das denn schaffbar sein soll. Den Kampf haben wir auch schon – v.a. in Form radikalen linken und islamischen Terrorismus, die allen Andersdenkenden ihren Weg zu leben – sei es in einer Wohnung, die ihnen nicht gehört oder nach den Regeln des Islams – mit Gewalt aufzwingen wollen. Komischerweise aber wehren wir uns noch nur mit rechtsstaatlichen, demokratischen Mitteln, und selbst das nur zu 13%. Aber ich gebe Frau Berg vollkommen Recht: Es ist notwendig, dass sich mehr Menschen gegen diesen suizidalen Unsinn stellen.

In einer Diktatur der Lautesten, die sich außer Verachtung, Herabsetzung und Asozialität durch nichts auszeichnet

Reden wir gerade von Feministen? #Aufschrei, #metoo, #ichbineinedummeSchlampeundwilleinenVorstandsposten? Nur mal so – ich finde es wirklich schön, wenn Feminsten mal einfach so ehrlich über sich selbst schreiben (und das dann natürlich auf Dritte projizieren, aber mei, sind halt dumm)…

oder in einer Welt, in der die Menschen wider ihre Natur versuchen, miteinander auszukommen und schwächere Mitglieder der Gemeinschaft zu schützen.

Es ist in der Natur des Menschen, miteinander auszukommen. Je zivilisierter diese Menschen sind, desto besser kommen sie miteinander aus, ohne alle Andersdenkenden umzubringen. Mit Toten kommt man in der Regel nämlich auch gut klar.

Das ist so unendlich öde. Diese rückwärtsgewandten Links-rechts-Schlachten, es hält von dem ab, was wirklich wichtig wäre – der Kampf gegen die sich selber fressende neoliberale Aushöhlung der Menschlichkeit.

“Neoliberal” ist nur ein Pfui-Schimpfwort der Linken ohne jedweden Gehalt – und auch keine Position, die ich verteidigen muss oder wollte. Ich bin nicht neoliberal, ich schwanke irgendwo zwischen Marchiavellis Autoritarismus und Hobbes Leviathan, was auf der von mir als “gut” angesehenen Ebene nicht inkompatibel ist. Das ist nicht “Neo”, das ist Hunderte von Jahren alt.

Was das mit Menschlichkeit zu tun hat, weiß ich nicht. Die Autorin auch nicht, das ist nur eine Wichsvorlage für Linke, die sich durch einmal abspritzen besser fühlen wollen. Was – ja – menschlich ist.

Während die Staatsorgane klarmachen, wo der Hammer hängt und Widerstand von Jugendlichen gegen neoliberale Politik, die – krass – Bierflaschen geworfen haben,

Messen wir hier irgendwie mit zweierlei Maß? Ich meine, wenn Rechte Bierflaschen (mit ein bisschen Diesel und so drin) werfen, ist das immer gleich versuchter Mord. Wenn Linke das tun, regt sich schon eine bigotte Spiegel-Autorin auf, dass in dem Fall gefährliche Körperverletzung (Sibylles Link) “zeigen, wo der Hammer hängt” ist, dann hängt der Hammer ziemlich tief.

Es gilt, Position zu beziehen. Die unglaubliche Schlaffheit linker Positionen, dieses Tee trinken und kuscheln, der Kampf für Sojaburger und Wiesenblumen gehen an dem vorbei, was sich draußen formiert

Es ist seit 50 Jahren linke Strategie, ihr Ziel des allumfassenden und 1984-inspirierten Kommunismus in kleinen Schritten durchzusetzen. Große, blöde Forderungen stellen und das Overton-Fenster weit öffnen, aber dann “no mas” keinen Schritt zurückweichen, wenn von vernünftigen Demokraten ein Kompromissangebot gemacht wird. Das war über Jahre erfolgreich, aber es ist halt an der Zeit, dass die Vernünftigen und Konservativen auch mal sagen “¡no mas!”. Oder, die Reihen fest geschlossen, halt mal einen Schritt auf die ach so friedliche Sitzblockade zumachen, weil die da, wo sie sitzt, ja nun ums Verrecken nichts verloren hat.

faschistische Bewegungen, mit denen nicht zu reden ist, weil man nicht gegen Schreien anreden kann.

Ebendiese angeblichen Faschisten gehen – wie Lauren Southern – zu Antifa-Veranstaltungen, um mit der Gegenpartei zu reden. Und werden dort nicht nur niedergebrüllt, sondern körperlich angegriffen. Auch Feministen brüllen nur – ohne Widerrede zu tolerieren – rum und erwarten, dass man ihre Forderungen durchsetzt. Die IB – so die einzige bekannte Gruppe, die ebensolche Strategien verwendet – macht nur das, was sich bei Linken – wie Sibylle – und Feministen -wie Sibylle – bewährt hat. Freilich ist es traurig, dass das funktioniert, aber Sibylle macht nichts anderes, von daher wirft sie nur die Scheiben des Glashauses ein, in dem sie selbst sitzt. Damit trifft man niemand anderen.

Vielleicht ist der Schwarze Block, die jungen Menschen der Antifa, die Faschisten mit dem einzigen Argument begegnen, das Rechte verstehen, die einzige Bewegung neben einem digital organisierten Widerstand, die eine Wirkung hat.

Ich bin mir nicht sicher, ob Sibylle hier “Rumbrüllen” und Trillerpfeifen, also die eben genannten “Argumente” derer, mit denen man nicht reden könne, meint, oder schlichte, feige und anonyme Gewalt. Für den Fall von letzterem: Natürlich verstehen Menschen Gewalt als Mittel der politischen Machtdurchsetzung, aber das ist (a) keine Form der zivilisierten Auseinandersetzung, geschweige denn ein Argument, und (b) das so zu formulieren halte ich für einen strafbewehrten Gewaltaufruf, worüber ich mich echauffieren könnte, wenn ich den Paragrafen nicht grundsätzlich scheiße fände (oder der gegen Linke angewendet würde, aber ich lebe ja nicht in einem Rechtsstaat), vor allem aber (c) ist die rechte Gewalt laut polizeilicher Kriminalstatistik eher gering und es erscheint vielmehr so, dass (d) Linke keinen Argumenten zugänglich sind, sodass nur Gewalt bleibt.

Das ist übrigens genau die Entwicklung, vor der ich seit drei Jahren in diesem Blog warne, und Spiegel Online hat nichts besseres zu tun, als eine dumme Kuh zu publizieren, die Öl ins fucking Feuer gießt. Ich finde das entsetzlich, ich finde, dass, wenn das der Status in Deutschland ist, wir hier einen fucking Bürgerkrieg haben werden, und, so sehr ich die 13%, die sich bei der letzten Wahl für eine politische Lösung ausgesprochen habe unterstütze, habe ich keinerlei Lust, da mitzumachen.

Falls jemand nicht glaubt, dass Frau Berg hier offen zum Bürgerkrieg aufruft:

Es wird nichts mehr von alleine gut. Die Regierung wird uns nicht retten. Allein eine Neudefinition des Begriffs linker Aktivismus kann den Schwachsinn des Hasses und der Menschenverachtung stoppen. Ein wunderbares Buch dazu.

Das “wunderbare Buch” ist eine “Anleitung zur Revolution”. Man beachte auch die schon im Satz ausgesprochene Missachtung des demokratisch gewählten Rechtsstaats.

Das ist so ein grundlegendes Problem mit marxistisch verblendeten Ideologen: Sie können nicht gewinnen. Freilich, mit einer Mehrheit können sie alle “Nazis” in Gulags vernichten und den x-ten Versuch einer kommunistischen Utopie beginnen, aber: Kommunismus funktioniert nicht.

Das kann man auch nur unterstützen, indem man die Realität vollkommen verleugnet:

Während die guten Linken immer noch sitzen und über eine gelungene Gesprächsführung mit Schlägern, Brüllern und Menschenhassern nachdenken, spielt draußen das gute alte Liedgut, die ersten Schaufenster werden beschmiert und Fahnen gehisst.

Denn de facto spielt “da draußen” die Internationale auf dem fucking SPD-Parteitag, und bei Frau Merkel auf dem alten DDR-Plattenspieler, es sind zu nahezu 100% Linke, die Schaufenster beschmieren oder – fuck, die haben dafür ein eigenes Wort geschaffen – “entglasen”, und vor den Staatskanzleien weht die Regenbogenfahne.

Wenn also Sibylle schließt mit

Die Zeit des Redens ist vorbei. Es geht um die Rettung der Menschlichkeit.

… kann ich ihr nur zustimmen. Danisch hat das mit “ach, war das schön, als wir noch Polizeigewalt hatten” recht gut formuliert, aber immer offensichtlicher hat Frau Berg Recht: Der Rechtsstaat und das Gewaltmonopol des Staates sind tot; prinzipiell wäre das ein Fall für Artikel 20 (4) GG. Und den werde ich auch ergreifen – nicht zur Rettung der Menschlichkeit, sondern zur Rettung der (deutschen, zivilisierten) Menschheit. Und natürlich auch nicht, wie Frau Berg das rückständig-mittelalterlich fordert, mit Gewalt. Sondern ganz so, wie ich das aus meinem tiefsten Inneren unterstützen und mit meinen Überzeugungen vereinbaren kann: Kapitalistisch.

Montag melde ich mich arbeitslos. Es reicht mir nämlich. ¡No mas!

