Politisch korrekt gendern, Südkorea-Edition

Von meinem/meiner Galaxy gesendet

Nur mal so als “Außenperspektive” – es gibt außerhalb romanischer Sprachen eigentlich nirgends grammatikalische Geschlechter. Aber gut, wird sich da jemand in Seoul gedacht haben, wenn das in Deutschland jetzt wichtig ist, das Geschlecht der Handys, dann sollten sich die Besitzer das auch frei aussuchen dürfen 😉

Weltuntergangs-Update: Wir werden alle sterben. Sogar zweimal.

Wir unvorsichtigen Deutschen haben ja vor ein paar Wochen den Dauerlockdown “gelockert”, auch wenn davon kaum jemand etwas mitbekommen haben dürfte. Dito die Österreicher, nur bereits ein paar Wochen vorher.

Natürlich widerspricht das dem (nach den Landtagswahlergebnissen zu urteilen enorm großen) Teil der Bevölkerung, die lieber Kim-Jong Un statt Merkel als Kanzlerin hätte, und deren Claqueure freuen sich wie Xi Xinpings Katze, dass “die Infektionszahlen stark/enorm/grotesk/katastrophal steigen“.

In Österreich sieht man das auf der Seite corona-ampel.org, die einen für mich wichtigen Quotienten zeigt, was die AGES (das ist sowas wie das österreichische RKI) nicht tut und auch nur fürchterliche Datendownloads anbringt; aber der Staatsfunk ORF bestätigt wohl die Richtigkeit der Zahlen:

1,1% Testpositivrate. 

Verwundert, ob die tatsächlich auf der Basis ernsthaft irgendwas auch nur für besprechenswert halten, schaue ich bei der AGES nach – und finde es nicht, aber wie gesagt – kommt hin. Dafür finde ich aber die stolze Präsentation dieses Artikels.

Untersucht wurde das SARS‐CoV‐2 re‐infection risk in Austria – keine Sorge, der Artikel wird Euch noch zu genüge um die Ohren geprügelt, zeigt er doch dass man sich bis an sein sicheres Lebensende (durch Corona, natürlich) immer wieder mit Corona anstecken kann. Die AGES beschreibt das so:

Ergebnis: Das Risiko, sich nach durchlaufener Infektion erneut mit SARS-CoV-2 anzustecken ist um 91 Prozent niedriger… [als ohne]

Wie das zustande kommt, sei mal egal; wichtig ist, dass “die” Euch erzählen wollen werden, dass sich Leute erneut angesteckt haben. Gefährlich!

Aber: Haben die denn überhaupt jemanden gefunden, der sich erneut angesteckt hat? Fragen wir die Autoren:

Re‐infection counts are tentative [geraten], since it cannot be excluded that the positive PCR in the first and/or second wave might have been a false positive.

Ach wirklich. Das ist ja mal was total neues. Aber mein Vater erzählt mir das auch immer wieder, wenn Herr Dr.Osten oder Lauterbach mal wieder diese Sau durchs Dorf treiben, immer auf Basis vollkommen wertloser Klopapier-Studien.

Diese hier hat aber mal immerhin große Fallzahlen. Wie viele Re-Infizierte haben sie denn gefunden?

We recorded 40 tentative re‐infections

Wow. Von wievielen in Österreich bereits positiv getesteten?

In Österreich wurden bis zum 21.2.2021 über 440.000 Menschen positiv auf SARS-CoV-2 getestet

Das wären dann beeindruckende 0,009%. Seien wir großzügig und runden es auf 0,01%.

An der Stelle muss man sich fragen: Wie gut sind denn die Tests? Fragen wir die Autoren:

… the … specificity (with 95% confidence region) of PCR tests …. for SARS‐CoV‐2 is … 98.1% (95.9 to 99.2%) according to a recent meta‐analysis

Zu deutsch: Wir sind uns zu 95% sicher, dass die Tests irgendwo zwischen 95,9% und 99,2% sicher sind.

Nun, wenn die Forscher so fair sind, bin ich das auch – deren Sample sind nämlich nicht etwa die 440.000 positiv getesteten Österreicher, sondern nur 14.840 “survivors”.

Das Wort “survivors” zu verwenden ist offenbar richtig und wichtig; verwendet das doch mal im Alltag: “Als Überlebender des gestrigen Tages”, zum Beispiel. Rein statistisch habt ihr bei einer Lebenserwartung von 80 Jahren ein tägliches Sterberisiko von 0,003%.

In jedem Fall sind 40/14.840 immerhin 0,27%. Verbleiben 99,73% zu 100.

Vergleichen wir das mal mit den Zuverlässigkeitswerten des Tests: die liegt (immer noch: wahrscheinlich) zwischen 95,9% und 99,2%, wohl so bei 98,1%.

Bei 14.840 Probanden sind das 608, 282 und (mit statistischer Wahrscheinlichkeit mindestens) 119 falsch positive im Sample. Angeblich Re-Infizierte gefunden haben sie 40.

Nun könnte man ganz doof annehmen, dass alle 40 “gefundenen” Re-Infizierten schlicht und einfach Leute waren, die vorher falsch positiv getestet worden sind.

Mir fällt an dieser Stelle keinerlei Argument ein, was dagegen spricht. Überhaupt keines.


Es führt aber noch zu einem weiteren Punkt: Die aktuell “hohe”, rein politische Inzidenzzahl von 230 (in AT) basiert, wie oben schon angedeutet, auf 20.737 ‘”neuen” Fällen in den letzten 7 Tagen mit einer Positivrate von 1,1% – also auf Basis von grob 2 Millionen Tests.

Klingt viel, aber Österreich hat auch lt. AGES bis Dato 19.845.558 Tests durchgeführt, das sind grob 2 pro Einwohner. Die hier bestätigen auch grob 300.000 Tests pro Tag.

Wo ich mir dann kaum vorstellen kann, dass das alles PCR-Tests sind, und ich nicht weiß, ob die auch einfach “Schnelltests” melden, die dann einen nachfolgenden PCR-Test nach sich ziehen, der dann doppelt gemeldet wird – und natürlich doppelt gezählt. Aber: Wurst.

Für beides, nämlich, sind 1,1% Positivrate eigentlich zu niedrig – wir erinnern uns, der Erwartungswert sind 98,1% korrekt positive, also 1,9% falsch positive. Weniger als 1,9% zu finden spricht dafür, dass der Test genauer ist (unabhängig davon, ob Positive doppelt gezählt werden) – damit wären wir nahe bei den 99,2% der oberen Grenze des Konfidenzintervalls, was z.B. an den Positivraten in GB letzten Sommer nachzuvollziehen ist (irgendwo hier).

An dieser Stelle muss man ergänzen, dass der Test mit offenbar nur 0,8% kaum falsch positive liefert, aber dafür kann man die 0,8% von den 1,1% in Österreich getrost abziehen – das reduziert die Inzidenz dann von 230 auf grob 58.

Von den (immer noch) 20.737 bestätigten (davon recht sicher 15.082 falsch positiv), verbleiben also 5.655.

Von diesen 5.655 liegen 1.462 im Krankenhaus (die testen die schon nochmal, keine Hoffnungen; mein Onkel ist in der Klinik), das sind ~27%. Die können wir von der “ansteckenden” Inzidenz auch abziehen, verbleibt eine _echte_ Inzidenz von grob 45.

Das wären also noch 4.193 Personen in Österreich (8,8 Mio. Einwohner) in Quarantäne. Zzgl.  einer Dunkelziffer von grob 0, da jeder Österreicher statistisch bereits 2mal getestet wurde – allerdings, und jetzt kommt der Crux, sind die PCR-Test sehr viel schlechter darin, den Virus (sinnvoll) zu erkennen als sie darin sind, keinen falsch positiven Wert zu liefern:

Studies suggest that sensitivity may be somewhere between 85% and 98%.

