Zehn Leitsätze für die Gattenwahl

Heute ist – schon wieder – Weltfrauentag. Da aufgrund des von Feministinnen ausgerufenen Frauen-Generalstreiks die gesamte Infrastruktur am Zusammenbrechen ist und ich nicht weiß, wie lange wir noch Strom, sauberes Wasser und Luft zum Atmen haben, noch schnell ein kleiner Beitrag zu Zehn Punkten, die für intersektionelle Feministinnen bei der Partnerwahl wichtig sein sollten (gefunden auf Twitter).

Für eine Feministin ist es (offenbar) allgemein wichtig, sich selbst als “woke” zu sehen, was man, wenn man schlechtes Englisch als Maßstab nimmt, als “aufgewacht” übersetzen kann; wörtlich heißt es “wachte”, was so blöd klingt wie das Konzept ist – für den, der im anglophilen Feminismus noch nicht drüber gestolpert ist: Es bezeichnet den Grad der erfolgten (und erfolgreichen) Eigenindoktrionation mit feministischem Unsinn.

Nunja, kommen wir zu den zehn Dingen, die einen an einem Partner wichtig sein sollten – da die Autorin keinen Namen angibt, sondern nur, dass sie schwarz und bisexuell ist, nennen wir sie Bimbo.

1. Do you believe that Black Lives Matter?

Wenn ich die Frage so lese, ganz sicher nicht. Ich unterstütze keine Terrororganisationen, auch keine rassistischen. Warum sollte ich das machen?

There are three categories that are non-negotiables for me: an understanding of race, class and gender.

Also, erstmal “Rassen”, ein eher deskriptives Konstrukt, was ausschließlich von Rassisten (zum Beispiel Hitler) für irgendwas moralethisches verwendet wird. Plus Gender, was weitestgehend Unsinn ist, und Klasse. Ja, Klasse ist mir bei Frauen wichtig – das heißt aber jetzt nicht, dass ich keine Frisöse bumsen würde, wenn sie scharf wäre. Soweit, so dumm.

2. Du sollst Geist und Seele rein erhalten!

Oh, das rutschte mir aus den Beziehungsleitsätzen der NSDAP rein. Sorry. Warum sollte ich das?

I wouldn’t want to be with anyone who is queer-phobic.

Mich würde das überhaupt nicht stören, wenn meine Frau beim Anblick von Leuten mit irgendeiner sexuellen Störung schreiend zu mir läuft und mich drum anbettelt, die tot zu machen. Das nervt schon bei Spinnen, und die tun ja nix, und ich muss da ja auch nix machen. Homos und so tun auch nix, und die mache ich auch nicht tot. Und es ist ableistisch, was gegen Leute mit Phobien zu haben. Das sollte man als intersektionelle Feministin eigentlich wissen.

3. How do you work to dismantle sexism and misogyny in your life?

Ich lasse aktiv Feministinnen und links aussehenden Frauen schwere Türen ins Gesicht fallen, wenn sich die Gelegenheit ergibt. Die aufzuhalten wäre nämlich benevolenter Sexismus. Zudem bin ich zumindest auf diesem Blog gegen Frauenhass aktiv, der von Feministinnen ausgeht. Gut?

Beyond Misogyny 101, does the person you are with understand rape culture, systemic sexism and misogynoir?

Oh, Misogynoir. Das ist Hass auf Negerinnen, falls das sonst noch jemand googlen müsste. Das beschreibt eigentlich das Problem, dass attraktive, erfolgreiche schwarze Männer in den USA zunehmend lieber ein süßes Blondchen nehmen als eine zickige Negermomma, und “Misogynoir” ist die für Feministinnen übliche Externalisierung der fehlenden Einsicht, dass das am eigenen Charakter liegt.

4. What are your thoughts on sex work?

Besser als gar keine Arbeit. Was soll das?

being pro-sex worker is a necessary pillar of dismantling the patriarchy

Äh? Also, Frauen als Ware zu behandeln ist jetzt feministisch? Ich wusste doch, es gibt auch eine Ecke des Feminismus für mich!

5. Are you a supporter of the BDS movement?

BDS ist nicht “Bondage, Dominance, Sadism” mit jemandem, der das nicht mag, sondern bezeichnet eine angebliche, propalästinensische Israelhassergruppe, die nichtmal die Palästinenser leiden können. Es geht um “Boycott, Divest, Sanctions” bzgl israelischen Produkten. Nun, ich werde ganz sicher nicht plötzlich darauf achten, wo meine Orangen herkommen, um auch ja keine aus Israel zu kaufen, und SodaStream macht mir zu viele Bakterien und so ins Wasser. Also, Nein zu Boykott, ich habe keine israelischen Anlagen, fände es aber strunzdoof, wenn meine Rentenversicherung da kategorisch nicht investiert, die haben tolle Firmen mit lebenslang garantierter Nachfrage, IMI zum Beispiel. Die verdammten Juden bieten da nur keine Investments an. Und Sanktionen sind irgendwo zwischen dumm, selbstschädigend, nutzlos und führen normalerweise nur dazu, dass Menschen hungern, siehe Nordkorea. Also, ne, das geht gar nicht.

6. What is your understanding of settler colonialism and indigenous rights?

Siedler kolonialisieren, ich denke, das ergibt sich aus der Wortbedeutung. Ureinwohner haben heutzutage eigentlich überall die gleichen Rechte wie alle anderen, außer zum Beispiel in Thailand, wo Ausländern kein Land besitzen dürfen – was durchaus Sinn machen kann, wenn man die globalen ökonomischen Unterschiede bedenkt. Vor so 20 Jahren waren die Immobilienpreise in Japan z.B. so hoch, dass man das Grundstück des Kaiserpalastes in Tokyo gegen Kalifornien (ja, ganz Kalifornien) hätte tauschen können. Wäre aber ein schlechtes Geschäft gewesen, deswegen haben die Japaner das nicht gemacht (heute bekommt man noch drei oder vier andere Bundesstaaten dazu). Worum geht es?

