Unanständig und unsolidarisch

Ja – äh -was soll ich dazu sagen? Was hattet ihr denn gedacht, liebe Politiker?

Unbedachte Politik für Vollidioten

Schritt 1: man macht ein ganz tolles Gesetz, das (gerechte) Lasten von Gruppe A der Gruppe B auferlegt, wie es der Kommunismus halt vorgibt: B tut, A nimmt. Klingt toll, isses aber nicht. (Es geht hier um Miete.)

Schritt 2: Böse kapitalistische Shitlords denken sich “geil”: Einige große Handelsketten wie Adidas oder Deichmann wollen deshalb keine Miete mehr zahlen.

Schritt 3: Die Deppen, die den Unsinn verbrochen haben, holen moralisch aus: “Unanständig” und “unsoldidarisch” sei das, meint die Bundesregierung.

Spielen wir kurz “finde den Fehler”? Weil – dumm isses nun nicht, ne? Das ist wie mit Zigeunern, Negern und dem sonstigen Gesindel, dem Merkel gerne unser Geld schenken wollte, statt vielleicht mal für eine Pandemie vorzusorgen. Die sind auch nicht doof. Die sind nur eher nutzlos.

Schritt 4: Auftritt der echauffierten Linken, die nicht für fünf Pfennig nachdenken können:

Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber wenn ich “unanständig und unsolidarisch” höre, dann muss ich spontan an die Privatisierung des Gesundheitssektors denken, an Hartz IV und an den Mindestlohn.

Ja – äh – ich auch.  Was daran solidarisch sein soll, Menschen, die zu dumm und unfähig sind, zumindest irgendwem einen noch so geringen, gewissen Stundenlohn wert zu sein, vom Arbeitsmarkt auszuschließen, ist sicher nicht “solidarisch”, sondern eher widerlich. Dass ich denen dann auch noch Hartz4 bezahlen muss, obwohl sie nichtmal mein Unkraut jäten, ist sehr unanständig.

Schritt 5: Es kommt ein Lichtblick:

Was glauben die denn, was passiert, wenn man jetzt sagt: Du kannst den Mietern nicht kündigen, wenn sie nicht zahlen können? Dann schiebt man die Insolvenz von der linken Taschen in die rechte Tasche.

Schritt 6: Der wird dann hart in den Arsch gefickt:

Da müsste man mindestens sagen: Nichtgezahlte Mieten darf der Vermieter an die Bank durchreichen. Oder so. Zumindest als Härtefallregelung.

Banken, nämlich, das haben wir 2008/9 gelernt,  kann man ruhig ficken. Ist nicht linke/rechte Tasche. Nööööö…..

Schritt 7: Wir tun so, als wüssten wir es besser, obwohl es linke Politik ist, die immer nur Scheiße veranstaltet:

Nehmen wir mal an, wir könnten es irgendwie schaffen, dass nur die Unternehmen oder Vermieter mit ausreichend Rücklagen belastet werden. Ist das dann gerecht? Dann bestrafen wir die, die ordentlich gewirtschaftet haben, und belohnen die Unternehmen, die mit ihren Profiten lieber Aktienrückkäufe gemacht habe.

Jaaaaah – äh – die bestrafen, die es gut gemacht haben, ist moralisch falsch? Echt? Nehmen wir das mal an? Nein? Ne, nehmen wir nicht an.

Kinders, das Leben ist eher kein Disney-Comic, wo die blöde musizierende Heuschrecke mit Begeisterung durchgefüttert wird. Das Leben ist eher eine Äsop-Fabel, wo die Heuschrecke verhungert?!

Schritt 8: Wir tun, obwohl wir uns bereits jetzt selbst widersprochen haben, weil unser linkes Weltbild halt in sich nicht kohärent ist, so, als hätten wir dennoch (also, alle Tatsachen ignorierend) eine (weitere) Erkenntnis (die in unser dämliches wie falsches Weltbild passt):

Pass uff, Atze, wir greifen einfach dem reichen Mann in die Tasche!!1! Ja super!

Fairerweise fasst das alle linken Politik-Vorschläge jemals sehr gut zusammen. Die übliche Konsequenz sind Hunger und Tod; waren erst gut 100 Millionen (vermeidbare!) Tote.

Schritt 9: Daher vom Thema ablenken:

Wir können und sollten gerne mal langfristig darüber reden, wieso es eigentlich Leute gibt, die von ihrem Besitz leben können, statt von ihrer Arbeit wie alle anderen.