Petry Heil

Wie schon 1932 wurde die Wahl zum Deutschen Reichstag deutlich zuungunsten der Blockparteien, vor allem der SPD, und zugunsten der radikaleren Parteien entschieden. Der eindeutige Gewinner ist damals – wie heute – die NSDAP AfD. Da schon am Wahlabend abzusehen war, dass die Altparteien keine regierungsfähige Mehrheit zustande bringen würden, weil niemand Kommunisten mag und eigentlich alle denken, dass die Grünen einen an der Klatsche haben, und auch ein reiner Nepotismusverein wie die FDP nichts in der Regierung verloren hat, wurde kurzerhand Frau Dr. Frauke Petry zur neuen Reichskanzlerin ernannt.

Von den mit der NSDAP AfD sympathisierenden waren bereits vorsorglich im Rahmen der sogenannten “Flüchtlingskrise” große Lager errichtet worden, vornehmlich zur Registrierung illegaler Wirtschaftsmigranten und deren Deportation in die “verlorene Stadt” Berlin. Zusammen mit der Reichswehr, die aus den patriotischen Teilen der von einer vollkommen unfähigen “Verteidigungsministerin” unter dem Vorwand der wichtigen Rolle irgendwelcher Schwuchteln dem homosexuellen General Wieker, der bereits strategisch noch zu Amtszeit des Schönlings v. Guttenberg aus der AfD-nahen “CSU” in das Amt eingesetzt wurde, übergebenen Bundeswehr wurde binnen weniger Stunden ein Minenfeld um die ehemalige Hauptstadt gelegt, in der sich über die vergangenen Jahre das Gros der Volksschädlinge und Volksverräter gesammelt hatte.

In Anbetracht anhaltender, untolerierbarer Ausschreitungen der Rotfront Antifa wurde zur Wiederherstellung der öffentlichen Ordnung sofort das Inklusive Integrationsgesetz erlassen, was die Bildung einer 50.000 Mann (ja, Mann, nix Frauen) starken, paramilitärischen Volkspolizeitruppe aus den Reihen der bislang verschwunden geglaubten HoGeSSa zur Folge hatte. Die neue Volkspolizei brachte die wenigen Antifanten unter großem Geschrei (“ich habe Rechte, ich habe Rechte”) in die Lager, die zurzeit noch deutschen Standards genügen, wohl aber bald das Niveau der von den Insassen favorisierten “anarchistischen” und kommunistischen” Standards erreicht haben werden, was die Reichsregierung durch entsprechende Lebensmittelzuteilungen erreichen wird.

Nachdem um Mitternacht des Wahlsonntags die neue Reichswehr auf Frau Dr. Petry eingeschworen wurde, wurde General Fähnrich Wieker feierlich gehängt, da sich herausstellte, dass er nicht homosexuell und zudem ein überzeugter Anhänger eines demokratischen, deutschen Rechtsstaates ist, der dort von einer der vielen in der ehemaligen Bundesrepublik agierenden Terrorzellen wie der jüngst verbotenen “Amadeu-Antonio-Stiftung” eingeschleust wurde.

Frau Führerin Petrys Ansprache auf den Brühlschen Terrassen in Dresden wurde vom neuen Generalgouverneur des neuen Nordostdeutschlands, Andrzej Duda, und dem Leiter des Generalgouverneurnements Böhmen und Mähren, Miloš Zeman, mit Freude begrüßt. Aus Frankreich ist die Machtübernahme der Vichy-Bewegung, Marie LePen, nach Ausrufung des Ausnahmezustands durch das schwanzlose Weichei von bisherigem “Staatspräsidenten” bereits weit vorangeschritten; Gouverneur Geert Wilders hat bereits angekündigt, den wichtigen Seehafen Rotterdam für das Deutsche Reich nutzbar zu machen, wie das auch Duda für Königsberg ankündigt – unter Protest des russischen Despoten Putin, der dieses deutsche Reichsgebiet bereits seit über 70 Jahren unrechtmäßig für sich beansprucht – wie die Krim.

US-Präsident Donald Trump kommentierte zur Machtergreifung auf Twitter “I’d really like to grab her pussy”, was die neue Reichskanzlerin im Gegenzug zu einer “versehentlichen” nuklearen Annihilierung Berlins freizügig anbot. Zum Entsetzen des Generalgouverneurs werden in den kommenden Tagen weite Teile der neuen Deutschen Ostgebiete unbewohnbar werden.


Ach – ist so nicht passiert? War gar nicht so schlimm, wie die Presse tat, dass die AfD jetzt im Bundestag sitzt? Komisch. Wer hätte das gedacht. 

Ich möchte mich an dieser Stelle explizit bei dem (echten) General Wieker entschuldigen; ich möchte keinesfalls das Gerücht in die Welt setzen, er sei homosexuell. Die Ähnlichkeit aller übrigen erwähnten Personen mit ihren realen Gegenbildern ist so frei erfunden, wie die Presse das üblicherweise praktiziert.

Was ich von Frau Petry halten soll, weiß ich noch nicht. Ich fand die ja bislang die vernünftigste in dem Verein… wenn sie es bis in vier Jahren tatsächlich schafft, eine vernünftige Oppostionspartei – gerne mit Herrn Lucke – auf die Beine zu stellen, wäre ich begeistert. So hingegen muss man ja nehmen, was man hat – und das ist zum Beispiel Beatrix von Storch, die es nichtmal schafft, ihren TweetJetzt sind wir halt da” zu formulieren. Mei. Sie hat’s zumindest versucht.

Endlich: “Argumente” gegen die AfD

Da hat sich doch tatsächlich von mir unbemerkt in – ratet mal – Berlin so ein obskurer “Verein” gegründet, der aus irgendwelchen obskuren Quellen und ganzen 3.000 Euro an privaten Spenden drei Vollzeitmitarbeiter unterhält, die sich dem Kampf gegen die AfD mit Argumenten widmen.

Argumente! Darauf habe ich über ein Jahr gewartet!

Also, los geht’s:

RECHTSPOPULISTISCHE PAROLEN ENTKRÄFTEN

Netter Anfang. Gleich mal alles, was die AfD sagt, als “Parolen” zu bezeichnen ist allerdings kein Argument, sondern Sophismus.

Die AfD behauptet in ihrem Grundsatzprogramm: „Die ideologisch motivierte Inklusion ‚um jeden Preis‘ verursacht erhebliche Kosten und hemmt behinderte wie nicht behinderte Schüler in ihrem Lernerfolg“ (S.54).

Doch seit 2009 ist in Deutschland die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen in Kraft. Dabei handelt es sich nicht um Ideologie, sondern eine wichtige Maßnahme,

Moment mal… was unterscheidet denn eine Ideologie von einer Maßnahme? Dass sie “wichtig” ist wohl eher nicht – oder?

um Gerechtigkeit im Bildungswesen zu ermöglichen. Denn die UN-Konvention fordert ein integratives Bildungssystem,

Ja – aber damit ist das doch immer noch eine Ideologie? Nur, weil ihr da “denn” hinschreibt, ist das kein kausallogischer Schluss, den ihr da bringt. Aber egal, die AfD sagt ja vor allem, dass das (a) sackteuer ist und (b) scheiße ist.

Um diese Inklusion zu erreichen, sind Umstrukturierungen im Schulsystem nötig. Mehr als zwei Prozent des aktuellen Bundeshaushaltes (2017) würde das jedoch nicht kosten.

Zwei Prozent des fucking Bundeshaushalts sind fast so viel, wie wir für die fucking Bundeswehr ausgeben. Das ist nicht “nicht viel”, das ist sackteuer. Guter Anfang, Kinder… ehrlich, wolltet ihr nicht Argumente gegen die AfD bringen, statt ihnen Recht zu geben?

Gleichzeitig belegen Studien, dass sich ein inklusives Lernumfeld positiv auf die Leistungen der Kinder auswirkt. Dies trifft nicht nur auf die Leistungen von Kindern mit Behinderung, sondern auf alle Kinder zu.

Verlinkt ist eine Studie. Die, wenn sie denn so positiv ist, nicht der Realität in Deutschland entspricht, da man sonst ja nicht noch zwei fucking Prozent des Bundeshaushalts extra bräuchte. Kommt, Leute… das war schlecht. Geht das vielleicht auch besser?

Die Aussage der AfD verstößt somit nicht nur gegen die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen, sondern verkennt auch die Realität hinsichtlich Kosten und Lernerfolg innerhalb des deutschen Bildungs- und Schulsystems.

Okay, dass die AfD-Position auf die UN-Konvention scheißt, ist klar, aber kein Argument. Die UN-Konvention ist nicht automatisch gut. Das mit den Kosten ist eine glatte Lüge, und über eventuelle Erfolge können wir bestenfalls streiten.

Nächstes Thema:

Die AfD fordert in ihrem Wahl-Programm, die „schleichende Abschaffung“ des dreigliedrigen Schulsystems zu verhindern und ein “differenziertes Schulsystem“ zu erhalten (S. 43).

Doch das dreigliedrige Schulsystem gibt es noch fast überall in Deutschland.

Merkt ihr selber, oder? Noch. Fast überall. Deswegen schreiben die von ‘schleichender Abschaffung’. Pro-Tipp für’s Argumentieren: Nicht dem Gegner Recht geben!

Nächstes Thema:

Die AfD fordert in ihrem Wahl-Programm eine Einstellung „staatlich geförderte[r] Umerziehungsprogramme in Kindergärten und Schulen“ sowie der „Gender-Forschung“ an Universitäten. So möchte sie das „bewährte, traditionelle Familienbild“ erhalten (S. 41).

