Gutmenschen sind auch nicht schlechter in Statistik als andere Vollidioten

Wenn ihr das für hart haltet – das geht noch härter. Da stehen auch die Quellen für die Zahlen in der Grafik. Mit dem sehr interessanten Hinweis, dass man das nicht auf alle Ausländer beziehen sollte. Die sind nämlich in der Regel kaum krimineller als Deutsche; der weit überwiegende Teil der Straftaten entfällt auf “Zuwanderer”, damit sind Muttis Kulturbereicherer gemeint. Der ausführliche Artikel von horsp ist quasi Pflichtlektüre; im Herbst sind Wahlen.

Die positiven Seiten fehlender psychischer Krankheit

Eine frustrierte, feministische Kampflesbe – ich muss mich an dieser Stelle bei der Twitter-Nutzerin @FinalJudgement bedanken, die mich geblockt hat (das habe ich in fucking zwei Jahren nicht geschafft) hat einen doofen Artikel geschrieben. Soweit, so wenig berichtenswert, aber ich habe gerade wirklich Lust, ihn zu lesen – dass kann ich ja nun mit Ariane FinalJudgements misandrischen Tweets nicht mehr, von daher brauche ich meine tägliche Portion Männerhass halt noch. Theoretisch – praktisch reicht natürlich auch Hass auf normale Menschen:

10 Examples of Straight Privilege

Freilich, das kommt von everydaylunacy, es kann also nur gut werden.

In spite of increasing acceptance and support for queer people,

Hmmm… das ist schon wieder diese blöde Akzeptanz-Toleranz-Vermischung, und das im ersten Satz. Die Frage ist da immer, wo die Grenze ist – finde ich es toll, in einer Schwulenbar angesprochen zu werden? Klar, in jedem Mann steckt eine solipsistische Frau. Finde ich das toll? Eher nicht. Unterstütze ich das? Sicher nicht.

… we still live in a society that affords heterosexual individuals more rights, power, and freedom.

Ich behaupte mal, dass nicht ein einziger Punkt davon irgendwie auch nur annähernd gezeigt – oder gar belegt – werden wird.

Straight people might not consciously think about or acknowledge it, but straight privilege influences everything – from their daily lives to their career goals.

Meine Karriereziele waren, mir 30 Millionär und Doktor zu sein. Hat zur Hälfte geklappt. Warum sollten Schwule andere Karriereziele haben? Ich meine, klar, Frisör oder so ist ein total schwules Karriereziel, aber mein neuer Friseur ist total Hetero (und besser als der letzte, schwule, der laberte nur Mist die ganze Zeit, da könnte ich gleich zu einer Frau gehen…) – das ist also mal sicher kein Punkt.

1. Your Orientation Is Naturalized from Birth

Joaaaaah… das ist ein Punkt. Ich verstehe aber die Relevanz nicht, weil “Homosexualität” und “Geburt” sich so ziemlich 100% der Menschheitsgeschichte ausgeschlossen haben….?

One day while I was shopping, I was simultaneously repulsed and amused to find baby onesies that said things like “Ladies Man” and “Lock Up Your Daughters.”

Mein Patenkind hat einen ganz tollen, rosanen Strampler mit Fußballclub-Logo drauf. Ist ein Mädchen. Und?

Putting aside the obvious gross misogyny

“Offensichtlich” und “heftig” hinzuschreiben macht etwas nicht offensichtlich oder heftig.

I couldn’t believe how early people jump at the chance to shoehorn their children into heterosexual narratives.

Ah. Kleidung zwängt also Kinder in Narrative. Dumm zwar, dass die das nicht, aber wirklich gar nicht, mitbekommen – aber hey, Fakten würde ja das dümmliche Homo-Narrativ zerstören – oder?

A similar phenomenon occurs whenever baby boys smile at me in the grocery store. Their mothers will say something like “Look at how he’s flirting with you!” Ma’am, your son barely has a grasp of object permanence, so I doubt he knows what a girl is.

Und der fucking dritte Satz im Artikel, bis die Autorin ihr eigenes Narrativ ad absurdum führt. Ist Homosexualität jetzt keine ICD-Geisteskrankheit mehr, weil die wollen, dass es als geistige Behinderung anerkannt wird? Das ist doch blöd – ich kenne zwar persönlich wenige Schwule, aber die sind allesamt nicht doof. Vielleicht ist das so ein Lesben-Problem?

Heteronormativity is established before kids are even out of diapers.

Jaja, das ist deine Prämisse. Sie nochmal fett in den Artikel zu schreiben hilft aber nicht dabei, sie rüberzubringen – also, bei nicht-dummen Lesern. Vollkommen unabhängig von ihrem Homo-Status, übrigens.

Although it’s annoying and borderline creepy, it gives straight people an easy template for romance.

?!

When a boy has a crush on a girl or vice versa, they don’t have to [bla]. Their attraction to another gender is already anticipated and expected.

Joah… wenn das bei ihren Eltern nicht so gewesen wäre, wären sie ja nun nicht auf der Welt. Ist das wirklich so schwer zu verstehen?

2. You Don’t Have to Come Out

Building off of #1,

… der ja nun mal vollkommener Unsinn war…

you don’t have to announce your heterosexuality to the world.

Das muss man mit seiner Homosexualität auch nicht. Ich habe vier Jahre mit einem Schwulen zusammengearbeitet, ohne das zu wissen. Weiß ich erst seit seiner Hochzeit.

Very few parents are going to be surprised or angry that their child is straight.

Ach. Kinder. Siehe oben.

People that you’re sexually compatible with are still going to be readily available without having to confirm that you’re both straight.

Über die “readily availability” von Frauen können wir aber mal eine Runde reden, oder? So einfach ist das nämlich nicht…

And if you’re thinking, “Queer people only have to come out once! [bla]

Nein, denke ich nicht. Hatte ich auch schon vorher abgehandelt: Müssen sie mirwegen gar nicht.

Next time you go to Thanksgiving dinner or score a date or make a friend, be grateful you don’t have to discuss and defend your sexual identity.

Ich weiß nicht, warum die ganzen Jammerfrauen nur so widerliche Verwandt- und Bekanntschaften haben. Klar, ich bin dankbar für nette Familien, aber kommt – das ist kein Homo-Problem, das ist ein Verwandtschafts-Problem. Meine Schwiegermutter ist entsetzlich und mein Schwager schwul, aber das hat wirklich nichts miteinander zu tun.

3. You Don’t Have to Justify Your Identity or the Legitimacy of Your Orientation

Joah – sprich für dich selbst? Warum findest du das? WTF?

No one is going to insist that heterosexuality is just a phase.

Natürlich nicht, wegen Fortpflanzung und so. Zum Dritten. Und fairerweise denke ich auch von meinem Schwager, dass er halt Männer nimmt, weil er halt Null Chancen bei Frauen hat – hat er probiert, fand er toll, und das war dann so ein progressives bi -> homo, aber das ist doch seine Sache?!

Heterosexuality is already legitimate in that it’s backed by centuries of sociocultural dominance and political laws.

Und – Kinder. Ja, Kinder. Du vergisst schon wieder den zentralen Punkt – absichtlich. Das ist nichtmal Sophismus, das ist blöde.

You can move through the world with your orientation and lifestyle unquestioned.

Werd du erst mal Ende 30 und hab keine Kinder. Oder hab welche. Fick dich doch.

4. Your Right to Get Married is Never Questioned

Das Recht des Gutsherren, in der Hochzeitsnacht deine Frau zu vögeln, war das auch nicht. Möchtest du dich vielleicht bei einer anderen Gruppe beschweren?

5. […] It might be unsettling to hear this in 2015, but you can still be fired for being queer in the majority of states.

Das ist USA. Da kann man Leute auch vollkommen ohne Grund entlassen, two weeks notice. ?!

6. You Don’t Have to Fear Violence Because of Your Orientation

Sagen Leute, die nie mit der Schwester vom Jawid gebumst haben, gell? Eben. Dachte ich mir.

7. You Don’t Have to Worry About Losing Your Family, Friends, or Financial Support as a Result of Revealing Your Sexuality

Ich bin mir recht sicher, dass meine Mutter genauso wenig von meinen sexuellen Vorlieben wissen will wie ich von ihren. Und bei meinen Freunden halte ich das ähnlich. Vielleicht ist das das Problem?

In more extreme cases, parents will stop paying their child’s college tuition or kick them out of the house. In fact, 40% of homeless youth are queer and trans kids.

… wo natürlich die Richtung der Kausalität zu klären wäre. Oder die Existenz einer Kausalität. Das ist also wieder mal gar keine Aussage.

Sure, sexuality can create some messy situations no matter who you like, but straight kids probably aren’t going to lose the roof over their heads if they get caught with their significant other.

Sagt jemand, der nie Sex mit der neuen Freundin seines Vaters hatte.

8. You Have Ample (And Fairly Accurate) Media Representation

Ernsthaft jetzt? Alle fucking Filme und Serien sind voll mit LMNOP-Menschen, und zwar weit über ihrem Anteil in der Realität.

From dewy Disney fantasies to awkward coming-of-age tales and zany romcoms, the heterosexual couple is a bedrock of our culture.

Civilization. Du meinst nicht nur Kultur, sondern die gesamte Zivilisation. Siehe oben: Kinder. Geht nicht in Homo. Ach.

Diversity might be increasing, but even as queer characters start to get bona fide love stories, there are still subtle codes that reinforce the implication that we’re always a little bit less than worthy of true fulfillment.

Will halt keiner gucken?!

Remember that rosy coming-of-age story? Replace it with homophobic and/or religious parents, a deeply closeted lover, and a heaping helping of self-loathing. Lighthearted or nonchalant stories of sexual self-discovery are few and far between.

