Ein bisschen schubsen

Es ist ja gerade sehr populär, sogenanntes “Nudging” auf politischer Ebene zu betreiben. Man (also die Eliten) hat (vermeintlich) irgendwie eingesehen, dass man “die Leute” echt schlecht zu irgendwas zwingen kann, daher probiert man es halt – seit geraumer Zeit, übrigens – mit “kleinen Schubsern”. Wie das funktioniert, sieht man gerade zum Beispiel in Vörde oder in Frankfurt – ein kleiner Schubser, und schon hat man die Aufmerksamkeit der gesamten Nation. Schlachtet man hingegen jemandem mit einem Schwert ab, ist das nicht von “gesamtgesellschaftlicher Bedeutung”, sagen die Staatsmedien.

Und diese kleinen Schubser mit offenbar großem Effekt ziehen sich durch alle Bereiche der Gesellschaft – da lernt ein Achtjähriger in der Schule Rechnen Schreiben dass wenn Papa mal Spaß beim Autofahren hat, dass er dann viel Sprit verbraucht. Und das schlecht für die Umwelt und seinen Geldbeutel ist.

Schon im Kindergarten lernen die Kleinen, dass Rauchen doof ist und stinkt. Nun – Rauchen ist jetzt sicher weit weg von der intelligentesten Freizeitbeschäftigung und stinkt mit Sicherheit, aber das “Nudging” in dem Fall ist, dass man den Kindern das nicht etwa so beibringt (das merken die selber, dass das nicht gut riecht) – nein, man ermutig sie dazu, das zu sagen. Denn Kindermund tut Wahrheit Kund…. so die Idee.

Das Problem an der ganzen Geschichte ist, dass es in der Psychologie das Konzept der Resilienz gibt. Auf gut Deutsch ausgedrückt: Irgendwann isses einem halt schlicht egal. “Was, Sie finden, ‘die können mich mal kreuzweise am Arsch lecken’ ist Ihnen nicht wohlfein genug ausgedrückt?  Ja fick dich doch, du blöder Pisser“.

Das Risiko bei psychologisch “fundierten” Konzepten, um Menschen zu beeinflussen ist immer, dass sie halt (a) sehr langfristig und damit (b) kurzfristig anders wirken (können) und man im (c) Endeffekt nie so genau weiß, was man eigentlich gerade anrichtet. Ich hatte zum Framing-Manual der Mafia-Sender damals erläutert, wie Framing konzeptionell funktioniert – dabei aber nicht erwähnt, dass selbst die “Erfinder” des Konzepts nicht so 100%ig sicher sind, dass ihr Konzept jetzt wirklich mehr den Nobelpreis verdient hat als Obama seinen Friedensnobelpreis für drei neue – wie unnötige – Kriege.

Also kurz: Die raten bloß und probieren halt mal. Ich halte das für enorm gefährlich – insbesondere, weil diejenigen, die diese “Schubser” veranstalten, ja dann nicht die Leute sind, die danach auf den Gleisen liegen. Und dann mag es halt passieren, dass die Geschubsten eine Mutter und ihr kleiner Sohn sind, nicht ein Vater und seine Tochter. So nämlich haben wir einen ganz “tragischen” Fall eines armen Opfers – und eines bedauerlichen Opfers.

Ich zumindest kenne keinen Vater, der nicht zuallererst sein Kind gerettet hätte.

Aber das ist natürlich eine logische Konsequenz daraus, wenn man von Kleinauf eingebläut bekommt, dass es “Damen und Herren” heißt, weil nur der Esel den Herren zuerst nennt/begrüßt — ja, was erwartet Ihr denn dann, an wen die Frauen zuerst denken, wenn es “Frauen und Kinder zuerst” heißt?

Ja, liebes Deutschland: Das sind nicht nur die linksgrünen, politisch korrekten Gender-Spinner, das sind auch die Konservativen: So funktioniert Nudging.


Die Feder ist mächtiger als das Schwert, sagt ein altes Sprichwort – und das stimmt auf eine skurrile Weise: Selbst mit einem halben Militärarsenal bekommst Du – wenn Du nicht gerade zufällig Heinrich Severloh bist – gerade mal vier Dutzend Leute tot. Brüllst Du hingegen nur mal (an der richtigen Stelle) einen Satz wie “wollt ihr den totalen Krieg”, erhöht sich das gleich um den Faktor 1 Million.

Mein Punkt aber ist: Was Gutes kommt bei sowas nie raus. Selbst der gerade zitierte Herr Göbbels hat sich damit nur ins eigene Bein – oder später wörtlich in den Kopf – geschossen. Da muss man nicht Einstein bemühen, um das unendliche Ausmaß der menschlichen Dummheit zu sehen oder Hegel mit seinem Nichts, was wir aus der Geschichte gelernt haben.

Aber freilich, Menschen sind Herdentiere, und da geht es dann nach dem Zeitgeist. Und der aktuelle Zeitgeist ist halt, jeden, der mal fragt, was der geisteskranke kriminelle Neger / der geisteskranke kriminelle  Jugoslawe hier eigentlich verloren hatten, “Nazi” zu nennen. Nennen. Weil ja die “Macht des Wortes” derart der Vergewaltigung und Verklärung unterliegt, dass es Leute gibt, die denken, wenn wir geisteskranken Mißgeburten ein “drittes Geschlecht” in den Pass schreiben, wären die irgendwie plötzlich eine anerkennenswerte neue Spezies oder so – und nicht einfach nur geisteskranke Mißgeburten.

Das Problem an Zeitgeist, aber, ist, dass er eben sehr kontempörärer Natur ist. Vor 100 Jahren war es völlig “normal”, Leute wie Scheiße zu behandeln, nur weil sie Neger sind. man hat dann so – ich sehe das als Fortschritt – festgestellt, dass das nicht so prall war – das hat aber viel mit der Aufklärung und Individualismus zu tun. Heute ist es Zeitgeist, Weiße abzuschlachten (siehe: Simbabwe, Südafrika….) – oder ganz allgemein was gegen Männer (als Gruppe!) zu haben oder – naja, solange es keine schwulen Negerweibchen sind, halt.

Liest man zu derartigen politischen Entwicklungen die englische Jerusalem Post, ist der Tenor meist: Ey sacht mal, Kinders, was habt ihr denn für einen an der Klatsche?  – Ich führe das mal darauf zurück, das Juden “verfolgt werden” so quasi als identitätsstiftend haben und eher keine große Lust haben, wieder mal kollektiv verfolgt und abgeschlachtet oder vergast zu werden. Immer daran denken: Das sind recht wenig Leute, unter denen sich verdammt viele intelligente Leute befinden. Vielleicht sollte man nicht auf die hören, aber man sollte sich vielleicht ein Beispiel an dem nehmen, was sie tun. Leute an der Grenze erschießen, zum Beispiel.

Ah – nein, das ist ja gerade nicht Zeitgeist. Wir könnten die Leute an den Grenzen natürlich auch nur ein bisschen “nudgen”. Da gibt’s auch Geräte für.

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Rant

Ich brauche was zum ranten.

Suchen wir mal.

Danisch schreibt, dass US-Colleges Kurse nur für Neger machen. Kann man doof finden, weil die Prediger der Gleichheit die Gesellschaft spalten, aber mal ehrlich: Weiße haben halt langsam verstanden, dass US-Unis ihr Geld nicht wert sind, und Neger sind halt… ach, zieht Eure Schlüsse selbst.

Go woke, go broke, lernt ja gerade auch Gilette (nicht) – und ich muss dazu mal den Aktienkurs heranziehen, auf dem ich wie die Experten professionell eine vollkommen beliebige Stelle markiert und die Skala weggelassen habe, um mein Argument zu unterstreichen, als wäre ich beim IPCC.

Ah – Quellen. Quellen sind wichtig, damit man seriös wirkt. Daher: Quelle.

Kein gutes Rant-Thema. Schauen wir mal zu “Zeit Campus”; die Zeit ist traditionell links-pseudointellektuell, der Zusatz “Campus” heißt dann wohl für Neger Doofe.

Mit 27,9 Jahren hat unsere Autorin ihre erste Topfpflanze gekauft. Ist sie jetzt groß?

Die Autorin heißt Katharina Meyer zu Eppendorf. Sieht aber eher aus wie eine Crackhure. Den Artikel habe ich bis “Bromelie” gelesen, was in der ersten Zeile steht. Ich hab ja nun Verständnis für Leute, die Pflanzen sterben lassen, weil die nicht “Miau” machen, wenn sie Hunger haben oder mal durchgevögelt werden müssen, aber wenn ebendiese Leute wissen, was eine Bromelie ist, dann können sie mich mal. Ich hab seit letztem Jahr dank des großartigen Gregg Hurwitz eine Aloe Vera (ja, das ist ne Pflanze, nicht nur so fancy Zeug um Frauen abzuzocken, damit sie sich jünger fühlen) UND einen Xiaomi-Sensor, der mich informiert, wie lange ich die Pflanze nicht gegossen habe, aber Vera mag das offenbar, also, von meiner Katze umgegraben und von mir ignoriert zu werden.

Und jetzt hab ich doch die fucking Bromelie gegooglet. Ganz ehrlich: Sieht man das nicht, dass die nach spätestens einer Woche tot ist? Zudem hab ich in meinem Garten dieses Jahr ein halbes Dutzend schöner, großer, blühender Dingsdas, die sehr viel besser aussehen. Also; hatte; meine Nachbarn wissen, wie die heißen, und meinten, ich solle die mit Handschuhen entsorgen, weil die sack-gifitg sind – und Unkraut. Wie Portulak und/oder Margarete Polnokowski, quasi.

Leider nicht lesen kann man da den Artikel von Christopher Lauer – das ist einer von denen, die die Piratenpartei kaputt gemacht haben – aber der Teaser ist “Wir 30-Jährigen haben politisch nichts erreicht”. Das mag sein, ist aber irrelevant; waren “wir” “um 1980 Geborenen” (die dann eher auf die 40 zugehen, übrigens) doch zu beschäftigt, unsere 2,4 Immobilien sowie unser 0,6 Boot / Kind zu be-/versorgen.

Schauen wir zu Bento; Bento geht immer.

Maike, 23, schreibt “Meine Eltern haben sich getrennt – und dann mir zuliebe eine WG gegründet”. Also, nicht Maike, sondern Yannick von Eisenhart Rothe. Was issn das heute mit dem verarmten Landadel, dass die sich für sowas hergeben müssen? Und was sind wir Deutsche für ein grausames Volk, das so wenig Respekt vor den Altvorderen hat, sie nichtmal ordentlich zu guillotinieren, wie die Franzosen, halt? Maike ist mit 23 übrigens immer noch nicht über die Scheidung ihrer Eltern hinweg, die 8 Jahre her ist, und Maikes Eltern sind verlogene Cucks. Das, liebe angehende Eltern, ist, was rauskommt, wenn man keine ordentliche Erziehung verfolgt: Bento-Autoren. Wollt ihr das? Also, ganz ehrlich, wollt ihr, dass Eure Tochter Thema in einem Bento-Artikel ist? Dass ihr euch nicht schämt.

Und ich rede hier von meinem hohen Ross abschätzig über Crackhuren.

Zett?

Wie Sinti*zze und Rom*nja gegen Rassismus kämpfen

Hey – Romni kenne ich, das ist der politisch korrekte Plural für “Zigeuner”. Die können aber alle nicht lesen und schreiben, deswegen weiß niemand, ob man das nun mit i oder j schreibt.

Aber dank Menschen wie Estera gewinnen die Rom*nja an Sichtbarkeit.

