Generation Y – der Beginn des Endes

Celia Parbey ist Teil der Generation Y. Nach ihrer eigenen Angabe sind das die, die zwischen 1980 und 2000 geboren sind, aber obwohl ich da (gerade so) nicht dazuzähle, würde ich das zwei, drei Jahre später beginnen lassen; so bis Jahrgang ’84 sind in etwa so viele Bekloppte in Gen X wie Vernünftige in Gen Y.

Aber wie jede besondere Schneeflocke der Generation Y – “einen so selbstverliebten und unqualifizierten Haufen hätte die Menschheit noch nicht hervorgebracht” – findet sie sich natürlich vor allem selbst toll und listet uns dafür auch noch Gründe auf (also, warum sie sich selbst toll findet, nicht, warum wir das gut finden sollten, weil sie keine Ahnung von Argumentation hat, aber ich spoilere). Bevor wir dazu kommen, nochmal, worum es bei der Kritik an den Schneeflöckchen eigentlich geht – in Celias Worten:

Wir sind die Generation „Vielleicht“, also die die sich nicht festlegen wollen, sei es im Beruf, im Alltag oder in der Liebe – so zumindest das Klischee. Oft wird geschimpft über diese „Millennials“. Verweichlicht sollen wir sein, keinen Durchhaltewillen haben und sowieso, wollen wir alles auf dem Präsentierteller serviert bekommen. Zarte Schneeflocken, die ihren „safe space” brauchen, um klarzukommen. „Social Justice Warriors“, die alles viel zu persönlich nehmen. Als unpolitisch werden wir verschrien und unsere Unentschlossenheit verpönt.

Ja – und dass ihr die Generation seid, die die globale Peak Intelligence überschritten hat – also dumm. Aber das nur als kleine Anmerkung, fangen wir an:

1. Wir ernähren uns gesünder und vielfältiger

Ganz fein seid ihr. Es zeichnet Euch als ganz besonders gute Menschen aus, dass ihr nicht wie meine Oma nach dem Krieg von trocken Brot und Milchpulver leben musstet und dank von der Generation meiner Eltern aufgebauten und meiner Generation betriebenen internationalen Handelsketten fucking Pomelos essen könnt. Toll seid ihr, so toll. Wollt ihr einen Pokal? Ja, ich weiß, ihr wollt einen Pokal. Fürs fucking Essen.

2. Und überhaupt leben wir gesünder

Vor allem aber wiederholt ihr eure Punkte!

3. Wir können (fast) überall hinreisen

Nein, das könnt ihr nicht. Das konnte schon ich nicht mehr, weil unsere Eltern Autos und Benzin sackteuer gemacht haben. Vom Krieg im halben nahen Osten und Nordafrika gar nicht zu reden; vor 20 Jahren konnte man noch mit dem Jeep (einem echten Jeep, keinem SUV) durch Nordafrika. Ihr habt also nur keine Ahnung, sondern…

wir heutzutage weiter und häufiger fliegen können als jede Generation vor uns.  

Ja – inwiefern ist das jetzt ein positives Zeichen für euch und nicht für die Leute, die die fucking Flugzeuge, Flughäfen und – ach –

Und durch das Reisen, lernen wir nicht nur andere Kulturen kennen und können unseren Horizont erweitern, sondern wir üben uns auch in Toleranz und Flexibilität.

Ihr seid die mit Abstand unflexibelste Generation ever. Und seit meiner Oma die mit Abstand intoleranteste; ihr seid nur zu doof, zu wissen, was Toleranz bedeutet. Ihr lernt auch keine Kulturen mehr kennen; das haben schon Leute aus meiner Generation hinreichend kaputtgemacht, und an die Stellen, wo das noch geht, traut ihr euch nicht hin.

4. Wir sind technikaffin

Keiner von euch hat jemals einen Computer aus Einzelteilen zusammengebaut, was in meiner Generation eine Notwendigkeit war. Ihr wisst nichtmal mehr, dass es Computer aus Einzelteilen gibt.

Die Routine, mit der wir uns durch soziale Medien bewegen, ist etwas, um das uns vorherige Generationen beneiden. WhatsApp, Instagram, Facebook sind für uns nützliche Mittel zur Verständigung mit unserer Umwelt, die wir mit Leichtigkeit bedienen.

Ich darf mal dran erinnern, dass ihr die Generation seid, für die Microsoft sein 20 Jahre bewährtes Office-Layout verändert hat, damit es für inkompetente Volldeppen leichter zu bedienen ist? Und was bitte ist an Whatsapp, Instagram oder Facebook schwierig? Vor allem aber: Was ist an Instagram nützlich? Mir scheint, dass ihr nicht mehr wisst, was fucking Wörter bedeuten. Wie “nützlich”.

Wir verzweifeln auch nicht sofort, wenn das Internet mal ‘kaputt’ ist, sondern setzen uns selbst daran, das Problem zu lösen.

M-hm. Also, ihr zieht den Stecker der Fritzbox raus und dann wieder rein, gell? Weil, dass man erstmal prüfen muss, ob das jetzt am NTBA, Modem, Router, Switch oder AP liegt – ach; ich wisst gar nicht, dass das mal verschiedene Geräte waren, die zudem von alleine einen Dreck gemacht haben? Uiuiui. Braucht ihr ein Katzenbildchen, damit ihr nicht heulen müsst?

5. Unsere Unterhaltungsmöglichkeiten sind endlos

Es ist erstaunlich, das die Frau ernsthaft eine Aufzählung macht, wie fucking GUT es diese verweichlichten Jammerlappen haben, wohlgemerkt um zu zeigen, dass das negative Bild von ihnen nicht stimmt, nicht um es zu bestätigen. Ich addiere mal “vollkommen hirnlos” zur Liste der Anwürfe an Generation Y.

6. Wir machen uns das Leben einfacher … Von Uber, über Evernotes bis hin zur Öffi-App. … Die Generation Y gilt nicht umsonst als die innovativste Generation bisher.

Travis Kalanick (Uber) ist 41, Stepan Pachikov (Evernote) 67.

So innovativ – aber nicht ihr.

7. Wir nehmen unsere psychische Gesundheit genauso ernst wie unsere physische

Ihr seid fucking Heulsusen, die mit nichts klarkommen und wegen Blogbeiträgen wie diesem hier zu einem fucking Psychiater müssen, als hätte der IS euer Dorf niedergebrannt, euch vergewaltigt, geschwängert und das ungeborene Kind aus euch rausgeschnitten. Aber schön, dass ihr euch selbst ernstnehmt. Die Psychiater tun das auch, die nehmen das Geld eurer Eltern gerne.

8. Wir verschaffen uns online Gehör

Ja – toll. Ihr jammert auch im Internet. Juhuuu!!!

9. Wir erwarten mehr von unseren Arbeitgebern

Ich zitiere mal von oben: “sowieso, wollen wir alles auf dem Präsentierteller serviert bekommen”.

Argumentieren gelernt habt ihr echt nicht, gell?

10. Millennial-Frauen sind selbstbestimmter, was ihren persönlichen Lebensweg betrifft

Als wer? Meine Mutter? Meine Oma? Deren Oma? Einen Bullshit seid ihr, ihr habt nur keine Ahnung, was ihr wollt und lebt rein hedonistisch in den Tag. Das ist schön für euch, aber ihr gönnt meinem vor-Euronorm-Diesel ohne KAT kein Blei mehr ins Benzin. Bigotte Arschlöcher seid ihr, mehr nicht. Ihr merkt noch nichtmal mehr, was der Fehler in meinem Satz ist, vor lauter hysterischer Aufregung über die Einzelteile.

11. …und ihr Berufsleben

Ach? Frauenquoten wollt und braucht ihr, um ins Berufsleben zu kommen. Weil ihr sogar noch dümmer und lebensunfähiger seid als die verweichlichten androgynen Idioten in eurer Generation, die einen Penis haben. Oder?

 wie die Quote

Danke.

12. Wir sind die gebildetste Generation … Ein Studium steht nicht zwingend synonym für Intelligenz

Ja… seit Bologna eher gar nicht mehr. Ihr seid vielleicht formal gebildet. Aber so Sachen wie Argumentieren, Logik oder mal was Tun könnt ihr nicht. Das waren übrigens DEINE fucking Kritikpunkte an Leuten wie dir, und nichtmal die kannst du widerlegen. Dumm rumreden kannst du, aber hey – das kann jeder.

13. Wir sind beziehungsunfähig?

Nö, ihr seid Schlampen.

14. Wir sind tolerant

Auch das hatten wir schon. Wissen wir wirklich nicht, was tolerant bedeutet?

Wir haben jedoch erkannt, dass rassistische und sexistische Witze oder Sprüche in unserer Gesellschaft keinen Platz mehr haben und weigern uns diesbezüglich Stillschweigen zu bewahren.

Ah, wir sind so tolerant, dass wir keine fucking Witze mehr tolerieren. Profi-Hinweis: Das beschreibt nicht Toleranz, das beschreibt Humorlosigkeit. War das einer der Punkte oben? Ja, natürlich war es das. Boah, mit Millenials zu argumentieren ist nicht nur nutzlos, sondern unnötig; die widerlegen sich (respektive bestätigen alles Negative über sich) schon selbst. Aber gut, ich verstehe, warum die ununterbrochen zum Psychiater müssen. Der könnte aber mal die entsetzliche Kommasetzung verbessern.

Es steht also nicht alles schlecht für diese Generation „Vielleicht“. Trotz starkem Gegenwind, schaffen wir es nicht nur uns in dieser Welt zu behaupten, sondern auch Impulse zu setzen, um sie zu ändern.

nur, KOMMA uns. Fuck. Fuck. Diese Leute haben es verdient, dass die fucking Welt untergeht. VERDIENT.

Das Problem einer Generation ist es nie, die Welt zu übernehmen; das müssen sie zwangsweise, weil die Älteren sterben.  Es ist auch vollkommen normal, dass die Welt sich ändert, und es wird auch von euch erwartet, dass ihr die Welt ändert.

Das Problem mit der Gen Y und noch mehr den Millenials ist aber, dass sie bei den ganzen Veränderungen, die sie per se toll finden, übersehen, dass nicht jede Veränderung gut ist, sondern Veränderung auch ein Krebsgeschwür sein kann. Nun sind eure Eltern wahlweise Späthippies oder aus meiner Generation, und wir legen sehr viel Wert auf Selbständigkeit und Eigenverantwortung. Das heißt, ihr könnt gerne euren Krebs tolerieren oder mit homöopathischem Acerolakirschenextrakt D400 behandeln, und wir können euch auch nicht dazu zwingen, uns zu glauben, dass ihr davon sterbt. Dann sterbt halt. Postet Fotos davon auf Instagram.


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Fetties Witzekiste

So ziemlich das einzige, was noch unerträglicher ist als Feministen, sind häßliche Feministen, die versuchen, lustig zu sein. Wenn das dann auch noch die extra-dummen Expemplare machen, verstößt das eigentlich schon gegen die UN-Menschenrechtskonventionen, Verbot von Folter, wissenschon; aber es wäre ja mal neu, dass irgendwelche Linken die Rechte, die sie für sich fordern, auch anderen zugestehen würden.

Du bist Deutsche*r? Ja, aber was für eine Sorte? Das ist die große Frage. Finde es heraus mit dem großen Kartoffel-Habibitus-Quiz!

Muss ist dazu was sagen? Ich meine – es gibt mit Sicherheit Leute, die das lustig finden, aber ich hoffe zumindest, der weitaus größere Teil lacht halt deswegen, weil es so unbeholfen-lächerlich ist…

1. Wenn jemand weiße Deutsche als Kartoffeln bezeichnet, dann . . .

Kann mir mal irgendwer den Grund nennen, welchen Grund es gibt “weiße” zu “Deutschen” dazuzuschreiben? Für nicht-arische Deutsche haben wir doch andere Bezeichnungen; Kümmeltürke oder sowas.

* . . . bin ich es!
# . . . fühle ich mich angegriffen.
% . . . ist das Rassismus gegen Deutsche.
+ . . . lache ich und sage „I bims 1 Alman!“

Die Auswertungzwichen *#%+ geben übrigens die politische Richtung an, die Fettie einem dann zuschreibt: * ist Vollidiot, + Salonlinker, # Nazis und % intelligente Menschen.

Nun ist das Problem, dass jemanden “Kartoffel” zu nennen kein Rassismus ist, sondern höchstens ein Zeichen von Rassismus sein kann. Wenn das irgendwelche Kümmeltürken lustig oder freundschaftlich verwenden, macht sie das nicht zum Rassisten. Fettie hingegen ist auch dann noch eine Rassistin, wenn sie ein völlig beliebiges anderes Wort verwendet.

Interessant ist aber auch die beschränkte Perspektive der sich selbst und alle Weißen hassenden Autorin: Mit fehlt da die Antwort “Was kümmert es die deutsche Eiche, wenn sich die Wildsau an ihr reibt?”. 

2. Wie gehst du mit Kritik an Deutschland um?
# Es gibt viel Gutes hier: den Harz, Pünktlichkeit, Kant . . .
+ Super, nur nicht in Anwesenheit meiner Eltern.
* Nationalstaaten gehören abgeschafft.
% Niemand muss hier leben 😉

Mal abgesehen davon, dass hier wirklich niemand leben muss, der das nicht will – wir sind nicht mehr in der DDR, jeder darf gehen – gibt es wirklich viel Gutes hier. Aber das sind nicht der Harz, Pünktlichkeit oder Kant, sondern – zumindest war das vor 20 Jahren noch so – saubere Straßen, funktionierende Infrastruktur, hohe Sicherheit, hervorragende medizinische Versorgung, saubere Luft, Atomkraftwerke, die nicht explodieren, eine hohe Alphabetisierungs- und allgemeine Bildungsrate und ordentliche Zeitungen. Wie gesagt, vor 20 Jahren.

Heute aber? Hey, kritisiert Deutschland ruhig; ich tue das auch. Zum Beispiel tut was gegen die offensichtliche Verblödung; wie schlecht sind denn die fucking Schulen geworden, wenn Leute wie Fettie Zeitungsartikel schreiben statt Klos zu putzen? Ich kann da weitermachen, wenn ihr wollt. Ihr werdet nur nicht mögen, was ich kritisiere, wenn ihr Teil des Problems seid. Und nein; das geht umgekehrt nicht weg, wenn ich aufhöre, euch als den letzten Abschaum zu bezeichnen; der seid ihr vollkommen unabhängig davon, ob ich das sage.

3. Was macht deutsche Leitkultur für dich aus?
+ Du meinst Leidkultur?
% Oktoberfest, Obergrenze und Omas Sonntagsbraten.
# Wir sind nicht Burka, wir sind Goethe!
* ein Herrschaftsinstrument und Assimilationsimperativ.

Hmmmm… alles vier? Muss ich mich da entscheiden? Außerdem habe ich dazu schon was geschrieben; “deutsche Leitkultur” passt nicht in drei Wörter. Einerseits, weil das mit überhaupt keiner Kultur geht, und dann besonders nicht mit der Deutschen.

4. Wie gehst du mit Geflüchteten um?

Wenn Leute vor mir flüchten, gehe ich davon aus, dass sie nichts mit mir zu tun haben wollen und lasse sie in Ruhe. Oder reden wir von Flüchtlingen?

% Sie fassten unsere Frauen an, jetzt fasse ich ihr Existenzrecht an, so einfach ist das.

Ne, liebe Feministinnen: Das seid ihr, die Männern in der Gesamtheit ihr fucking Existenzrecht absprechen, weil irgendwelche Arschlöcher sich nicht benehmen können. Wir wollen hier nur keine marodierenden Barbaren haben; wer sich nicht benehmen kann, fliegt raus. Dass die in ihrem Zuhause für sowas gesteinigt werden, finde ich übrigens keineswegs schlimm; das ist deren Problem.

# Ich hieß sie mit Seife am Bahnhof willkommen.
+ Mit meinem „Refugees Welcome“-Turnbeutel setze ich ein klares Zeichen gegen Rassismus.
* So wie mit anderen Menschen auch.

Aus irgendeinem Grund ist die #-Kategorie wohl doch nicht Nazi, sondern mehr Salonnazi. Als wären es nicht fucking ausschließlich Linke, die ihre zum Kotzende Gutmenschlichkeit durch sowas raushängen lassen würden.

Und mal ganz ehrlich: Man geht mit Flüchtlingen nicht um “wie mit anderen Menschen auch”. Das sind stellenweise höchst traumatisierte Leute, die ihr gesamtes Leben, Hab und Gut verloren haben, weil irgendwelche Spinner ihre menschenverachtende Ideologie durchsetzen wollen – Kommunismus, zum Beispiel. Da ist man fucking extra-nett, ihr widerlichen Arschlöcher.

5. Was ist dir wichtig?
# Wenn ich jemandem 20 Cent leihe, dann schuldet mir die Person 20 Cent.
% Meine Ängste sollen ernst genommen werden. Wir mussten zu lange schweigen!
* Liberté, Egalité, No-AfDé (und Beyoncé).
+ Kapitalismus überwinden, der Rest kommt von alleine

Man beachte, wie die Fraternité, also die der demokratischen Bewegung zugrundeliegende grundsätzliche reziproke Solidarität, zugunsten von Blödeleien und dem “Kampf gegen Rechts” geopfert wird. Kleiner Tipp: Menschen verhalten sich gerne gegenüber anderen Menschen solidarisch, wenn die das auch tun. Wenn ihr also nur angefeindet werdet, könnte das an euch liegen.

Und wir mussten überhaupt nicht schweigen, außer ein paar durchgeknallten Ewiggestrigen behauptet das keiner. Das Problem ist, dass die linksgrünen Gutmenschen finden, dass wir in Zukunft schweigen sollen. Und das werde ich mit Sicherheit nicht tun.