Das sind ziemlich genau deine Punkte 2, 3, 4, 6 und 7. Wenn ihr nicht mehr Stories habtwas wollt ihr denn dann?

If you’re a lesbian, put simply, you’re always crying or dying. Writers have a nasty habit of killing them off as part of some half-assed, poorly executed social commentary – in subtext, of course!

Wenn das jetzt eine Literaturkritik sein soll – schreibt was besseres. Als Gesellschaftskritik frage ich mich gerade, warum wir die Lesben nicht einfach umbringen – wegen ihrer gehaltvollen Artikel kann das ja nun nicht sein.

Ah –  Pornos!

Let’s just say I look forward to the day when every channel plays reruns of a cheesy sitcom about your average American same-sex couple and their quirky kids who get into too many shenanigans.

Ich denke, dass das fairerweise etwa 40.000 Jahre nach dem Zeitpunkt stattfinden sollte, ab dem heterosexuelle in diesen “Genuss” kommen konnten. Also, von Kinder bis Fernsehserie. Habt halt mal Geduld. Sind nur noch wenig mehr als 40.000 Jahre.

9. You Can Talk About Your Partner and Your Love Life without Worrying About Accidentally Outing Yourself

Das ist wieder identisch mit Punkten 2 und 7. Vielleicht auch 6. Man sollte vielleicht keine 10-Punkte-Listen machen, wenn man eigentlich gar keine Punkte hat?!

queer people often have to go to meticulous lengths to avoid outing themselves.

Weil LMNOP-Menschen irgendwie Selbstbewusstsein fehlt? Oder die Einsicht, dass enorm viele Menschen strunzdumm sind? Oder Arschlöcher?

Liebe Schwule & Lesben: Wir Heteros wissen das seit zehntausenden von Jahren. Wir geben unser Möglichstes, das zu verbessern (manchmal; gerade eher nicht). Eure Alternativen sind (a) ignorieren oder (b) Konzentrationslager bauen, was halt immer das Risiko von (c) in Konzentrationslager kommen beinhaltet.

Imagine not being able to speak freely about the person you love or just not being able to swap silly dating misadventure stories with your friends.

Wäre für mich ein guter Grund, mir neue Freunde zu suchen. Muss man den Homos denn alles in den Arsch schieben?

Straight people have the luxury to divulge as much information as they want about their personal lives without worrying about the reactions of their audience.

Sagt jemand ohne jegliche interessante sexuelle Vorlieben.

10. You Have the Opportunity to Learn About Your Privilege, Rather Than Experiencing Oppression Firsthand

Also, die Angst so ziemlich aller widerlichen, dummen Gutmenschen, gegenüber irgendwelchen Homos was “falsch” zu machen, werde ich nie erfahren, aber dafür werde ich von genau wem nicht unterdrückt?

It is important to understand and recognize straight privilege in order to better ally yourself

Jajajajaja – schön. Bla, kein Gehalt, keine Aussage, nicht überzeugend. Auch insgesamt nicht überzeugend. Listen and Believe geht nicht mit selbständig denkenden Menschen.

Use your position of power to amplify the voices of those who might not otherwise be heard.

Sagt irgendeine geisteskranke Dummtrulla mit locker 10.000mal mehr Lesern als ich. Fein. Fick dich doch, Erin Tatum. Mit einem hübschen, blauen, heteronormativen Standards entgegenstehenden Doppeldildo. Mit einer Freundin. Und mach ein Video davon.
Sammal.

Beruf? Opfer!

Ich wurde ja – Danke an Luisman – auf das Blog “scheidendegeister” aufmerksam, was eine (lesenswerte) quasi-Rubrik “Jammerfrauen” hat.

Von daher, wenn linke Möchtegern “ich will die Medienkompetenz meiner Leser schulen” – Gutmenschen wie Fefe kommunistischen Dreck wie den folgenden posten, ignoriere ich das einfach:

Kennt ihr den schon? Arbeitsamt schickt studierte Physikerin in den Sexshop? Nein, zum Arbeiten!

Ich kenne nämlich Danischs promovierte Erdbeerpflückerin, und dass es – wo sonst, als in Berlin – den letzten, nutzlosesten Abschaum der Menschheit auch mit (angeblichem) Physik-Studium geben kann, schockt mich nicht mehr. Dass da (in Berlin) keiner arbeiten will, auch nicht – ich würde da nichtmal leben wollen. Und dass Sexshops irgendwie was Verwerfliches sein sollen, ist mir in Anbetracht der zunehmenden, politisch gewollten Islamisierung der ehemals deutschen Gesellschaft auch keinen Kommentar mehr wert.

Dass mir nun aber meine Frau erzählt, dass die Sexshop-Physik-Jammertrulla es in die – äh – “Nachrichten”, die meine Frau so konsumiert, geschafft hat, schon.

Denn wenn es auf RTL³ allen so verkauft wird, dass Arbeit unzumutbar für die arme, arme Jammerfrau wäre, deren Lebensleistung darin besteht, sich von irgendwem hat anbumsen zu lassen und in einem fucking Physik-Studium (ja, ernsthaft, Physik!) nichts, aber absolut gar nichts arbeitsmarktlich verwertbares zu lernen, dann setze ich mich halt mal eine Minute an den PC.

Die Dame heißt Frigga Wendt, und Frigga sieht, passend zu ihrem Namensgeber, der Fregatte, so aus:

Das wäre mal Punkt 1, den ich von Fefe nicht kannte. Ich meine, wer hat denn der Arbeitsamts-Frau ins Hirn geschissen, dass die auf die Idee kam, das in einen Sexshop zu stellen?

Ich habe nun nicht den Hauch einer Ahnung, ob es überhaupt noch Sexshops gibt – es gibt ja nun das Internet und so, aber früher arbeiteten da eher ältere Damen, die alle irgendwie so wirkten, als könnte man von ihnen viel lernen. Die Sexshops sind dennoch weitestgehend pleite gegangen, von daher weiß ich nicht, ob die nicht wirklich Nachfrage nach Friggas haben, um endlich Insolvenz anmelden zu können.

Viel interessanter ist aber natürlich die 5-sekündige Google-Suche nach Frigga Wendt. Die linkt nämlich quasi sofort auf diesen Blog, der irgendwie den Eindruck macht, als wäre Frigga eine Professionelle professionelle Hartz4 – Schmarotzerin. Sieht man dann auch in dem Bild oben – und das soll jetzt ernsthaft ein Opfer des deutschen Sozialsystems sein? Weil sie halt mal irgendwas arbeiten soll?

Fuck, ich habe gerade bis zum nächsten Urlaub nichts zu tun, vielleicht melde ich mich ja für die Zeit arbeitslos und erkläre dann mal einem Sachbearbeiter, dass ich gerne auf Zuhälter umschulen würde. Frauen ohne sonstige verwertbare Qualifikation haben die ja quasi eh offenbar genug in der Kartei. An Prostitution ist mit Sicherheit auch nichts unanständiges/auszusetzen, sagen sogar die Feministen (zumindest viele) – und wenn ich die Damen vom Arbeitsamt als §45 – Eingliederungs – Maßnahme für 1,50 brutto die Stunde bekomme, sollte sich sogar Frigga gewinnbringend vermarkten lassen.

Kommt, bei 80 cent pro Stich mache ich da schon Gewinn. Irgendwelche Perversen gibt es doch immer.

Wir müssen nur unsere “soziale Marktwirtschaft” endlich mal wieder zu einer Marktwirtschaft machen. Ich meine, es ist von der Frigga doch total asozial, gar nichts zu tun – oder?

Frauen fordern “wirksame” Maßnahmen. Bin ich bei.

Christian weist darauf hin, dass sich Frauen, die sich zusammengeschlossen haben, um gemeinsam zu jammern und zu nölen, bis die Welt so ist, wie sie sich vorstellen (also: nie), pünktlich zur Bundestagswahl ein Pamphlet erstellt haben, was drei Klassen von Forderungen “Frauen” enthält. Bei den “Frauen” handelt es sich um keine 10.000 professionellen Jammerfrauen und weitere 12 Millionen Frauen, die mit an Sicherheit angrenzender Wahrscheinlichkeit nichtmal wissen, dass sie vom “Deutschen Frauenrat” vertreten werden.

Die Forderungen lassen sich, wie angedeutet, in drei Klassen einteilen: widerliche, strunzblöde, und vernichtende.

Die “Berliner Erklärung” (ich muss jetzt nicht “Berlin” sagen, oder?) wird von einem Walter Dombrowsky verantwortet, der – wenn man nun die Inhalte dementsprechend interpretiert – von einer ganzen Menge Leute, darunter aller im Bundestag vertretenen Parteien, Geld bekommt. Ich bin da natürlich nicht 100%ig sicher, aber Walter ist wohl wahrscheinlich eher keine Frau und macht das daher eher nicht aus Eigeninteresse, zumal er einen nennenswerten Teil seiner Einkünfte aus der “Berliner Erklärung” an die Jammertheaterdarstellerin Uta Zech abtreten werden muss, die als Präsidentin irgendeines sicher super-wichtigen Frauenverbandes keinerlei Interessenkonflikt darin sieht, sich Gelder in die eigene Tasche zu erwirtschaften. Aber gut, Basenwirtschaftstheorie beiseite, zum “Inhalt”:

Da geht noch was! Die Gleichberechtigung von Frauen in Arbeitswelt und Gesellschaft kommt zu langsam und nicht entschieden genug voran.

Was natürlich nicht daran liegen könnte, dass ihr immer noch kein Recht nennen könnt, was Frauen nicht haben, Männer aber schon?

