Reminder: Man gibt einem Hungernden keinen Fisch, sondern eine Angel.

Coronavirus-Fallzahlen gibt es heute: keine. Update ggf. irgendwann hier, aber das könnte die Bevölkerung verunsichern.

Soll ich jetzt noch was zu dem “alte Leute sterben, das ist gut so” – Tweet von Meike Lobo schreiben? Ich meine, die Meike hat offenbar Sascha Lobo geheiratet. Was soll ich dazu noch sagen? Dass sie in Berlin lebt?

Deutschsein für Anfänger

Aktuelle Coronavirus-Fälle: 240, +53%. Widmen wir uns also wichtigeren Themen: Rassismus.

Ich sitze auf dem Küchenstuhl und hatte eine große Portion Rassismus zum Frühstück.

Oh wie theatralisch. *Skip*.

Ich wohne in einem Plattenbau, etwas außerhalb von Köln.

Das tut mir leid für Dich, Ali. Beides.

Dabei ist es wichtig zu erwähnen, dass ich 1,85 Meter groß und braun bin. Eigentlich mag ich meinen Bart und meine lockigen Haare, aber sie markieren mich als fremd. Als den Araber, den dreckigen Kanaken.

Ich weiß jetzt gar nicht, wo ich anfangen soll – der Teasertext verspricht was von “Deutschtürken”. Türken sind keine Araber – probiert das ruhig selber aus, das ist eine hervorragende Möglichkeit, Türken aggressiv zu machen. Und “Kanaken” – äh – sind das nicht eher Jugoslawen, die halt keine Zigeuner sind? Nein? Mein falscher Sprachgebrauch? Ich meine ja nur – da war ein großer Teil Österreich-Ungarn, das sind ethnisch-historisch ziemlich “deutsche”, aber wir müssen uns ja gegenüber denen trotzdem abgrenzen?! Für Türken reicht ja nun “Türke” – das ist ja das schöne an der deutschen Sprache (und Kultur), dass man auch faktische Bezeichnungen als Derogativ verwenden kann. Haben sogar die Deutschtürken gelernt; die verwenden “Alman” derogativ.

Das waren die Worte meines Nachbarn gerade eben.

Das tut mir auch leid, dass Dein Nachbar ein Idiot ist, Ali.

Vor ein paar Tagen muss sich jemand einen Spaß erlaubt und seinen Briefkasten mit nassen Prospekten gefüllt haben.

Das ist aber halt kein Spaß, Ali. Wieso machst Du sowas?

Ich war es nicht.

Das glaubt Dir nun niemand mehr – du findest das ja auch noch lustig. Ein anständiger Deutscher würde darüber nachdenken, ob das nicht vielleicht nur Schlamperei des miserabel bezahlten Prospektzustellers war und es halt regnete, aber das spricht jetzt nicht unbedingt dagegen, ihn öffentlich auspeitschen zu lassen – bestrafe einen, erziehe Hunderte. Du, Ali, findest es aber lustig. Das ist nicht lustig.

Warum sollte ich so was tun?

Ja weil Du es lustig findest. Sagst Du fucking selber. Liest denn die Texte hier niemand mal auf Logik und Kohärenz durch?!

[blabla] Dann holt er aus und boxt mir auf die Nase. Der Mann ist circa 50 Jahre alt, ich 24. Ich bin mir sicher, dass es schlimm enden könnte, wenn ich meine Wut nicht kontrolliere, und gehe. Er schreit mir hinterher: “Verpisst euch endlich!” Meine Hände sind noch immer feucht von den Prospekten, mein Gesicht schmerzt und ich verpisse mich in meine Wohnung. Mit geballter Faust haue ich in die Küchenwand.

Wir sehen – Ali hat irgendwie ein Aggressionsproblem. Mal abgesehen ist das Körperverletzung. Wir sind hier nicht in der Türkei, wo man sowas übrigens auch nicht “unter Männern ausmacht”, sondern auch da ruft man die Polizei. Warum rufst Du nicht die Polizei, Ali? Weil das alles überhaupt nicht passiert ist?!

Nach der Geschichte mit meinem Nachbarn sitze ich fast eine Stunde in der Küche vor dem Loch, das ich in die Wand geschlagen habe.

Ich vermeide das Verlassen Bayerns ja wirklich, wirklich, so gut es geht, aber ganz ehrlich: Wenn Du das mit einer meiner Wände hier machst, brichst Du Dir bloß die Hand. Das sind keine amerikanischen Trockenbauwände, und Du bist nicht der Terminator. Von wann ist der Artikel? August 2018? Ja, da war der Paulanergarten sicher geöffnet. 

Natürlich erlebe ich solche drastischen Vorfälle nicht jeden Tag. Aber viele schauen mich an, als sei ich eine Gefahr für sie.

In Anbetracht der Tatsache, dass Du es offenbar für eine gute Idee hältst, Ali, mit Deiner Faust gegen eine deutsche Wand zu hauen, bist Du eine Gefahr. Weil (a) aggressiv, (b) offenbar kräftig und (c) nicht ganz dicht.

Wenn ich krank bin, laufe ich eigentlich immer in Jogginghose rum.

Da spricht nicht wirklich was dagegen. Wenn ich krank bin, trage ich einen Pyjama.

Doch jedes Mal weiß ich, dass ich dann noch netter, mein Lächeln noch breiter sein muss.

Also – wir haben jetzt einen kräftig gebauten jungen Mann mit den unkontrollierten Aggressionen, und jetzt grinst er auch noch wie ein Psychopath? Alleine zuhause in seiner Jogginghose? Fairerweise – das macht mir schon etwas Angst.

Sobald ich eine Praxis betrete, wandern die Blicke mancher Arzthelferinnen zu mir. Groß, braun, sportlich und in Jogginghose – Scheiße.

Ja, Meister, und Du wirst ganz, ganz sicher behaupten, das sei Rassismus und nicht etwa der Tatsache geschuldet, dass Du nicht nur ein hochaggressiver Psychopath bist, sondern auch noch mit einer verdammten Jogginghose rumläufst. Ich weiß, die deutsche Sprache ist schwer, aber die heißt “Jogginghose”, weil man sie zum Joggen trägt. Bist Du Joggen? Nein? Du bist beim Arzt. Natürlich guckt dich da die Arzthelferin blöd an. Die trägt ja nun auch einen weißen Kittel, und kein transparentes Latex-Kleid, wie zuhause, ne?! Ist das so schwierig zu verstehen?

Von missbilligend bis verängstigt wurde ich in diesem Outfit schon angesehen.

Ja dann zieh Dir halt wie jeder andere Mensch auch was ordentliches an. Es wird impliziert, Du bist Türke – schau mal in die Türkei und such jemanden, der eine verdammte Jogginghose in der Öffentlichkeit trägt. Sogar die Bettler haben da ordentliche Hosen an, da. Wo sind wir denn hier?! Amerika?!

Ich kann die Entspannung bei meinem Gegenüber sehen, sobald ich anfange, zu reden. Wenn sie merken, dass ich gutes Deutsch spreche und höflich bin. Ihre Blicke sagen mir: “Ah, doch nicht so ein asozialer Araber.”

Der Satz funktioniert sehr viel besser ohne das “Araber”. Wenn Du Dich anziehst wie Cindy aus Marzahn nehmen sinnvoll denkende Menschen nicht an, dass du Nuklearingenieur bist. Wenn Dich das stört: zieh Dir was ordentliches an. Das ist kein Rassismus; das ist Deine Schuld und allein Dein Problem.

Ja, auch Blicke können rassistisch sein, auch Sitzhaltungen können rassistisch sein und sie können verletzen.

Auch Aussagen wie “ach fick Dich doch” können verletzen. Ändert nichts daran, dass Du sie hören wirst, Jammerlappen.

