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Wilderer und Verlierer

Da Leute ja zunehmend zu faul oder zu doof zum Lesen werden, jetzt auch als Hörbeitrag auf Youtube. Wenn Euch das Knacksen des Mikros stört, kauft mir ein neues.

Wir haben ja mit privaten Verdummungsprojekten wie Bento, Ze.tt oder der taz noch nicht genug schlecht recherchierten Müll zur politisch korrekten, inhaltsleeren Indoktrination von Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Es ist daher nur folgerichtig, dass unser Staatsfernsehen da auch mitspielen will und zig Millionen unseres Geldes für ein “Jugendangebot” namens Funk ausgibt – mit einem Logo, was an RTL 1984 erinnert. Und Inhalten, die ebenso an 1984 erinnern, aber das ginge jetzt zu weit.

Das erste, was ich davon mitbekommen habe, war die Sendung “Auf Klo”, und mit dem Titel ist Setting, Inhalt und Niveau der Sendung vollumfänglich beschrieben. Die zahlen aber offensichtlich ein horrendes Vermögen für ihre Moderatoren; Mai Thi Leiendecker ist promovierte Chemikerin und könnte ja auch einem anständigen, gut bezahlten Job nachgehen – zum Beispiel in der Entwicklung chemischer Waffen. Aber Geld verdirbt bekanntlich…

… und wo Geld ist, sind Feministen nicht weit. Wenig verwunderlich hat sich Funk in kürzester Zeit zu einer Mischung aus Feminism 101 und einem bierseligen Saufgelage der Antifa entwickelt.

Durch besondere Dummheit zeichnet sich hier der Kanal “Jäger und Sammler” aus, die sich nicht wirklich für ein Thema oder wenigstens einen Themenbereich entscheiden können… aber Suzie Grime verpflichtet haben. Suzie Grime, wer die nicht kennt (ihr Glücklichen), ist ein wandelndes Argument für die Befürwortung von Abtreibungen bis zum natürlichen Tod. Zusätzlich gibt es zur Diversity-Steigerung noch einen schwulen Neger (quasi die günstige 2in1- Packung), der ein ziemlicher Rassist ist und überall Leute sieht, die ihm in die Fresse schlagen wollen und das aus irgendeinem Grund auf seine Hautfarbe und nicht auf seine widerliche Art und das blöde Grinsen schiebt. Die Dritte im Bunde ist ein syrisches Flüchtlingsmädchen, wohl um zu illustrieren, dass man auch dann westlichen Bullshit reden kann, wenn man ein Kopftuch trägt.

Im Kern dreht sich das ganze aber um Suzie Grime und radikalfeministischen Unsinn, was in Zeiten der Globalisierung einigen deutschen Youtubern die Möglichkeit eröffnet hat, im Stil von Bearing, Undoomed oder Sargon of Akkad fundierte Feminismuskritik auf Youtube jetzt auch in deutscher Sprache anzubieten. Die “Namen” in dem Bereich sind Der Doktorant, Vulgäre Anlayse und Dorian der Übermensch. Die letzteren beiden kenne ich nicht, aber nach einem offenen Brief von Doktorant bezüglich der hirnlosen Verbrennung von Rundfunkgebühren für SJW-Indoktrination wurden halt diese drei als diejenigen ausgemacht, die “Hater” auf die arme Sozialschmarotzerin, den Neger und das Kopftuchmädchen loslassen würden.

Wir können nun darüber reden, wie Kommentare in Form von “die Stimme nervt, aber ich würde ihr trotzdem meinen Schwanz reinrammen” zu beurteilen sind, aber ich fände es dann für einen öffentlich-rechtlichen Anbieter mit Bildungsauftrag doch primär eher verwerflich, keine Aufklärung über (a) don’t stick your dick in crazy und (b) das enorme Risiko von Falschbeschuldigungen bei jedwedem Kontakt mit Feministen zu betreiben. Natürlich aber guckt das eh kaum jemand – die drei Hate-Aggregatoren haben drei- bis zehnmal mehr Zuschauer.

Ganz im Sinne linker Tradition tun die Gutmenschen von Jäger und Sammler jetzt so, als könne man mit ihnen reden – und haben zu einem Gespräch eingeladen. Nach Berlin.

Natürlich wäre das Thema damit für mich erledigt, nichtmal Hitler hat Berlin ausgehalten, ohne sich in den Kopf zu schießen. Aber die drei Jungs wären da tatsächlich hingefahren – über Sinn und Unsinn dessen, mit einer feindlich gesinnten Presse zu sprechen, um dann seine Aussagen bestenfalls verzerrt wiedergegeben vorzufinden, müssen wir hier auch nicht reden.

Wir müssen aber darüber reden, dass Doktorant und Vulgäre Analyse anonym vloggen, weil sie neben dem Internet auch noch ein Leben haben, was nicht aus dem Bezug und Verkiffen von Hartz4-Leistungen besteht. Sie wollten daher anonym bleiben.

Is nich, finden die Wilderer und Loser.

Ich habe jetzt etwas darüber nachgedacht und versucht, Argumente dafür zu finden, bei einer inhaltlichen Diskussion nicht anonym bleiben zu können, weil (a) das Argument der GEZ-Zecken “weil uns Sichtbarkeit wichtig ist” irgendwie vollkommen unsinnig wird, wenn die Jungs dann doch anonymisiert gesendet werden. Und weil (b) ich auch keinen Bock darauf hätte, dass mir die Antifa das Auto anzündet, wüste Verleumdungskampagnen startet oder der SWR einfach mal frei ausgedachte Beschuldigungen vor einem Gericht einreicht wie bei Danisch – ist ja nicht denen ihr Geld, wenn das Gericht das Meiste für Quatsch befindet.

Von daher halte ich die “Gesprächsbereitschaft” der Funk-Ideologen für reines virtue signalling, was keinerlei Rückhalt in der Realität hat und sie außer einem gescripteteten Vorführen mit anschließendem doxxing auch nicht wirklich Interesse an gegenteiligen (oder gar realitätsnahen) Meinungen haben. Ansonsten müsste es ja möglich sein, einen Kompromiss zu finden, statt nur “meh” zu allen vernünftigen Forderungen der Eingeladenen zu sagen.

Wie spannend das geworden wäre ist fraglich; Hangouts zwischen englisch sprechenden Kritikern und Feministen sind auch unerträglich gehaltlos, weil letztere nicht zuhören und ununterbrochen Unterstellungen machen, die durch absolut nichts begründet sind. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass eine “Diskussion” mit Suzie fruchtbarer ist als die mit einer Tomate, und der grinsende Neger ist auch nur eine Orgelpfeife. Das Kopftuchmädchen hingegen wäre interessant, aber auf ein Gespräch mit jemandem, der in Interviews dümmer tut, als er ist, um den Gesprächspartner als dümmer dastehen zu lassen, als er ist, hätte ich auch keine Lust. Das ist wie Pegida und die Lügenpresse – Journalisten sollten schon wenigstens an den Gesprächspartnern interessiert sein, nicht ausschließlich an ihrem heiligen Narrativ.

Wie man sich die Eier abschneidet

Als Fortsetzung zu meinem letzten Post hat Till noch ein paar tolle Tipps, wie man schnell und ohne Hirn zu einem eierlosen Pudel werden kann, wenn man denn gar keinen Selbstrespekt hat.

Stellen wir uns diese patriarchalen Denkgefüge in unseren Köpfen mal wie eine mittelalterliche Burg mit meterdicken Steinmauern vor.