Es ist höchste Zeit für weitere Schritte

… für viele Männer in Richtung eines Fachhändlers; es hat schließlich nicht jeder Mann eine Axt, ein Seil und eine Anhängerkupplung?

2018/19 jähren sich zentrale Meilensteine in der Geschichte von Demokratie und Gleichberechtigung: 100 Jahre Frauenwahlrecht, 70 Jahre Grundgesetz mit Gleichberechtigungsartikel und 25 Jahre aktiver Gleichstellungsauftrag.

Und wir hätten ja eigentlich schon nach 16 Jahren Frauenwahlrecht lernen können, dass da sowas wie Hitler bei rauskommt und wir das – und den nachfolgenden Blödsinn – lieber lassen sollten?

Huh, ich befürchte, ich werde da sehr enttäuscht werden:

Unsere zentralen Forderungen an die Politik sind:

1. Gleiche Teilhabe
2. Gleiche Bezahlung
3. Verbindlichkeit, Transparenz und Monitoring von Gleichstellungspolitik

Als tl;dr: (1) haben alle Frauen, (2) auch, und (3) wollen sie gar nicht. Mit Sicherheit nicht. Aber im Detail:

1. Gleiche Teilhabe
Für die Privatwirtschaft fordern wir:

Kommunisten. Wer hätte es geahnt.

für die Aufsichtsräte auch der Unternehmen, die entweder börsennotiert sind oder der Mitbestimmung unterliegen, eine feste Geschlechterquote von mindestens 30 Prozent

30% ist “gleiche Teilhabe”? Fuck, mit den Kenntnissen in Prozentrechnung will ich wirklich überhaupt keine Frauen in Aufsichtsräten; Aufsichtsräte haben eine auch finanzielle Kontrollfunktion.

… sowie ihre Ausweitung auf alle Unternehmensrechtsformen (SE, Ltd & Co KG), auch ausländische (britische Public Limited Company)

Warum fordert ihr das denn bei den Wahlen in Deutschland? Machen wir jetzt die Gesetze für GB? Ja? Oder wollt nur ihr das? Versteht ihr den Brexit jetzt wirklich (immer noch) nicht?

für die operativen Führungsebenen (Vorstand und zumindest die beiden darunterliegenden Ebenen) eine Zielgröße von jeweils mindestens 30 Prozent Frauen

Euch ist schon klar, dass es nicht so das Problem ist, direkt unter dem Vorstand zwei Ebenen Putzfrauen einzuführen, oder? Ich meine ja nur – mit Visio kann eigentlich jeder Depp ein Organigramm zeichnen… sogar Deppinnen.

sowie die Einführung wirksamer Sanktionen:

Ihr solltet vielleicht spezifizieren, gegen was die Sanktionen wirksam sein sollen. Für Leute wie euch gab es in England früher witch’s birdles, das war durchaus wirksam.

– für den Fall der Nichterreichung der Geschlechterquote in Aufsichtsräten z.B. leerer Stuhl

Ich bin mir sehr sicher, dass es Vorstände total entsetzlich fänden, wenn sie von niemandem kontrolliert werden. Das zeigt auch ein gutes Verständnis des Zwecks von Aufsichtsräten. Schandgeigen?

– für den Fall, dass die transparente Veröffentlichung von Zielgrößen oder von Gründen für ihre etwaige Nichterreichung unterlassen wird z.B. finanzielle Sanktionen

Das ist nun auf dem Niveau unproblematisch – “wir haben keinerlei Frauen im Aufsichtsrat, weil wir das nicht wollen” erfüllt das ja nun. Kostet auch keine zehn Sekunden Arbeit.

für den Fall der Nichterreichung der mindestens 30 Prozent-Zielgrößen z.B. die Pflicht, die Gründe im Einzelnen nachvollziehbar offenzulegen und von einer geeigneten Stelle überprüfen zu lassen, die öffentlich hierzu Stellung nimmt

Das ist nun die erste reine, nepotistische Jobbeschaffung – oder wäre ich eine “geeignete Stelle”? Falls ja – bin ich sofort dabei. Ich nehme auch nur 250.000 € für die Bestätigung, dass der Aufsichtsrat total toll ist – das ist sogar viel billiger als ein Aufsichtsrat, oder sogar eine 23% weniger verdienende Aufsichtsrätin.

Für die Bereiche Medien, Kultur, Medizin und Wissenschaft fordern wir:

…also alle Bereiche, die in ihrer aktuellen Form ohne monströse staatliche Subventionen nicht überleben würden…

die paritätische Besetzung der jeweiligen Aufsichts-, Beratungs- und Vergabegremien

“paritätisch” ist hier das falsche Wort. Ihr wolltet “parasitär” schreiben. Gott, lernt erstmal Deutsch.

die Vergabe öffentlicher Aufträge und Fördermittel an mindestens 40 Prozent Frauen

Rollstuhlrampen, Aufzüge, und überhaupt alle Gebäude sind nämlich sowieso überbewertet. Oder ist das als “Firmen von” gemeint? Ich habe da einen Freund, der findet, seine Schwester könnte in der Firma ruhig auch mal was machen…

verbindliche Zielgrößen von mindestens 30 Prozent Frauen in den jeweiligen Führungspositionen

Wenn ihr so toll seid, liebe Frauen – also, so toll wie Männer – warum fordert ihr dann nicht 50%? Nur mal so – und nein, “man muss irgendwo anfangen” ist Bullshit. Seid doch mal ehrlich – ihr wisst selber, dass es nicht genug kompetente Frauen für 50% gibt. Ihr wisst aber auch selber, dass es nicht genug kompetente Frauen für 30% gibt, sondern nur für die bestehenden 15%. Ihr denkt halt nur, dass 15% nicht allzuviel kaputt machen – was ja auch stimmt – und wollt auch euer Stück vom Kuchen.

Lernt Backen, ihr parasitäre Schlampen!

Für Politik und Parlamente fordern wir: in der kommenden Legislaturperiode für die Wahlen zum Bundestag ein verfassungskonformes Paritätsgesetz auf den Weg zu bringen.

Das wäre dann also keines. Ich fordere übrigens, ein verfassungskonformes Atemluftbesteuerungsgesetz. Hmmm – man fühlt sich wirklich besser, wenn man politisch was getan hat.

2. Gleiche Bezahlung Das Gesetz für Entgelttransparenz ist ein erster Schritt, um  …

Ja, ich musste das screenshotten – was macht der Fisch in dem Wort?

Ne, jetzt wirklich? Wofür bekommt denn der Walter sein Geld?

Aber zurück zum Thema: Das Gesetz für Entgelttransparenz ist ein sehr heftiger Eingriff in die informationelle Selbstbestimmung und den Datenschutz. Da Männer aber eh kein Problem damit haben, ehrlich zu sagen, was sie verdienen, ist das Wischiwaschi.

… Entgeltunterschiede zu erkennen und zu beheben

Wieso muss man denn “Entgeltunterschiede beheben”? Ich meine, klar, Bundestagsabgeordnete verdienen fuck viel mehr als ich pro 5 Minuten Arbeit die Woche – aber dafür habe ich auch mehr als fünf Minuten die Woche Arbeit. Aber gut, gegen den Punkt bin ich nicht – wir könnten aber erstmal mit dem Bekannten anfangen: Warum bekommen Leute, die ihr Kind in den Kindergarten bringen, den Lohn der Kindergärtner staatlich bezuschusst und ich, wenn ich mein Auto zu einem Mechatroniker bringe, keine Zuschüsse – obwohl Kindergärtner auch noch mehr verdienen als Mechatroniker?

transparente, umfassende Prüfverfahren zur geschlechterdifferenzierten Entgeltanalyse in allen Betrieben

Lies: Make-Work-Jobs ohne jeglichen Nutzen.

Abschaffung des Ehegattensplittings in seiner jetzigen Form bei angemessenen Übergangszeiten

Wäre mir herzlich egal, aber fairerweise wäre die “angemessene Übergangszeit” etwa 80 Jahre – sodass die neue Regelung nur Leute betrifft, die noch nicht verheiratet sind. Mir hat das ja in jungen Jahren durchaus Geld gespart; und Hochzeiten sind ja nun nicht gerade günstig (Warum? keine Ahnung. Frauen eben).

Einführung eines Unterrichtsfachs Wirtschaft und Lebensökonomie als Pflichtfach sowie eines Pflichtfachs Informatik/Technik.

Jetzt haben wir die Schulen schon seit ’68 runtergedummt und politisch korrekt gemacht, damit auch Mädchen das Abi schaffen, und jetzt wollt ihr Fächer einführen, damit die Mädchen ihr Abi nicht mehr schaffen? Welche Frauen repräsentiert ihr eigentlich?

Abgesehen davon gibt es Wirtschaft als Unterrichtsfach schon. Seit zig Jahren. Zumindest in Bayern. Informatik auch, und Technik erst Recht. Aber das mach mir eigentlich meinen schönen Backlash kaputt, also ignorieren wir das – ignorieren könnt ihr ja gut.

3. Verbindlichkeit, Transparenz und Monitoring von Gleichstellungspolitik

Da folgen dann nur noch sechs Punkt mit Make-Work-Jobs, bezahlt aus dem Steuertopf. Das ist mir zu blöd, die einzeln zu behandeln.

Aber um ehrlich zu sein, so ein Pflichtfach “Wirtschaft und Lebensökonomie” wäre gar nicht schlecht. Wirklich nicht – also, sofern es was mit Wirtschaft und Ökonomie und – Moment, das sind Synonyme – Realität zu tun hat. Hätte jedenfalls den Schreiberinnen (und Walter) nicht geschadet. Wobei Walter das ja offensichtlich gelernt hat, der verdient ja wahrscheinlich was dran, für die unfähigen Weiber was ins Internet zu schreiben. Inklusive der Forderung nach ihrem verpflichtenden Untergang bereits in der Schulzeit.

