Edgar

Edgar ist, wie sicher jeder weiß, eine der weniger bekannten Opern von Puccini. Und gestern war Premiere der neunen Inszenierung von Martin Doubravský im Josef Kajetán Tyl-Theater in Pilsen.

Ja, was soll ich sagen – Logenplätze lohnen sich. Vor allem die niedliche Blonde mit dem Kringelinstrument war total niedlich. Die Hauptdarstellerin (sie hat den größten Blumenstrauß bekommen) war super sexy, aber irgendwie machte die einem Angst. Das war übrigens, im Gegensatz zu den meisten Opern, nicht die Dicke, sondern die andere Frau.

So – zur Handlung: Die dicke Frau findet einen Typen ganz toll – offenbar Edgar (hey, das war Italienisch mit tschechischen Obertiteln). Edgar ist ein versoffener Penner, was er so die ersten zehn Minuten monologisch besingt. Also, bevor die dicke Blonde kommt, und ihn toll findet. Der Rest der Gesellschaft findet das – äh – irgendwie, aber vor allem findet die Gesellschaft die sexy Rothaarige (Hauptdarstellerin) nicht so prickelnd, Edgar aber schon. Dann kommt der “gute” Beta-Typ, der eine Art platonischer Beziehung mit der dicken Blonden hat, der die Rothaarige zwar sexy, aber irgendwie scheiße findet. Und Edgar sowieso.

Wie lernen dann im zweiten Akt, dass die sexy Rothaarige eine Nutte ist, Edgar und die Nutte vögeln, und der Beta wird dann irgendwie Militärkommandeur, alle schreien sich an, und dann war Pause.

Nach der Pause ist irgendwer tot. So oft, wie da auf Tschechisch Edgar stand, nehme ich an, das war Edgar, und die dicke Blonde fand das furchtbar. Der Beta weniger. Das dauert, hat aber tolle Chorelemente, bei denen man Gänsehaut bekommt. Dann kommt die sexy Rothaarige, und trauert auch rum. Dann zieht sich der Priester die Kapuze zum Kopf, und siehe, da, es ist Edgar. Daraufhin ersticht die Rothaarige die Blonde und dann der Beta die Rothaarige. Vorhang.

Von den Kommentaren im Foyer war es “deutlich besser als Bayreuth ” oder “endlich wieder eine klassische Inszenierung in einer klassischen Oper”, insofern kann ich es uneingeschränkt empfehlen. Die Blonde mit dem Kringelinstrument ist wirklich niedlich. Und die Rothaarige wirklich sexy.

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Robot Overlords

Nicht, dass ich eine totalitäre Diktatur mit unserer aktuellen Regierung vergleichen wollen würde – totalitäre Diktatoren reagieren auf ihre Kritiker schließlich und ignorieren sie nicht bloß – ich frage mich halt fast täglich, in was für einer Welt wir eigentlich leben.

Leider in einer Welt, in der Filme wie Robot Overlords entstehen. Mit Ben Kinsgley und Gillian Anderson. Ist sicher eine hervorragende Idee, einen Film zu machen, in dem Itzhak Stern der Böse ist und Dana Scully das hilflose blonde Dummchen.

Zu meiner Beruhigung ist der Film wenigstens mit 4,6/10 bei imdb noch schlechter bewertet als unsere Bundesregierung, die es bei der letzen Wahl immerhin auf 5,3/10 geschafft hat.  Es gibt also noch Hoffnung, dass nicht alle Menschen so doof sind, jeden Dreck gut zu finden.

Emotionen

Ich habe gerade Inside Out gesehen.

Ich habe weinen müssen, als Bing Bong gestorben ist.

Ich scheine Emotionen zu entwickeln.

Aber welche Unmenschen muten sowas Kindern zu?

Haben Kinder heutzutage keine Gefühle mehr?

Und warum ist der Film ab 0 Jahren freigegeben, Saw aber erst ab 18? Kein Mensch interessiert sich für die sterbenden Charaktere in Saw. Pixar wird grausamer, seit sie bei Disney sind. Sind wir von Disney ja gewohnt, man schaue nur mal, was sie schon 1942 Bambi angetan haben. Da wirken andere Sachen von 1942 harmlos gegen. Ich will nicht wissen, was in der Realpolitik jetzt nach Bing Bong’s Tod passiert. Ich meine, Bambis Mama war ja wirklich traurig, aber Bing Bong? Da könnte man ja gleich den Rechtsstaat aufgeben.

