Nato

Deutschland hat ja den Vorsitz der schnellen Eingreiftruppe der NATO übernommen.

Als Reaktion hat Moskau sein Konzept der Landesverteidigung überarbeitet: zuständig für den Schutz der russischen Westgrenze ist nun der 8- jährige Oleg Luszov, ausgerüstet mit einer modernen Zwille.

Ein Sprecher der Bundeswehr sprach von einer “bedrohlichen, unüberwindbaren Übermacht” und einer “nie dagewesenen Provokation”.

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Das Ende der Freiheit

Es gibt in der traditionellen Literatur zwei grundlegende Motive des menschlichen Seins: Die Suche nach Neuem und das Bewahren des Bestehenden. Klingt widersprüchlich und ist es auch, aber kein vernünftiger [sic!] Mensch würde behaupten, dass Menschen rational handeln. Wir haben deswegen auch so viele Wörter für die gleichen Dinge, sei es wie hier “rational” für “vernünftig” oder, wenn wir eine Wertung dazugeben wollen, “Freiheitskämpfer” für “Terroristen”.

Es ist nicht grundsätzlich gut, etwas Bestehendes bewahren zu wollen; es ist aber auch nicht grundsätzlich gut, etwas neuem hinterherzueifern. Nun sind wir, die wir heute leben, in einer Zeit aufgewachsen, in der wir enorm viele Freiheiten hatten, die Freiheit, zu heiraten, wen wir wollen, zu arbeiten, was wir wollen, zu… die Liste wird lang. Oder auch nur zu sagen, was wir denken, natürlich; aber die Kinder der vehementesten Fürsprecher für freie Meinungsäußerung, die reformatorisch-liberale Linke, sind diejenigen, die gerade nach der Einschränkung dieser Freiheiten schreien, die Revolution frisst ihre Kinder – nicht, weil es schlecht war, was gemacht oder gedacht wurde, sondern weil der Mensch in seinem Streben nach unerfüllbaren Gegensätzen keinen Zustand der Zufriedenheit erreichen kann.

Man merkt das deutlich an Frauen, man erinner sich an die Geschichte vom Fischer und seiner Frau oder jedwede Feministin, die “gleiches Geld für gleiche Arbeit” fordert, aber die Arbeit dazu nicht erledigen will.

Es ist dieses “Wollen” des Menschen, das wohlmeinende Philosophen als Ratio des Menschen skizzieren, das Politiker als “vernunftbegabt” in Verfassungen geschrieben haben, dieses Wollen ist es, was alle Menschen “gleich” macht – zu egoistischen Arschlöchern, die nie genug haben können, kann ich hier als Zyniker sagen; das ist inhaltlich das gleiche wie die hehren Formulierungen der ach-so-weisen Politiker.

Mit diesem Egoismus geht aber – das macht auch die Vernunft aus, oder vielleicht ist es schlicht ein evolutionsbiologisches Überbleibsel, weil die Andersdenkenden sich schlicht gegenseitig umgebracht haben – einher, dass man weiß, dass alle Menschen so sind und man deswegen seinen eigenen Egoismus zügeln sollte, da man selbst nicht so behandelt werden möchte, wie man andere gerne behandeln würde.

Nun ist diese Reflektiertheit aber bei weitem keine Selbstverständlichkeit; es ist ganz im Gegenteil zutiefst wider der menschlichen Natur, reziprok zu denken. “Do, ut des”, gib, so wird dir gegeben, ist ein sehr alter, religiöser Spruch, neu erfunden als wiederholendes Tit-for-tat in der Spieltheorie, mit immer dem gleichen Ergebnis: wir landen in einer Welt voller Idioten – oder einer Welt voller Arschlöcher, zu simulieren hier. Das ist aber, wie Menschen recht schnell – auch die Idioten und Arschlöcher, übrigens – erkennen scheiße, und daher versucht man irgendwie, das System zu ändern, das System zu “verbessern”, die Menschen zu den (enormen, übrigens) Vorteilen der Kooperation zu bringen. Das ist der Kern jedweder Religion, da müssen wir nichtmal über Moralphilosophie oder Politik reden – die kommt nämlich von ganz alleine: Wie oben behauptet, spieltheoretisch nachweisbar und in der Realität zu beobachten funktioniert Kooperation nur, wenn man die, die nicht kooperieren, ausschließt.

Dieses Ausschließen hat aber den nachteil, das man damit (a) seine eigenen ideale verrät, also das der Kooperation, ähnlich Poppers fatalem Ende der Tolerenz, , oder, um das krasser zu verdeutlichen: Wenn ich eine Gesellschaft möchte, in der alle es falsch finden, andere Menschen zu töten, werde ich wohl oder übel alle umbringen müssen, die das anders sehen.

Dieses Grunddilemma des menschlichen Daseins geht dann eine traurige Ehe mit dem Wunsch des Menschen nach mehr, nach besserem, nach etwas neuem einher, und so kann der Mensch nicht anders, als sich seiner bigotten Natur zu ergeben und jedem Heilsversprechen hinterherlaufen, in der Hoffnung, dass man die Früchte der Bemühungen (nicht reziprok, sondern möglichst eigennützig, übrigens) erhält. Oder, in jedem Fall, am Ende nicht schlechter dasteht als vorher, und das ist (klickt den Link mit der Simulation) halt ein sehr, sehr, sehr fehleranfälliges Spiel; will sagen – ein kooperativer Zustand ist immer volatil; stabil sind nur Gesellschaften voller Idioten oder Gesellschaften mit ausschließlich Arschlöchern. Die, wohlgemerkt, sich evolutionär verhalten und Verlierer des Spiels ausschließen; wenn nicht, gewinnen die Arschlöcher immer.

Und das wäre dann auch in Übereinstimmung mit der eingangs gezeichneten natur des Menschen, der das, was er halt, bewahren möchte, aber gleichzeitig mehr will – und dem im Idealfall (!) sehr wohl bewusst ist, dass das allen anderen auch so geht.

Letzteres setzt aber ein maß an Selbstreflexion voraus, die Menschen enorm unangenehm ist, da – und das ist sicher kulturell bedingt – man nicht zu einem Arschloch erzogen wurde, da man kleinen Kindern erklärt hat, dass man andere Menschen respektieren solle, und es daher jedweder erlernten Moralvorstellung zutiefst zuwiederläuft, auch nur den Gedanken in Erwägung zu ziehen, man sei das egoisische Arschloch, das man ist.

Und was läge da näher, als anderen zu verbieten, einem zu sagen, dass man ein egoistisches Arschloch ist? Als die Könige und Kaiser sich noch zu Göttern erklärten, galt das als Gotteslästerung; im Zuge unserer ach-so-gleichberechtigten Gesellschaft gilt aber jeder Mensch wie ein Gott, weswegen es ja auch (§185 StgB) verboten ist, bigotten, egoistischen Arschlöchern zu sagen, dass sie bigotte, egoistische Arschlöcher sind.

Weil Menschen lieber dem Traum an eine kooperative Welt nachhängen wollen und die, die nicht kooperieren wollen, ausschließen (siehe oben; das ist nötig) als sich die ex ante bestehenden Aussichtslosigkeit des Unterfangens einzugestehen.

Das nimmt, recht egal, welche Quellen man liest; ich erwähne hier gerne Polybios Kreislauf der politischen Systeme, aber das gibt es in jeder Kultur immer und überall – die Form eines zyklischen Auf- und Ab an, Phasen, in denen die Kooperation funktioniert und Phasen, in denen die Arschlöcher dominieren; Phasen der Bestandswahrung und Phasen der Progression.