Im Kommentar des Sozialpaktausschusses der Vereinten Nationen (1999) sind die Grundelemente des Menschenrechts auf Bildung bestimmt

Und im fucking Parteiprogramm der NSDAP stand da sicher auch was dazu. Ad autoritatem ist kein Argument, sondern reine Dialektik.

Viel wichtiger ist, dass sich das Familienbild in Deutschland wandelt: Neben der als “traditionell” verstandenen Familie von Vater, Mutter, Kind(ern), sind ungefähr 19 Prozent alleinerziehend. Hinzu kommen Patchwork-Familien, Familien mit zwei Vätern oder Müttern sowie andere Konstellationen. Die jüngste Entscheidung für die „Ehe für Alle“ ist ein wichtiger Schritt zur Anerkennung der veränderten Lebensrealitäten.

Ja – und das findet die AfD scheiße, dass sich das wandelt. Ihr findet das gut und macht hier den naturalistischen Fehlschluss, dass es gut sei, “weil” es halt so sei. Das ist Politik, da kann man vorausschauend denken. Wenn irgendwer z.B. keine Juden im Land haben will, hilft das Argument “die sind aber da” nur insofern, als dass dann vielleicht jemand auf die Idee kommt – naja, wisst ihr selber, hatten wir schon. Das ist so wirklich kein Argument.

Darüber hinaus verpflichtet uns das Grundgesetz (Art. 3, Abs. 2) auch dazu, Geschlechtergerechtigkeit umzusetzen.

Das Grundgesetz verpflichtet den Staat, nicht seine Bürger. Wirklich, ehrlich und ganz genau gar keinen seiner Bürger. Es verpflichtet nichtmal irgendwelche drogendealenden Neger zu irgendwas.

Dafür leistet die Gender-Forschung an den Universitäten also einen wichtigen Beitrag.

“Also”. Das ist so billig, dass man schreien will. Kausalitäten rhetorisch vortäuschen, wo keine sind. Und den Bullshit in Art. 3 GG hat man da ja erst jüngst reingeschrieben, kann man also genausogut wieder rausstreichen. Merkt euch das mal: Man kann einer politischen Partei nicht mit “aber, Gesetze” kommen. DIE MACHEN GESETZE.

Nächstes Thema:

RechtspopulistInnen behaupten, dass es in Deutschland eine Gleichschaltung der Medien gäbe. Das machen sie daran fest, dass viele Medien ihre Argumentationen und Forderungen nicht unterstützen bzw. kritisieren.

Eine “Gleichschaltung” der Medien würde jedoch bedeuten, dass es einen zentralen Akteur gäbe, der bestimmt, was in den Medien abgebildet wird. Dies ist in Deutschland aber nicht der Fall. Es gibt hier also keine Gleichschaltung der Medien.

Ich wäre mit sowas sehr vorsichtig. Erstens mal ist es eine völlig freie Behauptung, dass es für eine Gleichschaltung einen zentralen Akteur bräuchte; in einer arbeitsteiligen Gesellschaft braucht es nicht zwingend eine Hierarchie, um zusammenzuarbeiten (das ist für Linke natürlich undenkbar; da braucht es einen obersten Sowjet – sonst würden die Leute ja am Ende noch alleine denken). Zweitens ist der mit Abstand größte Akteur am deutschen Medienmarkt der öffentlich-rechtliche Rundfunk, und bei dem gibt es solche Gremien sehr wohl.

Das ist also kein Gegenargument, sondern bestenfalls dumm, wahrscheinlich aber eine glatte Lüge.

Next.

Immer wieder formulieren RechtspopulistInnen, dass Deutschland durch eine Islamisierung bedroht werde. Das machen sie daran fest, dass Menschen mit muslimischem Glauben diesen häufig auch öffentlich leben, zum Beispiel indem sie Moscheen besuchen oder Kopftücher und Schleier tragen.

In rechtspopulistischen Argumentationen wird oft gefordert, Muslimen und Muslimas zu verbieten, ihren Glauben zu praktizieren. Doch einen Gebetsraum aufzusuchen oder privat religiöse Symbolik zu tragen, gehört zur im Grundgesetz garantierten Religionsfreiheit.

Ich habe ernsthaft von der AfD noch nie auch nur etwas in der Nähe der Forderung gehört, Leuten das Beten zu verbieten. Mit einem Sack über dem Kopf rumzulaufen aber ist in Deutschland eigentlich sowieso verboten – Vermummungsverbot bei Demos, bei Autofahrten; man muss solche Leute auch nicht in sein Restaurant oder Supermärkte lassen.

Aber schon wieder kommt hier gar kein Argument, sondern “Grundgesetz”. Und das garantiert ganz genau nicht, dass man Religion überall und wie man will praktizieren kann, sonst dürften Satanisten ja auch Säuglinge opfern. Bildet euch doch erstmal selber, bevor ihr so einen Stuss schreibt, der sowieso nur Strohmänner abfackelt. Es richtet sich zudem alles überhaupt nicht gegen den Punkt der “Islaminisierung”. Null. Gar nicht. Themaverfehlung, setzen, sechs.

In ihrem Grundsatzprogramm schreibt die AfD: „Nicht therapierbare alkohol- und drogenabhängige sowie psychisch kranke Täter […] sind […] in der Sicherungsverwahrung unterzubringen“ (S. 26).

Bisher werden psychisch kranke Straftäter nicht zu Haftstrafen verurteilt, sondern in Kliniken eingewiesen, in denen sie therapiert werden und keine Gefahr mehr von ihnen ausgeht. Die AfD fordert dagegen Strafe statt Behandlung.

Das ist eine Lüge. Die AfD schreibt – in dem von euch zitierten Teil – “nicht therapierbare“. Nicht behandelbare kann man nicht behandeln, das ist also Unsinn, dass ihr so tut, als würde die AfD ihnen die Behandlung verweigern. Ob es eine Strafe ist, gefährliche, kranke Leute wegzusprerren oder zum Schutz des fucking Rests der Gesellschaft notwendig und sinnvoll ist, das ist hier das zentrale Thema. Geht ihr darauf wenigstens ein?

Psychisch kranke, alkohol- oder drogenabhängige Täter einzusperren und ihnen gleichzeitig Therapien vorzuenthalten, wie es die AfD fordert, verstößt daher gegen den Grundsatz der Menschenwürde.

Uuuuh Menschenwürde. Abgesehen davon, dass ihr nur die Lüge von oben wiederholt: Fickt Euch.

Die AfD sieht „den Fortbestand der Nation als kulturelle Einheit“ bedroht und will deshalb die deutsche Leitkultur „selbstbewusst verteidigen“ (Grundsatzprogramm S. 55).

  • Die AfD will allen Menschen in Deutschland die „deutsche Kultur“ als Leitkultur aufdrücken.

Jaaaaa…. ja, also, denen, die noch nicht so lange hier leben, gell? Der Rest hat sie ja schon?!

  • Doch in Deutschland gibt es sehr viele verschiedene Kulturen und Traditionen, die friedlich miteinander leben, gemeinsame Werte entwickeln und sich an unsere Verfassung und Gesetze halten.

Wie mich dieses “Bürger, die sich an die Verfassung halten” nervt. Ich kann mich nicht nicht an die Verfassung halten; das kann muss nur der Gesetzgeber, die Exekutive und Judikative. Nicht Bürger. Immer noch nicht. Wie mich dieses “Demokratie” und “Verfassung” und “Menschenrechte” – Geschwurbel ankotzt, was fast ausschließlich Leute verwenden, die bei jedweder Gelegenheit Menschenrechte mit Füßen treten.

Warum soll die AfD definieren dürfen, was zur “Leitkultur” gehört und was nicht?

Will die AfD das denn? Wollen wir vielleicht einfach mal demokratisch drüber abstimmen, was denn nun eine “deutsche Leitkultur” sei?

Oh, und dann kommt ihr “ist doch alles nicht so schlimm” – Hashtag #wasverlierstdu:

Das Recht auf eine freie Entfaltung der Persönlichkeit und deine Privatsphäre. Das Grundgesetz garantiert dir in Artikel 2 den Schutz der allgemeinen Handlungsfreiheit. Das bedeutet, dass niemand bestimmen kann nach welcher Kultur du lebst oder welche Gewohnheiten du hast – auch nicht die AfD.

Ich onaniere gerne in öffentlichen Verkehrsmitteln und spritze das dann 14jährigen, rothaarigen Mädchen in die Augen. Gut, dass man das in Deutschland darf und niemand meine freie Entfaltung der Persönlichkeit verhindert.

Oh.

Idioten.

In ihrem Grundsatzprogramm schreibt die Afd: „Die Wertschätzung für die traditionelle Familie geht in Deutschland zunehmend verloren“ (S.41).

Die AfD möchte das traditionelle Familienbild mitsamt seiner altbackenen Rollenunterschiede zum Leitbild machen.

Ich habe von der AfD zu keinem Zeitpunkt gehört, dass Frauen in die Küche gehören. Frau Petry von der AfD, mutter von x Kindern, sitzt zum Beispiel bald im Bundestag, so altbacken sind die. Wollt ihr euch absichtlich lächerlich machen? Das ist nichtmal ein Strohmann, dass ist ein Haufen Kuhmist.

Deshalb bekennt sie sich offen gegen „Gender-Mainstreaming“ und damit gegen die Gleichberechtigung von Mann und Frau.

Kausalitäten, wie wir wissen, entstehen dadurch, dass man Kausalwörter verwendet. Deswegen. Nur deswegen.

Sachlich: Könnte es sein, dass “Gender Mainstreaming” absolut nichts mit Gleichberechtigung und vielmehr mit Gleichstellung zu tun hat und ihr hier einfach nur unverschämt lügt? Nachzulesen bei im Protokoll der radikalen Kampflesbensitzung in Beijing 1995?