Natürlich weiß ich nicht, was die Leute denken. Ich möchte mir es auch nicht die ganze Zeit vorstellen. Aber ich tue es. Ich muss es sogar.

Das ist geradezu kafkaesk: Der arme Mann weiß nicht, wofür er angeklagt wird, aber er muss es doch wissen. Das ist – brillant. Scheiß auf “Der Prozess”, die Zeit schafft das in einem Artikel!

Manchmal frage ich mich, ob es nicht einfacher wäre, aufzugeben. Ob ich nicht einfach jeden Tag mit Jogginghose rumlaufen und nicht andauernd lächeln sollte.

Joah… dann würdest Du nicht mehr wie ein asozialer Psychopath rüberkommen, sondern nur noch wie ein Asso. Toll. Die Idee, eine ordentliche Hose anzuziehen ist sicher zuviel der Zumutung für niedere Rassen wie Deine, richtig? Weil – dann wären schon all Deine “Probleme” gelöst (Spoiler: nicht).

Ich möchte nicht darüber nachdenken müssen, was ich anziehe und ob mein Bart zu lang geworden ist.

Ey – wenn man schon das Pech hat, mit der Hautfarbe von Osama ibn Laden geboren zu sein, muss man sich dann noch unbedingt einen Terroristenbart wachsen lassen? Kaum jemand unter 60 trägt in der Türkei einen Bart, also erzähl mir da nix von “Kultur”. Das sieht sicher cool und männlich aus – deswegen machen die Terroristen das ja. Sammal. Das ist jetzt echt nicht so schwierig. Vor allem aber isses Alis Entscheidung und damit (wieder) allein seine Schuld.

Es ist ja nicht meine Schuld, dass sie Angst vor mir haben.

Nein? Doch, Ali, ist es schon. Es ist nur Deine Schuld.

Ich möchte einfach akzeptiert werden und stressfrei den Tag überstehen.

Ich auch. Da ist ein psychopathisch grinsender Muskelprotz mit Aggressionsproblemen, der recht offensichtlich ein totaler Asso ist, aber halt nicht sonderlich hilfreich.

Ich möchte unsichtbar sein, wie alle anderen auch.

Sich aber mal zu rasieren, nicht blöd grinsen und eine ordentliche Hose anziehen ist sicher eine rassistische Zumutung, gell?

Ich bin Teil dieser Gesellschaft.

Traurigerweise, ja.

Ich möchte studieren und gut leben.

Tust Du schon.

Das heißt, ich muss mich dem System anpassen.

Nein, das musst Du recht offenbar – und leidernicht. Sonst würdest Du Dir ja mal einen Rasierer und eine ordentliche Hose kaufen.

Ich bin der Erste in meiner Familie, der eine Universität von innen sieht. Wobei: Nicht ganz, meine Eltern haben eine Zeit lang als Putzkräfte in der Uni gearbeitet und mich und meinen Bruder von Zeit zu Zeit mitgenommen.

Och Menno, jetzt hast Du mir den klischee-igen Witz weggenommen. Aber ich glaube das nicht; die Gastarbeiter aus der Türkei kamen nicht zum Putzen.

Jedes Mal sagte meine Mutter zu uns: “Später werdet ihr hier studieren”, und sie hat recht behalten. Ich erwarte aber von niemandem, dass er mir auf die Schulter klopft oder mich lobt.

Ja wofür denn auch? “Herzlichen Glückwunsch, Du hast eines der (immer noch) besten Bildungssysteme auf diesem Planeten nicht ignoriert???” – Ey, wenn Du Dich jetzt noch rasierst und mal vielleicht einen Anzug trägst, kommst Du vielleicht sogar in den Vorstand von Siemens. Also – Du nicht, falsches Geschlecht & Frauenquote, aber theoretisch, wenigstens.

Aber manche Kommilitonen schauen mich an, als würden sie denken: “Was macht der denn bitte hier?”

Der Asso in der Jogginghose, der grinst wie ein Psychopath? WIESO WUNDERT DICH DAS?

Was mir an der Universität aufgefallen ist: dass ich vor allem zu weißen Frauen besonders nett sein muss – ob es meine Kommilitoninnen sind, Dozentinnen oder Mitarbeiterinnen im Prüfungsamt.

Jaja, das hier ist ein antifeministisches Blog; das sind alles Fotzen. Geschenkt. Hat halt nix mit Rassismus zu tun.

Vor rund drei Monaten war ich so naiv und habe mich einfach auf einen Platz neben eine Kommilitonin gesetzt.

Das war halt jetzt nicht naiv, das war schlicht unhöflich. Wir sind in Deutschland, da fragt man, ob da noch frei ist, auch wenn das noch so offensichtlich ist. Wo hast Du denn Etikette gelernt, Ali? Hier offenbar nicht, und in der Türkei sicher auch nicht, da setzt man sich nicht neben wildfremde Frauen.

Wir hatten einen kurzen Blickwechsel. Und sie hatte Panik in den Augen. “Keine Sorge, ich werde dich schon nicht angrapschen!”, will ich brüllen, aber ich lächle.

Aaaaalso… nehmen wir mal an, ich setze mich neben eine wildfremde Frau an der Uni, ohne pseudo-höflich zu fragen, ob der Platz noch frei ist. Und dann grinse ich sie blöd an, während ich sie in Gedanken ausziehe (Ali ist auch ein Mann). Wie kommt das bei der Frau wohl an? Sie läuft schreiend weg?

Sie packt ihre Sachen und steht sofort auf.

Das ist dann wohl positiver Rassimus. Sie schrie immerhin nicht.

Ich drehe mich wieder nach vorne und versuche, zu begreifen, woran es heute gelegen haben könnte. Ich habe eine Jeans, weiße Sneaker und ein weißes T-Shirt an, eine Baseball-Cap auf dem Kopf

Ja – woran könnte es wohl gelegen haben, Ali? An deinem Terroristenbart – ich meine, die Jogginghose war es ja nun nicht, aber, nur so als kleiner Hinweis: Das ist ein Hörsaal. Ein Hörsaal ist kein Rap-Konzert – und v.a. stehst Du nicht auf der Bühne. Könnte es sein, dass man in geschlossenen Räumen keinen Hut trägt – geschweige denn ein Baseball-Cap? Könnte es sein, dass das ist wie mit den Jogginghosen, das mit den Baseball-Caps? Wieso nimmst Du nicht auch noch gleich einen Baseballschläger mit? Oder eine Kettensäge? Nein? Doch?

Wieder merke ich, dass ich die Schuld bei mir suche.

Ja, da merkt man den angehenden Ingenieur.

Doch verdammt noch mal, es ist nicht meine Schuld. Ich habe ja nichts getan.

… sondern Allah. Allah hat Dir gesagt, dass Du Dir einen Bart wachsen lassen und ein Baseball-Cap aufsetzen sollst?

Vor Kurzem wollte ich einer älteren Dame mit ihren Einkäufen helfen. Ich kam gerade aus dem Fitnessstudio. Die Bahn fährt ein, ich sehe, wie sie Schwierigkeiten hat, ihre Taschen zu tragen und packe reflexartig nach den Tüten, um ihr zu helfen.

Kommunikation, wie wir sehen, ist total überbewertet. “Kann ich Ihnen helfen” – “ne, verpiss dich, du blöder dreckskanacke” M-hm — Ah – Moment – er hat nicht gefragt.

“Ich wollte Ihnen nur helfen”, antworte ich.

Bissi spät, das mit der Kommunikation. Würde ein Dieb auch sagen, wenn er erwischt wird.

“Lass mich in Ruhe und hau ab, Paselacke!”, schreit sie wieder.

“Paselacke” ist das kölnische Singular von “Gesocks”. Praktisch, die rheinische Sprache.

