Politik in einfacher Sprache: Österreich

(Inspiriert von diesem lesenswerten Artikel aus einem sowieso meist lesenswerten Magazin. Zitatquelle hier.)

Die Koalition von Sebastian Kurz mit der FPÖ war der interessante Versuch, die Rechtspopulisten zu domestizieren. Das ist gescheitert.

Österreich ist ein Land ganz in der Nähe.

Der Chef von Österreich heißt Sebastian Kurz.

Man nennt den Chef von Österreich auch “Kanzler”.

Kanzler wird man nur, wenn genug Leute einen wählen.

In Demokratien. Österreich ist aber keine Demokratie, sondern eine “parlamentarische” Demokratie.

Das ist wie, dass Pepsi auch irgendwie Cola ist, aber halt nicht ganz.

Man wählt daher nicht den Chef, sondern eine Partei.

Eine Partei ist eine Gruppe von Leuten, die finden, sie sollten Chefs sein.

Die Gruppe einigt sich dann auf einen Chef-Chef.

Das war der Sebastian für die Gruppe “ÖVP”.

Die meisten Parteien haben komische große Buchstaben als Namen.

Damit kann man sich die leichter merken.

Die ÖVP von Sebastian haben aber zu wenig Leute gewählt.

Der Sebastian brauchte daher Leute, die wollen, dass er Chef ist. Aber von einer anderen Partei.

Sebastian hat sich für eine Partei entschieden, die FPÖ heißt.

Die FPÖ sind “Rechtspopulisten”.

“Rechtspopulisten” ist ein schwieriges Wort für “böse”.

Weil die Leute von der FPÖ böse sind, muss man sie dressieren, wie Hunde.

Das hat der Sebastian versucht, aber nicht geschafft.

Auslöser ist ein unter höchst fragwürdigen Umständen – über die in den kommenden Tagen noch ausführlich zu reden sein wird – zustande gekommenes Video, das Heinz Christian Strache, den „Herrn Vizekanzler“, einen der höchsten Repräsentanten der Republik Österreich, als Demokratieverächter entlarvt.

Der Neben-Chef von Chef Sebastian , der heißt Heinz Christian Strache.

Der Heinz hat einen langen Namen, aber es reicht, wenn man sich merkt, dass er böse ist.

Der Heinz hat sich mit einer hübschen jungen Frau getroffen.

Das ist nicht brav, wenn sich böse Leute mit jungen Frauen treffen.

Und der Heinz hat dabei auch noch böse Sachen gesagt.

Die böseste Sache ist, dass der Heinz findet, dass ein Chef Sachen so entscheiden sollte, wie die Leute das wollen, die seine Partei wählen.

Das macht den Heinz schon zu einem bösen “Rechtspopulisten”.

Nun ist der Heinz aber nicht nur böse, sondern auch sehr dumm.

Der Heinz hat nämlich zu viel getrunken und der hübschen jungen Frau gesagt, dass wenn sie ihm Geld gibt, er macht, was sie will.

Das machen Frauen nämlich normalerweise andersrum.

Frauen, die sowas machen, nennt man “Nutten”.

Nutten sind böse Menschen, so wie der Heinz böse ist.

Und deswegen will man die nicht als Chef haben.

Kanzler Kurz hat am Wochenende ernsthaft überlegt, ob er mit der FPÖ an seiner Seite weitermachen soll. Er hat sich glücklicherweise anders entschieden. Und Kurz hat einen bemerkenswerten Satz mit Tragweite gesagt: Er habe nicht den Eindruck, dass es in der FPÖ den Willen gebe, die Partei zu ändern. Dieser Satz steht. Er verpflichtet Kurz dazu, nach den geplanten Neuwahlen im Herbst nicht erneut eine Koalition mit den Freiheitlichen einzugehen. Der Kanzler sollte das sogar von vornherein ausschließen und dies auch öffentlich im Wahlkampf sagen.

Der Sebastian Kurz hat sich überlegt, ob er weiter Chef bleiben will.

Der Sebastian ist nämlich selber nicht böse. Der ist kein Rechtspopulist und keine Nutte.

Aber er hat dann eine Einsicht gehabt: Es gibt Leute, die Nutten mögen. So wie Rechtspopulisten, die auch machen, wofür man sie bezahlt.

Deswegen sollte man jetzt Nutten verbieten.

Und Rechtspopulisten.

Sonst kann man ja als Chef gar nicht machen, was man selbst will.

Zum Beispiel sich mit schönen jungen Frauen treffen.

Der Sebastian darf das nämlich. Der ist ja nicht böse.