So kommt mir das mit dem Feminismus vor. Bist du sicher, Till, dass du da nicht deine aktuelle Gefühlslage beschreibst statt meiner?

Es braucht starke, mächtige Geschütze, um da durchzudringen.

Deswegen sind ja die Feministen auch für unkontrollierte Masseneinwanderung von Moslems. Hat schon 1453 mit Konstantinopel funktioniert, mit den Kanonen des Urban und so. Der Film Fetih 1453 ist übrigens besser als sein Ruf.

Und wenig ist wirkmächtiger als die aufrichtige Selbstreflexion.

Also, vorausgesetzt, “Selbstreflexion” beinhaltet nicht “Realität”, sondern mehr das Drehen eines Hamsters im Laufrad – Stillstand.

Genau da kommen wir Männer beim Feminismus ins Spiel. Da müssen wir ansetzen, da beginnt die echte Unterstützung.

Mit “aufhören zu denken”? Ja, klar, das hilft, wenn man Feminist werden will, aber das ist doch keine gute Sache, oder?

Ich musste bei der Lektüre feministischer Theorie regelmäßig auflachen, mir an den Kopf fassen

Ja – letzteres geht mit genauso.

Das Patriarchat in seiner heutigen Form basiert auf Eroberung, Macht und Erniedrigung.

Das ist keine sinnvolle Mengenbildung. Eroberung und Macht mag sein, aber das braucht dann auch zwei Antipoden, und Erniedrigung ist kein Antonym zu Eroberung, das klingt nur ähnlich.

Das sind Attribute, die ich für mein Leben nicht brauche.

Habe, Till, habe. Wobei – mit Erniedrigung solltest du eigentlich genug Erfahrung haben. Aber kommen wir endlich zu den Tipps, wie man ein guter kastrierter Pudel werden kann:

Werdet sensibler für das Thema Sexismus und Feminismus, hinterfragt eure Denk- und Verhaltensweisen. […] Lest etwas darüber, hört nächstes Mal genauer hin, wenn jemand das F-Wort verwendet.

Fotze? Verwende ich nicht, das ist prollig. Und ich lese sehr viel über Feminismus, und ich ändere dadurch auch meine Denk- und Verhaltensweisen. Früher fand ich Hexenverbrennungen grausam. Heute verstehe ich die Notwendigkeit.

Und wenn Frauen künftig sagen, etwas sei sexistisch, glaubt ihnen.

Und wenn Frauen sagen, dass zwei plus zwei fünf ist, dann glaubt das auch. Wir haben ansonsten einen schönen Käfig mit Ratten in Zimmer 101.

Macht nicht den Fehler, körperliche Unterschiede von Frauen und Männern mit kulturell bedingten Unterschieden zu verwechseln.

Wieso sollten wir das machen? Wir sind ja nun keine Feministen.

Und falls jemand künftig sagt, Feministinnen seien alles unzufriedene Unbeglückte, dann erklärt ihnen ruhig und sachlich, dass sie Blödsinn erzählen.

Die sind aber doch unzufrieden, sonst würden sie ja nichts ändern wollen?! Und “unbeglückt” – mei, irgendwer poppt auch das letzte Wrack, aber kontinuierlich durchgevögelt werden ist für Frauen genauso schlecht wie gar nicht. Thousand-Cock-Stare, nennt man das. Nicht nur Feministen können Wörter erfinden; mit dem Unterschied aber, dass Männer Wörter für Sachverhalte erfinden, nicht für Einbildungen.

Unterstützt die Frauen in eurer Umgebung – emotional und körperlich. In der Beziehung kann das bedeuten, dass ihr euch mit eurer Partnerin darüber austauscht, wie Gleichberechtigung für euch beide aussehen kann.

Habe ich versucht. Meine Frau sieht es aber überhaupt nicht ein, sich extra zum Putzen Strapse und ein Hausmädchenkostüm anzuziehen.

Vielleicht übernehmt ihr künftig 50 Prozent der emotionalen Arbeit in der Beziehung

Da bin ich sehr dafür, aber wer macht denn dann die 50%, die ich dann nicht mehr machen würde?

Übernehmt mindestens 50 Prozent der Hausarbeit, wenn ihr zusammen wohnt.

Warum? Weil Feminismus? Frauen können den Müll auch selber rausbringen, so emanzipiert bin ich.

Gebt Frauen Raum – emotional und körperlich. Achtet darauf, wie viel Raum ihr in eurem Alltag einnehmt und tretet dort kürzer, wo ihr merkt, dass die Frauen in eurer Umgebung zu kurz kommen.

Was interessieren mich andere Frauen? Und was soll der “Raum einnehmen” – Blödsinn? Leute, die keine Ahnung haben. Fahrt mal zur Hauptverkehrszeit in Istanbul Trambahn, das ist nicht lustig. Erstens stinkt es schlimmer als ein anatolischer Ziegenmarkt (ja, ich weiß, wie ein anatolischer Ziegenmarkt riecht), und zweitens sind das anständige Moslems, da berührt man Frauen nicht. Das ist fuck anstrengend in einer 200% überfüllten Straßenbahn. Geht aber. Ich bin aber auch sehr dankbar, dass wir so einen Mist hier nicht machen, denn wenn man quasi mit einem Mann kuschelt, der 12 Stunden bei 38° gearbeitet hat, riecht man danach genauso.

Schreitet ein, wenn ihr Sexismus bemerkt, vor allem im eigenen Umfeld. Wenn ein Kumpel einen sexistischen Spruch ablässt, dann schweigt nicht länger, sondern macht ihn darauf aufmerksam.

Ich lache da normalerweise. Zählt das?

Eine echte Freundschaft wird das aushalten. Prangert Sexismus künftig laut und offen an.

Ich behaupte weiterhin, dass Till keine Freunde hat. Klar, das könnte er in meinem Freundeskreis schon machen, aber wir würden uns auch nach zehn Jahren noch drüber lustig machen. Bei jeder gottverdammten Gelegenheit.

Behaltet Kommentare über Frauen künftig für euch. Wenn euch eine Frau gefällt, ist das schön und gut, aber es ist keine Einladung, sie das mit einem platten Spruch wissen zu lassen.

Normalerweise ziehe ich sie mit einem starren Blick in Gedanken aus, bis sie fluchtartig wegrennt. Gut? Nein?

Beurteilt Frauen nicht von oben herab nach ihren Äußerlichkeiten, auch nicht mit Freunden.

Ich kenne einige Frauen, die es sicher schlimmer fänden, wenn ich sie nach ihren inneren Werten beurteilen würde. Sehr viel schlimmer. Wieso muss ich gerade an muss gerade an Miriams* hübsche Brüste denken?

Sucht euch weibliche Vorbilder. […] Sucht gezielt nach Schauspielerinnen, Musikerinnen und Künstlerinnen, deren Arbeit euch gefällt.

Ich sehe vor meinem geistigen Auge so einen Büschel Gras, der vom Wind über eine trockene Wüstenlandschaft getragen wird… Ah, ne, Leni Riefenstahl. Ich fände es aber irgendwie illusorisch, Dokumentarfilmer werden zu wollen, und irgendwie falsch, Nazi zu werden. Muss das sein?

Erzählt in Gesprächen öfter von den Frauen in eurer Umgebung.

Ja, fuck, tu ich doch! Siehe Miriam mit den hübschen Brüsten, die sich von Peter hat anbumsen lassen. Was wollt ihr denn noch?