Die AfD widerspricht mit ihren Aussagen demnach dem Gleichheitssatz im Grundgesetz.

Dem ganz, ganz neu dazugetanen, der Gleichberechtigung mit Gleichstellung ersetzt und damit mal gegen echte, grundlegende Menschenrechte verstößt? Den? Hey – das ist kein Argument gegen die AfD.

Die AfD behauptet zwar, dass sie sich „uneingeschränkt“ zur „Glaubens-, Gewissens- und Bekenntnissfreiheit“ bekennt. Gleichzeitig fordert sie jedoch der Religionsfreiheit “Schranken” zu setzen (Grundsatzprogramm S. 48f.).

Ja – hatten wir doch schon? Ihr habt dann behauptet, die AfD will den Leuten verbieten, an irgendeinen anderen Gott als ihren eigenen zu glauben, wie das – äh – jede Religionsgemeinschaft macht?

Die AfD schießt sich insbesondere auf den Islam ein. Sie fordert zum Beispiel das Verbot von Minaretten und den Muezzinruf.

Ich bin mir recht sicher, dass es in Deutschland sowieso schon verboten ist, wie ein blöder mitten in der Nacht rumzubrüllen; ganz besonders mit Lautsprechern. Wenn ich jetzt möchte, dass da so bleibt – muss ich nur deswegen die AfD wählen? Falls ja, ist es dann OK, die AfD zu wählen?

Der nächste Punkt ist etwas wirr, da:

Die AfD macht einen Unterschied zwischen politisch Verfolgten und anderen Schutzsuchenden.

… das übrigens auch das Gundgesetz in Artikel 16a macht und…

#wasverlierstdu: Das Recht auf Asyl. In Deutschland ist das Recht auf Asyl in Artikel 16a im Grundgesetz festgelegt. Der hohe Rang dieses Gesetzes ist eine direkte Reaktion auf die politische Verfolgung während der Zeit des Nationalsozialismus. Mit diesem Grundrecht bekennt sich die Bundesrepublik zu ihrer historischen Verantwortung, …

Dazu: Ich habe sowieso kein Recht auf Asyl in Deutschland (und sonstwo auch eher nicht), aber die AfD erkennt mit dieser Differenzierung genau diese historische Verantwortung für politisch Verfolgte an. Neben der CSU ist die AfD die einzige (relevante) Partei, die zwischen Leuten, die in Saudi-Arabien mit von Thyssen-Krupp gelieferten Steinen hingerichtet werden würden, weil sie gerne eine Demokratie hätten, und irgendwelchen Zigeunerfrauen, die vom deutschen Staat Unterhalt für ihre 12 unehelichen Bälger will.

Das Grundgesetz, mit dem hier argumentiert wird, kennt keine Kriegsflüchtlinge – das ergibt sich aber – jaja – von alleine aus der Menschenwürde. Das Problem ist, dass ebendiese Menschenwürde es uns komischerweise verbietet, IS-Massenvergewaltiger und -mörder nach Syrien abzuschieben, weil sie dort für ihre dort begangegen Verbrechen nach den dortigen Gesetzen gehängt werden würden. Vielleicht sollten wir das mit der Menschenwürde mal auf Menschen konkretisieren, die irgendwie Würde haben.

die AFD zieht einen Austritt aus der Europäischen Union in Erwägung. Das hätte sehr weitreichende Konsequenzen, wie uns der Brexit zeigt:

Ohne die EU wären die Zeiten vorbei, in der du dich einfach in das Auto oder den Zug setzen und spontan nach Italien, Polen oder Frankreich fahren kannst. Lange Schlangen vor den Grenzkontrollen und mühsame Visumsanträge würden das Reisen in Europa dann viel komplizierter machen.

Wie entsetzlich. Wenn man jetzt die unendliche Zeit als Maßstab nimmt, die man an den größten Flughäfen der Welt auf seine Einreise warten muss – also, so zehn Minuten in JFK, fünf in Beijing Capital oder auch mal fünfzehn in Istanbul, ist das schon fast die Zeit, die der fucking Zug Verspätung hatte.

Mit einem deutschen Pass bekommt man übrigens für 184 der 200(nochwas) Länder dieser Erde vollkommen problemlos ein Visum – oder braucht keines. Die EU hingegen hat es aber zum Beispiel nicht geschafft, da was Einheitliches auch nur mit den Türken auszuhandeln – Österreicher brauchen ein Visum (gibt’s im Internet, 5 Minuten), Deutsche nur einen gültigen Pass. Die deutsche Regierung ist in der Hinsicht also mal grundsätzlich besser als die EU – danke, EU, für nichts. Ich brauche euch nicht.

Abgesehen davon war mein Papa auch schon in den 60ern in Italien – und sogar in Marokko und Tunesien und Libyen und so, wo wir dank der modernen “Demokratisierungen” dieser Länder ja nicht mehr hinkönnen. Danke, EU. Danke.

die EU hat dafür gesorgt, dass seit 70 Jahren Frieden auf dem europäischen Kontinent herrscht – solange wie noch nie.

Erzählt das bitte, bitte, bitte Leuten aus Jugoslawien – ah – ne – Bosnien, Serbien, dem Kosovo und wie der Rest jetzt heißt.

Widerliche Lügner.

da die AfD den Euro abschaffen will.

Der Euro ist ein wichtiger Garant für die starke deutsche Wirtschaft.

Wohingegen wir mit der DM auf dem Entwicklungsstand Japans stehengeblieben waren, also auf Platz 2 der wirtschaftlich erfolgreichsten Länder der Welt?

Ein Austritt aus dem Euro wäre daher eine Katastrophe für die deutsche Wirtschaft – und unsere Gesellschaft.

*Daher*.

Denn die Wiedereinführung der D-Mark würde deutsche Produkte im Ausland viel teuer machen und dem deutschen Exportgeschäften deshalb massiv schaden. Das hätte auch weniger Steuereinnahmen und letztlich weniger Geld in der deutschen Staatskasse zur Folge, das für Bildung, Kultur und Infrastruktur ausgegeben werden kann.

Na, dann ist es doch praktisch, wenn wir den unendlich teuren Unsinn mit der Behinderteninklusion und den Gender Studies lassen, gell? Hach, wird hier schön aufgezeigt, wie stringent das Parteiprogramm der AfD ist. Bei der Linken weiß man nie, wo das Geld herkommen soll.

Ohne den Euro müsstest du bei Reisen innerhalb Europas außerdem auch wieder für teure Gebühren Geld tauschen. Wie lästig und undurchsichtig das ist, wissen deine Eltern. Frag sie einfach.

Hmmmm… ich habe in Wirtschaftswissenschaften promoviert. Aber gut, vielleicht ist das für weniger fachlich gebildete tatsächlich schwierig, von daher: Bei der DKB gibt es eine kostenlose VISA-Karte, die dieses Problem vollumfänglich löst.

Komischerweise zahle ich meine Zigaretten übrigens trotz EU noch in tschechischen Kronen.

Die EU hat uns außerdem viele wichtige Verbraucherrechte beschert: So können wir dank der EU im Internet geschlossene Verträge ohne Grund widerrufen, bei verspäteten oder ausgefallenen Flügen unsere Rechte beanspruchen oder in ganz Europa ohne Roaming-Gebühren telefonieren.

Was die unfähige, deutsche Regierung nicht geschafft hätte. Natürlich nicht, waren ja vollkommen andere Parteien – ach, nicht? Oh – tatsächlich nicht; das verdanken wir offenbar Martin Sonneborn von der PARTEI, die ja im Europaparlament sitzt. Wie auch… die AfD?

Oh. 

die AfD ist gegen eine gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik in der EU.

In einer globalisierten Welt können wir als EuropäerInnen nur gemeinsam stark sein. Denn Deutschland allein ist keine Weltmacht …Seit 2009 gibt es in der EU eine Art AußenministerIn, die diese gemeinsame europäische Stimme international artikuliert. Offiziell heißt dieses Amt „Hoher Vertreter der Europäischen Union für Außen- und Sicherheitspolitik“. Zur Zeit wird es von der Italienerin Federica Mogherini ausgeübt.

Toll. Wenn es die nicht gäbe, hätte ich auch noch nie von ihr gehört. Ist sicher total wichtig, das Amt.

Wenn die AfD dieses Amt abschaffen möchte, dann gefährdet sie damit auch, dass unsere Stimme von den Trumps, Putins und Erdogans dieser Welt übertönt wird.

Die Erdogans, die ein Land mit weniger Leuten und weniger als einem Drittel des BIP haben? Oder die Putins mit ein paar mehr Leuten, die es aber tatsächlich schaffen, noch weniger zu erarbeiten als die Türken? Die Leute, die so laute Stimmen haben? Die? Die sich mit ihren Ländchen hinstellen und die EU-Minister als Knalltüten bezeichnen und ihnen dann zum Mitschreiben die Konditionen für so ziemlich alles diktieren? Die?

Das wäre ja entsetzlich, wenn wir die EU-Leute nicht mehr hätten. Dann wären wir auch so ein kleines Land – also, außer, dass wir mehr Geld haben als beide zusammen, natürlich – und könnten auch mal rumblöken. Das wäre gar nicht gut. Pfui.

Die AfD will die Erbschaftsteuer abschaffen und spricht sich gegen die Vermögenssteuer aus. Beide Steuern werden nicht von den „kleinen Leuten“ bezahlt

Ja, wie auch? Es werden ja alle furchtbar besteuert in Deutschland?!