Ja – weil ihre Eltern nicht einfach nur Kinder in die Welt gesetzt haben, sondern ihren Kindern eine Zukunft bieten wollten?! Ist das jetzt irgendwie den Kindern anzulasten, dass ihre Eltern keine somalischen Verhungernden waren, die sich halt kein Kondom leisten konnten? Das ist doch nichtmal der Versuch eines Argumentationsniveaus?! Ist das irgendwie eine schwierige Frage?!

Schritt 10: ignorieren und emotionalisieren:

Das finde ich nämlich grundsätzlich unanständig und unsolidarisch, dass das möglich ist.

Jaja – findest du. Fühlst du. Toll. Da fühlst du Gutmensch dich gleich als Gutmensch, gell? Ja super!

Schritt 10 b: Emotionalisierenden Quark ausbauen, damit man ja nicht selbst über seine (idiotischen) Prinzipien nachdenken muss; ggf. unter Zuhilfenahme von vollkommen haltlosen Behauptungen:

Bei Hartz-IV greifen sie noch dem nackten Mann in die Tasche, und faseln was von “die müssen halt was leisten, wenn sie Geld kriegen wollen”

Ja – äh – Hartz4 ist ein Lebens-ermöglichender Standard auf einem höheren Niveau als in locker 70% aller Länder auf diesem Planeten. Wenn man sich darüber jetzt auch noch beschweren will… komm, geb den Leuten doch einfach DEIN Geld, bitte.

Finaler Schritt: Totaler Kommunismus auf Level “Wir verhungern alle”:

die alleine von ihren Ländereien und Aktienportfolios leben können, von ihren Mietshäusern (die gibt es auch, die Vermieter, die ihre Hypotheken abgezahlt haben), von ihren Patenten.

E-ben. Ist ja nicht so, als hätten die Leute für das Abbezahlen ihrer Immobilien etwas getan, Aktien gab es immer gratis, und Patente bekommt man auf dem Rummelplatz per Losverfahren.

Das sollte man mal grundsätzlich abschaffen.

Jupp.

Better safe than sorry? Kurze Gedanken dazu, unsere Freiheit für vermeintliche Sicherheit aufzugeben.

Ja, diese Coronavirus-Geschichte ist schlimm. Das ist ein enorm tödliches, extrem ansteckendes Virus mit dem Potential, eine Milliarde Menschen zu töten (okay, Fachleute sagen “nur” 320 Millionen, aber scheiß drauf).

Ja, ich erwarte von jedweder Regierung, dass sie da was “tut” – was sinnvolles.

Ja, ich denke, Ausgangsperren sind da sinnvoll – aber ich habe irgendwie den Einduck, dass unsere Politiker hoffen, dass sich dadurch das Problem von alleine behebt; also: das Virus ausstirbt. Mag sein. Wäre schön. Hat China geschafft – wenn man denen glaubt; hat Südkorea geschafft – keine Ahnung, warum man denen nicht glauben sollte.

Haben “wir” – nicht nur Deutschland, eigentlich ganz Europa – deutlich zu spät gemacht.

Un nun? Sterben Leute. Klar, das ist 8immer) tragisch, aber das ist halt so. Leider, aber, bekommt man halt ums Verrecken keine “ordentlichen” Zahlen. In Italien sind heute 889 Menschen gestorben – mutmaßlich an Corona, impliziert zumindest die Tagesschau.

Italien hat 60 Millionen Einwohner, die im Schnitt 80 Jahre alt werden. Wären die Altersgruppen gleichverteilt, wären das 60 Millionen / 80 = 750.000 Tote pro Jahr oder 2.054 Tote / Tag sowieso.

Wie viele der heute 889 gestorbenen wären eh gestorben? (vorab: Gegenargument hier; Halte ich nicht für überzeugend). Ja, bei den Mortalitätskurven gibt es einige, wenige, komische Ausschläge – aber die sind schlimmer verzögert als die Cov2 – Tests.

Öffentlich gesagt und durch danach von und durch die Medien getrieben wurde da (leider) ein Herr “Dr.” Wordag, den ich persönlich für einen Idioten halte, aber wenn die absolut Denkbefreiten von “Correctiv” ihm widersprechen zu müssen glauben, werde ich skeptisch.

Sehr skeptisch.