Die allerdings kaputtgehen wird, da sie nicht stabil sein kann. Was, und das ist dem bestandswahrenden Menschen dann zu viel des Fortschritts, eigentlich nicht “schlimm” ist oder irgendwie moralisch “falsch”, sondern vielmehr eine Gegebenheit des menschlichen Seins – oder der Natur als solche; Asche zu Asche… aber halt, wie erwähnt, dem Menschen zutiefst zuwieder.

Und je näher man ans Ende einer Wohlbefindensphase kommt, desto vehementer wird die Suche nach einer “besseren” Zukunft, oder, lapidar ausgedrückt, nach einem neuen Gott. Und die Schuld an der sichtbar werdenden, eigenen und selbstverständlich selbstverschuldeten (wenngleich unausweichlichen) Misere will man dann ganz kooperativ anderen in die Schuhe schieben, denen, die sich “falsch” verhalten, den Arschlöchern, den Idioten, den Egoisten, die sich nicht kooperativ genug verhalten haben. Und natürlich denen, die einem sagen, dass man selbst… ich wiederhole mich.

Und natürlich braucht man eine Identifikation des “falschen” Gottes, der ist ziemlich traditionell Geld (lest die Bibel).

Derweil ist Geld natürlich ein beschissener Gott in egal welchem moralischen Maßstab, weil es kein Ideal ist, sondern nur die Verkörperung des menschlichen Bedüftnisses nach idealer, reziproker Kooperation, nach dem do, ut des, nach – jaja, idealistischer Bullshit, aber Geld ist grundsätzlich nur die materielle Repräsentanz einer Idee, oder vielmehr der Erkenntnis des menschlichen Bewusstseins, ermöglicht Geld doch die Wahung des bestehenden und das inhärente Versprechen auf ein Mehr in der Zukunft.

Aber, natürlich, ist Geld als Idee genauso anfällig für Missbrauch wie die Menge an idiotischen Menschen, aus der heraus es entstanden ist – ersonnen von Arschlöchern, um die Idioten auszunehmen; wie erwähnt sind das die einzigen stabilen Zustände der Menschheit. Das funktioniert dann, bis die Idioten ausgehen, und nur noch Arschlöcher existieren, was dann halt wieder alle scheiße finden, und dann überlegt man sich, ob man nicht mal kooperieren sollte – und all das geht mit Geld, wie praktisch.

Freilich, natürlich, macht das Geld zum Hauptfeind aller Menschen, vor allem derjenigen, die ihre eigene Natur verleugnen wollen. Und das – das hatten wir schon gesagt, das ist ein recht universelles Faktum menschlicher Kultur und jedweder kooperativer Zivilisation, dass man eben seinen eigenen Egoismus unterdrücken, verleugnen muss, um in eine bessere (kooperative) Welt zu kommen, in dieser zu Leben – es hat vorteile, es verspricht Fortschritt, es ist der ureigenste Drang des Menschen, besser sein zu wollen, als er ist.

Weil, und das verspricht jede Religion, wird die Welt eine bessere Welt, wenn denn nur alle Menschen sich wider ihrer Natur verhalten, dann kommt das Paradies auf Erden, wenn denn nur der Racheengel all die “falsch denkenden” Menschen ausgelöscht hat – oder halt die kommunistische Revolution oder was auch immer für einer blöden Ideologie ihr so nacheifert. Das, aber ist wieder das angesprochene Problem des Wunsches, eine Gesellschaft ohne Mörder haben zu wollen, die, bis zum Ende gedacht, nur noch aus einer Person bestehen kann – demjenigen, der den letzten Andersdenkenden umgebracht hat und damit selbst ein Mörder ist.

Von daher, wenn ihr von den gar-so tollen progressiv-weltoffenen linken Medien Lobpreisungen über verblendete Schuldschwänzer lest, die die wohlgemerkt stockreaktionäre Forderung in die Welt tragen, den Planeten, den wir haben, so, wie er ist, zu erhalten, zu behalten, dann wundert Euch nicht: Ihr wollt auch behalten, was ihr habt, das ist normal. Und auch Ihr wollt eine bessere Welt, auch Ihr wollt Fortschritt, auch ihr wollt, dass alle das richtige glauben, weil Glauben irgendwas mit Verhalten zu tun hat. Wenn denn nämlich nur alle so dächten wie die grenzdebile moppelige grün-bayrische Überdosis Antidepressiva, dann könnten wir alle 100.000 Meilen im Jahr fliegen, weil wir ja brav Ablassbriefe von der Klimakirche kaufen unseren CO2-Ausstoß durch eine Spende an irgendwelche Bäumepflanzer kompensieren. Nein – unseren, nicht Euren, natürlich, ihr seid die Andersdenkenden, ihr denkt falsch; bei uns ist das nötig, bei Euch natürlich nicht, weil wir Morde ja falsch finden, im Gegensatz zu Euch.

Deswegen bestrafen wir Mörder schließlich auch mit dem Tod – oder halt; das tun wir nicht; wir sind in unserem kooperativen Spiel mit unserer Gesinnungsethik derart arrogant, dass wir nicht Tit-for-tat spielen, sondern ganz christlich auch die andere Wange hinhalten, immer kooperieren. Spieltheoretisch maximiert das übrigens den Wohlstand, es ist nur leider nicht sonderlich stabil. Wir müssen halt aufpassen, dass wir konequent Leute, die nicht kooperativ spielen, fernhalten; wir müssen uns immer der Volatilität unseres Systems, der Vergänglichkeit unseres Wohlstands bewusst sein. Wir müssen unsere Freiheiten, die wir alle haben, weil wir uns kooperativ verhalten, verteidigen, wir dürfen nicht zulassen, dass uns irgendwelche Arschlöcher das System (unweigerlich) kaputtmachen, indem sie nicht mitspielen.

Das müssen wir klar bennenen, wer die Arschlöcher sind. Dazu haben wir  ja auch…. Oh.

Medieval Punk

Ich finde den neuen “Robin Hood” ja sehr gewagt und befremdlich, aber ich mag den Film und das neue Genre irgendwie.

Man muss aber auch sagen, dass ich die billige Verpackung einer politisch- gesellschaftskritischen Message sehr plump finde und davon ausgehe, respektive dass ich hoffe, dass die Welt heute für solche Propaganda zu gebildet / informiert ist.

Ich fürchte aber wohl, dass ich mich da irre… Und ein derart flaches Gesellschaftsbild halt für die indoktrinieren Massen schon reicht.

Framing eines Propaganda- Handbuchs

Nur als kurzer Service- Hinweis: wenn alle Dein Propaganda-Handbuch wie von Dir vorgegeben “Framing-Manual” nennen, dann war es sein Geld schon wert – also, wenn Du nicht eh schon wusstest, wie leicht es ist, Idioten Quatsch zu erzählen.

Morgen reden wir dann über “die Renten sind sicher”.

Dieselfahrverbote und Rechenfehler

Zu der aktuellen Diskussion zum aktuellen Mundtotmachen von Kritikern sinnloser Grenzzwerte für vermeintliche Schadstoffe möchte ich (a) auf meinen Artikel vom letzten Jahr verweisen, (b) erwähnen, dass Mediziner Null Ahnung von Statistik haben, und (c) kurz auf die TAZ eigehen:

„‚Man kann die Studie relativ einfach dadurch widerlegen, dass man die NO2-Menge im Zigarettenrauch als Vergleich nimmt‘, sagt Köhler im Gespräch mit dem Deutschen Ärzteblatt. Die liege bei rund 500 μg (also 500 Millionstel) pro Zigarette. ‚Nimmt man zur Konzentrationsberechnung ein Atemvolumen beim Rauchen einer Zigarette von 10 Litern an, so inhaliert man 50 000 μg pro Kubikmeter Luft. Bei einer Packung am Tag wäre das 1 Million Mikrogramm‘, rechnet Köhler vor.“

Hier liegt ein offensichtlicher Rechenfehler vor (auf den auch die taz erst durch einen externen Hinweis aufmerksam wurde): Wenn eine Zigarette 500 Mikrogramm (µg) NO2 freisetzt, dann liegt der Wert bei einer Schachtel mit 20 Zigaretten nicht bei 1 Million Mikrogramm, sondern nur bei 10.000 Mikrogramm. Die Verantwortung für diesen Fehler wollte Köhler auf Anfrage zunächst der Redaktion des Ärzteblatts zuschieben.