It required a good deal of my own research to really understand how settler colonialism works and how devastating the erasure and violence against Native Americans is and was.

Echt jetzt? Einmal Western schauen, so mit fünf Jahren, und es wird jedem Volldeppen klar, dass da Primitivlinge willkürlich abgeschlachtet wurden (und das Gleiche zurück versuchten, mit herzlich wenig Erfolg). Ich verstehe aber den “ist”-Punkt nicht?

how historical and current policies endangered the lives of millions of people, simply because of white supremacy and the colonialist entitlement to finite resources and land.

White Supremacy habe ich nie so verstanden, dass man halt einen Krieg gewonnen hat. Und dass die fünf Indianer so unendlich viel der “finite resources and land” beanspruchen woll(t)en ist jetzt nicht schlecht, oder wie? Wenn heute in Deutschland jemand “Ausländer raus” schreit, ist das schlecht, weil wir ja genug Ressourcen auch für die ganze Welt haben (angeblich), aber wenn Indianer das machen ist das gut, weil… weil huahuahua. Du sprichst mit gespaltener Zunge, schwarze Frau.

7. Do you think capitalism is exploitative?

Nein, nicht grundsätzlich. Warum?

Capitalism, for one, teaches us that we are only valuable if we produce capital.

Joah… tut er. Ist das jetzt schlecht? Es geht nicht um die Menge.

That means that if you aren’t contributing to the system with your labor, your life means almost nothing.

Eigentlich wäre der Wert hier negativ, da man ja trotzdem was verbraucht. Deswegen haben moderne kapitalistische Systeme ja auch eine soziale Komponente, und man bringt den nutzlosen Abschaum nicht einfach um.

there’s a good chance they’ll only value you for your ability to nurture them without any reciprocation.

Also – Moment – du möchtest, dass andere dich wertschätzen, auch wenn du nichts zurückgibst, aber wenn andere das machen, ist das schlecht? Gut, Double Standards sind bei Feministen nichts neues.

8. Can any human be illegal?

Ich halte es schon für falsch, dass Häuser illegal sein können, aber wenn man irgendeine Ordnung haben will, macht man Gesetze, und an die müssen sich dann auch alle halten. Von daher – ja, können Menschen, wenn es Gesetze gibt, die Menschen illegal machen. Die Autorin erklärt den Grund auch selbst:

White Americans stole this land, colonized this land, created so many borders, pushed out, killed and enslaved people of color and somehow they have the audacity to claim that this land is theirs and that black and brown immigrants are stealing their jobs, land and homes.

Die weißen Amerikaner haben nämlich aus ihrer eigenen Vergangenheit gelernt, was Zuwanderer (historisch immer) mit der indigenen Population machen.

9. Do you support Muslim Americans and non-Muslim people from Islamic countries?

Nein, die können sich schön um sich selbst kümmern. Warum?

I can’t think of any other religion which has been vilified and lied about more than Islam in a cultural and systemic way.

Hmmm… ja, das ist schwer. Mir fällt da auch überhaupt nichts ein. Gar nichts. Wirklich nicht. שלום.

10. Does your allyship include differently abled people?

Ich kann aber gut mit Leuten zusammenarbeiten, die andere Begabungen haben als ich. Das ist in einer kapitalistischen, modernen, arbeitsteiligen Gesellschaft nicht nur wichtig, sondern essenziell.


Wir fassen mal zusammen: Die Dame möchte einen Partner, der ihren sämtlichen intersektionalen Bullshit unhinfterfragt unterstützt und ausschließlich gibt, da sie selbst (und viele andere) nichts zu geben hat und nur nehmen kann. Ich finde es prinzipiell sehr gut, dass sie das so offen zugibt und Frauen, die ähnlich denken, dazu ermuntert, das auch zu machen. Es ist natürlich traurig, dass die Männer, die sie dann natürlich höchstens mal durchvögeln, dank auch in den USA ständig expandierender Sozialsysteme trotzdem für das Leben der Dame zahlen dürfen, aber wenigstens nicht alleine.


Ich möchte übrigens noch erwähnen, dass die Punkte neben rassistisch und dumm auch noch super-egoistisch sind. Die entsprechende Liste der NSDAP ist wenigstens nur rassistisch (und profertil), aber wenn man diese Punkte weglässt respektive leicht umformuliert, klingt das eigentlich nach zeitlosen guten Empfehlungen:

1. Bedenke, daß Du ein Deutscher wer Du selbst bist!
2. Du sollst Geist und Seele rein erhalten!
3. Halte Deinen Körper rein!
4. Du sollst, wenn Du erbgesund bist möchtest, nicht ehelos bleiben!
5. Heirate nur aus Liebe!
6. Wähle als Deutscher vernünftiger Mensch nur einen Gatten gleichen oder artverwandten Blutes Intellekts!
7. Bei der Wahl Deines Gatten frage nach seinen Vorfahren! [Ja, ne, man schaut sich die Mutter an, bevor man eine Frau heiratet; die hat man nämlich mehr oder weniger in dreißig Jahren. Echt.]
8. Gesundheit ist Voraussetzung auch für äußere Schönheit!
9. Suche Dir für Deine Ehe nicht einen Gespielen, sondern einen Gefährten!
10. Du sollst Dir möglichst viele Kinder wünschen Deine Träume leben!