Was Benjamin Franklin zugeschrieben wird ist die Aussage, dass wenn man Freiheit für Sicherheit opfert, bekommt man beides nicht. Und das, was unsere – und eigentlich alle – Regierungen gerade tun, grenzt schon sehr an diktatorische Maßnahmen. Nochmal: Das mag seinen Sinn haben, aber mir wäre es lieber, wenn da mehr Transparenz wäre. Aktuelle Zahlen lt. Johns Hopkins – die haben in der Regel die höchsten Zahlen –  sind 30.000 mehr-oder-weniger Corona-Tote – seit Anfang Februar, weltweit.

Warum “mehr oder weniger”? Die Zahlen sind schlicht scheiße. Ich kann zuverlässig sagen, dass etwa 150.000 Leute pro Tag sowieso sterben, bei zwei Monaten sind das 30.000 von 9 Millionen sowieso Toten, 0,33%. Wie tragisch.

Mich kotzt es enorm an, dass mit solch relativen Zahlen ohne Bezug Panik gemacht wird – sogar Sciencefiles ist davon nicht gefreit, die berichten heute, dass ein Bestatter in Wuhan täglich 500 Urnen ausgeben will. Das klingt schrecklich, aber Wuhan (Stadt) alleine hat 11 Millionen Einwohner, bei 76 Jahren Lebenserwartung sind das (mindestens, die hatten jahrelang 1-Kind-Politik, China ist alt) sowieso 400 Tote pro Tag.

Ist das das Doppelte? Ist das deutlich mehr? Wissen wir das?

Ohgotti, in Italien sind fünf(hundert/tausend) Menschen gestorben, lass uns die Wirtschaft kaputtmachen.

Ist das eine gute Idee?

Wollen wir das?

Wollen wir das mit der Regierung, die wir haben?

Aktueller Stand sind paar hundert Milliarden “von der Regierung” – die die Regierung natürlich nicht hat; die wollte lieber arbeitslose und/oder kriminelle Neger – ah, und drei syrische Ärzte, die aber aus verwaltungstechnischen Gründen in Deutschland keine Zulassung bekommen. Toll.

Danisch freut sich in einer Sekunde noch, dass der ganze linke Blödsinn mal wenigstens fünf Minuten zurücktritt, aber eine Stunde später denkt dann auch mal der Informatiker an die Wirtschaft – weil den linkischen Linken keine Gelegenheit zu doof ist, die Welt zugrundezurichten – sehr zur Enttäuschung von z.B. Fefe und den US- Linken, weil Trump-Wähler ja nun – wundert das irgendwen? – eben nicht denken, dass die Regierung alle Probleme zu lösen vermag.

Statt also über etwas sinnvolles zu sprechen – also, “wie schlimm wird das denn eigentlich”, was ich mangels verlässlicher Zahlen nicht beurteilen kann,  wird Geld draufgeworfen  – ein $1 billion – “Hilfspaket” kann ich allerdings beurteilen, das ist schlimm…

… kommt mir da noch der Gedanke, dass “alte Leute verrecken halt einfach” unserem westlich-europäisches Pyramidenspiel von “Rentenversicherung” durchaus viel zu praktisch gelegen kommt – geschmacklos propagiert durch Eure GEZ-Gebühren, übrigens.

Und dann sehen wir im TV (natürlich linke) Ärztinnen, die mal mehr als halbtags arbeiten sollen, die rumjammern, dass sie da jetzt moral-ethische Entscheidungen treffen müssen, wenn’s hart auf hart kommt. JA DAS GEHÖRT ZU EUREM JOB, zefix. Aber ich nehme Euch die gerne ab: Behandelt werden die mit dem (nach Lebenszeit) höchsten Netto-Beitrag. Das wäre nämlich fair.

Fazit: Mir gefällt das gerade gar nicht. Ich habe nix grundsätzliches gegen Diktaturen, aber das ist sehr davon abhängig, ob das ein “wohlwollender” (so heißt das ökonomisch) oder wenigstens in der Nähe von kompetenter Diktator ist.

Politisch korrektes Verrecken

Es ist ja den dauer-echauffierten Linken keine Gelegenheit zu doof, wie irgendeine türkische Fotze darüber rumzumaulen, dass sie eventuell mal in dem von und für arbeitende Deutsche (unabhängig der Herkunft ihrer Großeltern) bezahlten Gesundheitssystems ggf. “diskriminiert” werden könnten, weil sie – wie die Autorin – und ich möchte das marxistisch korrekt ausdrücken, halt einfach “Menschenmüll” sind.

Bei Twitter – ja, ich weiß, Twitter ist schlecht für meine geistige Gesundheit – formulierte das jemand sehr prägnant: “Wohl die mit 200 Cousins mit unterschwelliger Impulskontrolle?!”.