Ja, ne, liebe TAZ: Wenn man bei einer Zigarette 50mg/m³ Luft inhaliert, dann sind das bei 20 Zigaretten immer noch 50mg/m³ Luft. Wenn zwei Autos 50 km/h fahren, fahren sie zusammen nicht 100 km/h. Wohlgemerkt aber legen beide zusammen die doppelte Strecke zurück – so kommt ihr auf Eure 10.000mg.

Was ihr dann danach noch damit macht, liebe TAZ-Regierungspropagandeuere, grenzt an Vergewaltigung.

Zukunft

Ich hab ja vor drei Tagen beschlossen, kein Twitter und damit keine Nachrichten mehr zu lesen, da mich die ganze Scheiße eh nur aufregt und ich aus Gründen eines sehr gutmenschlichen Elternhauses dazu erzogen wurde, einen Genozid zum Beseitigen der ganzen Scheiße moralisch abzulehnen.

Nun ist dieses Blog entstanden, weil es schlicht der geistigen Gesundheit gut tut, seinen Ärger auch gegenüber einem anonymen Mob rauszulassen, was in meinen Augen die Haupt-Triebfeder hinter jedweder Art von Aktivismus ist: Das sind sämtlich ganz enorme Egoisten, die sich nur auf ihre eigene Gutheit öffentlich einen runterholen, sei es wegen der Rettung der Schlappschwanzfledermaus, des Klimas oder der Förderung eines separaten Klos für Geisteskranke.

Nun kann man sich natürlich auf ein moralisch hohes Ross stellen und die ganzen selbstsüchtigen Spinner als solche entlarven, aber das ist in der Form bigott, als man eben im gleichen Atemzug das Selbe tut – meine Geringschätzung und öffentliche Verächtlichmachung bigotter Spinner ist im Kern nichts anderes als eine in sich bigotte Spinnerei, in der illusorischen Hoffnung, ich könnte die Welt ein Stückchen besser machen, indem ich die Verfehlungen der restlichen Menschheit aufzeige.

Das, aber, sagt sich der ungeduschte in-den-Wald-Scheißer, der denkt, Strom kommt aus der Steckdose und der zu doof ist, eine Hängebrücke zu bauen, auch. Nun kann ich mir selbst einreden, dass zwischen dem und mir der Unterschied besteht, dass er halt dumm ist wie drei Tage verschimmeltes Brot und ich nicht – es ist aber eine grundlegende Eigenheit des Menschen, dass man sich selbst recht viel einreden kann, ob es nun stimmt oder nicht.

Es gibt ja nun offenbar eine nicht geringe Anzahl von Menschen, die sich einreden, sie wären eine Frau, obwohl sie keine Frauen sind, und dann gibt es eigentlich durchaus intelligente Leute, die es ernsthaft “Sterilisation” nennen, wenn ein Staat, der als Organisation und Konstrukt von der Selbst-Einrede unsachlichen Unsinns zumindest vom Konzept her frei sein sollte, an selbsternannte Frauen halt die nicht wahnsinnig ungewöhnliche Anforderung stellt, nun mal eben keinen Penis aufzuweisen.

Ich sitze dann da, gucke auf mein Handy, und denke mir “sind die denn alle vollkommen bekloppt”? – und dann gehe ich halt auf Twitter und komme in Kommunikation mit Leuten, die mir erklären, dass “sozialer Frieden” etwas ist, was nicht selbstverständlich sei, und wofür die “Besitzenden” durchaus einen angemessenen Betrag an Schutzgeld an das Proletariat abzutreten hätten. Auf dem gleichen Twitter erklärt dann irgendein hoher SPD-Funktionär, dass im Grundgesetz stünde, dass alle Menschen gleich viel Wert seien, und das führt nicht etwa zu einer Debatte darüber, dass man das Grundgesetz vielleicht dahingehend ändern sollte, weil zwar vielleicht SPD-Funktionäre und pädophile Kinderschänder gleich viel (wenig) wert sind, aber *ich* halt schon einen Deut mehr…

Nein, es wird darüber diskutiert, dass man das falsch “verstanden” habe, als sei alles in der fucking Welt nur ein verdammtes Verständnisproblem. Wir – also, Ihr, liebe treue Leser dieses Blogs, ich und halt sonstige moderne “Nazis”, was gleichbedeutend mit “selbst denkende Menschen” statt, wie traditionell, für menschenverachtende Anhänger einer idiotischen Ideologie mit dem Inhalt, Deutsche seien irgendwie besser als alle anderen “Rassen” dieser Welt, verstanden wird, denken aber nicht, dass wir besser sind als irgendwelche solzialschmarotzenden Neger oder pädophile Massenmörder verherrlichende, Kinder heiratende Bereicherer aus dem Nahen Osten.

Nein, wir sind so viel besser, dass wir uns einreden, dass wir das tatsächlich sind – also, besser, that is. Das, aber, ist wieder die gleiche selbstbeweihräuchernde Lüge, die sich die geistig behinderte Greta jeden Tag sagen muss, während sie im Kohle-betriebenen Zug ein in Plastik eingeschweißtes Sandwich mit einem Eistee aus einem Einweg-Pappbecher runterspült, um angeblich die fucking Umwelt zu retten.

Wir sind nämlich, und das ist die bittere Realität, nicht besser als die Neger und die Sozialschmarotzer und die Feministinnen oder welche Gruppe ihr auch immer gerade am meisten verabscheut. Wir sind nämlich nicht die, die auf Kosten anderer leben – das sind die anderen. Wir sind die Doofen, wir sind die, die sagen “aber so geht das nicht”, während wir mit unserem in China gefertigten iPhone den Kapitalismus beklagen.

Freilich führt das unweigerlich zu einem nicht unbeachtlichen, wenn nicht finalen Fatalismus, also die in meinem Fall erstaunlich späte, obgleich so offensichtliche Einsicht, die fucking Welt nicht alleine verändern zu können – nein; es ist vielmehr die Einsicht, dass ich das nicht will. Ich bin kein Ideologe, der denkt, am Deutschen – oder meinem, genauer – Wesen kann oder solle die Welt genesen, ich bin nicht der, der eine pseudo-moralische Diskussion darüber führen kann oder möchte, ob wir nun an der deutschen Grenze Frauen und Kinder erschießen “können” oder nicht. Denn theoretisch können wir das natürlich; wir bezahlen eine nicht unerhebliche Anzahl von Polizisten und Soldaten durchaus passabel dafür, Heckler & Koch – Sturmgewehre durch die Gegend zu tragen und eine kleine Handvoll Ingenieure bei Heckler & Koch sehr gut dafür, diese Waffen zu bauen, damit wir eben im Fall der Fälle Frauen und Kinder erschießen können.