Und was soll das denn mit der angedeuteten Knausrigkeit? Wenn ich jemandem 20 Cent leihe, dann schuldet der mir selbstverständlich 20 Cent. Fetties Fett muss irgendwas mit dem Sprachzentrum in ihrem Gehirn kaputtmachen…. Wörter haben Bedeutungen. Ich würde es allerdings knallehart ablehnen, wenn mich jemand fragt, ob ich ihm 20 Cent leihen kann. Ich würde aber anbieten, sie ihm einfach zu geben.

Was sollte denn der Quatsch, Fettie? Wir wussten vorher schon, dass du ziemlich denkbefreit bist, wir hatten nicht angenommen, dass du lustig wärst – okay, das wissen wir jetzt sicher. Wollen wir uns noch die “Auflösung” antun?

Ich denke nicht.

Tittenneid

Es ist ja nun ein altes, freudsches Klischee, dass Frauen sich nur deswegen unzureichend fühlen, weil sie keinen Penis haben. Aber wir wissen heute, dass das nicht stimmt – Frauen fühlen sich nicht nur, sondern sind deswegen minderwertig, weil sie kein Hirn haben. So wie Michele “Sie hat zwei Bestseller geschrieben” Binswanger. Ihr einer “Bestseller” ist auf Platz 848.882 bei Amazon. Aber kommen wir zum Artikel:

Vorbilder sind wichtig

Für wen? Leute ohne jedwedes Selbstwertgefühl, die sich nicht ohne irgendeine arme Sau aus dem RTL2-Nachmittagsprogramm identifizieren können, die ein noch schlimmerer Versager ist als man selbst?

Und deshalb suchte ich, als ich mit 29 in den Beruf einstieg, nach Vorbildern.

Ich gehe mal davon aus, dass Michele es tatsächlich irgendwie posititiv sieht, dass sie mit 29 ihr unglaublich anspruchsvollen Studium den Germanistik endlich – mit oder ohne Abschluss – beendet hat. Zum Vergleich: Der dümmste Maurer hat in diesem Alter bereits 13 Jahre Berufserfahrung. Der wäre dann also mal ein Vorbild, oder?

Frauen, die etwas geleistet hatten

Joah… das wird eng. Sehr eng. Im Journalismus? Hannah Arendt? Ne, die ist tot – so wie ziemlich jede Frau, die was geleistet hat.; es ist jetzt nicht so, als gäbe es da viele und man müsste lange recherchieren.

Sie waren nicht schwer zu finden. Der Frauenanteil auf den Redaktionen dünnt mit steigendem Alter aus

Okay, mal abgesehen davon, dass sich die beiden Sätze widersprechen – ich sehe jetzt halt, nur weil ich halt keine Vagina habe, nicht jede x-beliebige Person in einem Job, den ich machen will, auch gleich als “Vorbild”.

wer die Mutterschaftsklippe überwindet und auch danach im Beruf bleibt, ist meistens gut und entsprechend bekannt

Man denke an drei Journalistinnen, die irgendwie gut sind. Ich fange an: Tanja Kewes vom Handelsblatt.

Boah, das ist schwieriger, als die Michele tut, gell? Oder wird Eure Liste länger?

Doch die Ernüchterung kam schnell. Meine Neugier und Bewunderung für meine älteren Kolleginnen blieb ein einsames Pflänzchen in einer von Missgunst ausgedorrten Wüste.

Wieso tolerieren wir es eigentlich in Zeiten von Gleichbehandlung und Antidiskriminierung, dass Frauen ausschließlich Artikel über den Zustand ihrer Möse schreiben?!

Im besten Fall stiess ich auf Gleichgültigkeit oder Misstrauen, am schlimmsten aber war der Neid.

Goooooott. Neid auf was? Fuck, Michele ist fast so alt wie meine Mutter (naja, zumindest 10 Jahre älter als meine Frau) und es gibt in dem gesamten Journalistenhaufen offenbar nicht eine Frau, die ihr hätte beibringen können, dass man keine vollkommen inhaltfreien Aussagen macht: Neid auf was?

Nicht fachlich natürlich, ich wusste ja noch so gut wie gar nichts.

Tjo – und fünfzehn Jahre später hat sich das recht offensichtlich nicht geändert. 

Reportagen schreibt man nicht mit grossen Brüsten

Woher weißt Du das, Michele? Ich meine – Du schreibst weder Reportagen, noch hast du irgendwie nennenswert Brüste?

Nie wäre es mir in den Sinn gekommen, gegen eine zu intrigieren, nur weil sie gut ist – im Gegenteil.

Ich habe auch schon mit Frauen zusammengearbeitet, und das Problem hatte ich auch nie. Also, dass sie irgendwie gut gewesen wären.

Noch nie war ich auf eine neidisch, weil sie jünger ist oder besser aussieht oder meinetwegen grössere Brüste hat als ich.

An dieser Stelle ist es explizit erwähnenswert, dass Michele 45 ist und absolut überhaupt keine Brüste hat. Lies daher: Nachdem Frauen eh alle inkompetent sind, bin ich sack-neidisch auf alle Jüngeren, vor allem die mit Titten.

Und deshalb frage ich mich: Woher eigentlich der latente Neid und die Missgunst älterer Frauen gegenüber jüngeren?

Hmmm… das ist eine sehr gute Frage, und wenn Du jetzt Titten hättest, wäre da auch eine Reportage daraus geworden…. – ah, Thema: Der Neid kommt wegen Jugend und TittenEs hilft übrigens, seine eigenen Artikel auch mal zu lesen. Lesen bildet. 

Bin ich einfach noch nicht alt genug – und werde noch lernen müssen, meine jüngeren Kolleginnen zu beneiden?

Das tust du schon, denn was anderes steht in dem Artikel nicht. Du bist nur noch nicht ehrlich zu dir selbst. Warte noch ein paar Jahre, dann kann dein Sohn dir das erklären.

Warum werden Neid und Missgunst nie direkt geäussert – sondern immer nur hintendurch, hinterfotzig und zwischen den Zeilen?

Wie fucking offensichtlich kann man sich eigentlich selbst nicht verstehen?

Und wie machen das eigentlich Männer?

Wir vermeiden es, mit inkompetenten Dummtrullas zusammenzuarbeiten. Was, dank inkompetenter Dummtrullas in der Politik, zunehmend schwieriger wird. Aber man kann auswandern.

Warum ich jetzt auch Feminist bin

Ein Vögelchen hat mir was gezwitschert – naja, es kommt aus Österreich, da sind die Leute konservativer, a Föeğarl hoad mia-a soa modeans Emaille g’schickt, weil eine starke, tapfere junge Frau von der patriarchalen Gesellschaft derart unterdrückt wird, dass ihre brillanten, höchstintellektuellen und weltbewegenden Weisheiten halt nur in einem irrelevanten und unbekannten österreichischen – ja, als wäre allein das noch nicht schlimm genug – Frauenklatschmagazin veröffentlicht wurden. Wir wollen also der durchaus fickbaren und offensichtlich vielgefickten Marcia Neves, die eigentlich so einen irritierenden accent aigu auf dem á hat, natürlich gerne zu mehr Popularität verhelfen, da ihr Thema richtig und wichtig ist:

19 Gründe, warum wir noch immer Feminismus brauchen

Das ist jetzt ein bisschen irritierend, weil die URL 18-gruende-warum-wir-noch-immer-feminismus-in-europa-brauchen lautet, aber es ist wohl jemandem aufgefallen, dass es in dem Artikel (a) mit keinem Wort um Europa geht und (b) “18” totale Nazi-Symbolik ist.

Ich bin Feminist/in – viele Menschen haben Angst davor, diese Worte laut auszusprechen. Hier sind 19 Gründe, weshalb es noch immer wichtig ist, für Frauenrechte und Gleichberechtigung einzustehen.

Ja, mei, das sind jetzt halt Österreicher, und da klingt es halt aweng schwul, wenn man sagt “Ich bin Feminist-Schrägerl-In”. Ich mag das aber eigentlich, das Österreichische, das ist so… niedlich –  wie ostdeutsche Mädels. Übrigens einer der Gründe, warum ich Atheist bin: Gäbe es einen Gott, hätte er ostdeutsche Mädels österreichisch sprechen lassen.

Letztens war ich auf einer Hochzeit und habe mich mit einem Gast sehr ausgiebig darüber unterhalten, weshalb ich nicht den Namen meines zukünftigen Partners annehmen würde.

Wir halten fest: Marcia hat keinen Partner. Und braucht auch keinen, weil sie seinen Namen nicht haben will, und er ihr als starke, selbstbewusste Frau eh nichts zu bieten hat. Wir sind gespannt auf die Entwicklung der nächsten zehn Jahre, in denen Marcias gutes Aussehen dahinschwindet und sie darüber klagt, wo denn all die guten Männer geblieben seien.

Die Gründe dafür sind sehr persönlich und haben an sich nichts mit dem „bösen“ Wort „Feminismus“ zu tun und doch wurde ich als Feministin abgestempelt, als hätte ich die Pest

Ja… derweil wissen doch alle, dass man Feminismus eher mit Krebs assoziiert als mit der Pest. Auch wenn das natürlich unfair ist; Feminismus ist durchaus ansteckend.

und müsste in Quarantäne

Jaja, traurig, diese modernen Zeiten. Früher hätte man Hexen ja noch verbrannt…

Ich habe überhaupt kein Problem damit, mich selbst als Feministin zu bezeichnen, schließlich bin ich auch eine.

Ich habe auch kein Problem damit, dich als Feministin zu bezeichnen, Marcia.

Sollten wir nicht alle – Frauen, wie Männer – Feministen sein?

Hmmm… bei der hervorragenden Begründung (keiner)… sollten wir nicht vielleicht lieber alle Nazis sein?

Wenn wir uns als Frau dagegen entscheiden, verraten wir dann nicht unser eigenes Geschlecht?

Im Gegenteil – ihr verteidigt es. Feministen sind, wohlgemerkt, die Spinner, die den Gender-Bullshit verbreiten, so von wegen “es gibt keine Geschlechter”. Ihr verratet euer Geschlecht vielmehr, wenn ihr Feministen seid. Vor allem im doppelten Sinne – ihr bestätigt jedes frauenfeindliche Stereotyp, dass Frauen unverantwortlicher und unfähiger sind als dreijährige Kinder. Es ist daher wichtig, sich immer wieder klarzumachen, dass das nicht für alle Frauen zutrifft, sondern nur für Feministen.

Lange Zeit weigerte ich mich, mich selbst als Feministin zu bezeichnen. Nicht weil ich den Zielen und Werten des Feminismus nicht zustimmen würde, sondern weil ich der Meinung war, bisher gar nichts für die Gleichberechtigung von Frauen getan zu haben. Aus diesem Grund verdiente ich es nicht, mich selbst mit „Ich bin Feministin“ zu betiteln.

Aber glücklicherweise sind wir da heute weiter und können widerliche Labels wie “Feminist” vollkommen beliebig vergeben, auch für Frauen, die Männer nicht abgrundtief hassen. Das ist wie Leute von der AfD – ah, Österreich: FPÖ als Nazis zu bezeichnen, obwohl sie gar nichts gegen Juden haben.

An dieser Stelle: Sorry für die blöden Nazivergleiche, die waren total unpassend. So schlimm waren die Nazis nicht.

In den letzten Jahren habe ich mich viel mit dem Thema auseinandergesetzt und bin immer wieder überrascht, dass Frauen für normale alltägliche Dinge, wie „Was sie zum Schwimmen tragen dürfen und was nicht“, kämpfen müssen.

Dummerweise gibt es hier keine Quellenangabe. Googlen wir selber?

Dürfen Nonnen zum Schwimmen gehen?
Wie Sie problemlos mit Wunden schwimmen gehen können
Aktuelle Bestimmungen zu Schwimmanzügen und Schwimmutensilien
darf ein muslimischer mann schwimmen gehen?
Schwimmen mit Kontaktlinsen
Einsatz von Schwimmbrillen beim Schulschwimmen

Ist sicher ein wichtiges Thema und ein hervorragend gewählter Aufhänger. Ich meine, ganz ehrlich – haben wir nicht alle viel zu wenig über muslimische Nonnen mit offenen Wunden nachgedacht, die Schwimmbrillen über ihren Kontaktlinsen tragen müssen? Das ist ein total wichtiges Thema, auf das ich ohne den Feminismus nie gekommen wäre.

Warum wird das Wort Feminismus als Synonym für Männerhass und Traditionsfeindlichkeit verwendet, statt es einmal für das stehen zu lassen, was es wirklich bedeutet?

Ausschließlich Männerhass? Oder sollten da doch noch zentrale Aspekte wie ein unverarbeitetes, inneres Unzulänglichkeitsgefühl, Unzufriedenheit mit sich und der Welt und mittlere bis schwere Psychosen mitgemeint sein?

Gleichberechtigung aller.

Ja…. ne. wir haben ein Wort, was “Gleichberechtigung” bedeutet. Es heißt Gleichberechtigung. Feminismus ist was anderes – in der Praxis halt ein Euphemismus für Männerhass auf Basis einer schizophrenen Psychose in Verbindung mit sozialer und wirtschaftlicher Unzulänglichkeit. Kommt – ihr habt das Wort erfunden, ihr müsstet doch wissen, was es bedeutet?!

Wollen wir nicht alle die gleichen Rechte haben?

Nein, ich wäre sehr gerne ein allmächtiger, unkritisierbarer Diktator, der tun und lassen kann, was er will, und der Rest der Menschheit braucht keinerlei Rechte. Wobei – ich unterstütze das Recht aller attraktiven Frauen, mich sexuell zu befriedigen.

Fuck, ich bin Feminist geworden. 

Genau deshalb habe ich beschlossen einige Gründe aufzulisten, weshalb wir in unserer westlichen Welt noch immer Feminismus brauchen:

Eines der zentralen Probleme am Feminismus – und bei Frauen und anderen dummen Menschen im Allgemeinen – ist es, dass sie denken, ein logischer Schluss käme allein durch die Verwendung Kausalität implizierender Wörter zustande. Dem ist aber nicht so – ich erkläre das jetzt aber nicht; wenn ihr das nicht eh wisst, versteht ihr es sowieso nicht.

Wichtiger aber wäre, dass – ein Grundfehler spezifisch des Feminismus, aber im Allgemeinen jedweder Opferideologie – bereits die Prämisse nicht stimmt, wie ich dargelegt habe.

Weil die Welt sich aufregt, dass Alicia Keys ungeschminkt zu den VMAs kommt.

“Die Welt” von Marcia besteht aus einer Menge von Menschen, die mich nicht einschließt. Oder irgendeinen Mann, wenn wir mal dabei sind. Was sind denn “VMA”s? Freilich, Alicia Keys singt, glaube ich, also impliziert sich da “Music Awards”, aber “V”? Verlogen? Ne – das ist nicht englisch. Google ist mein Freund beim “Verständnis” von Marcia, es heißt Video.

Hmmm.. Leute regen sich auf, wenn Leute zu irgendwas visuellem gehen, und dabei nicht auf ihr Aussehen achten. Weil… wir die nur zum Spaß oberflächlich-optisch “visual” genannt haben? Sorry, liebe Leser, vielleicht kann mir das jemand erklären; das ist so nicht mein Gebiet; ich nehme aber stark an, dass das einfach nur feministisch-typische Schizophrenie ist.

Ich dachte, wir sollten lieber mit einem seichten Einstieg ins Thema beginnen.

Schizophrenie ist kein seichtes Thema. Besprich das mal mit deinem Therapeuten.

Wenn ich aber länger darüber nachdenke, finde ich es genauso gravierend, wie der Gender Pay Gap.

Es ist… ein aufgebauschtes Thema ohne jedweden Bezug zur Realität?

Wer nimmt sich das Recht, über das geschminkte und ungeschminkte Gesicht eines Menschen zu urteilen?

Offensichtlich Frauen. Aber wenn wir dabei sind: Ich kann das schon auch, also, über das Gesicht von Menschen urteilen. Spoiler: Ich bezweifle, dass Marcia mein Urteil über ihr Gesicht gefallen wird.

Und warum sind geschminkte und ungeschminkte Gesichter überhaupt wichtig? Lasst die Frau doch bitte herumlaufen wie sie will!

Wieso habe ich das Gefühl, dass Feministen Probleme erfinden? Ich bin mit Sicherheit einer der überzeugtesten Antifeministen der Welt, und die ersten, für Feministen offenbar existenzbedingenden “Probleme” könnte mir egaler nicht sein?!

Schminkt sich Frau zu viel, wird sie beschuldigt unnatürlich zu sein

Das ist kein Vorwurf, das ist eine Tatsachenfeststellung. Und ich bezweifle, dass jetzt z.B. Fräulein Katzenberger, die ja auch den Namen ihres Mannes nicht wollte, das jemand vorwerfen würde, dass es Sexpuppen gibt, die natürlicher aussehen als sie.

Schminkt sich Frau gar nicht, wird sie von Männern aufgefordert nach Hause zu gehen und sich bitte zurecht zu machen!

Wo? Wann? Bei einer Fashion-Laufsteg-Veranstaltung? Liebe Feministen: Schwule zählen nicht als Männer in eurem Feindbild, die sind nichtmal ansatzweise lüsterne Vergewaltiger (also, jetzt bzgl. Frauen, zumindest). Als widerlicher, lüsterner, potentieller Vergewaltiger möchte ich bitte nicht mit wirklich frauenverachtenden Homos in einen Topf geworfen werden.

Könnt ihr die Ironie herauslesen?

Nein. Ich habe aber schon an anderer Stelle erklärt, dass “Frauen” und “Humor” nur dann kommensurable Konzepte sind, wenn die Frauen das Objekt des Humors sind. Aber damit habt ihr ja ein Problem, wie mit Grammatik und Rechtschreibung im Allgemeinen.

