Endlich: “Argumente” gegen die AfD

Da hat sich doch tatsächlich von mir unbemerkt in – ratet mal – Berlin so ein obskurer “Verein” gegründet, der aus irgendwelchen obskuren Quellen und ganzen 3.000 Euro an privaten Spenden drei Vollzeitmitarbeiter unterhält, die sich dem Kampf gegen die AfD mit Argumenten widmen.

Argumente! Darauf habe ich über ein Jahr gewartet!

Also, los geht’s:

RECHTSPOPULISTISCHE PAROLEN ENTKRÄFTEN

Netter Anfang. Gleich mal alles, was die AfD sagt, als “Parolen” zu bezeichnen ist allerdings kein Argument, sondern Sophismus.

Die AfD behauptet in ihrem Grundsatzprogramm: „Die ideologisch motivierte Inklusion ‚um jeden Preis‘ verursacht erhebliche Kosten und hemmt behinderte wie nicht behinderte Schüler in ihrem Lernerfolg“ (S.54).

Doch seit 2009 ist in Deutschland die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen in Kraft. Dabei handelt es sich nicht um Ideologie, sondern eine wichtige Maßnahme,

Moment mal… was unterscheidet denn eine Ideologie von einer Maßnahme? Dass sie “wichtig” ist wohl eher nicht – oder?

um Gerechtigkeit im Bildungswesen zu ermöglichen. Denn die UN-Konvention fordert ein integratives Bildungssystem,

Ja – aber damit ist das doch immer noch eine Ideologie? Nur, weil ihr da “denn” hinschreibt, ist das kein kausallogischer Schluss, den ihr da bringt. Aber egal, die AfD sagt ja vor allem, dass das (a) sackteuer ist und (b) scheiße ist.

Um diese Inklusion zu erreichen, sind Umstrukturierungen im Schulsystem nötig. Mehr als zwei Prozent des aktuellen Bundeshaushaltes (2017) würde das jedoch nicht kosten.

Zwei Prozent des fucking Bundeshaushalts sind fast so viel, wie wir für die fucking Bundeswehr ausgeben. Das ist nicht “nicht viel”, das ist sackteuer. Guter Anfang, Kinder… ehrlich, wolltet ihr nicht Argumente gegen die AfD bringen, statt ihnen Recht zu geben?

Gleichzeitig belegen Studien, dass sich ein inklusives Lernumfeld positiv auf die Leistungen der Kinder auswirkt. Dies trifft nicht nur auf die Leistungen von Kindern mit Behinderung, sondern auf alle Kinder zu.

Verlinkt ist eine Studie. Die, wenn sie denn so positiv ist, nicht der Realität in Deutschland entspricht, da man sonst ja nicht noch zwei fucking Prozent des Bundeshaushalts extra bräuchte. Kommt, Leute… das war schlecht. Geht das vielleicht auch besser?

Die Aussage der AfD verstößt somit nicht nur gegen die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen, sondern verkennt auch die Realität hinsichtlich Kosten und Lernerfolg innerhalb des deutschen Bildungs- und Schulsystems.

Okay, dass die AfD-Position auf die UN-Konvention scheißt, ist klar, aber kein Argument. Die UN-Konvention ist nicht automatisch gut. Das mit den Kosten ist eine glatte Lüge, und über eventuelle Erfolge können wir bestenfalls streiten.

Nächstes Thema:

Die AfD fordert in ihrem Wahl-Programm, die „schleichende Abschaffung“ des dreigliedrigen Schulsystems zu verhindern und ein “differenziertes Schulsystem“ zu erhalten (S. 43).

Doch das dreigliedrige Schulsystem gibt es noch fast überall in Deutschland.

Merkt ihr selber, oder? Noch. Fast überall. Deswegen schreiben die von ‘schleichender Abschaffung’. Pro-Tipp für’s Argumentieren: Nicht dem Gegner Recht geben!

Nächstes Thema:

Die AfD fordert in ihrem Wahl-Programm eine Einstellung „staatlich geförderte[r] Umerziehungsprogramme in Kindergärten und Schulen“ sowie der „Gender-Forschung“ an Universitäten. So möchte sie das „bewährte, traditionelle Familienbild“ erhalten (S. 41).

Im Kommentar des Sozialpaktausschusses der Vereinten Nationen (1999) sind die Grundelemente des Menschenrechts auf Bildung bestimmt

Und im fucking Parteiprogramm der NSDAP stand da sicher auch was dazu. Ad autoritatem ist kein Argument, sondern reine Dialektik.

Viel wichtiger ist, dass sich das Familienbild in Deutschland wandelt: Neben der als “traditionell” verstandenen Familie von Vater, Mutter, Kind(ern), sind ungefähr 19 Prozent alleinerziehend. Hinzu kommen Patchwork-Familien, Familien mit zwei Vätern oder Müttern sowie andere Konstellationen. Die jüngste Entscheidung für die „Ehe für Alle“ ist ein wichtiger Schritt zur Anerkennung der veränderten Lebensrealitäten.

Ja – und das findet die AfD scheiße, dass sich das wandelt. Ihr findet das gut und macht hier den naturalistischen Fehlschluss, dass es gut sei, “weil” es halt so sei. Das ist Politik, da kann man vorausschauend denken. Wenn irgendwer z.B. keine Juden im Land haben will, hilft das Argument “die sind aber da” nur insofern, als dass dann vielleicht jemand auf die Idee kommt – naja, wisst ihr selber, hatten wir schon. Das ist so wirklich kein Argument.

Darüber hinaus verpflichtet uns das Grundgesetz (Art. 3, Abs. 2) auch dazu, Geschlechtergerechtigkeit umzusetzen.

Das Grundgesetz verpflichtet den Staat, nicht seine Bürger. Wirklich, ehrlich und ganz genau gar keinen seiner Bürger. Es verpflichtet nichtmal irgendwelche drogendealenden Neger zu irgendwas.

Dafür leistet die Gender-Forschung an den Universitäten also einen wichtigen Beitrag.

“Also”. Das ist so billig, dass man schreien will. Kausalitäten rhetorisch vortäuschen, wo keine sind. Und den Bullshit in Art. 3 GG hat man da ja erst jüngst reingeschrieben, kann man also genausogut wieder rausstreichen. Merkt euch das mal: Man kann einer politischen Partei nicht mit “aber, Gesetze” kommen. DIE MACHEN GESETZE.

Nächstes Thema:

RechtspopulistInnen behaupten, dass es in Deutschland eine Gleichschaltung der Medien gäbe. Das machen sie daran fest, dass viele Medien ihre Argumentationen und Forderungen nicht unterstützen bzw. kritisieren.

Eine “Gleichschaltung” der Medien würde jedoch bedeuten, dass es einen zentralen Akteur gäbe, der bestimmt, was in den Medien abgebildet wird. Dies ist in Deutschland aber nicht der Fall. Es gibt hier also keine Gleichschaltung der Medien.