“Sensitivity” heißt auf medizinisch “nicht falsch negativ”, nehmen wir 90%. Grob heißt das, auf die 5.655 korrekt in Quarantäne geschickten Leute und die 15.082 sinnlos eingesperrten Leute kommen noch etwa 565 Leute, die, sehr wahrscheinlich gesund und munter, mir einer SARS-CoV-2-Infektion frei rumlaufen. Diese sind mit einer Wahrscheinlichkeit von grob 60% sowieso nicht ansteckend (Quelle ist die furchtbare Australierin, mit der Herr Dr.Osten Zirkelwichs-Panik spielt).

Verbleiben in ganz Österreich 226 Personen, die eventuell ansteckend sein könnten.

Die Wahrscheinlichkeit, einen davon zu treffen, wenn man jemanden trifft, liegt bei 200/8.860.000 Einwohner, also 0,002%. Zum Vergleich: Der Asteroid Apophis wird bis zum Jahr 2051 (zumindest ich würde gerne so lange leben, ich bin da im Gegensatz zu den “Corona”-Toten auch noch keine 84) mit einer Wahrscheinlichkeit von grob 6,9% die Erde treffen, was zwischen 25 und 200 Millionen Menschen direkt (und viele weitere wegen 2 Jahren Winter) töten wird. Euere Chance, hierbei zu sterben, ist etwa 0,0125%.

Um das “wissenschaftlich” auszudrücken: Eure Wahrscheinlichkeit, in Österreich einen ansteckenden Corona-Positiven zu treffen, ist 84% niedriger, als in den nächsten 30 Jahren am Einschlag eines einzigen, spezifischen Asteroiden zu sterben.

Der Great Reset

Um sich, wie jeder vernünftige Wirtschaftswissenschaftler, selbst zu bereichern, hat Klaus Schwab 1971 das sog. “Weltwirtschaftsforum” gegründet, was er – brillanterweise – als derart elitären Club aufgezogen hat, dass nicht nur die tatsächliche Elite (also sicher nicht Klaus), sondern v.a. alles, was sich für “Elite” hält (z.B. Merkel) da jährlich einfindet.

Als normaler Mensch kann man sich das so vorstellen wie ein Treffen der Echsenmenschen mit der pädophilen Kabale um Hillary Clinton; das Problem dabei ist, dass solche “vertraulichen” Treffen zwischen Wirtschaft und Staat enorm vorteilhaft für Machthaber wie auch Großunternehmen sind – also, für diejenigen, die in Geschichte aufgepasst haben und wissen wieso Hitler so beliebt war, dass das 3. Reich zustande kommen sollte.

Nun kann und sollte man natürlich nicht alles sofort mit Hitler vergleichen; aber es glaubt doch nicht ernsthaft irgendwer, dass Leute, die für gehaltlose, 100mal gehaltene Vorträge gerne mal 25.000$ für 45 Minuten verlangen, da zum Spaß oder gar zum “Wohle der Menschheit” hingehen?

Nun, Klaus, der wohl das Vorbild für Richard Dressler in Tom Clancy’s The Sum of All Fears war, hat da – gerüchtehalber – so eine neue Weltregierung im Sinn – freilich ist die nicht, wie bei Tom Clancy, irgendwie “Nazi”; Klaus ist im Gegensatz zu Adolf oder Richard kein Österreicher.

Klaus hat aber ein Buch geschrieben – wie Adolf; nicht wie Richard oder Tom Clancy – in dem er seine Pläne einer neo-faschistischen, pseudo-sozialistischen und v.a. korporatistischen Weltregierung darlegt, unter großem Beifall der UN (das sind die Chinesen und Joe Biden; nicht zu verwechseln mit dem idiotisch-kommunistischen Kim-Jong Un, die ein solches Regierungssystem seit den Reformen Deng Xiaopings vor 30 Jahren sehr erfolgreich praktizieren).

Man muss den Chinesen – und Adolf – an dieser Stelle zugute halten, dass das zwar ein elementar menschenverachtendes, aber eigentlich sehr gut funktionierendes System ist/war. Das “eigentlich” ist hier immer der Haken – die 1,2 Milliarden Chinesen interessieren sich Null dafür, dass ein paar (Millionen) Uiguren in KZs kommen, wenn sie sich das neue iPhone leisten können, während Oma um Essen betteln musste (hier wäre ein Vergleich mit meiner Oma ihrer Mutter und einer [[[religiösen Volksgruppe]]] völlig unangebracht); und der nette Klaus findet halt, das wäre jetzt die Gelegenheit, das auch im Rest der Welt durchzuziehen.

Was der liebe Klaus aber nicht bedenkt, ist, dass die Chinesen (im Besonderen) Hitlers Wirtschaftspolitik dank dem bereits erwähnten, brillanten Deng Xiaoping nicht etwa kopiert, wie das Asiaten derogativ nachgesagt wird, sondern schlicht die “guten Teile” übernommen haben. Größenwahn und ein Russlandfeldzug beiseite funktioniert Staatskorporatie schlicht nicht mit offensichtlichen Exzessen der politischen Elite; und selbst mit chinesischer Zensur-Infrastruktur, die sich im Westen immer mehr Politiker wünschen, weil halt “die Leute” sauer werden. Und ich meine hier nicht “zivilisiertes” DDR- “sauer”, ich rede eher von Marie-Antoinette-“sauer”.

Die Chinesen haben das verstanden; bei einem für westliche Verhältnisse eher irrelevanten (Schäuble; die gesamte SPD, fast alle in der CSU) Korruptionsskandal wird da halt (a) der Betreffende enteignet persönlich in Haftung genommen und bekommt (b) eine Kugel in den Kopf, die (c) den Hinterbliebenen in Rechnung gestellt wird.

Das System, so, funktioniert. Es ist menschenverachtend, aber da bekommen die Schweine “oben” viel leichter eine Kugel in den Kopf als irgendwelche irrelevanten “Dissidenten”; da kann man auch einfach das Maul halten und sich an seinem neuen 55″-TV erfreuen. Oder Kernfusion, bald.

Dass jemand mit einem Jahreseinkommen von nie mehr als $174k (US Senator, brutto) wie Joe Biden sich privat ein 35-Millionen-$-Flugzeug leisten kann wäre in einem solchen System nichtmal denkbar; geschweige denn würde so jemand Präsidentschaftskandidat – oder es würde ihn jemand wählen (sofern das in China denn geht).

Das ist bei z.B. Jens Spahn mit ~120k€ Jahresgehalt und einer ~4Mio€ – Villa auch nix anderes.

Ich habe nichts gegen Staatskorporatie; die hat aber halt diese Selbstbereicherungs- / Nepotismusprobleme. Und, im Falle eines “linkslehnenden” Staats > Korporatismus, noch einen ruinösen Unfähigkeitsfaktor. Und, evident im Falle Adolfs wie Klaus Schwabs – noch so einen Größenwahnsinns-Faktor wie “Weltregierung” (oder Russlandfeldzug; nimmt sich effektiv nix).

Ich denke nicht, dass auch nur ein einziger Teilnehmer des WEF auch nur genug Intelligenz hat, diesen inhärenten Zwiespalt des “am wenigsten schlechten” System vs. seinem Untergang auch nur zu bemerken; vor ein paar Tausend Jahren war Platons Kritik an der “Demokratie”, dass wenn man jeden Deppen wählen lässt, man früher oder später von Deppen regiert wird. Es ist jetzt offensichtlich “später”.

Und das war sogar noch ohne die neumodischen Ideen, nutzlosen Assos wie Langzeitarbeitslosen, Hausfrauen, oder – es wird ja mehr – Kindern oder sogar Ausländern das Wahlrecht zu geben.

