Tag Archives: Idioten

Wilderer und Verlierer

Da Leute ja zunehmend zu faul oder zu doof zum Lesen werden, jetzt auch als Hörbeitrag auf Youtube. Wenn Euch das Knacksen des Mikros stört, kauft mir ein neues.

Wir haben ja mit privaten Verdummungsprojekten wie Bento, Ze.tt oder der taz noch nicht genug schlecht recherchierten Müll zur politisch korrekten, inhaltsleeren Indoktrination von Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Es ist daher nur folgerichtig, dass unser Staatsfernsehen da auch mitspielen will und zig Millionen unseres Geldes für ein “Jugendangebot” namens Funk ausgibt – mit einem Logo, was an RTL 1984 erinnert. Und Inhalten, die ebenso an 1984 erinnern, aber das ginge jetzt zu weit.

Das erste, was ich davon mitbekommen habe, war die Sendung “Auf Klo”, und mit dem Titel ist Setting, Inhalt und Niveau der Sendung vollumfänglich beschrieben. Die zahlen aber offensichtlich ein horrendes Vermögen für ihre Moderatoren; Mai Thi Leiendecker ist promovierte Chemikerin und könnte ja auch einem anständigen, gut bezahlten Job nachgehen – zum Beispiel in der Entwicklung chemischer Waffen. Aber Geld verdirbt bekanntlich…

… und wo Geld ist, sind Feministen nicht weit. Wenig verwunderlich hat sich Funk in kürzester Zeit zu einer Mischung aus Feminism 101 und einem bierseligen Saufgelage der Antifa entwickelt.

Durch besondere Dummheit zeichnet sich hier der Kanal “Jäger und Sammler” aus, die sich nicht wirklich für ein Thema oder wenigstens einen Themenbereich entscheiden können… aber Suzie Grime verpflichtet haben. Suzie Grime, wer die nicht kennt (ihr Glücklichen), ist ein wandelndes Argument für die Befürwortung von Abtreibungen bis zum natürlichen Tod. Zusätzlich gibt es zur Diversity-Steigerung noch einen schwulen Neger (quasi die günstige 2in1- Packung), der ein ziemlicher Rassist ist und überall Leute sieht, die ihm in die Fresse schlagen wollen und das aus irgendeinem Grund auf seine Hautfarbe und nicht auf seine widerliche Art und das blöde Grinsen schiebt. Die Dritte im Bunde ist ein syrisches Flüchtlingsmädchen, wohl um zu illustrieren, dass man auch dann westlichen Bullshit reden kann, wenn man ein Kopftuch trägt.

Im Kern dreht sich das ganze aber um Suzie Grime und radikalfeministischen Unsinn, was in Zeiten der Globalisierung einigen deutschen Youtubern die Möglichkeit eröffnet hat, im Stil von Bearing, Undoomed oder Sargon of Akkad fundierte Feminismuskritik auf Youtube jetzt auch in deutscher Sprache anzubieten. Die “Namen” in dem Bereich sind Der Doktorant, Vulgäre Anlayse und Dorian der Übermensch. Die letzteren beiden kenne ich nicht, aber nach einem offenen Brief von Doktorant bezüglich der hirnlosen Verbrennung von Rundfunkgebühren für SJW-Indoktrination wurden halt diese drei als diejenigen ausgemacht, die “Hater” auf die arme Sozialschmarotzerin, den Neger und das Kopftuchmädchen loslassen würden.

Wir können nun darüber reden, wie Kommentare in Form von “die Stimme nervt, aber ich würde ihr trotzdem meinen Schwanz reinrammen” zu beurteilen sind, aber ich fände es dann für einen öffentlich-rechtlichen Anbieter mit Bildungsauftrag doch primär eher verwerflich, keine Aufklärung über (a) don’t stick your dick in crazy und (b) das enorme Risiko von Falschbeschuldigungen bei jedwedem Kontakt mit Feministen zu betreiben. Natürlich aber guckt das eh kaum jemand – die drei Hate-Aggregatoren haben drei- bis zehnmal mehr Zuschauer.

Ganz im Sinne linker Tradition tun die Gutmenschen von Jäger und Sammler jetzt so, als könne man mit ihnen reden – und haben zu einem Gespräch eingeladen. Nach Berlin.

Natürlich wäre das Thema damit für mich erledigt, nichtmal Hitler hat Berlin ausgehalten, ohne sich in den Kopf zu schießen. Aber die drei Jungs wären da tatsächlich hingefahren – über Sinn und Unsinn dessen, mit einer feindlich gesinnten Presse zu sprechen, um dann seine Aussagen bestenfalls verzerrt wiedergegeben vorzufinden, müssen wir hier auch nicht reden.

Wir müssen aber darüber reden, dass Doktorant und Vulgäre Analyse anonym vloggen, weil sie neben dem Internet auch noch ein Leben haben, was nicht aus dem Bezug und Verkiffen von Hartz4-Leistungen besteht. Sie wollten daher anonym bleiben.

Is nich, finden die Wilderer und Loser.

Ich habe jetzt etwas darüber nachgedacht und versucht, Argumente dafür zu finden, bei einer inhaltlichen Diskussion nicht anonym bleiben zu können, weil (a) das Argument der GEZ-Zecken “weil uns Sichtbarkeit wichtig ist” irgendwie vollkommen unsinnig wird, wenn die Jungs dann doch anonymisiert gesendet werden. Und weil (b) ich auch keinen Bock darauf hätte, dass mir die Antifa das Auto anzündet, wüste Verleumdungskampagnen startet oder der SWR einfach mal frei ausgedachte Beschuldigungen vor einem Gericht einreicht wie bei Danisch – ist ja nicht denen ihr Geld, wenn das Gericht das Meiste für Quatsch befindet.

Von daher halte ich die “Gesprächsbereitschaft” der Funk-Ideologen für reines virtue signalling, was keinerlei Rückhalt in der Realität hat und sie außer einem gescripteteten Vorführen mit anschließendem doxxing auch nicht wirklich Interesse an gegenteiligen (oder gar realitätsnahen) Meinungen haben. Ansonsten müsste es ja möglich sein, einen Kompromiss zu finden, statt nur “meh” zu allen vernünftigen Forderungen der Eingeladenen zu sagen.

Wie spannend das geworden wäre ist fraglich; Hangouts zwischen englisch sprechenden Kritikern und Feministen sind auch unerträglich gehaltlos, weil letztere nicht zuhören und ununterbrochen Unterstellungen machen, die durch absolut nichts begründet sind. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass eine “Diskussion” mit Suzie fruchtbarer ist als die mit einer Tomate, und der grinsende Neger ist auch nur eine Orgelpfeife. Das Kopftuchmädchen hingegen wäre interessant, aber auf ein Gespräch mit jemandem, der in Interviews dümmer tut, als er ist, um den Gesprächspartner als dümmer dastehen zu lassen, als er ist, hätte ich auch keine Lust. Das ist wie Pegida und die Lügenpresse – Journalisten sollten schon wenigstens an den Gesprächspartnern interessiert sein, nicht ausschließlich an ihrem heiligen Narrativ.

Wie man sich die Eier abschneidet

Als Fortsetzung zu meinem letzten Post hat Till noch ein paar tolle Tipps, wie man schnell und ohne Hirn zu einem eierlosen Pudel werden kann, wenn man denn gar keinen Selbstrespekt hat.

Stellen wir uns diese patriarchalen Denkgefüge in unseren Köpfen mal wie eine mittelalterliche Burg mit meterdicken Steinmauern vor.

So kommt mir das mit dem Feminismus vor. Bist du sicher, Till, dass du da nicht deine aktuelle Gefühlslage beschreibst statt meiner?

Es braucht starke, mächtige Geschütze, um da durchzudringen.

Deswegen sind ja die Feministen auch für unkontrollierte Masseneinwanderung von Moslems. Hat schon 1453 mit Konstantinopel funktioniert, mit den Kanonen des Urban und so. Der Film Fetih 1453 ist übrigens besser als sein Ruf.

Und wenig ist wirkmächtiger als die aufrichtige Selbstreflexion.

Also, vorausgesetzt, “Selbstreflexion” beinhaltet nicht “Realität”, sondern mehr das Drehen eines Hamsters im Laufrad – Stillstand.

Genau da kommen wir Männer beim Feminismus ins Spiel. Da müssen wir ansetzen, da beginnt die echte Unterstützung.

Mit “aufhören zu denken”? Ja, klar, das hilft, wenn man Feminist werden will, aber das ist doch keine gute Sache, oder?

Ich musste bei der Lektüre feministischer Theorie regelmäßig auflachen, mir an den Kopf fassen

Ja – letzteres geht mit genauso.

Das Patriarchat in seiner heutigen Form basiert auf Eroberung, Macht und Erniedrigung.

Das ist keine sinnvolle Mengenbildung. Eroberung und Macht mag sein, aber das braucht dann auch zwei Antipoden, und Erniedrigung ist kein Antonym zu Eroberung, das klingt nur ähnlich.

Das sind Attribute, die ich für mein Leben nicht brauche.

Habe, Till, habe. Wobei – mit Erniedrigung solltest du eigentlich genug Erfahrung haben. Aber kommen wir endlich zu den Tipps, wie man ein guter kastrierter Pudel werden kann:

Werdet sensibler für das Thema Sexismus und Feminismus, hinterfragt eure Denk- und Verhaltensweisen. […] Lest etwas darüber, hört nächstes Mal genauer hin, wenn jemand das F-Wort verwendet.

Fotze? Verwende ich nicht, das ist prollig. Und ich lese sehr viel über Feminismus, und ich ändere dadurch auch meine Denk- und Verhaltensweisen. Früher fand ich Hexenverbrennungen grausam. Heute verstehe ich die Notwendigkeit.

Und wenn Frauen künftig sagen, etwas sei sexistisch, glaubt ihnen.

Und wenn Frauen sagen, dass zwei plus zwei fünf ist, dann glaubt das auch. Wir haben ansonsten einen schönen Käfig mit Ratten in Zimmer 101.

Macht nicht den Fehler, körperliche Unterschiede von Frauen und Männern mit kulturell bedingten Unterschieden zu verwechseln.

Wieso sollten wir das machen? Wir sind ja nun keine Feministen.

Und falls jemand künftig sagt, Feministinnen seien alles unzufriedene Unbeglückte, dann erklärt ihnen ruhig und sachlich, dass sie Blödsinn erzählen.

