Die positiven Seiten fehlender psychischer Krankheit

Eine frustrierte, feministische Kampflesbe – ich muss mich an dieser Stelle bei der Twitter-Nutzerin @FinalJudgement bedanken, die mich geblockt hat (das habe ich in fucking zwei Jahren nicht geschafft) hat einen doofen Artikel geschrieben. Soweit, so wenig berichtenswert, aber ich habe gerade wirklich Lust, ihn zu lesen – dass kann ich ja nun mit Ariane FinalJudgements misandrischen Tweets nicht mehr, von daher brauche ich meine tägliche Portion Männerhass halt noch. Theoretisch – praktisch reicht natürlich auch Hass auf normale Menschen:

10 Examples of Straight Privilege

Freilich, das kommt von everydaylunacy, es kann also nur gut werden.

In spite of increasing acceptance and support for queer people,

Hmmm… das ist schon wieder diese blöde Akzeptanz-Toleranz-Vermischung, und das im ersten Satz. Die Frage ist da immer, wo die Grenze ist – finde ich es toll, in einer Schwulenbar angesprochen zu werden? Klar, in jedem Mann steckt eine solipsistische Frau. Finde ich das toll? Eher nicht. Unterstütze ich das? Sicher nicht.

… we still live in a society that affords heterosexual individuals more rights, power, and freedom.

Ich behaupte mal, dass nicht ein einziger Punkt davon irgendwie auch nur annähernd gezeigt – oder gar belegt – werden wird.

Straight people might not consciously think about or acknowledge it, but straight privilege influences everything – from their daily lives to their career goals.

Meine Karriereziele waren, mir 30 Millionär und Doktor zu sein. Hat zur Hälfte geklappt. Warum sollten Schwule andere Karriereziele haben? Ich meine, klar, Frisör oder so ist ein total schwules Karriereziel, aber mein neuer Friseur ist total Hetero (und besser als der letzte, schwule, der laberte nur Mist die ganze Zeit, da könnte ich gleich zu einer Frau gehen…) – das ist also mal sicher kein Punkt.

1. Your Orientation Is Naturalized from Birth

Joaaaaah… das ist ein Punkt. Ich verstehe aber die Relevanz nicht, weil “Homosexualität” und “Geburt” sich so ziemlich 100% der Menschheitsgeschichte ausgeschlossen haben….?

One day while I was shopping, I was simultaneously repulsed and amused to find baby onesies that said things like “Ladies Man” and “Lock Up Your Daughters.”

Mein Patenkind hat einen ganz tollen, rosanen Strampler mit Fußballclub-Logo drauf. Ist ein Mädchen. Und?

Putting aside the obvious gross misogyny

“Offensichtlich” und “heftig” hinzuschreiben macht etwas nicht offensichtlich oder heftig.

I couldn’t believe how early people jump at the chance to shoehorn their children into heterosexual narratives.

Ah. Kleidung zwängt also Kinder in Narrative. Dumm zwar, dass die das nicht, aber wirklich gar nicht, mitbekommen – aber hey, Fakten würde ja das dümmliche Homo-Narrativ zerstören – oder?

A similar phenomenon occurs whenever baby boys smile at me in the grocery store. Their mothers will say something like “Look at how he’s flirting with you!” Ma’am, your son barely has a grasp of object permanence, so I doubt he knows what a girl is.

Und der fucking dritte Satz im Artikel, bis die Autorin ihr eigenes Narrativ ad absurdum führt. Ist Homosexualität jetzt keine ICD-Geisteskrankheit mehr, weil die wollen, dass es als geistige Behinderung anerkannt wird? Das ist doch blöd – ich kenne zwar persönlich wenige Schwule, aber die sind allesamt nicht doof. Vielleicht ist das so ein Lesben-Problem?

Heteronormativity is established before kids are even out of diapers.

Jaja, das ist deine Prämisse. Sie nochmal fett in den Artikel zu schreiben hilft aber nicht dabei, sie rüberzubringen – also, bei nicht-dummen Lesern. Vollkommen unabhängig von ihrem Homo-Status, übrigens.

Although it’s annoying and borderline creepy, it gives straight people an easy template for romance.

?!

When a boy has a crush on a girl or vice versa, they don’t have to [bla]. Their attraction to another gender is already anticipated and expected.

Joah… wenn das bei ihren Eltern nicht so gewesen wäre, wären sie ja nun nicht auf der Welt. Ist das wirklich so schwer zu verstehen?

2. You Don’t Have to Come Out

Building off of #1,

… der ja nun mal vollkommener Unsinn war…

you don’t have to announce your heterosexuality to the world.

Das muss man mit seiner Homosexualität auch nicht. Ich habe vier Jahre mit einem Schwulen zusammengearbeitet, ohne das zu wissen. Weiß ich erst seit seiner Hochzeit.

Very few parents are going to be surprised or angry that their child is straight.

Ach. Kinder. Siehe oben.

People that you’re sexually compatible with are still going to be readily available without having to confirm that you’re both straight.

Über die “readily availability” von Frauen können wir aber mal eine Runde reden, oder? So einfach ist das nämlich nicht…

And if you’re thinking, “Queer people only have to come out once! [bla]

Nein, denke ich nicht. Hatte ich auch schon vorher abgehandelt: Müssen sie mirwegen gar nicht.

Next time you go to Thanksgiving dinner or score a date or make a friend, be grateful you don’t have to discuss and defend your sexual identity.

Ich weiß nicht, warum die ganzen Jammerfrauen nur so widerliche Verwandt- und Bekanntschaften haben. Klar, ich bin dankbar für nette Familien, aber kommt – das ist kein Homo-Problem, das ist ein Verwandtschafts-Problem. Meine Schwiegermutter ist entsetzlich und mein Schwager schwul, aber das hat wirklich nichts miteinander zu tun.

3. You Don’t Have to Justify Your Identity or the Legitimacy of Your Orientation

Joah – sprich für dich selbst? Warum findest du das? WTF?

No one is going to insist that heterosexuality is just a phase.

Natürlich nicht, wegen Fortpflanzung und so. Zum Dritten. Und fairerweise denke ich auch von meinem Schwager, dass er halt Männer nimmt, weil er halt Null Chancen bei Frauen hat – hat er probiert, fand er toll, und das war dann so ein progressives bi -> homo, aber das ist doch seine Sache?!

Heterosexuality is already legitimate in that it’s backed by centuries of sociocultural dominance and political laws.

Und – Kinder. Ja, Kinder. Du vergisst schon wieder den zentralen Punkt – absichtlich. Das ist nichtmal Sophismus, das ist blöde.

You can move through the world with your orientation and lifestyle unquestioned.

Werd du erst mal Ende 30 und hab keine Kinder. Oder hab welche. Fick dich doch.

4. Your Right to Get Married is Never Questioned

Das Recht des Gutsherren, in der Hochzeitsnacht deine Frau zu vögeln, war das auch nicht. Möchtest du dich vielleicht bei einer anderen Gruppe beschweren?

5. […] It might be unsettling to hear this in 2015, but you can still be fired for being queer in the majority of states.

Das ist USA. Da kann man Leute auch vollkommen ohne Grund entlassen, two weeks notice. ?!

6. You Don’t Have to Fear Violence Because of Your Orientation

Sagen Leute, die nie mit der Schwester vom Jawid gebumst haben, gell? Eben. Dachte ich mir.

7. You Don’t Have to Worry About Losing Your Family, Friends, or Financial Support as a Result of Revealing Your Sexuality

Ich bin mir recht sicher, dass meine Mutter genauso wenig von meinen sexuellen Vorlieben wissen will wie ich von ihren. Und bei meinen Freunden halte ich das ähnlich. Vielleicht ist das das Problem?

In more extreme cases, parents will stop paying their child’s college tuition or kick them out of the house. In fact, 40% of homeless youth are queer and trans kids.

… wo natürlich die Richtung der Kausalität zu klären wäre. Oder die Existenz einer Kausalität. Das ist also wieder mal gar keine Aussage.

Sure, sexuality can create some messy situations no matter who you like, but straight kids probably aren’t going to lose the roof over their heads if they get caught with their significant other.

Sagt jemand, der nie Sex mit der neuen Freundin seines Vaters hatte.

8. You Have Ample (And Fairly Accurate) Media Representation

Ernsthaft jetzt? Alle fucking Filme und Serien sind voll mit LMNOP-Menschen, und zwar weit über ihrem Anteil in der Realität.

From dewy Disney fantasies to awkward coming-of-age tales and zany romcoms, the heterosexual couple is a bedrock of our culture.

Civilization. Du meinst nicht nur Kultur, sondern die gesamte Zivilisation. Siehe oben: Kinder. Geht nicht in Homo. Ach.

Diversity might be increasing, but even as queer characters start to get bona fide love stories, there are still subtle codes that reinforce the implication that we’re always a little bit less than worthy of true fulfillment.

Will halt keiner gucken?!

Remember that rosy coming-of-age story? Replace it with homophobic and/or religious parents, a deeply closeted lover, and a heaping helping of self-loathing. Lighthearted or nonchalant stories of sexual self-discovery are few and far between.

Das sind ziemlich genau deine Punkte 2, 3, 4, 6 und 7. Wenn ihr nicht mehr Stories habtwas wollt ihr denn dann?

If you’re a lesbian, put simply, you’re always crying or dying. Writers have a nasty habit of killing them off as part of some half-assed, poorly executed social commentary – in subtext, of course!

Wenn das jetzt eine Literaturkritik sein soll – schreibt was besseres. Als Gesellschaftskritik frage ich mich gerade, warum wir die Lesben nicht einfach umbringen – wegen ihrer gehaltvollen Artikel kann das ja nun nicht sein.

Ah –  Pornos!

Let’s just say I look forward to the day when every channel plays reruns of a cheesy sitcom about your average American same-sex couple and their quirky kids who get into too many shenanigans.

Ich denke, dass das fairerweise etwa 40.000 Jahre nach dem Zeitpunkt stattfinden sollte, ab dem heterosexuelle in diesen “Genuss” kommen konnten. Also, von Kinder bis Fernsehserie. Habt halt mal Geduld. Sind nur noch wenig mehr als 40.000 Jahre.

9. You Can Talk About Your Partner and Your Love Life without Worrying About Accidentally Outing Yourself

Das ist wieder identisch mit Punkten 2 und 7. Vielleicht auch 6. Man sollte vielleicht keine 10-Punkte-Listen machen, wenn man eigentlich gar keine Punkte hat?!

queer people often have to go to meticulous lengths to avoid outing themselves.

Weil LMNOP-Menschen irgendwie Selbstbewusstsein fehlt? Oder die Einsicht, dass enorm viele Menschen strunzdumm sind? Oder Arschlöcher?

Liebe Schwule & Lesben: Wir Heteros wissen das seit zehntausenden von Jahren. Wir geben unser Möglichstes, das zu verbessern (manchmal; gerade eher nicht). Eure Alternativen sind (a) ignorieren oder (b) Konzentrationslager bauen, was halt immer das Risiko von (c) in Konzentrationslager kommen beinhaltet.

Imagine not being able to speak freely about the person you love or just not being able to swap silly dating misadventure stories with your friends.

Wäre für mich ein guter Grund, mir neue Freunde zu suchen. Muss man den Homos denn alles in den Arsch schieben?

Straight people have the luxury to divulge as much information as they want about their personal lives without worrying about the reactions of their audience.

Sagt jemand ohne jegliche interessante sexuelle Vorlieben.

10. You Have the Opportunity to Learn About Your Privilege, Rather Than Experiencing Oppression Firsthand

Also, die Angst so ziemlich aller widerlichen, dummen Gutmenschen, gegenüber irgendwelchen Homos was “falsch” zu machen, werde ich nie erfahren, aber dafür werde ich von genau wem nicht unterdrückt?

It is important to understand and recognize straight privilege in order to better ally yourself

Jajajajaja – schön. Bla, kein Gehalt, keine Aussage, nicht überzeugend. Auch insgesamt nicht überzeugend. Listen and Believe geht nicht mit selbständig denkenden Menschen.

Use your position of power to amplify the voices of those who might not otherwise be heard.

Sagt irgendeine geisteskranke Dummtrulla mit locker 10.000mal mehr Lesern als ich. Fein. Fick dich doch, Erin Tatum. Mit einem hübschen, blauen, heteronormativen Standards entgegenstehenden Doppeldildo. Mit einer Freundin. Und mach ein Video davon.
Sammal.

Beruf? Opfer!

Ich wurde ja – Danke an Luisman – auf das Blog “scheidendegeister” aufmerksam, was eine (lesenswerte) quasi-Rubrik “Jammerfrauen” hat.

Von daher, wenn linke Möchtegern “ich will die Medienkompetenz meiner Leser schulen” – Gutmenschen wie Fefe kommunistischen Dreck wie den folgenden posten, ignoriere ich das einfach:

Kennt ihr den schon? Arbeitsamt schickt studierte Physikerin in den Sexshop? Nein, zum Arbeiten!

Ich kenne nämlich Danischs promovierte Erdbeerpflückerin, und dass es – wo sonst, als in Berlin – den letzten, nutzlosesten Abschaum der Menschheit auch mit (angeblichem) Physik-Studium geben kann, schockt mich nicht mehr. Dass da (in Berlin) keiner arbeiten will, auch nicht – ich würde da nichtmal leben wollen. Und dass Sexshops irgendwie was Verwerfliches sein sollen, ist mir in Anbetracht der zunehmenden, politisch gewollten Islamisierung der ehemals deutschen Gesellschaft auch keinen Kommentar mehr wert.

Dass mir nun aber meine Frau erzählt, dass die Sexshop-Physik-Jammertrulla es in die – äh – “Nachrichten”, die meine Frau so konsumiert, geschafft hat, schon.

