Unseren täglichen Faschismus gib uns heute

Den aktuellen Beitrag zur politisch korrekten Volksverdummung auf Bento präsentieren Hanna Zobel und Anatol Stefanowitsch:

Benutzt du diese Nazi-Sätze – ohne es zu wissen?

Nein, wenn ich Nazi-Sätze benutze, mache ich das mit Absicht, um linksgrüne Gutmenschen zu Ärgern. Ein Beispiel, was v.a. Poststrukturalisten hassen werden?

Worte sind Brücken in unerforschte Regionen
– Adolf Hitler

[HZ] Wenn wir Wörter wie “Mischvolk”, “Endlösung” oder “Überfremdung” hören, sollten bei allen von uns sofort die Nazi-Alarmglocken klingeln – klar.

Außer natürlich, wir reden von Tibet. Dass die chinesische Regierung nämlich zur Unterdrückung der Tibetaner da Viehwaggonweise Han-Chinesen hinkarrt, ist böse. Nein, nicht die Viehwaggons, die Chinesen, natürlich; die Tibetaner sind nämlich gut. Die Chinesen sind nicht gut, sondern wertlose Untermenschen.

[HZ] Die Nationalsozialisten haben Sprache ganz gezielt eingesetzt, um ihre Ideologie in der Gesellschaft zu verankern und Macht auszuüben.

Wie jede ideologische Bewegung. Bei den Marxisten waren die Bösen das “Establishment”, was heute kaum noch in einem anderen Sinn verwendet wird; bei der Befreiungsbewegung der Schwarzen in Amerika kam dann das bislang nicht bekannte Wort “Rassismus” auf, Feministen haben das – weil sie Frauen sind und Frauen keine eigenen Ideen haben – dann kopiert und “Sexismus” genannt. Ich weise an dieser Stelle darauf hin, dass das Erfinden von Kampfbegriffen seit spätestens der von Lenin perfektionierten Propaganda aus dem politischen Diskurs (leider) kaum noch wegzudenken ist, gleichwohl aber keinerlei Aussage bezüglich der Güte der zugrundeliegenden Ideen hat.

[HZ] Sie hatten sogar ein Propagandaministerium, das sich damit beschäftigt hat.

Dieser Satz, zum Beispiel, ist Propaganda (systematische Verbreitung von Ideen und Meinungen mit dem Ziel, das allgemeine Bewusstsein in bestimmter Weise zu beeinflussen), davon sind aber die Aussage nicht falsch. Es ist nur falsch, daraus zu interpretieren, dass es schlecht wäre, dass die Nazis ein Propagandaministerium hatten, aber Bento irgendwie besser. Ist es nämlich nicht (wenn man Propaganda per se schlecht findet).

[AS] Man muss zwei Kategorien unterscheiden: Einerseits gibt es Begriffe, die durch die Nazis eingeführt wurden, wie das Wort “Lügenpresse”.

Jaaaaah… 1676 hieß das noch Lügen-Handwerk. Ne, komm, Anatol, selbst wenn das Wort “Lügenpresse” schön von der Zunge geht – es ist halt ein schönes, deutsches Komposit und keine “Fake News” – auch wenn mir “Presstituierte” ja sehr gut gefällt. Es geht doch das Problem nicht weg, wenn man das Wort kritisiert? – Oh; ich vergaß, ich rede mit Linken.

[AS] Andererseits gibt es Begriffe, die es schon vor der NS-Zeit gab, die aber durch die Nazis eine bestimmte Bedeutung bekommen haben. Zum Beispiel das Wort “Volk”.

Wie zum Beispiel in 中华人民国, “Volksrepublik China”, die fucking Nazis.

[AS] Politisch gibt es den Begriff als Definition von Staatszugehörigkeiten. Und dann gibt es die biologisch/ethnische Definition, wie die Nazis sie verwendet haben.

Tjoah… das stimmt halt so nur halb. Denn das Völkerrecht kennt keine klare Definition von Volk, wie der bolschewistische Glatzkopf in der seiner Lügenpresse-Propaganda die jungen, dummen Leser glauben lassen möchte. Ein ehtnisch-kultureller Volksbegriff wird übrigens auch von z.B. den Kurden benutzt.

[HZ] Was passiert denn, wenn wir Wörter wie “Volk” auf diese Art verwenden?

Die Leichen der gefallen Soldaten der SS-Totenkopfstandarte erstehen auf und veranstalten Fackelmärsche durch Bielefeld. Das dürfen wir auf keinen Fall zulassen, da sonst auffallen würde, dass es Bielefeld gar nicht gibt.

[AS] Wir gewöhnen uns an nationalsozialistische Denkmuster.

Dafuq? Wenn ich vom “amerikanischen Volk” spreche, stelle ich mir einen wüsten Mischmasch verschiedener Ethnien vor. Wenn ich vom chinesischen Volk spreche, stelle ich mir fucking Chinesen vor. Weil das so ist. Und das ist so das Linke Problem: Wenn die Realität nationalsozialistisch sein soll, dann muss man (a) feststellen, dass sie das in Deutschland nicht ist; wir füttern hier ganz sozialistisch gerade Millionen Leute durch, die nicht ansatzweise Deutsch sind, und (b) man offensichtlich heute als Nazi gilt, wenn man die Realität nicht verleugnet.

[AS] Selbst, wenn man es unbewusst benutzt, also gar keine böse Absicht hat, führt die Verwendung dazu, dass die Idee eines ethnisch definierten Volkes im Bewusstsein der Gesellschaft verankert bleibt.

Schau – und genau das ist das Problem mit idiotischen linken Vorstellungen: In meiner Welt ist der deutsche Volksbegriff kulturell geprägt, nicht ethnisch. Das war er übrigens auch immer, und Deutschland ist historisch von unvergleichlicher Kleinstaatlerei geprägt; dass sich die Bayern dran gewähnt haben, auch nur Preußen ebenso als Deutsch anzusehen ist eine recht junge Entwicklung. Aber auch damit sind schon unsere Großeltern aufgewachsen, und kleine kulturelle Unterschiede sind da auszuhalten. Große aber sind schwierig – Berliner z.B. (wie Anatol Stefanowitsch) sind für mich jetzt halt weniger deutsch als jeder türkisch-deutsche Autohändler mit Doppelpass. Die reden nämlich keinen Stuss, und Stuss reden ist das, was wir mit dem 3. Reich hinter uns lassen wollten. 

[HZ] Können wir nicht einfach die Nazi-Begriffe “zurückerobern”, also in anderen Kontexten verwenden und sie somit wieder positiv belegen?

Nein. Man kann Begriffe, die etwas inhärent Negatives beschreiben, nur positiv besetzen, wenn man das inhärent Negative verändert. “Zigeuner” per se ist ein reines Deskriptivum, solange die Zigeuner nicht stehlen wie die Raben und ihre Kinder zum Betteln schicken. Wenn sie das aber tun, wird der Begriff “Zigeuner” negativ. Diesen dann durch einen neuen zu ersetzten hilft nichts, und ihn “zurückzuerobern” ist schlicht schizophren. Aber klar, dass eine Feministin das fragt. Ist wahrscheinlich eine Schlampe.

[AS] zum Glück haben es die Nazis nicht geschafft, jedes Wort für immer zu ruinieren. Zum Beispiel “Mädel”.

Eigentlich haben die Nazis es nicht geschafft, überhaupt irgendein Wort zu ruinieren, nichtmal “Endlösung”. Aber Denken, Begründen irgendwas sinnvolles von sich geben muss man als Linker ja nicht, oder? Ich meine, komm – niemand dächte bei Autobahn an Nazis, wenn nicht irgendwelche Linken diese Assoziation hergestellt hätten. Okay, bei Gaskammern schon, aber ich wüsste jetzt nicht, inwiefern Gaskammern in irgendeinem Kontext allgemein positiv zu sehen sein könnten. Subjektiv geht das natürlich; ich hätte da gerade spontan einen Inhaltskandidaten im Kopf.

[AS] Aber es gibt auch Wörter, hinter denen ein Konzept steckt. … “völkisch” könne doch auch ganz neutral definiert werden …. Das stimmt aber nicht, weil mit diesem einen Wort viel mehr ausgedrückt wird,

Ja… das sah Hitler auch so:

[AH] Der Begriff völkisch ist infolge seiner begrifflichen Unbegrenztheit keine mögliche Grundlage für eine Bewegung und bietet keinen Maßstab für die Zugehörigkeit zu einer solchen.

Wir wissen also jetzt, wes’ Geistes Kind der Anatol ist. Und dann wundern sich die Linken, wenn man ihnen Siliones “Der neue Faschismus wird sagen, ‘ich bin der Antifaschismus'” vorhält – es ist (ja, spiegelbildlich) genau das Gleiche.

[HZ] Hat sich die Verwendung von Nazi-Sprech seit Pegida und AfD verstärkt?

Die Verwendung von Deppen-Sprech hat sich seit dem Aufkommen von Bento verstärkt, soviel kann ich sagen. Fuck, Orwell rotiert gerade in seinem Grab.

[AS] Das kann ich nicht abschließend beurteilen, aber man sieht, dass sich die Grenze des Sagbaren immer weiter in Richtung härterer Aussagen verschoben hat.

Die Grenze des Sagbaren, du widerlicher Faschist, ist da, wo Dritte in ihren Menschenrechten verletzt werden. Sagen die fucking Menschenrechte. Und da Worte niemanden in seinen fucking Menschenrechten verletzen können, ist die “Grenze des Sagbaren” politische Willkür – aber freilich mögen Kommunisten sowas, sonst könnte man ja nicht erzählen, dass wir schon immer im Krieg mit Ozeanien waren oder es ein Patriarchat gäbe oder Wörter rechtsradikal wären. Depp.

[AS] Damals war sehr klar, dass man so – zumindest öffentlich – nicht sprechen darf. Wir haben uns als Gesellschaft nie ausreichend damit auseinandergesetzt, wie tiefgreifend der Nationalsozialismus unsere Sprache verändert hat.

Hmmm… ist “verreck, du dreckiger Hurensohn” Nazisprache? Nein? Puh. 

[HZ] Also muss man am besten alle Nazi-Begriffe verbieten?

Sammal.

Wisst ihr, warum “Mein Kampf” auch heute noch so ein furchtbar gefährliches Buch für das Establishment ist? Weil man unweigerlich den Eindruck bekommt, die politische Linke hätte es neben 1984 als fucking Lehrbuch verwendet, um ihr Tun zu gestalten. Und jeder, der das sagt, muss ein Nazi sein, weil – ja, weil er “Mein Kampf” gelesen hat? Kinders: Hitler wäre nicht groß geworden, wenn seine Gedanken für die Zuhörer absurd gewesen wären. Und was macht ihr?

[AH] Mag es sich um Religion handeln oder um Moral an sich, um den Staat oder die Gesellschaft, einerlei, es wird alles beschimpft, in der unflätigsten Weise in den Schmutz einer niedrigsten Gesinnung gezerrt.

Toll. Ganz fein. Ihr gebt fucking Hitler Recht mit seiner Pressekritik. Ganz fein.

[AS] Wenn wir beispielsweise Sprachbilder verwenden, die Menschen in wertvoll und weniger wertvoll aufteilen, dann können diese Bilder sehr schnell wieder Teil der gesellschaftlichen Wirklichkeit werden.

Weil in der Realität (=! Wirklichkeit) natürlich alle Menschen gleich viel Wert sind. Mich würde aber Anatols Meinung dazu, wie er das auch nur in seiner öffentlichen Wirklichkeit bezüglich eines rechtsradikalen Spinners, der ihn umbringt, im Vergleich zu einem islamistischen Terroristen, der einen Kindergarten in die Luft sprengt, und Claudia, die nach der Arbeit putzen geht, um ihre Familie zu ernähren, rechtfertigt. Ich würde mir da nämlich wie ein verlogenes Arschloch vorkommen.

[AS] So etwas passiert nie plötzlich, sondern immer zuerst sprachlich. Es wird immer zuerst geguckt, wie weit kann ich sprachlich gehen, was akzeptiert die Gesellschaft. Und wenn sich das in den Köpfen etabliert hat, dann kann man zur Tat schreiten. Das ist das Gefährliche an dieser Art der Sprache.

Toll, Anatol. Danke, Anatol. Und jetzt sagst du das mal über die Leute, die kontinuierlich unsere Sprache verändern wollen, um uns ihre absolutistischen Ideologien raufzudrücken. Fang mal bei Feministen an, die “alle Männer sind potentielle Vergewaltiger” etabliert haben, um jetzt Willkürgesetze durchzudrücken. Sonst bist du nämlich ein bigottes Arschloch.

Zudem stimmt deine ach-so-toll-klingende These nicht. Der gesamte Sinn von Demokratie und Meinungsfreiheit ist nämlich, dass durch Reden verhindert wird, dass sich uneinige Parteien wechselseitig umbringen, um ihre Probleme zu klären. Und das mit der Demokratie und der Meinungsfreiheit funktioniert erstaunlich gut, solange man bestimmte Grundrechte nicht anfasst. Wie fucking Meinungsfreiheit.

Aber hey, sprich ruhig bestimmten Teilen der Bevölkerung ihre Menschenrechte ab; das war schon immer eine gute Idee. Das mögen die total gerne – du ja sicher auch, oder?

Ich überlasse das Schlusswort mal Hitler:

[AH] Die liebe bürgerliche Mitwelt aber ist ganz erstaunt … Sie sieht, wie in Theater und Kino, in Schundliteratur und Schmutzpresse Tag für Tag das Gift kübelweise in das Volk hineingeschüttet wird und staunt dann über den geringen „sittlichen Gehalt”

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Denunzianten, Duden und Zivilcourage

Puh, da zieht ja was Kreise…
Wir haben ja momentan ein ganz enormes Problem im wichtigen und richtigen Kampf gegen Rechts, was natürlich nicht daran liegen kann, dass die Leute in Deutschland mehr Probleme mit sexuellen Belästigungen, Vergewaltigungen, Morden oder einfach nur Diebstählen haben, nicht wenige davon begangen von Leuten, die absolut vermeidbar gewesen wären, sondern an den ganzen furchtbaren Nazis.

