Resteficken mit zugedröhnten Schlampen

Kommt man von einem schönen, erholsamen und in fucking EDGE-Gebiet gelegenem Wochenendausflug zurück und darf bei Christian einen Gastartikel darüber lesen, dass die Tatsache, dass Fische nicht Fahhrad fahren können, nichts damit zu tun hat, dass ihnen gesagt, wird, dass Fische keine Fahrräder brauchen. Sicher nicht falsch, aber auch keine sonderliche Erkenntnis.

Ein Kommentator hat aber dafür diese Perle journalistischer Intellektualität verlinkt, die ich Euch – natürlich kommentiert – nicht vorenthalten möchte.

Jungs von heute sind in Fragen der Lust dermaßen hoffnungslos, dass wir Mädchen euch diesen Ratgeber geschrieben haben.

Liebe Jungs von heute: Auch wenn Euch das total reaktionär und chauvinistisch vorkommen mag, aber: Hört nicht auf Frauen.

junge Männer [fallen] heute in eine von zwei Kategorien: übersensible Welpen, die versuchen, sich die wahre Liebe zu erkaufen, oder Typen, die denken, Flirten bedeutet, sich hackevoll zu saufen und auf der Straße mit einem Verkehrskegel als Megaphon Mädchen Vergewaltigungsdrohungen entgegenzubrüllen.

Von ersterem Versuch kann ich nur abraten; Liebe lässt sich nicht erkaufen. Sex lässt sich erkaufen, und das ist gar nicht so teuer.

Das mit dem Pylonen muss ich mal ausprobieren; ich weiß jetzt spontan nicht, warum das nicht funktionieren sollte. Ich meine – die Idee ist neu, und beide “Männerkategorien” existieren iRl nicht, aber ignorieren wir das mal.

ehrlich gesagt sind beide Ansätze für uns etwa so erotisch, wie die Vorstellung, vom Elefantenmenschen im Whirlpool gefingert zu werden.

Ich erinnere an dieser Stelle an “Ugol’s Law“. Und behaupte mal, dass man, um auch nur auf diese Idee zu kommen, schon in der Richtung Gedanken haben muss – wo kommt denn sonst der Whirlpool her? Ich meine ja nur – ich kenne jetzt eigentlich keine Frau, die große Probleme damit hat, in einem Whirlpool gefingert zu werden.

Der Rest ist behindertophob – oder so.

Natürlich wissen wir, dass ihr nicht alle Flachwichser seid.

“Flachwichser” bezeichnet (nach dieser super-serösen Quelle) Leute, die sich “Einen unter der Bettdecke wegrubbeln”. Lasst Euch also von den Mädels nichts einreden, Jungs, das ist vollkommen normal; haben wir alle mal gemacht. Aber: Sagt das nicht den Mädels.

Eine Frau zu finden, die dich liebt, hat nichts damit zu tun, ihr einen Jutesack über den Kopf zu stülpen und sie auf einen Karren zu verladen.

Das ist nämlich tapferen Soldaten des islamischen Staates vorbehalten; wenn ihr das im Westen macht, ist das cultural appropriation. Cultural appropriation ist böse. Glaubt das einfach; mehr habt ihr in der Schule eh nicht gelernt.

Es hat auch nichts damit zu tun, mit irgendwelchen ekligen Pick-up-Artist-Sprüchen angeschleimt zu kommen und zu versuchen, sich bei ihr einen Fick zu er-mobben.

De facto entscheiden Frauen in deutlich unter einer Sekunde, ob sie von Dir feucht werden oder nicht. Verbringe die also damit, nachzudenken, was Du sagen willst; was Du dann sagst ist eigentlich völlig schnuppe. Es sollte nur nichts blödes sein – wie z.B. PUA-Sprüche. “Einen Fick ermobben” geht nur in der Fantasie geisteskranker Feministen – und mit denen willst Du keinen Sex; glaub mir das einfach. Ich meine ja nur – die Damen schreiben hier ja eigentlich nur von ihren eigenen kranken Sexfantasien, aber dazu gleich mehr.

Wir verlangen nicht, dass ihr Rainer Maria Rilke seid; wir wollen einfach nur umworben werden und wir wollen, dass ihr dabei keine Arschlöcher seid.