Denn wenn es auf RTL³ allen so verkauft wird, dass Arbeit unzumutbar für die arme, arme Jammerfrau wäre, deren Lebensleistung darin besteht, sich von irgendwem hat anbumsen zu lassen und in einem fucking Physik-Studium (ja, ernsthaft, Physik!) nichts, aber absolut gar nichts arbeitsmarktlich verwertbares zu lernen, dann setze ich mich halt mal eine Minute an den PC.

Die Dame heißt Frigga Wendt, und Frigga sieht, passend zu ihrem Namensgeber, der Fregatte, so aus:

Das wäre mal Punkt 1, den ich von Fefe nicht kannte. Ich meine, wer hat denn der Arbeitsamts-Frau ins Hirn geschissen, dass die auf die Idee kam, das in einen Sexshop zu stellen?

Ich habe nun nicht den Hauch einer Ahnung, ob es überhaupt noch Sexshops gibt – es gibt ja nun das Internet und so, aber früher arbeiteten da eher ältere Damen, die alle irgendwie so wirkten, als könnte man von ihnen viel lernen. Die Sexshops sind dennoch weitestgehend pleite gegangen, von daher weiß ich nicht, ob die nicht wirklich Nachfrage nach Friggas haben, um endlich Insolvenz anmelden zu können.

Viel interessanter ist aber natürlich die 5-sekündige Google-Suche nach Frigga Wendt. Die linkt nämlich quasi sofort auf diesen Blog, der irgendwie den Eindruck macht, als wäre Frigga eine Professionelle professionelle Hartz4 – Schmarotzerin. Sieht man dann auch in dem Bild oben – und das soll jetzt ernsthaft ein Opfer des deutschen Sozialsystems sein? Weil sie halt mal irgendwas arbeiten soll?

Fuck, ich habe gerade bis zum nächsten Urlaub nichts zu tun, vielleicht melde ich mich ja für die Zeit arbeitslos und erkläre dann mal einem Sachbearbeiter, dass ich gerne auf Zuhälter umschulen würde. Frauen ohne sonstige verwertbare Qualifikation haben die ja quasi eh offenbar genug in der Kartei. An Prostitution ist mit Sicherheit auch nichts unanständiges/auszusetzen, sagen sogar die Feministen (zumindest viele) – und wenn ich die Damen vom Arbeitsamt als §45 – Eingliederungs – Maßnahme für 1,50 brutto die Stunde bekomme, sollte sich sogar Frigga gewinnbringend vermarkten lassen.

Kommt, bei 80 cent pro Stich mache ich da schon Gewinn. Irgendwelche Perversen gibt es doch immer.

Wir müssen nur unsere “soziale Marktwirtschaft” endlich mal wieder zu einer Marktwirtschaft machen. Ich meine, es ist von der Frigga doch total asozial, gar nichts zu tun – oder?

Frauen fordern “wirksame” Maßnahmen. Bin ich bei.

Christian weist darauf hin, dass sich Frauen, die sich zusammengeschlossen haben, um gemeinsam zu jammern und zu nölen, bis die Welt so ist, wie sie sich vorstellen (also: nie), pünktlich zur Bundestagswahl ein Pamphlet erstellt haben, was drei Klassen von Forderungen “Frauen” enthält. Bei den “Frauen” handelt es sich um keine 10.000 professionellen Jammerfrauen und weitere 12 Millionen Frauen, die mit an Sicherheit angrenzender Wahrscheinlichkeit nichtmal wissen, dass sie vom “Deutschen Frauenrat” vertreten werden.

Die Forderungen lassen sich, wie angedeutet, in drei Klassen einteilen: widerliche, strunzblöde, und vernichtende.

Die “Berliner Erklärung” (ich muss jetzt nicht “Berlin” sagen, oder?) wird von einem Walter Dombrowsky verantwortet, der – wenn man nun die Inhalte dementsprechend interpretiert – von einer ganzen Menge Leute, darunter aller im Bundestag vertretenen Parteien, Geld bekommt. Ich bin da natürlich nicht 100%ig sicher, aber Walter ist wohl wahrscheinlich eher keine Frau und macht das daher eher nicht aus Eigeninteresse, zumal er einen nennenswerten Teil seiner Einkünfte aus der “Berliner Erklärung” an die Jammertheaterdarstellerin Uta Zech abtreten werden muss, die als Präsidentin irgendeines sicher super-wichtigen Frauenverbandes keinerlei Interessenkonflikt darin sieht, sich Gelder in die eigene Tasche zu erwirtschaften. Aber gut, Basenwirtschaftstheorie beiseite, zum “Inhalt”:

Da geht noch was! Die Gleichberechtigung von Frauen in Arbeitswelt und Gesellschaft kommt zu langsam und nicht entschieden genug voran.

Was natürlich nicht daran liegen könnte, dass ihr immer noch kein Recht nennen könnt, was Frauen nicht haben, Männer aber schon?

Es ist höchste Zeit für weitere Schritte

… für viele Männer in Richtung eines Fachhändlers; es hat schließlich nicht jeder Mann eine Axt, ein Seil und eine Anhängerkupplung?

2018/19 jähren sich zentrale Meilensteine in der Geschichte von Demokratie und Gleichberechtigung: 100 Jahre Frauenwahlrecht, 70 Jahre Grundgesetz mit Gleichberechtigungsartikel und 25 Jahre aktiver Gleichstellungsauftrag.

Und wir hätten ja eigentlich schon nach 16 Jahren Frauenwahlrecht lernen können, dass da sowas wie Hitler bei rauskommt und wir das – und den nachfolgenden Blödsinn – lieber lassen sollten?

Huh, ich befürchte, ich werde da sehr enttäuscht werden:

Unsere zentralen Forderungen an die Politik sind:

1. Gleiche Teilhabe
2. Gleiche Bezahlung
3. Verbindlichkeit, Transparenz und Monitoring von Gleichstellungspolitik

Als tl;dr: (1) haben alle Frauen, (2) auch, und (3) wollen sie gar nicht. Mit Sicherheit nicht. Aber im Detail:

1. Gleiche Teilhabe
Für die Privatwirtschaft fordern wir:

Kommunisten. Wer hätte es geahnt.

für die Aufsichtsräte auch der Unternehmen, die entweder börsennotiert sind oder der Mitbestimmung unterliegen, eine feste Geschlechterquote von mindestens 30 Prozent

30% ist “gleiche Teilhabe”? Fuck, mit den Kenntnissen in Prozentrechnung will ich wirklich überhaupt keine Frauen in Aufsichtsräten; Aufsichtsräte haben eine auch finanzielle Kontrollfunktion.

… sowie ihre Ausweitung auf alle Unternehmensrechtsformen (SE, Ltd & Co KG), auch ausländische (britische Public Limited Company)

Warum fordert ihr das denn bei den Wahlen in Deutschland? Machen wir jetzt die Gesetze für GB? Ja? Oder wollt nur ihr das? Versteht ihr den Brexit jetzt wirklich (immer noch) nicht?

für die operativen Führungsebenen (Vorstand und zumindest die beiden darunterliegenden Ebenen) eine Zielgröße von jeweils mindestens 30 Prozent Frauen

Euch ist schon klar, dass es nicht so das Problem ist, direkt unter dem Vorstand zwei Ebenen Putzfrauen einzuführen, oder? Ich meine ja nur – mit Visio kann eigentlich jeder Depp ein Organigramm zeichnen… sogar Deppinnen.

sowie die Einführung wirksamer Sanktionen:

Ihr solltet vielleicht spezifizieren, gegen was die Sanktionen wirksam sein sollen. Für Leute wie euch gab es in England früher witch’s birdles, das war durchaus wirksam.

– für den Fall der Nichterreichung der Geschlechterquote in Aufsichtsräten z.B. leerer Stuhl

Ich bin mir sehr sicher, dass es Vorstände total entsetzlich fänden, wenn sie von niemandem kontrolliert werden. Das zeigt auch ein gutes Verständnis des Zwecks von Aufsichtsräten. Schandgeigen?

– für den Fall, dass die transparente Veröffentlichung von Zielgrößen oder von Gründen für ihre etwaige Nichterreichung unterlassen wird z.B. finanzielle Sanktionen

Das ist nun auf dem Niveau unproblematisch – “wir haben keinerlei Frauen im Aufsichtsrat, weil wir das nicht wollen” erfüllt das ja nun. Kostet auch keine zehn Sekunden Arbeit.

für den Fall der Nichterreichung der mindestens 30 Prozent-Zielgrößen z.B. die Pflicht, die Gründe im Einzelnen nachvollziehbar offenzulegen und von einer geeigneten Stelle überprüfen zu lassen, die öffentlich hierzu Stellung nimmt

Das ist nun die erste reine, nepotistische Jobbeschaffung – oder wäre ich eine “geeignete Stelle”? Falls ja – bin ich sofort dabei. Ich nehme auch nur 250.000 € für die Bestätigung, dass der Aufsichtsrat total toll ist – das ist sogar viel billiger als ein Aufsichtsrat, oder sogar eine 23% weniger verdienende Aufsichtsrätin.

Für die Bereiche Medien, Kultur, Medizin und Wissenschaft fordern wir:

…also alle Bereiche, die in ihrer aktuellen Form ohne monströse staatliche Subventionen nicht überleben würden…

die paritätische Besetzung der jeweiligen Aufsichts-, Beratungs- und Vergabegremien

“paritätisch” ist hier das falsche Wort. Ihr wolltet “parasitär” schreiben. Gott, lernt erstmal Deutsch.

die Vergabe öffentlicher Aufträge und Fördermittel an mindestens 40 Prozent Frauen

Rollstuhlrampen, Aufzüge, und überhaupt alle Gebäude sind nämlich sowieso überbewertet. Oder ist das als “Firmen von” gemeint? Ich habe da einen Freund, der findet, seine Schwester könnte in der Firma ruhig auch mal was machen…

verbindliche Zielgrößen von mindestens 30 Prozent Frauen in den jeweiligen Führungspositionen

Wenn ihr so toll seid, liebe Frauen – also, so toll wie Männer – warum fordert ihr dann nicht 50%? Nur mal so – und nein, “man muss irgendwo anfangen” ist Bullshit. Seid doch mal ehrlich – ihr wisst selber, dass es nicht genug kompetente Frauen für 50% gibt. Ihr wisst aber auch selber, dass es nicht genug kompetente Frauen für 30% gibt, sondern nur für die bestehenden 15%. Ihr denkt halt nur, dass 15% nicht allzuviel kaputt machen – was ja auch stimmt – und wollt auch euer Stück vom Kuchen.

Lernt Backen, ihr parasitäre Schlampen!

Für Politik und Parlamente fordern wir: in der kommenden Legislaturperiode für die Wahlen zum Bundestag ein verfassungskonformes Paritätsgesetz auf den Weg zu bringen.

Das wäre dann also keines. Ich fordere übrigens, ein verfassungskonformes Atemluftbesteuerungsgesetz. Hmmm – man fühlt sich wirklich besser, wenn man politisch was getan hat.

2. Gleiche Bezahlung Das Gesetz für Entgelttransparenz ist ein erster Schritt, um  …

Ja, ich musste das screenshotten – was macht der Fisch in dem Wort?

Ne, jetzt wirklich? Wofür bekommt denn der Walter sein Geld?

Aber zurück zum Thema: Das Gesetz für Entgelttransparenz ist ein sehr heftiger Eingriff in die informationelle Selbstbestimmung und den Datenschutz. Da Männer aber eh kein Problem damit haben, ehrlich zu sagen, was sie verdienen, ist das Wischiwaschi.

… Entgeltunterschiede zu erkennen und zu beheben

Wieso muss man denn “Entgeltunterschiede beheben”? Ich meine, klar, Bundestagsabgeordnete verdienen fuck viel mehr als ich pro 5 Minuten Arbeit die Woche – aber dafür habe ich auch mehr als fünf Minuten die Woche Arbeit. Aber gut, gegen den Punkt bin ich nicht – wir könnten aber erstmal mit dem Bekannten anfangen: Warum bekommen Leute, die ihr Kind in den Kindergarten bringen, den Lohn der Kindergärtner staatlich bezuschusst und ich, wenn ich mein Auto zu einem Mechatroniker bringe, keine Zuschüsse – obwohl Kindergärtner auch noch mehr verdienen als Mechatroniker?

transparente, umfassende Prüfverfahren zur geschlechterdifferenzierten Entgeltanalyse in allen Betrieben

Lies: Make-Work-Jobs ohne jeglichen Nutzen.

Abschaffung des Ehegattensplittings in seiner jetzigen Form bei angemessenen Übergangszeiten

Wäre mir herzlich egal, aber fairerweise wäre die “angemessene Übergangszeit” etwa 80 Jahre – sodass die neue Regelung nur Leute betrifft, die noch nicht verheiratet sind. Mir hat das ja in jungen Jahren durchaus Geld gespart; und Hochzeiten sind ja nun nicht gerade günstig (Warum? keine Ahnung. Frauen eben).

Einführung eines Unterrichtsfachs Wirtschaft und Lebensökonomie als Pflichtfach sowie eines Pflichtfachs Informatik/Technik.

Jetzt haben wir die Schulen schon seit ’68 runtergedummt und politisch korrekt gemacht, damit auch Mädchen das Abi schaffen, und jetzt wollt ihr Fächer einführen, damit die Mädchen ihr Abi nicht mehr schaffen? Welche Frauen repräsentiert ihr eigentlich?

Abgesehen davon gibt es Wirtschaft als Unterrichtsfach schon. Seit zig Jahren. Zumindest in Bayern. Informatik auch, und Technik erst Recht. Aber das mach mir eigentlich meinen schönen Backlash kaputt, also ignorieren wir das – ignorieren könnt ihr ja gut.

