Unanständig und unsolidarisch

Ja – äh -was soll ich dazu sagen? Was hattet ihr denn gedacht, liebe Politiker?

Unbedachte Politik für Vollidioten

Schritt 1: man macht ein ganz tolles Gesetz, das (gerechte) Lasten von Gruppe A der Gruppe B auferlegt, wie es der Kommunismus halt vorgibt: B tut, A nimmt. Klingt toll, isses aber nicht. (Es geht hier um Miete.)

Schritt 2: Böse kapitalistische Shitlords denken sich “geil”: Einige große Handelsketten wie Adidas oder Deichmann wollen deshalb keine Miete mehr zahlen.

Schritt 3: Die Deppen, die den Unsinn verbrochen haben, holen moralisch aus: “Unanständig” und “unsoldidarisch” sei das, meint die Bundesregierung.

Spielen wir kurz “finde den Fehler”? Weil – dumm isses nun nicht, ne? Das ist wie mit Zigeunern, Negern und dem sonstigen Gesindel, dem Merkel gerne unser Geld schenken wollte, statt vielleicht mal für eine Pandemie vorzusorgen. Die sind auch nicht doof. Die sind nur eher nutzlos.

Schritt 4: Auftritt der echauffierten Linken, die nicht für fünf Pfennig nachdenken können:

Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber wenn ich “unanständig und unsolidarisch” höre, dann muss ich spontan an die Privatisierung des Gesundheitssektors denken, an Hartz IV und an den Mindestlohn.

Ja – äh – ich auch.  Was daran solidarisch sein soll, Menschen, die zu dumm und unfähig sind, zumindest irgendwem einen noch so geringen, gewissen Stundenlohn wert zu sein, vom Arbeitsmarkt auszuschließen, ist sicher nicht “solidarisch”, sondern eher widerlich. Dass ich denen dann auch noch Hartz4 bezahlen muss, obwohl sie nichtmal mein Unkraut jäten, ist sehr unanständig.

Schritt 5: Es kommt ein Lichtblick:

Was glauben die denn, was passiert, wenn man jetzt sagt: Du kannst den Mietern nicht kündigen, wenn sie nicht zahlen können? Dann schiebt man die Insolvenz von der linken Taschen in die rechte Tasche.

Schritt 6: Der wird dann hart in den Arsch gefickt:

Da müsste man mindestens sagen: Nichtgezahlte Mieten darf der Vermieter an die Bank durchreichen. Oder so. Zumindest als Härtefallregelung.

Banken, nämlich, das haben wir 2008/9 gelernt,  kann man ruhig ficken. Ist nicht linke/rechte Tasche. Nööööö…..

Schritt 7: Wir tun so, als wüssten wir es besser, obwohl es linke Politik ist, die immer nur Scheiße veranstaltet:

Nehmen wir mal an, wir könnten es irgendwie schaffen, dass nur die Unternehmen oder Vermieter mit ausreichend Rücklagen belastet werden. Ist das dann gerecht? Dann bestrafen wir die, die ordentlich gewirtschaftet haben, und belohnen die Unternehmen, die mit ihren Profiten lieber Aktienrückkäufe gemacht habe.

Jaaaaah – äh – die bestrafen, die es gut gemacht haben, ist moralisch falsch? Echt? Nehmen wir das mal an? Nein? Ne, nehmen wir nicht an.

Kinders, das Leben ist eher kein Disney-Comic, wo die blöde musizierende Heuschrecke mit Begeisterung durchgefüttert wird. Das Leben ist eher eine Äsop-Fabel, wo die Heuschrecke verhungert?!

Schritt 8: Wir tun, obwohl wir uns bereits jetzt selbst widersprochen haben, weil unser linkes Weltbild halt in sich nicht kohärent ist, so, als hätten wir dennoch (also, alle Tatsachen ignorierend) eine (weitere) Erkenntnis (die in unser dämliches wie falsches Weltbild passt):

Pass uff, Atze, wir greifen einfach dem reichen Mann in die Tasche!!1! Ja super!

Fairerweise fasst das alle linken Politik-Vorschläge jemals sehr gut zusammen. Die übliche Konsequenz sind Hunger und Tod; waren erst gut 100 Millionen (vermeidbare!) Tote.

Schritt 9: Daher vom Thema ablenken:

Wir können und sollten gerne mal langfristig darüber reden, wieso es eigentlich Leute gibt, die von ihrem Besitz leben können, statt von ihrer Arbeit wie alle anderen.

Ja – weil ihre Eltern nicht einfach nur Kinder in die Welt gesetzt haben, sondern ihren Kindern eine Zukunft bieten wollten?! Ist das jetzt irgendwie den Kindern anzulasten, dass ihre Eltern keine somalischen Verhungernden waren, die sich halt kein Kondom leisten konnten? Das ist doch nichtmal der Versuch eines Argumentationsniveaus?! Ist das irgendwie eine schwierige Frage?!

Schritt 10: ignorieren und emotionalisieren:

Das finde ich nämlich grundsätzlich unanständig und unsolidarisch, dass das möglich ist.

Jaja – findest du. Fühlst du. Toll. Da fühlst du Gutmensch dich gleich als Gutmensch, gell? Ja super!

Schritt 10 b: Emotionalisierenden Quark ausbauen, damit man ja nicht selbst über seine (idiotischen) Prinzipien nachdenken muss; ggf. unter Zuhilfenahme von vollkommen haltlosen Behauptungen:

Bei Hartz-IV greifen sie noch dem nackten Mann in die Tasche, und faseln was von “die müssen halt was leisten, wenn sie Geld kriegen wollen”

Ja – äh – Hartz4 ist ein Lebens-ermöglichender Standard auf einem höheren Niveau als in locker 70% aller Länder auf diesem Planeten. Wenn man sich darüber jetzt auch noch beschweren will… komm, geb den Leuten doch einfach DEIN Geld, bitte.

Finaler Schritt: Totaler Kommunismus auf Level “Wir verhungern alle”:

die alleine von ihren Ländereien und Aktienportfolios leben können, von ihren Mietshäusern (die gibt es auch, die Vermieter, die ihre Hypotheken abgezahlt haben), von ihren Patenten.

E-ben. Ist ja nicht so, als hätten die Leute für das Abbezahlen ihrer Immobilien etwas getan, Aktien gab es immer gratis, und Patente bekommt man auf dem Rummelplatz per Losverfahren.

Das sollte man mal grundsätzlich abschaffen.

Jupp.

Deutschsein für Anfänger

Aktuelle Coronavirus-Fälle: 240, +53%. Widmen wir uns also wichtigeren Themen: Rassismus.

Ich sitze auf dem Küchenstuhl und hatte eine große Portion Rassismus zum Frühstück.

Oh wie theatralisch. *Skip*.

Ich wohne in einem Plattenbau, etwas außerhalb von Köln.

Das tut mir leid für Dich, Ali. Beides.

Dabei ist es wichtig zu erwähnen, dass ich 1,85 Meter groß und braun bin. Eigentlich mag ich meinen Bart und meine lockigen Haare, aber sie markieren mich als fremd. Als den Araber, den dreckigen Kanaken.

Ich weiß jetzt gar nicht, wo ich anfangen soll – der Teasertext verspricht was von “Deutschtürken”. Türken sind keine Araber – probiert das ruhig selber aus, das ist eine hervorragende Möglichkeit, Türken aggressiv zu machen. Und “Kanaken” – äh – sind das nicht eher Jugoslawen, die halt keine Zigeuner sind? Nein? Mein falscher Sprachgebrauch? Ich meine ja nur – da war ein großer Teil Österreich-Ungarn, das sind ethnisch-historisch ziemlich “deutsche”, aber wir müssen uns ja gegenüber denen trotzdem abgrenzen?! Für Türken reicht ja nun “Türke” – das ist ja das schöne an der deutschen Sprache (und Kultur), dass man auch faktische Bezeichnungen als Derogativ verwenden kann. Haben sogar die Deutschtürken gelernt; die verwenden “Alman” derogativ.

Das waren die Worte meines Nachbarn gerade eben.

Das tut mir auch leid, dass Dein Nachbar ein Idiot ist, Ali.

Vor ein paar Tagen muss sich jemand einen Spaß erlaubt und seinen Briefkasten mit nassen Prospekten gefüllt haben.

Das ist aber halt kein Spaß, Ali. Wieso machst Du sowas?

Ich war es nicht.

Das glaubt Dir nun niemand mehr – du findest das ja auch noch lustig. Ein anständiger Deutscher würde darüber nachdenken, ob das nicht vielleicht nur Schlamperei des miserabel bezahlten Prospektzustellers war und es halt regnete, aber das spricht jetzt nicht unbedingt dagegen, ihn öffentlich auspeitschen zu lassen – bestrafe einen, erziehe Hunderte. Du, Ali, findest es aber lustig. Das ist nicht lustig.

Warum sollte ich so was tun?

Ja weil Du es lustig findest. Sagst Du fucking selber. Liest denn die Texte hier niemand mal auf Logik und Kohärenz durch?!

[blabla] Dann holt er aus und boxt mir auf die Nase. Der Mann ist circa 50 Jahre alt, ich 24. Ich bin mir sicher, dass es schlimm enden könnte, wenn ich meine Wut nicht kontrolliere, und gehe. Er schreit mir hinterher: “Verpisst euch endlich!” Meine Hände sind noch immer feucht von den Prospekten, mein Gesicht schmerzt und ich verpisse mich in meine Wohnung. Mit geballter Faust haue ich in die Küchenwand.

Wir sehen – Ali hat irgendwie ein Aggressionsproblem. Mal abgesehen ist das Körperverletzung. Wir sind hier nicht in der Türkei, wo man sowas übrigens auch nicht “unter Männern ausmacht”, sondern auch da ruft man die Polizei. Warum rufst Du nicht die Polizei, Ali? Weil das alles überhaupt nicht passiert ist?!

Nach der Geschichte mit meinem Nachbarn sitze ich fast eine Stunde in der Küche vor dem Loch, das ich in die Wand geschlagen habe.

Ich vermeide das Verlassen Bayerns ja wirklich, wirklich, so gut es geht, aber ganz ehrlich: Wenn Du das mit einer meiner Wände hier machst, brichst Du Dir bloß die Hand. Das sind keine amerikanischen Trockenbauwände, und Du bist nicht der Terminator. Von wann ist der Artikel? August 2018? Ja, da war der Paulanergarten sicher geöffnet. 

Natürlich erlebe ich solche drastischen Vorfälle nicht jeden Tag. Aber viele schauen mich an, als sei ich eine Gefahr für sie.

In Anbetracht der Tatsache, dass Du es offenbar für eine gute Idee hältst, Ali, mit Deiner Faust gegen eine deutsche Wand zu hauen, bist Du eine Gefahr. Weil (a) aggressiv, (b) offenbar kräftig und (c) nicht ganz dicht.

Wenn ich krank bin, laufe ich eigentlich immer in Jogginghose rum.

Da spricht nicht wirklich was dagegen. Wenn ich krank bin, trage ich einen Pyjama.

Doch jedes Mal weiß ich, dass ich dann noch netter, mein Lächeln noch breiter sein muss.

Also – wir haben jetzt einen kräftig gebauten jungen Mann mit den unkontrollierten Aggressionen, und jetzt grinst er auch noch wie ein Psychopath? Alleine zuhause in seiner Jogginghose? Fairerweise – das macht mir schon etwas Angst.

Sobald ich eine Praxis betrete, wandern die Blicke mancher Arzthelferinnen zu mir. Groß, braun, sportlich und in Jogginghose – Scheiße.

Ja, Meister, und Du wirst ganz, ganz sicher behaupten, das sei Rassismus und nicht etwa der Tatsache geschuldet, dass Du nicht nur ein hochaggressiver Psychopath bist, sondern auch noch mit einer verdammten Jogginghose rumläufst. Ich weiß, die deutsche Sprache ist schwer, aber die heißt “Jogginghose”, weil man sie zum Joggen trägt. Bist Du Joggen? Nein? Du bist beim Arzt. Natürlich guckt dich da die Arzthelferin blöd an. Die trägt ja nun auch einen weißen Kittel, und kein transparentes Latex-Kleid, wie zuhause, ne?! Ist das so schwierig zu verstehen?

Von missbilligend bis verängstigt wurde ich in diesem Outfit schon angesehen.

Ja dann zieh Dir halt wie jeder andere Mensch auch was ordentliches an. Es wird impliziert, Du bist Türke – schau mal in die Türkei und such jemanden, der eine verdammte Jogginghose in der Öffentlichkeit trägt. Sogar die Bettler haben da ordentliche Hosen an, da. Wo sind wir denn hier?! Amerika?!

Ich kann die Entspannung bei meinem Gegenüber sehen, sobald ich anfange, zu reden. Wenn sie merken, dass ich gutes Deutsch spreche und höflich bin. Ihre Blicke sagen mir: “Ah, doch nicht so ein asozialer Araber.”

Der Satz funktioniert sehr viel besser ohne das “Araber”. Wenn Du Dich anziehst wie Cindy aus Marzahn nehmen sinnvoll denkende Menschen nicht an, dass du Nuklearingenieur bist. Wenn Dich das stört: zieh Dir was ordentliches an. Das ist kein Rassismus; das ist Deine Schuld und allein Dein Problem.

Ja, auch Blicke können rassistisch sein, auch Sitzhaltungen können rassistisch sein und sie können verletzen.

Auch Aussagen wie “ach fick Dich doch” können verletzen. Ändert nichts daran, dass Du sie hören wirst, Jammerlappen.

Natürlich weiß ich nicht, was die Leute denken. Ich möchte mir es auch nicht die ganze Zeit vorstellen. Aber ich tue es. Ich muss es sogar.

Das ist geradezu kafkaesk: Der arme Mann weiß nicht, wofür er angeklagt wird, aber er muss es doch wissen. Das ist – brillant. Scheiß auf “Der Prozess”, die Zeit schafft das in einem Artikel!

Manchmal frage ich mich, ob es nicht einfacher wäre, aufzugeben. Ob ich nicht einfach jeden Tag mit Jogginghose rumlaufen und nicht andauernd lächeln sollte.

Joah… dann würdest Du nicht mehr wie ein asozialer Psychopath rüberkommen, sondern nur noch wie ein Asso. Toll. Die Idee, eine ordentliche Hose anzuziehen ist sicher zuviel der Zumutung für niedere Rassen wie Deine, richtig? Weil – dann wären schon all Deine “Probleme” gelöst (Spoiler: nicht).

Ich möchte nicht darüber nachdenken müssen, was ich anziehe und ob mein Bart zu lang geworden ist.

Ey – wenn man schon das Pech hat, mit der Hautfarbe von Osama ibn Laden geboren zu sein, muss man sich dann noch unbedingt einen Terroristenbart wachsen lassen? Kaum jemand unter 60 trägt in der Türkei einen Bart, also erzähl mir da nix von “Kultur”. Das sieht sicher cool und männlich aus – deswegen machen die Terroristen das ja. Sammal. Das ist jetzt echt nicht so schwierig. Vor allem aber isses Alis Entscheidung und damit (wieder) allein seine Schuld.

