Ein Cocktail erklärt uns die Welt

Seid Ihr auch so unsicher, ob Ihr nun dem Drosten und Lesch oder lieber Baghdi & Wodarg glauben solltet, während alle vier teils absoluten Stuss reden, den ein Vierjähriger nicht glauben würde? Wenn Ihr richtig schlechte Laune bekommen wollt, lest mal das hier.

Nein? So schlimm muss es dann doch nicht sein? Na kommt, nehmen wir doch mal eine hübsche Jungfer vom Staatsfunk und lassen die uns das erklären.

Wir sind erst am Anfang einer langen Epidemie

Gott – ne; sind wir nicht. Wir sind am Anfang einer vielleicht nie endenden Pandemie, sagt zumindest die WHO. Freilich, das ist mehr wie “wir stehen vor einem Haufen richtig großer Scheiße” statt “wir stehen vor einem richtig großen Haufen Scheiße”, aber man will ja nix verharmlosen, oder? Das machen ja nur pöhse Rechte und Populisten.

Ich skippe mal das Gelaber – Das gibt’s auch noch in 20 Minuten Länge, aber 2 Minuten teils abtippen müssen ist schon unnötig. 

“ungeduldige Stimmen, die einen schnelleren Ausweg durch Herdenimmunität fordern”

Wer denn? Boris Johnson hat’s gelernt, die Schweden haben’s gelernt, und selbst unsere Kopf-in-den-Sand-steck – Regierung baut Deutschland zur demokratischen Volksrepublik um.

Liebe Kinder: Ich erkläre mal “Herdenimmunität”: Da endet dann eine Pandemie – gekennzeichnet von einer exponentiell ansteigenden Fallzahl – weil es nicht mehr genug Leute gibt, die das Virus noch nicht befallen hat.

Wenn es in einem Land 3 Menschen gibt, kann es da auch keine Pandemie geben, weil der erste zwar zwei anstecken kann – die dann aber halt nicht mehr; haben schon alle. Das geht bei 80 Millionen genauso – wenn’s alle 80 haben, spätestens, aber bei 40 Millionen Infizierten gibt’s halt nur noch 40 mehr, das muss zwangsläufig fallen, das ist kein exponentielles Wachstum mehr, dann isses auch keine Pandemie mehr. Per Definition.

“Auf Herdenimmunität setzen” ist also nicht nur der unausweichliche Ausgang von (a) wir tun gar nichts, sondern auch der von (b) was wir tun, hilft nix.

(a) führt zu einer Menge “unnötiger” Tote, da zu viele gleichzeitig Kranke & Grenzen des Gesundheitssystems, (b) ist der Versuch, das zu vermeiden.

Der Cocktail sagt, 50 Millionen infizierte Menschen “reichen” – das sei mal dahingestellt – da hört es aber nicht zwingend auf, dass reihenweise Leute sterben, möchte ich anmerken. Oma Erna auf dem Einsiedlerhof hat aber gute Chancen, sich nicht anzustecken, bevor sie an Altersschwäche stirbt.

Wenn dabei unser Gesundheitssystem nicht zusammenbrechen soll, geht das nur mir starken Einschränkungen über einen Zeitraum von etwa einem Jahr.

… und da platzt mir der Kragen.  Thunderfoot macht da schöne Erklärvideos, aber wenn du 50 Millionen Menschen in einem Jahr infizieren willst, sind das schon rein linear gerechnet 136.000 / Tag, die bleiben drei (2-4) Wochen krank – sind Welten mehr als zwei Millionen gleichzeitig Kranke – von denen aktuell 7% auf die Intensiv müssen. Wir haben keine 140.000 Intensivbetten. Vor allem keine freien. Und Viren verlaufen nicht linear – aktuell gehen uns die Betten wohl erst Ende Mai aus, aber dann geht (ginge) das große Sterben los [ – kann man rauszögern; kommt aber].

Durchseuchung dauert ohne Überlastung des Gesundheitssystems daher (linear) eher vier Jahre. Exponentiell wachsend, wie ein Virus, dauert bei einem Maximalgrenzwert  länger, das muss in einer hübsch geschwungenen Kurve peaken, und der Peak ist das, was überlastet. 

Das ist aber schwieriger zu rechnen. Der Cocktail kann aber gar nicht rechnen.

Undenkbar

Das ist hervorragend denkbar. Man kann sogar die Toten ausrechnen.

In all den hübschen Grafiken, die Euch gerade gezeigt werden, wird aber davon ausgegangen, dass bei einem Virus-Spread (Scheiß auf medizinische Fachbegriffe) von 1 alles toll wäre, und man die Maßnahmen, mit denen man den erreicht hat, einfach bleiben lassen könnte – weil Viren sich nämlich dann der Antifa oder dem Neonazi-Netz Südost anschließen und nur noch Saufen.

Doch könnte man nicht nur die Risikogruppen wegsperren?

Könnte man auch. Man könnte sie auch zum sozialverträglichen Ableben auffordern. Man könnte vieles.

…während die anderen “kontrolliert” Herdenimmunität aufbauen

Klingt wie eine tolle Idee. Lassen wir die Risikogruppen ohne Kontakt zu ihren jungen Pflegekräften doch einfach verrecken.

Blabla unsolidarisch,

Ey – das war DEIN Vorschlag.

Kontakt zu Infizierten, man kann Risikogruppen nicht zu 100% schützen. Eine Gesellschaft, die gerade dabei ist, sich beherzt duchzuinfizieren, wäre nur umso gefährlicher.

Der Cocktail ist ja bumsbar, aber reden kann man da nicht. “Umso” erfordert einen Komparativ. Ich bin recht sicher, dass es für die “Risikogruppen” weniger gefährlich ist, mit ggf. oder wahrscheinlich infizierten Pflegern in Kontakt zu kommen, als alleine zu verdursten. Oder wollen wir jetzt Semantik wie “Todesursache” betreiben?!

Wie schützt man Gesundheits-und Pflegepersonal?

Na, das Pflegepersonal ist ja nun arbeitslos. Das kann zuhause bleiben, wie ihre toten Patienten. Das Gesundheitspersonal… öhm… hat das Militär nicht so Gasmasken, die wir jedem 18jährigen Zwangsrekruten zugemutet haben? Können die Mädels im Krankenhaus sicher auch tragen, sind nur 3 Monate. Deutlich besser als der 1. Weltkrieg.  Oder wolltest Du gar keine Vorschläge hören?

Sollen die auch weggesperrt werden?

Wer will denn hier jemanden wegsperren – also, außer der Regierung?

unerwartet hohe Dunkelziffer… wer auf solchen unbestätigten Hoffnungen eine Exit-Strategie aufbaut, der verkennt…die Gefahr einer Pandemie…  bla…

Welche Gefahr einer Pandemie, die ~4% der Bevölkerung (in der ersten Welle) töten kann? 3,2 Millionen Tote in D in 2020, minus die gut 1,2 Millionen davon, die eh dieses Jahr gestorben wären, minus die 0,6 Millionen davon, die eh kommendes Jahr gestorben wären, minus die 250.000, die die Ärzte retten können, also – 1,15 Millionen Tote? Die?

Die weiteren 500.000, für deren Rente oder gar Pflege jetzt kein Geld mehr da ist, weil wir mal wupps die Arbeitslosigkeit verdoppelt haben? Oder die 20.000 Arbeitslosen, die sich umbringen werden?

…bis wir die Infektionszahlen soweit gesenkt haben, dass wir die Infektionsketten wieder nachvollziehen können… gerne auch via App.

Genau! Das wollte ich schon immer auf meinem Handy: Eine staatliche Tracking-App . Für den Rest meines Lebens.

Ey, ich weiß ja nicht, aus welcher asiatischen Diktatur deren Eltern entlaufen sind, aber das hier ist Deutschland. Wenn der philippinische Duterte sagt, “erschießen wir doch einfach Ausgangssperre-Verletzer”, sagt die Polizei da halt “NEIN!”. Bei uns sagen die “Jawoll, Herr Kaloi!”.

…dann können wir Maßnahmen so gezielt lockern, bis ein Impfstoff kommt.

Ja – das war nun der eigentliche Grund meines Posts. Wisst ihr, gegen wieviele Corona-Viren es Impfstoffe gibt? Keinen.

Ich gehe daher davon aus, dass wir die “Corona-Maßnahmen” etwa zeitgleich mit dem Solidaritätszuschlag zum Aufbau Ost und der Sektsteuer zur Finanzierung der kaiserlichen Kriegsmarine abschaffen werden.

Sammal.

Zirkelwichsen bei Maischberger

Ich bin ja ein anständiger Deutscher und habe ARD auf Programmplatz 1, weil das halt schon immer so war. Und dann sieht man den Mist, für den man monatlich mehr als für Netflix und Amazon Prime zusammen abdrücken muss, halt auch mal.

