Diktatur-Update, 15.01.2020 (mit viel Statistik!)

Ich verfolge ja nun ein paar Leute auf Twitter, die noch nicht rausgeworfen wurden, und einer davon ist der “umstrittene” Prof. Homburg, WiWi aus Hannover. WiWi – Professoren (ohne Brüste) haben in der Regel mal empirisch gearbeitet und können daher üblicherweise Statistiken besser lesen als, zum Beispiel, jedweder Mediziner.

Nun bereue ich es gerade, das Jahr 2020 nicht damit verbracht zu haben, vollkommen willkürliche “Statistiken”, die natürlich die aktuelle Linie des Regimes bestätigen, publiziert zu haben, sondern stattdessen hier doof Updates auf Basis realer Zahlen und einer fairen Interpretation dieser veröffentlicht habe – so ‘ne Gefälligkeitsprofessur wäre schon was feines. Dumm. Sehr dumm. Einfach nur dumm.

Nun, ein Fabian Standl will wohl akademische Karriere machen und hat daher für Prof. Stang und ein Dutzend anderer Leute einen Artikel verfasst mit dem reißerischen Titel “Excess mortality due to COVID-19 in Germany“. Wenn man den Abstract liest, zeigt der Artikel interessante Ergebnisse, vor allem: A sensitivity analysis that accounts for demographic changes revealed … a deficit of 4,926 deaths for week 10–23, 2020.

Das hält natürlich die Qualitätsjournalisten beim Focus nicht davon ab, darüber mit dem Titel “Übersterblichkeit in Deutschland wegen Corona” zu berichten, und einen GEZ-Propagandisten nicht davon ab, das als Beleg für eine Übersterblichkeit herzunehmen.

Gerne als “Beleg” genommen sind auch lokale “Übersterblichkeiten” (Sachsen: “In der … 47. Kalenderwoche lag sie 46 % darüber“). Oder sogar deutschlandweite “Übersterblichkeiten” (“Bundesweit starben zwischen 16. und 22. November in Deutschland mindestens 19.600 Menschen, … Das Mittel der Jahre 2016 bis 2019 für diese Woche lag bei 17.977 Toten.“)

Was sollen wir dadurch fühlen?

Ist mir kackegal.

Was sagt uns das? Nun, es sagt uns, dass in der 47. KW in Sachsen statt im Durchschnitt 1.034,7 Menschen dieses Jahr 1.510,7 Menschen gestorben sind. Deutschlandweit sind 1.623 Menschen mehr gestorben als im Schnitt der Jahre 2016-2019 – davon ein Drittel in Sachsen.

Das erfordert jetzt natürlich etwas Transferleistung, sich da mal eine Runde zu wundern: Wieviele Einwohner hat Sachsen denn? Fünf? Ne, sind 4 Millionen, also ~5% der dt. Bevölkerung. Dann sollten da aber auch nur 5% der Leute sterben, nicht 30%. Außer natürlich, das hat was mit Corona zu tun; wenn jetzt Sachsen Welten mehr als 6mal-soviele Corona-Infektionen hätte wie der Rest Deutschlands, könnte man da vielleicht was erklären – haben sie aber nicht; ist vielleicht doppelt so hoch, die Inzidenz.

Corona kann es also (statistisch) schonmal nicht sein.

Aber warum berichten die das dann?

Und warum nehmen sie 2016-2019 als Vergleichsbasis? Warum nicht 2007? Oder 1991-1994?

Warum wird da nicht, wie in jeder halbwegs seriösen Studie, der Alterungseffekt in unserer Gesellschaft einberechnet?

Fragen über Fragen, deren Nicht-Beantwortung die Bevölkerung verunsichern könnte, was wohl das Ziel ist.

Schauen wir uns mal die Statistik an – nicht meine übliche; die R-Werte sind gerade zu nix zu gebrauchen, da über Weihnachten rum schlicht deutlich zu wenig getestet wurde.

Stattdessen liefert uns das Statistische Bundesamt aktuelle Sterbezahlen – also, bis vor einem Monat (20.12.); das muss man verstehen; die Frau, die die Faxe abtippt, muss sich ja gerade um ihre nicht in die Schule dürfenden Kinder kümmern.

Für die Jahre 2016-2019 und 2020 – komisch, woran erinnern mich diese Jahreszahlen?

Na egal; ich hab Zahlen zum Rumspielen, also spielen wir mal damit rum:

Was sagt uns diese Grafik jetzt? Nun, in 2020 hatten wir einen schönen, heißen Sommer – später als in den letzten Jahren. In der Grippewelle 2018 sind verdammt viele Leute gestorben, im Spätwinter 2017 auch (warum auch immer) und 2020 sterben seit November die Leute wie die Fliegen (also, wenn es sehr, sehr wenig Fliegen gäbe).

Ich habe da zusätzlich zu den Rohdaten noch 3 Werte rein; ist eh unübersichtlich. (1) ist die Fläche mit dem Maximum 2016-2019, (2) der Mittelwert der Jahre 2016-2019 (also Σ 2016-2019 /4) , weil den “Forscher” und das statistische Bundesamt verwenden, und (3) den stochastischen Erwartungswert unter Einbezug des Jahres 2020 (Formel ist zu kompliziert).