Ich denke, Vorurteile gegen Zigeuner liegen hauptsächlich daran, dass die sich benehmen wie Zigeuner und klauen wie Zigeuner. Estera hat offenbar nicht verstanden, dass genau diese “Sichtbarkeit” das Problem der Zigeuner ist. Aber vielleicht verstehe ich das auch nur falsch; denn “seit 2015 findet außerdem einmal jährlich der Rom*nja Power Month statt mit dem Ziel, Rom*nja und Sinti*zze zu vernetzen” – man muss ja schließlich gegen die nigerianischen Banden, die hier in Deutschland auch willkommen sind, ankommen, gell?

Aber da kommen wir dann endlich zu einem tollen Thema: Elternschaft. Natürlich aus der “verständnisvollen” Perspektive für unfähige Mütter – und vor denen hab ich halt mal genau Null Respekt. Ja, Kinder sind anstrengend, aber das weiß man vorher. Dafür sind sie, wenn man Glück hat und keine Scheiße baut, süß. Wenn nicht – dann sind sie halt so scheiße wie die, die man selbst verbockt hat; da ist man als Eltern wie bei Mareike von Schlossdorf schon ganz selber dran schuld, wenn die Bento-Autoren oder, marginal besser, Crackhuren werden.

Society to working moms:

-Go back to work 6-8 weeks after having the baby.

Ja – ein englisches Facebook – Zitat, weil heute zwar niemand mehr weiß, dass die Quadrate der Umlaufzeiten der Planeten den dritten Potenzen der großen Halbachsen ihrer Bahnellipsen entsprechen (oder, wenn wir schon dabei sind, was “große Halbachsen” sind), aber Dumm-Englisch können alle. Scheiße, zwar, aber muss man können. Weil sogar Donald Trump Englisch kann, und es ist wichtig, “besser” zu sein als Donald Trump. Ich mache das auch so, mich gutfühlen durch Runtersetzen des Maßstabs; ich habe zum Beispiel deutlich weniger Frauen und Kinder kaltblütig erschossen als Che Guevarra – und werde trotzdem wunderlicherweise nicht als Volksheld gefeiert.

Zurück zu den grausamen, “unrealistischen” Erwartungen der ach so bösen Gesellschaft an Mütter – die ihnen ja offenbar 8 Woche Urlaub dafür gegönnt hat, einen halben Tag einen (dann) plärrenden Fleischklops aus ihrem Unterleib ploppen zu lassen. Es mag daran liegen, dass ich halt einen größeren Teil der Welt kenne als der durchschnittliche Amerikaner, der selbst sein eigenes Land nicht auf einem Globus findet. Ich hab ja durchaus Verständnis, mal zehn Minuten auf meine gedämpften Frühstücks-Xiaozi warten zu müssen, weil die Köchin/Verkäuferin/Entrepreneurin gerade gebärt, aber nach 6 Wochen hätte ich dann doch echt Hunger.

Aber natürlich kann man als Frau im Westen hauptsächlich eines: Jammern.

The baby that you spent 9-10 months growing inside of your body.

Weil, das hab ich von meiner Oma gelernt, ist das absolut nichts, wo eine Frau was falsch machen kann. Ja, man kann sich zudrogen oder saufen; dann kommt halt eine Feministin / ein Incel raus, aber ansonsten ist es eher im Interesse der Mutter, sich in der Schwangerschaft vernünftig zu verhalten als im Interesse des Kindes. Natur ist nicht nett oder politisch korrekt; wenn Frau sich in der Schwangerschaft falsch ernährt, hat sie danach halt keine Haare / Zähne mehr. Fragt mal Oma, wie das im Krieg war, oder schaut halt irgendwelche Neger an; da ist immer Krieg. Und das, dieses rein solipsistische Rumgejammere, weil man ja auf sich fucking selbst achten muss, ist ein Niveau von Entitlement, wo man mit der armen “sollen sie halt Kuchen essen, wenn sie kein Brot haben” Michael Müller Marie Antoinette fast Mitleid bekommen könnte.

Die US-Amerikanerin Sarah Buckley Friedberg ist selbst Mutter von drei Kindern und weiß, wie kräfteraubend und einnehmend das sein kann.

Joah, und mein Bruder ist einer von den modernen Männern, die ganz genau Null Bock auf ihren Brotjob haben und deswegen ganz emanzipiert Elternzeit nimmt, und dann geht man halt zum Gruppenkacken (ey; das wollt Ihr gar nicht wissen) als einziger Mann, und alle Mütter wollen nur eines: Von einem Mann bestätigt bekommen, wie furchtbar anstrengend das sei.

Isses halt nicht.

sie macht deutlich, wie groß die Belastung ist – ohne dass andere das überhaupt sehen, geschweige denn anerkennen.

Guckt?! Nur, weil die behaupten, dass sie was deutlich machen würde, tut sie das noch lange nicht. Isses nämlich nicht; Kinder großzuziehen ist nicht schwierig; sieht man an den ach-so-diskriminierten Zigeunern. Kinder ordentlich großzuziehen ist schwierig, aber da versagen ja nun die Meisten.

„Zeig der Welt, dass Frauen alles können. Mach richtig Karriere!“, führt sie aus und macht deutlich, dass die Aufgaben, die sie zu Hause als Mutter erledigt, im Job leider häufig keine Rolle spielen.

Und wieder “macht sie deutlich”. Das muss man dazusagen, weil sie es halt nicht fucking deutlich macht. Also, dass, wohlgemerkt, das Wechseln von Windeln beim Bau nuklearer Sprengköpfe “leider häufig keine Rolle spielt”. Oder beim Bewegen von Artikeln über eine Scannerkasse oder eigentlich jedem verdammten Job auf diesem Planeten, weil’s nicht sonderlich schwierig ist. Babys bewegen sich die ersten Monate nicht mal, damit man das mit dem Windeln wechseln leichter hat; die Natur weiß schon, wie unfähig Menschenfrauen sind.

Anschließend geht Sarah auf die Veränderung ihres Körpers ein und formuliert spitzzüngig: „Verlier deinen Babyspeck und komm schnellstmöglich wieder in Form.“

Ja… “Babyspeck” ist was, was Babys haben. Die wachsen, da geht das (hofft man) wieder weg. Sarah wächst nicht mehr. Das ist kein Babyspeck, die ist nur undiszipliniert. Die Schwangerschafthormone mit dem Heißhunger und die Angst vor dem Zahnausfall gehen in dem Moment weg, wo das Baby rauskommt; und wenn man dann wohlgemerkt sich selbst was gutes tut und keinen/wenig Zucker isst, weil das Babys via Muttermilch eh nur quengelig macht, gehen auch die übrigen vier Kilo wieder weg, bevor das Kleine krabbelt.

Man kann aber natürlich auch selbstmitleidigen Rotz bei Facebook posten, während man Erdnussflips mit Karamell nascht, und sich darüber beschweren, dass das Kleine nur quengelt. Als könnte da irgendwer was dafür außer man selbst. Allein, leichter wird man davon nicht, und wie schon erwähnt ist Natur nicht politisch korrekt; das Baby wird schon entsprechend zum Kotzen, wenn Mama sich nicht ordentlich ernährt. Da gibt’s Bücher, wo das drinsteht, und Hebammen, die einem das erklären. Das ist nichtmal Mansplaining, das ist was, was Frauen recht alleine rausgefunden haben.

Natürlich nur, weil die bösen Männer zu beschäftigt waren, sich in Stalingrad erschießen zu lassen, anstatt sich um die Kleinen zu kümmern.

Als Mutter müsse man … dem Kind zum Geburtstag eine vernünftige Torte backen

Und als Grammar Nazi müsste man anmerken, dass Torten sich dadurch von Kuchen unterscheiden, dass sie nicht gebacken werden. Deswegen heißt es ja auch “New York Cheesecake“, nicht Cheesetart. Weil man da die Sahne backt. Man kann, mirwegen, einen Tortenboden backen, aber keine Torte.

Und wo es gerade um Gesundheit geht: Auch die Ernährung für die Kleinen sollte stets ausgewogen, nährreich und keinesfalls ungesund sein – am besten also immer frisch und lecker kochen!

Liebe Frauen mit Kindern, falls das eine lesen sollte: Kinder essen sowas nicht. Zucker ist quasi wie Heroin, einmal ist einmal zuviel, da kommt man nicht mehr los von. Und die fiese Pharmaindustrie tut das sogar in den Hustensaft, weil – ratet mal – Kinder den sonst ausspucken.

Ich hab auch bekloppte Bekannte, die den Babybrei selbst aus Bio-Gemüse dampfgaren, aber rein biologisch ist “Wachsen” eine Leistungssportart, von daher “brauchen” Kinder eher Kohlehydrate als nährwertfreien Mist wie Karotten. Und kein noch so billiger Babykost-Hersteller tut da Zucker rein. Seit Jahrzehnten nicht.

„Legt euer Handy weg, schaltet den Fernseher aus und genießt euer Leben. Genießt eure Kinder. Das sind die guten Zeiten – seht also zu, dass ihr jede Minute eures Lebens genießt“, befiehlt Sarah ironisch.

Joah – und das ist einfach nur traurig. Danke; ze.tt – ich wollte hier schön ranten, und ihr liefert mir einen derart depressiven Mist. Wieso lassen sich solche Frauen nicht einfach kastrieren?

Leitfaden des Ministry of Truth

Angesichts der Vorfälle in Chemnitz und der Debatte über Rechtsextremismus erklären die „Neuen deutschen Medienmacher“, eine Initiative für mehr Vielfalt in den Medien und Qualität in der Berichterstattung:

Wurde mir so in die Timeline gespült, weil das aus Berlin mit meinen – und Euren (nicht denen der Berliner, die zahlen keine)  – Steuergeldern (2,37 Millionen Euro) bezahlt wird. Naja, hey, wir wissen ja: wir waren schon immer Alliierte von Ozenanien und immer im Krieg mit Ostasien, ne? Was soll schon schlecht daran sein, wenn Staaten Propaganda unterstützen? Hitler hat das schließlich niiiiiiiie gemacht, dann kann’s ja nur gut sein.

Es ist eine große Herausforderung, den Überblick über die Vorfälle in Chemnitz zu behalten und faktenbasiert darüber zu berichten.

Ja…. der Herr Maaßen vom Verfassungsschutz, dessen Job das ist, den Überblick zu behalten, fand jetzt nicht so, dass da was passiert ist. Also, “Vorfälle” in Chemnitz, die über Schmierereien an einem (1) koscher-jüdischem Lokal hinausgehen.

Wir müssen die Vorgänge beim Namen nennen:

Man beachte das “wir” im pluralis majestatis. Aber hey – ich habe die “Vorgänge” (also, den einen) bereits beim Namen genannt. Es gibt leider auch rechtsradikale Idioten, nicht nur linksradikale. Das nimmt sich nix zu Erika Steinbachs Haustür, hat aber durchaus eine andere Qualität als Herrn Höckes Vorgarten.

Aber gut, die linken Spinner (da gibt es gerade dieses NPC-Meme, was derart treffend ist, dass die Linken sich mit dem Fuß in die Hälle stampfen wie Rumpelstielzchen, aber zurück zum Thema) brauchen ja Vorgaben, wie sie sich zu verhalten haben.