Dass das in der Praxis zwar hervorragend funktioniert, aber nicht den gewünschten Nutzen hat, und einem wohlgemerkt auch keine Freunde macht, sieht man – wenig verwunderlich, sei bemerkt – in Israel. Da schießt man mit den gleichen Heckler & Koch – Sturmgewehren regelmäßig an der Grenze auf Frauen und Kinder, und das geht da, weil einen das zwar international ziemlich hassenswert macht, aber die gesamte Identität des Volkes Israel basiert (lest die Bibel) darauf, dass sie keiner leiden kann.

Dafür lebt man dann halt in ständiger Angst, dass irgendein muslimischer Spinner sich in einem Einkaufszentrum in die Luft sprengt, und ganz ehrlich habe ich für letztere genauso viel Verständnis wie für die Soldaten, die an der Grenze Frauen und Kinder erschießen: Die sind der Überzeugung, das “Richtige” zu tun.

Und ich bin selbstverständlich arrogant und eingebildet genug, zu denken, dass ich die fucking Weisheit mit Löffeln gefressen habe und daher als Einziger zu wissen, was das einzig wahre Richtige ist, während alle anderen nur dumme Schlafschafe sind. Das Problem an meiner Wahrheit, die näher an der poststrukturalistischen Realität ist, als unsere Politiker das gerne hätten und unsere Medien uns das – für unser Geld, wohlgemerkt – zu verkaufen versuchen, ist, dass mir klar ist, dass ich selbst nur wissen kann, was das beste für mich ist, und ich Euch daher nicht sagen will, was das Beste für Euch ist, da Ihr eh zu doof seid, mir zuzuhören, was mich nur ärgern würde.

Oder aber, noch schlimmer, ihr würdet mir zuhören, das wäre dann der Punkt, an dem ich jedweden Respekt für Euch verliere, weil ihr dann als dumme Schlafschafe, die einem Bullshit ins Internet kotzenden Propheten nachlaufen., dastehen würdet. Und dann auch noch ausgerechnet mir, nichtmal dem geistig behinderten Mädchen mit einer zwar vollkommen illusorischen, aber dafür wenigstens im Kern positiven Message. Ich meine, mal ehrlich – ich bin wahrlich kein strahlendes Vorbild für Anstand und Moral; dass Ihr Euch nicht schämt.

Womit wir bei etwas wären, was gerne als der “deutsche Selbsthass” bezeichnet wird, der – wie so ziemlich alles, was die politische Arena betritt, natürlich vollkommen falsch verstanden wird. Es gab vor einiger Zeit eine Pseudo-Debatte darum, was eine “deutsche Leitkultur” sei, und ich habe seinerzeit schon geschrieben, dass es recht typisch deutsch sei, einfach nur zum Kotzen zu sein, aber das halt ordentlich. An der Stelle kann man das Dritte Reich bemühen, um “deutsch” auszutarieren- das war zu einer Zeit, als es gerade en Vogue war, aus vorgeschobenen Gründen massenweise Leute umzubringen, basierend auf den von Selbsthass zerfressenden Gedanken eines – natürlich – Deutschen Karl Marx, allerdings in der idiotischen Illusion der Schaffung einer ex post “besseren” Welt.

Nun war weder das eine (Glaube an eine “göttliche” Mission respektive das “Gute” oder “Richtige”) noch das andere (Massenmorde) irgendwie neu, aber, wie wir alle bis zum Kotzen gelernt haben, war Nazi-Deutschland in seiner Judenvernichtung einmalig. Und diese Einmaligkeit, und ich lehne mich hier an Hannah Ahrends Beschreibung der Banalität des Bösen an, die diese allerdings nicht so ausgedrückt hat, ob sie es nicht erkannt hat oder nicht wahrhaben wollte oder es schlicht auch nicht stimmt – die Massendeportationen und -morde des Dritten Reichs waren meines Erachtens nicht so sehr Ausdruck einer dahingehenden Ideologie, dass Juden halt vernichtenswerter Abschaum seien, wie das zu früheren Zeiten wahlweise Neger oder Christen oder halt meistens Juden oder – völlig egal, irgendeine Gruppe – war, sondern die schlichte, in einem sehr kurzen Moment geistiger Klarheit sehenden Adolf Hitlers entstandene Einsicht, dass Menschen zu Einen schlicht ein Feindbild erfordert.

Das, übrigens, ist etwas, was die ach-so-beschworene Unvergleichlichkeit und Einzigartigkeit des Holocaust tatsächlich ausmachen würde: Die Massenmorde Lenins hatten wenigstens einen Grund, die Maos waren weitestgehend Fehlplanung, aber gewollt wie toleriert. Die Morde der Nazis hingegen waren nicht wirklich Teil der ach-so-überheblichen “arischen” Ideologie, sondern ein pures, schlichtes Mittel zum Zweck. Die Nazis – “wir”, mirwegen – haben die Juden nicht deswegen umgebracht, weil “wir” es für notwendig befunden haben, das Judentum vom Antlitz der Welt zu tilgen, sondern weil man halt schlicht irgendwen vernichten musste, um ein gemeinsames Ziel, ein Mittel auf dem Weg zu einer besseren Welt zu haben.

Freilich möchte ich damit nicht die Nazis und deren Vordenker in einem Maß überhöhen, das sie nicht verdient hätten; ich bin recht sicher, dass Hitler und seine Kader den Mist, den sie verbreitet haben, wirklich geglaubt haben – also, dass Juden irgendwie ein Übel wären, das zu Vernichten irgendwelche Probleme lösen würde. Das ist dümmliche Ideologie, das ist nichts typisch “deutsches”, wenn wir beim Thema bleiben wollen, das war schlicht Zeitgeist – und ist immer noch ein grundlegendes politisches Instrument des Kampfes für das vorgeblich “Gute”.

Was aber damals – und bei jedwedem Genozid heute – Zeitgeist war, war der ebenso menschliche wie abscheuliche Sadismus, den man in Solschenitzyns Werken nachlesen kann und den jeder Überlebende des Holocausts auch bestätigen wird: Es ist nicht nur möglich, sondern vor allem erschreckend einfach, Menschen zu einem tiefgreifenden Hass auf beliebige Dritte zu bewegen, die darin resultieren, diese Dritten auf einer zutiefst menschlichen Ebene zerstören zu wollen. Nicht, wie Tiere das tun, einfach die Gegner zu töten, sondern die anderen Menschen auf einer nur Menschen möglichen Ebene zu Unter-, zu Un-Menschen zu machen.

Das ist der grundlegende Motivator hinter kommunistischen Umerziehungslagern; es geht darum, die Un-Menschen als denjenigen Abschaum, der sie sind, zu “offenbaren”, sie auf die schlimmst vorstellbare Art zu quälen, zu entmenschlichen. Du schneidest einer Schwangeren nicht das ungeborene Kind aus dem Bauch und lässt sie dabei zusehen, während Du es zertrampelst, während sie langsam und schmerzhaft verblutet, weil Du sie für verachtenswerten Abschaum hältst, sondern weil Du als Mensch naturgegeben ein ziemlich wiederwärtiger, aber vor allem nach Selbstbestätigung suchender nicht so sehr Sadist, als vielmehr unsicheres Nichts bist, das unbedingt nach einem kleinen Hauch von Selbstrespekt strebt – der im Angesicht eines verblutenden, heulenden Häufchen Elends selbst für den dümmsten Neger zu gewinnen ist.

Ich bezweifle nun aber, dass das – und um nochmal Hannah Ahrendt heranzuziehen, denke ich auch, dass das sehr zentral ist – eben nicht das ist, was den Holocaust so einmalig und grausam gemacht hat. Es war eine Ebene von Menschenverachtung, die dem modernen, aufgeklärten und den “alle Menschen sind gleich” – indoktrinierten Blödsinn glaubenden Menschen bis ins tiefste Mark gegen den Strich geht und gehen muss: Das Menschenverachtende, Entsetzliche und Einmalige an der Judenvernichtung im Dritten Reich war nicht etwa, dass es den Nazis aufgrund einer menschenverachtenden Ideologie wichtig war, Andersdenkende zu töten. Es war ihnen schlicht egal.