3. Verbindlichkeit, Transparenz und Monitoring von Gleichstellungspolitik

Da folgen dann nur noch sechs Punkt mit Make-Work-Jobs, bezahlt aus dem Steuertopf. Das ist mir zu blöd, die einzeln zu behandeln.

Aber um ehrlich zu sein, so ein Pflichtfach “Wirtschaft und Lebensökonomie” wäre gar nicht schlecht. Wirklich nicht – also, sofern es was mit Wirtschaft und Ökonomie und – Moment, das sind Synonyme – Realität zu tun hat. Hätte jedenfalls den Schreiberinnen (und Walter) nicht geschadet. Wobei Walter das ja offensichtlich gelernt hat, der verdient ja wahrscheinlich was dran, für die unfähigen Weiber was ins Internet zu schreiben. Inklusive der Forderung nach ihrem verpflichtenden Untergang bereits in der Schulzeit.

Bin ich bei, ganz ehrlich.

Nazi-Klimawandel, die Zweite – jetzt mit orangefarbenen Penissen

(tl;dr: Den Abschluss lesen)

Ich habe schon vor ein paar Monaten über den Klimawandel geschrieben, und ich bin seitdem weder klüger noch kamen da neue Informationen dazu, daher habe ich meine Meinung zu dem Thema auch nicht geändert. Auch die neuesten Erkenntnisse der Gender Studies, dass – was sonst? – Männer und v.a. Penisse an der globalen Erwärmung schuld sein sollen, ändert daran nichts.

Nun waren aber heute gleich zwei Nachrichten zum Thema Klimawandel in meinen Feeds, die erste kam von Danisch – siehe hier. Es geht um einen Comic von Dilbert-Zeichner Scott Adams, von dem wir (spätestens) seit seiner Wahlprognose letztes Jahr, dass, falls Trump gewinnt, die Linken vollkommen ausrasten werden, wissen, dass er ein widerlicher, illusorischer rechter Spinner ist, der schlimmer ist als Hitler und keine Ahnung von der Realität hat.

Scott Adams hat also einen Comic gezeichnet, in dem Dilbert (der Protagonist – ach!) einen Einwand gegen Klimaprediger bringt, der dann auch – wie für Klimaprediger üblich – mangels Argumenten abgekanzelt wird:

Dilbert: What if I don’t trust the [usually wrong] economic models?
Man: Who hired the science denier?

Nun muss man dazu wissen, dass Dilbert ein Comic mit starkem Background in der Kritik von sogenannten “Management-Fads” ist, also den Unsinn, den McKinsey & Co. alljährlich zur angeblichen Verbesserung von irgendwas (genauer: ihrem eigenen Geldbeutel) in die Welt tragen, zu kritisieren gewohnt ist. Ich bezweifle, dass es einen Wirtschaftsstudenten (/-absolventen) gibt, der Dilbert nicht kennt, und der Reiz an Dilbert ist per se, dass Adams die Idiotie dieser Management Fads & Fashions (das ist ein Fachbegriff – googelt es) seit 20 Jahren zunehmend früher und meistens völlig (und pointiert) zerlegt.

Scott Adams hat einen MBA aus Berkeley, und mit einem höheren Abschluss in Wirtschaft kann man eigentlich nur zwei Dinge tun (glaubt mir das, ich habe auch einen): (a) Leuten jeden nutzlosen Dreck verkaufen oder (b) Leute erkennen, die nur nutzlosen Dreck verkaufen. Das ist zwar subjektiv sehr nützlich, aber gesellschaftlich nicht sonderlich förderlich, da “Wahrheit” eben kein nutzloser Dreck ist – und das verkauft sich halt nicht.

Okay, fairerweise kann man natürlich noch eine Menge mehr, Adams z.B. kann Comics zeichnen und Donald Trump (nur BA, dafür an der Wharton Business School) sogar Präsident werden, also können Wirtschaftswissenschaftler eigentlich nahezu alles, aber zurück zum Thema:

Die (ehemalige) Eliteuniversität Yale, bekannt aus der Simpsons-Episode S28E19 als lächerlicher SJW-Spielplatz, hat sich – man lasse sich das auf der Zunge zergehen – wegen des obigen Comic-Dialogs berufen gefühlt (ja, wegen eines Comic-Dialogs), ein fünfminütiges Video zu erstellen, was – nunja, die Position von “Man” im Dilbert-Dialog unterstreicht. Wenn man sich das – aber Vorsicht, sowas machen nur illusorische rechte Spinner, die schlimmer sind als Hitler und keine Ahnung von der Realität haben – genauer ansieht, haben die Klimaprediger wirklich nicht mehr zu sagen als das, was Adams in fünf Comic-Panels unterbringt.

Aber zum Glück gibt es Donald Trump, der auf seine primitive Art und seinem Faible für einfache Lösungen, die es ja nur bei Populisten gibt, heute erklärt hat, dass das Pariser Klimaabkommen scheiße ist (oder so). Um genau zu sein, sagt Trump, es ginge um ” taxpayers to absorb the cost in terms of lost jobs, lower wages, shuttered factories and vastly diminished economic production”. Er betont hier explizit die “draconian financial and economic burdens”. Es geht ihm – ach – um Geld.

Natürlich sind die Klimapropheten prediger forscher auf solch rationale, unwiderlegbare und nachvollziehbare (hey, widersprecht mir – wenn ihr könnt) Argumente toll vorbereitet, allen voran natürlich der vollgepisste Planschpool politisch korrekter Idioten, aka Wikipedia:

Am 1. Juni 2017 traf US-Präsident Donald Trump, ein selbsterklärter Klimaskeptiker, die Entscheidung, aus dem Pariser Klimaschutzvertrag auszutreten.

Über die oben angeführten, unwidersprochenen Gründe, die Trump angibt, verliert die Wikipedia natürlich kein Wort. Aber “Klimaskeptiker” ist verlinkt, und hat (natürlich) tolle “Argumente”:

Klimaskeptizismus (eigentlich Klimawandelskeptizismus) bezeichnet eine zweifelnde oder ablehnende Haltung bezüglich der gegenwärtig zu beobachtenden menschengemachten globalen Erwärmung.

Ist doch schön, dass sich 98% der Wissenschaftler und die Wikipedia sicher sind, dass man die anthropogene globale Erwärmung beobachten kann. Leider erklärt Wikipedia nicht und nirgends, wo man die wie beobachten kann, aber hey, das ist doch egal, außer widerlichen Nazis (etc pp, siehe oben) finden das alle richtig und wichtig:

Es existiert ein fließender Übergang zur expliziten Leugnung der globalen Erwärmung, wobei Klimaskeptiker für rationale Argumente offen sind und Klimawandelleugner sich Argumenten verschließen.

Das ist doch mal erstaunlich differenziert – oder?

Im Allgemeinen handelt es sich bei Klimaskeptizismus nicht um Skeptizismus im wissenschaftlichen Sinn, sondern vielmehr um die (organisierte) Leugnung.

Ah – nicht.

Aus einer Vielzahl von wissenschaftlichen Untersuchungen geht hervor, dass der Klimaschutz aus politischen und ideologischen Motiven bekämpft wird.

Aus Trumps Rede geht hervor, dass es auch ökonomische Motive gegen “Klimaschutz” gibt, aber ignorieren wir die erstmal. Oder komplett. Ich brauche nämlich keine “wissenschaftliche Untersuchung”, um zu sehen, dass Klimaschutz aus politischen (Wählerstimmen für die Grünen) und ideologischen (“unseren Kindern eine lebenswerte Welt zurücklassen”) Motiven betrieben wird. Das ist also schlicht eine Nullaussage.

Aber gut, der Artikel versucht sich dann an “Systematisierungen” der widerlichen Nazi-Klimaleugner –  schauen wir mal, wo ich da reinpasse:

Häufig werden Klimaskeptiker und -leugner

… die ja eigentlich das Gleiche sind, siehe oben …

in die drei Grundkategorien „Trend-“, „Ursachen-“ und „Folgenskeptiker“ eingeteilt

Trendskeptiker leugnen generell, dass eine Erderwärmung stattfindet

Das tue ich mal sicher nicht. Die wissenschaftlichen Belege für Wärme- und Kälteperioden in der Erdgeschichte sind ziemlich unwidersprochen.

Ursachenskeptiker räumen zwar ein, dass gegenwärtig eine globale Erwärmung existiert.

Moment mal – beim ersten Punkt stand nichts von “gegenwärtig”. Und da sind die langfristigen Erkenntnisse auch nicht eindeutig – könnte sein, dass wir gerade in einer Erwärmungsphase sind; könnte aber genauso sein, dass die letzten 100 Jahre (also, außer den letzten so 20, natürlich, da wurde es nämlich nicht wärmer) eine Börsenhausse in einem Bärenmarkt waren. Ich muss das nicht einräumen, um Ursachenskeptiker zu sein – die da nämlich:

Sie stellen aber den menschlichen Einfluss darauf in Frage

Mmmmh – nö, kann schon auch sein. Die Frage ist, ob der relevant ist, aber das ist (wenn man mehr zitieren würde) schon auch Teil der Klimaleugner-Nazi-Bande. Bin ich also mal dabei. Es gibt dann aber auch noch die

Folgenskeptiker akzeptieren die menschliche Ursache der globalen Erwärmung, behaupten aber, dass diese positive Auswirkungen habe oder die Klimamodelle nicht robust genug seien.

Sammal, Kinder, kategorisiert ihr Scheiße. Ich hab das nicht “akzeptiert”, ich habe es als Möglichkeit im Raum stehen lassen. Und ich behaupte auch nicht, dass das positive Auswirkungen habe, aber die Klimamodelle sind nicht “nicht robust genug”, sondern zum absolut größten Teil Scheiße:

Ich erkläre das mal: Die obige Grafik ist von Klimawandelpredigern, die damit zeigen wollen, dass ihre Modelle nicht scheiße sind. Nun sieht man (graue Streuung) hier aber ein recht enges Feld um die “guten” bekannten (1960-2000) echten (rot) Daten, wohingegen die Felder vorher um plus oder minus 0.8, also 1.6° falsch liegen. Die Streuung in der Zukunft ist ebenso breit. Das heißt aber statistisch, dass die gar nichts wissen – darüber versuchen sie, mit der “Mittelwerte der Bullshit-Modelle” – Linie (schwarz) hinwegzutäuschen. Das ist aber ein statistisches Problem: Wenn ich den Mittelwert von zwei Wahrsagern, die bei einem Münzwurf jeweils immer “Kopf” oder “Zahl” voraussagen, nehme, liegen die im Durchschnitt nämlich auch immer richtig. Davon sind sie aber keine Wahrsager, sondern immer noch Scharlatane.

Gehen wir über zur nächsten Klassifizierung, denn “Speziell für klimaskeptische Wissenschaftler stellte Peter Doherty eine vierteilige Klassifizierung vor”:

glasklare Leugner, die dem IPCC Betrug vorwerfen und Klimaforscher für Narren halten

Wie diesen unbestreitbaren Betrug? Boah, ich bin gerade fuck stolz, Klimaleugner zu sein. Und ich halte Klimaforscher nicht für “Narren”, sondern für ideologie- oder eigeninteresse-getriebene Arschlöcher, wenn ich mich da entscheiden muss. Wes’ Brot ich ess’…

kampflustige Streithähne, die automatisch eine Gegenposition zu jedem generellen Konsens einnehmen

Wie – Galileo?

professionelle Polemiker, die durch ihre Beteiligung an einer bedeutenden öffentlichen Debatte nach persönlicher Anerkennung streben

Wtf? Was soll denn ein “professioneller Polemiker” sein? Hat das noch irgendeinen Gehalt – außer billigster Diffamierung? Aber gut, ich bin natürlich auch nur Laienpolemiker. Wo könnte ich mich da btw. bewerben?

Next:

Es lassen sich zudem mehrere hierarchische Stufen der Klimawandelleugnung erkennen.

Zu was? Einfachst zu zerlegendem Bullshit?

James L. Powell nennt insgesamt sieben Stufen. In diesem Zusammenhang weist er explizit darauf hin, dass sich Klimaleugner wie bei der militärischen Verzögerungstaktik von Stufe zu Stufe zurückfallen lassen, sobald ihre jeweiligen Behauptungen von Wissenschaftlern widerlegt werden. Sind sie schließlich bei der letzten Stufe angekommen, beginnen sie demnach zumeist die Abfolge wieder von vorne.

“Militärische Verzögerungstaktik”. Powell ist übrigens Geologe, aber ich habe Sun Tsu und Clausewitz wenigstens gelesen. Das ist keine militärische Taktik – also, zumindest keine, die irgendwer empfehlen würde, auf den ich hören würde. Denn “wieder von vorne beginnen” geht da halt nicht. Was ein Quark. Aber schaumamal:

Die Erde erwärmt sich nicht.

Dooooch… jeden Morgen. Nachts wird es dann kälter. Zum langfristigen siehe oben – seit 1998 nicht. Das ist also schonmal nichts, was irgendwie “von Wissenschaftlern widerlegt” wäre…

Ok, sie erwärmt sich, aber Ursache ist die Sonne

Ja WAS DENN SONST?

Also gut, Menschen sind die Ursache

Das ist jetzt nicht gerade “Leugnung des anthropogenen Klimawandels”, oder? Thema verfehlt, sechs, setzen.

.. aber das [a] macht nichts, weil die Erwärmung keine Schäden verursachen wird. [b] Mehr Kohlendioxid wird tatsächlich sogar vorteilhaft sein. [c] Mehr Pflanzen werden wachsen.

(a) ist Wahrsagerei, analog (b). (c) hingegen ist ein ziemlich unbestrittenes Faktum.