Es waren keine „Trauerzüge“

Nein, waren es nicht. Ein Trauerzug umfasst Leute, die selbst betroffen sind; der Rest sind Heuchler. Das ist wie “Gedenkminuten” für Oury Jalloh, einem schwerkriminellen Drogensüchtigen, der “leider” verstorben ist oder die Irgendein-Neger-Stiftung. Es ist aber natürlich böse, wenn nicht-linksextreme bedauerliche Einzelfälle politisieren. Insbesondere dann nicht, wenn die nahezu täglich vorkommen; da bekommen die Linken dann nämlich Probleme mit dem Mithalten (Jalloh war 2005, Amadeu Antonio Kiowa 1990).

oder „Schweigemärsche“

Ich bin recht sicher, dass die AfD da einen Schweigemarsch veranstaltet hat, von dem halt herzlich wenig berichtet wurde. Aber natürlich ist ein kein Schweigemarsch, wenn irgendwer “Deutschland den Deutschen” brüllt.  Das ist allerdings ein Strohmann; niemand hat den Schweigemarsch im Plural behauptet.

… bei denen sich lediglich ein paar Rechtsextreme untergemischt haben. Die Veranstaltungen wurden von und mit Rechtsextremen organisiert.

Ich hasse es, Rechtsextreme in Schutz nehmen zu müssen, aber unser Grundgesetz garantiert jedem Idioten das Recht, eine Demo zu machen. Ich muss das also nicht inhaltlich widerlegen; das ist, selbst wenn es so wäre, vollkommen im Geist unserer ach so tollen “Verfassung”.

Es ist kein bürgerlicher Protest: Wer hier mitläuft, unterstützt Neo-Nazis, Rechtsextreme oder Faschisten und wird nicht “in die Rechte Ecke gestellt“, sondern stellt sich selbst dort hin.

Nach dieser Logik sind die 240.000 bei #unteilbar in Berlin sämtlich linksradikale, Israel-hassende Antisemiten, die “Deutschland verrecke” gebrüllt haben, und da waren nicht einfach nur recht viele Leute dabei, die auf ein Gratis-Grönemeyer-Konzert wollten.

Hmmmm… fairerweise könnte das stimmen; die Rechten machen keine Konzerte, um die Teilnehmerzahlen künstlich hochzutreiben. Davon bleibt “Neo-Nazis, Rechtsextreme oder Faschisten” dennoch ein Pleonasmus, und auch Neonazis sind immer noch Bürger. Im Gegensatz zu messerstechenden, auswanderungspflichtigen Ausländern, jetzt mal ohne links-pseudointellektuelle Begriffsvergewaltigung.

Nicht nur Neo-Nazis sind ein Problem, sondern auch die Mitläufer. Das sollten Journalist*innen nicht verharmlosen.

Das ist hier differenziert zu sehen: Ich habe kein und werde nie ein Problem mit Neo-Nazis haben, weil man sehr viel arischer deutsch als ich nicht sein kann. Zudem kann ich mein Maul halten und ihnen nicht sagen, was ich von ihnen halte, dann bekomme ich auch nix auf die Fresse. Politisch sind die vollkommen irrelevant, also kommt da auch kein Problem her, und sobald die auch nur polnisches Kinderspielzeug irgendwo ablegen, kommen sie fünf bis acht Jahre in den Knast. Ich sehe ganz ernsthaft kein Problem mit Rechtsextremen, was wir nicht im Griff hätten. Wir sperren die halt weg, wenn sie sich nicht benehmen. Im Gegensatz zu Bin Ladens Leibwächter oder anderen Islamisten, übrigens. Oder Linen organisierten Kriminellen, die Häuser besetzen, zum Beispiel.

Der interessante Punkt hier sind aber die “Mitläufer” – denkt Euch das mal übertragen auf den Islam: “Nicht nur die Islamisten sind ein Problem, sondern auch die Mitläufer (=Moslems).”
Was für eine widerliche, menschenverachtende, pauschalisierende und generalisiserende Aussage. Aber so sind’se halt, die Linken. Bigott, blöd und es ist nur dann kacke, wenn es die anderen machen.

Rechtsextreme und AfD streuen gezielte Mythen über sämtliche Medien, wie das Mantra: „Wir sind keine Rechten, wir sind nur politisch besorgte Bürger.“

Ich bin mittlerweile “rechts”, so wie halt Franz-Josef Strauß rechts war, der Nazi. Ich bin dennoch – oder deswegen, vielmehr – ein politisch besorgter Bürger. Das ist ein künstlicher Gegensatz, der da aufgemacht wird. Zudem sind Rechtsextreme nicht diejenigen, die rumlügen und im Gegensatz zu Linksextremen keine Gulags fordern; Rechtsextreme fordern offen, ihre Hassobjekte in Vernichtungslager zu stecken. Das ist für eine zivilisierte Gesellschaft insofern praktisch, als man die dadurch einfach wegsperren kann.

Oder wahlweise auch: Islamkritiker

Wir wissen nämlich: Nur reaktionäre Nazis wagen es, eine überholte Religion zu kritisieren. Wie Martin Luther, der Nazi.

Migrationskritiker

Freilich gibt es einige Spinner, die sich ein arisch-weißes Deutschland wünschen, aber – wichtiger Punkt – die finden alle doof. Um die kann und sollte es also nicht gehen, und dann sind wir wieder bei den Linken, die Migration kritisieren, zB in der Form “man kann die Leute doch nicht im Mittelmeer ersaufen lassen”. Das kann man nämlich sehr wohl. 

abgehängte und vernachlässigte Bürger

Man muss schon sehr weit nach rechts gucken, um abgehängte Bürger zu finden. Links hingegen findet man da recht spontan zum Beispiel Sawsan Chebli, die allerdings keineswegs “vernachlässigt” ist. Aber, guter Punkt: Da marschieren sicher keine abgehängten und vernachlässigten Bürger. Behauptet das irgendwer? Strohmann?

Wenn Menschen vor laufender Kamera Aussagen machen, die an die 1930er erinnern, sollte das entsprechend aufbereitet und problematisiert werden. Nur „zuhören und reden lassen” ist hier das falsche Format.

Das unterschreibe ich sofort, und für solche Aussagen zahle ich sogar gerne Steuern. Wir sollten nach 80 Jahren endlich aufhören, kommunistische Fantasien unkommentiert einfach wiederzugeben, ohne auf die Schrecken des real existierenden Sozialismus hinzuweisen. Oder die Nicht-Lösungen der SPD, die hat 1933 auch total versagt. Ich möchte nicht in einem totalitären Staat enden.

Es fanden keine Hetzjagden und Attacken auf „Migranten“ oder “Ausländer“ statt

Das ist absolut korrekt.

sondern auf Menschen

Das nicht. Das bekannte Video zeigt keine Hetzjagd, das andere, wo ein paar Südosteuropäer mit Polizeisirenen im Hintergrund auf einen Parkplatz laufen, auch nicht. Es gibt da noch ein Polizei-Stürm-Video an einem Bahnhof, was ich als Hetzjagd qualifizieren könnte, aber das war die fucking Polizei. Die darf das.

„Rassistisch motivierte Hetzjagden“ wäre eine Alternative, um in der Berichterstattung nicht die Täterperspektive einzunehmen.

Merke: Tatsachen sind Täter. Weil, dass das Migranten oder Ausländer sind, das ist ja nicht so klar, und es ist viel wichtiger, hervorzuheben, dass eine im Kuhstall geborene Maus selbstverständlich als Kuh zu behandeln ist, auch wenn das für Menschen Null Sinn macht, auch aus deren Perspektive – fragt einen beliebigen, hier geborenen Türken, wenn ihr mir nicht glaubt. 

Die Medien sollten auch die Angegriffenen

Also: Den einen  jüdischen Lokalbesitzer?

stärker berücksichtigen: Einwanderer*innen, Geflüchtete, Deutsche of Color, von denen es auch in Sachsen zahlreiche gibt, kommen bisher wenig zu Wort.

Die… wurden aber nicht angegriffen?! Und ich kann das nicht oft genug wiederholen: Vor dem Import von einer Million Leuten, die hier nichts verloren haben und nichts beitragen können (es kamen zwei Millionen, so grob) konntest Du in Deutschland so frei leben wie nirgends sonst, zumindest freier als in dem Land, wo Deine Eltern oder Großeltern herkamen (bei meinen Großeltern war Hitler an der Macht, das gilt also auch für mich). Auch wenn Du gelb sehr weiß oder braun bist.

Der Import von Tausenden von Assos, für die ein deutsches Gefängnis deutlich schöner ist als ihre Wellblechhütte zuhause, macht da ein sehr negatives Allgemeinbild daraus, wenn die sich daneben benehmen – und warum sollten sie nicht? Aber das färbt halt ab. Ich hab nix gegen Neger oder sowas, ich hab aber Freunde, die so aussehen. Ich kann deswegen wirklich nix mit PC-Bullshit anfangen, weil das nur Rassismus macht.

Und das ist Deutschland, im Vergleich zu überall, nicht. Rassistisch. Wir importieren uns nur den (antideutschen) Rassismus einer Sibel Schick, einer Noah Sow, einer – ist doch kackegal, wie die Fotzen heißen. Und jeder vernünftige Mensch mag solche Leute nicht. Wenn dann da aber irgendein blöder Linker “Rassismus” brüllt, aus Selbsthass oder weil Deutschland verrecken soll, dann muss man sich schon sehr zusammenreißen und sagen “dann bin ich halt Rassist, du Volldepp”. Eine Freundin von mir hat das in einer sehr bedeppert guckenden Runde sehr schön formuliert “Komm, Shitlord, das kannst Du doch nicht sagen, das ist total rassistisch. Ich kann das sagen, weil es stimmt”.

Aber ja, solche Leute kommen überhaupt nicht zu Wort.

Das Thema ist nicht: Wut auf die Asylpolitik oder „Ausländerfeindlichkeit”

Eben. Wozu veranstaltet man denn eine Demo gegen das Versagen der Politik bei der Abschiebung der zunehmend mehr messermordenden, ausreisepflichtigen Illegalen? Nicht wegen Wut auf (das Versagen der) Asylpolitik. Neeeeeeein. Sondern:

Aufmärschen wird die Pressefreiheit, die Vielfalt in der Bevölkerung, die bloße Existenz von Muslimen in Deutschland und unsere Rechtsstaatlichkeit angegriffen.

Ich wiederhole zur “Rechtsstaatlichkeit” mal “ausreisepflichtig”. Das ist Staatsversagen, das ist kein Rechtsstaat mehr, der irgendwem was nützt – außer kriminellen Messerstechern, natürlich. Da muss man nichtmal Solschenizyn bemühen, das ist per se schlimm genug. Und ich möchte genauso wenig wie alle anderen anständigen Menschen eine “Vielfalt” der Bevölkerung, die Messerstecher und Massenmörder beinhaltet – wohlgemerkt, sofern sich das vernünftig vermeiden lässt; mit einem unangenehmen Rest muss man tatsächlich leben.

Pressefreiheit ist Bullshit, die Presse hat nur ein Problem mit der Meinungsfreiheit, wenn die Meinung ist, dass die Presse Dreck ist. Das ist ausschließlich ein Problem der Presse. Der “Angriff” geht nur auf die GEZ. Das hat nix mit Pressefreiheit zu tun, das ist reine Geldgier.

Und die Existenz von moderaten Muslimen in Deutschland wird von niemandem (außer der Neonazigruppe Freital-West, was sechs Leute sind) angegriffen. Orthodoxe Gläubige haben in einem säkularen Staat aber halt nix verloren. Sollen sie doch nach Mekka gehen.

Die Ziele der Gruppen sind jedoch verfassungsfeindlich („Deutschland den Deutschen“, “Ausländer raus“, “Deutsche zuerst“).

Wenn “Deutschland den Deutschen” oder “Deutsche zuerst” verfassungsfeindlich ist, brauchen wir dringend eine neue Verfassung. Findet übrigens auch das Grundgesetz, Artikel 146. Die Leute, die das geschrieben haben, waren nicht doof.