The only thing we learned from history is that we learned nothing from history.

Sofern China nicht auf die Idee kommt, die (nutzlose) Insel Taiwan militärisch zu annektieren, sind deren “Probleme” die des 3. Reichs vor der Kriegserklärung an Frankreich/Großbritannien: Keine.

Die Probleme von Klaus Schwab & Konsorten sind aber die, dass sie dieses (immer noch: menschenverachtende; aber nach 12 Monaten ohne Menschenrechte “wegen Corona” ist das wohl offensichtlich eh fast allen egal) System keine 10 Jahre am Laufen halten können, weil sie korrupte, nepotistische, selbstsüchtige Arschlöcher sind – die denken, sowas hätte  keine Konsequenzen. Weil es seit 1946 im Westen keine hatte; true.

Aber das wird sich, wie 1945ff., auch geben. Für die Zeit dazwischen; da wurde ich in der Schule dazu gezwungen, empfehle ich, sich ein Vorbild an Oskar Schindler zu nehmen. Die unvergessliche Erika Fuchs formulierte das in einem Lustigen Taschenbuch als “Du musst mit den Wölfen heulen, nur lauter“: Im Film besorgt sich Oskar Schindler für ein paar Kisten Schnapps auf dem Schwarzmarkt ein NSDAP-Parteiabzeichen.

Das WEF hat diese Jahr allen Teilnehmern einen “button pin” gegeben; dieser ist nach keinen fünf  Sekunden Recherche kein “Great Reset”  – Abzeichen, sondern das UN-Symbol für die “Sustainable Development Goals 2030” – inhaltlich ist das natürlich der gleiche Blödsinn. 

Meine Empfehlung für alle, die gut durch die paar “schlechten” Jahre kommen wollen und nicht ein paar Kisten dann seltenen und teuren Schnapps für den Mist ausgeben wollen: Der Pin ist direkt beim  Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen erhältlich, kostet $7,99 (plus etwa 12$ Porto in den zivilisierten Teil der Welt).

Das wäre meine heutige Kaufempfehlung; für 20$ bekommt man keinen ordentlichen Schnapps, geschweige denn eine Kiste.

Lockdowns funktionieren!

Dieser Artikel basiert auf einem Kommentar, den ich gerade bei Chris Snowdon geschrieben habe (hier, Strg-F “Daniel”).

Hintergrund ist, das Chris bei Quilette einen (lesenswerten) [1] Artikel über Covidioten geschriben hat – und Quilette so fair war, eine [2] Replik eines Corona-Skeptikers zu veröffentlichen.

Kurz und knapp ist Chris ganz sicher kein staatsgläubiger Idiot, aber fairerweise – wenn man also nicht, wie ich, Idioten einfach überliest, sondern den Beilagenkoch und irgendeine Globuli-Frau für den Gipfel der Corona-Maßnahmen-Kritik hält, was die mit Qualität gleichgestellten Medien ja zu genüge suggerieren, ist es gar nicht so absurd, Maßnahmenkritiker für Idioten zu halten.

Es sind beide Artikel lesenswert, aber lang, und Chris hat dann noch eine [3] Replik auf die Replik verfasst. Die ist weniger lesenswert, wenn ihr in dem Thema drin seid, aber es lässt sich kurz so zusammenfassen:

[1] Chris: Gott, Coronaleugner sind dumm wie Brot. Ich bin der letzte, der Lcokdowns befürwortet, aber irgendwas müssen wir ja machen.

[2] Toby: Lockdowns funktionieren aber nicht.

[3]: Chris: Das widerspricht dem gesunden Menschenverstand.

Soweit, so schön zu lesen. Es geht aber an dem relevanten Punkt vorbei, den ich ich einem neulich Artikel schon angesprochen habe: Natürlich funktionieren Lockdowns. Wenn man sie denn sinnvoll machen würde. 

Das Argument zwischen Tobi und Chris – oder mirwegen zwischen Homburg und Corona-Jüngern – ist prinzipiell “man sieht den Effekt halt nicht, den ihr behauptet” – “doch, ich glaube an Gott, wie diese Grafik zeigt”.

Ich muss daher an dieser Stelle nochmal deutlich erklären, warum das eine müßige Diskussion ist: Natürlich funktionieren Lockdowns, – aber halt dabei, Infektionen da einzuschränken, wo sie gelten.

Herr Klein von Sciencefiles hat da netterweise schon im Sommer auf Basis von RKI-Daten eine Auswertung gemacht, wo man sich denn so mit Covid anstecken kann. Die ist ein bisschen komplex, weil sie halt nicht nur Fälle, sondern auch “Prävalenz pro Ausbruch”  angibt, was durchaus wichtig ist im Hinblick auf die Frage “wie ansteckend ist denn die Location”, wenn man nun sein persönliches Risiko minimieren will, weil man das – im Gegensatz zu mir – noch nötig hat.

Wenig verwunderlich gibt es die meisten Fälle “zuhause”, vor allem, wenn das ein Alten-/Pflegeheim oder ein sonstiges Heim, z.B. für Asylbewerber ist. Das sind schonmal > 50% der Infektionen, die sich durch eine Schließung von Friseusen nicht verhindern lassen.

Es folgen dann Arbeitsplätze. “Ja, dann machen wir halt Homeoffice”, mag da der geneigte linke Arbeitslose sagen, aber davon wird die Wasserleitung an meinem Klo nicht repariert. Aber ja, das wäre ein Punkt, an dem man ansetzen könnte, wenn man die Verbreitung des Coronavirus hätte einschränken wollen: Homeoffice für alle, für die das geht. Fast so eine gute Idee, wie Asylbewerber an der Grenze zu erschießen (> 5%) oder positiv getestete,  symptomatische Infizierte in “Corona-Zentren” zu isolieren (~25%) – das geht aber nicht, wir sind ja keine Nazis. Wie die Leute aus Oz, Neuseeland, Thailand, Taiwan, Singapur, und bald neu dazu: Kanada.

Aber 5%, plusminus, könnte man damit sparen. Wirtschaftlicher Schaden: ~0, dafür happy Mitarbeiter und viele Mütter und Väter, die endlich Zeit mit ihren Kindern verbringen können – wobei es nie einen Grund gab, Schulen zu schließen, aber Kinder sind ja eh so toll. Haben wir aber nicht gemacht.

Weitere 5% der Infektionen sind in allem, was irgendwie “Freizeit” ist, zu verorten. Das haben wir zugemacht. Nun hat man da aber das Problem, dass sich das dann halt umverteilt. Aber gut, geben wir den Lockdowns mit vsl. 175.000 Firmenpleiten 5% Effektivität. Auf mehr kommen wir nämlich nicht, und das sieht man halt in keiner Grafik.

Im ÖPNV steckt sich sowieso niemand an (siehe sciencefiles-Link), aber die Frage ist, ob eine Maske, mit der man dann eher direkt durch die seitliche Öffnung in die seitliche Öffnung der Maske des Nebenmanns atmet, die Ansteckungsrate nicht eher erhöhen wird. Ist aber sowieso irrelevant. Kostet nur Geld. Genau wie Supermärkte – oder kennt Ihr den Bericht über die vielen Supermarkt-Kassiererinnen? Nein? Aber die Hunderten über die Infektionen in Fleischereien, weltweit? Eben. 

Den gleichen Effekt wie die aktuellen Lockdowns – also, keinen irgendwie nennenswerten – hätten wir also auch durch Schließen der Grenzen für Leute, die hier nichts verloren haben, haben können. Macht für die Staatskasse plus mehrere Milliarden Euro. Ein paar Milliarden davon für Computer ausgeben für Homeoffice, schon haben wir das verdoppelt, mit positivem Nebeneffekt für die Umwelt uns so.

