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Zu Besuch bei antifeministischer Kackscheiße

Wenngleich das Reichsparteitagsgelände seit der Zeit meines Opas ein wenig an Flair verloren hat, um das euphemistisch auszudücken, ist es immer noch ein netter Ort, wo man von einem netten Candlelight-Dinner im Ramada oder einem Sonntagsbrunch im Mercure, einem Rammstein-Konzert bei Rock im Park, David Copperfield (oder kommendes Jahr die Ehrlich Brothers, ich hab endlich mal Karten bekommen) in der Arena oder einfach nur Böötchenfahren auf dem Dutzendteich eine schöne Zeit verbringen kann.

Am Rande des Luitpoldhains (bekannt durch die Blutfahnenweihe) findet sich dann die Meistersingerhalle, ein denkmalgeschütztes Meisterwerk unglaublich hässlicher Nachkriegsarchitektur, das man jährlich zum Winterball der FAU genießen kann – wenn man denn jemanden kennt, der einem Karten besorgen kann. Da ich also weiß, dass das Programm üblicherweise besser ist als die Location, dachte ich mir – hey, wenn da so ein Genderkongress stattfindet, kannste ja mal hingehen. Der Danisch tut sich ja sogar feministische Veranstaltungen an, so schlimm kann das auf keinen Fall werden.

Freilich ist der Genderkongress alleine wegen der Kaperung des Namens eine schöne Sache, aber er wird halt vom “Väter-Netzwerk e.v.” veranstaltet, einer Vereinigung entsorgter Väter, die halt mal so richtig vom System (im Auftrag und zugunsten ihrer Ex-Frauen) in den Arsch gefickt wurden und ihre Kinder nicht sehen dürfen. So leid mir die Leute auch tun und so schlecht ich mich fühle, wenn ich für so einen Mist Steuern bezahle (also, für das Arschficken, die mögen das ja nichtmal), so wenig ist das mein Thema. Aber gut, grundsätzlich bin ich dem Anliegen der Organisatoren ja positiv gegenüber eingestellt; ich bin ja nur Antifeminist, weil die gegen Gleichberechtigung von Männern und Frauen und das zugunsten der Frauen sind. Gleichberechtigung für Männer sollte ja eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein – ist es aber nicht, wie ich hier enormst heftig bestätigt bekommen habe.

Ich meine, mir war klar, dass das deutsche Gesellschaftssystem kaputt ist, aber doch nicht derart kaputt. Eine gute Zusammenfassung lässt sich bei Arne nachlesen, aber Arne hat – wie die Veranstalter – leider keine Ahnung von guter Strukturierung. Von daher war die Veranstaltung meines Erachtens falsch aufgebaut, denn der Fisch stinkt immer vom Kopf her – und das hat der super-sympathische, kleine, dicke Dr. Bruno Köhler von Manndat sehr schön erläutert: Die ganze Gender-Mainstraming-Chose sei (ist!) reine Frauenförderung unter einem neuem Namen. Nun ist das eigentlich nicht verwunderlich, das haben ja schließlich die Frauen in Peking vor 22 Jahren so beschlossen, aber Bruno bringt das erstaunlich gut und seriös rüber, wie widerlich die EU und die deutsche Politik da ihre Wählerschaft (oder zumindest ihre Untertanen) anlügen.

Dass also Väter irgendwelche Rechte bezüglich ihrer Kinder haben könnten, ist politisch schonmal nicht gewollt (Ebene 1).

Dass dieser politische Wille aber nichtmal in Gesetze gegossen werden muss, um von Richtern halt “im Zweifel gegen den Vater” ausgelegt zu werden, trug dann ein ebenso dicker und sympathischer Mann vom Väter-Netzwerk vor, der für einen Speaker halt leider (wenngleich verständlicherweise) nicht die notwendige professionelle Distanz zu seinem Thema hatte. Seine seriöse Kritik – dass (Ebene 2) Richter zwar finden, dass die Polizei Kinder zur Schule bringen kann, aber nicht zu Papa, wenn Mama da gerade bockt – ein offenbar ernstes Problem, btw. – ging dann leider ziemlich unter.

Den Vogel abgeschossen hat dann aber (bereits zu Anfang, und der Mann tat mir leid) – Prof. Leitner, der sich als Psychologe mit den (Ebene 3) Gutachten beschäftigt hat, auf deren Basis dann Richter nach Maßgabe frauenfreundlicher Gesetze (Ebene 1) für zumindest Väter wertlosen Bullshit (Ebene 2) beschließen. Prof. Leitner – er möge mir die saloppe Formulierung verzeihen – hat dargelegt, dass die Leute, die solche (teuren und als Kern des Richterspruchs qualifizierten) Gutachten schreiben, nach allen Maßstäben seiner Profession zum überwiegenden Teil (80%) absoluten Müll produzieren.

Freilich war die Veranstaltung voller – zurecht – wütender, vor allem aber verzweifelter Väter, die es nichtmal schafften, die Redner in die eben dargestellte Reihenfolge zu bringen. Tat aber dem richtig deprimierenden Eindruck zum Zustand des deutschen Familien”rechts”systems meinerseits keinen großen Abbruch; einer der Redner hat das praktisch – und meines Erachtens noch sehr großzügig – illustriert, was man als Vater so von seinen Rechten hat:

Nur, weil ich ja so oft schreibe, dass Feministen sich Probleme ausdenken: Die Leute da haben wirklich Probleme. Natürlich kann man das auch kritisch sehen, weil es ja nun für einen vernünftigen Mann vollkommen unverständlich ist, ein horrendes Vermögen für einen Scheidungsanwalt auszugeben und dann den Rest seines Lebens wie ein Sklave für den Unterhalt arbeiten zu müssen, wenn ein osteuropäischer Profikiller deutlich günstiger ist und die sechs, sieben Jahre Knast, die einem das lasche deutsche Justizsystem dafür schlimmstenfalls (also, wenn es auffliegt) reinwürgt eigentlich recht attraktiv wirken, aber ich bin nun eben kein Feminist, der sich zum Maßstab für andere erklären würde, während er im Kern moralisch fragwürdige Positionen vertritt.

Nun, da die Organisatoren zu sehr damit  beschäftigt sind (immer noch: dafür habe ich volles Verständins), sich über ihre blutsaugenden, widerlichen Exfrauen aufzuregen und einfach nur mal ihre Kinder sehen wollen – es gibt da auch (und trotzdem) Leute, die wirklich was machen, so im Vergleich zu mit öffentlichen Geldern überschütteten Feminazi-Vereinen – aber die Veranstalter haben ja nun leider Elmars Vortrag mit dem von Karen McFly zusammengelegt, so dass ich die nicht beide hören konnte. Da ich die Karen mal gegoogelt habe – kannte ich nicht, aber soll bei den Honey Badgers dabei sein, die ich zumindest schonmal gehört hatte – wollte ich mir dann ihren Vortrag anhören, der auch wirklich gut recherchiert wirkte, bis die Antifa (also, ein Dutzend pickeliger Kinder und Mädchen mit kurzen Haaren) ankam:

Das erklärte dann auch die anwesende Security, die sich bei meiner (natürlich zu späten, “Grußworte von Politikern” ist ein Programmpunkt, denn ich mir zu sparen erhofft hatte) Ankunft sehr darüber amüsierten, was das für eine bullshittige Veranstaltung sei – Highlight war da dann das Mädel, was rumbrüllte “der hat mich angefasst! AN DEN BRÜSTEN!”, was auf (a) etwa drei Videos dokumentiert nicht passiert ist und (b) auch mangels Brüsten sowieso nicht hätte passieren können. Etwas enttäuschend war dann, dass die lärmenden Störer mit ihrer (im Kontext) vollkommen abstrus wirkenden Antirassismus-Deklaration dann von der Polizei nicht wenigstens blutig geprügelt wurden. Durch die allgemein entstandene Aufregung ging dann auch Karens Vortrag mehr in eine Gruppendiskussion über. War aber insgesamt trotzdem sehr nett.

Nun war es natürlich ein Problem, dass ich da (schon rein optisch) mal überhaupt nicht dazupasste; und mich kennt ja nun keiner – im Gegensatz zu Karen, offensichtlich, aber der kann man ja noch in den (imaginären, die trug recht hochgeschlossen) Ausschnitt sabbern, von daher war es eher schwierig, mit irgendwem in ein echtes Gespräch zu kommen. Die meisten hielten mich für Presse – ich habe mich daher mal Elmar “vorgestellt” – nicht so, als hätte ich kein Namensschild getragen, aber da stand ja nun nicht “Shitlord” drauf.

In Anbetracht der Berichterstattung einer feministisch-feindlichen Presse über den Kongress ist eine gewisse Skepsis aber natürlich nachvollziehbar, von daher hier ein riesengroßes Dankeschön an Elmar für den netten Abend – und natürlich auch an djadmoros. Ich glaube, ich schulde Elmar noch ein Schäufele, wenn er mal wieder in der Gegend ist.

Red Bull macht fette Ärsche

Da erlaubt sich doch tatsächlich so ein Typ, der im Leben nichts vorzuweisen hat – außer im Weltraum gewesen zu sein und mit einem Fallschirm zurück auf die Erde zu springen, was aber ja nun wirklich jeder kann – eine emanzipierte, starke junge Frau zu kritisieren, weil sie sich gegen Menschenhandel einsetzt.