Ich wäre mit sowas sehr vorsichtig. Erstens mal ist es eine völlig freie Behauptung, dass es für eine Gleichschaltung einen zentralen Akteur bräuchte; in einer arbeitsteiligen Gesellschaft braucht es nicht zwingend eine Hierarchie, um zusammenzuarbeiten (das ist für Linke natürlich undenkbar; da braucht es einen obersten Sowjet – sonst würden die Leute ja am Ende noch alleine denken). Zweitens ist der mit Abstand größte Akteur am deutschen Medienmarkt der öffentlich-rechtliche Rundfunk, und bei dem gibt es solche Gremien sehr wohl.

Das ist also kein Gegenargument, sondern bestenfalls dumm, wahrscheinlich aber eine glatte Lüge.

Next.

Immer wieder formulieren RechtspopulistInnen, dass Deutschland durch eine Islamisierung bedroht werde. Das machen sie daran fest, dass Menschen mit muslimischem Glauben diesen häufig auch öffentlich leben, zum Beispiel indem sie Moscheen besuchen oder Kopftücher und Schleier tragen.

In rechtspopulistischen Argumentationen wird oft gefordert, Muslimen und Muslimas zu verbieten, ihren Glauben zu praktizieren. Doch einen Gebetsraum aufzusuchen oder privat religiöse Symbolik zu tragen, gehört zur im Grundgesetz garantierten Religionsfreiheit.

Ich habe ernsthaft von der AfD noch nie auch nur etwas in der Nähe der Forderung gehört, Leuten das Beten zu verbieten. Mit einem Sack über dem Kopf rumzulaufen aber ist in Deutschland eigentlich sowieso verboten – Vermummungsverbot bei Demos, bei Autofahrten; man muss solche Leute auch nicht in sein Restaurant oder Supermärkte lassen.

Aber schon wieder kommt hier gar kein Argument, sondern “Grundgesetz”. Und das garantiert ganz genau nicht, dass man Religion überall und wie man will praktizieren kann, sonst dürften Satanisten ja auch Säuglinge opfern. Bildet euch doch erstmal selber, bevor ihr so einen Stuss schreibt, der sowieso nur Strohmänner abfackelt. Es richtet sich zudem alles überhaupt nicht gegen den Punkt der “Islaminisierung”. Null. Gar nicht. Themaverfehlung, setzen, sechs.

In ihrem Grundsatzprogramm schreibt die AfD: „Nicht therapierbare alkohol- und drogenabhängige sowie psychisch kranke Täter […] sind […] in der Sicherungsverwahrung unterzubringen“ (S. 26).

Bisher werden psychisch kranke Straftäter nicht zu Haftstrafen verurteilt, sondern in Kliniken eingewiesen, in denen sie therapiert werden und keine Gefahr mehr von ihnen ausgeht. Die AfD fordert dagegen Strafe statt Behandlung.

Das ist eine Lüge. Die AfD schreibt – in dem von euch zitierten Teil – “nicht therapierbare“. Nicht behandelbare kann man nicht behandeln, das ist also Unsinn, dass ihr so tut, als würde die AfD ihnen die Behandlung verweigern. Ob es eine Strafe ist, gefährliche, kranke Leute wegzusprerren oder zum Schutz des fucking Rests der Gesellschaft notwendig und sinnvoll ist, das ist hier das zentrale Thema. Geht ihr darauf wenigstens ein?

Psychisch kranke, alkohol- oder drogenabhängige Täter einzusperren und ihnen gleichzeitig Therapien vorzuenthalten, wie es die AfD fordert, verstößt daher gegen den Grundsatz der Menschenwürde.

Uuuuh Menschenwürde. Abgesehen davon, dass ihr nur die Lüge von oben wiederholt: Fickt Euch.

Die AfD sieht „den Fortbestand der Nation als kulturelle Einheit“ bedroht und will deshalb die deutsche Leitkultur „selbstbewusst verteidigen“ (Grundsatzprogramm S. 55).

  • Die AfD will allen Menschen in Deutschland die „deutsche Kultur“ als Leitkultur aufdrücken.

Jaaaaa…. ja, also, denen, die noch nicht so lange hier leben, gell? Der Rest hat sie ja schon?!

  • Doch in Deutschland gibt es sehr viele verschiedene Kulturen und Traditionen, die friedlich miteinander leben, gemeinsame Werte entwickeln und sich an unsere Verfassung und Gesetze halten.

Wie mich dieses “Bürger, die sich an die Verfassung halten” nervt. Ich kann mich nicht nicht an die Verfassung halten; das kann muss nur der Gesetzgeber, die Exekutive und Judikative. Nicht Bürger. Immer noch nicht. Wie mich dieses “Demokratie” und “Verfassung” und “Menschenrechte” – Geschwurbel ankotzt, was fast ausschließlich Leute verwenden, die bei jedweder Gelegenheit Menschenrechte mit Füßen treten.

Warum soll die AfD definieren dürfen, was zur “Leitkultur” gehört und was nicht?

Will die AfD das denn? Wollen wir vielleicht einfach mal demokratisch drüber abstimmen, was denn nun eine “deutsche Leitkultur” sei?

Oh, und dann kommt ihr “ist doch alles nicht so schlimm” – Hashtag #wasverlierstdu:

Das Recht auf eine freie Entfaltung der Persönlichkeit und deine Privatsphäre. Das Grundgesetz garantiert dir in Artikel 2 den Schutz der allgemeinen Handlungsfreiheit. Das bedeutet, dass niemand bestimmen kann nach welcher Kultur du lebst oder welche Gewohnheiten du hast – auch nicht die AfD.

Ich onaniere gerne in öffentlichen Verkehrsmitteln und spritze das dann 14jährigen, rothaarigen Mädchen in die Augen. Gut, dass man das in Deutschland darf und niemand meine freie Entfaltung der Persönlichkeit verhindert.

Oh.

Idioten.

In ihrem Grundsatzprogramm schreibt die Afd: „Die Wertschätzung für die traditionelle Familie geht in Deutschland zunehmend verloren“ (S.41).

Die AfD möchte das traditionelle Familienbild mitsamt seiner altbackenen Rollenunterschiede zum Leitbild machen.

Ich habe von der AfD zu keinem Zeitpunkt gehört, dass Frauen in die Küche gehören. Frau Petry von der AfD, mutter von x Kindern, sitzt zum Beispiel bald im Bundestag, so altbacken sind die. Wollt ihr euch absichtlich lächerlich machen? Das ist nichtmal ein Strohmann, dass ist ein Haufen Kuhmist.

Deshalb bekennt sie sich offen gegen „Gender-Mainstreaming“ und damit gegen die Gleichberechtigung von Mann und Frau.

Kausalitäten, wie wir wissen, entstehen dadurch, dass man Kausalwörter verwendet. Deswegen. Nur deswegen.

Sachlich: Könnte es sein, dass “Gender Mainstreaming” absolut nichts mit Gleichberechtigung und vielmehr mit Gleichstellung zu tun hat und ihr hier einfach nur unverschämt lügt? Nachzulesen bei im Protokoll der radikalen Kampflesbensitzung in Beijing 1995?

Die AfD widerspricht mit ihren Aussagen demnach dem Gleichheitssatz im Grundgesetz.

Dem ganz, ganz neu dazugetanen, der Gleichberechtigung mit Gleichstellung ersetzt und damit mal gegen echte, grundlegende Menschenrechte verstößt? Den? Hey – das ist kein Argument gegen die AfD.