Weil wir ja nur auf unser Aussehen achten, damit wir den Männern gefallen

Nein… ihr tut das, weil ihr als Frauenschaft insgesamt ein widerlicher Haufen hysterischer Hyänen seid, die sich wegen vollkommen irrelevantem Quatsch die fucking Augen auskratzen. Feminismus hilft euch da aber auch null weiter, weil das nur eine Sammlung der widerlichsten von euch ist, die sich dann eben wegen noch irrelevanterer Themen als Aussehen die Augen auskratzen. Es wäre aber mal wirklich toll, wenn ihr uns Männer da rauslassen würdet; es ist nicht mehr 1850; wir kommen damit klar, dass ihr euch gegenseitig umbringt.

„Wieso hast du dir die Haare geschnitten? Männer stehen auf lange!“

Ja… guten Freunden sage ich sowas. Und versuche dann vorsichtig rauszufinden, was sie für psychische Probleme haben, weil Frauen aus irgendeinem Grund das enorme Bedürfnis haben, sich körperlich zu verunstalten, wenn sie nicht mehr alle Tassen im Schrank haben. Bei anderen ist mir das Wurst – und ganz Recht; wenn (nominale) Frauen aussehen, als wäre ihnen eine Splittergranate im Gesicht explodiert und es steht auf jedem zweiten Körperteil “Schlampe” (das innere Meaning jedweden Tattoos bei Frauen, btw.), dann halte ich mich halt von denen fern.

Egal wie wir uns kleiden und präsentieren, wir machen das offenbar nie für uns selbst, sondern immer für das männliche Geschlecht!

Ich weiß nicht, was in der Gesellschaft in den letzten Jahren schief gelaufen ist, aber wenn fucking ich das sagen muss, ist es echt furchtbar: Frauen sind auch nur Menschen. Menschen wollen nur geliebt werden. Von anderen. Bei geistig gesunden Personen reicht da ein anderer. Und für den kann man auch mal das sexy Korsett mit den Strapsen und den Nylonstrümpfen tragen. Das ist normal, und das findet derjenige toll, und dadurch, dass der einen toll findet, findet man sich selbst toll. Bei Männern ist das ähnlich, aber einfacher – oder was denkt ihr Frauen, warum wir duschen?

Aber Frauen scheinen das Problem zu haben, allen gefallen zu wollen, was ein unsinniges Ziel und ein unerreichbares Ideal ist. Was Frauen aber aufgrund irgendeines Gendefekts – ich bin kein Biologe, aber Frauen fehlt da ein Chromosom – halt trotzdem verfolgen. Das ist aber ein reines Frauenproblem. Und ihr macht das natürlich für Euch selbst, weil ihr die Anerkennung aller fucking Männer und den Neid aller fucking anderen Frauen braucht, weil ihr irgendwie Probleme habt, das Konzept von “Selbstwertgefühl” zu verstehen. Wie fucking Tiere.

Weil Angela Merkels Outfits bei jedem ihrer öffentlichen Auftritte erst mal genau analysiert und kommentiert werden muss.

Das ist Punkt 3, und es ist immer noch nichts, was Männer in irgendeiner Weise auch nur tangieren würde.

Wieso ist das wichtig? Wen interessieren ihre Outfits?

Frauen. Und zur ersten Frage: Es ist vollkommen irrelevant.

Haben wir jemals die Outfits männlicher Politiker so genau unter die Lupe genommen?

“Wir” im Sinen von “Frauen”? Ja, bei besonders frauenähnlichen unfähigen Politikern tut ihr nichts anderes. Heiko Maas, Justin Trudeau, der FDP-Typ.

Ich glaube kaum!

Da irrst du dich, Marcia.

Weil wir darüber diskutieren müssen, was Frauen tragen dürfen und was nicht!

Wir könnten vielleicht mal drüber reden, dass es genau Null Vorschriften darüber gibt, was Frauen tragen dürfen, die nicht auch Männer treffen, wohingegen es umgekehrt durchaus welche gibt – ich darf mich nicht splitternackt in eine Wiener Tram setzen, sondern muss meinen lüsternen Vergewaltigerpenis verstecken. Frauen hingegen dürfen ihre Titten frei rumhängen lassen – was sie nichtmal tun. Liebe Frauen mit schönen, straffen, großen Brüsten: Macht das doch mehr!

Ehrlich, ich werde zunehmend feministischer….

Es ist bei manchen Menschen offenbar noch angekommen, dass sie im 21. Jahrhundert Frauen nicht vorschreiben dürfen, welchen Stoff, in welcher Farbe, Form und Muster sie an ihrem Körper tragen dürfen und welche nicht.

Tolle Illustration, die ganz genau Null mit dem Thema zu tun hat. Was soll ich dazu sagen? Dass ich es etwas seltsam finde, mir eine fucking Badekappe gekauft zu haben, weil man in Budapest ohne nicht in ein öffentliches Bad darf? Schlimmer aber ist das in der Grafik implizierte: Es ist vollkommen schnuppe, was eine Frau trägt, aber davon ist sie doch noch lange nicht achtenswert? Und wie “respektabel” Frauen sind, ist halt sehr davon abhängig, wie respektabel sie selbst sind – ich setze mich nicht neben eine Muslima in den Bus, wenn die einen Hijab trägt – wenn sie links sitzt. Es ist aber jetzt vermessen, zu erwarten, dass das der Durchschnittsdeutsche weiß, und nicht in irgendeiner Form respektlos, wenn er das trotzdem macht; wir sind nicht in fucking Rakkah.

Weil Gesetzgeber glauben über unsere Körper entscheiden zu können.

Das Problem an Gesetzgebern ist, dass sie denken, über jeden Scheiß entscheiden zu können; das ist der Grund, warum wir (also, wir Männer respektive wir intelligenten Menschen) Verfassungen entwickelt haben. Eure fucking Körper sind das wirklich geringste Problem, und v.a. von jeder existenten Verfassung geschützt. Ich illustriere das mal an dem blöden Beispiel, was du bringst:

Allen voran: Trump! Sein erster Beschluss: Umringt von weißen Männern unterschreibt der US-Präsident Donald Trump die offizielle Streichung der finanziellen Fördermittel für Hilfsorganisationen, die zum Thema Abtreibung beraten.

Was in keinster Form auch nur irgendwie eure Rechte bzgl. eurer Körper einschränkt. Es ist nicht euer Recht, dass andere für euch bezahlen, wenn die das nicht wollen. Wenn schon, dürft ihr das. Ihr bekommt 50€ für einen Blowjob. Warum beschwert ihr euch?

Damit die Abtreibungsgegner keine Steuergelder mehr zahlen müssen für eine „Dienstleistung, die sie selbst nie in Anspruch nehmen würden“. Aha, okay.

Ja – das ist okay. Es ist aber eine blöde Begründung; auch Abtreibungsbefürworter sollten nicht dafür zahlen müssen, dass irgendwer abtreiben will. Es steht euch aber frei, da eine Solidarkasse zu gründen. Ihr findet nur niemanden, der da einzahlt, offenbar. Weil ihr asozial seid.

Bei unseren polnischen Nachbarn wird der Zugang zur Pille danach eingeschränkt. Die gibt es fortan nur auf Rezept.

Wie Tilidin. Furchtbar. Das macht total geil high.

In ganz Polen gingen daraufhin mehr als 100.000 Menschen auf die Straße, um zu protestieren. Gut so!

38,5 Millionen Polen gingen derweil nicht auf die Straße. Kommt dir deine Aussage jetzt blöd vor? Ich hoffe es zumindest. Lerne argumentieren; die “Pussy Pass” – Geschichte ist am bröckeln. Frauen konnten sich die schlimmste Zeit der Menschheitsgeschichte darauf ausruhen, eine Vagina zu haben (höhö), aber das endet gerade. Das ist blöd für euch, verstehe ich, aber es waren Feministen, die das so wollten. Also zeigt euch ruhig als stolze Feministen und benehmt euch halt mal wie respektable Menschen. Also, eigenverantwortlich.

Weil jedes dritte Mädchen unter 18 in Österreich von einer Essstörung betroffen ist

Ach? Marcia liefert dazu natürlich keine Quelle, aber nach kurzer Recherche stellt man fest, dass Österreich im Gegensatz zur restlichen Welt nicht unendlich fett wird. Aber lesen wir durchaus mal die Quelle, die Marcia da andeutet:

30,9 Prozent der Mädchen und 14,6 Prozent der Burschen haben ein möglicherweise erhöhtes Risiko, an einer Essstörung wie Magersucht oder Ess-Brechsucht zu erkranken.

Oh Gott – ein ‘(a) möglicherweise (b) erhöhtes (c) Risiko. Das ist wie “Leute, die Lotto spielen, haben möglicherweise eine erhöhte Chance, den Lottojackpot zu gewinnen” einfach nur gar keine Aussage. Wir halten fest: Marcia lügt.

… und in den Medien wird weiterhin ein falsches Frauenbild vermittelt, das den Männern offenbar gefällt.

Im Bild: Thousand Cock Stare Marcia Neves

Ich finde das Frauenbild, das Medien vermitteln, auch enormst falsch. Man könnte nämlich wirklich den Eindruck bekommen, alle Frauen wären dumme, bigotte Schlampen und muss sich wirklich immer daran erinnern, dass das nahezu ausschließlich die Medienmacher(innen) sind.

Weiterhin werden Artikel veröffentlicht in denen Tipps stehen, wie man den Männern auffällt, wie man sie um den Finger wickelt und wie man aussehen sollte, damit sie einen überhaupt wahrnehmen.

Ja – von Frauen. In der Regel übrigens von und für Frauen, für die es früher Klöster gab. Ich verstehe langsam die Relevanz muslimischer Nonnen und ihrer Schwimmbrillen.

Weil Frauen Angst haben nachts alleine nach Hause zu gehen.

Wir brauchen Feminismus, der Frauen erzählt, alle Männer wären Vergewaltiger und das böse Patriarchat würde ihnen dann eh nicht glauben. Damit Frauen Angst haben, nachts alleine nach Hause zu gehen (und da fehlt ein Komma). In nicht-feministischen Gesellschaften z.B. werden Vergewaltiger gesteinigt – oder zumindest ausgepeitscht (gut, die Opfer auch, aber jetzt seid mal nicht so perfektionistisch).

Jede Frau kennt das. Sobald die Dunkelheit einbricht, wird der Weg nach Hause zu einem Kampf.

Jede Frau aus der Stadt, die sich für eine ganz tolle, emanzipierte Hure hält, kennt das. Mädels auf dem Land kennen das nicht; die müssen nicht nachts alleine nach Hause gehen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass tatsächlich etwas Gravierendes passiert, ist zwar gering, aber trotzdem haben wir Angst.

Wie vor Spinnen. Das ist eine Psychose, Marcia, eine Psychose.

Diese ist auch nicht unbegründet

Ja – aber ein Thema für deinen Therapeuten.

schließlich hat jede Frau schon unangenehme Erfahrungen mit fremden Männern gemacht.

Ich habe das Bild von Marcia und die spontane Assoziation “Thousand Cock-Stare” gemacht, bevor ich den Artikel gelesen habe, btw.

Weil Catcalling und sexuelle Belästigung noch immer unser täglich Brot sind

Es wäre mal interessant, über die Etymologie des Wortes “Catcalling” zu philosophieren. Katzen zu rufen ist nämlich vollkommen nutzlos.

Erst letztens wurde ich in der U-Bahn von einer Gruppe Männer umzingelt, die mich auslachten.

Nein, Shitlord, Du darfst jetzt nicht inferieren, welchen kulturellen Hintergrund diese Männergruppe haben könnte.

Einer von ihnen zog an dem Rückenausschnitt meines Kleides

Dafuq?

und wollte mich begrapschen.

Ach? Welche begrapschenswerten Stellen gibt es denn in der Nähe des Rückenausschnitts eines Kleides? Keine? Komisch…. oh, ich vergesse Ugol’s Law. Peverslinge. 

Meine Erfahrung habe ich auf Social Media geteilt und das ist eine der vielen Nachrichten, die ich dazu bekommen habe:

Ich fahre nicht gerne U-Bahn. Ich halte öffentliche Transportmittel – außer Flugzeuge – eh was für Pöbel, und so sind die auch konzipiert, btw. – Ehrenleute hatten z.B. ihre eigenen Zugwaggons. Naja, und ihre eigenen Flugzeuge; in einer gewissen Weise bin ich also auch Pöbel.

Aber mal ehrlich: Wenn man jeder Twitterella glaubt, fahren eigentlich ausschließlich lüsterne Gaffer, die sich einen schubbern, U-Bahn. Ich schließe nicht aus, dass das so passiert ist, aber es ist fucking unwahrscheinlich, weil mich an der Geschichte das “unauffällig kurz onanieren” enorm stört – ich wüsste nicht, wie ich unauffällig kurz onanieren könnte – aber ich verstehe natürlich das Problem der Schreiberin: Natürlich sollte sie sich elendig und schmutzig fühlen, wenn sie nicht dafür sorgt, dass solche Leute weggesperrt werden.

Weil bei Vergewaltigungsdelikten erst mal auf das Opfer gezeigt wird….

… in keinem Land, zu keiner Zeit, in keinem Gesetzessystem ever.

Laut der österreichischen Kriminalstatistik gab es 2016 insgesamt 899 angezeigte Vergewaltigungen.

Das wirkt jetzt nicht so, als wäre das ein gravierendes Problem in Österreich.

Die Beratungsstellen für sexuelle Belästigung waren überlaufener, als in den Jahren zuvor

Da ist jetzt das Komma gelandet, was oben fehlte. Und ich inferiere jetzt nicht, woran das liegen könnte oder warum in Österreich jemand die Wahl gewonnen hat, der Grenzkontrollen durchgesetzt hat.

und die Dunkelziffer der nicht angezeigten Delikte ist sehr hoch

Ich glaube nicht, dass ich das schonmal gebloggt habe, von daher: Der Trick an einer “Dunkelziffer” ist, dass man sie nicht kennt. Freilich mag das ein Problem sein, wie die recht konkrete Dunkelziffer ausreisepflichtiger Assos, von denen keiner weiß, wo sie sind – aber wenn man nicht wissenschaftlich und statistisch fundiert benennen kann, was da so “im Dunkeln” liegt, ist es reine Panikmache.

Und doch wird jedes Mal, wenn eine Frau an die Öffentlichkeit geht, erst darauf geschaut, was das Opfer anhatte.

Frauen achten darauf, was andere Frauen tragen. Hatten wir schon.

Ein kurzes Top ist keine Einladung sich über eine Frau herzumachen, sondern schlicht und ergreifend, ein kurzes Top!

Wtf? Ein Crop-Top hat die recht eindeutige Aussage “Ich bin eine unkultivierte Schlampe, und wenn du gut genug aussiehst, habe ich natürlich fünf Minuten für einen Blowjob auf dem Klo”. Was ein Unsinn, dass ein Top nur ein Top wäre.

Weil jemand wie Gina-Lisa Lohfink offenbar selbst schuld ist, wenn sie vergewaltigt wird…

Gina-Lisa Lohfick wurde nicht vergewaltigt. Und ich finde es entsetzlich, wie wenig strafbar solche Lügen sind – selbst nach höchstrichterlichem Urteil ist es z.B. nicht strafbewehrt, dass Leute wie Marcia derartige Verleumdungen verbreiten. Nur, falls wir mal über echte Probleme reden wollen.

Frauen geben oft die boshaftesten Kommentare ab

Feminismus 4.0: Eine Bewegung von Frauen, mit Frauen, gegen Frauen. Wir erinnern uns zurück, dass das Gründe sein sollen, warum man Feminismus brauche, richtig?

Solange solche Facebook-Kommentare noch gang und gäbe sind, brauchen wir Feminismus!

Ich hätte jetzt kein Problem damit, Facebook zu verbieten, auch wenn das sehr meinen freiheitlichen Werten widerstrebt. Aber ein derartiger Pfuhl potenzierter Idiotie ist schlimmer als Sodom und Gomorrha. Und jetzt könnten wir damit auch noch den Feminismus entbehrlich machen? Jaaaaaaaaaa! Ich meine, es gibt ja noch 4chan….

Weil in Fällen von häuslicher Gewalt erst mal gefragt wird „Warum bist du nicht gegangen?“, statt „Warum hat er dich missbraucht?“

Weil es fucking Victim Blaming ist, dem Opfer einer Gewalttat eine Beteiligung an den Ursachen zu unterstellen?

Es ist erschreckend, dass es dazu sogar eine Kampagne geben muss! Aber Außenstehende wissen ja immer alles besser, nicht wahr?

Nur, wenn man Wert auf Objektivität und Realität legt.

#WhyIStayed

Es gibt einen fucking Hashtag von Frauen, die sich von ihren Männern verprügeln lassen, als gäbe es nicht alle fucking fünf Meter Frauenhäuser und sie könnten den Ex nicht finanziell derart ausbluten, dass er jede halal geschlachtete Ziege beneiden würde. Fuck, die Welt ist krank. Frauen sind krank. Warum nochmal haben wir zugestimmt, dass die wählen dürfen?

Ah – wir wurden nicht gefragt.

Weil das Problem der Gender Pay Gap tatsächlich existiert und nicht von bösen Feministinnen erfunden wurde

Naja – das “Problem” wurde nicht von bösen, sondern von dummen Feministinnen erfunden, die keine Ahnung von Statistik haben. Der Gender Pay Gap existiert natürlich, und er ist ein echtes Problem – es ist unfair, dass Männer 80% der Wirtschaftsleistung erbringen, aber nur 50% der Wählerstimmen haben, zum Beispiel. Oder nur 30% der Renten kassieren.

[Labla 17,3% Pay Gap – das ist mal eine neue Zahl] ein Teil der Ungleichheit ist sachlich erklärbar: Alter, Ausbildung, Berufswahl Branchenzugehörigkeit, Unternehmensgröße oder Regionsunterschiede. Ein weitaus größerer Prozentsatz bleibt aber unerklärt und aus diesem Grund müssen Unternehmen seit 2011 auf Verlangen des Betriebsrates ihre Gehälter nach Geschlecht getrennt aufschlüsseln.