Da wir aber ach so gute Deutsche sind, die ob ihrer Schuldgefühle für etwas, was nichtmal meine beiden Opas gemacht haben (sonst hätte man sie gehängt, nur mal so nebenbei – und das fände ich voll in Ordnung, auch wenn ich dann nicht leben würde) niemals irgendwie in den Verdacht kommen wollen, “rechts” zu sein, auch wenn das mittlerweile bedeutet, dass man sich wie ein hirnloser Vollidiot aus Orwells 1984 zu benehmen hat, und da wir eh jedwede Hoffnung auf eine finanzielle Zukunft der Bundesrepublik zugunsten der oben genannten Kriminellen (und plusminus gleich vielen tatsächlich Schutzbedürftigen) aufgegeben haben, schadet es ja nicht, noch ein paar Preise für würgereizerregendes Gutmenschentum rauszuhauen. Einen davon bekam ein moppeliges Mädchen aus Dresden, die einen Preis für Zivilcourage bekommen hat.

Nun bekommt ja seit Jahren schon jeder Horst Christoph, der sein privates Portemonnaie auf Kosten der Allgemeinheit und unter Vorgabe eines hehren Interesses irgendeiner Minderheit füllt, ein Bundesverdienstkreuz, von daher wäre das ja nun eigentlich kein Thema – aber wir haben jetzt die AfD, von daher ist das endlich mal ein echtes Thema in überregionalen Zeitungen. So weit, so erfreulich.

Das moppelige Mädchen hat also einen Preis für Zivilcourage bekommen, und das fällt genug Leuten auf, dass das sogar ich mitbekomme – danke, Sciencefiles. Ziemlich parallel zu lesen auch auf der Idioten-Plattform Facebook von einem Carsten Härle. Und Herrn Härle muss natürlich sofort von einer radikallinken Schreckschraube entschieden entgegengetreten werden, wegen meines Opas, der nichts verwerfliches getan hat, denn Herr Härle ist bei der AfD, die es noch nicht gab, als mein Opa starb. Bei der Frankfurter Rundschau übernahm das Katja Thorwarth, die wohl wegen ihres furchtbaren Nazi-Namens ein ganz besonders starkes Bedürfnis hat, die AfD als Nazis hinzustellen – obwohl andere, nicht minder linke Autoren ihr diesbezüglich schonmal attestieren, eigentlich “keine Ahnung” zu haben.

Naja, die Schreckschraube schreibt:

Der hessische AfD-Politiker Carsten Härle ist bekannt für seine rechten Posts auf Facebook.

… was mich der Meinung des Zeit-Autoren, der findet, dass Katja (ich tue mir gerade echt schwer, Katja ist ein so schöner Name, und die FR hat ein Bild von der Frau) – die Schreckschraube keine Ahnung hat, anzuschließen; ich kenne Herrn Härle nämlich überhaupt nicht, und die Relevanz eines Lokalpolitikers aus einem Kaffdorf in der Nähe eines Kaffdorfs bei Frankfurt (also, dem einen Frankfurt) sei nun mal dahingestellt. Aber gut, unsere Relevanzgrenze sind ja nun heldenhafte, zivilcouragierte, moppelige 15-jährige Mädchen. Gegen die Herr Härle auf Facebook “hetzt”, denn alles, was die AfD tut, ist Hetzen. Während Schreckschrauben die einzig richtige und wichtige Wahrheit verkünden.

An der Stelle sollten wir mal klären, was eigentlich passiert war:

Das moppelige Mädchen geht auf eine Schule, und wie überall in Deutschland gibt es da ganz furchtbare Nazis.

Ihr merkt, liebe Leser, wie schlimm es in Deutschland mittlerweile um die Zivilisation beschert ist. Während Frauen von illegal hier befindlichen Kriminellen reihenweise vergewaltigt und umgebracht werden sich von alten, weißen Männern blöde Witze anhören müssen, treiben marodierende Waffen-AfD-Gruppen Moslems und Kommunisten in Vernichtungslagern zusammen – machen Jugendliche blöde Witze.

Ne – ernsthaft:

„Das  Schrecklichste war ein Foto einer Rauchwolke mit der Bildunterschrift ‚jüdisches Familienfoto‘ – da  wehrte ich mich und schrieb, sie sollen mit dem Nazigetue aufhören.“

Grau-samst, findet ihr nicht auch? Wenn ich eine hätte, müsste ich jetzt erstmal meine jesidische Sexsklavin vergewaltigen und meine Zweitfrau prostituieren, weil ich dank der Schwarzafrikaner nicht mehr genug Drogen verticken kann jetzt ein vollkommen denkbefreiter Linker wäre, würde ich der Dame nicht nur einen kleinen Preis für Zivilcourage verleihen, sondern ihr mindestens ein Bundesverdienstkreuz am Bande verleihen und sie als Sonderbotschafter für Menschenrechte zur UN schicken – dank vollkommen unverständlicher Einwände gegen Herrn Mugabe ist da ja eine Stelle frei.

So, die heldenhafte moppelige Schülerin – nennen wir die mal Marion, Mielke hätte die sicher auch adoptiert – hat also gegenüber den marodierenden, gemeingefährlichen Nazis einen Hashtag auf Twitter gestartet Anzeige bei der Polizei erstattet. Das ist eine starke Frau, und das, was sie tut, richtig und wichtig, wären da nicht die widerlichen Nazis von der AfD, die sowas Denunziantentum (lest mal wirklich den Post von dem Härle, der ist gut) nennen. Aber – zur Beruhigung der schuldüberladenen antideutschen Seele – haben wir ja die Schreckschraube, die uns erklärt:

der AfD-Mann, der hier unter Denunziation die Anklage von Volksverhetzung versteht. Dass ‚Denunziant‘ die Beschuldigung anderer aus niedrigen Beweggründen meint, dürfte Härle sicherlich nicht entgangen sein, weshalb er ergo nicht die Volksverhetzung als nieder bezeichnet – sondern den Widerstand dagegen.

Als würde es sich irgendwie ausschließen, dass sowohl Volksverhetzung als auch die Anzeige dieser aus niedrigen Beweggründen erfolgen können. Das ist recht billiger Sophismus, und man kann der FR ob derart widerlicher Rhetorik der FR nur deswegen nicht “Fake News” vorhalten, weil sie “Meinung” drüberschreiben. Achtet mal drauf, wie wenige Artikel zu kontroversen Themen noch ohne diesen Ausrede-Hinweis kommen und bedenkt dann evtl. nochmal Eure Einstellung zu “Fake News” vs. echte Nachrichten, bei denen sowas halt nicht dastehen darf. Aber gut, wenn die FR ein Meinungsmagazin sein will, darf sie das – aber dann ist sie halt nichtmal mehr  “Fake News”, dann ist sie gar keine News, sondern ein Propagandamagazin. Ich frage mich, wann Donald Trump das einsieht und endlich aufhört, die Mainstream-Presse als Fake News zu bezeichnen. Vor allem freue ich mich auf deren Reaktionen.

So – der Punkt ist aber, dass Denunziation nicht nur “Anzeige aus niederen Beweggründen” bedeutet, sondern halt auch nurLeute negativ hinstellen“. Das macht es dann auch einfacher mit dem widerlichen Verwirrspiel: Selbstverständlich kann man auch widerliche Leute denunzieren. Warum auch sollte man nette Leute denunzieren?

Nun war das aber der Schreckschraube noch nicht peinlich genug, Herrn Höckes inhaltlich offensichtlich vollkommen zutreffender Bewertung des “ausgezeichneten” Verhaltens von Marion auf Basis einer unvollständigen Lexikondefinition zu begegnen zu versuchen, als wäre sie eine 16-jährige, hirnlose Feministin, sondern sie musste noch einen zweiten Artikel dazu schreiben:

Eine Schülerin erhält einen Preis für Zivilcourage und die Rechten bekommen Schnappatmung.

Es ist schon ein bisschen bezeichnend, jetzt ausgerechnet den Rechten Schnappatmung zu unterstellen – oder? Ich meine – was die (von der Schreckschraube erwähnten) Rechten gemacht haben, waren – der Reihe nach:

  • Blöde Witze
  • Ein inhaltlich vollkommen berechtigter, kritischer Facebook-Post
  • Eine rationale Analyse mit etwa dem gleichen Fazit wie der Facebook-Post

Die Linken haben gemacht:

  • Eine Anzeige bei der Polizei
  • Staatsanwaltliche Ermittlungen und ggf. ein strafrechtliches Verfahren
  • Ein fucking Preis für angebliche Zivilcourage
  • Mehrere Artikel in regionalen wie überregionalen Tageszeitungen Propagandaschriften
  • Facebook löscht den keineswegs fragwürdigen falschen Post von Herrn Härle

Entscheidet bitte mal einfach selbst, wer da jetzt “Schnappatmung” respektive wer klinisch relevant hysterisch in die Geschlossene gehört. Oder ob es jetzt schlimmer ist, dass sich ein paar 15-jährige (angeblich) unreif wie geschmacklos verhalten oder die Tatsache, dass das die breite deutsche Medien-, Politik-, und Justizlandschaft beschäftigt.

Der zweite Artikel war nämlich nötig, weil die Schreckschraube ihre Informationen offenbar nur von Facebook bekommt und nicht von seriös recherchierten und mit Quellen hinterlegten Blogs wie Sciencefiles – bei ihr klingt das negativer:

Doch der AfD-Mann wäre nicht Carsten Härle, ließe er es damit auf sich beruhen. Mit „Denunziation heißt nun Zivilcourage“ postet er einen weiteren Artikel zum Thema, den die rechte Online-Plattform Faktum-Magazin dem radikal antifeministisch-pseudowissenschaftlichen Blog „ScienceFiles“ entnommen hat.

Wir analysieren mal die Unterstellungen:

  • Der AfD-Mann ließ es nicht “auf sich beruhen” , dass Facebook seine verfassungsrechtlich garantierte Meinungsfreiheit nicht respektiert. Komischerweise findet die Schreckschraube nicht, dass Herr Härle dafür einen Preis für Zivilcourage bekommen sollte.
  • Das Faktum-Magazin sei eine rechte Plattform. Okay, der Punkt ist fair, aus Sicht einer radikallinken Propagandaschrift ist alles “rechts”, und dass die FR recht offensichtlich eine solche ist, hatten wir oben geklärt.
  • Sciencefiles sei ein “radikal antifeministisch-pseudowissenschaftliches Blog”. Okay, es ist ein Blog. Aber es ist doch nicht radikal antifeministisch – ich meine, ich fordere, Feministen als Hexen zu verbrennen. Herr Klein (und Sciencefiles insgesamt) fordert nur, dass wir aufhören, den Dummschwätzern Geld in die untervögelte Muschi zu blasen, und SF würde das niemals so formulieren. Womit das also schonmal blanker Unsinn ist – oder aber das Wort “radikal” nur ein wertloser Lückenfüller, aber dann ist die CDU eine radikal-linke Partei (Urgh; der Gedanke gefällt mir gar nicht, dass das stimmen könnte). Zu pseudowissenschaftlich – ach, das überlasse ich Herrn Klein, solchen Denunzierungen (!) und Diffamierungen begegnet man mit einem Call, wenn der Gegenspieler blufft und keine Ahnung vomn Spiel Wissenschaft hat.

Drei fucking ad hominems – oder die grenzdebile Variante davon, das ad Quellem – die alten Philosophen haben sich offensichtlich keine derart blöden Diskutanden vorstellen können. Kommt da noch was inhaltliches?

Dass Zivilcourage die Wahrung moralischer Werte meint, trotz möglicher Nachteile, ist begrifflich gar nicht an eine Staatsmacht als Gegenüber gekoppelt.

Eine fucking Lexikondefinition. Die FR beschäftigt eine Frau, die fucking Lexikondefinitionen (neben (absichtlichen?) Missverständnissen, natürlich) als einziges fucking Argument hat.

Der nicht genannte Autor braucht diese sachlich falsche Behauptung jedoch, um seine simple Argumentationskette durchzuhalten.

Der “nicht genannte Autor” steht unter dem fucking Artikel, aber die widerliche Schreckschraube braucht den Punkt, weil es ihrer Leserschaft von Blockwarten natürlich ein Dorn im Auge ist, missliebige Leute nicht denunzieren zu können und es sie gleich noch rechter und denunzierenswerter macht. Wie Kinder, die geschmacklose Witze machen, wir leben schließlich in einem Rechtsstaat und brauchen Ablenkung von echten Problemen, die mit linken Utopien wie offenen Grenzen einhergehen. Panem et Circensis, oder auf Deutsch: Preise für Zivilcourage und die Frankfurter Rundschau.

Aber lesen wir mal selbst, warum Herr Klein die staatliche Obrigkeit als Kriterium für die Beurteilung des Vorliegens von Zivilcourage gewählt haben könnte – mit Hilfe der von ihm verlinkten wie fucking zitierten Duden-Definition. Fuck, und das war das “Gegenargument” der Schreckschraube: Nicht fucking lesen können.

Mut, den jemand beweist, indem er humane und demokratische Werte (z. B. Menschenwürde, Gerechtigkeit) ohne Rücksicht auf eventuelle Folgen in der Öffentlichkeit, gegenüber Obrigkeiten, Vorgesetzten o. Ä. vertritt

So… und ich bin da jetzt nicht Herr Klein und stelle deswegen schonmal in Frage, ob die Aufregung über das geschmacklosejüdische Familienfoto” [eine Rauchwolke] (das war “das Schlimmste“, wir müssen uns also nicht mit Kleinigkeiten aufhalten) jetzt einen nennenswerten humanen oder demokratischen Wert verletzt.

Demokratisch schließe ich aus; ich durfte darüber nie abstimmen, und ich durfte auch nie über die existente repräsentative Demokratie abstimmen, von daher ist das höchstens ein totalitärer Wert aufgrund der Tatsache, dass es halt einen extra fucking Paragrafen dafür gibt, blöde Witze über den Holocaust zu machen – solang Juden betroffen sind. “Mein Opa ist im KZ gestorben – ist besoffen vom Wachturm gefallen” war zu meinen Studentenzeiten eine beliebte Methode, dumm-gutmenschliche Linke, die die Stimmung verderben wollten, loszuwerden. Heute bekämen die Pisser einen fucking Preis für Zivilcourage, damit sie fröhlich weiter jedwede positive Stimmung zerstören können – wobei ich jetzt eher annehme, dass sie eins aufs Maul von den Afghanen bekommen – und naja, wenn ich so zurückdenke, haben sie das damals auch. 