Ich bin aber ebenso ein anständiger Deutscher und bin mir des Sinnes des Artikel 5 des (offenbar vollkommen wertlosen) Grundgesetzes bewusst, der ja nun besagt, dass jeder in Deutschland – nicht nur die Deutschen, jeder – frei sagen darf, was er will. De facto ist der Paragraph für’n Arsch – also, für Deutsche, wenn eine Institution, die mit Geld vollgeschissen wird wie eine japanische Bukkake-Künstlerin mit Sperma, das Recht hat, jeden kleinen Blogger wegen jedem Mist zu verklagen und dann auch noch mit einem großen Teil zu verlieren – solche “fuck you-money” Klagen, wie sie die zwangsgebührenerpressungsfinanzierten Medien gegenüber Einzelpersonen treiben sind offenbar nicht die Ausnahme, sondern bekommen langsam System.

Da muss man sich dann natürlich als anständiger deutscher Blogger, der im Gegensatz zu den durch Steuergelder finanzierten linken Terroristen (und ne, ich schreibe da nicht “mutmaßlich” da sind ne Menge Hartzer bei, und das sind Steuergelder) ein Impressum angibt, schon Gedanken machen, ob man was kritisches gegen die Staatsmachtpresse schreibt.

Nun leben wir ja lustigerweise in einem “Rechtsstaat”, in dem ich dieses Blog zwar nicht ohne ladungsfähige Adresse in Deutschland betreiben kann, aber sehr wohl Vierterwelts-Terroristen gleich Hartz4 für ein Dutzend imaginärer Leute kassieren können; und mal ganz ehrlich – obwohl ich gegen vollkommen lächerliche Paragrafen des deutschen wie türkischen StGB verstoße, und ich beide Länder nicht für derart unfähig halte, meinen VPN-Provider mit Sitz in Hong Kong und Hostern in Wasweißichwo bis zu meiner bar bezahlten Paydirekt-Karte beim Netto in einer Stadt, die ich selten besuche, zurückverfolgen zu können, ist mir ja nun nie was passiert. Wie – äh – den Antifanten, die halt so Autos anzünden und nicht so schlimme Verbrechen wie ich begehen, ihre Meinung zu äußern.

Was dann das Problem aufwirft, dass sich bei mir der Eindruck verfestigt, dass Deutschland in einen – naaaah, nicht so schlimm wie die Nazis, keine Sorge – schlimmeren Faschismus abschliddert, als sich das Leute wie ich, die mit Freunden aus fuck-zig Ländern, deren Eltern hierher vor genau solchen Regimes geflohen sind, vorstellen können, während irgendwelche Leute, die – hätte ich auch keinerlei Sexualmoral – meine Kinder sein könnten  “Refugees Welcome” brüllen, wegen der furchtbaren Nazis, die ich zeitlebens never, ever gesehen habe, und sich dann wundern, dass die Refugees sich auch sexuell willkommen fühlen wollen.

Ich bin groß geworden mit dem entsetzlichen Waldsterben, Club of Rome – Peak Oil und anderen Untergangsszenarien, was 20, 30 Jahre später irgendwo zwischen “dämliche Panikmache” und “totaler Unsinn” rangierte – auch wenn “Peak Oil” vielleicht schon Realität ist, was aber doch vielleicht dadurch relativiert wird, dass jedes noch so unzivilisierte Land (außer D, natürlich) mittlerweile Atomenergie zur Verfügung hat und wir im ach-so-umweltfreundlichen Deutschland nahezu die einzigen sind,  die hauptsächlich Dreck verbrennen (während wir den C02-neutralen Atomen ihre natürlichen, homoatomaren  Paarungsgewohnheiten verweigern) , weil das dümmliche Virtue Signalling durch Windrädchen und von 5-jährigen kongoleleischen Kindern abgebaute Rohmaterial für Solarpaneele zwar super-grün wirkt, aber unterm Strich nur eine ganz enorme Ressourcenverschwendung ist – wie der zweite Weltkrieg, zum Beispiel –  man weiß ja nun nicht, ob man das Zeug auch mal energetisch sinnvoll verwenden könnte, aber Hauptsache, “Wir” verwenden es, damit wir “Peak Tantal” jammern können.

Wir sind in Deutschland so ach-so-umweltfreundlich, dass sich der kWh-Preis in den letzten 10 Jahren verdoppelt hat, sodass ich für meinen Strom in Deutschland ernstlich mehr zahle als den totalen Abzockerpreis in meiner (durchaus luxuriösen) Marina in der Türkei – aber dennoch zahle ich da nicht auch noch eine Fantasie-“Grundgebühr” dafür, dass irgendwer (Hitler? Kaiser Wilhelm?) um 1830 mal eine Stromleitung verlegt hat. In der Marina war das Turhan, und Turhan ist stolz auf seine Stromleitungen. Turhan ist jünger als ich.

Aber selbst dieses tatsächliche Problem ist es der bestfinanzierten Medienorganisation der Welt nicht wert, darüber zu reden, denn wir haben ja wichtiger Probleme – wie zum Beipsiel Sawsan Chebli, deren einziger fucking Job es ist, zu irgendwelchen blöden Veranstaltungen zu gehen, und nichtmal das schafft sie pünktlich. Was aber haben wir davon in Deutschland? “Sexismusdebatten”

Wann gab es denn jemals eine echte Seximsusdebatte – also eine, wo jemand bei einer öffentlichen solchen einfach nur die recht offensichtliche Wahrheit ausgeprochen hat, dass nahezu ausnahmslos alle Frauen, die dieses Thema wie ein totes Pferd nekrophil bereiten, neben idiotischen Sexismusvorwürfen absolut überhaupt nichts vorzuweisen haben, was ihnen in der realen (i.e. ohne Zwang geldbringenden) Welt einen Verdienst oberhalb einer Fischköpfe-richtigrum-Dreherin am Fließband eingebracht hätte? Man nenne mir einfach nur eine. Und ne, “Nutte” zählt nicht. Das ist ein sexistischer, männerdiskriminierender Job. Eine. Ein fucking Lieschen Müller, was auch nur eine Cent weniger verdient als der Peter Meier im gleichen Job. Eines. Eine fucking einzige Person. Aber das habt ihr nicht, ihr fucking Lügner, gell?

Aber gut, damit können wir endlich – sorry für das lange Vorwort – zum Thema kommen:

Es lief diese Sendung, die war schon halb rum und “mein” Einstieg war genauso verlogen-theatralisch wie der Rest:

Maischberger: Das klingt wie eine versuchte Vergewaltigung

Joah… ich meine, wenn man eine Sendung unter dem Teasertext “Wie kann es in der Realität zu solchen Fehlurteilen kommen?” veranstaltet, hätte man da doch eine naheliegende Antwort – oder? Weil die Frau Maischberger ja nur die fucking Moderatorin ist, die ja nicht nur nach den horrenden Fantasiegehältern nutzloser ARDZDF-Angestellter bezahlt wird, sondern noch besser – als -ah, Richter. “Tjo, Frau Lohfick, sie sind also mit dem Hassan und dem anderen Prolo bumsen gegangen, war das vielleicht eine versuchte Vergewaltigung”?

Freilich ist es an den Gerichten (noch) nicht (ganz) so schlimm wie im TV, aber: wtf? Allein diese Frage? Immer schön, wenn man als Moderator Leuten, die nur dazu da sind, ein Problem zu haben – wie hier Marlene Lufen “Als 19jährige Studentin wurde sie selbst Opfer eines sexuellen Übergriffs. Im letzten Jahr drehte sie eine Reportage über vergewaltigte Frauen” – ihre angeblichen, fucking “Probleme” auch noch bequem in den Mund legt.

Tolle Talk-Runde, übrigens. Gäste: Maggie Lufen, die zwar (wenig verwunderlich) kein Problem damit hatte, dass sie plusminus vor der Wende niemand vergewaltigt hat, aber kaum macht man einen Film über arme Opfer wie die falschbeschuldigende Ex von Kachelmann oder das falschbeschuldigende Fräulein Lohfick, muss man ja bei den Opfern mitspielen (lest den verlinkten Link selber; und den Film verlinkt die 6.000.000.000€ besser als ich budgetierte ARD auch nicht. Hey- beschwert Euch bei denen.).

Ganz ehrlich, ich finde dieses Opfergetue von Leuten, die derart offensichtlich keine Opfer sind, widerwärtig, und – ich gehe von deren stunzblödem Gerede einfach davon aus, dass sie überhaupt kein Opfer sexueller Gewalt kennen, geschweige denn sind. Denn deren Punkt, dass es ja keine “typischen” Opfer sexueller Gewalt gäbe, halt ich für vollkommen verlogen und weltfremd – und nur, um den feministischen Lesern hier den Wind aus den Segeln zu nehmen liegt das nicht daran, dass ich reihenweise Frauen vergewaltigt habe, sondern eher daran, dass ich Leute eben nicht vorverurteile – die sind alle auf ihre ganz eigene, irgendwie individuelle Art kaputt. Nicht so kaputt wie Feministen, die sich in der Regel freiwillig die Seele haben rausvögeln lassen und ihren (verständlichen) Selbsthass auf die 40.0000 12 Männer projizieren, die es dafür braucht – aber, und ich rede da jetzt nur von echten Vergewaltigungsopfern, haben die fucking (verständliche) Angst vor blöden Männern. Aber diese echten Opfer finden Feministen halt sämtlich scheiße.