Unerklärt? Mädel, hör halt mal zu: Frauen sind in der Regel dümmer, fauler und weniger ehrgeizig als Männer – und arbeiten in make-work-Jobs wie “Pflege”, weil sie sowas wie “Werte” haben und “Euthanasie” ablehnen. War dir das jetzt sachlich genug?

Weil es noch immer zu wenig Frauen in Führungspositionen gibt

Bullshit. Das eigentliche Problem ist, dass es zu wenig sibirische Tiger in Führungspositionen gibt.

Weil Frauen ab 30 eine „große Gefahr“ für Arbeitgeber darstellen!

Wir brauchen Feminismus, weil Frauen ihre Midlife-Crisis mit der Produktion von Nachwuchs übertünchen? Hmmm… Männer kaufen sich da einen Sportwagen, dafür brauchen sie Geld, Geld kommt vom Arbeitgeber – das ist ein Win-Win. Wo ist der Win bei Nachwuchs? Auf egal wessen Seite? Was will der Feminismus daran ändern? Frauen für Sportwagen begeistern?

Um Kosten zu sparen (Karenzgehalt etc.) stellen sie lieber gleich Männer ein.

Das ließe sich doch fuck-einfach lösen, wenn man das Schwangerschaftsgehalt einfach abschaffen würde, oder? Nur mal so, liebe Feministen – und Sozialisten und Kommunisten im Allgemeinen: Ihr wolltet den Scheiß. Wir haben euch gleich gesagt, dass man sich Geld erarbeiten muss.

Weil wir Wörter wie „Mansplaining“, „Manspreading“ und „Manterruption“ erfinden müssen, um auf die alltäglichen Probleme in unserer patriarchalen Gesellschaft aufmerksam zu machen.

Lies: Wir brauchen Feminismus, um Wörter zu erfinden, um unsere erfundenen Probleme zu beschreiben, weil es uns in der fucking patriarchalen Gesellschaft zu fucking gut geht.

Im Wahlkampf gegen Donald Trump musste sich Hilary Clinton immer für ihr Geschlecht rechtfertigen!

Nein, im Wahlkampf gegen Donald Trump hatte Hillary keinerlei Punkt, der für sie sprach, und versuchte es daher mit “ich bin eine Frau”. Das war ihr fucking Wahlkampfmotto.

Ständig wurde sie von Trumps lauten Aussagen unterbrochen und eines Besseren belehrt.

Es war eine der unterhaltsamsten Politker-Veranstaltungen meines Lebens. Der zentrale Punkt hier ist aber: Sie wurde eines besseren belehrt impliziert ja nun, dass sie nur Dreck geredet hat – gell? Schau, deswegen verdienen Frauen 17,3% weniger – weil sie nichtmal ihre eigenen fucking Punkte argumentieren können.

Wenn man(n) sie aber mal ausreden lassen würde, dann würde er merken, dass sie es viel besser weiß als er!

Donald Trump? Ich glaube, du überschätzt ein bisschen Donalds Emotionalität, Marcia. Oder die von Männern im Allgemeinen. Mit Unsinn zum gefühlt “richtigen” Schluss zu kommen ist für Männer Unsinn; da müssen wir euch nicht ausreden lassen; das können wir euch gleich sagen.

Weil Frauen mehr zahlen müssen, nur weil sie bluten.
Ein Buch hat zehn Prozent Steuer und eine Kinokarte 13 Prozent. Tampons und Binden hingegen sind mit 20 Prozent besteuert.

Das stimmt nicht. Faktisch müssen Männer mehr zahlen, nur weil sie regelmäßig abspritzen müssen. Freilich sind Nutten mehrwertsteuerfrei, darüber könnt ihr euch gerne echauffieren, aber sie sind echt teurer als Tampons.

Weil Frauenbrüste und -Nippel sexualisiert werden…

Wir brauchen Feminismus, um alle Männer mit weißglühenden Eisen zu blenden?

Frauenbrüste werden von unserer Gesellschaft sexualisiert.

Ich mag Brüste. Schön, dass die Gesellschaft das auch so sieht, dann bin ich da kein kleiner Perversling wie die Leute, die auf Füße stehen oder so.

Werden sie in einem Magazin oder in einer Werbung abgebildet, dann denkt sich keiner etwas dabei.

?! – Ich denke da sehr wohl was: ui, geil, Titten. Das mit der mangelhaften Denkfähigkeit von Frauen im Allgemeinen und Feministen im Besonderen scheint schlimmer zu werden.

Sieht man Frauen allerdings in der Öffentlichkeit stillen, werden sie für ihr unschickliches Verhalten zur Rede gestellt.

Äh… also…. Ich denke da immer noch: ui, geil, Titten. Aber natürlich sind nicht alle Männer so modern wie ich.

Auf Social Media sind Frauennippel generell verboten. Inhalte, die diese unbedeckt zeigen, werden von den Plattformen gesperrt. Männernippel sind aber in Ordnung?

Hmmm… ich weiß ja jetzt nicht, warum puritanische Amerikaner Frauennippel verbieten, weil die halt schon geil sind, aber wer findet denn Männernippel geil? Homos? Frauen ja nun offensichtlich nicht.

Um auf diesen lächerlichen Missstand aufmerksam zu machen, wurde das Instagram-Profil “Genderless Nipples” ins Leben gerufen. Dort können Nutzer, egal welchen Geschlechts, ihre Nippel einsenden. Man sollte sie aber so nah fotografieren, dass das Geschlecht der Person unkenntlich bleibt. HAHA, Instagram und Facebook, ihr wurdet ausgetrickst!

Das wirkt wie ein total wichtiges Projekt. Ich muss mich gerade echt beherrschen, nicht in Whataboutism zu verfallen. Denn wen stören schon verhungernde Kinder in Afrika (Hinweis: mich nicht), wenn man keine Nippel auf Facebook sehen kann? Hmmm… naja, mich stört das auch nicht…. ne, Kinders, ernsthaft? Wir brauchen Feminismus wegen zu wenig Nippeln auf Facebook? Schaut doch einfach fucking Pornos – wie alle normalen Leute auch. Oder, wenn ihr Frauen seid, in einen fucking Spiegel. Sammal.

Weil die Liste noch ewig weitergehen könnte…

Das ist ernsthaft der vollständige Punkt 18. 18 geht aber halt nicht, wegen dem Holocaust.

Weil sich sicher jemand über die “Lächerlichkeit” der oben genannten Gründe aufregen wird!

Ich bin ja nur Blogger geworden, weil mir eine Feministin gesagt hat, dass man wegen Leuten wie mir Feminismus braucht. Und weil Feminismus gut, richtig und wichtig ist, blogge ich, weil man sonst ja keinen Feminismus bräuchte, aber Feminismus ja gut, richtig und wichtig ist. Ich freue mich sehr, auch heute wieder einen Beitrag für diese gute, richtige und wichtige Sache geleistet zu haben.

Wollt ihr den totalen Krieg?

Während die Linken über gelungene Gesprächsführung mit Schlägern, Brüllern und Menschenhassern nachdenken, formiert sich in aller Ruhe eine faschistische Bewegung. Die Zeit des Redens ist vorbei.

Hmmm… sollte ich vielleicht auch mit Titel-Teasern anfangen, so wie das die “Qualitätspresse” tut?

Die Linke will den totalen Krieg!

Gut? Nein? Okay, dann halt langsam. Das obige Zitat ist von der alleseits unbeliebten und für dumm befundenen Sibylle Berg, die normalerweise feministischen Unsinn beim Spiegel schreibt. Aber da man sich nicht genug gegen Nazis und alle, die man als solche bezeichnet, weil man keine inhaltlichen Argumente gegen denen ihre hat, stellen kann, versucht sich Oma Sibylle halt mal an Politik:

Oh, was ist das denn? Eine Petition, wie schön, eine Petition. Für das Recht der Rechten, ungestört Menschenhass zu verbreiten.

Oh, was ist das denn? Linker Journalismus, also einfach mal in aller Ruhe ohne Nachdenken ins Internet kotzen, Tatsachen verdrehen (lest die Petitition) und seine kommunistische Menschenverachtung raushängen lassen? Kommt, Mädels; wir hatten geklärt, dass ihr Frauen das mit der Polemik nicht so wirklich gut könnt. Übt oder lasst es, so blamiert ihr euch doch bloß.

Für den friedlichen Frieden, den Rechte nicht wollen, aber brauchen, um gegen Menschen zu hetzen, die nicht männlich und biodeutsch sind

Der natürlich ein völlig anderer friedlicher Friede als der ist, den Linke und Feministen brauchen, um gegen Menschen zu hetzen, die männlich oder auch nur ansatzweise deutsch sind.

Für den Schutzraum, den Rechte brauchen, um Andersdenkende auszubuhen, körperlich anzugreifen, mit Trillerpfeifen und der immer gleichen Verächtlichmachung zum Schweigen zu bringen.

Bin ich der Einzige, der (mit Ausnahme des letzten Jahres) niemals davon was gehört hätte – also, abseits Teilen von Pegida und maßgeblich der Identitären Bewegung – dass “Andersdenkende ausbuhen” und “Trillerpfeifen” ein Mittel der Kommunikation von irgendwem außer der (radikalen) Linken wäre? Weiterhin ist es auch heute noch so, dass die “immergleiche Verächtlichmachung” – hier “Nazi” – sogar im fucking Titel des Artikels steht. Liebe Linke: Das ist meinerseits kein “tu quoque”. Das sind eure Strategien. Die IB-Jungs machen nur genau das gleiche. Ihr habt angefangen. Ihr könnt das nicht anderen vorwerfen, solange ihr es tut.

Und vollkommen unabhängig davon habe ich never, ever, nie von auch nur einem auch nur noch so vermeintlichen Nazi gehört, der sich darüber beschwert hätte, dass ihn die Polizei friedlich von einer kriminellen Straßenblockade weggetragen hat. Nicht einen. Es sind faktisch vielmehr die linken Terroristen, die diesen Frieden ausnutzen.

Es braucht Zonen der Ruhe, damit Rechte sich entfalten können und Feuerchen vor Heimen legen

Ich heiße es sicher nicht gut, irgendwas anzuzünden, aber in “Zonen der Ruhe” werden doch eher Autos von der Antifa angezüdet. Und nein, Flüchtlingheime und Autos sind beides nur Gegenstände. Und nein, “da sind Menschen drin” ist der Antifa auch egal. Wir müssen jetzt auch gar nicht über moralische Maßstäbe streiten – also, nicht ihr und ich; im Gegensatz zu Euch habe ich nämlich welche. Ich finde – kann man ja heute nicht oft genug betonen – beide Gruppen scheiße. Aber ihr bigotten Arschlöcher halt nicht.

und Juden angreifen

Ich bin mir gerade nicht so sicher, ob diese Problematik in the current year wirklich mehr auf das Konto von Rechtsradikalen geht oder doch vielmehr auf das Konto derjenigen, die noch nicht so lange hier leben.

dafür müssen wir unbedingt und dringend eintreten, wir müssen den Dialog suchen, die andere Wange hinhalten, denen demokratische Grundrechte zusichernd, die die Demokratie verachten, Trutzburgen schaffen für Hetze, die sich blumengleich entfalten darf und muss.

Boah, das war aber jetzt lang. Geht es dir noch gut, Sibylle? Magst du ein Glas veganes Wasser?

De facto sind es die “fuck the system” – Linken wie Quentin von heute mittag oder Sibylle diejenigen, die Demokratie (das “System” ist (noch) eine Demokratie) verachten. Die “Trutzburgen” sind – recht offensichtlich – die “Qualitätspresse”, sowohl Sibylle als auch Quentin bekommen dort für ihren spalterischen, menschenverachtenden Dreck ja nun eine Plattform. Aber, so sehr sich Siblylle an Polemik versucht: Sie findet ja nun nicht, dass wir auch derartigen Volkszerstörern – ach, nehmen wir ausnahmsweise mal keinen Nazibegriff – Feinden der offenen Gesellschaft – eine Plattform geben sollten. Und das unterstütze ich, auch wenn man dafür die christlich-abendländischen Ideale der Aufklärung über Bord werfen muss; das mit der Aufklärung scheint seine Grenze gefunden zu haben. Lasst uns, ganz im Sinne an eine kulturelle Integration der noch nicht so lange hier Lebenden, Quentin auspeitschen und Sibylle steinigen.

Wir müssen Lichterketten für Verlage mit klar intellektueller rechtsextremistischer Ausrichtung bilden, beten für deren Autoren, die bekennende Faschisten sind.

Nö, müssen wir nicht. Das ist aber – ungeschickt durch einen Link zum Antaios-Verlag kaschiert – auch nichts, was irgendwer fordern würde. Richtige Nazis würden einen fucking Fackelzug mit anschließender Judenverbrennung fordern. Seid doch mal nicht so kulturell insensitiv und ein bisschen toleranter gegenüber der traditionellen deutschen Kultur einer enorm kurzen und zeitgeschichtlich abgearbeiteten Epoche der Landesgeschichte.

Und endlich ist da wieder eine Klarheit vorhanden, was früher verwässert und ohne Bedeutung war, gilt wieder was. Es gibt rechts und links.

Ja, es gibt, dank der AfD, wieder eine Partei, die nicht selbstzerstörerisch links ist (auch wenn ich damit vielleicht der CSU Unrecht tue). Eine Partei, die lächerliche 13% der Stimmen bekommen hat, während die anderen Parteien offen (Linke und Grüne unterstützen “Deutschland verrecke” offen) oder indirekt (SPD und CDU unterstützen irrationale und unfinanzierbare Einwanderung in die Sozialsysteme) jedwede positiven Errungenschaften der deutschen Zivilgesellschaft zerstören wollen. Zerstörung ist Links; Rechts ist grundsätzlich die Beibehaltung des Geschaffenen, da bin ich nichtmal unfair. Die Linken versprechen nur – und im Sinne von Schumpeters kreativer Zerstörung ist das nichtmal ein grundsätzlich schon theoretisch falsches Versprechen – dass es danach besser wird. Ich habe da nur das Problem, dass es hier seit 20 Jahren kein bisschen besser wird. In keinem Punkt. Weswegen ich die Linke der illusorischen Lüge bezichtige.

Und man muss sich positionieren. Die Trägheit der Politik und den Schwachsinn des unregulierten Kapitalismus vergessend,

Die Trägheit der Politik ist nicht das Problem; der Unwille der Politik, auch nur die grundlegenden, völkerrechtlichen Ansprüche an einen Staat (Grenzen, zum Beispiel) aufrecht zu erhalten (wir müssen über öffentliche Ordnung in z.B. Berlin nicht wirklich reden, oder?) ist es. Und “unregulierter Kapitalismus”? In Deutschland? In Europa? Das ist schlicht und einfach lächerlich. Die einzigen Länder, wo man halbwegs unregulierten Kapitalismus heute erleben kann, sind China, und der wird zumindest im letzten Fall von der fuckin Kommunistischen Partei getrieben. Ist aber wirtschaftspolitisch nicht wirklich Kapitalismus oder Kommunismus, sondern mehr das, was die Nazis gemacht haben – National-Sozialismus, basierend auf der Ausbeutung “minderwertiger” Länder. Funktioniert halt schon mittelfristig nicht, wegen Sozialismus, aber mei… wir haben das hier ganz sicher nicht.

heißt es Stellung beziehen, in einer Zeit, in der das Phlegma des Geistes nach einfachen Lösungen schreit und in der ein Kampf begonnen hat, darum, wie die Menschen leben wollen.

Ist Phlegma nicht Rotze? Hm – offentsichtlich nur in der Medizin. Aber ja, das Plegma des Geistes ist ein Problem der heutigen Zeit. Einfache, angebliche Lösungen wie “wir schaffen das” sind beliebt, und niemand traut sich, auch nur nachzufragen, wie das denn schaffbar sein soll. Den Kampf haben wir auch schon – v.a. in Form radikalen linken und islamischen Terrorismus, die allen Andersdenkenden ihren Weg zu leben – sei es in einer Wohnung, die ihnen nicht gehört oder nach den Regeln des Islams – mit Gewalt aufzwingen wollen. Komischerweise aber wehren wir uns noch nur mit rechtsstaatlichen, demokratischen Mitteln, und selbst das nur zu 13%. Aber ich gebe Frau Berg vollkommen Recht: Es ist notwendig, dass sich mehr Menschen gegen diesen suizidalen Unsinn stellen.

In einer Diktatur der Lautesten, die sich außer Verachtung, Herabsetzung und Asozialität durch nichts auszeichnet

Reden wir gerade von Feministen? #Aufschrei, #metoo, #ichbineinedummeSchlampeundwilleinenVorstandsposten? Nur mal so – ich finde es wirklich schön, wenn Feminsten mal einfach so ehrlich über sich selbst schreiben (und das dann natürlich auf Dritte projizieren, aber mei, sind halt dumm)…

oder in einer Welt, in der die Menschen wider ihre Natur versuchen, miteinander auszukommen und schwächere Mitglieder der Gemeinschaft zu schützen.

Es ist in der Natur des Menschen, miteinander auszukommen. Je zivilisierter diese Menschen sind, desto besser kommen sie miteinander aus, ohne alle Andersdenkenden umzubringen. Mit Toten kommt man in der Regel nämlich auch gut klar.

Das ist so unendlich öde. Diese rückwärtsgewandten Links-rechts-Schlachten, es hält von dem ab, was wirklich wichtig wäre – der Kampf gegen die sich selber fressende neoliberale Aushöhlung der Menschlichkeit.