Fuck, nichtmal die Nazis haben derart viel Indoktrination gemacht. Nichtmal die fucking Nazis. 

Widdewiddewidd, ich mach mir meinen §211, wie er mir gefällt

Das Landgericht Berlin hat beschlossen, dass zwei verantwortungslose Assos für längere Zeit weggesperrt werden. Soweit finde ich das schonmal einen guten Ansatz; mir fallen jetzt vielleicht drei Leute in Berlin ein, die das nicht verdient hätten, aber wir leben ja in einem Rechtsstaat und brauchen immer noch Gründe, um Leute wegzusperren.

Und die beiden Jungs werden weggesperrt, weil sie mit 170 durch die Berliner Innenstadt gefahren sind und dabei volle Pulle in den rosanen Jeep des 69jährigen Michael Warshitsky geknallt sind, der davon starb. Gut, war shit, könnte man sagen – und muss man auch, ich finde wirklich das Urteil angemessen, vor allem wenn man bedenkt, dass jüngst ein Motorradfahrer für einen Unfall 33 Monate (dann ohne Bewährung) bekam.

Mein spontaner Eindruck bei dem Motorradfahrer war, dass das zuviel wäre, weil in dem Fall das Opfer besoffen und bei Rot auf eine Straße lief, während der Täter (auch ein Asso) lediglich 50km/h zu schnell fuhr, wo bei mir instinktiv der “selbst schuld” – Gerechtigkeitssinn anspringt, aber – großes ABER – das ist ein recht mildes Urteil.

Fahrlässige Tötung – was hier unstrittig zutreffend ist – wird nach §222 StgB mit bis zu fünf Jahren modernem, rehabilitativen Zuchthaus bestraft. Von daher muss man schon eine Weile nachdenken, wie viel mehr man denn fahrlässig sein könnte, um die fünf Jahre zu bekommen… mir fiele da aber spontan “Pilot und Copilot machen Koksparty mit den Stewardessen und überleben das als einzige” ein, von daher ist das (vom Gesetz her) ein durchaus passables Urteil.

Das aus Berlin ist es nicht. Da geht es nämlich um Mord, und laut herrschender juristischer Meinung ist der Mordparagraph eindeutig – ich hatte den auch schonmal hier im Blog. Aus irgendeinem Grund, ich vermute, weil Berlin die Leute dumm macht oder so – machen die Berliner Richter aus dem Raser-Fall einen Mord mit gemeingefährlichen Mitteln. Also, wie bei meinem Post zum Terroristenentführten-Flugzeugabschuss. Da war meine Argumentation klar: Natürlich ist eine verdammte Luft-Luft-Rakete gemeingefährlich, aber – hallo, Rechtsstaat – eben nicht in der Hand eines Bundeswehr-Piloten, was Juristen wichtig finden.

Bei einem Auto hingegen kann man offensichtlich durchaus auch darüber streiten, ob es jetzt nun gemeingefährlich ist oder nicht. Rechtsanwalt Nebgen findet dazu:

Das dürfte bei einem Kraftfahrzeug, dass im Straßenverkehr mit 170 km/h unterwegs ist, ohne weiteres der Fall sein. Bei dieser Geschwindigkeit kann niemand mehr kontrollieren, wen er alles gefährdet.

Tjo – das sehe ich mal anders. Wenn ich gemütlich mit Tempomat auf 170 nach Tschechien zum Zigarettenholen fahre, dann ist das absolut nicht gemeingefährlich, sondern ein nettes, monatliches Ritual. Und sogar meine Frau kann mit 170 noch 1a fahren – auch mit 220, danach bekommt sie Angst. Ich möchte nicht wegen Mordes dran sein, wenn mir da irgendein besoffener Spacko (oder ein sehr spät nachzügelnder Flüchtling, der auch nichts auf der Autobahn verloren hat) vors Auto läuft – das fände ich ungerecht; es ist ja schon ungerecht, dass der wahrscheinlich den Schaden an meinem Auto nicht bezahlen wird.

Da die Geschwindigkeit da grundsätzlich nicht viel ändern wird (man kann Leute auch mit Schrittgeschwindigkeit totfahren), muss man diese Aussage also ganz kategorisch ablehnen, schon bevor man “aber Stadtverkehr” oder “aber das Opfer hatte keine Mitschuld” sagt – das ändert nichts daran, dass ein Auto nicht per se gemeingefährlich ist, Punkt und Ende. Aber das einzige Mittel. Danke, reicht mir.

Gut, mir ist klar, dass das deutsche Rechtssystem nicht so rechtsstaatlich ist, wie ich es gerne hätte, zum Beispiel dass mal jemand “nulla poena sine lege” ernst nimmt und einsieht, dass man dazu Gesetze machen müsste, die Leute auch verstehen – vor allem solche, die sich nicht aus der Fassung von 1873 mit der Veränderung des Wortes “weil” durch “und” vom 12.03.1911 und  – ach, das hat immer solche Rattenschwänze. Klar, man kann da natürlich auch den Juraverlagen vertrauen, aber ganz grundsätzlich halte ich es für eine staatliche Aufgabe, Gesetze zu machen, die eindeutig sind.

