Generation Y – der Beginn des Endes

Celia Parbey ist Teil der Generation Y. Nach ihrer eigenen Angabe sind das die, die zwischen 1980 und 2000 geboren sind, aber obwohl ich da (gerade so) nicht dazuzähle, würde ich das zwei, drei Jahre später beginnen lassen; so bis Jahrgang ’84 sind in etwa so viele Bekloppte in Gen X wie Vernünftige in Gen Y.

Aber wie jede besondere Schneeflocke der Generation Y – “einen so selbstverliebten und unqualifizierten Haufen hätte die Menschheit noch nicht hervorgebracht” – findet sie sich natürlich vor allem selbst toll und listet uns dafür auch noch Gründe auf (also, warum sie sich selbst toll findet, nicht, warum wir das gut finden sollten, weil sie keine Ahnung von Argumentation hat, aber ich spoilere). Bevor wir dazu kommen, nochmal, worum es bei der Kritik an den Schneeflöckchen eigentlich geht – in Celias Worten:

Wir sind die Generation „Vielleicht“, also die die sich nicht festlegen wollen, sei es im Beruf, im Alltag oder in der Liebe – so zumindest das Klischee. Oft wird geschimpft über diese „Millennials“. Verweichlicht sollen wir sein, keinen Durchhaltewillen haben und sowieso, wollen wir alles auf dem Präsentierteller serviert bekommen. Zarte Schneeflocken, die ihren „safe space” brauchen, um klarzukommen. „Social Justice Warriors“, die alles viel zu persönlich nehmen. Als unpolitisch werden wir verschrien und unsere Unentschlossenheit verpönt.

Ja – und dass ihr die Generation seid, die die globale Peak Intelligence überschritten hat – also dumm. Aber das nur als kleine Anmerkung, fangen wir an:

1. Wir ernähren uns gesünder und vielfältiger

Ganz fein seid ihr. Es zeichnet Euch als ganz besonders gute Menschen aus, dass ihr nicht wie meine Oma nach dem Krieg von trocken Brot und Milchpulver leben musstet und dank von der Generation meiner Eltern aufgebauten und meiner Generation betriebenen internationalen Handelsketten fucking Pomelos essen könnt. Toll seid ihr, so toll. Wollt ihr einen Pokal? Ja, ich weiß, ihr wollt einen Pokal. Fürs fucking Essen.

2. Und überhaupt leben wir gesünder

Vor allem aber wiederholt ihr eure Punkte!

3. Wir können (fast) überall hinreisen

Nein, das könnt ihr nicht. Das konnte schon ich nicht mehr, weil unsere Eltern Autos und Benzin sackteuer gemacht haben. Vom Krieg im halben nahen Osten und Nordafrika gar nicht zu reden; vor 20 Jahren konnte man noch mit dem Jeep (einem echten Jeep, keinem SUV) durch Nordafrika. Ihr habt also nur keine Ahnung, sondern…

wir heutzutage weiter und häufiger fliegen können als jede Generation vor uns.  

Ja – inwiefern ist das jetzt ein positives Zeichen für euch und nicht für die Leute, die die fucking Flugzeuge, Flughäfen und – ach –

Und durch das Reisen, lernen wir nicht nur andere Kulturen kennen und können unseren Horizont erweitern, sondern wir üben uns auch in Toleranz und Flexibilität.

Ihr seid die mit Abstand unflexibelste Generation ever. Und seit meiner Oma die mit Abstand intoleranteste; ihr seid nur zu doof, zu wissen, was Toleranz bedeutet. Ihr lernt auch keine Kulturen mehr kennen; das haben schon Leute aus meiner Generation hinreichend kaputtgemacht, und an die Stellen, wo das noch geht, traut ihr euch nicht hin.

4. Wir sind technikaffin

Keiner von euch hat jemals einen Computer aus Einzelteilen zusammengebaut, was in meiner Generation eine Notwendigkeit war. Ihr wisst nichtmal mehr, dass es Computer aus Einzelteilen gibt.

Die Routine, mit der wir uns durch soziale Medien bewegen, ist etwas, um das uns vorherige Generationen beneiden. WhatsApp, Instagram, Facebook sind für uns nützliche Mittel zur Verständigung mit unserer Umwelt, die wir mit Leichtigkeit bedienen.

Ich darf mal dran erinnern, dass ihr die Generation seid, für die Microsoft sein 20 Jahre bewährtes Office-Layout verändert hat, damit es für inkompetente Volldeppen leichter zu bedienen ist? Und was bitte ist an Whatsapp, Instagram oder Facebook schwierig? Vor allem aber: Was ist an Instagram nützlich? Mir scheint, dass ihr nicht mehr wisst, was fucking Wörter bedeuten. Wie “nützlich”.

Wir verzweifeln auch nicht sofort, wenn das Internet mal ‘kaputt’ ist, sondern setzen uns selbst daran, das Problem zu lösen.

M-hm. Also, ihr zieht den Stecker der Fritzbox raus und dann wieder rein, gell? Weil, dass man erstmal prüfen muss, ob das jetzt am NTBA, Modem, Router, Switch oder AP liegt – ach; ich wisst gar nicht, dass das mal verschiedene Geräte waren, die zudem von alleine einen Dreck gemacht haben? Uiuiui. Braucht ihr ein Katzenbildchen, damit ihr nicht heulen müsst?

5. Unsere Unterhaltungsmöglichkeiten sind endlos

Es ist erstaunlich, das die Frau ernsthaft eine Aufzählung macht, wie fucking GUT es diese verweichlichten Jammerlappen haben, wohlgemerkt um zu zeigen, dass das negative Bild von ihnen nicht stimmt, nicht um es zu bestätigen. Ich addiere mal “vollkommen hirnlos” zur Liste der Anwürfe an Generation Y.

6. Wir machen uns das Leben einfacher … Von Uber, über Evernotes bis hin zur Öffi-App. … Die Generation Y gilt nicht umsonst als die innovativste Generation bisher.

Travis Kalanick (Uber) ist 41, Stepan Pachikov (Evernote) 67.

So innovativ – aber nicht ihr.

7. Wir nehmen unsere psychische Gesundheit genauso ernst wie unsere physische

Ihr seid fucking Heulsusen, die mit nichts klarkommen und wegen Blogbeiträgen wie diesem hier zu einem fucking Psychiater müssen, als hätte der IS euer Dorf niedergebrannt, euch vergewaltigt, geschwängert und das ungeborene Kind aus euch rausgeschnitten. Aber schön, dass ihr euch selbst ernstnehmt. Die Psychiater tun das auch, die nehmen das Geld eurer Eltern gerne.