Ich lasse das sich mal ein bisschen setzen, da das eine banal klingende, aber zutiefst erschreckende Erkenntnis ist, die, so fürchte ich, jeder nachvollziehen kann, wenn er sich denn traut, wirklich tief in sein Innerstes zu blicken: Andere Menschen sind uns doch nicht wegen ihrer selbst wichtig, sondern höchstens wegen uns. Das 3. Reich war tiefst menschlicher Egoismus, übersteigert bis zur unweigerlichen Selbstvernichtung.

Diese Selbstvernichtung ist, natürlich wie selbstverständlich, eine ureigene Angst jedes Menschen, die mit seinem unbegrenzten Egoismus und seinem unweigerlichen Drang nach Selbstbestätigung einherkommt, die wir alle zu gerne verleugnen und – auch, natürlich, zur Selbstüberhöhung – wegleugnen wollen; – davon geht die aber nicht weg, sondern ist die unweigerliche Konsequenz der menschlichen Existenz.

Das erinnert ein wenig an Poppers Toleranz-Paradoxon – wenn man dem Intoleranten gegenüber tolerant ist, wird die Intoleranz Überhand nehmen; ist man es nicht, hat die Intoleranz bereits gewonnen. Ich bin nicht sicher, ob die menschliche Gesellschaft als solche langfristig (über)lebensfähig ist; die Geschichte zeigt einen recht kontinuierlichen Prozess der (Selbst)Zerstörung und Erneuerung; der literarische Phönix aus der Asche ist eine der ältesten und wohlgemerkt in weltweit allen Kulturen vorhandene Figur, und tradierte Werte existieren ja nun nicht aus Lust und Laune heraus.

Eine weitere, schöne Parallele ist hier der Kapitalismus, der einer vergleichbaren, selbst vernichtenden Existenzbedingung unterliegt: Freilich schafft, wie wir dank des 19. und 20. Jahrhunderts wissen, Kapitalismus einen ungeahnten und vormals nichtmal erträumten Wohlstand, aber Kapitalismus ist vom Kern her zum Scheitern verurteilt (glaubt mir das jetzt einfach) – was nichts Schlimmes ist, man fängt dann wieder von vorne an, und es wird immer besser.

Dieser Drang zu etwas Besserem ist meines Erachtens das, was uns von Tieren unterscheidet; das, was Menschen zu Menschen macht: Der Drang, besser zu sein. Wohlgemerkt gibt es da eine wichtige, zeitgeistliche Verwirrung zwischen “besser sein” und “es besser haben“, basierend auf einer alten wie meines Erachtens grotesken Fehleinschätzung der menschlichen Natur, nämlich der, dass der Mensch einen Zustand von “Zufriedenheit” erreichen könnte, wenn er denn nur X. Es steht in der fucking 6.000 Jahre alten Bibel, dass der Mensch – Frauen, mirwegen, aber Frauen sind auch Menschen, etwas primitiver als Männer, natürlich, aber das unterstreicht hier meinen Punkt sehr schön – im fucking Paradies trotzdem mehr will, als er hat.

Nun müssen wir an dieser Stelle aufpassen, nicht den von Hume bekannt gemachten und meines Erachtens vom “Erfinder” wie den meisten Philosophen, die ich im übrigen weitestgehend für nutzlose Schwätzer halte, falsch verstandenen “naturalistischen Fehlschluss” begehen und denken, nur weil das so sei, sei es auch gut. Das ist es natürlich nicht – es ist aber, das ist die Gegenseite der Medaille, auch nicht schlecht, vor allem aber ist es schlicht müßig, diese oder jedwede andere Tatsache einer moralischen Bewertung zu unterziehen, da das die Tatsache halt einen feuchten Dreck stört, was wir darüber denken. Leute mögen solche Gedanken ganz sicher nicht, aber ob Du nun eine Katze, die Dich abgöttisch liebt oder einen Hund hast, der Dich wortwörtlich für Gott hält; beide Viecher werden Deine verwesende Leiche fressen, wenn Du sie nicht fütterst.

Das ist die Natur, nicht nur des Menschen, sondern die Natur der Natur, wenn man so will, und von daher halte ich auch jedwede Diskussion um den anthropogenen Klimawandel für müßig, sofern da nicht Vor- und Nachteile abgewogen werden. Es ist eine dem Menschen ebenso wie die moralisch abgrundtief widerwärtige Eigennützigkeit und das Streben nach Besserem ureigene Eigenschaft, sich selbst zu überschätzen; wir kennen das zu genüge von hässlichen, fetten “ich bin schön” – Feministinnen bis spätestens wieder Hitler, der es sinnvoll fand, im Winter in Russland einzumarschieren. Die (natürliche) Konsequenz in beiden Fällen ist, dass man (naja, in ersteren Fällen vielleicht, wenn man Glück hat) von Russen, die da deutlich mehr down to earth sind, total gefickt wird, aber das hat man sich dann freilich selbst zuzuschreiben.

Diese “Wir müssen den Planeten retten” – Fraktion ist daher auf einem in meinen Augen nicht unbeachtlichen Größenwahn, der auch deren selbstüberhebliches Auftreten das geistig behinderte Kind nicht aus der Reihe fallen lässt – gottgesandte, bigotte Ideologen, die es als ihre Aufgabe sehen, den fucking Planeten zu retten. Die vor offensichtlicher Dummheit quasi brummen, aber hey: Ideologie!

Als würde das den Planeten irgendwie interessieren. Es geht den Leuten nur – und ich betone hier den Egoismus, den ich so gerne kritisiere, weil es halt so offensichtlich ist, dass man diese Leute als die widerwärtigen Egozentriker sehen sollte, der ich wenigstens ehrlich bin – um Menschen. Selbst wenn wir durch einen anthropogenen Klimawandel die Meeresspiegel so weit steigen lassen, dass es halb Afrika überflutet – können wir dann vielleicht mal ehrlich darüber reden, ob ich mit meinem A6 Diesel nicht vielleicht lieber in der Stuttgarter Innenstadt aus Spaß an der Freude über Ingolstädter Quattro-Ingenieurskunst in Klimawandel-Winter mit Blitzeis Pirouetten drehe, und dann halt leider eine halbe Milliarde Neger in Afrika überflutet wird?

Das, nämlich, ist eine wirklich moralische Frage, also ob ich mir selbst wichtiger bin als eine Milliarde Neger, und ich habe nicht den Hauch einer Ahnung, was für ein bigottes Arschloch man sein muss, um diese Frage nicht eindeutig mit “ich!” zu beantworten – abgesehen davon, dass eine Milliarde weniger Neger wirklich niemanden stören, während es mich nur einmal gibt.

Ja – das wäre dann auch mein Punkt: Ich bin ein egoistisches Arschloch, ich bin solipsistisch wie die von mir so vielfach kritisierten Feministinnen, die nur an sich selbst denken und wollen, wollen, wollen, wie auch die Neger in Afrika, die nicht in einer Sturmflut sterben wollen und zu doof wie zu arm sind, einen Deich zu bauen.

Ihr auch.

Und alle anderen Menschen auch.

Lebt Euer eigenes Leben, so gut ihr könnt, das ist Eures, das kann Euch niemand wegnehmen. Sie – also, die anderen Egoisten – können und werden es versuchen, werden Gewerkschaften und Staaten gründen, um Euch auszubluten, aber, liebe Leser, Ihr wisst: Ihr könnt einfach “Nein” sagen.