Die AfD behauptet zwar, dass sie sich „uneingeschränkt“ zur „Glaubens-, Gewissens- und Bekenntnissfreiheit“ bekennt. Gleichzeitig fordert sie jedoch der Religionsfreiheit “Schranken” zu setzen (Grundsatzprogramm S. 48f.).

Ja – hatten wir doch schon? Ihr habt dann behauptet, die AfD will den Leuten verbieten, an irgendeinen anderen Gott als ihren eigenen zu glauben, wie das – äh – jede Religionsgemeinschaft macht?

Die AfD schießt sich insbesondere auf den Islam ein. Sie fordert zum Beispiel das Verbot von Minaretten und den Muezzinruf.

Ich bin mir recht sicher, dass es in Deutschland sowieso schon verboten ist, wie ein blöder mitten in der Nacht rumzubrüllen; ganz besonders mit Lautsprechern. Wenn ich jetzt möchte, dass da so bleibt – muss ich nur deswegen die AfD wählen? Falls ja, ist es dann OK, die AfD zu wählen?

Der nächste Punkt ist etwas wirr, da:

Die AfD macht einen Unterschied zwischen politisch Verfolgten und anderen Schutzsuchenden.

… das übrigens auch das Gundgesetz in Artikel 16a macht und…

#wasverlierstdu: Das Recht auf Asyl. In Deutschland ist das Recht auf Asyl in Artikel 16a im Grundgesetz festgelegt. Der hohe Rang dieses Gesetzes ist eine direkte Reaktion auf die politische Verfolgung während der Zeit des Nationalsozialismus. Mit diesem Grundrecht bekennt sich die Bundesrepublik zu ihrer historischen Verantwortung, …

Dazu: Ich habe sowieso kein Recht auf Asyl in Deutschland (und sonstwo auch eher nicht), aber die AfD erkennt mit dieser Differenzierung genau diese historische Verantwortung für politisch Verfolgte an. Neben der CSU ist die AfD die einzige (relevante) Partei, die zwischen Leuten, die in Saudi-Arabien mit von Thyssen-Krupp gelieferten Steinen hingerichtet werden würden, weil sie gerne eine Demokratie hätten, und irgendwelchen Zigeunerfrauen, die vom deutschen Staat Unterhalt für ihre 12 unehelichen Bälger will.

Das Grundgesetz, mit dem hier argumentiert wird, kennt keine Kriegsflüchtlinge – das ergibt sich aber – jaja – von alleine aus der Menschenwürde. Das Problem ist, dass ebendiese Menschenwürde es uns komischerweise verbietet, IS-Massenvergewaltiger und -mörder nach Syrien abzuschieben, weil sie dort für ihre dort begangegen Verbrechen nach den dortigen Gesetzen gehängt werden würden. Vielleicht sollten wir das mit der Menschenwürde mal auf Menschen konkretisieren, die irgendwie Würde haben.

die AFD zieht einen Austritt aus der Europäischen Union in Erwägung. Das hätte sehr weitreichende Konsequenzen, wie uns der Brexit zeigt:

Ohne die EU wären die Zeiten vorbei, in der du dich einfach in das Auto oder den Zug setzen und spontan nach Italien, Polen oder Frankreich fahren kannst. Lange Schlangen vor den Grenzkontrollen und mühsame Visumsanträge würden das Reisen in Europa dann viel komplizierter machen.

Wie entsetzlich. Wenn man jetzt die unendliche Zeit als Maßstab nimmt, die man an den größten Flughäfen der Welt auf seine Einreise warten muss – also, so zehn Minuten in JFK, fünf in Beijing Capital oder auch mal fünfzehn in Istanbul, ist das schon fast die Zeit, die der fucking Zug Verspätung hatte.

Mit einem deutschen Pass bekommt man übrigens für 184 der 200(nochwas) Länder dieser Erde vollkommen problemlos ein Visum – oder braucht keines. Die EU hingegen hat es aber zum Beispiel nicht geschafft, da was Einheitliches auch nur mit den Türken auszuhandeln – Österreicher brauchen ein Visum (gibt’s im Internet, 5 Minuten), Deutsche nur einen gültigen Pass. Die deutsche Regierung ist in der Hinsicht also mal grundsätzlich besser als die EU – danke, EU, für nichts. Ich brauche euch nicht.

Abgesehen davon war mein Papa auch schon in den 60ern in Italien – und sogar in Marokko und Tunesien und Libyen und so, wo wir dank der modernen “Demokratisierungen” dieser Länder ja nicht mehr hinkönnen. Danke, EU. Danke.

die EU hat dafür gesorgt, dass seit 70 Jahren Frieden auf dem europäischen Kontinent herrscht – solange wie noch nie.

Erzählt das bitte, bitte, bitte Leuten aus Jugoslawien – ah – ne – Bosnien, Serbien, dem Kosovo und wie der Rest jetzt heißt.

Widerliche Lügner.

da die AfD den Euro abschaffen will.

Der Euro ist ein wichtiger Garant für die starke deutsche Wirtschaft.

Wohingegen wir mit der DM auf dem Entwicklungsstand Japans stehengeblieben waren, also auf Platz 2 der wirtschaftlich erfolgreichsten Länder der Welt?

Ein Austritt aus dem Euro wäre daher eine Katastrophe für die deutsche Wirtschaft – und unsere Gesellschaft.

*Daher*.

Denn die Wiedereinführung der D-Mark würde deutsche Produkte im Ausland viel teuer machen und dem deutschen Exportgeschäften deshalb massiv schaden. Das hätte auch weniger Steuereinnahmen und letztlich weniger Geld in der deutschen Staatskasse zur Folge, das für Bildung, Kultur und Infrastruktur ausgegeben werden kann.

Na, dann ist es doch praktisch, wenn wir den unendlich teuren Unsinn mit der Behinderteninklusion und den Gender Studies lassen, gell? Hach, wird hier schön aufgezeigt, wie stringent das Parteiprogramm der AfD ist. Bei der Linken weiß man nie, wo das Geld herkommen soll.

Ohne den Euro müsstest du bei Reisen innerhalb Europas außerdem auch wieder für teure Gebühren Geld tauschen. Wie lästig und undurchsichtig das ist, wissen deine Eltern. Frag sie einfach.

Hmmmm… ich habe in Wirtschaftswissenschaften promoviert. Aber gut, vielleicht ist das für weniger fachlich gebildete tatsächlich schwierig, von daher: Bei der DKB gibt es eine kostenlose VISA-Karte, die dieses Problem vollumfänglich löst.

Komischerweise zahle ich meine Zigaretten übrigens trotz EU noch in tschechischen Kronen.

Die EU hat uns außerdem viele wichtige Verbraucherrechte beschert: So können wir dank der EU im Internet geschlossene Verträge ohne Grund widerrufen, bei verspäteten oder ausgefallenen Flügen unsere Rechte beanspruchen oder in ganz Europa ohne Roaming-Gebühren telefonieren.

Was die unfähige, deutsche Regierung nicht geschafft hätte. Natürlich nicht, waren ja vollkommen andere Parteien – ach, nicht? Oh – tatsächlich nicht; das verdanken wir offenbar Martin Sonneborn von der PARTEI, die ja im Europaparlament sitzt. Wie auch… die AfD?

