Hallo Verfassungsschutz!

Am vergangenen Mittwoch hat das Ministerium für Wahrheit & Liebe des Inneren, für Bau und Heimat beschlossen, das der Verfassungsschutz jetzt auch Corona-Maßnahmen-Kritiker “beobachtet”.

Grund dafür sei die “Delegitimierung des Staates”.

Liebe hier jetzt also auch mitlesende Mitarbeiter des Verfassungsschutzes – ich freue mich ja über jeden neuen Leser: das schafft der Staat schon ganz toll von alleine, das mit dem “delegitimieren”. Ihr habt übrigens einen Eid auf die Verfassung geschworen, als ihr den Job bekamt. Lest die doch vielleicht mal.

Um einen “Querdenker” aus früheren Zeiten zu zitieren, der auch von staatlichen Institutionen “beobachtet” wurde: In Deutschland gilt derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als derjenige, der den Schmutz macht.

Ein Cocktail erklärt uns die Welt

Seid Ihr auch so unsicher, ob Ihr nun dem Drosten und Lesch oder lieber Baghdi & Wodarg glauben solltet, während alle vier teils absoluten Stuss reden, den ein Vierjähriger nicht glauben würde? Wenn Ihr richtig schlechte Laune bekommen wollt, lest mal das hier.

Nein? So schlimm muss es dann doch nicht sein? Na kommt, nehmen wir doch mal eine hübsche Jungfer vom Staatsfunk und lassen die uns das erklären.

Wir sind erst am Anfang einer langen Epidemie

Gott – ne; sind wir nicht. Wir sind am Anfang einer vielleicht nie endenden Pandemie, sagt zumindest die WHO. Freilich, das ist mehr wie “wir stehen vor einem Haufen richtig großer Scheiße” statt “wir stehen vor einem richtig großen Haufen Scheiße”, aber man will ja nix verharmlosen, oder? Das machen ja nur pöhse Rechte und Populisten.

Ich skippe mal das Gelaber – Das gibt’s auch noch in 20 Minuten Länge, aber 2 Minuten teils abtippen müssen ist schon unnötig. 

“ungeduldige Stimmen, die einen schnelleren Ausweg durch Herdenimmunität fordern”

Wer denn? Boris Johnson hat’s gelernt, die Schweden haben’s gelernt, und selbst unsere Kopf-in-den-Sand-steck – Regierung baut Deutschland zur demokratischen Volksrepublik um.

Liebe Kinder: Ich erkläre mal “Herdenimmunität”: Da endet dann eine Pandemie – gekennzeichnet von einer exponentiell ansteigenden Fallzahl – weil es nicht mehr genug Leute gibt, die das Virus noch nicht befallen hat.

Wenn es in einem Land 3 Menschen gibt, kann es da auch keine Pandemie geben, weil der erste zwar zwei anstecken kann – die dann aber halt nicht mehr; haben schon alle. Das geht bei 80 Millionen genauso – wenn’s alle 80 haben, spätestens, aber bei 40 Millionen Infizierten gibt’s halt nur noch 40 mehr, das muss zwangsläufig fallen, das ist kein exponentielles Wachstum mehr, dann isses auch keine Pandemie mehr. Per Definition.

“Auf Herdenimmunität setzen” ist also nicht nur der unausweichliche Ausgang von (a) wir tun gar nichts, sondern auch der von (b) was wir tun, hilft nix.

(a) führt zu einer Menge “unnötiger” Tote, da zu viele gleichzeitig Kranke & Grenzen des Gesundheitssystems, (b) ist der Versuch, das zu vermeiden.

Der Cocktail sagt, 50 Millionen infizierte Menschen “reichen” – das sei mal dahingestellt – da hört es aber nicht zwingend auf, dass reihenweise Leute sterben, möchte ich anmerken. Oma Erna auf dem Einsiedlerhof hat aber gute Chancen, sich nicht anzustecken, bevor sie an Altersschwäche stirbt.

Wenn dabei unser Gesundheitssystem nicht zusammenbrechen soll, geht das nur mir starken Einschränkungen über einen Zeitraum von etwa einem Jahr.

… und da platzt mir der Kragen.  Thunderfoot macht da schöne Erklärvideos, aber wenn du 50 Millionen Menschen in einem Jahr infizieren willst, sind das schon rein linear gerechnet 136.000 / Tag, die bleiben drei (2-4) Wochen krank – sind Welten mehr als zwei Millionen gleichzeitig Kranke – von denen aktuell 7% auf die Intensiv müssen. Wir haben keine 140.000 Intensivbetten. Vor allem keine freien. Und Viren verlaufen nicht linear – aktuell gehen uns die Betten wohl erst Ende Mai aus, aber dann geht (ginge) das große Sterben los [ – kann man rauszögern; kommt aber].