Und das tue ich hiermit, zumindest für eine Weile, der ganze Dreck mit “Nachrichten” tut meiner geistigen Gesundheit nicht gut, und so schade das ist, denke ich, dass eh alles, was uns lieb und teuer ist, den Bach runtergeht. Das, allerdings, ist nichts (moralisch) schlechtes, das ist schlicht so. Kommt damit klar; ich versuche das auch.

Alles Gute.

Neo – Kolonialismus

Im Boulevardmagazin “Stern”, bekannt durch die gefälschten Hitler-Tagebücher, ist eine Kolumne erschienen, die eine Jule Schulte über eine Anna Dushime geschrieben hat.

Anna Dushime war mal Autorin bei Buzzfeed, aber beim alteingesessenen Stern darf sie natürlich nicht selbst schreiben, weil sie schwarz und wir alle verdammte Rassisten sind.

Also, behauptet Jule, deren Eltern fanden, dass das ein Name wäre:

Alltagsrassismus ist ein viel größeres Problem, als wir uns gerne eingestehen möchten.

Das ist der erste Satz des Teasertexts, und der stört mich schon. Dieses idiotische, inklusive “wir” schließt mich nämlich nicht mit ein. Erstens sind wir Deutschen so wenig rassistisch, wie man es nur sein kann – mangels traditionell vielen Ausländern, die einem einen Grund geben, sie nicht zu mögen – Danke Merkel dafür, dass sich das gerade ändert; weder mein Anwalt noch mein Automechaniker sind optisch von dem Menschenmüll, der da gerade importiert wurde und wird, zu unterscheiden. Zweitens, natürlich, ist die neue Linke rassistisch bis zum Umfallen, aber das ist eine klare Minderheit. Drittens wäre es nicht mein Problem, wenn Deutschland so rassistisch wäre, dass wir Neger auf offener Straße lynchen. Das wäre deren Problem.

Aber, wie in dem Artikel schnell klar wird, haben die Neger in Deutschland ganz entsetzliche Probleme:

Eigentlich wollte Anna Dushime aus Berlin die Mittagspause nur nutzen, um sich bei einer Kosmetikerin die Wimpern machen zu lassen.

Wir merken, Anna muss mit dem Überleben kämpfen; hat hier keine Chance auf einen Job und muss um Brotkrumen betteln. Ah, und Anna kommt nicht aus Berlin, sondern aus Kigali. Das ist in Ruanda. Ruanda ist da, wo die Hutu die Tutsi abgeschlachtet haben (und das wahrscheinlich immer noch machen, interessiert nur niemanden mehr). Aus übrigens rassistischen Gründen, obwohl beide Gruppen vollkommen identisch aussehen.

Naja, was also ist Anna passiert?

Mittagspause bei der Kosmetikerin.
Sie: Wo kommst du her?Du bist so dunkel – wie Schokolade!
Ich: Bea, das sagt man nicht.
Sie: Wieso?Ist doch süss.
Ich: Naja Menschen mit Lebensmitteln zu vergleichen ist nicht optimal. Ich sag ja auch nicht dass du aussiehst wie Blumenkohl.

Oh – wie fucking entsetzlich. Gefragt werden, wo man herkommt, hatten wir schon letztes Jahr, und das war da auch schon kein Rassismus. Aber Menschen mit Lebensmitteln vergleichen? Das ist in Deutschland lieb, Sahneschnitte. Lern unsere Sprache, Negermädchen, dann muss auch Jule nicht die Artikel für dich schreiben. Wobei Jule natürlich nicht minder blöd ist:

Denn auch wenn das Gegenüber keinerlei böse Hintergedanken hat, wenn sie Anna mit Schokolade vergleicht, so ist und bleibt das, was sie da sagt, Rassismus.

Denn: Das ist es nicht. Rassismus ist gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit. Jeder aber mag Schokolade. Die Kosmetikerin ist also in keinem Fall rassistisch – oder Rassismus ist etwas gutes, aber das ist mir zu viel perverses Doppeldenk. Anna hingegen ist sehr wohl rassistisch, niemand mag Blumenkohl, und die Verneinung macht den (herabwürdigenden) Vergleich nicht nichtig. Rassismus bei Negern ist sehr prävalent (siehe: Tutsis-mordende Hutus oder Deutsche als Blumenkohl bezeichnende Jammertrullas – oder Tariq Tesfuck von Funk) – aber auch dann passt Jules “wir” nicht, Jule ist weiß.

Mir geht es aber eigentlich um was anderes: Fällt Euch auf, was Anna der Kosmetikerin sagt? Wohlgemerkt, der so ziemlich niedersten Angestellten, die man in Deutschland finden kann, gegenüber der sie genau Null Respekt hat, sondern – jetzt kommt’s – ihr ihre Moralvorstellungen aufdrängen will?

Ich: Bea, das sagt man nicht.

Wisst ihr, wie man das nennt, wenn man in ein anderes Land kommt, die Einheimischen für unzivilisert ansieht und dann dazu übergeht, ihnen die eigenen, überlegenen Moralvorstellungen aufzuzwängen?

Kulturimperialismus, nennt man das. Die Überlegenheit der eigenen Kultur als Ausrede für die Kolonisierung und Ausbeutung anderer Länder. Das, was die Neger-Aktivisten hier machen ist das, was sie den weißen Farmern vor 100 Jahren in Afrika vorwerfen: dumme Negerlein schuften lassen und selbst einen faulen Lenz machen und sich fett fressen.

Und niemand mault die Neger dafür an, dass sie die sie ach so “ausbeutenden” Weißen vertrieben (oder gelyncht) haben. Was, wie wir in jedem Land, wo das passiert ist, sehen können, eine strunzblöde Idee war; die verhungern jetzt nämlich alle. Die Weißen brachten den unzivilisierten Negern nämlich mitnichten nur Fronarbeit, sondern halt moderne Landwirtschaft.

Was aber bringt uns Anna, außer ihren “ich bin so ein toller Mensch, ihr Rassisten” – Moralvorstellungen? Und warum zum Teufel wird dieser neo-Kolonialismus nicht als solcher benannt?


Disclaimer: Nein, ich bin nicht plötzlich Reichsbürger oder denke, es gibt einen Plan der NWO, Deutschland mit Negern zu fluten, oder der Juden, als Rache für den Holocaust, Deutsche von der Welt zu tilgen (letzteres ist offizielle Politik des israelischen Militärs für den Fall des Untergangs Israels, aber sei’s drum). Es kotzt mich nur sehr an, dass so getan wird, als hätte dieses rassistische Negermädchen irgendeinen Grund, sich zu beschweren. Oder als sei es irgendwie böse, ihr zu sagen, sie möge doch bitte in ihr eigenes Shithole Country zurückgehen, wenn es ihr hier nicht gefällt.

Ruanda soll, sagt Wikitravel, übrigens sehr schön und nett sein. Man sollte nur aufpassen wegen der üblichen, in zivilisierten Ländern lange ausgerotteten Krankheiten wie Cholera und der zylisch auftretenden Typhus-Epidemien. Ah, und Bilharziose haben sie auch, das sind kleineWürmer, die dir durch den Urinstrahl  in den Penis schwimmen, wenn du in die falsche Pfütze pinkelst.

Schon schlimm, der Rassismus in Deutschland, so im Vergleich. Hatte ich die Leute erwähnt, die Handgranaten in Menschenmengen werfen?

