Kochen ohne Strom

Unser noch besseres als das beste Regime aller Zeiten informiert, dass man bei Stromausfall nicht nur kalte Ravioli aus der Dose essen kann.

Ich koche ja nun gerne, und bei einem längeren Stromausfall gibt es bei mir halt erstmal Sous-Vide vorgegartes Rinderfilet aus dem Tiefkühler, das wird ja sonst nur schlecht. Dazu Prinzessbohnen, auch TK, muss ja leer werden. Der Bacon im Kühlschrank wird auch nicht besser, da wickelt man die ein, und brät das kurz in Olivenöl in einer schmiedeeisernen Pfanne auf dem Camping-Gaskocher an, der kostet 18$ bei AliExpress.

Da ohne Strom die Heizung nicht geht, wirft man vorher ein paar Kartoffeln in zwei Schichten Alufolie in den Kamin. Da weder die Butter noch der Quark/Saure Sahne 24 Stunden ohne Strom gut überleben, machen wir dazu Kräuterbutter mit der leckeren Fertigmischung von der sauteuren Firma Ankerkraut und Sour Cream mit worauf Eure Katze halt am liebsten pinkelt, was irgendwo wächst (vorher waschen).

Das Steak macht man dann wie üblich mit der Lötlampe fertig, und mit einer Kerze im Kaminschein könnte man fast denken, man lebe wirklich im besten Deutschland aller Zeiten.

Nicht so aber unsere Junta. Deren Empfehlungen statt kalte Ravioli aus der Dose sind kalter Rotkohl aus der Dose, kalte Kichererbsen aus der Dose, und kalter Karottensalat aus dem Glas. Das sind wohlgemerkt zwei Rezepte; da kommen noch Orangen, Rosinen und Pesto dazu, und wenn ich Freunde hätte, würde ich das tatsächlich mal alles zusammenkippen, weil selbst Altpapier mit (guter) Pesto lecker wird. Ich hab aber keine Freunde, und wenn ich welche hätte, würde ich denen was kochen.

Rezept #3 sind dann kalte Riesenbohnen aus der Dose, weil da kann man ja nicht selbst drauf kommen, aber da gehören dann halt “70g Erdnussmus” rein.

Was mich dazu gebracht hat, mich zu fragen, ob denn mehr Menschen als der Autor dieses Rezepts in Deutschland “Erdnussmus” zuhause haben, da ich das noch nie gehört habe.

Stellt sich raus: das ist der bio-vegane öko-dritteweltladen – Begriff für stinknormale Erdnussbutter. Nur doppelt so teuer. Da reicht es dann freilich nicht mehr für den 17€-Gaskocher, geschweige denn für den Hotpot für 6€ aus minderwertigem Blech (meiner kostete 20 Yuan, aber Inflation…)

Dazu kommen dann noch 30g Ahornsirup. Und Schokolade. Da zahlt man doch gleich gerne Steuern, damit einem die Regierung erklärt, dass kalte Schokolade gut schmeckt. Ich hab die nämlich bisher immer warm gegessen, und dann braucht man halt jedes mal für 12.000€ ein neues Sofa.

Viel wichtiger ist aber die Frage, was ich mit dem restlichen 430g Erdnussbutter und den übrigen 227,3g Ahornsirup mache. Der wird nämlich in ml verkauft. Klopapier-Salat? Als gäbe es in einer Krise noch Klopapier.

Kann man aber wohl auch kalt essen.

Pasta di Raggiungiamo

Kennt ihr das Problem auch, wenn es 11 Uhr nachts ist und ihr total Lust auf eine Portion billig-Kopie Miracoli von Aldi habt? Und die dann beim besten Willen nicht findet? Und Eure schlafende Frau nur fürchterliche Groll-Geräusche macht, wenn man sie fragt, wo sie die denn hinhat?

Ich hatte das Problem zumindest gestern. Von daher musste ich improvisieren. Schmeckte super, von daher hier das Rezept – in zehn einfachen Schritten, und ganz ohne Worte:

Nachdem ich das kreiert habe, darf ich es auch benennen; “Shitlord-Nudeln” klingt halt nicht fancy. Ich wurde aber in Erlangen geboren, und erlangen ist ein Verb und daher übersetzbar ;). Von daher sind das jetzt Pasta di Raggiungiamo. Schmeckt wie Miracoli, nur besser.