Also, so in etwa, eigentlich lief das mehr so ab:

Die Firma Palmers, die ausschließlich Unterwäsche für Frauen mit kleinen Brüsten herstellt, hat für eine Werbung sechs Frauen – ach Gott, das sieht so aus; im Gegensatz zu Feministen haben meine Leser selbst Augen:

Naja, die Firma Palmers besteht offenbar nur aus wiederlichen patriarchalen Sexisten, sonst hätten sie es ja nicht geschafft, zum größten Miederwarenhersteller der Landes zu werden. Und deswegen muss man sie kritisieren – selbstbewusst, stark und objektiv:

da ist man mal ein paar Tage offline und kehrt in eine Welt zurück, in der ein Unterwäschehersteller mit der Ästhetik eines Mädchenhändler-Tatorts wirbt.

So, an der Stelle steige ich leider aus. Ein “Mädchenhändler-Tatort” hat ja nun eher diese Ästhetik:

… und das ist ja rein kameratechnisch schon ein riesiger Unterschied, allein die Tiefenunschärfe fällt auf, und natürlich die Schärfe der Protagonisten – aber gut, ich bin nicht der Danisch.

Oder reden wir jetzt von echtem Menschenhandel? Das sieht so aus:

(Hinweis: das ist keine seriöse Quelle, aber ich bin ja auch kein so starker, seriöser und selbstbewusster Journalist wie Frau Milborn, die keine Quellen nötig hat, daher hier der Hinweis, dass das wahrscheinlich Bilder einer (harmlosen) Prozession zum Ashura-Fest sind)

Naja, soviel zum Unsinn als “Auslöser” dessen, was da kam. Der Herr Baumgartner hat dann gekontert: “Ich finde die Mädls weltklasse und springe da gern mal zwischen rein, auch ohne Fallschirm!” Er verband seine Äußerung mit einer abfälligen Bemerkung über die Figur der Moderatorin”.

Moment, liebe Lügenpresse, das stimmt so nicht. Der Felix schreibt:

Schön wenn sich Zuhause wieder einige sogar zu Ostern aufregen! Allen voran Puls-4-Infochefin und -Moderatorin Corinna Milborn, bei der Figur auch kein Wunder!

Das ist keine abfällige Bemerkung über die Figur der starken, selbstbewussten Frau Milborn, da ist nämlich überhaupt keine qualifizierte Bewertung der Figur dabei. Die kann man sich natürlich denken, wenn man die Figur von der Frau Milborn kennt, aber das liegt dann halt im Auge des Betrachters (oder außerhalb, je nachdem, wie gut der Weitwinkel des Fotografen war).

Aber es wird noch dümmer – Frau Milborn ist sich als gute Feministin und Kämpferin für das einzig gute, wahre und richtige Fett nicht zu dumm, da noch weiterzumachen:

Sie [Felix B.] haben mich in einem Facebook-Posting erwähnt, weil ich das Werbefoto eines Unterwäscheherstellers kritisiert habe. Ich erkläre Ihnen gerne nochmal warum: Man sieht darauf Frauen, die kaum bekleidet auf einem schmutzigen Boden liegen und mit dem Gesicht gegen die Wand auf einen Haufen Dreck schauen.

Moment, ich muss nochmal hochscrollen, das war mir jetzt nicht so aufgefallen…

Ok, das stimmt schonmal nicht. Die Frauen liegen auf einem alten Teppich – das heißt nicht, dass der schmutzig ist, und vor allem ist es nicht der Boden. Weiterhin schauen sie mit dem Gesicht zu den Fenstern, wo Moos liegt. Moose sind kein Dreck, sondern ein wichtiger Bestandteil des Ökosystems. Zudem schauen sich zumindest zwei der sechs Frauen offensichtlich gegenseitig an. Das kann ich verstehen, die sehen besser aus als der Haufen Moos.

Das erinnert mich an meine Recherchen zu Menschenhandel – nämlich an die Fotos, die Frauenhändler von ihren Opfern machen, um dem nächsten Abnehmer die “Ware” zu zeigen: Man sieht da Frauen, wenig oder nicht bekleidet, in Abbruchhäusern oder Kellern, oft von hinten fotografiert, damit man das Gesicht nicht erkennt und die Frauen nicht gefunden werden können.

Wer kauft denn bitte eine Frau, von der er nicht weiß, wie sie aussieht? Also – vielleicht wäre ich ja einfach kein guter Menschenhändler, aber auch abgesehen davon ist “Abbruchhäusern oder Kellern” etwas anderes als dieses lichtdurchflutete alte Herrschaftsanwesen.

Das ist eine Realität.

Wie mich dieser Poststrukturalismus ankotzt. Und dass die Leute es auch noch falsch machen: Das ist mirwegen eine Wirklichkeit (von mehreren möglichen), aber es ist keine Realität, solange das Leute anders sehen.

Und ich finde so eine Ästhetik sehr unpassend für eine Werbung für Unterwäsche zu Ostern.

Ich hoffe, dass sich Palmers dieser Kritik annimmt und die Models kommendes Jahr kreuzigt.

Sie sind aber nicht auf diese Kritik eingegangen, sondern haben behauptet, ich hätte das Sujet _wegen meiner eigenen Figur_ kritisiert.

An welcher Stelle hat der Felix das denn gemacht – also, jetzt außer in einer deiner “Realitäten”? Du hast angefangen, Werbung unsachlich (wie oben gezeigt) zu kritisieren, und daraufhin haben sich mehr Leute aufgeregt.

ps weil das unklar berichtet wurde: Ich habe nie etwas über die Frauen auf dem Sujet gesagt und schon gar nicht über ihre Körper, sondern das Setting kritisiert. Ich hab auch das Posting nicht gelöscht, sondern die Sichtbarkeit auf “nur Bekannte” gestellt – ich habe hier die Information einer TV-Sendergruppe zu leiten und kann mich nicht den ganzen Tag um die Kommentare kümmern.

Tja, das glauben wir dir mal blauäugig, weil es ja nun nicht mehr nachprüfbar ist, gell?

Nun hat Herr Baumgartner sich aber natürlich auch zum “Sujet” geäußert, nämlich insofern, als dass er da gerne wäre.

Aber komm, Corinna, es glaubt dir doch kein Mensch, dass dich die Frauen auf dem Bild nicht stören, wenn du selbst nur über die Frauen schreibst – und dass das bei deiner Figur niemanden wundert, ist nicht nur eine Wirklichkeit, sondern wirklich die Realität.

Was Sie da getan haben, ist nämlich sehr typisch. Sie haben nicht einen der Männer kritisiert, die das Sujet ebenso gesehen haben, sondern haben sich eine Frau herausgepickt.

Haben die auch eine eigene Fernsehsendung? Sind die auch Österreicher? Haben die angefangen? Fragen über Fragen…

Und Sie sind nicht auf den Inhalt eingegangen, sondern haben zusammenhanglos mein Aussehen, meinen Körper thematisiert.

Neid und Mißgunst sind ebenfalls Teil der Realität, und in einem deiner sechs Studienjahre solltest du schonmal von Occam’s Razor gehört haben. Es ist also keineswegs “zusammenhanglos”, nur weil das eine von Corinnas “Realitäten” ist.

Das passiert Frauen dauernd, und es trifft alle: Zu hübsch um ernst genommen zu werden

Das passiert Corinna öfters? Ich war ja gerade beim Augenarzt und habe jetzt eine Brille. Vielleicht sollten das mehr Leute machen…

zu blond um gescheit zu sein

Ich kenne unter anderem eine blonde Molekularbiologin, eine Pharmazeutin und eine Kindergärtnerin. Wenn ich jetzt nur Leute wie Corinna kennen würde, wäre das Klischee aber schon naheliegend.

zu sexy oder zu unweiblich, zu stark geschminkt oder zu hässlich, zu dünn oder zu dick, zu alt oder zu dunkelhäutig

In dem Satz fehlt das wozu. Schön, wenn das jemand nicht merkt, dann kannst du danach wieder behaupten, du hättest das gar nicht so gemeint.

oder mit der falschen Figur um eine Meinung zu äußern – was, mit Verlaub, wirklich zum deppertsten gehört

Ich habe oben dargelegt, dass deine Meinung dumm ist, ohne deine Figur zu bemühen. Ich habe dann auch dargelegt, wieso deine Figur eine Erklärung für das Zustandekommen einer solch dummen Meinung sein kann. Niemand findet, dass du die falsche Figur hast, um dumme Meinungen zu äußern. Und dass du keine intelligente Meinung hast, liegt ebenfalls nicht an deiner Figur.

Ich will nicht, dass Ihr Facebook-Posting – mit dieser Reichweite – dazu führt, dass irgendeine Frau da draußen das Gefühl hat, sie müsse sich erst irgendwelchen Schönheitsvorstellungen von Leuten wie Ihnen beugen, bevor sie in der Öffentlichkeit den Mund aufmacht.

Ich bin mir recht sicher, dass das keiner will. Es wäre aber schön, wenn Frauen, die nur Unsinn von sich geben, ruhig wären. Das gilt natürlich auch für Männer, aber die bekommen halt nicht nur wegen ihres Aussehens eine Fernsehsendung (oder weil sie sich hochgeschlafen haben, oder weil es eine Frauenquote gibt, oder warum auch immer Puls4 Corinna engagiert hat).

Deshalb möchte ich das gerne mit Ihnen besprechen. Ich möchte Sie einladen in meine Sendung “Pro und Contra” auf PULS 4, um mit Ihnen über Ihr Frauenbild und die Auswirkungen zu diskutieren.

Was ist denn Felix Frauenbild? Dass er attraktive junge Frauen sexy findet? Dazu braucht man nicht unbedingt einen Extremsportler, das kannst du auch den Typen fragen, der die Kamera hält. Ich wüsste nur nicht, welchen Mehrwert das haben sollte, und welche Auswirkungen das Frauenbild eines Kamermanns haben sollte – und vor allem auf wen – aber hey, immer schön kryptisch bleiben, dann kann man besser behaupten, man hätte das ja gar nicht so gemeint.