“Neoliberal” ist nur ein Pfui-Schimpfwort der Linken ohne jedweden Gehalt – und auch keine Position, die ich verteidigen muss oder wollte. Ich bin nicht neoliberal, ich schwanke irgendwo zwischen Marchiavellis Autoritarismus und Hobbes Leviathan, was auf der von mir als “gut” angesehenen Ebene nicht inkompatibel ist. Das ist nicht “Neo”, das ist Hunderte von Jahren alt.

Was das mit Menschlichkeit zu tun hat, weiß ich nicht. Die Autorin auch nicht, das ist nur eine Wichsvorlage für Linke, die sich durch einmal abspritzen besser fühlen wollen. Was – ja – menschlich ist.

Während die Staatsorgane klarmachen, wo der Hammer hängt und Widerstand von Jugendlichen gegen neoliberale Politik, die – krass – Bierflaschen geworfen haben,

Messen wir hier irgendwie mit zweierlei Maß? Ich meine, wenn Rechte Bierflaschen (mit ein bisschen Diesel und so drin) werfen, ist das immer gleich versuchter Mord. Wenn Linke das tun, regt sich schon eine bigotte Spiegel-Autorin auf, dass in dem Fall gefährliche Körperverletzung (Sibylles Link) “zeigen, wo der Hammer hängt” ist, dann hängt der Hammer ziemlich tief.

Es gilt, Position zu beziehen. Die unglaubliche Schlaffheit linker Positionen, dieses Tee trinken und kuscheln, der Kampf für Sojaburger und Wiesenblumen gehen an dem vorbei, was sich draußen formiert

Es ist seit 50 Jahren linke Strategie, ihr Ziel des allumfassenden und 1984-inspirierten Kommunismus in kleinen Schritten durchzusetzen. Große, blöde Forderungen stellen und das Overton-Fenster weit öffnen, aber dann “no mas” keinen Schritt zurückweichen, wenn von vernünftigen Demokraten ein Kompromissangebot gemacht wird. Das war über Jahre erfolgreich, aber es ist halt an der Zeit, dass die Vernünftigen und Konservativen auch mal sagen “¡no mas!”. Oder, die Reihen fest geschlossen, halt mal einen Schritt auf die ach so friedliche Sitzblockade zumachen, weil die da, wo sie sitzt, ja nun ums Verrecken nichts verloren hat.

faschistische Bewegungen, mit denen nicht zu reden ist, weil man nicht gegen Schreien anreden kann.

Ebendiese angeblichen Faschisten gehen – wie Lauren Southern – zu Antifa-Veranstaltungen, um mit der Gegenpartei zu reden. Und werden dort nicht nur niedergebrüllt, sondern körperlich angegriffen. Auch Feministen brüllen nur – ohne Widerrede zu tolerieren – rum und erwarten, dass man ihre Forderungen durchsetzt. Die IB – so die einzige bekannte Gruppe, die ebensolche Strategien verwendet – macht nur das, was sich bei Linken – wie Sibylle – und Feministen -wie Sibylle – bewährt hat. Freilich ist es traurig, dass das funktioniert, aber Sibylle macht nichts anderes, von daher wirft sie nur die Scheiben des Glashauses ein, in dem sie selbst sitzt. Damit trifft man niemand anderen.

Vielleicht ist der Schwarze Block, die jungen Menschen der Antifa, die Faschisten mit dem einzigen Argument begegnen, das Rechte verstehen, die einzige Bewegung neben einem digital organisierten Widerstand, die eine Wirkung hat.

Ich bin mir nicht sicher, ob Sibylle hier “Rumbrüllen” und Trillerpfeifen, also die eben genannten “Argumente” derer, mit denen man nicht reden könne, meint, oder schlichte, feige und anonyme Gewalt. Für den Fall von letzterem: Natürlich verstehen Menschen Gewalt als Mittel der politischen Machtdurchsetzung, aber das ist (a) keine Form der zivilisierten Auseinandersetzung, geschweige denn ein Argument, und (b) das so zu formulieren halte ich für einen strafbewehrten Gewaltaufruf, worüber ich mich echauffieren könnte, wenn ich den Paragrafen nicht grundsätzlich scheiße fände (oder der gegen Linke angewendet würde, aber ich lebe ja nicht in einem Rechtsstaat), vor allem aber (c) ist die rechte Gewalt laut polizeilicher Kriminalstatistik eher gering und es erscheint vielmehr so, dass (d) Linke keinen Argumenten zugänglich sind, sodass nur Gewalt bleibt.

Das ist übrigens genau die Entwicklung, vor der ich seit drei Jahren in diesem Blog warne, und Spiegel Online hat nichts besseres zu tun, als eine dumme Kuh zu publizieren, die Öl ins fucking Feuer gießt. Ich finde das entsetzlich, ich finde, dass, wenn das der Status in Deutschland ist, wir hier einen fucking Bürgerkrieg haben werden, und, so sehr ich die 13%, die sich bei der letzten Wahl für eine politische Lösung ausgesprochen habe unterstütze, habe ich keinerlei Lust, da mitzumachen.

Falls jemand nicht glaubt, dass Frau Berg hier offen zum Bürgerkrieg aufruft:

Es wird nichts mehr von alleine gut. Die Regierung wird uns nicht retten. Allein eine Neudefinition des Begriffs linker Aktivismus kann den Schwachsinn des Hasses und der Menschenverachtung stoppen. Ein wunderbares Buch dazu.

Das “wunderbare Buch” ist eine “Anleitung zur Revolution”. Man beachte auch die schon im Satz ausgesprochene Missachtung des demokratisch gewählten Rechtsstaats.

Das ist so ein grundlegendes Problem mit marxistisch verblendeten Ideologen: Sie können nicht gewinnen. Freilich, mit einer Mehrheit können sie alle “Nazis” in Gulags vernichten und den x-ten Versuch einer kommunistischen Utopie beginnen, aber: Kommunismus funktioniert nicht.

Das kann man auch nur unterstützen, indem man die Realität vollkommen verleugnet:

Während die guten Linken immer noch sitzen und über eine gelungene Gesprächsführung mit Schlägern, Brüllern und Menschenhassern nachdenken, spielt draußen das gute alte Liedgut, die ersten Schaufenster werden beschmiert und Fahnen gehisst.

Denn de facto spielt “da draußen” die Internationale auf dem fucking SPD-Parteitag, und bei Frau Merkel auf dem alten DDR-Plattenspieler, es sind zu nahezu 100% Linke, die Schaufenster beschmieren oder – fuck, die haben dafür ein eigenes Wort geschaffen – “entglasen”, und vor den Staatskanzleien weht die Regenbogenfahne.

Wenn also Sibylle schließt mit

Die Zeit des Redens ist vorbei. Es geht um die Rettung der Menschlichkeit.

… kann ich ihr nur zustimmen. Danisch hat das mit “ach, war das schön, als wir noch Polizeigewalt hatten” recht gut formuliert, aber immer offensichtlicher hat Frau Berg Recht: Der Rechtsstaat und das Gewaltmonopol des Staates sind tot; prinzipiell wäre das ein Fall für Artikel 20 (4) GG. Und den werde ich auch ergreifen – nicht zur Rettung der Menschlichkeit, sondern zur Rettung der (deutschen, zivilisierten) Menschheit. Und natürlich auch nicht, wie Frau Berg das rückständig-mittelalterlich fordert, mit Gewalt. Sondern ganz so, wie ich das aus meinem tiefsten Inneren unterstützen und mit meinen Überzeugungen vereinbaren kann: Kapitalistisch.

Montag melde ich mich arbeitslos. Es reicht mir nämlich. ¡No mas!

Through the Gender Glass

Ich habe ja gestern durch Martin erfahren, dass irgendeine durchgeknallte Paula es nicht so prickelnd fand, dass irgendein Jugoslawe mit seinem Gender-Studies-Studium nicht so glücklich war, weil die sich zu viel mit Negern und so beschäftigen und zuwenig mit den armen unterdrückten Hascherln (oder so). Naja, es gibt da bei der geisteskranken Frauenzeitschrift “Missy Magazine” ein quasi-Vollzitat von dem Emma-Artikel und Paulas unendlich lange Antworten drauf – man will ja als Gender-Sektenführer auf keinen Fall, dass einen jemand wirklich versteht; es geht um “Listen and Believe” und v.a. Anbetung der besten Spezies im ganzen Universum: Frauen. Vor allem natürlich behinderte, dumme, nicht-weiße Frauen. Paula ist – sicher zu ihrem Bedauern – weiß, aber das sind immer noch zwei von drei.

Ich habe es nicht wirklich ausgehalten, neben Vojin Saša Vukadinović (ich nenne den mal Sascha, sonst kann ich mir das nicht merken) gestelzten Ausführungen zu den Sujets … geschlechtlicher Repräsentationsformen [im] Bewusstsein für die Historizität der Geschlechterrollen noch Paulas noch gestelztere Repliken zu lesen, von daher tue ich Euch nicht den ganzen Mist an, sondern nur die wirklich schönen Teile:

[Paula] Fachliteratur lesen hilft noch weiter

Ehrlicherweise hat Sascha keine diesbezügliche Frage gestellt. Eigentlich hat Sascha gar keine Frage gestellt, sondern vielmehr erklärt, was das Curriculum seines Gender – “Studiums” war. Wir lernen daraus: Im Gegensatz zu einer Grundschule ist es für Gender – “Akademiker” offensichtlich erwähnenswert, dass Lesen bildet. Das erklärt natürlich viele der Gender-Aktivisten.

[Paula] Frauenemanzipation? Wieso sollten sich die Gender Studies auch dafür interessieren? Oder anders gesagt: Doch, sie interessieren sich dafür

Ja – aber warum denn, Paula? Ich meine – komm, du bist hier die, die den Gender-Studies-Unsinn als sinnvoll hinstellt und offensichtlich selbst nicht weiß, was die Scheiße soll. Toll. Muss man sicher mehr Geld investieren, damit du mal ein Forschungsprojekt machst, warum du ein Forschungsprojekt machen solltest, gell? Erinnert mich an die Nutte aus Idiocracy.

[Paula} Nein, die Gender Studies sind nicht der akademische Arm eines politischen Emanzipationsprojektes.

Sagt auch keiner – außer denen, die daran beteiligt sind. Es ist eine politische Unterwanderung der Universitäten durch eine politische Bewegung, die doch sehr an den sozialistischen “Marsch durch die Institutionen” erinnert. Aber wirklich niemand denkt, dass ihr irgenwie “akademisch” seid; ihr sitzt da halt. Die Putzfrau in der Uni ist genauso akademisch wie ihr.

[Sascha] Gender-Studies-Kurse tragen nunmehr Titel wie …  „Einführung in die interdependente VerRücktheitsforschung/Mad Studies“.

[Paula] Und warum auch nicht?

Eben – desto offensichtlicher die nur Unsinn machen, desto einfacher ist es, darzulegen, dass man sich den Quatsch sparen kann.

[Paula] Davon abgesehen, dass spätestens seit Sigmund Freud und Michel Foucault … systematischen Erkenntnisgewinn zu Gesellschaft

Ne, Kinders, ihr müsst euch schon mal entscheiden, ob ihr jetzt Freud mögt oder nicht. Der hätte nämlich befunden, dass man hysterische Weiber wie euch therapiert; nicht, dass man ihnen einen Lehrstuhl gibt. Zum Erkenntnisgewinn von Foucault… mei, ich könnte das auch über meine Katze behaupten; das wäre aber unfair gegenüber meiner Katze.

[Sascha] Viel diskutierte Postulate heißen „Critical Whiteness“, „Intersektionalität“ oder „Femonationalismus“.

[Paula] Viel diskutiert, exakt.

Das ist dann übrigens der “systematische Erkenntnisgewinn” nach Foucault: Man redet über Unsinn. Nein – nicht falsch verstehen – man redet natürlich nicht darüber, dass das Unsinn ist und redet dann über was sinnvolles, sondern man redet nur, ausschließlich und ausführlich über Unsinn. Weil?

[Paula] Das ist eine lebensweltliche Binse

Guckt – so einfach ist das mit dem “Argumentieren”.

[Sascha] Das persönliche Leiden an der Welt wird zum wissenschaftlichen Thema verklärt.

[Paula] Das mag ein Ding sein, und in meiner Blase wird spätestens seit „Beißreflexe“ (Patsy L’Amour laLove 2017) genau das kontrovers diskutiert.

Es wundert mich überhaupt nicht, dass Paula da irgendeinen Patsy vorschiebt, statt sich mit der Kritik auseinanderzusetzen. Ich meine – warum sollte man auch über was sinnvolles reden, wenn man über seine persönlichen Probleme nicht nur bis zum Umfallen jammern, sondern sogar kontrovers jammern kann?

[Paula] Geschlechtsneutrale Pronomen sind ein issue …

Bis man einen fucking Duden aufschlägt. Das Paula scheint keinen Duden zu haben.

[Paula] Richtig wichtig ist indes

Fick dich, Paula.

[Paula direkt weiter:] Das persönliche Leiden an der Welt, es ist mitunter politisch.

Fick dich².

[dito] Das persönliche Leiden an der Welt mancher hat nicht zuletzt systematisch mit dem Glück auf Erden anderer zu tun.

Deswegen müssen wir alle so unglücklich machen wie die geisteskrankeste, in ihrer Kindheit von ihrem Onkel sexuell missbrauchte Feministin. Mit staatlichen Fördergeldern!

Das zu diskreditieren ist eine mindestens dumme und ignorante Haltung, es erhöht zudem unter Umständen das Leiden.

Das – was? Hä? Das ist Neid, du widerliche Kuh. Neid. Neid. Blanker, widerlicher, solipsistischer, destruktiver Neid – zumindest so, wie du das gerade schilderst. Fick dich³, Paula, fick dich. Für sowas kommen gläubige Katholiken übrigens in die Hölle – der Rest sowieso, die sind ja keine gläubigen Katholiken. Nach Dante werden Neidern die Augen mit Draht zugenäht, und sie müssen Kleidung tragen, die nicht von der Umgebung unterscheidbar ist. Und das erklärt übrigens den modernen Feminismus und die Gender-Bullshitties hinreichend: die wollen Aufmerksamkeit. Die leben von Aufmerksamkeit wie ein widerlicher Parasit aus Star Trek – oder vielmehr wie die Weeping Angels aus Doctor Who, nur umgekehrt – sie saugen Dir die gesamte Lebensenergie aus, wenn Du sie beachtest. Gruselig. (@StevenMoffat: I’d like to be credited with that if you make it an episode. And get £1m, BBC can afford that).

[Sascha] Gender-Paradigmas geschuldet, das als Nonplusultra eines nicht-biologistischen Geschlechterverständnisses gilt

Ich enthalte Euch ja die schlimmsten, unverständlichsten Passagen vor und kürze auch mal großzügig, damit die Sätze ohne Hirnkrebsrisiko verstanden werden, aber – biologistisch ist.kein.Wort.

[Paula] Das “Gender”-Paradigma hat bereits Ende der 1980er, in den frühen 1990ern die Verwissenschaftlichung geprägt

… und ihr habt es beibehalten, nachdem sich der Typ, an dem es physisch ausprobiert wurde, mit einer Schrotflinte in den Kopf geschossen hat. Das ist die Basis für eure ganze “Wissenschaft” – ein Paradigma, was Leute dazu bringt, sich in den fucking Kopf zu schießen. Aber hey – wir wollen ja gesellschaftliche Realitäten und Paradigmen in Frage stellen – nur nicht unsere eigenen, gell? Fick dich⁴, Paula. Wegen Dir musste ich lernen, wie man ⁴ macht. Gott sind diese Leute widerwärtig.

[Paula] mit strikt empirischen, womöglich gar empiristischen Ansätzen

Empiristisch ist, wenn Ihr ein Objekt fallen lasst, hier und in den USA, es fällt immer runter, und daraus schließt, dass die Erde flach ist. Fertig ist die “Wissenschaft”. Nur, um Gender Studies da mal richtig – nach Maßgabe einer Gender-Professorin – einzuordnen.

[Paula] Inwiefern dabei das Biologische, die Natur, das Stoffliche eine Rolle spielt – und wenn ja, welche – dazu gibt es kilometerweise Fachliteratur aus allen (yup, allen!) Disziplinen. Das Gender-Paradigma ist tatsächlich aus der Kritik an der Kategorie „Frau“ entstanden, insofern es aus epistemologischen und empirischen Gründen keinen außersozialen kleinen Unterschied gibt, der dessen große Folgen begründet

Wir halten fest: Es gibt biologische Unterschiede. Wenn wir die aber vollkommen ignorieren, weil die unserem Paradigma widersprechen, dann gibt es keine extrasozialen Gründe. Also, außer den biologischen, die wir ignorieren, natürlich. Weil es nur einen wahren Gott gibt, und alle Ungläubigen müssen umgebracht werden.

[Sascha] Nicht eine Arbeit aus den Gender Studies hat in den letzten 20 Jahren eine gesellschaftspolitische Debatte geprägt oder zumindest vorangetrieben.

[Paula] Nein? Nancy Fraser …

Ich gebe Sascha recht. Nie gehört. Wirklich nie. Oder ist das die aus den 90er-Teleshopping-Sendungen “Oh schau, Nancy, Nancy, schau, wie toll dieser Gemüsehobel….”?

Die Gender Studies haben sich auch kritisch mit allerlei policies befasst, die auf „Gender“ aufruhen – am prominentesten wohl rund um das „Gender mainstreaming“

Hmmm… wie ging das? Ah – fick dich⁵.

[Sascha] Hiervon unbeirrt regiert in den Gender Studies weiterhin das Selbstbild, unverzichtbare universitäre wie gesellschaftspolitische Arbeit zu leisten.

[Paula] Solche Probleme zu kon[s]t[r]urieren, … das ist die oben genannte Verpflichtung

Ja – wo kämen wir denn hin, wenn wir niemanden hätten, der Probleme konstruiert, die es sonst gar nicht geben würde?