Wenn man jetzt noch das Tomatenmark in von einer armen, alten türkischen Kopftuchfrau handgepresstem Olivenöl anbraten und am Ende statt billigem Analogkäse frisch geriebenen Grana Padano drüber tun würde, könnte man das sowas von jedem servieren, der dann nicht nur denkt, Ihr könntet kochen, sondern auch, dass das mehr als 10 Minuten Arbeit gewesen sind. Man kann zudem noch auf die Fertigmischungen verzichten; das sind nur Oregano, Basilikum, Thymian, Rosmarin, Majoran, Salbei, Knoblauch, Chili, Zucker, Senfmehl und Sellerie. Ich hab aber weder Senfmehl noch Sellerie.

Ja, dann erfriert doch im Winter auf der Straße!

Der durchschnittliche Deutsche ist 1,80 groß. Da ich Evil Science und nicht irgendwie was sinnvolles studiert habe, weiß ich nicht, wie groß ein Kopf so grob ist, und meine Frau hat mein Kraniometer irgenwo hingeräumt, aber ich bin da halt schon einen halben Kopf größer. Plusminus.

Das ist im Alltag vollkommen nutzlos und eher blöd, wenn man zB in einem Flugzeug sitzen muss, aber es hat halt den Effekt, dass es ziemlich selten ist, dass man (nennenswert) größere Leute trifft.

Wenn ich dann aber doch mal Leute treffe, die 2m oder so groß sind, ist das vor allem seltsam. Weil es ungewohnt ist. Ist ein bisschen wie Neger treffen, bis vor so 2015 – ist seltsam.

Ich war ja lang genug in Asien, v.a. China, und da sind die Leute im Durchschnitt lt. Internet nur 1,75, aber das halte ich für ein Gerücht; die sind eher winzig. Außer dem einen, der ein Selfie mit mir wollte, weil er größer war als ich. Das ist also nicht irgendwie positiv oder negativ oder sonstwas, sondern das ist halt einfach so. Ich wurde so geboren, ich kann da weder was dafür noch was daran ändern.

Nun wurde ich neben meiner Obelix-haften Statur auch noch mit einem überdurchschnittlich gut funktionierenden Gehirn geboren. Auch da kann ich nichts dafür – und meine Versuche, durch sehr viel Alkoholkonsum daran etwas zu ändern sind, soweit, kläglich gescheitert. Im englischen Sprachraum gibt es eine Redewendung mit “IQ above room tempertature”, aber die messen in Fahrenheit. 22° Celsius sind auch nur 72° Fahrenheit.

Wie Luisman jüngst berichtete, liegt der weltweite Durchschnitts-IQ bei so 87. Mit der Intelligenz ist man grob in der Lage, sich nach dem Toilettengang den Hintern abzuputzen. Wohlgemerkt ist das der Durchschnitt; daher sind die Hälfte der Menschen dafür zu doof. Das stört aber nicht weiter; die haben eh keine Toiletten. Korrelation und Kausalität dürft Ihr Euch, frei nach Danisch, dazu selbst aussuchen.

In dem Spektrum liege ich halt auch am eher rechten Ende der Glockenkurve, und das ist nicht insofern ein Problem, als dass mich das irgenwie zu einem “besseren Menschen” machen würde; es ist nur ganz, ganz enorm komisch für mich, wenn ich andere Leute treffe, die tatsächlich intelligenter sind als ich. Das kommt aber sehr selten vor; mit der [Bianca] hab ich vielmehr Mitleid, weil die halt ihr Leben lang Single bleiben wird, weil ihr so ziemlich alle Männer eben zu doof sind. Ich hab vor der, ganz ehrlich, eher Angst. Ihre Schwester ist da, wie ich, so grob 1σ dümmer; die hätte ich durchaus genommen; aber die bumste lieber mit ihrem Automechaniker. Ich dann halt mit meiner Stewardess.

Meine Stewardess hab ich übrigens geheiratet; die stellte sich auch als über zwei Sigma plus heraus; der Automechaniker der Schwester eher nicht so. Die versucht gerade, Krebs zu heilen.