Es kommt ein Nachwort. Gott, der Typ schreibt viel Stuss:

Ich bin weiß, männlich und in einem der reichsten Ländern des Westens aufgewachsen.

Also, männlich jetzt im biologischen Sinn, natürlich, nicht im sozialen. Hab ich von Feministen gehört, dass es wichtig ist, das zu trennen.

Ich genieße damit ein riesiges Privileg, das unfassbar viele Menschen so nicht haben.

Mit einem Link zu einer Erklärung von “Male Privilege”. Ne, Till, keine Sorge, das hast du nicht. Ich halte dich für genauso doof wie alle weiblichen Feministen, und das sehen alle anderen Männer genauso. Du bist nur nichtmal fickbar, also vollkommen wertlos.

Ich habe nie mit systematischer Ausgrenzung zu kämpfen gehabt.

Sagt jemand, der keine Freunde hat.

Ich habe nie die Ohnmacht gespürt, die viele Frauen verspüren müssen, wenn ihnen ungefragt an den Po gegrapscht wird.

Mir wurde schonmal ungefragt an den Po gegrapscht. Ich würde das damit assoziierte Gefühl aber eher “Geilheit” nennen. Wo ist das Problem?

Ich wurde auch nie wegen meiner Hautfarbe, Herkunft oder Sexualität diskriminiert.

Till war noch nie im Ausland.

Gerade weil ich all das nie durchmachen musste, fühle ich mich als Mensch in der Verantwortung, dass meine Mitmenschen das nie wieder durchmachen müssen.

Warum? Wenn man sich wie ein anständiger Mensch benimmt, wird man auch von Negern oder Chinesen wie einer behandelt. Sogar von Arabern. Das geht Negern, Arabern und Chinesen hier übrigens auch so, von ein paar Arschlöchern mal abgesehen. Aber Arbeitslager mag ja niemand.

Der moderne Feminismus steht genau dafür ein.

Für Arbeitslager? Ne, eher für die grund- und hirnlose Vernichtung aller Männer. Ist irgendwie moralisch schlechter.

Schreiben wir bei ze.tt über diese Missstände, oder überhaupt über Feminismus, wird das als Genderwahnsinn betitelt, meine Kolleginnen werden mit Hass zugekotzt, als Feminazis beschimpft.

Du hast keine Misstände genannt, du hast die vollkommen idiotische Forderung gestellt, Frauen nach ihren inneren Werten zu beurteilen. Das mache ich gerne – mit allen Feministen, die wollen das so, und du willst das auch. Menschenmüll, nannte Marx solche Leute. Und für die gibt es dieses Blog.

Das ist kein Hass, das ist eine Beurteilung der gesellschaftlichen Nützlichkeit. Und Feminazis werden nur diejenigen genannt, die sich wie Nazis benehmen. Weil sie sich wie Nazis benehmen. Du, Till, bist nur ein Pudel.

Man muss sich das mal auf der Zunge zergehen lassen: Frauen sprechen an, dass Frauen in der Gesellschaft degradiert werden und werden dafür degradiert.

Weil Frauen, die in der Gesellschaft degradiert werden, mit Recht degradiert werden. Das ist übrigens dem Wort degradieren inhärent und eines der Probleme, wenn man einen Thesaurus benutzt, um intelligenter zu klingen, aber keine Ahnung von der deutschen Sprache hat.

Viele Männer fühlen sich tatsächlich dadurch angegriffen, dass Frauen Ungerechtigkeiten nicht länger akzeptieren wollen.

Viele Männer fühlen sich dadurch angegriffen, dass Frauen Ungerechtigkeiten schaffen. Weil sie Gleichberechtigung mit Gleichstellung verwechseln und Gerechtigkeit mit Ungerechtigkeit.

Das neue Lebensumfeld war der Auslöser, es ließ einen Knoten platzen und immense Denkfehler auflösen.

Ja – Berlin halt, wo die Durchgeknallten in ihren Filterbubbles unter sich bleiben und ihren Wahn als normal deklarieren können. Guckt nur mal in den Bundestag.

Es weckte ein Feuer in mir: Der Feminismus ist für mich keine Idee, er ist für mich auch keine Bewegung. Der Feminismus ist für mich eine Geisteshaltung.

Amen.

 

Warum man sich die Eier abschneiden sollte

Die Zeit, eine Tageszeitung für Linke, die sich für intellektuell halten, hat mit ze.tt ein Projekt für Leute ohne IQ gestartet, damit die sich auch für links-intellektuell halten können. Für die dort erscheinenden Artikel braucht man dann auch keine Journalisten, man kann einfach irgendwen irgendeinen Stuss schreiben lassen. Heute war das dann ein Till Eckert.

Ich bin ein Mann und hatte keine Ahnung vom modernen Feminismus.

Ja, das war noch eine schöne Zeit, als man die Welt noch in Ordnung glaubte.

Erst als ich verstanden habe, dass er alternativlos ist, stellte ich die richtigen Fragen.

Es gibt immer eine Alternative. Arbeitslager, zum Beispiel. Oder Hexen verbrennen. Und ich versichere jetzt schon, dass Till nicht die richtigen Fragen stellt. Dafür aber unendlich lange salbadert, ich entschuldige mich also mal im vorab, dass das länger wird.

Feministinnen, das sind doch die nackten Frauen in den Kirchen, Femen mit schwarzer Farbe über die Brüste geschmiert, die, die erst rumschreien und dann abgeführt werden.

Erstens mal sind nicht alle Feministinnen bei Femen, und zweitens sind die Femen-Aktivistinnen nicht nackt. Die tragen Höschen.

So dachte ich noch vor etwas über einem Jahr.

Und erst dann fiel dir Alice Schwarzer und die geisteskranke junge Berliner Aufschrei-Meute auf? Bist du einer von denen, die “noch nicht so lange hier leben”?

Es war mir einfach, mich über diese Frauen zu lustig zu machen

An der These scheint was dran zu sein, wie ordentliches Deutsch tut mir das nicht wirken. Die Frage ist aber, was dem armen Till passiert ist, dass er sich jetzt nicht mehr über geisteskranke hysterische Schnepfen lustig machen kann?

In meinem Fall war das mein Umzug aus dem schwäbischen Dorf nach Berlin, der neue Job, die neuen Kolleg*innen.

Berlin.

Hier wurde ich erstmals ziemlich frontal mit politischem Feminismus konfrontiert.

Ich wurde in Berlin mit einer eines zivilisierten Landes unwürdigen Menge Müll, materiellem und menschlichen, konfrontiert. Deswegen bin ich da auch so schnell es ging wieder weg. Ich bin nicht Wall-E und muss den ganzen verdammten Planeten aufräumen; man kann da auch einfach eine Mauer rumbauen. Die Pläne sind schon seit den 60ern zur Hälfte fertig.

Durch den Feminismusbegriff wird ein riesiges Spektrum abgedeckt, das man unmöglich durchblicken kann.

Es ist aber weitestgehend deckungsgleich mit dem Spektrum des ebenso breiten Begriffs “geisteskranke Spinner”. Das hilft auch beim Verständnis der “Inhalte”.

Himmel, das Thema ist verdammt komplex. […] Feministische Theorie und der Hass der Männer

Naja, soooo komplex ist das eigentlich nicht – es heißt aber “Hass auf Männer”. Was eine erschöpfende Erklärung feministischer Theorie ist, btw.