Bin ich bei, ganz ehrlich.

Nazi-Klimawandel, die Zweite – jetzt mit orangefarbenen Penissen

(tl;dr: Den Abschluss lesen)

Ich habe schon vor ein paar Monaten über den Klimawandel geschrieben, und ich bin seitdem weder klüger noch kamen da neue Informationen dazu, daher habe ich meine Meinung zu dem Thema auch nicht geändert. Auch die neuesten Erkenntnisse der Gender Studies, dass – was sonst? – Männer und v.a. Penisse an der globalen Erwärmung schuld sein sollen, ändert daran nichts.

Nun waren aber heute gleich zwei Nachrichten zum Thema Klimawandel in meinen Feeds, die erste kam von Danisch – siehe hier. Es geht um einen Comic von Dilbert-Zeichner Scott Adams, von dem wir (spätestens) seit seiner Wahlprognose letztes Jahr, dass, falls Trump gewinnt, die Linken vollkommen ausrasten werden, wissen, dass er ein widerlicher, illusorischer rechter Spinner ist, der schlimmer ist als Hitler und keine Ahnung von der Realität hat.

Scott Adams hat also einen Comic gezeichnet, in dem Dilbert (der Protagonist – ach!) einen Einwand gegen Klimaprediger bringt, der dann auch – wie für Klimaprediger üblich – mangels Argumenten abgekanzelt wird:

Dilbert: What if I don’t trust the [usually wrong] economic models?
Man: Who hired the science denier?

Nun muss man dazu wissen, dass Dilbert ein Comic mit starkem Background in der Kritik von sogenannten “Management-Fads” ist, also den Unsinn, den McKinsey & Co. alljährlich zur angeblichen Verbesserung von irgendwas (genauer: ihrem eigenen Geldbeutel) in die Welt tragen, zu kritisieren gewohnt ist. Ich bezweifle, dass es einen Wirtschaftsstudenten (/-absolventen) gibt, der Dilbert nicht kennt, und der Reiz an Dilbert ist per se, dass Adams die Idiotie dieser Management Fads & Fashions (das ist ein Fachbegriff – googelt es) seit 20 Jahren zunehmend früher und meistens völlig (und pointiert) zerlegt.

Scott Adams hat einen MBA aus Berkeley, und mit einem höheren Abschluss in Wirtschaft kann man eigentlich nur zwei Dinge tun (glaubt mir das, ich habe auch einen): (a) Leuten jeden nutzlosen Dreck verkaufen oder (b) Leute erkennen, die nur nutzlosen Dreck verkaufen. Das ist zwar subjektiv sehr nützlich, aber gesellschaftlich nicht sonderlich förderlich, da “Wahrheit” eben kein nutzloser Dreck ist – und das verkauft sich halt nicht.

Okay, fairerweise kann man natürlich noch eine Menge mehr, Adams z.B. kann Comics zeichnen und Donald Trump (nur BA, dafür an der Wharton Business School) sogar Präsident werden, also können Wirtschaftswissenschaftler eigentlich nahezu alles, aber zurück zum Thema:

Die (ehemalige) Eliteuniversität Yale, bekannt aus der Simpsons-Episode S28E19 als lächerlicher SJW-Spielplatz, hat sich – man lasse sich das auf der Zunge zergehen – wegen des obigen Comic-Dialogs berufen gefühlt (ja, wegen eines Comic-Dialogs), ein fünfminütiges Video zu erstellen, was – nunja, die Position von “Man” im Dilbert-Dialog unterstreicht. Wenn man sich das – aber Vorsicht, sowas machen nur illusorische rechte Spinner, die schlimmer sind als Hitler und keine Ahnung von der Realität haben – genauer ansieht, haben die Klimaprediger wirklich nicht mehr zu sagen als das, was Adams in fünf Comic-Panels unterbringt.

Aber zum Glück gibt es Donald Trump, der auf seine primitive Art und seinem Faible für einfache Lösungen, die es ja nur bei Populisten gibt, heute erklärt hat, dass das Pariser Klimaabkommen scheiße ist (oder so). Um genau zu sein, sagt Trump, es ginge um ” taxpayers to absorb the cost in terms of lost jobs, lower wages, shuttered factories and vastly diminished economic production”. Er betont hier explizit die “draconian financial and economic burdens”. Es geht ihm – ach – um Geld.

Natürlich sind die Klimapropheten prediger forscher auf solch rationale, unwiderlegbare und nachvollziehbare (hey, widersprecht mir – wenn ihr könnt) Argumente toll vorbereitet, allen voran natürlich der vollgepisste Planschpool politisch korrekter Idioten, aka Wikipedia:

Am 1. Juni 2017 traf US-Präsident Donald Trump, ein selbsterklärter Klimaskeptiker, die Entscheidung, aus dem Pariser Klimaschutzvertrag auszutreten.

Über die oben angeführten, unwidersprochenen Gründe, die Trump angibt, verliert die Wikipedia natürlich kein Wort. Aber “Klimaskeptiker” ist verlinkt, und hat (natürlich) tolle “Argumente”:

Klimaskeptizismus (eigentlich Klimawandelskeptizismus) bezeichnet eine zweifelnde oder ablehnende Haltung bezüglich der gegenwärtig zu beobachtenden menschengemachten globalen Erwärmung.

Ist doch schön, dass sich 98% der Wissenschaftler und die Wikipedia sicher sind, dass man die anthropogene globale Erwärmung beobachten kann. Leider erklärt Wikipedia nicht und nirgends, wo man die wie beobachten kann, aber hey, das ist doch egal, außer widerlichen Nazis (etc pp, siehe oben) finden das alle richtig und wichtig:

Es existiert ein fließender Übergang zur expliziten Leugnung der globalen Erwärmung, wobei Klimaskeptiker für rationale Argumente offen sind und Klimawandelleugner sich Argumenten verschließen.

Das ist doch mal erstaunlich differenziert – oder?

Im Allgemeinen handelt es sich bei Klimaskeptizismus nicht um Skeptizismus im wissenschaftlichen Sinn, sondern vielmehr um die (organisierte) Leugnung.

Ah – nicht.

Aus einer Vielzahl von wissenschaftlichen Untersuchungen geht hervor, dass der Klimaschutz aus politischen und ideologischen Motiven bekämpft wird.

Aus Trumps Rede geht hervor, dass es auch ökonomische Motive gegen “Klimaschutz” gibt, aber ignorieren wir die erstmal. Oder komplett. Ich brauche nämlich keine “wissenschaftliche Untersuchung”, um zu sehen, dass Klimaschutz aus politischen (Wählerstimmen für die Grünen) und ideologischen (“unseren Kindern eine lebenswerte Welt zurücklassen”) Motiven betrieben wird. Das ist also schlicht eine Nullaussage.

Aber gut, der Artikel versucht sich dann an “Systematisierungen” der widerlichen Nazi-Klimaleugner –  schauen wir mal, wo ich da reinpasse:

Häufig werden Klimaskeptiker und -leugner

… die ja eigentlich das Gleiche sind, siehe oben …

in die drei Grundkategorien „Trend-“, „Ursachen-“ und „Folgenskeptiker“ eingeteilt

Trendskeptiker leugnen generell, dass eine Erderwärmung stattfindet

Das tue ich mal sicher nicht. Die wissenschaftlichen Belege für Wärme- und Kälteperioden in der Erdgeschichte sind ziemlich unwidersprochen.

Ursachenskeptiker räumen zwar ein, dass gegenwärtig eine globale Erwärmung existiert.

Moment mal – beim ersten Punkt stand nichts von “gegenwärtig”. Und da sind die langfristigen Erkenntnisse auch nicht eindeutig – könnte sein, dass wir gerade in einer Erwärmungsphase sind; könnte aber genauso sein, dass die letzten 100 Jahre (also, außer den letzten so 20, natürlich, da wurde es nämlich nicht wärmer) eine Börsenhausse in einem Bärenmarkt waren. Ich muss das nicht einräumen, um Ursachenskeptiker zu sein – die da nämlich:

Sie stellen aber den menschlichen Einfluss darauf in Frage

Mmmmh – nö, kann schon auch sein. Die Frage ist, ob der relevant ist, aber das ist (wenn man mehr zitieren würde) schon auch Teil der Klimaleugner-Nazi-Bande. Bin ich also mal dabei. Es gibt dann aber auch noch die

Folgenskeptiker akzeptieren die menschliche Ursache der globalen Erwärmung, behaupten aber, dass diese positive Auswirkungen habe oder die Klimamodelle nicht robust genug seien.

Sammal, Kinder, kategorisiert ihr Scheiße. Ich hab das nicht “akzeptiert”, ich habe es als Möglichkeit im Raum stehen lassen. Und ich behaupte auch nicht, dass das positive Auswirkungen habe, aber die Klimamodelle sind nicht “nicht robust genug”, sondern zum absolut größten Teil Scheiße:

Ich erkläre das mal: Die obige Grafik ist von Klimawandelpredigern, die damit zeigen wollen, dass ihre Modelle nicht scheiße sind. Nun sieht man (graue Streuung) hier aber ein recht enges Feld um die “guten” bekannten (1960-2000) echten (rot) Daten, wohingegen die Felder vorher um plus oder minus 0.8, also 1.6° falsch liegen. Die Streuung in der Zukunft ist ebenso breit. Das heißt aber statistisch, dass die gar nichts wissen – darüber versuchen sie, mit der “Mittelwerte der Bullshit-Modelle” – Linie (schwarz) hinwegzutäuschen. Das ist aber ein statistisches Problem: Wenn ich den Mittelwert von zwei Wahrsagern, die bei einem Münzwurf jeweils immer “Kopf” oder “Zahl” voraussagen, nehme, liegen die im Durchschnitt nämlich auch immer richtig. Davon sind sie aber keine Wahrsager, sondern immer noch Scharlatane.