 Sie sind ja schon aus dem All gesprungen, Sie sind also sicher nicht zu feig dafür – oder, um es in Ihrer Sprache zu sagen: Sie haben doch sicher die Eier, sich der Diskussion zu stellen.

Eine halbe Seite weiter und Mrs. unsachliche Bemerkungen über meinen Körper macht unsachliche Bemerkungen über anderer Leute Sexualität. Ich bin auch sicher, dass der Herr Baumgartner nichts besseres zu tun hat, als mit Corinna in ihrer Nischensendung zu reden. Also, Unterwäsche-Models bumsen, oder so. Und ihn das total in seiner Männlichkeit verletzt und er jetzt in die Sendung gehen wird, weil er die Publicity braucht und Hubschrauberpilot sowieso so ein öder, unangesehener Job ist.

Zehn Leitsätze für die Gattenwahl

Heute ist – schon wieder – Weltfrauentag. Da aufgrund des von Feministinnen ausgerufenen Frauen-Generalstreiks die gesamte Infrastruktur am Zusammenbrechen ist und ich nicht weiß, wie lange wir noch Strom, sauberes Wasser und Luft zum Atmen haben, noch schnell ein kleiner Beitrag zu Zehn Punkten, die für intersektionelle Feministinnen bei der Partnerwahl wichtig sein sollten (gefunden auf Twitter).

Für eine Feministin ist es (offenbar) allgemein wichtig, sich selbst als “woke” zu sehen, was man, wenn man schlechtes Englisch als Maßstab nimmt, als “aufgewacht” übersetzen kann; wörtlich heißt es “wachte”, was so blöd klingt wie das Konzept ist – für den, der im anglophilen Feminismus noch nicht drüber gestolpert ist: Es bezeichnet den Grad der erfolgten (und erfolgreichen) Eigenindoktrionation mit feministischem Unsinn.

Nunja, kommen wir zu den zehn Dingen, die einen an einem Partner wichtig sein sollten – da die Autorin keinen Namen angibt, sondern nur, dass sie schwarz und bisexuell ist, nennen wir sie Bimbo.

1. Do you believe that Black Lives Matter?

Wenn ich die Frage so lese, ganz sicher nicht. Ich unterstütze keine Terrororganisationen, auch keine rassistischen. Warum sollte ich das machen?

There are three categories that are non-negotiables for me: an understanding of race, class and gender.

Also, erstmal “Rassen”, ein eher deskriptives Konstrukt, was ausschließlich von Rassisten (zum Beispiel Hitler) für irgendwas moralethisches verwendet wird. Plus Gender, was weitestgehend Unsinn ist, und Klasse. Ja, Klasse ist mir bei Frauen wichtig – das heißt aber jetzt nicht, dass ich keine Frisöse bumsen würde, wenn sie scharf wäre. Soweit, so dumm.

2. Du sollst Geist und Seele rein erhalten!

Oh, das rutschte mir aus den Beziehungsleitsätzen der NSDAP rein. Sorry. Warum sollte ich das?

I wouldn’t want to be with anyone who is queer-phobic.

Mich würde das überhaupt nicht stören, wenn meine Frau beim Anblick von Leuten mit irgendeiner sexuellen Störung schreiend zu mir läuft und mich drum anbettelt, die tot zu machen. Das nervt schon bei Spinnen, und die tun ja nix, und ich muss da ja auch nix machen. Homos und so tun auch nix, und die mache ich auch nicht tot. Und es ist ableistisch, was gegen Leute mit Phobien zu haben. Das sollte man als intersektionelle Feministin eigentlich wissen.

3. How do you work to dismantle sexism and misogyny in your life?

Ich lasse aktiv Feministinnen und links aussehenden Frauen schwere Türen ins Gesicht fallen, wenn sich die Gelegenheit ergibt. Die aufzuhalten wäre nämlich benevolenter Sexismus. Zudem bin ich zumindest auf diesem Blog gegen Frauenhass aktiv, der von Feministinnen ausgeht. Gut?

Beyond Misogyny 101, does the person you are with understand rape culture, systemic sexism and misogynoir?

Oh, Misogynoir. Das ist Hass auf Negerinnen, falls das sonst noch jemand googlen müsste. Das beschreibt eigentlich das Problem, dass attraktive, erfolgreiche schwarze Männer in den USA zunehmend lieber ein süßes Blondchen nehmen als eine zickige Negermomma, und “Misogynoir” ist die für Feministinnen übliche Externalisierung der fehlenden Einsicht, dass das am eigenen Charakter liegt.

4. What are your thoughts on sex work?

Besser als gar keine Arbeit. Was soll das?

being pro-sex worker is a necessary pillar of dismantling the patriarchy

Äh? Also, Frauen als Ware zu behandeln ist jetzt feministisch? Ich wusste doch, es gibt auch eine Ecke des Feminismus für mich!

5. Are you a supporter of the BDS movement?

BDS ist nicht “Bondage, Dominance, Sadism” mit jemandem, der das nicht mag, sondern bezeichnet eine angebliche, propalästinensische Israelhassergruppe, die nichtmal die Palästinenser leiden können. Es geht um “Boycott, Divest, Sanctions” bzgl israelischen Produkten. Nun, ich werde ganz sicher nicht plötzlich darauf achten, wo meine Orangen herkommen, um auch ja keine aus Israel zu kaufen, und SodaStream macht mir zu viele Bakterien und so ins Wasser. Also, Nein zu Boykott, ich habe keine israelischen Anlagen, fände es aber strunzdoof, wenn meine Rentenversicherung da kategorisch nicht investiert, die haben tolle Firmen mit lebenslang garantierter Nachfrage, IMI zum Beispiel. Die verdammten Juden bieten da nur keine Investments an. Und Sanktionen sind irgendwo zwischen dumm, selbstschädigend, nutzlos und führen normalerweise nur dazu, dass Menschen hungern, siehe Nordkorea. Also, ne, das geht gar nicht.

6. What is your understanding of settler colonialism and indigenous rights?

Siedler kolonialisieren, ich denke, das ergibt sich aus der Wortbedeutung. Ureinwohner haben heutzutage eigentlich überall die gleichen Rechte wie alle anderen, außer zum Beispiel in Thailand, wo Ausländern kein Land besitzen dürfen – was durchaus Sinn machen kann, wenn man die globalen ökonomischen Unterschiede bedenkt. Vor so 20 Jahren waren die Immobilienpreise in Japan z.B. so hoch, dass man das Grundstück des Kaiserpalastes in Tokyo gegen Kalifornien (ja, ganz Kalifornien) hätte tauschen können. Wäre aber ein schlechtes Geschäft gewesen, deswegen haben die Japaner das nicht gemacht (heute bekommt man noch drei oder vier andere Bundesstaaten dazu). Worum geht es?

It required a good deal of my own research to really understand how settler colonialism works and how devastating the erasure and violence against Native Americans is and was.

Echt jetzt? Einmal Western schauen, so mit fünf Jahren, und es wird jedem Volldeppen klar, dass da Primitivlinge willkürlich abgeschlachtet wurden (und das Gleiche zurück versuchten, mit herzlich wenig Erfolg). Ich verstehe aber den “ist”-Punkt nicht?

how historical and current policies endangered the lives of millions of people, simply because of white supremacy and the colonialist entitlement to finite resources and land.

White Supremacy habe ich nie so verstanden, dass man halt einen Krieg gewonnen hat. Und dass die fünf Indianer so unendlich viel der “finite resources and land” beanspruchen woll(t)en ist jetzt nicht schlecht, oder wie? Wenn heute in Deutschland jemand “Ausländer raus” schreit, ist das schlecht, weil wir ja genug Ressourcen auch für die ganze Welt haben (angeblich), aber wenn Indianer das machen ist das gut, weil… weil huahuahua. Du sprichst mit gespaltener Zunge, schwarze Frau.

7. Do you think capitalism is exploitative?

Nein, nicht grundsätzlich. Warum?

Capitalism, for one, teaches us that we are only valuable if we produce capital.

Joah… tut er. Ist das jetzt schlecht? Es geht nicht um die Menge.

That means that if you aren’t contributing to the system with your labor, your life means almost nothing.

Eigentlich wäre der Wert hier negativ, da man ja trotzdem was verbraucht. Deswegen haben moderne kapitalistische Systeme ja auch eine soziale Komponente, und man bringt den nutzlosen Abschaum nicht einfach um.

there’s a good chance they’ll only value you for your ability to nurture them without any reciprocation.

Also – Moment – du möchtest, dass andere dich wertschätzen, auch wenn du nichts zurückgibst, aber wenn andere das machen, ist das schlecht? Gut, Double Standards sind bei Feministen nichts neues.

8. Can any human be illegal?

Ich halte es schon für falsch, dass Häuser illegal sein können, aber wenn man irgendeine Ordnung haben will, macht man Gesetze, und an die müssen sich dann auch alle halten. Von daher – ja, können Menschen, wenn es Gesetze gibt, die Menschen illegal machen. Die Autorin erklärt den Grund auch selbst:

White Americans stole this land, colonized this land, created so many borders, pushed out, killed and enslaved people of color and somehow they have the audacity to claim that this land is theirs and that black and brown immigrants are stealing their jobs, land and homes.

Die weißen Amerikaner haben nämlich aus ihrer eigenen Vergangenheit gelernt, was Zuwanderer (historisch immer) mit der indigenen Population machen.

9. Do you support Muslim Americans and non-Muslim people from Islamic countries?

Nein, die können sich schön um sich selbst kümmern. Warum?

I can’t think of any other religion which has been vilified and lied about more than Islam in a cultural and systemic way.

Hmmm… ja, das ist schwer. Mir fällt da auch überhaupt nichts ein. Gar nichts. Wirklich nicht. שלום.