[Paula] Sie steht, die Pappkameradin. Ich sag mal mit Adorno: „Dem Halbgebildeten verzaubert alles Mittelbare sich in Unmittelbarkeit, noch das übermächtige Ferne. Daher die Tendenz zur Personalisierung: objektive Verhältnisse werden einzelnen Personen zur Last geschrieben oder von einzelnen Personen das Heil erwartet.“

Tjo… dann sage ich das mal mit Schopenhauer:

daß die Weiber … aber im Punkte der Gerechtigkeit, Redlichkeit und Gewissenhaftigkeit, diesen [Männern] nachstehn. Denn in Folge ihrer schwachen Vernunft übt das Gegenwärtige, Anschauliche, unmittelbar Reale eine Gewalt über sie aus, gegen welche die abstrakten Gedanken, die stehenden Maximen, die festgefaßten Entschlüsse, überhaupt die Rücksicht auf Vergangenheit und Zukunft, auf Abwesendes und Entferntes, selten viel vermögen.


Mir ist das zu blöd. Noch ein paar Zeilen höher sagt Paula, da würde debattiert, im Interview gestern behauptet sie, die würden “diskutieren”. Gleichwohl wird jede Kritik herablassendst (und inhaltsleer) abgebügelt – die Maxime, dass Gender Studies der einzig wahre Gott sind und jedes Wort einer Genderforscherin die einzig gute, richtige und wichtige Wahrheit ist, egal, wie sehr sie anderen Aussagen der gleichen Person widerspricht, ist nicht mehr nur dumm oder widerlich oder sektenhaft-verblendet;  das erfordert eine stark ausgeprägte Schizophrenie. Ich beende das daher mit einem fickt euch, Gender-Spinner, fickt euch¹⁰⁰ . Fuck, die ^100 wird schief. Fuck. Sammal… Gender Studies verursachen psychische Probleme, ernsthaft. Waaaah. 

 

Spektrum des Wahnsinns

Nachdem ich mich an die entsetzliche Zeitumstellung nach dem Rückflug (-1 Stunde) und die Temperaturumstellung (-20°) gewöhnt habe, möchte ich mich hiermit in aller Form bei all denen entschuldigen, die sich während meiner unangekündigten Abwesenheit um mein Wohlbefinden Sorgen gemacht haben – also niemandem.

Es tut auch eigentlich ganz gut, sein Notebook mal auszulassen; der Unsinn, der einem täglich in den diversen Newsfeeds präsentiert wird, ist ja vernünftig kaum noch auszuhalten – aber es tut halt wirklich gut, da einfach ins (30°) kalte Wasser zu springen. Mangels größerer Wasserflächen habt ihr aber heute die Freude, den hirnverbrannten Unsinn eines Bastian Greshake Tzovaras mit mir zu lesen:

How Men Can Help Women in STEM: Shut Up, Sit Back and Listen

Ich weiß schon, worauf das rauslaufen wird – weil fucking “Listen and Believe” im fucking Titel steht. An welche Zielgruppe richtet sich das? Verblendete Volldeppen, die sich einen Vortrag einer Feministin anhören? Nein, weit gefehlt, das kommt aus dem Scientific American, der “Mutterzeitung” des (offensichtlich ehemaligen) Wissenschaftsmagazins Spektrum der Wissenschaft. Das war’s dann also mit Deutschland, Technologieland; die Dichter und Denker sind ja nun schon länger tot.

In other words, pay attention to women who have stories to tell about how STEM has failed them, and learn how you can make a difference

Die relevantere Frage ist, warum ich Frauen in MINT helfen sollte. Ingenieure und Techniker sind eigentlich dazu da, was nützliches für mich zu machen; spontan bin ich da Herrn Diesel sehr dankbar für’s Nachhausekommen vom Flughafen, und gerade James Bonsack und Josef Groll, die mich diesen Unsinn durchstehen lassen.

Es ist mir herzlich egal, was MINT für Frauen tun kann, da halte ich es ganz mit JFK: Frage nicht, was MINT für dich tun kann, frage, was Du für MINT tun kannst. Der Wastl (der Autor scheint in Frankfurt zu arbeiten) scheint das aber anders zu sehen, weil – naja, weil das Richtig und Wichtig ist, und alle, die das anders sehen, sind reaktionäre Sexisten, natürlich. Oder habt ihr erwartet, dass da ein Grund käme? Neeeeeee…. da kommt nur Unsinn:

The UNESCO Institute for Statistics estimates that only around 30 percent of researchers worldwide are women.

“Only”. Wir konstruieren einen Mangel, implizieren eine Fehlallokation – durch die Verwendung der richtigen Worte, weil Worte – ja natürlich, weil Worte wie “weil” automatisch eine Begründung sind, egal, was man dann noch für Unsinn schreibt. In Taka-Tuka-Land, fragt mal Pippi Langstrumpfs Vater.

There’s also extensive literature on biases against women in STEM, affecting all aspects of academia, including hiring, publishing, citation counts and teaching.

Ein Bias ist eine Verzerrung, die in der Wissenschaft unerwünscht, also “falsch” ist. Wir “bestätigen” unser unbegründetes “nur” mit einem weiteren wertenden Wort – natürlich wieder, ohne das zu begründen.

Ich streite nicht ab, dass beides so ist. Ich warte aber darauf, warum das schlecht sein soll. (Spoiler: vergeblich).

Given these disheartening statistics

Für all diejenigen, denen die kleinen, eingestreuten Wörter noch nicht genug waren, drücken wir mal richtig auf die emotionale Tränendrüse. Fein. Fuck, und der Text hat nichtmal angefangen. Herzzerreißend.

it is clear that there is still a long way to go before we can even start thinking about gender equality in STEM

Das ist doch mal erfrischend: Dann lassen wir es halt. Ich habe zum Beispiel keinerlei Interesse an “Gender Equality in STEM”, und ich kenne auch persönlich niemanden, den das interessiert. Die wollen alle nur, dass man sein Maul hält – ah, wie das im Titel stand. Ich hatte neulich kurz gefragt, was eine alte Freundin von mir eigentlich genau macht – ich kann mit “Quantenmechanik” und “Heisenberg-Algebra” halt nichts anfangen, aber als Frau kann sie das natürlich nicht ordentlich erklären. Und hat dann – typisch Frau – einfach vom Thema abgelenkt, und sie meinte nur “komm, mach lieber den Champagner auf”. Frauen, eben.

Why is it that I, a man in STEM

Moooooment… der Wastl ist, ja, formal in STEM. Praktisch aber “forscht” er zu so tollen Sachen wie “Nutzung von SciHub“, einem doch mehr soziologischen Thema. Sehr. Sehr, sehr, sehr soziologisch.

am writing about this? Because to me these statistics also show another thing

“Also” – also, zusätzlich zu – einer deskriptiven Verteilung, die das halt statistisch ist, zeigt es dir, Wastl, noch die göttliche Eingebung der Gendergöttin?

men, who are dominating these fields, have an obligation to support women in STEM and help level the playing field.

Uh – äh – okay, der Hohepriesterin der vollkommen durchgeknallten Gender-Sekte. Das war jetzt noch abstruser als erwartet; normalerweise behaupten die Genderspinner ja wenigstens eine Benachteiligung, bevor sie was fordern.

But how can men help to facilitate change and support women in STEM?

Immer noch: Wie haben nicht erklärt, warum das irgendwer machen sollte, wem das was bringt, und warum das mich als Mann in nicht-MINT irgendwie interessieren sollte – außer, um aufzuzeigen, dass es vielleicht gute Gründe gibt, dass Leute, die so aussehen wie Wastl, zu Deutschlands besseren Zeiten am Hauptbahnhof “haste mal ne Mark” gefragt haben und nicht an Universitäten saßen.

All the things I try to implement are the result of listening to women—who sacrificed their spare time to educate me—and taking their advice.

Ich glaube, das Versagen von Frauen in MINT könnte daran liegen, dass da zu viele Dummtrullas rumhängen, die Deppen wie Wastl irgendwas zu erklären versuchen – ich meine, wenn der noch nichtmal verstanden hat, dass man aus einer deskriptiven Statistik keine kausalanalytischen Schlüsse ziehen kann, redet man halt nicht über sowas mit den Leuten. Gar nicht – das war mein Beispiel oben (und das war natürlich fiktiv; ich bin nicht so blöd, die danach zu fragen; ich weiß, dass mir das zu hoch ist). Dafür müsste man aber natürlich was inhaltlich-fachliches beherrschen und nicht nur Jammern.

listen to them. What can this look like on a more concrete level? Ask yourself about your own environments: is it men, including me, who are taking up all the airtime at meetings?

Joah… wie wäre es denn, wenn du deinen fucking Ratschlag mal selber befolgen würdest und ein Wissenschaftsmagazin nicht mit Gender-Schwachsinn zumüllen würdest? Ich kenne Frauen, die machen wie Wastl auch Bioinformatik – ok, nicht auch, die machen das wirklich – und die machen richtig coole Sachen, Tumorzellenvermehrung modellieren und sowas.

Chances are that this is the case, as women are interrupted more often than men and speak significantly less at professional meetings.

Ich bin recht sicher, dass ich Wastls Unsinn häufiger unterbreche als den üblichen Unsinn von üblicherweise Frauen, die ich “unterbreche”. Wie erwähnt – man sollte aus deskriptiven Daten keine kausalanalytischen Schlüsse ziehen (dafür gibt es kausalanalytische Verfahren, aber hey, Wastl ist ja “Statistiker”, wem sage ich das also?). Und dass Frauen bei Professionellen-Meetings weniger reden – klar, da ist ja der Zuhälter dabei?!

To whom are you paying attention? … For social media, some tools let you check the gender breakdown of the people you read. Make sure to identify those voices you’ve ignored so far

Ich hätte ja nun kein Blog, wenn ich nicht sehr viel Mist von durchgeknallten oder geisteskranken Spinnern lesen würde, oder? Bekomme ich jetzt ein Gender-Sternchen?

and listen to them.

Spring von der Klippe, Wastl. Listen to the voices you’ve ignored so far.

Generally, the male overrepresentation in STEM means you’re likely to default to male perspectives.

Ich bin aber doch gar nicht in MINT tätig? Ist der Artikel nur für MINT-Männer, die Frauen nur aus Pornos kennen? Hö?

Make sure to steer actively against this.

Diesen Ratschlag gebe ich Leuten, die ich nicht mag, für den Fall von Aquaplaning.

This becomes even more important… as representation matters.

WEIL? Fucking WEIL? Warum lese ich den Scheiß? Wird davon irgendwer missioniert, der den Unsinn nicht eh richtig und wichtig findet? Arbeiten in MINT nur noch Vollidioten?

Additional ways to counteract gender-biased presenter lineups are listed in Ten Simple Rules to Achieve Conference Speaker Gender Balance.

Der verlinkte Mist wurde ernsthaft bei PLOS publiziert. Früher war auch das mal eine wissenschaftliche Publikation.

Aber gut, Wastls Unsinn wird langweilig und ab hier nur noch repetitiv, und die “10 Simple Rules” beginnen ernsthaft mit

Count the number of women and men attending a conference

Wenn der Status Quo der MINT-Fächer derzeit so ist, dass man eine Frau braucht, um ihnen zu sagen, dass man zur Ermittlung – oder hier Gestaltung – einer Verteilung erstmal zählen muss, dann – naja…

… macht plötzlich alles mehr Sinn.

Die eingeschränkt demokratische Grundordnung

Nachdem mein schöner, bedachter Beitrag zu Strohmännern, die einem liberalen, marktwirtschaftlichen Kapitalismus entgegengesetzt werden, wohl recht unbeliebt war, statt einer Fortsetzung heute ein kleiner Rant.

Da sind nämlich ein paar Sachen zusammengekommen, die sehr schön den Zustand der “demokratischen Grundordnung” in Deutschland beschreiben. Angefangen hat das mit Fefe, der diesen Hirnfurz einer Britt-Marie Lakämper veröffentlicht hat. Highlight:

Satire ist die Droge der Kleinintellektuellen.

Wohingegen echte Intellektuelle wie Britt-Marie natürlich mit Witzen amüsieren, die nur versteht, wer “Game of Thrones” schaut (ja, klickt ruhig, das kann man sich nicht ausdenken, dass sich so jemand sowas zu schreiben traut).

Mariechens eigentlicher Punkt ist aber, dass Die Partei – ihr wisst schon, Sonneborn und Konsorten – keine Wahlalternative sein sollten, weil Realpolitik blablablubbs.

Freilich aber kann man die Partei aber durchaus auch deswegen wählen, weil die Tatsache, auch nur einen Clown ins Europaparlament zu bringen eigentlich die ganze Veranstaltung als die lächerliche Farce entlarvt, die sie ist – und Herr Sonneborn hat, muss ich sagen, diese Meinung auch in ebendiesem Parlament kundgetan. Ich bin mir nun recht sicher, damit nicht Maries politische Meinung zu treffen (die CDU-Mitglied ist), aber ich fand meine Wählerstimme bei Herrn Sonneborn wirklich gut aufgehoben. Übrigens im Gegensatz zu allen anderen Parteien.

Nun hat den idiotischen Post aber auch Herr Nebgen aufgegriffen, seines Zeichens Strafverteidiger. Herr Nebgen verteidigt – als korrekter Jurist einerseits und als tatsächlicher Demokrat andererseits selbstverständlich die Zulässigkeit einer reinen Satire-Partei. Herr Nebgen mag aber zugleich die AfD nicht, findet aber, dass man ihr demokratisch entgegentreten sollte (im Gegensatz zu übrigens den meisten Politikern, aber egal) – er schreibt:

Satire ist vor allem dort wichtig, wo ein sachlicher Diskurs – aus welchen Gründen auch immer – nicht mehr möglich ist.

Da unterstütze ich Herrn Nebgen vollends. Ich teile nur nicht seine (kommt noch) Annahme, dass das in Parlamenten der Fall wäre. Eine parlamentarische “Debatte” sieht in der Regel so aus, dass jeder eine vorbereitete Rede hält, woraufhin dann alle so abstimmen, wie sie das ebenso bereits vorher (in kleinen Gremien; diese greife ich hier explizit nicht [aus diesem Grund] an) beschlossen haben. Ganz toll, sehr wichtige Veranstaltung, so ein Bundestags-Plenum.

Wenn man nun aber – wie Herr Nebgen – davon ausgeht, dass im Bundestag tatsächlich Debatten stattfinden, bei denen – außer “pöbelnden” und “unzulässigen” Zwischenrufen niemals zwei Parteien miteinander reden, dann, so Herr Nebgen, sei es ein Problem,

wenn eine Partei dort einziehen sollte, deren Mitglieder nicht nur Meinungen haben, sondern diese gerne mit falschen Tatsachenbehauptungen unterfüttern.

Er meint damit gezielt Alice Weidel von der AfD, mit Verweis auf zwei andere Artikel, von sich selbst und von den über jeden Zweifel erhabenen Staatsmedien der ARD.

Herr Nebgen schreibt dann weiter, dass man Satire bräuchte, weil:

Man behauptet irgendetwas möglichst Konkretes, dessen Wahrheitsgehalt auf die Schnelle niemand überprüfen kann und drischt damit auf die anderen ein. […] Ich habe Zweifel, ob die – im großen und ganzen immer noch seriösen – Altparteien mit diesem Stil klar kommen werden. Viele werden sich noch gar nicht vorstellen können, auf welches Niveau die Debatte herunter gezogen werden wird, wenn es erst einmal soweit ist. Und dann braucht es auch im Bundestag jemanden, der sich auf diesem Niveau auskennt.

Das “Niveau” des Gender Pay Gaps? Aber egal, ich habe mit dieser Interpretation Nebgens zwei andere Probleme: Erstens wäre jedwede Form des verbalen (!) “Aufeinandereindreschens” ein wahnsinniger Gewinn in der aktuellen politischen Diskussionskultur, die diesen Namen nicht mehr verdient hat, da es keine Diskussion ist, wenn die andere Seite schlicht ignoriert, was die eine sagt. Und zweitens tut Herr Nebgen der AfD Unrecht, aber lassen wir ihn das selbst illustrieren:

In dem Film “Jäger des verlorenen Schatzes” (Raiders of the lost arc) gibt es eine Szene, in der der Protagonist (Harrison Ford) von einem gefährlich anmutenden Kämpfer bedroht wird, der mehrere Säbel schwingt, dabei Furcht einflößende Laute von sich gibt, und so einen kurzen Moment den Eindruck vollständiger Überlegenheit vermittelt. Der Protagonist zieht seinen Revolver und erschießt diesen Gegner auf vergleichsweise unspektakuläre Weise.

Wenn die Altparteien nicht aufpassen, wird es ihnen ergehen wie diesem ehrlichen, naiven Kämpfer: Sie werden regelwidrig aber effektiv einfach über den Haufen geschossen werden.

Was Nebgen hier macht, nennt Schopenhauer ein simuliertes Argument. Wenn der Leser nämlich auch nur eine Sekunde nachdenkt, wird er feststellen, dass (a) Indiana Jones der Gute ist und (b) es gegenüber einem willkürlichen Aggressor, der nach eines Lebens trachtet, in keiner Gesellschaft ever “regelwidrig” ist, ihn einfach zu erschießen.

Aber gut, es geht heutzutage offensichtlich nichts über billiges AfD-Bashing, und so komme ich in die blöde Situation, was positives über die AfD-Quotenlesbe schreiben zu müssen. Ganz fein. Nebgen formuliert das so schön:

dass die dort von Dr. Alice Weidel aufgestellten Behauptungen auch inhaltlich schlicht falsch sind; man schaue mal hier

Hier, übrigens. Bei der ARD, der vom Staat unabhängigsten Medieninstutution der Welt, noch vor CCTV, Russia Today, Al Jazeera und der Pyongyang Times. Es geht hierum:

Mehrmals hat die AfD bereits behauptet, in Büros gelten viel höhere Grenzwerte für Stickstoffdioxid als auf der Straße. […] Richtiger wird sie dadurch aber nicht.