Die sind aber doch unzufrieden, sonst würden sie ja nichts ändern wollen?! Und “unbeglückt” – mei, irgendwer poppt auch das letzte Wrack, aber kontinuierlich durchgevögelt werden ist für Frauen genauso schlecht wie gar nicht. Thousand-Cock-Stare, nennt man das. Nicht nur Feministen können Wörter erfinden; mit dem Unterschied aber, dass Männer Wörter für Sachverhalte erfinden, nicht für Einbildungen.

Unterstützt die Frauen in eurer Umgebung – emotional und körperlich. In der Beziehung kann das bedeuten, dass ihr euch mit eurer Partnerin darüber austauscht, wie Gleichberechtigung für euch beide aussehen kann.

Habe ich versucht. Meine Frau sieht es aber überhaupt nicht ein, sich extra zum Putzen Strapse und ein Hausmädchenkostüm anzuziehen.

Vielleicht übernehmt ihr künftig 50 Prozent der emotionalen Arbeit in der Beziehung

Da bin ich sehr dafür, aber wer macht denn dann die 50%, die ich dann nicht mehr machen würde?

Übernehmt mindestens 50 Prozent der Hausarbeit, wenn ihr zusammen wohnt.

Warum? Weil Feminismus? Frauen können den Müll auch selber rausbringen, so emanzipiert bin ich.

Gebt Frauen Raum – emotional und körperlich. Achtet darauf, wie viel Raum ihr in eurem Alltag einnehmt und tretet dort kürzer, wo ihr merkt, dass die Frauen in eurer Umgebung zu kurz kommen.

Was interessieren mich andere Frauen? Und was soll der “Raum einnehmen” – Blödsinn? Leute, die keine Ahnung haben. Fahrt mal zur Hauptverkehrszeit in Istanbul Trambahn, das ist nicht lustig. Erstens stinkt es schlimmer als ein anatolischer Ziegenmarkt (ja, ich weiß, wie ein anatolischer Ziegenmarkt riecht), und zweitens sind das anständige Moslems, da berührt man Frauen nicht. Das ist fuck anstrengend in einer 200% überfüllten Straßenbahn. Geht aber. Ich bin aber auch sehr dankbar, dass wir so einen Mist hier nicht machen, denn wenn man quasi mit einem Mann kuschelt, der 12 Stunden bei 38° gearbeitet hat, riecht man danach genauso.

Schreitet ein, wenn ihr Sexismus bemerkt, vor allem im eigenen Umfeld. Wenn ein Kumpel einen sexistischen Spruch ablässt, dann schweigt nicht länger, sondern macht ihn darauf aufmerksam.

Ich lache da normalerweise. Zählt das?

Eine echte Freundschaft wird das aushalten. Prangert Sexismus künftig laut und offen an.

Ich behaupte weiterhin, dass Till keine Freunde hat. Klar, das könnte er in meinem Freundeskreis schon machen, aber wir würden uns auch nach zehn Jahren noch drüber lustig machen. Bei jeder gottverdammten Gelegenheit.

Behaltet Kommentare über Frauen künftig für euch. Wenn euch eine Frau gefällt, ist das schön und gut, aber es ist keine Einladung, sie das mit einem platten Spruch wissen zu lassen.

Normalerweise ziehe ich sie mit einem starren Blick in Gedanken aus, bis sie fluchtartig wegrennt. Gut? Nein?

Beurteilt Frauen nicht von oben herab nach ihren Äußerlichkeiten, auch nicht mit Freunden.

Ich kenne einige Frauen, die es sicher schlimmer fänden, wenn ich sie nach ihren inneren Werten beurteilen würde. Sehr viel schlimmer. Wieso muss ich gerade an muss gerade an Miriams* hübsche Brüste denken?

Sucht euch weibliche Vorbilder. […] Sucht gezielt nach Schauspielerinnen, Musikerinnen und Künstlerinnen, deren Arbeit euch gefällt.

Ich sehe vor meinem geistigen Auge so einen Büschel Gras, der vom Wind über eine trockene Wüstenlandschaft getragen wird… Ah, ne, Leni Riefenstahl. Ich fände es aber irgendwie illusorisch, Dokumentarfilmer werden zu wollen, und irgendwie falsch, Nazi zu werden. Muss das sein?

Erzählt in Gesprächen öfter von den Frauen in eurer Umgebung.

Ja, fuck, tu ich doch! Siehe Miriam mit den hübschen Brüsten, die sich von Peter hat anbumsen lassen. Was wollt ihr denn noch?


Es kommt ein Nachwort. Gott, der Typ schreibt viel Stuss:

Ich bin weiß, männlich und in einem der reichsten Ländern des Westens aufgewachsen.

Also, männlich jetzt im biologischen Sinn, natürlich, nicht im sozialen. Hab ich von Feministen gehört, dass es wichtig ist, das zu trennen.

Ich genieße damit ein riesiges Privileg, das unfassbar viele Menschen so nicht haben.

Mit einem Link zu einer Erklärung von “Male Privilege”. Ne, Till, keine Sorge, das hast du nicht. Ich halte dich für genauso doof wie alle weiblichen Feministen, und das sehen alle anderen Männer genauso. Du bist nur nichtmal fickbar, also vollkommen wertlos.

Ich habe nie mit systematischer Ausgrenzung zu kämpfen gehabt.

Sagt jemand, der keine Freunde hat.

Ich habe nie die Ohnmacht gespürt, die viele Frauen verspüren müssen, wenn ihnen ungefragt an den Po gegrapscht wird.

Mir wurde schonmal ungefragt an den Po gegrapscht. Ich würde das damit assoziierte Gefühl aber eher “Geilheit” nennen. Wo ist das Problem?

Ich wurde auch nie wegen meiner Hautfarbe, Herkunft oder Sexualität diskriminiert.

Till war noch nie im Ausland.

Gerade weil ich all das nie durchmachen musste, fühle ich mich als Mensch in der Verantwortung, dass meine Mitmenschen das nie wieder durchmachen müssen.

Warum? Wenn man sich wie ein anständiger Mensch benimmt, wird man auch von Negern oder Chinesen wie einer behandelt. Sogar von Arabern. Das geht Negern, Arabern und Chinesen hier übrigens auch so, von ein paar Arschlöchern mal abgesehen. Aber Arbeitslager mag ja niemand.

Der moderne Feminismus steht genau dafür ein.

Für Arbeitslager? Ne, eher für die grund- und hirnlose Vernichtung aller Männer. Ist irgendwie moralisch schlechter.

Schreiben wir bei ze.tt über diese Missstände, oder überhaupt über Feminismus, wird das als Genderwahnsinn betitelt, meine Kolleginnen werden mit Hass zugekotzt, als Feminazis beschimpft.

Du hast keine Misstände genannt, du hast die vollkommen idiotische Forderung gestellt, Frauen nach ihren inneren Werten zu beurteilen. Das mache ich gerne – mit allen Feministen, die wollen das so, und du willst das auch. Menschenmüll, nannte Marx solche Leute. Und für die gibt es dieses Blog.

Das ist kein Hass, das ist eine Beurteilung der gesellschaftlichen Nützlichkeit. Und Feminazis werden nur diejenigen genannt, die sich wie Nazis benehmen. Weil sie sich wie Nazis benehmen. Du, Till, bist nur ein Pudel.

Man muss sich das mal auf der Zunge zergehen lassen: Frauen sprechen an, dass Frauen in der Gesellschaft degradiert werden und werden dafür degradiert.

Weil Frauen, die in der Gesellschaft degradiert werden, mit Recht degradiert werden. Das ist übrigens dem Wort degradieren inhärent und eines der Probleme, wenn man einen Thesaurus benutzt, um intelligenter zu klingen, aber keine Ahnung von der deutschen Sprache hat.

Viele Männer fühlen sich tatsächlich dadurch angegriffen, dass Frauen Ungerechtigkeiten nicht länger akzeptieren wollen.

Viele Männer fühlen sich dadurch angegriffen, dass Frauen Ungerechtigkeiten schaffen. Weil sie Gleichberechtigung mit Gleichstellung verwechseln und Gerechtigkeit mit Ungerechtigkeit.

Das neue Lebensumfeld war der Auslöser, es ließ einen Knoten platzen und immense Denkfehler auflösen.

Ja – Berlin halt, wo die Durchgeknallten in ihren Filterbubbles unter sich bleiben und ihren Wahn als normal deklarieren können. Guckt nur mal in den Bundestag.

Es weckte ein Feuer in mir: Der Feminismus ist für mich keine Idee, er ist für mich auch keine Bewegung. Der Feminismus ist für mich eine Geisteshaltung.

Amen.

 

Warum man sich die Eier abschneiden sollte

Die Zeit, eine Tageszeitung für Linke, die sich für intellektuell halten, hat mit ze.tt ein Projekt für Leute ohne IQ gestartet, damit die sich auch für links-intellektuell halten können. Für die dort erscheinenden Artikel braucht man dann auch keine Journalisten, man kann einfach irgendwen irgendeinen Stuss schreiben lassen. Heute war das dann ein Till Eckert.

Ich bin ein Mann und hatte keine Ahnung vom modernen Feminismus.

Ja, das war noch eine schöne Zeit, als man die Welt noch in Ordnung glaubte.

Erst als ich verstanden habe, dass er alternativlos ist, stellte ich die richtigen Fragen.

Es gibt immer eine Alternative. Arbeitslager, zum Beispiel. Oder Hexen verbrennen. Und ich versichere jetzt schon, dass Till nicht die richtigen Fragen stellt. Dafür aber unendlich lange salbadert, ich entschuldige mich also mal im vorab, dass das länger wird.

Feministinnen, das sind doch die nackten Frauen in den Kirchen, Femen mit schwarzer Farbe über die Brüste geschmiert, die, die erst rumschreien und dann abgeführt werden.

Erstens mal sind nicht alle Feministinnen bei Femen, und zweitens sind die Femen-Aktivistinnen nicht nackt. Die tragen Höschen.

So dachte ich noch vor etwas über einem Jahr.

Und erst dann fiel dir Alice Schwarzer und die geisteskranke junge Berliner Aufschrei-Meute auf? Bist du einer von denen, die “noch nicht so lange hier leben”?

Es war mir einfach, mich über diese Frauen zu lustig zu machen

An der These scheint was dran zu sein, wie ordentliches Deutsch tut mir das nicht wirken. Die Frage ist aber, was dem armen Till passiert ist, dass er sich jetzt nicht mehr über geisteskranke hysterische Schnepfen lustig machen kann?

In meinem Fall war das mein Umzug aus dem schwäbischen Dorf nach Berlin, der neue Job, die neuen Kolleg*innen.