Der moderne Feminismus zielt in allererster Linie darauf ab, dass alle Menschen gleichberechtigt auf diesem Planeten leben können. Alle. Das will ich, und das sollte man wollen, wenn man ein moralischer Mensch ist.

Ein moralischer Mensch zu sein bedeutet nicht automatisch, dass man Tills Vorstellungen von Moral teilt. Was übrigens ein grundlegender Grundsatz philosophischer Moralvorstellungen ist, aber Till versteht ja schon Feminismus nicht wirklich.

Während ich meine Stimme als Antirassist dagegen erhebe, dass Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe diskriminiert werden, kann ich auf der anderen Seite nicht die Augen davor verschließen, dass 50 Prozent der Weltbevölkerung systematisch kleingehalten wird.

Das Problem an erklärten Antirassisten ist in der Regel, dass sie nicht wissen, was Rassismus ist. Und dass Frauen kleingehalten werden ist weitestgehend Unsinn. Da aber die gesamte feministische Theorie mit diesem Hirngespinst steht oder vielmehr fällt, muss der Till da natürlich ganz fest dran glauben, und das seinen Lesern natürlich als Tatsache unterjubeln.

Es fängt mit vermeintlichen Kleinigkeiten an, nennen wir es beim Namen: Alltags-Sexismus.

Ist “Alltags-Sexismus” sowas wie “einfache Sprache” für Leute, die an Analphabetismus schrammen? Ich meine, das Problem ist ja nun, dass “Alltagssexismus” halt ein Phantasiewort für ein Phantasiephänomen ist und man es daher auch mit Bindestrich schreiben kann, aber trotzdem…

Damit, dass wir Frauen grundsätzlich mit anderen Augen sehen als Männer

Man beachte: jetzt biegt Till völlig falsch ab. Natürlich hat Till als gesellschaftlicher Versager (seine Lebensleistung sind ein Umzug nach Berlin und ein präkerer Gesinnungsjob bei einem viertklassigen Online-Schmierblatt) keine sonderlich realistische Vorstellung davon, wie ihn erfolgreiche Männer beurteilen, also, nehmen wir halt mal irgendeinen Mann mit einem angesehenen Beruf, Müllmann oder so – aber wenn man nicht aus einer Position des Versagens heraus argumentiert, dann ist es eine richtig, richtig blöde Forderung, Frauen nicht anders zu beurteilen als Männer.

Freilich, auch mit gleichen Maßstäben hat selbst die Miriam* noch mehr erreicht als Till, weil sie sich von meinem Freund Peter* hat anbumsen und heiraten lassen, aber so ganz grundsätzlich ist das jetzt keine respektable Leistung.

das Äußere zählt bei ihnen immer etwas mehr als das Innere

Das ist das gleiche Problem wie mit Leuten, die “gesunder in einem gesunden Körper” predigen und Juvenal nicht verstanden haben. Das liegt auch daran, dass Juvenal Satiriker war und Kinder unter 14 wie auch Frauen im Allgemeinen in der Regel Satire nicht verstehen. Was Juvenal sagen will ist, dass es für eine Gesellschaft schlecht ist, wenn Schönlinge gegenseitig für ihr Aussehen gegenseitig beweihräuchern, aber nichts in der Birne haben.

Es ist auch insgesamt schlecht für eine Gesellschaft, auf Leute zu hören, die nichts in der Birne haben; das ist aber vom Geschlecht weitestgehend unabhängig, da ist Wizorek kein nennenswert schlechterer Ratgeber als Heiko Maas.

Das Feminismus-Problem mit den Äußerlichkeiten ist aber mehr, dass Frauen, die nichts in der Birne haben, allein durch ihr Äußeres noch einen gesellschaftlichen Nutzen haben – Fickbarkeit, siehe Miriam* oben.

Feministen haben diesen Nutzen aber in der Regel nicht, und sind auch zu hohl, um das zu verstehen. Aber das kann Till natürlich auch nicht erfassen – weil hohl, halt. Man merkt das an seinen “Beispielen”:

Es geht damit weiter, dass Frauen[…] sich in manchen Büros Sprüche über ihr Äußeres drücken lassen müssen: „Hach Süße, lass mal die Erwachsenen ran.“

Das ist eben nämlich kein Spruch über das Äußere der Frau, das ist eine Aussage über ihre offensichtliche Inkompetenz. Nett verpackt, weil Titten. Für Männer wäre das ein Kündigungsgrund.

Dieses Gedankengut gipfelt mitunter in sexueller Nötigung, Ausbeutung und Gewalt – und das häufiger, als vielen Männern bewusst sein dürfte.

Und so schnell kommen wir von inkompetenten Frauen in Jobs, in denen sie nichts verloren haben, zur rape culture. Wegen dem Gedankengut, dem Patriarchat und den Einhörnern. Oder so.

Darin, dass Männer nicht akzeptieren können oder wollen, was ein Nein ist.

Ja verreck, wir sind uns ja nun wirklich alle einig, dass man die wegsperren und den schlüssel wegwerfen sollte, oder? Steht im fucking StgB, §177.

40 Prozent der Frauen in Deutschland haben seit ihrem 16. Lebensjahr körperliche oder sexuelle Gewalt erlebt. […] Diese Probleme werden von vielen Männern allzu oft abgetan und belächelt.

Ich nehme an, dass die (a) die Methodik dieser Umfrage kennen und (b) so ziemlich 100% aller Männer irgendwann seit ihrem 16. Lebensjahr von körperlicher Gewalt betroffen waren – womit man halt leben muss. Eva musste ja vom Baum der Erkenntnis essen und wir wurden aufgrund der grenzenlosen Habgier der Frauen aus dem Paradies vertrieben.

Das alles entschieden abzulehnen ist für mich alternativlos.

Was? Hirngespinste?

Weil ich ein wirklich großes Verständnis für Männer habe, die noch nicht verstanden haben, wie relevant der Feminismus ist – ich hab‘ ja selbst ewig gebraucht –, will ich nachfolgend zeigen, warum es vielen Männern so schwer fällt, die feministische Botschaft zu begreifen und sie diese falsch interpretieren.

Ich weiß ja nicht, wer Till die Eier abgeschnitten hat, aber so funktioniert Diskurs nicht. Wenn man die Relevanz von etwas belegen will, muss man ebendiese Relevanz mit Argumenten belegen, nicht blöd rumreden. Aber es wird wirklich doof:

Nichts ist ein schönerer Aufreger für die Lokalpresse, als die bösen, schwarztragenden Linken, die auf der Demo wieder mit der Polizei aneinander geraten sind. Der Gedanke hinter der Demo? Der Zweck? Warum da überhaupt Menschen auf die Straße gingen?

Wenn ich da nicht falsch informiert bin, ist deren Rechtfertigung für ihre terroristischen Aktionen “Deutschland verrecke, kapitalistisches Schweinesystem”. Da sie aber keinen besseren Vorschlag haben, halte ich das für vorgeschoben, und Terrorismus ist kein legitimes Mittel der politischen Auseinandersetzung in einer auch noch so vorgeblichen Demokratie, von daher wäre es auch egal, wenn es einen sinn gäbe.

Das gilt natürlich für Feministen auch.

Den Feminismus als Bewegung kann man gut mit der antirassistischen Bewegung vergleichen.

Sag ich doch: Einfach mal dagegen sein, aber keine bessere Idee haben. Leistungslos auf Kosten Dritter leben wollen. Halt, im Gegensatz zu klassischen Linken, nur für Frauen. Wegen Erbsünde oder so.