– das war jetzt erst Punkt 3, aber ist mir schon zu doof. Kommen wir zu Michael Mann, der Typ mit dem (von der Realität widerlegten) Klima-Hockey-Stick:

Kohlenstoffdioxidwerte steigen nicht tatsächlich an

Woher soll ich das wissen? Wieso wisst ihr das nicht?

Selbst wenn sie ansteigen, hat dieser Anstieg keinen Effekt auf das Klima und ist kein überzeugender Beweis für die Erwärmung

Unabhängig davon, ob sie einen Effekt auf das Klima haben, ist das sicher kein Beweis für die Erwärmung. WTF?

Selbst wenn es eine Erwärmung gibt, dann nur aufgrund natürlicher Ursachen

“Nur”? Stohmann, anyone?

Selbst wenn die Erwärmung nicht mit natürlichen Ursachen erklärt werden kann, ist der menschliche Einfluss klein und der Einfluss von fortgesetz[t]en Treibhausgasemissionen wird gering bleiben

“Nicht” oder “nicht vollständig”? Wieso wird hier bei Gegenargumenten derart undifferenziert pauschalisiert? Und beim zweiten Teil: Was spricht denn dagegen? Dafür? Hö?

Selbst wenn die derzeitigen und zukünftig erwarteten Effekte auf das Erdklima nicht vernachlässigbar sind, werden die Veränderungen im Allgemeinen gut für uns sein

Pjöm… mein Boot hat jetzt relativ viel Tiefgang, von daher wären an einigen Stellen ein paar cm mehr Wassertiefe nicht schlecht, aber selbst die “schlimmsten” Rechnungen helfen mir da eigentlich nicht wirklich weiter. Ich verstehe den Punkt nicht.

Egal ob die Veränderungen gut für uns sein werden oder nicht, [a] Menschen sind sehr versiert darin, sich an Veränderungen anzupassen; davon abgesehen ist es [b] zu spät etwas gegen den Klimawandel zu tun, und/oder [c] wird sich bestimmt eine technologische Lösung auftun, wenn wir sie wirklich brauchen

Wow – so viel auf einmal. (a) ist Bullshit, die wenigsten Menschen sind gut darin, sich an Veränderungen anzupassen. Menschen hassen Veränderungen, weil in der Regel bei Veränderungen eine Menge Menschen sterben – die, die sich nicht anpassen können. Diejenigen (c), die das können, werden irgendwie eine – natürlich technische, sonst sterben sie ja – Lösung finden, aber was das mit (b) zu tun hat, bleibt mir unklar. Dümmliche Rabulistik.

Stufe 6 ist aber, wie dann weiter erklärt wird, auch “wir können nichts gegen die Erwärmung tun”, und das ist halt meines Erachtens der vollkommen falsche Punkt: Mir war schon beim letzten Punkt danach, zu fragen, ob es jetzt besser oder schlechter “für uns” wäre, wenn eine Milliarde Neger in der anthropogenen Sintflut ertrinken – oder hier einwandern und “uns” umbringen, weil sie nicht ertrinken wollen.

Aber wenn auch nur die eine Milliarde Chinesen den CO2-Ausstoß der ach so umweltfreundlichen Deutschen erreichen würden, dann ist das mit der CO2-Bilanz mal “Gute Nacht”. Und ja, China ist ein großes Land, da ist viel Platz für Windrädchen, und die haben sogar viel Platz und Sonne und Wüste für sinnvolle Solaranlagen und echt viele große Flüsse für Wasserkraft, aber das reicht trotzdem nicht. In Afrika sieht das übrigens düsterer aus, die haben nicht so viel Wasser, nicht genug Wüste und da, wo Sonne ist, sehr viel Regenwald, den man ja auch noch braucht.  Von Indien reden wir mal gar nicht erst.

Und damit sind wir wieder beim (ideologischen) “Welt erhalten für unsere Kinder” – Gutmenschenargument – es ist meines Erachtens unglaublich vermessen, zu denken, der Mensch könnte die Natur beherrschen. Wenn man sich mal anschaut, wie “kalter Krieg” filmisch thematisiert wurde, ist der Unterton immer, dass die Menschheit den gesamten Planeten vernichten könnte. Und das halte ich für absoluten Unsinn .

Ihr kennt auch die Bilder von “nuclear wastelands” aus den Filmen, wüste Einöden, die aussehen wie Tatooine (oder Tunesien). Filme wie When the Wind Blows haben meine Generation (pünktlich zu Tschernobyl) in jungen Jahren den Schrecken des Atoms indoktriniert, die nachfolgende(n) Generation(en) bekam(en) dann ab Volcano (1997) fast nur noch Naturkatastrophen – Day After  Tomorrow (2004), An Inconvenient Truth (2006), 2012 (2009) – klar finden die das relevant.

Mein Problem ist nun, dass man, wenn man die Welt mal “einfach so” betrachtet, das ganze nukleare-Apokalypse-Gebullshitte schlicht nicht stimmt. Eine “nukleare Wüste” sieht in der Realität so aus:

(das ist Pripyat)

… und das führt dann halt zu der Einsicht, dass es vollkommene Idiotie ist, wenn ein paar deutsche Gutmenschen versuchen, den Planeten vor Menschen zu retten, die zu viel CO2 ausstoßen. Das macht der Planet nämlich schon – und da bin ich mir sicher – von alleine. Das Problem sind also nicht Menschen, die zu viel CO2 ausstoßen, sondern Menschen per se.

Das Problem wird sich aber – auch vollkommen ohne technologische Lösung – von alleine lösen – wenngleich das sicher keine philanthropische Lösung wird. Was mich natürlich – wie es auch die Natur der Welt ist – zu einem Misanthropen macht. Aber nach Peak soziemlichalles können wir es uns ja nun wenigstens noch ganz hedonistisch gut gehen lassen, bis (ziemlich wahllos) fuck viele Menschen sterben – oder?

Ich meine ja nur – ich könnte einer davon sein. Die Wahrscheinlichkeit ist groß.

Schweinenackensteak zu Ramadan

Meine konservativeren türkischen Freunde wünschen sich bei gerade bei 30° Außentemperatur in Deutschland , sie wären zu Ramadan in die alte Heimat geflogen. Dort ist es nämlich gerade verhältnismäßig kühl, während sie hier halb verdursten – also, tagsüber.

Dieser alljährliche Anflug von Religiosität hält nun aber die wenigsten davon ab, ansonsten Schweinefleisch zu essen – ich werde mir das sicher nicht “erklären” lassen; Religion hat mit Logik ja nun wenig am Hut.

Von daher ist es vor allem in einer so bunt-multikulturellen Runde immer ganz nett, wenn man zu den zu den Şiş Kebap vom türkischen Metzger und den Cevapcici von Maris Mama ein paar saftige, fettige Schweinenackensteaks auf den Grill haut.

Es soll aber Leute geben, die was gegen gemütliche Grillabende mit Freunden haben, zum Beispiel Dominik Boisen. Dominik findet “Facebook ist ein übles eitriges Furunkel am Anus der Gegenwart”, was ihn als Gutmenschen aber natürlich nicht davon abhält, es fleißig zu benutzen. So zum Beispiel – wie mir GoogleNews via Welt, Focus, Stern uvm. als “Nachrichten” verkaufen wollte, um mal so richtig zu ranten.

Wir könnten jetzt natürlich auch darüber reden, wieso sowas keine “Nachrichten” sind und über den Untergang des Abendlandes lamentieren, aber lesen wir halt mal, was Dominik so stört:

Hallo ALDI,
diese Woche habt Ihr BBQ Nackensteak im Angebot. 600 g mariniertes Schweinenacken-Steak für 1,99 €.

Wer jetzt zum Aldi will – das war vor zehn Tagen.

Weniger als zwei Euro für mehr als ein halbes Kilo Fleisch.

Das merken wir uns mal. Denn:

Wenn man die Marinade, die Plastikverpackung und die Tamponage, den Transport und die sonstigen Logistik- und Dienstleistungskosten aller am Produkt Beteiligten – vom Bauern, über den Schlachthof, bis hin zum Verkaufspersonal im Laden – abzieht und dann noch berücksichtigt, dass Ihr bei der ganzen Geschichte sicherlich nicht drauf legt, sondern am Ende auch noch eine Marge übrig bleibt, kann man sich in etwa ausrechnen, was bei Euch das Fleisch “wert” ist, das am Ende auf dem Teller liegt.

Ich liebe nämlich Rechenaufgaben. Also – bei der Metro gibt es Schweinenacken TK für 3,73 brutto das Kilo, das wäre der Großhandel. Das ist auch ein Angebot, was uns sagt, dass es gerade mehr tote Schweine als Schweineesser gibt – klar, die Moslems machen ja gerade Ramadan.

Das sind aber auch weniger als zwei Euro für ein halbes Kilo Fleisch, ebenso inklusive Plastikverpackung, Tamponage, Transport sonstige Logistik- und Dienstleistungskosten wie Bauern, Schlachthof und Verkaufspersonal im Laden. Sogar inklusive Futtermittel. Das Fleisch ist also nicht nur Aldi weniger als vier Euro das Kilo wert, sondern allen anderen auch. Logisch, oder? Aber da kommt noch Marinade dran, und das macht man mit Wasser, damit sich das Fleisch schön vollzieht, und billigem Öl. So macht man aus dem Kilo Schwein für 3,73, Öl für 10 Cent und noch 2 Cent an Gewürzen sicher problemlos zweimal 600 Gramm abgepacktes Schweinennackensteak, und bei 3,98 Verkaufspreis bleiben da dann tatsächlich 13 Cent übrig. So. Wo war jetzt das Problem?

Von preisWERT kann bei diesem Angebot sicher keine Rede sein.

Klar, es könnte noch 11 Cent billiger sein. Stimmt. Verstehe ich, darüber könnte man sich aufregen, Aldi muss nicht derart viel Gewinn machen – wobei 3% im Einzelhandel eher normal ist.

Das ist einfach nur billigster Dreck, für dessen Produktion alles und jeder bis zum Anschlag ausgebeutet wurde – am meisten die, die sich am wenigsten wehren können: die Tiere.

Oh Gott. Ein ideologisch verblendeter Ökofaschist.

Ich bin kein ideologisch verblendeter Ökofaschist

Jaja – das ist wie bei den Leuten, die sagen “Ich bin ja kein Nazi, aber”. Kommt da jetzt ein “aber”?

aber das, was Ihr tut, ist einfach nur KRANK!!

Hm. Okay, also, ein Rant eines verblendeten Ökofaschisten ist jetzt Nachrichten. Wie Feministen bei dem immerwährenden Bemühen darum, den Gedanken, dass es nicht noch dümmer und lächerlicher ginge als ihre (eigene) letzte Aktion, zu widerlegen (klickt da drauf, vor allem diejenigen mit Ponygirl-Fetisch). Womit wir wieder beim Untergang des Abendlandes wären – aber gut, erstmal zu den armen Schweinen:

Und Euer Verhalten ist nicht nur zum kotzen, sondern auch verantwortungslos.

Also, aus meiner Perspektive jetzt den armen Schweinen im Social Media Marketing von Aldi.

Es wäre für Euch ein Leichtes, Eure Marktdominanz zu nutzen, um mit gutem Beispiel voran zu gehen und die Zustände positiv zu verändern.

Wirklich? Aldi macht nichts positives? Wie z.B. Deutschland erfolgreich gegen das quasi-Monopol von Walmart verteidigt zu haben und jetzt – als Befreier der Konsumenten – in Amerika auch dort Lebensmittel zu vernünftigen Preisen anzubieten?

Aber daran habt Ihr gar kein Interesse. […] Billig, billiger, am billigsten – das ist eure Religion.

Nein – das ist ihr Geschäftsmodell. Das steht auch im fucking Namen des Unternehmens – Albrecht Discount. Discount, wie billig. Wenn du ein ordentliches, saftiges Schweinenackensteak haben willst, was auf dem Grill nicht auf 1/10 seiner Größe zusammenschrumpelt, geh halt zu Edeka. Wie alle anderen Leute auch.

Da hilft es auch nichts, dass es zu eurer neuen Philosophie gehört, dass jetzt alles schick und hochwertig aussieht in den neuen Läden und ich ab sofort auch auf die Toilette gehen kann, wenn ich beim Einkaufen pinkeln muss.

Echt jetzt? Kundenservice? In Deutschland? Wie kommt der Mann auf die Idee, Aldi würde die Zustände nicht positiv verändern?

Ich schätze, gemessen an dem Fleisch, das man bei ALDI zu kaufen kriegt, handelt es sich bei den Gartengeräten, die ich jüngst bei Euch erworben habe (siehe Foto) um echte Qualitätsprodukte!

Das Foto zeigt zwei deutlich verrostete, gebrochene Gartengeräte. “Jüngst” ist also schon volljährig.

Ich wünsche Euch von Herzen, dass Ihr vom Verzehr dieser Antibiotika-Schnitzel schlimmes Genitalherpes bekommt mit übelstem Juckreiz, hässlichen eitrigen Pusteln und beißendem Gestank.

Das ist jetzt so “Hate Speech”, wie was der hohle Heiko verbieten will, oder? Aber abgesehen davon – Genitalherpes ist eine Virusinfektion, und Antibiotika helfen nicht gegen Viren. Sie schwächen auch nicht gerade das Immunsystem, was den Ausbruch der bei 90% der Weltbevölkerung chronisch vorhandenen Krankheit (igitt!) befeuern könnte – eher im Gegenteil.

Aber ich fürchte, dass Ihr dieses ekelhafte Zeug selbst gar nicht anrührt.

Och, wenn man so richtig kleingeschrumptelte Steaks mag, die zu 90% aus krebserregenden Stoffen bestehen, ist das Zeug eigentlich ganz lecker – es muss nicht immer das saftige, zarte Fleisch sein.