Aber das alleine ist mir keinen Blogbeitrag wert; ganz sicher nicht in einer Gesellschaft, die das nicht als widerlichen Rassismus bestenfalls ignoriert, idealerweise anprangert und echte Probleme benennt, sondern – schlimmstenfalls – so tut, als wäre das Wohlergehen der Million von Merkels Gästen und dem kleineren, aber nicht weniger unnützen wie kriminellen Teil des Nachwuchses vormals ordentlicher Arbeiter zu irgendwie mehr Nutze als ein Pflock Holz.

Aber nein, es gehört zum täglichen Leben eines Deutschen, jeden Tag aufs Neue enttäuscht zu werden bezüglich jedweder Hoffnung auf irgendeine Zukunft dieser unserer Gesellschaft, die ich mit, wohlgemerkt, meinen besten Freunden, deren Eltern aus einem halben Dutzend Ländern (“Shithole Countries”) nicht ohne Grund gegangen sind, enttäuscht.

Wobei – nicht gänzlich: Das hier publizierte Dokument von sechs offenbar redundanten Gesellschaften für “Ethik in der Medizin” bekommt hiermit ein halbes Lob für Fußnote 2: “Allein zur besseren Lesbarkeit wird in diesem Dokument nur die männliche, nicht-geschlechtsneutrale Form verwendet. Sofern nicht anders angegeben, sind immer alle Geschlechter gemeint” Die “männliche” From in Deutschland ist nämlich geschlechtsneutral, ihr Idioten.  Aber immerhin sparen sie uns Merkels, ihre jeweils halbe, gehaltlose Rede beanspruchende x-e und x-innen – Quark, das wäre +1. Minus 2 für sage und schreibe zwei unnötige Ausreden.

Aber gut, wen bringen wir denn nun um, wenn es hart auf hart kommt? Oder – mei, das Framing-Gezeugs war vor 20 Jahren schick, aber selbst die Leute, die dafür einen “Nobelpreis” bekommen haben, sehen das mittlerweile als ziemlichen Quatsch an – sind ja nun nicht die ARD. Aber mirwegen: Wen retten wir denn?

Tja, und da komme ich an den Punkt, wo ich enorm echauffiert einen Blog-Artikel lese, weil (niemals in seiner Filterblase bleiben!) der linksextremistische Fefe aus diesem Dokument folgendes zitiert:

Die Priorisierung von Patienten sollte sich deshalb am Kriterium der klinischen Erfolgsaussicht orientieren, was nicht eine Entscheidung im Sinne der „best choice“ bedeutet, sondern vielmehr den Verzicht auf Behandlung derer, bei denen keine oder nur eine sehr geringe Erfolgsaussicht besteht. Vorrangig werden dann diejenigen Patienten klinisch notfall-oder intensivmedizinisch behandelt, die dadurch eine höhere Überlebenswahrscheinlichkeit bzw. eine bessere Gesamtprognose (auch im weiteren Verlauf) haben. Die Einschätzung der klinischen Erfolgsaussicht muss für jeden Patienten so sorgfältig wie möglich erfolgen.

Nur- nach der Lektüre des gesamten Texts kommt da halt nach diesen Schritten noch dieser:

… und ganz ehrlich – das klingt für mich genauso vernünftig, wie das bullshittige Gendern bleiben zu lassen. Ich bin Doktor, kein Arzt, aber das liest sich für mich wie “verreckt eh bald”. Für solche Personen knappe Ressourcen, so sehr die das auch (ebensowenig wie alle anderen, die dafür wenigstens länger) bezahlt haben, zu verschwenden, weil sie – wichtiger Punkt – eh sterben – damit, dass das nicht die beste Idee ist, gehe ich vollkommen d’accord.

Ich verstehe nur gerade nicht, warum das ausgerechnet die politische Linke stört, die Abermillionen für nutzlose Gender-Scheiße ausgegeben hat – allein die ~200 Gender-Professuren der letzten 10 Jahre in Deutschland wären mehrere Zehntausend Atemgeräte. Merkels Gäste wären Millionen davon. Klar, im Idealfall brauchen wir keine Million Atemgeräte (die sind nicht so teuer, knapp 15.000€ für ein ordentliches) – mir stellt sich nur gerade die relevante Frage, wozu wir eine halbe Million (Pseudo-) Asylanten brauchen, eine weitere halbe Million “Geduldete”, und eigentlich jedweden “beruflichen” Antirassisten, – oder eigentlich 90% unseres Bundestags.