Oh. 

die AfD ist gegen eine gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik in der EU.

In einer globalisierten Welt können wir als EuropäerInnen nur gemeinsam stark sein. Denn Deutschland allein ist keine Weltmacht …Seit 2009 gibt es in der EU eine Art AußenministerIn, die diese gemeinsame europäische Stimme international artikuliert. Offiziell heißt dieses Amt „Hoher Vertreter der Europäischen Union für Außen- und Sicherheitspolitik“. Zur Zeit wird es von der Italienerin Federica Mogherini ausgeübt.

Toll. Wenn es die nicht gäbe, hätte ich auch noch nie von ihr gehört. Ist sicher total wichtig, das Amt.

Wenn die AfD dieses Amt abschaffen möchte, dann gefährdet sie damit auch, dass unsere Stimme von den Trumps, Putins und Erdogans dieser Welt übertönt wird.

Die Erdogans, die ein Land mit weniger Leuten und weniger als einem Drittel des BIP haben? Oder die Putins mit ein paar mehr Leuten, die es aber tatsächlich schaffen, noch weniger zu erarbeiten als die Türken? Die Leute, die so laute Stimmen haben? Die? Die sich mit ihren Ländchen hinstellen und die EU-Minister als Knalltüten bezeichnen und ihnen dann zum Mitschreiben die Konditionen für so ziemlich alles diktieren? Die?

Das wäre ja entsetzlich, wenn wir die EU-Leute nicht mehr hätten. Dann wären wir auch so ein kleines Land – also, außer, dass wir mehr Geld haben als beide zusammen, natürlich – und könnten auch mal rumblöken. Das wäre gar nicht gut. Pfui.

Die AfD will die Erbschaftsteuer abschaffen und spricht sich gegen die Vermögenssteuer aus. Beide Steuern werden nicht von den „kleinen Leuten“ bezahlt

Ja, wie auch? Es werden ja alle furchtbar besteuert in Deutschland?!

Diese Steuereinnahmen fehlen dann im Staatshaushalt, aus dem auch die Leistungen für die „kleinen Leute“ finanziert werden.

Kleine Leute wie übrigens die Kinder von irgendeiner Zigeunerfrau oder IS-Terroristen, denen wir eine “menschenwürdige” Sicherungsverwahrung bieten müssen; nicht dass da jetzt jemand an Opa Egon denkt, der sich gerade mit dem Staatsanwalt rumärgern muss, weil er bei Liederabend im Seniorenheim das Horst-Wessel-Lied gesungen hat.

Eine Vermögenssteuer verstieße übrigens gegen das Grundgesetz, weil es eine doppelte Besteuerung des Gleichen wäre, aber hey, scheiß doch auf das Grundgesetz, gell?

Die AfD will Regulierungen und Bürokratie abbauen. Gleichzeitig spricht sich die Partei im Wahlkampf für den Mindestlohn aus und will gegen prekäre Beschäftigungsverhältnisse vorgehen.

Dabei sind der Mindestlohn und Maßnahmen zur Eindämmung prekärer Arbeit genau solche Instrumente, die den Arbeitsmarkt regulieren.

Der Mindestlohn ist keine bürokratische oder sonstige Hürde, die den Wettbewerb im Inland verzerren würde. Gleichwohl ist er blöd und schwächt Deutschland im internationalen Wettbewerb. Aber gut, jetzt haben wir endlich mal ein Argument gegen die AfD: Die wollen den Mindestlohn beibehalten. 

Fuck, ganz ehrlich – ich hätte ja nicht gedacht, dass da tatsächlich ein Argument kommt, was wirklich gegen die AfD spricht.

Blöd, dass ich schon gewählt habe.

Advertisements

Die eingeschränkt demokratische Grundordnung

Nachdem mein schöner, bedachter Beitrag zu Strohmännern, die einem liberalen, marktwirtschaftlichen Kapitalismus entgegengesetzt werden, wohl recht unbeliebt war, statt einer Fortsetzung heute ein kleiner Rant.

Da sind nämlich ein paar Sachen zusammengekommen, die sehr schön den Zustand der “demokratischen Grundordnung” in Deutschland beschreiben. Angefangen hat das mit Fefe, der diesen Hirnfurz einer Britt-Marie Lakämper veröffentlicht hat. Highlight:

Satire ist die Droge der Kleinintellektuellen.

Wohingegen echte Intellektuelle wie Britt-Marie natürlich mit Witzen amüsieren, die nur versteht, wer “Game of Thrones” schaut (ja, klickt ruhig, das kann man sich nicht ausdenken, dass sich so jemand sowas zu schreiben traut).

Mariechens eigentlicher Punkt ist aber, dass Die Partei – ihr wisst schon, Sonneborn und Konsorten – keine Wahlalternative sein sollten, weil Realpolitik blablablubbs.

Freilich aber kann man die Partei aber durchaus auch deswegen wählen, weil die Tatsache, auch nur einen Clown ins Europaparlament zu bringen eigentlich die ganze Veranstaltung als die lächerliche Farce entlarvt, die sie ist – und Herr Sonneborn hat, muss ich sagen, diese Meinung auch in ebendiesem Parlament kundgetan. Ich bin mir nun recht sicher, damit nicht Maries politische Meinung zu treffen (die CDU-Mitglied ist), aber ich fand meine Wählerstimme bei Herrn Sonneborn wirklich gut aufgehoben. Übrigens im Gegensatz zu allen anderen Parteien.

Nun hat den idiotischen Post aber auch Herr Nebgen aufgegriffen, seines Zeichens Strafverteidiger. Herr Nebgen verteidigt – als korrekter Jurist einerseits und als tatsächlicher Demokrat andererseits selbstverständlich die Zulässigkeit einer reinen Satire-Partei. Herr Nebgen mag aber zugleich die AfD nicht, findet aber, dass man ihr demokratisch entgegentreten sollte (im Gegensatz zu übrigens den meisten Politikern, aber egal) – er schreibt:

Satire ist vor allem dort wichtig, wo ein sachlicher Diskurs – aus welchen Gründen auch immer – nicht mehr möglich ist.

Da unterstütze ich Herrn Nebgen vollends. Ich teile nur nicht seine (kommt noch) Annahme, dass das in Parlamenten der Fall wäre. Eine parlamentarische “Debatte” sieht in der Regel so aus, dass jeder eine vorbereitete Rede hält, woraufhin dann alle so abstimmen, wie sie das ebenso bereits vorher (in kleinen Gremien; diese greife ich hier explizit nicht [aus diesem Grund] an) beschlossen haben. Ganz toll, sehr wichtige Veranstaltung, so ein Bundestags-Plenum.

Wenn man nun aber – wie Herr Nebgen – davon ausgeht, dass im Bundestag tatsächlich Debatten stattfinden, bei denen – außer “pöbelnden” und “unzulässigen” Zwischenrufen niemals zwei Parteien miteinander reden, dann, so Herr Nebgen, sei es ein Problem,

wenn eine Partei dort einziehen sollte, deren Mitglieder nicht nur Meinungen haben, sondern diese gerne mit falschen Tatsachenbehauptungen unterfüttern.

Er meint damit gezielt Alice Weidel von der AfD, mit Verweis auf zwei andere Artikel, von sich selbst und von den über jeden Zweifel erhabenen Staatsmedien der ARD.