Und das kann ich sogar verstehen. Naja, vielleicht läuft es ja gut und Ihr bekommt trotzdem irgendeine fiese Seuche. Glück auf!

Wie erwähnt, die Wahrscheinlichkeit, dass Dominik Boisen selbst Genitalherpes hat, ist fast 100%. Nur wenn irgendwelche Hippie-Bräute den jetzt total toll finden, wegen der armen Schweine und so. Ihr wisst, worauf ihr euch einlasst – ich habe euch gewarnt!

(Mittig im Bild links: Oryx, das Wappentier Namibias)

Rezensionen zu Heiko Maas tollem Buch

Es ist ja unter Politikern nicht gerade üblich, längere oder gar anspruchsvolle Bücher selbst zu schreiben, wenn man da mal nur an die ganzen Herren und Damen Ex-Doktoren zurückdenkt.

Von daher verwundert es nur kurz, dass selbst auf einem – ach, nennen wir es populistischen “Sachbuch” ein zweiter Autor zu finden ist:

… aber wir wollen dem armen Herrn Ebmeyer hier nicht zu viel anlasten und gehen davon aus, dass er irgendwie anständig sein Geld verdienen muss – und was auch immer Herrn Ebmeyers Beitrag an dem Werk war, war das anständigere Arbeit als alles, was Herr Maas in seinem Leben geleistet hat.

Zum Inhalt: Heiko kündigt schon mit dem Titel großspurig an, eine “Strategie gegen Rechts” vorzustellen, weil es nach Ansicht eines lupenreinen Demokraten, der sich – so der Klappentext – “dem Schutz unserer demokratischen Kultur verpflichtet” fühlt, nicht sein kann, dass Parteien mit von seinen abweichenden Meinungen wie die “AfD [.] in mehrere Landesparlamente eingezogen” ist. Ich meine, wo kommen wir denn auch hin, wenn Demokratie, die vom Austausch von Meinungen lebt, keiner Einheitsmeinung folgt?

Leider ist der Inhalt nicht so toll, wie der Umschlag es verspricht – wobei auf dem Umschlag ein großes Bild von Heiko Maas zu sehen ist, man also auch nicht viel Inhalt erwarten sollte.

Eine erstaunliche Position zeigt Maas allerdings nur an einer Stelle, an der er eine vollkommen fiktive Zahl von 100 Milliarden Euro, die dem Fiskus durch Steuerflüchtlinge entgehen sollen, mit einer nicht näher genannten Zahl an Kosten, die durch “Flüchtlinge aus Kriegs- und Krisengebieten entstehen”, vergleicht. Derweil vergisst Maas leider, dass es außerhalb der (angeblich) widerlichsten Neonazi-Ecke pfui ist, zwischen (echten) Flüchtlingen aus Kriegs- und Krisengebieten und z.B. kleinkriminellen Negern oder sozialschmarotzenden Jugoslawen zu differenzieren (was nur ziemlich genau alle drei verbleibenden echten Neo-Nazis nicht tun).

Das gipfelt dann noch in der Forderung, gegen Steuerflüchtlinge vorzugehen, anstatt gegen Flüchtlinge zu hetzen, während gleichzeitig ökonomische Gründe als Fluchtursache nicht kritisiert werden sollen. Man könnte meinen, der Mann wäre schizophren, aber es ist natürlich falsch, Leute pauschal zu psychopathologisieren. Ich denke daher, Maas ist schlicht und einfach ein verlogener Heuchler.

Der Rest des Buches liest sich dann wie die Ausarbeitung der Profilneurose eines hohlen Schönlings, der einen rein hysterischen Kampf gegen angebliche Rechte zu führen glaubt und dabei vollkommen ignoriert, dass den angeblichen Rechten, die demokratisch in Landesparlamente gewählt wurden, ihre grundlegenden Bürgerrechte abgesprochen, die Autos angezündet und ihre Familien bedroht werden.

Man solle aber, so der weiße Mann, der mit gespaltener Zunge spricht, um da mal was kulturell zu appropriieren, mal mit den Rechten reden. Ich erinnere mal an meine feste Seite oben auf dem Blog, wo ich um inhaltliche Argumente gegen die AfD gebeten habe. Lieber Herr Maas – schreiben Sie doch was rein, ich warte seit über einem Jahr. Ich lese auch wirklich viel, aber ich finde nichts. Klar, gut, ich habe selbst welche gefunden – der Berufspolitiker und die McKinsey-Lesbe reichen prinzipiell schon, und dass ich Petry wirklich kompetent fand, obwohl sie eine Frau ist, aber das kam ja nun nicht aus “eurer” Ecke, lieber Heiko.

Dann aber wird es richtig doof – “Wo hindert man Sie denn daran, Ihre Meinung frei zu sagen?”, solle man fragen. Fragt der Typ, der soziale Medien wegen “Hate Speech” zur Selbstzensur nötigen will und der es wahrscheinlich gut findet, dass in Deutschland Beleidigungen verboten sind und ich ihn deswegen nur als hohlen, verlogenen Schnösel bezeichnen kann und nicht als das, was er wirklich ist. Freilich, Chuzpe hat er, aber wir haben in Deutschland ja nun auch eine gewisse Tradition mit Menschen, in deren Sprache Chuzpe ein Wort ist…

Nein, ich habe das Buch nicht ganz gelesen, nur Ausschnitte –  und die Rezensionen bei Amazon. Ich lese doch kein Buch mit einer Durchschnittswertung von 1,2 Sternen, die nur so hoch ist, weil es drei satirische 5*-Rezensionen gibt. Ich möchte daher auch das Schlusswort einem Amazon-verifizierten Leser und Top-Rezensenten überlassen:

Das Buch sollte man wirklich gelesen haben. Damit man weiß, wie brandgefährlich unsere Politiker tatsächlich sind und was für eine erschreckend einseitige Sichtweise sie an den Tag legen … wirklich wirklich schlimm.

Wobei das ein anderer Rezensent kürzer und prägnanter formuliert:

Als Minister eine Niete, reüssiert Maas als Autor nicht weniger schlecht.

Wilderer und Verlierer

Da Leute ja zunehmend zu faul oder zu doof zum Lesen werden, jetzt auch als Hörbeitrag auf Youtube. Wenn Euch das Knacksen des Mikros stört, kauft mir ein neues.

Wir haben ja mit privaten Verdummungsprojekten wie Bento, Ze.tt oder der taz noch nicht genug schlecht recherchierten Müll zur politisch korrekten, inhaltsleeren Indoktrination von Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Es ist daher nur folgerichtig, dass unser Staatsfernsehen da auch mitspielen will und zig Millionen unseres Geldes für ein “Jugendangebot” namens Funk ausgibt – mit einem Logo, was an RTL 1984 erinnert. Und Inhalten, die ebenso an 1984 erinnern, aber das ginge jetzt zu weit.

Das erste, was ich davon mitbekommen habe, war die Sendung “Auf Klo”, und mit dem Titel ist Setting, Inhalt und Niveau der Sendung vollumfänglich beschrieben. Die zahlen aber offensichtlich ein horrendes Vermögen für ihre Moderatoren; Mai Thi Leiendecker ist promovierte Chemikerin und könnte ja auch einem anständigen, gut bezahlten Job nachgehen – zum Beispiel in der Entwicklung chemischer Waffen. Aber Geld verdirbt bekanntlich…

… und wo Geld ist, sind Feministen nicht weit. Wenig verwunderlich hat sich Funk in kürzester Zeit zu einer Mischung aus Feminism 101 und einem bierseligen Saufgelage der Antifa entwickelt.

Durch besondere Dummheit zeichnet sich hier der Kanal “Jäger und Sammler” aus, die sich nicht wirklich für ein Thema oder wenigstens einen Themenbereich entscheiden können… aber Suzie Grime verpflichtet haben. Suzie Grime, wer die nicht kennt (ihr Glücklichen), ist ein wandelndes Argument für die Befürwortung von Abtreibungen bis zum natürlichen Tod. Zusätzlich gibt es zur Diversity-Steigerung noch einen schwulen Neger (quasi die günstige 2in1- Packung), der ein ziemlicher Rassist ist und überall Leute sieht, die ihm in die Fresse schlagen wollen und das aus irgendeinem Grund auf seine Hautfarbe und nicht auf seine widerliche Art und das blöde Grinsen schiebt. Die Dritte im Bunde ist ein syrisches Flüchtlingsmädchen, wohl um zu illustrieren, dass man auch dann westlichen Bullshit reden kann, wenn man ein Kopftuch trägt.

Im Kern dreht sich das ganze aber um Suzie Grime und radikalfeministischen Unsinn, was in Zeiten der Globalisierung einigen deutschen Youtubern die Möglichkeit eröffnet hat, im Stil von Bearing, Undoomed oder Sargon of Akkad fundierte Feminismuskritik auf Youtube jetzt auch in deutscher Sprache anzubieten. Die “Namen” in dem Bereich sind Der Doktorant, Vulgäre Anlayse und Dorian der Übermensch. Die letzteren beiden kenne ich nicht, aber nach einem offenen Brief von Doktorant bezüglich der hirnlosen Verbrennung von Rundfunkgebühren für SJW-Indoktrination wurden halt diese drei als diejenigen ausgemacht, die “Hater” auf die arme Sozialschmarotzerin, den Neger und das Kopftuchmädchen loslassen würden.

Wir können nun darüber reden, wie Kommentare in Form von “die Stimme nervt, aber ich würde ihr trotzdem meinen Schwanz reinrammen” zu beurteilen sind, aber ich fände es dann für einen öffentlich-rechtlichen Anbieter mit Bildungsauftrag doch primär eher verwerflich, keine Aufklärung über (a) don’t stick your dick in crazy und (b) das enorme Risiko von Falschbeschuldigungen bei jedwedem Kontakt mit Feministen zu betreiben. Natürlich aber guckt das eh kaum jemand – die drei Hate-Aggregatoren haben drei- bis zehnmal mehr Zuschauer.

Ganz im Sinne linker Tradition tun die Gutmenschen von Jäger und Sammler jetzt so, als könne man mit ihnen reden – und haben zu einem Gespräch eingeladen. Nach Berlin.

Natürlich wäre das Thema damit für mich erledigt, nichtmal Hitler hat Berlin ausgehalten, ohne sich in den Kopf zu schießen. Aber die drei Jungs wären da tatsächlich hingefahren – über Sinn und Unsinn dessen, mit einer feindlich gesinnten Presse zu sprechen, um dann seine Aussagen bestenfalls verzerrt wiedergegeben vorzufinden, müssen wir hier auch nicht reden.

Wir müssen aber darüber reden, dass Doktorant und Vulgäre Analyse anonym vloggen, weil sie neben dem Internet auch noch ein Leben haben, was nicht aus dem Bezug und Verkiffen von Hartz4-Leistungen besteht. Sie wollten daher anonym bleiben.

Is nich, finden die Wilderer und Loser.

Ich habe jetzt etwas darüber nachgedacht und versucht, Argumente dafür zu finden, bei einer inhaltlichen Diskussion nicht anonym bleiben zu können, weil (a) das Argument der GEZ-Zecken “weil uns Sichtbarkeit wichtig ist” irgendwie vollkommen unsinnig wird, wenn die Jungs dann doch anonymisiert gesendet werden. Und weil (b) ich auch keinen Bock darauf hätte, dass mir die Antifa das Auto anzündet, wüste Verleumdungskampagnen startet oder der SWR einfach mal frei ausgedachte Beschuldigungen vor einem Gericht einreicht wie bei Danisch – ist ja nicht denen ihr Geld, wenn das Gericht das Meiste für Quatsch befindet.

Von daher halte ich die “Gesprächsbereitschaft” der Funk-Ideologen für reines virtue signalling, was keinerlei Rückhalt in der Realität hat und sie außer einem gescripteteten Vorführen mit anschließendem doxxing auch nicht wirklich Interesse an gegenteiligen (oder gar realitätsnahen) Meinungen haben. Ansonsten müsste es ja möglich sein, einen Kompromiss zu finden, statt nur “meh” zu allen vernünftigen Forderungen der Eingeladenen zu sagen.

Wie spannend das geworden wäre ist fraglich; Hangouts zwischen englisch sprechenden Kritikern und Feministen sind auch unerträglich gehaltlos, weil letztere nicht zuhören und ununterbrochen Unterstellungen machen, die durch absolut nichts begründet sind. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass eine “Diskussion” mit Suzie fruchtbarer ist als die mit einer Tomate, und der grinsende Neger ist auch nur eine Orgelpfeife. Das Kopftuchmädchen hingegen wäre interessant, aber auf ein Gespräch mit jemandem, der in Interviews dümmer tut, als er ist, um den Gesprächspartner als dümmer dastehen zu lassen, als er ist, hätte ich auch keine Lust. Das ist wie Pegida und die Lügenpresse – Journalisten sollten schon wenigstens an den Gesprächspartnern interessiert sein, nicht ausschließlich an ihrem heiligen Narrativ.

Wie man sich die Eier abschneidet

Als Fortsetzung zu meinem letzten Post hat Till noch ein paar tolle Tipps, wie man schnell und ohne Hirn zu einem eierlosen Pudel werden kann, wenn man denn gar keinen Selbstrespekt hat.

Stellen wir uns diese patriarchalen Denkgefüge in unseren Köpfen mal wie eine mittelalterliche Burg mit meterdicken Steinmauern vor.

So kommt mir das mit dem Feminismus vor. Bist du sicher, Till, dass du da nicht deine aktuelle Gefühlslage beschreibst statt meiner?

Es braucht starke, mächtige Geschütze, um da durchzudringen.