Ah – humane Werte. Ja, es ist nicht lustig, eine Million Juden zu verbrennen. Oder sechs. Oder einen Zahnarzt, aber man darf ja keine Holocaust-Witze mehr machen. Aber – ist das nicht was anderes? Ist es nicht enorm wichtig, sich über dumme, lächerliche politische Bewegungen lustig zu machen?

Ich habe irgendwo gelesen: wenn es Deine politische Position nicht verträgt, dass man sie ins lächerliche zieht, ist sie scheiße, und faktisch hat jedes totalitäre System ebendies verboten. Ich finde es von daher wichtiger, nicht in einem inhumanen, totalitären System zu leben, was auch noch so blöde Witze verbietet, als die Befindlichkeiten der NS-Opfer – ah, Moment, die sind tot. Also, als die Befindlichkeiten der NS-Überlebenden – ah, Moment, die sind langsam auch alle tot. Ja – neeee, Kinders, ich lebe lieber nicht in einem totalitären System, als dass hier jedes Pseudo-Opfer sein ganz besonderes Schneeflockentum ausleben kann. Fairerweise aber spreche ich es Marion nicht ab, dass sie das anders sehen kann und tut; ich bin ja kein widerlicher linker Totalitärer. Von daher machen wir ein Häkchen bei der Motivation. Und dann landen wir wieder bei den eventuellen (negativen) Folgen “in der Öffentlichkeit, gegenüber Obrigkeiten, Vorgesetzten o.Ä.”.

Okay, betrachten wir da mal Marions Situation: Von den Obrigkeiten wird sie mit einem Preis ausgezeichnet, von der Öffentlichkeit als Heldin gefeiert… ja…. wo sind denn da auch nur eventuell negative Folgen? Was hätte ihr denn passieren können? Dass sie gesagt bekommt, dass sie eine blöde Kuh ist? Das ist keine negative Folge ihres ach so couragierten Akts der Nächstendenunziationliebe, sondern das war ihr fucking Motivator:

Die Dresdnerin erntete nur Anfeindungen („wohl zu viele tote Juden eingeatmet“) und wandte sich an die Polizei.

So… und damit wäre dann auch der hehre Beweggrund weg; die wollte nur die Leute bestraft sehen, die nicht mit ihr einer Meinung sind, wie jeder brave Stasi-Denunziant. Das ist aber nicht nur Denunziantentum, das ist totalitäres Herrschaftsverhalten, unterstützt und ausgezeichnet von einem totalitären Staat. Denn aufgrund persönlicher Anfeindungen zu denunzieren ist kein humanistisches, sondern ein subjektives Motiv, und die Schreckschraube schreibt das – basierend auf Zitaten – auch noch so hin.

Und – als reiche das noch nicht, um nicht nur zu zeigen, dass das Mädel eine egoistische, geltungssüchtige Denunziantin ist, sondern auch um gleich noch ihren eigenen Punkt zu widerlegen, als hätte Marion irgendwelche reale, negativen Konsequenzen zu befürchten, publizieren sie auch noch ein Bild von ihr. Zweimal (zweimal in der FR. Überall sonst auch, siehe Links unten. Man könnte fast meinen, die wollen das arme Mädel ihrer Ideologie opfern, brauchen einen Märtyrer und sind alle zu feige). 

Fucking mutig das. Fucking mutig.

Fairerweise aber ist das arme Mädel 15 Jahre alt, und während man mit 15 schon total wiederlich sein kann, ist das eher Schuld der Erziehung und der Indoktrination – meine Oma war unter Hitler so  15, und das ging nie so ganz weg mit der NS-Ideologie. Es wäre also unfair, Marion da zu viel eigene Entscheidung zuzuschreiben; das wird sie schon merken, wenn sie auf dem Heimweg von der Schule mal kulturell bereichert wird.

Das Mädchen, das sich gegen ihre Klassenkameraden trotz Anfeindungen wehrt, handele fremdgesteuert und obrigkeitshörig, und eben nicht ihren Wertvorstellungen entsprechend – wie es die Widerstandskämpfer während der NS-Zeit getan haben.

Ja – das unterstellt keiner. Ihr tut so, als macht sie das aus Eigeninteresse und nicht, weil sie euren Bullshit glaubt und es einfach nicht blickt, was das für eine Gesellschaft fördert. Oder dachtet ihr, meine Oma war super-dankbar dafür, dass ihr Haus weggebombt wurde? Oder die Nachkriegszeit? Ich nehme an, Marions Uroma ist tot, die lebte in den Ostgebieten, die hätte da aber sicher noch weniger drüber geredet. Aber wir müssen jetzt nicht so tun, als wäre da alles heiler SafeSpace gewesen, oder?

Oh – das ist übrigens böses Nazi-Sprech, findet die Schreckschraube:

„Vielleicht sollte die mal von 10 Goldstücken verwöhnt werden“, gibt Hans T. seinen Vergewaltigungsfantasien freien Lauf.

Das sind nämlich nicht Hans T.’s Vergewaltigungsfantasien. Das sind die Vergewaltigungsrealitäten von einer ganzen Menge Frauen.

Und es ist defintiv nicht Marions Schuld, wenn ihr das passiert. Es ist aber die Schuld von euch. Von der Schreckschraube Katja Thorwarth, die junge Frauen in einer der gefährlichsten Zeiten in Deutschland seit 1949 dazu ermutigt, sich dümmlich mit Stärkeren anzulegen, als könne ihr nichts passieren, der jüdischen Gemeinde in Berlin, die ihr für dieses Verhalten einen Preis verleiht, ihr vom Spiegel, der Welt, der BILD, RTLallen Propagandamedien? Euch gebührt jedwede Schuld, wenn Marion, die eigentlich Emilia heißt, irgendwas schlimmes passiert, weil ihr ihr beibringt, dass sich die Welt nur um sie dreht, dass ihr niemals was schlimmes passieren kann und es fucking heldenhaft sei, sich strunzblöde zu verhalten und sich auf ein bigottes System zu verlassen, was nichtmal seine elementarsten Pflichten – das Wohlergehen der Bevölkerung – wahrnimmt, sondern stattdessen fucking Gedankenverbrechen verfolgt wie Orwells IngSoc, und ihr ihr erklärt und sie belobigt dafür, dass das gut und richtig und wichtig sei. Tipp: Das ist fucking Drecksegal.

Ah – sollte dieser Post irgendwie das arme Mädel erreichen: Die weitaus meisten Menschen sind anständig. Es ist nichts verwerflich oder schlecht daran, Leute wegen Straftatbeständen anzuzeigen – man macht sich damit nur keine Freunde, vor allem, wenn es Lappalien sind, aber die Deppen tun dir nix. Die helfen Dir jetzt nur im Fall der Fälle nicht mehr, aber jedweder anständige (und wie erwähnt, das sind die meisten) AfD-Wähler würde das schon tun. Wie auch die absolut meisten Türken, Afghanen, Iraner, Iraker etc. pp. Aber sei fucking vorsichtig, Mädel; niemand hat Dir mehr gesunden Menschenverstand beigebracht. Dafür hast Du sicher eine Freundin mit Kopftuch, lass die Dir das erklären; je kürzer die hier ist, desto besser kann sie das.

Brief an eine alte Jungfer

Als ich in der Schule war, hat man da noch (zumindest formell) inhaltliche Dinge gelernt und nicht nur was über die Befindlichkeiten von geisteskranken Lesben oder Männer mit Kastrationsfantasien. Eines davon ist das Konzept der Gewaltenteilung, also des Staates in Legislative, Exekutive und Judikative, als Säulen des Rechtsstaats. Das Konzept der Presse als “vierte Gewalt”, als weitere Säule dieses Rechtsstaats, wurde mir von Jeffrey Archer nähergebracht.

Nun kann man sich den demokratischen Rechtsstaat als Hocker vorstellen, der mehrere Füße hat. Ein dreibeiniger Hocker steht immer stabil, auch auf unebenem Grund. Das ist praktisch – und war das Sitzmöbel der Wahl für die einfachen Leute; Stühle mit vier Beinen waren was für Könige.

Mit dem Fall der Monarchie hielt der vierbeinige Stuhl dann Einzug in die Stuben der Arbeiter, und kurz darauf bekamen sie auch eine Tageszeitung. Das sieht gut aus, ist bequem, und da kann man schonmal ignorieren, dass es eigentlich fast immer kippelt – man baut halt als sorgfältiger Deutscher einfach sehr ebene Böden, dann geht das schon mit den vier Beinen. Zudem, das muss man dem vierbeinigen Stuhl ja auch lassen, fällt der nicht gleich um, nur weil ein Bein bricht – der dreibenige Hocker hingegen schon. So ist auch das “Fourth Estate”- Konzept mit der Presse als Korrektiv der drei Staatsgewalten sinnbildlich zu erfassen.

Freilich aber setzt das weiterhin einen sehr ebenen Boden voraus – der vierbeinige Stuhl kann, im Gegensatz zu einem gleich dreibeinig konstruierten Stuhl – schon auf vier Beinen nur unter idealen Bedingungen stabil stehen, wird der Untergrund abgenutzt oder zum Beispiel durch Antifanten rausgerissen und auf Polizisten geworfen, kippelt das schon sehr – bis zum Umfallen.

Es ist an dieser Stelle natürlich müssig, über die Sinnhaftigkeit von drei- versus vierbeinigen Stühlen zu sinnieren, da wir de facto einen vierbeinigen Stuhl haben. Und, wie sich das vierte Rad am Wagen nicht müssig wird, uns zu erzählen, bräuchte das dringend mal einen Reifenwechsel. Freilich aber gibt es – ja, im Internet- eine ganze Menge neuer Reifen unterschiedlichster Qualität. Was – natürlich – die alten Reifen stört, wollen sie doch nicht entsorgt und verbrannt werden, schon der Umwelt wegen.

Ein Vögelchen hat mir – wohl, um mich zu ärgern – diese Allegorie einer Caroline Fetscher (Triggerwarnung: enthält ein Bild von Caroline Fetscher) zugeschickt. Frau Fetscher schreibt:

Die sich von der Demokratie verabschiedet haben, sind in einer eigenen Welt voller Ressentiments.

Ich habe gestern schon geschrieben, wie sehr es mich ankotzt, dass diejenigen, die Demokratie und Rechtsstaat am meisten sabotieren und gezielt zu zerstören versuchen ebendiese Begriffe am lautesten schreien – und damit inhaltsleer machen. Heute möchte ich dazu also nur noch sagen, dass der zitierte Satz kein Deutsch ist. Es müsste “Die(jenigen), die” heißen. Nein, das ist nicht diskutabel. Und Leute, die kein ordentliches Deutsch können, wollen die vierte Gewalt im Staat sein. Freilich, das passt zu Justizministern ohne Respekt vor dem Recht, Polizisten, die ihren Job nicht machen dürfen, weil das “unschöne Bilder” geben könnte und einer Legislative, die nur noch um ihrer selbst Willen existiert, aber wenn die Beine des Hockers derart niedrig sind, können wir uns auch gleich auf den Boden setzen. Das ist dann übrigens auch schon der Punkt, den Caroline Fletscher nicht versteht:

Im Korb einer Frau mittleren Alters liegt neben den Einkäufen „Der Spiegel“. Freundlich tippt sie jemand hinter ihr an, ein junger Mann, Ende zwanzig, sportlich gekleidet, kurzes Haar. „Die Zeitschrift legen Sie besser zurück ins Regal“, rät er beiläufig. „Was da drinsteht, kriegen Sie online gratis.“ „Ja? Alles?“ Geduldig führt er aus: „Füttern Sie lieber nicht die Journalisten, die erfinden sowieso das meiste oder schreiben von anderen ab.“ „Ach“, staunt die Frau und wird hellhörig, „wo erfährt man das denn?“

Vage verweist der junge Mann auf das Internet, er will aber illustrieren, was er meint: „Zum Beispiel, ein Reporter hat Fotos von Rechten gemacht, auf dem G-20-Gipfel. Mit denen hat zufällig gerade einer geredet, der nicht dazugehört, aber unter dem Bild stand, das wären alles Neonazis.“

„So was passiert sicher mal“, sagt die Frau, „deswegen ist ja nicht alles falsch, was Medien berichten. Wenn keiner bezahlt, können sie irgendwann nicht weiterarbeiten.“

Was eine tolle Geschichte. Ich habe neulich bei der Welt einen Artikel gelesen, der mal mit der von linken Idioten propagierten Lüge aufräumt, “Gutmensch” wäre von den Nazis erfunden worden. Der Autor führt das Wort auf einen Lektor eines Buches eines Christian Oesers (was wiederum ein Pseudonym ist, aber egal) zurück. Das Buch trägt den überhaupt nicht sperrigen Titel “Ch. Oeser’s Briefe an eine Jungfrau über die Hauptgegenstände der Aesthetik: ein Weihgeschenk für Frauen und Jungfrauen, denen es mit der ästhetischen Bildung Ernst ist“. Ich erwähne das Buch deswegen, weil Frau Fetscher es wohl nicht gelesen hat, sonst wäre uns die Anekdote aus dem Paulanergarten oben erspart geblieben:

Diejenigen verstehen übrigens die Hoheit der Poesie schlecht, die da glauben, sie dürfen sich Nachlässigkeiten der Sprache erlau­ben; vielmehr erfordert sie die höchste Vollkommenheit, denn sie ist Schöpferin und Meisterin der Sprache selbst und muß als hohes Vorbild im höchsten Grade rein, richtig, deutlich und bestimmt sein. Ueberdies vermeidet die poetische Sprache Weitschweifigkeit und Breite, denn diese Fehler langweilen und hindern also- die rege Thätigkeit; hingegen bestrebt sie sich so kurz als möglich zu sein und wird eben dadurch auch bestimmter und kräftiger.