10. Does your allyship include differently abled people?

Ich kann aber gut mit Leuten zusammenarbeiten, die andere Begabungen haben als ich. Das ist in einer kapitalistischen, modernen, arbeitsteiligen Gesellschaft nicht nur wichtig, sondern essenziell.


Wir fassen mal zusammen: Die Dame möchte einen Partner, der ihren sämtlichen intersektionalen Bullshit unhinfterfragt unterstützt und ausschließlich gibt, da sie selbst (und viele andere) nichts zu geben hat und nur nehmen kann. Ich finde es prinzipiell sehr gut, dass sie das so offen zugibt und Frauen, die ähnlich denken, dazu ermuntert, das auch zu machen. Es ist natürlich traurig, dass die Männer, die sie dann natürlich höchstens mal durchvögeln, dank auch in den USA ständig expandierender Sozialsysteme trotzdem für das Leben der Dame zahlen dürfen, aber wenigstens nicht alleine.


Ich möchte übrigens noch erwähnen, dass die Punkte neben rassistisch und dumm auch noch super-egoistisch sind. Die entsprechende Liste der NSDAP ist wenigstens nur rassistisch (und profertil), aber wenn man diese Punkte weglässt respektive leicht umformuliert, klingt das eigentlich nach zeitlosen guten Empfehlungen:

1. Bedenke, daß Du ein Deutscher wer Du selbst bist!
2. Du sollst Geist und Seele rein erhalten!
3. Halte Deinen Körper rein!
4. Du sollst, wenn Du erbgesund bist möchtest, nicht ehelos bleiben!
5. Heirate nur aus Liebe!
6. Wähle als Deutscher vernünftiger Mensch nur einen Gatten gleichen oder artverwandten Blutes Intellekts!
7. Bei der Wahl Deines Gatten frage nach seinen Vorfahren! [Ja, ne, man schaut sich die Mutter an, bevor man eine Frau heiratet; die hat man nämlich mehr oder weniger in dreißig Jahren. Echt.]
8. Gesundheit ist Voraussetzung auch für äußere Schönheit!
9. Suche Dir für Deine Ehe nicht einen Gespielen, sondern einen Gefährten!
10. Du sollst Dir möglichst viele Kinder wünschen Deine Träume leben!


Fuck, nichtmal die Nazis haben derart viel Indoktrination gemacht. Nichtmal die fucking Nazis. 

Ochi

Bei der (Berliner) Taz heult sich eine intellektuell Unterprivilegierte, wie das wohl auf politisch Korrekt heißt, aus. Wenn Ihr den Artikel noch nicht kennt, hier der Artikel mit meinen Kommentaren, damit es ein bisschen Gehalt dazu gibt:

Hallo. Mein Name ist Fatma Aydemir und ich habe ein Geheimnis: Ich werfe Menschen Rassismus vor. Wahllos und willkürlich. Dabei mache ich weder Halt vor Kolleg*innen, die mich morgens nett lächelnd grüßen, noch vor Freund*innen, auf deren Sofas ich seit Jahren chillen darf. Ich habe kein Erbarmen. Ich tue es einfach.

Hallo Fatma. Ich kann dich jetzt schon nicht leiden und habe das Gefühl, dass das schlimmer werden wird, wenn wir uns besser kennenlernen.

An der Rewe-Kasse, auf dem Bürgeramt. Fühle ich mich angegriffen oder argumentativ in die Ecke gedrängt, zack, packe ich sie aus, die Rassismuskeule, und schon ist die Welt eine bessere. Denn: Ich. Bin. Im. Recht.

Ich gehe mal davon aus, dass dir das öfters passiert, also das “argumentativ in der Ecke stehen”. Du bist aus der Ecke nämlich nie rausgekommen, du hast dich da selbst reingestellt. Und du hast auch nicht Recht, daran ändert auch v.ö.l.l.i.g. beliebige Interpunktion nichts.

Okay. Mir ist schon klar, dass es kein Geheimnis mehr ist, wenn ich es in eine überregionale Tageszeitung schreibe. Aber ich habe den leisen Verdacht, dass es sich nie wirklich um ein Geheimnis gehandelt hat. Also für alle, außer mir.

Also, es fanden dich immer alle widerlich und scheiße, aber jetzt hast du es endlich selbst verstanden? Cool. Der Artikel könnte ja noch was werden.

Mal ehrlich, haben Sie eben, als Sie meinen Namen gelesen haben, nicht gedacht: „So so, wieder eine dieser taz-Autor*innen, die alle Vorzüge des deutschen Rechtsstaats genossen haben, nur um uns alle hinterher als Nazis zu beschimpfen“?

Eigentlich habe ich mir gedacht, “warum nennen Leute ihre Kinder wie eine Islamische Kill-Order”, aber dann fiel mir ein, dass die Fatwa heißen und nicht Fatma, und Fatma wahrscheinlich sowas heißt wie “nervtötende blöde Kuh” oder irgendwas anderes feminineres.

Eben. Das war mein erster Kolumnenentwurf: „Alles Nazis“. Dabei kann ich froh sein, dass ich nicht schon mit 13 an einen anatolischen Hirten verkauft wurde. Danke, Grundgesetz.

Nachdem dir deine Eltern nicht einen Hauch von Anstand beigebracht haben, gehe ich davon aus, dass sie antiautoritäre Erziehung und Montessori-Klatschen toll finden und ihre Kinder niemals verkaufen würden, also ist das völliger Unsinn. Was nicht heißt, dass die Welt nicht vielleicht ein besserer Ort wäre, wenn deine Eltern dich an einen anatolischen Hirten verkauft hätten; ich kenne zumindest keinen anatolischen Hirten, der derart widerlich ist wie du.

Im Ernst: All die Jahre war dieser Elefant im Raum, und ich spürte ihn, körperlich, und entschied einfach aus einer Laune heraus den Elefanten Rassismus zu nennen. Doch wie mir gerade klar wird, ist der Elefant gar kein Rassist. Der Elefant bin ich! Es gibt keinen Rassismus. Mir war einfach nur langweilig.

Es gibt natürlich Rassismus, du bist nur offensichtlich nicht ganz so helle. Und dass du dich gerne benimmst wie ein Elefant im Porzellanladen hast du jetzt schon ausführlich dargestellt, wissen wir also. Aber wenn dir langweilig ist, finden wir vielleicht einen anatolischen Ziegenhirten, der dich trotzdem nimmt. Auch der islamische Staat würde eventuell noch eine halbwegs passable Sexsklavin aus dir machen können, damit deine Existenz nicht gänzlich umsonst ist.

Dabei hätte ich es ja ahnen können, ablesen an all den Reaktionen, die ich bekam, wenn ich jemanden mit meinem völlig aus der Luft gegriffenen Verdacht konfrontierte: Augenrollen. Entnervtes Seufzen. Aufzählen aller Antirassi[s]musprojekte und Namen von Kanaken, die man kennt, und die einen gar nicht für einen Rassisten halten.

Ich bin mir relativ sicher, dass, zumindest in meiner Generation, Türken keine “Kanaken” sind, und zumindest anständige Türken würden sich nicht mit dem restlichen Mittelmeer- und Levante-Abschaum in einen Topf werfen lassen. Aber gut, die meisten Türken sind sowieso der Ansicht, dass nur der nutzlose Menschenmüll nach Deutschland geht, während es anständige Türken in der Türkei schaffen.

Ali vom Friseursalon. Die Frau, die abends das Büro putzt. Man unterhält sich doch voll oft mit ihr, und man liest doch seit zwanzig Jahren Adorno. Nein nein, Fatma. Ein echter Rassist würde das niemals tun. Ich übertreibe. Hitler ist tot.

Ich empfinde es ja als ein gewisses Maß an ausgleichender Gerechtigkeit, dass vorgebliche Sozialwissenschaftler, die Adorno für einen Intellektuellen halten, in Friseursalons arbeiten oder putzen, aber ich verstehe nicht, was uns Fatma damit sagen will. Dass die Jünger der Frankfurter Schule eine zutiefst rassistische Gruppe ist? Hey, außerhalb der radikalen Linken würde das niemand, wirklich niemand abstreiten.

Sogar Winfried Kretschmann meint, dass wir es mit der Political Correctness nicht übertreiben dürfen. Die „Tagesschau“ hat zudem beschlossen, den Zusatz „rechtspopulistisch“ nicht mehr zu nennen, wenn von der AfD die Rede ist. Man müsse lernen, die AfD als eine „demokratisch legitimierte Partei zu behandeln“. Das ist gut. Ich fange gleich jetzt damit an.

Dass die Grünen ihr Fähnchen in den Wind hängen, wie es gerade passt, sollte auch für Fatma nicht sonderlich überraschend sein, die Grünen und sie sind etwa gleich alt. Aber es ist schön, dass auch Migrantenkinder endlich anfangen, demokratisch legitimierte Parteien als solche zu behandeln.

Ganz ehrlich, ich dachte, der Artikel wird schlimmer.

Die AfD ist eine demokratisch legitimierte Partei, folglich keine rechtspopulistische.

Die Verknüpfung zweier unabhängiger Aussagen mit einem “folglich” begründet so keine Kausalität. Eine Partei kann nämlich (rechts-) populistisch und demokratisch legitimiert sein. Eine Partei kann auch ein widerlicher Haufen totalitärer Kommunisten und demokratisch legitimiert sein, das sieht man an der Die Linke. Auch Genozide können demokratisch legitimiert sein. Das ist eines der zentralen Probleme an der Verbindung von “demokratisch” und “legitimiert”.

Es gibt Menschen, die mit mir befreundet sein oder mit mir arbeiten oder sprechen wollen. Folglich erfahre ich keinen Rassismus. Geht doch. War gar nicht so schwer.