Herr Nebgen schreibt dann weiter, dass man Satire bräuchte, weil:

Man behauptet irgendetwas möglichst Konkretes, dessen Wahrheitsgehalt auf die Schnelle niemand überprüfen kann und drischt damit auf die anderen ein. […] Ich habe Zweifel, ob die – im großen und ganzen immer noch seriösen – Altparteien mit diesem Stil klar kommen werden. Viele werden sich noch gar nicht vorstellen können, auf welches Niveau die Debatte herunter gezogen werden wird, wenn es erst einmal soweit ist. Und dann braucht es auch im Bundestag jemanden, der sich auf diesem Niveau auskennt.

Das “Niveau” des Gender Pay Gaps? Aber egal, ich habe mit dieser Interpretation Nebgens zwei andere Probleme: Erstens wäre jedwede Form des verbalen (!) “Aufeinandereindreschens” ein wahnsinniger Gewinn in der aktuellen politischen Diskussionskultur, die diesen Namen nicht mehr verdient hat, da es keine Diskussion ist, wenn die andere Seite schlicht ignoriert, was die eine sagt. Und zweitens tut Herr Nebgen der AfD Unrecht, aber lassen wir ihn das selbst illustrieren:

In dem Film “Jäger des verlorenen Schatzes” (Raiders of the lost arc) gibt es eine Szene, in der der Protagonist (Harrison Ford) von einem gefährlich anmutenden Kämpfer bedroht wird, der mehrere Säbel schwingt, dabei Furcht einflößende Laute von sich gibt, und so einen kurzen Moment den Eindruck vollständiger Überlegenheit vermittelt. Der Protagonist zieht seinen Revolver und erschießt diesen Gegner auf vergleichsweise unspektakuläre Weise.

Wenn die Altparteien nicht aufpassen, wird es ihnen ergehen wie diesem ehrlichen, naiven Kämpfer: Sie werden regelwidrig aber effektiv einfach über den Haufen geschossen werden.

Was Nebgen hier macht, nennt Schopenhauer ein simuliertes Argument. Wenn der Leser nämlich auch nur eine Sekunde nachdenkt, wird er feststellen, dass (a) Indiana Jones der Gute ist und (b) es gegenüber einem willkürlichen Aggressor, der nach eines Lebens trachtet, in keiner Gesellschaft ever “regelwidrig” ist, ihn einfach zu erschießen.

Aber gut, es geht heutzutage offensichtlich nichts über billiges AfD-Bashing, und so komme ich in die blöde Situation, was positives über die AfD-Quotenlesbe schreiben zu müssen. Ganz fein. Nebgen formuliert das so schön:

dass die dort von Dr. Alice Weidel aufgestellten Behauptungen auch inhaltlich schlicht falsch sind; man schaue mal hier

Hier, übrigens. Bei der ARD, der vom Staat unabhängigsten Medieninstutution der Welt, noch vor CCTV, Russia Today, Al Jazeera und der Pyongyang Times. Es geht hierum:

Mehrmals hat die AfD bereits behauptet, in Büros gelten viel höhere Grenzwerte für Stickstoffdioxid als auf der Straße. […] Richtiger wird sie dadurch aber nicht.

Kristin Becker vom SWR erklärt uns das dann ausführlich, wieso diese falschen Tatsachenbehauptungen einfach nur sachlich falsch seien:

Der Grenzwert für Stickstoffdioxid liegt im Außenbereich bei 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Viel höher – bei 950 Mikrogramm pro Kubikmeter – hingegen ist der Wert für bestimmte Arbeitsplätze.

Oh. Wir müssen den Artikel also nicht weiter lesen. Frau Weidel und jeder andere von der AfD, der gesagt hat, dass am Arbeitsplatz höhere Grenzen gelten als auf der Straße, hat Recht. Punkt, Ende. Aber Kristin vom SWR hat auch den Schopenhauer gelesen, wie alle Linken, aber offenbar – wie die meisten Linken – schon bei Strategem #1 aufgehört, denn es erfolgt schlicht eine Erweiterung – weil man schon “Arbeitsplätze” schreiben musste, für Büros gelten (lest den ARD-Artikel plus deren Quelle) überhaupt keine Grenzwerte, es gibt da nur ein rechtlich schwaches “sollte wie draußen sein”. Gut auch, dass sich die Faktenfinder gleich mal auf Stickoxide beschränken – Schopenhauer empfiehlt bei einer Erweiterung auch zeitgleich, den Gegner möglichst stark einzuschränken – da muss man dann nämlich nicht über unangenehme Feinstaub-oder Ozonwerte in jedwedem Büro mit einem Laserdrucker reden. Von Kopierern fangen wir gar nicht erst an.

Kristin scheint sich aber der Schwäche ihrer Argumentation zumindest unterschwellig bewusst zu sein, denn es endet mit einem “denk doch mal einer an die Kinder”:

Während also die Luft draußen und in den meisten Innenräumen “gesundheitlich zuträglich” sein soll, geht es [anderswo] darum, dass die Luftbelastung einem gesunden, erwachsenen Menschen im Allgemeinen nicht schaden darf.

Was bei dieser Diskussion völlig unter den Tisch fällt, ist Alice Weidels eigentlicher Punkt: Wenn die Autos so viele Abgase produzieren, dass sie die Grenzwerte überschreiten – was spricht denn dagegen, einfach die Grenzwerte hochzusetzen?

Man sieht, man kann auch als klassischer Politiker sehr schön die Argumente der Gegenseite ignorieren, da braucht es keine Satire. Da braucht es nur ein bisschen Sophistik, als wären Grenzwerte per se in fucking Stein gemeißelt – und nicht etwa von Politikern beschlossen.

Und wie sinnvoll sind die Grenzwerte denn? Nun, nicht belastbaren Quellen zufolge, die ich keine Lust habe nochmal nachzuschauen, werden die so festgelegt, dass man Ratten so lange Schadstoff X aussetzt, bis die Hälfte stirbt. Das ergibt dann die “LD50”, und von der aus dosiert man runter, bis man die Ratten mit – in diesem Fall NOx – vergasen kann, ohne dass ihnen auch nur das geringste passiert. Dieser Wert ist aber dann noch nicht “nicht gesundheitsschädlich”, sondern man nimmt den noch durch 100. Wenn Ihr Euch fragt, wieso die Werte früher nie ein Problem waren: Da waren die Messgeräte noch nicht gut genug.

Weiterer Vergleich gefällig? Okay: Die höchsten Überschreitungen der Grenzwerte in “Problemgebieten” wie dem Stuttgarter Kessel im Sommer führen in Extremzeiten zu einer täglichen Schadstoffbelastung, die in etwa dem Rauchen einer halben Zigarette entspricht. Der Grenzwert für die (wahrscheinlich) schädlichen Schadstoffe darf an nicht mehr als 35 Tagen im Jahr überschritten werden, das wäre dann weniger als eine Schachtel Zigaretten. Im Jahr. Für irgendeinen (auch nur diskutabel) nachweislichen, gesundheitlichen Effekt müsste man da aber nicht nur das ganze Jahr über der aktuellen Grenzwertbelastung leben, sondern auch noch wenigstens zwei oder drei Kippen rauchen. Täglich, nicht im Jahr.