Die kanadische wie amerikanische Presse stellt übrigens gerade ganz tolle, improvisierte “Lösungen” für “Beatmungsgeräte” vor, mit einem Arduino (weil ein ESP32 nicht reicht, gell? Klingt aber fancier!), einem Atembeutel und einem Holzbrett. Das ist großartig; Elon Musk mit den fliegenden Elektroautos zum Mars ist da auch sofort an Bord. Das kleine Problem dabei ist, dass irgendwelche obskuren Schweizer und die Fa. Dräger sich da 50% des Weltmarktes teilen, und die sagen, dass man mit so einem Quatsch mehr Leute umbringt als rettet.

Es mag ja nun sein, dass ich als widerlicher, reaktionärer Kapitalist halt einfach voreingenommen bin in meiner Meinung, dass mein “German engineering” nicht ohne Grund deutlich teurer ist als ein – mirwegen – Jaguar, aber so ganz persönlich hätte ich meinen lebensnotwendigen *irgendwas* lieber von Audi.

Ein Bank-Run ist vollkommen unnötig.

In weiteren Nachrichten:

Das ist nicht gefährlicher als die Grippe.

Prepper sind rechtsradikale Spinner.

Gerüchte über Ausgangssperren sind fake news.

Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu bauen.

Und noch als positive Notiz: mein Nachbar wurde nach knapp 4 Wochen Hustkeuchen nun endlich auf Wuhan-Corona getestet.

Gute Panik, schlechte Panik

Wisst ihr, was wir langsam wissen?

Wieviele Corona-Fälle wir in Deutschland überhaupt haben.

Die müssen (noch) nicht stimmen, wie das RKI mitteilt (via) haben wir da zu viel Bürokratie, pure Unfähigkeit und offenbar zu wenig Tests.

Für Südkorea gibt es da Zahlen: 20 Test:1 Fall, für Österreich auch: 10 Tests:1 Fall. Für D gibt es hier 35.000 Tests plus X – am 12.03. – nehmen wir da die ~1500 Fälle vom Donnerstag als Quotenbasis oder waren die Tests noch nicht alle ausgewertet, also die 3.000 Fälle von Freitag? Egal – das sind irgendwas zwischen 10:1 und 20:1, das kommt halbwegs hin – warum? Nun, Südkorea und China haben getestet wie blöde, und – soweit und hoffentlich – alle Infizierten gefunden.

Wissen wir? Ne, wissen wir nicht, aber wir hoffen es. Warum denke ich es? Nun, weil wir zumindest seit letztem Freitag keine katastrophalen Sprünge mehr drin haben – und den rausgerechnet sind wir seit meiner Berichterstattung hier (10 Tage) recht konstant bei etwa plus 28% pro Tag (blaue Linie), auf heute aber nur plus 25% pro Tag. Ja, das kann (wieder) ein Messfehler sein, aber ich kann langsam eine exponentielle Wachstumskurve des Virus reinzeichnen, die die letzten Datenpunkte schön trifft.

Ich bin jetzt kein Redakteur bei der Zeit, der sich die Grafik anschaut und behauptet, dass er da eher ein lineares Wachstum sieht (Twitter, gelöscht) – ich bin Statistiker und allgemein Wissenschaftler und weiß halt, dass in der Natur eher überhaupt nichts linear passiert. Ebbe und Flut sind nicht linear, Wellen sind nicht linear, du läufst sogar in Sinuskurven, nicht mit Ecken (also, wenn Du laufen kannst). D.h., wenn man auf der Grafik kein exponentielles Wachstum sieht, ist halt die Grafik falsch.

Wenn ich aber mit dem Computer eine “gebogene” Linie reinzeichnen kann, dann kann die Grafik zumindest theoretisch stimmen – siehe oben, China. Das geht aber – und das sagt einem leider keiner – nicht deswegen runter, weil wir irgendwas gegen die Ausbreitung tun würden, das geht runter, weil wir endlich alle gefunden haben.

Hoffen wir. Und dann lesen wir beim nächsten Qualitätsmedium, dass wenn sich mal ein Virologe mit Ahnung und etwas populärwissenschaftlichem Geschick daherkommt und Tacheles redet, sofort andere, für das Thema vollkommen unqualifizierte andere Virologen aus ihren Löchern gekrochen kommen und erklären, das sei eine “Außenseiterposition”, “kritisch” und sogar “gefährlich”.