Und das ist der §211 StgB schon – finde ich zumindest. Alle anderen auch, aber die sehen das anders, und schon haben wir ein Problem. Nun ist – ganz kurz – der §211 eh in der Diskussion, weil der heimtückisch mordende Ehefrauen zu Mörderinnen macht, während ihre Frauen totschlagende Ehemänner “nur” Totschläger sind, und das Feministen unfair finden oder so, obwohl wir dafür extra Wörter haben, aber das Problem ließe sich ganz einfach lösen:

Den §211 haben nämlich die Nazis gemacht, und der soll eh auch deswegen geändert werden, weil Nazis böse sind oder so, und wir deswegen auch endlich das Kindergeld abschaffen werden – oder so. Nun kann man den Nazis vieles vorwerfen, aber halt nicht, dass sie unordentlich waren, und der Paragraf wurde seitdem nicht (für uns hier) wesentlich geändert. 1941 sah er so aus:

211

Was nun dem Pedanten auffällt ist, dass die Nazi-Juristen mit ihren Formatierungen sehr, sehr ordentlich waren – es wirkt ja nun ein wenig so, als hinge “einen Menschen tötet” blöd zu weit links, aber das gehört so, weil nur die erste Zeile immer hängend ist.

Man kann jetzt – und das tun die Juristen sämtlich – die Einrückung der drei Sätze in Absatz 2 durchaus als Auflistung verstehen. Ich sehe aber zwei Gründe, die dagegen sprechen. Erstens machen die nämlich kleine (a) (b) (c) davor, wenn sie Aufzählungen machen. Hier sind aber – sieht jeder – keine Aufzählungszeichen davor. Und zweitens bezweifle ich stark, dass die versehentlich weggelassen wurden, wenn man dafür – und für die Formatierung, die damals sicher noch schwieriger war als heute mit WYSIWYG – bei dem sicher sehr wichtigen Gesetz zum Thema Kartoffeln eine Woche später Zeit hatte:

kartoffeln

Und das eröffnet eine ganz neue (also, für Juristen) Perspektive auf den §211 StgB, wie ihn die Nazis gedacht haben: Da ist kein oder nach dem ersten eingerückten Satz. Und das bedeutet, dass das Komma ein und ist (respektive der Satz einfach weitergeht) – dann steht da nämlich,

Mörder ist,
wer aus verwerflichen Gründen,
auf total widerliche Art
oder weil er ein Krimineller ist
einen Menschen tötet.

Nach alter Rechtschreibung sollte da ein Komma hin, auch wenn ich das so verkürze. Nach neuer, kann man eh Kommas, machen, wo, man, will. Damals nicht.

Zudem, wenn man die NS-Ideologie – und die vor allem sehr ausgeprägte Bürokratie – mal reflektiert, wäre das genau das Gesetz, was die gemacht hätten: Mord ist, wenn das UND das. Klar, der Paragraf wurde dann vollkommen beliebig benutzt, um Leute wegen einem der Punkte hinzurichten, und ich bin sicher, dass das vielen nicht unlieb war, aber davon steht es eben schlicht nicht da. Tut es heute immer noch nicht, aber hey, wenn sich schon die Nazis nicht drum geschert haben, warum sollten wir das dann machen?

Naja, ich finde, wir sollten. Und da steht, dass man [1] jemand umbringen muss, und zwar [2] aus Mordlust, zur Befriedigung des Geschlechtstriebs, aus Habgier oder sonst aus niedrigen Beweggründen, [und zwar 3] heimtückisch oder grausam oder mit gemeingefährlichen Mitteln oder um eine andere Straftat zu ermöglichen oder zu verdecken.

Ich meine, kommt Kinder, ich weiß, dass Justitia blind ist, aber Lesen ist doch eigentlich nicht so schwer, oder? Und das würde auch sofort das Heimtücke-Problem mit den Giftmörderinnen lösen, wenn sie es nicht aus Geilheit oder finanziellen Motiven machen. “Weil sie immer verprügelt wurden” ist nämlich gerade kein “niederes Motiv”, und das “sonst” impliziert, dass die ersten drei Motive nieder seien, von daher sind die männermordenden Frauen, wenn man das Gesetz richtig liest, auch keine Mörderinnen. Ich nehme aber mal an, dass es das Problem früher nicht so gab, sonst stünde das sicher explizit irgendwo.

Das würde auch sehr viel besser zur NS-Ideologie passen – ich meine, die Frau war da ja sehr viel wert, oder so. Und nachdem das Regime sogar Gesetze gemacht hat, um Konzentrationslager zu bauen, ist es doch irgendwie bekloppt, anzunehmen, die hätten ein Gesetz gemacht, was es sonderlich sanktioniert, auf offener Straße einen Juden grausam totzukloppen, oder? Ich meine, nach damaliger Ansicht wäre das ja nun kein “niederes Motiv” gewesen – aber gut, sich ordentlich mit der NS-Zeit zu beschäftigen ist ja Pfui.

Aber ja, man könnte das mal reformieren; Gesinnungsstrafrecht ist genauso unfein, wie Gesetze, die so blablubbs-gehaltlos formuliert sind, dass jedes Essstäbchen eine gemeingefährliche Waffe werden kann. Das ist unziemlich für einen Rechtsstaat, der traditionell die Liefergebühren für Kartoffeln nach Jahreszeit regelt und fünf unterschiedliche Steuersätze für Christbäume hat. Einem solchen Rechtsstaat sollte es eigentlich zuzumuten sein, ordentliche Gesetze zu machen, über die man eben nicht groß diskutieren muss, zumindest bei wichtigen Themen.