Was die Autorin damit sagen will ist genau das, was ich oben schon angedeutet habe: Wenn sie Dich ausreichend geil findet, ist “Tolle Brüste” vollkommen in Ordnung. Wenn nicht, hilft Dir auch der beste Satz von irgendeinem toten Dichter nicht weiter. Aber es schadet nicht, irgendwas neutrales zu sagen – wie “”Hi!”. Das dient zum Kennenlernen; damit sie weiß, dass ihr nicht creepy seid. Das Brüste-Thema daher erst nach einer Weile belanglosen Smalltalks ansprechen, wenn Ihr ihr das Gefühl gegeben habt, dass Ihr Euch wirklich für sie interessiert. Dafür stellt man einfach offene Fragen. Die Antworten sind egal; Frauen ändern eh alle fünf Minuten ihre Meinung.

Sammal, wieso gebe ich hier Flirt-Tipps? Wollten das nicht die Autorinnen machen?

Die Partnersuche in der Post-FHM-Ära ist ein romantisches, politisches und rechtliches Minenfeld, deswegen ist hier ein Ratgeber, der dich durch die schmerzhafte Kunst des Mädchen-Anbaggerns führen wird.

Ach so, wir haben noch nicht angefangen.

Versuch nicht, so zu tun, als hättest du nicht jede Toilettenpause diesen Monat damit verbracht, mit hungrigem Blick die Bikinifotos von Mädchen auf Tinder zu durchforsten.

Ist das wie “zum Quelle-Katalog onanieren”?

Wir sind alle verzweifelt und oberflächlich und einsam, also tun wir doch nicht so, als sei das nicht der Fall.

Bitte lass Dir nie, never, ever, von einer Frau einreden, dass Du so oberflächlich bist wie sie. Lese Aussagen von Frauen immer – und ausschließlich – als Aussagen über sich selbst. Und mit einer großen, ungenießbaren Prise Salz – Frauen lügen ununterbrochen. Nimm einfach an, sie meint das Gegenteil. Ich gebe mal ein Beispiel:

Du musst nicht unbedingt deine Größe angeben, aber […] stell ein Ganzkörperbild rein, in dem das Größenverhältnis erkennbar ist, zum Beispiel so ein Achterbahnschild,

Achterbahnschild ist dann natürlich Unsinn. Finde doch einfach mal raus, für welche Sportart die aktuell gerade angesagte Jackenmarke, die Du unbedingt tragen musst, eigentlich gedacht ist, und mach dann einfach ein Foto mit einem Boot. Muss nicht Deines sein.

Folgende Themen solltest du ab sofort im Tinder-Chat als Tabu ansehen: […] welche Abifächer du hattest;

Die Zeiten scheinen sich echt geändert zu haben. In meiner Zeit wurden die Mädels immer total feucht, wenn ich von Mathe oder Physik geredet habe.

nimm nicht eine App, die einzig dazu gemacht ist, einsamen Menschen zu Sex zu verhelfen, und benutze sie dann, um Mädchen mit ollen Kamellen zu füttern.

Und denk an die eine-Sekunden-Regel. “Tolle Titten” ist auf Tinder vollkommen übertrieben, “Ficken?” ist vollkommen ausreichend. Spart auch Zeit.

Viele von euch haben sich so sehr daran gewöhnt, mit Kopieren+Einfügen „Na, noch wach?” an eure 47 Tinder-Matches zu senden, dass ihr vergessen habt, wie man mit uns persönlich spricht. Denkt dran, es gibt Zeitpunkte, da will ein Mädchen einfach nicht angequatscht werden

Was die Autorinnen hier demonstrieren nennt man den “rationalization Hamster”. Frauen sind alle derart ganz besondere Schneeflocken (“persönlich”), dass man sie alle gleich behandeln kann. Frauen finden das übrigens “logisch” und “vernünftig”. Nehmt das einfach so hin; wird mit dem Alter nicht besser. Denkt einfach dran, dass Frauen alle gleich sind – insbesondere in dem Punkt, diesen Punkt nicht hören zu wollen.

Abgesehen davon haben wir eigentlich nirgends ein Problem damit, umworben zu werden.

Und solche Frauen, liebe Jungs, sind kein Beziehungsmaterial. Sauna z.B. geht gar nicht.

Fakt ist, egal wie zynisch das Mädchen auch sein mag, es ist ein wirklich angenehmer Gedanke, dass jemand uns immer noch vögeln will, selbst wenn wir uns gerade am U-Bahngleis Labello auf die Nase schmieren und an Schnitzel denken.

Wenn das Euer Beuteschema ist, denkt mal über Kastration nach – oder Selbstmord.

In einer perfekten Welt würden wir Single-Frauen mit einer Phiole voller Tränen der Einsamkeit um den Hals herumlaufen, oder unsere Vereinsamung als dekorative Brosche tragen.

Das sah früher noch so aus, dass die Mädels die Schürzenschleife ihres Dirndls links getragen haben. War noch einfacher, und nicht so widerlich-selbstmitleidig.