Es ist ja nicht meine Schuld, dass sie Angst vor mir haben.

Nein? Doch, Ali, ist es schon. Es ist nur Deine Schuld.

Ich möchte einfach akzeptiert werden und stressfrei den Tag überstehen.

Ich auch. Da ist ein psychopathisch grinsender Muskelprotz mit Aggressionsproblemen, der recht offensichtlich ein totaler Asso ist, aber halt nicht sonderlich hilfreich.

Ich möchte unsichtbar sein, wie alle anderen auch.

Sich aber mal zu rasieren, nicht blöd grinsen und eine ordentliche Hose anziehen ist sicher eine rassistische Zumutung, gell?

Ich bin Teil dieser Gesellschaft.

Traurigerweise, ja.

Ich möchte studieren und gut leben.

Tust Du schon.

Das heißt, ich muss mich dem System anpassen.

Nein, das musst Du recht offenbar – und leidernicht. Sonst würdest Du Dir ja mal einen Rasierer und eine ordentliche Hose kaufen.

Ich bin der Erste in meiner Familie, der eine Universität von innen sieht. Wobei: Nicht ganz, meine Eltern haben eine Zeit lang als Putzkräfte in der Uni gearbeitet und mich und meinen Bruder von Zeit zu Zeit mitgenommen.

Och Menno, jetzt hast Du mir den klischee-igen Witz weggenommen. Aber ich glaube das nicht; die Gastarbeiter aus der Türkei kamen nicht zum Putzen.

Jedes Mal sagte meine Mutter zu uns: “Später werdet ihr hier studieren”, und sie hat recht behalten. Ich erwarte aber von niemandem, dass er mir auf die Schulter klopft oder mich lobt.

Ja wofür denn auch? “Herzlichen Glückwunsch, Du hast eines der (immer noch) besten Bildungssysteme auf diesem Planeten nicht ignoriert???” – Ey, wenn Du Dich jetzt noch rasierst und mal vielleicht einen Anzug trägst, kommst Du vielleicht sogar in den Vorstand von Siemens. Also – Du nicht, falsches Geschlecht & Frauenquote, aber theoretisch, wenigstens.

Aber manche Kommilitonen schauen mich an, als würden sie denken: “Was macht der denn bitte hier?”

Der Asso in der Jogginghose, der grinst wie ein Psychopath? WIESO WUNDERT DICH DAS?

Was mir an der Universität aufgefallen ist: dass ich vor allem zu weißen Frauen besonders nett sein muss – ob es meine Kommilitoninnen sind, Dozentinnen oder Mitarbeiterinnen im Prüfungsamt.

Jaja, das hier ist ein antifeministisches Blog; das sind alles Fotzen. Geschenkt. Hat halt nix mit Rassismus zu tun.

Vor rund drei Monaten war ich so naiv und habe mich einfach auf einen Platz neben eine Kommilitonin gesetzt.

Das war halt jetzt nicht naiv, das war schlicht unhöflich. Wir sind in Deutschland, da fragt man, ob da noch frei ist, auch wenn das noch so offensichtlich ist. Wo hast Du denn Etikette gelernt, Ali? Hier offenbar nicht, und in der Türkei sicher auch nicht, da setzt man sich nicht neben wildfremde Frauen.

Wir hatten einen kurzen Blickwechsel. Und sie hatte Panik in den Augen. “Keine Sorge, ich werde dich schon nicht angrapschen!”, will ich brüllen, aber ich lächle.

Aaaaalso… nehmen wir mal an, ich setze mich neben eine wildfremde Frau an der Uni, ohne pseudo-höflich zu fragen, ob der Platz noch frei ist. Und dann grinse ich sie blöd an, während ich sie in Gedanken ausziehe (Ali ist auch ein Mann). Wie kommt das bei der Frau wohl an? Sie läuft schreiend weg?

Sie packt ihre Sachen und steht sofort auf.

Das ist dann wohl positiver Rassimus. Sie schrie immerhin nicht.

Ich drehe mich wieder nach vorne und versuche, zu begreifen, woran es heute gelegen haben könnte. Ich habe eine Jeans, weiße Sneaker und ein weißes T-Shirt an, eine Baseball-Cap auf dem Kopf

Ja – woran könnte es wohl gelegen haben, Ali? An deinem Terroristenbart – ich meine, die Jogginghose war es ja nun nicht, aber, nur so als kleiner Hinweis: Das ist ein Hörsaal. Ein Hörsaal ist kein Rap-Konzert – und v.a. stehst Du nicht auf der Bühne. Könnte es sein, dass man in geschlossenen Räumen keinen Hut trägt – geschweige denn ein Baseball-Cap? Könnte es sein, dass das ist wie mit den Jogginghosen, das mit den Baseball-Caps? Wieso nimmst Du nicht auch noch gleich einen Baseballschläger mit? Oder eine Kettensäge? Nein? Doch?

Wieder merke ich, dass ich die Schuld bei mir suche.

Ja, da merkt man den angehenden Ingenieur.

Doch verdammt noch mal, es ist nicht meine Schuld. Ich habe ja nichts getan.

… sondern Allah. Allah hat Dir gesagt, dass Du Dir einen Bart wachsen lassen und ein Baseball-Cap aufsetzen sollst?

Vor Kurzem wollte ich einer älteren Dame mit ihren Einkäufen helfen. Ich kam gerade aus dem Fitnessstudio. Die Bahn fährt ein, ich sehe, wie sie Schwierigkeiten hat, ihre Taschen zu tragen und packe reflexartig nach den Tüten, um ihr zu helfen.

Kommunikation, wie wir sehen, ist total überbewertet. “Kann ich Ihnen helfen” – “ne, verpiss dich, du blöder dreckskanacke” M-hm — Ah – Moment – er hat nicht gefragt.

“Ich wollte Ihnen nur helfen”, antworte ich.

Bissi spät, das mit der Kommunikation. Würde ein Dieb auch sagen, wenn er erwischt wird.

“Lass mich in Ruhe und hau ab, Paselacke!”, schreit sie wieder.

“Paselacke” ist das kölnische Singular von “Gesocks”. Praktisch, die rheinische Sprache.

Ich spüre, wie mein Herz rast und wie ich mit den Tränen zu kämpfen habe, und blicke starr aus dem Fenster.

Eigentlich hat er ein Fenster der U-Bahn einzuschlagen versucht; die gehen sogar kaputt, wenn man einen Ring trägt oder so. Das schreiben wir aber mal nicht hin.

Meine Hand und meine Nase tun weh. Ich habe das Seminar verpasst. Also schreibe ich dem Dozenten eine Mail. Ich will ihm sagen, dass ich um neun Uhr morgens von einem Rassisten geboxt wurde. Und dass mich das so stark mitgenommen hat, dass ich jetzt hier sitze und mich nicht bewegen kann.

Immer noch: Das sagt man aber nicht seinem Dozenten, das sagt man der Polizei. Warum aber sagt man das überhaupt seinem Dozenten? Sind wir jetzt im völlig verblödeten Amerika? Haben Dozenten nicht was besseres zu tun, als Paulanergarten-Geschichten von asozialen Studenten zu hören?

Aber das tue ich nicht. Ich bitte ihn, mich zu entschuldigen.

Joah – und wenn die Geschichte denn so passiert ist, was ähnlich realistisch ist wie dass ein Zug auf Gleis neundreiviertel mal pünktlich kommt, dann entschuldigt der Dozent das selbstverständlich nicht, wenn da Anwesenheitspflicht ist. Ali fällt hier also durch, fliegt von der Uni, und muss sein restliches Leben so leben, wie er eh aussieht.

Und spiele wieder den netten Kanaken.

Siehste? Du weißt selber, dass Du nicht nett bist; du musst das spielen. Die alte Dame mit den Tüten hat da genug Lebenserfahrung, in Dein Innerstes zu sehen und zu erkennen, was Du bist: niederstes Gesocks. Wie rassistisch.

Weihnachten mit Linksradikalen

Triggerwarnung: Macht schlechte Laune. Ich versuche, bis Heiligabend noch was positives zu schreiben.

Als Fortsetzung der beliebten Serie “Mit Rechten reden” von letztem Jahr hat es der Nazi am Festtagstisch jetzt schon in die großen Zeitungen geschafft – gut, die Zeit ist jetzt mehr der deutsche Ableger der Prawda als ein Nachrichtenblatt, aber sei’s drum:

Rassismus: Keine Weihnachten für Onkel Willy

Wie nett. Wisst ihr, was man zu Weihnachten feiert? Liebe zu Menschen. Aber natürlich nicht zu Onkel Willy, der ist ja eigentlich kein Mensch. Wie.die.fucking.Nazis. Sammal.

wenn einem davor graut. Vor dem Moment, wenn Onkel Willy … sich mit dem zweiten Aquavit in der Hand zurücklehnt: “Tja, Weihnachten wird es wohl auch nicht mehr lange geben, wenn das mit der Islamisierung so weitergeht.”

Wie zum Beispiel in Somalia, Tadschikistan und Brunei. Was soll man dazu sagen?

Und nun?

Das war jetzt nicht hilfreich.

So ätzend es ist, man darf die Onkel Willys, die es in zu vielen Familien gibt, nicht unwidersprochen schwadronieren lassen. Sondern muss einhaken, nachfragen.

Ach?

Wie er darauf eigentlich komme?

Hm… wegen Somalia, Tadschikistan oder Brunei, zum Beispiel? Ist das nicht eine blöde Frage?

Vielleicht gibt es noch Hoffnung, vielleicht ist er sogar froh zu erfahren, dass die Facebookposts, in denen behauptet wird, dass Schokoweihnachtsmänner nun in Jahresendfigur umbenannt werden, ein Fake sind.

Aber dass wir Zigeuner in Sinti umbenannt haben und Neger in POC schon, oder? Und ehrenamtliche Nikoläuse “entlassen”, wenn sie kleine Kopftuchmädchen darauf hinweisen, dass – äh – der lykische (nicht: türkische; fragt ggf. mal Griechen) Bischof von Myra jetzt nicht so wahnsinnig ein Heiliger der Islamisten ist? Aber klar, es ist noch Hoffnung, dass wir den total urchristlichen Brauch des Schokoweihnachtsmannes – Kakaobohnen kommen m.W. aus Südamerika, also nicht vor 1492 nach Christus – noch nicht verboten haben. Und – äh – war der Weihnachtsmann nicht irgendwie von Coca-Cola erfunden? Mögen Moslems jetzt keine Cola?

Vielleicht ist er erleichtert, dass das Abendland gar nicht in Gefahr ist.

Ich wäre sehr erleichtert, wenn das Abendland nicht in Gefahr wäre, aber mal ganz ehrlich: Wozu geben wir denn Milliarden für Militär aus und sind Teil der NATO, wenn das Abendland nicht in Gefahr ist?

Eben.

Und dann kommt da noch dazu, dass uns das Militär herzlich wenig nützt, wenn der Feind im Reichstag sitzt. Wobei, in Bolivien hat ja nun auch die Militärjunta das kommunistische Regime gestürzt; und es weiß nichtmal irgendwer, wo Bolivien genau liegt; da ist also noch ein bisschen Hoffnung.

Es kann allerdings sein, dass der Rest Ihrer Familie nicht begeistert einstimmt, sondern Sie als den Störenfried ansieht und nicht den rassistischen Onkel.

Wo war denn jetzt der Onkel rassistisch? Der hat was gegen Islamisierung gesagt. Bei einem christlichen Fest. Wir gehen also jetzt mal davon aus, dass Onkel Willy Christentum besser findet als Islamismus, sonst wäre er ja bei irgendeiner Kalifat-errichtenden Terrororganisation, und nicht zuhause mit seinen Lieben, oder?

Mal abgesehen davon ist das Beispiel für mich super-weltfremd; mein Onkel ist ein fucking Sozi.

Wichtiger als den Familienfrieden zu wahren, ist es, gegen ein menschenverachtendes Klima zu kämpfen.

Das Einzige, was hier vor Menschenverachtung nur so trieft, ist die Ansicht der Autorin über Onkel Willy, der absolut nichts kritikwürdiges gesagt hat. Wie das der Danisch sagen würde: Es sind nicht die Maßstäbe, die mich ankotzen; es sind die doppelten Maßstäbe.

Stoppt ihn niemand, wird Onkel Willy jedes Jahr rassistischere Sprüche machen.

So wie “der Neger an sich ist ja sehr nett und freundlich, aber arbeiten tut er halt nicht”? Sowas sagen Leute, die 40 Jahre mit Negern gearbeitet haben. Ist das jetzt rassistisch, oder erklärt das eher, warum Länder mit vielen Negern am unteren Ende jedweder Entwicklungsskala stehen?!

Ich bin ja ein großer Anhänger der Slippery Slope – Theorie, aber die funktioniert so herum halt nicht. Wenn das mit der Islamisierung so weitergeht, erreichen wir irgendwann den Status von Brunei, wo das Weihnachten feiern verboten ist, wahrscheinlich bei Todesstrafe durch Steinigung. Das ist real vorstellbar, weil existent. “Soweit wird es schon nicht kommen” ist ein saudämliches “Argument”; das war das, was Chamberlain über Hitler gesagt hat. Wenn Onkel Willy hingegen aber sagt, Islamisierung ist Scheiße, dann ist der Endpunkt seines Denkens “Islamisierung stoppen”. “Islamisierung stoppen” ist nur schlecht, wenn man Islamisierung gut findet, und das ist bei Christen nicht der Fall – siehe oben, sonst wären sie keine Christen. Zudem ist es für niemanden schlimm, wenn das Abendland christlich ist; die Moslems können ja zum Beispiel nach Brunei, Tadschikistan oder irgendein anderes muslimisches Shithole, wenn ihnen das besser gefällt.

Das ist kein Slippery Slope. Wir haben in diesem Land, mal übrigens, so wenigstens ein bisschen Religionsfreiheit; niemand will den Islam verbieten (naja, einige schon, aber… egal). Ich will mir nur von religiösen Spinnern nix vorschreiben lassen. Nicht von Christen, nicht von Islamisten, nicht von Marxisten, Feministen, und ganz besonders nicht von Salatisten.

Genau deshalb ist es auch wichtig, Onkel Willy zu widersprechen: Weil er sonst glaubt, gar nicht so falsch zu liegen.

Wir hatten noch nicht geklärt, wo Onkel Willy jetzt inwiefern falsch lag, wenn ich mich nicht irre. Was war da der Argumentationspunkt?

Betretenes Schweigen, die Schwester steht wutrot auf, der Vater schenkt schnell noch mal nach.

Jaaaa…. man hat irgendwie den Eindruck, dass niemand, auch die fucking gesamte Redaktion der Zeit, da nicht so wirklich ein Gegenargument hat, oder?

Nur still zu denken “Was für ein Idiot” und sich überlegen zu fühlen, hilft leider nicht.

Einen Zeitungsartikel zu schreiben, in dem man sich überlegen fühlt und Onkel Willy “Rassist” zu nennen, hilft übrigens auch nicht.