Berlin.

Hier wurde ich erstmals ziemlich frontal mit politischem Feminismus konfrontiert.

Ich wurde in Berlin mit einer eines zivilisierten Landes unwürdigen Menge Müll, materiellem und menschlichen, konfrontiert. Deswegen bin ich da auch so schnell es ging wieder weg. Ich bin nicht Wall-E und muss den ganzen verdammten Planeten aufräumen; man kann da auch einfach eine Mauer rumbauen. Die Pläne sind schon seit den 60ern zur Hälfte fertig.

Durch den Feminismusbegriff wird ein riesiges Spektrum abgedeckt, das man unmöglich durchblicken kann.

Es ist aber weitestgehend deckungsgleich mit dem Spektrum des ebenso breiten Begriffs “geisteskranke Spinner”. Das hilft auch beim Verständnis der “Inhalte”.

Himmel, das Thema ist verdammt komplex. […] Feministische Theorie und der Hass der Männer

Naja, soooo komplex ist das eigentlich nicht – es heißt aber “Hass auf Männer”. Was eine erschöpfende Erklärung feministischer Theorie ist, btw.

Der moderne Feminismus zielt in allererster Linie darauf ab, dass alle Menschen gleichberechtigt auf diesem Planeten leben können. Alle. Das will ich, und das sollte man wollen, wenn man ein moralischer Mensch ist.

Ein moralischer Mensch zu sein bedeutet nicht automatisch, dass man Tills Vorstellungen von Moral teilt. Was übrigens ein grundlegender Grundsatz philosophischer Moralvorstellungen ist, aber Till versteht ja schon Feminismus nicht wirklich.

Während ich meine Stimme als Antirassist dagegen erhebe, dass Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe diskriminiert werden, kann ich auf der anderen Seite nicht die Augen davor verschließen, dass 50 Prozent der Weltbevölkerung systematisch kleingehalten wird.

Das Problem an erklärten Antirassisten ist in der Regel, dass sie nicht wissen, was Rassismus ist. Und dass Frauen kleingehalten werden ist weitestgehend Unsinn. Da aber die gesamte feministische Theorie mit diesem Hirngespinst steht oder vielmehr fällt, muss der Till da natürlich ganz fest dran glauben, und das seinen Lesern natürlich als Tatsache unterjubeln.

Es fängt mit vermeintlichen Kleinigkeiten an, nennen wir es beim Namen: Alltags-Sexismus.

Ist “Alltags-Sexismus” sowas wie “einfache Sprache” für Leute, die an Analphabetismus schrammen? Ich meine, das Problem ist ja nun, dass “Alltagssexismus” halt ein Phantasiewort für ein Phantasiephänomen ist und man es daher auch mit Bindestrich schreiben kann, aber trotzdem…

Damit, dass wir Frauen grundsätzlich mit anderen Augen sehen als Männer

Man beachte: jetzt biegt Till völlig falsch ab. Natürlich hat Till als gesellschaftlicher Versager (seine Lebensleistung sind ein Umzug nach Berlin und ein präkerer Gesinnungsjob bei einem viertklassigen Online-Schmierblatt) keine sonderlich realistische Vorstellung davon, wie ihn erfolgreiche Männer beurteilen, also, nehmen wir halt mal irgendeinen Mann mit einem angesehenen Beruf, Müllmann oder so – aber wenn man nicht aus einer Position des Versagens heraus argumentiert, dann ist es eine richtig, richtig blöde Forderung, Frauen nicht anders zu beurteilen als Männer.

Freilich, auch mit gleichen Maßstäben hat selbst die Miriam* noch mehr erreicht als Till, weil sie sich von meinem Freund Peter* hat anbumsen und heiraten lassen, aber so ganz grundsätzlich ist das jetzt keine respektable Leistung.

das Äußere zählt bei ihnen immer etwas mehr als das Innere

Das ist das gleiche Problem wie mit Leuten, die “gesunder in einem gesunden Körper” predigen und Juvenal nicht verstanden haben. Das liegt auch daran, dass Juvenal Satiriker war und Kinder unter 14 wie auch Frauen im Allgemeinen in der Regel Satire nicht verstehen. Was Juvenal sagen will ist, dass es für eine Gesellschaft schlecht ist, wenn Schönlinge gegenseitig für ihr Aussehen gegenseitig beweihräuchern, aber nichts in der Birne haben.

Es ist auch insgesamt schlecht für eine Gesellschaft, auf Leute zu hören, die nichts in der Birne haben; das ist aber vom Geschlecht weitestgehend unabhängig, da ist Wizorek kein nennenswert schlechterer Ratgeber als Heiko Maas.

Das Feminismus-Problem mit den Äußerlichkeiten ist aber mehr, dass Frauen, die nichts in der Birne haben, allein durch ihr Äußeres noch einen gesellschaftlichen Nutzen haben – Fickbarkeit, siehe Miriam* oben.

Feministen haben diesen Nutzen aber in der Regel nicht, und sind auch zu hohl, um das zu verstehen. Aber das kann Till natürlich auch nicht erfassen – weil hohl, halt. Man merkt das an seinen “Beispielen”:

Es geht damit weiter, dass Frauen[…] sich in manchen Büros Sprüche über ihr Äußeres drücken lassen müssen: „Hach Süße, lass mal die Erwachsenen ran.“

Das ist eben nämlich kein Spruch über das Äußere der Frau, das ist eine Aussage über ihre offensichtliche Inkompetenz. Nett verpackt, weil Titten. Für Männer wäre das ein Kündigungsgrund.

Dieses Gedankengut gipfelt mitunter in sexueller Nötigung, Ausbeutung und Gewalt – und das häufiger, als vielen Männern bewusst sein dürfte.

Und so schnell kommen wir von inkompetenten Frauen in Jobs, in denen sie nichts verloren haben, zur rape culture. Wegen dem Gedankengut, dem Patriarchat und den Einhörnern. Oder so.

Darin, dass Männer nicht akzeptieren können oder wollen, was ein Nein ist.

Ja verreck, wir sind uns ja nun wirklich alle einig, dass man die wegsperren und den schlüssel wegwerfen sollte, oder? Steht im fucking StgB, §177.

40 Prozent der Frauen in Deutschland haben seit ihrem 16. Lebensjahr körperliche oder sexuelle Gewalt erlebt. […] Diese Probleme werden von vielen Männern allzu oft abgetan und belächelt.

Ich nehme an, dass die (a) die Methodik dieser Umfrage kennen und (b) so ziemlich 100% aller Männer irgendwann seit ihrem 16. Lebensjahr von körperlicher Gewalt betroffen waren – womit man halt leben muss. Eva musste ja vom Baum der Erkenntnis essen und wir wurden aufgrund der grenzenlosen Habgier der Frauen aus dem Paradies vertrieben.

Das alles entschieden abzulehnen ist für mich alternativlos.

Was? Hirngespinste?

Weil ich ein wirklich großes Verständnis für Männer habe, die noch nicht verstanden haben, wie relevant der Feminismus ist – ich hab‘ ja selbst ewig gebraucht –, will ich nachfolgend zeigen, warum es vielen Männern so schwer fällt, die feministische Botschaft zu begreifen und sie diese falsch interpretieren.

Ich weiß ja nicht, wer Till die Eier abgeschnitten hat, aber so funktioniert Diskurs nicht. Wenn man die Relevanz von etwas belegen will, muss man ebendiese Relevanz mit Argumenten belegen, nicht blöd rumreden. Aber es wird wirklich doof:

Nichts ist ein schönerer Aufreger für die Lokalpresse, als die bösen, schwarztragenden Linken, die auf der Demo wieder mit der Polizei aneinander geraten sind. Der Gedanke hinter der Demo? Der Zweck? Warum da überhaupt Menschen auf die Straße gingen?

Wenn ich da nicht falsch informiert bin, ist deren Rechtfertigung für ihre terroristischen Aktionen “Deutschland verrecke, kapitalistisches Schweinesystem”. Da sie aber keinen besseren Vorschlag haben, halte ich das für vorgeschoben, und Terrorismus ist kein legitimes Mittel der politischen Auseinandersetzung in einer auch noch so vorgeblichen Demokratie, von daher wäre es auch egal, wenn es einen sinn gäbe.

Das gilt natürlich für Feministen auch.

Den Feminismus als Bewegung kann man gut mit der antirassistischen Bewegung vergleichen.

Sag ich doch: Einfach mal dagegen sein, aber keine bessere Idee haben. Leistungslos auf Kosten Dritter leben wollen. Halt, im Gegensatz zu klassischen Linken, nur für Frauen. Wegen Erbsünde oder so.

Es gibt Feministinnen, die transfeindlich sind, und es gibt Feministinnen, die öffentlich #KillAllMen propagieren – auch wenn das das Gegenteil ist, für das sich Feminist*innen heute einsetzen.

Dieser Satz widerspricht sich selbst. Und übrigens ist Jim Beam kein true scotsman. Aber trotzdem ein fucking Whisky.

Dass der Feminismus im Grundsatz das gleichberechtigte Leben aller anstrebt, kann durch solche Entartungen leider leicht vergessen werden.

Die einzigen, die sich gerade für ein gleichberechtigtes Leben aller in Deutschland einsetzen, sind aktuell die entsorgten Väter vom Genderkonkress.

Auch wenn ich die verstehen kann, die schlichtweg genug von der Beschissenheit der Dinge haben, und ihrer Wut darüber freien Lauf lassen

Wie zum Beispiel Anders Behring Breivik?

Wegen dieser ganz simplen Logik: Immer, wenn eine Gegenbewegung vermeintlich zu extrem wird, zu bedrohlich, zu verrückt, konzentrieren wir uns oft auf eine Minderheit. So geht die eigentlich wichtige Idee der Bewegung verschütt.

Wie Silvio Gesells Freigeldtheorie. Der war ein furchtbarer Nazi.

[Patriarchat:] Es geht nicht darum, dass alle Männer über alle Frauen herrschen, sondern, dass einige wenige Männer über alle anderen Männer und Frauen herrschen.

Ja, und der Vorschlag der Feministen ist, dass einige wenige Männer und Frauen über alle anderen Männer und Frauen herrschen. Das ist jetzt inwiefern besser? Wahlen haben wir ja nun ausprobiert; nichtmal Frauen wählen Frauen, siehe die arme Marine in Frankreich. Widerliche Sexisten, allesamt.

Das wird seit dem 17. Jahrhundert so gelebt.

Öhm… echt jetzt? Und vorher war… ah, äh… Frauenherrschaft? Wo?