Aber leider wirst du ein paar zermürbende Runden Bullshit-Badminton spielen müssen, um herauszufinden, ob wir Single sind.

Das kann Dir aber auch egal sein; die Mädels, die das schreiben, kommen

ohnehin gerade von einer wilden Nacht, zum Beispiel, oder vor einer Abtreibungsklinik

Grundsätzlich irritiert mich gerade ein Aufreiß-Ratgeber von totalen Schlampen, aber da war ja noch die Sache mit dem Hamster…

Alle wissen, dass bei Hauspartys um ca. vier Uhr morgens die Luft raus ist, etwa wenn die letzte Flasche Cinzano leer ist … Es ist deine letzte Gelegenheit, diese gefährlichen Partygirls, die Armreifen um den Oberarm tragen, magnetisch anzuziehen

Zu meiner Zeit nannte man das “Resteficken”.

Pro-Tipp: Gemütlich um 9 ins Bett gehen, Wecker auf halb drei Uhr morgens.

also solltest du wirklich noch ein paar Asse im Ärmel haben. Und wir reden hier nicht von noch einer Line Pep auf der Mikrowelle—wir reden von Geld für ein Taxi, einer Flasche Smirnoff und (der Aussicht auf) eine bessere Party. Wenn sie dich vögeln will/high genug ist, zu glauben, dass es um vier Uhr noch eine gute Hausparty gibt, dann macht sie diesen Blödsinn mit. Single-Menschen sind, entgegen aller Erwartungen, immer umwerfend optimistisch, was den Rest der Nacht angeht.

Ich verstehe ganz ehrlich nicht mehr, was das soll. Wir haben etabliert, dass die Essenz dieses “Flirtratgebers” Resteficken mit zugedröhnten Schlampen ist. Der einzig nützliche, aber sehr unterschwellige Hinweis ist, dass auch Schlampen in der Regel nicht als solche gesehen werden wollen. Das ist wie bei Pretty Woman – also der Nutte.

So viel Spaß Hauspartys auch machen, sie können ein bisschen öde werden, wenn man älter als Anfang Zwanzig ist. Das liegt daran, dass du dich schon systematisch durch deinen unmittelbaren Freundeskreis und deren halbwegs attraktive Freundinnen gebumst haben wirst („nur mal ausprobieren”).

Ich bin mir gerade auch nicht mehr so sicher, für welche Zielgruppe dieser “Flirtratgeber” geschrieben ist – Leute, die sich schon durch ihren gesamten Bekanntenkreis gevögelt haben? Sicher sehr nützlich. Da weiß man dann doch schon, wie das mit den Schlampen geht; da braucht man doch keine Tipps von anderen Schlampen, wie das mit Schlampen geht… ah, ich vergaß, auch alle Schlampen sind ganz besondere Schneeflöckchen.

rede vielleicht einfach an der Bar mit ihr. Lass dich nicht von ihrem Eisprinzessinnen-Gesicht abschrecken, oder der Tatsache, dass sie dir den Rücken zuwendet, oder dass sie seit fünf Minuten versucht, einen Drink zu bekommen, und den Blick nicht vom Barkeeper nehmen will: lächle sie an.

Besonders, wenn sie Dir den Rücken zuwendet. Das ist besonders wichtig.

Stell’ dich vor. Gib ihr ein Getränk aus.

Ja, in Deutschland muss man das auch mal sagen. In Pattaya hängt das als House Rules für die Ladies an der Wand. Wir sind jetzt also von Schlampen auf Nutten umgeschwenkt. Ich sage jetzt nicht “Sittenverfall”. Gott.

Wie kannst du an dieser Stelle beurteilen, ob sie auf dich steht?

Die Autorinnen bringen da eine recht gehaltlose Liste, die ich einfach mal umformuliere:

  • Sie rennt nicht schreiend weg
  • Ihr fangt an, über den Preis zu verhandeln

Wenn du fest entschlossen bist, im echten Leben Liebe zu finden, dann ist der beste Ort, um eine Unterhaltung anzufangen, der Raucherbereich. Wenn du nicht rauchst, dann musst du eben so tun, als ob. Niemand hat je mit den ganzen Bad Girls gevögelt, weil er eine Batterie Handtaschen im Chillout-Bereich bewacht hat, oder?

Hmmm… doch, aber die Besitzerinnen der danach nicht mehr anwesenden Handtaschen waren darüber nicht sonderlich glücklich. Aber das wäre jetzt eine persönliche Anekdote.