Was soll das jetzt? Nun, ich lese ja nun die gleichen Nachrichten wie Ihr, liebe Leser, und es ist für mich genau Null verwunderlich, dass jedweder Politiker wie auch der darüber berichtende Journalist dumm ist wie ein Stück Brot – weil das für mich eh “Standard” ist. Ich weiß nicht, wo ihr auf dem Spektrum seid, und das ist mir auch vollkommen egal, weil Euch das – nochmal nicht zu besseren oder schlechteren Menschen macht. Aber ich lese es halt, und was gerade passiert, ist, dass Deutschland sich aufgrund ideologischen Blödsinns, den meine vierjährige Patentochter als “Quatsch” bezeichnen würde, wider Sinn und Verstand vollkommen ruiniert.

Das ist nicht nur der eine Punkt, der Euch gerade einfällt, es sind auch noch die anderen Punkte. Und damit sind wir bei meinem Thema: Ich finde den Import und die Finanzierung von messermordenden Assos blöd; aber – siehe oben- ich finde sowieso nahezu alle Leute blöd. Ich finde Feministinnen doof, aber die finden sich halt super-wichtig. Und ich finde es auch scheiße, dass ich 1,55 für nen Liter Heizöl bezahlen darf, bin aber – und das unterscheidet mich von der restlichen Journallie – jetzt glücklich, dass die fucking Stadtwerke mir die 10m von der nächsten Kreuzung bergauf wie bergab keine Gasleitung gelegt haben; weil ich sonst letztes Jahr 20k für eine Gasheizung ausgegeben hätte. Weil mein Nachbar über mir halt so auf einem Öko-Trip ist, denn der baut beruflich Kernkraftwerke (+3σ). Depp, freilich. Aber nett.

Und dann lese ich was von “Gasumlage” und dass sich meine Strompreise verdoppeln. Das ist mir keineswegs egal, aber: Ich kann mir das leisten. Ich werde mir das auch weiterhin leisten können, aber ich finde das nicht gut, wie die Leute das tun, die für ihr unverdientes Geld nichts anderes tun als die Inflation anzuheizen. Ich bin nämlich kein derart blödes Arschloch.

An dieser Stelle kann ich auf den Titel rekurrieren; der klang ja nun für den Laien eher anders. Das kann man aber in Anlehnung an Danisch formulieren: Ihr habt das so gewählt. Friert halt. Ich werde das nicht.

50 Shades of Scarlett O’Hara

Am 11. August 1949 starb Margaret Mitchell im Alter von 48 Jahren. Maggies Hinterlassenschaft besteht recht ausschließlich aus dem Buch “Gone with the Wind” / “Vom Winde verweht” (1936), verfilmt 1939, mit Leuten, die lange vor meiner Geburt gestorben sind.

Ich hatte noch keine 83 Jahre Zeit, den Film zu sehen, aber der tauchte halt gerade so bei Amazon Prime auf. Und ich hab die meisten der “100 best movies ever made” eigentlich geschaut, aber den halt nicht, weil das eine Schnulze ist und ich nicht fast vier Stunden mit Epen wie Ben Hur oder Die Sieben Samurai in der japanischen Originalversion zubringe, wenn da nicht wenigstens Leute sterben.

Das war ein Irrtum. Freilich, es ist the current year, deswegen fängt der Film erstmal mit dieser Triggerwarnung seitens Amazon an:

… aber mal abgesehen davon, dass das nur neo-woker Bullshit ist, der sich in sich selbst widerspricht (“racial … prejudices … depictions were wrong”) trifft das auf den Film mal genau Null zu.

Ich spoilere jezt mal allen Rassimus in dem Film: Die ganzen Neger-Haussklaven reden ganz enorm viel von “white trash“, wovon ich jetzt nicht gedacht hätte, dass sie das 1938 im Kino oder gar ~1860, wo der Film spielt, gedurft hätten, ohne am nächsten Baum aufgehängt zu werden.

Die Triggerwarnung dient also vielmehr dazu, Leute vom Schauen dieses Films abzuhalten, wenn das die 3:45h Stunden Spielzeit nicht schon tun. Das ist aber schlicht eine neo-linke Lüge.

Ganz im Gegenteil – dafür, dass der Film ins Kino kam, als meine Oma noch beim BDM war, ist der enorm “woke”. Die Protagonistin, Scarlett O’Hara, ist eine – ohne Bullshit – toughere Frau als Sigourney Weaver in Alien oder Sarah Connor in Terminator II.