Ich spüre, wie mein Herz rast und wie ich mit den Tränen zu kämpfen habe, und blicke starr aus dem Fenster.

Eigentlich hat er ein Fenster der U-Bahn einzuschlagen versucht; die gehen sogar kaputt, wenn man einen Ring trägt oder so. Das schreiben wir aber mal nicht hin.

Meine Hand und meine Nase tun weh. Ich habe das Seminar verpasst. Also schreibe ich dem Dozenten eine Mail. Ich will ihm sagen, dass ich um neun Uhr morgens von einem Rassisten geboxt wurde. Und dass mich das so stark mitgenommen hat, dass ich jetzt hier sitze und mich nicht bewegen kann.

Immer noch: Das sagt man aber nicht seinem Dozenten, das sagt man der Polizei. Warum aber sagt man das überhaupt seinem Dozenten? Sind wir jetzt im völlig verblödeten Amerika? Haben Dozenten nicht was besseres zu tun, als Paulanergarten-Geschichten von asozialen Studenten zu hören?

Aber das tue ich nicht. Ich bitte ihn, mich zu entschuldigen.

Joah – und wenn die Geschichte denn so passiert ist, was ähnlich realistisch ist wie dass ein Zug auf Gleis neundreiviertel mal pünktlich kommt, dann entschuldigt der Dozent das selbstverständlich nicht, wenn da Anwesenheitspflicht ist. Ali fällt hier also durch, fliegt von der Uni, und muss sein restliches Leben so leben, wie er eh aussieht.

Und spiele wieder den netten Kanaken.

Siehste? Du weißt selber, dass Du nicht nett bist; du musst das spielen. Die alte Dame mit den Tüten hat da genug Lebenserfahrung, in Dein Innerstes zu sehen und zu erkennen, was Du bist: niederstes Gesocks. Wie rassistisch.

Scheiß auf eine Milliarde Tote. Das Problem heißt Diskriminierung

Im politisch noch korrekteren Ausland ging das schnell los, dass das eigentliche Problem an einem der tödlichsten, infektiösesten Viren der heutigen Zeit, ist, dass sich irgendwelche armen Hascherln – vor allem Chinesen – diskriminiert fühlen könnten.

Das ist richtig und wichtig: Was macht es schon aus, dass die Wahrscheinlichkeit, sich von einem hustkeuchenden Chniesen – oder mittlerweile Italiener – anzustecken etwa 1000mal höher ist als von einem – Neger? Nehmen wir Neger. Wir haben das aktuelle Jahr, da muss man “woke” auf die strukturellen Probleme der Gesellschaft achten – viel zu viele Leute sind auch immer noch zu homphob, um ungeschützten Analsex mit HIV-positiven zu haben.

Kann man sich nicht ausdenken? Dooooooch – aber Ihr dachtet vielleicht auch, dass wenigstens die WHO nicht nur Unsinn macht wie der Rest der UN – Ihr Träumer!

So, und da der Stuss auf den “Umgang” mit AIDS zurückgeht:

UNAIDS terminology guidelines: from ‘AIDS victim’ to ‘people living with HIV’; from ‘fight against AIDS’ to ‘response to AIDS’.

Da wäre ich noch dafür – das sind zu 95% keine “Opfer”, sondern Leute, die in der Regel freiwillig devianten, ungeschützten Geschlechtsverkehr mit Hochrisikogruppen haben, als da wären: Neger und Homos. Selber Schuld.

Social stigma in the context of health is the negative association between a person or group of people who share certain characteristics and a specific disease. In an outbreak, this may mean people are labelled, stereotyped, discriminated against, treated separately, and/or experience loss of status because of a perceived link with a disease. Such treatment can negatively affect those with the disease

Ja – beispielsweise tun wir Leute mit hochansteckenden Krankheiten in Quarantäne; das ist nicht so prickelnd. Aber danke, WHO, dass wir das nicht tun sollten. Was soll schon passieren? Stigmatisierung ist viel schlimmer:

Stigma can undermine social cohesion and prompt possible social isolation of groups, which might contribute to a situation where the virus is more, not less, likely to spread. This can result in more severe health problems and difficulties controlling a disease outbreak.

Klingt logisch, oder? Nein? Schauen wir uns die tolle Argumentation zu dem Doppelplusungut-Sprech an:

Don’t – attach locations or ethnicity to the disease, this is not a “Wuhan Virus”, “Chinese Virus” or “Asian Virus”. The official name for the disease was deliberately chosen to avoid stigmatisation

Na, da bin ich aber beruhigt, dass voraussichtlich 10% der Weltbevölkerung an einem politisch korrekten Virus sterben werden – das ist nicht der Worst-Case, das ist der mittlere Pandemie-Case. Bleibt die Pandemie aus, interessiert das in einem Jahr eh niemanden mehr. Bricht sie aus, sterben in Wuhan genauso ~10% wie überall sonst. Ich denke, die Leute haben dann andere Probleme als Wording. Aber gut, dass wir die WHO finanzieren. Die tun da was dagegen.

DO – talk about “people who have COVID-19”, “people who are being treated for COVID-19”, “people who are recovering from COVID-19” or “people who died after contracting COVID19”
Don’t – refer to people with the disease as “COVID-19 cases” or “victims”

Warum? Sind das keine Opfer? Kann irgendwer irgendwas dafür, sich bei einer Pandemie anzustecken? Woher denn? Wie kann ich das vermeiden? 3 Jahre auf einem Boot verbringen, alleine? Ist jetzt nicht so, als müsste ich nur Sex mit Schwarzen und Schwulen vermeiden – oder wenigstens Kondome verwenden?!

Hilft es irgendwem, wenn wir unendlich lange statt klarer Formulierungen verwenden bei der Entwicklung eines Virizids oder eines Impfstoffs? Nein? Wir verschwenden nur die Zeit hochqualifizierter Wissenschaftler für politisch korrekten Bullshit? Ja?

DO – talk about “people who may have COVID-19” or “people who are presumptive for COVID-19”
Don’t – talk about “COVID-19 suspects” or “suspected cases”.

“Menschen” – jaja, ist immer wichtig, zu betonen, dass das Menschen sind. Sonst könnte man ja denken, die wären Abschaum wie AfD-Wähler oder Deplorables wie Trump-Wähler, gell?

Don’t talk about people “transmitting COVID-19” “infecting others” or “spreading the virus” as it implies intentional transmission and assigns blame.

For Fuck’s Sake. Wer, ohne, dass ihr blöden WHO-Fotzen das sagt, kommt denn auf die Idee, dass Leute Viren absichtlich übertragen? Wie überträgt man denn einen Virus absichtlich? Biowaffen? Oder: Wie macht man das versehentlich? Der Virus überträgt sich schön selber, das ist der Trick bei der Sache.

Using criminalising or dehumanising terminology

Ey – gibt’s da noch eine sehr viel viralere Hirnkrankheit, die so die halbe (linke) Weltbevölkerung befallen hat, die noch niemandem aufgefallen ist? Ist “Marxismus” eigentlich keine politische Einstellung, sondern eher eine Krankheit wie Alzheimer? Wieso müssen Linke immer betonen, dass sie auch “Völkerabfall” als Menschen ansehen – weil sie es nicht tun, eventuell, das bigotte Arschlochpack?

… creates the impression that those with the disease have somehow done something wrong or are less human than the rest of us, feeding stigma, undermining empathy, and potentially fuelling wider reluctance to seek treatment or attend screening, testing and quarantine

Wisst Ihr, wen man so richtig, richtig stigmatisieren, diskriminieren und kriminalisieren sollte? Leute, die sich nicht in Behandlung begeben, wenn sie krank sind. Und Regierungen, die Hotlines einrichten, an die keiner drangeht, und es nicht gebacken bekommen, Leute zu testen.