Da bleiben dann noch ein paar Milliarden für die Großveranstaltungen übrig; rettet “die Kultur”. Und v.a. ein paar Milliarden dafür, jeden symptomatischen Covid-Positiven 10 Tage in einem Hilton mit Zimmerservice einzusperren. Mit Pool. Denke nicht, dass da viele groß Probleme gehabt hätten.

Unserem Regierung hat aber leider nur an drittklassige Unternehmensberatungen wie McKinsey von Uschis Tochter oder Merkels Freunde bei BCG mehrere Hundert Millionen ausgegeben. Das funktioniert natürlich nicht.

Und wenn jetzt irgendein Besserwisser kommt mit “jaja, aber das sagst Du im Nachhinein” – ey, die haben mir keine Billion Euro gezahlt im Februar, damit ich mir da Gedanken mache.

Selbst schuld.

Neger, Zigeuner, 白左 und anderes Gesocks

In den letzten Tagen, die ich aufgrund der unglaublichen Gefährlichkeit eines auf 0,5 Promille von ahnungslosen Politikern festgesetzten Grenzwerts in Quarantäne verbringen durfte (bin bei bester Gesundheit; danke der Nachfrage), nur weil meine Frau in einem Krankenhaus war und nach nur 24-Milliarden-facher Vermehrung eines Virus positiv auf dieses getestet wurde (hatte eine Weile Halsschmerzen), kam ich nicht drumrum, den idiotischen Hashtag #quattromob mitzubekommen.

Kurz zusammengefasst hat es eine Deutsche mit divergenter Hautfarbe gewagt, rassistischen Fotzen, woken Linken und v.a. anti-deutschen Rassisten mal eine (halbwegs) vernünftige Meinung entgegenzusetzen. Das druckte dann wohl auch irgendeine linksradikale Zeitung, und freie Meinungsäußerung, v.a. wenn sie sinnvoll ist, geht für Linksradikale ja nun gar nicht.

Die Artikel alle zu lesen ist etwas lang und v.a. schwierig, weil auch Don Alphonso seinen Senf dazu abgegeben hat – hinter einem Paywall – aber der Tenor ist wohl, um Herrn Lübcke zu paraphrasieren: “Wenn Dir die deutschen Werte nicht passen, kannst Du ja gehen”. Wiederholung der gutmenschlichen Aufregung unter dem Hashtag #DieletzteInstanz. Selber Blödsinn.

Kern des ganzen ist die Tatsache, dass Wörter wie “Zigeunerschnitzel” nicht rassistisch sind, und “Negerkuss” auch nicht.

Nun ist das Problem der woken Linken (ja, das ist redundant; es gibt aber helle Momente bei Sarah Wagenknecht), dass sie in der Manie pädophiler, drogensüchtiger französischer “Philosophen” Sprache und Realität verwechseln. Bei Klopfer gab es eine (erbärmliche) nicht-Diskussion über den “Rassismus” alter Disney-Filme – darunter eine Siam-Katze bei Aristocats, von der sich Asiaten diskriminiert fühlen könnten.

Die größte Gruppe unter den Asiaten – oder der Weltbevölkerung – sind die Chinesen; die verwenden (klischee-ig) für westliche Weiße das Wort “Langnasen”, was ich nur von kleinen Kindern gehört habe – das wurde denen sicher nicht eingetrichtert als rassistische Diskriminierung; ich war in Südchina, und die haben halt flache Nasen. Der übliche Begriff für Ausländer ist “Laoweai” (老外), den man nun auch nicht in Anwesenheit zahlender Kunden verwendet.

Laowei heißt grob “alter/weiser Fremder”; man muss hier aber bedenken, dass das Chinesische eine sehr höfliche Sprache ist. D.h., dass die besserwisserischen Westler als “weise” verballhornt werden, kann durchaus als Beleidigung verstanden werden – wie man auch im Deutschen einen Neger als “Neger” oder einen Linken als “Linken” beleidigen kann.

Es muss aber keine Beleidigung sein – Pippi Langstrumpfs Vater, der Negerkönig, ist nicht als irgendwie schlechter Mensch gedacht worden.

Ich bin aber recht sicher, dass noch kein Zigeuner als “Schnitzel” beleidigt wurde; dito für Neger, die jemand als Mohren-Apotheke beschimpfte.

Was mir aber auffiel ist, dass die idiotische “Argumentation”, Rassismus sei “Privilegien + Macht” und nicht etwa gruppenbezogene (/-basierte) Menschenfeindlichkeit und auch aussagen wie “ich bin keine XY, daher kann ich Rassismus gegenüber XY nicht beurteilen” es wohl in den Mainstream schaffen – außer natürlich bei den vom WDR auf die Schlachtbank geführten alten weißen Männern wie Thomas Gottschalk (kennt ihr von den Gummibärchen).

Nun frage ich mich da (1), was ich mich denn so als “Nazi”, der so furchtbar “rassistisch” ist, für die Meinung von irgendwelchen Negern interessieren sollte. Das ist also schonmal reines, woke-linkes Zirkelwichsen.

(2) ist per (sinnvoller) Definition von Rassismus das Absprechen einer Fähigkeit von Personen aufgrund ihrer Ethnizität Rassismus. Warum sollte ich auf Rassisten hören?

(3) Wenn ich die Definition der Neger-Rassisten übernehme, also, dass “Weißsein” keine ethnische Zugehörigkeit beschriebe, sondern westliche Werte und prinzipiell alles, was eine (zumindest noch halbwegs) lebenswerte Gesellschaft von irgendeinem shithole country in Afrika unterscheidet, warum sollte ich “(diesen) “Rassismus” dann schlecht finden?

Ihr kennt den Spruch “die Revolution frisst ihre Kinder”? Das sind die (angeblich) letzten Worte von irgendeiner französischen Schwuchtel, der aus dem “gehobenen Bürgertum”  die Revolution unterstützte. Wir sind (noch) nicht bei Guillotinen, aber die woke Linke ist eifrig dabei, sich selbst zu zerfleischen, während ihre (amerikanischer) Heilsbringer , der senile J. Robinette Biden, so undemokratisch “regiert” wie seine großen Vorbilder Hitler und Stalin.

Eigentlich finde ich es entsetzlich, dass die anglophone Presse den “Sturm auf das Kapitol” auch auf Seite der “Konservativen” nicht als Astroturfing wahrnimmt, wie das (wenigstens großteils) die deutsche Rechte (z.B. der schwule Priester und so Leute) mit dem “Sturm auf den Reichstag” machen (cui bono?), auf der anderen Seite gibt es recht coole YouTuber, die sich für 100.000e Dollar Maschinen kaufen, um coole Sachen zu CNC-CAD-drucken / fräsen – technisches Zeugs halt.

Das ist halt so das vollständig lächerliche Medien-Narrativ “die hatten Galgen dabei” – als würde ein Galgen, den jemand tragen kann, einen Menschen halten. Aber so Bastel-Youtuber verdienen sicher Millionen Dollar mit “how to 3d-print the guillotine for the counter-revolutionaries”.


Und das wäre dann die historische “lesson” hieraus: Liebe sich hierhin verirrt habende Linke: Ihr seid die, die da zuerst ins Gulag (oder aufs Schafott) kommen.

“Wir” fiesen Rechten sind erst danach dran; und bei der Kompetenz Euerer Lichtgestalten sehe ich meine (persönliche) größte Bedrohung in einem Tweet “why is there no more food?”.