Es gibt Feministinnen, die transfeindlich sind, und es gibt Feministinnen, die öffentlich #KillAllMen propagieren – auch wenn das das Gegenteil ist, für das sich Feminist*innen heute einsetzen.

Dieser Satz widerspricht sich selbst. Und übrigens ist Jim Beam kein true scotsman. Aber trotzdem ein fucking Whisky.

Dass der Feminismus im Grundsatz das gleichberechtigte Leben aller anstrebt, kann durch solche Entartungen leider leicht vergessen werden.

Die einzigen, die sich gerade für ein gleichberechtigtes Leben aller in Deutschland einsetzen, sind aktuell die entsorgten Väter vom Genderkonkress.

Auch wenn ich die verstehen kann, die schlichtweg genug von der Beschissenheit der Dinge haben, und ihrer Wut darüber freien Lauf lassen

Wie zum Beispiel Anders Behring Breivik?

Wegen dieser ganz simplen Logik: Immer, wenn eine Gegenbewegung vermeintlich zu extrem wird, zu bedrohlich, zu verrückt, konzentrieren wir uns oft auf eine Minderheit. So geht die eigentlich wichtige Idee der Bewegung verschütt.

Wie Silvio Gesells Freigeldtheorie. Der war ein furchtbarer Nazi.

[Patriarchat:] Es geht nicht darum, dass alle Männer über alle Frauen herrschen, sondern, dass einige wenige Männer über alle anderen Männer und Frauen herrschen.

Ja, und der Vorschlag der Feministen ist, dass einige wenige Männer und Frauen über alle anderen Männer und Frauen herrschen. Das ist jetzt inwiefern besser? Wahlen haben wir ja nun ausprobiert; nichtmal Frauen wählen Frauen, siehe die arme Marine in Frankreich. Widerliche Sexisten, allesamt.

Das wird seit dem 17. Jahrhundert so gelebt.

Öhm… echt jetzt? Und vorher war… ah, äh… Frauenherrschaft? Wo?

Da kann heute nicht einfach kurz ein Vögelchen vorbeifliegen, ihnen eine neue Wahrheit über strukturelle Diskriminierung der Frauen zwitschern

Wahrheit übrigens im Sinne von der wahrhaftigen Auferstehung unseres Erlösers Jesus Christus.

und denken, sie würden das glauben

Naja, bei Till hat es ja funktioniert, oder?

Da kann eine Femen-Aktivistin in der Glotze nicht einfach den Herbert in Beimerstetten erleuchten, der es eben nicht anders beigebracht und vorgelebt bekommen hat, als dass er arbeiten geht, seine Frau ebenfalls und trotzdem danach in der Küche allein das Schnitzel klopft

Herbert aus Beimerstetten arbeitet wahrscheinlich am Umschlagbahnhof in Dornstadt. Der muss nach der Arbeit also erstmal duschen. In der Zeit kann seine Frau offensichtlich auch schonmal kochen.

Herbert könnte aber auch mit den Jungs in die Kneipe und danach in nach Ulm in den Puff. Ich bezweifle aber, dass das seiner Frau lieber wäre als Schnitzel zu klopfen.

Echt, ich verstehe das Problem dieser Feministen nicht.

Das ist mit dem Kapitalismus dasselbe. Erst, wer mal Dreck gefressen hat, erkennt, dass ein System krankt. Apropos Kapitalismus: Wer diesen in seiner jetzigen Form kritisiert, hat etwas mit modernen Feministinnen gemeinsam.

Wie erwähnt ist Systemkritik nur sinnvoll, wenn man eine bessere Idee hat. Aber immer, wenn ich “Freigeld” sage, schreit jemand wie Till “Antisemitismus”.  Oder Feministen. Ich habe Null mit denen gemein.

Es gibt ja auch ganze Branchen, die auf der sexuellen Ausbeutung von Frauen basieren. Ich muss wohl nicht benennen, welche.

 

Doch, musst du schon. Was freiwillig und gegen Geld zu machen ist nämlich nicht “Ausbeutung”.

Als ich jünger war, vielleicht gerade in der achten Klasse, musste ich mich vor meinen männlichen Freunden dafür rechtfertigen, warum ich Destiny’s Child höre.

Musikgeschmack unter pubertierenden Jungs. Ersetze “Destiny’s Child” durch [beliebige andere Band] und erkenne: Pubertät.

Ich wurde von Frauen, mit denen ich ein Date hatte, belächelt, wenn ich sagte, dass ich bei emotionalen Filmen auch mal weine.

Wirkt das auf Euch, liebe Leser, auch wie eine ausgedachte Geschichte? Ich meine, kommt, der und ein Date?

Mädchen, das war eine gängige Beleidigung. Einem Mann kann man damit besonders weh tun, weil man ihm seine Männlichkeit dadurch abspricht, also alles, was er sein muss, um respektiert zu sein.

Ne, Till, pubertierenden Jungs kann man damit weg tun. Erwachsene, vor allem Männer, wissen, dass Worte nicht verletzen.

Auf Partys, da musste ich mich in meiner Jugend immer als Eroberer geben

Ist Pudeltum so eine Sammelbewegung für Jungs, die keine abbekommen haben?

Und wenn man Frauen abschleppt, dann gilt das als erfolgreich. Es ist unglaublich, wie lange ich diesen Hirnfurz nachplapperte, dass Männer und Frauen keine echte Freundschaft aufbauen können, weil sicher das Bett in die Quere kommen werde.

Da ist schon was dran – ich denke, das gilt für durchschnittlich intelligente respektive dumme Männer und ebensolche Frauen. Klar, ich habe Frauenfreundschaften, aber das erfordert eine gewisse Art intelligenter Frau, die sich dann aber eher weniger mit Leuten wie Till abgeben würde. Till verwechselt hier “Friendzone” mit “Freundschaft” und lässt sich genüsslich die verbleibenden Reste seiner Eier abschneiden.

Ich habe in der Vergangenheit schlecht über Frauen gesprochen, hinter ihrem Rücken.

Jetzt sprichst du öffentlich schlecht über Männer. Hast du den Eindruck, dass das irgendwie besser wäre oder dich beliebter macht?

Ich habe anzügliche Witze über sie gemacht und sie reduziert.

Ich habe ein tolles Rezept für eine Tomatenconsommé, die besteht nur aus Pfeffer, Lorbeer, Basilikum und einer Dose Tomaten, reduziert auf eine Espressotasse. Wie eingangs erwähnt – wenn Frauen auf ihr Aussehen reduziert werden, liegt das meist daran, dass die Dose leer ist; das ist nicht unbedingt schlecht für die Frau.

Ich habe mich über Frauen mit kurzen Haaren lustig gemacht, ihnen ihre Weiblichkeit abgesprochen.

Hmmmm…. ich hab die eher geknallt; Frauen mit kurzen Haaren haben in der Regel nicht alle Tassen im Schrank und sind leicht zu haben.

Ich dachte, es verschaffe mir irgendeinen absurden Respekt unter meinen männlichen Freunden, wenn ich über Frauen lästere, nachdem ich mit ihnen in der Kiste war.

Ich glaube, der arme Till hatte nie Freunde.

Und es war auch so, dafür bekam ich Schulterklopfer, eine Bro-Fist, ein Lachen.

Von deinen Fantasiefreunden.