Da kann heute nicht einfach kurz ein Vögelchen vorbeifliegen, ihnen eine neue Wahrheit über strukturelle Diskriminierung der Frauen zwitschern

Wahrheit übrigens im Sinne von der wahrhaftigen Auferstehung unseres Erlösers Jesus Christus.

und denken, sie würden das glauben

Naja, bei Till hat es ja funktioniert, oder?

Da kann eine Femen-Aktivistin in der Glotze nicht einfach den Herbert in Beimerstetten erleuchten, der es eben nicht anders beigebracht und vorgelebt bekommen hat, als dass er arbeiten geht, seine Frau ebenfalls und trotzdem danach in der Küche allein das Schnitzel klopft

Herbert aus Beimerstetten arbeitet wahrscheinlich am Umschlagbahnhof in Dornstadt. Der muss nach der Arbeit also erstmal duschen. In der Zeit kann seine Frau offensichtlich auch schonmal kochen.

Herbert könnte aber auch mit den Jungs in die Kneipe und danach in nach Ulm in den Puff. Ich bezweifle aber, dass das seiner Frau lieber wäre als Schnitzel zu klopfen.

Echt, ich verstehe das Problem dieser Feministen nicht.

Das ist mit dem Kapitalismus dasselbe. Erst, wer mal Dreck gefressen hat, erkennt, dass ein System krankt. Apropos Kapitalismus: Wer diesen in seiner jetzigen Form kritisiert, hat etwas mit modernen Feministinnen gemeinsam.

Wie erwähnt ist Systemkritik nur sinnvoll, wenn man eine bessere Idee hat. Aber immer, wenn ich “Freigeld” sage, schreit jemand wie Till “Antisemitismus”.  Oder Feministen. Ich habe Null mit denen gemein.

Es gibt ja auch ganze Branchen, die auf der sexuellen Ausbeutung von Frauen basieren. Ich muss wohl nicht benennen, welche.

 

Doch, musst du schon. Was freiwillig und gegen Geld zu machen ist nämlich nicht “Ausbeutung”.

Als ich jünger war, vielleicht gerade in der achten Klasse, musste ich mich vor meinen männlichen Freunden dafür rechtfertigen, warum ich Destiny’s Child höre.

Musikgeschmack unter pubertierenden Jungs. Ersetze “Destiny’s Child” durch [beliebige andere Band] und erkenne: Pubertät.

Ich wurde von Frauen, mit denen ich ein Date hatte, belächelt, wenn ich sagte, dass ich bei emotionalen Filmen auch mal weine.

Wirkt das auf Euch, liebe Leser, auch wie eine ausgedachte Geschichte? Ich meine, kommt, der und ein Date?

Mädchen, das war eine gängige Beleidigung. Einem Mann kann man damit besonders weh tun, weil man ihm seine Männlichkeit dadurch abspricht, also alles, was er sein muss, um respektiert zu sein.

Ne, Till, pubertierenden Jungs kann man damit weg tun. Erwachsene, vor allem Männer, wissen, dass Worte nicht verletzen.

Auf Partys, da musste ich mich in meiner Jugend immer als Eroberer geben

Ist Pudeltum so eine Sammelbewegung für Jungs, die keine abbekommen haben?

Und wenn man Frauen abschleppt, dann gilt das als erfolgreich. Es ist unglaublich, wie lange ich diesen Hirnfurz nachplapperte, dass Männer und Frauen keine echte Freundschaft aufbauen können, weil sicher das Bett in die Quere kommen werde.

Da ist schon was dran – ich denke, das gilt für durchschnittlich intelligente respektive dumme Männer und ebensolche Frauen. Klar, ich habe Frauenfreundschaften, aber das erfordert eine gewisse Art intelligenter Frau, die sich dann aber eher weniger mit Leuten wie Till abgeben würde. Till verwechselt hier “Friendzone” mit “Freundschaft” und lässt sich genüsslich die verbleibenden Reste seiner Eier abschneiden.

Ich habe in der Vergangenheit schlecht über Frauen gesprochen, hinter ihrem Rücken.

Jetzt sprichst du öffentlich schlecht über Männer. Hast du den Eindruck, dass das irgendwie besser wäre oder dich beliebter macht?

Ich habe anzügliche Witze über sie gemacht und sie reduziert.

Ich habe ein tolles Rezept für eine Tomatenconsommé, die besteht nur aus Pfeffer, Lorbeer, Basilikum und einer Dose Tomaten, reduziert auf eine Espressotasse. Wie eingangs erwähnt – wenn Frauen auf ihr Aussehen reduziert werden, liegt das meist daran, dass die Dose leer ist; das ist nicht unbedingt schlecht für die Frau.

Ich habe mich über Frauen mit kurzen Haaren lustig gemacht, ihnen ihre Weiblichkeit abgesprochen.

Hmmmm…. ich hab die eher geknallt; Frauen mit kurzen Haaren haben in der Regel nicht alle Tassen im Schrank und sind leicht zu haben.

Ich dachte, es verschaffe mir irgendeinen absurden Respekt unter meinen männlichen Freunden, wenn ich über Frauen lästere, nachdem ich mit ihnen in der Kiste war.

Ich glaube, der arme Till hatte nie Freunde.

Und es war auch so, dafür bekam ich Schulterklopfer, eine Bro-Fist, ein Lachen.

Von deinen Fantasiefreunden.

In der Schulzeit war das am Schlimmsten, danach nahm es zwar ab, aber diese Art des versteckten Sexismus fand statt – teilweise tut er das immer noch. […] Es ist bemerkenswert einfach, einen sexistischen Spruch abzulassen, eine Frau in ihrer Abwesenheit kurz Schlampe zu nennen, wenn man unter seinen Jungs bierselig in der Kneipe hängt

Ja, echte Männer sagen das den Schlampen natürlich direkt. Die regen sich dann auch immer so schön auf, wie Rumpelstielzchen, fast. Probiert das mal aus, wenn ihr nichts besseres zu tun habt.

Penny schreibt in ihrem Buch Fleischmarkt, dass Frauen in jungen Jahren mitunter eine panische Angst davor entwickeln, für andere als Schlampe zu gelten. Mich wundert das nicht.

Mich auch nicht. Ich frage mich aber, was daran falsch sein soll.

Für diejenigen, auf die das [sexistisch sein] zutrifft: das sollte der beste Grund für euch sein, darüber nachzudenken, warum das so ist.

Das hat was mit den Bienchen und den Blümchen zu tun, und mit blöden Feministen und den Kindern der 68er, die unbedingt finden, dass Frauen im Rotary-Club und beim Vatertagssaufen irgendwie dabei sein müssten.

Fortsetzung hier.

Alte, weiße, cis-het Männer

Es gibt seltene Momente, in denen ich einsehen muss, dass ich mich geirrt habe. Ich habe gestern gelernt, dass das Referendum auf der Krim in etwa so war, als würde man Mallorca über einen Anschluss ans deutsche Reich abstimmen lassen, und den von den Einheimischen bislang nett und zuvorkommend tolerierten Gästen das Wahlrecht geben. Komischerweise erfährt man sowas aber erst bei einer Flasche Горілка, nicht aus der Lügenpresse. Deswegen nennt man die ja auch so. Горілка sieht übrigens aus wie Vodka, schmeckt besser als Vodka und man vergisst den sehr wichtigen Unterschied zu Vodka leider nach einer halben Flasche.

Naja, ein anderer Punkt ist der, dass alte, weiße, heterosexuelle Männer offenbar wirklich so schlimm sind, wie die Feministen tun. Luisman hat sich mit einem Beitrag von unserem (in irgendeinem Kaffdorf gewählten) Bundesinnenminister auseinandergesetzt, und auch auf die Gefahr hin, dass sich das doppelt, hier meine Meinung dazu:

Leit­kul­tur für Deutsch­land – Was ist das ei­gent­lich?
BILD am Sonntag vom 30.04.2017

Man könnte an dieser Stelle eigentlich aufhören, sich mit dem Thema zu befassen und die deutsche Leitkultur für tot erklären – heute im Programm: Tittenmäuschen, und nebenbei: Deutsche Leitkultur. Fein. Es wird aber leider noch schlechter, als es eh schon ist, wenn man den Unsinn liest:

Ein Diskussionsbeitrag von Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière zur Frage, “was uns im Innersten zusammenhält”
Oh Gott, wir sind noch nichtmal im Text und schon vergewaltigen wir Goethe in einem Gangbang mit Hundert Negern. Freilich klaut sich Maizere seine Leitkultur dann auch von Goethe zusammen, aber das ist Fausts Verständnis der Welt. Faust, wissenschon, der Pädophile mit dem Pakt mit dem Teufel.
Wobei das natürlich verständlich ist; ohne seine Seele zu verkaufen wird man in der Politik ja nun sicher nichts. Aber zum Inhalt:
Einige Dinge sind klar. Sie sind auch unstreitig: Wir achten die Grundrechte und das Grundgesetz.
So: Erster Satz, erste Lüge. De Maizere scheißt auf Grundrechte wie Eigentum oder freie Meinungsäußerung, er achtet die also nicht. “Wir” können die nicht achten, weil wir von “wirs” wie Maizere dazu gezwungen werden, sie aufzugeben. Widerlicher, verlogener Pisser.
Nun mag Maizere in seinem Berliner SafeSpace das ja durchaus als Realität ansehen, aber dadurch hat er mit dem gemeinen Deutschen nichts am Hut. Was deutsche Leitkultur wäre – und was Deutschland in der Welt groß gemacht hat – ist die Grundidee, dass man (a) Arbeit (b) ordentlich und (c) genau wie abgesprochen (d) erledigt und (e) das vollkommen selbstverständlich ist. Ende. Das ist aber nicht deutsche Kultur, das war es mal. Heute ist es – siehe de Maizere – verlogenes Geblubber ohne Wert und Inhalt. Was auch daran liegen mag, dass Herrn de Maizere die Punkte (a) bis (e) vollkommen fremd sein dürften.
Über allem steht die Wahrung der Menschenwürde.
Ach, fick dich doch.
[blabla] Für all das haben wir ein Wort: Verfassungspatriotismus.
Nein, das Wort haben wir nicht. Wir haben insbesondere nicht einmal eine Verfassung. Eine Verfassung ist etwas, was (sich) freie Bürger in freier Wahl beschließen. Steht auch im Grundgesetz, ganz hinten. Wenn das noch nicht gestrichen wurde.
Über Sprache, Verfassung und Achtung der Grundrechte hinaus gibt es etwas, was uns im Innersten zusammenhält, was uns ausmacht und was uns von anderen unterscheidet.
Joah – Deutsche sind im Allgemeinen arrogant, unfreundlich und überheblich, was wir uns auch leisten konnten, weil wir halt die Arbeit besser gemacht haben als der fucking Rest der Welt.
Früher.
Jetzt sind “wir” nur noch arrogant, unfreundlich und überheblich, und das einzige, was uns nicht vollkommen unbeliebt macht überall, ist, das die Russen noch schlimmer sind.
Aber gut, was sagt denn Maizere dazu?
[Schwafel]
Boooaahhh – okay, eine Seite weiter…
Ich will mit einigen Thesen zu einer Diskussion einladen über eine Leitkultur für Deutschland.
Ja du fuck Dreck, wenn Du die deutsche Leitkultur als Deutscher nicht benennen kannst, sondern blöd rumdiskutieren musst, dann ist “blöd rumdiskutieren” deutsche Leitkultur, nicht deine Inhalte.
Was, übrigens, ziemlich treffend ist.
Aber gehen wir die zehn Punkte trotzdem durch:
1. Wir sind eine offene Gesellschaft. Wir zeigen unser Gesicht. Wir sind nicht Burka.
Nein, das sind wir nicht, und das waren wir nie. Wir sind waren eine tolerante Gesellschaft, weil wir wussten, dass wir besser waren als alle anderen. Das sind wir aber nicht mehr, von daher werden wir jetzt werterelativierend und genießen unseren Untergang. Wir bloggen anonym. Wir haben auch nichts gegen Burkas.
2. Wir sehen Bildung und Erziehung als Wert und nicht allein als Instrument.
Ja, und ich bedanke mich bei den Autoren von Meyers Enzyklopädischem Lexikon dafür. Das deutsche Schulsystem hat das schon vor 30 Jahren nur (noch?) gepredigt, nicht vermittelt. Allgemeinbildung ist etwas, was Politikern vollkommen zu fehlen scheint, was dann natürlich auch Lehrpläne reflektieren. Baaaaaaaah.
3. Wir sehen Leistung als etwas an, auf das jeder Einzelne stolz sein kann.
Das ist mal ganz, ganz sicher das un-deutscheste, was es gibt. Leistung ist, das hatte ich oben geschrieben, etwas vollkommen selbstverständliches. Fleißsternchen sind Montessori-Bullshit, und Stolz auf Selbstverständlichkeiten ist was für dumme Amerikaner. Sammal. Aber das geht dann vollkommen realitätsfremd weiter – Maizere behauptet,
Wir fordern Leistung. Leistung und Qualität bringen Wohlstand.
Das tun wir nämlich nicht mehr. Und wenn keiner mehr Leistung bringt und Mercedes weniger Qualität bietet als Hyundai, dann geht auch der Wohlstand nach Asien. Ich verstehe Leute wie Luisman, die dem Wohlstand da hin folgen.
4. Wir sind Erben unserer Geschichte, mit all ihren Höhen und Tiefen. Unsere Vergangenheit prägt unsere Gegenwart und unsere Kultur.
Nein, wir sind Meister der Ignoranz bezüglich unserer Geschichte. Wir tun erst seit Hitler so, als wäre das anders, weil wir uns wegen des NS-Traumas kollektiv belügen mussten. Vor hundert Jahren hätten wir auch noch Psychotherapeuten gehabt, die das hätten erklären können.
[4b] Dazu gehört auch ein besonderes Verhältnis zum Existenzrecht Israels.
Ich kenne absolut niemanden, dem allein das Thema Israel nicht derart auf den Sack geht, dass er nicht wenigstens mal überlegt hat, ob man da nicht besser eine Atombombe draufwirft oder die alle vergast oder so. Und das, obwohl ich niemanden kenne, der Atombomben oder Leute vergasen befürworten würde.
5. Wir sind Kulturnation.
Sehen wir am Christopher Street Day, Slutwalks und der Fuckparade. Und sowas sagt ein Mann, der in Berlin lebt. Deutsche Kultur ist, dass man nach vier, fünf Maß Bier am Kotzhügel kotzt. Ja, der heißt Kotzhügel. Das ist deutsche Leitkultur. Also, war, heute vögelt man da. Früher machte man das, wie das halt anständige Leute machen, in der U-Bahn. Also, vögeln, nicht kotzen. Geht aber nicht mehr, da kotzen jetzt ja alle rein.
6. In unserem Land ist Religion Kitt und nicht Keil der Gesellschaft.
7. Wir haben in unserem Land eine Zivilkultur bei der Regelung von Konflikten.
Nein, deutsche Kultur ist die Vermeidung von Konflikten. Deutsche sind nicht sonderlich gut in Konflikten, wir haben da immer das sehr aufbrausende Bedürfnis, in Polen einzumarschieren und Juden zu vergasen. Das haben wir aus der NS-Zeit gelernt: Konflikte vermeiden. Das war aber mal. Jetzt hingegen gibt es zunehmend mehr Konflikte, und wie die in Deutschland nicht gelöst werden, lässt Somalia wie ein strahlendes Beispiel wirken.
8. Wir sind aufgeklärte Patrioten.
Nazi. Ne, ehrlich – wo lebt der Mann? Mein Opa war aufgeklärter Patriot, der war bei der Waffen-SS an der Ostfront. Deutsche sind Weltbürger. Fahrt halt mal irgendwo hin; man findet immer Deutsche.
9. Wir sind Teil des Westens. Kulturell, geistig und politisch.
Als ich diese West-Ost-Geschichte erklärt bekam, war der Westen kapitalistisch und der Osten kommunistisch. Das ist heute nicht mehr so. Das stimmt also einfach nicht. Wir sind Teil der alten Welt, die halt untergeht, wenn Maizere das meint.
Die NATO schützt unsere Freiheit.
Vor – den bösen Kommunisten? ISIS und sonstige Terroristen ja nun mal nicht, die laden wir ja nun ein und zahlen ihnen auch noch Geld dafür, dass sie da sind und unsere Weihnachtsmärkte mit Scania-LKWs bereichern.
10. Wir haben ein gemeinsames kollektives Gedächtnis für Orte und Erinnerungen. Das Brandenburger Tor und der 9. November sind zum Beispiel ein Teil solcher kollektiven Erinnerungen.
Was zum Teufel ist denn am 9. November? Ich meine, das ist 9/11, aber halt nicht 11/9? Shit, und Wikipedia ist in der Türkei gesperrt, das war echt schwer rauszufinden. Reichskristallnacht. Fein. Das ist also der Tag, wo sich die Nazis so benommen haben wie die Antifa jährlich am 1. Mai. Danke, deutsche Leitkultur.
Wenn wir beim Thema Kultur sind: Die Türkei wird wieder konservativ-religiöser – also genau das, was Atatürk relativ unblutig abgeschafft hat. Es tragen deutlich mehr junge Frauen wieder Kopftuch. Und das sind interessanterweise die, die schlank und gutaussehend sind. Ich finde das jetzt nicht wirklich schlecht.

Shiba-Inu-Hündin Rio ist schon 15 Monate alt!

Wenn Ihr den Titel jetzt scheiße fandet – eine Carline Mohr hält das für mitteilenswert. Was Carline “ich kaufe ein o” Mohr sonst noch für mitteilenswert hält, findet man bei Spiegel Online. Heute: Carline hatte eine Wutanfall, und deswegen ist sie jetzt Feministin. Das ist insofern verwunderlich, als Frauen sowieso außer traurig und wütend keine Emotionen haben, aber dennoch zu weit über 80% (je nach Land) keine Feministinnen werden müssen. Um zu analysieren, wieso die arme Corinna (ja Gott, hätte sie halt einen merkbaren Namen bekommen, ich kann da jetzt echt nix für) jetzt unter dieser schweren, unheilbaren Krankheit “Feminismus” leidet, müssen wir uns natürlich anschauen, was sie in diesen Wahnsinn getrieben hat:

24. April: Die österreichische Journalistin Corinna Milborn muss sich gegen Sportler Felix Baumgartner wehren.

Boah, müssen die jetzt beide gleich heißen? Aber gut – das Thema hatten wir schon, und daher wissen wir auch, dass das Unsinn ist – Corinna mit O musste gar nichts. Sie wollte sich halt irgendwie selbst vorführen und Unsinn reden, da spricht ja auch nichts dagegen – außer natürlich, dass man für strunzdumm gehalten wird. Natürlich schafft es Corinna ohne O noch eine Stufe dümmer, denn sie findet, das wäre

Sexismuskritik mit Sexismus kontern.

… obwohl Corinna mit O ja ganz klar betont, dass es ihr nicht um die Models, sondern um Menschenhandel gegangen wäre. Das ist also gar keine Sexismuskritik gewesen, sondern eine (vollkommen abstruse) Menschenrechtskritik. Lassen wir das so dumm sein, wie es ist, und kommen zum nächsten Punkt:

24. April: Kim Kardashian. Wer sich aufreizend kleidet, muss sich nicht wundern, wenn er überfallen wird. Sagt die Zeitung “Österreich”.

Laut dem zitierten Ausschnitt (also, dem Textausschnitt, nicht Kardashians) seien “aufreizende Kleidung und ständige Protz-Postings” Mitgründe für einen Raubüberfall. Nun – wenn ich jetzt jemanden berauben wollte, wäre es praktischer, wenn derjenige Geld hätte (Protz), und wenn ich den dann leicht erkenne (z.B. halbnackte Frauen in Paris). Das ist ja nun soweit ganz vernünftig, oder? Kommt da noch was? Nein? Ok, nächster Punkt:

24. April: “Flinkster” wollte wohl mal ganz flippig und witzig sein.

Was ist “Flinkster”?

Ah. Carsharing. Müssen wir jetzt auf tote Pferde eintreten, die nicht der Feminismus sind? Ich hatte doch extra schon Rape Culture und (unverständliche) Rassismusvorwürfe im letzten Absatz ignoriert? Car-Sharing ist unpraktisch, kein bisschen umweltschonend, und wenn man U-Bahn-fahren mag, sauteuer. Wenn man U-Bahnen nicht mag, ist es unnötig. Aber das ist noch nichtmal Corinnas Problem:

Frau freut sich, weil sie Geld spart und damit Schuhe kaufen kann. [bla] Auch das kleinste “witzige” Klischee, das wir bedienen, stärkt die gesamtgesellschaftliche Ungleichheit zwischen den Geschlechtern.

Frauen.Mögen.Schuhe.