Die AfD ist nicht „rechtskonservativ“, „rechtsnational“ oder „rechtsaußen“.

Öhm…. doch. Die AfD ist rechts-national.

Die AfD ist mindestens rechtsradikal (nachzulesen in der Definition des Verfassungsschutzes).

Aha. Da steht dann:

Radikale politische Auffassungen haben in unserer pluralistischen Gesellschaftsordnung ihren legitimen Platz.

Damit ist das nicht negativ. Aber der Verfassungsschutz hat offenbar eine seltsame Begriffsverwendung. Ich finde linke Hausbesetzer nämlich linksradikal, und ich finde das überhaupt nicht in Ordnung. Dito für rechtsradikale Böller-Platzierer. Deren Aktionen (!) sind nämlich überhaupt nicht in Ordnung. Aber hey, der Verfassungsschutz, den mögen die Linken ja, wenn’s ihnen halt passt. Nur den Herrn Maaßen nicht, also, so den Verfassungsschutz im Allgemeinen. Bigotte Arschlöcher.

Zahlreiche Vertreter, wie Björn Höcke, sind eindeutig rechtsextrem.

Kein vernünftiger Mensch wird abstreiten, dass es in der AfD Rechtsradikale gibt, und ich bin nicht der Verfassungsschutz und muss Deppen und Deppen ausdifferenzieren.

Höcke hingegen – mei, so eindeutig ist das für mich nicht. Höcke ist identitär und damit ein Idiot, aber wenn man das (Wikipedia)

als „Vertreter eines völkischen Nationalismus […] also eindeutig rechtsextremistisch

(nicht meine Pünktchen) so darstellt, dann fehlt mir da jedwede “Schlechtigkeit” in “Rechtsextremistisch”. Völkisch-national zu sein ist in keiner Weise irgendwie schlecht, das schadet niemandem.

Wenn das also “rechtsextrem” sein soll, dann ist Vernunft rechtsextrem. Merkt man an linksextremen Nazi-“Forschern” wie dem in Wikipedia fortfolgend zitiertem Hajo Funke, den ich für anderweitigen Bullshit irgendwie bereits als “Depp” im Kopf habe:

Er sage sinngemäß: „Die Syrer, die zu uns kommen, haben immer noch Syrien. Wenn wir – durch die Syrer – unser Deutschland verloren haben, dann haben wir keine Heimat mehr.“ Etwas Infameres lasse sich kaum denken.

Weil – das ist wahlweise Faktum oder weltfremder Unsinn. Nur weil wir ein paar Hunderttausend Syrer hier haben, wird Deutschland nicht untergehen; Deutschland hat es 1933 ff. geschafft, gute sieben Millionen recht beliebiger Leute nicht nur zu deportieren, sondern industriell organisiert zu töten. Deutschland ist (noch) ein auf Effizienz wert legendes Industrieland.

Das ist also mehr eine moralische Frage, was “wir” mit den Leuten machen. Und jedwede vernünftige Partei würde hier argumentieren, dass wir die Produktiven behalten und mirwegen noch die, die echt Schutz brauchen, aber der Rest muss halt weg. Zum Beispiel, wie Herr Höcke korrekt sagt, nach Syrien, da ist nicht mehr sonderlich Krieg.

Wir als Deutsche können das übrigens nicht; ein Visum für Syrien zu bekommen ist nahezu unmöglich, analog für den Irak – wobei man da eh nur entführt wird, sagt mein Freund aus Erbil. Also, ich, mit 100%iger Sicherheit. Finde ich schade; da isses sehr hübsch, so von den Fotos her.

Aber natürlich sind Tatsachen wie diese Feststellung von Herrn Höcke so infam, dass es

Alternative Begriffe für die Berichterstattung

braucht. Das aktuelle Handbook of newspeak lässt sich hier einsehen.

Streifzug

Es gibt so Tage, da passiert nichts. Ich meine, heute hat Donald Trump erklärt, kein Feminist zu sein – was zwar wirklich niemanden wundert, da Trump zwar ein bisschen primitiv gestrickt ist (für einen Menschen, nicht für einen Politiker), aber trotzdem die Schlagzeile des Tages ist. Übrigens mit der (idiotischen) Ergänzung (siehe Link), dass es eben keine Schlagzeile ist.

Tja – da hat man kein Thema, über das man was schreiben kann. Aber was sonst? Vögeln? Frau hat morgen einen wichtigen Termin; geht nicht. Onanieren? Der neue Porno hängt noch für 90 Minuten in der Torrent-Cloud des ukrainisch-russisch-Bahamas-deutschen Anbieters in Hong Kong, den man mit einer bar bezahlten PaysafeCard aus irgendeinem Netto aus einer anderen Stadt bezahlt hat.

Aber irgendwas muss es doch geben. Fettie, zum Beispiel, ist doch immer gut für irgendwas… aber nein; die wundert sich nur über irgendeine Schauspielerin, die behauptet,

noch nie mit Sexismus in Berührung gekommen zu sein.

Ich meine – was soll mir der Artikel geben? Fettie ist ja nun auch noch nie mit Sexismus in Berührung gekommen. Denn: um als Frau überhaupt wahrgenommen zu werden, muss man – von den 200 Kilo Übergewicht abgesehen – zumindest aussehen wie eine Frau, und sich irgendwie nett benehmen. Fetties Problem ist nicht Sexismus, sondern Stultitismus (von lat. stultitia, Dummheit) – aber während es kein grundlegendes Problem mit Negern (siehe: Rassismus) oder Frauen (siehe: Sexismus) gibt, ist an Deppen einfach nichts positives zu sehen, und eine solche Bewegung hätte schlicht keine Fürsprecher (außer vielleicht für ihre Auslöschung).


Ich hab mir überlegt, das Griechisch zu machen, aber im Griechischen ist der Unterschied zwischen “Rasse” und “Geschlecht” φυλή und
φύλο. Also, Phyli und Phylo. Ich habe so den Eindruck, die alten Griechen wussten da schon was….


Auf der Suche nach etwas gehaltvollerem begebe ich mich also zu Twitter. Auf Twitter erfahren wir, dass James Bond Teil des Patriarchats im Allgemeinen und der “Rape Culture” im besonderen ist. Weil?

this scene, in Diamonds are Forever, where he forcefully removes a woman’s bikini top and then strangles her with it

Ja – die guten, frühen 70er Jahre, da, wo die AfD und alle anderen Ewiggestrigen hin zurückwollen… wo es halt noch vollkommen normal war, Frauen zur Begrüßung den Bikini runterzureißen und sie damit zu würgen. Hach, die gute, alte Zeit… Wobei: Meine Mutter muss damals noch sehr anders gewesen sein. Wobei mein Vater jetzt nicht der Typ ist, willkürlich Frauen auszuziehen und zu würgen… naja, man weiß ja nie, wie das damals lief.

Bento? Weinigstens bei Bento muss es doch was Blödes geben?

Helene Flachsenberg hat ihren Weltschmerz publiziert. Darüber, dass junge Leute nicht ernst genommen werden, wenn – und weil – sie nur Unsinn reden. Helene ist jetzt – vom Bild her auch nicht mehr in dem Alter, wo Frauen grundsätzlich geil aussehen (immer noch 60 Minuten bei premiumize.me).

Allen voran diese Geschichte macht deutlich, wie schwer es für die junge Generation ist, politisches Gehör zu finden.

Hitler war 34, als er den Putsch versuchte. Die ebenso Unsinn redende, ebenso ungebildete und ebenso von einer idiotischen Ideologie verblendete neue Grünen-Vorsitzende ist hingegen schon 37.  Und kommt da nichtmal ohne eine Quote hin…  aber Jammern, das können die “jungen” Leute. In fucking meinem Alter!

Ah, Österreicher. Ich vergaß, Hitler war ja eigentlich Österreicher. Ja – Österreicher jammern halt nicht nur. Da wird man dann auch mit 31 Bundeskanzler.

Die Frage ist jetzt, ob es nicht eigentlich gut ist, junge Leute nicht an die Macht zu lassen oder schon. Aber dabei hilft uns Annalena Helene auch nicht weiter.  Stattdessen referiert sie

Auch Ricarda Lang wehrt sich in ihrem Beitrag gegen herablassende Behandlung

Aber Ricarda Lang ist halt nicht nur jung, sondern vor allem fett. Aber – Moment; das muss ich nicht selbst schreiben:

Es geht ihr aber nicht nur um ihr Alter – sondern vor allem um ihre Figur.

Ja, okay,  lesen wir Ricardas Beitrag:

Ricarda Lang ist Sprecherin der Grünen Jugend

Und eine ideologisch verblendete, dumme Pute. Und auch noch fett. Ich möchte mal anmerken, dass der letzte Punkt die am wenigsten schlimme Kritik ist.

 und bekommt ständig Körperkommentare

Und dann freut sich die dumme Nuss nichtmal!

Rest des Artikels? Ricarda ist 24 und hat nichtmal eines der runtergedummten Jura-Studiums in BaWü geschafft, trotz Frauenförderung wie Scheiße. Es gibt ein Bild von ihr mit einem Eis. Keines mit einem Buch. Ich weiß nicht, was ich dazu mehr schreiben soll.

Ze.tt – Mein Gott; nur noch Clickbait – Überschriften?

Warum manche Paare für ihre Hochzeit mehr Geld ausgeben, als sie haben

Weil junge Männer – ich muss da quasi Jordan Peterson zitieren vergewaltigen – schwanz- und planlose Weicheier sind, die irgendeiner Instagram-Hure ihre Seele opfern?

Warum wir aufhören sollten, gut im Bett sein zu wollen

Boah, das könnte man doch fast klicken… ist das nur für Frauen oder für alle gendergerechten 47 Geschlechter?

Beide?

Komm, Katja Lewina, mir ist auch klar, dass es mit Mitte 30 schwierig ist, noch was zu finden – aber deswegen die Konkurrenz runterzuziehen ist doch Krabbenkorb-Scheiße, oder? Ja, mir ist klar, dass Du auch nur mal wieder ordentlich durchgevögelt werden musst, und ich würde mich da gerade sogar anbieten; ich fürchte nur, dass Du iRl nicht mehr so aussiehst wie auf deinen Bildern von vor sechs Jahren (und noch 42 Minuten).

Wollen wir mal eine “seriöse” Zeitung probieren?

Gottschalk gerät bei Twitter unter Rassismus-Verdacht

Oh Gott! Jemand regt sich bei Twitter auf! Ausgerechnet bei Twitter – als hätten wir aus den #Irrelevanterdreck (Aufschrei, Metoo, fuckyou etc. pp) nichts gelernt.

Was hat denn Tommy Ex-Gummibärchen gesagt?

Hab meine DNA aufschlüsseln lassen. Afrika war ja klar. Aber über 50% Prozent Osteuropäer!
Deswegen hab ich als Kind so geklaut.

Höhö. Scheiß Witz. Okay, Gottschalk war Zeit meines Lebens zumindest für mich nie lustig, sondern mehr der Gummibärenmann. Im Gegensatz, übrigens, zu Bully Weichei Herbig, der früher mal lustig war und überhaupt kein guter Gummibärenmann ist, aber es gibt ja nun auch mehr als zwei fünf Gummibären-Geschlechter, total ökologisch wie politisch korrekt – wollte nur keiner. Ich hab sie für 29ct (19?) im Restposten gekauft; und die sind ja mittlerweile nun vier Jahre getrocknet; ein hervorrragendes Alter für Gummibären. Schmecken aber immer noch scheiße. Ist wie mit dem Gender-Mist – war von vornherein Scheiße, bleibt scheiße, mag keiner. Der einzige Unterschied ist, dass Haribo das verstanden hat.