8. Wir verschaffen uns online Gehör

Ja – toll. Ihr jammert auch im Internet. Juhuuu!!!

9. Wir erwarten mehr von unseren Arbeitgebern

Ich zitiere mal von oben: “sowieso, wollen wir alles auf dem Präsentierteller serviert bekommen”.

Argumentieren gelernt habt ihr echt nicht, gell?

10. Millennial-Frauen sind selbstbestimmter, was ihren persönlichen Lebensweg betrifft

Als wer? Meine Mutter? Meine Oma? Deren Oma? Einen Bullshit seid ihr, ihr habt nur keine Ahnung, was ihr wollt und lebt rein hedonistisch in den Tag. Das ist schön für euch, aber ihr gönnt meinem vor-Euronorm-Diesel ohne KAT kein Blei mehr ins Benzin. Bigotte Arschlöcher seid ihr, mehr nicht. Ihr merkt noch nichtmal mehr, was der Fehler in meinem Satz ist, vor lauter hysterischer Aufregung über die Einzelteile.

11. …und ihr Berufsleben

Ach? Frauenquoten wollt und braucht ihr, um ins Berufsleben zu kommen. Weil ihr sogar noch dümmer und lebensunfähiger seid als die verweichlichten androgynen Idioten in eurer Generation, die einen Penis haben. Oder?

 wie die Quote

Danke.

12. Wir sind die gebildetste Generation … Ein Studium steht nicht zwingend synonym für Intelligenz

Ja… seit Bologna eher gar nicht mehr. Ihr seid vielleicht formal gebildet. Aber so Sachen wie Argumentieren, Logik oder mal was Tun könnt ihr nicht. Das waren übrigens DEINE fucking Kritikpunkte an Leuten wie dir, und nichtmal die kannst du widerlegen. Dumm rumreden kannst du, aber hey – das kann jeder.

13. Wir sind beziehungsunfähig?

Nö, ihr seid Schlampen.

14. Wir sind tolerant

Auch das hatten wir schon. Wissen wir wirklich nicht, was tolerant bedeutet?

Wir haben jedoch erkannt, dass rassistische und sexistische Witze oder Sprüche in unserer Gesellschaft keinen Platz mehr haben und weigern uns diesbezüglich Stillschweigen zu bewahren.

Ah, wir sind so tolerant, dass wir keine fucking Witze mehr tolerieren. Profi-Hinweis: Das beschreibt nicht Toleranz, das beschreibt Humorlosigkeit. War das einer der Punkte oben? Ja, natürlich war es das. Boah, mit Millenials zu argumentieren ist nicht nur nutzlos, sondern unnötig; die widerlegen sich (respektive bestätigen alles Negative über sich) schon selbst. Aber gut, ich verstehe, warum die ununterbrochen zum Psychiater müssen. Der könnte aber mal die entsetzliche Kommasetzung verbessern.

Es steht also nicht alles schlecht für diese Generation „Vielleicht“. Trotz starkem Gegenwind, schaffen wir es nicht nur uns in dieser Welt zu behaupten, sondern auch Impulse zu setzen, um sie zu ändern.

nur, KOMMA uns. Fuck. Fuck. Diese Leute haben es verdient, dass die fucking Welt untergeht. VERDIENT.

Das Problem einer Generation ist es nie, die Welt zu übernehmen; das müssen sie zwangsweise, weil die Älteren sterben.  Es ist auch vollkommen normal, dass die Welt sich ändert, und es wird auch von euch erwartet, dass ihr die Welt ändert.

Das Problem mit der Gen Y und noch mehr den Millenials ist aber, dass sie bei den ganzen Veränderungen, die sie per se toll finden, übersehen, dass nicht jede Veränderung gut ist, sondern Veränderung auch ein Krebsgeschwür sein kann. Nun sind eure Eltern wahlweise Späthippies oder aus meiner Generation, und wir legen sehr viel Wert auf Selbständigkeit und Eigenverantwortung. Das heißt, ihr könnt gerne euren Krebs tolerieren oder mit homöopathischem Acerolakirschenextrakt D400 behandeln, und wir können euch auch nicht dazu zwingen, uns zu glauben, dass ihr davon sterbt. Dann sterbt halt. Postet Fotos davon auf Instagram.


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Through the Gender Glass

Ich habe ja gestern durch Martin erfahren, dass irgendeine durchgeknallte Paula es nicht so prickelnd fand, dass irgendein Jugoslawe mit seinem Gender-Studies-Studium nicht so glücklich war, weil die sich zu viel mit Negern und so beschäftigen und zuwenig mit den armen unterdrückten Hascherln (oder so). Naja, es gibt da bei der geisteskranken Frauenzeitschrift “Missy Magazine” ein quasi-Vollzitat von dem Emma-Artikel und Paulas unendlich lange Antworten drauf – man will ja als Gender-Sektenführer auf keinen Fall, dass einen jemand wirklich versteht; es geht um “Listen and Believe” und v.a. Anbetung der besten Spezies im ganzen Universum: Frauen. Vor allem natürlich behinderte, dumme, nicht-weiße Frauen. Paula ist – sicher zu ihrem Bedauern – weiß, aber das sind immer noch zwei von drei.

Ich habe es nicht wirklich ausgehalten, neben Vojin Saša Vukadinović (ich nenne den mal Sascha, sonst kann ich mir das nicht merken) gestelzten Ausführungen zu den Sujets … geschlechtlicher Repräsentationsformen [im] Bewusstsein für die Historizität der Geschlechterrollen noch Paulas noch gestelztere Repliken zu lesen, von daher tue ich Euch nicht den ganzen Mist an, sondern nur die wirklich schönen Teile:

[Paula] Fachliteratur lesen hilft noch weiter

Ehrlicherweise hat Sascha keine diesbezügliche Frage gestellt. Eigentlich hat Sascha gar keine Frage gestellt, sondern vielmehr erklärt, was das Curriculum seines Gender – “Studiums” war. Wir lernen daraus: Im Gegensatz zu einer Grundschule ist es für Gender – “Akademiker” offensichtlich erwähnenswert, dass Lesen bildet. Das erklärt natürlich viele der Gender-Aktivisten.