Diejenigen, die nicht den Hauch einer Ahnung davon haben, wie scheiße (wenige) Männer sein können, sondern lediglich von dem Gedanken daran, das auf sich (widerlich wie idiotisch) verallgemeinern zu können, zu profiteren gedenken, sammeln sich regelmäßig in den Medien, wie #Aufschrei Laura Himmelreich, der nur ein alter Sack das (vollkommen unangebrachte) Kompliment gemacht hat, dass ihre nichtexistenten Titten ein Dirndl hübsch ausfüllen würden, was mich mehr zu der Vermutung führt, dass Herr Brüderle schwul oder blind ist – oder noch nie eine Frau in einem Dirndl gesehen hat.

Paradebeispiel, aktuell: Frau Chebli, eine reine Quotenfrau, die es (offensichtlich) nichtmal schafft, auch nur pünktlich irgendwo zu sein, was ihr (offenbar) einziger fucking Job ist, der aber gleichzeitig derart unwichtig ist, dass der sie ankündigende Sprecher sie nichtmal kennt.

Und dann – ganz aktuell – Hollywood-Nutten, die sich beschweren, dass sie es ohne Harveys Besetzungscouch nicht geschafft hätten – wohlgemerkt (recht  offensichtlichweil sie es durch Harveys Besetzungscouch geschafft haben. Ich habe nicht den Hauch einer Ahnung, wieso ich auch nur ein (hebräisches) Iota an Verständnis, Empathie oder gar Mitleid für die Nutten aufbringen sollte.

Aber sorry, ich schweife nur ab, weil ich ja nicht einfach den Artikel zitieren kann, ohne das Risiko einzugehen, dass das ARDZDFGEZ-Konglomerat mehrere 10.000€ Eurer Zwangsgebühren dafür ausgibt, um über mein thailändisches Impressum und meinen Random-VPN-Anbieter meinen CashCard-Kauf in irgendeinem Supermarkt nachzuvollziehen.

Daher fasse ich das mal zusammen:

Wir fangen damit an – siehe oben, dass (Moderatorin!) Maischberger Frau Lufen suggeriert, dass sie ja fast vergewaltigt worden wäre sein könnte.

Frau Lufen sagt dann, dass sie das damals nicht so sah, womit das ja nun eigentlich und endgültig kein Thema wäre – wäre da nicht die politisch korrekte Indoktrination, die Frauen außerhalb der Rolle “armes Opfer” nicht toleriert. Das erzwingen übrigens die gleichen Leute, die sich wundern, warum es seit über 100 Jahren keine Marie Curie mehr gibt, die wenigstens die Forschungsergebnisse ihres Mannes aufschreiben konnte/wollte. Das wäre ja heute unfeministisch, ne?

Nun, Fräulein Lufen findet sich dann selber blöd, dass sie sich vor 30 Jahren nicht lautstark beschwert hat, weil: immer noch absolut überhaupt nichts passiert ist – naja. weil: ich denke mal, vor dem Hintergrund, dass heute jede unterdurchschnittlich attraktive Dummtrulla ihre fünf Minuten Ruhm bekommt, während ich die Dame nicht kenne. Ich schlafe aber beim SAT1-Frühstücksfernsehen normalerweise noch.

Frau Friedrichsen, die dann (ich möchte hier anmerken, dass Frau Friedrichsen als eine der wenigen in der Runde nicht gänzlich zum Kotzen war) was sagen will, wird aber dann recht sofort unterbrochen…

… von fucking Teresa Bücker, Chefredakteurin von Edition F, die ihr ins Wort fällt. Wer Edition F nicht kennt: Das sind die, die alle alten, weißen Männer ausrotten wollen – und das auch noch lustig finden.

Ich muss jetzt nicht sagen, dass sich die “Moderatorin” nicht darum bemüht, das zu unterbinden oder Teresa Dummbrots idiotischen, radikalfeministischen “Rape Culture” -Vortrag  – auch wenn ich ihr zugute halten muss, dass sie das ähnlich nett verpackt hat wie die Nazis die “Endlösung der Judenfrage”?!

Nächste Szene, Theresa Bückstück durfte ja ihren 5-Minute-Hate widerwärtigen Männerhass im total demokratisch wichtigen Fernsehen loswerden:  Es kommt ein Einspieler aus einem Film mit Jaenicke. Super – kann man gleich zwei Sendungen von zwei Anwesenden promoten. Jaenickes Charakter macht eine nicht wirklich sexuelle, nicht wirklich lustige Anspielung, und irgendeine Trulla beschwert sich gleich, als wäre die Welt untergegangen. Er macht darauf eine noch flachere, aber lustigere und wenigstens in – wie er klarstellt “ihrer schmutzigen Fantasie” anzügliche Bemerkung. Und wie findet Herr Jaenicke jetzt blöde Witze unter Kollegen?

Jaenicke [so etwa]: Absoluter Übergriff. … Das ist übergriffig, das ist sexuelle Belästigung, es ist Zotigkeit der schlimmsten Sorte, Anspielungen unter der Gürtellinie, das ist ein Arschloch.

Na, schön, dass wir so eine diverse Talkrunde gefunden haben, wo nicht nur Frauen mit der elementar gleichen Meinung sitzen, oder? Da können wir doch noch einen drauflegen, oder?

Jeaenicke [so etwa]: Schon ein zu langer Blick kann ja übergriffig sein. Wir reden ja hier nur über die Härtefälle, wo es wirklich um Gewalt geht

Neben der Frage, ob der Jaenicke tatsächlich ein vollkommen rückgratloses Weichei ist, oder er da für das sicher viele Geld, was man als “Gast” im Staatsfernsehen bekommt, einfach nur begnadet schauspielert, weiß ich nicht. Wichtiger ist aber, dass es für Herrn Jaenicke tatsächlich irgendwie schlecht zu sein scheint, in einer Sendung zum fucking Thema “Sexuelle Gewalt dann auch über Gewalt zu reden, und das nicht nur als Aufhänger in den Teaser zu schreiben, um so zu tun, als gäbe es ein tatsächliches Problem, wie das, was Fräulein Lufen mit 19 noch nicht hatte, aber 30 Jahre später schon. Aber wir können so tun, als hätten wir keine Agenda, sondern eine Diskussionsrunde – Frau Keinath hat ja noch nichts gesagt, soweit.

Die AgitatoModeratorin bringt das Thema dann wieder auf den richtigen, wichtigen Punkt: Man sollte doch endlich mal die furchtbaren sexistischen Männer, die Frauen anschauen, auch einsperren.

Und wer sagt was dazu? Theresa “Rape Culture” Bückstück. Das ist – wie erwähnt, keine Entschuldigung, derart scheiße zu sein.

Aber hey, hier kommt der ach-so-Qualitätmedium-Meinungspluralitäts-Punkt – denn Anja Keinath, die als Frauenbeauftragte 2002 dabei mitgeholfen hat, einen unschuldigen Mann wegen einer erfundenen Vergewaltigung für fünf Jahre hinter Gitter zu bringen ist in der Runde die Person, die hier als Anwältin dümmlich falsch Beschuldigter präsentiert wird – weil sie irgendwann wohl eingesehen hat, dass das nicht so prall war und daher auch mitgeholfen hat, die Falschbeschuldigerin für fünf Jahre hinter Gitter zu bringen. Und was sagt die also?

Keinath: Ich widerspreche ihnen da jetzt nicht

Juuuuu! Fairerweise: Frau Keinath macht den Eindruck, als fühle sie sich echt scheiße, dass sie einen vollkommen unschuldigen Mann hinter Gitter gebracht hat und sieht in Falschbeschuldigerinnen auch ein echtes Problem, sieht aber halt irgendwie nicht ein, dass mit den übrigen Deppen der Runde kein Dialog möglich oder gar von der ARD gewünscht ist. War’s dann auch mit ihre Aussagen.

Denn – bevor sie fertig mit dem erklärenden nächsten Satz ist, wird sie natürlich unterbrochen – von Bücker, die ihren feministischen Rape-Culture – “Machtverhältnisse” Unsinn natürlich mit ausgedacht wirkenden Beispielen ewig erklären kann.

Frau Keinath darf darauf netterweise sogar reagieren; eigentlich wollte Maischberger lieber selbst reden. Und zwar darüber, dass es – wie man es nicht besser hätte fucking Skripten können – es ja nicht so, dass es als als sexuelle Belästigung zählt, Leute anzuschauen. Fucking anzuschauen. Oder – ganz schlimm – mit ihnen zu reden. Friedrichsen, die vorher noch vernünfig wirkte, findet dann, für blöde Sprüche sollte man “mindestens mal eine Abmahnung” bekommen, und Jaenicke macht pudeliges virtue signalling und erklärt alle Männer, die sich nicht wie humor- wie rückgratlose Feministinnen benehmen, für – hmmm. Arschlöcher, nehme ich an – und das war dann so der Punkt, wo ich die Sendung nicht mehr ausgehalten habe.