Höre ich da den spärlichen Versuch von Sarkasmus? Aber du, Fatma, machst schon wieder den Fehler, zwei unabhängige Aussagen mit einem Kausalität implizierenden Adverb (“folglich”) zu verknüpfen. Das mag vielleicht in Ostanatolien gehen, aber in der deutschen Sprache ist das schlicht blöde.

Aber ich weiß, das reicht nicht. Ich habe ein ernstes Rassismusproblem. Daran muss ich arbeiten. Ich muss lernen, dass es nichts mit Rassismus zu tun hat, dass ich jedes Mal, wenn ich meine Meinung äußere, gesagt bekomme, ich sei aggressiv. Oder unsachlich. Oder schlecht informiert.

Da der Artikel nur noch einen Absatz hat, gehe ich sehr stark davon aus, dass es absolut nichts mit Rassismus zu tun hat, wenn du gesagt bekommst, dass du aggressiv, unsachlich und schlecht informiert bist; vor allem, wenn du deine Meinung immer so äußerst. Das liegt einfach daran, dass du – um das zu spezifizieren – passiv-aggressiv, unsachlich und logisch nicht stringent bist. Abgesehen davon wirkt der Text jetzt auch nicht so, als wüsstest du, wo Anatolien überhaupt liegt oder was ein Hirte eigentlich macht.

Ich war halt wirklich schlecht informiert. Ich dachte, es gäbe Rassismus. Aber das stimmt nicht. Und überhaupt, wenn hier einer Rassist ist, dann bin das wohl ich.

Hatte ich nicht oben schon erwähnt, dass es natürlich Rassismus gibt und du offenbar wirklich schlecht informiert bist? Aber ich kann dich beruhigen: Du bist kein Rassist. Du hast schlicht ein niedrigeres intellektuelles Niveau als anatolische Hirten.
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“Ochi” im Titel ist übrigens doppeldeutig, nur weil hier ja nicht jeder ein Graecum hat – ich zum Beispiel nicht. Ich habe halt gelesen, dass es wichtig sei, dümmlicher, ignoranter, rassistischer und intoleranter Hate Speech vehement mit einem “Nein” entgegenzutreten, und das möchte ich mit dem deutlichen όχι auch ausdrücken.
Sollte ich anatolische Leser haben: Ist es da wirklich so schlimm, dass man sich als Hirte mit so einer Frau abgeben müsste? Ich meine, das verletzt doch grundlegende Menschenrechte?

Sexistische Werbung à la @pinkstinks

Der Doktorant hat ein Video gemacht. Nun ist das per se kein Aufhänger, aber der Doktorant spricht in dem Video über Pinkstinks; das sind die, die Barbiepuppen nicht mögen, weil die sexistisch seien und so.

Nun habe ich das Video vom Doktorant noch nicht gesehen, weil ich (endlich mal wieder) im Schwimmbad war. Aber ich habe, während meine Frau massieren war, Twitter durchgescrollt. Und Pinkstinks (weitestgehend eine Genderdoktor*ine namens “Stevie”) sind sich nicht nur zu doof,  ihren blödsinnigen Aktionismus zu verbreiten, sondern so doof, einen Zeitungsartikel als das “perfekte Forum” auszugeben, um ihr Anliegen zu diskutieren.

Dummerweise (für den Autoren) gibt es darunter eine nicht-gesperrte Kommentarfunktion, und man ist sich da ziemlich einig, dass der Artikel eines gewissen Nils Pickert absoluter Bullshit ist. Nils Pickert hat man übrigens schonmal gehört, das ist der Typ, der seinen fünfjährigen Sohn zu einer Tunte erzogen hat und “deswegen” jetzt auch Röcke trägt. Nils kommt übrigens aus Berlin, nur falls das jemand noch nicht dachte.

Naja, der Artikel von Nils in der Zeit scheint ja die ultimative Rechtfertigung für die Anliegen von Pinkstinks zu sein, also gehen wir ihm doch mal unter den Rock:

Alle regen sich auf über das geplante Verbot von Sexismus in der Werbung.

Das ist schonmal falsch: Nils, Pinkstinks und Heiko Maas finden das super. Da fehlt mindestens ein “vernünftigen Menschen” zwischen “alle” und “regen”. Zudem ist mies der Satzbau.

Dabei würde es weder Nacktheit verbieten noch die Meinungsfreiheit bedrohen.

Das Verbot würde die Meinungsfreiheit natürlich nicht bedrohen, es würde sie effektiv einschränken. Was unsäglicherweise nach unserem Grundgesetz legal sein kann, was übrigens Nils einziger Punkt ist, der nicht kompletter Unsinn ist. Aber langsam, das war nur die Überschrift.

Kritik an einem solchen Verbotsvorstoß ist selbstverständlich legitim.

Schön. Ich nehme an, dass dir es nicht sonderlich passt, dass Kritik an feministischem Unsinn noch nicht verboten ist, oder warum schreibst du das sonst hin?

Es ist sinnvoll nachzufragen, wie notwendig juristische Reglementierungen sind.

Nein, es ist notwendig, zu begründen, warum Einschränkungen grundgesetzlicher Rechte wichtiger sind als die grundlegenden Menschenrechte. Also, jetzt so im Hinblick auf Legitimität.

Aber die meisten Einwürfe waren nicht sachdienlich. Sie sprachen von Sex, wo Sexismus gemeint war,

[citation needed]

verwechselten Nacktheit mit Diskriminierung

Wer? Die Leute, die nackte Frauen in der Werbung als diskriminiert bezeichnen, obwohl die das freiwillig machen und dafür auch gar nicht so schlecht bezahlt werden?

und wollten Werbung deckungsgleich mit freier Meinungsäußerung verstanden wissen.

Nein, Werbung so zu machen, wie man sie will, ist nur ein Aspekt freier Meinungsäußerung. Diesen Aspekt anzugreifen ist dennoch ein Angriff auf die Meinungsfreiheit. Ich bin sicher, dass man das ganz toll mit so mathematischen Gleichungs- und Mengenzeichen ausdrücken kann.

Offensichtlich herrscht bei einem Thema Klärungsbedarf, das selbst einen Bundesrichter dazu veranlasst, seine prinzenhaft schwülen Stewardessenfantasien zu offenbaren.

Wie mich das ankotzt, wenn Leute dadurch intellektuell zu wirken versuchen, indem sie einen Thesaurus verwenden. “Schwül” hat tatsächlich eine Wortbedeutung “erotisierend”, aber das hat so noch nichtmal Shakespeare verwendet.

Herrn Fischers “Stewardessenfantasien” beziehen sich übrigens auf (polemisch erwähnte) “liebesglühende Stewardessen“, was so, per se, keine sonderlich erotische Schilderung ist, und mehr schreibt Herr Fischer nicht. Zudem ist es keine Fantasie, wenn Air Berlin für die “liebesglühenden” Stewardessen nichtmal mehr Zimmer zu buchen braucht, weil die ja eh in anderen Betten schlafen. Was Nils nicht erwähnt ist, dass Herr Fischer das Thema übrigens auch klärt – es wäre ein grundrechtswidriger Eingriff in die Meinungsfreiheit.

Aber was weiß schon ein BGH-Richter, hören wir lieber, was Nils zu sagen hat (tl;dr: nichts):

Nur wenn sich alle Beteiligten darüber im Klaren sind, um was für Inhalte es sich handelt, können sie auch bewertet werden.

Na, dann mal los!

Zur Erinnerung: Es geht um Sexismus in kommerzieller Werbung und damit um die auf das Geschlecht bezogene Diskriminierung von Menschen innerhalb einer marktkonformen Produktinformation.

Diskriminierung ist eine rein kategorische Benachteiligung von Personen aufgrund einer (meist negativen) Beurteilung. Was Werbung mit Produktinformation zu tun haben soll, weiß ich nicht. Werbung ist die Beeinflussung von verhaltensrelevanten Einstellungen durch Kommunikationsmittel. Ich bin gespannt.

Es soll weder Nacktheit verboten, noch die allgemeine Meinungsfreiheit eingeschränkt werden.

Ein auch noch so kleiner Teil der Meinungsfreiheit ist immer noch ein Teil der allgemeinen Meinungsfreiheit, du widerlicher Lügner.

Denn zum einen ist die Darstellung von Nacktheit, auch von sexualisierter Nacktheit, nicht zwingend diskriminierend.

Eigentlich ist die Darstellung von irgendwas gar nicht diskriminierend, da Diskriminierung per Definition eine Benachteiligung erfordert.

Zum anderen hat der Staat […] niemandem Vorschriften darüber zu machen, was er oder sie beim Anblick von nackten Brüsten zu denken hat.

Dem stimme ich zu, und selbst wenn der Staat das wollte, würde es nicht funktionieren. Wenn es funktionieren würde, bräuchte man in totalitären Staaten nicht so verdammt viele Vernichtungslager.

Er hat auch nicht festzulegen, wie Werbetreibende Produkte bewerben.

Wir merken uns das.

Er kann und sollte jedoch regulieren, mit welchen Bildern und Slogans die Kaufentscheidung mündiger Verbraucher nicht beeinflusst werden darf.

Ah. Was jetzt? Darf er es nicht, oder kann und sollte er? Lieber Nils, sei doch wenigstens ehrlich und sag, dass du findest, dass der Staat auf das Grundgesetz scheißen kann und sollte. Ist doch nur Papier.

Genau das tut er bereits.

Leider. Macht es nicht besser. Nennt man “Slippery Slope”.

Werbung darf Ihnen nicht erzählen, dass eine spezielle Burgerbraterei besser ist als eine andere.