Das wird dann gleich viel übersichtlicher, weil wir da substrahieren können, das ergibt dann folgende Grafik:

Ich weiß nicht, was es bringen soll, mit Mittelwerten zu vergleichen, v.a. nicht, wenn man eine fürchterliche Pandemie belegen will. die totalitäre Maßnahmen rechtfertigen soll. Wie die Grafik sehr schön zeigt, wurden die (ersten) Maßnahmen zu einem Zeitpunkt beschlossen, als wirklich, wirklich verdammt wenig Leute gestorben sind. Dafür starben dann recht viele – alleine und einsam. Das lag mit Sicherheit an Corona und nicht an der Einsamkeit, übrigens. Oder halt nicht. Werden wir in 10 Jahren wissen, wenn sich Epidemiologen damit beschäftigt haben.

Nun, ab November – wussten wir schon – sterben gerade “zu viele” Leute. Das mag an Corona liegen – oder daran, dass sie nicht im Februar gestorben sind; es gab erstaunlich wenig normale Grippe dieses Jahr.

Vergleicht man das mit dem Durchschnitt, kommt man bis 20.12.2020 auf 34.226 “zu viele” Tote für 2020. Vergleicht man es mit dem Erwartungswert, kommt man auf -1.702 “zu wenig” Tote.* [*: Der 29.02. ist blöd. hab ich auf 0; das ist Raten)

Die Grafik ist also nicht sonderlich wertvoll, zumal sie auch nicht auf Altersstruktur kontrolliert, was mir mal ehrlich zu viel Arbeit ist. Das ist aber insofern nicht einmal notwendig; ich will ja hier nicht rechtfertigen, ganz Deutschland einzusperren und wirtschaftlich zu ruinieren; im Gegenteil.

Dafür muss man sich das genauer anschauen – und man sieht ja mit bloßem Auge, dass die Daten hoch- und runterwippen wie doof. Statistisch kann man das glätten – das müssen wir aber gar nicht, wir können auch einfach annehmen, dass die Daten “normalverteilt” sind und halt eh rumschwanken wie doof. Das kann man testen; nennt sich Kolmogorov-Smirnov-Test, und den habe ich gemacht, und die Daten sind (hinreichend) normalverteilt (mit 99,99999%iger Wahrscheinlichkeit).

Nun, wenn Deine Daten normalverteilt sind, dann bewegen sich Deine “Messergebnisse” zu 95% (das übliche “Konfidenzintervall”) um µ +- 2σ², also zwei Standardabweichungen um den Mittelwert. Das kann man (a) netterweise ausrechnen, und (b) sagt uns das, dass, wenn wir wirklich eine “Über”-Sterblichkeit finden wollen, die Werte schon über jedweder “normalen” Schwankung liegen sollten.

Wenn wir das, was den grauen Bereich (µ +-2σ²) verlässt, aufaddieren, kommen wir auf 13.218 “zu viele” Tote bis zum 20.12.. Da der Dezember mit ~450 excess-Toten / Tag da recht viel beiträgt, nehmen wir an, dass für den 21sten bis 31 sten da noch je 450 dazukommen, und kommen so, hochgerundet, auf 20.000 “zu viele” Tote.

Wir haben also tatsächlich eine Übersterblichkeit in Deutschland; da kann man nicht dagegen argumentieren. Von den 978.000 Toten in 2020 sind ganze 2,04% mehr gestorben als erwartet – also, wenn man die alternde Gesellschaft vollkommen ignoriert. Oder, anders ausgedrückt, statt, wie zu erwarten 942.000 Menschen, sind ganze 1,17% statt der üblichen 1,13% der Bevölkerung gestorben.


“Gegenargumente”

“Ja, aber Du, Shitlord – das sind ja Menschenleben!”.

Selbstverständlich, und allen Angehörigen drücke ich hiermit die angemessenen 0,04% mehr Beileid aus als üblich.

Diese Menschenleben – nun ja, eher Menschentoten – waren im Median wie Mittelwert übrigens 82-84 Jahre alt. Und zu ~75% Männer, für die sich eh keiner interessiert, vor allem aber deren Lebenserwartung ja nun bei so 79 liegt. Statistisch waren die eh überfällig.

“Ja, aber Shitlord, die hatten ja noch eine Lebenserwartung von 7-8 Jahren”.

Ja, das stimmt, wir sind hier aber nicht bei der TAZ. Wir haben gegenüber dem recht offenen Schweden ~50% weniger Corona-Tote, d.h., wenn wir das den Maßnahmen zurechnen wollen, sind das 20.000 “gerettete” Leben. Mal 8 Jahre, sind 160.000 “gerettete” Lebensjahre.

Dafür haben wir jetzt den fünften Monat Lockdown, auch und vor allem für die ~60 Millionen nicht-geriatrischen, nahezu völlig ungefährdeten Einwohner Deutschlands. Das allein sind 5/12*60 Mio = 25 Mio. geopferte Lebensjahre.