Gehen wir über zur nächsten Klassifizierung, denn “Speziell für klimaskeptische Wissenschaftler stellte Peter Doherty eine vierteilige Klassifizierung vor”:

glasklare Leugner, die dem IPCC Betrug vorwerfen und Klimaforscher für Narren halten

Wie diesen unbestreitbaren Betrug? Boah, ich bin gerade fuck stolz, Klimaleugner zu sein. Und ich halte Klimaforscher nicht für “Narren”, sondern für ideologie- oder eigeninteresse-getriebene Arschlöcher, wenn ich mich da entscheiden muss. Wes’ Brot ich ess’…

kampflustige Streithähne, die automatisch eine Gegenposition zu jedem generellen Konsens einnehmen

Wie – Galileo?

professionelle Polemiker, die durch ihre Beteiligung an einer bedeutenden öffentlichen Debatte nach persönlicher Anerkennung streben

Wtf? Was soll denn ein “professioneller Polemiker” sein? Hat das noch irgendeinen Gehalt – außer billigster Diffamierung? Aber gut, ich bin natürlich auch nur Laienpolemiker. Wo könnte ich mich da btw. bewerben?

Next:

Es lassen sich zudem mehrere hierarchische Stufen der Klimawandelleugnung erkennen.

Zu was? Einfachst zu zerlegendem Bullshit?

James L. Powell nennt insgesamt sieben Stufen. In diesem Zusammenhang weist er explizit darauf hin, dass sich Klimaleugner wie bei der militärischen Verzögerungstaktik von Stufe zu Stufe zurückfallen lassen, sobald ihre jeweiligen Behauptungen von Wissenschaftlern widerlegt werden. Sind sie schließlich bei der letzten Stufe angekommen, beginnen sie demnach zumeist die Abfolge wieder von vorne.

“Militärische Verzögerungstaktik”. Powell ist übrigens Geologe, aber ich habe Sun Tsu und Clausewitz wenigstens gelesen. Das ist keine militärische Taktik – also, zumindest keine, die irgendwer empfehlen würde, auf den ich hören würde. Denn “wieder von vorne beginnen” geht da halt nicht. Was ein Quark. Aber schaumamal:

Die Erde erwärmt sich nicht.

Dooooch… jeden Morgen. Nachts wird es dann kälter. Zum langfristigen siehe oben – seit 1998 nicht. Das ist also schonmal nichts, was irgendwie “von Wissenschaftlern widerlegt” wäre…

Ok, sie erwärmt sich, aber Ursache ist die Sonne

Ja WAS DENN SONST?

Also gut, Menschen sind die Ursache

Das ist jetzt nicht gerade “Leugnung des anthropogenen Klimawandels”, oder? Thema verfehlt, sechs, setzen.

.. aber das [a] macht nichts, weil die Erwärmung keine Schäden verursachen wird. [b] Mehr Kohlendioxid wird tatsächlich sogar vorteilhaft sein. [c] Mehr Pflanzen werden wachsen.

(a) ist Wahrsagerei, analog (b). (c) hingegen ist ein ziemlich unbestrittenes Faktum.

– das war jetzt erst Punkt 3, aber ist mir schon zu doof. Kommen wir zu Michael Mann, der Typ mit dem (von der Realität widerlegten) Klima-Hockey-Stick:

Kohlenstoffdioxidwerte steigen nicht tatsächlich an

Woher soll ich das wissen? Wieso wisst ihr das nicht?

Selbst wenn sie ansteigen, hat dieser Anstieg keinen Effekt auf das Klima und ist kein überzeugender Beweis für die Erwärmung

Unabhängig davon, ob sie einen Effekt auf das Klima haben, ist das sicher kein Beweis für die Erwärmung. WTF?

Selbst wenn es eine Erwärmung gibt, dann nur aufgrund natürlicher Ursachen

“Nur”? Stohmann, anyone?

Selbst wenn die Erwärmung nicht mit natürlichen Ursachen erklärt werden kann, ist der menschliche Einfluss klein und der Einfluss von fortgesetz[t]en Treibhausgasemissionen wird gering bleiben

“Nicht” oder “nicht vollständig”? Wieso wird hier bei Gegenargumenten derart undifferenziert pauschalisiert? Und beim zweiten Teil: Was spricht denn dagegen? Dafür? Hö?

Selbst wenn die derzeitigen und zukünftig erwarteten Effekte auf das Erdklima nicht vernachlässigbar sind, werden die Veränderungen im Allgemeinen gut für uns sein

Pjöm… mein Boot hat jetzt relativ viel Tiefgang, von daher wären an einigen Stellen ein paar cm mehr Wassertiefe nicht schlecht, aber selbst die “schlimmsten” Rechnungen helfen mir da eigentlich nicht wirklich weiter. Ich verstehe den Punkt nicht.

Egal ob die Veränderungen gut für uns sein werden oder nicht, [a] Menschen sind sehr versiert darin, sich an Veränderungen anzupassen; davon abgesehen ist es [b] zu spät etwas gegen den Klimawandel zu tun, und/oder [c] wird sich bestimmt eine technologische Lösung auftun, wenn wir sie wirklich brauchen

Wow – so viel auf einmal. (a) ist Bullshit, die wenigsten Menschen sind gut darin, sich an Veränderungen anzupassen. Menschen hassen Veränderungen, weil in der Regel bei Veränderungen eine Menge Menschen sterben – die, die sich nicht anpassen können. Diejenigen (c), die das können, werden irgendwie eine – natürlich technische, sonst sterben sie ja – Lösung finden, aber was das mit (b) zu tun hat, bleibt mir unklar. Dümmliche Rabulistik.

Stufe 6 ist aber, wie dann weiter erklärt wird, auch “wir können nichts gegen die Erwärmung tun”, und das ist halt meines Erachtens der vollkommen falsche Punkt: Mir war schon beim letzten Punkt danach, zu fragen, ob es jetzt besser oder schlechter “für uns” wäre, wenn eine Milliarde Neger in der anthropogenen Sintflut ertrinken – oder hier einwandern und “uns” umbringen, weil sie nicht ertrinken wollen.

Aber wenn auch nur die eine Milliarde Chinesen den CO2-Ausstoß der ach so umweltfreundlichen Deutschen erreichen würden, dann ist das mit der CO2-Bilanz mal “Gute Nacht”. Und ja, China ist ein großes Land, da ist viel Platz für Windrädchen, und die haben sogar viel Platz und Sonne und Wüste für sinnvolle Solaranlagen und echt viele große Flüsse für Wasserkraft, aber das reicht trotzdem nicht. In Afrika sieht das übrigens düsterer aus, die haben nicht so viel Wasser, nicht genug Wüste und da, wo Sonne ist, sehr viel Regenwald, den man ja auch noch braucht.  Von Indien reden wir mal gar nicht erst.

Und damit sind wir wieder beim (ideologischen) “Welt erhalten für unsere Kinder” – Gutmenschenargument – es ist meines Erachtens unglaublich vermessen, zu denken, der Mensch könnte die Natur beherrschen. Wenn man sich mal anschaut, wie “kalter Krieg” filmisch thematisiert wurde, ist der Unterton immer, dass die Menschheit den gesamten Planeten vernichten könnte. Und das halte ich für absoluten Unsinn .

Ihr kennt auch die Bilder von “nuclear wastelands” aus den Filmen, wüste Einöden, die aussehen wie Tatooine (oder Tunesien). Filme wie When the Wind Blows haben meine Generation (pünktlich zu Tschernobyl) in jungen Jahren den Schrecken des Atoms indoktriniert, die nachfolgende(n) Generation(en) bekam(en) dann ab Volcano (1997) fast nur noch Naturkatastrophen – Day After  Tomorrow (2004), An Inconvenient Truth (2006), 2012 (2009) – klar finden die das relevant.

Mein Problem ist nun, dass man, wenn man die Welt mal “einfach so” betrachtet, das ganze nukleare-Apokalypse-Gebullshitte schlicht nicht stimmt. Eine “nukleare Wüste” sieht in der Realität so aus:

(das ist Pripyat)

… und das führt dann halt zu der Einsicht, dass es vollkommene Idiotie ist, wenn ein paar deutsche Gutmenschen versuchen, den Planeten vor Menschen zu retten, die zu viel CO2 ausstoßen. Das macht der Planet nämlich schon – und da bin ich mir sicher – von alleine. Das Problem sind also nicht Menschen, die zu viel CO2 ausstoßen, sondern Menschen per se.

Das Problem wird sich aber – auch vollkommen ohne technologische Lösung – von alleine lösen – wenngleich das sicher keine philanthropische Lösung wird. Was mich natürlich – wie es auch die Natur der Welt ist – zu einem Misanthropen macht. Aber nach Peak soziemlichalles können wir es uns ja nun wenigstens noch ganz hedonistisch gut gehen lassen, bis (ziemlich wahllos) fuck viele Menschen sterben – oder?

Ich meine ja nur – ich könnte einer davon sein. Die Wahrscheinlichkeit ist groß.

#covfefe

### BREAKING NEWS ###

According to recent intelligence, the White House will neither confirm nor deny plans for reinstating beheading as a capital punishment, which has absolutely nothing to do with Trump’s administrations’ alleged intent to sign a lèse-majesté bill into law.

In today’s other world news:

Court confirms Germany is allowed to give money to Israel while getting something in return.