Was ich zu solchen DNA-Aufschlüsselungs-Dingern sage… hmmm… erstens mal gibt es da diesen Artikel auf einer Satirewebsite, der dann anderswo – ach, fickt euch, fake news; ich glaub den idiotischsten Mist jetzt einfach; das Bild von Claudia Roth, die den Regenbogen malt, scheint ja echt zu sein – naja, dass die angeblichen DNA-Analysten die Ergebnisse absichtlich politisch korrekt verzerren.

Aber – ne, ich werde nicht wirklich Anhänger idiotischer Verschwörungstheorien (nur guter Verschwörungstheorien, natürlich) – die Tests sind halt eh Abzocke und Bullshit, ganz im Allgemeinen.

Meines Wissen nach sind die DNA-Parallelen zwischen Menschen und Schimpansen in etwa bei 98% – wie die zwischen Männern und Frauen. Mit dem Rest aller Lebewesen sind die Übereinstimmungen so bei 70% – Thomas Gottschalk ist also zu 70% ein Delfin. Okay, das erklärt natürlich nicht, warum er so viel klaut, aber es erklärt, warum er so komische “Iiieh-Hihi-Iieek”-Geräusche machen kann.

Nicht witzig?

Es ist vor allem deswegen nicht witzig, weil Thomas Gottschalk vor der Zeit des Privatfernsehens reich geworden ist. Damit also durch GEZ – Gebühren. Die sind kein Diebstahl, freilich – Diebstahl erfordert nur fehlendes, passives Einverständnis – Leuten was entgegen ihren aktiven Willen wegzunehmen ist Raub.

Aber hey – wie Gottschalk ja so schön sagt, “Afrika war ja klar”.

Sammal. 

Als läge das irgenwie an den Genen und nicht daran, dass wir, als Menschheit, aufgrund unserer genetisch-biologisch einzigartigen Gutmenschlichkeit irgendwie die Kontrolle über die Parasiten (nein, damit meine ich nicht Osteuropäer oder Neger, damit meine ich Gottschalk) verloren haben. Weil wir wissen, dass man die nicht essen sollte, weil Hirnschäden aufgrund von Parasiten und so. Ich bezweifle aber gerade stark, dass es – insgesamt – wirklich schädlicher wäre, die Gutmenschen zu essen, als sich ihren Unsinn weiter anzuhören.

Klar, kannibalistische Gesellschaften sind alle ausgestorben, aber hey – wir können die sich ja gegenseitig essen lassen; Leuten nichts zu essen zu geben ist ja schließlich Menschenrechtswidrig (und so Bullshit).


Sorry, ich hab gerade schlechte Laune. Ich drück da mal wo auf “Play”.

Die eingeschränkt demokratische Grundordnung

Nachdem mein schöner, bedachter Beitrag zu Strohmännern, die einem liberalen, marktwirtschaftlichen Kapitalismus entgegengesetzt werden, wohl recht unbeliebt war, statt einer Fortsetzung heute ein kleiner Rant.

Da sind nämlich ein paar Sachen zusammengekommen, die sehr schön den Zustand der “demokratischen Grundordnung” in Deutschland beschreiben. Angefangen hat das mit Fefe, der diesen Hirnfurz einer Britt-Marie Lakämper veröffentlicht hat. Highlight:

Satire ist die Droge der Kleinintellektuellen.

Wohingegen echte Intellektuelle wie Britt-Marie natürlich mit Witzen amüsieren, die nur versteht, wer “Game of Thrones” schaut (ja, klickt ruhig, das kann man sich nicht ausdenken, dass sich so jemand sowas zu schreiben traut).

Mariechens eigentlicher Punkt ist aber, dass Die Partei – ihr wisst schon, Sonneborn und Konsorten – keine Wahlalternative sein sollten, weil Realpolitik blablablubbs.

Freilich aber kann man die Partei aber durchaus auch deswegen wählen, weil die Tatsache, auch nur einen Clown ins Europaparlament zu bringen eigentlich die ganze Veranstaltung als die lächerliche Farce entlarvt, die sie ist – und Herr Sonneborn hat, muss ich sagen, diese Meinung auch in ebendiesem Parlament kundgetan. Ich bin mir nun recht sicher, damit nicht Maries politische Meinung zu treffen (die CDU-Mitglied ist), aber ich fand meine Wählerstimme bei Herrn Sonneborn wirklich gut aufgehoben. Übrigens im Gegensatz zu allen anderen Parteien.

Nun hat den idiotischen Post aber auch Herr Nebgen aufgegriffen, seines Zeichens Strafverteidiger. Herr Nebgen verteidigt – als korrekter Jurist einerseits und als tatsächlicher Demokrat andererseits selbstverständlich die Zulässigkeit einer reinen Satire-Partei. Herr Nebgen mag aber zugleich die AfD nicht, findet aber, dass man ihr demokratisch entgegentreten sollte (im Gegensatz zu übrigens den meisten Politikern, aber egal) – er schreibt:

Satire ist vor allem dort wichtig, wo ein sachlicher Diskurs – aus welchen Gründen auch immer – nicht mehr möglich ist.

Da unterstütze ich Herrn Nebgen vollends. Ich teile nur nicht seine (kommt noch) Annahme, dass das in Parlamenten der Fall wäre. Eine parlamentarische “Debatte” sieht in der Regel so aus, dass jeder eine vorbereitete Rede hält, woraufhin dann alle so abstimmen, wie sie das ebenso bereits vorher (in kleinen Gremien; diese greife ich hier explizit nicht [aus diesem Grund] an) beschlossen haben. Ganz toll, sehr wichtige Veranstaltung, so ein Bundestags-Plenum.

Wenn man nun aber – wie Herr Nebgen – davon ausgeht, dass im Bundestag tatsächlich Debatten stattfinden, bei denen – außer “pöbelnden” und “unzulässigen” Zwischenrufen niemals zwei Parteien miteinander reden, dann, so Herr Nebgen, sei es ein Problem,

wenn eine Partei dort einziehen sollte, deren Mitglieder nicht nur Meinungen haben, sondern diese gerne mit falschen Tatsachenbehauptungen unterfüttern.

Er meint damit gezielt Alice Weidel von der AfD, mit Verweis auf zwei andere Artikel, von sich selbst und von den über jeden Zweifel erhabenen Staatsmedien der ARD.

Herr Nebgen schreibt dann weiter, dass man Satire bräuchte, weil:

Man behauptet irgendetwas möglichst Konkretes, dessen Wahrheitsgehalt auf die Schnelle niemand überprüfen kann und drischt damit auf die anderen ein. […] Ich habe Zweifel, ob die – im großen und ganzen immer noch seriösen – Altparteien mit diesem Stil klar kommen werden. Viele werden sich noch gar nicht vorstellen können, auf welches Niveau die Debatte herunter gezogen werden wird, wenn es erst einmal soweit ist. Und dann braucht es auch im Bundestag jemanden, der sich auf diesem Niveau auskennt.

Das “Niveau” des Gender Pay Gaps? Aber egal, ich habe mit dieser Interpretation Nebgens zwei andere Probleme: Erstens wäre jedwede Form des verbalen (!) “Aufeinandereindreschens” ein wahnsinniger Gewinn in der aktuellen politischen Diskussionskultur, die diesen Namen nicht mehr verdient hat, da es keine Diskussion ist, wenn die andere Seite schlicht ignoriert, was die eine sagt. Und zweitens tut Herr Nebgen der AfD Unrecht, aber lassen wir ihn das selbst illustrieren:

In dem Film “Jäger des verlorenen Schatzes” (Raiders of the lost arc) gibt es eine Szene, in der der Protagonist (Harrison Ford) von einem gefährlich anmutenden Kämpfer bedroht wird, der mehrere Säbel schwingt, dabei Furcht einflößende Laute von sich gibt, und so einen kurzen Moment den Eindruck vollständiger Überlegenheit vermittelt. Der Protagonist zieht seinen Revolver und erschießt diesen Gegner auf vergleichsweise unspektakuläre Weise.

Wenn die Altparteien nicht aufpassen, wird es ihnen ergehen wie diesem ehrlichen, naiven Kämpfer: Sie werden regelwidrig aber effektiv einfach über den Haufen geschossen werden.

Was Nebgen hier macht, nennt Schopenhauer ein simuliertes Argument. Wenn der Leser nämlich auch nur eine Sekunde nachdenkt, wird er feststellen, dass (a) Indiana Jones der Gute ist und (b) es gegenüber einem willkürlichen Aggressor, der nach eines Lebens trachtet, in keiner Gesellschaft ever “regelwidrig” ist, ihn einfach zu erschießen.

Aber gut, es geht heutzutage offensichtlich nichts über billiges AfD-Bashing, und so komme ich in die blöde Situation, was positives über die AfD-Quotenlesbe schreiben zu müssen. Ganz fein. Nebgen formuliert das so schön:

dass die dort von Dr. Alice Weidel aufgestellten Behauptungen auch inhaltlich schlicht falsch sind; man schaue mal hier

Hier, übrigens. Bei der ARD, der vom Staat unabhängigsten Medieninstutution der Welt, noch vor CCTV, Russia Today, Al Jazeera und der Pyongyang Times. Es geht hierum:

Mehrmals hat die AfD bereits behauptet, in Büros gelten viel höhere Grenzwerte für Stickstoffdioxid als auf der Straße. […] Richtiger wird sie dadurch aber nicht.

Kristin Becker vom SWR erklärt uns das dann ausführlich, wieso diese falschen Tatsachenbehauptungen einfach nur sachlich falsch seien:

Der Grenzwert für Stickstoffdioxid liegt im Außenbereich bei 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Viel höher – bei 950 Mikrogramm pro Kubikmeter – hingegen ist der Wert für bestimmte Arbeitsplätze.

Oh. Wir müssen den Artikel also nicht weiter lesen. Frau Weidel und jeder andere von der AfD, der gesagt hat, dass am Arbeitsplatz höhere Grenzen gelten als auf der Straße, hat Recht. Punkt, Ende. Aber Kristin vom SWR hat auch den Schopenhauer gelesen, wie alle Linken, aber offenbar – wie die meisten Linken – schon bei Strategem #1 aufgehört, denn es erfolgt schlicht eine Erweiterung – weil man schon “Arbeitsplätze” schreiben musste, für Büros gelten (lest den ARD-Artikel plus deren Quelle) überhaupt keine Grenzwerte, es gibt da nur ein rechtlich schwaches “sollte wie draußen sein”. Gut auch, dass sich die Faktenfinder gleich mal auf Stickoxide beschränken – Schopenhauer empfiehlt bei einer Erweiterung auch zeitgleich, den Gegner möglichst stark einzuschränken – da muss man dann nämlich nicht über unangenehme Feinstaub-oder Ozonwerte in jedwedem Büro mit einem Laserdrucker reden. Von Kopierern fangen wir gar nicht erst an.

Kristin scheint sich aber der Schwäche ihrer Argumentation zumindest unterschwellig bewusst zu sein, denn es endet mit einem “denk doch mal einer an die Kinder”:

Während also die Luft draußen und in den meisten Innenräumen “gesundheitlich zuträglich” sein soll, geht es [anderswo] darum, dass die Luftbelastung einem gesunden, erwachsenen Menschen im Allgemeinen nicht schaden darf.

Was bei dieser Diskussion völlig unter den Tisch fällt, ist Alice Weidels eigentlicher Punkt: Wenn die Autos so viele Abgase produzieren, dass sie die Grenzwerte überschreiten – was spricht denn dagegen, einfach die Grenzwerte hochzusetzen?