Minus die (maximal!) 160,000 “geretteten” sind das ~ 25 Millionen vergeudete Lebensjahre – und da ist “Quality of Life” nicht einberechnet; Uropa Klaus, der an einer Herz-Lungen-Maschine in der Palliativmedizin vor sich hinvegetiert, hat so 0,1 “Lebensqualität” von Hassan aus Syrien, der dumme blonde Schlampen vögelt. Das ist aber, statistisch, irrelevant. 25 Millionen minus 160.000 und 25 Mio. minus 16.000 ist beides immer noch 25 Millionen.

Im Februar sind wir dann übrigens bei 30 Mio. geopferten Jahren Lebensqualität.

Six degrees of separation

Oh nein, wie furchtbar:

Zur Frage [1: Fefe], wo die 2. Welle bleibt, kam ein weiterhelfender Leserbrief [2] rein:  Fall aus meinem direkten Umfeld  [3′]:  Eine Universitätsstadt in Sachsen-Anhalt, Vierer-WG. Vor einer Woche war dort (!) eine Freundin [4] zu Besuch. Sie wurde später positiv getestet, meldete sich also bei ihren Kontakten. Eine Bewohnerin der besuchten WG [5] ist jetzt ebenfalls erkrankt und wurde daher positiv getestet. Eine weitere Mitbewohnerin [6] der WG hatte mit diesen beiden (nachweislich positiven!) Personen zum Teil über Tage hinweg Kontakt.

Nun – wer die six degrees of separation nicht kennt, liest auf PC-Wiki ggf. bitte wenigstens den ersten Absatz, aber:

Ich habe die 6 Beziehungen markiert – nach der Theorie ist 6 Schritte von DIR  der gesamte Planet.

Zur Illustration? Nun, habt Ihr sicher nur am Rande mitbekommen, aber ich lese ja aus Gründen geistiger Gesundheit nur noch kanadische Nachrichten; die haben zwar genauso einen an der Waffel wie wir, aber ich muss da zumindest nie hin.

Das hat auch eine Nebengeschichte mit einem “gewissen” Special-Interest-Forum und einer jungen Kanadierin, aber das erlaubt mir ein gutes Beispiel:

Nova Scotia gunman used fake police cruiser to flag down victims
Gabriel Wortman … before the shooting, police said,

Da hat also ein Psycho in einer fast 18h rampage ein paar Leute umgebracht, als Cop verkleidet. Nun – der interessantere Teil daran ist: Meiner (siehe 5) Bekannten [1 ] aktueller Stecher [2] sein Arbeitskollege [3] kennt den Cousin [4] des Psychos. Damit wäre ich [5] , und Ihr [6], liebe Leser, der 6th degree of separation, den alle Menschen halt teilen.

So, und nun könnt Ihr Euch überlegen, ob Ihr eher den psychopathischen Massenmörder aus West-Kanada kennt (#6), oder doch Fefes nicht-getestete Corona-verdächtige Bekannte eines anonymen Einsenders. Und was Euch das hilft.


Fairerweise: in Portapique und Umgebung hat der Typ 22 Leute umgebracht. Das Coronavirus hat es in dem Gebiet (Northern Nova Scotia) auf mittlerweile 45 Infizierte und sage und schreibe 0 Tote gebracht (was aber daran liegen mag, dass es da wohl außerhalb von Halifax kein ordentliches Krankenhaus gibt). Es steht trotzdem in der gesamten Provinz (Fläche wie Bayern, nichtmal ein Zehntel der Einwohner)  22 Tote / Tag für den Spinner vs. 60 Tote / 10 Wochen (=0,8 Tote/Tag) für das Virus.

White lives matter (Coronavirus-Update)

Zwei Wochen ist es her, dass ich meine Vermutung von weiteren zwei Wochen davor, dass die Virus-Geschichte eigentlich gegessen ist, grafisch belegt habe – hier nun das Update:

Hach, ist das schön übersichtlich, da sieht auch jeder Laie sofort, welche Länder da was “richtig” machen und wo totale Versager an den Stellhebeln der Macht sitzen. Lassen wir mal den April weg, dann sieht man die “Talking Points” schöner (einen hatten wir letztes Mal schon):

Das wäre die (1) – da hat Tschechien wieder diverse Läden geöffnet, analog (2) Österreich – Österreich peakt da insgesamt 3mal, Tschechien “plateaut” bis (3) – alles nicht tragisch, ging alles wieder runter, wie angenommen.

Interessanter ist hier (4) – die erste Ausgangssperre in der Türkei. Man mag eigentlich annehmen, dass man da vorher einen Peak sieht, weil alle Einkaufen gerannt sind, als Gottkaiser Erdoğan mit 3 Stunden Frist eine Ausgangssperre beschließt – sieht man aber nicht, es geht nur bumms runter, wenn alle Zuhause bleiben.