Gell, was der Mann da den Frauen und Jungfrauen mit auf den Weg gegeben hat, klingt doch ganz sinnvoll, oder? Aber gut, weiter mit Frau Fetscher; dem jungen Mann ist es nämlich herzlich egal, dass eventuell selbsternannte Journalisten für ihre Lügen (oder, im Fall von Frau Fetscher, Meinungen) nicht mehr bezahlt werden könnten:

„Dann würden die mal sehen, wie es unsereinem geht!“ Wie es ihm geht? „Na, der nette Netto-Rest, den einem der Staat übrig lässt“, sagt er, beträgt für ihn als gelerntem Einzelhandelskaufmann um die 1200 Euro, in seiner Familie gibt es Arbeitslose: „So sieht das aus.“

Tjo, an der Stelle endet dann auch schon Frau Fetschers illustre Geschichte, und sie geht ohne Umschweife dazu über, dem fiktiven jungen Mann noch sehr viel mehr anzudichten, als er – selbst in ihrer eigenen, fucking Fantasie – irgendwie zum Ausdruck gebracht hat:

was er sagte, war explosiv gefüllt mit Subtexten. Das Auffälligste an solchen Einlassungen im Alltag sind ihre Auslassungen, es fehlt der ungenierte Klartext der anonymen Online-Foren. Aber zu ahnen ist er: Die Lügenpresse betrügt uns, der Staat kassiert zu viel Steuern, die Rente wird nicht reichen, den Asylanten geht es zu gut, die Regierung ist schuld am Terror, kurz, „wir“ sind „denen“ egal.

“Die Lügenpresse betrügt uns” ist ziemlich wörtlich genau das, was der junge Mann gesagt hat. Das ist kein “Subtext”. Das steht da. 

Und wer, bitte, außer den politisch Verantwortlichen ist denn bitte sonst Schuld am Terror? Lieschen Müller? Du? Ich? Lass mich raten – natürlich ich.

Indirekt hatte der junge Mann im Supermarkt seine Anschauung der Welt offenbart, reale Nöte neben Ressentiments, Verbitterung, Zynismus. […] Die Warteschlange nutzte er als Gelegenheit, im Alltag, nebenher, seine Propaganda auszuprobieren.

Der Mann hat direkt seine Ansichten über die Presse und seine realen Nöte kundgetan. Das ist keine Propaganda, das ist eine Einzelmeinung. Propaganda ist, wenn man eine Meinung mit Massenmedien verbreitet. Wie, übrigens, du, Caroline.

Deren geübte Doppelbödigkeit hat etwas Unheimliches

Und schon sind wir bei der Extremform weiblichen Solipsismus: linkem weiblichen Solipsismus. An welcher Stelle bitte ist der Mann denn doppelbödig?

denn die so reden, haben sich vom demokratischen Konsens verabschiedet.

Boah, schon wieder. Alles, was ich sage, ist demokratischer Konsens, und alle anderen Meinungen sind antidemokratsich. Sammal.

Sie glauben dem kein Wort mehr.

“Dem” was? Dem demokratischen Konsens, einer theoretischen Fiktion? Oder der (lügenden) Lügenpresse? Lügenden, ihre Wahlversprechen nicht einhaltenden Politikern? Das nennt man Vernunft, wenn man Leuten nicht glaubt, die nachweislich viel lügen. Vernunft. 

Die Fremdenfeinde sind selber die Entfremdeten, sie sind ausgestiegen – eine Haltung, wie sie das sardonische Lächeln mancher AfD-Protagonisten verrät.

Und ihr dachtet schon, ich hätte mit dem Meme übertrieben, oder? Wer Journalisten, die lügen, für ihre Lügen kritisiert, ist automatisch Hitler.

On another note: sardonisch lächeln kann nur jemand, der tatsächlich einen eigenen Schaden hat. Das macht das bittere Lächeln der AfD, was Caroline Fetscher als fies und zynisch darstellen will, berechtigt.

Und das ist das Problem, wenn Idioten intellektuell tun. Herr Oeser hat das schöner formuliert:

zumal es ganz unleidlich klingt, wenn ein Frauen­zimmer sich solcher Kunstwörter bedient; weiblich und lieblich ist es, sich über Gegenstände des Geschmacks in natürlicher Sprache zu äußern, denn da ist man doch gewiß, daß das Gesagte nicht nachgeschwatzt, sondern selbst Empfundenes und Gedachtes sei.

Return of the Fettie: Contradictio in Adjecto

Ich finde es immer gut, wenn ich Leute in einem Artikel kritisiere, und diese Kritik bei Leuten auch ankommt. Vor etwas über einem Jahr stieß ich auf Hengameh Yahooolalablabs, die ich aufgrund ihres unaussprechlichen Namens “Fettie” getauft habe, vor allem aber dafür kritisiert habe, dass sie:

ihre unreflektierte und schwachsinnige Meinung verewigt. Fettie hat in etwa so viel Übergewicht (in kg) wie ihr IQ-Punkte fehlen, um wissenschaftlich gesehen nicht als “verblödet” zu gelten. Es ist relativ lang und gehaltlos

tl;rd: … langen, hirnlosen Schwachsinn schreibt.

Und da huscht durch mein Twitter Fetties neuester, hirnloser Schwachsinn, der erstaunlich kurz ist… Naja, versuchen wir es nochmal; 50% der Kritik sind ja schon angekommen. Es geht um den Umgang mit Nazis. Und Neonazis. Und überhaupt allen, die die eigene Meinung nicht teilen.

Seit dem rassistischen Terroranschlag in Char­lottes­ville wird wieder prominent diskutiert: Wie umgehen mit Neonazis? Diese Frage sollte Dauerbrenner sein.

Wir kamen seit 1945, das sind jetzt 72 Jahre, wirklich gut damit klar, die paar Spinner (a) zu ignorieren, (b) sie für den Abschaum zu halten, der sie sind und (c) notfalls wegzusperren. Aber gut, ich bin auch nicht zwangsprogressiv.

Aber da einige Teile der Bevölkerung nicht permanent wegen Neonazis um ihre Existenz fürchten müssen

Ich möchte hier mal spezifizieren, dass die “einigen Teile” hier die deutliche Mehrheit ausmachen. Diese deutliche Mehrheit – Fettie wird eh gleich rassistisch, nehme ich das mal vorweg – ist weiß und nicht kommunistisch, und hat gerade mehr und echte Probleme mit muslimischen Terroristen, die sie totmessern, totfahren, totsprengen, oder auch nur mit Kommunisten, die ihnen die Autos anzünden. Nur so als Hintergrund, warum sich echt wenig Leute für alle drei Nazis interessieren. Natürlich sind die auch ein Problem, aber mit Gedankenverbrechen wollen wir ja jetzt hoffentlich nicht kommen, oder? Ich meine, denk mal dran, was das für andere Minderheiten wie Kommunisten oder Moslems bedeuten würde?!

(Spoiler: Dooooooch).

So sind viele Leute immer noch davon überzeugt, dass der beste Umgang mit Neonazis (und Nazis) der Dialog sei.

Ich halte diesen Strohmann der Linken für – ja, nun, einen Strohmann. Es ist definitiv Mainstream-Meinung, dass Neonazis doof und scheiße sind. “Halt’s Maul, du Depp” ist jetzt nicht wirklich “Dialog”, aber vollkommen ausreichend. (Das gilt übrigens auch für Kommunisten.)

Ich weiß nicht, ob sie sich mit Geschichte auseinandergesetzt haben, aber das letzte Mal, als ich nachgeschaut habe, wurde der Nationalsozialismus nicht beendet, weil es innovative Gesprächsformate gab, sondern mit einem Krieg.

Das einzige Mal, übrigens. Bei Kommunisten ist das hingegen eine etablierte Regel, und im Gegensatz zu den Nazis kommen die immer und immer und immer wieder und kommen sogar immer wieder an die Macht. Aber hey, bleiben wir bei Fetties Babystöckchenproblem:

Das Verurteilen von Menschen, die sich nicht auf dieser Illusion ausruhen, ist aber Haramstufe Rot.

Haramstufe? Wenn das lustig sein soll – okay, es ist lustig. Wichtiger ist aber, dass Fettie hier eine totalitäre Ideologie (den Islam) als Maßstab zur Verurteilung einer anderen totalitären Ideologie heranzieht. Wenn wir das als Argument gelten lassen, müssten wir wirklich nachdenken, was wir den Neonazis auf ihre arische Rassenideologie entgegnen wollen; dass das totalitärer, menschenverachtender Schwachsinn ist, wäre mit einem tu quoque ja dann recht einfach getötet.

Es folgt dann ein kurzer Absatz, dass sie keine “Lust” auf eine sinnvolle Begründung hat, ein Symptom vieler Linker, die keine fucking Argumente haben. Gefolgt von der Friss, Vogel, oder stirb (“listen and believe”)- Weisheit:

Natürlich müssen Neonazis (und Nazis) auf die Fresse kriegen – das steht nicht zur Debatte

Huh  – Gedankenverbrechen. Wie fein. Es ist immer erstaunlich, wie wenig linken Gutmenschen klar ist, dass ihre Argumentation genau das gleiche ist, was die Neonazis über sie sagen. Und sich dann auch noch wundern, wenn intelligente Menschen oder sogar Donald Trump beide Gruppen scheiße finden. Aber gut, Fettie hat ihren letzten Artikel mit einem Plädoyer für Babystrampelanzüge als modisches Kleidungsstück hingeführt, es wird auch hier noch dümmer als eigentlich vorstellbar:

White Supremacy ist Terror

Weil? Ich meine nur – Fettie verlinkt da einen Artikel, in dem das Wort “Terror” nichtmal vorkommt.

Aber Weißsein wird nicht erst dann zum Problem, wenn ein Neonazi mit dem Wagen in eine Black-Lives-Matter-Demo reinfährt und Menschen ermordet.

Ach sooooo – weil Fettie eine verdammte, widerliche Rassistin ist. Dazu diente der (ausgelassene) selbstmitleidige Teil vorher wegen Leuten, die

am Ende noch mit so Nonsens wie umgekehrtem Rassismus … kommen

Puh, gerade nochmal drumrumgekommen. Es ist natürlich nicht “umgekehrter Rassismus”, wenn Neger oder mirwegen dicke, weiße Frauen mit blöden Namen wie Fettie finden, dass Weiße per se scheiße sind, das ist schlicht und einfach nur Rassismus. Wobei sie – entgegen ihrer Beteuerung – natürlich selbst weiß ist, und das ganze wahrscheinlich nur auf Dritte projizierter Selbsthass ist, aber das soll ihr ihr Psychiater erklären.

Morde haben nämlich nichts mit “Weißsein” zu tun – meine Autokorrektur findet übrigens zurecht, dass das kein Wort ist – sondern mit totalitären Ideologien, die bei ausreichend dummen Menschen zu radikalem Extremismus führen. Das geht z.B. mit jeder noch so harmlos wirkenden Sache, z.B. Feminismus.

Rassismus passiert auf einer Skala. Ich habe im Netz ein Pyramidenschema gefunden, auf dem Rassismus in aktiv/gesellschaftlich verurteilt und passiv/gesellschaftlich akzeptiert aufgeteilt wird. Der aktive Part ist nur die Spitze des Dreiecks.

Praktischerweise habe ich die auch gefunden. Ich zeige sie Euch sogar:

Das ist von der ADL – die sind zwar selbst gebiast (Stufe 1), aber die Pyramide ist per se gut. Ist für Rassismus gedacht, funktioniert aber ohne Änderung für andere -ismen; nennen wir sie mal “Extremismen”.

Praktisch, wenn man sich keine neuen Wörter ausdenken muss, weil man tatsächlich was vernünftiges zu sagen hat. 

Man sieht hier sehr schön, dass die radikale Anfifa auf Stufe 4 zu verorten ist – als kollektive Bewegung natürlich mit den Mitteln Brandstiftung und Vandalismus, während Neonazis (z.B. der NSU) sich individuelleren Maßnahmen wie Mord widmen.

Ich habe aber den Verdacht, dass das nicht die Pyramide ist, die Fettie meint. Schauen wir doch mal, ob es irgendwelche linken Deppen gibt, die die arme Pyramide ausreichend vergewaltigt haben, damit (a) sie da nicht mehr vorkommen und (b) ihre ganzen Aufschrei-Steckenpferde drin vorkommen….

Quelle? Irgendein linker Volldepp. Sieht man schon daran, dass rassistische Witze gesellschaftlich inakzeptabel sein sollen. Höhö. Gilt also nur für deren Filterblase.

Was macht Fettie hieraus?

Der aktive Part ist nur die Spitze des Dreiecks. Darin befindet sich etwa Hasskriminalität, Polizeigewalt oder „Racial Profiling“. Der latente Teil trägt jedoch viel mehr in sich: Hass gegen Migrant_innen, Paternalismus, die Instrumentalisierung von nichtweißen Personen zum Reinwaschen des eigenen Images, kulturelle Aneignung oder das Leugnen weißer Privilegien.

Ah – wiederholen. Ich habe so langsam eine Ahnung, wieso sich Feministen nicht blöd vorkommen, ernsthaft “Listen and Believe” auf eine Vortragsfolie zu schreiben – das resoniert in ihrer hohlen Zielgruppe.

So, liebe Kinder, schafft man übrigens einen totalitären Unrechtsstaat: Den Dummen, die nichts im Hirn haben, füllt man da Scheiße rein, der Rest wird gekauft oder vernichtet. 

Was soll ich zu Fetties Müll sagen? Das ist eine reine, aus der Luft gegriffene Behauptung, gestützt darauf, dass jemand anders den Müll schonmal behauptet hat, gestützt auf eine Theorie, die die Aussage nicht hergibt.

Unsinn, sage ich da.

Mordende Neonazis haben eine ganz andere Dimension als Kartoffeln mit Wursthaaren.

Ist “Kartoffeln mit Wursthaaren” eine Beleidigung für weiße Deutsche? Falls ja, kleiner Tipp, Fettie: Beleidigungen sind effektiver, wenn der Adressat sie versteht.

Aber nur, weil das eine schlimmer ist als das andere, ist das andere nicht okay. Dieses ­Gegeneinanderaufwiegen ist „Silencing“:

Das ist genau meine Meinung. Und die von Donald Trump, übrigens, der die linken Vandalen genauso verurteilt wie die rechten Mörder.