Sinnvolle Corona-Maßnahmen

Nun – ich habe, wie viele “Corealisten” – von tatsächlichen Idioten gerne als “Corona-Leugner” oder “Covidioten” denunziert – die Pandemie ja bereits im Frühsommer für beendet erklärt – inklusive Prognose eines erneuten Aufflammens im Winter. Dieses haben wir gerade; jetzt sogar mit (marginaler und v.a. irrelevanter) Übersterblichkeit.

Hierzu zunächst zwei Updates: Erstens ist die von mir im verlinkten Post berechnete Übersterblichkeit nach Korrektur der Bevölkerung nach Alter tatsächlich nicht mehr nur nicht existent, sondern sogar negativ; aber das sind Fiesel-Details, die mich ja nun seit langem nicht interessieren.

Solange die Politik von R-Werten geredet hat, habe ich hier dargelegt, dass die R-Werte absolut überhaupt nicht problematisch sind – sobald sich das zeigte; ich bin vernünftig; ich habe bis März (auf Basis der Daten) zur Vorsicht ermahnt.

Das zweite Update ist die aktuelle “Diskussion”, ob Lockdowns nun was helfen oder nicht. Nun, dazu zeige ich einfach mal die Infektionskurve von Tschechien (seit 05. Oktober im Lockdown):

In der Kritiker-Szene ist es ein Meme, dass Lockdowns etwas helfen, weil Lockdowns etwas helfen, oder eben nicht helfen, weil sich Leute nicht daran halten – je nachdem, wie die Zahlen aussehen – aber das ist eine super-billige Pseudo-Erklärung; vulgo: Quark.

Ich möchte daher hier eine andere Sichtweise darlegen:

Die Art von Lockdown, die außerhalb Asiens praktiziert wird, ist vollkommen für’n Arsch

 

Wenn man eine Quarantäne machen will, um einen Virus durchzusetzen, ist das sehr abhängig von (a) der Regierungsform und (b) der Kultur der Bevölkerung. Wenn man aber zur erfolgreichen (!) Eindämmung des mit (wie jetzt bekannt) ~0,2% IFR eigentlich vollkommen vernachlässigbaren SARS-Cov-2 – Virus schon in China (!) den Leuten die Türen zuschweißen (!) muss, hätte das in westlichen Ländern mindestens Soldaten mit Flammenwerfern auf der Straße erfordert.

Das “geht” aber hier nicht, wegen “Menschenrechten” und sowas.

Dann bleibt Dir aber halt, als ordentliche Regierung, eh nur, (a) an den gesunden Menschenverstand zu appellieren, wo unser Regime mal vollkommen versagt hat, oder, zumindest, (b) das zu tun, was halt in einem demokratischen Rechtsstaat möglich ist.

Zum Beispiel infektiöse Kranke wegsperren.

Die haben wir aber netterweise nur nach Hause geschickt, damit sie auch ja ihre ganze Familie anstecken (mit ~20%, das Virus ist nicht wahnsinnig ansteckend).

Jetzt aber echauffieren sich viele, v.a nicht-Linke (für die gelten Gesetze ja eh nicht), dass “Quarantänebrecher” mal isoliert werden sollen (“Sachsen plant Knast für Quarantäne-Verweigerer!“).

Das.ist.eine.verdammt.gute.Idee.

Also, wenn wir jetzt von (1) positiv getesteten (2) Kranken reden. Und (3) es dafür nicht eh zu spät ist (was ich stark annehme).

Die Chinesen haben damals in Wuhan jeden getestet, der Hustete (=krank), und die weggesperrt. Und deren “Treffen” getestet, und die auch erstmal weggesperrt – bis das Ergebnis da war.

Das hat funktioniert.

Hier, aber, haben wir für Leute, die mal in Tschechien Zigaretten holen waren, und positiv getestete Hust-Keucher die gleiche “Quarantäne” (-Verpflichtung).

Das ist vor allem Unsinn, aber halt auch ein Verstoß gegen jedwede Prinzipien des Rechtstaats, der so Menschenrechte wie Freiheit und sowas kennt. Die sind aber, danke für unsere tolle Klopapierrolle namens Grundgesetz, “abzuwägen” – also wertlos.

Uns bleibt nur Art. 1 GG, der Bullshit mit der “Würde des Menschen”. Wie ein sicher bald nach Helgoland strafversetzer Richter erkannt hat.

Wenn es aber gegen die Menschenwürde verstößt, islamische Terroristen oder jedwede Linke als den Abschaum zu behandeln, der sie sind (also: vorsorglich bis zu ihrem Ableben wegsperren) , muss es gegen die Menschenwürde verstoßen, gesunde Menschen mit normalen, sozialen Bedürfnissen wie Aussätzige zu behandeln.

Das, aber, ist eine Frage für den Internationalen Gerichtshof für Menschenrechte, der sicher noch irgendwo einen Galgen im Keller hat.


In so einer Situation ist es wichtig, eine realitätsadäquate Coping-Strategie zu haben. Also nicht “ich bin schön” zu schreien, und sich zu wundern, warum einen mit 300kg Übergewicht niemand schön findet, sondern sich eben der de-facto-Situation anzupassen (abnehmen!):

Als nicht-Jurist war ich heute bei meinem Bruder; ich habe meine Nichte seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen – und die waren bereits PCR-positiv. Nach Herrn Söder sind Paare, die ihre Liebsten besuchen, schäbige Lumpen, die erschossen gehören; auch meine obrigkeitshörige Schwägerin hatte da durchaus Bedenken.

Wir waren daher nicht bei meinem Bruder, sondern bei unserem Anwalt. Der meinte “ui, das is – hm…. also, das müssen natürlich Gerichte entscheiden, aber prinzipiell ist das legal”.

Ich muss jetzt eigentlich nur noch meine Finanzberaterin überzeugen, dass das alles vollkommen unproblematisch ist. Mein Gas-Wasser-Installateur, mein Elektrotechniker, unser Pfarrer wie Maurer, sowie der HR-Consultant und der Taxifahrer meiner Frau sehen das eh schon so. Treffen aus beruflichen Gründen gehen ja immer.


Compliance, heißt hier das Zauberwort. Leute machen zwar eine Weile auch offensichtlichen Unsinn mit. Leute machen aber halt – siehe: Wegsperren von Kranken, die andere Leute absichtlich infizieren  – gar nichts mehr mit, wenn sonst nur Bullshit gemacht wird.


“Man ging dabei von dem sehr richtigen Grundsatze aus, daß in der Größe der Lüge immer ein gewisser Faktor des Geglaubtwerdens liegt, da die breite Masse eines Volkes im tiefsten Grunde ihres Herzens leichter verdorben als bewußt und absichtlich schlecht sein wird, mithin bei der primitiven Einfalt ihres Gemütes einer großen Lüge leichter zum Opfer fällt als einer kleinen, da sie selber ja wohl manchmal im kleinen lügt, jedoch vor zu großen Lügen sich doch zu sehr schämen würde. Eine solche Unwahrheit wird ihr gar nicht in den Kopf kommen, und sie wird an die Möglichkeit einer so ungeheuren Frechheit der infamsten Verdrehung auch bei anderen nicht glauben können, ja selbst bei Aufklärung darüber noch lange zweifeln und schwanken und wenigstens irgendeine Ursache doch noch als wahr annehmen; daher denn auch von der frechsten Lüge immer noch etwas übrig und hängen bleiben wird – eine Tatsache, die alle großen Lügenkünstler und Lügenvereine dieser Welt nur zu genau kennen und deshalb auch niederträchtig zur Anwendung bringen.”

Diktatur-Update, 15.01.2020 (mit viel Statistik!)

Ich verfolge ja nun ein paar Leute auf Twitter, die noch nicht rausgeworfen wurden, und einer davon ist der “umstrittene” Prof. Homburg, WiWi aus Hannover. WiWi – Professoren (ohne Brüste) haben in der Regel mal empirisch gearbeitet und können daher üblicherweise Statistiken besser lesen als, zum Beispiel, jedweder Mediziner.