Deswegen sind ja die Feministen auch für unkontrollierte Masseneinwanderung von Moslems. Hat schon 1453 mit Konstantinopel funktioniert, mit den Kanonen des Urban und so. Der Film Fetih 1453 ist übrigens besser als sein Ruf.

Und wenig ist wirkmächtiger als die aufrichtige Selbstreflexion.

Also, vorausgesetzt, “Selbstreflexion” beinhaltet nicht “Realität”, sondern mehr das Drehen eines Hamsters im Laufrad – Stillstand.

Genau da kommen wir Männer beim Feminismus ins Spiel. Da müssen wir ansetzen, da beginnt die echte Unterstützung.

Mit “aufhören zu denken”? Ja, klar, das hilft, wenn man Feminist werden will, aber das ist doch keine gute Sache, oder?

Ich musste bei der Lektüre feministischer Theorie regelmäßig auflachen, mir an den Kopf fassen

Ja – letzteres geht mit genauso.

Das Patriarchat in seiner heutigen Form basiert auf Eroberung, Macht und Erniedrigung.

Das ist keine sinnvolle Mengenbildung. Eroberung und Macht mag sein, aber das braucht dann auch zwei Antipoden, und Erniedrigung ist kein Antonym zu Eroberung, das klingt nur ähnlich.

Das sind Attribute, die ich für mein Leben nicht brauche.

Habe, Till, habe. Wobei – mit Erniedrigung solltest du eigentlich genug Erfahrung haben. Aber kommen wir endlich zu den Tipps, wie man ein guter kastrierter Pudel werden kann:

Werdet sensibler für das Thema Sexismus und Feminismus, hinterfragt eure Denk- und Verhaltensweisen. […] Lest etwas darüber, hört nächstes Mal genauer hin, wenn jemand das F-Wort verwendet.

Fotze? Verwende ich nicht, das ist prollig. Und ich lese sehr viel über Feminismus, und ich ändere dadurch auch meine Denk- und Verhaltensweisen. Früher fand ich Hexenverbrennungen grausam. Heute verstehe ich die Notwendigkeit.

Und wenn Frauen künftig sagen, etwas sei sexistisch, glaubt ihnen.

Und wenn Frauen sagen, dass zwei plus zwei fünf ist, dann glaubt das auch. Wir haben ansonsten einen schönen Käfig mit Ratten in Zimmer 101.

Macht nicht den Fehler, körperliche Unterschiede von Frauen und Männern mit kulturell bedingten Unterschieden zu verwechseln.

Wieso sollten wir das machen? Wir sind ja nun keine Feministen.

Und falls jemand künftig sagt, Feministinnen seien alles unzufriedene Unbeglückte, dann erklärt ihnen ruhig und sachlich, dass sie Blödsinn erzählen.

Die sind aber doch unzufrieden, sonst würden sie ja nichts ändern wollen?! Und “unbeglückt” – mei, irgendwer poppt auch das letzte Wrack, aber kontinuierlich durchgevögelt werden ist für Frauen genauso schlecht wie gar nicht. Thousand-Cock-Stare, nennt man das. Nicht nur Feministen können Wörter erfinden; mit dem Unterschied aber, dass Männer Wörter für Sachverhalte erfinden, nicht für Einbildungen.

Unterstützt die Frauen in eurer Umgebung – emotional und körperlich. In der Beziehung kann das bedeuten, dass ihr euch mit eurer Partnerin darüber austauscht, wie Gleichberechtigung für euch beide aussehen kann.

Habe ich versucht. Meine Frau sieht es aber überhaupt nicht ein, sich extra zum Putzen Strapse und ein Hausmädchenkostüm anzuziehen.

Vielleicht übernehmt ihr künftig 50 Prozent der emotionalen Arbeit in der Beziehung

Da bin ich sehr dafür, aber wer macht denn dann die 50%, die ich dann nicht mehr machen würde?

Übernehmt mindestens 50 Prozent der Hausarbeit, wenn ihr zusammen wohnt.

Warum? Weil Feminismus? Frauen können den Müll auch selber rausbringen, so emanzipiert bin ich.

Gebt Frauen Raum – emotional und körperlich. Achtet darauf, wie viel Raum ihr in eurem Alltag einnehmt und tretet dort kürzer, wo ihr merkt, dass die Frauen in eurer Umgebung zu kurz kommen.

Was interessieren mich andere Frauen? Und was soll der “Raum einnehmen” – Blödsinn? Leute, die keine Ahnung haben. Fahrt mal zur Hauptverkehrszeit in Istanbul Trambahn, das ist nicht lustig. Erstens stinkt es schlimmer als ein anatolischer Ziegenmarkt (ja, ich weiß, wie ein anatolischer Ziegenmarkt riecht), und zweitens sind das anständige Moslems, da berührt man Frauen nicht. Das ist fuck anstrengend in einer 200% überfüllten Straßenbahn. Geht aber. Ich bin aber auch sehr dankbar, dass wir so einen Mist hier nicht machen, denn wenn man quasi mit einem Mann kuschelt, der 12 Stunden bei 38° gearbeitet hat, riecht man danach genauso.

Schreitet ein, wenn ihr Sexismus bemerkt, vor allem im eigenen Umfeld. Wenn ein Kumpel einen sexistischen Spruch ablässt, dann schweigt nicht länger, sondern macht ihn darauf aufmerksam.

Ich lache da normalerweise. Zählt das?

Eine echte Freundschaft wird das aushalten. Prangert Sexismus künftig laut und offen an.

Ich behaupte weiterhin, dass Till keine Freunde hat. Klar, das könnte er in meinem Freundeskreis schon machen, aber wir würden uns auch nach zehn Jahren noch drüber lustig machen. Bei jeder gottverdammten Gelegenheit.

Behaltet Kommentare über Frauen künftig für euch. Wenn euch eine Frau gefällt, ist das schön und gut, aber es ist keine Einladung, sie das mit einem platten Spruch wissen zu lassen.

Normalerweise ziehe ich sie mit einem starren Blick in Gedanken aus, bis sie fluchtartig wegrennt. Gut? Nein?

Beurteilt Frauen nicht von oben herab nach ihren Äußerlichkeiten, auch nicht mit Freunden.

Ich kenne einige Frauen, die es sicher schlimmer fänden, wenn ich sie nach ihren inneren Werten beurteilen würde. Sehr viel schlimmer. Wieso muss ich gerade an muss gerade an Miriams* hübsche Brüste denken?

Sucht euch weibliche Vorbilder. […] Sucht gezielt nach Schauspielerinnen, Musikerinnen und Künstlerinnen, deren Arbeit euch gefällt.

Ich sehe vor meinem geistigen Auge so einen Büschel Gras, der vom Wind über eine trockene Wüstenlandschaft getragen wird… Ah, ne, Leni Riefenstahl. Ich fände es aber irgendwie illusorisch, Dokumentarfilmer werden zu wollen, und irgendwie falsch, Nazi zu werden. Muss das sein?

Erzählt in Gesprächen öfter von den Frauen in eurer Umgebung.

Ja, fuck, tu ich doch! Siehe Miriam mit den hübschen Brüsten, die sich von Peter hat anbumsen lassen. Was wollt ihr denn noch?


Es kommt ein Nachwort. Gott, der Typ schreibt viel Stuss:

Ich bin weiß, männlich und in einem der reichsten Ländern des Westens aufgewachsen.

Also, männlich jetzt im biologischen Sinn, natürlich, nicht im sozialen. Hab ich von Feministen gehört, dass es wichtig ist, das zu trennen.

Ich genieße damit ein riesiges Privileg, das unfassbar viele Menschen so nicht haben.

Mit einem Link zu einer Erklärung von “Male Privilege”. Ne, Till, keine Sorge, das hast du nicht. Ich halte dich für genauso doof wie alle weiblichen Feministen, und das sehen alle anderen Männer genauso. Du bist nur nichtmal fickbar, also vollkommen wertlos.

Ich habe nie mit systematischer Ausgrenzung zu kämpfen gehabt.

Sagt jemand, der keine Freunde hat.

Ich habe nie die Ohnmacht gespürt, die viele Frauen verspüren müssen, wenn ihnen ungefragt an den Po gegrapscht wird.

Mir wurde schonmal ungefragt an den Po gegrapscht. Ich würde das damit assoziierte Gefühl aber eher “Geilheit” nennen. Wo ist das Problem?

Ich wurde auch nie wegen meiner Hautfarbe, Herkunft oder Sexualität diskriminiert.

Till war noch nie im Ausland.

Gerade weil ich all das nie durchmachen musste, fühle ich mich als Mensch in der Verantwortung, dass meine Mitmenschen das nie wieder durchmachen müssen.

Warum? Wenn man sich wie ein anständiger Mensch benimmt, wird man auch von Negern oder Chinesen wie einer behandelt. Sogar von Arabern. Das geht Negern, Arabern und Chinesen hier übrigens auch so, von ein paar Arschlöchern mal abgesehen. Aber Arbeitslager mag ja niemand.

Der moderne Feminismus steht genau dafür ein.

Für Arbeitslager? Ne, eher für die grund- und hirnlose Vernichtung aller Männer. Ist irgendwie moralisch schlechter.

Schreiben wir bei ze.tt über diese Missstände, oder überhaupt über Feminismus, wird das als Genderwahnsinn betitelt, meine Kolleginnen werden mit Hass zugekotzt, als Feminazis beschimpft.

Du hast keine Misstände genannt, du hast die vollkommen idiotische Forderung gestellt, Frauen nach ihren inneren Werten zu beurteilen. Das mache ich gerne – mit allen Feministen, die wollen das so, und du willst das auch. Menschenmüll, nannte Marx solche Leute. Und für die gibt es dieses Blog.

Das ist kein Hass, das ist eine Beurteilung der gesellschaftlichen Nützlichkeit. Und Feminazis werden nur diejenigen genannt, die sich wie Nazis benehmen. Weil sie sich wie Nazis benehmen. Du, Till, bist nur ein Pudel.

Man muss sich das mal auf der Zunge zergehen lassen: Frauen sprechen an, dass Frauen in der Gesellschaft degradiert werden und werden dafür degradiert.

Weil Frauen, die in der Gesellschaft degradiert werden, mit Recht degradiert werden. Das ist übrigens dem Wort degradieren inhärent und eines der Probleme, wenn man einen Thesaurus benutzt, um intelligenter zu klingen, aber keine Ahnung von der deutschen Sprache hat.

Viele Männer fühlen sich tatsächlich dadurch angegriffen, dass Frauen Ungerechtigkeiten nicht länger akzeptieren wollen.

Viele Männer fühlen sich dadurch angegriffen, dass Frauen Ungerechtigkeiten schaffen. Weil sie Gleichberechtigung mit Gleichstellung verwechseln und Gerechtigkeit mit Ungerechtigkeit.

Das neue Lebensumfeld war der Auslöser, es ließ einen Knoten platzen und immense Denkfehler auflösen.

Ja – Berlin halt, wo die Durchgeknallten in ihren Filterbubbles unter sich bleiben und ihren Wahn als normal deklarieren können. Guckt nur mal in den Bundestag.

Es weckte ein Feuer in mir: Der Feminismus ist für mich keine Idee, er ist für mich auch keine Bewegung. Der Feminismus ist für mich eine Geisteshaltung.

Amen.

 

Warum man sich die Eier abschneiden sollte

Die Zeit, eine Tageszeitung für Linke, die sich für intellektuell halten, hat mit ze.tt ein Projekt für Leute ohne IQ gestartet, damit die sich auch für links-intellektuell halten können. Für die dort erscheinenden Artikel braucht man dann auch keine Journalisten, man kann einfach irgendwen irgendeinen Stuss schreiben lassen. Heute war das dann ein Till Eckert.

Ich bin ein Mann und hatte keine Ahnung vom modernen Feminismus.

Ja, das war noch eine schöne Zeit, als man die Welt noch in Ordnung glaubte.

Erst als ich verstanden habe, dass er alternativlos ist, stellte ich die richtigen Fragen.

Es gibt immer eine Alternative. Arbeitslager, zum Beispiel. Oder Hexen verbrennen. Und ich versichere jetzt schon, dass Till nicht die richtigen Fragen stellt. Dafür aber unendlich lange salbadert, ich entschuldige mich also mal im vorab, dass das länger wird.

Feministinnen, das sind doch die nackten Frauen in den Kirchen, Femen mit schwarzer Farbe über die Brüste geschmiert, die, die erst rumschreien und dann abgeführt werden.

Erstens mal sind nicht alle Feministinnen bei Femen, und zweitens sind die Femen-Aktivistinnen nicht nackt. Die tragen Höschen.

So dachte ich noch vor etwas über einem Jahr.

Und erst dann fiel dir Alice Schwarzer und die geisteskranke junge Berliner Aufschrei-Meute auf? Bist du einer von denen, die “noch nicht so lange hier leben”?

Es war mir einfach, mich über diese Frauen zu lustig zu machen

An der These scheint was dran zu sein, wie ordentliches Deutsch tut mir das nicht wirken. Die Frage ist aber, was dem armen Till passiert ist, dass er sich jetzt nicht mehr über geisteskranke hysterische Schnepfen lustig machen kann?

In meinem Fall war das mein Umzug aus dem schwäbischen Dorf nach Berlin, der neue Job, die neuen Kolleg*innen.

Berlin.

Hier wurde ich erstmals ziemlich frontal mit politischem Feminismus konfrontiert.

Ich wurde in Berlin mit einer eines zivilisierten Landes unwürdigen Menge Müll, materiellem und menschlichen, konfrontiert. Deswegen bin ich da auch so schnell es ging wieder weg. Ich bin nicht Wall-E und muss den ganzen verdammten Planeten aufräumen; man kann da auch einfach eine Mauer rumbauen. Die Pläne sind schon seit den 60ern zur Hälfte fertig.