DO – speak accurately about the risk from COVID-19, based on scientific data and latest official health advice.
Don’t – repeat or share unconfirmed rumours, and avoid using hyperbolic language designed to generate fear like “plague”, “apocalypse” etc.

Na – da bin ich doch schon seit meinem letzten Post vorbildlich: Ich spreche nur von einer wahrscheinlichen Pandemie mit dem Potential, 10% der Weltbevölkerung auszulöschen. Mit Quellen – dieses Gutachten, extrapoliert.

Aber, Sidenote: Die “latest official health advice” ist strunzblöde. Freilich ist es eine gute Idee, sich ab und zu mal die Hände zu waschen, aber (a) könnte man da als Regierung schon auch mal dazusagen, wie das geht, und (b) sollte man spätestens bei den aktuellen Hamsterkäufen von Desinfektionsmitteln dringends jede zweite Plakatwand hiermit volldrucken:

Es ist ja nun eher egal, dass fast alle Leute zu blöd sind, sich ordentlich die Hände zu waschen, aber wenn Du das mit Desinfektionsmittel machst, hast Du immer noch von allen Bakterien, Viren und sonstigem was an den Händen – und Desinfektionsmittel. So züchtet man dann multiresistente Keime – und jeder seinen eigenen! Nur, falls Ihr jetzt 10% der Weltbevölkerung irgendwie viel fandet.

Aber nein, die richtige Sprache ist wichtig. Das ist wie bei Rassismus: Wenn wir den “richtig” nennen, geht er ja auch weg; und auch die sonst vollkommen unsichtbaren Frau*innen werden durch Sprache endlich gleichberechtigt. Wenn Ihr Euch die Augen zuhaltet, sehen Euch andere Leute übrigens auch nicht, das ist wie bei Schrödinger’s Katze; quasi Quantenphysik.

DO – talk positively and emphasise the effectiveness of prevention and treatment measures. For most people this is a disease they can overcome.

Jupp, sowas vergesse ich gerne: Ihr gehört sehr wahrscheinlich zu den 90%, die das überleben. Guckt – seid Ihr gleich viel beruhigter.

There are simple steps we can all take to keep ourselves, our loved ones and the most vulnerable safe.

Aktuell ist das einzige, was Du tun kannst, um eine Pandemie zu vermeiden, (a) möglichst wenig Leute treffen und, wenn Du eine Regierung bist, (b) möglichst viele Verdachtsfälle testen (wie Südkorea), zumindest isolieren (wie China) oder lieber zu viele als zu wenig medizinische Einrichtungen schaffen (wie auch China).

Don’t – emphasise or dwell on the negative, or messages of threat. We need to work together to help keep those who are most vulnerable safe.

Also sollte man sich nicht hinstellen wie der Zuständige bei der Charite in Berlin und erklären “Wir sorgen uns um die Gesellschaft, nicht um den Einzelnen”? Blöd, dass das dem keiner gesagt hat. 

DO – emphasise the effectiveness of adopting protective measures to prevent acquiring the new coronavirus, as well as early screening, testing and treatment.

Ey – ich fühle mich ein bisschen verarscht, gerade. Natürlich sind frühzeitige Triage, Tests und Behandlung / Isolation verdammt effektive Maßnahmen. Hallo? Frau Merkel? Herr Spahn? Frau von der Leyen und der Rest der EU, der gerade nach fucking Griechenland reist? Jemand zuhause? Nein?

Do something

Spreading the facts: Stigma can be heightened by insufficient knowledge about how the new coronavirus disease (COVID-19) is transmitted and treated

Der Virus verbreitet sich wie blöde, zum Beispiel dadurch, dass man die selbe Aufzugtaste verwendet wie jemand, der das Virus hat – muss er nichtmal wissen, das hat bis zu 14 Tage Inkubationszeit bis zu den ersten Symptomen – und das geht eine Woche lang, wenn man das Terminal nicht zwischenzeitlich desinfiziert. Gilt übrigens auch für PIN-Terminals zum Bezahlen, Bankautomaten…

Behandlungsmöglichkeiten gibt es keine. Wenn ihr Pech habt, bekommt Ihr eine Lungenentzündung – ggf. hilft da Intubieren, oder ihr sterbt halt (wahrscheinlich). (Schwere) Sepsis ist auch eine Möglichkeit, aber selten, dafür tödlicher. Tendenziell solltet Ihr beides so bald wie möglich bekommen, bevor die Intensivstationen völlig überlastet sind. Dummerweise sind sie das erstens schon, und zweitens bewahrt eine einmalige Infektion mit dem Virus nach aktuellem Wissenstand nicht vor einer Neuinfektion. Blöd, gell?

and how to prevent infection

Relativ sicher wäre es, sich für die kommenden beiden Jahre – oder zumindest bis zur Entwicklung eines Impfstoffs (falls möglich) oder zumindest einer Therapie (falls möglich) mit ausreichend Lebensmitteln mindestens 1km vor einer Küste vor Anker zu isolieren.

Hach, das ist noch beruhigender, als unser Regime das jemals könnte.

Engaging … respected celebrities to amplify messages that reduce stigma. The information should be well targeted and the celebrities who are asked to communicate this information must be personally engaged, and geographically and culturally appropriate to the audiences they seek to influence.

Weil wir alle fucking Rassisten sind? Heißt das, wir lassen das für die USA Miley Cyrus machen, die in einem durchsichtigen Latex-Bikini eine Poledancing-Stange abschleckt und dann erklärt “machen Sie das nicht, so überträgt sich der Coronavirus”?! Und im Iran empfehlen wir dann das Tragen einer Niqab statt dem üblichen Hidschab, wegen Mund- und Nasenschutz? So etwa?

Fairerweise ist der Niqab nicht die blödeste Idee. 

Amplify the voices, stories and images of local people who have experienced the new coronavirus (COVID-19) and have recovered or who have supported a loved one through recovery to emphasise that most people do recover from COVID-19

Jaja, es sind nur so 17% der Fälle schwer, und mit guter Behandlung sterben da auch nur 10-50%. Das setzt aber halt voraus, dass man für die vsl. 4 Millionen gleichzeitig Kranken in Deutschland diesen Herbst – also gut 700.000 schwere Fälle – auch Behandlungsmöglichkeiten hat. Wir haben übrigens 500.000 Krankenhausbetten – das ist proportional mehr als überall sonst, außer Japan. Die sind aber leider eh schon fast alle belegt…

Make sure you portray different ethnic groups. All materials should show diverse communities being impacted and working together to prevent the spread of COVID-19. Ensure that typeface, symbols and formats are neutral and don’t suggest any particular group

Schriftarten. Was bei einer drohenden Pandemie wirklich, wirklich wichtig ist, sind Schriftarten. Verwenden wir doch einfach Corona.


Ey, ganz ehrlich: Wenn das nicht hauptsächlich für alte Menschen gefährlich wäre, sondern mehr so Leute, die derartigen Stuss von sich geben, würde ich sagen “Go Viral!”. Was wir aber zumindest machen sollten: Großflächig kommunizieren, dass das Virus vollkommen ungefährlich und eine Behandlung mit Globuli möglich ist. Das hätte zumindest einen (sozialdarwinistisch) positiven Effekt auf die Gesellschaft.

Coronavirus-Pandemie

Wisst ihr, was richtig, richtig gute Ideen bei der auch nur marginalen Gefahr einer Pandemie sind?

Na, zuerstmal sollte sich die Kanzlerin hinstellen und verkünden: “Wir schaffen das”. Das hat schließlich schon immer funktioniert, und die Kanzlerin genießt das höchste Vertrauen in der Bundesrepublik. Das beruhigt die Bevölkerung.

Dann sollte das Robert-Koch-Institut verkünden, dass es nur Andere, nicht einen selbst schützt, irgendwelche Gesichtsmasken zu tragen, sodass das möglichst wenig Menschen machen. Denn davon haben wir eh nicht genug. Das beruhigt die Bevölkerung.