Im Gegensatz zu heute hat die Story aber auch einen Protagonisten, der sich (Spoilerwarnung!) von einem unsterblichen Vampir-Milliardär-Superhelden (50 Shades of Divergent Twilight) hauptsächlich dadurch unterscheidet, das ihm niemand die Eier abgeschnitten hat.

Von daher hat die weibliche Protagonistin auch (a) eine Charakterentwicklung, (b) überhaupt einen Charakter, und (c) am Ende – nun, das wäre zu viel Spoiler. Guckt den Film. Allein nur, weil – letzter Spoiler – der Protagonist halt sooooo fucking cool geschrieben ist. Wie echte Männer, halt. Und die eigentliche Protagonistin wie eine echte Frau.

Fake sexy

In den nicht-mehr-so vereinigten Staaten von Amerika hat man ja die letzten Wochen gesehen, was passiert, wenn man den Verfassungsgerichtshof mit Leuten besetzt, die in der Lage sind, die Verfassung auch zu lesen.

Konkret geht es darum, dass anno dazumal ein paar Analphabeten, überparteilich, beschlossen haben, das Recht auf Abtreibung stünde in oder ergäbe sich aus der amerikanischen Verfassung.

Das ist in etwa so bekloppt, wie aus dem ersten Artikel des Grundgesetzes abzuleiten, dass “der Staat” zur Wahrung der “Menschenwürde” jeden kriminellen, nutzlosen Asso, ganz besonders aus Bumfuckistan, durchzufüttern habe, aber völlig gesunde Menschen dazu zwingen darf, klinisch zu entsorgenden Sondermüll, der in etwa so gut verrottet wie Atommüll oder Windrädchenflügel, im Gesicht zu tragen.

Weil – man kann das auch lesen. Bei Juristen, die so tun, als wären sie Wissenschaftler, nennt man das “subsumieren” – also, Sachen aus Texten rauslesen, die nicht da stehen. Das ist “Rechtssprechung”, von höchster Stelle. Wenn hingegen jemandem auffällt, dass in nahezu allem, was verheerende Konsequenzen hat, George Soros, Bill Gates, Klaus Schwab und sein WEF oder wenigstens zwei von drei ihre Finger im Spiel haben, ist das eine “Verschwörungstheorie”.

Zum Thema: Da der Präsident der Ungeeinigten Staaten von Amerika (USA) ein armer, dementer Seniler ist, konzentriert sich die Aufmerksamkeit dort auf diejenigen Politiker, die noch ganze Sätze formulieren können, und die USA in einem besseren Wort als “Asufutimaehaehfutbw” zusammenfassen können. Auch wenn das, was sie sagen, dumm ist.

Ganz vorne steht in der US-Politik hier eine Gruppe von vier Frauen, die im Gegensatz zu den deutschen Grün*innen wenigstens ganze Sätze sagen können, auch wenn die keinen Sinn ergeben.

Vor allem aber waren die zum Zeitpunkt, wo irgendwelche Lobotomierten sie offenbar gewählt haben, noch durchaus bumsbar.

Am bekanntesten der Viererbande ist Lexi Cortez, eine Putzfrau aus der Bronx in New York. Als Kind Puerto-Ricanischer Einwanderer musste sie nicht wie in der Dritten Welt – ah, Moment, Puerto Rico ist ein US-Bundesstaat – strippen gehen, sondern wurde mit 28 ohne jedwede Qualifikation oder Berufserfahrung ins Parlament gewählt – wie die fetten, unfähigen Außenministerinnen bei uns, halt. Aber da war sie wenigstens noch Eye-candy.

Das, aber, ist sie nicht mehr. Wie man an diesem Bild sieht:

Das Mädel ist 32, oder so. Und sie wird da gerade festgenommen, weil sie gegen den Rechtsstaat demonstriert – und tut ihre Hände auf den Rücken, um so zu tun, als hätte sie Handschellen an. Also, so das Narrativ der konservativen Presstituierten-Kritiker der USA.

Womit diese rechten weil Recht habenden Kritiker Recht haben ist, dass das nur eine Foto-Aktion ist, aber der Grund ist nicht, dass es skandalös wäre, als Politiker gegen (zumindest angeblich) demokratisch gewählte Richter zu protestieren. Sondern, indem so getan wird, als wäre es skandalös, dass man demokratiefeindliche Politiker in Handschellen legt – die liberale Vorgehensweise mit Antidemokraten, wenn ich die Geschichte der französischen Revolution richtig verstanden habe, involviert nebenbei auch noch ein Fallbeil.