Durch den Feminismusbegriff wird ein riesiges Spektrum abgedeckt, das man unmöglich durchblicken kann.

Es ist aber weitestgehend deckungsgleich mit dem Spektrum des ebenso breiten Begriffs “geisteskranke Spinner”. Das hilft auch beim Verständnis der “Inhalte”.

Himmel, das Thema ist verdammt komplex. […] Feministische Theorie und der Hass der Männer

Naja, soooo komplex ist das eigentlich nicht – es heißt aber “Hass auf Männer”. Was eine erschöpfende Erklärung feministischer Theorie ist, btw.

Der moderne Feminismus zielt in allererster Linie darauf ab, dass alle Menschen gleichberechtigt auf diesem Planeten leben können. Alle. Das will ich, und das sollte man wollen, wenn man ein moralischer Mensch ist.

Ein moralischer Mensch zu sein bedeutet nicht automatisch, dass man Tills Vorstellungen von Moral teilt. Was übrigens ein grundlegender Grundsatz philosophischer Moralvorstellungen ist, aber Till versteht ja schon Feminismus nicht wirklich.

Während ich meine Stimme als Antirassist dagegen erhebe, dass Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe diskriminiert werden, kann ich auf der anderen Seite nicht die Augen davor verschließen, dass 50 Prozent der Weltbevölkerung systematisch kleingehalten wird.

Das Problem an erklärten Antirassisten ist in der Regel, dass sie nicht wissen, was Rassismus ist. Und dass Frauen kleingehalten werden ist weitestgehend Unsinn. Da aber die gesamte feministische Theorie mit diesem Hirngespinst steht oder vielmehr fällt, muss der Till da natürlich ganz fest dran glauben, und das seinen Lesern natürlich als Tatsache unterjubeln.

Es fängt mit vermeintlichen Kleinigkeiten an, nennen wir es beim Namen: Alltags-Sexismus.

Ist “Alltags-Sexismus” sowas wie “einfache Sprache” für Leute, die an Analphabetismus schrammen? Ich meine, das Problem ist ja nun, dass “Alltagssexismus” halt ein Phantasiewort für ein Phantasiephänomen ist und man es daher auch mit Bindestrich schreiben kann, aber trotzdem…

Damit, dass wir Frauen grundsätzlich mit anderen Augen sehen als Männer

Man beachte: jetzt biegt Till völlig falsch ab. Natürlich hat Till als gesellschaftlicher Versager (seine Lebensleistung sind ein Umzug nach Berlin und ein präkerer Gesinnungsjob bei einem viertklassigen Online-Schmierblatt) keine sonderlich realistische Vorstellung davon, wie ihn erfolgreiche Männer beurteilen, also, nehmen wir halt mal irgendeinen Mann mit einem angesehenen Beruf, Müllmann oder so – aber wenn man nicht aus einer Position des Versagens heraus argumentiert, dann ist es eine richtig, richtig blöde Forderung, Frauen nicht anders zu beurteilen als Männer.

Freilich, auch mit gleichen Maßstäben hat selbst die Miriam* noch mehr erreicht als Till, weil sie sich von meinem Freund Peter* hat anbumsen und heiraten lassen, aber so ganz grundsätzlich ist das jetzt keine respektable Leistung.

das Äußere zählt bei ihnen immer etwas mehr als das Innere

Das ist das gleiche Problem wie mit Leuten, die “gesunder in einem gesunden Körper” predigen und Juvenal nicht verstanden haben. Das liegt auch daran, dass Juvenal Satiriker war und Kinder unter 14 wie auch Frauen im Allgemeinen in der Regel Satire nicht verstehen. Was Juvenal sagen will ist, dass es für eine Gesellschaft schlecht ist, wenn Schönlinge gegenseitig für ihr Aussehen gegenseitig beweihräuchern, aber nichts in der Birne haben.

Es ist auch insgesamt schlecht für eine Gesellschaft, auf Leute zu hören, die nichts in der Birne haben; das ist aber vom Geschlecht weitestgehend unabhängig, da ist Wizorek kein nennenswert schlechterer Ratgeber als Heiko Maas.

Das Feminismus-Problem mit den Äußerlichkeiten ist aber mehr, dass Frauen, die nichts in der Birne haben, allein durch ihr Äußeres noch einen gesellschaftlichen Nutzen haben – Fickbarkeit, siehe Miriam* oben.

Feministen haben diesen Nutzen aber in der Regel nicht, und sind auch zu hohl, um das zu verstehen. Aber das kann Till natürlich auch nicht erfassen – weil hohl, halt. Man merkt das an seinen “Beispielen”:

Es geht damit weiter, dass Frauen[…] sich in manchen Büros Sprüche über ihr Äußeres drücken lassen müssen: „Hach Süße, lass mal die Erwachsenen ran.“

Das ist eben nämlich kein Spruch über das Äußere der Frau, das ist eine Aussage über ihre offensichtliche Inkompetenz. Nett verpackt, weil Titten. Für Männer wäre das ein Kündigungsgrund.

Dieses Gedankengut gipfelt mitunter in sexueller Nötigung, Ausbeutung und Gewalt – und das häufiger, als vielen Männern bewusst sein dürfte.

Und so schnell kommen wir von inkompetenten Frauen in Jobs, in denen sie nichts verloren haben, zur rape culture. Wegen dem Gedankengut, dem Patriarchat und den Einhörnern. Oder so.

Darin, dass Männer nicht akzeptieren können oder wollen, was ein Nein ist.

Ja verreck, wir sind uns ja nun wirklich alle einig, dass man die wegsperren und den schlüssel wegwerfen sollte, oder? Steht im fucking StgB, §177.

40 Prozent der Frauen in Deutschland haben seit ihrem 16. Lebensjahr körperliche oder sexuelle Gewalt erlebt. […] Diese Probleme werden von vielen Männern allzu oft abgetan und belächelt.

Ich nehme an, dass die (a) die Methodik dieser Umfrage kennen und (b) so ziemlich 100% aller Männer irgendwann seit ihrem 16. Lebensjahr von körperlicher Gewalt betroffen waren – womit man halt leben muss. Eva musste ja vom Baum der Erkenntnis essen und wir wurden aufgrund der grenzenlosen Habgier der Frauen aus dem Paradies vertrieben.

Das alles entschieden abzulehnen ist für mich alternativlos.

Was? Hirngespinste?

Weil ich ein wirklich großes Verständnis für Männer habe, die noch nicht verstanden haben, wie relevant der Feminismus ist – ich hab‘ ja selbst ewig gebraucht –, will ich nachfolgend zeigen, warum es vielen Männern so schwer fällt, die feministische Botschaft zu begreifen und sie diese falsch interpretieren.

Ich weiß ja nicht, wer Till die Eier abgeschnitten hat, aber so funktioniert Diskurs nicht. Wenn man die Relevanz von etwas belegen will, muss man ebendiese Relevanz mit Argumenten belegen, nicht blöd rumreden. Aber es wird wirklich doof:

Nichts ist ein schönerer Aufreger für die Lokalpresse, als die bösen, schwarztragenden Linken, die auf der Demo wieder mit der Polizei aneinander geraten sind. Der Gedanke hinter der Demo? Der Zweck? Warum da überhaupt Menschen auf die Straße gingen?

Wenn ich da nicht falsch informiert bin, ist deren Rechtfertigung für ihre terroristischen Aktionen “Deutschland verrecke, kapitalistisches Schweinesystem”. Da sie aber keinen besseren Vorschlag haben, halte ich das für vorgeschoben, und Terrorismus ist kein legitimes Mittel der politischen Auseinandersetzung in einer auch noch so vorgeblichen Demokratie, von daher wäre es auch egal, wenn es einen sinn gäbe.

Das gilt natürlich für Feministen auch.

Den Feminismus als Bewegung kann man gut mit der antirassistischen Bewegung vergleichen.

Sag ich doch: Einfach mal dagegen sein, aber keine bessere Idee haben. Leistungslos auf Kosten Dritter leben wollen. Halt, im Gegensatz zu klassischen Linken, nur für Frauen. Wegen Erbsünde oder so.

Es gibt Feministinnen, die transfeindlich sind, und es gibt Feministinnen, die öffentlich #KillAllMen propagieren – auch wenn das das Gegenteil ist, für das sich Feminist*innen heute einsetzen.

Dieser Satz widerspricht sich selbst. Und übrigens ist Jim Beam kein true scotsman. Aber trotzdem ein fucking Whisky.

Dass der Feminismus im Grundsatz das gleichberechtigte Leben aller anstrebt, kann durch solche Entartungen leider leicht vergessen werden.

Die einzigen, die sich gerade für ein gleichberechtigtes Leben aller in Deutschland einsetzen, sind aktuell die entsorgten Väter vom Genderkonkress.

Auch wenn ich die verstehen kann, die schlichtweg genug von der Beschissenheit der Dinge haben, und ihrer Wut darüber freien Lauf lassen

Wie zum Beispiel Anders Behring Breivik?

Wegen dieser ganz simplen Logik: Immer, wenn eine Gegenbewegung vermeintlich zu extrem wird, zu bedrohlich, zu verrückt, konzentrieren wir uns oft auf eine Minderheit. So geht die eigentlich wichtige Idee der Bewegung verschütt.

Wie Silvio Gesells Freigeldtheorie. Der war ein furchtbarer Nazi.

[Patriarchat:] Es geht nicht darum, dass alle Männer über alle Frauen herrschen, sondern, dass einige wenige Männer über alle anderen Männer und Frauen herrschen.

Ja, und der Vorschlag der Feministen ist, dass einige wenige Männer und Frauen über alle anderen Männer und Frauen herrschen. Das ist jetzt inwiefern besser? Wahlen haben wir ja nun ausprobiert; nichtmal Frauen wählen Frauen, siehe die arme Marine in Frankreich. Widerliche Sexisten, allesamt.

Das wird seit dem 17. Jahrhundert so gelebt.

Öhm… echt jetzt? Und vorher war… ah, äh… Frauenherrschaft? Wo?

Da kann heute nicht einfach kurz ein Vögelchen vorbeifliegen, ihnen eine neue Wahrheit über strukturelle Diskriminierung der Frauen zwitschern

Wahrheit übrigens im Sinne von der wahrhaftigen Auferstehung unseres Erlösers Jesus Christus.

und denken, sie würden das glauben

Naja, bei Till hat es ja funktioniert, oder?

Da kann eine Femen-Aktivistin in der Glotze nicht einfach den Herbert in Beimerstetten erleuchten, der es eben nicht anders beigebracht und vorgelebt bekommen hat, als dass er arbeiten geht, seine Frau ebenfalls und trotzdem danach in der Küche allein das Schnitzel klopft

Herbert aus Beimerstetten arbeitet wahrscheinlich am Umschlagbahnhof in Dornstadt. Der muss nach der Arbeit also erstmal duschen. In der Zeit kann seine Frau offensichtlich auch schonmal kochen.

Herbert könnte aber auch mit den Jungs in die Kneipe und danach in nach Ulm in den Puff. Ich bezweifle aber, dass das seiner Frau lieber wäre als Schnitzel zu klopfen.

Echt, ich verstehe das Problem dieser Feministen nicht.

Das ist mit dem Kapitalismus dasselbe. Erst, wer mal Dreck gefressen hat, erkennt, dass ein System krankt. Apropos Kapitalismus: Wer diesen in seiner jetzigen Form kritisiert, hat etwas mit modernen Feministinnen gemeinsam.

Wie erwähnt ist Systemkritik nur sinnvoll, wenn man eine bessere Idee hat. Aber immer, wenn ich “Freigeld” sage, schreit jemand wie Till “Antisemitismus”.  Oder Feministen. Ich habe Null mit denen gemein.

Es gibt ja auch ganze Branchen, die auf der sexuellen Ausbeutung von Frauen basieren. Ich muss wohl nicht benennen, welche.

 

Doch, musst du schon. Was freiwillig und gegen Geld zu machen ist nämlich nicht “Ausbeutung”.

Als ich jünger war, vielleicht gerade in der achten Klasse, musste ich mich vor meinen männlichen Freunden dafür rechtfertigen, warum ich Destiny’s Child höre.

Musikgeschmack unter pubertierenden Jungs. Ersetze “Destiny’s Child” durch [beliebige andere Band] und erkenne: Pubertät.

Ich wurde von Frauen, mit denen ich ein Date hatte, belächelt, wenn ich sagte, dass ich bei emotionalen Filmen auch mal weine.

Wirkt das auf Euch, liebe Leser, auch wie eine ausgedachte Geschichte? Ich meine, kommt, der und ein Date?

Mädchen, das war eine gängige Beleidigung. Einem Mann kann man damit besonders weh tun, weil man ihm seine Männlichkeit dadurch abspricht, also alles, was er sein muss, um respektiert zu sein.

Ne, Till, pubertierenden Jungs kann man damit weg tun. Erwachsene, vor allem Männer, wissen, dass Worte nicht verletzen.

Auf Partys, da musste ich mich in meiner Jugend immer als Eroberer geben

Ist Pudeltum so eine Sammelbewegung für Jungs, die keine abbekommen haben?

Und wenn man Frauen abschleppt, dann gilt das als erfolgreich. Es ist unglaublich, wie lange ich diesen Hirnfurz nachplapperte, dass Männer und Frauen keine echte Freundschaft aufbauen können, weil sicher das Bett in die Quere kommen werde.

Da ist schon was dran – ich denke, das gilt für durchschnittlich intelligente respektive dumme Männer und ebensolche Frauen. Klar, ich habe Frauenfreundschaften, aber das erfordert eine gewisse Art intelligenter Frau, die sich dann aber eher weniger mit Leuten wie Till abgeben würde. Till verwechselt hier “Friendzone” mit “Freundschaft” und lässt sich genüsslich die verbleibenden Reste seiner Eier abschneiden.