Bei der nächsten Ausgangssperre (5) sind die Leute dann – weil angekündigt – schlauer und rennen natürlich alle vor den 4 Tagen (recht absoluter) Ausgangssperre (zum Zuckerfest) alle außer Haus. Wenn man die Moslems zum Bayram einsperrt wie Erdoğan, gehen die Infektionszahlen dann auch wieder bumms runter; tut man das (wie Schweden oder Deutschland) nicht, geht’s halt flupps hoch (6)

Nun mag man annehmen, dass “Leute in Supermärkten begegnen” das Virus verbreitet – was hier enorm dagegen spricht, ist, dass wir nicht reihenweise coronakranke Kassiererinnen haben. Die haben endlos lange keine Masken getragen, der Plexiglas-Bullshit ist auch neu – man mag fast meinen, dass es daran nicht läge.

Nächster Punkt:

Ich habe ja schon länger behauptet, dass es da einen Wochenzyklus gäbe; Menschen verhalten sich unter der Woche anders als am Wochenende. Und das sieht man. Oder aber, natürlich, am Wochenende arbeitet in den Laboren niemand, und daher gibt’s immer Montag einen kleinen Peak, wie in Deutschland. Arbeitet man in den Laboren auch am Sonntag, sieht es immer so aus:

[Deutschland als gleitender Durchschnitt, Länder mit Sonntagsarbeit echte Daten]

Das nur, weil ich weiterhin mit Clickbait-Schlagzeilen zugeschissen werde wie: Ansteckungsrate wieder über kritischem Wert – bei – Ohgotti1,04.

Nochmal: Es ist scheißegal, wenn das mal über 1 ist, solange es im Mittel unter 1 ist. Das geht dann weg.

Die 4-Tages-R-Werte sind in den meisten Ländern der (ersten) Grafik super – etwa 0,9 D, CA, CZ, AT, Türkei mit nur 0,8 ignorieren wahrscheinlich die Hotspots wie Flüchtlingslager,  USA steht mit 1,00x besser da als Schweden mit 1,02-1,09, aber das ist jetzt nur insofern tragisch, als dass es >1 halt nicht weggehen wird.

Was daran nun tragisch sein soll – die Lügenpresse schreit ja immer von den “vielen Toten pro Einwohner” in Schweden – aktuell 4.403 bei 37.814 Infektionen auf 10 Mio. Einwohner = 0,37% Infizierte, 11,6% Tote/Infizierte. Zum Vergleich: Deutschland 0,23% Infizierte, 4,7% Tote/Infizierte.

Warum in Schweden 147% mehr Leute sterben als bei uns – und was die Larifari-Bullshit- “Maßnahmen” da helfen sollen – weiß ich nicht. Gebracht haben sie (höchstens!; es zählen alle anders) -0,15% absolut (-60% relativ) weniger Infizierte, und wir machen ja gerade alles wieder auf – das sind also maximal, bei deutschen Bevölkerungszahlen, 5.100 “gesparte” Tote im Vergleich zu keinem Totalchaos, offenen Schulen, Kindergärten, Spielplätzen, Yachthäfen (!) und nicht dem Gefühl, in einem großen Gulag zu leben.

Direkte Kosten: 7,3 Millionen in Kurzarbeit zu sicher je 3k€ für die drei Monate, sind allein schon 21 Milliarden Euro. Macht 4,1 Millionen pro “gerettetem” Menschenleben – der im Mittel (Median) übrigens 84 Jahre alt war. Addieren wir noch die 80 Milliarden Konjunkturprogramm und 50 Milliarden  Soforthilfen des Bundes und sicher noch 50 Milliarden der Länder, sind wir bei gut 40 Millionen Euro pro “gerettetem” Menschen. Ohne das Wirtschaftsdebakel einzurechnen; das hat Schweden wohl auch, wenn auch nicht so hart. Oh, und 135 Milliarden für die EU, sind 55 Millionen Euro pro Kopf, der sein 98stes Lebensjahr jetzt alleine in einem Pflegeheim verbringen kann.

Prost!

Statistik-Update

Der allseits vergötterte Chefvirologe verkündet:

Wenn man da mit einer groben statistischen Methode nichts findet, dann lohnt es sich sicherlich auch nicht, da weiter zu graben mit feineren Methoden

Lieber Christian: Wenn Du hier oben auf “About” klickst, findest Du eine eMail-Adresse. An die schickst Du einfach Deinen Datensatz, einen 5.000€ – Amazon – Gutschein, und was Du gerne in den Daten gefunden haben willst.

Hast Du dann bis kommenden Montag.

(Statt) Coronavirus-Update: Der Drosten und die Bild

Falls jemand mein wöchentliches Corona-Statistik-Update vermisst: Ich hab nicht den Eindruck, als wäre da was passiert, was sich zu berichten lohnt.

Die einzig wichtige, “neue” Corona-Erkenntnis diese Woche ist, dass das Ding sich neben bei quasi-Untoten in Pflegeheimen auch in Asylantenheimen ausbreitet – nur falls noch irgendwer bei “Heinsberg” an ein Saufgelage denkt und nicht an … lassen wir das, der “Heim”-Zusammenhang ist empirisch evident. Wir müssen das dringend wieder in “Lager” umbenennen.