Noch eine Anmerkung: Fischer zitiert zum §211 den NS-Gesinnungsrichter Freisler, der im Entstehungsprozess des Paragrafen schrieb:

Der Gesetzgeber hat ihn [den Mörder] nicht durch Zusammensetzung von Tatbestandsmerkmalen konstruiert. Er hat ihn ganz einfach hingestellt. Damit der Richter ihn ansehen und sagen kann: Das Subjekt verdient den Strang

Was, und Roland Freisler hat m.W. eine Menge angeblicher oder tatsächlicher Mörder hängen lassen, bedeutet, dass das Gesetz eigentlich so klar (gedacht) ist, dass es eigentlich jeder Volldepp sofort versteht. Die Frage ist nun, zu was für Leuten es Richter macht, die weitschweifig gemeingefährliche Autos erfinden müssen, um auch ja jemanden einzusperren.

Wie erwähnt, nicht dass ich das mit dem Wegsperren irgendwie falsch fände. Aber dann sperren wir bitte auch die männermordenden Ehefrauen weiterhin weg, die in Deutschland nämlich statt absichtlich zu morden auch ganz problemlos gehen könnten. Mit 170 durch Berlin zu brettern hingegen kann man nicht so einfach, ohne versehentlich jemanden umzubringen. Nicht, dass man das müsste, aber genau das ist das Problem von Gesinnungsstrafrecht – wer entscheidet denn, wessen Motivation die hehre ist?

Entartete Meinungen sind #nichtegal

Heiko Maas und die anderen möchtegern-totalitären Kommunisten in der SPD und den anderen linken Parteien zensieren ja nun offensichtlich schon seit einer Weile mit scheinbar zu wenig Erfolg facebook. Dank irgendeinem Internet-Meme-Affen namens Harambe wurde die Nazi-Schwuchtel Milo Yiannopoulos von Twitter entfernt, aber den Stasi-erfahrenen Mitarbeitern in den Parteien und der Irgendein-Neger-Stiftung scheint jetzt auch noch Youtube ein Dorn im Auge zu sein, und das ist nicht nur ein weiterer Tropfen in ein übervolles Fass.

Es sind ja selbst in Berlin 14,2% des Fasses bereits übergelaufen, was alle als den totalen Weltuntergang darstellen – das ist er aber nicht. Es ist doch für den einzelnen Bürger #scheißegal, welche korrupte, dumme und lügende Partei jetzt ein paar Euro aus der Wahlkasse bekommt. In einer (parlamentarischen) Demokratie ist die einzig relevante Frage, ob man es gut findet, was die Regierung mit dem ganzen anderen übrigen Geld macht. Der Rest sind Nebelkerzen.

Und durch “Fördermittel” von einem Dutzend Organisationen, die sämtlich am Staatstropf hängen (BmFSFJ, BPB und ihre vielfältigen und unterverzweigten Lakaien), “prominente Youtuber” dafür zu bezahlen (nehme ich an), dass sie unfertige Satzfetzen in eine Kamera sprechen und dabei aussehen wie – seien wir geschlechtergerecht – eine Crackhure, die man als nicht gänzlich verzweifelter Mann nicht vögeln wollte oder ein Kioskbetreiber, dem man auch kurz vor dem Verhungern kein Sandwich abkaufen würde… Soll das ernsthaft die digitale Elite Deutschlands sein, oder, wie das eine dickliche, hässliche “Jette” formuliert, die “Generation Internet”?

Ich bin 36 Jahre alt. Ich bin die verdammte Generation Internet, und die Kinder in dem Video wissen nichtmal, was Internet eigentlich bedeutet. Güte, nichtmal ich bin wirklich “Generation Internet”, mein erstes Modem hatte schon 14.400 baud, und das ist 22 Jahre her. Ich bin die Generation Eternal September, und dafür würde ich mich schämen – zumindest, wenn es die Generation Internet nicht gäbe. Internet ist nicht Twitter, Facebook, Google und Youtube. Internet ist ein Mittel zum Zweck.

Jeden Zweck, das ist das schöne am Internet. Ist wie bei der Post oder der Bahn – man kann einen Liebesbrief schicken oder seine Familie besuchen, oder man kann Paketbomben verschicken und Panzer verladen. Scheint aber für die “Generation Internet” ernsthaft überraschend zu sein, dass man im Internet was “sagen kann gegen Leute, die ein bisschen anders aussehen” – sagt ein androgyner Grischistudios mit blaugrünen Haaren, der mich unweigerlich an die Plastik-Troll-Figuren aus den 80ern erinnert, die alle Mädchen so toll fanden.

Und solche Leute verbreiten dann Aussagen wie “Don’t feed the Troll”. Ist das jetzt selbstreflexiv? Neeee – Nachdenken und Reflexion ist so 20stes Jahrhundert, das ist schlimmer als Hitler. Es ist 2016. Reden wir einfach weiter.

Dagi Bee – die erste einzige, die ich kenne, da gibt es ein tolles Video – fragt, ob uns Hass einfach egal sein dürfe. Irgendeine Frau mit Kopftuch sagt dann “in keinem Fall”, und begründet wird das – natürlich nicht. Weil – Gründe! Hey, wenn Euch Gründe nicht ausreichen, seid ihr schlimmer als Hitler. Hitler hatte schließlich keine… oh… Moment… ne, unsere Gründe sind viel besser!

Statt Gründen gibt es aber Derogative: zu bequem, feige, gleichgültig, ignorant, verletzend.

Eine billig-nuttige EllatheBee sagt dann, wir wären alle Teil einer großen Videocommunity. Das ist mindestens der zweite pluralis majestatis. Ich meine ja nur – ah, nein, Wir meinen ja nur, dass uns dümmliche Propaganda nicht egal sein sollte.

Wie uns Diana Dingens erklärt: “Nichtegal heißt, dass man auch gegen was vorgeht, dass man zeigt, dass es nicht richtig ist”.