[Paula] Frauenemanzipation? Wieso sollten sich die Gender Studies auch dafür interessieren? Oder anders gesagt: Doch, sie interessieren sich dafür

Ja – aber warum denn, Paula? Ich meine – komm, du bist hier die, die den Gender-Studies-Unsinn als sinnvoll hinstellt und offensichtlich selbst nicht weiß, was die Scheiße soll. Toll. Muss man sicher mehr Geld investieren, damit du mal ein Forschungsprojekt machst, warum du ein Forschungsprojekt machen solltest, gell? Erinnert mich an die Nutte aus Idiocracy.

[Paula} Nein, die Gender Studies sind nicht der akademische Arm eines politischen Emanzipationsprojektes.

Sagt auch keiner – außer denen, die daran beteiligt sind. Es ist eine politische Unterwanderung der Universitäten durch eine politische Bewegung, die doch sehr an den sozialistischen “Marsch durch die Institutionen” erinnert. Aber wirklich niemand denkt, dass ihr irgenwie “akademisch” seid; ihr sitzt da halt. Die Putzfrau in der Uni ist genauso akademisch wie ihr.

[Sascha] Gender-Studies-Kurse tragen nunmehr Titel wie …  „Einführung in die interdependente VerRücktheitsforschung/Mad Studies“.

[Paula] Und warum auch nicht?

Eben – desto offensichtlicher die nur Unsinn machen, desto einfacher ist es, darzulegen, dass man sich den Quatsch sparen kann.

[Paula] Davon abgesehen, dass spätestens seit Sigmund Freud und Michel Foucault … systematischen Erkenntnisgewinn zu Gesellschaft

Ne, Kinders, ihr müsst euch schon mal entscheiden, ob ihr jetzt Freud mögt oder nicht. Der hätte nämlich befunden, dass man hysterische Weiber wie euch therapiert; nicht, dass man ihnen einen Lehrstuhl gibt. Zum Erkenntnisgewinn von Foucault… mei, ich könnte das auch über meine Katze behaupten; das wäre aber unfair gegenüber meiner Katze.

[Sascha] Viel diskutierte Postulate heißen „Critical Whiteness“, „Intersektionalität“ oder „Femonationalismus“.

[Paula] Viel diskutiert, exakt.

Das ist dann übrigens der “systematische Erkenntnisgewinn” nach Foucault: Man redet über Unsinn. Nein – nicht falsch verstehen – man redet natürlich nicht darüber, dass das Unsinn ist und redet dann über was sinnvolles, sondern man redet nur, ausschließlich und ausführlich über Unsinn. Weil?

[Paula] Das ist eine lebensweltliche Binse

Guckt – so einfach ist das mit dem “Argumentieren”.

[Sascha] Das persönliche Leiden an der Welt wird zum wissenschaftlichen Thema verklärt.

[Paula] Das mag ein Ding sein, und in meiner Blase wird spätestens seit „Beißreflexe“ (Patsy L’Amour laLove 2017) genau das kontrovers diskutiert.

Es wundert mich überhaupt nicht, dass Paula da irgendeinen Patsy vorschiebt, statt sich mit der Kritik auseinanderzusetzen. Ich meine – warum sollte man auch über was sinnvolles reden, wenn man über seine persönlichen Probleme nicht nur bis zum Umfallen jammern, sondern sogar kontrovers jammern kann?

[Paula] Geschlechtsneutrale Pronomen sind ein issue …

Bis man einen fucking Duden aufschlägt. Das Paula scheint keinen Duden zu haben.

[Paula] Richtig wichtig ist indes

Fick dich, Paula.

[Paula direkt weiter:] Das persönliche Leiden an der Welt, es ist mitunter politisch.

Fick dich².

[dito] Das persönliche Leiden an der Welt mancher hat nicht zuletzt systematisch mit dem Glück auf Erden anderer zu tun.

Deswegen müssen wir alle so unglücklich machen wie die geisteskrankeste, in ihrer Kindheit von ihrem Onkel sexuell missbrauchte Feministin. Mit staatlichen Fördergeldern!

Das zu diskreditieren ist eine mindestens dumme und ignorante Haltung, es erhöht zudem unter Umständen das Leiden.

Das – was? Hä? Das ist Neid, du widerliche Kuh. Neid. Neid. Blanker, widerlicher, solipsistischer, destruktiver Neid – zumindest so, wie du das gerade schilderst. Fick dich³, Paula, fick dich. Für sowas kommen gläubige Katholiken übrigens in die Hölle – der Rest sowieso, die sind ja keine gläubigen Katholiken. Nach Dante werden Neidern die Augen mit Draht zugenäht, und sie müssen Kleidung tragen, die nicht von der Umgebung unterscheidbar ist. Und das erklärt übrigens den modernen Feminismus und die Gender-Bullshitties hinreichend: die wollen Aufmerksamkeit. Die leben von Aufmerksamkeit wie ein widerlicher Parasit aus Star Trek – oder vielmehr wie die Weeping Angels aus Doctor Who, nur umgekehrt – sie saugen Dir die gesamte Lebensenergie aus, wenn Du sie beachtest. Gruselig. (@StevenMoffat: I’d like to be credited with that if you make it an episode. And get £1m, BBC can afford that).

[Sascha] Gender-Paradigmas geschuldet, das als Nonplusultra eines nicht-biologistischen Geschlechterverständnisses gilt

Ich enthalte Euch ja die schlimmsten, unverständlichsten Passagen vor und kürze auch mal großzügig, damit die Sätze ohne Hirnkrebsrisiko verstanden werden, aber – biologistisch ist.kein.Wort.

[Paula] Das “Gender”-Paradigma hat bereits Ende der 1980er, in den frühen 1990ern die Verwissenschaftlichung geprägt

… und ihr habt es beibehalten, nachdem sich der Typ, an dem es physisch ausprobiert wurde, mit einer Schrotflinte in den Kopf geschossen hat. Das ist die Basis für eure ganze “Wissenschaft” – ein Paradigma, was Leute dazu bringt, sich in den fucking Kopf zu schießen. Aber hey – wir wollen ja gesellschaftliche Realitäten und Paradigmen in Frage stellen – nur nicht unsere eigenen, gell? Fick dich⁴, Paula. Wegen Dir musste ich lernen, wie man ⁴ macht. Gott sind diese Leute widerwärtig.

[Paula] mit strikt empirischen, womöglich gar empiristischen Ansätzen

Empiristisch ist, wenn Ihr ein Objekt fallen lasst, hier und in den USA, es fällt immer runter, und daraus schließt, dass die Erde flach ist. Fertig ist die “Wissenschaft”. Nur, um Gender Studies da mal richtig – nach Maßgabe einer Gender-Professorin – einzuordnen.