Brussels university administrators do like tits.

Germany going to shit anyway.

Schweinenackensteak zu Ramadan

Meine konservativeren türkischen Freunde wünschen sich bei gerade bei 30° Außentemperatur in Deutschland , sie wären zu Ramadan in die alte Heimat geflogen. Dort ist es nämlich gerade verhältnismäßig kühl, während sie hier halb verdursten – also, tagsüber.

Dieser alljährliche Anflug von Religiosität hält nun aber die wenigsten davon ab, ansonsten Schweinefleisch zu essen – ich werde mir das sicher nicht “erklären” lassen; Religion hat mit Logik ja nun wenig am Hut.

Von daher ist es vor allem in einer so bunt-multikulturellen Runde immer ganz nett, wenn man zu den zu den Şiş Kebap vom türkischen Metzger und den Cevapcici von Maris Mama ein paar saftige, fettige Schweinenackensteaks auf den Grill haut.

Es soll aber Leute geben, die was gegen gemütliche Grillabende mit Freunden haben, zum Beispiel Dominik Boisen. Dominik findet “Facebook ist ein übles eitriges Furunkel am Anus der Gegenwart”, was ihn als Gutmenschen aber natürlich nicht davon abhält, es fleißig zu benutzen. So zum Beispiel – wie mir GoogleNews via Welt, Focus, Stern uvm. als “Nachrichten” verkaufen wollte, um mal so richtig zu ranten.

Wir könnten jetzt natürlich auch darüber reden, wieso sowas keine “Nachrichten” sind und über den Untergang des Abendlandes lamentieren, aber lesen wir halt mal, was Dominik so stört:

Hallo ALDI,
diese Woche habt Ihr BBQ Nackensteak im Angebot. 600 g mariniertes Schweinenacken-Steak für 1,99 €.

Wer jetzt zum Aldi will – das war vor zehn Tagen.

Weniger als zwei Euro für mehr als ein halbes Kilo Fleisch.

Das merken wir uns mal. Denn:

Wenn man die Marinade, die Plastikverpackung und die Tamponage, den Transport und die sonstigen Logistik- und Dienstleistungskosten aller am Produkt Beteiligten – vom Bauern, über den Schlachthof, bis hin zum Verkaufspersonal im Laden – abzieht und dann noch berücksichtigt, dass Ihr bei der ganzen Geschichte sicherlich nicht drauf legt, sondern am Ende auch noch eine Marge übrig bleibt, kann man sich in etwa ausrechnen, was bei Euch das Fleisch “wert” ist, das am Ende auf dem Teller liegt.

Ich liebe nämlich Rechenaufgaben. Also – bei der Metro gibt es Schweinenacken TK für 3,73 brutto das Kilo, das wäre der Großhandel. Das ist auch ein Angebot, was uns sagt, dass es gerade mehr tote Schweine als Schweineesser gibt – klar, die Moslems machen ja gerade Ramadan.

Das sind aber auch weniger als zwei Euro für ein halbes Kilo Fleisch, ebenso inklusive Plastikverpackung, Tamponage, Transport sonstige Logistik- und Dienstleistungskosten wie Bauern, Schlachthof und Verkaufspersonal im Laden. Sogar inklusive Futtermittel. Das Fleisch ist also nicht nur Aldi weniger als vier Euro das Kilo wert, sondern allen anderen auch. Logisch, oder? Aber da kommt noch Marinade dran, und das macht man mit Wasser, damit sich das Fleisch schön vollzieht, und billigem Öl. So macht man aus dem Kilo Schwein für 3,73, Öl für 10 Cent und noch 2 Cent an Gewürzen sicher problemlos zweimal 600 Gramm abgepacktes Schweinennackensteak, und bei 3,98 Verkaufspreis bleiben da dann tatsächlich 13 Cent übrig. So. Wo war jetzt das Problem?

Von preisWERT kann bei diesem Angebot sicher keine Rede sein.

Klar, es könnte noch 11 Cent billiger sein. Stimmt. Verstehe ich, darüber könnte man sich aufregen, Aldi muss nicht derart viel Gewinn machen – wobei 3% im Einzelhandel eher normal ist.

Das ist einfach nur billigster Dreck, für dessen Produktion alles und jeder bis zum Anschlag ausgebeutet wurde – am meisten die, die sich am wenigsten wehren können: die Tiere.

Oh Gott. Ein ideologisch verblendeter Ökofaschist.

Ich bin kein ideologisch verblendeter Ökofaschist

Jaja – das ist wie bei den Leuten, die sagen “Ich bin ja kein Nazi, aber”. Kommt da jetzt ein “aber”?

aber das, was Ihr tut, ist einfach nur KRANK!!

Hm. Okay, also, ein Rant eines verblendeten Ökofaschisten ist jetzt Nachrichten. Wie Feministen bei dem immerwährenden Bemühen darum, den Gedanken, dass es nicht noch dümmer und lächerlicher ginge als ihre (eigene) letzte Aktion, zu widerlegen (klickt da drauf, vor allem diejenigen mit Ponygirl-Fetisch). Womit wir wieder beim Untergang des Abendlandes wären – aber gut, erstmal zu den armen Schweinen:

Und Euer Verhalten ist nicht nur zum kotzen, sondern auch verantwortungslos.

Also, aus meiner Perspektive jetzt den armen Schweinen im Social Media Marketing von Aldi.

Es wäre für Euch ein Leichtes, Eure Marktdominanz zu nutzen, um mit gutem Beispiel voran zu gehen und die Zustände positiv zu verändern.

Wirklich? Aldi macht nichts positives? Wie z.B. Deutschland erfolgreich gegen das quasi-Monopol von Walmart verteidigt zu haben und jetzt – als Befreier der Konsumenten – in Amerika auch dort Lebensmittel zu vernünftigen Preisen anzubieten?

Aber daran habt Ihr gar kein Interesse. […] Billig, billiger, am billigsten – das ist eure Religion.

Nein – das ist ihr Geschäftsmodell. Das steht auch im fucking Namen des Unternehmens – Albrecht Discount. Discount, wie billig. Wenn du ein ordentliches, saftiges Schweinenackensteak haben willst, was auf dem Grill nicht auf 1/10 seiner Größe zusammenschrumpelt, geh halt zu Edeka. Wie alle anderen Leute auch.

Da hilft es auch nichts, dass es zu eurer neuen Philosophie gehört, dass jetzt alles schick und hochwertig aussieht in den neuen Läden und ich ab sofort auch auf die Toilette gehen kann, wenn ich beim Einkaufen pinkeln muss.

Echt jetzt? Kundenservice? In Deutschland? Wie kommt der Mann auf die Idee, Aldi würde die Zustände nicht positiv verändern?

Ich schätze, gemessen an dem Fleisch, das man bei ALDI zu kaufen kriegt, handelt es sich bei den Gartengeräten, die ich jüngst bei Euch erworben habe (siehe Foto) um echte Qualitätsprodukte!

Das Foto zeigt zwei deutlich verrostete, gebrochene Gartengeräte. “Jüngst” ist also schon volljährig.

Ich wünsche Euch von Herzen, dass Ihr vom Verzehr dieser Antibiotika-Schnitzel schlimmes Genitalherpes bekommt mit übelstem Juckreiz, hässlichen eitrigen Pusteln und beißendem Gestank.

Das ist jetzt so “Hate Speech”, wie was der hohle Heiko verbieten will, oder? Aber abgesehen davon – Genitalherpes ist eine Virusinfektion, und Antibiotika helfen nicht gegen Viren. Sie schwächen auch nicht gerade das Immunsystem, was den Ausbruch der bei 90% der Weltbevölkerung chronisch vorhandenen Krankheit (igitt!) befeuern könnte – eher im Gegenteil.

Aber ich fürchte, dass Ihr dieses ekelhafte Zeug selbst gar nicht anrührt.

Och, wenn man so richtig kleingeschrumptelte Steaks mag, die zu 90% aus krebserregenden Stoffen bestehen, ist das Zeug eigentlich ganz lecker – es muss nicht immer das saftige, zarte Fleisch sein.

Und das kann ich sogar verstehen. Naja, vielleicht läuft es ja gut und Ihr bekommt trotzdem irgendeine fiese Seuche. Glück auf!

Wie erwähnt, die Wahrscheinlichkeit, dass Dominik Boisen selbst Genitalherpes hat, ist fast 100%. Nur wenn irgendwelche Hippie-Bräute den jetzt total toll finden, wegen der armen Schweine und so. Ihr wisst, worauf ihr euch einlasst – ich habe euch gewarnt!

(Mittig im Bild links: Oryx, das Wappentier Namibias)

Rezensionen zu Heiko Maas tollem Buch

Es ist ja unter Politikern nicht gerade üblich, längere oder gar anspruchsvolle Bücher selbst zu schreiben, wenn man da mal nur an die ganzen Herren und Damen Ex-Doktoren zurückdenkt.

Von daher verwundert es nur kurz, dass selbst auf einem – ach, nennen wir es populistischen “Sachbuch” ein zweiter Autor zu finden ist:

… aber wir wollen dem armen Herrn Ebmeyer hier nicht zu viel anlasten und gehen davon aus, dass er irgendwie anständig sein Geld verdienen muss – und was auch immer Herrn Ebmeyers Beitrag an dem Werk war, war das anständigere Arbeit als alles, was Herr Maas in seinem Leben geleistet hat.