In der Schulzeit war das am Schlimmsten, danach nahm es zwar ab, aber diese Art des versteckten Sexismus fand statt – teilweise tut er das immer noch. […] Es ist bemerkenswert einfach, einen sexistischen Spruch abzulassen, eine Frau in ihrer Abwesenheit kurz Schlampe zu nennen, wenn man unter seinen Jungs bierselig in der Kneipe hängt

Ja, echte Männer sagen das den Schlampen natürlich direkt. Die regen sich dann auch immer so schön auf, wie Rumpelstielzchen, fast. Probiert das mal aus, wenn ihr nichts besseres zu tun habt.

Penny schreibt in ihrem Buch Fleischmarkt, dass Frauen in jungen Jahren mitunter eine panische Angst davor entwickeln, für andere als Schlampe zu gelten. Mich wundert das nicht.

Mich auch nicht. Ich frage mich aber, was daran falsch sein soll.

Für diejenigen, auf die das [sexistisch sein] zutrifft: das sollte der beste Grund für euch sein, darüber nachzudenken, warum das so ist.

Das hat was mit den Bienchen und den Blümchen zu tun, und mit blöden Feministen und den Kindern der 68er, die unbedingt finden, dass Frauen im Rotary-Club und beim Vatertagssaufen irgendwie dabei sein müssten.

Fortsetzung hier.

Sexuelle Traumata

Christian hat mal wieder einen Artikel gefunden, der schon so blöd anfängt, dass ich es eigentlich nicht sein lassen kann, ihn zu kommentieren – er kommt von einer Gastautorin bei einem der grenzdebilsten deutschen Feministenblogs:

Mit 15 war ich von vielen Dingen verunsichert in meinem Leben.

Schaut, da kann ich nicht keinen Artikel dazu schreiben, wenn mir das Kommentieren so leicht fällt – ich meine, es ist doch jetzt schon absehbar, dass sich das seit sie 15 war nicht verändert hat, oder?

Meinen Körper mochte ich nicht besonders. Er und ich waren uns nicht gerade einig darüber, was für uns Schönsein bedeutete.

Lass mich raten – dein Körper hat gewonnen, und du warst nur früher ein widerlicher Lookist mit reaktionären Schönheitsidealen?

Kommt, ich musste das schreiben. Leider wird der Artikel danach ziemlich gehaltlos, lang und öde. Es beginnt damit, dass sie ihre weiblichen Bedürfnisse und Unsicherheiten, vor allem aber ihre hellseherischen Fähigkeiten entdeckt:

lernte […] schließlich U. kennen. Er war 3 Jahre älter als ich und im Gegensatz zu mir wusste er genau was er wollte.

Es verspricht dann sogar, spannend zu werden:

Nach ein paar Wochen wurde es körperlich zwischen U. und mir, ich war schließlich neugierig.

…allerdings nur kurz, am Ende des nächsten Satzes sagt sie U, dass sie keinen Bock hat. Ende der Geschichte.

Naja, nicht ganz:

Er konnte mich aufgrund meiner Schuldgefühle gut dazu überreden, auf den Anblick meiner Füße zu masturbieren,

Ja kommt, ich musste auch mit dem Bild im Kopf leben. Das wollte ich Euch natürlich nicht ersparen, aber ich mache es wieder gut – versprochen.

Naja, der Rest ist Geschwafel über die grausame sexuelle Gewalt, die ihr der Fußfetischist angetan hat (wenn ihr Euch jetzt fragt, welche – das geht mir genauso), sie lesbisch geworden ist, weil sie ihre Partner gerne “mit ihrer Erregung hängen” lässt und kein vernünftiger Mann auf sowas Bock hat, und dann kommt noch eine echte Perle:

Dabei machen sexuelle Begegnungen so viel mehr Spaß, wenn ich Menschen dabei unterstütze, auch bewusst und lustvoll Nein sagen zu können.

Ich meine, wer denkt nicht sofort daran, sich einen auf die Füße irgendeiner Zicke zu wedeln, wenn sie “Nein” gesagt hat?

Ah, und feministische “Empathie”, natürlich, kommt auch nicht zu kurz:

Wenn man sich nicht kennt, wie soll das überhaupt möglich sein zu deuten, dass jemand definitiv Lust hat mich zu küssen oder anzufassen?

Ich halte das nur deswegen für erwähnenswert, weil Feministinnen immer die ersten sind, was von Empathie zu erzählen, und vor allem davon, dass das eine weibliche Eigenschaft sei.


Soweit, so gehaltlos. Nun hat mir meine Frau, als sie aus der Dusche kam (wir waren im Schwimmbad), netterweise erzählt, dass sie die beiden jungen, schlanken Lesben mit Halsbändern, die sich in der Dusche “ihre Brustwarzenpiercings richteten”, sehr irritierend fand, und schon konnte ich mich wieder auf das eigentliche Thema des Artikels besinnen: Bekloppe Feministen Sexualisierte Gewalt 15-jährige Mädchen.

Als ich 15 war, war ich in den USA. Nun fährt man ja nicht mit der Erwartung in die USA, dass man da als pickeliger Europäer plötzlich der totale Oberstecher ist, nur weil man einen heftigen deutschen Akzent hat, und hat ja auch gelernt, dass nicht alle amerikanischen Mädels totale Schlampen sind. Das Problem war dann halt nur, dass man sich dann als unschuldiger, unerfahrener junger Bub, dem die Oma die Unterwäsche gebügelt hat, plötzlich nackt in einem Pool wiederfindet, und danach auf einer Wiese und mit dem amerikanischen Consent-Konzept konfrontiert wird – das kannte man ja nun in Deutschland nicht. Und dann steht man da und weiß nicht, ob Kacies und Heathers “Wanna play?” – Angebote jetzt komplementär oder mutually exclusive sind.

Diese Erinnerung ist im Nachhinein total traumatisierend, weil das ja nicht nur bullshittig-feministische “sexualisierte Gewalt” war, sondern statutory rape. Das war im Nachhinein schon sehr traumatisch, vor allem, weil Kacie und Heather unbedingt wissen wollten, welche von beiden beim Autofahren besser bläst, aber eine von beiden musste ja leider fahren. Dass ich das also nie erfahren werde, hat mich schon sehr mitgenommen.

Ich habe daher vollstes Verständnis für die Traumatisierung der Gastautorin und möchte ihr daher anbieten, unsere Traumata gemeinsam aufzubereiten – natürlich zusammen mit einer ihrer Freundinnen.

Shiba-Inu-Hündin Rio ist schon 15 Monate alt!

Wenn Ihr den Titel jetzt scheiße fandet – eine Carline Mohr hält das für mitteilenswert. Was Carline “ich kaufe ein o” Mohr sonst noch für mitteilenswert hält, findet man bei Spiegel Online. Heute: Carline hatte eine Wutanfall, und deswegen ist sie jetzt Feministin. Das ist insofern verwunderlich, als Frauen sowieso außer traurig und wütend keine Emotionen haben, aber dennoch zu weit über 80% (je nach Land) keine Feministinnen werden müssen. Um zu analysieren, wieso die arme Corinna (ja Gott, hätte sie halt einen merkbaren Namen bekommen, ich kann da jetzt echt nix für) jetzt unter dieser schweren, unheilbaren Krankheit “Feminismus” leidet, müssen wir uns natürlich anschauen, was sie in diesen Wahnsinn getrieben hat:

24. April: Die österreichische Journalistin Corinna Milborn muss sich gegen Sportler Felix Baumgartner wehren.

Boah, müssen die jetzt beide gleich heißen? Aber gut – das Thema hatten wir schon, und daher wissen wir auch, dass das Unsinn ist – Corinna mit O musste gar nichts. Sie wollte sich halt irgendwie selbst vorführen und Unsinn reden, da spricht ja auch nichts dagegen – außer natürlich, dass man für strunzdumm gehalten wird. Natürlich schafft es Corinna ohne O noch eine Stufe dümmer, denn sie findet, das wäre

Sexismuskritik mit Sexismus kontern.