Nun bereue ich es gerade, das Jahr 2020 nicht damit verbracht zu haben, vollkommen willkürliche “Statistiken”, die natürlich die aktuelle Linie des Regimes bestätigen, publiziert zu haben, sondern stattdessen hier doof Updates auf Basis realer Zahlen und einer fairen Interpretation dieser veröffentlicht habe – so ‘ne Gefälligkeitsprofessur wäre schon was feines. Dumm. Sehr dumm. Einfach nur dumm.

Nun, ein Fabian Standl will wohl akademische Karriere machen und hat daher für Prof. Stang und ein Dutzend anderer Leute einen Artikel verfasst mit dem reißerischen Titel “Excess mortality due to COVID-19 in Germany“. Wenn man den Abstract liest, zeigt der Artikel interessante Ergebnisse, vor allem: A sensitivity analysis that accounts for demographic changes revealed … a deficit of 4,926 deaths for week 10–23, 2020.

Das hält natürlich die Qualitätsjournalisten beim Focus nicht davon ab, darüber mit dem Titel “Übersterblichkeit in Deutschland wegen Corona” zu berichten, und einen GEZ-Propagandisten nicht davon ab, das als Beleg für eine Übersterblichkeit herzunehmen.

Gerne als “Beleg” genommen sind auch lokale “Übersterblichkeiten” (Sachsen: “In der … 47. Kalenderwoche lag sie 46 % darüber“). Oder sogar deutschlandweite “Übersterblichkeiten” (“Bundesweit starben zwischen 16. und 22. November in Deutschland mindestens 19.600 Menschen, … Das Mittel der Jahre 2016 bis 2019 für diese Woche lag bei 17.977 Toten.“)

Was sollen wir dadurch fühlen?

Ist mir kackegal.

Was sagt uns das? Nun, es sagt uns, dass in der 47. KW in Sachsen statt im Durchschnitt 1.034,7 Menschen dieses Jahr 1.510,7 Menschen gestorben sind. Deutschlandweit sind 1.623 Menschen mehr gestorben als im Schnitt der Jahre 2016-2019 – davon ein Drittel in Sachsen.

Das erfordert jetzt natürlich etwas Transferleistung, sich da mal eine Runde zu wundern: Wieviele Einwohner hat Sachsen denn? Fünf? Ne, sind 4 Millionen, also ~5% der dt. Bevölkerung. Dann sollten da aber auch nur 5% der Leute sterben, nicht 30%. Außer natürlich, das hat was mit Corona zu tun; wenn jetzt Sachsen Welten mehr als 6mal-soviele Corona-Infektionen hätte wie der Rest Deutschlands, könnte man da vielleicht was erklären – haben sie aber nicht; ist vielleicht doppelt so hoch, die Inzidenz.

Corona kann es also (statistisch) schonmal nicht sein.

Aber warum berichten die das dann?

Und warum nehmen sie 2016-2019 als Vergleichsbasis? Warum nicht 2007? Oder 1991-1994?

Warum wird da nicht, wie in jeder halbwegs seriösen Studie, der Alterungseffekt in unserer Gesellschaft einberechnet?

Fragen über Fragen, deren Nicht-Beantwortung die Bevölkerung verunsichern könnte, was wohl das Ziel ist.

Schauen wir uns mal die Statistik an – nicht meine übliche; die R-Werte sind gerade zu nix zu gebrauchen, da über Weihnachten rum schlicht deutlich zu wenig getestet wurde.

Stattdessen liefert uns das Statistische Bundesamt aktuelle Sterbezahlen – also, bis vor einem Monat (20.12.); das muss man verstehen; die Frau, die die Faxe abtippt, muss sich ja gerade um ihre nicht in die Schule dürfenden Kinder kümmern.

Für die Jahre 2016-2019 und 2020 – komisch, woran erinnern mich diese Jahreszahlen?

Na egal; ich hab Zahlen zum Rumspielen, also spielen wir mal damit rum:

Was sagt uns diese Grafik jetzt? Nun, in 2020 hatten wir einen schönen, heißen Sommer – später als in den letzten Jahren. In der Grippewelle 2018 sind verdammt viele Leute gestorben, im Spätwinter 2017 auch (warum auch immer) und 2020 sterben seit November die Leute wie die Fliegen (also, wenn es sehr, sehr wenig Fliegen gäbe).

Ich habe da zusätzlich zu den Rohdaten noch 3 Werte rein; ist eh unübersichtlich. (1) ist die Fläche mit dem Maximum 2016-2019, (2) der Mittelwert der Jahre 2016-2019 (also Σ 2016-2019 /4) , weil den “Forscher” und das statistische Bundesamt verwenden, und (3) den stochastischen Erwartungswert unter Einbezug des Jahres 2020 (Formel ist zu kompliziert).

Das wird dann gleich viel übersichtlicher, weil wir da substrahieren können, das ergibt dann folgende Grafik:

Ich weiß nicht, was es bringen soll, mit Mittelwerten zu vergleichen, v.a. nicht, wenn man eine fürchterliche Pandemie belegen will. die totalitäre Maßnahmen rechtfertigen soll. Wie die Grafik sehr schön zeigt, wurden die (ersten) Maßnahmen zu einem Zeitpunkt beschlossen, als wirklich, wirklich verdammt wenig Leute gestorben sind. Dafür starben dann recht viele – alleine und einsam. Das lag mit Sicherheit an Corona und nicht an der Einsamkeit, übrigens. Oder halt nicht. Werden wir in 10 Jahren wissen, wenn sich Epidemiologen damit beschäftigt haben.

Nun, ab November – wussten wir schon – sterben gerade “zu viele” Leute. Das mag an Corona liegen – oder daran, dass sie nicht im Februar gestorben sind; es gab erstaunlich wenig normale Grippe dieses Jahr.

Vergleicht man das mit dem Durchschnitt, kommt man bis 20.12.2020 auf 34.226 “zu viele” Tote für 2020. Vergleicht man es mit dem Erwartungswert, kommt man auf -1.702 “zu wenig” Tote.* [*: Der 29.02. ist blöd. hab ich auf 0; das ist Raten)

Die Grafik ist also nicht sonderlich wertvoll, zumal sie auch nicht auf Altersstruktur kontrolliert, was mir mal ehrlich zu viel Arbeit ist. Das ist aber insofern nicht einmal notwendig; ich will ja hier nicht rechtfertigen, ganz Deutschland einzusperren und wirtschaftlich zu ruinieren; im Gegenteil.

Dafür muss man sich das genauer anschauen – und man sieht ja mit bloßem Auge, dass die Daten hoch- und runterwippen wie doof. Statistisch kann man das glätten – das müssen wir aber gar nicht, wir können auch einfach annehmen, dass die Daten “normalverteilt” sind und halt eh rumschwanken wie doof. Das kann man testen; nennt sich Kolmogorov-Smirnov-Test, und den habe ich gemacht, und die Daten sind (hinreichend) normalverteilt (mit 99,99999%iger Wahrscheinlichkeit).

Nun, wenn Deine Daten normalverteilt sind, dann bewegen sich Deine “Messergebnisse” zu 95% (das übliche “Konfidenzintervall”) um µ +- 2σ², also zwei Standardabweichungen um den Mittelwert. Das kann man (a) netterweise ausrechnen, und (b) sagt uns das, dass, wenn wir wirklich eine “Über”-Sterblichkeit finden wollen, die Werte schon über jedweder “normalen” Schwankung liegen sollten.