Zum Inhalt: Heiko kündigt schon mit dem Titel großspurig an, eine “Strategie gegen Rechts” vorzustellen, weil es nach Ansicht eines lupenreinen Demokraten, der sich – so der Klappentext – “dem Schutz unserer demokratischen Kultur verpflichtet” fühlt, nicht sein kann, dass Parteien mit von seinen abweichenden Meinungen wie die “AfD [.] in mehrere Landesparlamente eingezogen” ist. Ich meine, wo kommen wir denn auch hin, wenn Demokratie, die vom Austausch von Meinungen lebt, keiner Einheitsmeinung folgt?

Leider ist der Inhalt nicht so toll, wie der Umschlag es verspricht – wobei auf dem Umschlag ein großes Bild von Heiko Maas zu sehen ist, man also auch nicht viel Inhalt erwarten sollte.

Eine erstaunliche Position zeigt Maas allerdings nur an einer Stelle, an der er eine vollkommen fiktive Zahl von 100 Milliarden Euro, die dem Fiskus durch Steuerflüchtlinge entgehen sollen, mit einer nicht näher genannten Zahl an Kosten, die durch “Flüchtlinge aus Kriegs- und Krisengebieten entstehen”, vergleicht. Derweil vergisst Maas leider, dass es außerhalb der (angeblich) widerlichsten Neonazi-Ecke pfui ist, zwischen (echten) Flüchtlingen aus Kriegs- und Krisengebieten und z.B. kleinkriminellen Negern oder sozialschmarotzenden Jugoslawen zu differenzieren (was nur ziemlich genau alle drei verbleibenden echten Neo-Nazis nicht tun).

Das gipfelt dann noch in der Forderung, gegen Steuerflüchtlinge vorzugehen, anstatt gegen Flüchtlinge zu hetzen, während gleichzeitig ökonomische Gründe als Fluchtursache nicht kritisiert werden sollen. Man könnte meinen, der Mann wäre schizophren, aber es ist natürlich falsch, Leute pauschal zu psychopathologisieren. Ich denke daher, Maas ist schlicht und einfach ein verlogener Heuchler.

Der Rest des Buches liest sich dann wie die Ausarbeitung der Profilneurose eines hohlen Schönlings, der einen rein hysterischen Kampf gegen angebliche Rechte zu führen glaubt und dabei vollkommen ignoriert, dass den angeblichen Rechten, die demokratisch in Landesparlamente gewählt wurden, ihre grundlegenden Bürgerrechte abgesprochen, die Autos angezündet und ihre Familien bedroht werden.

Man solle aber, so der weiße Mann, der mit gespaltener Zunge spricht, um da mal was kulturell zu appropriieren, mal mit den Rechten reden. Ich erinnere mal an meine feste Seite oben auf dem Blog, wo ich um inhaltliche Argumente gegen die AfD gebeten habe. Lieber Herr Maas – schreiben Sie doch was rein, ich warte seit über einem Jahr. Ich lese auch wirklich viel, aber ich finde nichts. Klar, gut, ich habe selbst welche gefunden – der Berufspolitiker und die McKinsey-Lesbe reichen prinzipiell schon, und dass ich Petry wirklich kompetent fand, obwohl sie eine Frau ist, aber das kam ja nun nicht aus “eurer” Ecke, lieber Heiko.

Dann aber wird es richtig doof – “Wo hindert man Sie denn daran, Ihre Meinung frei zu sagen?”, solle man fragen. Fragt der Typ, der soziale Medien wegen “Hate Speech” zur Selbstzensur nötigen will und der es wahrscheinlich gut findet, dass in Deutschland Beleidigungen verboten sind und ich ihn deswegen nur als hohlen, verlogenen Schnösel bezeichnen kann und nicht als das, was er wirklich ist. Freilich, Chuzpe hat er, aber wir haben in Deutschland ja nun auch eine gewisse Tradition mit Menschen, in deren Sprache Chuzpe ein Wort ist…

Nein, ich habe das Buch nicht ganz gelesen, nur Ausschnitte –  und die Rezensionen bei Amazon. Ich lese doch kein Buch mit einer Durchschnittswertung von 1,2 Sternen, die nur so hoch ist, weil es drei satirische 5*-Rezensionen gibt. Ich möchte daher auch das Schlusswort einem Amazon-verifizierten Leser und Top-Rezensenten überlassen:

Das Buch sollte man wirklich gelesen haben. Damit man weiß, wie brandgefährlich unsere Politiker tatsächlich sind und was für eine erschreckend einseitige Sichtweise sie an den Tag legen … wirklich wirklich schlimm.

Wobei das ein anderer Rezensent kürzer und prägnanter formuliert:

Als Minister eine Niete, reüssiert Maas als Autor nicht weniger schlecht.

Weniger Geisteskranke bei Zeitungen

Busen zu klein, Hintern zu dick und dann auch noch geistig verwirrt: Heutzutage kann sich alles “Journalist” nennen. Deswegen fühlen sich intelligente Menschen oft so, als steuert die Welt auf den Abgrund zu. Das muss sich ändern. Ein alternatives Manifest.

Angeblich sind die Gedanken frei, aber manchmal sind diejenigen, deren verrückten Einfällen zu viel Gesicht beigemessen wird, selbst tonnenschwer. Ein solche Gedanke ist mit Sicherheit nicht “Wenn ich 5/10/20 Kilo weniger wiegen würde, wäre mein Leben besser”, denn bereits Millionen von Menschen tragen neben dem Gedanken auch noch viel zu viel Gewicht mit sich rum, jahrzehntelang. Und es werden immer mehr.

Sie behaupten zwar, sie hätten gute Vorsätze und ein schlechtes Gewissen, aber das dient nur dem Erhaschen von Aufmerksamkeit und Mitleid. Wenn man mit alten Leuten spricht, am Ende ihres Lebens, dann hört man niemals den Satz: “Ich hätte mir im Leben wirklich mehr Gedanken machen sollen, ob ich nicht zu fett war.” – weil Leute mit deutlichem Übergewicht nicht sonderlich alt werden.

Frauen sind besonders bemüht, aber in der Regel erfolglos im Verleugnen ihrer selbstgemachten Probleme. Die australische Regisseurin Taryn Brumfitt hat für ihren Dokumentarfilm “Embrace” (lief einen Tag in etwa drei Kinos und hat niemanden interessiert) Frauen auf der Straße gebeten, ihren Körper in Kürze zu beschreiben. Die meisten sagten Sachen wie: “bisschen zu dick”, “fett”, “abstoßend”, “unangenehm”, was man – sehr euphemistisch – als Euphemismen beschreiben könnte.

Eine Frau erzählte ihr, sie war noch nie mit ihrem Kind schwimmen, weil sie sich nicht traut, einen Badeanzug anzuziehen, was uns gleichzeitig den Urin ihres Kleinen im Schwimmbad erspart hat – oder erwartet jemand ernsthaft, dass Mütter, die ihre eigene Figur nicht unter Kontrolle haben, ihre Kinder erziehen? Nein? Eben. Eine andere hatte seit Jahren keinen Sex mehr, weil sie nicht nackt sein wollte vor ihrem Partner – und der Partner seit Jahren seine schlanke, junge Sekretärin bumst, was nun wirklich jeder verstehen müsste.

Frauenkörper in der Öffentlichkeit bleiben heutzutage viel zu oft unkommentiert, genau wie die blöden Ideen kleiner Kinder, doch mal die graue Grillkohle anzufassen (fragt mal einen Arzt in der Notaufnahme). Und das ist nicht gut so. Am Wochenende lief auf ProSieben “Schlag den Star”, eine Spielshow mit der Sängerin Lena Meyer-Landrut und dem Model Lena Gercke. Auf Twitter konnte man im Sekundentakt Bewertungen ihrer Körper lesen. Dies wirft ein erschreckendes Bild nicht nur auf den Mangel an sozialem Zusammenhalt in Deutschland, wenn alle am Samstagabend vor der Glotze hocken, sondern zeigt auch auf, wie weit die Volksverdummung bereits fortgeschritten ist:

Sie hätten “Minibrüste” oder einen “Kinderkörper”, wären “widerlich”. Eine Frau schrieb, sie würde “denen gerne mal das Make-up abkratzen und schauen wie sie dann aussehen”. Kommentare wie diese zeigen den verbitterten Neid fetter, alter Frauen, die nichts besseres zu tun haben, als dümmliche Kolumnen bei Spiegel Online zu schreiben. Die Frauenzeitschrift “Jolie” fragte: “Wann hört das elendige Bodyshaming endlich auf?”, weil Frauen generell nicht kapieren, dass es nicht nur darum geht, dass sie zu dick sind, sondern darum, dass sie dick und doof sind. Das ist, in einer Person, nicht lustig.

Eine strunzblöde Frage also von einem Magazin, das zu großen Teilen daraus besteht, zu erklären, wie man Augenringe überschminkt und wie viele Kalorien man durch Beischlaf verbrennt, was selbst die innerlich widerlichste Frau noch fickbar macht und die Landwale schlanker – und weniger frustriert. Gleichzeitig werden auch attraktive Vorbilder genannt (“Wie viel wiegt Selena Gomez? Wir verraten euch die Maße der Stars und Models”).

Wir haben uns aber leider daran gewöhnt, dass Frauen das zwar lesen, aber dann bestenfalls ignorieren, oder gar absichtlich konträt handeln. Das verursacht viele Leid, aber alles davon ist selbst gemacht. Jetzt im Sommer überlegen sich wieder reihenweise Frauen, wie sie ihre Körper möglichst gut verstecken können- nicht aus religiösen Gründen, sondern aus Scham, nicht perfekt genug zu sein. Was jedes Jahr mit zunehmendem Übergewicht in allen westlichen Ländern eine bessere Idee wird. Aber sie tun es nicht. Was für eine elende Scheiße. Deswegen hier ein Manifest:

1. Für weniger dicke Mädchen in Leggins! Hautenge Kleidung ist für attraktive Menschen gedacht, und sexualisierende Kleidung nicht für Kinder. Leggins sind zudem unterste Unterschicht, und solche Leute sollten sich nicht fortpflanzen. Wenn Sie jetzt Ihre sogenannte Bikinifigur wenigsten irgendwann erreichen wollen, dann geht das mit dem simplen Trick, zu sagen: Reicht jetzt auch mal mit dem Essen!