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Finanztipps für junge Frauen

Anlässlich des jährlichs stattfindenden Rituals, einer antiquierten Raubbehörde einen Teil meines wohlverdienten Einkommens abgeben zu müssen, um es für Menschen auszugeben, die kein wohlverdientes Einkommen haben, fand ich bei dem hochintellektuellen Fachmagazin “bento” einen “Finanzratgeber”.

Wollen wir also mal was seriöses machen und über Geld reden? Nicht, dass es da in der antifeministischen Blogosphäre nicht genug Tipps gibt (“nicht heiraten”, “Nutten sind billiger als Geliebte”), aber das hilft ja nun den armen Hascherln nix. Außer, sie gehen anschaffen, natürlich. Aber das ist nicht jedermanns Sache – jeder Frau? Naja, in letzterem Fall wären die Preise nicht mehr nennenswert über dem Lohn einer Friseuse, von daher… egal; ich wollte was seriöses schreiben:

Ich bin 19 Jahre alt, fange gerade ein Studium an und erhalte Bafög. Von meinen Eltern bekomme ich keine Unterstützung. Ich habe einen Nebenjob bei dem ich etwa 200 Euro im Monat verdiene. Das ganze Geld geht aber für die Miete, Uni-Material und auch Partys drauf. Wie kann ich sparen, dass jedes Jahr trotzdem eine kleine Reise drin ist?

Was sagt Madame Moneypenny?

Madame Moneypenny hat 40.000 Follower auf Facebook. 40 Tausend Frauen hören in Finanzdingen auf eine Dame, die sich nach der notgeilen Sekretärin von Pierce Brosnan benannt hat. Und jetzt kommt mir bitte nicht mit “aber in den Büchern” oder “aber wenn sie ‘Madame’ ist, dann isses ja nun eher ihre Mutter”. Is mir schnuppe, was die Frau dazu sagt. Die Lösung des Problems der Fragestellerin ist nämlich ganz einfach:

Geh Arbeiten.

Die Zuverdienstgrenze für Studenten ist 450€ netto (KV wie Bafög). Und bei der Gehaltsklasse fallen auch kaum keine Steuern an. Das sind gerade mal 10 Stunden der Woche für einen Kopierjob an der Uni; der stört nichtmal beim Party machen. Das sind – nach Sozialabgaben; ist nicht doof, die gesetzliche Rentenversicherung für Frauen – 2.430,30€ im Jahr extra. Da ist sogar eine größere Reise drin. Nächster Vorteil: Man lernt zudem die “Universitätsbibliothek” kennen; da gibt es “Uni-Material” gratis.

Eine gute Möglichkeit wäre ein Tagesgeldkonto, um Geld anzusparen. Derzeit gibt es etwa 0,5 Prozent Zinsen – je nach Bank.”

Jaaaaa… das sind aber halt 6€ für das Jahr (wenn man rechnen kann). Würde man, statt die Zeit für eine Kontoeröffnung zu verschwenden, Arbeiten…. ach, was sage ich; ich hab das Gefühl, das Thema “Arbeiten” wird hier prägnant.

Ich bin 23 Jahre alt und habe gerade den ersten Job begonnen. Allerdings geht ein Teil meines Gehalts für den Studienkredit drauf, den ich noch abstottern muss. Gleichzeitig fehlt noch ein Sofa in der neuen Wohnung. Wo soll da noch Geld zum Anlegen übrig bleiben?

Öh – Du hast gerade den ersten Job begonnen. Und Du kannst einen Studienkredit abbezahlen – damit geht es Dir schonmal besser als so ziemlich jedem Amerikaner, vor allem mit einem Abschluss in feministischer Tanztherapie.

Ich bin überzeugt: Sparen kann wirklich jeder – und seien es nur 25 Euro pro Monat, die man für die Rente oder Altersvorsorge beiseite legt.

Jaaaaaahhhhh… beim aktuellen Zinssatz und nach Maklergebühren hat man da nach nur 400 Jahren fast ein schönes Abendessen zusammen. Sammal, “Ratgeberin”: Die Dame hat offenbar kein Geldproblem;

Anders ist das zum Beispiel bei einem Fernseher für mehrere tausend Euro

Ja was will denn das Mädel mit einem Fernseher, ohne ein Sofa zu haben, um davorzusitzen? Und was will sie mit einem 102-Zoll-Fernseher für “mehrere tausend Euro”? Und wieso denkst Du, die könnte 25€ im Monat sparen, wenn sie sich nicht bei ebay Kleinanzeigen für 25€ ein Sofa kaufen kann?