[Paula] Inwiefern dabei das Biologische, die Natur, das Stoffliche eine Rolle spielt – und wenn ja, welche – dazu gibt es kilometerweise Fachliteratur aus allen (yup, allen!) Disziplinen. Das Gender-Paradigma ist tatsächlich aus der Kritik an der Kategorie „Frau“ entstanden, insofern es aus epistemologischen und empirischen Gründen keinen außersozialen kleinen Unterschied gibt, der dessen große Folgen begründet

Wir halten fest: Es gibt biologische Unterschiede. Wenn wir die aber vollkommen ignorieren, weil die unserem Paradigma widersprechen, dann gibt es keine extrasozialen Gründe. Also, außer den biologischen, die wir ignorieren, natürlich. Weil es nur einen wahren Gott gibt, und alle Ungläubigen müssen umgebracht werden.

[Sascha] Nicht eine Arbeit aus den Gender Studies hat in den letzten 20 Jahren eine gesellschaftspolitische Debatte geprägt oder zumindest vorangetrieben.

[Paula] Nein? Nancy Fraser …

Ich gebe Sascha recht. Nie gehört. Wirklich nie. Oder ist das die aus den 90er-Teleshopping-Sendungen “Oh schau, Nancy, Nancy, schau, wie toll dieser Gemüsehobel….”?

Die Gender Studies haben sich auch kritisch mit allerlei policies befasst, die auf „Gender“ aufruhen – am prominentesten wohl rund um das „Gender mainstreaming“

Hmmm… wie ging das? Ah – fick dich⁵.

[Sascha] Hiervon unbeirrt regiert in den Gender Studies weiterhin das Selbstbild, unverzichtbare universitäre wie gesellschaftspolitische Arbeit zu leisten.

[Paula] Solche Probleme zu kon[s]t[r]urieren, … das ist die oben genannte Verpflichtung

Ja – wo kämen wir denn hin, wenn wir niemanden hätten, der Probleme konstruiert, die es sonst gar nicht geben würde?

[Paula] Sie steht, die Pappkameradin. Ich sag mal mit Adorno: „Dem Halbgebildeten verzaubert alles Mittelbare sich in Unmittelbarkeit, noch das übermächtige Ferne. Daher die Tendenz zur Personalisierung: objektive Verhältnisse werden einzelnen Personen zur Last geschrieben oder von einzelnen Personen das Heil erwartet.“

Tjo… dann sage ich das mal mit Schopenhauer:

daß die Weiber … aber im Punkte der Gerechtigkeit, Redlichkeit und Gewissenhaftigkeit, diesen [Männern] nachstehn. Denn in Folge ihrer schwachen Vernunft übt das Gegenwärtige, Anschauliche, unmittelbar Reale eine Gewalt über sie aus, gegen welche die abstrakten Gedanken, die stehenden Maximen, die festgefaßten Entschlüsse, überhaupt die Rücksicht auf Vergangenheit und Zukunft, auf Abwesendes und Entferntes, selten viel vermögen.


Mir ist das zu blöd. Noch ein paar Zeilen höher sagt Paula, da würde debattiert, im Interview gestern behauptet sie, die würden “diskutieren”. Gleichwohl wird jede Kritik herablassendst (und inhaltsleer) abgebügelt – die Maxime, dass Gender Studies der einzig wahre Gott sind und jedes Wort einer Genderforscherin die einzig gute, richtige und wichtige Wahrheit ist, egal, wie sehr sie anderen Aussagen der gleichen Person widerspricht, ist nicht mehr nur dumm oder widerlich oder sektenhaft-verblendet;  das erfordert eine stark ausgeprägte Schizophrenie. Ich beende das daher mit einem fickt euch, Gender-Spinner, fickt euch¹⁰⁰ . Fuck, die ^100 wird schief. Fuck. Sammal… Gender Studies verursachen psychische Probleme, ernsthaft. Waaaah. 

 

Shiba-Inu-Hündin Rio ist schon 15 Monate alt!

Wenn Ihr den Titel jetzt scheiße fandet – eine Carline Mohr hält das für mitteilenswert. Was Carline “ich kaufe ein o” Mohr sonst noch für mitteilenswert hält, findet man bei Spiegel Online. Heute: Carline hatte eine Wutanfall, und deswegen ist sie jetzt Feministin. Das ist insofern verwunderlich, als Frauen sowieso außer traurig und wütend keine Emotionen haben, aber dennoch zu weit über 80% (je nach Land) keine Feministinnen werden müssen. Um zu analysieren, wieso die arme Corinna (ja Gott, hätte sie halt einen merkbaren Namen bekommen, ich kann da jetzt echt nix für) jetzt unter dieser schweren, unheilbaren Krankheit “Feminismus” leidet, müssen wir uns natürlich anschauen, was sie in diesen Wahnsinn getrieben hat:

24. April: Die österreichische Journalistin Corinna Milborn muss sich gegen Sportler Felix Baumgartner wehren.

Boah, müssen die jetzt beide gleich heißen? Aber gut – das Thema hatten wir schon, und daher wissen wir auch, dass das Unsinn ist – Corinna mit O musste gar nichts. Sie wollte sich halt irgendwie selbst vorführen und Unsinn reden, da spricht ja auch nichts dagegen – außer natürlich, dass man für strunzdumm gehalten wird. Natürlich schafft es Corinna ohne O noch eine Stufe dümmer, denn sie findet, das wäre

Sexismuskritik mit Sexismus kontern.

… obwohl Corinna mit O ja ganz klar betont, dass es ihr nicht um die Models, sondern um Menschenhandel gegangen wäre. Das ist also gar keine Sexismuskritik gewesen, sondern eine (vollkommen abstruse) Menschenrechtskritik. Lassen wir das so dumm sein, wie es ist, und kommen zum nächsten Punkt:

24. April: Kim Kardashian. Wer sich aufreizend kleidet, muss sich nicht wundern, wenn er überfallen wird. Sagt die Zeitung “Österreich”.

Laut dem zitierten Ausschnitt (also, dem Textausschnitt, nicht Kardashians) seien “aufreizende Kleidung und ständige Protz-Postings” Mitgründe für einen Raubüberfall. Nun – wenn ich jetzt jemanden berauben wollte, wäre es praktischer, wenn derjenige Geld hätte (Protz), und wenn ich den dann leicht erkenne (z.B. halbnackte Frauen in Paris). Das ist ja nun soweit ganz vernünftig, oder? Kommt da noch was? Nein? Ok, nächster Punkt:

24. April: “Flinkster” wollte wohl mal ganz flippig und witzig sein.

Was ist “Flinkster”?