Wenn keiner etwas sagt und alle schnell anstoßen, scheint es für Onkel Willy, als gebe er nur wieder, was sowieso alle denken. Das wäre schlecht.

Das ist jetzt davon abhängig, wie man zu Islamisierung steht. Finden wir Islamisierung gut, dann ist Willys Position schlecht. Finden wir Islamisierung, Scharia, und Steinigungen schlecht, ist Willys Position gut. Ich persönlich bin da eher ambivalent; es wäre niemandem geschadet, zum Beispiel dieser Autorin einen Sack über den Kopf zu ziehen oder sie zu steinigen, wenn sie ihren Mund aufmacht. Aber gut, Meinungsfreiheit ist schon auch wichtig; auch für Vollidioten. Ambivalenz ist was feines. Aber ratet mal, wofür ich mich entscheiden würde, wenn ich müsste.

Wer dabei Hilfe braucht: Sie findet sich beispielsweise im Buch Anleitung zum Widerspruch von Franzi von Kempis (Mosaik).

Ich würde jetzt spontan sagen, “hättest Du es besser mal gelesen”, aber ich nehme vielmehr an, dass das Buch die Nicht-Argumentation der Autorin als irgendwie überzeugend darstellt. Es ist von einer (a) Frau mit (b) Adelstitel, die also wahrscheinlich wie Karl Marx vom Tuten keine Ahnung hat – vom Blasen hingegen sicher; ich kenne nur Franzis, die toll blasen.

Auszug?

Whataboutism: Man versucht, die Aussage des Gegenübers durch eine Gegenaussage, die vom eigentlichen Thema wegführt, zu relativieren.

Bei Schopenhauer heißt das methodisch Diversion (#29), das funktioniert aber so nicht. Inhaltlich ist es mutatio controversiae (#18), das funktioniert aber so auch nicht. Warum das nicht funktioniert, zeigt die Autorin auch gleich:

Person 1: “Rechtsextreme zünden Flüchtlingsheime an”

Person 2: “Ja, aber was ist mit Linksextremen, die Autos anzünden”?

Das eigentliche Thema geht dabei unter.

Nein, es geht nicht das eigentliche Thema dabei unter. Person 2 hat die Position von Person 1 bestätigt. Merkt man an “Ja”. Das “aber” ist hier nur eine Homonymie (#2) auf das “Ich bin ja kein Nazi, aber” – Meme. Lassen wir es weg, wird ein Schuh draus: “Ja. Was ist mit Linksextremen, die Autos mit Polizisten drin anzünden?”

Selbe Aussage, richtig?

So, und jetzt vergleichen wir mal: Person 1, nehmen wir mal an, findet es schlecht, dass Rechtsextreme Flüchtlingsheime anzünden – so eines alle 20 Jahre, plusminus. Person 2 findet es auch schlecht, dass Rechtsextreme Flüchtlingsheime anzünden. Hier gibt es keine Kontroverse; das Thema ist gegessen.

Person 2 findet es aber – nehmen wir an – vor allem deswegen schlecht, dass Rechtsextreme Flüchtlingsheime anzünden, weil er grundsätzlich der Maxime folgt, dass “Sachen anzünden” scheiße ist. Um dies zu untermalen, verweist er auf andere Extremistengruppen, hier Linksextreme, die Sachen, hier Autos, anzünden. So anderthalb pro Woche in Berlin und sicher nicht viel weniger in Leipzig. Islamisten zünden z.B. Ölfelder an. Oder Menschen.

So, was sagt uns jetzt die Behauptung “Whataboutism” von Person 1? Was soll die bringen?

Was tun? Beim eigentlichen Thema bleiben, auf die Whataboutism-Taktik hinweisen und sich nicht ablenken lassen.

Es sind nicht die Maßstäbe, die mich so ankotzen, es sind die doppelten Maßstäbe.

Was, bitte, ist denn das “Thema”? Rechtsradikale? Ja, was sollen wir denn darüber reden? Niemand mag Rechtsradikale; es gibt sehr wenig Rechtsradikale, und wenn die Sachen anzünden, sperren wir sie weg. Was wollt ihr denn noch? Kann es sein, dass ihr lieben Linksradikalen vielleicht nicht über die gravierenden Problemen mit Linksradikalen sprechen wollt und daher Whataboutism eine echte mutatio controversiae betreibt, indem jedes Mal, wenn jemand “Linksextremisten” sagt, ihr “Rechtsextremisten” schreit? Und – eine mutatio controversiae leugnet man einfach. Das, dann, nennen Linke “Whataboutism” – also, wie bei Linken üblich, werfen sie dem politischen Gegner vor, ihre eigenen Strategien anzuwenden.

So gewinnt man mit Schopenhauer keinen Blumentopf – in Berlin leider aber Wahlen.

Zurück zur rassistischen, weißen Weihnachtsgans:

Das Buch hat 288 Seiten, das ist zugegebenermaßen ziemlich viel Vorbereitungsarbeit für einen Streit.

Schopenhauers Eristische Dialektik hat 94 Seiten, und davon sind nur 50 wirklich Inhalt. In kleiner als A6 und recht groß gedruckt. Ist aber natürlich schwieriger zu Lesen und v.a. zu Verstehen; dafür gewinnt man dann auch Argumente. Beispiel?

Der Klimawandel und der Einfluss des Menschen auf das Klima sind wissenschaftlich bewiesen

Nein, ist er nicht. Guckt – schon gewonnen. Braucht man nicht mal Schopenhauer dazu; what can be asserted without evidence can be dismissed without evidence. Ein ad autoritatem ist zudem kein Argument, lernt man in 50 Seiten Schopenhauer. Ich denke, von 288 Seiten Franzi wird man dümmer; die hätte beim Blasen bleiben sollen.

So wie Onkel Andreas von der AfD. Andreas Bleck ist Bundestagsabgeordneter und hält es für angemessen, auf die Aussage des jüdischen Moderators Michel Friedman, er werde gehen, wenn die AfD an die Regierung käme, mit folgendem Satz auf Twitter zu reagieren: “Wenn das mal nicht eine zusätzliche Motivation ist.” Zwinkersmiley.

Ich denke, wir sind uns alle einig, dass Michel Friedman ein blödes Arschloch ist, aber ein hervorragender und brillanter Rhetoriker – und sicher kein (vollkommener) Idiot. Friedman ist allerdings Sozialist. Und er würde gehen, wenn die AfD an die Regierung käme. Das schöne ist: Im Gegensatz zu einem sozialistischen Land könnte er gehen. Was ist daran jetzt falsch?

80 Jahre nach Beginn des Zweiten Weltkriegs und dem deutschen Massenmord an sechs Millionen Juden erklärt ein Bundestagsabgeordneter, es sei für ihn Motivation, wenn wegen seiner Partei ein Jude das Land verlassen möchte.

Ach, das ist jetzt antisemitisch, sozialistische Arschlöcher nicht zu mögen, wenn sie Juden sind? Muss man wissen, ne? Aber vorher ein Buch über Diskusstrategien empfehlen, was von einer lobotomierten Vierjährigen verfasst wurde – tja, da kommen dann so “Argumente” raus.

Ist dieses Stadium des menschenverachtenden Hasses erreicht

Die Erweiterung, Schopenhauers Kunstgriff #1. Wie süß. Was macht man da dagegen? Ach, Moment: puncti controversiae; es geht nicht um Juden.

Ein Jude, dessen Angehörige von den Nazis ermordet wurden.

Es geht auch nicht um Nazis. Es geht um Michel Friedman, den Andreas Bleck nicht leiden kann, offenbar. Michel Friedman würde gehen, wenn Andreas Bleck (wer auch immer das ist) Bundeskanzler wird. Schön. Geht es davon jemandem schlechter? Wieso ist Friedmans “Hass” auf Bleck besser oder schlechter als der umgekehrte? Findet Bleck, man müsste Juden nicht ausreisen lassen, sondern in Konzentrationslagern vergasen, weil sie wertlose Untermenschen sind? Nein? Nein, vielmehr sollte man den rassistischen Onkel Willy in ein Gulag sperren oder wenigstens einer maoistischen Kampfsitzung unterziehen, gell? So funktioniert übrigens slippery slope in einer Argumentation. Du könntest einfach “Nein” sagen, Frida. Kannst Du aber nicht, ohne zu Lügen, gell? Fucking Kommunisten.

Oh, der Satz ging weiter:

Ist dieses Stadium des menschenverachtenden Hasses erreicht, ist die Zeit der Gegenargumente natürlich vorbei.

[hier Geräusch von zirpenden Grillen einfügen]

Was aber nicht heißt: Weitermachen im Vorweihnachtswahn und diese Ekelhaftigkeiten über den nächsten Glühwein vergessen.

Die… Islamisierung des Abendlandes? Ne, sollten wir nicht vergessen. Da sollten wir mal drüber reden. Wie über Linksradikale, übrigens.

Lieber sollte man sich ein Beispiel am ZDF nehmen, dessen Chefredakteur entschieden hat, den Chef des völkisch-nationalen AfD-Flügels, Björn Höcke, nicht mehr in Talkshows einzuladen. “Wir Medien haben niemanden zu erziehen, stimmt. Aber wir müssen zeigen, wo die Grenzen demokratischer Gesinnung verlaufen”, sagt Frey.

Ah. Das widerspricht jetzt mal dem Rundfunkstaatsvertrag. Könnten wir Herrn Frey dafür feuern – oder noch besser, die GEZ-Gebühren abschaffen? Ist ja offensichtlich eh nur Propaganda-Gesinnungsfernsehen.

Weihnachten mit Onkel Willy ist kein Schicksal. Es gibt keinen guten Grund, mit Familienmitgliedern zu feiern, die so voller Hass und Unsinn sind. Wenn der Onkel nichts lernt, laden Sie ihn aus.

Wie erwähnt, mein Onkel ist Sozi, kein Nazi, aber ihn auszuladen wäre voll scheiße. Der arme Mann hat ja nun keine Ahnung von Kapitalismus und ein paar ganz tolle Investments getätigt, die gar nicht schief laufen können. Hab ich ihm im zweiten Semester gesagt, aber auf mich hört ja nun keiner.

Sogar die CDU in Sachsen-Anhalt hat nun erkannt, wer der eigentliche Störenfried ist, und ein Ultimatum gestellt. Robert Möritz hat bis zum 27. Dezember Zeit, schriftlich über seine rechtsextreme Vergangenheit zu berichten, damit er in der Partei bleiben darf. In “seinem jetzigen Zustand”, mit Neonazitattoo, könne er nicht Mitglied der CDU sein.

Fucking.Maoistische.Kampfsitzung. Sammal.

Wenn das so weitergeht, werde ich gehen. 80 Jahre nach dem Beginn des zweiten Weltkriegs, als Deutscher, dessen Angehörige von – äh – so ziemlich jedem ermordet wurden.

Die Frage ist: Wohin? Friedman, als Jude, kann immer in das Land von und für Juden. Islamistische Spinner können sich unter 100 Ländern mit islamistischen Spinnern eines aussuchen; von moderat wie der Türkei oder dem Libanon bis völlig bekloppt in Brunei. Neger jedweder Religion haben quasi freie Auswahl sogar zwischen Ländern, wo die Moslems die Christen umbringen – und umgekehrt. Wo gerade eine kommunistische Revolution begonnen wird, oder die Kommunisten vom Militär geputscht werden. Aber als weißer Deutscher?

Ha – Österreich! Und dann bekomme sicher ich eine große Kolumne bei deren größter Tageszeitung, um ihnen was über ihre Erbschuld gegenüber Deutschen zu erzählen und warum sie uns jetzt wie fucking Götter, die den Ton angeben, zu behandeln haben, wie das bei uns ein paar Neger versuchen, denen wir Kleidung, Strom und Eisenbahnen gebracht haben. Die werden begeistert sein – und hey, die haben uns Hitler geschickt. Fucking Hitler. Die sollen büßen, die Schluchtenscheißer. Aber wohl!

Victim blaming: #Gaffengehtgarnicht

Seit so ein, zwei Jahren werden böse “Gaffer” ja medial angeprangert, als wären sie 90-Jährige KZ-Buchhalter. Mittlerweile hört man das während dem Verkehrsfunk im Radio, als wäre es so wichtig wie Gretas “how dare you”.

Mal ehrlich, liebe linke Kinder: Ihr seid da nicht woke genug. Es ist nun wirklich nicht so, als finden Leute das irgendwie toll, ewig in Staus zu stehen oder auf der Autobahn im Schritttempo zu fahren. Es ist vielmehr (a) öde und (b) eine ökonomisch wahnsinnige Ressourcenverschwendung, wenn Tausende Leute ewig warten müssen, weil irgendein Volldepp nicht ordentlich Autofahren kann. Das sind hier die Opfer.

Mal abgesehen davon ist es jetzt nicht gerade Ur-deutsche Tradition meiner Wehrmachts-Großväter, Sanitäter und Feuerwehrleute zu verprügeln. Das sind eher  Leute, die noch nicht so lange hier leben; die Antifa wie die Salatisten werfen ja gleich Brandsätze.

D.h., liebe Gutmenschen von Antenne Bayern: Macht doch bitte mal eine sinnvolle Aktion. So in Richtung #fahrthaltordentlichAuto.

(Ja, ich finde, wer keine Rettungsgasse bildet, dem gehört der Führerschein entzogen – und das Auto als Schadensersatz gepfändet; aber wie man an den Unfällen merkt, bekommt den Lappen ja nun eh jeder, und der Wagen ist eh geleast.)

 

Ein bisschen schubsen

Es ist ja gerade sehr populär, sogenanntes “Nudging” auf politischer Ebene zu betreiben. Man (also die Eliten) hat (vermeintlich) irgendwie eingesehen, dass man “die Leute” echt schlecht zu irgendwas zwingen kann, daher probiert man es halt – seit geraumer Zeit, übrigens – mit “kleinen Schubsern”. Wie das funktioniert, sieht man gerade zum Beispiel in Vörde oder in Frankfurt – ein kleiner Schubser, und schon hat man die Aufmerksamkeit der gesamten Nation. Schlachtet man hingegen jemandem mit einem Schwert ab, ist das nicht von “gesamtgesellschaftlicher Bedeutung”, sagen die Staatsmedien.

Und diese kleinen Schubser mit offenbar großem Effekt ziehen sich durch alle Bereiche der Gesellschaft – da lernt ein Achtjähriger in der Schule Rechnen Schreiben dass wenn Papa mal Spaß beim Autofahren hat, dass er dann viel Sprit verbraucht. Und das schlecht für die Umwelt und seinen Geldbeutel ist.

Schon im Kindergarten lernen die Kleinen, dass Rauchen doof ist und stinkt. Nun – Rauchen ist jetzt sicher weit weg von der intelligentesten Freizeitbeschäftigung und stinkt mit Sicherheit, aber das “Nudging” in dem Fall ist, dass man den Kindern das nicht etwa so beibringt (das merken die selber, dass das nicht gut riecht) – nein, man ermutig sie dazu, das zu sagen. Denn Kindermund tut Wahrheit Kund…. so die Idee.