Nenene, schön auf dem Boden sitzen und die kahle Wand anstarren, bis der Kredit abbezahlt ist. Dann ist auch der Job unbefristet, und man zieht von der Miet-in eine Eigentumswohnung; seine Kreditwürdigkeit hat man ja derweil bewiesen. Und in 30,40 Jahren ist dann vielleicht sogar ein Sofa drin. ODER MAN KAUFT HALT NICHT JEDEN TAG FUCKING NEUE SCHUHE.

Ich bin 28 Jahre alt, habe ein dreijähriges Kind und bin alleinerziehend. Ich arbeite 70 Prozent, vom Vater gibt es keine finanzielle Unterstützung. Wie kann ich mittelfristig eine Rücklage schaffen, falls unvorhergesehene Dinge passieren?

Jaaaaaaa… nun, retrospektiv wäre es nicht die dümmste Idee, sich nicht von irgendeinem Loser anbumsen zu lassen, gell? Aber nun ist das Kind ja nunmal in den “unvorhergesehenen” Brunnen gefallen, von daher…. liebe Fragestellerin: Du bist nicht wahnsinnig gut darin, die Zukunft zu antizipieren. Ich bin daher sicher, dass sämtliche “unvorgergesehenen” Dinge de facto passieren werden, und zwar deutlich eher, als Du denkst. Von daher nehme ich an, Du bist eh im Arsch – “mittelfristig” sind nämlich eher so 5 Jahre, und ich bin recht sicher, dass Du keinen Schulranzen eingeplant hast. Ich sehe für Dich drei Möglichkeiten:

  • Prostitution – oder, falls Du dafür nicht mehr gut genug aussiehst
  • Telefonsex
  • Oder aber, halt, ehrliche Empfehlung: Such Dir einen Trottel, der Dich nochmal anbumst. Es lesen ja nicht alle Männer hier mit.

Die großartige “Finanzratgeberin” empfiehlt übrigens Exchange-Traded Funds.  Ich habe nicht den Hauch einer Ahnung, wieso es in Deutschland nicht verboten ist, ETF’s an Leute zu verkaufen, die zu blöd sind, ein Kondom zu benutzen…. aber freilich ist es solchen Leuten auch nicht verboten, Kinder zu haben…. Warum nicht gleich in Türkei-Anleihen investieren und sicherheitshalber die Lira shorten? 

Urban Survival

Es ist ja nun schon lange ein Trend, sich nur mit mindestens einer Jack Wolfskin-Outdoorjacke, wenn nicht einer Musto-Segeljacke und entsprechenden Stiefen in die München Innenstadt zu wagen.

Das geht noch eine Runde besser: Man packt ein “everyday carry bag”. Das ist quasi wie eine Damenhandtasche, nur (a) für Männer und (b) dass man vorher nachdenkt, was man reintut, und dann nicht ausgerechnet das einzig wichtige (Tampons) nicht dabei hat.

Nun begebe ich mich ja ab und zu ins gefährliche, undemokratische und kurz vor der autokratischen Scharia-Diktatur stehende Ausland – und das hat den Nachteil, dass ich den Mist, den ich so mit mir rumschleppe, nicht unterbringe. Ich habe mir daher ein sehr – äh – “metrosexuelles” Bodybag gekauft, mit dem ich per se sehr viel glücklicher war als zur luftigen Leinenhose einen Gürtel tragen zu müssen, aber (a) hat die kleine Größe neben dem tuntig-Aussehen noch den Nachteil, dass man da kein Bier (oder Wasser) reinbekam, und (b) war’s billig und hat nicht so prickelnd gehalten.

Nun, ich mag ja als Doktor in Evil Capitalist Studies selbstverständlich Schnäppchen, und da gab es dann so “Herrenhandtaschen”, wie sie einem das Militär gibt, wenn man in den Krieg zieht. Das sollte ausreichend männlich (lies: praktisch) sein.

Die hat den Vorteil, dass man da noch bequem ein Bier zum ganzen Ramsch dazutun kann, der in klimaadäquater Kleidung halt aufträgt, aber davon ist sie immer noch halb leer. Nun ist natürlich die naheliegende Idee ‘zwei Bier’, aber ich bin kein großer Fan von warmem Bier. Von daher schauen wir doch mal uns Internet, was Mann von heute da so mitnimmt:

Ja super. Danke, liebes Internet. Das war hilfreich.