Ah. Carsharing. Müssen wir jetzt auf tote Pferde eintreten, die nicht der Feminismus sind? Ich hatte doch extra schon Rape Culture und (unverständliche) Rassismusvorwürfe im letzten Absatz ignoriert? Car-Sharing ist unpraktisch, kein bisschen umweltschonend, und wenn man U-Bahn-fahren mag, sauteuer. Wenn man U-Bahnen nicht mag, ist es unnötig. Aber das ist noch nichtmal Corinnas Problem:

Frau freut sich, weil sie Geld spart und damit Schuhe kaufen kann. [bla] Auch das kleinste “witzige” Klischee, das wir bedienen, stärkt die gesamtgesellschaftliche Ungleichheit zwischen den Geschlechtern.

Frauen.Mögen.Schuhe.

Aber wenn Flinkster “flippig und witzig” mit Klischees spielen wollen, sollten sie das in einer Zeit, wo Shitstorms bares Geld wert sind, doch vielleicht mal ordentlich probieren:

Nur falls die Firma Flinkster mal einen Werbeprofi braucht oder so.

(Ab dieser Stelle werden Corinnas “Punkte” vollkommen irrational und sind nur zum mit-fühlen respektive mit-aufregen gedacht; sorry, wenn es so wirkt, als bringe ich ihren “Punkt” nicht gut rüber – das ist Corinnas Schuld)

Ein Mann aus Brandenburg vergewaltigt eine Frau.  [bla] Die Richterin spricht ihn frei. [bla] Kopfschütteln.

Tjo, das habe ich schon gelesen, u.a. bei Miria. tl;dr: Die Frau fand selbst nicht, dass der Mann mitbekommen haben müsste, dass sie keinen Bock auf Poppen hat. Wundert es dann jemanden, dass die Richter das genauso sahen?

Nochmal Kim Kardashian. Sie ist eine ganz normale Frau, stellt der “Stern” überrascht fest. [bla] Weil sie Cellulitis hat.

Mit Bild! Ein sehr wertvoller Artikel – für alle Cellullite-Fetischisten, und weil Cellulite-Fetischisten schlecht sind, brauchen wir mehr Feminismus. Oder weil sie gut sind? Feminismus ist irritierend.

die Aufregung über das Alter von Brigitte Macron nervt mich.

Das ist die alte Lehrerin, die was mit ihrem 15jährigen Schüler hatte, der jetzt von allen Pudeln und Kriminellen zum französischen Präsidenten gewählt werden wird, oder? Was stört dich denn – ich meine, über die jüngere Ivanka Trump wurde ja auch geredet, auch über ihr Alter, obwohl Donald wenigstens volljährig war (und sie auch)?

Es ärgert mich, weil dem die Annahme zu Grunde liegt, dass Frauen jung und schön sein müssen, um für einen Mann begehrenswert zu sein.

Ah, wir brauchen Feminismus, damit Männer stattdessen alte, hässliche Frauen begehrenswert finden. Ich bezweifle zwar, dass Feminismus da mehr hilft als “blenden” (also, mit Feuer oder Säure oder so), aber selbst das hilft nicht so wirklich gut, denke ich.

Auf der W-20-Konferenz in Berlin tragen Ivanka Trump, Christine Lagarde und Máxima der Niederlande Kleider mit Blumen.

Das hat mich auch gestört – also, dass es eine “W20”-Konferenz gibt. Auf der offensichtlich nichts berichtenswerteres stattfindet als Frauen, die Blümchenkleider tragen und gehaltlosen Stuss zu Frauen-Empowerment von sich geben. Mehr stand dazu jedenfalls nicht in der Presse. Mich störte daran allerdings, dass ich den Dreck bezahlen soll. Aber mit Feminismus muss man da doch nur noch mehr davon bezahlen?

Seit wann müssen Frauen keine Hosenanzüge mehr tragen?

Ich bin kein Historiker, aber ich tippe mal so auf 25.000 v. Chr. – oder wann auch immer Kleidung erfunden wurde. Geschäftsfrauen tragen übrigens ein Kostüm. Wie auch Frau Lagarde oder Frau Trump, wenn sie was geschäftliches machen und nicht auf Femi-Kuschel-Veranstaltungen gehen.

Wäre es nicht schön, wenn wir gar nicht mehr über Blumenkleider sprechen würden, sondern nur noch über das, was die Frauen gesagt haben?

Sehr! Sie haben halt nichts gesagt. Also, nichts gehaltvolles, offensichtlich.

Ansonsten ist die Stilkritik übrigens ganz witzig und weist darauf hin, dass die bloße Existenz des “Women 20 Summit” der Beleg dafür ist, dass die Emanzipation eher noch nicht vollendet ist.

Das ist nicht witzig, das ist das einzige, was sie sich da gegenseitig im Kreis bestätigt haben. Deswegen steht ja auch was über Blümchenkleider in der Presse – mangels echter Inhalte. Muss man das tote Pferd jetzt dreimal treten?

Und dann ist doch noch Angela Merkel, die bei der W-20-Konferenz in Berlin gefragt wurde, ob sie Feministin sei. Sie hat nicht so richtig Ja gesagt.

Die will halt nicht noch ihre letzten Wähler verlieren, indem sie sich zu einer idiotischen, menschenverachtenden und desktruktiven Ideologie bekennt. Merkel ist ja nun nicht Beyonce oder Emma Watson, der alle außer ihr selbst völlig egal sein können. Oder sind, wie man das halt sehen will. Merkel mag ja immerhin Flüchtlinge.

Herzlich, eure Feministin Carline

War das jetzt irgendwie eine überzeugende Aufzählung von irgendwas, was irgendwen dazu bewegen könnte, irgendwas zu tun, was man einfach “herzlichst” beenden kann? Lass dich doch von deinem Shiba-Inu lecken oder sonstwas, aber spar uns solchen Unsinn!

Fuck, ich glaube, ich werde gerade wütend. Von daher: Natürlich kann man das zum Anlass nehmen, den kompletten Niedergang der Presse als (a) sicher und (b) verdient zu bezeichnen, aber sonst? Frauenwahlrecht? Ich meine, wenn da nur Männer gewesen wären, hätten die alle Anzüge getragen und die Frauen halt gar nichts, und das hätte weder jemanden gewundert noch von vorgeblich oder tatsächlich wichtigen Themen abgelenkt. Puh, okay, das könnte man als Grund nehmen, sogar radikaler Anti-Feminist zu werden. Man könnte aber auch einfach nur den Kopf schütteln.