Man sieht, man kann auch als klassischer Politiker sehr schön die Argumente der Gegenseite ignorieren, da braucht es keine Satire. Da braucht es nur ein bisschen Sophistik, als wären Grenzwerte per se in fucking Stein gemeißelt – und nicht etwa von Politikern beschlossen.

Und wie sinnvoll sind die Grenzwerte denn? Nun, nicht belastbaren Quellen zufolge, die ich keine Lust habe nochmal nachzuschauen, werden die so festgelegt, dass man Ratten so lange Schadstoff X aussetzt, bis die Hälfte stirbt. Das ergibt dann die “LD50”, und von der aus dosiert man runter, bis man die Ratten mit – in diesem Fall NOx – vergasen kann, ohne dass ihnen auch nur das geringste passiert. Dieser Wert ist aber dann noch nicht “nicht gesundheitsschädlich”, sondern man nimmt den noch durch 100. Wenn Ihr Euch fragt, wieso die Werte früher nie ein Problem waren: Da waren die Messgeräte noch nicht gut genug.

Weiterer Vergleich gefällig? Okay: Die höchsten Überschreitungen der Grenzwerte in “Problemgebieten” wie dem Stuttgarter Kessel im Sommer führen in Extremzeiten zu einer täglichen Schadstoffbelastung, die in etwa dem Rauchen einer halben Zigarette entspricht. Der Grenzwert für die (wahrscheinlich) schädlichen Schadstoffe darf an nicht mehr als 35 Tagen im Jahr überschritten werden, das wäre dann weniger als eine Schachtel Zigaretten. Im Jahr. Für irgendeinen (auch nur diskutabel) nachweislichen, gesundheitlichen Effekt müsste man da aber nicht nur das ganze Jahr über der aktuellen Grenzwertbelastung leben, sondern auch noch wenigstens zwei oder drei Kippen rauchen. Täglich, nicht im Jahr.

Aber ist doch schön, dass wir so toll über Grenzwerte diskutieren konnten, nicht wahr? Vielen Dank, ARD-Faktenfinder, ihr habt uns da echt geholfen.

Aber zurück zu Alice Weidel und dem von ihr verursachten Untergang der freiheitlichen demokratischen Grundordnung, weil man mit solchen Leuten ja nicht reden kann – weil sie einfach gehen. Da sich alle Berichte etwa gleich mit dem verlinkten lesen und ich keine große Lust habe, mir langweilige “Diskussionssendungen” im Fernsehen anzuschauen, bei denen Politiker ihre bereits bekannten Punkte wiederholen, habe ich mir – nur für Euch – aber dennoch die 5 Minuten, bevor sie ging, angeschaut.

Passiert ist da folgendes:

[0:57]: Weidel erklärt, dass die, die noch nicht so lange hier leben, durchaus überdurchschnittlich kriminell sind

[0:58:31] Wie es sich bei einer ordentlichen, politischen Diskussion gehört, nimmt die “unabhängige” “Moderatorin” den bedrübbelt guckenden Politikern der anderen Parteien die Peinlichkeit ab, darauf antworten zu müssen, indem (ernsthaft!) erklärt wird, dass die ja nur untereinander kriminell sind (schaut den fucking Clip, ehrlich – DAS ist deren Gegenargument. DAS! Ist ja nicht so schlimm, wenn fucking Kriegsflüchtlinge von irgendwelchen sozialschmarotzenden Negern vergewaltigt werden, gell? Danke, ZDF, Danke. Fickt euch) und nur 4,6% der geschädigten Deutschen von “Zuwanderern” beklaut, vergewaltigt oder umgebracht wurden. Toll, Danke auch dafür, ZDF, eine relative Zahl zur Relativierung zu verwenden – diese kriminellen Zuwanderer sind halt komischerweise – wie Frau Weidel sagte – im Vergleich zur schon länger hier lebenden Bevölkerung (inklusive 60er Türken 80er Iranern, 90er Afghanen etc. pp.)  fucking überdurchschnittlich kriminell – wie Frau Weidel sagte – richtig? Ah, ne, sind ja nur 4,6%, wen interessieren die schon? 

[01:01] Maas whataboutismt, dass diejenigen, die am wenigsten Interesse an kriminellen Illegalen (er nennt sie trotzdem “Flüchtlinge”) haben, andere [echte] Flüchtlinge sind, nicht die AfD.

Dazu: Ach nee, Heiko? Leute, die hier wirklich deswegen herkommen, weil sie vor politischer Verfolgung durch autoritäre Regimes (wie dem, was du mit deinem Orwell-Gesetz zu etablieren versuchst) oder vor echten Kriegen oder Genoziden fliehen, benehmen sich hier auch ordentlich? Und derweil erdreistest du dich, es als ganz toll hinzustellen, dass man sie jetzt (eventuell, theoretisch, aber wohl praktisch eher doch wieder nicht) ausweisen könnte, nachdem sie ihre ersten vier Opfer vergewaltigt haben? Für Ladendiebstahl gibt es ja nun kein Jahr Knast, gell? Das ist DEINE Partei, Heiko. Deine. Und die noch linksgrüneren.

Und die echten Flüchtlinge per se würden dann wohl eher die AfD wählen, gell? Ich meine, die haben ja die gleichen Interessen? Ja? Wolltest du uns das sagen, Heiko? Das ist der Unterschied zwischen Gutmenschen und guten Menschen, übrigens.

[01:02] Trittin mault irgendwie Scheuer von der CSU an [idiotisch, aus dem Kontext gerissen und unberechtigt, wie Scheuer später erläutert], leitet dann fließend zu Gauland über, der entsetzlich sei: “Verrohung fängt damit an, dass man Bürger[Innen] dieses Landes willkürlich ausbürgert, und genau das hat Herr Gauland gesagt, getan, als er Frau Özuguz, als er gesagt hat, er wolle sie in Anatolien entsorgen”.

Dazu eine kurze Anmerkung: Herr Gauland hat gesagt, man (!1) solle (!2) Frau Özoguz in Anatolien entsorgen. Ich hatte dazu bereits spontan getwittert, dass das keinesfalls einen realpolitischen Bezug haben kann, da ich zumindest Erdogan die Eier zutraue, die Dame nicht ins Land zu lassen, ohne sicher zu sein, dass sie wieder geht (ansonsten ist sie ziemlich auf seiner Parteilinie, aber das ist ein anderes Thema).

[01:03] Trittin schließt mit “da beginnt die Verrohung der Sprache”, so, als wäre das irgendwie vergleichbar mit dem von Frau Weidel angesprochenen und durch die Moderatorin (!) sofort relativiertem Thema der Verrohung derer, die hier jetzt halt leben. Das Wort bekommt Herr Scheuer.

[01:04] Weidel unterbricht Scheuer bei seinen (recht vernünftig klingenden) Ausführungen über intergrationswillige vs. solche Ausländer, die man rauswerfen sollte mit dem Anwurf, er wolle illegale Einwanderung legalisieren.

[01:05] Scheuer hält Weidel vor, dass sie sich erstmal von “für mich ist das ein Rechtsradikaler” Gauland distanzieren soll. Frau Weidel geht.

Freilich könnte man nun Frau Weidel vorwerfen, dass ihr Vorwurf gegenüber Scheuer “böse” war, aber er hatte ja nun auch die Gelegenheit, darauf zu antworten. Stattdessen kommt ein Argumentum ad auditores – bilderbuchmäßig, “machen Sie erstmal den Zuschauern klar” – statt irgendwas inhaltliches.

Nun bin ich da natürlich als Bayer enorm gebiast und auch – respektive deswegen – kein fanatischer Nationalist – die CSU hat nichts gegen Einwanderer, die hier was anständiges leisten, und das hat Herr Scheuer auch – zumindest für mich – klargestellt. Dass das nach aktueller Rechtslage eine Legalisierung illegaler Einwanderung ist, hat Frau Weidel (korrekt) konkretisiert. Das würde ich aber viel lieber unterstützen, wenn Herr Scheuer und die CSU die Eier hätten, dazu zu stehen.

Von den Extrema haben wir hier also – gehen wir mal davon aus, dass das Gedankengut tatsächlich da ist – die AfD, die auch Deutsche rauswerfen will, wenn die einfach nur gesellschaftsschädlich sind (am Beispiel Özoguz, aber da kann man sicher noch eine Menge rechts- wie linksradikales Pack dazutun), und die CSU, die auch Ausländer hierbehalten will, wenn sie hier was produktives machen.

Ehrlich gesagt finde ich beides eine gute Idee – aber leider hat keine der beiden Parteien die Eier in der Hose, dazu zu stehen. Und das, meine Damen und Herren, ist der aktuelle Stand der Demokratie in Deutschland und damit die Flatline auf dem EKG der ach so freiheitlichen demokratischen Grundordnung dieses Landes.

Ich bin so froh, dass ich bereits gewählt habe. Und kommende Woche in die Türkei fliege, da ist wenigstens das Wetter schön. Der Zustand der Demokratie ist in etwa der Gleiche.


Zwei Anmerkungen noch: Irgendwo wurde sich beschwert, dass (AfD-) Leute Frau Özoguz Namen falsch aussprechen. Ich habe eine Freundin namens Pinar, und mir fiel erst in der Türkei (und nachdem ich sie viele Jahre kannte) auf, dass sie eigentlich nicht Pinar heißen kann, sondern Pınar. Das spricht man so aus, wie es sich liest – man muss nur vorher an einer Zigarette ziehen, 30 Sekunden die Luft anhalten, einen Schluck Whisky trinken und derweil sprechen.

Zweitens muss ich anmerken, dass meine durchaus positiven Erwähnungen von Herrn Erdogan anders ausfielen, wenn ich in dem Land leben müsste. Ich finde nur einerseits, dass es mir nicht zusteht, die Türkei für die Verfolgung von Journalisten oder der Opposition zu kritisieren, wenn das bei uns auch passiert (siehe Links). Auch dass Erdogan nach dem lauten Geschrei aller deutschen Gutmenschen die Demokratie und grundlegende Menschenrechte (praktisch) abschaffen will und zum Beispiel das Internet zensiert sind Punkte, bei denen man vielleicht erstmal an den Balken im eigenen Auge denken sollte. Ich halte Erdogan nur deswegen für einen besseren Politiker als (nahezu, siehe Sonneborn) alle deutschen, weil er ehrlich ist. Andererseits – wenn ich ein albanischer Sozialschmarotzer wäre, fände ich Merkel auch toll.

Schweinenackensteak zu Ramadan

Meine konservativeren türkischen Freunde wünschen sich bei gerade bei 30° Außentemperatur in Deutschland , sie wären zu Ramadan in die alte Heimat geflogen. Dort ist es nämlich gerade verhältnismäßig kühl, während sie hier halb verdursten – also, tagsüber.

Dieser alljährliche Anflug von Religiosität hält nun aber die wenigsten davon ab, ansonsten Schweinefleisch zu essen – ich werde mir das sicher nicht “erklären” lassen; Religion hat mit Logik ja nun wenig am Hut.

Von daher ist es vor allem in einer so bunt-multikulturellen Runde immer ganz nett, wenn man zu den zu den Şiş Kebap vom türkischen Metzger und den Cevapcici von Maris Mama ein paar saftige, fettige Schweinenackensteaks auf den Grill haut.

Es soll aber Leute geben, die was gegen gemütliche Grillabende mit Freunden haben, zum Beispiel Dominik Boisen. Dominik findet “Facebook ist ein übles eitriges Furunkel am Anus der Gegenwart”, was ihn als Gutmenschen aber natürlich nicht davon abhält, es fleißig zu benutzen. So zum Beispiel – wie mir GoogleNews via Welt, Focus, Stern uvm. als “Nachrichten” verkaufen wollte, um mal so richtig zu ranten.