Das, meine Damen und Herren, sind unsere selbsternannten und zwangsbezahlten “Qualitätsmedien”, die für den Erhalt unserer ach-so-tollen “Demokratie” so wichtig sind wie die Propagandaabteilung Kim Jong Uns für die nordkoreanische Volksgemeinschaft – konstitutiv, quasi. Weil wir öffentlich-rechtliches Fernsehen brauchen, damit Teresa Bücker ihren radikalfeministischen, männerhassenden Unsinn in alle deutschen Haushalte verbreiten kann – mit gefühlt der Hälfte der Sendezeit, übrigens; man Marlenes Sat1-Frühstücksfernsehen-Niveau auch mal abends erleben kann, und Hannes Jaenicke sein politisch korrektes Gutmenschentum raushängen lassen kann – ich warte auf die Vergewaltigungsvorwürfe gegen ihn; solchen Leuten traue ich nicht – und das, während man der fucking anwesenden Gerichtsreporterin in Bezug auf den Ablauf von Prozessen widerspricht, bei denen sie dabei war – und die Frau, die den Fehler gemacht hat, feministisches “listen and believe” zu glauben, darf vielleicht drei Sätze sagen, bei denen sie aber natürlich unterbrochen wird.

So stellt sich die ARD vor, ihren – schreiben sie selbst – Auftrag einer “umfassenden Berichterstattung” zu erfüllen, der nicht nur darin besteht, die mitunter kontroverse gesellschaftliche Debatte abzubilden; sondern auch noch, nein, “Meinungspluralität zu schaffen”.

Wo war denn da ein falsch Beschuldigter? Gibt’s da gerade nicht genug, Kachelmann zum Beispiel? Oder mirwegen die beiden Lohficker, die sich in einer Runde mit lauter Medienprofis doch eher noch blamieren würden – ist das ernsthaft schon zu viel “Meinungspluralität” für die ARD? Was ist denn mit Leuten, die Bücher geschrieben haben mit dem Titel “Dann mach halt die Bluse zu”? Was ist mit Leuten, die kein Buch mit dem Titel “Bang Germany” geschrieben haben, weil da mitdon’tein Wort reicht? Was ist mit wenigstens einem der vielen Tausend islamischen Gefährdern, die sich ja nun offensichtlich nicht zu blöd sind, öffentlich zu erklären, Frauen in kurzen Röcken zu vergewaltigen sei eine sittliche Pflicht? Oder wenigstens einen konservativen Moslem, der findet, Frauen sollten nicht alleine in die Öffentlichkeit, und schon gar nicht in die Arbeit? Waren wir nicht gerade noch ein weltoffenes, buntes, multikulturelles Land, zu dem der Islam gehört? Oder wenigstens einem Shitlord, der sämtlichen anwesenden Damen wenigstens beruhigend zuspricht, dass sie sich ja nun wenigstens mittlerweile keine Gedanken mehr über sexuelle Belästigung machen müssen?

Aber das ist nicht Deutschland. Deutschland ist rot-grüner Einheitsbrei. Als hätten wir damit nicht genug negative Erfahrungen.

Was nettes zum Schluss?

Let me just say this. People here love to complain about US girls. How fat and entitled they are. How they dress like shit. How they are ruined by feminism.

Well German chicks are all of that too, but at least US chicks are huge whores and love to fuck around.
German girls are uptight and always paranoid about being judged by their friends. So its pretty much the worst of both worlds.

Männer reagieren auf Sexismus bei @auf_klo

…also, das behauptet zumindest die zwangsgebührenfinanzierte “Sendung” “Auf Klo” in diesem von Christian gefundenen Video.

Tenor: irgendwelche Hirn- und Genitalkastraten (danke, Luisman, der war zu gut, um ihn nicht zu übernehmen) lesen furchtbar(!) sexistische(!!) Kommentare(!!!) unter Youtube – Videos vor und sagen dann, dass das gar nicht ginge, weil dumme, raffgiere und vom produktiven Teil der Gesellschaft schmarotzende Menschen Frauen ja auch Menschen sind.

Mir erschließt sich neben der als selbstverständlich angesehenen Implikation eines moralischen Imperativs da zwar keine Begründung oder gar ein Zusammenhang, aber ich kann das Format von Funk im Allgemeinen ja nun leider recht wenig kritisieren, da die so behindertophob sind, dass sie für ihre tauben Zuschauer keine Transkripte veröffentlichen, und ich tippe den Rotz sicher nicht ab; vor allem, weil deren Vorträge weniger aus Inhalt, als vielmehr aus Live-Emojis bestehen, wie [Smugface] oder so.

Sexistische Kommentare aber kann ich lesen und auch schriftlich verarbeiten, von daher nehme ich das “Männer antworten” mal ernst und tue das – also schauen wir mal; sie haben ja fast fünf (Hasskommentare; Männer sind da keine) für ihr Video gefunden, so schwer kann das ja nicht sein:

(Video 1, irgendein Kastrat erklärt, warum Kastration Feminismus toll ist [oder so]):

“Mr. B ” schreibt: Aber in diesem Video klingt es anfangs so, als sei Feminismus eine Krankheit.

“Auf Klo” antwortet: Klar, du hast total Recht ❤️

Die Klofrauen wirken sympathischer, wenn man sinnentstellend zitiert, gell? Aber okay… das war jetzt kein Sexismus, aber ich bin locker 200 Kommentare durch, und da war außer Kritik, nicht ernst gemeintem Lob und ein paar (zumindest intellektuell) 12-jährigen, die den Mist tatsächlich glauben, nichts. Suchen wir weiter…

Ah, endlich:

Matthieu Wieczorek schreibt: Diskutiert doch das Thema Feminazismus doch mal mit einem richtigen Mann, der nebenbei vllt noch Psychologe ist und vllt schon ein paar Jahre auf dem Buckel(Erfahrung) hat und nicht mit einem femininisierten Hipsterlappen. Ich könnt eure Ideologischen Weltbilder auch nur verbreiten, wenn ihr unter eures gleichen diskutiert oder?

Okay, das war super-sexistisch und hat den armen Kastraten total runtergesetzt, aber Sexismus gegen (sozial als) Männer (gelesene Personen) gibt es ja nicht.

Puh… das wird doch schwieriger, da sexistische Kommentare zu finden und zu kommentieren…

Nächstes Video. Das Thema ist “Was tun, wenn sich die Freundin ritzt” – obwohl das alle aus Secretary wissen: die brauchen nur ordentlich den Hintern versohlt. Glücklicherweise muss ich das Video nicht schauen… da wird doch nun wohl irgendwer was unpassendes sagen?

honeymoon bæ schreibt: Sie ist mega hübsch und sympathisch 💗

Das ist jetzt natürlich nicht in Ordnung, die Frau mit den halb-blauen Haaren nur auf ihr Äußeres und ihre lockere Art zu reduzieren; man muss auch bedenken, was sie sagt. Aber gut, für sowas gibt es Knebel… fuck, ich dachte wirklich, das wird einfacher, da was sexistisches zu finden, und ich sitze hier schon 20 Minuten. Zensieren die wie Scheiße, oder ist die Welt derart voller Weicheier? Fucknächstes Video. Thema ist “Frauentag”:

Ne, absolut gar nix. Nehmen wir als nächstes Suzie Grime, das wandelnde Argument dafür, warum man Abtreibungen befürworten sollte – auch wenn die Embryonen schon fast 30 sind.

Nicolas Peter schreibt: Typisch dass hier wieder nur heterosexuelle weiße Cis-Boys ihre Misogynie ausleben. Topkek.

Ach, fuck, ich habe schon wieder vergessen, dass es keinen Sexismus gegen Männer gibt…

Leo schreibt: so eine ekelhafte Person.

Das ist jetzt zwar nicht nett, aber korrekt und nicht sexistisch; er hat ja nichtmal “Frau” geschrieben, sondern ist brav genderneutral.

Auf Klo schreibt: Aufgrund des Videos von KuchenTV ist unsere Kommentarspalte voll mit Meinungen, Fragen, Beschimpfungen, Hass, und vielen weiteren Gefühlen.

Jaja, schön, das behauptet ihr offensichtlich ununterbrochen. Ich suche jetzt fast 40 Minuten.

PerverserYoda schreibt: Sperrmüllf….

Ja, da mag man jetzt “otze” reinlesen. Ist das sexistisch? Also, ist das gruppenbezogener Menschenhass mit Gruppe = Frauen? Nein, ist es nicht – es bezieht sich nur auf eine einzige Frau, keine Gruppe, und das auch nur aufgrund ihrer Zugehörigkeit zur Kategorie “Abfall” innerhalb der Kategorie “Fotzen”. Das bedeutet also nichtmal, dass PerverserYoda was gegen Fotzen im Allgemeinen hat, wenn er das so betont. Ich werde mir das Wort aber merken, wenn mich mal jemand fragt, der Suzie nicht kennt.