Diese Steuereinnahmen fehlen dann im Staatshaushalt, aus dem auch die Leistungen für die „kleinen Leute“ finanziert werden.

Kleine Leute wie übrigens die Kinder von irgendeiner Zigeunerfrau oder IS-Terroristen, denen wir eine “menschenwürdige” Sicherungsverwahrung bieten müssen; nicht dass da jetzt jemand an Opa Egon denkt, der sich gerade mit dem Staatsanwalt rumärgern muss, weil er bei Liederabend im Seniorenheim das Horst-Wessel-Lied gesungen hat.

Eine Vermögenssteuer verstieße übrigens gegen das Grundgesetz, weil es eine doppelte Besteuerung des Gleichen wäre, aber hey, scheiß doch auf das Grundgesetz, gell?

Die AfD will Regulierungen und Bürokratie abbauen. Gleichzeitig spricht sich die Partei im Wahlkampf für den Mindestlohn aus und will gegen prekäre Beschäftigungsverhältnisse vorgehen.

Dabei sind der Mindestlohn und Maßnahmen zur Eindämmung prekärer Arbeit genau solche Instrumente, die den Arbeitsmarkt regulieren.

Der Mindestlohn ist keine bürokratische oder sonstige Hürde, die den Wettbewerb im Inland verzerren würde. Gleichwohl ist er blöd und schwächt Deutschland im internationalen Wettbewerb. Aber gut, jetzt haben wir endlich mal ein Argument gegen die AfD: Die wollen den Mindestlohn beibehalten. 

Fuck, ganz ehrlich – ich hätte ja nicht gedacht, dass da tatsächlich ein Argument kommt, was wirklich gegen die AfD spricht.

Blöd, dass ich schon gewählt habe.

Die eingeschränkt demokratische Grundordnung

Nachdem mein schöner, bedachter Beitrag zu Strohmännern, die einem liberalen, marktwirtschaftlichen Kapitalismus entgegengesetzt werden, wohl recht unbeliebt war, statt einer Fortsetzung heute ein kleiner Rant.

Da sind nämlich ein paar Sachen zusammengekommen, die sehr schön den Zustand der “demokratischen Grundordnung” in Deutschland beschreiben. Angefangen hat das mit Fefe, der diesen Hirnfurz einer Britt-Marie Lakämper veröffentlicht hat. Highlight:

Satire ist die Droge der Kleinintellektuellen.

Wohingegen echte Intellektuelle wie Britt-Marie natürlich mit Witzen amüsieren, die nur versteht, wer “Game of Thrones” schaut (ja, klickt ruhig, das kann man sich nicht ausdenken, dass sich so jemand sowas zu schreiben traut).

Mariechens eigentlicher Punkt ist aber, dass Die Partei – ihr wisst schon, Sonneborn und Konsorten – keine Wahlalternative sein sollten, weil Realpolitik blablablubbs.

Freilich aber kann man die Partei aber durchaus auch deswegen wählen, weil die Tatsache, auch nur einen Clown ins Europaparlament zu bringen eigentlich die ganze Veranstaltung als die lächerliche Farce entlarvt, die sie ist – und Herr Sonneborn hat, muss ich sagen, diese Meinung auch in ebendiesem Parlament kundgetan. Ich bin mir nun recht sicher, damit nicht Maries politische Meinung zu treffen (die CDU-Mitglied ist), aber ich fand meine Wählerstimme bei Herrn Sonneborn wirklich gut aufgehoben. Übrigens im Gegensatz zu allen anderen Parteien.

Nun hat den idiotischen Post aber auch Herr Nebgen aufgegriffen, seines Zeichens Strafverteidiger. Herr Nebgen verteidigt – als korrekter Jurist einerseits und als tatsächlicher Demokrat andererseits selbstverständlich die Zulässigkeit einer reinen Satire-Partei. Herr Nebgen mag aber zugleich die AfD nicht, findet aber, dass man ihr demokratisch entgegentreten sollte (im Gegensatz zu übrigens den meisten Politikern, aber egal) – er schreibt:

Satire ist vor allem dort wichtig, wo ein sachlicher Diskurs – aus welchen Gründen auch immer – nicht mehr möglich ist.

Da unterstütze ich Herrn Nebgen vollends. Ich teile nur nicht seine (kommt noch) Annahme, dass das in Parlamenten der Fall wäre. Eine parlamentarische “Debatte” sieht in der Regel so aus, dass jeder eine vorbereitete Rede hält, woraufhin dann alle so abstimmen, wie sie das ebenso bereits vorher (in kleinen Gremien; diese greife ich hier explizit nicht [aus diesem Grund] an) beschlossen haben. Ganz toll, sehr wichtige Veranstaltung, so ein Bundestags-Plenum.

Wenn man nun aber – wie Herr Nebgen – davon ausgeht, dass im Bundestag tatsächlich Debatten stattfinden, bei denen – außer “pöbelnden” und “unzulässigen” Zwischenrufen niemals zwei Parteien miteinander reden, dann, so Herr Nebgen, sei es ein Problem,

wenn eine Partei dort einziehen sollte, deren Mitglieder nicht nur Meinungen haben, sondern diese gerne mit falschen Tatsachenbehauptungen unterfüttern.

Er meint damit gezielt Alice Weidel von der AfD, mit Verweis auf zwei andere Artikel, von sich selbst und von den über jeden Zweifel erhabenen Staatsmedien der ARD.

Herr Nebgen schreibt dann weiter, dass man Satire bräuchte, weil:

Man behauptet irgendetwas möglichst Konkretes, dessen Wahrheitsgehalt auf die Schnelle niemand überprüfen kann und drischt damit auf die anderen ein. […] Ich habe Zweifel, ob die – im großen und ganzen immer noch seriösen – Altparteien mit diesem Stil klar kommen werden. Viele werden sich noch gar nicht vorstellen können, auf welches Niveau die Debatte herunter gezogen werden wird, wenn es erst einmal soweit ist. Und dann braucht es auch im Bundestag jemanden, der sich auf diesem Niveau auskennt.

Das “Niveau” des Gender Pay Gaps? Aber egal, ich habe mit dieser Interpretation Nebgens zwei andere Probleme: Erstens wäre jedwede Form des verbalen (!) “Aufeinandereindreschens” ein wahnsinniger Gewinn in der aktuellen politischen Diskussionskultur, die diesen Namen nicht mehr verdient hat, da es keine Diskussion ist, wenn die andere Seite schlicht ignoriert, was die eine sagt. Und zweitens tut Herr Nebgen der AfD Unrecht, aber lassen wir ihn das selbst illustrieren:

In dem Film “Jäger des verlorenen Schatzes” (Raiders of the lost arc) gibt es eine Szene, in der der Protagonist (Harrison Ford) von einem gefährlich anmutenden Kämpfer bedroht wird, der mehrere Säbel schwingt, dabei Furcht einflößende Laute von sich gibt, und so einen kurzen Moment den Eindruck vollständiger Überlegenheit vermittelt. Der Protagonist zieht seinen Revolver und erschießt diesen Gegner auf vergleichsweise unspektakuläre Weise.

Wenn die Altparteien nicht aufpassen, wird es ihnen ergehen wie diesem ehrlichen, naiven Kämpfer: Sie werden regelwidrig aber effektiv einfach über den Haufen geschossen werden.

Was Nebgen hier macht, nennt Schopenhauer ein simuliertes Argument. Wenn der Leser nämlich auch nur eine Sekunde nachdenkt, wird er feststellen, dass (a) Indiana Jones der Gute ist und (b) es gegenüber einem willkürlichen Aggressor, der nach eines Lebens trachtet, in keiner Gesellschaft ever “regelwidrig” ist, ihn einfach zu erschießen.

Aber gut, es geht heutzutage offensichtlich nichts über billiges AfD-Bashing, und so komme ich in die blöde Situation, was positives über die AfD-Quotenlesbe schreiben zu müssen. Ganz fein. Nebgen formuliert das so schön:

dass die dort von Dr. Alice Weidel aufgestellten Behauptungen auch inhaltlich schlicht falsch sind; man schaue mal hier

Hier, übrigens. Bei der ARD, der vom Staat unabhängigsten Medieninstutution der Welt, noch vor CCTV, Russia Today, Al Jazeera und der Pyongyang Times. Es geht hierum:

Mehrmals hat die AfD bereits behauptet, in Büros gelten viel höhere Grenzwerte für Stickstoffdioxid als auf der Straße. […] Richtiger wird sie dadurch aber nicht.

Kristin Becker vom SWR erklärt uns das dann ausführlich, wieso diese falschen Tatsachenbehauptungen einfach nur sachlich falsch seien:

Der Grenzwert für Stickstoffdioxid liegt im Außenbereich bei 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Viel höher – bei 950 Mikrogramm pro Kubikmeter – hingegen ist der Wert für bestimmte Arbeitsplätze.

Oh. Wir müssen den Artikel also nicht weiter lesen. Frau Weidel und jeder andere von der AfD, der gesagt hat, dass am Arbeitsplatz höhere Grenzen gelten als auf der Straße, hat Recht. Punkt, Ende. Aber Kristin vom SWR hat auch den Schopenhauer gelesen, wie alle Linken, aber offenbar – wie die meisten Linken – schon bei Strategem #1 aufgehört, denn es erfolgt schlicht eine Erweiterung – weil man schon “Arbeitsplätze” schreiben musste, für Büros gelten (lest den ARD-Artikel plus deren Quelle) überhaupt keine Grenzwerte, es gibt da nur ein rechtlich schwaches “sollte wie draußen sein”. Gut auch, dass sich die Faktenfinder gleich mal auf Stickoxide beschränken – Schopenhauer empfiehlt bei einer Erweiterung auch zeitgleich, den Gegner möglichst stark einzuschränken – da muss man dann nämlich nicht über unangenehme Feinstaub-oder Ozonwerte in jedwedem Büro mit einem Laserdrucker reden. Von Kopierern fangen wir gar nicht erst an.