Aber ist doch schön, dass wir so toll über Grenzwerte diskutieren konnten, nicht wahr? Vielen Dank, ARD-Faktenfinder, ihr habt uns da echt geholfen.

Aber zurück zu Alice Weidel und dem von ihr verursachten Untergang der freiheitlichen demokratischen Grundordnung, weil man mit solchen Leuten ja nicht reden kann – weil sie einfach gehen. Da sich alle Berichte etwa gleich mit dem verlinkten lesen und ich keine große Lust habe, mir langweilige “Diskussionssendungen” im Fernsehen anzuschauen, bei denen Politiker ihre bereits bekannten Punkte wiederholen, habe ich mir – nur für Euch – aber dennoch die 5 Minuten, bevor sie ging, angeschaut.

Passiert ist da folgendes:

[0:57]: Weidel erklärt, dass die, die noch nicht so lange hier leben, durchaus überdurchschnittlich kriminell sind

[0:58:31] Wie es sich bei einer ordentlichen, politischen Diskussion gehört, nimmt die “unabhängige” “Moderatorin” den bedrübbelt guckenden Politikern der anderen Parteien die Peinlichkeit ab, darauf antworten zu müssen, indem (ernsthaft!) erklärt wird, dass die ja nur untereinander kriminell sind (schaut den fucking Clip, ehrlich – DAS ist deren Gegenargument. DAS! Ist ja nicht so schlimm, wenn fucking Kriegsflüchtlinge von irgendwelchen sozialschmarotzenden Negern vergewaltigt werden, gell? Danke, ZDF, Danke. Fickt euch) und nur 4,6% der geschädigten Deutschen von “Zuwanderern” beklaut, vergewaltigt oder umgebracht wurden. Toll, Danke auch dafür, ZDF, eine relative Zahl zur Relativierung zu verwenden – diese kriminellen Zuwanderer sind halt komischerweise – wie Frau Weidel sagte – im Vergleich zur schon länger hier lebenden Bevölkerung (inklusive 60er Türken 80er Iranern, 90er Afghanen etc. pp.)  fucking überdurchschnittlich kriminell – wie Frau Weidel sagte – richtig? Ah, ne, sind ja nur 4,6%, wen interessieren die schon? 

[01:01] Maas whataboutismt, dass diejenigen, die am wenigsten Interesse an kriminellen Illegalen (er nennt sie trotzdem “Flüchtlinge”) haben, andere [echte] Flüchtlinge sind, nicht die AfD.

Dazu: Ach nee, Heiko? Leute, die hier wirklich deswegen herkommen, weil sie vor politischer Verfolgung durch autoritäre Regimes (wie dem, was du mit deinem Orwell-Gesetz zu etablieren versuchst) oder vor echten Kriegen oder Genoziden fliehen, benehmen sich hier auch ordentlich? Und derweil erdreistest du dich, es als ganz toll hinzustellen, dass man sie jetzt (eventuell, theoretisch, aber wohl praktisch eher doch wieder nicht) ausweisen könnte, nachdem sie ihre ersten vier Opfer vergewaltigt haben? Für Ladendiebstahl gibt es ja nun kein Jahr Knast, gell? Das ist DEINE Partei, Heiko. Deine. Und die noch linksgrüneren.

Und die echten Flüchtlinge per se würden dann wohl eher die AfD wählen, gell? Ich meine, die haben ja die gleichen Interessen? Ja? Wolltest du uns das sagen, Heiko? Das ist der Unterschied zwischen Gutmenschen und guten Menschen, übrigens.

[01:02] Trittin mault irgendwie Scheuer von der CSU an [idiotisch, aus dem Kontext gerissen und unberechtigt, wie Scheuer später erläutert], leitet dann fließend zu Gauland über, der entsetzlich sei: “Verrohung fängt damit an, dass man Bürger[Innen] dieses Landes willkürlich ausbürgert, und genau das hat Herr Gauland gesagt, getan, als er Frau Özuguz, als er gesagt hat, er wolle sie in Anatolien entsorgen”.

Dazu eine kurze Anmerkung: Herr Gauland hat gesagt, man (!1) solle (!2) Frau Özoguz in Anatolien entsorgen. Ich hatte dazu bereits spontan getwittert, dass das keinesfalls einen realpolitischen Bezug haben kann, da ich zumindest Erdogan die Eier zutraue, die Dame nicht ins Land zu lassen, ohne sicher zu sein, dass sie wieder geht (ansonsten ist sie ziemlich auf seiner Parteilinie, aber das ist ein anderes Thema).

[01:03] Trittin schließt mit “da beginnt die Verrohung der Sprache”, so, als wäre das irgendwie vergleichbar mit dem von Frau Weidel angesprochenen und durch die Moderatorin (!) sofort relativiertem Thema der Verrohung derer, die hier jetzt halt leben. Das Wort bekommt Herr Scheuer.

[01:04] Weidel unterbricht Scheuer bei seinen (recht vernünftig klingenden) Ausführungen über intergrationswillige vs. solche Ausländer, die man rauswerfen sollte mit dem Anwurf, er wolle illegale Einwanderung legalisieren.

[01:05] Scheuer hält Weidel vor, dass sie sich erstmal von “für mich ist das ein Rechtsradikaler” Gauland distanzieren soll. Frau Weidel geht.

Freilich könnte man nun Frau Weidel vorwerfen, dass ihr Vorwurf gegenüber Scheuer “böse” war, aber er hatte ja nun auch die Gelegenheit, darauf zu antworten. Stattdessen kommt ein Argumentum ad auditores – bilderbuchmäßig, “machen Sie erstmal den Zuschauern klar” – statt irgendwas inhaltliches.

Nun bin ich da natürlich als Bayer enorm gebiast und auch – respektive deswegen – kein fanatischer Nationalist – die CSU hat nichts gegen Einwanderer, die hier was anständiges leisten, und das hat Herr Scheuer auch – zumindest für mich – klargestellt. Dass das nach aktueller Rechtslage eine Legalisierung illegaler Einwanderung ist, hat Frau Weidel (korrekt) konkretisiert. Das würde ich aber viel lieber unterstützen, wenn Herr Scheuer und die CSU die Eier hätten, dazu zu stehen.

Von den Extrema haben wir hier also – gehen wir mal davon aus, dass das Gedankengut tatsächlich da ist – die AfD, die auch Deutsche rauswerfen will, wenn die einfach nur gesellschaftsschädlich sind (am Beispiel Özoguz, aber da kann man sicher noch eine Menge rechts- wie linksradikales Pack dazutun), und die CSU, die auch Ausländer hierbehalten will, wenn sie hier was produktives machen.

Ehrlich gesagt finde ich beides eine gute Idee – aber leider hat keine der beiden Parteien die Eier in der Hose, dazu zu stehen. Und das, meine Damen und Herren, ist der aktuelle Stand der Demokratie in Deutschland und damit die Flatline auf dem EKG der ach so freiheitlichen demokratischen Grundordnung dieses Landes.

Ich bin so froh, dass ich bereits gewählt habe. Und kommende Woche in die Türkei fliege, da ist wenigstens das Wetter schön. Der Zustand der Demokratie ist in etwa der Gleiche.