Das Problem an der ganzen Geschichte ist, dass es in der Psychologie das Konzept der Resilienz gibt. Auf gut Deutsch ausgedrückt: Irgendwann isses einem halt schlicht egal. “Was, Sie finden, ‘die können mich mal kreuzweise am Arsch lecken’ ist Ihnen nicht wohlfein genug ausgedrückt?  Ja fick dich doch, du blöder Pisser“.

Das Risiko bei psychologisch “fundierten” Konzepten, um Menschen zu beeinflussen ist immer, dass sie halt (a) sehr langfristig und damit (b) kurzfristig anders wirken (können) und man im (c) Endeffekt nie so genau weiß, was man eigentlich gerade anrichtet. Ich hatte zum Framing-Manual der Mafia-Sender damals erläutert, wie Framing konzeptionell funktioniert – dabei aber nicht erwähnt, dass selbst die “Erfinder” des Konzepts nicht so 100%ig sicher sind, dass ihr Konzept jetzt wirklich mehr den Nobelpreis verdient hat als Obama seinen Friedensnobelpreis für drei neue – wie unnötige – Kriege.

Also kurz: Die raten bloß und probieren halt mal. Ich halte das für enorm gefährlich – insbesondere, weil diejenigen, die diese “Schubser” veranstalten, ja dann nicht die Leute sind, die danach auf den Gleisen liegen. Und dann mag es halt passieren, dass die Geschubsten eine Mutter und ihr kleiner Sohn sind, nicht ein Vater und seine Tochter. So nämlich haben wir einen ganz “tragischen” Fall eines armen Opfers – und eines bedauerlichen Opfers.

Ich zumindest kenne keinen Vater, der nicht zuallererst sein Kind gerettet hätte.

Aber das ist natürlich eine logische Konsequenz daraus, wenn man von Kleinauf eingebläut bekommt, dass es “Damen und Herren” heißt, weil nur der Esel den Herren zuerst nennt/begrüßt — ja, was erwartet Ihr denn dann, an wen die Frauen zuerst denken, wenn es “Frauen und Kinder zuerst” heißt?

Ja, liebes Deutschland: Das sind nicht nur die linksgrünen, politisch korrekten Gender-Spinner, das sind auch die Konservativen: So funktioniert Nudging.


Die Feder ist mächtiger als das Schwert, sagt ein altes Sprichwort – und das stimmt auf eine skurrile Weise: Selbst mit einem halben Militärarsenal bekommst Du – wenn Du nicht gerade zufällig Heinrich Severloh bist – gerade mal vier Dutzend Leute tot. Brüllst Du hingegen nur mal (an der richtigen Stelle) einen Satz wie “wollt ihr den totalen Krieg”, erhöht sich das gleich um den Faktor 1 Million.

Mein Punkt aber ist: Was Gutes kommt bei sowas nie raus. Selbst der gerade zitierte Herr Göbbels hat sich damit nur ins eigene Bein – oder später wörtlich in den Kopf – geschossen. Da muss man nicht Einstein bemühen, um das unendliche Ausmaß der menschlichen Dummheit zu sehen oder Hegel mit seinem Nichts, was wir aus der Geschichte gelernt haben.

Aber freilich, Menschen sind Herdentiere, und da geht es dann nach dem Zeitgeist. Und der aktuelle Zeitgeist ist halt, jeden, der mal fragt, was der geisteskranke kriminelle Neger / der geisteskranke kriminelle  Jugoslawe hier eigentlich verloren hatten, “Nazi” zu nennen. Nennen. Weil ja die “Macht des Wortes” derart der Vergewaltigung und Verklärung unterliegt, dass es Leute gibt, die denken, wenn wir geisteskranken Mißgeburten ein “drittes Geschlecht” in den Pass schreiben, wären die irgendwie plötzlich eine anerkennenswerte neue Spezies oder so – und nicht einfach nur geisteskranke Mißgeburten.

Das Problem an Zeitgeist, aber, ist, dass er eben sehr kontempörärer Natur ist. Vor 100 Jahren war es völlig “normal”, Leute wie Scheiße zu behandeln, nur weil sie Neger sind. man hat dann so – ich sehe das als Fortschritt – festgestellt, dass das nicht so prall war – das hat aber viel mit der Aufklärung und Individualismus zu tun. Heute ist es Zeitgeist, Weiße abzuschlachten (siehe: Simbabwe, Südafrika….) – oder ganz allgemein was gegen Männer (als Gruppe!) zu haben oder – naja, solange es keine schwulen Negerweibchen sind, halt.

Liest man zu derartigen politischen Entwicklungen die englische Jerusalem Post, ist der Tenor meist: Ey sacht mal, Kinders, was habt ihr denn für einen an der Klatsche?  – Ich führe das mal darauf zurück, das Juden “verfolgt werden” so quasi als identitätsstiftend haben und eher keine große Lust haben, wieder mal kollektiv verfolgt und abgeschlachtet oder vergast zu werden. Immer daran denken: Das sind recht wenig Leute, unter denen sich verdammt viele intelligente Leute befinden. Vielleicht sollte man nicht auf die hören, aber man sollte sich vielleicht ein Beispiel an dem nehmen, was sie tun. Leute an der Grenze erschießen, zum Beispiel.

Ah – nein, das ist ja gerade nicht Zeitgeist. Wir könnten die Leute an den Grenzen natürlich auch nur ein bisschen “nudgen”. Da gibt’s auch Geräte für.

Rant

Ich brauche was zum ranten.

Suchen wir mal.

Danisch schreibt, dass US-Colleges Kurse nur für Neger machen. Kann man doof finden, weil die Prediger der Gleichheit die Gesellschaft spalten, aber mal ehrlich: Weiße haben halt langsam verstanden, dass US-Unis ihr Geld nicht wert sind, und Neger sind halt… ach, zieht Eure Schlüsse selbst.

Go woke, go broke, lernt ja gerade auch Gilette (nicht) – und ich muss dazu mal den Aktienkurs heranziehen, auf dem ich wie die Experten professionell eine vollkommen beliebige Stelle markiert und die Skala weggelassen habe, um mein Argument zu unterstreichen, als wäre ich beim IPCC.

Ah – Quellen. Quellen sind wichtig, damit man seriös wirkt. Daher: Quelle.

Kein gutes Rant-Thema. Schauen wir mal zu “Zeit Campus”; die Zeit ist traditionell links-pseudointellektuell, der Zusatz “Campus” heißt dann wohl für Neger Doofe.

Mit 27,9 Jahren hat unsere Autorin ihre erste Topfpflanze gekauft. Ist sie jetzt groß?

Die Autorin heißt Katharina Meyer zu Eppendorf. Sieht aber eher aus wie eine Crackhure. Den Artikel habe ich bis “Bromelie” gelesen, was in der ersten Zeile steht. Ich hab ja nun Verständnis für Leute, die Pflanzen sterben lassen, weil die nicht “Miau” machen, wenn sie Hunger haben oder mal durchgevögelt werden müssen, aber wenn ebendiese Leute wissen, was eine Bromelie ist, dann können sie mich mal. Ich hab seit letztem Jahr dank des großartigen Gregg Hurwitz eine Aloe Vera (ja, das ist ne Pflanze, nicht nur so fancy Zeug um Frauen abzuzocken, damit sie sich jünger fühlen) UND einen Xiaomi-Sensor, der mich informiert, wie lange ich die Pflanze nicht gegossen habe, aber Vera mag das offenbar, also, von meiner Katze umgegraben und von mir ignoriert zu werden.

Und jetzt hab ich doch die fucking Bromelie gegooglet. Ganz ehrlich: Sieht man das nicht, dass die nach spätestens einer Woche tot ist? Zudem hab ich in meinem Garten dieses Jahr ein halbes Dutzend schöner, großer, blühender Dingsdas, die sehr viel besser aussehen. Also; hatte; meine Nachbarn wissen, wie die heißen, und meinten, ich solle die mit Handschuhen entsorgen, weil die sack-gifitg sind – und Unkraut. Wie Portulak und/oder Margarete Polnokowski, quasi.

Leider nicht lesen kann man da den Artikel von Christopher Lauer – das ist einer von denen, die die Piratenpartei kaputt gemacht haben – aber der Teaser ist “Wir 30-Jährigen haben politisch nichts erreicht”. Das mag sein, ist aber irrelevant; waren “wir” “um 1980 Geborenen” (die dann eher auf die 40 zugehen, übrigens) doch zu beschäftigt, unsere 2,4 Immobilien sowie unser 0,6 Boot / Kind zu be-/versorgen.

Schauen wir zu Bento; Bento geht immer.

Maike, 23, schreibt “Meine Eltern haben sich getrennt – und dann mir zuliebe eine WG gegründet”. Also, nicht Maike, sondern Yannick von Eisenhart Rothe. Was issn das heute mit dem verarmten Landadel, dass die sich für sowas hergeben müssen? Und was sind wir Deutsche für ein grausames Volk, das so wenig Respekt vor den Altvorderen hat, sie nichtmal ordentlich zu guillotinieren, wie die Franzosen, halt? Maike ist mit 23 übrigens immer noch nicht über die Scheidung ihrer Eltern hinweg, die 8 Jahre her ist, und Maikes Eltern sind verlogene Cucks. Das, liebe angehende Eltern, ist, was rauskommt, wenn man keine ordentliche Erziehung verfolgt: Bento-Autoren. Wollt ihr das? Also, ganz ehrlich, wollt ihr, dass Eure Tochter Thema in einem Bento-Artikel ist? Dass ihr euch nicht schämt.

Und ich rede hier von meinem hohen Ross abschätzig über Crackhuren.

Zett?

Wie Sinti*zze und Rom*nja gegen Rassismus kämpfen

Hey – Romni kenne ich, das ist der politisch korrekte Plural für “Zigeuner”. Die können aber alle nicht lesen und schreiben, deswegen weiß niemand, ob man das nun mit i oder j schreibt.

Aber dank Menschen wie Estera gewinnen die Rom*nja an Sichtbarkeit.

Ich denke, Vorurteile gegen Zigeuner liegen hauptsächlich daran, dass die sich benehmen wie Zigeuner und klauen wie Zigeuner. Estera hat offenbar nicht verstanden, dass genau diese “Sichtbarkeit” das Problem der Zigeuner ist. Aber vielleicht verstehe ich das auch nur falsch; denn “seit 2015 findet außerdem einmal jährlich der Rom*nja Power Month statt mit dem Ziel, Rom*nja und Sinti*zze zu vernetzen” – man muss ja schließlich gegen die nigerianischen Banden, die hier in Deutschland auch willkommen sind, ankommen, gell?

Aber da kommen wir dann endlich zu einem tollen Thema: Elternschaft. Natürlich aus der “verständnisvollen” Perspektive für unfähige Mütter – und vor denen hab ich halt mal genau Null Respekt. Ja, Kinder sind anstrengend, aber das weiß man vorher. Dafür sind sie, wenn man Glück hat und keine Scheiße baut, süß. Wenn nicht – dann sind sie halt so scheiße wie die, die man selbst verbockt hat; da ist man als Eltern wie bei Mareike von Schlossdorf schon ganz selber dran schuld, wenn die Bento-Autoren oder, marginal besser, Crackhuren werden.

Society to working moms:

-Go back to work 6-8 weeks after having the baby.

Ja – ein englisches Facebook – Zitat, weil heute zwar niemand mehr weiß, dass die Quadrate der Umlaufzeiten der Planeten den dritten Potenzen der großen Halbachsen ihrer Bahnellipsen entsprechen (oder, wenn wir schon dabei sind, was “große Halbachsen” sind), aber Dumm-Englisch können alle. Scheiße, zwar, aber muss man können. Weil sogar Donald Trump Englisch kann, und es ist wichtig, “besser” zu sein als Donald Trump. Ich mache das auch so, mich gutfühlen durch Runtersetzen des Maßstabs; ich habe zum Beispiel deutlich weniger Frauen und Kinder kaltblütig erschossen als Che Guevarra – und werde trotzdem wunderlicherweise nicht als Volksheld gefeiert.

Zurück zu den grausamen, “unrealistischen” Erwartungen der ach so bösen Gesellschaft an Mütter – die ihnen ja offenbar 8 Woche Urlaub dafür gegönnt hat, einen halben Tag einen (dann) plärrenden Fleischklops aus ihrem Unterleib ploppen zu lassen. Es mag daran liegen, dass ich halt einen größeren Teil der Welt kenne als der durchschnittliche Amerikaner, der selbst sein eigenes Land nicht auf einem Globus findet. Ich hab ja durchaus Verständnis, mal zehn Minuten auf meine gedämpften Frühstücks-Xiaozi warten zu müssen, weil die Köchin/Verkäuferin/Entrepreneurin gerade gebärt, aber nach 6 Wochen hätte ich dann doch echt Hunger.

Aber natürlich kann man als Frau im Westen hauptsächlich eines: Jammern.

The baby that you spent 9-10 months growing inside of your body.

Weil, das hab ich von meiner Oma gelernt, ist das absolut nichts, wo eine Frau was falsch machen kann. Ja, man kann sich zudrogen oder saufen; dann kommt halt eine Feministin / ein Incel raus, aber ansonsten ist es eher im Interesse der Mutter, sich in der Schwangerschaft vernünftig zu verhalten als im Interesse des Kindes. Natur ist nicht nett oder politisch korrekt; wenn Frau sich in der Schwangerschaft falsch ernährt, hat sie danach halt keine Haare / Zähne mehr. Fragt mal Oma, wie das im Krieg war, oder schaut halt irgendwelche Neger an; da ist immer Krieg. Und das, dieses rein solipsistische Rumgejammere, weil man ja auf sich fucking selbst achten muss, ist ein Niveau von Entitlement, wo man mit der armen “sollen sie halt Kuchen essen, wenn sie kein Brot haben” Michael Müller Marie Antoinette fast Mitleid bekommen könnte.

Die US-Amerikanerin Sarah Buckley Friedberg ist selbst Mutter von drei Kindern und weiß, wie kräfteraubend und einnehmend das sein kann.

Joah, und mein Bruder ist einer von den modernen Männern, die ganz genau Null Bock auf ihren Brotjob haben und deswegen ganz emanzipiert Elternzeit nimmt, und dann geht man halt zum Gruppenkacken (ey; das wollt Ihr gar nicht wissen) als einziger Mann, und alle Mütter wollen nur eines: Von einem Mann bestätigt bekommen, wie furchtbar anstrengend das sei.

Isses halt nicht.

sie macht deutlich, wie groß die Belastung ist – ohne dass andere das überhaupt sehen, geschweige denn anerkennen.

Guckt?! Nur, weil die behaupten, dass sie was deutlich machen würde, tut sie das noch lange nicht. Isses nämlich nicht; Kinder großzuziehen ist nicht schwierig; sieht man an den ach-so-diskriminierten Zigeunern. Kinder ordentlich großzuziehen ist schwierig, aber da versagen ja nun die Meisten.