Auf Klo schreibt: Aber ja, manchmal ist es schwer zu unterscheiden, was Hate und was noch Kritik ist. Letzterem stellen wir uns gerne. Sollten wir das mal verpassen, erinnere uns gerne daran.

Ja sammal, ich habe noch keinen einzigen fucking Hasskommentar gefunden, außer (großzügigst) dem, der eine durchaus passende Beschreibung für Suzies Aussehen (und Charakter) (und Intellekt) abgegeben hat. Ihr scheint irgendwie echt Probleme zu haben, Hass und Kritik zu unterscheiden, gell?

Aber puh, es kommt endlich ein Beispiel für den entsetzlichen Sexismus:

Auf Klo schreibt: Du meinst also, dass die Person, die unter dieses Video ‘Wer hat euch aus der Küche gelassen?’ geschrieben hat ohne Feminismus nicht so denken würde?

Ja dafuq – eure Sendung heißt “auf Klo”. Ist es das, wofür Feminismus stehen soll? Dass Frauen nicht mehr in der Küche stehen müssen, sondern lieber auf dem fucking Klo ihre Zeit verbringen sollen? Ihr könntet Kommentare wie “Sperrmüllfotze” vermeiden, wenn ihr nicht genau solche da hinstellen würdet, sondern echte (Selbst-) Ironie beweisen könntet, indem ihr da anständige Frauen in einer fucking Küche den Stuss von sich geben ließet. In fucking 50er-Jahre-Polka-Dot-Kleidchen mit fucking Petticoats. Das wäre wenigstens lustig.

Aber das könnt ihr nicht, weil ihr da – neben bezahlten Schauspielerinnen, die sich für sowas genauso wenig zu schade sind wie für Weinsteins Besetzungscouch – niemanden finden werdet; ihr habt nur Sperrmüllfotzen. Und die kann man gar nicht in eine Küche tun; es gibt ja so Hygienestandards und so; die müsste man danach ja kontaminieren wie ein Meth-Labor, was auch so ziemlich das einzige ist, was ich Suzie zu kochen zutraue (den Versuch; nicht die Durchführung, das ist schwieriger als Spaghetti).

Und nein, ich weiß nicht, ob der Kommentator, von dem “Auf Klo” behauptet, dass es ihn gäbe und der das geschrieben hätte, auch so denken würde, wenn es keinen Feminismus gäbe. Ich weiß auch nicht, was er denkt, und das unterscheidet mich z.B. von euch Zwangsgebührenschmarotzern : Ihr wisst das auch nicht, tut aber so. Ich kann es mir aber vorstellen, wie die Aussage ohne Feminismus ausgesehen hätte: Sei still, Weib, es geziemt sich nicht, gegenüber Menschen mit Gehirn Männern einen derartigen Unsinn zu reden.

Wäre euch das lieber? Das ist nämlich nicht sexistisch, ich sage das auch nicht nur Sperrmüllfotzen, sondern auch Vertretern des toxic male wasteism wie Bob Connell. Und nein, nicht, weil er behauptet, er wäre eine Frau, sondern weil er Scheiße labert. Nahezu ausschließlich. Wie ihr.

Ne, ich hab auf den verlogenen Mist keinen Bock mehr. Das ist eine Aufgabe für den ARD-Faktencheck: “Auf Klo ist sexistischem Hate ausgesetzt”. Urteil: Pants on fire.

Die eingeschränkt demokratische Grundordnung

Nachdem mein schöner, bedachter Beitrag zu Strohmännern, die einem liberalen, marktwirtschaftlichen Kapitalismus entgegengesetzt werden, wohl recht unbeliebt war, statt einer Fortsetzung heute ein kleiner Rant.

Da sind nämlich ein paar Sachen zusammengekommen, die sehr schön den Zustand der “demokratischen Grundordnung” in Deutschland beschreiben. Angefangen hat das mit Fefe, der diesen Hirnfurz einer Britt-Marie Lakämper veröffentlicht hat. Highlight:

Satire ist die Droge der Kleinintellektuellen.

Wohingegen echte Intellektuelle wie Britt-Marie natürlich mit Witzen amüsieren, die nur versteht, wer “Game of Thrones” schaut (ja, klickt ruhig, das kann man sich nicht ausdenken, dass sich so jemand sowas zu schreiben traut).

Mariechens eigentlicher Punkt ist aber, dass Die Partei – ihr wisst schon, Sonneborn und Konsorten – keine Wahlalternative sein sollten, weil Realpolitik blablablubbs.

Freilich aber kann man die Partei aber durchaus auch deswegen wählen, weil die Tatsache, auch nur einen Clown ins Europaparlament zu bringen eigentlich die ganze Veranstaltung als die lächerliche Farce entlarvt, die sie ist – und Herr Sonneborn hat, muss ich sagen, diese Meinung auch in ebendiesem Parlament kundgetan. Ich bin mir nun recht sicher, damit nicht Maries politische Meinung zu treffen (die CDU-Mitglied ist), aber ich fand meine Wählerstimme bei Herrn Sonneborn wirklich gut aufgehoben. Übrigens im Gegensatz zu allen anderen Parteien.

Nun hat den idiotischen Post aber auch Herr Nebgen aufgegriffen, seines Zeichens Strafverteidiger. Herr Nebgen verteidigt – als korrekter Jurist einerseits und als tatsächlicher Demokrat andererseits selbstverständlich die Zulässigkeit einer reinen Satire-Partei. Herr Nebgen mag aber zugleich die AfD nicht, findet aber, dass man ihr demokratisch entgegentreten sollte (im Gegensatz zu übrigens den meisten Politikern, aber egal) – er schreibt:

Satire ist vor allem dort wichtig, wo ein sachlicher Diskurs – aus welchen Gründen auch immer – nicht mehr möglich ist.

Da unterstütze ich Herrn Nebgen vollends. Ich teile nur nicht seine (kommt noch) Annahme, dass das in Parlamenten der Fall wäre. Eine parlamentarische “Debatte” sieht in der Regel so aus, dass jeder eine vorbereitete Rede hält, woraufhin dann alle so abstimmen, wie sie das ebenso bereits vorher (in kleinen Gremien; diese greife ich hier explizit nicht [aus diesem Grund] an) beschlossen haben. Ganz toll, sehr wichtige Veranstaltung, so ein Bundestags-Plenum.

Wenn man nun aber – wie Herr Nebgen – davon ausgeht, dass im Bundestag tatsächlich Debatten stattfinden, bei denen – außer “pöbelnden” und “unzulässigen” Zwischenrufen niemals zwei Parteien miteinander reden, dann, so Herr Nebgen, sei es ein Problem,

wenn eine Partei dort einziehen sollte, deren Mitglieder nicht nur Meinungen haben, sondern diese gerne mit falschen Tatsachenbehauptungen unterfüttern.

Er meint damit gezielt Alice Weidel von der AfD, mit Verweis auf zwei andere Artikel, von sich selbst und von den über jeden Zweifel erhabenen Staatsmedien der ARD.

Herr Nebgen schreibt dann weiter, dass man Satire bräuchte, weil:

Man behauptet irgendetwas möglichst Konkretes, dessen Wahrheitsgehalt auf die Schnelle niemand überprüfen kann und drischt damit auf die anderen ein. […] Ich habe Zweifel, ob die – im großen und ganzen immer noch seriösen – Altparteien mit diesem Stil klar kommen werden. Viele werden sich noch gar nicht vorstellen können, auf welches Niveau die Debatte herunter gezogen werden wird, wenn es erst einmal soweit ist. Und dann braucht es auch im Bundestag jemanden, der sich auf diesem Niveau auskennt.

Das “Niveau” des Gender Pay Gaps? Aber egal, ich habe mit dieser Interpretation Nebgens zwei andere Probleme: Erstens wäre jedwede Form des verbalen (!) “Aufeinandereindreschens” ein wahnsinniger Gewinn in der aktuellen politischen Diskussionskultur, die diesen Namen nicht mehr verdient hat, da es keine Diskussion ist, wenn die andere Seite schlicht ignoriert, was die eine sagt. Und zweitens tut Herr Nebgen der AfD Unrecht, aber lassen wir ihn das selbst illustrieren:

In dem Film “Jäger des verlorenen Schatzes” (Raiders of the lost arc) gibt es eine Szene, in der der Protagonist (Harrison Ford) von einem gefährlich anmutenden Kämpfer bedroht wird, der mehrere Säbel schwingt, dabei Furcht einflößende Laute von sich gibt, und so einen kurzen Moment den Eindruck vollständiger Überlegenheit vermittelt. Der Protagonist zieht seinen Revolver und erschießt diesen Gegner auf vergleichsweise unspektakuläre Weise.

Wenn die Altparteien nicht aufpassen, wird es ihnen ergehen wie diesem ehrlichen, naiven Kämpfer: Sie werden regelwidrig aber effektiv einfach über den Haufen geschossen werden.