Dann könnte der Gesundheitsminister nach Italien fliegen – und sofort wieder nach Hause. War da was in Italien? Da wo. Da kann man dann auch verkünden “Die Lage ist ernst” – das beruhigt die Bevölkerung.

Der Finanzminister kann dann verkünden, dass man schonmal über ein Konjunkturprogramm für den Wiederaufbau nachdenkt. Das beruhigt die Bevölkerung.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe bietet immerhin eine Broschüre zur Notfallvorsorge. Die ist leider vergriffen. Das beruhigt die Bevölkerung.

Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes könnte dann verkünden, dass sich tatsächlich 19 Leute diskriminiert gefühlt haben. Angesichts von aktuell über 100 diagnostizierten Infektionen mit einem tödlichen Virus ist das schon ein sehr schwerwiegendes Problem. Das beruhigt die Bevölkerung.

Der Innenminister könnte dann verkünden, dass es “nichts mit Unhöflichkeit zu tun hat”, wenn man beliebigen Fremden nicht mehr die Hand schüttelt. Das ist nämlich ein echtes Problem – die Absperrung ganzer Städte oder Regionen sei hingegen “das letzte Mittel”. Immerhin rechnet er “damit, dass wir zum Jahreswechsel einen entsprechenden Impfstoff zur Verfügung haben”. Das beruhigt die Bevölkerung

Nun, so beruhigt und sicher die Bevölkerung schon jetzt ist, können wir ja wenigstens davon ausgehen, dass der Sommer das 2019-nCoV abstirbt, wie normale Viren? Neeeeeee, verkündet da die WHOSpielverderber. Nichtmal mit der globalen Erwärmung, die bleibt nämlich aus:

Öko-Aktivisten könnten verkünden, dass das Coronavirus zu einem Rückgang der Luftverschmutzung führt. Wenn’s schon mit dem Friedensnobelpreis für Greta nicht geklappt hat, haben wir also einen neuen Kandidaten. Das beruhigt die Bevölkerung.

Nochmal WHO: Man könnte das Problem mit COVID-19 und 2019-CoV auch einfach dadurch lösen, dass man das Virus in SARS-CoV-2 umbenennt. SARS war schließlich völlig ungefährlich, das beruhigt die Bevölkerung.

Die GEZ-Medien könnten dann verkünden, dass Hamsterkäufe Unsinn sind. Das führt nämlich sicher nicht zu Hamsterkäufen. Ideal dazu sind Bilder von leeren Regalen, das beruhigt die Bevölkerung.

Die EU-Kommission könnte dann noch erklären, dass Grenzkontrollen auch nichts helfen. Das beruhigt die Bevölkerung.

Die Bundesregierung könnte dann noch einen Krisenstab einrichten. Alleine das Wording beruhigt die Bevölkerung. Wenn der dann auch noch verkündet, er habe eine “Meldepflicht” beschlossen, muss die Bevölkerung doch wirklich, wirklich zufrieden sein. Oder?

Vielen Dank für das beste Deutschland, in dem wir gut und gerne leben!


Hamsterkäufe

So, und mal Tacheles: Wenn Ihr nicht für 10 Tage Lebensmittel zuhause habt, seid Ihr mal ganz ehrlich selbst Schuld – ich hab bereits 2016 gebloggt, dass unsere tolle Regierung uns notfalls 10 Tage alleine lässt – im Gegensatz zu, übrigens, anderen zivilisierten Staaten, die finden, drei Tage reichen. Ist jetzt eh zu spät – also, bis Dienstag. Danisch schreibt zwar, dass Hamsterkäufe in Deutschland enorm zivilisiert ablaufen – aber da würde ich mich jetzt Montag nicht drauf verlassen. Dienstag sind die Deppen weg – oder man geht halt mal in den Bio-Supermarkt, das sind die Ignoranten mit zu viel Geld, da gibt’s noch alles. Oder in den türkischen/russischen Supermarkt; da hatte die noch lebende Oma (oder Mama) selbst eine Notlage miterlebt, die haben eh genug zuhause.

Das Coronavirus

Tja – ich bin kein Epidemiologe, kein Biologe, kein Mediziner. Die Leute von ScienceFiles auch nicht, aber die haben da eine recht objektive Berichterstattung ohne derart strunzdämliche Panikmache darüber, was Sache ist – aktuell hier, sonst suchen.

Ja, natürlich werden wir alle sterben, aber das war von Geburt an klar. Und ja, das Virus ist wohl vom aktuellen Wissensstand deutlich gefährlicher als die Grippe, aber die wird alljährlich ignoriert, da sie eben hauptsächlich Leute umbringt, die eh bald gestorben wären. Solltet Ihr also zu dieser Risikogruppe gehören und Euer Leben um zwei Monate verlängern wollen, würde ich einfach die kommenden zwei Monate nur noch mit zumindest einer ordentlichen (3M/Dräger) Halbgesichtsmaske mit A2P3-Filter und Schutzbrille (leider ausverkauft) oder besser einer Vollgesichtsmaske (ebenso ausverkauft), Einmalhandschuhen (leider ausverkauft) und Einmal-Schutzanzügen (ebenso ausverkauft) außer Haus gehen – und das nur, wenn das denn unbedingt nötig ist. Das verlängert Euer Leben um – ja, wohl so zwei Monate; ist Eure Entscheidung, ob das lebenswert ist.

Die sonstigen “Empfehlungen” unserer ach so tollen Regierung(en) – also, “Großveranstaltungen meiden” – nenene, geht da ruhig hin; wir haben eh Überbevölkerung. Hände waschen – sammal. Nicht Hände schütteln und am besten den Leuten ins Gesicht hustend erklären, dass das nicht unhöflich ist? Hervorragende Idee, und vor allem nicht unhöflich.

Ah – aber falls ihr zufällig eh eine ordentliche Halbmaske besitzt, z.B. weil ihr den Lungenkrebs lieber vom Rauchen bekommt als von Schleifen oder Lackieren, wäre das jetzt ein guter Zeitpunkt, die mit der dazu passenden, getönten 3M-Schutzbrille (so der übrigens einzigen Sonnenbrille, von der ich nicht vier pro Jahr zerstöre, und lieferbar) eine Bank zu besuchen. Runde heftig husten, dann keuchen “Geld her, oder ich setze die Maske ab”.

Rechtlicher Hinweis: Ich bin zwar kein Anwalt, kann mir aber nicht vorstellen, dass das in einem Rechtsstaat als Raub durchgeht und nicht nur grober Unfug ist. Leider leben wir nicht in einem Rechtsstaat.

Wissenschaftlicher Hinweis: Eine ordentliche Atemmaske schützt Euch, nicht Andere. Ich bin auch kein Arzt oder Kollektivist, die tragen sowas.

Filmkritik: Dracula (BBC/Netflix)

tl;dr: Schaut das einfach.

Kurzkommentar:

Natürlich ist the current year, also braucht ein Remake eines alten Klassikers starke, unabhängige Frauen – nun ist aber Steven Moffat normalerweise ziemlich gut darin, da ein gewisses Gleichgewicht zu halten.

Die meisten Menschen, die noch am Leben sind, haben ja nun weder die klassische Verfilmung von 1931 gesehen noch das Buch gelesen, sondern eher die Verfilmung von 1992, die – naja, eine zeitgeistige Verfilmung des gleichen bedeutungslosen Schnulz mit einem unverdienten Happy End aus einer Mischung zwischen einer “brillanten” Idee, auf die jeder 3jährige kommen sollte und irgendeinem Hokuspokus ist.

Jetzt – ich kann wirklich nur empfehlen, die viereinhalb Stunden zu genießen, daher nochmal groß:

SPOILER!!!