„Zeig der Welt, dass Frauen alles können. Mach richtig Karriere!“, führt sie aus und macht deutlich, dass die Aufgaben, die sie zu Hause als Mutter erledigt, im Job leider häufig keine Rolle spielen.

Und wieder “macht sie deutlich”. Das muss man dazusagen, weil sie es halt nicht fucking deutlich macht. Also, dass, wohlgemerkt, das Wechseln von Windeln beim Bau nuklearer Sprengköpfe “leider häufig keine Rolle spielt”. Oder beim Bewegen von Artikeln über eine Scannerkasse oder eigentlich jedem verdammten Job auf diesem Planeten, weil’s nicht sonderlich schwierig ist. Babys bewegen sich die ersten Monate nicht mal, damit man das mit dem Windeln wechseln leichter hat; die Natur weiß schon, wie unfähig Menschenfrauen sind.

Anschließend geht Sarah auf die Veränderung ihres Körpers ein und formuliert spitzzüngig: „Verlier deinen Babyspeck und komm schnellstmöglich wieder in Form.“

Ja… “Babyspeck” ist was, was Babys haben. Die wachsen, da geht das (hofft man) wieder weg. Sarah wächst nicht mehr. Das ist kein Babyspeck, die ist nur undiszipliniert. Die Schwangerschafthormone mit dem Heißhunger und die Angst vor dem Zahnausfall gehen in dem Moment weg, wo das Baby rauskommt; und wenn man dann wohlgemerkt sich selbst was gutes tut und keinen/wenig Zucker isst, weil das Babys via Muttermilch eh nur quengelig macht, gehen auch die übrigen vier Kilo wieder weg, bevor das Kleine krabbelt.

Man kann aber natürlich auch selbstmitleidigen Rotz bei Facebook posten, während man Erdnussflips mit Karamell nascht, und sich darüber beschweren, dass das Kleine nur quengelt. Als könnte da irgendwer was dafür außer man selbst. Allein, leichter wird man davon nicht, und wie schon erwähnt ist Natur nicht politisch korrekt; das Baby wird schon entsprechend zum Kotzen, wenn Mama sich nicht ordentlich ernährt. Da gibt’s Bücher, wo das drinsteht, und Hebammen, die einem das erklären. Das ist nichtmal Mansplaining, das ist was, was Frauen recht alleine rausgefunden haben.

Natürlich nur, weil die bösen Männer zu beschäftigt waren, sich in Stalingrad erschießen zu lassen, anstatt sich um die Kleinen zu kümmern.

Als Mutter müsse man … dem Kind zum Geburtstag eine vernünftige Torte backen

Und als Grammar Nazi müsste man anmerken, dass Torten sich dadurch von Kuchen unterscheiden, dass sie nicht gebacken werden. Deswegen heißt es ja auch “New York Cheesecake“, nicht Cheesetart. Weil man da die Sahne backt. Man kann, mirwegen, einen Tortenboden backen, aber keine Torte.

Und wo es gerade um Gesundheit geht: Auch die Ernährung für die Kleinen sollte stets ausgewogen, nährreich und keinesfalls ungesund sein – am besten also immer frisch und lecker kochen!

Liebe Frauen mit Kindern, falls das eine lesen sollte: Kinder essen sowas nicht. Zucker ist quasi wie Heroin, einmal ist einmal zuviel, da kommt man nicht mehr los von. Und die fiese Pharmaindustrie tut das sogar in den Hustensaft, weil – ratet mal – Kinder den sonst ausspucken.

Ich hab auch bekloppte Bekannte, die den Babybrei selbst aus Bio-Gemüse dampfgaren, aber rein biologisch ist “Wachsen” eine Leistungssportart, von daher “brauchen” Kinder eher Kohlehydrate als nährwertfreien Mist wie Karotten. Und kein noch so billiger Babykost-Hersteller tut da Zucker rein. Seit Jahrzehnten nicht.

„Legt euer Handy weg, schaltet den Fernseher aus und genießt euer Leben. Genießt eure Kinder. Das sind die guten Zeiten – seht also zu, dass ihr jede Minute eures Lebens genießt“, befiehlt Sarah ironisch.

Joah – und das ist einfach nur traurig. Danke; ze.tt – ich wollte hier schön ranten, und ihr liefert mir einen derart depressiven Mist. Wieso lassen sich solche Frauen nicht einfach kastrieren?

Leitfaden des Ministry of Truth

Angesichts der Vorfälle in Chemnitz und der Debatte über Rechtsextremismus erklären die „Neuen deutschen Medienmacher“, eine Initiative für mehr Vielfalt in den Medien und Qualität in der Berichterstattung:

Wurde mir so in die Timeline gespült, weil das aus Berlin mit meinen – und Euren (nicht denen der Berliner, die zahlen keine)  – Steuergeldern (2,37 Millionen Euro) bezahlt wird. Naja, hey, wir wissen ja: wir waren schon immer Alliierte von Ozenanien und immer im Krieg mit Ostasien, ne? Was soll schon schlecht daran sein, wenn Staaten Propaganda unterstützen? Hitler hat das schließlich niiiiiiiie gemacht, dann kann’s ja nur gut sein.

Es ist eine große Herausforderung, den Überblick über die Vorfälle in Chemnitz zu behalten und faktenbasiert darüber zu berichten.

Ja…. der Herr Maaßen vom Verfassungsschutz, dessen Job das ist, den Überblick zu behalten, fand jetzt nicht so, dass da was passiert ist. Also, “Vorfälle” in Chemnitz, die über Schmierereien an einem (1) koscher-jüdischem Lokal hinausgehen.

Wir müssen die Vorgänge beim Namen nennen:

Man beachte das “wir” im pluralis majestatis. Aber hey – ich habe die “Vorgänge” (also, den einen) bereits beim Namen genannt. Es gibt leider auch rechtsradikale Idioten, nicht nur linksradikale. Das nimmt sich nix zu Erika Steinbachs Haustür, hat aber durchaus eine andere Qualität als Herrn Höckes Vorgarten.

Aber gut, die linken Spinner (da gibt es gerade dieses NPC-Meme, was derart treffend ist, dass die Linken sich mit dem Fuß in die Hälle stampfen wie Rumpelstielzchen, aber zurück zum Thema) brauchen ja Vorgaben, wie sie sich zu verhalten haben.

Es waren keine „Trauerzüge“

Nein, waren es nicht. Ein Trauerzug umfasst Leute, die selbst betroffen sind; der Rest sind Heuchler. Das ist wie “Gedenkminuten” für Oury Jalloh, einem schwerkriminellen Drogensüchtigen, der “leider” verstorben ist oder die Irgendein-Neger-Stiftung. Es ist aber natürlich böse, wenn nicht-linksextreme bedauerliche Einzelfälle politisieren. Insbesondere dann nicht, wenn die nahezu täglich vorkommen; da bekommen die Linken dann nämlich Probleme mit dem Mithalten (Jalloh war 2005, Amadeu Antonio Kiowa 1990).

oder „Schweigemärsche“

Ich bin recht sicher, dass die AfD da einen Schweigemarsch veranstaltet hat, von dem halt herzlich wenig berichtet wurde. Aber natürlich ist ein kein Schweigemarsch, wenn irgendwer “Deutschland den Deutschen” brüllt.  Das ist allerdings ein Strohmann; niemand hat den Schweigemarsch im Plural behauptet.

… bei denen sich lediglich ein paar Rechtsextreme untergemischt haben. Die Veranstaltungen wurden von und mit Rechtsextremen organisiert.

Ich hasse es, Rechtsextreme in Schutz nehmen zu müssen, aber unser Grundgesetz garantiert jedem Idioten das Recht, eine Demo zu machen. Ich muss das also nicht inhaltlich widerlegen; das ist, selbst wenn es so wäre, vollkommen im Geist unserer ach so tollen “Verfassung”.

Es ist kein bürgerlicher Protest: Wer hier mitläuft, unterstützt Neo-Nazis, Rechtsextreme oder Faschisten und wird nicht “in die Rechte Ecke gestellt“, sondern stellt sich selbst dort hin.

Nach dieser Logik sind die 240.000 bei #unteilbar in Berlin sämtlich linksradikale, Israel-hassende Antisemiten, die “Deutschland verrecke” gebrüllt haben, und da waren nicht einfach nur recht viele Leute dabei, die auf ein Gratis-Grönemeyer-Konzert wollten.

Hmmmm… fairerweise könnte das stimmen; die Rechten machen keine Konzerte, um die Teilnehmerzahlen künstlich hochzutreiben. Davon bleibt “Neo-Nazis, Rechtsextreme oder Faschisten” dennoch ein Pleonasmus, und auch Neonazis sind immer noch Bürger. Im Gegensatz zu messerstechenden, auswanderungspflichtigen Ausländern, jetzt mal ohne links-pseudointellektuelle Begriffsvergewaltigung.

Nicht nur Neo-Nazis sind ein Problem, sondern auch die Mitläufer. Das sollten Journalist*innen nicht verharmlosen.

Das ist hier differenziert zu sehen: Ich habe kein und werde nie ein Problem mit Neo-Nazis haben, weil man sehr viel arischer deutsch als ich nicht sein kann. Zudem kann ich mein Maul halten und ihnen nicht sagen, was ich von ihnen halte, dann bekomme ich auch nix auf die Fresse. Politisch sind die vollkommen irrelevant, also kommt da auch kein Problem her, und sobald die auch nur polnisches Kinderspielzeug irgendwo ablegen, kommen sie fünf bis acht Jahre in den Knast. Ich sehe ganz ernsthaft kein Problem mit Rechtsextremen, was wir nicht im Griff hätten. Wir sperren die halt weg, wenn sie sich nicht benehmen. Im Gegensatz zu Bin Ladens Leibwächter oder anderen Islamisten, übrigens. Oder Linen organisierten Kriminellen, die Häuser besetzen, zum Beispiel.

Der interessante Punkt hier sind aber die “Mitläufer” – denkt Euch das mal übertragen auf den Islam: “Nicht nur die Islamisten sind ein Problem, sondern auch die Mitläufer (=Moslems).”
Was für eine widerliche, menschenverachtende, pauschalisierende und generalisiserende Aussage. Aber so sind’se halt, die Linken. Bigott, blöd und es ist nur dann kacke, wenn es die anderen machen.

Rechtsextreme und AfD streuen gezielte Mythen über sämtliche Medien, wie das Mantra: „Wir sind keine Rechten, wir sind nur politisch besorgte Bürger.“

Ich bin mittlerweile “rechts”, so wie halt Franz-Josef Strauß rechts war, der Nazi. Ich bin dennoch – oder deswegen, vielmehr – ein politisch besorgter Bürger. Das ist ein künstlicher Gegensatz, der da aufgemacht wird. Zudem sind Rechtsextreme nicht diejenigen, die rumlügen und im Gegensatz zu Linksextremen keine Gulags fordern; Rechtsextreme fordern offen, ihre Hassobjekte in Vernichtungslager zu stecken. Das ist für eine zivilisierte Gesellschaft insofern praktisch, als man die dadurch einfach wegsperren kann.

Oder wahlweise auch: Islamkritiker

Wir wissen nämlich: Nur reaktionäre Nazis wagen es, eine überholte Religion zu kritisieren. Wie Martin Luther, der Nazi.

Migrationskritiker

Freilich gibt es einige Spinner, die sich ein arisch-weißes Deutschland wünschen, aber – wichtiger Punkt – die finden alle doof. Um die kann und sollte es also nicht gehen, und dann sind wir wieder bei den Linken, die Migration kritisieren, zB in der Form “man kann die Leute doch nicht im Mittelmeer ersaufen lassen”. Das kann man nämlich sehr wohl. 

abgehängte und vernachlässigte Bürger

Man muss schon sehr weit nach rechts gucken, um abgehängte Bürger zu finden. Links hingegen findet man da recht spontan zum Beispiel Sawsan Chebli, die allerdings keineswegs “vernachlässigt” ist. Aber, guter Punkt: Da marschieren sicher keine abgehängten und vernachlässigten Bürger. Behauptet das irgendwer? Strohmann?

Wenn Menschen vor laufender Kamera Aussagen machen, die an die 1930er erinnern, sollte das entsprechend aufbereitet und problematisiert werden. Nur „zuhören und reden lassen” ist hier das falsche Format.

Das unterschreibe ich sofort, und für solche Aussagen zahle ich sogar gerne Steuern. Wir sollten nach 80 Jahren endlich aufhören, kommunistische Fantasien unkommentiert einfach wiederzugeben, ohne auf die Schrecken des real existierenden Sozialismus hinzuweisen. Oder die Nicht-Lösungen der SPD, die hat 1933 auch total versagt. Ich möchte nicht in einem totalitären Staat enden.

Es fanden keine Hetzjagden und Attacken auf „Migranten“ oder “Ausländer“ statt

Das ist absolut korrekt.

sondern auf Menschen

Das nicht. Das bekannte Video zeigt keine Hetzjagd, das andere, wo ein paar Südosteuropäer mit Polizeisirenen im Hintergrund auf einen Parkplatz laufen, auch nicht. Es gibt da noch ein Polizei-Stürm-Video an einem Bahnhof, was ich als Hetzjagd qualifizieren könnte, aber das war die fucking Polizei. Die darf das.

„Rassistisch motivierte Hetzjagden“ wäre eine Alternative, um in der Berichterstattung nicht die Täterperspektive einzunehmen.

Merke: Tatsachen sind Täter. Weil, dass das Migranten oder Ausländer sind, das ist ja nicht so klar, und es ist viel wichtiger, hervorzuheben, dass eine im Kuhstall geborene Maus selbstverständlich als Kuh zu behandeln ist, auch wenn das für Menschen Null Sinn macht, auch aus deren Perspektive – fragt einen beliebigen, hier geborenen Türken, wenn ihr mir nicht glaubt. 

Die Medien sollten auch die Angegriffenen

Also: Den einen  jüdischen Lokalbesitzer?

stärker berücksichtigen: Einwanderer*innen, Geflüchtete, Deutsche of Color, von denen es auch in Sachsen zahlreiche gibt, kommen bisher wenig zu Wort.

Die… wurden aber nicht angegriffen?! Und ich kann das nicht oft genug wiederholen: Vor dem Import von einer Million Leuten, die hier nichts verloren haben und nichts beitragen können (es kamen zwei Millionen, so grob) konntest Du in Deutschland so frei leben wie nirgends sonst, zumindest freier als in dem Land, wo Deine Eltern oder Großeltern herkamen (bei meinen Großeltern war Hitler an der Macht, das gilt also auch für mich). Auch wenn Du gelb sehr weiß oder braun bist.

Der Import von Tausenden von Assos, für die ein deutsches Gefängnis deutlich schöner ist als ihre Wellblechhütte zuhause, macht da ein sehr negatives Allgemeinbild daraus, wenn die sich daneben benehmen – und warum sollten sie nicht? Aber das färbt halt ab. Ich hab nix gegen Neger oder sowas, ich hab aber Freunde, die so aussehen. Ich kann deswegen wirklich nix mit PC-Bullshit anfangen, weil das nur Rassismus macht.