Das gefällt nur den linken Vandalen nicht; die finden sich ja besser, weil die Anderen – oh, Moment, das wäre “gegeneinander aufwiegen”, was ja nicht geht. Vielleicht sollte man der taz, die das publiziert haben, mal nahelegen, ihre eigenen Artikel nicht nur zu drucken, sondern auch zu verstehen.

Solange Schwarze Menschen ermordet werden, gibt es keinen Grund, sich über weniger bedrohliche Zustände zu beschweren.

Hä? Ach, da kommt die fette Dummfeministin in Fettie wieder durch – klar kann man auch Kleinigkeiten anprangern, obwohl es größere Probleme gibt. Es setzt aber voraus, dass man da differenziert, und es eben nicht gleichsetzt, ob Abdullah 42 Menschen in die Luft sprengt oder seine Frau dazu zwingt, ein Kopftuch zu tragen. Ist beides nicht gut, aber eben nicht gleichermaßen ein Problem.

Weiße Leute haben so eine Ausrede, sich nicht mit ihrem Rassismus auseinandersetzen zu müssen, weil sie sich auch einfach von Neonazis abgrenzen können.

Es ist immer wieder erstaunlich, wie wenig die Linke es leiden kann, wenn Leute, die nicht ihre Meinung teilen, genau das gleiche machen wie sie. Es gab da mal so einen Spruch mit einem Balken und einem Splitter im Auge, aber das ist sicher reaktionär und konservativ und nicht progressiv genug.

Aber außer Abgrenzen tun sie halt wenig bis nichts gegen die. Und das ist auch haram.

Als ordentlicher Moslem ist das natürlich haram:

Kämpft gegen diejenigen, die nicht an Allah und nicht an den Jüngsten Tag glauben und nicht verbieten, was Allah und Sein Gesandter verboten haben, und nicht die Religion der Wahrheit befolgen

Und da fragen sich noch Leute, wieso Feministen, Linke und radikale Moslems so gut zusammenpassen: Die glauben allesamt, dass sie die alleinige Wahrheit mit Löffeln gefressen haben und alle Ungläubigen bekehrt oder eben umgebracht werden müssen. Wie auch den Umgang mit Apostaten – man lese mal, was Feministen über Laci Green schreiben, seit sie keine profeministische Hure mehr ist, sondern sich jetzt halt an “die Anderen” verkauft.

Nur so als kleiner Hinweis, Fettie – und alle anderen idologischen Spinner: Was Deutschland aus dem Krieg gelernt hat ist, dass alle totalitären Ideologien schlecht sind. Das gilt auch für den Kommunismus. Man lese mal George Orwell, der war sehr gegen Nazis, hat aber absichtlich einen international-sozialistischen Staat in seiner Dystopie geschaffen. Mit Gedankenverbrechen, wie ihr sie den Neonazis andichten wollt.

Ihr seid kein bisschen besser. Und jetzt kommt mir nicht mit Whataboutism und Morden, das könnt ihr Linken schon auch, und habt auch beweisen, dass ihr da weder zimperlich seid noch vor individuellen, beliebigen Morden zurückschreckt.

Wenn ihr was gegen Nazis tun wollt, macht das, was alle vernünftigen Menschen machen: Distanziert euch von ihnen. Findet sie scheiße. Unterstützt Leute, die klar sagen, dass Gewalt, Terror und Hass scheiße sind – wie Donald Trump. Hasst selbst nicht – auch nicht euch selbst (auch wenn mir das jetzt schwer fallen würde, wenn ich derart dumm und fett wäre). Vor allem aber: Seid selbst wirklich besser.

Pro-Tipp: Das geht nicht, indem man genau das Gleiche macht. 

Darf man Furien schlagen?

Ich hatte mir ja bereits im Februar überlegt, ob ich einen Kommentar dazu schreibe, was ich davon halte, dass die Rotfront Antifa jetzt in den USA ihre (sowieso schon immer nur vorgeheuchelte) Gewaltfreiheit auch gegenüber Menschen aufgibt, aber dass es keine besonders gute Idee ist, eine offen kampfbereite Gruppe als angeblich friedliche Gruppe anzugehen, ist so offensichtlich, dass – naja.

Aus aktuellem Anlass möchte ich das Thema aber nun doch aufgreifen:

Oh, Entschuldigung, das war die falsche rechtsradikale Publikation, ich meine natürlich:

Guy Smashed in the Head with U-Lock by Masked Antifa Thug in Berekely

(Quellen: Der Angriff, 30 Januar 1933, Daily Stormer, 16. April 2017)

Aber gut, dass Antifanten grundlegende Menschenrechte (die da wären: Freiheit, körperliche Unversehertheit, Eigentum) vollkommen am Arsch vorbeigehen, ist klar, da kann man auch nicht mehr dazu schreiben – außer, dass das Gesocks weggesperrt gehört. Was wir wohl nur deswegen nicht machen, weil Hitler das gemacht hat, und alles, was Hitler gemacht hat, war schließlich schlecht. So zum Beispiel Anti-Raucher-Kampagnen, Tierschutz oder Kindergeld.

Befassen wir uns also mit einem interessanteren Thema: Wenn Nazis Frauen schlagen.

Ah, Moment, das ist das falsche Bild. Ich bin aber heute auch dusselig.

Sonst könnte man ja den Eindruck bekommen, dass der adrette Irak-Veteran widerliche Nazi (blaues Hemd) die ungewaschene Pornodarstellerin (klickt nicht auf den Link!) adrette junge Frau nicht vollkommen ohne jeglichen Grund schlägt.

Ich meine, was bewegt eine Frau dazu, wie eine durchgeknallte Furie auf diesen Schrank von einem Mann zuzupreschen? Ah – Furien: Die in der Unterwelt hausenden Erinnyen werden als Vetteln (Liederlichkeit, Unzucht, hexenhaftes Aussehen und Wesen) beschrieben, deren Hautfarbe schwarz war; sie kleideten sich in graue Gewänder, die Haare waren Schlangen, ihr Geruch war unerträglich und aus ihren Augen floss giftiger Geifer oder Blut.

Aber gut, das war jetzt Homer vor 3.000 Jahren. Damals waren das noch die Göttinnen der Gerechtigkeit – antike Göttinnen, noch vor Zeus und so. Aus der Unterwelt. Verdammte Satanisten, die sowas auf die Welt der Lebenden loslassen… ah, die heißen ja jetzt Kommunisten.

Zurück zum Thema: Natürlich kann man da jetzt geteilter Meinung sein, denn Mädchen schlägt man nicht. Was für kleine Kinder eine gute Lehre sein mag, die wissen nämlich noch nicht so genau, dass selbst kleine Jungs ganz von alleine deutlich fester zuhauen als Mädchen, und man die halt zu leicht kaputt macht.

Für Erwachsene hingegen hat sich eher eingebürgert, dass man überhaupt keine anderen Menschen schlagen sollte, was in einem gewissen Maß auch vernünftig ist – wir kennen alle die Geschichte von Jesus, der meinte, man solle auch die andere Wange hinhalten, und wir wissen, dass das nur dazu führt, dass man gekreuzigt wird. Da niemand gekreuzigt werden will, schlagen die meisten dann doch irgendwie zurück, und da die meisten Leute nicht geschlagen werden wollen, kommt da der Kant’sche kategorische Imperativ zum Tragen, und sie schlagen auch selbst niemanden.

Nicht so Venus mit der Predator-appropriatenden Frisur und der haarigen Muschi. Die hält es ernsthaft für eine gute Idee, sich mit einer Gruppe Rechtsradikaler zu prügeln. Weil – keine Ahnung, ihr irgendwer im wörtlichen Sinn das Hirn rausgevögelt hat? Ich meine, wie strunzdumm muss man denn sein?

Klar, das Troll-Level bei einem solchen Event ist galaktisch – “die wollte doch Gleichberechtigung” und so, aber noch viel besser sind die befürwortenden Antifanten:

If you watch that video the Nazi guy with the queer looking haircut came in full steam with his right hand locked n loaded and gave this girl everything he had with that punch. Sure, she got knocked down, but she got up for more three seconds later.

Ich meine, kommt – so doof könnt ihr doch nicht wirklich sein, oder? Man muss jetzt auch gar nicht blöde rumwitzeln, dass er als widerlicher, weißer, heterosexueller, patriarchaler Nazi sie sicherlich 23% weniger stark geschlagen hat, als das ein Mann verdient hätte, sondern man könnte – natürlich nur, wenn man eine Sekunde nachdenkt – auf die Idee kommen, dass der Typ das relativ beliebig oft wiederholen könnte; ihr volle-Pulle-mit-Kampfhandschuhen-an-die-Kehle-Schlag hat ihn ja nun nicht sonderlich verletzt.

Und ich befürchte, dass das passieren wird. Menschen im Allgemeinen sind nämlich nicht lernfähig – also, jetzt rein historisch betrachtet macht jede Gesellschaft über kurz oder lang die gleichen Fehler wie die vorangehende, bis sie untergeht.

Der Untergang

Ich weiß ja nicht, wie viele meiner Leser sich durch Hitlers “Mein Kampf” gequält haben, da das Buch – zurecht – den Ruf hat, langwierig und unkoordiniert zu sein. Zudem ist etwa die Hälfte dümmliches Rumjammern über die eigene Geschichte und das eigene Versagen, die Ungerechtigkeit und Unzulänglichkeiten der Gesellschaft, und viele persönliche Wertungen. Plus ein weiteres Viertel ideologiebeladenen Bullshits. Das Gros des Rests ist das Bashing des verantwortlich gemachten Sündenbocks – man kommt sich fast vor, als lese man ein modernes feministisches Traktat.

Der Unterschied ist, dass Hitler, auch wenn er sonst keine sonderliche Leuchte war, eine politische Strategie entwickelt, die auf einem erschreckenden Bild (respektive Zustand) der parlamentarischen Sozialdemokratie basiert:

Ebenso waren auf dem Gebiete der Politik für aufmerksame Augen Schäden vorhanden, die, wenn nicht in absehbarer Zeit eine Besserung oder Änderung vorgenommen wurde, als Zeichen eines kommenden Verfalls des Reiches gelten durften und mussten.

Dafür identifiziert er auch einen Grund:

Der Ausgangspunkt dieser Seuche liegt bei uns allerdings zu einem großen Teile in der parlamentarischen Institution, in der die Verantwortungslosigkeit geradezu in Reinkultur gezüchtet wird.

Was Hitler so darstellt, als sei das notwendige Konsequenz des Systems selbst:

In demselben Maße sank die Größe der jeweiligen „Staatsmänner” immer mehr zusammen, bis endlich überhaupt nur jener kleine Typ von parlamentarischen Schiebern übrigblieb, deren staatsmännischer Wert nur mehr nach ihrer Fähigkeit gemessen und anerkannt wurde, mit der es ihnen gelang, die jeweiligen Koalitionen zusammenzukleistern, also jene kleinsten politischen Handelsgeschäfte durchzuführen, die ja allein die Eignung dieser Volksvertreter für praktische Arbeit zu begründen vermögen.

Hitler hat eh keine sonderlich hohe Meinung von Politikern:

Diese frechen Lügenmäuler schreien freilich mit Stentorstimme, damit es ja die anderen Sünder hören können, ihr Glaubensbekenntnis in alle Welt hinaus, allein nicht, um dafür, wenn nötig, auch zu sterben, sondern um besser leben zu können.

An dieser Stelle muss man wissen, dass Mein Kampf als politische Kampfschrift gedacht ist, die als solche natürlich (a) die angebliche Richtigkeit und Notwendigkeit der eigenen Position illustriert. Gleichzeitig ist das Buch aber (b) nach dem (ersten) Scheitern der Nazis als politischer Bewegung entstanden. Für dieses Scheitern ist das politische System (und die Juden) der Sündenbock, weswegen (c) der Kampf auf die Straße zu tragen sei. Was, wie wir ja zumindest aus der Schule wissen, funktioniert hat.

Soviel zum Kontext. Kommen wir zum Anlass: Antje Schrupp schreibt jetzt für die FR. Und zwar einen Artikel darüber, dass die Demokratie in Zukunft feministisch sein muss, da sie sonst stirbt. Ja, stirbt. Denn die Demokratie, so, wie sie ist, ist nicht gut; allein der radikale Feminismus ist gut:

es [geht] darum [.], einen anderen Kuchen zu backen. Wir brauchen keine fünfzig Prozent Frauen in Aufsichtsräten oder auf hohen Managementposten, wenn die wirtschaftlichen Verhältnisse ansonsten so ungerecht bleiben, wie sie sind.  Es wäre kein Fortschritt, wenn Männer ebenso viel Care-Arbeit leisteten wie Frauen, dafür aber genauso schlecht bezahlt und wenig wertgeschätzt würden. [….] Ungerechtigkeiten gleichmäßig auf alle zu verteilen, ist kein sinnvolles politisches Ziel. [….] [sondern es geht darum,] die Verhältnisse insgesamt zu verbessern

Oder, wie Hitler das ausgedrückt hat:

Schon währen meines Wiener Existenzkampfes war mir klar geworden, daß die soziale Tätigkeit nie und nimmer in ebenso lächerlichen wie zwecklosen Wohlfahrtsduseleien ihre Aufgabe zu erblicken hat, als vielmehr in der Beseitigung solcher grundsätzlicher Mängel in der Organisation unseres Wirtschafts- und Kulturlebens

Das wäre das hehre ideologische Ziel. Kommen wir zum politischen Scheitern (wieder Schrupp):

Was die Menschen jetzt unter dem Banner des Feminismus auf die Straße bringt, ist deshalb nicht die verpasste Chance, endlich mal eine Frau als Präsidentin von Amerika zu haben. Sondern es ist die Notwendigkeit [blabla]

Hitler hat wenigstens ein Buch darüber geschrieben, warum man den Kampf auf die Straße tragen muss. Ein paar der Ausführungen dazu klingen übrigens auch ganz vernünftig, wenn man eine totalitäre Ideologie durchsetzen will. Aber das hat man als Feministin heute ja nicht mehr nötig; man weiß ja schon, dass das mal funktioniert hat, also kann man es einfach machen. So ganz ohne Nachzudenken, dann kann man sich auch wundern, warum Feminazi in der westlichen Welt ein Begriff geworden ist. Hitler hat übrigens auch eine wunderschöne Perle zu solchen “intellektuellen Aktivisten”:

Denn dieser glaubt nun wirklich allen Ernstes, „gebildet” zu sein, vom Leben etwas zu verstehen, Kenntnisse zu besitzen, während er mit jedem neuen Zuwachs dieser Art von „Bildung” in Wahrheit der Welt sich mehr und mehr entfremdet, bis er nicht selten entweder im einem Sanatorium oder als „Politiker” in einem Parlament endet.