Wir könnten jetzt natürlich auch darüber reden, wieso sowas keine “Nachrichten” sind und über den Untergang des Abendlandes lamentieren, aber lesen wir halt mal, was Dominik so stört:

Hallo ALDI,
diese Woche habt Ihr BBQ Nackensteak im Angebot. 600 g mariniertes Schweinenacken-Steak für 1,99 €.

Wer jetzt zum Aldi will – das war vor zehn Tagen.

Weniger als zwei Euro für mehr als ein halbes Kilo Fleisch.

Das merken wir uns mal. Denn:

Wenn man die Marinade, die Plastikverpackung und die Tamponage, den Transport und die sonstigen Logistik- und Dienstleistungskosten aller am Produkt Beteiligten – vom Bauern, über den Schlachthof, bis hin zum Verkaufspersonal im Laden – abzieht und dann noch berücksichtigt, dass Ihr bei der ganzen Geschichte sicherlich nicht drauf legt, sondern am Ende auch noch eine Marge übrig bleibt, kann man sich in etwa ausrechnen, was bei Euch das Fleisch “wert” ist, das am Ende auf dem Teller liegt.

Ich liebe nämlich Rechenaufgaben. Also – bei der Metro gibt es Schweinenacken TK für 3,73 brutto das Kilo, das wäre der Großhandel. Das ist auch ein Angebot, was uns sagt, dass es gerade mehr tote Schweine als Schweineesser gibt – klar, die Moslems machen ja gerade Ramadan.

Das sind aber auch weniger als zwei Euro für ein halbes Kilo Fleisch, ebenso inklusive Plastikverpackung, Tamponage, Transport sonstige Logistik- und Dienstleistungskosten wie Bauern, Schlachthof und Verkaufspersonal im Laden. Sogar inklusive Futtermittel. Das Fleisch ist also nicht nur Aldi weniger als vier Euro das Kilo wert, sondern allen anderen auch. Logisch, oder? Aber da kommt noch Marinade dran, und das macht man mit Wasser, damit sich das Fleisch schön vollzieht, und billigem Öl. So macht man aus dem Kilo Schwein für 3,73, Öl für 10 Cent und noch 2 Cent an Gewürzen sicher problemlos zweimal 600 Gramm abgepacktes Schweinennackensteak, und bei 3,98 Verkaufspreis bleiben da dann tatsächlich 13 Cent übrig. So. Wo war jetzt das Problem?

Von preisWERT kann bei diesem Angebot sicher keine Rede sein.

Klar, es könnte noch 11 Cent billiger sein. Stimmt. Verstehe ich, darüber könnte man sich aufregen, Aldi muss nicht derart viel Gewinn machen – wobei 3% im Einzelhandel eher normal ist.

Das ist einfach nur billigster Dreck, für dessen Produktion alles und jeder bis zum Anschlag ausgebeutet wurde – am meisten die, die sich am wenigsten wehren können: die Tiere.

Oh Gott. Ein ideologisch verblendeter Ökofaschist.

Ich bin kein ideologisch verblendeter Ökofaschist

Jaja – das ist wie bei den Leuten, die sagen “Ich bin ja kein Nazi, aber”. Kommt da jetzt ein “aber”?

aber das, was Ihr tut, ist einfach nur KRANK!!

Hm. Okay, also, ein Rant eines verblendeten Ökofaschisten ist jetzt Nachrichten. Wie Feministen bei dem immerwährenden Bemühen darum, den Gedanken, dass es nicht noch dümmer und lächerlicher ginge als ihre (eigene) letzte Aktion, zu widerlegen (klickt da drauf, vor allem diejenigen mit Ponygirl-Fetisch). Womit wir wieder beim Untergang des Abendlandes wären – aber gut, erstmal zu den armen Schweinen:

Und Euer Verhalten ist nicht nur zum kotzen, sondern auch verantwortungslos.

Also, aus meiner Perspektive jetzt den armen Schweinen im Social Media Marketing von Aldi.

Es wäre für Euch ein Leichtes, Eure Marktdominanz zu nutzen, um mit gutem Beispiel voran zu gehen und die Zustände positiv zu verändern.

Wirklich? Aldi macht nichts positives? Wie z.B. Deutschland erfolgreich gegen das quasi-Monopol von Walmart verteidigt zu haben und jetzt – als Befreier der Konsumenten – in Amerika auch dort Lebensmittel zu vernünftigen Preisen anzubieten?

Aber daran habt Ihr gar kein Interesse. […] Billig, billiger, am billigsten – das ist eure Religion.

Nein – das ist ihr Geschäftsmodell. Das steht auch im fucking Namen des Unternehmens – Albrecht Discount. Discount, wie billig. Wenn du ein ordentliches, saftiges Schweinenackensteak haben willst, was auf dem Grill nicht auf 1/10 seiner Größe zusammenschrumpelt, geh halt zu Edeka. Wie alle anderen Leute auch.

Da hilft es auch nichts, dass es zu eurer neuen Philosophie gehört, dass jetzt alles schick und hochwertig aussieht in den neuen Läden und ich ab sofort auch auf die Toilette gehen kann, wenn ich beim Einkaufen pinkeln muss.

Echt jetzt? Kundenservice? In Deutschland? Wie kommt der Mann auf die Idee, Aldi würde die Zustände nicht positiv verändern?

Ich schätze, gemessen an dem Fleisch, das man bei ALDI zu kaufen kriegt, handelt es sich bei den Gartengeräten, die ich jüngst bei Euch erworben habe (siehe Foto) um echte Qualitätsprodukte!

Das Foto zeigt zwei deutlich verrostete, gebrochene Gartengeräte. “Jüngst” ist also schon volljährig.

Ich wünsche Euch von Herzen, dass Ihr vom Verzehr dieser Antibiotika-Schnitzel schlimmes Genitalherpes bekommt mit übelstem Juckreiz, hässlichen eitrigen Pusteln und beißendem Gestank.

Das ist jetzt so “Hate Speech”, wie was der hohle Heiko verbieten will, oder? Aber abgesehen davon – Genitalherpes ist eine Virusinfektion, und Antibiotika helfen nicht gegen Viren. Sie schwächen auch nicht gerade das Immunsystem, was den Ausbruch der bei 90% der Weltbevölkerung chronisch vorhandenen Krankheit (igitt!) befeuern könnte – eher im Gegenteil.

Aber ich fürchte, dass Ihr dieses ekelhafte Zeug selbst gar nicht anrührt.

Och, wenn man so richtig kleingeschrumptelte Steaks mag, die zu 90% aus krebserregenden Stoffen bestehen, ist das Zeug eigentlich ganz lecker – es muss nicht immer das saftige, zarte Fleisch sein.

Und das kann ich sogar verstehen. Naja, vielleicht läuft es ja gut und Ihr bekommt trotzdem irgendeine fiese Seuche. Glück auf!

Wie erwähnt, die Wahrscheinlichkeit, dass Dominik Boisen selbst Genitalherpes hat, ist fast 100%. Nur wenn irgendwelche Hippie-Bräute den jetzt total toll finden, wegen der armen Schweine und so. Ihr wisst, worauf ihr euch einlasst – ich habe euch gewarnt!

(Mittig im Bild links: Oryx, das Wappentier Namibias)

Die @n26 – Bank diskriminiert ausländische Währungen

Ich habe nicht viele Hobbies, aber Konten eröffnen ist eines davon. Seit den späten 90ern haben Banken einem nämlich immer was dafür geschenkt, wenn man bei ihnen ein Konto eröffnet. Klar, viele Konten seien schlecht für die Schufa oder so, aber erstaunlicherweise hat man einen hervorragenden Schufa-Score, wenn man all seine Handyverträge von all seinen Konten auch tatsächlich monatlich bezahlt – wer hätte das gedacht?

Das jüngste Konto, was ich eröffnet habe, war bei dem jungen Fintech-Startup N26, damals noch Number26. Es gab eine Warteliste für die Kontoeröffnung. Eine Warteliste! Endlich konnte man sich wie in der DDR fühlen und auf irgendwas warten… tja, und das hätte mich eigentlich warnen sollen. Das, und die Tatsache, dass die Jungs in Berlin sitzen.

Aber es war zu verlockend, ein (natürlich kostenloses) Konto zu eröffnen, ohne dafür aus dem Haus gehen zu müssen, und die transparente MasterCard begeistert das kleine Kind in mir. Zudem hat die Bank genau die Gebührenstruktur, die ich von jemandem erwarte, der nichts anderes macht, als mein Geld zu haben: Nix. Null Euro für alles. Gute Struktur.

Wie die Bank Geld verdienen will? Ist mir ganz ehrlich scheißegal. “Gebt mir euer Geld” ist eine Aufforderung, die eine gewisse Gegenleistung erfordert, und mir mein Geld dann da wiederzugeben, wo ich es brauche, ist top. Macht zum Beispiel die DKB seit Jahren sehr nett, unproblematisch und völlig kostenlos; die haben nur, wie die meisten Banken, die dumme Eigenschaft, mein Kreditkartenlimit derart hochzusetzen, dass ich meine scheiß Abrechnungen akribisch kontrollieren will, damit ich nicht plötzlich ein Einfamilienhaus in Bautzen ärmer bin.

N26 ist ein gutes Jahr alt, hat sich umbenannt, gibt sich total international und ist die Bank, die ich jedem ans Herz legen würde, der absolut keine Lust hat, seinem Sparkassenberater eine halbe Stunde beim ineffizienten Umgang mit seiner Maus zuzusehen, um dann genau drei Formulare unterschreiben zu müssen, die auch per Post hätten kommen können. Bislang.

Und was machen sie jetzt? 1,7% Gebühren auf Auslandsabhebungen. 1,7% von 400€ sind 6,80€, das habe ich mit meiner American Express Traveller Cheque Card 2006 in China nicht bezahlt – Hallo? Wir haben das aktuelle Jahr, ihr Spinner?!

Ja, ich finde es fein, meine Karte mit einem Klick auf dem Handy für Auslandsabhebungen sperren zu können, wenn ich sie nicht brauche, und in den gleichen fünf Sekunden auch wieder freigeben zu können, aber 6,80€ sind in Tschechien zwei Schachteln Zigaretten.

Nein, ich finde es nicht in Ordnung, kostenlos zu versprechen und dann nicht zu halten. Ja, ich sehe ein, dass es Arschlöcher gibt, die sich jeden Tag 10€ an der Supermarktkasse auszahlen lassen, was mehr Gebühren verursacht, als ihr einnehmt, oder jeden Tag zum Geldautomaten rennen müssen, aber denen erlaubt ihr das noch fünfmal im Monat. Ich will nur einmal im Monat in Tschechien Geld abheben. Einmal. Oder in der Türkei. China, Thailand, Österreich.

Danke, liebes N26-Team, dass ihr mich dieses Jahr um die halbe Welt begleitet habt. Aber, um mich da bei der Targobank zu bedienen, der ich das auch schon gesagt habe: So geht Banking heute nicht mehr.

Das ist nämlich rassistisch und diskriminierend: Liebes N26-Team, ihr seid schlimmer als Trump. Was haben Euch die tschechischen Kronen denn getan, dass sie jetzt 1,7% weniger wert sein sollen als die arischen deutschen Euros? Die türkischen Liras werden von alleine 1,7% weniger wert, wenn ihr nur bis Monatsende warten würdet, und ihr diskriminiert sie trotzdem. Auch der chinesische Renminbi und der thailänische Baht sind Währungen wie alle anderen auch. Keine Währung ist illegal, und keine Währung hat es verdient, so behandelt zu werden.

Warum verlinkt @erzaehlmirnix so einen Dreck?