Der gottgleiche Christian D. hat also – wohl auf meinen Rat letzte Woche – doch mal wieder was “wissenschaftliches” versucht, und dabei – nach “Recherchen” der fucking BILD-Zeitung, die es nichtmal schaffen, was gegen den Gender Pay Gap zu sagen – volle Pulle versagt. Nun, das macht bei den MSM und deren Anhängern die Runde – Fefe fasst das toll-echauffiert zusammen hier.

Nun – ich werde weder den Rotz von Christian D. lesen, dem bereits Leute mit mehr Ahnung von Virologie als ich widersprochen haben, noch dazu, dass die konformitätsbewussten Weicheier nichtmal zu ihren eigenen Aussagen stehen. Mir geht es da mehr um die künstliche Aufregung darüber, dass – ach zitieren wir Fefe:

haben dem Drosten “Gelegenheit zur Stellungnahme” gegeben. Per Mail. Frist: Eine Stunde.

Nun – wofür der Christian D. – wir nennen hier ja nun keine Nachnamen – eine Stunde Zeit hatte, hat er in ebendieser Stunde echauffiert zu twittern geschafft :

Interessant: die #Bild plant eine tendenziöse Berichterstattung über unsere Vorpublikation zu Viruslasten und bemüht dabei Zitatfetzen von Wissenschaftlern ohne Zusammenhang. Ich soll innerhalb von einer Stunde Stellung nehmen. Ich habe Besseres zu tun.

Fairerweise: Das ist ein guter Punkt; wenn Idioten wie der Cocktail neulich Dir blöde Fragen mit Frist in 2 Minuten stellen; sollen die sich doch gefälligst selber ficken.

Der Christian D. hatte aber offenbar Zeit, nicht nur einen 33 Wörter-Tweet zu schreiben, sondern auch noch dazu sich strafbar zu machen – ah; egal; der wichtige Punkt sind 33 Wörter als Reaktion auf diese Anfrage:

Braucht man da wirklich 33 Wörter oder mehr Zeit, als 33 Wörter zu tweeten, um das zu beantworten?

Ich gebe mal 2 Möglichkeiten:

(1): klar, ‘türlich, seit ner Stunde.

(2) ne, sicher nicht, ignoriere ich.

Christian D.’s Reaktion impliziert quasi-feministisches zu seinem-Bullshit-stehen, ohne sich dafür rechtfertigen zu wollen. Das wäre: Ja, ignoriere ich, das sind alles Nazis.

Ich muss die tolle Studie von Christian D. nicht lesen, wenn die Bild schreibt, dass jemand mit Ahnung von Statistik (also: kein Arzt) die Statistik blöd findet. Ich finde da, wenn ich es lesen würde, nur noch mehr Fehler, ich kann Statistik wirklich gut. Sogar so gut, dass nicht jeder dahergelaufene Hinzkunz-Statistik-Professor meinen Fehler findet. Christian D. kann das offenbar nicht. Es gibt in Deutschland so drei, vielleicht 5 Leute, die das können – die kenne ich aber mindestens namentlich und großteils persönlich, und da war keiner bei den CD-Kritikern dabei.

Always stick to your lies, ist das Mantra der Con-Artists. Kann der Christian D. auch nicht  so toll. Mei. Ich schaue jetzt Staffel 3 von Sneaky Pete weiter.


Das sind dann übrigens die Leute, die sich über ihre “toll” verhandelten Preise auf dem türkischen Basar “freuen”, bis sie die mal einem Türken sagen. Deswegen sind solche Leute ja auch dagegen, dass ich da wieder hin darf: Neid.

Aktuelle Corona-Statistik, 16.05

Datenstand: 15.05., Datenquelle.

Wie letzte Woche angekündigt war weder die Panikmache “R-Wert wieder über 1” irgendwie auch nur in der Nähe von berechtigt, noch hat sich der vereinzelte Peak nach “Wiedereröffnung” in Tschechien gehalten.

Neu aufgenommen habe ich Kanada, weil der dortige Frauenschwarm Junta-Chef keine Wirtschaft und Verbote lieber noch 30 Jahre aufrechterhalten würde in seiner Kanadischen Demokratischen Republik. Ich hab’s grellrot gemacht, damit man es überhaupt findet.

Nun – wird langsam unübersichtlich, sieht ja eher aus wie der irritierende Quark vom IPCC, daher:

Balken nach unten sind R<1 (Virus stirbt vielleicht aus), Balken nach oben R>1 (Virus stirbt wahrscheinlich schneller aus). Berechnet ist das geometrische Mittel der R-Zahlen auf Basis der Neuinfektionen der jüngsten 4 Tage / die 4 Tage davor. Excel hier.

Ich bin nun nicht Herr Drosten, Werte > 1 sind nicht wahnsinnig problematisch. 1,18 in Österreich ist schon (zu) hoch, wenn wir wollen, dass das Virus weggeht; es sieht aber nun eh nicht so aus, als geht das (ganz) weg.

Deutschland hat durchweg eigentlich hervorragende Werte – nicht gut genug für den tschechischen Junta-Chef, unsere Zahlen – die besser sind als deren – seien “nicht ideal“.

Bissi Gedanken macht mir Österreich :

Da geht nämlich seit Wirksamkeit Verkündung des Lockdowns der Trend eigentlich (mittlerweile) nach oben.