Und das ist Deutschland, im Vergleich zu überall, nicht. Rassistisch. Wir importieren uns nur den (antideutschen) Rassismus einer Sibel Schick, einer Noah Sow, einer – ist doch kackegal, wie die Fotzen heißen. Und jeder vernünftige Mensch mag solche Leute nicht. Wenn dann da aber irgendein blöder Linker “Rassismus” brüllt, aus Selbsthass oder weil Deutschland verrecken soll, dann muss man sich schon sehr zusammenreißen und sagen “dann bin ich halt Rassist, du Volldepp”. Eine Freundin von mir hat das in einer sehr bedeppert guckenden Runde sehr schön formuliert “Komm, Shitlord, das kannst Du doch nicht sagen, das ist total rassistisch. Ich kann das sagen, weil es stimmt”.

Aber ja, solche Leute kommen überhaupt nicht zu Wort.

Das Thema ist nicht: Wut auf die Asylpolitik oder „Ausländerfeindlichkeit”

Eben. Wozu veranstaltet man denn eine Demo gegen das Versagen der Politik bei der Abschiebung der zunehmend mehr messermordenden, ausreisepflichtigen Illegalen? Nicht wegen Wut auf (das Versagen der) Asylpolitik. Neeeeeeein. Sondern:

Aufmärschen wird die Pressefreiheit, die Vielfalt in der Bevölkerung, die bloße Existenz von Muslimen in Deutschland und unsere Rechtsstaatlichkeit angegriffen.

Ich wiederhole zur “Rechtsstaatlichkeit” mal “ausreisepflichtig”. Das ist Staatsversagen, das ist kein Rechtsstaat mehr, der irgendwem was nützt – außer kriminellen Messerstechern, natürlich. Da muss man nichtmal Solschenizyn bemühen, das ist per se schlimm genug. Und ich möchte genauso wenig wie alle anderen anständigen Menschen eine “Vielfalt” der Bevölkerung, die Messerstecher und Massenmörder beinhaltet – wohlgemerkt, sofern sich das vernünftig vermeiden lässt; mit einem unangenehmen Rest muss man tatsächlich leben.

Pressefreiheit ist Bullshit, die Presse hat nur ein Problem mit der Meinungsfreiheit, wenn die Meinung ist, dass die Presse Dreck ist. Das ist ausschließlich ein Problem der Presse. Der “Angriff” geht nur auf die GEZ. Das hat nix mit Pressefreiheit zu tun, das ist reine Geldgier.

Und die Existenz von moderaten Muslimen in Deutschland wird von niemandem (außer der Neonazigruppe Freital-West, was sechs Leute sind) angegriffen. Orthodoxe Gläubige haben in einem säkularen Staat aber halt nix verloren. Sollen sie doch nach Mekka gehen.

Die Ziele der Gruppen sind jedoch verfassungsfeindlich („Deutschland den Deutschen“, “Ausländer raus“, “Deutsche zuerst“).

Wenn “Deutschland den Deutschen” oder “Deutsche zuerst” verfassungsfeindlich ist, brauchen wir dringend eine neue Verfassung. Findet übrigens auch das Grundgesetz, Artikel 146. Die Leute, die das geschrieben haben, waren nicht doof.

Die AfD ist nicht „rechtskonservativ“, „rechtsnational“ oder „rechtsaußen“.

Öhm…. doch. Die AfD ist rechts-national.

Die AfD ist mindestens rechtsradikal (nachzulesen in der Definition des Verfassungsschutzes).

Aha. Da steht dann:

Radikale politische Auffassungen haben in unserer pluralistischen Gesellschaftsordnung ihren legitimen Platz.

Damit ist das nicht negativ. Aber der Verfassungsschutz hat offenbar eine seltsame Begriffsverwendung. Ich finde linke Hausbesetzer nämlich linksradikal, und ich finde das überhaupt nicht in Ordnung. Dito für rechtsradikale Böller-Platzierer. Deren Aktionen (!) sind nämlich überhaupt nicht in Ordnung. Aber hey, der Verfassungsschutz, den mögen die Linken ja, wenn’s ihnen halt passt. Nur den Herrn Maaßen nicht, also, so den Verfassungsschutz im Allgemeinen. Bigotte Arschlöcher.

Zahlreiche Vertreter, wie Björn Höcke, sind eindeutig rechtsextrem.

Kein vernünftiger Mensch wird abstreiten, dass es in der AfD Rechtsradikale gibt, und ich bin nicht der Verfassungsschutz und muss Deppen und Deppen ausdifferenzieren.

Höcke hingegen – mei, so eindeutig ist das für mich nicht. Höcke ist identitär und damit ein Idiot, aber wenn man das (Wikipedia)

als „Vertreter eines völkischen Nationalismus […] also eindeutig rechtsextremistisch

(nicht meine Pünktchen) so darstellt, dann fehlt mir da jedwede “Schlechtigkeit” in “Rechtsextremistisch”. Völkisch-national zu sein ist in keiner Weise irgendwie schlecht, das schadet niemandem.

Wenn das also “rechtsextrem” sein soll, dann ist Vernunft rechtsextrem. Merkt man an linksextremen Nazi-“Forschern” wie dem in Wikipedia fortfolgend zitiertem Hajo Funke, den ich für anderweitigen Bullshit irgendwie bereits als “Depp” im Kopf habe:

Er sage sinngemäß: „Die Syrer, die zu uns kommen, haben immer noch Syrien. Wenn wir – durch die Syrer – unser Deutschland verloren haben, dann haben wir keine Heimat mehr.“ Etwas Infameres lasse sich kaum denken.

Weil – das ist wahlweise Faktum oder weltfremder Unsinn. Nur weil wir ein paar Hunderttausend Syrer hier haben, wird Deutschland nicht untergehen; Deutschland hat es 1933 ff. geschafft, gute sieben Millionen recht beliebiger Leute nicht nur zu deportieren, sondern industriell organisiert zu töten. Deutschland ist (noch) ein auf Effizienz wert legendes Industrieland.

Das ist also mehr eine moralische Frage, was “wir” mit den Leuten machen. Und jedwede vernünftige Partei würde hier argumentieren, dass wir die Produktiven behalten und mirwegen noch die, die echt Schutz brauchen, aber der Rest muss halt weg. Zum Beispiel, wie Herr Höcke korrekt sagt, nach Syrien, da ist nicht mehr sonderlich Krieg.

Wir als Deutsche können das übrigens nicht; ein Visum für Syrien zu bekommen ist nahezu unmöglich, analog für den Irak – wobei man da eh nur entführt wird, sagt mein Freund aus Erbil. Also, ich, mit 100%iger Sicherheit. Finde ich schade; da isses sehr hübsch, so von den Fotos her.

Aber natürlich sind Tatsachen wie diese Feststellung von Herrn Höcke so infam, dass es

Alternative Begriffe für die Berichterstattung

braucht. Das aktuelle Handbook of newspeak lässt sich hier einsehen.

Streifzug

Es gibt so Tage, da passiert nichts. Ich meine, heute hat Donald Trump erklärt, kein Feminist zu sein – was zwar wirklich niemanden wundert, da Trump zwar ein bisschen primitiv gestrickt ist (für einen Menschen, nicht für einen Politiker), aber trotzdem die Schlagzeile des Tages ist. Übrigens mit der (idiotischen) Ergänzung (siehe Link), dass es eben keine Schlagzeile ist.

Tja – da hat man kein Thema, über das man was schreiben kann. Aber was sonst? Vögeln? Frau hat morgen einen wichtigen Termin; geht nicht. Onanieren? Der neue Porno hängt noch für 90 Minuten in der Torrent-Cloud des ukrainisch-russisch-Bahamas-deutschen Anbieters in Hong Kong, den man mit einer bar bezahlten PaysafeCard aus irgendeinem Netto aus einer anderen Stadt bezahlt hat.

Aber irgendwas muss es doch geben. Fettie, zum Beispiel, ist doch immer gut für irgendwas… aber nein; die wundert sich nur über irgendeine Schauspielerin, die behauptet,

noch nie mit Sexismus in Berührung gekommen zu sein.

Ich meine – was soll mir der Artikel geben? Fettie ist ja nun auch noch nie mit Sexismus in Berührung gekommen. Denn: um als Frau überhaupt wahrgenommen zu werden, muss man – von den 200 Kilo Übergewicht abgesehen – zumindest aussehen wie eine Frau, und sich irgendwie nett benehmen. Fetties Problem ist nicht Sexismus, sondern Stultitismus (von lat. stultitia, Dummheit) – aber während es kein grundlegendes Problem mit Negern (siehe: Rassismus) oder Frauen (siehe: Sexismus) gibt, ist an Deppen einfach nichts positives zu sehen, und eine solche Bewegung hätte schlicht keine Fürsprecher (außer vielleicht für ihre Auslöschung).


Ich hab mir überlegt, das Griechisch zu machen, aber im Griechischen ist der Unterschied zwischen “Rasse” und “Geschlecht” φυλή und
φύλο. Also, Phyli und Phylo. Ich habe so den Eindruck, die alten Griechen wussten da schon was….


Auf der Suche nach etwas gehaltvollerem begebe ich mich also zu Twitter. Auf Twitter erfahren wir, dass James Bond Teil des Patriarchats im Allgemeinen und der “Rape Culture” im besonderen ist. Weil?

this scene, in Diamonds are Forever, where he forcefully removes a woman’s bikini top and then strangles her with it

Ja – die guten, frühen 70er Jahre, da, wo die AfD und alle anderen Ewiggestrigen hin zurückwollen… wo es halt noch vollkommen normal war, Frauen zur Begrüßung den Bikini runterzureißen und sie damit zu würgen. Hach, die gute, alte Zeit… Wobei: Meine Mutter muss damals noch sehr anders gewesen sein. Wobei mein Vater jetzt nicht der Typ ist, willkürlich Frauen auszuziehen und zu würgen… naja, man weiß ja nie, wie das damals lief.

Bento? Weinigstens bei Bento muss es doch was Blödes geben?

Helene Flachsenberg hat ihren Weltschmerz publiziert. Darüber, dass junge Leute nicht ernst genommen werden, wenn – und weil – sie nur Unsinn reden. Helene ist jetzt – vom Bild her auch nicht mehr in dem Alter, wo Frauen grundsätzlich geil aussehen (immer noch 60 Minuten bei premiumize.me).

Allen voran diese Geschichte macht deutlich, wie schwer es für die junge Generation ist, politisches Gehör zu finden.

Hitler war 34, als er den Putsch versuchte. Die ebenso Unsinn redende, ebenso ungebildete und ebenso von einer idiotischen Ideologie verblendete neue Grünen-Vorsitzende ist hingegen schon 37.  Und kommt da nichtmal ohne eine Quote hin…  aber Jammern, das können die “jungen” Leute. In fucking meinem Alter!

Ah, Österreicher. Ich vergaß, Hitler war ja eigentlich Österreicher. Ja – Österreicher jammern halt nicht nur. Da wird man dann auch mit 31 Bundeskanzler.

Die Frage ist jetzt, ob es nicht eigentlich gut ist, junge Leute nicht an die Macht zu lassen oder schon. Aber dabei hilft uns Annalena Helene auch nicht weiter.  Stattdessen referiert sie

Auch Ricarda Lang wehrt sich in ihrem Beitrag gegen herablassende Behandlung

Aber Ricarda Lang ist halt nicht nur jung, sondern vor allem fett. Aber – Moment; das muss ich nicht selbst schreiben:

Es geht ihr aber nicht nur um ihr Alter – sondern vor allem um ihre Figur.

Ja, okay,  lesen wir Ricardas Beitrag:

Ricarda Lang ist Sprecherin der Grünen Jugend

Und eine ideologisch verblendete, dumme Pute. Und auch noch fett. Ich möchte mal anmerken, dass der letzte Punkt die am wenigsten schlimme Kritik ist.

 und bekommt ständig Körperkommentare

Und dann freut sich die dumme Nuss nichtmal!

Rest des Artikels? Ricarda ist 24 und hat nichtmal eines der runtergedummten Jura-Studiums in BaWü geschafft, trotz Frauenförderung wie Scheiße. Es gibt ein Bild von ihr mit einem Eis. Keines mit einem Buch. Ich weiß nicht, was ich dazu mehr schreiben soll.

Ze.tt – Mein Gott; nur noch Clickbait – Überschriften?

Warum manche Paare für ihre Hochzeit mehr Geld ausgeben, als sie haben

Weil junge Männer – ich muss da quasi Jordan Peterson zitieren vergewaltigen – schwanz- und planlose Weicheier sind, die irgendeiner Instagram-Hure ihre Seele opfern?

Warum wir aufhören sollten, gut im Bett sein zu wollen

Boah, das könnte man doch fast klicken… ist das nur für Frauen oder für alle gendergerechten 47 Geschlechter?

Beide?

Komm, Katja Lewina, mir ist auch klar, dass es mit Mitte 30 schwierig ist, noch was zu finden – aber deswegen die Konkurrenz runterzuziehen ist doch Krabbenkorb-Scheiße, oder? Ja, mir ist klar, dass Du auch nur mal wieder ordentlich durchgevögelt werden musst, und ich würde mich da gerade sogar anbieten; ich fürchte nur, dass Du iRl nicht mehr so aussiehst wie auf deinen Bildern von vor sechs Jahren (und noch 42 Minuten).

Wollen wir mal eine “seriöse” Zeitung probieren?

Gottschalk gerät bei Twitter unter Rassismus-Verdacht

Oh Gott! Jemand regt sich bei Twitter auf! Ausgerechnet bei Twitter – als hätten wir aus den #Irrelevanterdreck (Aufschrei, Metoo, fuckyou etc. pp) nichts gelernt.

Was hat denn Tommy Ex-Gummibärchen gesagt?

Hab meine DNA aufschlüsseln lassen. Afrika war ja klar. Aber über 50% Prozent Osteuropäer!
Deswegen hab ich als Kind so geklaut.

Höhö. Scheiß Witz. Okay, Gottschalk war Zeit meines Lebens zumindest für mich nie lustig, sondern mehr der Gummibärenmann. Im Gegensatz, übrigens, zu Bully Weichei Herbig, der früher mal lustig war und überhaupt kein guter Gummibärenmann ist, aber es gibt ja nun auch mehr als zwei fünf Gummibären-Geschlechter, total ökologisch wie politisch korrekt – wollte nur keiner. Ich hab sie für 29ct (19?) im Restposten gekauft; und die sind ja mittlerweile nun vier Jahre getrocknet; ein hervorrragendes Alter für Gummibären. Schmecken aber immer noch scheiße. Ist wie mit dem Gender-Mist – war von vornherein Scheiße, bleibt scheiße, mag keiner. Der einzige Unterschied ist, dass Haribo das verstanden hat.

Was ich zu solchen DNA-Aufschlüsselungs-Dingern sage… hmmm… erstens mal gibt es da diesen Artikel auf einer Satirewebsite, der dann anderswo – ach, fickt euch, fake news; ich glaub den idiotischsten Mist jetzt einfach; das Bild von Claudia Roth, die den Regenbogen malt, scheint ja echt zu sein – naja, dass die angeblichen DNA-Analysten die Ergebnisse absichtlich politisch korrekt verzerren.