Es ist jetzt nicht so, als wäre der Kauf einer dieser Waffen in der Türkei ein wahnsinniges Problem – umständlich, als Ausländer, aber mit zwei Tagen Behördenrennerei ginge das wohl – aber was will ich damit? Ich fahre ja nun nicht nach Berlin, wo man an jeder zweiten Straßenecke von irgendeinem Moslem ausgeraubt wird?!

Okay, sinnvollere Quelle:

  • ein Taschenmesser

Ja wollt ihr mich verarschen? Die Einfuhr von Messern in die Türkei ist streng verboten. Mal abgesehen davon hat man eh ein Messer am Schlüsselbund. Und den Rest der Großpackung zuhause; die deutsche Airport Security scheint die Dinger zu sammeln.

  • eine Taschenlampe

Okay, sehe ich ein. Ist jetzt nichts, wofür man in Deutschland wahnsinnig viel Verwendung hat außerhalb eines Autos, da es überall sonst Straßenbeleuchtung gibt, aber gut, packen wir mal rein.

  • Ein Multitool

Ja… das sind so Teile, die ich nie 100%ig verstanden habe.

*Keines* der hier abgebildeten Produkte wird von einem Multitool irgendwie brauchbar ersetzt, und das ist mein “Alltags”-Werkzeug. Außer vielleicht dem kleinen Schlitz-wie Philips-Schraubendreher, aber die hat das kleine Vicorinox auch (ich hasse übrigens Airport Security)

Abgesehen davon, nochmal: Ich fliege in die Türkei. Wovon sollen denn Murat und Süleyman leben, wenn ich da alles selber mache?!

  • eine Uhr

Ich habe den Sinn von Uhren noch nie verstanden, außer man will eine nette Omega als dekorative Angeberei tragen. Es hängt wirklich, wirklich überall eine Uhr.

  • ein Stift

Ich verstehe langsam, warum Victorinox für das oben verlinkte Taschenmesser einen derartigen Mondpreis aufrufen kann. 32 Gramm, und bereits 3 Punkte eines “Everyday Carry Bags”. Ich hab langsam den Eindruck, man kann sich die Tasche auch sparen?!

  • Ein Schlüsselbund

Jaaaahhh… das ist total sinnvoll, wenn man eine Magnetkarte hat. Oder einen Security-Typen, der einem die Türe öffnet. Aber klar, das Victorinox muss ja irgendwo dran, verliert man leicht.

  • Ein Geldbeutel

Ja ach. Wirklich? Erzähl.

  • eine Flasche Wasser

Toll. Ich tu zu meinem Bier also kein warm werdendes Bier, sondern Wasser, was es alle spätestens 50 Meter kalt zu kaufen gibt. In jedem Land außer dem merkeligsten der Welt. Und das trage ich bei 42° den ganzen Tag rum. Freilich.


Zwei Stunden später: Ich habe Leute gefunden, der auf die herausragende Idee gekommen sind, zu ihrer Schusswaffe auch noch ein Tourniquet einzupacken – für den Fall, dass sie sich aufgrund ihrer Dummheit selbst in den Fuß schießen, nehme ich an.

Was ich nicht gefunden habe, war auch nur ein einziger, der ein fucking Pflaster eingepackt hätte.

“Ich packe meinen Koffer” daher selbst, und in meinen Koffer packe ich:

  • Dieses 54 Gramm wiegende Mini-Erste-Hilfe-Set, von dem ich auch Zuhause immer eines griffbereit habe.
  • Eine Powerbank. Fairerweise, es packen durchaus einige Leute Powerbanks ein, so “mini-Notfall-Dinger” für ein horrendes Vermögen, aber die für 5€ tun’s erfahrungsgemäß
  • Nicht diesen sehr coolen USB-C auf USB Schlüsselanhänger, da er erst in 5 Wochen geliefert wird und mein Urlaubshandy ein altes S4 mit MicroUSB ist (Pro:Tipp: Schöne, neue, teure Handys auf Booten sind nach spätestens 14 Tagen alte, kaputte Handys)
  • Den lumpigsten, langsamsten Ladestecker der Welt (ist leicht)
  • Zwei bis drei Feuerzeuge. Ich tendiere, die liegenzulassen.
  • Ein Handtuch. Nur weil.
  • Ein Stofftaschentuch. Keine Ahnung, weswegen, aber ich hab von meiner Oma eines mit meinen Initialen eingestickt und das nehmen echt viele mit.
  • Einen Notizblock & einen Druckbleistift. Wiegt das gleiche wie ein Tourniquet, hat aber mehr Einsatzzwecke
  • So ein Paracord-Armband. Nur weil ich mir das vor 5 Jahren gekauft habe und meiner Frau beweisen muss, dass der Kauf sinnvoll war. Zudem spart das in Kombination mit dem Stift das Tourniquet.