Lexi hat aber gar keine Handschellen anbekommen, weil quod liced Iovi, non licet bovi. Die tut nur so.

Und während das bei den linken Medien “boah, die nehmen sogar die kommunistische Stripperin fest” und bei den rechten “die hatte überhaupt gar keine Handschellen anbekommen” auslöst, geht das beides am Punkt vorbei. Den eigentlichen Grund sieht man bei ihrer nicht weniger bekloppten Kollegin der Viererbande sehr viel besser:

Die Negerdame heißt Ilhan Omar, ihr politisches Bestreben ähnelt dem von Lexi, die USA und ihr Herkunfstland Somalia gleichzustellen, aber die ist fast 10 Jahre älter und zieht sich für eine solche Photo-OP wenigstens sinnvoll an.

Sinnvoll in dem Sinn, dass die typische “Handschellen” – Körperhaltung einen – oder vielmehr, in dem Fall, eine; gendern wir mal ausnahmsweise – dazu zwingt, seinen Rücken relativ gerade zu halten, die Titten rauszustrecken, und das macht dann auch gleich die Taille optisch schlanker. In Mogadischu weiß man das, offenbar. In New York hingegen trägt man dazu im Klimawandel-Rekordsommer einen Herbstmantel.

Dumm.

Terror on the Prairie (Filmkritik)

Wenn ich morgens aufstehe, gehe ich ja nun auf Klo. Da lese ich Nachrichten. Also, Nachrichten, wie Linke sie berichten. Und dann hab ich youtube mit Ben Shapiro oder einem anderen der Dailywire-Protagonisten laufen, um genau die gleichen Nachrichten nochmal zu hören.

Streicht man dann aller Autoren politischen Bias, hat man die Nachrichten™. Freilich, das ginge theoretisch auch beim morgendlichen Pinkeln in 60 Sekunden, aber es muss ja heutzutage jeder seinen fucking Senf dazugeben, damit auch ja niemand auf die Idee kommt, selber nachzudenken.

Nun – als Geschäftsmodell scheint das “Nachrichten kommentieren, links” gerade auszusterben, weil dafür kein Mensch mehr Geld zahlen will, der welches hat, wohingegen “Nachrichten kommentieren, nicht-links” enorm profitabel zu sein scheint.

Weiterhin hat die “evil comic rodent corporation” (danke, Critical Drinker, aber das übersetzt sich nicht schön) ja aus ihrerem Gelddruck-Star-Wars- Spinoff “The Mandalorian” eine Schauspielerin namens Gina Carrano gefeuert, weil sie was vernünftiges gesagt hat. Ich weiß nicht mal, was. Googelt selber; und wahrscheinlich hat sie nur einen Tweet geschrieben.

Nun kannte ich weder Gina Carrano noch irgendeinen evil comic rodent corporation – Pseudo – Star-Wars-Film, oder geschweige denn eine Serie, aber wenn einem Ben Shapiro jeden Wochentag in Wasserfall-Geschwindigkeit sprechend eindrücklich den Film anpreist, überlegt man sich schon, ob man nicht 0,8 Cent des Geldes, das man einer holländisch-Cayman Islands-ukrainischen Hongkonger Briefkastenfirma mit einer bar bezahlten Prepaid-Gutscheinkarte gegeben hat, für den Film ausgibt.

Terror on the Prairie ist nicht der erste Film von Dailywire – und wohlgemerkt, das sind nur ein paar Spinner aus dem Internet. Die hatten schon drei; Run, Hide, Fight; Shut In, und The Hyperions. Der erste war Alarmstufe:Rot, nur mit einer Frau statt Steven Segal und ohne Schiff, den zweiten habe ich vergessen, und der dritte war eine groteske Mischung aus Austin Powers und irgendwas von Marvel. Kann man alle gucken, muss man aber nicht.

Terror on the Prairie, hingegen, sollte man schauen. Nicht nur, weil der CEO jüngst herzerreißend um mehr Abos bettelte, weil er sich nach 75 Millionen Dollar für den Film nur noch einen geleasten Aston Martin leisten kann. Sondern, weil der Film halt mal wirklich, wirklich gut ist. Und Gina Carrano offenbar eine 1a Schauspielerin. Und der Drehbuchschreiber ebenso gut war. Ich hab an dem Film ganz ehrlich nichts auszusetzen – und das, obwohl es ein Western ist. Ich mag keine Western.