Aber – ne, ich werde nicht wirklich Anhänger idiotischer Verschwörungstheorien (nur guter Verschwörungstheorien, natürlich) – die Tests sind halt eh Abzocke und Bullshit, ganz im Allgemeinen.

Meines Wissen nach sind die DNA-Parallelen zwischen Menschen und Schimpansen in etwa bei 98% – wie die zwischen Männern und Frauen. Mit dem Rest aller Lebewesen sind die Übereinstimmungen so bei 70% – Thomas Gottschalk ist also zu 70% ein Delfin. Okay, das erklärt natürlich nicht, warum er so viel klaut, aber es erklärt, warum er so komische “Iiieh-Hihi-Iieek”-Geräusche machen kann.

Nicht witzig?

Es ist vor allem deswegen nicht witzig, weil Thomas Gottschalk vor der Zeit des Privatfernsehens reich geworden ist. Damit also durch GEZ – Gebühren. Die sind kein Diebstahl, freilich – Diebstahl erfordert nur fehlendes, passives Einverständnis – Leuten was entgegen ihren aktiven Willen wegzunehmen ist Raub.

Aber hey – wie Gottschalk ja so schön sagt, “Afrika war ja klar”.

Sammal. 

Als läge das irgenwie an den Genen und nicht daran, dass wir, als Menschheit, aufgrund unserer genetisch-biologisch einzigartigen Gutmenschlichkeit irgendwie die Kontrolle über die Parasiten (nein, damit meine ich nicht Osteuropäer oder Neger, damit meine ich Gottschalk) verloren haben. Weil wir wissen, dass man die nicht essen sollte, weil Hirnschäden aufgrund von Parasiten und so. Ich bezweifle aber gerade stark, dass es – insgesamt – wirklich schädlicher wäre, die Gutmenschen zu essen, als sich ihren Unsinn weiter anzuhören.

Klar, kannibalistische Gesellschaften sind alle ausgestorben, aber hey – wir können die sich ja gegenseitig essen lassen; Leuten nichts zu essen zu geben ist ja schließlich Menschenrechtswidrig (und so Bullshit).


Sorry, ich hab gerade schlechte Laune. Ich drück da mal wo auf “Play”.

Die eingeschränkt demokratische Grundordnung

Nachdem mein schöner, bedachter Beitrag zu Strohmännern, die einem liberalen, marktwirtschaftlichen Kapitalismus entgegengesetzt werden, wohl recht unbeliebt war, statt einer Fortsetzung heute ein kleiner Rant.

Da sind nämlich ein paar Sachen zusammengekommen, die sehr schön den Zustand der “demokratischen Grundordnung” in Deutschland beschreiben. Angefangen hat das mit Fefe, der diesen Hirnfurz einer Britt-Marie Lakämper veröffentlicht hat. Highlight:

Satire ist die Droge der Kleinintellektuellen.

Wohingegen echte Intellektuelle wie Britt-Marie natürlich mit Witzen amüsieren, die nur versteht, wer “Game of Thrones” schaut (ja, klickt ruhig, das kann man sich nicht ausdenken, dass sich so jemand sowas zu schreiben traut).

Mariechens eigentlicher Punkt ist aber, dass Die Partei – ihr wisst schon, Sonneborn und Konsorten – keine Wahlalternative sein sollten, weil Realpolitik blablablubbs.

Freilich aber kann man die Partei aber durchaus auch deswegen wählen, weil die Tatsache, auch nur einen Clown ins Europaparlament zu bringen eigentlich die ganze Veranstaltung als die lächerliche Farce entlarvt, die sie ist – und Herr Sonneborn hat, muss ich sagen, diese Meinung auch in ebendiesem Parlament kundgetan. Ich bin mir nun recht sicher, damit nicht Maries politische Meinung zu treffen (die CDU-Mitglied ist), aber ich fand meine Wählerstimme bei Herrn Sonneborn wirklich gut aufgehoben. Übrigens im Gegensatz zu allen anderen Parteien.

Nun hat den idiotischen Post aber auch Herr Nebgen aufgegriffen, seines Zeichens Strafverteidiger. Herr Nebgen verteidigt – als korrekter Jurist einerseits und als tatsächlicher Demokrat andererseits selbstverständlich die Zulässigkeit einer reinen Satire-Partei. Herr Nebgen mag aber zugleich die AfD nicht, findet aber, dass man ihr demokratisch entgegentreten sollte (im Gegensatz zu übrigens den meisten Politikern, aber egal) – er schreibt:

Satire ist vor allem dort wichtig, wo ein sachlicher Diskurs – aus welchen Gründen auch immer – nicht mehr möglich ist.

Da unterstütze ich Herrn Nebgen vollends. Ich teile nur nicht seine (kommt noch) Annahme, dass das in Parlamenten der Fall wäre. Eine parlamentarische “Debatte” sieht in der Regel so aus, dass jeder eine vorbereitete Rede hält, woraufhin dann alle so abstimmen, wie sie das ebenso bereits vorher (in kleinen Gremien; diese greife ich hier explizit nicht [aus diesem Grund] an) beschlossen haben. Ganz toll, sehr wichtige Veranstaltung, so ein Bundestags-Plenum.

Wenn man nun aber – wie Herr Nebgen – davon ausgeht, dass im Bundestag tatsächlich Debatten stattfinden, bei denen – außer “pöbelnden” und “unzulässigen” Zwischenrufen niemals zwei Parteien miteinander reden, dann, so Herr Nebgen, sei es ein Problem,

wenn eine Partei dort einziehen sollte, deren Mitglieder nicht nur Meinungen haben, sondern diese gerne mit falschen Tatsachenbehauptungen unterfüttern.

Er meint damit gezielt Alice Weidel von der AfD, mit Verweis auf zwei andere Artikel, von sich selbst und von den über jeden Zweifel erhabenen Staatsmedien der ARD.

Herr Nebgen schreibt dann weiter, dass man Satire bräuchte, weil:

Man behauptet irgendetwas möglichst Konkretes, dessen Wahrheitsgehalt auf die Schnelle niemand überprüfen kann und drischt damit auf die anderen ein. […] Ich habe Zweifel, ob die – im großen und ganzen immer noch seriösen – Altparteien mit diesem Stil klar kommen werden. Viele werden sich noch gar nicht vorstellen können, auf welches Niveau die Debatte herunter gezogen werden wird, wenn es erst einmal soweit ist. Und dann braucht es auch im Bundestag jemanden, der sich auf diesem Niveau auskennt.

Das “Niveau” des Gender Pay Gaps? Aber egal, ich habe mit dieser Interpretation Nebgens zwei andere Probleme: Erstens wäre jedwede Form des verbalen (!) “Aufeinandereindreschens” ein wahnsinniger Gewinn in der aktuellen politischen Diskussionskultur, die diesen Namen nicht mehr verdient hat, da es keine Diskussion ist, wenn die andere Seite schlicht ignoriert, was die eine sagt. Und zweitens tut Herr Nebgen der AfD Unrecht, aber lassen wir ihn das selbst illustrieren:

In dem Film “Jäger des verlorenen Schatzes” (Raiders of the lost arc) gibt es eine Szene, in der der Protagonist (Harrison Ford) von einem gefährlich anmutenden Kämpfer bedroht wird, der mehrere Säbel schwingt, dabei Furcht einflößende Laute von sich gibt, und so einen kurzen Moment den Eindruck vollständiger Überlegenheit vermittelt. Der Protagonist zieht seinen Revolver und erschießt diesen Gegner auf vergleichsweise unspektakuläre Weise.

Wenn die Altparteien nicht aufpassen, wird es ihnen ergehen wie diesem ehrlichen, naiven Kämpfer: Sie werden regelwidrig aber effektiv einfach über den Haufen geschossen werden.

Was Nebgen hier macht, nennt Schopenhauer ein simuliertes Argument. Wenn der Leser nämlich auch nur eine Sekunde nachdenkt, wird er feststellen, dass (a) Indiana Jones der Gute ist und (b) es gegenüber einem willkürlichen Aggressor, der nach eines Lebens trachtet, in keiner Gesellschaft ever “regelwidrig” ist, ihn einfach zu erschießen.

Aber gut, es geht heutzutage offensichtlich nichts über billiges AfD-Bashing, und so komme ich in die blöde Situation, was positives über die AfD-Quotenlesbe schreiben zu müssen. Ganz fein. Nebgen formuliert das so schön:

dass die dort von Dr. Alice Weidel aufgestellten Behauptungen auch inhaltlich schlicht falsch sind; man schaue mal hier

Hier, übrigens. Bei der ARD, der vom Staat unabhängigsten Medieninstutution der Welt, noch vor CCTV, Russia Today, Al Jazeera und der Pyongyang Times. Es geht hierum:

Mehrmals hat die AfD bereits behauptet, in Büros gelten viel höhere Grenzwerte für Stickstoffdioxid als auf der Straße. […] Richtiger wird sie dadurch aber nicht.

Kristin Becker vom SWR erklärt uns das dann ausführlich, wieso diese falschen Tatsachenbehauptungen einfach nur sachlich falsch seien:

Der Grenzwert für Stickstoffdioxid liegt im Außenbereich bei 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Viel höher – bei 950 Mikrogramm pro Kubikmeter – hingegen ist der Wert für bestimmte Arbeitsplätze.

Oh. Wir müssen den Artikel also nicht weiter lesen. Frau Weidel und jeder andere von der AfD, der gesagt hat, dass am Arbeitsplatz höhere Grenzen gelten als auf der Straße, hat Recht. Punkt, Ende. Aber Kristin vom SWR hat auch den Schopenhauer gelesen, wie alle Linken, aber offenbar – wie die meisten Linken – schon bei Strategem #1 aufgehört, denn es erfolgt schlicht eine Erweiterung – weil man schon “Arbeitsplätze” schreiben musste, für Büros gelten (lest den ARD-Artikel plus deren Quelle) überhaupt keine Grenzwerte, es gibt da nur ein rechtlich schwaches “sollte wie draußen sein”. Gut auch, dass sich die Faktenfinder gleich mal auf Stickoxide beschränken – Schopenhauer empfiehlt bei einer Erweiterung auch zeitgleich, den Gegner möglichst stark einzuschränken – da muss man dann nämlich nicht über unangenehme Feinstaub-oder Ozonwerte in jedwedem Büro mit einem Laserdrucker reden. Von Kopierern fangen wir gar nicht erst an.

Kristin scheint sich aber der Schwäche ihrer Argumentation zumindest unterschwellig bewusst zu sein, denn es endet mit einem “denk doch mal einer an die Kinder”:

Während also die Luft draußen und in den meisten Innenräumen “gesundheitlich zuträglich” sein soll, geht es [anderswo] darum, dass die Luftbelastung einem gesunden, erwachsenen Menschen im Allgemeinen nicht schaden darf.

Was bei dieser Diskussion völlig unter den Tisch fällt, ist Alice Weidels eigentlicher Punkt: Wenn die Autos so viele Abgase produzieren, dass sie die Grenzwerte überschreiten – was spricht denn dagegen, einfach die Grenzwerte hochzusetzen?

Man sieht, man kann auch als klassischer Politiker sehr schön die Argumente der Gegenseite ignorieren, da braucht es keine Satire. Da braucht es nur ein bisschen Sophistik, als wären Grenzwerte per se in fucking Stein gemeißelt – und nicht etwa von Politikern beschlossen.

Und wie sinnvoll sind die Grenzwerte denn? Nun, nicht belastbaren Quellen zufolge, die ich keine Lust habe nochmal nachzuschauen, werden die so festgelegt, dass man Ratten so lange Schadstoff X aussetzt, bis die Hälfte stirbt. Das ergibt dann die “LD50”, und von der aus dosiert man runter, bis man die Ratten mit – in diesem Fall NOx – vergasen kann, ohne dass ihnen auch nur das geringste passiert. Dieser Wert ist aber dann noch nicht “nicht gesundheitsschädlich”, sondern man nimmt den noch durch 100. Wenn Ihr Euch fragt, wieso die Werte früher nie ein Problem waren: Da waren die Messgeräte noch nicht gut genug.

Weiterer Vergleich gefällig? Okay: Die höchsten Überschreitungen der Grenzwerte in “Problemgebieten” wie dem Stuttgarter Kessel im Sommer führen in Extremzeiten zu einer täglichen Schadstoffbelastung, die in etwa dem Rauchen einer halben Zigarette entspricht. Der Grenzwert für die (wahrscheinlich) schädlichen Schadstoffe darf an nicht mehr als 35 Tagen im Jahr überschritten werden, das wäre dann weniger als eine Schachtel Zigaretten. Im Jahr. Für irgendeinen (auch nur diskutabel) nachweislichen, gesundheitlichen Effekt müsste man da aber nicht nur das ganze Jahr über der aktuellen Grenzwertbelastung leben, sondern auch noch wenigstens zwei oder drei Kippen rauchen. Täglich, nicht im Jahr.

Aber ist doch schön, dass wir so toll über Grenzwerte diskutieren konnten, nicht wahr? Vielen Dank, ARD-Faktenfinder, ihr habt uns da echt geholfen.

Aber zurück zu Alice Weidel und dem von ihr verursachten Untergang der freiheitlichen demokratischen Grundordnung, weil man mit solchen Leuten ja nicht reden kann – weil sie einfach gehen. Da sich alle Berichte etwa gleich mit dem verlinkten lesen und ich keine große Lust habe, mir langweilige “Diskussionssendungen” im Fernsehen anzuschauen, bei denen Politiker ihre bereits bekannten Punkte wiederholen, habe ich mir – nur für Euch – aber dennoch die 5 Minuten, bevor sie ging, angeschaut.

Passiert ist da folgendes:

[0:57]: Weidel erklärt, dass die, die noch nicht so lange hier leben, durchaus überdurchschnittlich kriminell sind

[0:58:31] Wie es sich bei einer ordentlichen, politischen Diskussion gehört, nimmt die “unabhängige” “Moderatorin” den bedrübbelt guckenden Politikern der anderen Parteien die Peinlichkeit ab, darauf antworten zu müssen, indem (ernsthaft!) erklärt wird, dass die ja nur untereinander kriminell sind (schaut den fucking Clip, ehrlich – DAS ist deren Gegenargument. DAS! Ist ja nicht so schlimm, wenn fucking Kriegsflüchtlinge von irgendwelchen sozialschmarotzenden Negern vergewaltigt werden, gell? Danke, ZDF, Danke. Fickt euch) und nur 4,6% der geschädigten Deutschen von “Zuwanderern” beklaut, vergewaltigt oder umgebracht wurden. Toll, Danke auch dafür, ZDF, eine relative Zahl zur Relativierung zu verwenden – diese kriminellen Zuwanderer sind halt komischerweise – wie Frau Weidel sagte – im Vergleich zur schon länger hier lebenden Bevölkerung (inklusive 60er Türken 80er Iranern, 90er Afghanen etc. pp.)  fucking überdurchschnittlich kriminell – wie Frau Weidel sagte – richtig? Ah, ne, sind ja nur 4,6%, wen interessieren die schon? 