Das siebente Feuer

Man könnte an dieser Stelle was über den Gilette-Werbespot ´schreiben, aber was? Unternehmen sind notorisch schlecht im Umgang mit Trends, und das Anwanzen an das vermeintlich Gute, sei es nun Feminismus oder, seit Trump, allgemein alles Linksverblödete, ist halt eine Scheiß Idee.  Das kann man nutzen (klick, wenn Ihr Martins Dog&Cat-Comics nicht kennt),  aber man kann halt auch einfach Geld raushausen. “Go woke, go broke” heißt es nicht umsonst.

Was ich interessant finde ist, dass die Antifeministen jetzt den selben Stuss machen, wie ihn die Feministen androhen – Boykott. Nun gibt es einen Unterschied zwischen einem Boykottaufruf von Feministen und einem von Antifeministen: Der der erstere wird in den Medien hochgejubelt, betrifft in der Regel aber genau 3 tatsächliche Kunden, letzterer wird runtergespielt und die Verfechter in ihrer “Männlichkeit” angegriffen, hat aber – #wirsindwirklichviele – wohl einen faktischen negativen Effekt auf den Absatz.

Hierzu 2 Anmerkungen: Man kann Männlichkeit nur dann angreifen, wenn man diese aus einer externen Perspektive betrachtet. Das ist es aber nicht, was es ausmacht, ein Mann zu sein. Es heißt nicht umsonst “seinen Mann stehen” – seinen. Wen interessiert das, was andere denken?

Interessanterweise bringt das auch Respekt, wenn man sich selbst respektiert. Und halt keinen, wenn nicht. Man kann eine verkappte Closet-Schwuchtel sein oder eine affige Tunte wie zum Beispiel jeder Mitarbeiter von FUNK oder halt eine fette Psychopathin wie die durchschnittliche Grünen-Politikerin oder Spiegel-Kolumnistin, aber dann wird man immer nur ein Thema haben: Wieso werden Tunten und “Frauen” nicht respektiert?

Ja fuck, ihr Volldeppen: Habt ihr schonmal “Respekt verdienen” gehört, den Ausdruck? Wofür soll man euch denn respektieren – ihr tut das doch nichtmal selbst?!

Und das hat nix mit irgendwas zu tun außer damit, dass man mit sich selbst zufrieden ist.

Und damit geht die mediale Darstellung – und wohlgemerkt auch das Groß der antifeministischen Kritik an dem Gilette-Spot – vollkommen an der Wirklichkeit vorbei, die da nämlich nicht ist, “Gibt es einen Krieg gegen die Männlichkeit“, wie das ein Spiegel-Pudel rhetorisch fragt – natürlich um es abzustreiten – sondern, wie das die Briten formulieren, gibt es einen Krieg gegen Männer.

Das ist ein sprach-politisches Problem, was wir im Deutschen auch mit “Crimes against humanity” haben, die wir “Verbrechen gegen die Menschlichkeit” nennen. Das Hauptproblem daran ist, dass Verbrechen gegen die Menschheit halt echt Scheiße sind – und dir wohlgemerkt die gesamte Menschheit zum Feind machen, und das zurecht; wohingegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit ein schwammiger Bullshit-Begriff ist, der wie der unsägliche Menschenwürde-Müll in unserem Grundgesetz nur dazu einlädt, für irgendwelche Kuschel-rosa Wattebäuschchen – Träumereien missbraucht zu werden. Das, aber, interessiert, wenn es hart auf hart kommt, halt keine Sau, vor allem aber nicht die gesamte Menschheit.

Das tuntige Gefasel von “Krieg gegen Männlichkeit” – auch am Beispiel der vor dem Feminismus umgekippten APA – lenkt also mehr vom Thema ab, dass es einen Krieg gegen Männer gibt.

Das Problem an diesem Krieg gegen Männer ist allerdings – also, für die, die ihn gestartet haben, – dass er für sie nicht gewinnbar ist. Man kann da als Mann aber – und das ist verlockend – nur den Fehler machen, mitzumachen. Denn im Gegensatz zum Narrativ der Feministen sind es nicht Frauen, sondern Männer, die auf soziale Kompromisse aus sind. Gewalt, wie unterstellt wird, ist ein Mittel der letzten Wahl, und das ist nicht toll, nie und für niemanden. Frauen machen das nicht, die grenzen dann sozial aus etc. pp., aber das stört sie halt selber. Deswegen ist ja auch “frustrierte Frau” ein geflügeltes Wort, nicht “frustrierter Mann”.

Das heißt jetzt nicht, dass man den Stuss unwidersprochen lassen sollte, aber das, was man dazu sagt, sollte sich im Rahmen von “Das ist Unsinn, und jetzt halt die Fresse, Fotze” bewegen. Seid Männer, liebe Männer. Sagt einfach “Nein”, das reicht.

Oder aber, natürlich, man grinst nur frech. Wie ein junger Mann aus den USA, der das schwerwiegende Verbrechen des frech Grinsens begangen hat. Nun verstehe ich nicht, wieso das alle so wundert, dass das schöne Narrativ der Medien wie ein Kartenhaus in sich zusammenfällt, wenn man da nachrecherchiert – dem kritischen Leser sollte das eigentlich schon an dem alle Artikel begleitenden Bild klar sein:

Der Typ steht da nämlich, und der Indianer steht sehr nah vor ihm, kloppt auf eine Trommel und gurgelt irgendwelche Laute.

Nun brauche ich bei dem Bild nur eine einzige Information aus dem Text, um zu wissen, wer hier der Arsch ist: Die beiden stehen nämlich zu nah beieinander. Menschen haben sowas wie einen “personal space”, eine Distanz, die man von Fremden gerne entfernt bleibt, und das auf dem Bild wäre mir unangenehm nah – und davon lebt übrigens auch das Bild, das wirkt auf nahezu jeden Betrachter unangenehm.

Die Frage ist also, wer da auf wen zuging, und das war immer unstrittig – selbst wenn der junge Mann sich in den Weg gestellt hat, kam der Indianer zu nah.

Dann wäre für mich jetzt noch die Frage offen, ob der smugly grinning prick, das klingt auf Deutsch nicht so schön, sich da in den Weg gestellt hat (hat er nicht), aber “in den Weg stellen” finden Medien ja überaus toll, wenn es gegen Energiegewinnung, Kernbrennstoffrecycling oder angebliche Nazis geht, von daher lasse ich denen das als Argument nicht durchgehen. Zudem, nochmal, wartete der da wohl auf einen Bus.

Viel interessanter also ist, was der aggressive alte Mann mit dem Schlaginstrument da verloren hat. Und, wie wir erfahren, singt der ein Lied. Das Lied des “Native American movement”, das laut Wikipedia hauptsächlich rhythmischer Kauderwelsch ist.

Nun sind aber Lieder + Aktivismus eigentlich immer Ideologie, zum Beispiel das Horst-Wessel-Lied oder die Internationale. Und siehe da, das hat tatsächlich einen Text – wenngleich der ebenso tatsächlich genau der spirituelle Kauderwelsch ist, den man von unzivilisierten Eingeborenen erwartet. Aufmerksam macht mich da die Zeile “The seventh fire has been lit by them” – ich denke da unweigerlich an die französische Nationahymne mit dem “und dann trinken wir das Blut unserer Feinde aus den Schützengräben (oder so, ich kann kein Französisch).

Ah – und them, natürlich, es geht um ein “wir gegen sie”, und natürlich um Einigkeit.

Und wer ist das Feindbild? Nun, da muss man nur einmal raten, aber die Prophezeiung des siebenten Feuers ist recht eindeutig:

It is this time that the light skinned race will be given a choice between two roads. If they choose the right road, then the Seventh Fire will light the Eighth and final Fire, an eternal fire of peace, love brotherhood and sisterhood. If the light skinned race makes the wrong choice of the roads, then the destruction which they brought with them in coming to this country will come back at them and cause much suffering and death to all the Earth’s people.