Und das ist der einzig sinnvolle Satz in dem ganzen, wohl absichtlich wirren Propagandavideo: Es sollte uns nicht egal sein, mit was für einem flachen, indoktrinierendem Dreck wir da beworfen werden, gefördert durch unsere Steuergelder.

Nein, ich werde nicht youtube kritisieren, die können machen, was sie wollen. Nur weil das sicher einigen bitter aufstößt, die ich auf youtube gerne sehe, ist das deren Problem. Schade, ja, aber kein echtes Problem. “Ich mache Videos auf Youtube” ist sowieso kein langfristiges Geschäftsmodell, weil das das verdammte Internet ist. Fragt mal die Jungs von Altavista. Kennt ihr nicht? Ach.

Die zentrale Frage ist also: Zwangsabgaben. Ich Wir finden es nicht in Ordnung, dass Steuergelder, die wir zahlen müssen, für solch dämliche Propaganda ausgegeben werden. Das hat in der Sowjetunion nicht funktioniert, das hat – ach Gott, das kann nicht funktionieren. Ist mir scheißegal, ob youtube das unterstützt, die verdienen Geld durch Werbeeinblendungen, weil Leute sehen wollen, wie sich Leute zum Affen machen. Wenn diese (dumme) Klientel profitabler ist als z.B. Leute, die gerne Honest Trailers sehen oder Everything Wrong With, dann ist das von Seiten youtubes vernünftig, diese Klientel zu bedienen.

Vorwerk stellt sich ja auch nicht hin und plakatiert “Leute, die zu doof sind, eine Dichtung in unseren Thermomix einzulegen, sollten ihn nicht kaufen”, weil ihnen das ihre Kundschaft vergraulen würde. Die drucken eine extra-große, bebilderte Anleitung und machen grell-rote Plastikpläpperle dran.

Das sind nämlich Unternehmen. Unternehmen können mir – und uns – unser Geld nicht zwangsweise wegnehmen. Der Staat schon. Wenn also irgendeine Feministin im Internet schreibt, dass alle Männer Schweine sind und kastriert werden sollten, ist das scheißegal. Wenn der Staat das aber unterstützt, dann kann es nicht mehr scheißegal sein.

Weil?

Es gab da einen Fall in Berlin, wo es einer Ladenbesitzerin zu doof wurde, dass Zigeuner nur bei ihr klauen und sie hängte deswegen ein “Keine Roma”-Schild auf. Das ist mal grundsätzlich ihr Problem, denn die Dame hat(te?) einen Esoterikladen, und damit verdirbt sie sich auch die ganzen Gutmenschen, die an den Unsinn glauben. Wenn wir dann aber von “Diskriminierung” und “Volksverhetzung” reden, weil die Dame nicht beklaut werden will, dann fühle ich mich im falschen Film. Ist ein kleiner Laden. Geht halt pleite. Oder nicht. Ist scheißegal. Das ist kein Staatsproblem, und das sollte es niemals sein.

Problematisch ist es, wenn Mainstreammedien dann irgendwen von der (sicherlich auch vom Steuerzahler finanzierten) Irgendein-Zigeuner-Stiftung zitieren mit “Da ist ganz klar eine Grenze überschritten worden. Man muss sich nur mal vorstellen, da stünde nicht ‘Roma’, sondern ‘Juden’.”

Ja – äh – haben wir im Geschichtsunterricht nicht aufgepasst? Die Nazis haben “Kauft nicht beim Juden” propagiert. Nicht “Juden dürfen hier nicht einkaufen” – das wäre wirtschaftlicher Selbstmord, und derart doof waren die Nazis nun auch nicht.

Aber auch das wäre egal, wenn die Politik das nicht stützen würde. Politik ist nämlich #nichtegal, das sollte man als Deutscher ganz besonders gut wissen. Und das ist die Parallele, die sich wirklich anbietet – entartete Kunst. Passt uns nicht, ist entartet, wird verbrannt. Wie entartete Meinungen. Wir finden da nur kein gutes deutsches Wort dafür, das “entartet” ist ja schon so Nazi-verbrannt – ach, egal, nennen wir es “Hatespeech“.

Mein Senf zu #Bautzen

Da trendet #Bautzen auf Twitter, und man fragt sich ewig, warum man von Bautzen schonmal gehört hat. Bautzen ist die de-facto-Hauptstadt der Sorben, aber ich habe nicht wirklich jemals was von Sorben gehört. Sorbet kenne ich. Die Nazis hatten da ein Lager, aber das trifft auf so ziemlich jeden zweiten Ort zu, und die NKWD (das sind die Leute wie der KGB, nur mit weißen Mänteln) auch, aber – neeee. Aber Senf. Es gibt Bautzner Senf!

Nicht, dass ich wüsste, wie der schmeckt, ich nehme Senf von Develey. Weil das schon immer so war, mein Papa verwendet die alten Senfgläser von vor 20 Jahren noch als Trinkgläser, wenn die Bleikristallgläser unangebracht wirken oder mal wieder zu viele runtergeworfen wurden, die sind nicht mehr so leicht zu finden.

Naja, in Bautzen scheint es ein paar anständigen Leuten widerlichen Neonazis zu blöd geworden zu sein, dass angeblich minderjährige Pseudo-Flüchtlinge wie der von der Taz ausgegrabene Mehdi aus Marokko sich beim Rumpöbeln, Polizisten mit Steinen bewerfen und Leute mit Holzlatten verprügeln Schnittwunden zugezogen haben. Oder so.

Marokko ist eigentlich ein nettes Land, wenn man dem Auswärtigen Amt glaubt, bis auf ein paar Kleinkriminelle, die Leute mit Steinen bewerfen und mit Holzlatten angreifen, aber die sind ja jetzt offenbar in Bautzen, weil sie ja in Marokko politisch verfolgt werden.