Soooo… schaumamal, ob das am Ende dann was wiegt. Da kommt ja dann noch der Pass dazu, und mein aktueller Versuch an einem Slim Wallet (das wäre aktuell ein “Magic Wallet” – ist auch nicht das Gelbe vom Ei, aber lustig. Und Handy. Und Sonnenbrille. Und Lesebrille. Und Zigaretten.

Ey – ich versteh die MGTOW-Jungs ja wirklich, aber den ganzen Rotz nicht eh in der Handtasche seiner Frau zu haben, das kotzt einen schon an.

Bonbons

Haltet Ihr es auch für eine gute Idee, schon kleinen Kindern zu erklären, dass man keine Bonbons von Fremden annimmt?

Ja?

Okay, dann für die großen Kinder: Es sind bald Wahlen. Nehmt keine Bonbons von Fremden, und vor allem glaubt ihnen nicht, wenn sie euch das blaue vom Himmel versprechen. There’s no such thing as a free lunch.

Ouch

Dear Men, I Don’t Owe You A Thing

Noboby ever claimed that. Least of all me. I don’t even know you. But: That’s reciprocal, I don’t owe you anything either.

I don’t owe you a thing simply because I’m a broad, a chick, a girl, a gal, a chica, a lady, a member of the fair sex, a skirt, a pair of tits and ass, borne from Adam’s rib — in other words, a woman.

We’re gonna fill a lot of pages with text, aren’t we?

I don’t owe you a smile on your cue to brighten up your day because your inability to regulate your own emotions, that you now hold me responsible for, was always dismissed as “boys will be boys.”

I…. what? You haven’t understood the “emotions and men” thing, right? And I do hold you responsible for talking about a topic you have 0 knowledge of – you are an adult, after all. But it’s a free country, if you want everyone you know you are stupid; feel free to do that. But please, don’t come blame me for telling you that; that’s your responsibility.

I don’t owe you my silence when you interrupt me at a work meeting, brunch chat among old friends, or in front of our children — I will bulldoze through with a shaming, “Excuse me, I’m talking now.”

Go try. But chances are we’ll never be in a work meeting together; you don’t seem to be qualified for anything than making an idiot out of yourself in a magazine. And I’m certainly not gonna have kids with you -. and nor should anyone else, if that’s your idea of parenting.

I don’t owe you an apology when I don’t move out of your way on the sidewalk, disagree with something you just said in front of people, ask you to simply do your job, or even apologize too much.

See… you don’t have to apologize for me being an internet shitlord plucking your insane ramblings apart. As stated earlier: Nobody in this world ask for such an apology. My readers usually enjoy that kind of writing.

As for the sidewalk thing – I consider that rude. Now you’re stupid and rude.

I don’t owe you my laughter so you can still feel like “one of the good guys” after telling that hacky, sexist joke because “fuck political correctness” or whatever other Roganesque mantra you need to recite every morning to feel like you’ve earned that dick.

Penis-envy? Yeap, most definitely penis-envy.

I don’t owe you my presence as the token “female” in your conspicuously all-male shows or panels, so you’re hailed as a woke ally when all you’re handing out is self-aggrandizing charity rather justice.

So… if I invited you to an all-female panel of the most obnoxios bitches on the internet, you would come? Plus, it’s “rather [than] justice”

I don’t owe you my friendship after you refused to call out those who called me a “cunt,” “whore,” or “bitch” because you didn’t want to “start something.”

That would be rather hypoctitical, as I just called you a bitch myself, wouldn’t it? Plus: Why would I want to be friends with a stupid, rude bitch?

I don’t owe you my support for your work, goals, and dreams when you dismissed mine as “fun hobbies” and “cute projects” till the baby comes.

Au countraire, madame. You are one of those people that makes this “cute” blog project of mine possible. So – you certainly don’t “owe” me that, and neither am I grateful for you supporting me unasked. Still… that seems rather masochistic. We’ll add that to your character assessment.

I don’t owe you my patience when you’re correcting me about something you know nothing about, but I do — your opinion is not automatically upgraded to “expert” simply because men are “logical” and women, “emotional.”

Well, for an unpaid shitlord, my grammar sure is more expert than yours or that of the editor at that publication of yours, it seems. But of course, that’s not because men are logical and women emotional, that’s because I can actually write texts (even such with meaning), whereas you…

I don’t owe you a thank you when you try to compliment me by saying, “You’re not like other girls” when I say I like the industrial-sports complex, watered-down American beer brewed in Canada, or sex.