Wenn wir das, was den grauen Bereich (µ +-2σ²) verlässt, aufaddieren, kommen wir auf 13.218 “zu viele” Tote bis zum 20.12.. Da der Dezember mit ~450 excess-Toten / Tag da recht viel beiträgt, nehmen wir an, dass für den 21sten bis 31 sten da noch je 450 dazukommen, und kommen so, hochgerundet, auf 20.000 “zu viele” Tote.

Wir haben also tatsächlich eine Übersterblichkeit in Deutschland; da kann man nicht dagegen argumentieren. Von den 978.000 Toten in 2020 sind ganze 2,04% mehr gestorben als erwartet – also, wenn man die alternde Gesellschaft vollkommen ignoriert. Oder, anders ausgedrückt, statt, wie zu erwarten 942.000 Menschen, sind ganze 1,17% statt der üblichen 1,13% der Bevölkerung gestorben.


“Gegenargumente”

“Ja, aber Du, Shitlord – das sind ja Menschenleben!”.

Selbstverständlich, und allen Angehörigen drücke ich hiermit die angemessenen 0,04% mehr Beileid aus als üblich.

Diese Menschenleben – nun ja, eher Menschentoten – waren im Median wie Mittelwert übrigens 82-84 Jahre alt. Und zu ~75% Männer, für die sich eh keiner interessiert, vor allem aber deren Lebenserwartung ja nun bei so 79 liegt. Statistisch waren die eh überfällig.

“Ja, aber Shitlord, die hatten ja noch eine Lebenserwartung von 7-8 Jahren”.

Ja, das stimmt, wir sind hier aber nicht bei der TAZ. Wir haben gegenüber dem recht offenen Schweden ~50% weniger Corona-Tote, d.h., wenn wir das den Maßnahmen zurechnen wollen, sind das 20.000 “gerettete” Leben. Mal 8 Jahre, sind 160.000 “gerettete” Lebensjahre.

Dafür haben wir jetzt den fünften Monat Lockdown, auch und vor allem für die ~60 Millionen nicht-geriatrischen, nahezu völlig ungefährdeten Einwohner Deutschlands. Das allein sind 5/12*60 Mio = 25 Mio. geopferte Lebensjahre.

Minus die (maximal!) 160,000 “geretteten” sind das ~ 25 Millionen vergeudete Lebensjahre – und da ist “Quality of Life” nicht einberechnet; Uropa Klaus, der an einer Herz-Lungen-Maschine in der Palliativmedizin vor sich hinvegetiert, hat so 0,1 “Lebensqualität” von Hassan aus Syrien, der dumme blonde Schlampen vögelt. Das ist aber, statistisch, irrelevant. 25 Millionen minus 160.000 und 25 Mio. minus 16.000 ist beides immer noch 25 Millionen.

Im Februar sind wir dann übrigens bei 30 Mio. geopferten Jahren Lebensqualität.

Auskunftsverweigerungsrecht im Polizeistaat

Meine Frau zeigte mir ein “virales” Video eines Mannes, der seine Polizeikontrolle in Bayrisch-Kaffdorf mit seinem Handy aufgenommen hat, was in so ziemlich jedem Land (außer dem besten Deutschland aller Zeiten) vollkommen normal ist. Also – hier natürlich auch, wenn es , wie in den USA, um kriminelle, sich der (notwendigen) rechtsstaatlichen Polizeigewalt widersetzende Neger geht, aber wenn Diederich Deutscher mit sowas anfängt, wird daraus ein Fall für den Staatsschutz.

Nun gibt es – zwangsweise – in einem Rechtsstaat keine “Gleichheit im Unrecht”, d.h., nur weil die Antifa-Aktivisten, die das Video der (vollkommen gerechtfertigten) Festnahme des gaaaaaanz sicher minderjährigen, ethnischen Sozialstaatsschmarotzers gefilmt und veröffentlicht hat, und das niemanden interessierte, heißt das nicht, dass es in Deutschland nicht sowas wie “die Vertraulichkeit des gesprochenen Wortes” gibt. Wie zum Beispiel beim Herrn Strache aus Österreich – also, bei dem natürlich auch nicht.

Der Unterschied zwischen einem Rechtsstaat und einem Unrechtsstaat ist hierbei, dass sich in einem Rechtsstaat keine drastischen Unterschiede zwischen der Intensität der Strafverfolgung erkennen lassen sollten – respektive in einer funktionierenden Demokratie auch in der “vierten Gewalt” keine Verklärung von weitestgehend friedlichen Protestlern zu aufrührerischen, brandschatzenden und mordenden Revolutionären stattfindet – oder umgekehrt.

Mein eigentlicher Punkt ist aber, dass die Kriminalpolizeit nach Angaben der Qualitätsjournalisten vor allem deswegen ermittelt, weil der Protagonist des Videos den

bayerischen Ministerpräsidenten [.] Markus Söder als “blöd” und “Penner”

…bezeichnete. Das zuständige Polizeipräsidium erklärt hierzu:

Wir lassen außerdem über das Innenministerium klären, ob der Ministerpräsident Anzeige wegen Beleidigung erstattet. Es könnte aber auch sein, dass der Staatsanwalt ein besonderes öffentliches Interesse sieht und von sich aus ermittelt.

Den durch unseren durch staatliche Erpressung finanzierten Rundfunk als “Ziegenficker” diffamierten Möchtegern-Diktator vom Bosporus habe ich ja nun schon persönlich getroffen; der wirkte eigentlich ganz nett. Vor allem aber gibt’s im Internet Bilder seiner Töchter; wenn seine Frau früher halb so gut aussah, hatte der was besseres zum Ficken als Böhmermann Ziegen. Söder hingegen kenne ich nur aus dem Fernsehen; der ist auch ein Möchtegern-Diktator, aber ich kenne ihn eben nicht persönlich. Von daher möchte ich als Teil der deutschen Öffentlichkeit hiermit das Interesse bejahen, durch Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft abklären zu lassen, ob Markus Söder ein blöder Penner ist.


Für meine in Deutschland verbliebenen Leser: Wir teilen unser Leid, aber selbstverständlich muss man auch im letzten verbleibenden Rest von Rechtsstaat, den wir (noch) haben, keine Angaben machen, mit denen man sich selbst belasten könnte (!). Das ist auch in dem Video zu sehen; deutsche Polizisten wissen das.

Perfide ist, dass sie Dir natürlich versichern, dass das Dein gutes Recht ist, aber dann Vorschläge machen, um sie dann als “nicht triftig” ablehnen und Dir ein Knöllchen schreiben. Das hätte man auch ohne haben können – es gilt aber zumindest vor Gericht noch die Unschuldsvermutung (hoffe ich), und es steht nirgends, dass man den Grund auch nennen muss. Wissen die Polizisten offenbar auch, und fragen sicherheitshalber noch bei der Frau auf dem Beifahrersitz nach. To no avail, wie man im Englischen sagt.

Der Punkt “triftig”, den der Protagonist nutzt, zeigt hier (leider) aber auch die Uninformiertheit des (mutigen) Widerstandskämpfers; “triftig” war im Frühjahr. Jetzt braucht man einen “gewichtigen und unabweisbaren” Grund. Da ich keine Anwaltszulassung habe, bin ich hier auch noch mehr oder weniger dazu verpflichtet, darauf hinzuweisen, dass man sowas natürlich (gegebenenfalls) mit seinem Anwalt besprechen sollte. Natürlich bevor man mit der Polizei redet 😉

Papiere? Katze!

Meine süße Nichte hat ihrem Papa zu Weihnachten Corona geschenkt – haben sie wohl im Kindergarten gebastelt. Das war insofern blöd, als Heiligabend in meinen nicht wenigen Jahren ein “sind alle bei Papa” – Event war, und das damit quasi flachfiel. Meine Frau und ich waren daher die einzigen Gäste bei Papa, und das war so schön, dass wir uns danach dem Widerstand gegen die Södersche Corona-Diktatur angeschlossen haben und tatsächlich erst acht Minuten nach 21 Uhr zuhause waren.