Die viel interessantere Frage ist nun: Warum wird in Deutschland eigentlich niemand politisch verfolgt? Ich meine, klar, Neonazis dürfen keinen Hitlergruß zeigen, weil, wie wir alle wissen, auferstehen dann alle fünf Millionen gefallenen Wehrmachtssoldaten und marschieren nach Stalingrad, aber das war ja nun schon vor 75 Jahren kein unlösbares Problem?

Terroristen gibt es in Marokko auch, aber die werden da politisch verfolgt, weil sie Terroristen sind, aber in Deutschland geben wir den heldenhaften Freiheitskämpfern natürlich gerne Asyl – hey, man kann sich sogar von Linken-Politikern chauffieren lassen, wenn man ausreichend schwarz ist. Gesetze? Ach, wen interessieren schon Gesetze, wenn man (nicht) in der “rechten” Ecke steht.

Da echauffiert man sich medienübergreifend darüber, dass irgendein Rechter ein Messer zieht, nur weil ihn die armen Flüchtlinge mit Flaschen bewerfen. Und die böse Polizei sprüht auch noch Pfefferspray auf die Hilfsbedürftigen, die ihre Verzweiflung mit Holzlatten zum Ausdruck bringen. Gott, Deutschland ist so herzlos geworden, wir brauchen dringend bessere Integrationsprogramme.

Es gibt ein paar Theorien über die dünne Decke der Zivilisation, und die schwindet. Es gibt No-Go-Areas. In Deutschland. Und das geht mal gar nicht, wir sind nicht in fucking Somalia. Und wenn die Decke der Zivilisation Löcher bekommt, reißt sie. Wenn das mit meinem Bimini passiert, gehe ich zu Mustafa, und Mustafa repariert das oder schneidert ein neues. Mustafa ist ziemlich inkompetent und vor allem teuer, wenn man ihn mit Ismael vergleicht, aber Ismael muss gerade sein Vaterland gegen ISIS und die Kurden verteidigen – in Nordzypern.

Und da nützt es auch nichts, um den heißen Brei rumzureden, dass irgendein Nazi mit einem Messer (ich habe tolle Messer) unter dem Bimini saß, während die unschuldige Sonne den Stoff geschwächt hat – über Jahre. Das muss man flicken.

Und Deutschland hat es dringend nötig, geflickt zu werden. Es ist ja schön, wenn wir uns in Deutschland durch Volksverhetzungs-Gesetze vor der Realität zu schützen versuchen, und obwohl es meine Meinung von Olivia Jones sehr runtersetzt, dass sie die AfD wegen Volksverhetzung anzeigt, weil die AfD Schwule und Pädophile “aneinanderrückt”, während es wissenschaftliche Studien gibt, die das belegen, finde ich es super, wenn jeder jeden noch so blöden Dreck sagen darf, wie Olivia Jones das macht. Nicht so prickelnd wird es dann halt, wenn man das Loch im Bimini ignoriert, es immer größer wird, und Kritik an dem Loch als Volksverheutzung Sonnencremophobie abgetan wird. Davon geht das Loch nämlich nicht weg. Und, um Olivia Jones zu zitieren, da helfen auch noch so hehre Motive nichts:

Die Welt braucht Feuerwehrleute. Brandstifter gibt es schon genug.

Denn das würde ich unterschreiben. Für Biminis braucht man schließlich auch gute Segelmacher, und es geht alles von ganz alleine kaputt, da braucht es nichtmal Brandstifter. Es reicht schon Unachtsamkeit. Was aber gerade abgeht, ist nicht mehr fahrlässig die Zigarette in den trockenen Wald werfen, sondern es sind Anklagen gegen die, die darauf hinweisen, dass der verdammte Wald brennt. Und ratet mal, wer keinerlei Lust hat, den zu löschen, weil alle, die Brände löschen wollen, widerliche Nazis genannt werden.

Ich bin echt am Überlegen, ob ich einfach über den Winter hier bleibe. Ich könnte ja mal die Militärbasis in Incirlik besuchen, das sind nur 400km, und die muss toll sein, sonst würden die deutschen Abgeordneten ja da nicht alle hinwollen. Auf der anderen Seite vermisse ich meine Kätzchen…

Lügenpolizei

Das hat ja nun noch gefehlt. Da gehen doch glatt Hunderte rechte Hetzer Russlanddeutsche friedlich demonstrieren. Gegen Ausländergewalt. Wegen einem vergewaltigten 13jährigen Mädchen.

Glaubt man der Lügenpresse, sind das alles nur Volldeppen. Volksverhetzende Volldeppen, übrigens. Denn die Polizei stellt klar: “Fakt ist – nach den Ermittlungen unseres LKA gab es weder eine Entführung noch eine Vergewaltigung”.

Na dann ist ja alles gut, weitergehen, hier ist nichts passiert. Gott, was verbreiten die widerlichen russischen Eliten für eine volksverhetzende Schmierenpropaganda:

Vor dem Kanzleramt demonstrieren 700 Menschen gegen eine Vergewaltigung, die es nie gegeben hat. Es ist das Werk von Kremlmedien, die gezielt versuchen beim Streit über die deutsche Flüchtlingspolitik Öl ins Feuer zu gießen.

Denn das 13-jährige Mädchen, was von einer Horde Arabern durchgenudelt wurde, wollte das doch. Naja, das sieht sie zwar selbst anderes, aber “das wollte sie doch” war schon immer eine gute Verteidigung gegen Vergewaltigungsvorwürfe, oder?