Was das heißt? Keine Ahnung.

  • Der Lockdown half nur sehr kurzfristig
  • Der Lockdown half gar nichts
  • Der Lockdown war zu kurz
  • Die Daten sind so enorm verzögert, dass wir eh erst in 5 Jahren wirklich was wissen
  • In Schweden geht es auch hoch, und die haben Null geändert, von daher sind Virologen einfach nur rumratende Dummschwätzer
  • Wir werden eh alle sterben.

Kann ich nicht sagen. Was ich sagen kann, ist, dass ich mir bei <1,1 überhaupt keine Gedanken machen werde/würde, und wir die Österreicher von 1,1 im Trend noch ein, zwei Wochen weg sind. Zudem hüpft das etwas zu sehr um glaubwürdig zu sein.

Free the World!

 

Das RKI warnt (nicht!) vor Schwankungen

Das RKI warnt vor gar nichts, das sind nur die Fake News:

RKI warnt in Coronavirus-Krise
Reproduktionszahl wieder über kritischem Wert 1

Die sogenannte Reproduktionszahl liege mit Datenbestand 9. Mai (Uhr) bei 1,10, wie das RKI in einem am Samstagabend veröffentlichen Situationsbericht schreibt.

Auf Basis deren “Nowcastings”, von dem sie leider – zumindest nicht auffindbar – immer noch nicht beschreiben, wie sie nun genau schätzen (nicht: warnen); aber mal abgesehen davon schätzen sie so:

Mit Datenstand 09.05.2020 0:00 Uhr wird die Reproduktionszahl auf R= 1,10 (95%-Prädiktionsintervall: 0,90-1,34) geschätzt

Nun ist der relevante Wert hier mal grob die 1, denn <1 bedeutet, das Virus stirbt irgendwann aus, >1 bedeutet, wir werden alle infiziert. Grob. Unter 1 bedeutet in jedem Fall, wir habend das Virus weitestgehend unter Kontrolle, es werden nicht mehr (gleichzeitig) Infizierte, wir müssen keine Panik um Triage und Massengräber fürchten.

“Prädiktionsintervall” ist wohl “Konfidenzintervall”, bloß mit dem Zusatz “wir raten nur rum” – und da sollte, wenn ich daraus eine Aussage ableiten will, die interessierende “Grundgröße” eben nicht drin beinhaltet sein.

Ist sie aber halt. Mal abgesehen davon dass bei einer Vorhersage von µ= 1,1 ein Sigma von plusminus jeweils 0,2 verdammt hoch ist – fairerweise ist das aber nur eine Standardabweichung des Indikators (0,209) seit 01. April.

Die Werte schwanken ja nun enorm – ich hab mal meine bekannte Grafik um ein paar Länder ausgeweitet – ab 01. April, neueste Zahlen 09. Mai; meine Excel hier zum Runterladen, meine Daten wie immer von hier.

Was da gar nicht gut auffällt ist, dass Tschechien und Schweden wieder gefährlich hochgehen. Tschechien hat am 27.04. Läden und einige Freizeiteinrichtungen wieder geöffnet – das mag das Ergebnis 14 Tage später sein; gefühlt wäre das aber etwas spät; sollte man eigentlich eher sehen. Allerdings hat Österreich bereits am 14.04. genau das Gleiche gemacht, und man sieht:

…mit 9 Tagen Verzögerung die Auswirkungen der wiedergewonnenen Freiheit doch recht deutlich (das stimmt übrigens recht gut mit 4 Tagen, bis man es selbst merkt, plus 4 Tagen, die meine Kennzahl verzögert, überein).

Das heißt aber jetzt nicht, dass die Wiedereröffnung einer blöde Idee war; es kann auch heißen, dass die Schließung eine blöde Idee war, weil jetzt halt jeder Depp gleichzeitig in die Läden rennt:

Wie man nämlich sieht, geht dieser kurze, ärgerliche Peak auch wieder runter. Der logarithmische Trend ist kontinuierlich unter 1; alles gut.

Wo der Peak herkommt? Nunja, immer noch: Großveranstaltungen sind eine unglaublich dumme Idee, wenn man einen Virus einschränken will. Das gilt übrigens auch für diejenigen, die gerade für eine Rücknahme der Einschränkungen demonstrieren. Was nichts daran ändert, dass die Demonstranten (in der Sache, nicht unbedingt der Argumentation) vollkommen Recht haben – wie man an Schweden mit seinem aktuellen, kleinen, und höchstens mit dem 01. Mai zu erklärenden Anstieg sieht.

Daher, liebes RKI, liebe Panikpresse, und vor allem liebe Junta: Könnten wir mal zu einem (1) sinnvollen Reporting übergehen; dann zu einer (2) sinnvollen Berichterstattung in der Presse, die nicht alle Leute derart damit zumüllt, dass sich Reaktanz ausbildet (habt ihr von “Donald Trump kann die Wahl nicht gewinnen” denn gar nichts gelernt?!) und (3) sinnvollen Virus-Eindämmungs-Maßnahmen, wie die Registrierung respektive idealerweise das Testen von Reisenden und ein ordentliches Contact Tracing?