Schön finde ich, dass der Welt-Redakteur wenigstens mal fragt, warum man nicht vielleicht lieber mit Epidemiologen redet als mit Virologen, weil das ja in etwa so ist, als redet man mit Soziologen über den Klimawandel – und bezeichnet die dann als “Klimawissenschaftler” – aber er sie kapiert natürlich nicht, dass das eine Frage ist, die sie sich selbst stellen müsste.

Immerhin – ihr Interviewpartner ist nicht gänzlich bedeppert:

Der berühmte britische Statistiker George Box hat einmal gesagt: „Ihrem Wesen nach sind alle Modelle falsch, aber einige sind nützlich.“ Da steckt viel Wahrheit drin. Modellierungen können angesichts der fehlenden Daten nicht die Zukunft vorhersagen, gleichwohl können sie dabei helfen, Entscheidungen in einer unsicheren Lage zu treffen.

Ich sage “nicht ganz”, weil man kein ad autoritatem braucht, um zu erklären, das ein Modell mit fehlenden Daten selbstverständlich einer gewissen bis enormen Unsicherheit unterliegt. Und das sind, um einen berühmten Verteidigungsminister zu paraphrasieren, nur die bekannten Unbekannten, nicht die unbekannten Unbekannten. Konnte das mal jemand den Leuten vom IPCC sagen, bitte? Deren Modelle ja nun auch noch historisch richtig, richtig beschissen unterhalb der statistischen Wahrscheinlichkeit für wüstes Rumraten liegen?

Es ist natürlich nicht gut, wenn der Eindruck entsteht, dass die Experten sich völlig uneins sind.

Jaaaaa…. das sind die Experten aber halt nicht. Die Experten sagen, dass sie keine Hellseher sind – darin sind sich die Experten einig, sonst sind sie Dummschwätzer. Wie der Herr Professor, der diese tolle Metapher verwendet:

Wir sind etwas verzögert gestartet, aber ich würde sagen, den ersten Kilometer [eines Marathons] haben wir nun geschafft. China befindet sich im Vergleich dazu vielleicht bei Kilometer zehn. Wir müssen nun ein Niveau finden, auf dem wir die 42 Kilometer eines Marathons durchhalten. Wie das genau klappen kann, das werden wir erst während des Laufs herausfinden.

Schön, so beruhigende Zahlen – und so einfache – eins, zehn, die Antwort auf die Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest… nicht wahr?

Gute Güte – ich bin (auch) kein Epidemiologe, aber ich kann offenbar im Gegensatz zu Herrn Professor lesen. Und die Experten sind sich recht einig, dass sie nicht wissen, ob das jetzt ein Marathon oder doch eher ein Ironman ist.

Schauen wir die Grafik von China an – bleiben wir in der Sport – Metapher: Man sieht da ein Plateau. Was bedeutet dieses Plateau? Nun, wünschenswert wäre, dass die das Ding unter Kontrolle haben. Das wäre dann das Ende jedweder Sportveranstaltung. Das glauben aber (leider) die wenigsten Experten – hoffen tun sie es. Nichtmal der Herr Professor selbst glaubt, dass es damit gegessen ist. Warum? Das erzählt er uns in seiner unendlichen Weisheit natürlich nicht.

China hatte ~80k Infektionen bei 1,3 Milliarden Einwohnern, das sind 0.006% der Bevölkerung.

Wo sich Experten – Virologen wie Epidemiologen – einig sind, ist, dass sich Viren in den allermeisten Fällen nicht der Antifa anschließen und gar nix mehr tun. Viren breiten sich aus, bis sie aussterben, und aussterben tun sie erst dann, wenn sie keinen neuen Wirt mehr finden.

Nun – da sind sich die Experten wieder einig – wissen wir nicht genau, wie ansteckend das Ding ist, aber man geht aktuell von einem R0 von “um die drei” aus – dh, grob, jeder Infizierte steckt drei andere an. Das geht aber nur so lange, bis das Virus keine drei anderen nicht infizierten mehr findet – das passiert so bei 30%-70% Infizierten in der Bevölkerung (sackbreite Spanne, aber das sind die known unknowns: wie weit leben die Leute voneinander weg? Bleiben die Leute lieber zuhause, wenn reihenweise Leute verrecken? Sowas halt).

Für China fehlen da also halt noch mindestens 29,994% der Bevölkerung oder 390 Millionen Infizierte.