Aber wenn Flinkster “flippig und witzig” mit Klischees spielen wollen, sollten sie das in einer Zeit, wo Shitstorms bares Geld wert sind, doch vielleicht mal ordentlich probieren:

Nur falls die Firma Flinkster mal einen Werbeprofi braucht oder so.

(Ab dieser Stelle werden Corinnas “Punkte” vollkommen irrational und sind nur zum mit-fühlen respektive mit-aufregen gedacht; sorry, wenn es so wirkt, als bringe ich ihren “Punkt” nicht gut rüber – das ist Corinnas Schuld)

Ein Mann aus Brandenburg vergewaltigt eine Frau.  [bla] Die Richterin spricht ihn frei. [bla] Kopfschütteln.

Tjo, das habe ich schon gelesen, u.a. bei Miria. tl;dr: Die Frau fand selbst nicht, dass der Mann mitbekommen haben müsste, dass sie keinen Bock auf Poppen hat. Wundert es dann jemanden, dass die Richter das genauso sahen?

Nochmal Kim Kardashian. Sie ist eine ganz normale Frau, stellt der “Stern” überrascht fest. [bla] Weil sie Cellulitis hat.

Mit Bild! Ein sehr wertvoller Artikel – für alle Cellullite-Fetischisten, und weil Cellulite-Fetischisten schlecht sind, brauchen wir mehr Feminismus. Oder weil sie gut sind? Feminismus ist irritierend.

die Aufregung über das Alter von Brigitte Macron nervt mich.

Das ist die alte Lehrerin, die was mit ihrem 15jährigen Schüler hatte, der jetzt von allen Pudeln und Kriminellen zum französischen Präsidenten gewählt werden wird, oder? Was stört dich denn – ich meine, über die jüngere Ivanka Trump wurde ja auch geredet, auch über ihr Alter, obwohl Donald wenigstens volljährig war (und sie auch)?

Es ärgert mich, weil dem die Annahme zu Grunde liegt, dass Frauen jung und schön sein müssen, um für einen Mann begehrenswert zu sein.

Ah, wir brauchen Feminismus, damit Männer stattdessen alte, hässliche Frauen begehrenswert finden. Ich bezweifle zwar, dass Feminismus da mehr hilft als “blenden” (also, mit Feuer oder Säure oder so), aber selbst das hilft nicht so wirklich gut, denke ich.

Auf der W-20-Konferenz in Berlin tragen Ivanka Trump, Christine Lagarde und Máxima der Niederlande Kleider mit Blumen.

Das hat mich auch gestört – also, dass es eine “W20”-Konferenz gibt. Auf der offensichtlich nichts berichtenswerteres stattfindet als Frauen, die Blümchenkleider tragen und gehaltlosen Stuss zu Frauen-Empowerment von sich geben. Mehr stand dazu jedenfalls nicht in der Presse. Mich störte daran allerdings, dass ich den Dreck bezahlen soll. Aber mit Feminismus muss man da doch nur noch mehr davon bezahlen?

Seit wann müssen Frauen keine Hosenanzüge mehr tragen?

Ich bin kein Historiker, aber ich tippe mal so auf 25.000 v. Chr. – oder wann auch immer Kleidung erfunden wurde. Geschäftsfrauen tragen übrigens ein Kostüm. Wie auch Frau Lagarde oder Frau Trump, wenn sie was geschäftliches machen und nicht auf Femi-Kuschel-Veranstaltungen gehen.

Wäre es nicht schön, wenn wir gar nicht mehr über Blumenkleider sprechen würden, sondern nur noch über das, was die Frauen gesagt haben?

Sehr! Sie haben halt nichts gesagt. Also, nichts gehaltvolles, offensichtlich.

Ansonsten ist die Stilkritik übrigens ganz witzig und weist darauf hin, dass die bloße Existenz des “Women 20 Summit” der Beleg dafür ist, dass die Emanzipation eher noch nicht vollendet ist.

Das ist nicht witzig, das ist das einzige, was sie sich da gegenseitig im Kreis bestätigt haben. Deswegen steht ja auch was über Blümchenkleider in der Presse – mangels echter Inhalte. Muss man das tote Pferd jetzt dreimal treten?

Und dann ist doch noch Angela Merkel, die bei der W-20-Konferenz in Berlin gefragt wurde, ob sie Feministin sei. Sie hat nicht so richtig Ja gesagt.

Die will halt nicht noch ihre letzten Wähler verlieren, indem sie sich zu einer idiotischen, menschenverachtenden und desktruktiven Ideologie bekennt. Merkel ist ja nun nicht Beyonce oder Emma Watson, der alle außer ihr selbst völlig egal sein können. Oder sind, wie man das halt sehen will. Merkel mag ja immerhin Flüchtlinge.

Herzlich, eure Feministin Carline

War das jetzt irgendwie eine überzeugende Aufzählung von irgendwas, was irgendwen dazu bewegen könnte, irgendwas zu tun, was man einfach “herzlichst” beenden kann? Lass dich doch von deinem Shiba-Inu lecken oder sonstwas, aber spar uns solchen Unsinn!

Fuck, ich glaube, ich werde gerade wütend. Von daher: Natürlich kann man das zum Anlass nehmen, den kompletten Niedergang der Presse als (a) sicher und (b) verdient zu bezeichnen, aber sonst? Frauenwahlrecht? Ich meine, wenn da nur Männer gewesen wären, hätten die alle Anzüge getragen und die Frauen halt gar nichts, und das hätte weder jemanden gewundert noch von vorgeblich oder tatsächlich wichtigen Themen abgelenkt. Puh, okay, das könnte man als Grund nehmen, sogar radikaler Anti-Feminist zu werden. Man könnte aber auch einfach nur den Kopf schütteln.

Wir sollten wieder Hexen verbrennen (lacht nicht) #TwitternWieEditionF

Es war wochenlang relativ ruhig an der Gender-Idiotie-Front, da sich die Feministinnen ja alle Vagina-Mützchen stricken und gegen Trump protestieren mussten. Nun ist aber das Problem, dass die Aufmerksamkeitsspanne von Frauen im Allgemeinen und von dummen Frauen, insbesondere Feministinnen, in etwa der Haltbarkeit unpasteurisierter Milch entspricht.

Und dann kommen sie schön thematisch zueinander passend, als hätten sie sich miteinander abgesprochen, wie sich das für gute Marxisten gehört, aus ihren Schützengräben gekrochen und holen zum Rundumschlag aus: Eine Mirna Funk fordert feministische Terrorgruppen zur Ausrottung der alten weißen Männer, die hier bereits bekannte, durch extreme Verblendung auffallende Margarete S. liefert passend dazu einen Artikel, dass nicht nur alte, sondern auch Männer im mittleren Alter es verdient hätten, mit Scheiße beworfen zu werden, und die in Fachkreisen ebenso bekannte wie unbeliebte Dummfeministin Onyx erklärt uns weißen, mittelalten, heterosexuellen Männern:

Wir müssen uns jetzt nicht zum hunderttausendsten Mal damit beschäftigen, wie absurd es ist, als Berufsempörte andere als ebensolche zu bezeichnen. Das ist immer noch weiblicher Solipsismus plus falsch verstandener Radikalkonstruktivismus; außerhalb der eigenen Gedankenwelt kann es nichts geben, also müssen alle so sein wie ich.

Nein, ein viel schöneres Thema ist Spaß. Denn Frau Funk, wie das “Magazin” editionF nachträglich ergänzte, meine das ja “polemisch” und “lacht” im Interview bei der Aussage.

Nun möge man meinen, dass Frau Funk halt etwas humorlos ist, weil sie nicht darüber wegkommt, dass ihre Großeltern nicht in einem KZ gestorben sind, aber davon ist das doch keine Polemik, sondern nur strunzdumm? Ich meine, zu Polemik gehört doch auch eine rationale, dann versteckte, Argumentationsstrategie – wie z.B. hier, dass ich Frau Funk als bekloppte Irre darstellen möchte. Sie hingegen findet alte weiße Männer schlecht, da ist die Forderung in etwa so lustig wie Hitlers Endlösung der Judenfrage.

Aber ich als Mann habe natürlich keine Ahnung von Polemik, wie mir irgendein Pudel namens Matthias Stolz in der Zeit erklären will:

Unser Autor ärgert sich schon lange über Männer, die sich für lustiger halten, als sie es sind.

Macht dich das traurig und wütend?

Aber aus gegebenem Anlass muss er sich fragen: Bin auch ich so ein Mantertainer?

Mantertainer. Ja, Mantertainer. Oh Gott. Ja, es gibt Comedians und weibliche Comedians, den Unterschied erklärt uns ein “weiblicher Comedian”:

Amy Schumer

Nun, es gibt Leute, die halt nicht lustig sind, aber das trotzdem versuchen. Es gibt wohlgemerkt auch kulturelle Unterschiede, was Leute witzig finden – versucht mal, einen chinesischen Witz zu ertragen. Das ist echt nicht lustig. Aber das ist nicht das Problem, was Matthias Pudel hat. Der ist nur auch nicht lustig:

Wir standen in einer kleinen Runde draußen herum, Männer, Frauen, tranken Bier und dachten uns Scherzfragen aus. Meine Frage an die Runde lautete: “Wie nennt man vier Wölfe?”

Haha, sehr lustig. Ich verweise mal auf Klopfers Bravo-Witze von 1987, die sämtlich besser sind. Also, für 13jährige. Herr Pudel ist aber älter als ich – und nennt sich “Generation Praktikum”. Wie nennt man denn dann die Leute nach mir, die wirklich nur noch Praktika machen?

Oh, ich habe vergessen, die “Pointe” zu erwähnen:

Die Befragten gaben ein paar Antworten, ich beschied, die seien falsch, und gab schließlich meine Pointe preis: “Tetra-Pack!”

Scherzfragen, die Leute beantworten können, sind keine. Aber ganz allgemein wäre das der Zeitpunkt, wo ich mir eine neue Runde suchen würde. Oder mich alleine in eine Ecke stelle, es ist manchmal besser, nicht in Gesellschaft zu sein.

Am nächsten Morgen erhielt ich eine Beschwerde. Eine E-Mail von einem der Gäste, der mich darauf hinwies, ich habe eine Rätselantwort, die von seiner Freundin stammte, nicht gelten lassen, obwohl sie doch eigentlich mindestens genauso gut gewesen sei wie die als Pointe präsentierte Antwort. Nämlich: Quadrudel.