Kristin scheint sich aber der Schwäche ihrer Argumentation zumindest unterschwellig bewusst zu sein, denn es endet mit einem “denk doch mal einer an die Kinder”:

Während also die Luft draußen und in den meisten Innenräumen “gesundheitlich zuträglich” sein soll, geht es [anderswo] darum, dass die Luftbelastung einem gesunden, erwachsenen Menschen im Allgemeinen nicht schaden darf.

Was bei dieser Diskussion völlig unter den Tisch fällt, ist Alice Weidels eigentlicher Punkt: Wenn die Autos so viele Abgase produzieren, dass sie die Grenzwerte überschreiten – was spricht denn dagegen, einfach die Grenzwerte hochzusetzen?

Man sieht, man kann auch als klassischer Politiker sehr schön die Argumente der Gegenseite ignorieren, da braucht es keine Satire. Da braucht es nur ein bisschen Sophistik, als wären Grenzwerte per se in fucking Stein gemeißelt – und nicht etwa von Politikern beschlossen.

Und wie sinnvoll sind die Grenzwerte denn? Nun, nicht belastbaren Quellen zufolge, die ich keine Lust habe nochmal nachzuschauen, werden die so festgelegt, dass man Ratten so lange Schadstoff X aussetzt, bis die Hälfte stirbt. Das ergibt dann die “LD50”, und von der aus dosiert man runter, bis man die Ratten mit – in diesem Fall NOx – vergasen kann, ohne dass ihnen auch nur das geringste passiert. Dieser Wert ist aber dann noch nicht “nicht gesundheitsschädlich”, sondern man nimmt den noch durch 100. Wenn Ihr Euch fragt, wieso die Werte früher nie ein Problem waren: Da waren die Messgeräte noch nicht gut genug.

Weiterer Vergleich gefällig? Okay: Die höchsten Überschreitungen der Grenzwerte in “Problemgebieten” wie dem Stuttgarter Kessel im Sommer führen in Extremzeiten zu einer täglichen Schadstoffbelastung, die in etwa dem Rauchen einer halben Zigarette entspricht. Der Grenzwert für die (wahrscheinlich) schädlichen Schadstoffe darf an nicht mehr als 35 Tagen im Jahr überschritten werden, das wäre dann weniger als eine Schachtel Zigaretten. Im Jahr. Für irgendeinen (auch nur diskutabel) nachweislichen, gesundheitlichen Effekt müsste man da aber nicht nur das ganze Jahr über der aktuellen Grenzwertbelastung leben, sondern auch noch wenigstens zwei oder drei Kippen rauchen. Täglich, nicht im Jahr.

Aber ist doch schön, dass wir so toll über Grenzwerte diskutieren konnten, nicht wahr? Vielen Dank, ARD-Faktenfinder, ihr habt uns da echt geholfen.

Aber zurück zu Alice Weidel und dem von ihr verursachten Untergang der freiheitlichen demokratischen Grundordnung, weil man mit solchen Leuten ja nicht reden kann – weil sie einfach gehen. Da sich alle Berichte etwa gleich mit dem verlinkten lesen und ich keine große Lust habe, mir langweilige “Diskussionssendungen” im Fernsehen anzuschauen, bei denen Politiker ihre bereits bekannten Punkte wiederholen, habe ich mir – nur für Euch – aber dennoch die 5 Minuten, bevor sie ging, angeschaut.

Passiert ist da folgendes:

[0:57]: Weidel erklärt, dass die, die noch nicht so lange hier leben, durchaus überdurchschnittlich kriminell sind

[0:58:31] Wie es sich bei einer ordentlichen, politischen Diskussion gehört, nimmt die “unabhängige” “Moderatorin” den bedrübbelt guckenden Politikern der anderen Parteien die Peinlichkeit ab, darauf antworten zu müssen, indem (ernsthaft!) erklärt wird, dass die ja nur untereinander kriminell sind (schaut den fucking Clip, ehrlich – DAS ist deren Gegenargument. DAS! Ist ja nicht so schlimm, wenn fucking Kriegsflüchtlinge von irgendwelchen sozialschmarotzenden Negern vergewaltigt werden, gell? Danke, ZDF, Danke. Fickt euch) und nur 4,6% der geschädigten Deutschen von “Zuwanderern” beklaut, vergewaltigt oder umgebracht wurden. Toll, Danke auch dafür, ZDF, eine relative Zahl zur Relativierung zu verwenden – diese kriminellen Zuwanderer sind halt komischerweise – wie Frau Weidel sagte – im Vergleich zur schon länger hier lebenden Bevölkerung (inklusive 60er Türken 80er Iranern, 90er Afghanen etc. pp.)  fucking überdurchschnittlich kriminell – wie Frau Weidel sagte – richtig? Ah, ne, sind ja nur 4,6%, wen interessieren die schon? 

[01:01] Maas whataboutismt, dass diejenigen, die am wenigsten Interesse an kriminellen Illegalen (er nennt sie trotzdem “Flüchtlinge”) haben, andere [echte] Flüchtlinge sind, nicht die AfD.

Dazu: Ach nee, Heiko? Leute, die hier wirklich deswegen herkommen, weil sie vor politischer Verfolgung durch autoritäre Regimes (wie dem, was du mit deinem Orwell-Gesetz zu etablieren versuchst) oder vor echten Kriegen oder Genoziden fliehen, benehmen sich hier auch ordentlich? Und derweil erdreistest du dich, es als ganz toll hinzustellen, dass man sie jetzt (eventuell, theoretisch, aber wohl praktisch eher doch wieder nicht) ausweisen könnte, nachdem sie ihre ersten vier Opfer vergewaltigt haben? Für Ladendiebstahl gibt es ja nun kein Jahr Knast, gell? Das ist DEINE Partei, Heiko. Deine. Und die noch linksgrüneren.

Und die echten Flüchtlinge per se würden dann wohl eher die AfD wählen, gell? Ich meine, die haben ja die gleichen Interessen? Ja? Wolltest du uns das sagen, Heiko? Das ist der Unterschied zwischen Gutmenschen und guten Menschen, übrigens.

[01:02] Trittin mault irgendwie Scheuer von der CSU an [idiotisch, aus dem Kontext gerissen und unberechtigt, wie Scheuer später erläutert], leitet dann fließend zu Gauland über, der entsetzlich sei: “Verrohung fängt damit an, dass man Bürger[Innen] dieses Landes willkürlich ausbürgert, und genau das hat Herr Gauland gesagt, getan, als er Frau Özuguz, als er gesagt hat, er wolle sie in Anatolien entsorgen”.

Dazu eine kurze Anmerkung: Herr Gauland hat gesagt, man (!1) solle (!2) Frau Özoguz in Anatolien entsorgen. Ich hatte dazu bereits spontan getwittert, dass das keinesfalls einen realpolitischen Bezug haben kann, da ich zumindest Erdogan die Eier zutraue, die Dame nicht ins Land zu lassen, ohne sicher zu sein, dass sie wieder geht (ansonsten ist sie ziemlich auf seiner Parteilinie, aber das ist ein anderes Thema).

[01:03] Trittin schließt mit “da beginnt die Verrohung der Sprache”, so, als wäre das irgendwie vergleichbar mit dem von Frau Weidel angesprochenen und durch die Moderatorin (!) sofort relativiertem Thema der Verrohung derer, die hier jetzt halt leben. Das Wort bekommt Herr Scheuer.

[01:04] Weidel unterbricht Scheuer bei seinen (recht vernünftig klingenden) Ausführungen über intergrationswillige vs. solche Ausländer, die man rauswerfen sollte mit dem Anwurf, er wolle illegale Einwanderung legalisieren.

[01:05] Scheuer hält Weidel vor, dass sie sich erstmal von “für mich ist das ein Rechtsradikaler” Gauland distanzieren soll. Frau Weidel geht.

Freilich könnte man nun Frau Weidel vorwerfen, dass ihr Vorwurf gegenüber Scheuer “böse” war, aber er hatte ja nun auch die Gelegenheit, darauf zu antworten. Stattdessen kommt ein Argumentum ad auditores – bilderbuchmäßig, “machen Sie erstmal den Zuschauern klar” – statt irgendwas inhaltliches.

Nun bin ich da natürlich als Bayer enorm gebiast und auch – respektive deswegen – kein fanatischer Nationalist – die CSU hat nichts gegen Einwanderer, die hier was anständiges leisten, und das hat Herr Scheuer auch – zumindest für mich – klargestellt. Dass das nach aktueller Rechtslage eine Legalisierung illegaler Einwanderung ist, hat Frau Weidel (korrekt) konkretisiert. Das würde ich aber viel lieber unterstützen, wenn Herr Scheuer und die CSU die Eier hätten, dazu zu stehen.

Von den Extrema haben wir hier also – gehen wir mal davon aus, dass das Gedankengut tatsächlich da ist – die AfD, die auch Deutsche rauswerfen will, wenn die einfach nur gesellschaftsschädlich sind (am Beispiel Özoguz, aber da kann man sicher noch eine Menge rechts- wie linksradikales Pack dazutun), und die CSU, die auch Ausländer hierbehalten will, wenn sie hier was produktives machen.