Ich habe in der Vergangenheit schlecht über Frauen gesprochen, hinter ihrem Rücken.

Jetzt sprichst du öffentlich schlecht über Männer. Hast du den Eindruck, dass das irgendwie besser wäre oder dich beliebter macht?

Ich habe anzügliche Witze über sie gemacht und sie reduziert.

Ich habe ein tolles Rezept für eine Tomatenconsommé, die besteht nur aus Pfeffer, Lorbeer, Basilikum und einer Dose Tomaten, reduziert auf eine Espressotasse. Wie eingangs erwähnt – wenn Frauen auf ihr Aussehen reduziert werden, liegt das meist daran, dass die Dose leer ist; das ist nicht unbedingt schlecht für die Frau.

Ich habe mich über Frauen mit kurzen Haaren lustig gemacht, ihnen ihre Weiblichkeit abgesprochen.

Hmmmm…. ich hab die eher geknallt; Frauen mit kurzen Haaren haben in der Regel nicht alle Tassen im Schrank und sind leicht zu haben.

Ich dachte, es verschaffe mir irgendeinen absurden Respekt unter meinen männlichen Freunden, wenn ich über Frauen lästere, nachdem ich mit ihnen in der Kiste war.

Ich glaube, der arme Till hatte nie Freunde.

Und es war auch so, dafür bekam ich Schulterklopfer, eine Bro-Fist, ein Lachen.

Von deinen Fantasiefreunden.

In der Schulzeit war das am Schlimmsten, danach nahm es zwar ab, aber diese Art des versteckten Sexismus fand statt – teilweise tut er das immer noch. […] Es ist bemerkenswert einfach, einen sexistischen Spruch abzulassen, eine Frau in ihrer Abwesenheit kurz Schlampe zu nennen, wenn man unter seinen Jungs bierselig in der Kneipe hängt

Ja, echte Männer sagen das den Schlampen natürlich direkt. Die regen sich dann auch immer so schön auf, wie Rumpelstielzchen, fast. Probiert das mal aus, wenn ihr nichts besseres zu tun habt.

Penny schreibt in ihrem Buch Fleischmarkt, dass Frauen in jungen Jahren mitunter eine panische Angst davor entwickeln, für andere als Schlampe zu gelten. Mich wundert das nicht.

Mich auch nicht. Ich frage mich aber, was daran falsch sein soll.

Für diejenigen, auf die das [sexistisch sein] zutrifft: das sollte der beste Grund für euch sein, darüber nachzudenken, warum das so ist.

Das hat was mit den Bienchen und den Blümchen zu tun, und mit blöden Feministen und den Kindern der 68er, die unbedingt finden, dass Frauen im Rotary-Club und beim Vatertagssaufen irgendwie dabei sein müssten.

Fortsetzung hier.

Alte, weiße, cis-het Männer

Es gibt seltene Momente, in denen ich einsehen muss, dass ich mich geirrt habe. Ich habe gestern gelernt, dass das Referendum auf der Krim in etwa so war, als würde man Mallorca über einen Anschluss ans deutsche Reich abstimmen lassen, und den von den Einheimischen bislang nett und zuvorkommend tolerierten Gästen das Wahlrecht geben. Komischerweise erfährt man sowas aber erst bei einer Flasche Горілка, nicht aus der Lügenpresse. Deswegen nennt man die ja auch so. Горілка sieht übrigens aus wie Vodka, schmeckt besser als Vodka und man vergisst den sehr wichtigen Unterschied zu Vodka leider nach einer halben Flasche.

Naja, ein anderer Punkt ist der, dass alte, weiße, heterosexuelle Männer offenbar wirklich so schlimm sind, wie die Feministen tun. Luisman hat sich mit einem Beitrag von unserem (in irgendeinem Kaffdorf gewählten) Bundesinnenminister auseinandergesetzt, und auch auf die Gefahr hin, dass sich das doppelt, hier meine Meinung dazu:

Leit­kul­tur für Deutsch­land – Was ist das ei­gent­lich?
BILD am Sonntag vom 30.04.2017

Man könnte an dieser Stelle eigentlich aufhören, sich mit dem Thema zu befassen und die deutsche Leitkultur für tot erklären – heute im Programm: Tittenmäuschen, und nebenbei: Deutsche Leitkultur. Fein. Es wird aber leider noch schlechter, als es eh schon ist, wenn man den Unsinn liest:

Ein Diskussionsbeitrag von Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière zur Frage, “was uns im Innersten zusammenhält”
Oh Gott, wir sind noch nichtmal im Text und schon vergewaltigen wir Goethe in einem Gangbang mit Hundert Negern. Freilich klaut sich Maizere seine Leitkultur dann auch von Goethe zusammen, aber das ist Fausts Verständnis der Welt. Faust, wissenschon, der Pädophile mit dem Pakt mit dem Teufel.
Wobei das natürlich verständlich ist; ohne seine Seele zu verkaufen wird man in der Politik ja nun sicher nichts. Aber zum Inhalt:
Einige Dinge sind klar. Sie sind auch unstreitig: Wir achten die Grundrechte und das Grundgesetz.
So: Erster Satz, erste Lüge. De Maizere scheißt auf Grundrechte wie Eigentum oder freie Meinungsäußerung, er achtet die also nicht. “Wir” können die nicht achten, weil wir von “wirs” wie Maizere dazu gezwungen werden, sie aufzugeben. Widerlicher, verlogener Pisser.
Nun mag Maizere in seinem Berliner SafeSpace das ja durchaus als Realität ansehen, aber dadurch hat er mit dem gemeinen Deutschen nichts am Hut. Was deutsche Leitkultur wäre – und was Deutschland in der Welt groß gemacht hat – ist die Grundidee, dass man (a) Arbeit (b) ordentlich und (c) genau wie abgesprochen (d) erledigt und (e) das vollkommen selbstverständlich ist. Ende. Das ist aber nicht deutsche Kultur, das war es mal. Heute ist es – siehe de Maizere – verlogenes Geblubber ohne Wert und Inhalt. Was auch daran liegen mag, dass Herrn de Maizere die Punkte (a) bis (e) vollkommen fremd sein dürften.
Über allem steht die Wahrung der Menschenwürde.
Ach, fick dich doch.
[blabla] Für all das haben wir ein Wort: Verfassungspatriotismus.
Nein, das Wort haben wir nicht. Wir haben insbesondere nicht einmal eine Verfassung. Eine Verfassung ist etwas, was (sich) freie Bürger in freier Wahl beschließen. Steht auch im Grundgesetz, ganz hinten. Wenn das noch nicht gestrichen wurde.
Über Sprache, Verfassung und Achtung der Grundrechte hinaus gibt es etwas, was uns im Innersten zusammenhält, was uns ausmacht und was uns von anderen unterscheidet.
Joah – Deutsche sind im Allgemeinen arrogant, unfreundlich und überheblich, was wir uns auch leisten konnten, weil wir halt die Arbeit besser gemacht haben als der fucking Rest der Welt.
Früher.
Jetzt sind “wir” nur noch arrogant, unfreundlich und überheblich, und das einzige, was uns nicht vollkommen unbeliebt macht überall, ist, das die Russen noch schlimmer sind.
Aber gut, was sagt denn Maizere dazu?
[Schwafel]
Boooaahhh – okay, eine Seite weiter…
Ich will mit einigen Thesen zu einer Diskussion einladen über eine Leitkultur für Deutschland.
Ja du fuck Dreck, wenn Du die deutsche Leitkultur als Deutscher nicht benennen kannst, sondern blöd rumdiskutieren musst, dann ist “blöd rumdiskutieren” deutsche Leitkultur, nicht deine Inhalte.
Was, übrigens, ziemlich treffend ist.
Aber gehen wir die zehn Punkte trotzdem durch:
1. Wir sind eine offene Gesellschaft. Wir zeigen unser Gesicht. Wir sind nicht Burka.
Nein, das sind wir nicht, und das waren wir nie. Wir sind waren eine tolerante Gesellschaft, weil wir wussten, dass wir besser waren als alle anderen. Das sind wir aber nicht mehr, von daher werden wir jetzt werterelativierend und genießen unseren Untergang. Wir bloggen anonym. Wir haben auch nichts gegen Burkas.
2. Wir sehen Bildung und Erziehung als Wert und nicht allein als Instrument.
Ja, und ich bedanke mich bei den Autoren von Meyers Enzyklopädischem Lexikon dafür. Das deutsche Schulsystem hat das schon vor 30 Jahren nur (noch?) gepredigt, nicht vermittelt. Allgemeinbildung ist etwas, was Politikern vollkommen zu fehlen scheint, was dann natürlich auch Lehrpläne reflektieren. Baaaaaaaah.
3. Wir sehen Leistung als etwas an, auf das jeder Einzelne stolz sein kann.
Das ist mal ganz, ganz sicher das un-deutscheste, was es gibt. Leistung ist, das hatte ich oben geschrieben, etwas vollkommen selbstverständliches. Fleißsternchen sind Montessori-Bullshit, und Stolz auf Selbstverständlichkeiten ist was für dumme Amerikaner. Sammal. Aber das geht dann vollkommen realitätsfremd weiter – Maizere behauptet,
Wir fordern Leistung. Leistung und Qualität bringen Wohlstand.
Das tun wir nämlich nicht mehr. Und wenn keiner mehr Leistung bringt und Mercedes weniger Qualität bietet als Hyundai, dann geht auch der Wohlstand nach Asien. Ich verstehe Leute wie Luisman, die dem Wohlstand da hin folgen.
4. Wir sind Erben unserer Geschichte, mit all ihren Höhen und Tiefen. Unsere Vergangenheit prägt unsere Gegenwart und unsere Kultur.
Nein, wir sind Meister der Ignoranz bezüglich unserer Geschichte. Wir tun erst seit Hitler so, als wäre das anders, weil wir uns wegen des NS-Traumas kollektiv belügen mussten. Vor hundert Jahren hätten wir auch noch Psychotherapeuten gehabt, die das hätten erklären können.
[4b] Dazu gehört auch ein besonderes Verhältnis zum Existenzrecht Israels.
Ich kenne absolut niemanden, dem allein das Thema Israel nicht derart auf den Sack geht, dass er nicht wenigstens mal überlegt hat, ob man da nicht besser eine Atombombe draufwirft oder die alle vergast oder so. Und das, obwohl ich niemanden kenne, der Atombomben oder Leute vergasen befürworten würde.
5. Wir sind Kulturnation.
Sehen wir am Christopher Street Day, Slutwalks und der Fuckparade. Und sowas sagt ein Mann, der in Berlin lebt. Deutsche Kultur ist, dass man nach vier, fünf Maß Bier am Kotzhügel kotzt. Ja, der heißt Kotzhügel. Das ist deutsche Leitkultur. Also, war, heute vögelt man da. Früher machte man das, wie das halt anständige Leute machen, in der U-Bahn. Also, vögeln, nicht kotzen. Geht aber nicht mehr, da kotzen jetzt ja alle rein.
6. In unserem Land ist Religion Kitt und nicht Keil der Gesellschaft.
7. Wir haben in unserem Land eine Zivilkultur bei der Regelung von Konflikten.
Nein, deutsche Kultur ist die Vermeidung von Konflikten. Deutsche sind nicht sonderlich gut in Konflikten, wir haben da immer das sehr aufbrausende Bedürfnis, in Polen einzumarschieren und Juden zu vergasen. Das haben wir aus der NS-Zeit gelernt: Konflikte vermeiden. Das war aber mal. Jetzt hingegen gibt es zunehmend mehr Konflikte, und wie die in Deutschland nicht gelöst werden, lässt Somalia wie ein strahlendes Beispiel wirken.
8. Wir sind aufgeklärte Patrioten.
Nazi. Ne, ehrlich – wo lebt der Mann? Mein Opa war aufgeklärter Patriot, der war bei der Waffen-SS an der Ostfront. Deutsche sind Weltbürger. Fahrt halt mal irgendwo hin; man findet immer Deutsche.
9. Wir sind Teil des Westens. Kulturell, geistig und politisch.
Als ich diese West-Ost-Geschichte erklärt bekam, war der Westen kapitalistisch und der Osten kommunistisch. Das ist heute nicht mehr so. Das stimmt also einfach nicht. Wir sind Teil der alten Welt, die halt untergeht, wenn Maizere das meint.
Die NATO schützt unsere Freiheit.
Vor – den bösen Kommunisten? ISIS und sonstige Terroristen ja nun mal nicht, die laden wir ja nun ein und zahlen ihnen auch noch Geld dafür, dass sie da sind und unsere Weihnachtsmärkte mit Scania-LKWs bereichern.
10. Wir haben ein gemeinsames kollektives Gedächtnis für Orte und Erinnerungen. Das Brandenburger Tor und der 9. November sind zum Beispiel ein Teil solcher kollektiven Erinnerungen.
Was zum Teufel ist denn am 9. November? Ich meine, das ist 9/11, aber halt nicht 11/9? Shit, und Wikipedia ist in der Türkei gesperrt, das war echt schwer rauszufinden. Reichskristallnacht. Fein. Das ist also der Tag, wo sich die Nazis so benommen haben wie die Antifa jährlich am 1. Mai. Danke, deutsche Leitkultur.
Wenn wir beim Thema Kultur sind: Die Türkei wird wieder konservativ-religiöser – also genau das, was Atatürk relativ unblutig abgeschafft hat. Es tragen deutlich mehr junge Frauen wieder Kopftuch. Und das sind interessanterweise die, die schlank und gutaussehend sind. Ich finde das jetzt nicht wirklich schlecht.