Aber ne, wir labern lieber von Datenschutz, während wir Grund- wie Menschenrechte mit Füßen treten. Einfacher Vorschlag: Wer die Corona-gesammelten Daten missbraucht, zahlt eine Billion Euro Strafe und kommt für ein Jahr in ein Biosafety-Level-4 – Labor, wo wir nacheinander die neuesten Medikamente für Pest, Cholera, Marburgfieber, Milzbrand, SARS, MERS, Ebola und Tuberkulose, ggf. vielleicht noch Injektionen mit Desinfektionsmitteln gegen Cov2 an ihm ausprobieren?

Großveranstaltungen lassen wir, bis das Virus weg ist. Ist schade um ein paar, aber das sind eher die wenigsten. Den Rest können wir uns sparen. Dann treten die Leute sich auch nicht mehr in oder vor Supermärkten tot, und machen auch keine berechtigten, aber strunzblöden Demos mehr.

Vor allem aber hört gefälligst auf, jede kleine, unter eurem sehr wahrscheinlichen Messfehler liegenden Schwankung > 1 als den Weltuntergang hinzustellen. Das geometrische Mittel für D seit 01.04. liegt bei 0,87 [0,54-1,30). Das macht keinen nennenswerten Unterschied, ob das mal über 1 geht, wenn’s dann auch wieder runtergeht (einfach modelliert: 1 Tag viel, 1 Tag wenig, Excel hier zum selber Rumspielen):

Linke Achse: Summe (Linien), Rechte Achse: Neuinfektionen am Tag (Balken). Tag 1 = 1000.

Aktuelle Corona-Statistik: 7. Mai.

Als Fortschreibung von hier und hier:

Es wird langsam deutlich, dass die Neuinfektionen im wöchentlichen Zyklus hoch- und runtergehen, vollkommen egal, ob man ziemlich alles abriegelt (wie Tschechien) oder wieder aufmacht (wie Tschechien) oder den ganzen Quark weitestgehend gleich bleiben lässt (wie Schweden).

Woran das liegt? Wochenende? Samstags zu volle Supermärkte? Ist aber vor allem: egal. Der logarithmische Trend (gepunktelte Linien) ist in Deutschland seit 01. April unter 1. Unter 1 haben wir keine Epidemie mehr; eine Epidemie ist mit einer Ansteckungsrate >1 definiert.

In den letzten 7 Tagen war der Mittelwert der Neuinfektionen über 4 Tage bei 4.440; das ist eine so unglaubwürdige Zahl, die kann nur aus einer Statistik kommen.

Die Reproduktionsrate ist im gleichen Zeitraum im (geometrischen) Mittel bei 0,86 (D). Das wäre dann so grob in einem Monat gegessen; sind dann noch etwa 30 neue Fälle / Tag Ende Mai; die kann man bis dahin idealerweise individuell nachverfolgen, alle Kontakte (Schulklasse, Arbeitsabteilung etc) testen und ggf. entsprechend isolieren.

Caveat: Das ist geometrisches Wachstum. Das geht zunehmend schneller hoch, aber analog zunehmend langsamer runter. Rein rechnerisch wird das nie Null. In der Realität gibt es aber keine 0,91 Menschen – wäre erst Ende Juni, übrigens; etwa dann überholt auch Achilles die Schildkröte.

Aber schaumamal, was kommt. Ich denke, wirklich gebracht hat es nur das Verbot von Großveranstaltungen – so ziemlich alle problematischen Infektionscluster sind auf engem Raum zusammengepferchte, viele Leute, nicht etwa eine Dorfkneipe. Disco-Party, Pflegeheim, Gefängnisse, Asylbewerbereinrichtungen, Großschlachtereien, sonstiges mit >100 nahen Teilnehmern – das sind waren die Spreader.

Alles Weitere nicht zu asap öffnen ist meines Erachtens nicht vertretbar.

Das Experten-Paradox

Es gibt eine ganze Reihe von Leuten, die von Medien und Politik wie die Sau durchs Dorf getrieben werden. Diese werden in der Regel als “Experten” dargestellt, ob sie jetzt was sinnvolles (selten) oder absoluten Quatsch (oft) reden.

Ein Beispiel ist der zunächst gehypte Virologe Christian Drosten, der aktuell nur noch durch Rumjammern über angebliche Morddrohungen auf sich aufmerksam machen kann.

Das ist das absolut identische “Argumentationsschema”, was wir von Feministen kennen: “Die Bösen hassen mich für das, was ich sage, also muss ich Recht haben”. So “argumentiert” aber niemand, der echte Argumente hat.