Ehrlich gesagt finde ich beides eine gute Idee – aber leider hat keine der beiden Parteien die Eier in der Hose, dazu zu stehen. Und das, meine Damen und Herren, ist der aktuelle Stand der Demokratie in Deutschland und damit die Flatline auf dem EKG der ach so freiheitlichen demokratischen Grundordnung dieses Landes.

Ich bin so froh, dass ich bereits gewählt habe. Und kommende Woche in die Türkei fliege, da ist wenigstens das Wetter schön. Der Zustand der Demokratie ist in etwa der Gleiche.


Zwei Anmerkungen noch: Irgendwo wurde sich beschwert, dass (AfD-) Leute Frau Özoguz Namen falsch aussprechen. Ich habe eine Freundin namens Pinar, und mir fiel erst in der Türkei (und nachdem ich sie viele Jahre kannte) auf, dass sie eigentlich nicht Pinar heißen kann, sondern Pınar. Das spricht man so aus, wie es sich liest – man muss nur vorher an einer Zigarette ziehen, 30 Sekunden die Luft anhalten, einen Schluck Whisky trinken und derweil sprechen.

Zweitens muss ich anmerken, dass meine durchaus positiven Erwähnungen von Herrn Erdogan anders ausfielen, wenn ich in dem Land leben müsste. Ich finde nur einerseits, dass es mir nicht zusteht, die Türkei für die Verfolgung von Journalisten oder der Opposition zu kritisieren, wenn das bei uns auch passiert (siehe Links). Auch dass Erdogan nach dem lauten Geschrei aller deutschen Gutmenschen die Demokratie und grundlegende Menschenrechte (praktisch) abschaffen will und zum Beispiel das Internet zensiert sind Punkte, bei denen man vielleicht erstmal an den Balken im eigenen Auge denken sollte. Ich halte Erdogan nur deswegen für einen besseren Politiker als (nahezu, siehe Sonneborn) alle deutschen, weil er ehrlich ist. Andererseits – wenn ich ein albanischer Sozialschmarotzer wäre, fände ich Merkel auch toll.

Schwarzweißdenken mit der BPB

Die Bundeszentrale für politisch korrekte Bildung hat ihren Wahl-O-Maten dann netterweise doch noch vor der Wahl ins Internet gestellt – für ein Berliner Projekt ja nun keine Selbstverständlichkeit.

Und so sehr ich mich bei RTL über skalierte Antworten geärgert habe, so sehr würde ich mir hier etwas differenziertere Antwortmöglichkeiten freuen, aber sei’s drum, mit 38 Themen wird das lang genug (tl;dr: Es ist fast rein politisch, und nichtmal sonderlich lustig geworden, aber wenn Euch sehr langweilig ist…):

Bei der Terrorismusbekämpfung soll die Bundeswehr im Inland eingesetzt werden dürfen.

Die interessantere Frage wäre: Nützt das was? Die haben nichtmal fliegende Hubschrauber… vor allem ist aber die Frage blöd; die Bundeswehr darf zur Terrorismusgefährdung bereits jetzt im Inneren eingesetzt werden, das steht in Artikel 87 des Grundgesetzes. Für Grundgesetzänderungen bin ich nicht. Dafür, Terrosisten zu erschießen, schon, also nehmen wir mal “Ja”.

Dieselkraftstoff für Pkw soll höher besteuert werden

Nein. Es sollte aber überhaupt nichts höher besteuert werden – fairerweise würde ich aber bei “Nebeneinkommen” von Politikern eine Ausnahme machen, mit einem speziell dafür geltenden Steuersatz von 110%.

Für die Aufnahme von neuen Asylsuchenden soll eine jährliche Obergrenze gelten.

Ja – von Null. Asylsuchende muss man nicht aufnehmen. Die Leute, die wirklich Asyl brauchen, sind ja eh allen egal, offensichtlich.

Der Ausbau erneuerbarer Energien soll vom Bund dauerhaft finanziell gefördert werden.

Staatliche Eingriffe in die Wirtschaft haben höchstens dann eine Berechtigung, wenn es um eine Anschubfinanzierung geht. Verstaatlichung der Wirtschaft ist ein absolutes no-no.

Der Bund soll mehr Mittel für den sozialen Wohnungsbau bereitstellen.

Der soziale Wohungsbau ist seit langem schon nur eine bequeme Bereichungsmasche. Zudem hilft es nicht viel. Was helfen würde, wäre, wenn der Staat Möglichkeiten für den sozialen Wohungsbau bereitstellen würde; es muss nicht jeder Scheiß KfW-70 feuchtschimmelnd sein. Aber auf solche Ideen kommt ja keiner. Ok, fairerweise Luisman neulich, aber es geht ja in die deutschen Gutmenschen nicht rein, dass “Trailer Park Trash” immer noch Trash ist, wenn man ihn in eine schöne Wohnung setzt. Unsere Vorfahren wussten das noch – man kann ein Mädchen aus der Gosse holen, aber nicht die Gosse aus dem Mädchen. Erklärt übrigens auch das “geringe soziale Aufwärtsmobilität” – Mimimi.

BAföG soll generell unabhängig vom Einkommen der Eltern gezahlt werden.

Als Kredit? Mirwegen. Aber dann bitte als 100%-Kredit, das hält dann (hoffentlich) Leute von Unsinns-Studiengängen wie Gender-Bullshit oder vergleichende Kunsthistorik ab.

Die Videoüberwachung im öffentlichen Raum soll ausgeweitet werden.

Nicht.Durch.Den.Staat. Es würde reichen, wenn der Staat Privatpersonen nicht verbietet, ihr Eigentum bestmöglich zu schützen.

Deutschland soll einem Schuldenschnitt für Griechenland zustimmen.

Haben wir nicht schon für die fucking Schulden von Hinzos und Kunzos gebürgt? Ah – deswegen können “wir” Politiker ihnen ja ihre Schulden auch erlassen – die Banken, die den maroden Sozialisten das Geld geliehen haben, sind eh schon fein raus. Trotzdem Nein; wenn ich Steuern dafür zahlen muss, mit dem “Schulden” bedient werden, weil Deutschland vor 72 Jahren (und 100, aber die sind ja mittlerweile abbezahlt) mal einen Krieg verloren hat, können das die Enkel der aktuell verschwenderisch lebenden Griechen auch. Die hatten wenigstens was von dem Geld; wir bekamen ja nur Strafschulden. Übrigens auch von den Griechen.

Generelles Tempolimit auf Autobahnen!

Klar – Überschallknalls nerven total. Alles drunter ist aber widerliche Gängelei.

Die Verteidigungsausgaben Deutschlands sollen erhöht werden.

Für noch mehr Frauen in der Bundeswehr, die sich dann im Kriegsfall die Fingernägel lackieren? Neee, Kinder, macht mal erstmal was sinnvolles mit dem Geld, was ihr habt.

Betreiber von Internetseiten sollen gesetzlich dazu verpflichtet sein, Falschinformationen (“Fake News”) zu löschen, auf die sie hingewiesen wurden.

Ich finde das so einen widerlichen Dreck, dass man es überhaupt nicht aushält. Das kommt von genau den Leuten, die uns was vom Gender Pay Gap erzählen (SPD), unterstützt von der Presse, die Melania Trumps fucking Schuhe für die Meldung des Tages hält. Das sind fake news. Echte News haben nämlich einen fucking Nachrichtenwert. Räumt erstmal in Eurem eigenen Haus auf, bevor ihr normale Leute mit Zensurgesetzen gängelt.

Ökologische Landwirtschaft soll stärker gefördert werden als konventionelle Landwirtschaft.

Wenn wir mal ganz aufhören würden, die Landwirtschaft zu fördern, konnten die armen, verhungernden Neger in Afrika auf dem Weltmarkt konkurrieren. Desweiteren ist “ökologische Landwirtschaft” nur als politisch korrekter Begriff gehaltvoll; per se ist das ein Pleonasmus.

Kindergeld soll nur an deutsche Familien ausgezahlt werden.

Nein. Klar, das wäre mal ein Anfang, aber grundsätzlich sollte überhaupt niemand Kindergeld bekommen. Abgesehen davon, dass Kindergeld eine furchtbare Nazi-Geschichte ist, sind Kinder das schönste auf der Welt, was man haben kann; da braucht es nicht noch schnöden Mammon.

Arbeitsverträge sollen weiterhin ohne Angabe von Gründen befristet sein dürfen.

Jupp. Vertragsfreiheit schützt das Recht auf Eigentum; ein Recht auf einen Arbeitsplatz gibt es nicht.

Kinder sollen gegen ansteckende Krankheiten geimpft werden müssen.

Das ist dann das Resultat aus Sachen wir dem Kindergeld: Es bekommen Leute Kinder, die zu blöd sind, sich um sie zu kümmern. Ich bin aber leider sehr grundsätzlich dagegen, Eltern in die Entscheidung, was sie mit ihren Kindern machen, reinzureden – es sei denn, natürlich, es sind schlechte Eltern. Ich bin mir sicher, dass es für die ungeimpften Kinder auch nette, schwule Paare gibt, die sich gerne ordentlich um die Bälger kümmern würden und sie auch impfen lassen würden. Wir brauchen also gar kein neues Gesetz mit einer Impfpflicht. Die bestehenden Gesetze reichen völlig aus, solchen unverantwortlichen Leuten ihre Kinder wegzunehmen.

Alle Banken sollen verstaatlicht werden.