Da sind dann gleich drei Punkte unglaubwürdig: Erstens war das wohl eine sehr, sehr öde Veranstaltung, wenn das das Highlight des Abends war, was man noch in Erinnerung hat. Zweitens ist “Quadrudel” nicht “mindestens genauso gut”, sondern Welten besser, weil das nicht nur die affektierten Angeber mit Graecum, sondern auch der Pöbel mit Latinum versteht. Also, bei pubertierenden Kindern, jetzt. Lustig ist es immer noch nicht.

Abgesehen davon habe ich den Verdacht, der Witz kommt aus einem amerikanischen Pickup-Forum, weil in den USA wolves ein pack bilden, wohingegen in Deutschland Wölfe ein Rudel. Oder der ganze Artikel von Jezebel.

Drittens, und das ist total unglaubwürdig, ist der Punkt, dass das von einer Frau kommen soll. Als würden Frauen irgendwie bei Denkaufgaben mitmachen und nicht nur blöd Löcher in die Luft starren, während sie sich Gedanken über die Farbe ihres nächsten Nagellacks machen.

Es ist nun für mich vorstellbar, dass sich Pudel wie der Matthias mit anderen Pudeln zusammentun und eine Runde mit Radikalfeministinnen bilden, die sich für lustiger halten, weil der vorgegebene Maßstab halt unterirdisch ist, aber – wer will denn so wo sein?

Da erst fiel mir auf, dass ich mich an diese Antwort nicht nur nicht mehr erinnerte, sondern dass ich sie, in der Rolle des Witzerzählers, offenbar gar nicht wahrgenommen hatte. So sehr war ich auf die eigene Pointe konzentriert, auf meine Ich-erzähle-jetzt-mal-einen-Witz-Rolle.

In der Rolle des Journalisten fällt dir ja auch nicht auf, dass du es eigentlich nicht kannst.

Das war jetzt übrigens ein ad hominem, das ist grundlegender Bestandteil einer Polemik. Das hat aber einen Hintergedanken, der sich dem geneigten Leser selbst erschließt, und sowas kommt bei mir von alleine, da ich grundsätzlich polemisiere. Man kann das schlecht absichtlich machen, denke ich. Wie Mathe; man kann lernen, wie es funktioniert, aber man muss es verstehen, um es zu können.

Seither hadere ich mit meinem Humor.

Welchem?

Jahrelang hatte ich argwöhnisch beobachtet, wie Männer mit schlechtem Humor viel zu viel Redezeit für sich beanspruchten und die auch bekamen.

Wie – zum Beispiel – du? Fuck, dieser weibliche Solipsismus und die Projektion eigener Unzulänglichkeiten auf andere befällt jetzt auch Männer. Also – Leute mit einem Penis, keine echten Männer, natürlich.

Nun dämmerte es mir, dass mich von diesen Feindbildern offenbar weniger trennt, als mir lieb sein kann. Bin ich auch so ein Typ, der nur das witzig findet, was von ihm selbst kommt?

Warum sind denn solche Leute “Feindbilder”? Wieso begibt man sich in Gesprächsrunden, in denen der, der das Interessanteste zu erzählen hat, nur schlechte Nicht-Witze zu bieten hat? Wieso du nur dich selbst witzig findest, ist hingegen leicht erklärt: Du bist es nicht, und du bist neidisch, und gönnst anderen ihre Kompetenzen nicht, weil du selbst keine hast.

Seit ich ungefähr 13 bin

… hast du dich intellektuell nicht weiterentwickelt. Wie die Feministinnen. Wussten wir schon.

habe ich mit Unwohlsein Jungs, später Männer beobachtet, die sich für irrsinnig witzig hielten, es aber gar nicht waren, zumindest nicht für meinen Geschmack.

Jaaaa…. hatten wir schon geklärt, woran das liegt.

In der Rückschau kommt es mir so vor, als habe meine Jugend aus einer einzigen Abfolge mittelschlechter Monty-Python-Imitatoren bestanden, und alle diese Imitatoren waren männlich.

Monty Python ist britischer Humor. Das muss man mögen. Und sich dran gewöhnen, siehe chinesische Witze oben. Und natürlich waren die alle männlich, alle bei Monty Python waren schließlich auch männlich.

Vielleicht war Neid mit im Spiel

Echt jetzt?

Trotzdem: Einige hatten nur einen guten Abnehmer für ihre Witze – sich selbst. Der Mensch und vor allem der Mann ist zu einiger Selbsttäuschung fähig, und in seiner Witzigkeit überschätzt er sich besonders drastisch.

Wollen Männer nicht normalerweise in irgendwas besser werden? Hey, ich würde mich auch freuen, wenn mein Blog mehr als zwölf Leser hätte, aber ich schreibe gerne was für dieses dreckige Dutzend.

Dass man sich gegenseitig Witze erzählt, ist in den vergangenen Jahren, glaube ich, aus der Mode gekommen, zusammen mit Stammtischen, Schenkelklopfen und Bier zum Frühstück.

Wo?

Nicht aber aus der Mode gekommen ist das Bemühen vieler Männer, auf Biegen und Brechen den Unterhalter zu geben, auch dann, wenn sie darin weder ein besonderes Talent noch Übung haben.

Im PU gibt es was, was sich “clown game” nennt. Könnte was damit zu tun haben, dass irgendwelche dummen Schlampen das total toll finden. Lass mich raten – die bösen “Mantertainer” bekommen auch immer die ganzen Tussen ab und du nicht, und deswegen regst du dich auf?

Wenn die beliebte Wortneuschöpfung “Mansplaining” beschreibt

Die Wortneuschöpfung “Mansplaining” ist nicht beliebt.

so könnte man vom “Mantertainment” sprechen, wenn Männer Frauen gegenüber Witze oder Anekdoten zum Besten geben, ohne zu merken, dass die gar nicht besonders lustig sind.

Dafür braucht es keine Wortneuschöpfung, dafür gibt es schon ein Wort: peinlich.

Dagegen sind mir Frauen, die den eigenen Humor überschätzen, nahezu unbekannt. Wenn Frauen häufig und gerne Späße machen, dann sind sie meistens tatsächlich witzig.

Die meisten Frauen haben den Humor eines 14-jährigen, aber kindisch kann witzig sein:

Für Männer ist Humor ein Mittel, sich in den Mittelpunkt zu stellen, für Frauen eines, um einen guten Abend zu haben.

Wenn eine Party so schlecht ist, dass die Leute anfangen, blöde Witze zu erzählen, dann gibt es auch noch Alkohol, um einen guten Abend zu haben.

Dass der Mantertainer das jahrhundertelang nicht gemerkt hat, liegt wahrscheinlich an seinen Buddies, die ihn, komme, was wolle, mit einem großen, brüllenden “Hahaha” unterstützen.

Vielleicht – nur ganz vielleicht – sind die Leute, die du hier als “Mantertainer” zu verunglimpfen versuchst, ja wirklich lustig und du verstehst nur die Witze nicht? Ich meine, bei deinem vollkommen absurden Verständnis von “witzig” ist das jetzt nicht allzu weit hergeholt, oder?

Frage an mich selbst: Akzeptiere ich nur diejenigen Leute als Freunde, die über meine Witze zu lachen bereit sind?

Beantworte die Frage doch mal, Pudel. Ich erzähle auch mal Witze oder leite Leuten ein lustiges Meme weiter, aber doch nicht an alle. Sondern an die, von denen ich denke, dass sie es auch lustig finden. Das aber variiert. Es sind nicht alle Menschen gleich, auch wenn ihr das auf der Pudelschule gelernt habt.

Und so wird der Mantertainer von seinem Unterstützersystem, wie man das bei Alkoholikern nennt, weiter in seinem Problemverhalten bestärkt,

Ein Versuch der Hyperbel. Nett – für einen Anfänger. Musstest du da lange drüber nachdenken?

während er zudem dauernd in der Zeitung liest, dass Frauen in Umfragen angegeben haben, der Humor sei ihnen besonders wichtig in der Partnerwahl, wichtiger noch als Gehalt, Aussehen, Muskeln

Was daran liegt, dass so einen Unsinn nur Frauen glauben. Was Frauen wirklich wollen, sind Männer, die sich selbst nicht gar so ernst nehmen, also kleingeistige Spießer sind. Oder Pudel, das ist das moderne Pendant zum Spießer.

So wie es überhaupt das größte Kompliment ist, über jemanden zu sagen, er sei wirklich witzig.

Ist es das? Mir wird das immer nur gesagt, wenn ich vollkommen ernst bin.

Als mir eine Bekannte vor einiger Zeit schrieb, sie habe Migräne und könne daher nicht in die Pizzeria kommen, schickte ich ihr neben den Genesungswünschen einen gezeichneten Witz, den ich gerade in einer Zeitschrift entdeckt hatte. Ihre Antwort lautete: “Sorry, ich verstehe den Witz nicht.”

Ich würde mich auch nicht mit Matthias treffen wollen, und ich wusste auch schon, dass Matthias keinen Humor hat – und Frauen Witze nicht verstehen. aber: Hä?

Erst da fiel mir auf, wie unsensibel es war, einer Kopfschmerzpatientin einen kniffligen Cartoon zu schicken.

Knifflig und Frauen passen – so im Allgemeinen – normalerweise nicht so gut zusammen. Aber das erklärt ja auch einiges: Der Pudel reflektiert seine Privilegien so ununterbrochen, dass er alles, was er macht, für unsensibel hält, weswegen er nicht witzig sein kann. Das geht nicht, wenn man sich selbst zu ernst nimmt – wenn ihr einen wirklich guten Türkenwitz hören wollt, erzählt einem Türken irgendeinen. Er kennt sicher einen besseren. Den kennt ihr dann auch, so für’s nächste Mal.

Als ich etwas später beim Mittagessen mit einer humorversierten Kollegin über diese Peinlichkeit sprach

Braver Pudel. Bekommst ein Fleißleckerli fürs Selbstreflektieren nach feministischer Vorgabe.

erzählte sie mir, wie sehr sie es hasse, wenn sie ein Date habe und der Mann anhebe, eine lustige Anekdote zu erzählen. Das passiere leider fast bei jedem Date. Wenn Männer Anekdoten erzählen, gefallen sie sich nicht nur selbst als Redner, sie wollen beweisen, dass sie so viel Intelligenz besitzen, dass sie auch noch für die komischen Seiten des Lebens Hirnkapazitäten frei haben. Sie wollen ihren geistigen Motor aufheulen lassen.

Ich erzähle deswegen nur langweilige Anekdoten, um bei Frauen nicht den Verdacht aufkommen zu lassen, ich sei irgendwie interessant.