Suggerieren darf man es allerdings; nur explizit sagen darf man es nicht. Was ich für Bullshit halte, aber dafür gibt es einen Hauch von “Grund”: Es ist nicht nachweisbar, und damit evtl. eine falsche Tatsachenbehauptung. Falsche Tatsachenbehauptungen wollen die meisten Menschen nicht über sich hören – selbst dem Ruf von Nils Pickert wäre es eventuell noch abträglich, wenn man behaupten würde, er wäre ein nekrophiler Kinderleichenficker. Ich möchte das auch nicht über mich hören, weil ich kein nekrophiler Kinderleichenficker bin. Daher ist es begründbar und damit auch in Ordnung, solche Falschaussagen zu sanktionieren.

[Werbung] darf Ihnen nicht vormachen, dass Zigaretten unbedenklich für Ihre Gesundheit sind.

Doch, das durfte Werbung. Und zwar so lange, bis es nicht mehr durch den Stand der wissenschaftlichen Erkenntnis tragbar war. Wie gesagt, unwahre Tatsachenbehauptungen zu sanktionieren ist nicht unbedingt schlecht.

Sie darf Alkohol nicht mit dem strahlenden Lächeln eines Kindes bebildern.

Echt nicht? Wer macht solche Vorschriften? Vor allem aber: Wer kauft Alkohol, weil dann Kinder strahlen? 

Und auf das Geschlecht bezogene Diskriminierung sollte sie mit Hinblick auf Artikel 3 des Grundgesetzes nach dem Vorschlag von Pinkstinks auch nicht vornehmen dürfen.

Artikel 3 des Grundgesetzes ist, wie übrigens das gesamte Grundgesetz, eine Sammlung von Rechten gegenüber dem Staat. Hey – ich habe überhaupt nichts dagegen, dem Staat zu verbieten, überhaupt irgendwelche Werbung zu machen. Auch mittels Sockenpuppen wie Pinkstinks. Aber das ist doch hoffentlich nicht Nils einziger Punkt?

Eigentlich wäre jetzt ein guter Zeitpunkt, um über die Verhältnismäßigkeit […] des Vorschlags zum gesetzlichen Verbot von Sexismus in der Werbung zu diskutieren

Der zitierte BGH-Richter fand es einen unverhältnismäßigen und grundgesetzwidrigen Eingriff in die Meinungsfreiheit. Ich auch. Gegenargumente habe ich noch keine gehört, von daher weiß ich nicht, worüber wir diskutieren wollen.

und etwaige Alternativen zu erwägen.

Hey, da habe ich eine: Man könnte es nicht verbieten.

Der deutsche Werberat könnte beispielsweise mit mehr Kompetenzen und Sanktionierungsmöglichkeiten ausgestattet werden.

Man könnte auch den deutschen Werberat wegen Verbrechen gegen die Menschheit vor dem internationalen Strafgerichtshof anklagen, verurteilen und hängen. Hey – wollten wir nicht Alternativen diskutieren?

Dann dürfte er zum Beispiel ein Fahrzeug aus dem Verkehr ziehen, das mit sexistischer Werbung dekoriert ist, sofern der Besitzer vorher schon dafür gerügt wurde.

Wie bei den Nazis – die haben kritische Leute auch nicht gleich ins KZ gesteckt; “nur”, wenn sie nicht aufgehört haben. Wollen wir das jetzt endlich diskutieren?

Stattdessen wirft man sich mit großer Geste in ein Scheingefecht zum Schutz der Meinungsfreiheit

Wo ist denn da ein Scheingefecht? Ihr wollt ganz explizit die Meinungsfreiheit einschränken, und zwar ohne jeglichen Grund.

Doch die Freiheit, bei entsprechendem Produktbezug mit Nacktheit zu werben, steht gar nicht auf dem Spiel.

Wir merken uns das mal: Ein entsprechend illustriertes Plakat “dicke Titten und glattrasierte, feuchte Muschis” ist für einen Puff in Ordnung.

Vielmehr wird stellvertretend für diese Freiheit die diskriminierende Zumutung verteidigt, jedes nur erdenkliche Produkt mit der Suggestion permanenter Verfügbarkeit von Frauen aufzuwerten.

Ah – endlich ein “Argument”. Das zerbricht leider an Nils tollen, eigenen Beispielen – Suggestionen sind niemals verboten; man denke da nur an die “wahrscheinlich längste Praline der Welt” – das sind sogar zwei Suggestionen, nämlich die Suggestion “längste” und die Suggestion “Praline”. Es geht also ganz und alleine darum, die Suggestion permanenter Verfügbarkeit von Frauen zu verbieten, wenn damit das Produkt aufgewertet wird. Was einen Präzedenzfall der Einschränkung der freien Meinungsäußerung darstellen würde.

Und – äh – das beißt sich mit der Puff-Werbung, oder? Ich meine, da sind Frauen doch permanent verfügbar – meine Güte, das ist das Produkt. Ich habe das Gefühl, Nils gräbt sich da gerade sein eigenes Grab an Widersprüchen.

[irgendwer] spricht sie sich tatsächlich dafür aus, dass ein Hersteller für Tierfuttermittel seinen Slogan “Frischfleisch … gibt’s bei uns” mit der Abbildung einer Frau in Dessous kombinieren kann.

Das wäre natürlich nur in Ordnung, wenn die Frau das Produkt wäre, nicht etwa Tierfuttermittel. Werbung mit einer Frau, die sich eine Salami in die Muschi steckt, ist für einen Puff in Ordnung, für einen Salamihersteller nicht. Was machen wir mit einer Metzgerei mit angeschlossenem Puff? “Geile, harte Würste für geile, harte Spritzer” mit obiger Illustration? Shit, wird das schwierig.

[Damit] verschließt sie die Augen vor der Wirklichkeit systematischer Diskriminierung von Frauen.

Das Wort, was dir deine Rechtschreibprüfung korrigiert hat, heißt “systemisch”, nicht “systematisch”, aber das ist egal; ausgedachter Unsinn ist kein Argument. Und nein, ich muss nicht mehr machen als das Gegenteil zu behaupten, Nils macht auch nicht mehr.

Sexismus war und ist ein konstituierender Bestandteil unserer Gesellschaft

Sexismus war vor 100 Jahren noch nicht mal ein Wort. Unsere Gesellschaft ist älter. Bullshit.

Ironischerweise ist gerade er es, der einen Angriff auf die Freizügigkeit darstellt, die es wertzuschätzen gilt.

Außer natürlich, man bewirbt Würstchen. Nils ist offenbar würstchenphob und würstchendiskriminierend.

[Sexismus] sorgt unter anderem dafür, dass das Recht darauf, den Preis für ein Produkt zusammenhangslos auf den nackten Rücken einer Frau zu schreiben, um so ihre Käuflichkeit zu suggerieren

Ich würde das jetzt eher auf die Titten schreiben, aber gut…

vehementer verteidigt wird als das Recht darauf, Miniröcke und Hotpants zu tragen

Ich finde, dass jede Frau Miniröcke tragen dürfen sollte, vorausgesetzt, sie ist schlank und sexy, also, wenn sie aussieht wie Frauen aus der Werbung. Der einzige, der schlanken, sexy Frauen etwas verbieten will, ist Nils. Nämlich mit einem auf den Schambereich geschriebenen Preis Werbung für Würstchen zu machen.

Das heißt, wir verteidigen lieber Sexismus statt das Recht der Frauen, anziehen zu dürfen, was sie wollen.

Wer ist “wir”? Aber ja, ich verteidige lieber das Recht auf Salamiwerbung als das Recht, Hotpants tragen zu dürfen. Ich verteidige auch das Recht, Salamiwerbung mit Frauen in Hotpants zu machen lieber als das Recht auf Hotpants, ich muss die Salami ja dann nicht kaufen, das behebt der Markt von alleine. Die Hotpants leider nicht.

In den Gedanken der Menschen bleibt Sexismus immer frei.

Eine Hoffmann von Fallersleben – Anspielung. Uns bekannt durch Sophie Scholl, Kämpferin gegen totalitäres Gedankengut.

In ihren Äußerungen lässt er sich auch nicht einhegen

Was zum Teufel ist “Einhegen” für ein Wort? Ah, ein linksgrünfaschistischer Kampfbegriff. Oder halt wieder aus dem Thesaurus, wenn man dumm ist wie ein Baum oder Joschka Fischer, dann nimmt man halt forstwirtschaftliche Wörter. Fein. Arsch. Davon geht aber der totalitäre Gedanke hinter alledem nicht weg:

In der Werbung ließe er sich jedoch juristisch stellen und als das demaskieren, was er ist: eine unzulässige Diskriminierung. Damit wären längst nicht alle Probleme gelöst, die Sexismus bereitet. Aber es wäre ein guter Anfang.


Halten wir mal fest: Nils und Pinkstinks haben keinerlei Argumente außerhalb der angeblichen Gutheit ihres (keine existente Probleme lösenden, faschistioiden) Gedankenguts. Keine. Absolut keine. Und solchen Leuten hört jemand zu. Der Justizminister. Das regt mich auf.

So, jetzt schaue ich noch das Video und streichle meine Katzen:

chili

Shitlord Mansplaint: Kochen

Wenn man sich so durch das Internet liest, bekommt man immer mehr den Eindruck, dass es für die moderne Frau im heiratsfähigen Alter (also, unter 30) irgendwo zwischen Zumutung und Ding der Unmöglichkeit gesehen wird, ein Fertiggericht in die Mikrowelle zu legen, geschweige denn, eine Packung Miracoli zuzubereiten. Es gibt natürlich auch Feministinnen, die sich an “Kochen” probieren, aber da kommen dann echte Perlen wie Fish of any kind intimidates me, mostly because of the cooking time. Yes, it’s quicker to make and easy in theory, but that also means you can’t leave fish on the stove and still be fine like you can with meats.

[Da ich annehme, dass nicht alle meine Leser kochen können – sind ja auch ein paar Frauen – Es ist eine verdammt blöde Idee, Fleisch einfach unendlich lange zu kochen.]