Kristin Becker vom SWR erklärt uns das dann ausführlich, wieso diese falschen Tatsachenbehauptungen einfach nur sachlich falsch seien:

Der Grenzwert für Stickstoffdioxid liegt im Außenbereich bei 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Viel höher – bei 950 Mikrogramm pro Kubikmeter – hingegen ist der Wert für bestimmte Arbeitsplätze.

Oh. Wir müssen den Artikel also nicht weiter lesen. Frau Weidel und jeder andere von der AfD, der gesagt hat, dass am Arbeitsplatz höhere Grenzen gelten als auf der Straße, hat Recht. Punkt, Ende. Aber Kristin vom SWR hat auch den Schopenhauer gelesen, wie alle Linken, aber offenbar – wie die meisten Linken – schon bei Strategem #1 aufgehört, denn es erfolgt schlicht eine Erweiterung – weil man schon “Arbeitsplätze” schreiben musste, für Büros gelten (lest den ARD-Artikel plus deren Quelle) überhaupt keine Grenzwerte, es gibt da nur ein rechtlich schwaches “sollte wie draußen sein”. Gut auch, dass sich die Faktenfinder gleich mal auf Stickoxide beschränken – Schopenhauer empfiehlt bei einer Erweiterung auch zeitgleich, den Gegner möglichst stark einzuschränken – da muss man dann nämlich nicht über unangenehme Feinstaub-oder Ozonwerte in jedwedem Büro mit einem Laserdrucker reden. Von Kopierern fangen wir gar nicht erst an.

Kristin scheint sich aber der Schwäche ihrer Argumentation zumindest unterschwellig bewusst zu sein, denn es endet mit einem “denk doch mal einer an die Kinder”:

Während also die Luft draußen und in den meisten Innenräumen “gesundheitlich zuträglich” sein soll, geht es [anderswo] darum, dass die Luftbelastung einem gesunden, erwachsenen Menschen im Allgemeinen nicht schaden darf.

Was bei dieser Diskussion völlig unter den Tisch fällt, ist Alice Weidels eigentlicher Punkt: Wenn die Autos so viele Abgase produzieren, dass sie die Grenzwerte überschreiten – was spricht denn dagegen, einfach die Grenzwerte hochzusetzen?

Man sieht, man kann auch als klassischer Politiker sehr schön die Argumente der Gegenseite ignorieren, da braucht es keine Satire. Da braucht es nur ein bisschen Sophistik, als wären Grenzwerte per se in fucking Stein gemeißelt – und nicht etwa von Politikern beschlossen.

Und wie sinnvoll sind die Grenzwerte denn? Nun, nicht belastbaren Quellen zufolge, die ich keine Lust habe nochmal nachzuschauen, werden die so festgelegt, dass man Ratten so lange Schadstoff X aussetzt, bis die Hälfte stirbt. Das ergibt dann die “LD50”, und von der aus dosiert man runter, bis man die Ratten mit – in diesem Fall NOx – vergasen kann, ohne dass ihnen auch nur das geringste passiert. Dieser Wert ist aber dann noch nicht “nicht gesundheitsschädlich”, sondern man nimmt den noch durch 100. Wenn Ihr Euch fragt, wieso die Werte früher nie ein Problem waren: Da waren die Messgeräte noch nicht gut genug.

Weiterer Vergleich gefällig? Okay: Die höchsten Überschreitungen der Grenzwerte in “Problemgebieten” wie dem Stuttgarter Kessel im Sommer führen in Extremzeiten zu einer täglichen Schadstoffbelastung, die in etwa dem Rauchen einer halben Zigarette entspricht. Der Grenzwert für die (wahrscheinlich) schädlichen Schadstoffe darf an nicht mehr als 35 Tagen im Jahr überschritten werden, das wäre dann weniger als eine Schachtel Zigaretten. Im Jahr. Für irgendeinen (auch nur diskutabel) nachweislichen, gesundheitlichen Effekt müsste man da aber nicht nur das ganze Jahr über der aktuellen Grenzwertbelastung leben, sondern auch noch wenigstens zwei oder drei Kippen rauchen. Täglich, nicht im Jahr.

Aber ist doch schön, dass wir so toll über Grenzwerte diskutieren konnten, nicht wahr? Vielen Dank, ARD-Faktenfinder, ihr habt uns da echt geholfen.

Aber zurück zu Alice Weidel und dem von ihr verursachten Untergang der freiheitlichen demokratischen Grundordnung, weil man mit solchen Leuten ja nicht reden kann – weil sie einfach gehen. Da sich alle Berichte etwa gleich mit dem verlinkten lesen und ich keine große Lust habe, mir langweilige “Diskussionssendungen” im Fernsehen anzuschauen, bei denen Politiker ihre bereits bekannten Punkte wiederholen, habe ich mir – nur für Euch – aber dennoch die 5 Minuten, bevor sie ging, angeschaut.

Passiert ist da folgendes:

[0:57]: Weidel erklärt, dass die, die noch nicht so lange hier leben, durchaus überdurchschnittlich kriminell sind

[0:58:31] Wie es sich bei einer ordentlichen, politischen Diskussion gehört, nimmt die “unabhängige” “Moderatorin” den bedrübbelt guckenden Politikern der anderen Parteien die Peinlichkeit ab, darauf antworten zu müssen, indem (ernsthaft!) erklärt wird, dass die ja nur untereinander kriminell sind (schaut den fucking Clip, ehrlich – DAS ist deren Gegenargument. DAS! Ist ja nicht so schlimm, wenn fucking Kriegsflüchtlinge von irgendwelchen sozialschmarotzenden Negern vergewaltigt werden, gell? Danke, ZDF, Danke. Fickt euch) und nur 4,6% der geschädigten Deutschen von “Zuwanderern” beklaut, vergewaltigt oder umgebracht wurden. Toll, Danke auch dafür, ZDF, eine relative Zahl zur Relativierung zu verwenden – diese kriminellen Zuwanderer sind halt komischerweise – wie Frau Weidel sagte – im Vergleich zur schon länger hier lebenden Bevölkerung (inklusive 60er Türken 80er Iranern, 90er Afghanen etc. pp.)  fucking überdurchschnittlich kriminell – wie Frau Weidel sagte – richtig? Ah, ne, sind ja nur 4,6%, wen interessieren die schon? 

[01:01] Maas whataboutismt, dass diejenigen, die am wenigsten Interesse an kriminellen Illegalen (er nennt sie trotzdem “Flüchtlinge”) haben, andere [echte] Flüchtlinge sind, nicht die AfD.

Dazu: Ach nee, Heiko? Leute, die hier wirklich deswegen herkommen, weil sie vor politischer Verfolgung durch autoritäre Regimes (wie dem, was du mit deinem Orwell-Gesetz zu etablieren versuchst) oder vor echten Kriegen oder Genoziden fliehen, benehmen sich hier auch ordentlich? Und derweil erdreistest du dich, es als ganz toll hinzustellen, dass man sie jetzt (eventuell, theoretisch, aber wohl praktisch eher doch wieder nicht) ausweisen könnte, nachdem sie ihre ersten vier Opfer vergewaltigt haben? Für Ladendiebstahl gibt es ja nun kein Jahr Knast, gell? Das ist DEINE Partei, Heiko. Deine. Und die noch linksgrüneren.

Und die echten Flüchtlinge per se würden dann wohl eher die AfD wählen, gell? Ich meine, die haben ja die gleichen Interessen? Ja? Wolltest du uns das sagen, Heiko? Das ist der Unterschied zwischen Gutmenschen und guten Menschen, übrigens.

[01:02] Trittin mault irgendwie Scheuer von der CSU an [idiotisch, aus dem Kontext gerissen und unberechtigt, wie Scheuer später erläutert], leitet dann fließend zu Gauland über, der entsetzlich sei: “Verrohung fängt damit an, dass man Bürger[Innen] dieses Landes willkürlich ausbürgert, und genau das hat Herr Gauland gesagt, getan, als er Frau Özuguz, als er gesagt hat, er wolle sie in Anatolien entsorgen”.

Dazu eine kurze Anmerkung: Herr Gauland hat gesagt, man (!1) solle (!2) Frau Özoguz in Anatolien entsorgen. Ich hatte dazu bereits spontan getwittert, dass das keinesfalls einen realpolitischen Bezug haben kann, da ich zumindest Erdogan die Eier zutraue, die Dame nicht ins Land zu lassen, ohne sicher zu sein, dass sie wieder geht (ansonsten ist sie ziemlich auf seiner Parteilinie, aber das ist ein anderes Thema).

[01:03] Trittin schließt mit “da beginnt die Verrohung der Sprache”, so, als wäre das irgendwie vergleichbar mit dem von Frau Weidel angesprochenen und durch die Moderatorin (!) sofort relativiertem Thema der Verrohung derer, die hier jetzt halt leben. Das Wort bekommt Herr Scheuer.

[01:04] Weidel unterbricht Scheuer bei seinen (recht vernünftig klingenden) Ausführungen über intergrationswillige vs. solche Ausländer, die man rauswerfen sollte mit dem Anwurf, er wolle illegale Einwanderung legalisieren.

[01:05] Scheuer hält Weidel vor, dass sie sich erstmal von “für mich ist das ein Rechtsradikaler” Gauland distanzieren soll. Frau Weidel geht.

Freilich könnte man nun Frau Weidel vorwerfen, dass ihr Vorwurf gegenüber Scheuer “böse” war, aber er hatte ja nun auch die Gelegenheit, darauf zu antworten. Stattdessen kommt ein Argumentum ad auditores – bilderbuchmäßig, “machen Sie erstmal den Zuschauern klar” – statt irgendwas inhaltliches.

Nun bin ich da natürlich als Bayer enorm gebiast und auch – respektive deswegen – kein fanatischer Nationalist – die CSU hat nichts gegen Einwanderer, die hier was anständiges leisten, und das hat Herr Scheuer auch – zumindest für mich – klargestellt. Dass das nach aktueller Rechtslage eine Legalisierung illegaler Einwanderung ist, hat Frau Weidel (korrekt) konkretisiert. Das würde ich aber viel lieber unterstützen, wenn Herr Scheuer und die CSU die Eier hätten, dazu zu stehen.

Von den Extrema haben wir hier also – gehen wir mal davon aus, dass das Gedankengut tatsächlich da ist – die AfD, die auch Deutsche rauswerfen will, wenn die einfach nur gesellschaftsschädlich sind (am Beispiel Özoguz, aber da kann man sicher noch eine Menge rechts- wie linksradikales Pack dazutun), und die CSU, die auch Ausländer hierbehalten will, wenn sie hier was produktives machen.

Ehrlich gesagt finde ich beides eine gute Idee – aber leider hat keine der beiden Parteien die Eier in der Hose, dazu zu stehen. Und das, meine Damen und Herren, ist der aktuelle Stand der Demokratie in Deutschland und damit die Flatline auf dem EKG der ach so freiheitlichen demokratischen Grundordnung dieses Landes.

Ich bin so froh, dass ich bereits gewählt habe. Und kommende Woche in die Türkei fliege, da ist wenigstens das Wetter schön. Der Zustand der Demokratie ist in etwa der Gleiche.


Zwei Anmerkungen noch: Irgendwo wurde sich beschwert, dass (AfD-) Leute Frau Özoguz Namen falsch aussprechen. Ich habe eine Freundin namens Pinar, und mir fiel erst in der Türkei (und nachdem ich sie viele Jahre kannte) auf, dass sie eigentlich nicht Pinar heißen kann, sondern Pınar. Das spricht man so aus, wie es sich liest – man muss nur vorher an einer Zigarette ziehen, 30 Sekunden die Luft anhalten, einen Schluck Whisky trinken und derweil sprechen.

Zweitens muss ich anmerken, dass meine durchaus positiven Erwähnungen von Herrn Erdogan anders ausfielen, wenn ich in dem Land leben müsste. Ich finde nur einerseits, dass es mir nicht zusteht, die Türkei für die Verfolgung von Journalisten oder der Opposition zu kritisieren, wenn das bei uns auch passiert (siehe Links). Auch dass Erdogan nach dem lauten Geschrei aller deutschen Gutmenschen die Demokratie und grundlegende Menschenrechte (praktisch) abschaffen will und zum Beispiel das Internet zensiert sind Punkte, bei denen man vielleicht erstmal an den Balken im eigenen Auge denken sollte. Ich halte Erdogan nur deswegen für einen besseren Politiker als (nahezu, siehe Sonneborn) alle deutschen, weil er ehrlich ist. Andererseits – wenn ich ein albanischer Sozialschmarotzer wäre, fände ich Merkel auch toll.

Heulen mit der evangelischen Kirche

Nachdem wir schon die Wahlhilfe-Fragen für Dumme RTL-Zuschauer hatten, kommen heute die Gutmenschen-“Fragen” der Diakonie der evangelischen Kirche. Nach dem Durchklicken der Wahlhilfe Propaganda der Diakonie bekommt man die “Konsequenzen” seiner Wahl tränenreich reingedrückt, wenn man nicht jedem Arsch sein Leben vollumfänglich finanzieren will, weil Gold ja wie Mana vom Himmel regnet, wenn man nur ein ausreichend guter Christ ist. Ich erspare Euch das mal nicht (dafür die öden Fragen):

[nicht noch mehr Geld für Leute, die selbst keines verdienen]
Familie Trevisan kann sich weder einen gemeinsamen Urlaub noch eine größere Wohnung leisten. Der zwölfjährige Enrico wird sich auch weiterhin sein Zimmer mit seinem lebhaften siebenjährigen Bruder teilen müssen, auch wenn er eigentlich Ruhe zum Lernen für das Gymnasium bräuchte.

Och wie herzzerreißend. Ging meinem Kumpel Walter aber auch so, und der kann sich jetzt Urlaube und ein eigenes Zimmer leisten. Sogar ein nettes Häuschen in München. Und sein lebhafter Bruder auch.

Zudem: Warum musste Familie Trevisan eigentlich zwei Kinder in die Welt setzen, wenn sie sich keine zwei Kinder leisten können? Freilich, Walter hatte drei Geschwister, aber die haben auch nicht gejammert.

[keine gratis Vollzeit-Kinderbetreuung für jeden] Oskar und seine Familie müssen auch weiterhin mit langen Wartezeiten für einen Hortplatz rechnen. Seine Mutter muss ihn deshalb noch immer betreuen, anstatt arbeiten gehen zu können.

Kann Enrico nicht auf Oscar aufpassen? Lernen kann er ja nun eh nicht, wenn es stimmt, was ihr behauptet?! Abgesehen davon ist Mama Trevisan Kassiererin, das ist tatsächlich noch schlechter bezahlt als Erzieherin. Ihre Arbeit hätte keinen gesellschaftlichen Mehrwert.

[keine Pflicht, Arbeitnehmer nach deren Tageslaune zu beschäftigen] Elisa Trevisan hat keinen rechtlichen Anspruch auf die Rückkehr in eine Vollzeitstelle als Verkäuferin. Neben ihrer Stelle als Kassiererin putzt sie deshalb zusätzlich abends oder frühmorgens in Büros.

Dann hat sich erfreulicherweise doch auch schon das Problem mit der Nachmittagsbetreuung des kleinen Oscar erledigt? Schaut, liebe Kirche, man muss nicht jedem seinen Arsch hinterhertragen – der Markt regelt das schon.

[Wartezeit bei Familiennachzug] Saleh Abusaeb kann seine Familie in nächster Zeit nicht auf legalem Weg nach Deutschland holen. So bleibt er weiterhin in ständiger Sorge um das Wohl seiner Frau und seiner Kinder. Es fällt ihm schwer, sich auf den Integrationskurs und das Erlernen der deutschen Sprache zu konzentrieren.

Saleh ist selbst nicht wirklich legal (a) nach Deutschland gelangt und als Geduldeter auch nicht sonderlich legal (b) hier. Er hat zudem Anspruch auf einen vom Staat bezahlten Heimflug – Oneway, natürlich. Nur, falls es ihn wirklich interessiert, wie es seiner Frau und den Kindern geht.

Verlogenes Pack.

[Abschiebung nach Afghanistan] Wenn der Asylantrag von Ramin Hassani abgelehnt wurde und eine Klage dagegen nicht mehr möglich ist, wird Ramin zur Ausreise aufgefordert. Ihm droht eine Abschiebung nach Afghanistan. Weil er in Afghanistan Angst um sein Leben hat, wird er versuchen, sich ohne regulären Aufenthaltstitel in Deutschland durchzuschlagen oder in ein anderes Land zu flüchten.

Da die Diakonie sich die Geschichten auch nur “auf Basis realer Ereignisse” ausgedacht hat, darf ich das sicher auch: Dafür muss sich Mama Trevisan, die Ramin eine Woche zuvor vergewaltigt hat, nicht mehr fürchten, abends ihren Putzjob im Flüchtlingsheim auszuüben.

Hat irgendwer noch Sympathien für Ramin?

[Sprachkurse für alle] Da Rashed aus Afghanistan kommt, wird seine Bleibeperspektive als schlecht eingestuft. Er hat kaum Zugang zu Sprachkursen, von der Teilnahme an einem Integrationskurs ist er ausgeschlossen. Seine Zeit bis zu einer Entscheidung muss er ohne Beschäftigung in seiner Containerunterkunft absitzen.

Die Mitarbeiter der Diakonie, die die Containerunterkunft betreuen, sollten Rashed mal die lokale Volkshochschule nahelegen. Ah, Moment, das können die Macher des Unsinns ja nicht wissen, die sind ja nicht bei der… Oh.

[Geld für die Pflege Angehöriger] Frau Fried-Bachmeier hat während der Pflegezeit keinen Anspruch auf eine Lohnersatzleistung. Sie könnte ein zinsloses Darlehen in Anspruch nehmen, das sie nach Beendigung der Pflegezeit wieder zurückzahlen muss. Die Pflegeversicherung übernimmt die Beiträge für die Renten-, und Arbeitslosenversicherung.