Zu düster? Naja, dann zur Auflockerung noch das umfassende Comic zu Alles, was wir aus der Geschichte gelernt haben:

nichts

Mama, Mama, im Internet ist wer böse zu mir

Bei EMN beschwert sich jemand, dass meine Beiträge “zu circa 90 % aus Beleidigungen bestehen”. Was natürlich nicht stimmt, dazu wäre sowas nötig:

Dumm. Blöde. Doof. Unsäglich doof. Idiotisch. Schwachsinnig. Dumm. Blöde. Doof. Unsäglich doof. Idiotisch. Schwachsinnig. Dumm. Blöde. Doof. Unsäglich doof. Idiotisch. Schwachsinnig. Dumm. Blöde. Doof. Unsäglich doof. Idiotisch. Schwachsinnig. Dumm. Blöde. Doof. Unsäglich doof. Idiotisch. Schwachsinnig. Dumm. Blöde. Doof. Unsäglich doof. Idiotisch. Schwachsinnig. Dumm. Blöde. Doof. Unsäglich doof. Idiotisch. Schwachsinnig. Dumm. Blöde. Doof. Unsäglich doof. Idiotisch. Schwachsinnig. Dumm. Blöde. Doof. Unsäglich doof. Idiotisch. Schwachsinnig. Dumm. Blöde. Doof. Unsäglich doof. Idiotisch. Schwachsinnig. Dumm. Blöde. Doof. Unsäglich doof. Idiotisch. Schwachsinnig. Dumm. Blöde. Doof. Unsäglich doof. Idiotisch. Schwachsinnig. Dumm. Blöde. Doof. Unsäglich doof. Idiotisch. Schwachsinnig. Dumm. Blöde. Doof. Unsäglich doof. Idiotisch. Schwachsinnig. Dumm. Blöde. Doof. Unsäglich doof. Idiotisch. Schwachsinnig. Dumm. Blöde. Doof. Unsäglich doof. Idiotisch. Schwachsinnig. Dumm. Blöde. Doof. 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Unsäglich doof. Idiotisch. Schwachsinnig.

Und dann noch der Hinweis, das Tatsachenbehauptungen keine Beleidigungen sind.

In China ist ein Sack Reis umgefallen

Vielleicht. Aber das hat keinen Nachrichtenwert, deswegen kann ich dafür leider keine Quelle angeben.

maeh

Dafür passiert aber hier in der Gegend was ähnlich spannendes. Ist ja keine Woche her seit “Russische Marschflugkörper stellen keinerlei Gefahr für die Luftfahrt dar“, heute: Alarm am Nürnberger Flughafen!

qualitaetspresse

Darüber informieren uns ausführlich: Der Bayrische Rundfunk, die Nürnberger Tageszeitungen, die Augsburger Allgemeine, die Süddeutsche, der Merkur, die Welt, und der Fokus. Und natürlich, weil’s so wichtig war, der Fokus. Und für den Fall der Fälle: Der Fokus.

Was also ist so wichtig, dass uns das Qualitätsmedium “Fokus” gleich mit drei Artikeln darauf aufmerksam machen muss?

Schon der zweite Vorfall in gut einem Jahr

Nichts.

Heute ist überhaupt nichts passiert. dafür aber am 14. Mai. Ok, da ist auch nichts passiert, aber das schon fast zum zweiten Mal in gut einem Jahr. Wie der Qualitätsjournalist weiß, ist nämlich Ende März 2014 am Nürnberger Flughafen auch bereits nichts passiert.

Wenn es jemand wissen will, was genau nicht passiert ist, dem empfehle ich das ausführliche Minutenprotokoll im dritten Fokus-Artikel.

Warum ich dazu einen Blogpost schreibe?

fragezeichen

Sehr gute Frage.

Lesen Sie hierzu den spannenden Vorfall im Minutenprotokoll:

15.28 Uhr: Ich lese Franks Kommentar zu ein paar Schafen von gestern.

15.31 Uhr: Ich poste mehr Schafe.

16.36 Uhr: Ich erhalte per eMail dieses Bild:Versteht kein Schwein

16.42 Uhr: Ich lese die eMail.

16.47 Uhr: Ich habe den Urheber der Schweine-Grafik identifiziert, die unter einer CC-Lizenz steht, sodass ich das veröffentlichen kann.

16.51 Uhr: Ich veröffentliche einen Kommentar zu meinen letzten Schafen.

17.31 Uhr: Ich frage beim Einsender per eMail nach, ob es wirklich so schwer zu verstehen war, dass der klischeetypische Masku (vor allem mit dem Verweis auf Bräunig) den Hund nur hat, um Frauen aufzureißen.