Wenn man sich dann in Nadjas Fettlogik-Forum durch die Kommentare liest, findet man aber auch Männer, die mit dem Kochen Probleme habenAber ich als Mann finde mich nicht ins Kochen rein. Und ich finde kein Kochbuch, dass mich mit einfachen und kalorienbewussten Rezepten dabei unterstützt.

Nun ist Kochen per se keine Wissenschaft, was zunächst rein intuitiv dafür spricht, dass man es Frauen überlassen kann. Auf der anderen Seite macht vor allem die Verfügbarkeit von Rezepten irgendwie den Eindruck, dass Kochen ein Handwerk ist, was wiederum dafür spricht, dass es Männer machen sollten.

Kochen ist aber beides: Es erfordert viel Übung (wie ein Handwerk), bis man die Grundlagen beherrscht, und vor allem erfordert es viel Zeit mit sehr, sehr repetitiven Aufgaben, bis man es auch nur halbwegs kann. Und um es dann “gut” zu machen, muss man viel hin- und herprobieren, bis man einen Wirkstoff gegen Krebs ein Rezept für Spaghetti Napoli gefunden hat, was wirklich gut ist.

Wenn man also lange genug übt, schafft man es, ein mehrheitstaugliches Gericht wie Pasta alla Napoletana hinzubekommen, und zwar jeder – man kauft eine Packung Miracoli und macht, was auf der Packung steht, das mit der Übung und der Wissenschaft hat ja jemand anderes gemacht. Ein Antibiotikum muss man schließlich auch nur runterschlucken.

Das aber ist nicht kochen, das ist Sachen warm machen. Ich habe prinzipiell nichts gegen Fertigzutaten bei vielen Gerichten, da wir nicht alle ein Sternerestaurant mit vier Azubis betreiben, die den ganzen Tag nur Hunderte von Zutaten schnippeln, und gewisse Basissaucen sind schlicht praktisch – nehmen wir mal “Helle Soße” von Knorr:

Zutaten: Stärke, Palmöl, MILCHZUCKER, Mehl (WEIZEN, Reis), Maltodextrin, jodiertes Speisesalz, Geschmacksverstärker Mononatriumglutamat, Kochsalzersatz³, MILCHEIWEISS, Zucker, Speisesalz, Zwiebelpulver, Champignonsaftkonzentrat, Zitronensaftpulver, Aromen (mit GERSTE), Curcuma. ³gewonnen aus natürlichen Kaliummineralien Kann Spuren von Ei, Sellerie und Senf enthalten.

Um das selbst zu machen, bräuchten wir also Maisstärke (Mondamin), Reisstärke, Weizenstärke, ein paar übliche Sachen, irgendwelche mysteriösen Kaliumsalze, Eiweiß, Zucker, Zwiebeln, einen zehntel Champignon, Zitronensaft, irgendwelche Spurenaromen und eine mikroskopische Menge Curcuma.

Was das jetzt macht – und was Frauen, die Kochen als Handwerk sehen und eben nicht als Wissenschaft, nicht sehen – ist, dass da alle fünf Geschmacksrichtungen vorhanden sind: Salzig, Süß, Sauer, Bitter (Curcuma) und Umami (Glutamat). Mit vorherrschender salzig-süßer Note, aber das ist so gewollt. Natürlich könnte man auch einfach eine Mehlschwitze mit Salz und Zucker machen, aber die schmeckt halt nach weniger, und – das ist die Grundregel #1 der asiatischen Küche – es schmeckt dann halt nicht nach allem, also nicht “gut”. Ist bei der Miracoli-Gewürzmischung übrigens das gleiche.

Wenn wir das gelernt haben, können wir auch selbst Soßen versuchen – zum Beispiel zu einem Schweinebraten; das ist in etwa das einfachste Gericht, was man machen kann (die Kruste ist natürlich eine andere Geschichte). Wir kaufen also eine 1,5kg Schweineschulter mit Schwarte, ritzen die in 1x1cm-große Würfel ein und geben sie in einen Römertopf. Wenn ihr jetzt keinen Römertopf habt, kauft einen neuen oder einen auf dem Flohmarkt, ohne Römertopf einen Braten machen zu wollen ist… naja – dämlich.

Dann kippen wir da eine Flasche Bier dazu, damit haben wir schonmal die Geschmacksrichtungen süß und sauer abgedeckt. Salzig ist die Schwarte von allein, dann zwei halbe Zwiebeln dazu, damit hätten wir bitter. Fehlt Umami, daher eine Scheibe Brot kleingeschnitten rein. Das Ganze kommt dann 30 Min. bei 200° in den vorgeheizten Ofen, dann 2h bei 160°, und die letzten 20-30 min offen auf max. Oberhitze (bei alten Herden, wenn der echt grillen kann, Stufe 1/3) und ab dann alle 5-10 Minuten eine Mischung aus der Soßensiffe und wenig Honig draufpinseln, in der Backabteilung gibt es so Silikonpinsel. Man kann auch einfach drübergießen. Effektive Arbeitszeit: 6 Minuten. Das Spülen des Römertopfs dauert länger.

Das wäre (handwerkliches) Kochen nach Anleitung – mit “wissenschaftlicher” Begründung. Es hat aber zwei Probleme: Es wird nix. Der Braten wird toll, klar, aber die Soße wird fad und die Kruste vielleicht auf 1/10 der Fläche was. Jetzt kommt die Kunst: Man braucht natürlich das “richtige” Fleischstück, damit die Kruste gleichmäßig knusprig wird, aber das lernt man von alleine – genau wie das mit dem Begießen, damit es knusprig, nicht angebrannt wird.

Und die Soße? Wird interessanter, wenn man zu dem Bier noch 0,5l Gemüsebrühe dazugibt, Bouillon Pur oder Gemüsefond wäre mein Tipp zum Schummeln. Ein, zwei Lorbeerblätter, Pfefferkörner, Rosmarin, Kümmel, Piment — mirwegen tut ihr da Sternanis, Cumin oder Zimt dazu. Angebratenes Tomatenmark als Soßenverdicker und Sahne schaden auch nicht. Ja, man siebt die Flüssigkeit in einen Topf, bevor man das serviert.

Ich schreibe das vor allem deswegen, weil ich mir über die Jahre ein paar Rezepte gesammelt habe, die auf sehr siffigen Zetteln in meinem Küchenschrank neben dem einzig brauchbaren Kochbuch für Leute, die nicht kochen können, liegen: Das Kochbuch für den Mann von Edda Meyer-Berkhout, die als überzeugte 68er-Feministin für jeden noch so dummen Macho verständliche und einfache Rezepte mit idiotensicheren Anleitungen zusammengetragen hat – 1974. Amazon hat noch vier Exemplare.

spiegelei

Das ist aber natürlich die Anfängervariante, wirklich gut macht man Spiegeleier á la Paul Bocuse, vor allem, wenn man sehr viel Zeit hat und den ONS von letzter Nacht wirklich beeindrucken will:

Diese Art, Eier zu garen, scheint einfach – doch gibt es eine kleine Schwierigkeit, die man meistern muss, damit die Eier wirklich perfekt gelingen. Das ist der genaue Garpunkt, der eben in dem Moment erreicht ist, wenn das Eiweiß milchig und das Eigelb wachsweich geworden ist. Dabei muss sich letzteres mit einem zarten, glänzenden Schleier überzogen haben, der in der Küchensprache Spiegel genannt wird. Schließlich muss man auch darauf achten, dass die Eier nicht am Boden an- und festbraten.

Zutaten: 2 Eier, 15g Butter [ich würde mehr Butter nehmen], Salz

Zubereitung: Die Hälfte der Butter in einer [beschichteten] Pfanne oder einer entsprechend großen, feuerfesten Platte zergehen lassen. Wenn die Butter zu schäumen beginnt, die Eier nacheinander auf einen Teller schlagen, durch den Geruch auf ihre Frische prüfen, in die Butter gleiten lassen und mit der restlichen, weich gerührten Butter begießen. Das Eiweiß mit einer leichten Prise Salz bestreuen. In den gut vorgeheizten Ofen schieben und unter ständiger Überwachung [etwa 10 Minuten bei 150° Ofen] gar werden lassen, damit die oben angesprochenen Ergebnisse erzielt werden. Man kann die Eier zur Not auch auf dem Herd zubereiten, muss sie dann aber ständig mit heißer Butter begießen, die man mit einem TL vom Rande der Pfanne abschöpft.

Ich werde über das nächste Jahr immer, wenn ich eines meiner alten Rezepte zubereite, das abtippen. Da ich es eh abtippe, spare ich es Euch natürlich nicht. Für die, die sich jetzt fragen, ob ich sie noch alle habe und was Kochen auf einem antifeministischen Shitlord-Blog zu tun hat: Liebe Männer, wenn man gegen den “Women can do that, too” – Feminismus ankommen will, sollte man that schon besser können als die Feministinnen. Was nicht sonderlich schwierig ist. Zudem kann man das, wenn man das Rezept so fertig hat, dass es einem schmeckt, sogar Frauen beibringen, dann ist es auch nicht repetitiv.

Feminismus zerstört alles

Christian hat ein Posting einer grenzdebilen Feministin gefunden, das er uns nicht vorenthalten wollte. Es ist leider unendlich lang und absolut nur Unsinn, aber ich bin gerade im völlig leeren Alanya und mein Klo ist kaputt und das neue kommt erst morgen, von daher schwitze ich im Hafen und habe Zeit.