… obwohl Corinna mit O ja ganz klar betont, dass es ihr nicht um die Models, sondern um Menschenhandel gegangen wäre. Das ist also gar keine Sexismuskritik gewesen, sondern eine (vollkommen abstruse) Menschenrechtskritik. Lassen wir das so dumm sein, wie es ist, und kommen zum nächsten Punkt:

24. April: Kim Kardashian. Wer sich aufreizend kleidet, muss sich nicht wundern, wenn er überfallen wird. Sagt die Zeitung “Österreich”.

Laut dem zitierten Ausschnitt (also, dem Textausschnitt, nicht Kardashians) seien “aufreizende Kleidung und ständige Protz-Postings” Mitgründe für einen Raubüberfall. Nun – wenn ich jetzt jemanden berauben wollte, wäre es praktischer, wenn derjenige Geld hätte (Protz), und wenn ich den dann leicht erkenne (z.B. halbnackte Frauen in Paris). Das ist ja nun soweit ganz vernünftig, oder? Kommt da noch was? Nein? Ok, nächster Punkt:

24. April: “Flinkster” wollte wohl mal ganz flippig und witzig sein.

Was ist “Flinkster”?

Ah. Carsharing. Müssen wir jetzt auf tote Pferde eintreten, die nicht der Feminismus sind? Ich hatte doch extra schon Rape Culture und (unverständliche) Rassismusvorwürfe im letzten Absatz ignoriert? Car-Sharing ist unpraktisch, kein bisschen umweltschonend, und wenn man U-Bahn-fahren mag, sauteuer. Wenn man U-Bahnen nicht mag, ist es unnötig. Aber das ist noch nichtmal Corinnas Problem:

Frau freut sich, weil sie Geld spart und damit Schuhe kaufen kann. [bla] Auch das kleinste “witzige” Klischee, das wir bedienen, stärkt die gesamtgesellschaftliche Ungleichheit zwischen den Geschlechtern.

Frauen.Mögen.Schuhe.

Aber wenn Flinkster “flippig und witzig” mit Klischees spielen wollen, sollten sie das in einer Zeit, wo Shitstorms bares Geld wert sind, doch vielleicht mal ordentlich probieren:

Nur falls die Firma Flinkster mal einen Werbeprofi braucht oder so.

(Ab dieser Stelle werden Corinnas “Punkte” vollkommen irrational und sind nur zum mit-fühlen respektive mit-aufregen gedacht; sorry, wenn es so wirkt, als bringe ich ihren “Punkt” nicht gut rüber – das ist Corinnas Schuld)

Ein Mann aus Brandenburg vergewaltigt eine Frau.  [bla] Die Richterin spricht ihn frei. [bla] Kopfschütteln.

Tjo, das habe ich schon gelesen, u.a. bei Miria. tl;dr: Die Frau fand selbst nicht, dass der Mann mitbekommen haben müsste, dass sie keinen Bock auf Poppen hat. Wundert es dann jemanden, dass die Richter das genauso sahen?

Nochmal Kim Kardashian. Sie ist eine ganz normale Frau, stellt der “Stern” überrascht fest. [bla] Weil sie Cellulitis hat.

Mit Bild! Ein sehr wertvoller Artikel – für alle Cellullite-Fetischisten, und weil Cellulite-Fetischisten schlecht sind, brauchen wir mehr Feminismus. Oder weil sie gut sind? Feminismus ist irritierend.

die Aufregung über das Alter von Brigitte Macron nervt mich.

Das ist die alte Lehrerin, die was mit ihrem 15jährigen Schüler hatte, der jetzt von allen Pudeln und Kriminellen zum französischen Präsidenten gewählt werden wird, oder? Was stört dich denn – ich meine, über die jüngere Ivanka Trump wurde ja auch geredet, auch über ihr Alter, obwohl Donald wenigstens volljährig war (und sie auch)?

Es ärgert mich, weil dem die Annahme zu Grunde liegt, dass Frauen jung und schön sein müssen, um für einen Mann begehrenswert zu sein.

Ah, wir brauchen Feminismus, damit Männer stattdessen alte, hässliche Frauen begehrenswert finden. Ich bezweifle zwar, dass Feminismus da mehr hilft als “blenden” (also, mit Feuer oder Säure oder so), aber selbst das hilft nicht so wirklich gut, denke ich.

Auf der W-20-Konferenz in Berlin tragen Ivanka Trump, Christine Lagarde und Máxima der Niederlande Kleider mit Blumen.

Das hat mich auch gestört – also, dass es eine “W20”-Konferenz gibt. Auf der offensichtlich nichts berichtenswerteres stattfindet als Frauen, die Blümchenkleider tragen und gehaltlosen Stuss zu Frauen-Empowerment von sich geben. Mehr stand dazu jedenfalls nicht in der Presse. Mich störte daran allerdings, dass ich den Dreck bezahlen soll. Aber mit Feminismus muss man da doch nur noch mehr davon bezahlen?

Seit wann müssen Frauen keine Hosenanzüge mehr tragen?

Ich bin kein Historiker, aber ich tippe mal so auf 25.000 v. Chr. – oder wann auch immer Kleidung erfunden wurde. Geschäftsfrauen tragen übrigens ein Kostüm. Wie auch Frau Lagarde oder Frau Trump, wenn sie was geschäftliches machen und nicht auf Femi-Kuschel-Veranstaltungen gehen.

Wäre es nicht schön, wenn wir gar nicht mehr über Blumenkleider sprechen würden, sondern nur noch über das, was die Frauen gesagt haben?

Sehr! Sie haben halt nichts gesagt. Also, nichts gehaltvolles, offensichtlich.

Ansonsten ist die Stilkritik übrigens ganz witzig und weist darauf hin, dass die bloße Existenz des “Women 20 Summit” der Beleg dafür ist, dass die Emanzipation eher noch nicht vollendet ist.

Das ist nicht witzig, das ist das einzige, was sie sich da gegenseitig im Kreis bestätigt haben. Deswegen steht ja auch was über Blümchenkleider in der Presse – mangels echter Inhalte. Muss man das tote Pferd jetzt dreimal treten?

Und dann ist doch noch Angela Merkel, die bei der W-20-Konferenz in Berlin gefragt wurde, ob sie Feministin sei. Sie hat nicht so richtig Ja gesagt.

Die will halt nicht noch ihre letzten Wähler verlieren, indem sie sich zu einer idiotischen, menschenverachtenden und desktruktiven Ideologie bekennt. Merkel ist ja nun nicht Beyonce oder Emma Watson, der alle außer ihr selbst völlig egal sein können. Oder sind, wie man das halt sehen will. Merkel mag ja immerhin Flüchtlinge.

Herzlich, eure Feministin Carline

War das jetzt irgendwie eine überzeugende Aufzählung von irgendwas, was irgendwen dazu bewegen könnte, irgendwas zu tun, was man einfach “herzlichst” beenden kann? Lass dich doch von deinem Shiba-Inu lecken oder sonstwas, aber spar uns solchen Unsinn!