Sex? Well, I could imagine you might be able to give a nice blowjob for a tenner. But of course, me telling you that requires no “thank you”. You would already have that tenner, you know?

I don’t owe you a response when you text, DM, or air drop me unsolicited sexually explicit limericks, eggplant emojis, or dick pics, and especially not on my birthday!

I am actually considering (lierally) air-dropping (literally) half a ton of dick-pics in that woman’s front yard – just to prove she totally would respond to that. If you’d crowdfund that as a reader, let me know.

I don’t owe you my attention when you catcall, whistle, or gesture obscenely at me on the street to show off your flaccid idea of manhood to your bros.

My idea of manhood doesn’t involve the appreciation of stupid, rude, masochistic, self-aggrandizing bitches. Nor does that of my “bros”.

I don’t owe you diets, exercise, makeup, long hair, or plastic surgery for you to display me to the public like an elephant that you shot down with your big gun and mounted on your wall of compensating-for-something.

On the plus side, with men less choosy than me, your list might just help them overcome your horrible character. But cats do need love, too.

I don’t owe you my time in exchange for money, jewelry, drinks at a bar, or picking up the dinner check, no matter the amount.

So… that’s a “no” to the tenner then? Well – your loss.

I don’t owe you a bra so you can’t see my nipples through my shirt or a blanket when breastfeeding simply because you’re incapable of seeing women’s body parts as serving no function other than to service your PornHub-derivative sexual desires.

Also, wearing a bra or using a blanket when breastfeeding makes it a lot harder fo fulfil my PornHub-derivative sexual desires. I totally don’t see your point here.

I don’t owe you explanations of feminism, misogyny, or systemic sexism for you to segue into men-lose-most-child-custody-cases and what-about-the-military-draft Petersonian counterarguments.

I already know feminism is cancer, no further explanation needed. And you’ll be happy to hear that I am in full suport of the prison-industrial complex greatly served by men losing custody cases; single mothers produce way-above average criminal offspring.

I don’t owe you my sympathetic shoulder whenever you cry “Not all men!” (thereby unknowingly admitting that “Yes, me!”) when women publicly share their #metoo experiences, from sexual misconduct to rape.

Wow – that’s a vivid example of the female rationalization hamster running amok. Listen, girl: Just because most protagonists of the #metoo movement turned out to be complete liars, that doesn’t mean all women are false accusers. You are but one human being (more or less), you can only speak for yourself- and not read thoughts. But I’ll happily add “false accuser” to your character assessment; you seem to be totally okay with unfounded allegations.

I don’t owe you answers as to why “women didn’t report before” so you can hang onto the tit of your Louis CKian pseudo-heroes as you respond to Facebook posts with, “But, you have to separate the art from the artist.”

I… don’t have any heores, especially none that are named “CK”. And when I want to get censored, I go to 4chan, not facebook.

I don’t owe you my sexual assault story to prove to you that women have legitimate justifications that have been proven again(Anita), again(Christine), and again(me) to distrust, fear, and avoid men, even you.

I’m also not interested in that story; I don’t like you enough to be interested in you. And I’m sympathetic because sexual abuse gave you a mental disorder, but that doesn’t make your weird world view true.

I don’t owe you anonymity when you spread sexual rumors about me (to heighten your status as a “real man” and diminish mine to a “slut”) and then I expose your lies on social media for all your peers to see — sue me.

See…. that’s why I’m even more sympathetic to the men’s rights movement: stupid, rude, masochistic, self-aggrandizing bitches with a inclination for false accusations can freely say “sue me” – because the western law system doesn’t adequately punish those people.

I don’t owe you a public defense on a comedy podcast against multiple sexual misconduct accusations because, even though you abused her, her, and her, you never abused me.

I think I have lost you: I don’t think sexual misconduct is particualrly funny. Nor are false allegations.

I don’t owe you my body simply because I’m drunk, wearing sexy clothes, have given it to you before, or am married to you (and I can change my mind in a second, and even halfway through, if I want to).

Now we’re totally missing that point of “adult conversations”. I offered you ten bucks, you said “no”, so – that’s it. Why do you keep bringing that up? You really crave those air-dropped dick pics, do you?

I don’t owe you my forgiveness when you apologize with crocodile tears, promising you will never do that to me again.

I try not to do things I later need to apologize for. If I need to, my apologies are sincere. But of course, noboby is in any way coerced to accept them. There’s like seven billion people on the planet – you’ll find someone else to talk to.