Von Mädchen Zigaretten schnorren ist allerdings kein so guter Einstieg in ein Gespräch wie—traurig aber wahr—ein Feuerzeug. Erinnerst du dich daran, wie jemand in der Schule mal sagte, einem Mädchen die Zigarette anzünden ist wie ein Drittel Sex mit ihr? Nun, er hatte Recht. Wenn dieses metaphorische Drittel der Part ist, wo du ihr verfrüht in den Bauchnabel ejakulierst.

Ich werde hieran jedes Mal denken, wenn ich in Zukunft einer Frau Feuer gebe. Naja – zumindest bei den Attraktiven.

Nichts auf der Welt ist unangenehmer als dieser Moment der Stille während du versuchst, einem Mädchen bei Wind die Zigarette anzuzünden, also reich uns einfach das Feuerzeug.

Übersetzt: Nichts schreit mehr “Du bist mir vollkommen schnuppe”, als sich noch nicht einmal Mühe zu geben, Frauen eine Zigarette anzuzünden. Frauen finden es geil, ignoriert zu werden, das liegt irgendwie an dem Hamster. Wirklich.

Aber kauft Euch verdammt noch mal ein ordentliches Feuerzeug, so einen Butan-Burner, windfest. Den können Frauen nicht so wirklich benutzen, in der Regel – habt ihr gleich ein Gesprächsthema – also, wie geil Du ein Feuerzeug bedienen kannst, Du Hengst.

Und lauf nicht mit einem Zippo rum, Kumpel; du bist kein hartgesottener Detektiv in einem Film Noir.

Lies: Das mit dem Butan-Burner meinerseits gilt nur für Leute, zu denen das passt. Der Rest nimmt natürlich ein Zippo.

Wenn du es auf deiner sexuellen Safari erst geschafft hast, den heißesten Büffel der Herde anzuvisieren, wäre es ratsam, die Instinkte der Gruppe nicht zu unterschätzen. Ihre beste Freundin durchschaut dich von vorne bis hinten, und sie hat keine Hemmungen, dich zu zertrampeln, wenn der Übernachtungsbesuch, den du planst, ihre Brunchpläne zerstört.

Ist das ein Versuch von Prosa oder soll das lustig sein?

So gehst du vorsichtig mit unseren Freundinnen um: … Und versuch nicht, eine von uns zu einem Dreier zu nötigen; du bist nicht Dan Bilzerian

Bonuspunkte: Du weißt nichtmal, wer Dan Bilzerian ist; das spricht sehr für Dich. Das mit dem Dreier kann übrigens auch klappen; schließt das mal nicht kategorisch aus. V.a. mit Schlampen und Nutten – besonders mit Nutten.

Du kannst dir nicht wirklich vorstellen, was es heißt, eine Frau zu sein, bevor du nicht von einem übergewichtigen Mann in einem Filzhut darüber informiert wurdest, dass du eine beschissene Tänzerin bist

Ich kenne einen übergewichtigen Mann, der gerne einen Hut trug, der bei den bayrischen Meisterschaften im Standard gar nicht so schlecht abgeschnitten hat – nein, nicht ich, so gut war ich nie. Frauen, die schlecht tanzen, vögeln aber auch schlecht, von daher – keine Ahnung, was die Damen uns damit sagen wollen. Oder warum es uns Männer interessieren sollte, wie man sich als Frau fühlt. Das wissen wir schon: Ununterbrochen anders. Und undicht. Oben wie unten.

Aber lass uns das mit dem Negging ein für alle Mal klarstellen: es weckt nicht unsere Neugier und es lässt dich nicht interessant wirken.

“Negging” ist – nach einem länglichen Rant der Autorin, der einen (erbärmlichen) Versuch umgekehrten Neggings darstellt, Frauen irgendwas Negatives zu sagen. Das mögen Frauen nicht. Das ist übrigens der ganze Trick beim Negging – es ist vollkommen egal, was ihr sagt. Frauen werden Dir erklären, dass “schöne Brüste” scheiße ist, und “das sind aber kleine Titten” auch scheiße ist. tl;dr: Sag halt einfach, was Dir einfällt.

Die meisten von uns hatten unsere erste Erfahrung mit Pick-Up-Artists, als wir uns mit einem gefälschten Ausweis in den Club geschmuggelt haben, nur damit ein Julian-Assange-artiges Wiesel uns von seinen Handlesefähigkeiten erzählen kann.

Was ganz offensichtlich funktioniert hat, sonst wären sie ja jetzt nicht totale Schlampen, von Selbsthass zerfressen. Immer noch: Das ist kein Beziehungsmaterial, das ist gerade in Ordnung für das good old in-out, in-out. Wenn Euch das nichts sagt – also, die cultural reference: Man kann auch mal ein Buch lesen oder einen Film schauen, statt irgendwelche dummen Schlampen zu knallen. Echt.