2. Wer starrt, bekommt was zu sehen. Brustwarzen existieren. So ziemlich alle Menschen haben welche. Sehr viele, vor allem junge Frauen tragen BHs, die sie nicht ausstehen können, obwohl sie genauso gut ohne rumlaufen könnten, wenn nicht noch ein Rest von Anstand in unserer Gesellschaft vorhanden wäre, der die sexualisierung Minderjähriger tabuisiert. Nicht wenige Männer behaupten, sie würden abgelenkt, wenn sie die Brustwarzen von Frauen durchs T-Shirt sehen würden, und der Rest lügt.

3. Eine Ausnahme: Männer. Durch idiotische Ernährungspläne ohne Fleisch und stattdessen zu viel östrogenreichem Sojamist zeichnet sich eine Zunahme der Gynäkomastie aus, die als bedenklich einzuschätzen ist. Was allerdings ignoriert wird, viel lieber erscheint der dreihunderttausendste Magazintext darüber, ob Männer im Sommer kurze Hosen oder Flipflops tragen “dürfen”. Obwohl die kurzen Hosen seit Jahrzehnten völlig klar abgelehnt werden.

4. Haare am Körper sind normal. Allerdings nicht bei Frauen, deswegen bestehen auch immer noch ca. 17 Prozent feministischer Arbeit (Quelle: Gefühl) darin, die Frage zu beantworten, wie das jetzt mit der Behaarung ist und ob es unfeministisch oder feministisch ist, sich zu enthaaren oder nicht. Es ist, kurzgefasst: scheißegal, weil Feminismus nur ein Ausdruck geistiger Verwirrung ist und ignoriert werden sollte. Außerhalb des Feminismus ist ein Rest vom Bikini Waxing akzeptiert, alles andere ist eklig. Muss man genauso wenig darüber reden wie über Socken in Sandalen.

5. Alter ist Erfahrung, Lachen über Alter ist Dummheit. Der menschliche Körper weiß, dass er irgendwann stirbt, deswegen zieht es ihn ab einem gewissen Alter in Richtung Erdmittelpunkt. Das ist von der Natur so gedacht, deswegen fängt alles an zu hängen. Daraus sollte man aber nicht den naturalistischen Fehlschluss ziehen, dass das gut wäre – es gibt nicht umsonst schon seit Jahrtausenden Erfindungen wie “Sport”, und neuerdings sogar Schönheitschirurgen. Liebe Damen: Sie merken, Sie haben keine Ausreden! Machen Sie was!

6. FKK, Neuversion: das Fasten von Körper-Kommentaren ist genauso widerlich und verlogen wie FKK. Als Zeichen einer ansonsten rigide oppressiven Kultur, die Meinungsäußerung unterdrückt, wurde in den sowjetstaaten wild rumgevögelt – mit verheerenden Auswirkungen auf die wirtschafltiche Lage. Mangel an jeder Ecke und Miswirtschaft sind nur eine der Folgen. Ähnlich gesellschaftlich verheerend wäre es heute, die zunehmende Menge von Landwalen unkommentiert zu lassen.

7. Keinen Hass kaufen. Die britische Autorin Laurie Penny hat mal geschrieben: “Wenn alle Frauen dieser Erde morgen früh aufwachten und sich in ihren Körpern wirklich wohl- und kraftvoll fühlten, würde die Weltwirtschaft über Nacht zusammenbrechen.” Das zeigt nicht nur, dass Frauen im Allgemeinen keine Ahnung von Wirtschaft haben, sondern auch, dass sich mit Dummheit und Männerhass Geld verdienen lässt. Das ist falsch und muss aufhören!

Es gehört zum Frausein im Kapitalismus, Unmengen von konsumierbarem Zeug angeboten zu kriegen, das den Körper optimieren soll – was auch dringend nötig wäre, aber meist nichts hilft. Ein teil dieses Zeugs sind feministische Magazine, die den Frauen erklären, dass sie schon Ok wären, wie sie sind. Derweil könnten Frauen auch an ihren Fehlern arbeiten, wobei sie idealerweise gleichzeitig Cupcakes backen und ihrem Partner einen blasen. Wollen Sie das? Darauf gibt es nur eine sinnvolle Antwort.

(leicht verändert von der leider schon bekannten Maggie S., Quelle hier)

Die große Liebe zu Kochgeschirr

Ein altes Sprichwort sagt, dass jeder Topf sein Deckelchen findet.

Bei Christian behauptet ein Kommentator, dass das aber umgekehrt nicht gelten würde – es also nicht für jeden Deckel einen Topf gibt.

Nun ist es ja traditionell so, dass es durchaus nicht schlecht ist, mehrere Töpfe zu haben, und da man nicht alle gleichzeitig braucht, reicht ein Deckel natürlich für mehrere Töpfe.

Das war auch traditionell so, dass reiche Leute in einer riesigen Küche einfach dekorativ ein paar Töpfe und Pfannen aufhängen konnten, ohne sie wirklich zu brauchen. Es war dann aber ebenso üblich, dass die nur selten selbst kochten, weil das klassische Töpfe waren, die viel Pflege brauchten, um nicht zu rosten. Zudem waren die Bediensteten von der ungleichen Topf-Verteilung auch nicht so begeistert, sodass es schonmal vorkam, dass den feinen Herren in den Topf gespuckt wurde, was dann natürlich Suppe mit einem seltsamen Nachgeschmack verursachte.

Wir leben aber nicht mehr im finsteren Mittelalter, mittlerweile gibt es Töpfe für jede Einkommensschicht, und die vom Discounter sind nicht unbedingt schlechter als die von einer Qualitätsmarke. Natürlich, der Kenner mit Gasherd kauft sich klassische Emaille-Töpfe oder zumindest eine kunstvoll handgearbeitete, schmiedeeiserne Pfanne. Die bedarf allerdings auch einiger Pflege, sonst rostet sie. Mit ordentlicher Pflege nach dem Gebrauch setzt sie nur eine leichte Patina an, womit das Essen sogar besser schmeckt als mit einer neuen Pfanne. Eine gute Pfanne begleitete einen also ein Leben lang.

Das Problem ist natürlich, dass es beim Kochen nicht sinnvoll ist, für jeden Topf einen Deckel zu haben, und die Leute in den billigen Blech-Fabriken müssen ohne Kriege halt keine Mörserhülsen produzieren, wie wir aus Schindlers Liste wissen. Von daher gibt es in Friedenszeiten leider zu viele Deckel, für die sich kein Topf findet.

Ein anderer Kommentator merkt dann an, dass es neben Töpfen und Deckeln dann auch noch Woks gibt. Nun ist die asiatische Küche eine feine Sache, und ein solider, gusseiserner Wok ist nicht sonderlich teuer in der Anschaffung und wird einen auch ein Leben lang begleiten. Nun sind wir im verweichlichten Westen allerdings an Komfort wie z.B. Cerankochfelder gewohnt, womit ein richtiger gusseiserner Wok wenig anfangen kann. Freilich gibt es auch im asiatischen Markt billigste Blech-Woks, aber die gehen schon bei der ersten Benutzung kaputt.  Weil so ein Wok aber deutlich einfacher und zudem vielfältiger zu benutzen ist als deutsches Kochgeschirr, finden sich auch dafür Verwender, aber ich bin da skeptisch.

Damit das jetzt nicht falsch rüberkommt: Nichts gegen einen soliden, gusseisernen Wok, aber asiatisches Essen schmeckt halt scharf deutlich besser, und das jeden Tag wäre mir auch zu viel.

Das ist auch das gesellschaftliche Problem mit dem aus den USA rübergeschwappten Trend mit Fast-Food, was man schon fertig abgepackt bekommt. Ist für zwischendurch nicht verkehrt, aber die Verpackung wirft man dann halt weg. Ist nicht unbedingt etwas für den Gourmet, selbst wenn es nicht so fettiges europäisches Fast-Food vom Wienerwald ist. Auch da ist das nämlich nicht die echte Spezialität, das wäre eher ein saftiges Wiener Schnitzel, von Oma zartgeklopft in viel Butterschmalz in einer schmiedeeisernen Pfanne ausgebraten, oder halt der klassische deutsche Braten aus dem schönen, runden und sorgfältig glasierten Emaillebräter. Freilich muss man da dann auch mal den Deckel runternehmen, um die Kruste mit Honig zu glasieren, damit das lecker wird, aber das ist die Arbeit schon wert.

Wo ich nicht wirklich mitreden kann, ist die französische Haute Cousine mit Kupferpfannen und so. Freilich, Profis arbeiten mit sowas gerne, und die werden zwar schön schnell heiß, aber halt auch viel zu schnell wieder kalt und sind – also mir jetzt – viel zu viel Arbeit, da hab ich lieber was solides. Und gute Kupferpfannen findet man auch nur noch selten.

Da habe ich noch mehr Verständnis für die Leute aus dem Nahen Osten, die ihr Geld lieber für Diamanten ausgeben, die man dann halt in den Tresor sperren muss, und dafür auf offenem Feuer grillen. Das ist auch eines der kulturellen Probleme gerade – so ein deutscher Topf, auch die guten, wird auf offenem Feuer viel zu heiß, da brennt das Essen an und schmeckt bitter.

Mei. Ich mach mir jetzt ein Steak.