Durchseuchung dauert ohne Überlastung des Gesundheitssystems daher (linear) eher vier Jahre. Exponentiell wachsend, wie ein Virus, dauert bei einem Maximalgrenzwert  länger, das muss in einer hübsch geschwungenen Kurve peaken, und der Peak ist das, was überlastet. 

Das ist aber schwieriger zu rechnen. Der Cocktail kann aber gar nicht rechnen.

Undenkbar

Das ist hervorragend denkbar. Man kann sogar die Toten ausrechnen.

In all den hübschen Grafiken, die Euch gerade gezeigt werden, wird aber davon ausgegangen, dass bei einem Virus-Spread (Scheiß auf medizinische Fachbegriffe) von 1 alles toll wäre, und man die Maßnahmen, mit denen man den erreicht hat, einfach bleiben lassen könnte – weil Viren sich nämlich dann der Antifa oder dem Neonazi-Netz Südost anschließen und nur noch Saufen.

Doch könnte man nicht nur die Risikogruppen wegsperren?

Könnte man auch. Man könnte sie auch zum sozialverträglichen Ableben auffordern. Man könnte vieles.

…während die anderen “kontrolliert” Herdenimmunität aufbauen

Klingt wie eine tolle Idee. Lassen wir die Risikogruppen ohne Kontakt zu ihren jungen Pflegekräften doch einfach verrecken.

Blabla unsolidarisch,

Ey – das war DEIN Vorschlag.

Kontakt zu Infizierten, man kann Risikogruppen nicht zu 100% schützen. Eine Gesellschaft, die gerade dabei ist, sich beherzt duchzuinfizieren, wäre nur umso gefährlicher.

Der Cocktail ist ja bumsbar, aber reden kann man da nicht. “Umso” erfordert einen Komparativ. Ich bin recht sicher, dass es für die “Risikogruppen” weniger gefährlich ist, mit ggf. oder wahrscheinlich infizierten Pflegern in Kontakt zu kommen, als alleine zu verdursten. Oder wollen wir jetzt Semantik wie “Todesursache” betreiben?!

Wie schützt man Gesundheits-und Pflegepersonal?

Na, das Pflegepersonal ist ja nun arbeitslos. Das kann zuhause bleiben, wie ihre toten Patienten. Das Gesundheitspersonal… öhm… hat das Militär nicht so Gasmasken, die wir jedem 18jährigen Zwangsrekruten zugemutet haben? Können die Mädels im Krankenhaus sicher auch tragen, sind nur 3 Monate. Deutlich besser als der 1. Weltkrieg.  Oder wolltest Du gar keine Vorschläge hören?

Sollen die auch weggesperrt werden?

Wer will denn hier jemanden wegsperren – also, außer der Regierung?

unerwartet hohe Dunkelziffer… wer auf solchen unbestätigten Hoffnungen eine Exit-Strategie aufbaut, der verkennt…die Gefahr einer Pandemie…  bla…

Welche Gefahr einer Pandemie, die ~4% der Bevölkerung (in der ersten Welle) töten kann? 3,2 Millionen Tote in D in 2020, minus die gut 1,2 Millionen davon, die eh dieses Jahr gestorben wären, minus die 0,6 Millionen davon, die eh kommendes Jahr gestorben wären, minus die 250.000, die die Ärzte retten können, also – 1,15 Millionen Tote? Die?

Die weiteren 500.000, für deren Rente oder gar Pflege jetzt kein Geld mehr da ist, weil wir mal wupps die Arbeitslosigkeit verdoppelt haben? Oder die 20.000 Arbeitslosen, die sich umbringen werden?

…bis wir die Infektionszahlen soweit gesenkt haben, dass wir die Infektionsketten wieder nachvollziehen können… gerne auch via App.

Genau! Das wollte ich schon immer auf meinem Handy: Eine staatliche Tracking-App . Für den Rest meines Lebens.

Ey, ich weiß ja nicht, aus welcher asiatischen Diktatur deren Eltern entlaufen sind, aber das hier ist Deutschland. Wenn der philippinische Duterte sagt, “erschießen wir doch einfach Ausgangssperre-Verletzer”, sagt die Polizei da halt “NEIN!”. Bei uns sagen die “Jawoll, Herr Kaloi!”.

…dann können wir Maßnahmen so gezielt lockern, bis ein Impfstoff kommt.

Ja – das war nun der eigentliche Grund meines Posts. Wisst ihr, gegen wieviele Corona-Viren es Impfstoffe gibt? Keinen.

Ich gehe daher davon aus, dass wir die “Corona-Maßnahmen” etwa zeitgleich mit dem Solidaritätszuschlag zum Aufbau Ost und der Sektsteuer zur Finanzierung der kaiserlichen Kriegsmarine abschaffen werden.

Sammal.