Wie Du zur Sprache bringst, dass wir Sex haben werden […] Du rauchst hier gerade an einer Tankstelle, und du musst es vermeiden, so Dinge wie „Ich will dich feucht machen” zu sagen, wenn du versuchst, smooth rüberzukommen.

Wie oben schon erwähnt – war sie ab Sekunde 1. Oder halt nicht. Naja, offensichtlich schon, sonst passt ja die Tankstellen-Metapher nicht.

Oft können es Feinheiten in deinem Verhalten sein, die entscheiden, ob wir ein Ziehen im Unterleib spüren oder die Polizei rufen wollen.

Natürlich sagt Dir Dein klarer Menschenverstand, dass Du ihr nicht beim ersten Date Dein Sado-Maso-Spielzimmer zeigst. Nach 50 Shades of Grey erwarten die Frauen da vorher einen Helikopterrundflug. Fuck Anspruchshaltung, heutzutage.

Das hier ist nicht der Zeitpunkt für deine nervösen Metaphern oder dein „Lass uns hier verschwinden, Süße”. Und bitte, sag wirklich niemals „Schlummertrunk”—ihr holt euch keinen Mitternachtsgrappa am Campo de Fiori sondern spielt mit dem Gedanken, ein Bier für unterwegs in den Nachtbus zu schmuggeln.

Oder aber ihr holt Euch einen Mitternachtsgrappa am Campo de Fiori. Dort kann man eine Statue von Giordano Bruno bewundern, der maßgeblichen Einfluss auf den Humanismus westlicher Prägung hatte. Zum Beispiel fand er die Todesstrafe scheiße. Für diese Ketzerei wurde er – natürlich auf dem malerischen Campo de Fiori – auf dem Scheiterhaufen verbrannt.

Diese Geschichte ist übrigens vollkommen ausreichend, eine Frau ins Bett zu bekommen – auch eine anständige – wenn ihr denn vorher schon extra nach Rom gefahren seid.

Ansonsten: Nachtbus ist scheiße; wie erwähnt ändern Frauen alle fünf Sekunden ihre Meinung. Nehmt ein Taxi, und macht es gleich auf dem Rücksitz.

Natürlich vorher den Fahrer fragen, ob das OK ist.

Wie du es nicht vermasselst, wenn ihr bei dir zu Hause seid
Das ist es also. Alle haben Bock auf Bumsen. Showtime. Anpfiff. Willkommen in Ficken, Einwohner: du und dieses Mädchen, mit dem du dich seit weniger als vier Stunden unterhältst.

Ich habe wirklich den Einduck, die Autorinnen versuchen, lustig zu sein. Ich habe zudem das Gefühl, die Autorinnen sind keine vier Stunden meiner Zeit – oder irgendwessen Zeit – wert. Bei 9,50 Mindestlohn sind das schon 38 Euro, das reicht für eine kurze Nummer.

Du bist kein Immobilienmakler. Sie will keinen Rundgang durch dein Haus. Geh ohne Umwege mit ihr in dein Zimmer.

Das sind dann wohl die negativen Konsequenzen dieses ganzen Rape-Culture-Bullhshits, den sie den Kindern jetzt schon im Kindergarten beibringen wollen. Wie erwähnt: Taxi, Rücksitz. Oder den Tipp oben mit dem 3-Uhr-aufstehen beherzigen, dann ist man nüchtern genug, selbst zu fahren.

Nachdem man “fertig” ist. Dann weiß die Schlampe auch nicht, wo Du wohnst. Ist sicher gesünder.


Mal ehrlich:

  • Welche zugedröhnte Schlampe hielt das für einen publikationswürdigen Artikel?
  • Wem hilft der was?
  • Ist “Schlampen ficken” heute eine komplexe, vor allem aber erstrebenswerte Disziplin geworden?

Nachtrag: Wenn Ihr genau wissen wollt, warum Schlampen kein Beziehungsmaterial sind, hat Elmar das hier sehr schön analysiert.

Poetry Slam

Was ich im vorangehenden Artikel nicht erwähnt hatte ist, dass Guiila Giuila die fette Frau bei Böhmermann “Poetry Slammerin” ist.