Indoktrination ist #nichtegal, aber auch #nichtnützlich

Das bezieht sich auf meinen letzten Post. Tr;dr: Wenn die Politik missliebige Meinungen respektive das “Pack” oder die Untermenschen mit bestimmten Weltanschauungen gezielt diskreditiert, ist das nicht so prickelnd.

#nichtegal ist eine groß angelegte Propagandakampagne, sonst kann man dem dummen Wählervolk ja nicht ordentlich eintrichtern, dass sich die Herr*innenrasse vom Pöbel distanzieren muss. Das war aber schon früher #nichtnützlich:

Natürlich indoktrinieren wir zur Erreichung unserer arischen gutmenschlichen Gesellschaft als erstes die Hitler- Jugend, mit einem groß angelegten, vom Steuerzahler finanzierten Programm, das war ja schon bei der NSDAP erfolgreich. Und das ist auch kein bisschen Nazi, macht ja nicht der Führer, sondern die demokratisch gewählte Familienministerin (die nichtmal für den Bundestag kandidierte, im Gegensatz zu Hitler). Aber zwei Tage dafür aufwenden, Schüler zu indoktrinieren, sollte man schon. Wegen der zentralen Bedeutung der nationalsozialistischen Ideologie des Kampes gegen Hatespeech.

Finden zumindest die Digitalen Helden, die uns erklären, dass es im Internet zugeht “wie im Kindergarten: Da wird beleidigt, auf die übelste Art und Weise, es wird gehetzt, es wir zu Gewalt aufgerufen, gegen bestimmte Bevölkerungsgruppen und vieles mehr”.  Und man denkt sich: Ist das wirklich der Großteil der Bevölkerung, der so denkt?

Ne, der letzte Satz ist nicht von mir, der ist noch aus dem Video. Und ich hoffe sehr, dass der Großteil der Bevölkerung nicht denkt, dass in Kindergärten auf übelste Art und Weise beleidigt, gehetzt und zu Gewalt aufgerufen wird. Ich befürchte aber, dass es der Großteil der Bevölkerung nicht merkt, dass zunehmend radikalere illiberale Gutmenschen zunehmend größere Bevölkerungsgruppen auf übelste Art und Weise beleidigen, gegen sie hetzen und zu Gewalt aufrufen. Also, Menschen wie MrWissen2go. Aber:

Nein. Das ist nur eine kleine, sehr laute Gruppe, die versucht, mit Hass, mit Häme, mit Hetze andere einzuschüchtern und vor allem andere daran zu hindern, ihre Meinung zu sagen.

Denn die andere Meinung ist Hatespeech, und Hatespeech ist Volksverhetzung und eine Straftat.

Und viele von Euch fragen sich sicherlich, was kann man dagegen tun? Wie kann man sich wehren? – Im Prinzip ist das ganz einfach: Indem man aktiv wird.

Gern geschehen.

Aber das will man natürlich nicht.

Moment, MrIdiotie4ever, das widerspricht dir doch jetzt, oder?

Wir müssen etwas dagegen setzen. Wir kommen zu euch. Zu euch an die Schule. Wie werden an 40 Schulen vorbeischauen und euch sagen, wie ihr zu digitalen Experten werdet.

Echt jetzt? Kann ich gleich: Gar nicht. Menschen werden immer analog bleiben. Fuck, nicht nur das Internet nicht verstanden, sondern auch digital nicht. Oder impliziert der Typ jetzt, dass ein “digitaler Experte” nur “gut” und “böse” unterscheiden kann, wie ihm das vorgegeben wird, und alles, was nicht gut ist, eben Hass ist? Hui, ich denke, ich bin da auf dem richtigen Weg. Er erklärt dann noch, was man alles mit Hetze machen kann.

Aber ich klaue ihm sein Schlusswort, auch wenn mich die Grammatik schmerzt: Denn das, was da im Netz passiert momentan, das sollte uns allen nicht egal sein.

Naja, gut, mir ist das ziemlich egal, wie Ihr das findet. Ist Euer Problem. Ich hab aber auch keine tollen Kompetenzen wie “Videos produzieren, um was gegen Hass im Netz zu sagen”. Ich kann aber ein VPN aufbauen und einrichten. Hilft gegen die “Great Firewall of China” hervorragend, und die haben unsere (ja, unsere) Handys gebaut. Die Zensoren sind zu blöd für ihr Vorhaben, wenn das nichtmal die Chinesen schaffen. Das ist das verdammte Internet, ihr hirnverbrannten Vollidioten. Und das ist älter als ich. Gott, das geht notfalls (mittlerweile) über Kurzwellenradio. Was denkt ihr denn, wie die alliierten Agenten in Nazideutschland nach Hause telefoniert haben? Youtube?

hsklein

Entartete Meinungen sind #nichtegal

Heiko Maas und die anderen möchtegern-totalitären Kommunisten in der SPD und den anderen linken Parteien zensieren ja nun offensichtlich schon seit einer Weile mit scheinbar zu wenig Erfolg facebook. Dank irgendeinem Internet-Meme-Affen namens Harambe wurde die Nazi-Schwuchtel Milo Yiannopoulos von Twitter entfernt, aber den Stasi-erfahrenen Mitarbeitern in den Parteien und der Irgendein-Neger-Stiftung scheint jetzt auch noch Youtube ein Dorn im Auge zu sein, und das ist nicht nur ein weiterer Tropfen in ein übervolles Fass.

Es sind ja selbst in Berlin 14,2% des Fasses bereits übergelaufen, was alle als den totalen Weltuntergang darstellen – das ist er aber nicht. Es ist doch für den einzelnen Bürger #scheißegal, welche korrupte, dumme und lügende Partei jetzt ein paar Euro aus der Wahlkasse bekommt. In einer (parlamentarischen) Demokratie ist die einzig relevante Frage, ob man es gut findet, was die Regierung mit dem ganzen anderen übrigen Geld macht. Der Rest sind Nebelkerzen.