Handlung? Ey, schaut den Film.

Spoiler? Es ist ein Western. Es schießen Leute aufeinander. Richtig, richtig realistisch gemacht.

Trockener Regen

Das Problem an einer ausreichend entwickelten Sprache ist, dass man zu eigentlich eindeutigen Substantiven beliebige Adjektive dazutun kann, und das immer noch total vernünfig klingt. Ist es aber halt nicht; es ist vielmehr das Gegenteil. Siehe: “soziale Gerechtigkeit” oder “politische Korrektheit”.

Vorhin lief auf SAT1 das ehemals journalistische TV-Magazin “Akte”. Thema: Transsternchenkind Pia wolle als Mädchen leben. Nun ist das ein für mich vollkommen irrelevantes Thema, da sich das Transsternchen-Problem meistens von alleine löst; entweder dadurch, dass die Leute doch normal sind, oder halt feststellen, dass man sich die Pulsadern schon längs aufschneiden muss.

Aber freilich gibt es Ausnahmen von jeder Regel, und dazu gehören die Redakteure von Akte. Die haben, vollkommen unironisch, diese Szene gesendet:

…und die Szene kannte ich. Aus dem Film “Idiocracy”, 2006. Die ganzen Unkenrufer, die behaupten, wir leben in einer dystopischen Fiktion vor George Orwell haben also tatsächlich Unrecht. Wir leben in einer dystopischen Fiktion von Mike Judge.

Hotelkritik: Grandhotel Pupp, Karlsbad

Ein ikonisches Hotel, das seit jeher ein Synonym für Gastfreundschaft, erstklassigen Service und Unterhaltung ist. 

Eine architektonische Perle von Karlsbad mit einem einzigartigen Genius Loci. Ein Ort, an dem Geschichte geschrieben wurde. Das ist das Grandhotel Pupp.

Ich dachte mir, wenn es für James Bond gut genug ist, sollte das schon passen.

Gleichwohl kann ich nur 4,9/5 Sternen vergeben, da an der Stelle, wo der Valet mein Auto geparkt hat, eine Taube drauf geschissen hat. Finde ich nicht in Ordnung.

Jeden Cent der 150€ die Nacht wert, hätte ich schon früher mal hingesollt. Die Interpretation der Pina Colada in der Becher-Bar mit doppelt so viel Alkohol und Kokossaft statt -milch ist für Liebhaber einen Besuch wert, und ich weiß jetzt, warum man den Martini geschüttelt, nicht gerührt haben will.

Das Hotel ist LGBT – freundlich — also, zumindest waren alle offensichtlich schwulen Angestellten enorm nett. Die anderen freilich auch, aber die Saaldienerin machte keinen Knicks. Vielleicht doch nur 4,8/5.

Wenn man das jetzt mit Mirihi vergleicht und auf den Strand verzichten kann, spart man aber locker 80%. Wetter war ziemlich identisch; gab nur sehr wenig Wasser. Die Enten sind in der Tepl aufgesessen, das ist flacher als die Isar. Da gehören 2m mehr Wasser rein, aber da kann ja nun das Hotel nix für.

Die Foie Gras war die beste meines Lebens. Und ich war in Frankreich. Oft. Nur nicht in Nancy. Nancy war 15, und die wollte nicht, aber das war in den USA.

Ich hatte erwähnt, dass der Alkohol bezahlbar ist?

Vorsicht: diese Bewertung bezieht sich auf das Pupp “Riverside”. Es gibt direkt dran dass Pupp “Parkside”. Das ist billiger, aber da gibt es in Karlsbad deutlich schönere Hotels.

Reisetaschen – Denier

Wenn man sich ein Boot kauft, braucht man immer noch ein paar Kleinigkeiten. Und wenn man bei einem bestimmten Bootsladen damals einen Kunden geworben hat, bekam man da noch eine Reisetasche als Werbegeschenk. Quasi “kaufen Sie im Namen eines Freundes eine Schwimmweste, bekommen Sie eine Reisetasche gratis”.