Habt ihr schon mal feministischen Poetry Slam gesehen? Nein? Ok – lasst das auch mal hübsch so; es gab einen guten Grund, dass Douglas Adams die vogonische Dichtkunst nur als drittschlechteste im Universum beschrieben hat. “Poetry” ohne jegliche Mühen bzgl. Inhalt, Sinn, Ordnung oder gar Reimen. Ich mag aber Prosa:

Der Hamster im Kopf, er rennt und rennt,
ankommen will er, an seinem Ziel,
und rennt und rennt, meilenweit,
doch alles wirkt umsonst.

Warum, warum, fragt sich die Frau,
so viele Schritte bin ich gegangen, so weit gerannt,
und doch wirkt es so, als tritt man nur auf der Stelle.
Ganz auf die Schnelle: Das muss Sexismus sein!

[Chor:]
Das reimte sich! Patriarch! Patriarch!

Und alle Männer, um sie herum,
gehen einen Schritt, nur einen,
und sind sofort am Ziel,
ihrem Ziel.
Doch der Hamster, er rennt und rennt,
meilenweit, doch alles wirkt umsonst.

Du drehst dich im Kreis, bleibst auf der Stelle,
mansplanint ein sexistischer Chauvinist,
als hätte der Hamster die Wahl.

Geh nach rechts, sagt der Chauvinist,
als wäre das so einfach,
es sei nur ein Schritt, es sei nicht weit.

Aber es ist nicht die richtige Richtung,
nicht die emanzipierte Richtung.
Rechts ist nicht progressiv, nicht voraus.
Voraus ist der richtige Weg, sagt der Hamster,
und rennt, und rennt, und rennt.

Und es ist zudem sexistisch, von Frauen räumliches Vorstellungsvermögen zu erwarten.


Ich möchte mich hierfür herzlich entschuldigen.

10 rape prevention tips guaranteed to work

English summary: Not raping women is a perfect strategy for stopping rape on women. The following German text is pure idiocy, but I have to work with what I get.

Anlässlich des Welttages für mehr Gewalt gegen Frauen war sich eine Elsa Koester nicht zu dumm, für das Schmierblatt “Neues Deutschland” einen Artikel zu schreiben, der nicht nur die bereits neulich dekonstruierten Lügen wiederholt, sondern auch eine offenbar etwas ältere, angeblich “witzige” Liste erwähnt, die eine zuverlässige Strategie zur Vermeidung von Vergewaltigungen darstellen soll.

Die Liste ist natürlich weit davon entfernt, der schlimmste Auswuchs des modernen Feminismus zu sein; es wird nicht zu Morden oder Kastrationen aufgerufen, aber natürlich leidet der Gehalt der Liste darunter. Die Liste findet sich zum Beispiel hier, unter dem Titel “10 rape prevention tips that are guaranteed to work”.

Diesen Artikel hat eine Wendy Gittleson geschrieben, nach ihrem Profilbild ein hellbrauner Köter. Ich kann allen nur ans Herz legen, die Google-Bildersuche nicht zu bemühen, der reudige Hund ist vergleichsweise niedlich.

Aber zunächst zu Elsa. Elsa schreibt:

Stelle dir vor, du wärst eine Frau. Die Wahrscheinlichkeit, dass du im Laufe deines Lebens körperliche Gewalt oder Vergewaltigung erleiden müsstest, läge bei rund 40 Prozent.

Elsas Hamster im Kopf war dann sehr fleißig und hat auch noch eine Statistik dazutun wollen, die diese Aussage nicht hergibt:

denn mal abgesehen von den offensichtlichen 33%, die nicht 40% sind, erleben laut dieser Grafik nur 11% von 33%, also 3,6% sexuelle Gewalt, und 31% von 33%, also 10,2%, werden in irgendeiner Form geschlagen. In der Summe sind das 13,8%, was man (ohne Hamster) auf vierzehn Prozent runden kann, aber halt nicht auf vierzig.

Aber Elsas Message ist sowieso, dass Frauen toll und vor allem unschuldige, arme Opfer sind, wie das auch die aktuelle Kampagne #Passauf illustriert: Frauen können niemals an irgendwas schuld sein, weil – ok, das erklärt die Kampagne nicht, aber ich nehme an, weil sie eine Vagina haben. Oder so. Mir fehlt da eine Vagina und der Hamster im Kopf, um das zu verstehen, aber Frauen und unsere Regierung finden das toll und vor allem unterstützenswert, wahrscheinlich mit meinem Geld.