Die Autorin ist eine Pamela Clark, der Prototyp einer “Tumblerina”, Feministin und völlig denk- wie introspektionsbefreit. Und desto mehr ich von ihrem Blog (Tumblr?) lese, desto mehr finde ich grenzdebilen Bullshit. Ich spare Euch (und vor allem mir) die 35 hilfreichen Tipps, wie man ein charakterloses Weichei wird man den Feminismus im Alltag leben kann, das hatten wir schon und lässt sich auf Lobotomie + Kastration verkürzen. Pamelas Unsinn basiert auf dem Unsinn, den ein Mann geschrieben hat, unter dem Titel Against Patriarchy: 20 Tools for Men to Further Feminist Revolution.

Da ich ja sehr introspektiv bin und mir auffiel, dass ich zu viele Frauen und Neger und sonstige Deppen kritisiere und zu wenige weiße, heterosexuelle Männer (außer Heiko Maas, aber der hat schon noch sein Coming Out) – netterweise hat das ein heterosexueller, weißer Mann geschrieben. Leider ist auch das nur Lobotomie + Kastration, aber es wirft die Frage auf, warum man gegen das “Patriarchat” sein sollte. Chris, der Autor, lässt das ganz intersektionell eine Negerin “erklären”:

When women and men understand that working to eradicate patriarchal domination is a struggle rooted in the longing to make a world where everyone can live fully and freely, then we know our work to be a gesture of love

Und da liegt das Problem: Da ist eine unbelegte Grundannahme dahinter, dass wir eben nicht in einer Welt leben, in der jeder voll und frei leben kann. Das muss man sich erstmal klar machen, dann kann man Leuten auch ihre Freiheit im Namen der Liebe wegnehmen. Hach ja, schöne neue Welt.

The everyday violence and oppression of sexism in our society is epidemic and not only must end, but can end. Sexism devastates our relationships, communities, social justice efforts, and our lives. While we did not choose to be men in a patriarchal society, we have the choice to be feminists and work against sexism.

Ja, oder wir könnten natürlich das verfluchte Patriarchat und den Patriarchen Erdogan dafür verurteilen, dass hier so scheiße wenig Touristen sind, dass einem die Leute, die davon leben müssen, echt leid tun, vor allem aber die Klofirma so wenig zu tun hat, dass sie nicht nur Freitag freimachen, sondern ganz laizistisch auch noch Samstag und Sonntag.  Fuck, es hat 38° und ich liege in einem verdammten Hafen und muss zum Pool laufen, statt einfach ins Wasser springen zu können.

Thema. Ja, wir sehen, das Patriarchat schadet auch Männern. Also, wenn jetzt die PKK und die ISIS das Patriarchat sind, sonst wär hier ja was los und jemand hätte mir schon am Freitag das Klo ersetzt. Die PKK ist übrigens – neben der Tatsache, dass sie ein eigenes Land wollen – eine kommunistische Organisation. Das kostet sie bei mir etwa 100% der Sympathie, aber Chris und die dummen Feministen finden das sicher super. Ich bin da dagegen, das sind doch Zustände wie in der DDR hier, ohne Klo und 10 Jahre Wartezeit auf ein neues.

Faktisch liegt das aber nicht am Patriarchat oder den Terroristen, es liegt an den rumheulenden Weicheiern, die sich vermehren wie Einhörner. Und nein, es gibt nicht keine Einhörner, das ist jetzt ein anerkannte Geschlechtsidentität, ihr heteronormativen Schweine.

Denn die haben Angst vor den ach so bösen patriarchalen Terroristen, weil sie Weicheier sind. Hier leiden unter dem Scheiß Menschen, echte, anständige, nette Menschen. Und nicht unter den Terroristen – unter den Einhörnern. Die liegen wie die Ölsardinen in Mallorca am Strand und sehen nichts vom Meer, weil vor ihnen noch sechs Reihen andere Touristen und brüllende Kinder sind, und das (übrigens kalte) Meer auch nur vor Leuten wimmelt. Hier hingegen gibt es kaum Meze, vor allem nicht den leckeren, eingelegten Fisch, weil es zu wenig Kundschaft gibt.  Nirgends. Und der Fisch ist so lecker. Eigentlich. Aber gut, die Scampi waren frisch und 1a.

Das Problem ist nämlich, und das sieht man an der grenzdebilen Feministin sehr gut, diese weit verbreitete Meinung:

You don’t “win” by defending your position to the death

Das berücksichtigt nämlich nicht die Frage, wer tot ist am Ende. Und von daher stimmt das nicht. Ich meine, ist ja eine schöne Sache, wenn man seine männlichen Privilegien reflektieren kann, während einen die PKK in die Luft sprengt oder die intersektionelle Diskriminierung sunnitischer Muslime berücksichtigt, während man von der ISIS zu Tode vergewaltigt wird, das ist aber halt nicht sonderlich hilfreich.

Es ist auch nicht sonderlich hilfreich, wie am Münchner Flughafen ein (wirklich hübsches) Mädchen mit einer MP5 hinzustellen. Das mag schön und nett und beruhigend für die Einhörner sein, aber das Ding hat nur 15 Schuss, und beim ersten bricht es dem dürren Mädel die Schulter.

Hier hingegen sehen die Polizisten (übrigens alle) so aus, als verprügeln sie regelmäßig und zum Spaß Türsteher, haben M4A1-Gewehre, und stehen keineswegs dekorativ rum, die stehen schön in einer schattigen Ecke und rauchen. Wie die Soldaten mit den MPT-76-Gewehren, für den Fall, dass man einen Bus stoppen muss oder so. Ich hätte da gerne ein Foto gemacht, aber das ist leider verboten. Auch in Istanbul ist die Polizeipräsenz recht hoch, aber dafür, dass Sommer ist, wirklich verdammt wenige Touristen, und die Hälfte trägt Niqab.

Alanya hingegen scheint niemanden zu interessieren. Die Zollbeamten wollten in unser Gepäck schauen, weil sie den Bocksbeutel auf dem Röntgen seltsam fanden, und erklärten uns dann freundlich wie immer die knauserigen Freimengen für Alkohol (sind wie zuhause) und wünschten uns einen schönen Urlaub.

Und wir hoffen sehr, dass das ein schön Urlaub wird, aber wir sind unruhig. Was ist denn, wenn was ist auf See? SAR ist ja gerade nicht, die sind ja damit beschäftigt, Flüchtlinge in RIBs einzusammeln, wofür sie nicht da sind. Weil die Einhörner rumheulen, wenn Neger in nicht seetauglichen Booten absaufen und herzzerreißende Filme machen, um Spendengelder einzusammeln, um Neger in RIBs zu suchen und die für Seenotfälle zuständigen Organisationen zu nerven. Und erzählen uns, dass die angeblichen Flüchtlinge dafür mehrere Tausend Euro bezahlen.

Das ist Bullshit. Hatte ich schonmal geschrieben, aber es ist absoluter Bullshit. Das sind ja nichtmal RIBs, das sind Luftballons an Holzlatten, selbstgebastelt – kam in dem Fernsehbericht. Mit einem vielleicht 30PS-Motor, was das teuerste Teil sein dürfte, das bekommt man für 5.000 Euro gebastelt. Und das ist nicht seetüchtig.

Die Regeln der SOLAS sind alt, streng, und teuer einzuhalten. Aber sinnvoll, also nicht überflüssiger Quatsch wie TÜV für Autos oder so. Weil das Meer per se gefährlich ist. Deswegen fährt man ohne ordentliches Boot nicht los. Nichtmal die nach Australien verbannten Briten wurden auf so einen Müll geladen, und wenn da jedes dritte Boot ankam, war es ein gutes Jahr. Und das war vor mehr als zweihundert Jahren. Fuck, jedes alte Fischerbötchen und ein improvisiertes Segel wären sicherer als der Mist, und die Leute gehen da freiwillig drauf, um sich dann in Berlin beim Drogendealen gegenseitig abzustechen, bis sie ausgewiesen und zurückgeflogen werden. Vielleicht, in der Praxis ja nun eher nicht.

Es wäre um Potenzen billiger, die Leute einfach gleich einzufliegen, am Flughafen wieder auszuweisen und zurückzufliegen als der Mist, der da veranstaltet wird. Vor allem aber ist Seenotrettung nicht dafür da, Selbstmörder zu verhindern. Aber die armen, kleinen Negerkinder – ja fuck, sollen sie sich ordentliche Boote bauen, in Afrika gibt es meines Wissens tolles Holz, Äxte, Teer und Zeit haben die Leute auch zu genüge. Dann wäre es auch ok, sie zu retten, wenn sie denn in Seenot geraten. Aber was die machen ist Selbstmord.

Und nun? Klar liegt das an den Feministen, mir und dem Patriarchat ist es doch völlig schnuppe, ob die Selbstmörder ersaufen oder nicht. Aber die rumheulenden Gutmenschen machen hier ein hervorragendes, international etabliertes und übrigens von Steuerzahlern finanziertes System kaputt, gefordert von Leuten, die es nicht bezahlen, für Leute, die es weder bezahlen noch brauchen. Man könnte ja auch einfach laufen, es gibt eine Landverbindung von Afrika nach Europa. Was ich jetzt nutzen würde, wenn ich unbedingt von Afrika nach Europa wollte. Oder natürlich ein Boot bauen, vier Familien, jede 4.000 Euro und ein Jahr Zeit und gut ist.

So hingegen wissen wir noch nicht, ob wir uns nach Zypern trauen oder lieber an der Küste bleiben. Ich habe gestern einen sehr netten Libanoner (Libanesen sind Hunde) kennen gelernt, der mir Beirut wärmstens empfohlen hat. Wie letztes Jahr die Briten. Leider antwortet der Hafen in Latakia nicht auf meine eMails, und wahrscheinlich brauche ich dafür auch noch ein verdammtes Visum, was sie mir aus fadenscheinigen Gründen (“Hier ist Krieg”) nicht geben werden. Arschlöcher.