Was Nebgen hier macht, nennt Schopenhauer ein simuliertes Argument. Wenn der Leser nämlich auch nur eine Sekunde nachdenkt, wird er feststellen, dass (a) Indiana Jones der Gute ist und (b) es gegenüber einem willkürlichen Aggressor, der nach eines Lebens trachtet, in keiner Gesellschaft ever “regelwidrig” ist, ihn einfach zu erschießen.

Aber gut, es geht heutzutage offensichtlich nichts über billiges AfD-Bashing, und so komme ich in die blöde Situation, was positives über die AfD-Quotenlesbe schreiben zu müssen. Ganz fein. Nebgen formuliert das so schön:

dass die dort von Dr. Alice Weidel aufgestellten Behauptungen auch inhaltlich schlicht falsch sind; man schaue mal hier

Hier, übrigens. Bei der ARD, der vom Staat unabhängigsten Medieninstutution der Welt, noch vor CCTV, Russia Today, Al Jazeera und der Pyongyang Times. Es geht hierum:

Mehrmals hat die AfD bereits behauptet, in Büros gelten viel höhere Grenzwerte für Stickstoffdioxid als auf der Straße. […] Richtiger wird sie dadurch aber nicht.

Kristin Becker vom SWR erklärt uns das dann ausführlich, wieso diese falschen Tatsachenbehauptungen einfach nur sachlich falsch seien:

Der Grenzwert für Stickstoffdioxid liegt im Außenbereich bei 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Viel höher – bei 950 Mikrogramm pro Kubikmeter – hingegen ist der Wert für bestimmte Arbeitsplätze.

Oh. Wir müssen den Artikel also nicht weiter lesen. Frau Weidel und jeder andere von der AfD, der gesagt hat, dass am Arbeitsplatz höhere Grenzen gelten als auf der Straße, hat Recht. Punkt, Ende. Aber Kristin vom SWR hat auch den Schopenhauer gelesen, wie alle Linken, aber offenbar – wie die meisten Linken – schon bei Strategem #1 aufgehört, denn es erfolgt schlicht eine Erweiterung – weil man schon “Arbeitsplätze” schreiben musste, für Büros gelten (lest den ARD-Artikel plus deren Quelle) überhaupt keine Grenzwerte, es gibt da nur ein rechtlich schwaches “sollte wie draußen sein”. Gut auch, dass sich die Faktenfinder gleich mal auf Stickoxide beschränken – Schopenhauer empfiehlt bei einer Erweiterung auch zeitgleich, den Gegner möglichst stark einzuschränken – da muss man dann nämlich nicht über unangenehme Feinstaub-oder Ozonwerte in jedwedem Büro mit einem Laserdrucker reden. Von Kopierern fangen wir gar nicht erst an.

Kristin scheint sich aber der Schwäche ihrer Argumentation zumindest unterschwellig bewusst zu sein, denn es endet mit einem “denk doch mal einer an die Kinder”:

Während also die Luft draußen und in den meisten Innenräumen “gesundheitlich zuträglich” sein soll, geht es [anderswo] darum, dass die Luftbelastung einem gesunden, erwachsenen Menschen im Allgemeinen nicht schaden darf.

Was bei dieser Diskussion völlig unter den Tisch fällt, ist Alice Weidels eigentlicher Punkt: Wenn die Autos so viele Abgase produzieren, dass sie die Grenzwerte überschreiten – was spricht denn dagegen, einfach die Grenzwerte hochzusetzen?

Man sieht, man kann auch als klassischer Politiker sehr schön die Argumente der Gegenseite ignorieren, da braucht es keine Satire. Da braucht es nur ein bisschen Sophistik, als wären Grenzwerte per se in fucking Stein gemeißelt – und nicht etwa von Politikern beschlossen.

Und wie sinnvoll sind die Grenzwerte denn? Nun, nicht belastbaren Quellen zufolge, die ich keine Lust habe nochmal nachzuschauen, werden die so festgelegt, dass man Ratten so lange Schadstoff X aussetzt, bis die Hälfte stirbt. Das ergibt dann die “LD50”, und von der aus dosiert man runter, bis man die Ratten mit – in diesem Fall NOx – vergasen kann, ohne dass ihnen auch nur das geringste passiert. Dieser Wert ist aber dann noch nicht “nicht gesundheitsschädlich”, sondern man nimmt den noch durch 100. Wenn Ihr Euch fragt, wieso die Werte früher nie ein Problem waren: Da waren die Messgeräte noch nicht gut genug.

Weiterer Vergleich gefällig? Okay: Die höchsten Überschreitungen der Grenzwerte in “Problemgebieten” wie dem Stuttgarter Kessel im Sommer führen in Extremzeiten zu einer täglichen Schadstoffbelastung, die in etwa dem Rauchen einer halben Zigarette entspricht. Der Grenzwert für die (wahrscheinlich) schädlichen Schadstoffe darf an nicht mehr als 35 Tagen im Jahr überschritten werden, das wäre dann weniger als eine Schachtel Zigaretten. Im Jahr. Für irgendeinen (auch nur diskutabel) nachweislichen, gesundheitlichen Effekt müsste man da aber nicht nur das ganze Jahr über der aktuellen Grenzwertbelastung leben, sondern auch noch wenigstens zwei oder drei Kippen rauchen. Täglich, nicht im Jahr.

Aber ist doch schön, dass wir so toll über Grenzwerte diskutieren konnten, nicht wahr? Vielen Dank, ARD-Faktenfinder, ihr habt uns da echt geholfen.

Aber zurück zu Alice Weidel und dem von ihr verursachten Untergang der freiheitlichen demokratischen Grundordnung, weil man mit solchen Leuten ja nicht reden kann – weil sie einfach gehen. Da sich alle Berichte etwa gleich mit dem verlinkten lesen und ich keine große Lust habe, mir langweilige “Diskussionssendungen” im Fernsehen anzuschauen, bei denen Politiker ihre bereits bekannten Punkte wiederholen, habe ich mir – nur für Euch – aber dennoch die 5 Minuten, bevor sie ging, angeschaut.

Passiert ist da folgendes:

[0:57]: Weidel erklärt, dass die, die noch nicht so lange hier leben, durchaus überdurchschnittlich kriminell sind

[0:58:31] Wie es sich bei einer ordentlichen, politischen Diskussion gehört, nimmt die “unabhängige” “Moderatorin” den bedrübbelt guckenden Politikern der anderen Parteien die Peinlichkeit ab, darauf antworten zu müssen, indem (ernsthaft!) erklärt wird, dass die ja nur untereinander kriminell sind (schaut den fucking Clip, ehrlich – DAS ist deren Gegenargument. DAS! Ist ja nicht so schlimm, wenn fucking Kriegsflüchtlinge von irgendwelchen sozialschmarotzenden Negern vergewaltigt werden, gell? Danke, ZDF, Danke. Fickt euch) und nur 4,6% der geschädigten Deutschen von “Zuwanderern” beklaut, vergewaltigt oder umgebracht wurden. Toll, Danke auch dafür, ZDF, eine relative Zahl zur Relativierung zu verwenden – diese kriminellen Zuwanderer sind halt komischerweise – wie Frau Weidel sagte – im Vergleich zur schon länger hier lebenden Bevölkerung (inklusive 60er Türken 80er Iranern, 90er Afghanen etc. pp.)  fucking überdurchschnittlich kriminell – wie Frau Weidel sagte – richtig? Ah, ne, sind ja nur 4,6%, wen interessieren die schon? 

[01:01] Maas whataboutismt, dass diejenigen, die am wenigsten Interesse an kriminellen Illegalen (er nennt sie trotzdem “Flüchtlinge”) haben, andere [echte] Flüchtlinge sind, nicht die AfD.

Dazu: Ach nee, Heiko? Leute, die hier wirklich deswegen herkommen, weil sie vor politischer Verfolgung durch autoritäre Regimes (wie dem, was du mit deinem Orwell-Gesetz zu etablieren versuchst) oder vor echten Kriegen oder Genoziden fliehen, benehmen sich hier auch ordentlich? Und derweil erdreistest du dich, es als ganz toll hinzustellen, dass man sie jetzt (eventuell, theoretisch, aber wohl praktisch eher doch wieder nicht) ausweisen könnte, nachdem sie ihre ersten vier Opfer vergewaltigt haben? Für Ladendiebstahl gibt es ja nun kein Jahr Knast, gell? Das ist DEINE Partei, Heiko. Deine. Und die noch linksgrüneren.

Und die echten Flüchtlinge per se würden dann wohl eher die AfD wählen, gell? Ich meine, die haben ja die gleichen Interessen? Ja? Wolltest du uns das sagen, Heiko? Das ist der Unterschied zwischen Gutmenschen und guten Menschen, übrigens.

[01:02] Trittin mault irgendwie Scheuer von der CSU an [idiotisch, aus dem Kontext gerissen und unberechtigt, wie Scheuer später erläutert], leitet dann fließend zu Gauland über, der entsetzlich sei: “Verrohung fängt damit an, dass man Bürger[Innen] dieses Landes willkürlich ausbürgert, und genau das hat Herr Gauland gesagt, getan, als er Frau Özuguz, als er gesagt hat, er wolle sie in Anatolien entsorgen”.