Auf jeden Fall aber schließt Elsa ihren verlogenen Artikel mit der bereits erwähnten Liste, die endgültig mit Vergewaltigungen Schluss machen könnte, wenn sich nur alle daran halten würden – also, alle Männer, natürlich. Ich muss an dieser Stelle sagen, dass die Liste so blöde ist, dass ich was darüber schreiben wollte, aber leider so gehaltlos, dass das schwierig ist, von daher greife ich voraus, dass die 10-Punkte-Liste zur Vermeidung von Vergewaltigungen in Punkt 6, kondensiert, wörtlich “Never rape a woman” beinhaltet, was nun den rationalen Leser zu der Frage bewegen könnte, was die übrigen neun Punkte sollen. Aber hey, das ist hier ein von-Frauen-für-Frauen-Thema, also müssen wir das ignorieren und die Liste ganz durchgehen.

1. Don’t put drugs in women’s drinks.

Ich bin mir nicht sicher, ob das ein produktiver Tipp ist, um Vergewaltigungen zu verhindern. Es gibt sicher Drogen, die nicht allzu lang nachweisbar sind, und wenn die Frau nicht nein sagt – respektive nach neuer Gesetzeslage keinen erkennbaren Gegenwillen zeigt – ist es halt keine Vergewaltigung. Von meinem moralischen Standpunkt aus ist das natürlich fürchterlich, aber der interessiert ja niemanden, ich habe ja einen Penis. Rein faktisch wäre es also gut, Frauen zuzudrogen, da vor Gericht ja nur belastbare Beweise zählen und eine Vergewaltigung in dem Fall bestenfalls strittig wäre – warum nochmal schreiben Feministen sowas? Ah, weil sie Frauen hassen. Okay.

Abgesehen davon – wenn ich Frauen jetzt keine Drogen in ihren Drink kippe, um sie von irgendeinem prolligen Arsch wegzubekommen, und der sie dann vergewaltigt, ist ihr damit doch auch nicht geholfen, oder?

2. When you see a woman walking by herself, leave her alone.

Vor allem am Kölner Hauptbahnhof zu Sylvester. Es könnte ja sein, dass sie nur ein paar Meter weiter ein paar freundliche junge Männer kulturell bereichern wollen. Diese Regel ist vor allem für Polizisten sehr wichtig. Ich habe aber jetzt ernsthaft keine Ahnung, was das wem helfen sollte. Fairerweise sollte ich erwähnen, dass Wendy als Quelle für die Tipps das etablierte Presseportal “9gag” zitiert, was, wie Reuters und die Prawda, für gezielte Informationen bekannt ist.

3. If you pull over to help a woman whose car has broken down, remember not to rape her.

Ich sehe an dieser Stelle die gesellschaftliche Relevanz nicht. Ich meine, klar, vor 20 Jahren wäre man noch für die Damsel in Distress rechts rangefahren, die sich im Daisy-Duke-Outfit über ihre geöffnete Motorhaube beugt. Hätte dann sofort einen gerissenen Keilriemen diagnostiziert, die Dame gebeten, ihre Seidenstrümpfe auszuziehen, den Anblick genossen, den Ersatzkeilriemen aus dem Kofferraum geholt und ebendiesen ersetzt.

Aber heute ist das doch ziemlich obsolet, wenn man nicht gerade Fahrzeugtechniker ist und einen Laptop mit OBD-Adapter dabei hat, eine halbe Million verschiedener Chips, einen Lötkolben und einen Spannungswandler, was die Anzahl möglicher “Helfer” auf ziemlich genau Null reduziert. Irre ich mich da?

4. If you are in an elevator and a women gets in, don’t rape her.

Das muss ich mir merken. Klar, ich bin schon öfter mit Frauen Aufzug gefahren, auch mit sehr attraktiven Frauen, aber ich habe bislang nie daran gedacht, sie zu vergewaltigen. Ich hatte mir auch noch keine Gedanken darüber gemacht, wie das in der Zeit gehen soll. Ich meine, selbst in der Budapester Innenstadt brauchen die Aufzüge, die so alt sind wie meine Oma, keine zwei Minuten. Ich habe vielleicht einfach zu wenig Erfahrung mit Vergewaltigungen, um da mitreden zu können. Gott, diese Liste bringt einen echt zum Nachdenken.

5. When you encounter a woman who is asleep, the safest course of action is to not rape her.

Bislang habe ich unerwartet schlafende Frauen immer mit einer Decke bedeckt, aber die Idee, das mit meinem Penis zu tun, wirkt – naja, trotzdem sehr seltsam. Ich frage mich, wer die Zielgruppe dieses “Ratgebers” sein soll, und warum Feministen auf die Idee kommen, dass die lesen können. Außerdem ergibt sich das bereits vorab erwähnte, tautologische Muster, dass sich Vergewaltigungen vermeiden ließen, wenn niemand vergewaltigen würde, was halt – weil tautologisch – vollkommen nutzlos ist.