Frielich, die war rot und hatte einen Werbeaufdruck, aber so findet man sie am Flughafen auch aus 200m Entfernung. Ist ein Reisetrolley, nix neo-moderner Hartschalen-Mist, der nach dem ersten Flug aussieht, als hätten ihn gar nicht so unterbezahlte Gepäckbandmitarbeiter hinten an das Flugzeug gebunden.

Und vor allem kein fester Trolley; das ist eh nur Pappe, und v.a. man will man den ja auch auf dem Boot oder im Keller platzsparend unterbringen. Nun gibt es den leider nicht mehr – es gibt zwar für 90€ ein neues Modell in groß, aber was will ich damit? 75 Liter reichten mir wie meiner Frau die letzten 11 Jahre, und so viel zugenommen haben wir seitdem auch nicht. Musste ich also rausfinden, was “600d Polyester mit einer Polyamid-Innenschicht” bedeutet, weil man das ja offensichtlich eine Dekade durch den Dreck schleifen und über 100mal an Flughäfen rund um den halben Globus werfen lassen kann, ohne dass es mehr als marginale optische Mängel bekommt.

Freilich, bei einer Tasche ist das Lager einer Rolle gebrochen, und jetzt halt bei der zweiten der Auszugsmechaismus des Teleskopgriffs, aber ich wollte wieder so eine Tasche. Und zwei gleiche; das irritiert mich sonst am Flughafen.

Das “d” steht für Denier, und damit ist das französische Denier gemeint, nicht das englische. Ist wie mit Nancy, der Teleshopping-Tusse, und Nancy, der Stadt in Frankreich. Ein Denier bezeichnet jemanden, der etwas leugnet (in Englisch), oder das Gewicht eine 9.000m langen Fadens in Gramm (im textilen Gewerbe).

Das ist eine unglaublich nützliche Angabe, die sich prima in Fadenstärke in klassischen chinesichen Jin pro wan Li umrechnen lässt. Ich finde dazu nichts, aber wenn ich raten müsste, hat der Erfinder wohl Seidenstrümpfe hergestellt. Die haben so 20-80d. Und reißen. Das skaliert nicht linear, weil – Physik, nehme ich an; 600d bekommt man schwer kaputt. LKW-Planen sind 500d, die sind aber mit Polyvinylchlorid beschichtet. Das sieht halt (a) scheiße aus und fühlt sich (b) scheiße an, geht aber (c) eher gar nicht kaputt.

Zwei Tage googlen später stellen wir fest, dass niemand mehr ordentliche Reisetrolleys aus 600d Polyester lieferbar hat. Freilich, es gibt schon irgendwelche, aber die sind unbedacht. Von der Outdoor-Firma Mammut gibt es zum Beispiel diese hier, aber da fehlt oben ein Tragegriff; dafür hat sie einen 270°-Reißverschluss. Die meisten haben einen mittigen Reißverschluss, das ist schlicht dämlich. Mal abgesehen davon, dass solche Sachen in eher Preise wie ein Straßenbahnticket in Zürich haben, wovon man sich in China eine ganze Straßenbahn kaufen könnte.

Dummerweise gibt es aber auch in China keine solche Reisetasche. Die Lösung kommt dann aber 1.000km weiter östlich aus Nagoya, Japan. Die ist zwar nicht aus 600d Polyester mit Polyamid-Innenschicht, sondern aus 1.680d Polyester (mit Polyamid-Innenschicht) – ich denke, selbst mit einem Flammenwerfer ist die schwer kaputtzukriegen.

Der Riesen-Vorteil ist, dass die einen einfachen (nicht: zweifachen) Teleskopstiel hat und auch die Rollen dafür gedacht sind, 50 Kilo Werkzeug über eine Baustelle zu fahren. Zudem sind die Reißverschlüsse und die Tragegurt-Karabiner aus Edelstahl (freilich, japanischem; aber ist besser als Kunststoff), und sie hat oben drauf einen Gummizug – laut einem YouTube-Review, um eine Kreißsägen-Führungsschiene mitzunehmen, aber sowas ist enorm praktisch, wenn man seinen Hoodie am Urlaubsziel nicht rumtragen will.

Das einzige Manko ist, dass die Tasche halt nicht Bosch-Blau ist, sondern Makita – ÄhFarbe. Aber man findet sie auf dem Gepäckband sicher prima. 53€ bei Amazon.