Herr Drosten hat offenbar keine. Neben Gejammer über angebliche Morddrohungen und ungefragte Selbstexkulpierung (“Es ist nicht meine Schuld [dass wir Millionen Arbeitslose haben”) zu Vorwürfen, die korrekterweise an die regierende Junta gehen sollten, kommt noch ein toll klingendes Wort:

Die derzeitige Situation in Deutschland beschrieb Drosten als “Präventionsparadox”: Mit frühzeitigen Maßnahmen und umfangreichen Corona-Tests habe man die Ausbreitung des Virus hierzulande erfolgreich eingedämmt. Aber jetzt werde der im internationalen Vergleich milde Pandemie-Verlauf irrtümlich als Argument dafür genutzt, die Maßnahmen rückblickend als übertrieben zu bewerten. “Die Menschen behaupten, wir hätten überreagiert”

Das hat relativ viele Probleme: Erstens mal ist es eine reine, unbelegte Behauptung, dass der epidemiologische Verlauf irgendwie ursächlich auf die getroffenen Maßnahmen zurückzuführen ist. Wissenschaftler, die nicht nur von der Presse so bezeichnet werden – kennen wir von “Gender-Forschern” und “Klimawissenschaftlern” schon –  machen Aussagen wie “meine Theorie ist X, und die Statistik unterstützt X”. Schauen wir uns die Statistik nochmal an?

(Grafik zeigt Neuinfektionen in einem 4-Tages-Zeitraum / ~ im vorangegangen 4-Tages-Zeitraum; Datenquelle).

Seht Ihr auch, wie der “Experte”, die tolle “Wirkung” der einzig glückseligmachenden deutschen Maßnahmen, im Vergleich zu Schweden, die nichtmal die Grenzen dicht, sondern weitestgehend lediglich Großveranstaltungen verboten haben? Seht Ihr, wie enorm viel besser es in Tschechien läuft, die 10 Tage vor D mit sowjetischem Bevölkerungsmanagement angefangen haben?

Nein?

Aber wir haben ja noch das “Präventionsparadox”, was die dummen, morddrohenden Nazis absolut berechtigte Kritik üben Hatespeech verbreiten lässt – oder haben wir?

Der Begriff kommt von einem Geoffrey Rose (1981), Artikel hier.

Why is so large a part of our research devoted to the “mechanics of dying,” and so little to the scientific, social, and economic basis of prevention? The answers to these questions are satisfactorily complex. We do not know why the Australians and the Americans have done well in their control of coronary heart disease, or whether (if we did know) we could have shared their good fortune.

Ah – äh – Moment, da geht es gar nicht um Viren? Aber Leute, die sagen, dass sie etwas nicht wissen, sind mir schonmal deutlich sympathischer als “Experten”, die die alleinige Weisheit vom Himmel verkünden, selbst wenn die Tatsachen ihre Aussage nicht stützen.

Das Paradoxon lautet laut Rose wie folgt:

We arrive at what we might call the prevention paradox- “a measure that brings large benefits to the community offers little to each participating individual.”

Es geht Rose hierbei darum, dass bei vielen “vermeidbaren” Krankheiten (Krebs durch Rauchen, Herzinfarkt durch Adipositas, Down-Syndrom durch Komasaufen in der Schwangerschaft) das relative Auftreten der Krankheit innerhalb einer identifizierbaren Hochrisikogruppe deutlich über dem Auftreten in der Gesamtbevölkerung ist – die absoluten Zahlen des Auftretens allerdings – bedingt durch ihre mengenmäßige Mehrheit – in der Gesamtbevölkerung überwiegen (dh, fette Leute bekommen doppelt so viele Herzinfarkte, aber nur 20% der Leute mit Herzinfarkt sind fett, zum Beispiel).

Daraus (!) leitet Rose ab, dass – sofern politisch und sozial vertretbar, und unter der Bedingung, dass es mehr nützt als schadet – man durchaus eine Massen-Intervention “rechtfertigen” kann. Was dann allerdings auch nicht per Dekret, und auch nicht per guten Ratschlägen geht: “To influence mass behaviour we must look to its mass determinants, which are largely economic and social.”

Das ist ein interessantes Thema, bei dem ich strikt dagegen bin – es ist nicht Aufgabe Dritter, mir mein Leben vorzuschreiben, und ich habe auch keine Lust, vom Staat zu einem “gewünschten” Verhalten “genudgt” zu werden, aber das ist hier gar nicht das Thema:

Es ist eine Grundbedingung für das Auftreten des Präventionsparadoxons, dass die absolute Mehrheit der Fälle in der Allgemeinbevölkerung und eben nicht in der Risikogruppe auftreten. Das ist die auch nur ansatzweise “ethische” Basis für die Rechtfertigung einer Massen-Intervention.

Das ist aber bei Covid-19 nicht der Fall. Die absolut überwiegende Mehrheit der Schwerkranken wie auch Toten sind Geriatriepatieten. Oder – die Tests sind ja ganz hervorragend, natürlich Papayas.

Aktuelle Corona-Statistik

Zur Übersicht hier ein direkter Vergleich der Infektionskurven aus dem besten Deutschland aller Zeiten unter unserer gottgleichen (und weiblichen!) Staatsratsvorsitzenden, dazu die Kurve aus den USA mit dem fiesen, wissenschaftsleugnenden und unverantwortlichen Diktator Trump – und natürlich die Kurve der diese gefährliche Pandemie weitestgehend ignorierenden Schweden.

Ich hab das mal nicht beschriftet; die Unterschiede sind ja nun offensichtlich.