Ich sehe das Problem nicht.

[Pflegeversicherung zahlt nicht alles] Erna Fried kann einen Platz im Pflegeheim bezahlen, ohne dass sie Sozialhilfe beantragen muss. Ihre Kinder brauchen nicht dafür aufkommen.

Liebe Diakonie: Das ist nicht die Konsequenz, die ihr hinschreiben wolltet. Aber selbst wenn – was ist denn jetzt schlimm daran, wenn das die Sozialhilfe bezahlt? Oder ihre widerliche, feministische Tochter Susanne Fried-Bachmeier, die sich nicht selber kümmern will?

[Pflegekräfte, soviel man will] Pflegerin Petra Behncke hat nur Zeit für die Pflege. Sie kann Erna Fried nicht zuhören, das macht die alte Dame oft traurig.

Traurig – so wie Sieglinde Bachmann im Nebenzimmer. Schon doof, dass da überhaupt keine Lösung denkbar ist. Mal abgesehen davon füllt Petra etwa 60% ihrer Arbeitszeit blöde, bürokratische Formulare aus. Das wäre mal ein interessanterer Ansatzpunkt.

[Hartz4-Sanktionen] Weil sie nicht weiß, wer zu den Arbeitszeiten an den Wochenenden ihre Kinder betreuen kann, hat Corinna Dechsler das Jobangebot als Verkäuferin ablehnen müssen. Das Jobcenter zahlt ihr deshalb ab sofort noch weniger Geld als bisher.

Ist das jetzt endgültig die Rubrik “Gschicht’n aussm Paulanergarten”? Meint ihr das ernst? Eure Frage war übrigens “Hartz IV-[lern] sollten Leistungen gekürzt werden, wenn sie Jobangebote oder Weiterbildungsangebote ablehnen, die nicht ihren Wünschen entsprechen“. Da steht nicht “nicht annehmen können, weil sie ihre Bälger versorgen müssen”. Zudem: Was ist denn eigentlich mit Papa? Kennt den Corinna überhaupt? Also, wenigstens einen, von einem der Kinder?

[Gratis Schulessen] Corinna Dechsler muss auch weiterhin an allen Ecken sparen, um die zusätzlichen Kosten für Schulessen und Schulmaterialien für ihre Tochter abzudecken. Der gemeinsame Kinobesuch, der eigentlich am Wochenende geplant war, musste deshalb gestrichen werden.

Die arme Hartz4-Empfängerin muss sparen. Wie furchtbar! Kann sich nichtmal eine Yacht leisten – wir sollten dringend die Sozialstandards auf den Lebensstil von Donald Trump anheben. Um wieviel Geld geht es hier eigentlich?

Corinna Dechsler ist auf Hartz IV angewiesen und muss jeden Tag einen Euro für das Mittagessen ihrer Tochter bezahlen. Dafür sind im Hartz IV-Satz aber nur 50 Cent vorgesehen.

Wow. Bei fünf Schultagen in der Kino-Woche sind das sage und schreibe zwei Euro fünfzig.

Das reicht nicht für eine Kinokarte. Sonst noch Kosten?

Für den Schulbedarf sind 100 Euro eingeplant. Corinna Dechsler hat allerdings schon im ersten Schulmonat für einen Rucksack, eine Sporttasche, Bücher und einen Malkasten 110 Euro ausgegeben

Ich habe das Gefühl, Corinna plant nicht sonderlich gut. Was sind das eigentlich für Bücher – für über 80 Euro?

[nicht mehr Hartz4] Corinna Dechsler und ihre Kinder müssen auch weiterhin auf einen Baum zu Weihnachten, ein Eis im Sommer und die Haftpflichtversicherung verzichten.

Jetzt bin ich sicher, dass Corinna nicht sonderlich gut plant. Das sind horrende Kosten von 24€ für die Haftpflicht, 3,30€ für drei Kugeln Eis (zwei Kinder) und 10€ für einen netten, kleinen Baum. Macht 37,30€. Im Jahr.  Ich kenne Hartz4-Empfänger, die rauchen.

Corinna bekommt übrigens 409 Euro im Monat, plus 237 pro Kind, macht 10.596 € / Jahr. 37,30 sind davon 0,35%. Aber schön, dass man so einen Kleinscheiss als wahlrelevant hinstellt, ohne sich dabei blöd vorzukommen.

Return of the Fettie: Contradictio in Adjecto

Ich finde es immer gut, wenn ich Leute in einem Artikel kritisiere, und diese Kritik bei Leuten auch ankommt. Vor etwas über einem Jahr stieß ich auf Hengameh Yahooolalablabs, die ich aufgrund ihres unaussprechlichen Namens “Fettie” getauft habe, vor allem aber dafür kritisiert habe, dass sie:

ihre unreflektierte und schwachsinnige Meinung verewigt. Fettie hat in etwa so viel Übergewicht (in kg) wie ihr IQ-Punkte fehlen, um wissenschaftlich gesehen nicht als “verblödet” zu gelten. Es ist relativ lang und gehaltlos

tl;rd: … langen, hirnlosen Schwachsinn schreibt.

Und da huscht durch mein Twitter Fetties neuester, hirnloser Schwachsinn, der erstaunlich kurz ist… Naja, versuchen wir es nochmal; 50% der Kritik sind ja schon angekommen. Es geht um den Umgang mit Nazis. Und Neonazis. Und überhaupt allen, die die eigene Meinung nicht teilen.

Seit dem rassistischen Terroranschlag in Char­lottes­ville wird wieder prominent diskutiert: Wie umgehen mit Neonazis? Diese Frage sollte Dauerbrenner sein.

Wir kamen seit 1945, das sind jetzt 72 Jahre, wirklich gut damit klar, die paar Spinner (a) zu ignorieren, (b) sie für den Abschaum zu halten, der sie sind und (c) notfalls wegzusperren. Aber gut, ich bin auch nicht zwangsprogressiv.

Aber da einige Teile der Bevölkerung nicht permanent wegen Neonazis um ihre Existenz fürchten müssen

Ich möchte hier mal spezifizieren, dass die “einigen Teile” hier die deutliche Mehrheit ausmachen. Diese deutliche Mehrheit – Fettie wird eh gleich rassistisch, nehme ich das mal vorweg – ist weiß und nicht kommunistisch, und hat gerade mehr und echte Probleme mit muslimischen Terroristen, die sie totmessern, totfahren, totsprengen, oder auch nur mit Kommunisten, die ihnen die Autos anzünden. Nur so als Hintergrund, warum sich echt wenig Leute für alle drei Nazis interessieren. Natürlich sind die auch ein Problem, aber mit Gedankenverbrechen wollen wir ja jetzt hoffentlich nicht kommen, oder? Ich meine, denk mal dran, was das für andere Minderheiten wie Kommunisten oder Moslems bedeuten würde?!

(Spoiler: Dooooooch).

So sind viele Leute immer noch davon überzeugt, dass der beste Umgang mit Neonazis (und Nazis) der Dialog sei.

Ich halte diesen Strohmann der Linken für – ja, nun, einen Strohmann. Es ist definitiv Mainstream-Meinung, dass Neonazis doof und scheiße sind. “Halt’s Maul, du Depp” ist jetzt nicht wirklich “Dialog”, aber vollkommen ausreichend. (Das gilt übrigens auch für Kommunisten.)

Ich weiß nicht, ob sie sich mit Geschichte auseinandergesetzt haben, aber das letzte Mal, als ich nachgeschaut habe, wurde der Nationalsozialismus nicht beendet, weil es innovative Gesprächsformate gab, sondern mit einem Krieg.

Das einzige Mal, übrigens. Bei Kommunisten ist das hingegen eine etablierte Regel, und im Gegensatz zu den Nazis kommen die immer und immer und immer wieder und kommen sogar immer wieder an die Macht. Aber hey, bleiben wir bei Fetties Babystöckchenproblem:

Das Verurteilen von Menschen, die sich nicht auf dieser Illusion ausruhen, ist aber Haramstufe Rot.

Haramstufe? Wenn das lustig sein soll – okay, es ist lustig. Wichtiger ist aber, dass Fettie hier eine totalitäre Ideologie (den Islam) als Maßstab zur Verurteilung einer anderen totalitären Ideologie heranzieht. Wenn wir das als Argument gelten lassen, müssten wir wirklich nachdenken, was wir den Neonazis auf ihre arische Rassenideologie entgegnen wollen; dass das totalitärer, menschenverachtender Schwachsinn ist, wäre mit einem tu quoque ja dann recht einfach getötet.

Es folgt dann ein kurzer Absatz, dass sie keine “Lust” auf eine sinnvolle Begründung hat, ein Symptom vieler Linker, die keine fucking Argumente haben. Gefolgt von der Friss, Vogel, oder stirb (“listen and believe”)- Weisheit:

Natürlich müssen Neonazis (und Nazis) auf die Fresse kriegen – das steht nicht zur Debatte

Huh  – Gedankenverbrechen. Wie fein. Es ist immer erstaunlich, wie wenig linken Gutmenschen klar ist, dass ihre Argumentation genau das gleiche ist, was die Neonazis über sie sagen. Und sich dann auch noch wundern, wenn intelligente Menschen oder sogar Donald Trump beide Gruppen scheiße finden. Aber gut, Fettie hat ihren letzten Artikel mit einem Plädoyer für Babystrampelanzüge als modisches Kleidungsstück hingeführt, es wird auch hier noch dümmer als eigentlich vorstellbar:

White Supremacy ist Terror

Weil? Ich meine nur – Fettie verlinkt da einen Artikel, in dem das Wort “Terror” nichtmal vorkommt.

Aber Weißsein wird nicht erst dann zum Problem, wenn ein Neonazi mit dem Wagen in eine Black-Lives-Matter-Demo reinfährt und Menschen ermordet.

Ach sooooo – weil Fettie eine verdammte, widerliche Rassistin ist. Dazu diente der (ausgelassene) selbstmitleidige Teil vorher wegen Leuten, die

am Ende noch mit so Nonsens wie umgekehrtem Rassismus … kommen

Puh, gerade nochmal drumrumgekommen. Es ist natürlich nicht “umgekehrter Rassismus”, wenn Neger oder mirwegen dicke, weiße Frauen mit blöden Namen wie Fettie finden, dass Weiße per se scheiße sind, das ist schlicht und einfach nur Rassismus. Wobei sie – entgegen ihrer Beteuerung – natürlich selbst weiß ist, und das ganze wahrscheinlich nur auf Dritte projizierter Selbsthass ist, aber das soll ihr ihr Psychiater erklären.

Morde haben nämlich nichts mit “Weißsein” zu tun – meine Autokorrektur findet übrigens zurecht, dass das kein Wort ist – sondern mit totalitären Ideologien, die bei ausreichend dummen Menschen zu radikalem Extremismus führen. Das geht z.B. mit jeder noch so harmlos wirkenden Sache, z.B. Feminismus.

Rassismus passiert auf einer Skala. Ich habe im Netz ein Pyramidenschema gefunden, auf dem Rassismus in aktiv/gesellschaftlich verurteilt und passiv/gesellschaftlich akzeptiert aufgeteilt wird. Der aktive Part ist nur die Spitze des Dreiecks.

Praktischerweise habe ich die auch gefunden. Ich zeige sie Euch sogar:

Das ist von der ADL – die sind zwar selbst gebiast (Stufe 1), aber die Pyramide ist per se gut. Ist für Rassismus gedacht, funktioniert aber ohne Änderung für andere -ismen; nennen wir sie mal “Extremismen”.

Praktisch, wenn man sich keine neuen Wörter ausdenken muss, weil man tatsächlich was vernünftiges zu sagen hat. 

Man sieht hier sehr schön, dass die radikale Anfifa auf Stufe 4 zu verorten ist – als kollektive Bewegung natürlich mit den Mitteln Brandstiftung und Vandalismus, während Neonazis (z.B. der NSU) sich individuelleren Maßnahmen wie Mord widmen.

Ich habe aber den Verdacht, dass das nicht die Pyramide ist, die Fettie meint. Schauen wir doch mal, ob es irgendwelche linken Deppen gibt, die die arme Pyramide ausreichend vergewaltigt haben, damit (a) sie da nicht mehr vorkommen und (b) ihre ganzen Aufschrei-Steckenpferde drin vorkommen….

Quelle? Irgendein linker Volldepp. Sieht man schon daran, dass rassistische Witze gesellschaftlich inakzeptabel sein sollen. Höhö. Gilt also nur für deren Filterblase.

Was macht Fettie hieraus?

Der aktive Part ist nur die Spitze des Dreiecks. Darin befindet sich etwa Hasskriminalität, Polizeigewalt oder „Racial Profiling“. Der latente Teil trägt jedoch viel mehr in sich: Hass gegen Migrant_innen, Paternalismus, die Instrumentalisierung von nichtweißen Personen zum Reinwaschen des eigenen Images, kulturelle Aneignung oder das Leugnen weißer Privilegien.

Ah – wiederholen. Ich habe so langsam eine Ahnung, wieso sich Feministen nicht blöd vorkommen, ernsthaft “Listen and Believe” auf eine Vortragsfolie zu schreiben – das resoniert in ihrer hohlen Zielgruppe.

So, liebe Kinder, schafft man übrigens einen totalitären Unrechtsstaat: Den Dummen, die nichts im Hirn haben, füllt man da Scheiße rein, der Rest wird gekauft oder vernichtet. 

Was soll ich zu Fetties Müll sagen? Das ist eine reine, aus der Luft gegriffene Behauptung, gestützt darauf, dass jemand anders den Müll schonmal behauptet hat, gestützt auf eine Theorie, die die Aussage nicht hergibt.

Unsinn, sage ich da.

Mordende Neonazis haben eine ganz andere Dimension als Kartoffeln mit Wursthaaren.

Ist “Kartoffeln mit Wursthaaren” eine Beleidigung für weiße Deutsche? Falls ja, kleiner Tipp, Fettie: Beleidigungen sind effektiver, wenn der Adressat sie versteht.

Aber nur, weil das eine schlimmer ist als das andere, ist das andere nicht okay. Dieses ­Gegeneinanderaufwiegen ist „Silencing“:

Das ist genau meine Meinung. Und die von Donald Trump, übrigens, der die linken Vandalen genauso verurteilt wie die rechten Mörder.

Das gefällt nur den linken Vandalen nicht; die finden sich ja besser, weil die Anderen – oh, Moment, das wäre “gegeneinander aufwiegen”, was ja nicht geht. Vielleicht sollte man der taz, die das publiziert haben, mal nahelegen, ihre eigenen Artikel nicht nur zu drucken, sondern auch zu verstehen.

Solange Schwarze Menschen ermordet werden, gibt es keinen Grund, sich über weniger bedrohliche Zustände zu beschweren.

Hä? Ach, da kommt die fette Dummfeministin in Fettie wieder durch – klar kann man auch Kleinigkeiten anprangern, obwohl es größere Probleme gibt. Es setzt aber voraus, dass man da differenziert, und es eben nicht gleichsetzt, ob Abdullah 42 Menschen in die Luft sprengt oder seine Frau dazu zwingt, ein Kopftuch zu tragen. Ist beides nicht gut, aber eben nicht gleichermaßen ein Problem.

Weiße Leute haben so eine Ausrede, sich nicht mit ihrem Rassismus auseinandersetzen zu müssen, weil sie sich auch einfach von Neonazis abgrenzen können.

Es ist immer wieder erstaunlich, wie wenig die Linke es leiden kann, wenn Leute, die nicht ihre Meinung teilen, genau das gleiche machen wie sie. Es gab da mal so einen Spruch mit einem Balken und einem Splitter im Auge, aber das ist sicher reaktionär und konservativ und nicht progressiv genug.

Aber außer Abgrenzen tun sie halt wenig bis nichts gegen die. Und das ist auch haram.

Als ordentlicher Moslem ist das natürlich haram:

Kämpft gegen diejenigen, die nicht an Allah und nicht an den Jüngsten Tag glauben und nicht verbieten, was Allah und Sein Gesandter verboten haben, und nicht die Religion der Wahrheit befolgen

Und da fragen sich noch Leute, wieso Feministen, Linke und radikale Moslems so gut zusammenpassen: Die glauben allesamt, dass sie die alleinige Wahrheit mit Löffeln gefressen haben und alle Ungläubigen bekehrt oder eben umgebracht werden müssen. Wie auch den Umgang mit Apostaten – man lese mal, was Feministen über Laci Green schreiben, seit sie keine profeministische Hure mehr ist, sondern sich jetzt halt an “die Anderen” verkauft.

Nur so als kleiner Hinweis, Fettie – und alle anderen idologischen Spinner: Was Deutschland aus dem Krieg gelernt hat ist, dass alle totalitären Ideologien schlecht sind. Das gilt auch für den Kommunismus. Man lese mal George Orwell, der war sehr gegen Nazis, hat aber absichtlich einen international-sozialistischen Staat in seiner Dystopie geschaffen. Mit Gedankenverbrechen, wie ihr sie den Neonazis andichten wollt.

Ihr seid kein bisschen besser. Und jetzt kommt mir nicht mit Whataboutism und Morden, das könnt ihr Linken schon auch, und habt auch beweisen, dass ihr da weder zimperlich seid noch vor individuellen, beliebigen Morden zurückschreckt.

Wenn ihr was gegen Nazis tun wollt, macht das, was alle vernünftigen Menschen machen: Distanziert euch von ihnen. Findet sie scheiße. Unterstützt Leute, die klar sagen, dass Gewalt, Terror und Hass scheiße sind – wie Donald Trump. Hasst selbst nicht – auch nicht euch selbst (auch wenn mir das jetzt schwer fallen würde, wenn ich derart dumm und fett wäre). Vor allem aber: Seid selbst wirklich besser.

Pro-Tipp: Das geht nicht, indem man genau das Gleiche macht.