Dabei zwingt der Anekdotenerzähler die Zuhörerin, wirklich gut zuzuhören, um bloß nicht die Pointe zu verpassen.

Das ist ein interessanter Punkt: Bei vielen Frauen ist es so, dass es absolut genau Null stört, wenn man eine halbe Stunde lang nicht zuhört. Wie beim Nachmittags-Hartz4-Fernsehen.

In nicht wenigen Fällen ist das eine schwierige Übung.

Wenn der Maßstab Hartz4-Fernsehen ist, sicher. Ist das jetzt das Maß linksintellektuellen Zeit-Journalismus geworden?

Nach der Pointe erwartet der Mann, dass die Frau zumindest ein Lächeln zeigt, besser noch ein hörbares Lachen beziehungsweise Lob und Erstaunen darüber, dass das Vorgetragene tatsächlich so stattgefunden hat.

Joah… wenn man was interessantes oder lustiges oder noch besser beides erzählt, erwartet man irgendeine Reaktion. Ich erzähle ja immer gerne, wie ich den dritten Weltkrieg verhindert habe, indem ich die amerikanischen Wahlcomputer zu Trumps Gunsten manipuliert habe, aber dafür lobt mich trotzdem niemand. Die meisten glauben mir das aber schlicht nicht; die denken wirklich, das waren die Russen. Schlafschafe.

Der Mann von 2017 weiß, dass er keinesfalls erwarten darf, dass eine Frau seinen Ausführungen zum letzten Karriereschritt zuhört.

War das – ehrliche Frage – zu irgendeinem Zeitpunkt anders?

Aber dass sie über seine Geschichten lacht, erwartet er schon.

Nein. Ich erwarte das nicht. Ich erwarte, dass sie mit jemand anderem redet, wenn sie mich nicht interessant oder lustig findet.

Die Situation wird noch bedrückender, wenn wir Männer, was nicht selten vorkommt, nicht merken, dass unsere Pointen nicht zünden, und, den nett gemeinten Beifall missverstehend, weitermachen.

Ich fände es super-bedrückend, wenn die Reaktion auf einen schlechten Witz (wie den mit den Wölfen) tatsächlich “nett gemeinter Beifall” ist und nicht “boah, war der schlecht”. Gefolgt, natürlich, von einem noch schlechteren Witz.

Oder: Wir merken zwar, dass die erste Pointe nicht gezündet hat, legen aber weitere nach, in der falschen Hoffnung, irgendwann müsse das Feuer durchlodern.

Du hast echt langweilige Freunde, oder?

[Eine Freundin] meinte, sie lache aus Prinzip nicht, wenn es von ihr erwartet werde. Selbstironie, sagte sie, finde sie dagegen gut. Aber auch das bekämen deutsche Männer nicht hin.

Frauen sind, wie uns Feministen seit Jahren predigen, derart empathisch, dass sie jegliche Empathie verweigern. Schöne neue Welt, oder?

Aber mal ehrlich: Frauen lachen natürlich über Selbstironie. Siehe oben, das sei wichtiger als Muskeln oder Geld. Also, dass man seine Muskeln und sein Geld nicht so raushängen lässt – nur um das zu konkretisieren.

Sollten Männer also in der Gesellschaft von Frauen jegliche Form von Witzen, Scherzfragen, lustigen Anekdoten vermeiden?

Nein. Man muss ja nicht mit jeder Frau vögeln, die man trifft.

Es genügt schon, wenn der Mann es auch nur für möglich hält, dass die unterhaltsamste Person am Tisch eine Frau sein könnte.

Ich halte das an den Tischen, an denen sich der Pudel so aufzuhalten scheint, sogar für wahrscheinlich. Und vor allem traurig.

Und wenn er weiß, dass das keine Schande für ihn wäre.

Es ist auch keine Schande, für Sex zu bezahlen.

Dann kann es eventuell sogar lustig werden. Auch für ihn.

Ich bezweifle jetzt, dass die Nutten das jetzt nicht nur für Geld machen. Oder die total lustigen Frauen in den Pudelrunden nicht auch gerne einen Mann hätten, den sie lustig finden. Aber man muss sich damit abfinden, was man hat, wenn man – wie die eingangs angesprochene Mirna Funk der Meinung ist,

Um meine Ziele zu erreichen, gehe ich übers Wasser und durchbreche jede Wand

Denn im Gegensatz vom im Feminismus verbreiteten Erlöserglauben und der selbstüberschätzenden Grandeur ist das Durchbrechen der Wand eine Leistung, die die meisten Feministinnen tatäschlich bewältigen. Gut, dafür müssen die meisten nur so Anfang-Mitte 30 werden, dann sind sie post-wall. Was dann in einer gewissen Weise auch lustig ist, ja.

Bin ich ideologisch verblendet?

Christian (und viele andere) bloggen zur Zeit über eine natürlich unveröffentlichte, aber durch die Presse getriebene Studie, die mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit so scheiße ist, dass man damit außerhalb des BMFSJ keinen Blumentopf gewinnen könnte. Sie sind aber tatsächlich so blöd (oder so unverschämt), 11 ihrer 16 Items für “Maskulismus” abzudrucken. Schauen wir mal:

Gleichstellungspolitik ist nur ein anderer Name für Frauenförderung.

“Gleichstellungspolitik” ist auf der Weltfrauenkonferenz 1995 in Peking geprägt worden. Selbst laut Wikipedia haben da 47.000 Frauen Frauenrechte beschlossen, die sie für Frauen haben wollen. Ja, der Aussage ist zuzustimmen, wenn man das weiß. Ist das ein Bildungstest?

Wenn Frauen weniger verdienen als Männer, dann haben sie eben den falschen Beruf gewählt.

Ich warte aber immer noch auf das eine Lischen Müller, was weniger verdient als Peter Müller (im gleichen Job etc.). Ein Lieschen Müller, und ich glaube euch den Quatsch. EINES. Ihr behauptete, es betreffe viele/alle Frauen. Zeigt mir eine. Das ist wirklich nur ein ideologischer Verblendungs-Test, oder?

Trotzdem klares Nein: Wenn Frauen mehr verdienen wollen, sollen sie halt mehr leisten; wir leben in einer Marktwirtschaft. Das geht berufsunabhängig.

Frauen sind jetzt genug gefördert worden, jetzt sind die Männer dran.

Naja, das gesamte Feminismus-Gebullshitte hat dazu geführt, dass Jungs in der Schule ohne nachvollziehbare Gründe bei sogar besseren Leistungen schlechtere Noten bekommen. Da könnte man sich schon mal ernsthaft damit befassen. Aber so: Nein, Männer brauchen keine Förderung, es reicht, wenn man ihnen keine Steine in den Weg legt. Sind ja keine Kinder – oder Frauen.

Männer und Frauen haben die gleichen Rechte, aber unterschiedliche Pflichten.

Frauen haben mehr Rechte als Männer, und so gut wie überhaupt keine Pflichten. Diese Frage ist vollkommener Unsinn. Nein.

Durch die gesetzliche Regelung für mehr Frauen in Führungspositionen werden Männer benachteiligt.

Durch eine Kakteenquote für Führungspositionen würden alle nicht-Kakteen benachteiligt. Analog ist das bei einer Frauenquote für nicht-Frauen, also Männer. Ja. Ich bin übrigens für eine Kakteenquote in Führungspositionen; alleine weil jede Kaktee Unternehmen besser führen kann als z.B.  Marissa Mayer. Und pflegeleichter sind sie auch – und günstig!

Die Rolle der Frau in der Gesellschaft besteht darin, eine gute Hausfrau und Mutter zu sein.

Was die Frau in der allgemeinen Gesellschaft macht, ist mir ziemlich schnuppe, ich kann mir mein Bier auch selber holen. Für Frauen in meiner Gesellschaft ist das natürlich anders, aber trotzdem: Nein.

Im Bemühen um Gleichstellung von Mann und Frau schießt man über das Ziel hinaus.

Nein, Gleichstellung ist bereits das schlimmst möglich vorstellbare Ergebnis. Kennt jemand die einfachste Definition von Gerechtigkeit? “Gleiches gleich, Ungleiches ungleich behandeln”. Alle gleich zu behandeln ist ungerecht. Alle gleich zu stellen ist kommunistischer Unsinn (an den sich v.a. Kommunisten selbst nicht halten).

Bei Trennungen sollten Väter die gleichen Chancen wie Mütter haben, das Sorgerecht zu bekommen.

Ist das jetzt ernsthaft eine “maskulistische” Forderung und keine Frage der einfachen Gleichberechtigung? Fuck, wozu schreibt ihr denn ein Grundgesetz, wenn ihr es dann nicht lest?

Aber nein, sollten sie nicht. Kinder sollten grundsätzlich zum Vater; alleinerziehende Mütter produzieren nur asoziale Kriminelle.

Gleichstellung von Frauen und Männern bedeutet mehr Gerechtigkeit (Ablehnung).

Hey, schon die dritte Frage, nach der ich Maskulist bin. Oder einen IQ über Raumtemperatur belege. Klares Nein, siehe Ausführungen zu Gerechtigkeit oben.

Gleichstellungspolitik befasst sich noch nicht ausreichend mit den Bedürfnissen und Anliegen von Müttern (Ablehnung).

Der ganze Frauenförderkram beschäftigt sich ausschließlich mit frustrierten Lesben und ihren Katzen. Wieso sollte diese Aussage ein Maskulist ablehnen? Ja. Gleichstellungspolitiker beschäftigen sich übrigens auch noch nicht ausreichend damit, sich selbst die Pulsadern aufzuschneiden.

Wenn ihr mir das nicht glaubt, dass ich das ernst meine: Versucht mal, einen Kita-Platz zu bekommen, wenn ihr keine Crackhure seid, die zu blöd ist, Hartz4 zu beantragen. Versucht es mal. Das ist natürlich Frauen- und nicht Gleichstellungspolitik, aber dass das nur ein neues Wort ist, war ja schon in Frage 1 klar.

Durch den Feminismus werden in unserer Gesellschaft die Männer systematisch benachteiligt und Frauen bevorzugt

Nein, das ist Unsinn. Dadurch, dass Politiker und das BMFSJ den Feminismus ernst nehmen, werden Männer systematisch benachteiligt und Frauen bevorzugt. Nur weil eine Voodoo-Hexe Nadeln in eine Stoffpuppe steckt, passiert noch gar nichts. Aber wenn Leute daran glauben, machen sie was, was zu ähnlichen Ergebnissen wie der Intention führt.

Könnten wir jetzt bitte wieder anfangen, Hexen zu verbrennen?