Das war ein großartiges Gefühl, das war quasi wie als wäre ich Sophie Scholl, Malala Yussifwas oder Graf von Stauffenberg – also, “Freiheitskämpfer”, die eigentlich gar nichts nennenswertes getan und vor allem nichts erreicht haben.

Es ist aber wichtig, solche Geschichten zu haben, denn derartiger Heroismus, richtig tradiert, kann durchaus Geschichte schreiben – meine schweizer Leser wissen sicher, wovon ich spreche.

Ganz weihnachtlich begab es sich also, dass meine Mutter fand, die österreichische Regel, dass einen Hausstand nur eine (!) weitere Person besuchen dürfte, “totaler Quatsch” sei – und so fuhren wir dann trotz der 17km – Horrorstaus nach Österreich.

Zur Einreise nach Österreich muss man ein Formular ausfüllen und – ich paraphrasiere Gesetzestexte – “auf Anforderung der zuständigen Stelle übergeben”. Hatten wir also brav ausgefüllt dabei. Ebenso natürlich den “Europäischen Impfpass” für unsere Katze, die zugedrogt auf meinem Schoß lag. Der Horror-Stau belief sich auf elf Autos, die die drei österreichischen Grenzbeamten (einer mit einem MG, ein Männlein mit einer MP und eine Frau) tatsächlich einspurig stellenweise anhielten.

So, liebe Kinder, produziert man einen Stau.

“Oah, oa Koatzal”, sagte der Beamte mit der MP.

“O joah, a so a süaßas”, sagte die Frau.

“Wollen Sie dieses Einreisepapierdings?”, fragte meine Frau.

“Naa, foan’s woada”, sagte der Mann mit dem MG. “A Katzal”

Froh, diese fast 90 Sekunden andauernde Horrorprozedur (incl. Warten) überstanden zu haben kamen wir dann im Ferienhaus der Familie an – hier ein öffentliches Lob an meine Frau, die den bei nur 20cm Neuschnee uns rückwärts entgegenrutschenden BMW wie ein versierter Ralleyfahrer mit einer Minute Zeitgewinn auf dem Navi umfahren hat (Audi Quattro lohnt sich).

Nun; 10 Tage nach Anreise lief unsere Vignette ab, von daher mussten wir wieder nach Hause.

Für die Einreise aus einem “Risikogebiet” – also, ziemlich alles außer den Malediven, die wohl keine 100.000 Einwohner haben, um dadurch dividieren zu können – muss man dank unserer besten deutschen Regierung aller Zeiten ein Formular des RKI im Internet ausfüllen. Wem dies “nicht möglich” ist, der muss ein Papierformular ausfüllen, das “auf Verlangen” vorzugeben ist. Da man für das Internet-Formular nicht nur Cookies akzeptieren muss, sondern auch noch irgendeinem Datenschutz-Scheiß zustimmen muss, was ich nur tue, wenn ich etwas kaufen will, war es mir natürlich nicht möglich, das Internet-Formular zu verwenden, von daher hatten wir auch hier ein Papierformular dabei.

Die deutsche Variante der “Grenzkontrolle” ist schon seit längerem der Parkplatz #117, der zur Volksberuhigung (und wegen der AfD) eingeführt wurde, um Schleusern und Schleppern auf deutschem Bundesgebiet ihre Fracht abzunehmen und in lebenslange, Steuerzahler-finanzierte Grundversorgung zu übernehmen.

Dieser “Kontrollposten” ist üblicherweise eher ein 5-Minuten-Ärgernis, heute hingegen….

…waren wohl alle Beamten der bayrischen- wie Bundespolizei zu beschäftigt damit, Spaziergängern Knöllchen zu geben.

Ich muss daher an dieser Stelle ausdrücklich sagen, dass ich nicht mehr mit denen, die behaupten, Deutschland würde sich in einen proto-faschistischen Polizeistaat verwandeln, d’accord gehen kann. Deutschland wird vielmehr ein typisch sozialistischer “failed state”.

Das gilt selbstverständlich auch für Österreich: Keine staatliche Stelle in beiden Ländern hat irgendeine Kenntnis darüber, in welchem Land ich mich aufgehalten habe. Google und mein Kreditkartenanbieter hingegen wissen das. Denen ich aber mehr vertraue als den jeweiligen Juntas; v.a. nachdem Gutmenschen den österreichischen Kanzler ja nun mit Hitler vergleichen.

Aktuell habe ich nur noch das Problem, was nun Söders “Weihnachtgeschenk” an seine Untertanen mit Bezug auf die Kopfgeburt einer Schwuchtel, Merkel und neben Söder weiteren 15 inkompetenten Nepotisten, genannt “Testpflichtverordnung“, nun für mich bedeutet.

Die x-zigste bayrische Einreise-Quarantäneverordnung, deren neueste Fassung vom 31.12. ich noch nicht gelesen habe, verpflichtet mich ja zu einer 10-tägigen Quarantäne – was sehr sinnvoll ist, wenn man nach 10 Tagen Quarantäne in Österreich aus seinem Ferienhaus 250 Höhenmeter unter dem Gipfel eines verdammten Berges, 6km abseits jedweder Zivilisation, zurückkommt.

Außer, natürlich, man will Verwandte besuchen; dann nicht. Ich würde gerne meinen Papa wiedersehen; ist 11 Tage her. Dann braucht man einen negativen Corona-Test, der nicht älter ist als 48 Stunden bei Einreise. Das war dummerweise Neujahr, da hat der Bergdoktor zu.

Vorbildliche Untertanen, wie wir sind, holen wir den selbstverständlich binnen 72 Stunden nach; genauer gesagt morgen Nachmittag. Ich versuche, meinen Horror davor, dass mir jemand ein Wattestäbschen bis zum Kotzen in den Rachen schiebt, durch meine sadistische Ader zu verdrängen, dass das eine sexy Krankenschwester auch mit meiner Frau tut.

Mein Problem ist aktuell der super-schwammige §1 der komischen Söder-Weihnachtsverordnung: Nach der bin ich “aufgefordert”, “im Sinne” der [Testpflichtverordnung] das Ergebnis “unverzüglich” der “zuständigen Kreisverwaltungsbehörde” vorzulegen.

Um hier rechtlich nichts falsch zu machen, habe ich meinen Anwalt (das wäre mein Bruder; dem geht es übrigens hervorragend; wie meiner Nichte auch; danke für Euer Interesse) gefragt, ob “Aufforderung” im Sinne einer “Verpflichtung nach Anforderung durch die zuständige Stelle” zu verstehen ist.

Mein Anwalt konstatierte hierzu, dass er sich gerade in einem Zoom-Meeting bzgl. einer gemeinschaftlichen Bierverkostung befindet und ich ihn in Ruhe lassen soll, aber “aufgefordert” weniger einer Aufforderung, sondern eher einer “Selbstverpflichtung” gleichkäme.

Zur Klärung des Sachverhalts habe ich mich daher in 14 Tagen, also nach dem Ende unserer sicher total sinnvollen Quarantäne, bei meinem Anwalt / Bruder zum Essen eingeladen. Das Recht auf juristischen Beistand steht in der EMRK; wegen der Quarantäne kann ich das offenbar nicht vorher klären. Sollte ich also zu einer “unverzüglichen” Vorlage der Testergebnisse verpflichtet sein, können wir da auch die Frage besprechen, wo ich die dann noch hernehmen soll; §3 Abs 1 Satz 1 der EQV sagt ziemlich wörtlich, dass ich das nach 10 Tagen alles wegwerfen kann.