Na, ist doch toll, oder? Wir haben oben den Krieg gegen die Männer, und jetzt den Krieg gegen alle Weißen, und die fucking Medien tun so, als wären diese Kriegshetzer die Guten – und vor allem die Leute, die sich diesem indianischen Rassismus entgegenstellen, die Rassisten. Wenn Sie das anders sehen, haben wir eine Verabredung mit Mr. O’Brien in Zimmer 101. What the actual fuck?!


Liebe Feministen, liebe Medien, liebe Indianer: Ihr habt das vielleicht nicht mitbekommen, aber vor ein paar Jahren hat hier mal einer gebrüllt “Wollt ihr den totalen Krieg?”, und alle haben gejubelt.

Wisst ihr, was rausgekommen ist? Es wurde beschlossen, dass das ein Verbrechen gegen die Menschheit ist. Und das richtigerweise so.

Sei vorsichtig mit deinen Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen.

Ich sage das übrigens aus reiner Nettigkeit. Ich finde es unzivilisiert und grausam, Hexen zu verbrennen und Indianer wie Freiwild abzuknallen, aber ganz ehrlich – brauchen tut beide Gruppen keiner, und es gibt sicher Leute, die das lustig finden. Von daher: Wollt ihr den totalen Krieg? Wirklich? 

Im Westen nichts neues

Jetzt ist das neue Jahr schon 116 Tage alt (heute ist der 26. Rabi-al-Akhir 1440) und entgegen der Prophezeiungen der – naja, eigentlich aller – ist die Welt immer noch nicht untergegangen. Es ziehen keine von der AfD befeuerten Nazi-Schlägertruppen durch die deutschen Innenstädte – nein, auch nicht in Amberg – entgegen den Berichten von so ziemlich allen “seriösen” Medien der letzten Tage. Fairerweise findet sich aber auch eine “Richtigstellung” bei linksunten.tagesschau.de. Warum das Nachrichtenwert hat? Hmmmm… naja, die prügelnden Illegalenhorden, die durch Amberg zogen, da reden wir ja endlich überhaupt mal drüber – oh, Moment, da hat ein besoffener Irrer in Bottrop die blondeste ausländisch aussehendste Frau anzufahren versucht, reden wir lieber über das Nazi – Problem – wie jetzt, die RAF Antifa bombt Burschenschaften und AfD-Büros? Neeee… reden wir lieber über Haltungsjournalismus.

Denn wenn wir in Deutschland ein Problem haben – und wir haben in Deutschland kein Problem, wir schaffen das – also, außer natürlich mit Rechtsextremisten, die… Moment…irgendwas müssen die doch gemacht haben… ah, die die Blockparteien und die Systempresse gehackt haben, mit der zentralen Erkenntnis, dass Rayk Anders (eine wohl zentrale Figur bei FUNK, dem politisch korrekten Indoktionationsprogramm für Minderjährige, finanziert von Ihnen, lieber GEZ-Gebührenzehler) sexuelle Vorlieben Fäkalien beinhalten.

Das war jetzt EINE FUCKING WOCHE! Können wir mal beim Thema bleiben, bitte? Können wir irgendwelche Prioritäten setzen? Gerade eben wurde noch überall Böllern verboten – naja, sollte es, wollten sie; Politiker verbieten ja gerne was, was nie wirklich jemandem geschadet hat, und unsere hochzivilisierten Neubürger bieten da eine hervorragende Ausrede… ah, apropos Verbotspartei – die moppelige Bekloppte von den bayrischen Grünen ist, weil wir in Deutschland ja keine Probleme haben, in Kalifornien im Urlaub. Der Skandal daran?

Sie isst da einen Eisbecher!

Nein, wirklich (und ich mag Don Alphonso sehr) – es ist keine fucking Schlagzeile, dass die Grünen eine Sammlung bigotter Arschlöcher ist, die Wasser Naturschutzgebiete statt dritten Startbahnen predigt und Wein saüft nach einem Langstreckenflug Eis aus Plastikmüll isst. Das waren die immer, das haben deren Wähler gewählt – weil sie selbst bigotte Arschlöcher sind. Derweil würden sich da ja echte, gesellschaftlich relevante Themen anbieten – zum Beispiel, dass die moppelige Dummtrulla vielleicht nicht auch noch kiloweise Eis essen sollte?!

Aber gut – Haltung. Haltung ist wichtig, und Haltung ist vor allem dann wichtig, wenn sie einen nichts kostet. Das Schlepperschiff “Sea-Watch” dümpelt mittlerweile seit fast 2 Wochen mit ein paar “Gästen” (formulieren sie selbst so) auf dem Mittelmeer, weil niemand die Goldstücke haben will, aber Haltung zeigen ist da schon wichtig:

… ah, ich wollte was über Haltung schreiben. Denn da war ja auch noch die Causa Relotius, bei der jetzt alle so tun, als wäre es irgendwie verwunderlich, dass die deutschen Presstituierten das blaue vom Himmel runterlügen. Das, liebe Leser, ist der eigentliche Skandal: Dass der Fake-News (das wäre jetzt bewiesen) – Lügenpresse (dito) jemand ihre geheuchelte Empörung abkauft.

Leute – wir sind nicht in Amerika, wo Du sagen kannst “uppsi, mir ist mein Penis nur so in den Mund von der moppeligen Praktikantin gerutscht; mein Fehler, tut mir leid” und Deiner betrogenen Frau bringt trotzdem noch jemand einen Hauch von Respekt entgegen. Nein – neinneinnein – wir sind hier in Deutschland. Wir haben hier keine Kultur des Entschuldigens und Gut-sein-lassens, wir müssen da die Erinnerung schon aufrecht erhalten. Das mindeste, was der Spiegel in der Sache also tun könnte, wäre ein hässliches Denkmal für die guten Menschen aus Fergus Falls aufzustellen, gerne gefördert mit Millionen von Steuergeldern.

Und j-e-d-e-m, der es wagt, das für eine blöde Idee zu halten, stellen wir eine fucking Miniatur davon in den Vorgarten. Jawoll!

Aber nein, nicht doch die linksgrüne Presse. Oder die Presse überhaupt, druckt doch selbst die von diesem Vorwurf recht distante NZZ Stuss wie:

Journalisten zeigen ihrerseits die Fähigkeit zur Selbstkritik

… da weißte doch gleich, wo die Fahne weht, oder? Direkt aus dem Mund vom Schreiberling, denn nüchtern kann man sowas doch nicht schreiben, oder? “Guckt mal, wie fucking fähig zur Selbstkritik wir sind. Wir sind so toll! Bewundert uns wieder für unsere Tollheit, und überhaupt unsere Reflektiertheit, und unsere tiefgründigen und selbstreflektierten Meinungen!

Erklärt das Rayk Anders Fäkalien-Fetisch? Wird einem in der Journalistenschule derart ins Hirn geschissen, dass man das für einen sinnvollen Satz hält, der irgendwas anderes als Arroganz kolportiert? Für wie doof halten die ihre Leser?

Für so doof, wie sie sind? Ich meine – Zeitungsleser und Grünen-Wähler haben sicher hohe Überschneidungen (S. 25)?

Danisch schreibt, in diesem Jahr wird die Welt untergehen. Ich bin gerade nicht so sicher, ob das nicht vielleicht eine gute Idee ist.

Im Falle eines Zusammenbruchs der Zivilisation empfehle ich übrigens, woanders zu sein.