6. Never creep into a woman’s home through an unlocked door or window, or spring out at her from between parked cars, or rape her.

Da steht dann (nochmal) wörtlich, dass man Frauen nicht vergewaltigen soll, um Frauen nicht zu vergewaltigen. In die unverschlossene Wohnung einer Frau einzudringen oder zwischen Autos hervorzuspringen mag hingegen zwar vielleicht eine Einweisung in die geschlossene Psychiatrie rechtfertigen, ist aber keine Vergewaltigung.

7. Remember, people go to the laundry room to do their laundry. Do not attempt to molest someone who is alone in a laundry room.

Hier fehlt mir, wie schon beim Punkt mit den kaputten Autos, die gesellschaftliche Relevanz. Oben konnte ich das wenigstens noch ganz reaktionär-volkstümelnd nachvollziehen, aber was sollen Männer denn in einem Waschraum? Ah, Frauen belästigen. Okay, sollte ich vielleicht mal probieren. Mir ist aber nicht klar, wie das gegen Vergewaltigungen hilft, vielleicht mag sie das ja, also, moderne, metrosexuelle Schwuchteln, die Wäsche waschen und so.

8. Use the Buddy System! If it is inconvenient for you to stop yourself from raping women, ask a trusted friend to accompany you at all times.

Ich hatte ja noch nie das Bedürfnis, Frauen zu vergewaltigen, aber wenn mir einer meiner Freunde sowas eröffnen würde, dann – mei, hätte ich einen Freund weniger. Überhaupt ist es so, dass Vergewaltiger eher gesellschaftlich Ausgestoßene sind, weil niemand Vergewaltigungen toll findet, oder? Das ist kein sonderlich funktionaler Tipp, ich kann (oder will zumindest) mir nicht vorstellen, dass es Leute gibt, die sowas machen würden.

9. Carry a rape whistle. If you find that you are about to rape someone, blow the whistle until someone comes to stop you.

Ich habe langsam den Eindruck, dass diese Liste irgendwie durchaus sinnvolle Tipps zum Selbstschutz ins Gegenteil verkehren möchte, die Autoren aber den Intellekt einer Katzentoilette haben. Ich meine, was ist denn, wenn ich jetzt unbedingt eine Frau vergewaltigen möchte, meine Hände werden schweißnass, und die Pfeife fällt mir runter? Soll ich dann die dreckige Pfeife in den Mund nehmen und x-zig Krankheiten riskieren, oder vergewaltige ich doch lieber?

Ganz ehrlich, ich habe mir noch nie derart viele Gedanken über Vergewaltigungen gemacht. Aber es wundert mich zunehmend weniger, dass das kaum jemand macht. Scheint ja furchtbar komplex zu sein.

10. Dont forget: Honesty is the best policy. When asking a woman out on a date, don’t pretend that you are interested in her as a person; tell her straight up that you expect to be raping her later. If you don’t communicate your intentions, the woman may take it as a sign that you do not plan to rape her.

Den Punkt verstehe ich überhaupt nicht. Nehmen wir mal an, ich lerne eine Frau kennen und wäre ein asozialer Psychopath und begrüße sie mit “Hi Süße, Dich würde ich gerne vergewaltigen”. Und die offenbar noch asozialere Psychopathin geht dann auf ein Date mit mir, was sie mit “das fände ich total geil” ausdrückt. An der Stelle haben wir dann das Problem, dass die Frau gar nicht mehr vergewaltigt werden kann, weil – dazu müsste sie das ja nicht wollen, richtig? Dann könnte ich sie aber auch nicht mehr vergewaltigen, und damit wäre sie uninteressant. Das ist ein schwieriges Problem. Vielleicht ließe sich das spieltheoretisch lösen, aber eigentlich finde ich das alles zu doof.

Ich finde es vor allem deswegen zu doof, weil irgendwelche lobotomierten Feministinnen so einen Unsinn für “witzig” oder gar “hilfreich” halten, obwohl es vollkommen am Thema vorbeigeht.

Die Lösung ist doch ganz einfach – auch wenn da Männer leider nichts dazu beitragen können. Effektiv gäbe es keinerlei Vergewaltigungen mehr, wenn Frauen jedem noch so widerlichen Arschloch auf sein prolliges “Eh, Fotze, willse ficken, ey?” ein ehrliches, enthusiastisches “Ja” entgegenbringen würden. Aber auch nur irgendwelche noch so kleinen Erwartungshaltungen an Frauen zu stellen ist ja frauenfeindlich und so. Mei. Kann ich den Frauen auch nicht helfen, ist schließlich ihr Problem.

Aber nicht lustig.