Also, dachten sich die Drehbuchschreiber – zum übrigens weitestgehenden Missfallen sowohl von Kritikern als auch dem politisch korrekten Publikum der BBC – wenn Francis Ford Coppola dem Charakter Dracula eine Tiefe geben kann, die er bei Bram Stoker nie hatte, können wir das auch.

Nun ist der Protagonist im Original ein junger Anwalt mit einer niedlichen Verlobten, die – äh – ja, existiert, um nicht (Buch), ohne Grund (1931) oder einer schnulzigen verlorenen Liebe (1992) von Dracula vergewaltigt zu werden.

Nun mögen Anwälte und Vergewaltigung ja vor 120 Jahren vielleicht noch irgendwie respektabel gewesen sein, aber das ist nun nicht mehr zeitgeistig – ah, und Frauenrollen gehen auch nicht mehr nur wahlweise als “Opfer” oder teuflische Verführerinnen.

Die Handlung von Episode 1 beginnt nicht linear, sondern mit dem bereits sterbenden Anwalt Jonathan Harker in einem Nonnenkloster von 1897 in Budapest. Harker ist der Held, der Dracula in dem Roman tötet und danach ein happy life führt. Es ist in der ersten Szene ziemlich offensichtlich, dass das hier nicht passieren wird.

Zweiter Charakter ist Schwester Agatha, von der wir dann später erfahren, dass sie jetzt van Helsing ist – ob man jetzt einen vampirjagenden bekloppten Professor oder eine vampirjagende bekloppte Nonne für weniger glaubwürdig hält, sei mal dahingestellt. Hauptsächlich könnte man kritisieren, dass der Name überhaupt erwähnt wird – die wäre auch so cool.

Agatha ist eine starke, selbstbewusste Frau – sehr locker dadurch kolportiert, dass sie redet wie jedwede normale Frau heutzutage und eben nicht wie eine Nonne vor 120 Jahren. Ich sehe das mal als großes “Fuck You” von Steven Moffat an die ganzen feministischen Autoressen, die außer Mary Sue nichts können.

Blabla, Story kennt ihr, Anwalt trifft Vampir, Vampir ist alt, trinkt jungen Anwalt – das ist so ein bisschen rapey, aber es stört schon bei Lucifer nicht sonderlich, dass halt der Teufel alles vögelt, was rumläuft,  und während sich das politisch korrekte Kommentariat sehr darüber aufregt, dass das alles total Vergewaltigung sei, hat man durchweg nicht den Eindruck, als hätte Dracula irgendein sexuelles Interesse an seinen Getränken – er ist vielmehr Connoisseur. Für das Essen hingegen ist das wie guter Sex – sehr current year, gutes Essen und Sex zu vergleichen, übrigens. Ist mehr Hannibal Lecter als – äh – irgendein Loser. Wird auch für die Doofen erklärt, übrigens. Können die nicht leiden.

Freilich hat Dracula wie in der Story drei Bräute – allerdings, das ist ein bewundernswertes Charakterbuilding, nicht aus sexueller Lust, sondern weil er halt seit 400 Jahren versuchen will, sich fortzupflanzen. Klappt nicht.

Dracula selbst ist ein rücksichtsloser Hedonist, und das ohne jedwede Andeutung von Moral oder gar Sadismus (wegen der armen Opfer) – ich komme um einen Vergleich mit der Serie Lucifer nicht rum – eigentlich das ultimativ Böse darstellt; klauen wir bei Hannah Ahrend und nennen ihn die Verkörperung der Banalität des Bösen. Dracula hat auch keine nennenswerten Schwächen – Sonnenlicht, er muss eingeladen werden, er mag keine Kreuze, aber das hält ihn im Verlauf der Reihe von überhaupt nichts ab.

Hammer-Showdown, viel Gore, Agatha van Helsing verhandelt nach einem Massaker im Kloster die Freilassung von Mina (der Irrelevanten) im Austausch dagegen, sich trinken zu lassen, statt Selbstmord zu begehen – das Blut von (bereits) Sterbenden ist Gift für Vampire. Sie ist nämlich interessant; Mina ist nur hübsch.

Episode 2 beginnt mit dem Boarding des Schiffes Demeter – wie im Original – und wir werden einem sehr zeitgeistigen – es ist immer noch das aktuelle Jahr – Ensemble an Crew und Passagieren vorgestellt, die nach und nach ausgesaugt werden.

Auch dieses Kapitel beginnt für den Zuschauer retrospektiv, mit Dracula und Agatha bei einem Schachspiel in einem Schloss. Netter Plottwist; eine neue tolle, starke junge Frau, ganz politisch korrekt ein taubstummes, arabisch aussehendes aber indisch sein sollendes Mädchen, das das heldenhafteste tut, was ein kleines, taubes Mädchen realistischerweise gegen einen unsterblichen Vampir tun kann: Selbstmord begehen.

Die Details sind hier unwichtig; es ist vielmehr eine 90-minutige Episode über einen etwas stereotypen Cast an modernen, starken, diversen Charakteren, die sich sämtlich so benehmen, wie das moderne, starke, diverse Charaktere eben tun. Dracula ist aber halt ein fieser Shitlord, callt denn Bullshit, und es sterben alle – verdient. Agatha – sterbend, aber die Einzige, die Dracula intellektuell auch nur in der Nähe von gewachsen ist, versenkt das Schiff. Diverse Anspielungen auf das (nicht mehr aktuell – simple) Finale des Buches werden mit Dracula im letzten Sarg mit Heimaterde im Meer versenkt.

Das Ende von Episode 2 ist ein Spoiler für Episode 3, da muss ich mich nicht wiederholen: Dracula steigt also einfach aus dem Sarg mit Heimaterde auf dem Meeresboden, läuft an Land und trifft auf die Urenkelin von Agatha, Dr. Zoe van Helsing, und ein SWAT-Team mit Helikopter.

Nun mag man “Zeitreise” ein flaches Setting und einen unnötigen Plottwist finden, aber der uralte, fiese Warlord Dracula – seine Historie ist analog zum 1992-Film die vom rumänischen Schlächter Vlad Dracul – ist davon herzlich wenig beeindruckt. Mal abgesehen ist das (immer noch) von Steven Moffat, der Sherlock Holmes in das aktuelle Jahr zur Begeisterung aller transportiert hat – also warum nicht Dracula.

Ah – dann war da die Spiegelgeschichte – Vampire haben nicht etwa kein Spiegelbild; aber das ist durchaus tief – leider wichtig: Spiegel zeigen das, was man in seinem Inneren sieht. Wird noch wichtig. Dracula mag keine Spiegel, sein Spiegelbild ist furchtbar alt und halbtot, wie sich das gehört. Kameras – natürlich wird das gefilmt, es ist das aktuelle Jahr – zeigen hingegen, wie andere einen sehen – tolle Metapher, übrigens. Nun: Dracula macht ein Selfie mit der Kamerafrau, schießt ihr dann in den Kopf und haut ab.

Es folgt eine Szene in einem seit 1980 renovierungsbedürftigen Haus mit einer Schauspielerin, die “white trash” nicht besser verkörpern könnte, und ihrem untoten Ehemann in einem Kühlschrank (“is that the white box?”), die von ziemlich jedem Kritiker als “flache, unnötige Zeitreise-Gags” kritisiert werden. Aus meiner Sicht ist das brillant, da es das Setting dafür bietet, wie adaptiv man nach 400 Jahren an “neues” fast zwangsweise sein muss (ok, das sagt Dracula selbst, für die Doofen, aber die hören ja nicht zu: “where are your servants?”) – und natürlich für ein paar deftige Seitenhiebe auf die heutige Jammer-Wohlstandsgesellschaft.