Fuck, ich glaube, ich werde gerade wütend. Von daher: Natürlich kann man das zum Anlass nehmen, den kompletten Niedergang der Presse als (a) sicher und (b) verdient zu bezeichnen, aber sonst? Frauenwahlrecht? Ich meine, wenn da nur Männer gewesen wären, hätten die alle Anzüge getragen und die Frauen halt gar nichts, und das hätte weder jemanden gewundert noch von vorgeblich oder tatsächlich wichtigen Themen abgelenkt. Puh, okay, das könnte man als Grund nehmen, sogar radikaler Anti-Feminist zu werden. Man könnte aber auch einfach nur den Kopf schütteln.

Wie man mit Feministen in der Familie umgeht

  1. Ich kann den Feministen nicht verändern. Ich kann nur mein Verhalten ihm gegenüber verändern.
  2. Ich zeige dem Feministen, dass ich ihn liebe, auch wenn ich seinen Wahn nicht teile.
  3. Ich kann nicht frontal gegen den festgefügten Feminismus anrennen. Der Feminismus gleicht einer Festung in einer feindlichen Welt.  Ich muss intelligenter vorgehen und meine Methode immer wieder der neuen Situation anpassen.
  4. Der Feminist hat sich seine Kritikfähigkeit nach innen völlig abgewöhnt. Alles, was der Feminismus sagt, ist vollkommen.
    Ich fördere durch kurze, kritische Bemerkungen die im Feministen nur noch latent vorhandene Kritikfähigkeit.
  5. Ich fördere jeden Kontakt zwischen dem Feministen und der Außenwelt. Der Feminismus denkt schwarz-weiss. Jede positive Begegnung mit der Außenrealität durchbricht die feministische Perspektive und bedroht den Feminismuswahn.
  6. In den Feminismus flieht, wer die Realität nicht aushält. Aus dem Feminismus steigt nur aus, wer Alternativen sieht. Ich helfe dem möglichen Aussteiger, in eine nicht nur erträgliche, sondern trotz aller Schwierigkeiten faszinierende Realität zurückzufinden.

(leicht verändert gefunden beim Netzwerk Sektenausstieg)

Darf man Furien schlagen?

Ich hatte mir ja bereits im Februar überlegt, ob ich einen Kommentar dazu schreibe, was ich davon halte, dass die Rotfront Antifa jetzt in den USA ihre (sowieso schon immer nur vorgeheuchelte) Gewaltfreiheit auch gegenüber Menschen aufgibt, aber dass es keine besonders gute Idee ist, eine offen kampfbereite Gruppe als angeblich friedliche Gruppe anzugehen, ist so offensichtlich, dass – naja.

Aus aktuellem Anlass möchte ich das Thema aber nun doch aufgreifen:

Oh, Entschuldigung, das war die falsche rechtsradikale Publikation, ich meine natürlich:

Guy Smashed in the Head with U-Lock by Masked Antifa Thug in Berekely

(Quellen: Der Angriff, 30 Januar 1933, Daily Stormer, 16. April 2017)

Aber gut, dass Antifanten grundlegende Menschenrechte (die da wären: Freiheit, körperliche Unversehertheit, Eigentum) vollkommen am Arsch vorbeigehen, ist klar, da kann man auch nicht mehr dazu schreiben – außer, dass das Gesocks weggesperrt gehört. Was wir wohl nur deswegen nicht machen, weil Hitler das gemacht hat, und alles, was Hitler gemacht hat, war schließlich schlecht. So zum Beispiel Anti-Raucher-Kampagnen, Tierschutz oder Kindergeld.

Befassen wir uns also mit einem interessanteren Thema: Wenn Nazis Frauen schlagen.

Ah, Moment, das ist das falsche Bild. Ich bin aber heute auch dusselig.

Sonst könnte man ja den Eindruck bekommen, dass der adrette Irak-Veteran widerliche Nazi (blaues Hemd) die ungewaschene Pornodarstellerin (klickt nicht auf den Link!) adrette junge Frau nicht vollkommen ohne jeglichen Grund schlägt.

Ich meine, was bewegt eine Frau dazu, wie eine durchgeknallte Furie auf diesen Schrank von einem Mann zuzupreschen? Ah – Furien: Die in der Unterwelt hausenden Erinnyen werden als Vetteln (Liederlichkeit, Unzucht, hexenhaftes Aussehen und Wesen) beschrieben, deren Hautfarbe schwarz war; sie kleideten sich in graue Gewänder, die Haare waren Schlangen, ihr Geruch war unerträglich und aus ihren Augen floss giftiger Geifer oder Blut.

Aber gut, das war jetzt Homer vor 3.000 Jahren. Damals waren das noch die Göttinnen der Gerechtigkeit – antike Göttinnen, noch vor Zeus und so. Aus der Unterwelt. Verdammte Satanisten, die sowas auf die Welt der Lebenden loslassen… ah, die heißen ja jetzt Kommunisten.

Zurück zum Thema: Natürlich kann man da jetzt geteilter Meinung sein, denn Mädchen schlägt man nicht. Was für kleine Kinder eine gute Lehre sein mag, die wissen nämlich noch nicht so genau, dass selbst kleine Jungs ganz von alleine deutlich fester zuhauen als Mädchen, und man die halt zu leicht kaputt macht.

Für Erwachsene hingegen hat sich eher eingebürgert, dass man überhaupt keine anderen Menschen schlagen sollte, was in einem gewissen Maß auch vernünftig ist – wir kennen alle die Geschichte von Jesus, der meinte, man solle auch die andere Wange hinhalten, und wir wissen, dass das nur dazu führt, dass man gekreuzigt wird. Da niemand gekreuzigt werden will, schlagen die meisten dann doch irgendwie zurück, und da die meisten Leute nicht geschlagen werden wollen, kommt da der Kant’sche kategorische Imperativ zum Tragen, und sie schlagen auch selbst niemanden.

Nicht so Venus mit der Predator-appropriatenden Frisur und der haarigen Muschi. Die hält es ernsthaft für eine gute Idee, sich mit einer Gruppe Rechtsradikaler zu prügeln. Weil – keine Ahnung, ihr irgendwer im wörtlichen Sinn das Hirn rausgevögelt hat? Ich meine, wie strunzdumm muss man denn sein?

Klar, das Troll-Level bei einem solchen Event ist galaktisch – “die wollte doch Gleichberechtigung” und so, aber noch viel besser sind die befürwortenden Antifanten:

If you watch that video the Nazi guy with the queer looking haircut came in full steam with his right hand locked n loaded and gave this girl everything he had with that punch. Sure, she got knocked down, but she got up for more three seconds later.

Ich meine, kommt – so doof könnt ihr doch nicht wirklich sein, oder? Man muss jetzt auch gar nicht blöde rumwitzeln, dass er als widerlicher, weißer, heterosexueller, patriarchaler Nazi sie sicherlich 23% weniger stark geschlagen hat, als das ein Mann verdient hätte, sondern man könnte – natürlich nur, wenn man eine Sekunde nachdenkt – auf die Idee kommen, dass der Typ das relativ beliebig oft wiederholen könnte; ihr volle-Pulle-mit-Kampfhandschuhen-an-die-Kehle-Schlag hat ihn ja nun nicht sonderlich verletzt.

Und ich befürchte, dass das passieren wird. Menschen im Allgemeinen sind nämlich nicht lernfähig – also, jetzt rein historisch betrachtet macht jede Gesellschaft über kurz oder lang die gleichen Fehler wie die vorangehende, bis sie untergeht.