Wie der Mann also auf “die ersten zehn Kilometer” eines Marathons kommt, ist mir vollkommen schleierhaft; wenn sich das in China vervierfacht, fehlen für jedwedes “natürliche” Ende… Moment, muss rechnen… 390 Millionen Infizierte. Das kann die erste 25-m-Bahn Schwimmen gewesen sein. Das kann auch alles Schwimmen gewesen sein, das Virus mutiert, und als nächstes geht es sehr, sehr viel schneller mit Radfahren weiter. Wissen wir nicht.

Und damit sind wir bei “werden wir erst während des Laufs herausfinden”. Während.Dem.Lauf., du absoluter Volldepp. Wir laufen schon. Allesamt. Und dann hat der Mann die Chuzpe, Kekule dafür zu kritisieren, dass der sagt, dass es vielleicht nicht die beste Idee ist, den Schwimmwettbewerb im Kühlkreislauf eines Kernkraftwerks stattfinden zu lassen.


Sehr begrüßenswert finde ich daher die Entscheidung der Bundesregierung, das wenigstens mal ins Abklingbecken zu verlegen, auch wenn ich das – wie viele Experten – nicht für die beste Idee halte.

Richtig gut finde ich – wenn auch mit deutlicher Verspätung – gerade den österreichischen Kurz und wie auch immer der spanische Diktator gerade heißt, und einen Sonderpreis gibt es für den immerhin bemühten bayrischen Söder gestern Abend, der in aller bayrischen Gemütlichkeit erklärt:

Das ist gerade ziemlich kacke, und Leute sterben. Das ist jetzt kein Grund für Panik, 80% überleben ohne auch nur größere Probleme, aber Oma und Opa sterben halt schon vielleicht, das ist blöd.

Wir machen deswegen, was wir können – der Bund macht auch was, aber wir machen mehr. Unsere medizinische Versorgung ist geil, aber wir machen die sicherheitshalber mal noch geiler, weil eigentlich alle erzählen, dass die Kacke noch gar nicht richtig dampft.

Wir verbieten also mal alles, was wir bei den laschen Gutmenschen-Gesetzen verbieten können, und machen auch alle Grenzen, bei denen das geht, soweit es geht, dicht.

Das ist leider blöd für die Wirtschaft, deswegen werfen wir da halt ein paar Milliarden auf das Problem. Wo die herkommen sollen und wohin wir sie werfen, wissen wir noch nicht genau, aber wäre toll, wenn wir da alle mitmachen. Wir so als Regierung tun unser Möglichstes, macht Ihr das bitte auch.

Pack ma’s.

Flattening the curve

You might have heard about “flattening the curve” of the Coronavirus spread.

Please note: That is a very good idea.

I just don’t like being lied to. Thank you also to this medium.com author for pointing out that “The curve is a lie” earlier – I still have some remarks:

This illustration – also available in comic form, also in animated – is a very good example of how to irritate people with statistics. Essentially, the graph isn’t really a lie, it’s just wildly irritating. Let’s do some additions you just might find interesting:

Now, the axes don’t have any kind of numerical scale. That’s not exactly helpful.

Given a linear scale, it’s improbable that the total number of infected people vary that much – the grey curve does not fill the same area as the pink curve. It’s thus a logarithmic scale – that would look somewhat like this, if base10-logarithmic:

This way, it gets way more realistic where the “capacity” line is, even though that is a little low if we go up to over 100m daily infections. Doesn’t matter, though – this is just irritating the public with weird scales; most university professors don’t really grasp logarithmic scales, so I’ll stop bothering you with that and we just pretend the graph is not totally against all experience of every virologist ever and we really can reduce the total number of cases (smaller grey area) by prolonging the spread.

To be fair, they don’t really know if any given virus will infect 30 or 70% of the population (after that, it’s really hard to find someone not infected, thus rates will inevitably fall). Best case – you also don’t know if the virus will just die out long before that, as do most viruses. But we’re talking a global pandemic, so let’s assume it won’t do us the favor of just dying out. Thus, we can go back to my original graph – oh, and let’s ignore the non-severe cases; they’ll be fine.

This graph might make you uncomfortable, but wait: you didn’t already forget that the “health care system capacity” line was a lie, right? It’s actually much lower, depending on where you live. The US claims to have around 62.000 ventilators in hospitals plus a “national stockpile” of the weirdly precise and thus reassuring number of 9.800 – let’s make that a total of 70.000 respirators for a population of 330 million.