Und durch “Fördermittel” von einem Dutzend Organisationen, die sämtlich am Staatstropf hängen (BmFSFJ, BPB und ihre vielfältigen und unterverzweigten Lakaien), “prominente Youtuber” dafür zu bezahlen (nehme ich an), dass sie unfertige Satzfetzen in eine Kamera sprechen und dabei aussehen wie – seien wir geschlechtergerecht – eine Crackhure, die man als nicht gänzlich verzweifelter Mann nicht vögeln wollte oder ein Kioskbetreiber, dem man auch kurz vor dem Verhungern kein Sandwich abkaufen würde… Soll das ernsthaft die digitale Elite Deutschlands sein, oder, wie das eine dickliche, hässliche “Jette” formuliert, die “Generation Internet”?

Ich bin 36 Jahre alt. Ich bin die verdammte Generation Internet, und die Kinder in dem Video wissen nichtmal, was Internet eigentlich bedeutet. Güte, nichtmal ich bin wirklich “Generation Internet”, mein erstes Modem hatte schon 14.400 baud, und das ist 22 Jahre her. Ich bin die Generation Eternal September, und dafür würde ich mich schämen – zumindest, wenn es die Generation Internet nicht gäbe. Internet ist nicht Twitter, Facebook, Google und Youtube. Internet ist ein Mittel zum Zweck.

Jeden Zweck, das ist das schöne am Internet. Ist wie bei der Post oder der Bahn – man kann einen Liebesbrief schicken oder seine Familie besuchen, oder man kann Paketbomben verschicken und Panzer verladen. Scheint aber für die “Generation Internet” ernsthaft überraschend zu sein, dass man im Internet was “sagen kann gegen Leute, die ein bisschen anders aussehen” – sagt ein androgyner Grischistudios mit blaugrünen Haaren, der mich unweigerlich an die Plastik-Troll-Figuren aus den 80ern erinnert, die alle Mädchen so toll fanden.

Und solche Leute verbreiten dann Aussagen wie “Don’t feed the Troll”. Ist das jetzt selbstreflexiv? Neeee – Nachdenken und Reflexion ist so 20stes Jahrhundert, das ist schlimmer als Hitler. Es ist 2016. Reden wir einfach weiter.

Dagi Bee – die erste einzige, die ich kenne, da gibt es ein tolles Video – fragt, ob uns Hass einfach egal sein dürfe. Irgendeine Frau mit Kopftuch sagt dann “in keinem Fall”, und begründet wird das – natürlich nicht. Weil – Gründe! Hey, wenn Euch Gründe nicht ausreichen, seid ihr schlimmer als Hitler. Hitler hatte schließlich keine… oh… Moment… ne, unsere Gründe sind viel besser!

Statt Gründen gibt es aber Derogative: zu bequem, feige, gleichgültig, ignorant, verletzend.

Eine billig-nuttige EllatheBee sagt dann, wir wären alle Teil einer großen Videocommunity. Das ist mindestens der zweite pluralis majestatis. Ich meine ja nur – ah, nein, Wir meinen ja nur, dass uns dümmliche Propaganda nicht egal sein sollte.

Wie uns Diana Dingens erklärt: “Nichtegal heißt, dass man auch gegen was vorgeht, dass man zeigt, dass es nicht richtig ist”.

Und das ist der einzig sinnvolle Satz in dem ganzen, wohl absichtlich wirren Propagandavideo: Es sollte uns nicht egal sein, mit was für einem flachen, indoktrinierendem Dreck wir da beworfen werden, gefördert durch unsere Steuergelder.

Nein, ich werde nicht youtube kritisieren, die können machen, was sie wollen. Nur weil das sicher einigen bitter aufstößt, die ich auf youtube gerne sehe, ist das deren Problem. Schade, ja, aber kein echtes Problem. “Ich mache Videos auf Youtube” ist sowieso kein langfristiges Geschäftsmodell, weil das das verdammte Internet ist. Fragt mal die Jungs von Altavista. Kennt ihr nicht? Ach.

Die zentrale Frage ist also: Zwangsabgaben. Ich Wir finden es nicht in Ordnung, dass Steuergelder, die wir zahlen müssen, für solch dämliche Propaganda ausgegeben werden. Das hat in der Sowjetunion nicht funktioniert, das hat – ach Gott, das kann nicht funktionieren. Ist mir scheißegal, ob youtube das unterstützt, die verdienen Geld durch Werbeeinblendungen, weil Leute sehen wollen, wie sich Leute zum Affen machen. Wenn diese (dumme) Klientel profitabler ist als z.B. Leute, die gerne Honest Trailers sehen oder Everything Wrong With, dann ist das von Seiten youtubes vernünftig, diese Klientel zu bedienen.

Vorwerk stellt sich ja auch nicht hin und plakatiert “Leute, die zu doof sind, eine Dichtung in unseren Thermomix einzulegen, sollten ihn nicht kaufen”, weil ihnen das ihre Kundschaft vergraulen würde. Die drucken eine extra-große, bebilderte Anleitung und machen grell-rote Plastikpläpperle dran.

Das sind nämlich Unternehmen. Unternehmen können mir – und uns – unser Geld nicht zwangsweise wegnehmen. Der Staat schon. Wenn also irgendeine Feministin im Internet schreibt, dass alle Männer Schweine sind und kastriert werden sollten, ist das scheißegal. Wenn der Staat das aber unterstützt, dann kann es nicht mehr scheißegal sein.

Weil?

Es gab da einen Fall in Berlin, wo es einer Ladenbesitzerin zu doof wurde, dass Zigeuner nur bei ihr klauen und sie hängte deswegen ein “Keine Roma”-Schild auf. Das ist mal grundsätzlich ihr Problem, denn die Dame hat(te?) einen Esoterikladen, und damit verdirbt sie sich auch die ganzen Gutmenschen, die an den Unsinn glauben. Wenn wir dann aber von “Diskriminierung” und “Volksverhetzung” reden, weil die Dame nicht beklaut werden will, dann fühle ich mich im falschen Film. Ist ein kleiner Laden. Geht halt pleite. Oder nicht. Ist scheißegal. Das ist kein Staatsproblem, und das sollte es niemals sein.

Problematisch ist es, wenn Mainstreammedien dann irgendwen von der (sicherlich auch vom Steuerzahler finanzierten) Irgendein-Zigeuner-Stiftung zitieren mit “Da ist ganz klar eine Grenze überschritten worden. Man muss sich nur mal vorstellen, da stünde nicht ‘Roma’, sondern ‘Juden’.”

Ja – äh – haben wir im Geschichtsunterricht nicht aufgepasst? Die Nazis haben “Kauft nicht beim Juden” propagiert. Nicht “Juden dürfen hier nicht einkaufen” – das wäre wirtschaftlicher Selbstmord, und derart doof waren die Nazis nun auch nicht.