I don’t owe you a compromise when we disagree about my inherent right to autonomy over my body, from the length of my hair to the fetus in my womb.

Oh – if you’re eight months pregnant, I understand your rather harsh decline of my generous offer. You could make a lot more; there’s plenty of weird people out there. But in that case, I wouldn’t have made that offer. I’m not a pervert, after all.

And please, feel free to kill your babies. I also totally support women’s right to choose until their offspring is 30-ish.

I don’t owe you my respect when you remain friends or even maintain contact with men (and women) who do the sexist, inhumane things listed above.

Now I am inhumane, says the stupid, rude, masochistic, self-aggrandizing, mentally ill bitch with a inclination for false accusations.

That’s… well, not exactly the peer group whose opinion I tend to give a shit about.

Lastly, I don’t owe you an education on how to treat women as human beings simply because I’m a woman — actually, you owe it to me.

No, I don’t owe you anthing. We did make that clear reciprocally – in either ones’ first line. I especially don’t owe you fulfilling your weird ideas about how you should be treated because of the grievances in your life, most notably, not having a dick.

But, as I consider myself a nice person, I’ll, just this once, treat you like every other human being and ignore the fact you are female:

You are an asshole, Christina Ouch.

Distanzierung von der Pressefreiheit

Irgendein Hurensohn hat in einem Interview mit dem ORF etwas gesagt.

Er hat dabei jemanden (angelehnt) zitiert, der Menschen als “Schweine” und ein ganzes Land als “Misthaufen” bezeichnet.

Darüber regen sich die Schweine in dem Misthaufen natürlich auf. Weil sie genauso dünnhäutig sind wie irgendwelche Ratten [Anm.: letzteres sollte man den Medien nicht so glauben] aus shithole countries. Das ist einerseits natürlich kritisch, weil man im besten Großdeutschland seit 1945 selbstverständlich wegen letzterer Aussage wegen “Volksverhetzung” vor den Kadi gezerrt wird, während erstere unter tosendem Applaus als “””Kunst””” gefeiert wird.

Soweit, so falsch, aber das ist hier nicht der wichtige Punkt:

Der wichtige Punkt ist, dass sich der ORF von den Aussagen des Interviewten distanziert.

Nun regen sich die linksgrünen Spinner auf, als ginge das gar nicht, weil… weil es ja das einzig Gute und Richtige ist, debile Mistschweine als solche zu bezeichnen – außer natürlich, es handelt sich um Claudia Roth, dann kommt man vor den Kadi- lassen wir das.

Der wichtigere Punkt ist: Selbstverständlich distanziert sich jeder ordentliche Journalist von den Aussagen des Interviewten. 

Weil er sonst kein Journalist ist, sondern Aktivist. Es macht ganz genau Null Sinn, wenn ein glühender Trump-Anhänger Trump interviewt, ein glühender Erdogang-Anhänger Erdogan oder – nunja, Merkel lässt sich nur von handverlesenen Jubelpersern befragen.

Denkt Ihr, ein ordentlicher Journalist wie Robert Fisk würde auf die Idee kommen, sich nach einem Interview mit Osama bin Laden von diesem zu distanzieren? Nein? Natürlich nicht, und das liegt daran, dass er als Journalist grundsätzlich eine professionelle Distanz wahrt, sodass er das nicht nötig hat.

Der ORF offenbar schon. Das Problem ist also – und darüber können die linksgrünen und ihre Einflüsterer beim ORF sich gerne aufregen, bis die Klitsche geschlossen ist – dass man seine Parteiigkeit, seine Voreingenommenheit, seine Tendenziösität, seine Unprofessionalität nicht derart offen zur Schau stellen sollte.

Aber natürlich haben wir da noch Hoffnungen in die EU, die nach ihrem großen Vorbild Nordkorea Venezuela sicher baldmöglichst Kritik am Staatsfernsehen verbieten wird.

Denn, um hier Tucholsky zu bemühen, und um da links-idiotischen Missverständnissen vorzubeugen:

In Deutschland gilt derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als derjenige, der den Schmutz macht.

…bedeutet nicht, dass das gut ist. Nochmal: Nur, weil jemand was gesagt hat, heißt das nicht, dass es eine gute Idee ist. Ganz besonders, übrigens, nicht George Orwells Fiktionen.