Bei dem, was Banken aktuell so machen, ist der einzige Unterschied zu verstaatlichten Banken die Privatisierung der Gewinne. Das gegen staatlichen Nepotismus einzutauschen ist aber nur die linke Pest-statt-Cholera – Lösung. Daher: Nein.

Der Völkermord an den europäischen Juden soll weiterhin zentraler Bestandteil der deutschen Erinnerungskultur sein.

Was ist denn die Alternative? Statuen abreißen? So tun, als wäre das nie passiert? Ich denke aber, dass die damit meinen, dass wir mal aufhören könnten, so zu tun, als wäre Deutschland der Quell allen Übels auf dieser Welt. Das wäre eine Idee; die Leute, die da mitgemacht haben, sind so ziemlich alle tot.

Haushaltsüberschüsse sollen überwiegend zum Abbau von Staatsschulden verwendet werden.

Ich bin mir recht sicher, dass das auch so im Grundgesetz vorgesehen ist – hier. Die Frage steht nicht zur Diskussion; lest eure fucking Gesetze, ihr Verbrecher.

Die Gesamtzahl der Nutztiere in den landwirtschaftlichen Betrieben einer Gemeinde soll begrenzt werden können.

Die Gesamtzahl der Nutztiere in einer Gemeinde ist bereits begrenzt; da haben nicht unendlich viele Platz. Ich bin sehr dafür, dass wir uns an die Gesetze der Physik halten. Weitere sind hier unnötig.

In Deutschland soll auch zukünftig Braunkohle abgebaut werden dürfen.

Sollen das lieber irgendwelche achtjährigen Arbeitssklaven in Pakistan machen? Ich meine, brauchen tun wir das Zeug ja noch…

Unternehmen sollen weiterhin Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter beschäftigen dürfen.

Türlich. Wir brauchen nicht noch mehr Hartz4-Empfänger.

In Deutschland geborene und aufgewachsene Kinder ausländischer Eltern sollen weiterhin neben der deutschen ihre zweite Staatsangehörigkeit behalten dürfen.

Wir haben in Deutschland kein ius soli. Kinder von Ausländern sind damit mal ganz grundsätzlich nicht automatisch deutschen Staatsbürger. Es sollte daher für die Kinder das gelten, was für alle anderen auch gilt – eine Staatsbürgerschaft. Ich habe aber kein grundsätzliches Problem mit doppelter (oder elffacher, wenn wir dabei sind) Staatsbürgerschaft; müsste man halt reziprok mit den anderen Ländern vereinbaren (wodurch sich die Frage praktisch erledigt hätte).

Bereits nach 40 Beitragsjahren soll der Renteneintritt abschlagsfrei möglich sein.

Das ist reiner, linker Populismus. Zudem gehen die Rentenkassen eh vor die Hunde. Das Rentensystem gehört mal (a) komplett in die Tonne getreten und dann (b) vollkommen neu gemacht; die Augenwischerei mit Bonbons für Lieschen Müller macht es nur schlimmer.

Deutschland soll zu einer nationalen Währung zurückkehren.

Jetzt plötzlich tut ihr Politiker so, als interessiert euch da die Meinung des Volkes? Habt ihr denn bei der Einführung des Euros irgendwen gefragt?
Zum Thema aber klares “Ja”, ein eigenständiges Land hat auch seine eigene Währung. Es ist sogar ein typisches Anzeichen für einen failed state, wenn man mit einer anderen als der einheimischen Währung bezahlt. Zudem verzerrt es den internationalen Markt zugunsten der deutschen Wirtschaft als Ganzes, aber zu Lasten der deutschen Arbeiter.

Die Frauenquote für die Aufsichtsräte börsennotierter Unternehmen soll abgeschafft werden.

Immer schön erstmal beschließen, dann fragen. Tolle Demokratie haben wir da. Aber ne, macht ruhig weiter mit dem Gender-Gleichstellungs-Mist, ich fand Geldscheine mit ganz vielen Nullen drauf schon immer cool. Alternativ möchte ich standrechtliche Hinrichtungen aller, die jetzt den Schwanz einziehen. Mindestens.

Hohe Vermögen sollen besteuert werden.

Das ist so ein Dauerbrenner – man hat fast den Eindruck, Politik wiederholt sich nur alle vier Jahre, es wird nichts, aber auch gar nichts irgendwie besser, aber wir müssen unbedingt so tun, als wäre das Demokratitheater ganz toll und alternativlos. In den letzten 20 Jahren hätte es niemandem geschadet, wenn es überhaupt keine politischen Entscheidungen gegeben hätte. Zum Thema: Hohe Vermögen wurden bereits hoch besteuert, das nochmal zu besteuern ist Diebstahl an bereits Bestohlenen. Schämt euch.

Für begangene Straftaten sollen auch Kinder unter 14 Jahren verurteilt werden können.

Nein, nicht alle Kinder sind mit 14 dazu reif genug. Wobei wir über 12 reden könnten; es wäre aber besser, hier ein “Eltern haften für ihre Kinder” einzuführen.

Alle Bürgerinnen und Bürger sollen bei gesetzlichen Krankenkassen versichert sein müssen.

Nein, es sollten alle machen dürfen, was sie wollen. Aber den gesamten Staatsapparat könnte man durchaus in die GKV schieben; das System, dass (nahezu) alle Beamten nicht in die staatliche Versicherung zwängt erinnert doch sehr an Orwells Schweine, die besser als andere sind.

Der Bund soll weiterhin Projekte gegen Rechtsextremismus fördern.

In Anbetracht der Tatsache, dass diese Projekte (a) sämtlich keinerlei Erfolg bei der Bekämpfung von Rechtsextremismus haben und, wenn sie denn überhaupt was bewirken, (b) allerhöchstens Rechtsextremisten durch einen immer stärker werdenden Linksextremismus eine perverse Art der Legitimation geben, ganz sicher nicht.

Der Erwerb von selbstgenutztem Wohneigentum soll bis zu einer bestimmten Höhe steuerfrei sein.

Steuern abzuschaffen bin ich immer dabei.

Rüstungsexporte aus Deutschland sollen ausnahmslos verboten werden.

Das ist so eine linke Gutmenschen-Geschichte, als würden die anderen Länder zu blöd sein, selber Waffen herzustellen, wenn sie sich denn unbedingt erschießen sollen. Irgendwelche Zigenficker machen das zum Beispiel auch recht gut. Zudem: Was wollen wir denn selber mit den ganzen Waffen, die wir herstellen? Frauen und Kinder an der deutschen Grenze erschießen?

Der kontrollierte Verkauf von Cannabis soll generell erlaubt sein.

Was für eine widerliche Fangfrage. “Sie haben aber doch zugestimmt, dass der Verkauf kontrolliert wird, also beschweren Sie sich jetzt nicht, dass wir jetzt auch ihren Alkohol- und Zigarettenkonsum kontrollieren. Ah, und den von Zucker, Engergy-Drinks, Fetten und was uns als nächstes einfällt”. Freilich.

Der Solidaritätszuschlag soll Ende 2019 vollständig abgeschafft werden.

Immer noch bei Steuerfragen: Klaro. Und der Länderfinanzausgleich. Und überhaupt alle Steuern außer der Umsatzsteuern, 19% sollten einem Staat als Budget reichen.

Anerkannten Flüchtlingen, die sich Integrationsmaßnahmen verweigern, sollen die Leistungen gekürzt werden können.

Das machen die noch nicht? Sammal?! Aber ja, klar – abschieben können wir sie ja nun wirklich schlecht.

Eltern sollen für ihre Kinder bis zum Ende der Grundschulzeit einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung erhalten.

Und auf ein emissionsfreies Auto, aus dem rosa Zuckerwatte kommt, ohne dass man Rohstoffe nachfüllen muss.

Der Gottesbezug im Grundgesetz soll bestehen bleiben.

Welcher? Der im verdammten Vorwort? Wen interessiert das Vorwort? Ihr interessier euch doch nichtmal für den restlichen Text – Gaaaaaah!

In Deutschland soll es ein bedingungsloses Grundeinkommen geben.

Das ist doch wieder die gleiche Frage wie schon bei RTL und vorhin mit der Kinderbetreuung: Natürlich sollte es das geben. Und ein fliegendes Auto und eine jedidische Sexsklavin für jeden dazu.

Die Zusammenarbeit der Mitgliedstaaten in der Europäischen Union soll verstärkt werden.

Wozu nochmal war die EU denn eigentlich gut, wenn nicht zur Förderung der Zusammenarbeit? Ah – ich vergaß, als Pöstchenbeschaffung für inkompetente Alkoholiker.


Ne, mal ganz ehrlich: Wenn das die relevanten Themen sind, dann behaupte ich mal, dass sich das in vier Jahren in etwa 95% Übereinstimmung wiederholt. Ich stelle auch mal ganz enorm in Frage, wozu wie 600+ Politclowns brauchen, die eh alle abstimmen wie ihre Partei ihnen das vorgibt, meist zu Themen, die außer laut kreischenden Minderheiten eh keinen interessieren. Wir haben in Deutschland fast mehr Gesetze als der Rest der Welt zusammen, ich bin daher recht sicher, dass wir ganz sicher nicht noch mehr davon brauchen. Außenpolitik ist auch kein Argument, das ist doch aktuell nur primitivster Schwanzvergleich mit Erdogan und Trump, und mit Merkel braucht man da nichtmal mitzuspielen – die hat ja keinen. Und nicht, dass der Alkoholiker eine Chance hätte, aber ich bezweifle stark, dass das bei dem besser aussieht.