Dazu eine kurze Anmerkung: Herr Gauland hat gesagt, man (!1) solle (!2) Frau Özoguz in Anatolien entsorgen. Ich hatte dazu bereits spontan getwittert, dass das keinesfalls einen realpolitischen Bezug haben kann, da ich zumindest Erdogan die Eier zutraue, die Dame nicht ins Land zu lassen, ohne sicher zu sein, dass sie wieder geht (ansonsten ist sie ziemlich auf seiner Parteilinie, aber das ist ein anderes Thema).

[01:03] Trittin schließt mit “da beginnt die Verrohung der Sprache”, so, als wäre das irgendwie vergleichbar mit dem von Frau Weidel angesprochenen und durch die Moderatorin (!) sofort relativiertem Thema der Verrohung derer, die hier jetzt halt leben. Das Wort bekommt Herr Scheuer.

[01:04] Weidel unterbricht Scheuer bei seinen (recht vernünftig klingenden) Ausführungen über intergrationswillige vs. solche Ausländer, die man rauswerfen sollte mit dem Anwurf, er wolle illegale Einwanderung legalisieren.

[01:05] Scheuer hält Weidel vor, dass sie sich erstmal von “für mich ist das ein Rechtsradikaler” Gauland distanzieren soll. Frau Weidel geht.

Freilich könnte man nun Frau Weidel vorwerfen, dass ihr Vorwurf gegenüber Scheuer “böse” war, aber er hatte ja nun auch die Gelegenheit, darauf zu antworten. Stattdessen kommt ein Argumentum ad auditores – bilderbuchmäßig, “machen Sie erstmal den Zuschauern klar” – statt irgendwas inhaltliches.

Nun bin ich da natürlich als Bayer enorm gebiast und auch – respektive deswegen – kein fanatischer Nationalist – die CSU hat nichts gegen Einwanderer, die hier was anständiges leisten, und das hat Herr Scheuer auch – zumindest für mich – klargestellt. Dass das nach aktueller Rechtslage eine Legalisierung illegaler Einwanderung ist, hat Frau Weidel (korrekt) konkretisiert. Das würde ich aber viel lieber unterstützen, wenn Herr Scheuer und die CSU die Eier hätten, dazu zu stehen.

Von den Extrema haben wir hier also – gehen wir mal davon aus, dass das Gedankengut tatsächlich da ist – die AfD, die auch Deutsche rauswerfen will, wenn die einfach nur gesellschaftsschädlich sind (am Beispiel Özoguz, aber da kann man sicher noch eine Menge rechts- wie linksradikales Pack dazutun), und die CSU, die auch Ausländer hierbehalten will, wenn sie hier was produktives machen.

Ehrlich gesagt finde ich beides eine gute Idee – aber leider hat keine der beiden Parteien die Eier in der Hose, dazu zu stehen. Und das, meine Damen und Herren, ist der aktuelle Stand der Demokratie in Deutschland und damit die Flatline auf dem EKG der ach so freiheitlichen demokratischen Grundordnung dieses Landes.

Ich bin so froh, dass ich bereits gewählt habe. Und kommende Woche in die Türkei fliege, da ist wenigstens das Wetter schön. Der Zustand der Demokratie ist in etwa der Gleiche.


Zwei Anmerkungen noch: Irgendwo wurde sich beschwert, dass (AfD-) Leute Frau Özoguz Namen falsch aussprechen. Ich habe eine Freundin namens Pinar, und mir fiel erst in der Türkei (und nachdem ich sie viele Jahre kannte) auf, dass sie eigentlich nicht Pinar heißen kann, sondern Pınar. Das spricht man so aus, wie es sich liest – man muss nur vorher an einer Zigarette ziehen, 30 Sekunden die Luft anhalten, einen Schluck Whisky trinken und derweil sprechen.

Zweitens muss ich anmerken, dass meine durchaus positiven Erwähnungen von Herrn Erdogan anders ausfielen, wenn ich in dem Land leben müsste. Ich finde nur einerseits, dass es mir nicht zusteht, die Türkei für die Verfolgung von Journalisten oder der Opposition zu kritisieren, wenn das bei uns auch passiert (siehe Links). Auch dass Erdogan nach dem lauten Geschrei aller deutschen Gutmenschen die Demokratie und grundlegende Menschenrechte (praktisch) abschaffen will und zum Beispiel das Internet zensiert sind Punkte, bei denen man vielleicht erstmal an den Balken im eigenen Auge denken sollte. Ich halte Erdogan nur deswegen für einen besseren Politiker als (nahezu, siehe Sonneborn) alle deutschen, weil er ehrlich ist. Andererseits – wenn ich ein albanischer Sozialschmarotzer wäre, fände ich Merkel auch toll.

#TerrorIhrUrteil – flach, aber dumm

Ich habe zum ersten Mal seit der letzten Wahl zur Primetime zwangsfinanziertes Fernsehen gesehen, da mir Googlenews die Sendung Terror – Ihr Urteil so schmackhaft geredet hat, dass ich mal sehen wollte, ob Google, dem ich ja schließlich meine Privatsphäre opfern musste, um Nachrichten zu bekommen, weiß, wofür ich mein Geld ausgegeben sehen will.

Kurzfassung: Dafür nicht. Vom Stern als “eines der spannendsten TV-Ereignisse des Jahres” angekündigt, weil es danach ein Telefonvoting gäbe, was dann nicht funktionierte, weil knapp über 8 Milliarden Euro wohl nicht ausreichen, eine funktionsfähige Serverinfrastruktur für ein 10-minütiges Voting bei Amazon zu mieten ($6,35 insgesamt), war das derweil und danach enttäuschend.

Die Geschichte in kurz: Würdet Ihr einen Bundeswehr-Piloten, der einen von Terroristen entführten Lufhansa-Airbus mit 164 leuten an Bord 15km vor dem Einschlag in die Allianz-Arena mit 70.000 Leuten ohne Einsatzbefehl abgeschossen hat, des Mordes schuldig sprechen?

Die Anklage im Fernsehfilm lautet auf Mord nach – so die Staatsanwältin im Video – §211 StgB Absatz 2 Gruppe 2 Variante 3, § 52 Absatz 1 des Strafgesetzbuches.

§52 Absatz 1 ist “mehrere”, da es 164 Tote gibt, passt das. §211 Absatz 2 Gruppe 2 Variante 3 hingegen ist so konkret, dass wir uns sehr viel sparen können, ich kürze den Paragrafen mal zusammen:

Mörder ist, wer … mit gemeingefährlichen Mitteln … einen Menschen tötet.

Nun ist das für den Zwangsgebührenzahler vielleicht eindeutig, wenn er “gemeingefährliche Mittel” hört und sich eine IRIS-T – Lenkrakete vorstellt. Falls Ihr Euch die nicht vorstellen könnt:

 

Soweit, so gut. Das Problem ist aber, dass der Prozess genau da aufhört, juristisch irgendwas mit der Realität zu tun zu haben und stattdessen auf ein anderes Thema gelenkt wird, was mit der Anklage überhaupt nichts zu tun hat. Für einen Erstsemester-Jurastustudenten ist das nämlich eine sehr einfache Frage – so konkrete Aufgaben bekommt man höchstens in Idioten-Juraexamensländern wie Hamburg, aber ich hab ja noch mein Hemmer-Skript da, also schauen wir mal rein.

“Gemeingefährliche Mittel” sind – siehe Schönke/Schröder etc., Kommentar zum StgB, Rn. 29 – nur dann gemeingefährlich, wenn der Täter sich “Mitteln bedient, die er im Einzelfall nicht sicher beherrschen kann“.

Nun reden wir hier nicht von einem amerikanischen F-16-Piloten mit einer 50 Jahre alten Sidewinder-Rakete, die notorisch eigene Flugzeuge, Botschaften, Hochzeitsgesellschaften und Krankenhäuser trifft, sondern von einem deutschen Eurofighter-Kampfpiloten mit einem von Diehl produzierten Präzisions-Lenflugkörper mit modernsten Bildverarbeitungstechniken in Echtzeit, die eine präzise Steuerung mit optimaler Treffgenauigkeit ermöglichen.

Wir können also davon ausgehen, dass für einen Piloten der Luftwaffe eine IRIS-Rakete in etwa so “gemeingefährlich” ist wie für einen Polizisten seine Dienspistole: Nicht.

Freispruch, danke, die Kosten trägt der Steuer- und Zwangsgebührenzahler.

 

Dummerweise geht es der ARD und dem offenbar überbezahlten Rechtsanwalts-Theaterstückschreiberling um was vollkommen anderes.

Nein, nicht um Befehlsverweigerung, sondern um Moral. Um Moral, wie uns dann mit herzlich wenigen und nicht sonderlich relevanten Argumenten um die Ohren gehauen wird, ob das jetzt so OK ist oder nicht. Also die Frage: Kann ich 164 Menschen töten, um 70.000 Menschen zu retten?