[01:01] Maas whataboutismt, dass diejenigen, die am wenigsten Interesse an kriminellen Illegalen (er nennt sie trotzdem “Flüchtlinge”) haben, andere [echte] Flüchtlinge sind, nicht die AfD.

Dazu: Ach nee, Heiko? Leute, die hier wirklich deswegen herkommen, weil sie vor politischer Verfolgung durch autoritäre Regimes (wie dem, was du mit deinem Orwell-Gesetz zu etablieren versuchst) oder vor echten Kriegen oder Genoziden fliehen, benehmen sich hier auch ordentlich? Und derweil erdreistest du dich, es als ganz toll hinzustellen, dass man sie jetzt (eventuell, theoretisch, aber wohl praktisch eher doch wieder nicht) ausweisen könnte, nachdem sie ihre ersten vier Opfer vergewaltigt haben? Für Ladendiebstahl gibt es ja nun kein Jahr Knast, gell? Das ist DEINE Partei, Heiko. Deine. Und die noch linksgrüneren.

Und die echten Flüchtlinge per se würden dann wohl eher die AfD wählen, gell? Ich meine, die haben ja die gleichen Interessen? Ja? Wolltest du uns das sagen, Heiko? Das ist der Unterschied zwischen Gutmenschen und guten Menschen, übrigens.

[01:02] Trittin mault irgendwie Scheuer von der CSU an [idiotisch, aus dem Kontext gerissen und unberechtigt, wie Scheuer später erläutert], leitet dann fließend zu Gauland über, der entsetzlich sei: “Verrohung fängt damit an, dass man Bürger[Innen] dieses Landes willkürlich ausbürgert, und genau das hat Herr Gauland gesagt, getan, als er Frau Özuguz, als er gesagt hat, er wolle sie in Anatolien entsorgen”.

Dazu eine kurze Anmerkung: Herr Gauland hat gesagt, man (!1) solle (!2) Frau Özoguz in Anatolien entsorgen. Ich hatte dazu bereits spontan getwittert, dass das keinesfalls einen realpolitischen Bezug haben kann, da ich zumindest Erdogan die Eier zutraue, die Dame nicht ins Land zu lassen, ohne sicher zu sein, dass sie wieder geht (ansonsten ist sie ziemlich auf seiner Parteilinie, aber das ist ein anderes Thema).

[01:03] Trittin schließt mit “da beginnt die Verrohung der Sprache”, so, als wäre das irgendwie vergleichbar mit dem von Frau Weidel angesprochenen und durch die Moderatorin (!) sofort relativiertem Thema der Verrohung derer, die hier jetzt halt leben. Das Wort bekommt Herr Scheuer.

[01:04] Weidel unterbricht Scheuer bei seinen (recht vernünftig klingenden) Ausführungen über intergrationswillige vs. solche Ausländer, die man rauswerfen sollte mit dem Anwurf, er wolle illegale Einwanderung legalisieren.

[01:05] Scheuer hält Weidel vor, dass sie sich erstmal von “für mich ist das ein Rechtsradikaler” Gauland distanzieren soll. Frau Weidel geht.

Freilich könnte man nun Frau Weidel vorwerfen, dass ihr Vorwurf gegenüber Scheuer “böse” war, aber er hatte ja nun auch die Gelegenheit, darauf zu antworten. Stattdessen kommt ein Argumentum ad auditores – bilderbuchmäßig, “machen Sie erstmal den Zuschauern klar” – statt irgendwas inhaltliches.

Nun bin ich da natürlich als Bayer enorm gebiast und auch – respektive deswegen – kein fanatischer Nationalist – die CSU hat nichts gegen Einwanderer, die hier was anständiges leisten, und das hat Herr Scheuer auch – zumindest für mich – klargestellt. Dass das nach aktueller Rechtslage eine Legalisierung illegaler Einwanderung ist, hat Frau Weidel (korrekt) konkretisiert. Das würde ich aber viel lieber unterstützen, wenn Herr Scheuer und die CSU die Eier hätten, dazu zu stehen.

Von den Extrema haben wir hier also – gehen wir mal davon aus, dass das Gedankengut tatsächlich da ist – die AfD, die auch Deutsche rauswerfen will, wenn die einfach nur gesellschaftsschädlich sind (am Beispiel Özoguz, aber da kann man sicher noch eine Menge rechts- wie linksradikales Pack dazutun), und die CSU, die auch Ausländer hierbehalten will, wenn sie hier was produktives machen.

Ehrlich gesagt finde ich beides eine gute Idee – aber leider hat keine der beiden Parteien die Eier in der Hose, dazu zu stehen. Und das, meine Damen und Herren, ist der aktuelle Stand der Demokratie in Deutschland und damit die Flatline auf dem EKG der ach so freiheitlichen demokratischen Grundordnung dieses Landes.

Ich bin so froh, dass ich bereits gewählt habe. Und kommende Woche in die Türkei fliege, da ist wenigstens das Wetter schön. Der Zustand der Demokratie ist in etwa der Gleiche.


Zwei Anmerkungen noch: Irgendwo wurde sich beschwert, dass (AfD-) Leute Frau Özoguz Namen falsch aussprechen. Ich habe eine Freundin namens Pinar, und mir fiel erst in der Türkei (und nachdem ich sie viele Jahre kannte) auf, dass sie eigentlich nicht Pinar heißen kann, sondern Pınar. Das spricht man so aus, wie es sich liest – man muss nur vorher an einer Zigarette ziehen, 30 Sekunden die Luft anhalten, einen Schluck Whisky trinken und derweil sprechen.

Zweitens muss ich anmerken, dass meine durchaus positiven Erwähnungen von Herrn Erdogan anders ausfielen, wenn ich in dem Land leben müsste. Ich finde nur einerseits, dass es mir nicht zusteht, die Türkei für die Verfolgung von Journalisten oder der Opposition zu kritisieren, wenn das bei uns auch passiert (siehe Links). Auch dass Erdogan nach dem lauten Geschrei aller deutschen Gutmenschen die Demokratie und grundlegende Menschenrechte (praktisch) abschaffen will und zum Beispiel das Internet zensiert sind Punkte, bei denen man vielleicht erstmal an den Balken im eigenen Auge denken sollte. Ich halte Erdogan nur deswegen für einen besseren Politiker als (nahezu, siehe Sonneborn) alle deutschen, weil er ehrlich ist. Andererseits – wenn ich ein albanischer Sozialschmarotzer wäre, fände ich Merkel auch toll.

Schweinenackensteak zu Ramadan

Meine konservativeren türkischen Freunde wünschen sich bei gerade bei 30° Außentemperatur in Deutschland , sie wären zu Ramadan in die alte Heimat geflogen. Dort ist es nämlich gerade verhältnismäßig kühl, während sie hier halb verdursten – also, tagsüber.

Dieser alljährliche Anflug von Religiosität hält nun aber die wenigsten davon ab, ansonsten Schweinefleisch zu essen – ich werde mir das sicher nicht “erklären” lassen; Religion hat mit Logik ja nun wenig am Hut.

Von daher ist es vor allem in einer so bunt-multikulturellen Runde immer ganz nett, wenn man zu den zu den Şiş Kebap vom türkischen Metzger und den Cevapcici von Maris Mama ein paar saftige, fettige Schweinenackensteaks auf den Grill haut.

Es soll aber Leute geben, die was gegen gemütliche Grillabende mit Freunden haben, zum Beispiel Dominik Boisen. Dominik findet “Facebook ist ein übles eitriges Furunkel am Anus der Gegenwart”, was ihn als Gutmenschen aber natürlich nicht davon abhält, es fleißig zu benutzen. So zum Beispiel – wie mir GoogleNews via Welt, Focus, Stern uvm. als “Nachrichten” verkaufen wollte, um mal so richtig zu ranten.

Wir könnten jetzt natürlich auch darüber reden, wieso sowas keine “Nachrichten” sind und über den Untergang des Abendlandes lamentieren, aber lesen wir halt mal, was Dominik so stört:

Hallo ALDI,
diese Woche habt Ihr BBQ Nackensteak im Angebot. 600 g mariniertes Schweinenacken-Steak für 1,99 €.

Wer jetzt zum Aldi will – das war vor zehn Tagen.

Weniger als zwei Euro für mehr als ein halbes Kilo Fleisch.

Das merken wir uns mal. Denn:

Wenn man die Marinade, die Plastikverpackung und die Tamponage, den Transport und die sonstigen Logistik- und Dienstleistungskosten aller am Produkt Beteiligten – vom Bauern, über den Schlachthof, bis hin zum Verkaufspersonal im Laden – abzieht und dann noch berücksichtigt, dass Ihr bei der ganzen Geschichte sicherlich nicht drauf legt, sondern am Ende auch noch eine Marge übrig bleibt, kann man sich in etwa ausrechnen, was bei Euch das Fleisch “wert” ist, das am Ende auf dem Teller liegt.

Ich liebe nämlich Rechenaufgaben. Also – bei der Metro gibt es Schweinenacken TK für 3,73 brutto das Kilo, das wäre der Großhandel. Das ist auch ein Angebot, was uns sagt, dass es gerade mehr tote Schweine als Schweineesser gibt – klar, die Moslems machen ja gerade Ramadan.

Das sind aber auch weniger als zwei Euro für ein halbes Kilo Fleisch, ebenso inklusive Plastikverpackung, Tamponage, Transport sonstige Logistik- und Dienstleistungskosten wie Bauern, Schlachthof und Verkaufspersonal im Laden. Sogar inklusive Futtermittel. Das Fleisch ist also nicht nur Aldi weniger als vier Euro das Kilo wert, sondern allen anderen auch. Logisch, oder? Aber da kommt noch Marinade dran, und das macht man mit Wasser, damit sich das Fleisch schön vollzieht, und billigem Öl. So macht man aus dem Kilo Schwein für 3,73, Öl für 10 Cent und noch 2 Cent an Gewürzen sicher problemlos zweimal 600 Gramm abgepacktes Schweinennackensteak, und bei 3,98 Verkaufspreis bleiben da dann tatsächlich 13 Cent übrig. So. Wo war jetzt das Problem?

Von preisWERT kann bei diesem Angebot sicher keine Rede sein.

Klar, es könnte noch 11 Cent billiger sein. Stimmt. Verstehe ich, darüber könnte man sich aufregen, Aldi muss nicht derart viel Gewinn machen – wobei 3% im Einzelhandel eher normal ist.

Das ist einfach nur billigster Dreck, für dessen Produktion alles und jeder bis zum Anschlag ausgebeutet wurde – am meisten die, die sich am wenigsten wehren können: die Tiere.

Oh Gott. Ein ideologisch verblendeter Ökofaschist.

Ich bin kein ideologisch verblendeter Ökofaschist

Jaja – das ist wie bei den Leuten, die sagen “Ich bin ja kein Nazi, aber”. Kommt da jetzt ein “aber”?

aber das, was Ihr tut, ist einfach nur KRANK!!

Hm. Okay, also, ein Rant eines verblendeten Ökofaschisten ist jetzt Nachrichten. Wie Feministen bei dem immerwährenden Bemühen darum, den Gedanken, dass es nicht noch dümmer und lächerlicher ginge als ihre (eigene) letzte Aktion, zu widerlegen (klickt da drauf, vor allem diejenigen mit Ponygirl-Fetisch). Womit wir wieder beim Untergang des Abendlandes wären – aber gut, erstmal zu den armen Schweinen:

Und Euer Verhalten ist nicht nur zum kotzen, sondern auch verantwortungslos.

Also, aus meiner Perspektive jetzt den armen Schweinen im Social Media Marketing von Aldi.

Es wäre für Euch ein Leichtes, Eure Marktdominanz zu nutzen, um mit gutem Beispiel voran zu gehen und die Zustände positiv zu verändern.

Wirklich? Aldi macht nichts positives? Wie z.B. Deutschland erfolgreich gegen das quasi-Monopol von Walmart verteidigt zu haben und jetzt – als Befreier der Konsumenten – in Amerika auch dort Lebensmittel zu vernünftigen Preisen anzubieten?

Aber daran habt Ihr gar kein Interesse. […] Billig, billiger, am billigsten – das ist eure Religion.

Nein – das ist ihr Geschäftsmodell. Das steht auch im fucking Namen des Unternehmens – Albrecht Discount. Discount, wie billig. Wenn du ein ordentliches, saftiges Schweinenackensteak haben willst, was auf dem Grill nicht auf 1/10 seiner Größe zusammenschrumpelt, geh halt zu Edeka. Wie alle anderen Leute auch.

Da hilft es auch nichts, dass es zu eurer neuen Philosophie gehört, dass jetzt alles schick und hochwertig aussieht in den neuen Läden und ich ab sofort auch auf die Toilette gehen kann, wenn ich beim Einkaufen pinkeln muss.

Echt jetzt? Kundenservice? In Deutschland? Wie kommt der Mann auf die Idee, Aldi würde die Zustände nicht positiv verändern?

Ich schätze, gemessen an dem Fleisch, das man bei ALDI zu kaufen kriegt, handelt es sich bei den Gartengeräten, die ich jüngst bei Euch erworben habe (siehe Foto) um echte Qualitätsprodukte!

Das Foto zeigt zwei deutlich verrostete, gebrochene Gartengeräte. “Jüngst” ist also schon volljährig.

Ich wünsche Euch von Herzen, dass Ihr vom Verzehr dieser Antibiotika-Schnitzel schlimmes Genitalherpes bekommt mit übelstem Juckreiz, hässlichen eitrigen Pusteln und beißendem Gestank.

Das ist jetzt so “Hate Speech”, wie was der hohle Heiko verbieten will, oder? Aber abgesehen davon – Genitalherpes ist eine Virusinfektion, und Antibiotika helfen nicht gegen Viren. Sie schwächen auch nicht gerade das Immunsystem, was den Ausbruch der bei 90% der Weltbevölkerung chronisch vorhandenen Krankheit (igitt!) befeuern könnte – eher im Gegenteil.

Aber ich fürchte, dass Ihr dieses ekelhafte Zeug selbst gar nicht anrührt.

Och, wenn man so richtig kleingeschrumptelte Steaks mag, die zu 90% aus krebserregenden Stoffen bestehen, ist das Zeug eigentlich ganz lecker – es muss nicht immer das saftige, zarte Fleisch sein.

Und das kann ich sogar verstehen. Naja, vielleicht läuft es ja gut und Ihr bekommt trotzdem irgendeine fiese Seuche. Glück auf!

Wie erwähnt, die Wahrscheinlichkeit, dass Dominik Boisen selbst Genitalherpes hat, ist fast 100%. Nur wenn irgendwelche Hippie-Bräute den jetzt total toll finden, wegen der armen Schweine und so. Ihr wisst, worauf ihr euch einlasst – ich habe euch gewarnt!

(Mittig im Bild links: Oryx, das Wappentier Namibias)