Seid nicht so Deutsch, liebe Journalisten. Weist auf den Schmutz hin. Redet mit Nazis, mit Kommunisten, mit Sozialisten, mit Trump, mit Erdogan, mit Merkel. Aber (a) lasst sie ausreden und (b) kommentiert das dann danach, ohne es zu sensationalisieren. Denn sonst seid ihr Aktivisten, keine Journalisten – und niemand glaubt euch mehr. Und dann braucht ihr auch keine Pressefreitheit mehr – das wäre nämlich die Freiheit, mit dem dümmsten Arschloch zu reden (zB Kevin Kühnert oder dem ehemaligen Bürgermeister von Braunau), ohne dass irgendwer denkt, ihr fändet die Deppen toll.

Vor allem aber redet nicht über sie, ohne mit ihnen gesprochen zu haben.

Im übrigen hat der Hurensohn vollkommen Recht mit den (zumindest 50%) “grenzdebilen Österreichern, die nach autoritärer Führung schreien”. Sonst hätten die ja keinen grünen Präsidenten.

Much better Fake News

Military sexual assaults increase sharply, Pentagon report finds

(RNS) While reporting on the impact of sexual assault on campus and in the military is extremely difficult for survivors, it is becoming a little easier for victims to get access to justice, the Pentagon said Friday (April 20).

The report found that 1,738 women and girls reported being sexually abused in the service between 2000 and 2010 — which amounts to about half of the U.S. military population.

“Since the military takes seriously its responsibility to ensure everyone is treated with respect, we knew that if survivors had access to the law, they would be even stronger advocates to hold the military responsible for its crimes,” said Brig. Gen. Joseph T. Dunford, commander of USNORTHCOM. “That is why we worked so hard to ensure the law was put in place before rape, and I urge those who are sexually assaulted to know that those who are charged may learn significant support from our justice


Is American democracy on the brink?

If the results of the election were not such a foregone conclusion, who would have predicted that, one month and four days out from the election, President Donald Trump would have nominated Neil Gorsuch to sit with the Supreme Court when, if the election had gone the other way, Justice Ruth Bader Ginsburg, by now revered in the United States Supreme Court for her strong conservative views, would be gone and the right side would appoint an ideological extremist who would not only roll back some of those protections, but who had a history of embracing race-based class discrimination at the highest levels in the country. To be clear, the outcome of the election was entirely predictable. What we have here are the very opposite effects of a presidential election that has largely been known to be one that favors the ruling class.


Very cool. The bold sentences are CNN headlines (1 / 2) , the rest is computer-generated here. (via) Pro-Tipp: Try “the bombing was justified”. Much better results than aking Colin Powell, and not an ouce less true.

Sackschwere Mathe-Not

69.000 Leute haben bei change.org eine Petition unterschrieben, dass sie für’s Mathe-Abitur gerne bessere Noten hätten, weil die Stochastik-und Geometrie-Aufgaben so “schwer” gewesen wären.

Nun – Geometrie ist lang her, aber Stochastik sollte ich können….

Aufgabe 1: Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, ob es sich bei den ach-so-schweren Mathe-Aufgaben nun um diese hier oder doch eher diese hier handelt?

Aufgabe 2: Erklären Sie, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass die Schlagzeile “Lehrer macht Mathe-Prüfung – er braucht mehr als einen halben Tag [15 Stunden, um genau zu sein]” irgendwas mit der Schwere der Prüfung zu tun hat, wenn ein beliebiger Shitlord aus dem Internet die Stochastik in 31 Minuten und 20 Sekunden lösen kann (die erstere verlinkte; die zweite ist mE einfacher).

Aufgabe 3: Bei recht kontinuierlich 65.000 jährlichen Abiturienten in Bayern: Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass von den aktuell 69.225 Unterzeichnern
(a) N kein Abi bekommen werden sowie
(b) das, als unabhängig von (a) zu berechnende Größe, auch nicht verdient haben?

Sammal. LEHRER. In BAYERN. Die dafür 15 Stunden brauchen. Aber hey, lieber bayrischer Kultusminister: Setzt ruhig die Noten hoch, damit die nächste Generation derart hochqualifizierter hochschulzugangsberechtigter Lehrer entsteht. Wer braucht schon Mathematik?

(Danisch dazu – mit Lösungen 😉

Frauen im Parlament

1921 wurde Edith Cowan als erste Frau ins australische Parlament gewählt.

Seit letztem Jahr “ziert” sie das Antlitz des australischen 50-Dollar-Scheins (umgerechnet etwa 30 echte Dollar).

Mit einem Rechtschreibfehler.

Ja… hattet Ihr erwartet, dass 100 Jahre Frauen in der Politik einfach so gar keine Auswirkungen haben?