Der Rest von Schrupps Artikel ist Lobhudelei zu den Womens Marches in Antarktika und überhaupt der Größe der eigenen Bewegung, die man ja so toll damit zeigt und damit auch zeigt, dass die eigene Bewegung die einzig gute und richtige sein muss, weil man ja so viele Anhänger hat. Man muss Hitler an dieser Stelle zugutehalten, dass er wenigstens (seeeeehr lang und breit) erklärt, warum die Nazi-Ideologie wichtig und richtig ist und das nicht einfach voraussetzt (Untergang der deutschen Nation, der arischen Rasse und so).

Frau Schrupp hingegen nimmt die Bestätigung für die Richtigkeit des feministischen “linken, freiheitlichen, progressiven Gesellschaftsprojekts” allein dadurch, dass es viele Anhänger hat. Das aber – vor dem Hintergrund, dass Hitler wenigstens eingesehen hat, dass Menschen zu ihrem Selbstwohl handeln, wenn man sie nicht dazu zwingt, altruistisch zu sein – scheitern muss (also, laut Hitler):

Am Ende siegt ewig nur die Sucht der Selbsterhaltung. Unter ihr schmilzt die sogenannte Humanität als Ausdruck einer Mischung von Dummheit, Feigheit und eingebildetem Besserwissen, wie Schnee in der Märzensonne.

Wo – meiner Meinung nach – Hitler halt Recht hat. Nun hat sich die NSDAP auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert, wenn es darum geht, sich an ihre eigenen Maßstäbe zu halten (Hitler selbst hingegen schon; der fand, seine Ideale sind wichtig genug, um dafür zu sterben, und das ist er ja schließlich auch, weil seine Ideale blöde waren), aber das ist ein zentraler Unterschied zwischen Hitler und Frau Schrupp – letztere schließt ihren Artikel wie folgt:

Die Frauenbewegung ist nicht zu radikal, sie war es nie. Sondern ohne radikalen Feminismus kann es keine sozialen Bewegungen geben. In Zukunft wird die Demokratie feministisch sein. Oder sie wird sterben.

Hitler schloss aus seinem Scheitern, dass die paralamentarische Demokratie weg muss. Schrupp hingegen zeigt sich insofern als Anhängerin des demokratischen Systems, als dass sie ihm schlicht den Untergang prophezeit, wenn es sich nicht an der feministischen Ideologie ausrichtet – was alleine vom Grundgedanken her Unsinn ist; einer der Grundgedanken der Demokratie ist Meinungs- und damit ideologischer Pluralismus. Hitler hat das erkannt; ich wiederhole das mal:

Ebenso waren auf dem Gebiete der Politik für aufmerksame Augen Schäden vorhanden, die, wenn nicht in absehbarer Zeit eine Besserung oder Änderung vorgenommen wurde, als Zeichen eines kommenden Verfalls des Reiches gelten durften und mussten.

Da geht aber nicht die Demokratie unter, sondern das Reich. Und das ist ein ganz, ganz wichtiger Punkt an Demokratie, die ja grundsätzlich eine “ich mach mir die Welt so, wie sie mir gefällt”- Bewegung ist, die (grundsätzlich) eine eingebaute Kontrollinstanz hat – also eine oder mehrere konkurrierende Bewegungen, die sich eben einigen müssen.

Einigung und Kompromisse sind mit radikalen Ideologien allerdings nicht möglich, weil diese einen alleinigen Geltungsanspruch erheben. “Demokratie” per se ist keine Ideologie, auch wenn das Kindern mittlerweile in der Schule beigebracht wird; man nennt das “Demokratieförderung“, im Grunde ist das, was eine parlamentarische Demokratie in der Regel macht, aber in Kombination mit Massenprotesten und willfährigen Politikern, die sich nicht an ihre eigenen Regeln halten und ihr Fähnchen in den Wind hängen, wie er gerade weht, eine Diktatur des Proletariats im marxistischen Sinn. Also, fand zumindest Hitler; ich sehe da halt nur Parallelen zu heute, wenn das Parlament sich ernsthaft mit der Toilettenbenutzung von Leuten mit psychischen Störungen beschäftigt, obwohl das (a) 95% der Leute einen feuchten Dreck interessiert und (b) ebendiese Leute, wenn sie gezwungen werden, sich damit zu beschäftigen, mehrheitlich der Meinung sind, dass Toiletten nach vorhandenen Geschlechtsorganen zu trennen sind.

Das wiederum ist dann weder eine Demokratie im eigentlichen Sinne noch eine Diktatur des Proletariats, sondern die sich üblicherweise (aus marxistischen Idealen) ergebende, zentralisierte Oligarchie – klar, man kann Eigennutz als Politiker viel besser ausleben, wenn man die Massen ignoriert. Funktioniert halt nicht:

Eine gewisse Zeit kann man natürlich auch hier die Natur verhöhnen, allein die Rache bleibt nicht aus, sie tritt hier nur später in Erscheinung, oder besser: sie wird von den Menschen oft zu spät erkannt.

Zehn Leitsätze für die Gattenwahl

Heute ist – schon wieder – Weltfrauentag. Da aufgrund des von Feministinnen ausgerufenen Frauen-Generalstreiks die gesamte Infrastruktur am Zusammenbrechen ist und ich nicht weiß, wie lange wir noch Strom, sauberes Wasser und Luft zum Atmen haben, noch schnell ein kleiner Beitrag zu Zehn Punkten, die für intersektionelle Feministinnen bei der Partnerwahl wichtig sein sollten (gefunden auf Twitter).

Für eine Feministin ist es (offenbar) allgemein wichtig, sich selbst als “woke” zu sehen, was man, wenn man schlechtes Englisch als Maßstab nimmt, als “aufgewacht” übersetzen kann; wörtlich heißt es “wachte”, was so blöd klingt wie das Konzept ist – für den, der im anglophilen Feminismus noch nicht drüber gestolpert ist: Es bezeichnet den Grad der erfolgten (und erfolgreichen) Eigenindoktrionation mit feministischem Unsinn.

Nunja, kommen wir zu den zehn Dingen, die einen an einem Partner wichtig sein sollten – da die Autorin keinen Namen angibt, sondern nur, dass sie schwarz und bisexuell ist, nennen wir sie Bimbo.

1. Do you believe that Black Lives Matter?

Wenn ich die Frage so lese, ganz sicher nicht. Ich unterstütze keine Terrororganisationen, auch keine rassistischen. Warum sollte ich das machen?

There are three categories that are non-negotiables for me: an understanding of race, class and gender.

Also, erstmal “Rassen”, ein eher deskriptives Konstrukt, was ausschließlich von Rassisten (zum Beispiel Hitler) für irgendwas moralethisches verwendet wird. Plus Gender, was weitestgehend Unsinn ist, und Klasse. Ja, Klasse ist mir bei Frauen wichtig – das heißt aber jetzt nicht, dass ich keine Frisöse bumsen würde, wenn sie scharf wäre. Soweit, so dumm.

2. Du sollst Geist und Seele rein erhalten!

Oh, das rutschte mir aus den Beziehungsleitsätzen der NSDAP rein. Sorry. Warum sollte ich das?

I wouldn’t want to be with anyone who is queer-phobic.

Mich würde das überhaupt nicht stören, wenn meine Frau beim Anblick von Leuten mit irgendeiner sexuellen Störung schreiend zu mir läuft und mich drum anbettelt, die tot zu machen. Das nervt schon bei Spinnen, und die tun ja nix, und ich muss da ja auch nix machen. Homos und so tun auch nix, und die mache ich auch nicht tot. Und es ist ableistisch, was gegen Leute mit Phobien zu haben. Das sollte man als intersektionelle Feministin eigentlich wissen.

3. How do you work to dismantle sexism and misogyny in your life?

Ich lasse aktiv Feministinnen und links aussehenden Frauen schwere Türen ins Gesicht fallen, wenn sich die Gelegenheit ergibt. Die aufzuhalten wäre nämlich benevolenter Sexismus. Zudem bin ich zumindest auf diesem Blog gegen Frauenhass aktiv, der von Feministinnen ausgeht. Gut?

Beyond Misogyny 101, does the person you are with understand rape culture, systemic sexism and misogynoir?

Oh, Misogynoir. Das ist Hass auf Negerinnen, falls das sonst noch jemand googlen müsste. Das beschreibt eigentlich das Problem, dass attraktive, erfolgreiche schwarze Männer in den USA zunehmend lieber ein süßes Blondchen nehmen als eine zickige Negermomma, und “Misogynoir” ist die für Feministinnen übliche Externalisierung der fehlenden Einsicht, dass das am eigenen Charakter liegt.

4. What are your thoughts on sex work?

Besser als gar keine Arbeit. Was soll das?

being pro-sex worker is a necessary pillar of dismantling the patriarchy

Äh? Also, Frauen als Ware zu behandeln ist jetzt feministisch? Ich wusste doch, es gibt auch eine Ecke des Feminismus für mich!

5. Are you a supporter of the BDS movement?

BDS ist nicht “Bondage, Dominance, Sadism” mit jemandem, der das nicht mag, sondern bezeichnet eine angebliche, propalästinensische Israelhassergruppe, die nichtmal die Palästinenser leiden können. Es geht um “Boycott, Divest, Sanctions” bzgl israelischen Produkten. Nun, ich werde ganz sicher nicht plötzlich darauf achten, wo meine Orangen herkommen, um auch ja keine aus Israel zu kaufen, und SodaStream macht mir zu viele Bakterien und so ins Wasser. Also, Nein zu Boykott, ich habe keine israelischen Anlagen, fände es aber strunzdoof, wenn meine Rentenversicherung da kategorisch nicht investiert, die haben tolle Firmen mit lebenslang garantierter Nachfrage, IMI zum Beispiel. Die verdammten Juden bieten da nur keine Investments an. Und Sanktionen sind irgendwo zwischen dumm, selbstschädigend, nutzlos und führen normalerweise nur dazu, dass Menschen hungern, siehe Nordkorea. Also, ne, das geht gar nicht.

6. What is your understanding of settler colonialism and indigenous rights?

Siedler kolonialisieren, ich denke, das ergibt sich aus der Wortbedeutung. Ureinwohner haben heutzutage eigentlich überall die gleichen Rechte wie alle anderen, außer zum Beispiel in Thailand, wo Ausländern kein Land besitzen dürfen – was durchaus Sinn machen kann, wenn man die globalen ökonomischen Unterschiede bedenkt. Vor so 20 Jahren waren die Immobilienpreise in Japan z.B. so hoch, dass man das Grundstück des Kaiserpalastes in Tokyo gegen Kalifornien (ja, ganz Kalifornien) hätte tauschen können. Wäre aber ein schlechtes Geschäft gewesen, deswegen haben die Japaner das nicht gemacht (heute bekommt man noch drei oder vier andere Bundesstaaten dazu). Worum geht es?

It required a good deal of my own research to really understand how settler colonialism works and how devastating the erasure and violence against Native Americans is and was.

Echt jetzt? Einmal Western schauen, so mit fünf Jahren, und es wird jedem Volldeppen klar, dass da Primitivlinge willkürlich abgeschlachtet wurden (und das Gleiche zurück versuchten, mit herzlich wenig Erfolg). Ich verstehe aber den “ist”-Punkt nicht?

how historical and current policies endangered the lives of millions of people, simply because of white supremacy and the colonialist entitlement to finite resources and land.

White Supremacy habe ich nie so verstanden, dass man halt einen Krieg gewonnen hat. Und dass die fünf Indianer so unendlich viel der “finite resources and land” beanspruchen woll(t)en ist jetzt nicht schlecht, oder wie? Wenn heute in Deutschland jemand “Ausländer raus” schreit, ist das schlecht, weil wir ja genug Ressourcen auch für die ganze Welt haben (angeblich), aber wenn Indianer das machen ist das gut, weil… weil huahuahua. Du sprichst mit gespaltener Zunge, schwarze Frau.

7. Do you think capitalism is exploitative?

Nein, nicht grundsätzlich. Warum?

Capitalism, for one, teaches us that we are only valuable if we produce capital.

Joah… tut er. Ist das jetzt schlecht? Es geht nicht um die Menge.

That means that if you aren’t contributing to the system with your labor, your life means almost nothing.

Eigentlich wäre der Wert hier negativ, da man ja trotzdem was verbraucht. Deswegen haben moderne kapitalistische Systeme ja auch eine soziale Komponente, und man bringt den nutzlosen Abschaum nicht einfach um.

there’s a good chance they’ll only value you for your ability to nurture them without any reciprocation.

Also – Moment – du möchtest, dass andere dich wertschätzen, auch wenn du nichts zurückgibst, aber wenn andere das machen, ist das schlecht? Gut, Double Standards sind bei Feministen nichts neues.

8. Can any human be illegal?

Ich halte es schon für falsch, dass Häuser illegal sein können, aber wenn man irgendeine Ordnung haben will, macht man Gesetze, und an die müssen sich dann auch alle halten. Von daher – ja, können Menschen, wenn es Gesetze gibt, die Menschen illegal machen. Die Autorin erklärt den Grund auch selbst:

White Americans stole this land, colonized this land, created so many borders, pushed out, killed and enslaved people of color and somehow they have the audacity to claim that this land is theirs and that black and brown immigrants are stealing their jobs, land and homes.

Die weißen Amerikaner haben nämlich aus ihrer eigenen Vergangenheit gelernt, was Zuwanderer (historisch immer) mit der indigenen Population machen.

9. Do you support Muslim Americans and non-Muslim people from Islamic countries?

Nein, die können sich schön um sich selbst kümmern. Warum?

I can’t think of any other religion which has been vilified and lied about more than Islam in a cultural and systemic way.