Zwei Anmerkungen noch: Irgendwo wurde sich beschwert, dass (AfD-) Leute Frau Özoguz Namen falsch aussprechen. Ich habe eine Freundin namens Pinar, und mir fiel erst in der Türkei (und nachdem ich sie viele Jahre kannte) auf, dass sie eigentlich nicht Pinar heißen kann, sondern Pınar. Das spricht man so aus, wie es sich liest – man muss nur vorher an einer Zigarette ziehen, 30 Sekunden die Luft anhalten, einen Schluck Whisky trinken und derweil sprechen.

Zweitens muss ich anmerken, dass meine durchaus positiven Erwähnungen von Herrn Erdogan anders ausfielen, wenn ich in dem Land leben müsste. Ich finde nur einerseits, dass es mir nicht zusteht, die Türkei für die Verfolgung von Journalisten oder der Opposition zu kritisieren, wenn das bei uns auch passiert (siehe Links). Auch dass Erdogan nach dem lauten Geschrei aller deutschen Gutmenschen die Demokratie und grundlegende Menschenrechte (praktisch) abschaffen will und zum Beispiel das Internet zensiert sind Punkte, bei denen man vielleicht erstmal an den Balken im eigenen Auge denken sollte. Ich halte Erdogan nur deswegen für einen besseren Politiker als (nahezu, siehe Sonneborn) alle deutschen, weil er ehrlich ist. Andererseits – wenn ich ein albanischer Sozialschmarotzer wäre, fände ich Merkel auch toll.

AfD, Grüne und Hexenverbrennungen

“Skandal-Rede im Landtag: Das sagte der AfD-Politiker”, zeigt mir mein GNews auf Focus.de an und ich bin schon verlockt, einen Post “Exklusiv – Der skandalöse Teil der Rede des AfD-Schlechtmenschen Podeswa” zu titeln und ihn ohne Inhalt abzuschicken (und ohne den ursprünglichen Artikel zu lesen). Doch noch während mein Notebook hochfährt sehe ich, dass Stefan Niggemeier das schon gemacht hat – nur halt mit komplett überflüssig viel Text.

Da ich aber nun den angeblich “skandalösen” Teil kenne, muss man da doch ein bisschen nachdenken – so soll es eine Grünen-Abgeordnete namens Martina Braun “wirklich unglaublich” finden, dass man durch Hexenverbrennungen die Umwelt retten könne.

Derweil ist sie doch bei den Grünen, was sie zwar nicht kategorisch als Hexe im Sinne des von Podeswa bemühten Hexenhammers qualifiziert – dafür müsste sie schließlich ausgesprochene Feministin sein (ich hatte das hier erläutert), aber tun wir mal so:

Frau Braun ist 1960 geboren und wiegt meinem Eindruck nach gute 100 Kilo. Gehen wir davon aus, dass das 50% Masseanteil Wasser sind und 40% Fett. Gehen wir zudem davon aus, dass der Rest Knochen sind – so grob kommt das hin.

So, wenn wir jetzt die Hexe verbrennen wollen – rein theoretisch, natürlich, wir machen hier ja nur einen “Faktencheck” – brauchen wir leider den Brennwert von Knochen. Darüber wird hier diskutiert, mit dem Fazit, dass man für ein Krematorium mindestens 850°C erreichen muss, damit Menschen auch nur halbwegs ordentlich verbrennen – und dann bleiben da immer noch 2 Kilo übrig. Und schon dafür braucht man relativ viel Energie, und wir wollen ja die Umwelt schonen, also bauen wir halt einen traditionellen Scheiterhaufen und lassen die Knochen übrigbleiben.

Dann verbrennen wir im Endeffekt nur die 40 Kilo Fett, Wasser brennt ja nun nicht so toll.

Da wir in der Schule gelernt haben, dass CO2 der Klimakiller schlechthin ist und wir ja genau deswegen so verdammt viele Steuern auf alles, was CO2 produziert, zahlen sollen, nehmen wir mal das CO2 als Maßstab.

Das wären für organische Fette 2,3 kg CO2 / Liter, bei ~0,94 kg/l also

2,3kg CO2 / l * 0,94 kg/l *40 kg = 86,5 kg CO2, wenn man die Hexe verbrennen würde.

Wenn man das den mindestens 168 kg CO2 pro Jahr, die die Dame ausatmet, wenn man sie denn nicht verbrennt, gegenüberstellt, muss man feststellen, dass das mit den Hexenverbrennungen doch durchaus umweltfreundlich wäre – oder? Freilich, der Scheiterhaufen braucht auch Holz, aber das muss man dann ja im kommenden Winter nicht mehr zum Heizen ihrer Wohnung verbrennen, also lassen wir so Nebensächlichkeiten halt mal weg – es wird soweiso nur ungünstiger für die Hexen.

Denn natürlich kann man das aber so noch nicht stehen lassen – wie uns das Finanzministerium (ja, das Finanzministerium) informiert, hat die 57jährige Hexe noch gut 28 Jahre zu leben. Das macht also 28 Jahre * 168kg Atem-CO2 p.a. = 4.704 kg CO2. Im Vergleich dazu entstehen bei der Verbrennung nur die oben berechneten 86,5kg – das sind mehr als 98,1% CO2-Einsparung.

Unglaublich, dass der Herr Podeswa sowas als promovierter Physiker nicht klarstellt. Noch schlimmer ist aber, dass die angeblich so umweltfreunlichen Grünen solche enorm umweltschonenden Debattenbeiträge skandalisieren. Man könnte fast meinen, das wären nur verlogene Heuchler.

Parallelen

(quasi als Nachtrag zum letzten Artikel)

Es gibt einen guten Grund dafür, dass “Mein Kampf” auf dem Index steht. Es ist ein gefährliches Buch, da es – was die Geschichte beweist – das Rezept enthält, ein demokratisches System zu zerstören. Wie? Ganz einfach:

Wird der Sozialdemokratie eine Lehre von besserer Wahrhaftigkeit, aber gleicher Brutalität der Durchführung entgegengestellt, wird diese siegen, wenn auch nach schwerstem Kampfe.

Klar, das ist ideologiebeladenes Gedudel, aber eigentlich heißt das, dass der gewinnt, der (a) nervtötender ist und (vor allem, b) am meisten zu opfern bereit ist. Das ist keine neue Erkenntnis; ich habe in diesem Blog schon öfter auf Polybios Anakyklosis hingewiesen, die besagt, dass die Demokratie nur einer von mehreren, unausweichlichen Schritten im Verfassungskreislauf sei. Nach Polybios folgt auf die Demokratie in ihrer dekadenten, eigennützigen Form, die der aktuellen Gesellschaft zu attestieren sicher nicht zu vermessen ist, eine Diktatur. Würden wir aus der Geschichte lernen – also, von Polybios, dessen Theorie seit 2.200 Jahren unwiderlegt ist – könnten wir mal sinnvoll darüber nachdenken, welche Art der Diktatur wir haben wollen. Antje Schrupp weiß das schon. Ich allerdings auch.