For Germany, we have numbers, too – there’s 25.000 ventilators for a population of ~80 million. You might see differing statistics on that, because, obviously, nobody in the vast epidemic planning bureaucracy ever bothered to count, but you’ll get something like this:

Other statistics put Japan at the top with 12 hospital beds with ventilators, Germany ans South Korea at 9, the US below that.

If you do the math, 70.000 ventilators for 330m people come down to 21 per 100k population for the US, while Germany reaches 31. That may be because most German ICU beds feature a ventilator, while the US ones obviously only have one for every other bed. Problem here is: If you catch COVID-19, chances are you’ll die just the same, whether if you’re in an US ICU bed with no ventilator or on your sofa at home.

Doesn’t matter much – let’s start with the German number – 30 beds at 25.000 ventilators. Now, some virus specialist says we need rather 90.000 ventilators, but the German government just ordered 10.000 – that’s a plus of 50%. Boris Johnson of the UK ordered “everything you can supply, price doesn’t matter” – a good idea, given they don’t even (proportionally to population) have half the ICU beds Canada has, and Canada has half those of the US or Germany.

Let’s add these data into our graph – and assume the German government ordered an useful number:

So – if our well-paid politicians and their advisers are correct, mitigating the peak of the disease (by any means possible) and spending that time upping your ICU capacity like crazy, then the graph does make sense.

So does anything a dictatorship would do: Curfews, shutdown of public life. So does avoiding large congregations. Especially does not visiting old people.

Are we suddenly caring about other people?

Nah – just think about you having to tell your little brat that, remember, when he had the delicious cake while you went to yoga class, just a few days before that little cough? That’s why granny is dead, now.

Antizyklisch investieren

Stand 16.03.2020 finden sich folgende Fallzahlen zu COVID-19 in Deutschland:

WHO: 3.795 (Sonntag 16 Uhr)
Robert-Koch-Institut: 4.832 (Sonntag 16 Uhr)
Johns Hopkins: 5.813 (keine Detailangabe)

Da die beste Regierung aller Zeiten mit nur 6 Wochen Verspätung jetzt mal ein paar halbherzige Maßnahmen beschlossen hat, das Virus einzudämmen, erwarte ich ein Abflauen der bislang durchaus kontinuierlich mit +~30% p.d. steigenden Kurve in 2-4 Wochen.

Der Dax wird aller Voraussicht nach heute weitere 10% verlieren – zur Eröffnung (siehe). Man könnte überlegen, ob man die 750% Gewinn aus dem Dax-Put von vor 4 Wochen (ich gebe ungern Investmenttips, ich liege da auch gerne mal total daneben) realisiert und in was “solides” investiert – die Lufthansa hat kaum noch Luft nach unten, zum Beispiel – wird aber mE noch fallen.  Shell hat recht deutlich bei 12 einen Boden gefunden… Müsst Ihr wissen, wo Ihr Euer Geld verbrennt ;). ETF’s auf Indizes würde ich noch ein bisschen warten – aber das ab heute bereits sehr gut beobachten.

Ich prognostiziere aber mal, dass die Fallzahlen COVID-19 Mittwoch höher stehen als der DAX, und bis kommenden Freitag dito für die USA und den Dow.

24 und 28%

Rund 76% der Deutschen finden es richtig und wichtig, dass der “Flügel” der Afd vom Verfassungsschutz überwacht wird.

Fairerweise: Mich wundert das jetzt nicht, dafür hat man ja den Maasen geschasst und einen Antifanten an die Spitze gesetzt. Wichtiger aber ist die Frage, wozu die übrigen 24% der Deutschen denken, dass wir überhaupt einen “Verfassungsschutz” haben, wenn der nicht wenigstens sämtliche in Parlamenten vertretene Politiker überwacht.

Mir fielen da jetzt ein paar Namen ein, die für die Verfassung sehr viel gefährlicher sind als Herr Höcke, zum Beispiel Angela Merkel, Frank-Walter Steinmeier, Wolfgang Schäuble, alle sonstigen Bundestagsabgeordnete, das Verfassungsgericht…

Als positive Meldung des (gestrigen) Tages: 3062 Coronavirus-Fälle. Nach sehr viel offensichtlich falschem Rumgeeiere und einer effektiven Verdopplung ab Donnerstag sind das seit Wochenanfang +28% per diem, das klingt vernünftig.

Noch positiver hieran ist, dass das Durchschnittsalter in Deutschland (42,1 Jahre) deutlich niedriger ist als das Durchschnittsalter im Bundestag (49,4 Jahre. Frohes Sterben!