Hmmm… ja, das ist schwer. Mir fällt da auch überhaupt nichts ein. Gar nichts. Wirklich nicht. שלום.

10. Does your allyship include differently abled people?

Ich kann aber gut mit Leuten zusammenarbeiten, die andere Begabungen haben als ich. Das ist in einer kapitalistischen, modernen, arbeitsteiligen Gesellschaft nicht nur wichtig, sondern essenziell.


Wir fassen mal zusammen: Die Dame möchte einen Partner, der ihren sämtlichen intersektionalen Bullshit unhinfterfragt unterstützt und ausschließlich gibt, da sie selbst (und viele andere) nichts zu geben hat und nur nehmen kann. Ich finde es prinzipiell sehr gut, dass sie das so offen zugibt und Frauen, die ähnlich denken, dazu ermuntert, das auch zu machen. Es ist natürlich traurig, dass die Männer, die sie dann natürlich höchstens mal durchvögeln, dank auch in den USA ständig expandierender Sozialsysteme trotzdem für das Leben der Dame zahlen dürfen, aber wenigstens nicht alleine.


Ich möchte übrigens noch erwähnen, dass die Punkte neben rassistisch und dumm auch noch super-egoistisch sind. Die entsprechende Liste der NSDAP ist wenigstens nur rassistisch (und profertil), aber wenn man diese Punkte weglässt respektive leicht umformuliert, klingt das eigentlich nach zeitlosen guten Empfehlungen:

1. Bedenke, daß Du ein Deutscher wer Du selbst bist!
2. Du sollst Geist und Seele rein erhalten!
3. Halte Deinen Körper rein!
4. Du sollst, wenn Du erbgesund bist möchtest, nicht ehelos bleiben!
5. Heirate nur aus Liebe!
6. Wähle als Deutscher vernünftiger Mensch nur einen Gatten gleichen oder artverwandten Blutes Intellekts!
7. Bei der Wahl Deines Gatten frage nach seinen Vorfahren! [Ja, ne, man schaut sich die Mutter an, bevor man eine Frau heiratet; die hat man nämlich mehr oder weniger in dreißig Jahren. Echt.]
8. Gesundheit ist Voraussetzung auch für äußere Schönheit!
9. Suche Dir für Deine Ehe nicht einen Gespielen, sondern einen Gefährten!
10. Du sollst Dir möglichst viele Kinder wünschen Deine Träume leben!


Fuck, nichtmal die Nazis haben derart viel Indoktrination gemacht. Nichtmal die fucking Nazis. 

Widdewiddewidd, ich mach mir meinen §211, wie er mir gefällt

Das Landgericht Berlin hat beschlossen, dass zwei verantwortungslose Assos für längere Zeit weggesperrt werden. Soweit finde ich das schonmal einen guten Ansatz; mir fallen jetzt vielleicht drei Leute in Berlin ein, die das nicht verdient hätten, aber wir leben ja in einem Rechtsstaat und brauchen immer noch Gründe, um Leute wegzusperren.

Und die beiden Jungs werden weggesperrt, weil sie mit 170 durch die Berliner Innenstadt gefahren sind und dabei volle Pulle in den rosanen Jeep des 69jährigen Michael Warshitsky geknallt sind, der davon starb. Gut, war shit, könnte man sagen – und muss man auch, ich finde wirklich das Urteil angemessen, vor allem wenn man bedenkt, dass jüngst ein Motorradfahrer für einen Unfall 33 Monate (dann ohne Bewährung) bekam.

Mein spontaner Eindruck bei dem Motorradfahrer war, dass das zuviel wäre, weil in dem Fall das Opfer besoffen und bei Rot auf eine Straße lief, während der Täter (auch ein Asso) lediglich 50km/h zu schnell fuhr, wo bei mir instinktiv der “selbst schuld” – Gerechtigkeitssinn anspringt, aber – großes ABER – das ist ein recht mildes Urteil.

Fahrlässige Tötung – was hier unstrittig zutreffend ist – wird nach §222 StgB mit bis zu fünf Jahren modernem, rehabilitativen Zuchthaus bestraft. Von daher muss man schon eine Weile nachdenken, wie viel mehr man denn fahrlässig sein könnte, um die fünf Jahre zu bekommen… mir fiele da aber spontan “Pilot und Copilot machen Koksparty mit den Stewardessen und überleben das als einzige” ein, von daher ist das (vom Gesetz her) ein durchaus passables Urteil.

Das aus Berlin ist es nicht. Da geht es nämlich um Mord, und laut herrschender juristischer Meinung ist der Mordparagraph eindeutig – ich hatte den auch schonmal hier im Blog. Aus irgendeinem Grund, ich vermute, weil Berlin die Leute dumm macht oder so – machen die Berliner Richter aus dem Raser-Fall einen Mord mit gemeingefährlichen Mitteln. Also, wie bei meinem Post zum Terroristenentführten-Flugzeugabschuss. Da war meine Argumentation klar: Natürlich ist eine verdammte Luft-Luft-Rakete gemeingefährlich, aber – hallo, Rechtsstaat – eben nicht in der Hand eines Bundeswehr-Piloten, was Juristen wichtig finden.

Bei einem Auto hingegen kann man offensichtlich durchaus auch darüber streiten, ob es jetzt nun gemeingefährlich ist oder nicht. Rechtsanwalt Nebgen findet dazu:

Das dürfte bei einem Kraftfahrzeug, dass im Straßenverkehr mit 170 km/h unterwegs ist, ohne weiteres der Fall sein. Bei dieser Geschwindigkeit kann niemand mehr kontrollieren, wen er alles gefährdet.

Tjo – das sehe ich mal anders. Wenn ich gemütlich mit Tempomat auf 170 nach Tschechien zum Zigarettenholen fahre, dann ist das absolut nicht gemeingefährlich, sondern ein nettes, monatliches Ritual. Und sogar meine Frau kann mit 170 noch 1a fahren – auch mit 220, danach bekommt sie Angst. Ich möchte nicht wegen Mordes dran sein, wenn mir da irgendein besoffener Spacko (oder ein sehr spät nachzügelnder Flüchtling, der auch nichts auf der Autobahn verloren hat) vors Auto läuft – das fände ich ungerecht; es ist ja schon ungerecht, dass der wahrscheinlich den Schaden an meinem Auto nicht bezahlen wird.

Da die Geschwindigkeit da grundsätzlich nicht viel ändern wird (man kann Leute auch mit Schrittgeschwindigkeit totfahren), muss man diese Aussage also ganz kategorisch ablehnen, schon bevor man “aber Stadtverkehr” oder “aber das Opfer hatte keine Mitschuld” sagt – das ändert nichts daran, dass ein Auto nicht per se gemeingefährlich ist, Punkt und Ende. Aber das einzige Mittel. Danke, reicht mir.

Gut, mir ist klar, dass das deutsche Rechtssystem nicht so rechtsstaatlich ist, wie ich es gerne hätte, zum Beispiel dass mal jemand “nulla poena sine lege” ernst nimmt und einsieht, dass man dazu Gesetze machen müsste, die Leute auch verstehen – vor allem solche, die sich nicht aus der Fassung von 1873 mit der Veränderung des Wortes “weil” durch “und” vom 12.03.1911 und  – ach, das hat immer solche Rattenschwänze. Klar, man kann da natürlich auch den Juraverlagen vertrauen, aber ganz grundsätzlich halte ich es für eine staatliche Aufgabe, Gesetze zu machen, die eindeutig sind.

Und das ist der §211 StgB schon – finde ich zumindest. Alle anderen auch, aber die sehen das anders, und schon haben wir ein Problem. Nun ist – ganz kurz – der §211 eh in der Diskussion, weil der heimtückisch mordende Ehefrauen zu Mörderinnen macht, während ihre Frauen totschlagende Ehemänner “nur” Totschläger sind, und das Feministen unfair finden oder so, obwohl wir dafür extra Wörter haben, aber das Problem ließe sich ganz einfach lösen:

Den §211 haben nämlich die Nazis gemacht, und der soll eh auch deswegen geändert werden, weil Nazis böse sind oder so, und wir deswegen auch endlich das Kindergeld abschaffen werden – oder so. Nun kann man den Nazis vieles vorwerfen, aber halt nicht, dass sie unordentlich waren, und der Paragraf wurde seitdem nicht (für uns hier) wesentlich geändert. 1941 sah er so aus:

211

Was nun dem Pedanten auffällt ist, dass die Nazi-Juristen mit ihren Formatierungen sehr, sehr ordentlich waren – es wirkt ja nun ein wenig so, als hinge “einen Menschen tötet” blöd zu weit links, aber das gehört so, weil nur die erste Zeile immer hängend ist.

Man kann jetzt – und das tun die Juristen sämtlich – die Einrückung der drei Sätze in Absatz 2 durchaus als Auflistung verstehen. Ich sehe aber zwei Gründe, die dagegen sprechen. Erstens machen die nämlich kleine (a) (b) (c) davor, wenn sie Aufzählungen machen. Hier sind aber – sieht jeder – keine Aufzählungszeichen davor. Und zweitens bezweifle ich stark, dass die versehentlich weggelassen wurden, wenn man dafür – und für die Formatierung, die damals sicher noch schwieriger war als heute mit WYSIWYG – bei dem sicher sehr wichtigen Gesetz zum Thema Kartoffeln eine Woche später Zeit hatte:

kartoffeln

Und das eröffnet eine ganz neue (also, für Juristen) Perspektive auf den §211 StgB, wie ihn die Nazis gedacht haben: Da ist kein oder nach dem ersten eingerückten Satz. Und das bedeutet, dass das Komma ein und ist (respektive der Satz einfach weitergeht) – dann steht da nämlich,

Mörder ist,
wer aus verwerflichen Gründen,
auf total widerliche Art
oder weil er ein Krimineller ist
einen Menschen tötet.

Nach alter Rechtschreibung sollte da ein Komma hin, auch wenn ich das so verkürze. Nach neuer, kann man eh Kommas, machen, wo, man, will. Damals nicht.

Zudem, wenn man die NS-Ideologie – und die vor allem sehr ausgeprägte Bürokratie – mal reflektiert, wäre das genau das Gesetz, was die gemacht hätten: Mord ist, wenn das UND das. Klar, der Paragraf wurde dann vollkommen beliebig benutzt, um Leute wegen einem der Punkte hinzurichten, und ich bin sicher, dass das vielen nicht unlieb war, aber davon steht es eben schlicht nicht da. Tut es heute immer noch nicht, aber hey, wenn sich schon die Nazis nicht drum geschert haben, warum sollten wir das dann machen?

Naja, ich finde, wir sollten. Und da steht, dass man [1] jemand umbringen muss, und zwar [2] aus Mordlust, zur Befriedigung des Geschlechtstriebs, aus Habgier oder sonst aus niedrigen Beweggründen, [und zwar 3] heimtückisch oder grausam oder mit gemeingefährlichen Mitteln oder um eine andere Straftat zu ermöglichen oder zu verdecken.

Ich meine, kommt Kinder, ich weiß, dass Justitia blind ist, aber Lesen ist doch eigentlich nicht so schwer, oder? Und das würde auch sofort das Heimtücke-Problem mit den Giftmörderinnen lösen, wenn sie es nicht aus Geilheit oder finanziellen Motiven machen. “Weil sie immer verprügelt wurden” ist nämlich gerade kein “niederes Motiv”, und das “sonst” impliziert, dass die ersten drei Motive nieder seien, von daher sind die männermordenden Frauen, wenn man das Gesetz richtig liest, auch keine Mörderinnen. Ich nehme aber mal an, dass es das Problem früher nicht so gab, sonst stünde das sicher explizit irgendwo.

Das würde auch sehr viel besser zur NS-Ideologie passen – ich meine, die Frau war da ja sehr viel wert, oder so. Und nachdem das Regime sogar Gesetze gemacht hat, um Konzentrationslager zu bauen, ist es doch irgendwie bekloppt, anzunehmen, die hätten ein Gesetz gemacht, was es sonderlich sanktioniert, auf offener Straße einen Juden grausam totzukloppen, oder? Ich meine, nach damaliger Ansicht wäre das ja nun kein “niederes Motiv” gewesen – aber gut, sich ordentlich mit der NS-Zeit zu beschäftigen ist ja Pfui.

Aber ja, man könnte das mal reformieren; Gesinnungsstrafrecht ist genauso unfein, wie Gesetze, die so blablubbs-gehaltlos formuliert sind, dass jedes Essstäbchen eine gemeingefährliche Waffe werden kann. Das ist unziemlich für einen Rechtsstaat, der traditionell die Liefergebühren für Kartoffeln nach Jahreszeit regelt und fünf unterschiedliche Steuersätze für Christbäume hat. Einem solchen Rechtsstaat sollte es eigentlich zuzumuten sein, ordentliche Gesetze zu machen, über die man eben nicht groß diskutieren muss, zumindest bei wichtigen Themen.


Noch eine Anmerkung: Fischer zitiert zum §211 den NS-Gesinnungsrichter Freisler, der im Entstehungsprozess des Paragrafen schrieb:

Der Gesetzgeber hat ihn [den Mörder] nicht durch Zusammensetzung von Tatbestandsmerkmalen konstruiert. Er hat ihn ganz einfach hingestellt. Damit der Richter ihn ansehen und sagen kann: Das Subjekt verdient den Strang

Was, und Roland Freisler hat m.W. eine Menge angeblicher oder tatsächlicher Mörder hängen lassen, bedeutet, dass das Gesetz eigentlich so klar (gedacht) ist, dass es eigentlich jeder Volldepp sofort versteht. Die Frage ist nun, zu was für Leuten es Richter macht, die weitschweifig gemeingefährliche Autos erfinden müssen, um auch ja jemanden einzusperren.

Wie erwähnt, nicht dass ich das mit dem Wegsperren irgendwie falsch fände. Aber dann sperren wir bitte auch die männermordenden Ehefrauen weiterhin weg, die in Deutschland nämlich statt absichtlich zu morden auch ganz problemlos gehen könnten. Mit 170 durch Berlin zu brettern hingegen kann man nicht so einfach, ohne versehentlich jemanden umzubringen. Nicht, dass man das müsste, aber genau das ist das Problem von Gesinnungsstrafrecht – wer entscheidet denn, wessen Motivation die hehre ist?