Ok, so ist die Frage blöd, natürlich kann man das, sieht man ja. Die Frage ist also, ob das in Ordnung sei. Und unser ach-so-tolles Bundesverfassungsgericht hat ja entschieden, dass man nicht einfach ein Gesetz machen kann, dass man von Terroristen entführte Flugzeuge einfach abschießen darf, wenn nichts anderes mehr geht, wegen schwurbelschwurbel Menschenwürde, Art. 1 Absatz 1 GG. So die Argumentation der Staatsanwältin im Film. Und es hat jeder ein Recht auf Leben (Art 2 Abs. 2 GG), das könne man nicht aufwiegen.

Es wird dann die Perspektive des Piloten geschildert, der zu seiner Entscheidung, 70.000 Menschen zu retten, indem er 164 tötet, durchaus steht, was auch immer davon andere halten, druckst aber bei der Frage rum, ob er auch geschossen hätte, wenn seine Frau und Kind dringesessen hätten.

Beim Talk danach erklärt ein Typ, dass seine Freundin Stewardess ist und selbstverständlich abgeschossen werden wollte.

Nun bin ich kein Kampfpilot (die wollten mich nicht), aber ich fände, ich wäre ein beschissener Kampfpilot, wenn ich nicht willens wäre, ein Passagierflugzeug abzuschießen, nur weil mir das irgendwer mit viel Lametta an der Brust befiehlt, geschweige denn, wenn ich das auch noch für eine gute Idee halte. Und damit müsste ich auch leben können, sonst hätte ich definitiv den falschen Job. Ob ich damit leben könnte, meine Frau und mein Kind abzuschießen, weiß ich nicht, aber ich würde es zumindest machen. Hoffe ich zumindest.

In der auf die Sendung folgenden “Diskussionsrunde” waren ein par Leute, die eher ambivalent waren und ein fast explodierender alter Sack von der FDP (gibt es die noch?), der “aber *Verfassung* *Menschenwürde* *keuch* *Ewigkeitsklausel*” schrie.

Ok, nachdem wir so auf der Menschenwürde rumhacken, deren Aufgabe zu schützen Verpflichtung aller staatlichen Gewalt ist: Wie sieht es denn mit der Menschenwürde des Piloten aus, der dabei zusehen muss, wie eine Passagiermaschine in ein vollbesetztes Stadion kracht und x-zig Menschen sterben, obwohl er das hätte verhindern können? Wie würdevoll ist das? Und nein, das ist nicht “nur einer”, das einzige Argument der Menschenwürde-Schwafler ist ja, dass eine Menschenwürde so viel wert ist wie unendlich viele.

Das sind aber alles, richtig alles, die falschen Fragen. Ja, in einem Rechtsstaat muss man sich an Gesetze halten. Nach, zumindest im deutschen Rechtsstaat, der Maßgabe der Radbruch’schen Formel: Gesetze sind auch dann einzuhalten, wenn sie ungerecht und unzweckmäßig sind – bis zu dem Grad, wo das unerträglich ist und der ist erreicht, “wo Gerechtigkeit nicht einmal erstrebt wird, wo die Gleichheit, die den Kern der Gerechtigkeit ausmacht, bei der Setzung positiven Rechts bewußt verleugnet wurde”.

Diese Nicht-Aussage ist eine wichtige Basis des deutschen Rechtsstaat und der Grund, warum wir mehr Gesetzestexte haben als alle anderen Länder zusammen, und erklärt schön, warum das BVerfG ein Gesetz nicht erlaubt, was den Abschuss von Flugzeugen (kategorisch) freigäbe (positives Recht), aber das gilt halt nicht für negatives Recht – also, dass man keine Menschen töten darf.

Um auf negative Rechte im aktuellen Fall zu kommen, schauen wir mal zu den Nürnberger Prozessen zurück und beurteilen den Piloten danach – wichtiger Punkt ist hier der Grund, warum heute jeder Milchlieferant für Nazi-Konzentrationslager wegen Verbrechens gegen die Menschheit angeklagt und verurteilt wird: (1) Handeln auf höheren Befehl befreit nicht von völkerrechtlicher Verantwortlichkeit, sofern der Täter auch anders hätte handeln können.

Einfach ausgedrückt: Wenn ein KZ-Buchhalter in einem KZ Buch geführt hat, ist er Mitschuld an der Ermordung der Insassen in diesem KZ, weil er sich ja auch an der Ostfront hätte erschießen lassen können. Ob das jetzt so toll ist, ist ein anderes Thema, aber das ist Grundlage des deutschen Grundgesetzes – Menschenwürde, wissenschon.

(2) Die Mittäterschaft zur Begehung der genannten Verbrechen stellt ebenfalls ein völkerrechtliches Verbrechen dar.

Ok – nehmen wir an, dass der Terrorist das Flugzeug ins Stadion geknallt hätte, weil der Pilot nicht geschossen hat. Das wäre Vorsätzliche Tötung der Zivilbevölkerung (Art. 7 Abs. 1 a VStgB) durch islamistische Terroristen, im wiederholten Fall. Das ist ein völkerrechtliches Verbrechen. 

Wer sind hier Mittäter? Der gelangweilte, unterbezahlte Typ an der Flughafen-Security, der den Terroristen nicht ordentlich kontrolliert hat? Der Bundesgrenzschutz, der auf (Merkels) Befehl, alle Assos ins Land zu lassen, den Terroristen nach Berlin gelassen hat? Der General, der dem Piloten, den Befehlt gegeben hat, nicht zu schießen? Die Politiker, die den Generälen keine eideutigen Vorgaben machen können? Die Verfassungsrichter, die eindeutige Vorgaben der Politiker verhindert haben?

Nein, das wird natürlich nicht thematisiert. Thematisiert wird der Pilot, der sich, wenn er nichts gemacht hätte – auf Befehl, was keine Rechtfertigung für Unrecht ist – eines völkerrechtlichen Verbrechens strafbar gemacht hätte.

Die nicht sonderlich toll funktionierende Umfrage zeigt, dass etwa 87% der Deutschen sowie Österreicher und 84% der Schweizer den Piloten in diesem Schauprozess freigesprochen hätten – vom Vorwurf irgendeines schuldhaften Verhaltens, die Anklage war ja nun Unsinn.

Die Diskutanten bei Plasberg relativierten viel, sagten wenig, aber einer der Punkte war dann, dass der Soldat ja wie ein Held, wie Graf Stauffenberg dargestellt wurde und auch so aussah. Mal ehrlich, Florian Fitz sieht Tom Cruise nicht wirklich ähnlich, und kein Mensch weiß, wie Stauffenberg aussah. Im Gegenteil, es wurde eine “Zeugin” vernommen, die dem Herrn Stauffenberg die Schuld am Tod ihres Mannes und Kindes gab, und der Anwalt des Soldaten wirkte inkompetent-rechthaberisch, die Staatsanwältin ruhig und vernünftig, gestützt vom Richter. Wenn die Inszenierung irgendwie gebiast war, dann in Richtung Schuldspruch – der Typ mit dem Bart aus dem Plasberg-Publikum wäre ja auch inszenierbar gewesen.

Ich frage mich, wie sich die 13 bis 16% schuldig – Voter zusammensetzen. Wenn das nun vernünftig als Totschlag angeklagt gewesen wäre, sähe ich ein, dass jeder Achte da die für “Notwehr” angemessene Grenze überschritten sieht, das sehe ich ein. Ich finde es auch nicht toll, dass die Amerikaner gerade Mossul in Grund und Boden bomben, weil sich da ein paar ISIS-Kämpfer verschanzt haben, aber da sind ja ein paar zivile Kollateralschäden in Ordnung. Wenn das die Russen machen, in Aleppo, sieht das natürlich anders aus, auch wenn da mehr IS-Leute und weniger Zivilisten sind, aber HEY! – ob man Menschenleben opfern kann ist schließlich eine Frage von Recht und Gesetz, richtig?

In dem Fall – also, dass die Zivilbevölkerung eben nicht geht – was sie ja in Aleppo (im Gegensatz zu Mossul) zumindest theoretisch könnte – ist das doch genau die gleiche Abwägung: Töte ich lieber unschuldige Zivilisten, oder führe ich einen halbwegs anständigen Krieg und marschiere da ein und riskiere auch das Leben meiner eigenen Landsleute, weil mir und denen “unsere” Ideale wichtig genug sind, um dafür zu sterben? Meeeh… das ist in der US-dominierten Nato verpönt, so ein amerikanisches Leben ist viel zu viel wert, also, so an Wählerstimmen. Das können die Russen machen, sollen die doch da einmarschieren und sich aus den gut erhaltenen Häusern erschießen lassen. Haben sie 44/45 ja schließlich auch, sonst hätten wir ja immer noch einen Führer.

Bigotte Arschlöcher. Und wir diskutieren über irrelevanten Dreck.