Aber auch das wäre egal, wenn die Politik das nicht stützen würde. Politik ist nämlich #nichtegal, das sollte man als Deutscher ganz besonders gut wissen. Und das ist die Parallele, die sich wirklich anbietet – entartete Kunst. Passt uns nicht, ist entartet, wird verbrannt. Wie entartete Meinungen. Wir finden da nur kein gutes deutsches Wort dafür, das “entartet” ist ja schon so Nazi-verbrannt – ach, egal, nennen wir es “Hatespeech“.

Mein Senf zu #Bautzen

Da trendet #Bautzen auf Twitter, und man fragt sich ewig, warum man von Bautzen schonmal gehört hat. Bautzen ist die de-facto-Hauptstadt der Sorben, aber ich habe nicht wirklich jemals was von Sorben gehört. Sorbet kenne ich. Die Nazis hatten da ein Lager, aber das trifft auf so ziemlich jeden zweiten Ort zu, und die NKWD (das sind die Leute wie der KGB, nur mit weißen Mänteln) auch, aber – neeee. Aber Senf. Es gibt Bautzner Senf!

Nicht, dass ich wüsste, wie der schmeckt, ich nehme Senf von Develey. Weil das schon immer so war, mein Papa verwendet die alten Senfgläser von vor 20 Jahren noch als Trinkgläser, wenn die Bleikristallgläser unangebracht wirken oder mal wieder zu viele runtergeworfen wurden, die sind nicht mehr so leicht zu finden.

Naja, in Bautzen scheint es ein paar anständigen Leuten widerlichen Neonazis zu blöd geworden zu sein, dass angeblich minderjährige Pseudo-Flüchtlinge wie der von der Taz ausgegrabene Mehdi aus Marokko sich beim Rumpöbeln, Polizisten mit Steinen bewerfen und Leute mit Holzlatten verprügeln Schnittwunden zugezogen haben. Oder so.

Marokko ist eigentlich ein nettes Land, wenn man dem Auswärtigen Amt glaubt, bis auf ein paar Kleinkriminelle, die Leute mit Steinen bewerfen und mit Holzlatten angreifen, aber die sind ja jetzt offenbar in Bautzen, weil sie ja in Marokko politisch verfolgt werden.

Die viel interessantere Frage ist nun: Warum wird in Deutschland eigentlich niemand politisch verfolgt? Ich meine, klar, Neonazis dürfen keinen Hitlergruß zeigen, weil, wie wir alle wissen, auferstehen dann alle fünf Millionen gefallenen Wehrmachtssoldaten und marschieren nach Stalingrad, aber das war ja nun schon vor 75 Jahren kein unlösbares Problem?

Terroristen gibt es in Marokko auch, aber die werden da politisch verfolgt, weil sie Terroristen sind, aber in Deutschland geben wir den heldenhaften Freiheitskämpfern natürlich gerne Asyl – hey, man kann sich sogar von Linken-Politikern chauffieren lassen, wenn man ausreichend schwarz ist. Gesetze? Ach, wen interessieren schon Gesetze, wenn man (nicht) in der “rechten” Ecke steht.

Da echauffiert man sich medienübergreifend darüber, dass irgendein Rechter ein Messer zieht, nur weil ihn die armen Flüchtlinge mit Flaschen bewerfen. Und die böse Polizei sprüht auch noch Pfefferspray auf die Hilfsbedürftigen, die ihre Verzweiflung mit Holzlatten zum Ausdruck bringen. Gott, Deutschland ist so herzlos geworden, wir brauchen dringend bessere Integrationsprogramme.

Es gibt ein paar Theorien über die dünne Decke der Zivilisation, und die schwindet. Es gibt No-Go-Areas. In Deutschland. Und das geht mal gar nicht, wir sind nicht in fucking Somalia. Und wenn die Decke der Zivilisation Löcher bekommt, reißt sie. Wenn das mit meinem Bimini passiert, gehe ich zu Mustafa, und Mustafa repariert das oder schneidert ein neues. Mustafa ist ziemlich inkompetent und vor allem teuer, wenn man ihn mit Ismael vergleicht, aber Ismael muss gerade sein Vaterland gegen ISIS und die Kurden verteidigen – in Nordzypern.

Und da nützt es auch nichts, um den heißen Brei rumzureden, dass irgendein Nazi mit einem Messer (ich habe tolle Messer) unter dem Bimini saß, während die unschuldige Sonne den Stoff geschwächt hat – über Jahre. Das muss man flicken.

Und Deutschland hat es dringend nötig, geflickt zu werden. Es ist ja schön, wenn wir uns in Deutschland durch Volksverhetzungs-Gesetze vor der Realität zu schützen versuchen, und obwohl es meine Meinung von Olivia Jones sehr runtersetzt, dass sie die AfD wegen Volksverhetzung anzeigt, weil die AfD Schwule und Pädophile “aneinanderrückt”, während es wissenschaftliche Studien gibt, die das belegen, finde ich es super, wenn jeder jeden noch so blöden Dreck sagen darf, wie Olivia Jones das macht. Nicht so prickelnd wird es dann halt, wenn man das Loch im Bimini ignoriert, es immer größer wird, und Kritik an dem Loch als Volksverheutzung Sonnencremophobie abgetan wird. Davon geht das Loch nämlich nicht weg. Und, um Olivia Jones zu zitieren, da helfen auch noch so hehre Motive nichts:

Die Welt braucht Feuerwehrleute. Brandstifter gibt es schon genug.

Denn das würde ich unterschreiben. Für Biminis braucht man schließlich auch gute Segelmacher, und es geht alles von ganz alleine kaputt, da braucht es nichtmal Brandstifter. Es reicht schon Unachtsamkeit. Was aber gerade abgeht, ist nicht mehr fahrlässig die Zigarette in den trockenen Wald werfen, sondern es sind Anklagen gegen die, die darauf hinweisen, dass der verdammte Wald brennt. Und ratet mal, wer keinerlei Lust hat, den zu löschen, weil alle, die Brände löschen wollen, widerliche Nazis genannt werden.

Ich bin echt am Überlegen, ob ich einfach über den Winter hier bleibe. Ich könnte ja mal die Militärbasis in Incirlik besuchen, das sind nur 400km, und die muss toll sein, sonst würden die deutschen Abgeordneten ja da nicht alle hinwollen. Auf der anderen Seite vermisse ich meine Kätzchen…