Das geht eine Weile weiter – ich will Euch das nicht alles verderben; guckt es… Zoe fängt ihn natürlich ein, “Yes, I’m the manager of this facility, You know, we have women’s rights now” – “you have what?” – “womens rights, and old reactionary chauvinist warlord of course like you don’t know that women…” – “I know women, I savored plenty. What are rights?” – wir merken, warum das bei der politisch korrekten Szene unbeliebt ist? Weiter: Dracula nimmt sich also halt einen Anwalt via Skype (“Who gave him the WiFi password?” – “It was my name, I guessed”) – hat ja jetzt auch Rechte, schließlich.

So, zurück zum Buch: In Endland gibt es da Lucy Westenra, bezüglich der Dracula eine gewisse Obsession entwickelt, sie stalkt, aussaugt, und zu einem Vampir macht. Lucy ist ein ehrenwertes Mädchen mit drei Verehrern, die sich dann zusammentun, um mit van Helsing Dracula zu töten.  Warum? Armes Opfer; anständige Männer, halt.

Aber netterweise ist ja das aktuelle Jahr; Lucy ist jetzt schwarz, eine you-go-girl-Partyschlampe, eine Hedonistin ohne jedwede Andeutung von Moral – an wen erinnert uns das?

Nun – der Auserwählte von Lucy ist ein Dr. Jack Seward, gespielt vom nichtssagendsten Milchbubi ever, zu dem Lucy in dieser Trilogie im Gegensatz zum Buch “ja” sagt, weil – isso. Hält sie natürlich nicht davon ab, sich regelmäßig mit Dracula zu treffen, der natürlich instant von ihr fasziniert ist, weil – ratet mal. Er tindert übrigens, während er auf sie wartet. Stört sie nicht. Das gefällt halt der links-korrekten BBC-Zuschauerschaft so richtig gar nicht.

In der Nacht ihres “Junggesellenabschieds” ist Lucy geil drauf, sich nochmal von Dracula aussaugen zu lassen, der sie dann zu einem Vampir macht – Lucy wurde sehr, sehr schön als das moderne you-go-girl aufgebaut, das sich von niemandem etwas sagen lassen muss, vor allem nicht von alten weißen Männern – tolle Szene auf einem Friedhof, wo Dracula ihr erklärt, dass man sich beerdigen, nicht verbrennen lässt.

Es folgt ein sehr tiefgründiges Finale mit der Botschaft, dass man schon mit sich selbst und seinen inneren Werten leben können muss – ja, und außer dem Milchbubi sind dann auch alle tot.


Sucht doch mal eine andere Trilogie, die (a) eine echte Trilogie ist und (b) gut anfängt und (c) immer besser wird. Kill Bill wird in II enttäuschend und ist dann wenigstens zuende; Indiana Jones ist keine echte Trilogie, bei Der Pate ist III scheiße – oh, Evil Dead. Zurück in die Zukunft. Star Wars (1977). Ja – ist aber alt. Ah – und dann wäre da noch (d), Gesellschaftskritik.

Und jetzt sag bloß keiner “Herr der Ringe”. Siehe Kriterium (b): Wenn ich ne Stunde Wald sehen will, gehe ich in den fucking Wald.

What is German?

Most people on this planet suffer the delusion thinking that “Germany” is a country and “Germans” are a people. This “most people” includes most Germans, by the way.

Germany is, essentially, more an idea than what everyone else would call a country, much less a people – the radical political left will outright deny that such a thing as “German” even exists, and they do have a point, there. Nationalists, as those who formed the 1st German Reich in the 1800s, wrote the borders into the old national anthem, demarcated by the rivers Maas (half of Belgium and halfway to Paris into France) and Memel (half of Lithuania to half of Belarus), Etsch (northern Italy) to the Danish straits named Belt. That’s the 1841 definition of “German”, written by a guy with a very German name on the now-German island of Helgoland, which was British at that time.

Today, you might be inclined to think that “German people” extend just a little over the borders of current Germany, like this map:

… which, as you may notice, includes the people up to the river Maas in Belgium, incorporating all of the Netherlands, who’ll be really pissed if you call them German – as well as any German from within the current borders will tell you that the Dutch are despicable.

Thus, classifying Germans is a fruitless enterprise. Because – this 53-dialect-map most people on it won’t agree with – or, in the case of southern Tyrol, the Italian Government, because the Tyroleans do consider themselves German – is totally missing out on Bohemia (Czech Republic) and vast parts with German people all the way to St. Petersburg, whom the Soviets missed to expel.

It really depends on what you consider “German” – going back in history (there are great timelapses of political borders in the “old world” on youtube if you go back just 1.000 years, and you’ll notice that what everyone – including Germans – considers Germany is essentially rather a Afghanistan-style Warlord area constantly changing shape, being at war with each other and, occasionally, France and Denmark.

Go back another 1.000 years, we’re in the times of the SPQR Roman empire; you can read Julius Caesars writings about the “teutonic barbarians” whom they couldn’t subdue and build a (still partially existing) wall for. Now, from the warlordy “German” perspective, those were rather Franconian people – with the western Franconians divided between the idea of being French and the idea of being German, and the eastern Franconians being in constant wars with Saxony, at least – and later the former Roman (southern) Bavaria. Naturally, nobody was too happy about that.

The Holy Roman Empire (not the Roman one), which you might take as a go-to of “historical” Germany, vas vast, but politically unstable, as the people along it’s borders partially considered themselves something else – think, French, for example, and the people within considered themselves something else, too – think, Franconian instead of Bavarian, certainly not Saxons, and least of all German.

Naturally, nobody was too happy about that, thus, a few hundred years later, while the sun had already started to set on the British Empire that never existed in the fogs of 500 years of – again – warlord-like “civil” wars within it’s borders, the first German Federation (“Deutscher Bund”) was incorporated. Naturally, nobody was too happy about that. Literally nobody. All of those people had been at war for the last 2.000 years, and it’s quite hard to make a German happy – not as difficult as for Russians, but that’s another topic. Give that another 30 years and a few skirmishes within and with France, Denmark and probably everyone else, we’re at the 1st German Reich in 1871.

Please be aware that, in the meantime, the people of Great Britain had deciced to bow to the King of England, an absurd idea illustrated by the fact that the German Kings (of which there were plenty) would never bow to another king – but ingeniously coming up with a semantic solution, the Kaiser, a king of kings that only translates well to Chinese and Japanese – think “emperor”, but in a weird, aristocratic-democratic form.

Oh, and the people of the Americas had decided to not bow to the king of England anymore – but that’s a hundred years earlier; we Germans were too busy with inner skirmishes.

Naturally, nobody was too happy about that, thus – 1871 it is, we’re a Empire now, too, so let’s do what Empires do – invade something. Fashion of the time was Africa, the place the German people went to is now called Namibia, about the only country in Africa that’s not a totally messy shithole. Of course, that had the price of a cruel genocide, due to the fact that the good people of German-Southwest-Africa immediately adopted the good old German tradition of really disliking being German, to the annoyance of the German Kaiser, who introduced a champagne tax to pay for the empire’s military – that tax still exists, by the way. Naturally, is happy about that.

Meanwhile, some people you could call “germanic”, if you wanted a war, were unhappy with the emperor of Austria-Hungary, whom the German emperor was quite friendly with. We hadn’t had a war for, like, 50 years, and genociding the negros and building the first concentration camps down there was rather fruitless as they were quite happy killing each other. Also, we hadn’t invaded France for a long time, so there you go: World War I.

Now, the German people, however you define them, haven’t really won a war since fighting off the SPQR Romans comic-figure Asterix – style 2.000 years ago. So, we lost that war begun by the Austrians. Naturally, nobody was too happy about that, but over the channel in England, there was this weird thing called “democracy”, so we gave that a try. Naturally, nobody was too happy about that, either, and 15 years later, the second German Reich ended – mostly because yet another Austrian had noticed that the French proudly numbered their Republics, so there came the Third Reich. Naturally, nobody was too happy about that, either.