Außerdem kommen wir dann auch nicht in die unangenehme Situation, groß und breit (Udo Vetter erklärt das ausführlicher) darüber reden zu müssen, dass das, was da passiert ist, halt in Deutschland schlicht nicht – wie z.B. in Amerika – als “kategorische Vergewaltigung” (“statutory rape”) gewertet wird, sondern halt anders heißt – bei uns ist das Schwerer sexueller Mißbrauch von Kindern, § 176a StgB, nicht Vergewaltigung, §177 StgB. Vielleicht. Vielleicht ist es natürlich beides.

Und da haben wir eben ein Problem in Deutschland mit den ganzen widerlichen, ausländerfeindlichen Neonazis Russlanddeutschen, die halt russische Nachrichten schauen. In Russland ist das eben eine Vergewaltigung, §§ 134, 131 УК РФ.

Wir sehen also, dass ist ein bedauerliches Missverständnis; lost in Translation. Da haben die widerlichen, ausländerfeindlichen Neonazis friedlichen Demonstranten natürlich eigentlich gar keinen Grund, sich aufzuregen. Gruppensex mit 13jährigen ist schließlich kein Problem, oder? Doch? Nazi! Das war doch nur eine Falschmeldung. Da ist es schon gut, dass der Verfassungsschutz diese Leute beobachtet. Also, die Demonstranten. Und die Polizei eindringlich gegen Leute vorgehen will, die das Verhalten der Polizei nicht gar so prickelnd finden.

Dieses Land wird immer besser. Nach dem Wegfall der vierten Gewalt, heute Lügenpresse, nun also der Wegfall der Exekutive, heute Lügenpolizei. In der Legislative, vulgo Politik, tümmeln sich seit jeher nur die größten Lügner. Bleibt also nur noch die Judikative. Macht keinen Scheiß, ihr Jungs (und Mädels) an den Gerichten. Wir sind gefährlich nah an Art. 20 (4) Grundgesetz.

Liebe Linksradikale

ich weiß ja nicht, wie dumm ihr wirklich seid, aber nachdem ihr es schafft, auf indymedia lange, sinnfreie Texte zu publizieren, nehme ich an, ihr könnt lesen.

Lest mal diesen tendenziösen Artikel in der Zeit. Der gefällt euch erstmal, weil der Titel “Autos brennen bei Pegida-Demonstration” viel schöner ist als “verdammte kriminelle linksradikale Assos begehen schwerste Straftaten”.

Ist ja nun nicht so, als wäre der Zusammenhang offensichtlich. Sobald mal ein Flüchtlingsheim brennt, ermittelt der Staatsschutz. Das betont die Presse auch. Nun hoffe ich zwar sehr, dass auch bei den brennenden Autos der Staatsschutz ermittelt, aber hey, wen interessieren Autos? Leerstehende Häuser sind viel interessanter.

Nein, liebe Linksradikale, der Unterschied zwischen “ich zünde eine geplante Flüchtlingsunterkunft” und “ich zünde Autos von Pegida-Demonstranten” an macht euch nicht zu besseren Menschen. Und, liebe Lügenpresse, es wäre nett, das mal klarzustellen. Und, lieber Staatsschutz, auch mal da zu ermitteln. 15.000 Autos werden in Deutschland jährlich angezündet. Und im Gegensatz zu Flüchtlingsunterkünften, wo Leute (verständlicherweise) auf Gaskochern Essen zubereiten, brennen Autos nicht semi-autark.

Aber wen interessieren schon 15.000 brennende Autos, wenn es schwerwiegende Probleme wie rechte Gewalt gibt? Es gibt ja fast so viele rechte Straftaten, wie von Linken angezündete Autos. Gut, natürlich nichtmal jede zehnte eine Gewalttat, aber hey, beschäftigen wir uns nicht mit schweren Straftaten, sondern lieber mit Gedankenverbrechen von Herrn Bachmann. Man muss ja seinen Maßstab behalten!

Die Zeit hat in dem oben verlinkten Artikel tatsächlich Kommentare zugelassen. Da ist eine Menge wegzensiert, aber der Tonfall geht in Richtung “Einige in der Politik scheinen es wirklich darauf anzulegen, dass es mal richtig scheppert”.

Daher, liebe Linksradikale, nur so als kleiner Hinweis: Ihr seid die “alle Menschen sind gleich viel Wert”-Fraktion. Ihr seid die ungezielten Randalierer. Ich bin nur ein harmloser Typ, der seine Ruhe will. Und seine Freiheit. Zum Beispiel die Freiheit, sein Auto nicht aus Angst vor asozialen Arschlöchern in einer kostenpflichtigen Tiefgarage parken zu müssen. Und da muss ich an Jefferson denken:

The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants.

Und da, liebe Linksradikale, bin ich mit euch d’accord: dem Baum ist es egal, wessen Blut das ist. Aber – mit Ausnahme von euch – den anderen Menschen nicht. Die haben da eine ganz klare Präferenz.

Das wäre eigentlich ein guter Schlusspunkt, aber ich habe noch was zum Baum der Freiheit zu sagen: Den gab es ja nun wirklich. Und es gab Leute, denen der nicht passte. Die haben ihn gefällt. Das könnt ihr, liebe Linksradikale, liebe Presse, liebe Regierung, natürlich wieder machen.

Ich weise nur mal darauf hin, dass wir einen neuen pflanzen werden. Ganz traditionell. Und wir ganz genau wissen, wo wir den Dünger herbekommen.

Ganz ehrlich, das könnt ihr doch nicht wirklich wollen – oder?