Entartete Meinungen sind #nichtegal

Heiko Maas und die anderen möchtegern-totalitären Kommunisten in der SPD und den anderen linken Parteien zensieren ja nun offensichtlich schon seit einer Weile mit scheinbar zu wenig Erfolg facebook. Dank irgendeinem Internet-Meme-Affen namens Harambe wurde die Nazi-Schwuchtel Milo Yiannopoulos von Twitter entfernt, aber den Stasi-erfahrenen Mitarbeitern in den Parteien und der Irgendein-Neger-Stiftung scheint jetzt auch noch Youtube ein Dorn im Auge zu sein, und das ist nicht nur ein weiterer Tropfen in ein übervolles Fass.

Es sind ja selbst in Berlin 14,2% des Fasses bereits übergelaufen, was alle als den totalen Weltuntergang darstellen – das ist er aber nicht. Es ist doch für den einzelnen Bürger #scheißegal, welche korrupte, dumme und lügende Partei jetzt ein paar Euro aus der Wahlkasse bekommt. In einer (parlamentarischen) Demokratie ist die einzig relevante Frage, ob man es gut findet, was die Regierung mit dem ganzen anderen übrigen Geld macht. Der Rest sind Nebelkerzen.

Und durch “Fördermittel” von einem Dutzend Organisationen, die sämtlich am Staatstropf hängen (BmFSFJ, BPB und ihre vielfältigen und unterverzweigten Lakaien), “prominente Youtuber” dafür zu bezahlen (nehme ich an), dass sie unfertige Satzfetzen in eine Kamera sprechen und dabei aussehen wie – seien wir geschlechtergerecht – eine Crackhure, die man als nicht gänzlich verzweifelter Mann nicht vögeln wollte oder ein Kioskbetreiber, dem man auch kurz vor dem Verhungern kein Sandwich abkaufen würde… Soll das ernsthaft die digitale Elite Deutschlands sein, oder, wie das eine dickliche, hässliche “Jette” formuliert, die “Generation Internet”?

Ich bin 36 Jahre alt. Ich bin die verdammte Generation Internet, und die Kinder in dem Video wissen nichtmal, was Internet eigentlich bedeutet. Güte, nichtmal ich bin wirklich “Generation Internet”, mein erstes Modem hatte schon 14.400 baud, und das ist 22 Jahre her. Ich bin die Generation Eternal September, und dafür würde ich mich schämen – zumindest, wenn es die Generation Internet nicht gäbe. Internet ist nicht Twitter, Facebook, Google und Youtube. Internet ist ein Mittel zum Zweck.

Jeden Zweck, das ist das schöne am Internet. Ist wie bei der Post oder der Bahn – man kann einen Liebesbrief schicken oder seine Familie besuchen, oder man kann Paketbomben verschicken und Panzer verladen. Scheint aber für die “Generation Internet” ernsthaft überraschend zu sein, dass man im Internet was “sagen kann gegen Leute, die ein bisschen anders aussehen” – sagt ein androgyner Grischistudios mit blaugrünen Haaren, der mich unweigerlich an die Plastik-Troll-Figuren aus den 80ern erinnert, die alle Mädchen so toll fanden.

Und solche Leute verbreiten dann Aussagen wie “Don’t feed the Troll”. Ist das jetzt selbstreflexiv? Neeee – Nachdenken und Reflexion ist so 20stes Jahrhundert, das ist schlimmer als Hitler. Es ist 2016. Reden wir einfach weiter.

Dagi Bee – die erste einzige, die ich kenne, da gibt es ein tolles Video – fragt, ob uns Hass einfach egal sein dürfe. Irgendeine Frau mit Kopftuch sagt dann “in keinem Fall”, und begründet wird das – natürlich nicht. Weil – Gründe! Hey, wenn Euch Gründe nicht ausreichen, seid ihr schlimmer als Hitler. Hitler hatte schließlich keine… oh… Moment… ne, unsere Gründe sind viel besser!

Statt Gründen gibt es aber Derogative: zu bequem, feige, gleichgültig, ignorant, verletzend.

Eine billig-nuttige EllatheBee sagt dann, wir wären alle Teil einer großen Videocommunity. Das ist mindestens der zweite pluralis majestatis. Ich meine ja nur – ah, nein, Wir meinen ja nur, dass uns dümmliche Propaganda nicht egal sein sollte.

Wie uns Diana Dingens erklärt: “Nichtegal heißt, dass man auch gegen was vorgeht, dass man zeigt, dass es nicht richtig ist”.

Und das ist der einzig sinnvolle Satz in dem ganzen, wohl absichtlich wirren Propagandavideo: Es sollte uns nicht egal sein, mit was für einem flachen, indoktrinierendem Dreck wir da beworfen werden, gefördert durch unsere Steuergelder.

Nein, ich werde nicht youtube kritisieren, die können machen, was sie wollen. Nur weil das sicher einigen bitter aufstößt, die ich auf youtube gerne sehe, ist das deren Problem. Schade, ja, aber kein echtes Problem. “Ich mache Videos auf Youtube” ist sowieso kein langfristiges Geschäftsmodell, weil das das verdammte Internet ist. Fragt mal die Jungs von Altavista. Kennt ihr nicht? Ach.

Die zentrale Frage ist also: Zwangsabgaben. Ich Wir finden es nicht in Ordnung, dass Steuergelder, die wir zahlen müssen, für solch dämliche Propaganda ausgegeben werden. Das hat in der Sowjetunion nicht funktioniert, das hat – ach Gott, das kann nicht funktionieren. Ist mir scheißegal, ob youtube das unterstützt, die verdienen Geld durch Werbeeinblendungen, weil Leute sehen wollen, wie sich Leute zum Affen machen. Wenn diese (dumme) Klientel profitabler ist als z.B. Leute, die gerne Honest Trailers sehen oder Everything Wrong With, dann ist das von Seiten youtubes vernünftig, diese Klientel zu bedienen.

Vorwerk stellt sich ja auch nicht hin und plakatiert “Leute, die zu doof sind, eine Dichtung in unseren Thermomix einzulegen, sollten ihn nicht kaufen”, weil ihnen das ihre Kundschaft vergraulen würde. Die drucken eine extra-große, bebilderte Anleitung und machen grell-rote Plastikpläpperle dran.

Das sind nämlich Unternehmen. Unternehmen können mir – und uns – unser Geld nicht zwangsweise wegnehmen. Der Staat schon. Wenn also irgendeine Feministin im Internet schreibt, dass alle Männer Schweine sind und kastriert werden sollten, ist das scheißegal. Wenn der Staat das aber unterstützt, dann kann es nicht mehr scheißegal sein.

Weil?

Es gab da einen Fall in Berlin, wo es einer Ladenbesitzerin zu doof wurde, dass Zigeuner nur bei ihr klauen und sie hängte deswegen ein “Keine Roma”-Schild auf. Das ist mal grundsätzlich ihr Problem, denn die Dame hat(te?) einen Esoterikladen, und damit verdirbt sie sich auch die ganzen Gutmenschen, die an den Unsinn glauben. Wenn wir dann aber von “Diskriminierung” und “Volksverhetzung” reden, weil die Dame nicht beklaut werden will, dann fühle ich mich im falschen Film. Ist ein kleiner Laden. Geht halt pleite. Oder nicht. Ist scheißegal. Das ist kein Staatsproblem, und das sollte es niemals sein.

Problematisch ist es, wenn Mainstreammedien dann irgendwen von der (sicherlich auch vom Steuerzahler finanzierten) Irgendein-Zigeuner-Stiftung zitieren mit “Da ist ganz klar eine Grenze überschritten worden. Man muss sich nur mal vorstellen, da stünde nicht ‘Roma’, sondern ‘Juden’.”

Ja – äh – haben wir im Geschichtsunterricht nicht aufgepasst? Die Nazis haben “Kauft nicht beim Juden” propagiert. Nicht “Juden dürfen hier nicht einkaufen” – das wäre wirtschaftlicher Selbstmord, und derart doof waren die Nazis nun auch nicht.

Aber auch das wäre egal, wenn die Politik das nicht stützen würde. Politik ist nämlich #nichtegal, das sollte man als Deutscher ganz besonders gut wissen. Und das ist die Parallele, die sich wirklich anbietet – entartete Kunst. Passt uns nicht, ist entartet, wird verbrannt. Wie entartete Meinungen. Wir finden da nur kein gutes deutsches Wort dafür, das “entartet” ist ja schon so Nazi-verbrannt – ach, egal, nennen wir es “Hatespeech“.

Mein Senf zu #Bautzen

Da trendet #Bautzen auf Twitter, und man fragt sich ewig, warum man von Bautzen schonmal gehört hat. Bautzen ist die de-facto-Hauptstadt der Sorben, aber ich habe nicht wirklich jemals was von Sorben gehört. Sorbet kenne ich. Die Nazis hatten da ein Lager, aber das trifft auf so ziemlich jeden zweiten Ort zu, und die NKWD (das sind die Leute wie der KGB, nur mit weißen Mänteln) auch, aber – neeee. Aber Senf. Es gibt Bautzner Senf!

Nicht, dass ich wüsste, wie der schmeckt, ich nehme Senf von Develey. Weil das schon immer so war, mein Papa verwendet die alten Senfgläser von vor 20 Jahren noch als Trinkgläser, wenn die Bleikristallgläser unangebracht wirken oder mal wieder zu viele runtergeworfen wurden, die sind nicht mehr so leicht zu finden.

Naja, in Bautzen scheint es ein paar anständigen Leuten widerlichen Neonazis zu blöd geworden zu sein, dass angeblich minderjährige Pseudo-Flüchtlinge wie der von der Taz ausgegrabene Mehdi aus Marokko sich beim Rumpöbeln, Polizisten mit Steinen bewerfen und Leute mit Holzlatten verprügeln Schnittwunden zugezogen haben. Oder so.

Marokko ist eigentlich ein nettes Land, wenn man dem Auswärtigen Amt glaubt, bis auf ein paar Kleinkriminelle, die Leute mit Steinen bewerfen und mit Holzlatten angreifen, aber die sind ja jetzt offenbar in Bautzen, weil sie ja in Marokko politisch verfolgt werden.

Die viel interessantere Frage ist nun: Warum wird in Deutschland eigentlich niemand politisch verfolgt? Ich meine, klar, Neonazis dürfen keinen Hitlergruß zeigen, weil, wie wir alle wissen, auferstehen dann alle fünf Millionen gefallenen Wehrmachtssoldaten und marschieren nach Stalingrad, aber das war ja nun schon vor 75 Jahren kein unlösbares Problem?

Terroristen gibt es in Marokko auch, aber die werden da politisch verfolgt, weil sie Terroristen sind, aber in Deutschland geben wir den heldenhaften Freiheitskämpfern natürlich gerne Asyl – hey, man kann sich sogar von Linken-Politikern chauffieren lassen, wenn man ausreichend schwarz ist. Gesetze? Ach, wen interessieren schon Gesetze, wenn man (nicht) in der “rechten” Ecke steht.

Da echauffiert man sich medienübergreifend darüber, dass irgendein Rechter ein Messer zieht, nur weil ihn die armen Flüchtlinge mit Flaschen bewerfen. Und die böse Polizei sprüht auch noch Pfefferspray auf die Hilfsbedürftigen, die ihre Verzweiflung mit Holzlatten zum Ausdruck bringen. Gott, Deutschland ist so herzlos geworden, wir brauchen dringend bessere Integrationsprogramme.

Es gibt ein paar Theorien über die dünne Decke der Zivilisation, und die schwindet. Es gibt No-Go-Areas. In Deutschland. Und das geht mal gar nicht, wir sind nicht in fucking Somalia. Und wenn die Decke der Zivilisation Löcher bekommt, reißt sie. Wenn das mit meinem Bimini passiert, gehe ich zu Mustafa, und Mustafa repariert das oder schneidert ein neues. Mustafa ist ziemlich inkompetent und vor allem teuer, wenn man ihn mit Ismael vergleicht, aber Ismael muss gerade sein Vaterland gegen ISIS und die Kurden verteidigen – in Nordzypern.

Und da nützt es auch nichts, um den heißen Brei rumzureden, dass irgendein Nazi mit einem Messer (ich habe tolle Messer) unter dem Bimini saß, während die unschuldige Sonne den Stoff geschwächt hat – über Jahre. Das muss man flicken.

Und Deutschland hat es dringend nötig, geflickt zu werden. Es ist ja schön, wenn wir uns in Deutschland durch Volksverhetzungs-Gesetze vor der Realität zu schützen versuchen, und obwohl es meine Meinung von Olivia Jones sehr runtersetzt, dass sie die AfD wegen Volksverhetzung anzeigt, weil die AfD Schwule und Pädophile “aneinanderrückt”, während es wissenschaftliche Studien gibt, die das belegen, finde ich es super, wenn jeder jeden noch so blöden Dreck sagen darf, wie Olivia Jones das macht. Nicht so prickelnd wird es dann halt, wenn man das Loch im Bimini ignoriert, es immer größer wird, und Kritik an dem Loch als Volksverheutzung Sonnencremophobie abgetan wird. Davon geht das Loch nämlich nicht weg. Und, um Olivia Jones zu zitieren, da helfen auch noch so hehre Motive nichts:

Die Welt braucht Feuerwehrleute. Brandstifter gibt es schon genug.

Denn das würde ich unterschreiben. Für Biminis braucht man schließlich auch gute Segelmacher, und es geht alles von ganz alleine kaputt, da braucht es nichtmal Brandstifter. Es reicht schon Unachtsamkeit. Was aber gerade abgeht, ist nicht mehr fahrlässig die Zigarette in den trockenen Wald werfen, sondern es sind Anklagen gegen die, die darauf hinweisen, dass der verdammte Wald brennt. Und ratet mal, wer keinerlei Lust hat, den zu löschen, weil alle, die Brände löschen wollen, widerliche Nazis genannt werden.

Ich bin echt am Überlegen, ob ich einfach über den Winter hier bleibe. Ich könnte ja mal die Militärbasis in Incirlik besuchen, das sind nur 400km, und die muss toll sein, sonst würden die deutschen Abgeordneten ja da nicht alle hinwollen. Auf der anderen Seite vermisse ich meine Kätzchen…