12 years later and 60 million dead, World War II had ended, and again, the blame was, of course, laid on the German people, not the Austrians. Why? Mostly, because nobody ever cared about Austria but the Austrians, and, as an essentially Germanic people, they haven’t really won a war since fighting of the Turkish Ottomans in 1529, either.

Naturally, nobody was too happy about that. Mot of all, the winning Allied forces were facing a moral dilemma: that holocaust genocide was despicable, but you can hardly blame the Germans for that when you decide that it’s a good idea to (justly, btw) genocide all Germans for doing that, can you?

Plus, when not busy in useless skirmishes, the German people tend to be quite inventive. History is always written by the victors, which the German people (however you define that) certainly are not, tend to be quite inventive. Now, those brilliant Germans, think Albert Einstein, tend to be Jewish and, given the 3rd Reich, won’t be too happy with you saying they’re German – as any good German would do.

Thus, here we are, guilt-tripped for that genocide 80 years ago, even though millions of ethnic Germans (if you want that to be a thing) were displaced, but not even we Germans give a fuck about them – remember, we don’t really like each other. Now, that de-nazification guilt-trip is essentially a weird religious cult wearing a cilice as a reminder of our own sinful ways and need for repentance. A part of the population wears that cilice very proudly. Most people don’t care. But then, there’s a few people stating reality-based facts, like “you know you could just take that off, right?”. Evil Nazis, those are, of course.

Naturally, nobody is too happy about that. Thing is – there’s that stereotypical German, unfriendly, cold, arrogant, and spoon-fed from birth with all the wisdom in the world. Historians called that the “Deutscher Sonderweg” – no, you don’t even have a word for that. It’s probably just really, really weird for you, that very “German” particularism.

In most countries, kids in schools are taught about their “great nation”, whatever shithole that might be. Every toddler knows about the great inventions of Thomas Edison, like the lightbulb (that was acutally a guy named Carl Müller) or electricity in general (much more likely Nikola Tesla, technically a Croatian /Slav/Whatever; that’s still warlordy down there), the Brothers Wright (Otto Lilienthal), Henry Ford (Carl Benz), Tom Watson (Konrad Zuse) – I can continue that forever, just open up Wikipedia. We don’t learn that stuff at school in Germany – it’s rather verboten (you don’t have that word, either) to feel something like “national pride”, and it also wouldn’t be very German to do so – you can’t take pride in another human’s archievements. That’s stupid and a sin. Except, of course, if it’s about football. But that’s a game, nothing serious.

Hierarchy, politics, bureaucracy etc. are serious. And Germans, very solipsistic by nature (that means thinking everyone should be like yourself, and if he doesn’t, there’s something wrong with him/more probably her) – we don’t really believe that we can do whatever. We know that. We’re very close to circular reasoning here, but I’m too German to even try to understand why you couldn’t get the point here. Just accept it, that’s enough for me – I’m German, you’re probably not, thus – well, my opinion of you isn’t the highest, anyway. I consider most of my fellow Germans scum, and you’re way below that, if we want to put that into words. That’s why Germans are considered “rude” – it’s not rude. I’m not saying that to insult you, I’m saying that because I was indoctrinated with the belief that even the guy in the next village over has (at least some) potential he might utilize. Which tends to be true. This is about reality.

Now, there’s that book called “Der Untertan”, The Loyal Subject, essentially pointing out (and criticizing) the very German trait of Obrigkeitshörigkeit – obedience to authority – see that you don’t even have a word for that, again?

The idea of doing sloppy work is, essentially, insulting to your average German. Also, every German knows that having a king-emperor is shit. Tried that, didn’t work. Tried democracy, didn’t work, either. Some extremists on the far left excepted, we though do understand that some kind of hierarchy is necessary, because it is useful.

This is my theory and will probably not be supported by any (leftist) historian, but it perfectly explains, to invoke Godwin’s Law, Hitler: If you are in a position of power, the general assumption of a German used to be that that’s because you deserve to be there. A few million tons of napalm firebombs later, I think we’ve learned our lesson – mostly, of course. There’s still extremists who admire leaders. Most countries have approval ratings of their president/prime minister/chancellor/whoever is in charge of about half the population. Merkel – and every chancellor since WW2 – has an approval rating of about 25% – essentially, the majority vote is that 25% of the people are just morons (remember: that’s a given – except, of course, for morons).

That – German Sonderweg, again – doesn’t mean we don’t give political leaders their “due” respect – unlike the British, who take the “due” literally to the real value of zero. We can pretend to respect them, though despising them and knowing (again: not thinking) they are unworthy, sleazy, nepotistic assholes.

Now, the problem with that internationally common politeness of not calling moronic scum exactly that, people tend to forget that they need to prove themselves to even just be a worthy person to just spend 10 seconds talking to. In Ancient Rome, emperors would have a slave continuously whisper ‘Remember you are mortal’ in their ear – because they werent’t fucking moronic scum like current politicians. Current politicians abolished slavery, for the super-selfish reason to not have to hear any criticism of their own, godlike greatness ever again. And make you morons think they did that because slavery is morally wrong – it is, but that certainly wasn’t their reason.

So – that’s Germany, for you. You probably didn’t get that. Neither do most current politicians, btw. And, like 95% of Germans. Moronic scum.

Hamburg

Ein Wahlabend bei der GEZ.

18:30: Afd 4,7%

18:40: Ein Landwal spricht über das hervorragende Wahlergebnis der Grünen (25,5%)

19:05: Eine Türkin spricht über das hervorragende Wahlergebnis der Linken (9%)

19:10: Unsere GEZ-Gebühren wurden für Infratest Dimap ausgegeben, die die von der ARD gewünschten Zahlen weitestgehend bestätigen.

19:57: Grüne 24,8%, Afd 4,9%. Wir bezahlen immer noch für Infratest Dimap.

20:00: Eine ARD-Runde mit allen “Spitzenkandidaten” kommt praktischerweise ohne die AfD aus

20:02: Der Landeswahlleiter gibt erste Zahlen bekannt: Grüne 23,6%, AfD 5,6%

20:47: Sondersendung ist vorbei, wir scheißen bei den Qualitätsmedien auf Auszählungen: AfD jetzt bei 5,1%. Grüne 24,4%.

21:43: Afd +0,1%, Grüne -0,2%

22:45: Afd +0,1%, Grüne -0,1%

Montag, 06:37: vorläufiges Endergebnis: Grüne 24,2%, Afd 5,3%


Das sind plus 11,9 Prozentpunkte oder, relativ, plus 96,7% für die Grünen, was in etwa dem prozentualen Übergewicht der Spitzenkandidatin entspricht.

Die CDU verliert 4,7 Prozentpunkte – minus 30%. Das entspricht grob dem Anteil von Frau Merkels Gästen an der deutschen Kriminalitätsstatistik.

Die FDP schafft mit 121 Stimmen über “raus” gerade so den Einzug. Das sind 121 Wähler mehr, als die Partei Ministerpräsidenten stellt.

Die SPD verliert 6,6 Prozentpunkte, ist aber immer noch stärkste Partei. 1.554.760 Hamburger sind offensichtlich einfache Hafenarbeiter und hätten auch gerne etwas von ihrem Geld – sind aber zu doof, um zu merken, wer es statt ihnen bekommt:

Die Linke gewinnt 64.000 Stimmen dazu. Verglichen mit den Zahlen des Länderfinanzausgleichs unter der letzten konservativen Regierung in Hamburg (Hamburg ist Nettozahler), minus 540 Mio.€ (2006 vs.2018), sind das gut 8.500€ / Wähler – die natürlich jemand anderes bezahlt. Kommunismus ist cool!