Nein, ich denke nicht, dass sich das aufhalten lässt. Ich würde es mir wünschen, aber es funktioniert halt nicht. Es hilft auch nichts, das zu sagen, es hilft nicht, wenn die Presse die NSDAP AfD als dumme Nazis hinstellt. Hitler beschreibt fast 200 Seiten, was die “Judenpresse” mit der NSDAP gemacht hat, und das ist genau das, was die heutige (nicht-jüdische, dafür linksgrüne) Presse mit der AfD macht. Es hat damals nicht funktioniert, und es zeigt nur, dass das einzige, was Menschen aus der Geschichte lernen können ist, dass Menschen nicht aus der Geschichte lernen.

Selbstverständlich wurden übrigens auch die Nazis als Nazis diffamiert, “Nazi” ist keine Eigenbezeichnung, sondern ein Derogativ. Und selbstverständlich gab es auch am Ende der Weimarer Republik pöbelnde Antifa-Terroristen, die Leuten nachstellten und Sachen anzündeten, die hießen damals Rotfront.

Das einzige, was unklar ist, ist, wer sich durchsetzt: Die klassischen Marxisten (SPD), Trotzkyisten (Linke) und Neo-Marxisten (Grüne) mit ihrem Feindbild “weißer, heterosexueller Mann” oder die AfD mit dem Feindbild “kriminelle Ausländer”. Ich hoffe aber, dass wir noch mehr weiße, heterosexueller Männer in Deutschland haben als kriminelle Ausländer. Also, für mich; für die kriminellen Ausländer würde das sicher unangenehm.

Was nicht heißen soll, dass ich mir das wünschen würde; ich fände es viel schöner, wenn die Parlamentarier sich am Riemen reißen und das machen würden, wofür sie da sind: Demokratie. Machen sie aber halt nicht, sondern führen einen inneren Wettbewerb mit Martin Cemil dem Hauptschulabbrecher darüber, wer niveauloser ist. Ich bezweifle zudem, dass die AfD mit der Minderheit, die sie bekommen wird, derartige Macht erhalten kann wie die NSDAP mit ihrer damaligen Minderheit. Ich vermute vielmehr, dass wir eine Rot-Rot-Grüne, oder sog. Katastrophe³-Regierung bekommen werden, und über die nächsten zwei, drei Dekaden in die globale Bedeutungslosigkeit versinken. Was vielleicht gar nicht so schlimm ist. Es ist eh so viel schöner woanders.

Arsch auf Grundeis

Dass das deutsche Staatsfernsehen die AfD nicht mag, sollte in den letzten Tagen klar geworden sein. Zur Wiedergutmachung hat dann ein anderer Arm der ARD-Krake eine AfD-Politikerin eingeladen.

Ich schaue nun keine Polit-Talks, da die eben eh nicht miteinander reden. Der einzige Kopf im deutschen Fernsehen, der Politikern die Stirn bietet, ist Michel Friedman, aber Friedman erklärt nur allen, dass sie dumm und er toll ist, insofern lohnen sich Friedman-Talks auch nur dann, wenn man Friedman toll findet und Friedmans Meinung immer und immer und immer wieder hören will.

Egal, es war eine AfD-Frau, Beatrix von Storch, bei Anne Will. Wem Anne Will nichts sagt: Anne Will lebt in Berlin. Reicht noch nicht? OK: Anne Will ist die ARD-Quotenlesbe und lebt in Berlin.

Am Sonntag abend. Am Montag titelt es “Für Beatrix von Storch sind andere Meinungen oft irre“.

Toller Teaser, geklickt. Was steht drin? Frau vStorch denkt, die führenden Politiker haben nicht mehr alle Tassen im Schrank. Diverse Journalisten auch nicht. “Verrückt” findet sie explizit offensichtlich nur Gender-Spinner.

Nun ist Gender keine Meinung, sondern eine zur Ideologie aufgebauschte Theorie. Und dann wundert sich die Lügenpresse, wenn sie Lügenpresse genannt wird.

Aber das war gestern. Heute hat offenbar durch die bei den Presstituierten voller Empörung eingesetzte Schnappatmung endgültig dafür gesorgt, dass die eh nicht sonderlich toll funktionierenden Gehirne keinen Sauerstoff mehr bekommen. Da kann man doch der Fantasie freien Lauf lassen: Frau vStoch

  • hetzt (Stern)
  • entgleist (Bild)
  • ist wirr (Welt)
  • löst Skandal aus (Stern)
  • schockt (t-online)
  • vergreift sich im Ton (BZ)
  • hat Hirngespinste (Mopo, Süddeutsche, Bundesregierung)
  • empört (KZ [warum nennt man seine Zeitung so, dass man sie KZ abkürzen muss?])

Ja, was denn nun? Gestern hat sie ja nun Geisteskranke für geisteskrank gehalten, aber die Journaille hatte offenbar genug Zeit, auch noch den Rest des Talks zu sehen. Oder zumindest der Praktikant bei dpa, die Meldungen sind inhaltlich alle gleich.

Die Fakten: Frau vStorch hat  auf Facebook  geschrieben: “Ich nehme Wetten an: Wenn sie [Merkel] bald zurücktritt, wird sie das Land verlassen. Aus Sicherheitsgründen”.

Frau Will (ist das jetzt consent, btw.?) fragt heldenhaft nach: Was meint sie denn damit?

Und Frau vStorch erklärt: “Damit meine ich, dass das Gerücht war, dass sie nach Chile oder Südamerika geht.”

Ah ja. Wo, liebe Frau von Storch, war das Gerücht? Im Kanzleramt? Oder doch eher beim Klogespräch mit Rechtspopulisten im Europaparlament?

  • Presstituierte der Welt

Ja, lieber Ralf Dargent, hast Du denn mal nachgefragt? Ich meine, ist ja nun nicht so, als wäre es eine grundlegende Aufgabe des Journalismus, zu recherchieren? Nie Superman gesehen, oder wenigstens Die Abenteuer von Lois & Clark? SpidermanTeenage Mutant Ninja Turtles?

Naja, wir werden wohl nie erfahren, wo das Gerücht herkommt. Wir lernen nur, dass es “Hetze” ist, wenn man annimmt, dass gechasste Politiker das Land verlassen. Das ist ja nun auch völlig absurd.

Dafür erfahren wir, dass Frau vStorch “nachlegt“:

Franz Josef Strauß sagte über Helmut Kohl, dieser werde seine Lebenserinnerungen in Sibirien schreiben. So kann man wohl auch laut darüber nachdenken, wo Frau Merkel ihre Memoiren schreiben wird. Südamerika ist mit Sicherheit schöner als Sibirien.

Mein Problem ist nun, dass die Presse daraus macht, die Bundeskanzlerin wolle auswandern. Und so interpretiert hat Herr Seibert, Regierungssprecher, natürlich Recht, wenn er das als Hirngespinst bezeichnet. Denn, wie Psychologen sagen, ist Frau Merkel viel zu weltfremd, um zu merken, wie es um ihre Beliebtheit in Deutschland steht.

beliebtheit

Mich beschäftigt gerade aber eine andere Frage: Geht der Presse der Arsch derart auf Grundeis, dass sie solche Artikel schreiben, weil sie merken, dass ihre Beliebtheitswerte unter denen von Merkel sind? Oder sind das nur besorgte Bürger, die Angst haben?