Fairerweise muss dazu gesagt werden, dass Nadja den Artikel kritisch verlinkt hat, aber sie hat ihn verlinkt. Und ich kann einen solchen Dreck nicht unkommentiert stehen lassen, sonst stehe ich irgendwann, wenn mal wieder die Vernunft siegt, im Innenhof des Nürnberger Justizpalastes vor dem Galgen und irgendein selbstgerechtes Arschloch erklärt mir, ich “hätte ja auch was tun können”. Das mache ich hiermit.

Eine Hengameh Yahooolalablabs, ich nenne sie der Einfachheit halber mal Fettie, hat für Vice “Munchies”, das ist offenbar eine Untersparte von Vice für Leute, denen das normale Vice noch nicht blöde genug ist, ihre unreflektierte und schwachsinnige Meinung verewigt. Fettie hat in etwa so viel Übergewicht (in kg) wie ihr IQ-Punkte fehlen, um wissenschaftlich gesehen nicht als “verblödet” zu gelten. Es ist relativ lang und gehaltlos, also beschränke ich mich auf das Notwendigste:

Es ist Sommer und das ist körperpolitisch die anstrengendste Zeit des Jahres.

Nur als Einstieg ins Thema, ich bin sicher, dass wir da alle zustimmen können. Echte Politiker machen ja nun gerade mal drei Monate Urlaub, da redet man dann halt auf den Hinterbänken über Unsinn, das ist üblich.

Einiges wird mein Leben in den nächsten drei Monaten ätzend machen:

Uhhhh… Probleme beliebiger, rumjammernder Frauen waren schon immer eines meiner Lieblingsthemen. Und erst die gesamtgesellschaftliche Relevanz!

Vom Gegeneinanderreiben wunde, verschwitze Oberschenkel,

Wir merken uns das mal.

Kein Eis in Ruhe essen, ohne dass ein Wespenschwarm mich jagt. Alles riecht intensiver, auch der tropfende Siff der Müllbeutel und Hundescheiße.

Duschen wäre eine Idee? Müll rausbringen auch. Fettes faules Schweinchen.

Permanente Be- und Abwertung meines Körpers.

Ich habe ein Foto von Dir gesehen. Leider. Ich bezweifle sehr stark, dass es eine Jahreszeit gibt, in der dein Körper positiv bewertet wird (ein paar Perverse natürlich ausgenommen).

Deswegen auch ambivalente Gefühle Freibädern gegenüber

Weswegen? Es ergibt sich nicht automatisch ein Kausalzusammenhang, weil man einen folgenden Absatz mit “deswegen” beginnt, und Freibäder haben nichts damit zu tun, dass Dein Körper hässlich und fett ist. Das ist er auch außerhalb von Freibädern.

Mehr nackte Haut heißt automatisch mehr Angriffsfläche für Hater.

Hä? Ich meine, ich verstehe ganz, ganz ehrlich und 100%ig, dass du deinen Körper hasst, aber die meisten Menschen wollen ihn schlicht nicht sehen oder gar anfassen. Das ist kein Hass, das ist Ekel. Ein Burkini wäre eine für alle sinnvolle Lösung.

Und überhaupt: Sonnengerötet, mit eingeschränkten Garderobenoptionen, verschmiertem Make-Up und verschwitzt ist es viel schwieriger, sich vor dem Spiegel einzureden, dass man eigentlich doch ziemlich cute ist. Ich hasse den Sommer.

Ja, sich selbst belügen ist verdammt schwierig, wenn einem mal der Spiegel vorgehalten wird *hihi*. Ich betone aber nochmal, dass das nicht am Sommer liegt, sondern daran, dass du dich selbst zu fett und sicher nicht “cute” findest, wie 99,99999% aller anderen Menschen auch.

Trotzdem bleibt mein Körper das, was er ist: dick. … Von Euphemismen wie „moppelig“, „vollschlank“ oder „pummelig“ halte ich nichts

Deinen Körper als “dick” zu bezeichnen ist ein Euphemismus. Gute Güte, dich mit Jabba the Hut zu vergleichen wäre ein Euphemismus. Aber gut, dass du davon nichts hältst, du Wal.

Von pseudo-wissenschaftlichen Wörtern wie „übergewichtig“ oder „adipös“ halte ich noch viel weniger. Das Konzept „Übergewicht“ lässt außer Acht, dass irgendwelche Leute irgendwann irgendeine eine beliebige Norm festgelegt haben. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) änderte 1998 die bereits bestehenden BMI-Werte, sodass über Nacht 35 Millionen Menschen zu sogenannten „Übergewichtigen“ wurden

Verlinkt ist da der Artikel einer dummen Feministin, die 35 und 25 nicht auseinanderhalten kann, nur in der völlig gehirnverbrannten Version, die keinerlei Tatsachen mehr beinhaltet. Kurz: Es haben auch nur “irgendwelche Leute” “irgendwann beschlossen”, dass Nikotinabusus ein medizinischer Fachbegriff ist, wodurch etwa zwei Milliarden Menschen pathologisiert wurden.

Nicht nur ich, sondern auch viele meine dicken Freund_innen erleben es häufig, wegen Knieschmerzen, Depressionen, Migräne, Muskelschmerzen, was auch immer zu Ärzt*innen zu gehen und als ersten Ratschlag Abnehmtipps zu hören.

Oder gegeneinander reibende Oberschenkel? Liegt sicher auch nicht am Fett, das ist nur die böse Pharmaindustrie, die dir Mittel wie Vevina verkaufen will statt es endlich als normal anzusehen, dass Frauen an den Oberschenkeln bluten und sich Pilzinfektionen einfangen.

Hängen Körperfettanteile und Gesundheit wirklich zwingend miteinander zusammen?

Nein, aber wahrscheinlich. Wie beim Rauchen und Lungenkrebs.

Für solche Leute habe ich keine Zeit. Erstens, weil es überhaupt nicht bewiesen ist, dass Dicksein eine „ungesunde Lifestyle-Wahl“ ist, und zweitens, weil Gesundheit auch nicht alles im Leben ist. Wer sagt, dass alle immer gesund sein müssen?

(1) Doch, und sogar besser als bei Rauchen und Lungenkrebs. Und (2) weil wir ein solidarisches Gesundheitssystem haben. Mirwegen kannst du aber natürlich gerne sterben.

Dicke Menschen machen nicht automatisch weniger Sport oder essen mehr, sondern die Fettschicht unter der Haut ist ein genetisch definiertes Baumerkmal.

Nein, ist sie nicht.

„Oft sind die Molligen und Dicken die Gesünderen“ und ihre Diskminierung „aufgrund eines Körperbaumerkmals erinnert mich an finstere Zeiten, von denen wir eigentlich glaubten, sie überwunden zu haben“, sagt Dr. Frank.

Dr. Frank ist der Typ aus den Groschenromanen, der nicht wirklich existiert und von dem du nachts träumst, oder? Weil – wenn nicht, sollte man dem Mann dringends die Approbation entziehen,

Dicke*fette Körper werden nicht nur als rufschädigend, faul und ungesund, sondern auch oft als so unglaublich lustig wahrgenommen.

Nein, werden sie nicht. Sie sind lächerlich. Wie Penis- oder Furzwitze. Davon kann man natürlich sogar leben, siehe Borat, aber es ist nicht wirklich lustig.

Alles, was eine dicke*fette Person macht, ist automatisch so waaaaahnsinnig witzig. Zum Beispiel Tanzen, Schwimmen, Rennen, ja Sport im Allgemeinen.

Ne, das ist peinlich. Und zwar so peinlich, dass es schon wieder lächerlich ist.

Oder Sex haben. Vor allem das. LOL, dicke*fette Personen und Begehren, wie soll das überhaupt funktionieren, haha.

Es gibt Leute, die finden es total super, sich in die Fresse kacken zu lassen und dann zu poppen, während ihr Sexpartner sie mit einem heißen Lötkolben “streichelt”. Du scheinst Ugol’s Law nicht zu kennen.

Ich war im März auf der Feminist Film Week in Berlin. … Dieser Körper wurde ausgelacht und seine politische Dimension ins Lächerliche gezogen.

Ich weiß nicht, welche politische Dimension ein Körper hat, aber wir hatten doch langsam geklärt, dass es eine gewisse inhärente Lächerlichkeit innehat, seine widerlich-fetten Körper auch noch zu feiern, oder? Ist ja nun wie ein Lung-Cancer-Positiviy-Smoke-In.

Am liebsten wäre ich aufgestanden und hätte jeder lachenden Person eine Realitätsschelle gegeben.

Ah, Gewalt, das Mittel der Wahl, wenn man keine Argumente hat. Ich weise mal drauf hin, dass das keine gute Idee ist, wenn man eine fette, unsportliche Feministin ist, denn alleine nur das Abfangen des schlagenden Armes könnte zu schlecht verheilenden Blutergüssen führen.

Alles ist komisch, was dicke*fette Leute machen. Auch ihre Kleidung, wenn sie nicht total angepasst ist. Adiletten? Jogginghosen? Latzkleider? LUSTIG!

Nein, immer noch peinlich. Klar, nicht alles, aber dieser Artikel und Adiletten sicher. Geht’s noch schlimmer?

Was schlanke Hipster ironisch als Look feiern können, gilt an dicken*fetten Körpern in der Regel als selbstironische Comedy-Nummer.

Äh – ne, da ist das auch peinlich.

Als ich mal mit einem hellblauen, hautengen American-Apparel-Onesie und Jelly-Shoes durch Wien lief, sammelte ich statt Credits für einen guten Geschmack nur abwertendes Starren ein.

Ok, das musste ich beides googlen. Ein “onesie” ist ein Trainingsanzugs-Overall und Jelly-Shoes sind 1980er Badeschuhe für Assos. Es würde mich wirklich entsetzen, wenn es eine Stadt gibt, in der man dafür “Credits für einen guten Geschmack” bekäme. Und ich bin nicht Karl Lagerfeld, aber ich muss ja nun oft genug Kretschmar sehen und bin recht sicher, dass seine spontane Kotze auf dem Outfit es deutlich besser machen würde.

Auch ich frage mich manchmal, ob Leute, während ich spreche, in lautes Gelächter verfallen, weil ich dick und für sie lächerlich bin

Treffer. Also, mit lächerlich.

Und wo wir gerade beim Lächeln sind: Manchmal denken Leute auch, alle dicken*fetten Personen seien lieb. Ich dachte das zumindest mal und habe als Kind diese Urban Legend verstreut.

Nein, tun sie nicht.

Indem andere mir glaubten, dachte ich, dass ich mehr Akzeptanz für meinen Körper gewinnen kann. Denn ich mochte vielleicht ein fettes Kind sein, aber dafür mit einem Herzen aus Gold.

Dein Herz besteht hauptsächlich aus (ungesundem) Fett.

Sie täuscht vor, dass dicke*fette Menschen so verzweifelt und einsam sind, dass sie nur nett zu anderen sein können.

Ne, wir kennen ja nun dich und wissen, dass fette Menschen auch widerlich sein können. Wussten wir vorher auch. Güte, ich war auch mal dick, und da war ich nicht weniger widerlich als ich das jetzt bin.

Sie können sich Arroganz, Gehässigkeit oder hohe Ansprüche in der Wahl ihrer Partner*innen oder Freund*innen nicht leisten.

Äh – mag dich igendwer?

Deshalb fand ich in der ersten und zweiten Staffel der Musical-Serie „Glee“ die Figur von Lauren so exzellent.

Ja, und das ist dann der Punkt: Das ist eine Fernsehserie.

alle sollten grumpy sein dürfen

Darfst du doch. Ich darf dich ja auch widerwärtig, abstoßend und scheiße finden. Fein, gell?