18.09 Uhr: Ich esse Chili con Carne und lese dabei Nicht-Nachrichten.

18.58 Uhr: Ich erhalte eine eMail, die die (eigentlich klare) Schweine-Illustration erklärt:

Deine Schafe versteht kein Schwein

19.01 Uhr: Ich erhalte eine eMail, in der der Einsender erklärt, es wäre enttäuschend, der Feststellung, dass niemand meine Schafe versteht, keinen eigenen Post zu widmen.

19.02 Uhr: Ich bin mit den Nachrichten durch, und der RSS-Reader sagt “All read”. Ich beginne, einen Artikel zu schreiben.

19.10 Uhr: Meine Frau geht in die Badewanne

19.48 Uhr: Meine Frau kommt aus der Badewanne und erklärt mir, dass ich nicht mehr alle Tassen im Schrank habe, weil ich so lange so viel Quark ins Internet schreibe.

19.56 Uhr: Ich bin fertig mit dem Schreiben dieses Posts und gebe das Notebook meiner Frau, um Korrektur zu lesen. Meine Frau zickt und will lieber GZSZ schauen.

20.05 Uhr: Es ist Werbung.

[Uhrzeit einfügen]: Meine Frau ist fertig mit den sehr sorgfältigen Korrekturen und hat auf Publish geklickt.

Quellenangaben: Schweine-Grafik, Flugzeug, türkische Flagge, Hund.

Dummheit & Ideologie

Ich habe nun mehr als eine Stunde damit verbracht, die zunehmend dümmeren – unterbrochen von sehr, sehr wenigen intelligenten – Kommentare zum erzählmirnix-Comic heute durchzulesen. Es gab da schon (vor)gestern einen Comic, der aktuelle Protestbewegungen dafür kritisiert, dass sie doof sind. Das mag natürlich berechtigt sein, dass (und ganz konkret, weil) die Protestbewegungen wirklich so doof sind, wie Nadja sie darstellt, aber ich halte das für niveaulosen Dreck.

Warum? Nun, die Kritiken richten sich gegen Pegida und die Demo für Alle, also diejenigen Menschen, die – auf der einen Seite – auch nur eventuell denken, dass Deutschland irgendwie primär Deutschland sein sollte,  und auf der anderen Seite gegen Eltern, die die offenbar abstruse Vorstellung haben, dass ihre Kinder ihre Kinder sein sollten und staatliche Indoktrination von ihnen fern gehalten werden sollte.

Ich muss nun an dieser Stelle auf die Demo für Alle – Deppen fokussieren, weil das der Punkt ist, wo man wirklich abwägen muss: Wie viel staatliche Indoktrination ist denn tolerabel?

Meine Oma findet Hitler super. Meine Mutter findet das entsetzlich. Meine Mutter findet dafür Genderidologie super, was nun ich entsetzlich finde. Ich nun finde, der Staat hat sich aus meinem Leben rauszuhalten, was so ziemlich alle gerade entsetzlich finden.

Davon ausgehend können wir annehmen, dass elterliche Erziehung weniger Einfluss hat als staatliche – vor allem nicht bei einer kontinuierlich fortschreitenden Expansion des staatlichen Einflusses auf die Kinder, wenn das schon bei meiner Oma, die nie wirklich gearbeitet hat, nicht funktioniert hat.

Dass sich nun Eltern aufregen, dass der Staat noch mehr Einfluss auf die Erziehung ihrer Kinder nehmen will, verstehe ich, auch ohne Kinder zu haben.

Ich nun rege mich auf, dass ich – scheiße – Geld dafür bezahle, dass Kindern anderer Leute etwas beigebracht wird, was nichtmal deren Eltern wollen und was komplett nutzlos ist – weil es eben eine Ideologie ist. Parallel mit der Pegida-Kritik, die ja sehr erfolgreich auf “huh, die bösen Ausländer” verkürzt wird, kann ich auch dazu nur sagen, dass ich keine Lust habe, für jeden Scheiß unbedachten “Plan”, den sich “unsere” ach so demokratische “Regierung” ausdenkt, zahlen zu müssen.

Es ist nun nicht jeder in meiner Situation. Ich muss nicht auf eine Demo, ich muss nichts ändern, und ich kann (notfalls) einfach gehen. Ich habe aber Verständnis für die Leute, die das nicht können; die Leute, die zu doof sind, sich eine differenzierte Meinung zu bilden, und die Leute, die keine Comics zeichnen können. Ich kann aber Leute, die Comics zeichnen, dafür kritisieren, dass sie Comics zeichnen, die keinen Deut an einem Problem, was “normale” Menschen schlicht haben, beheben. Das muss aber natürlich nichts heißen.

Natürlich muss nicht jeder Idiot, der Comics ins Internet stellt, damit die Welt verbessern wollen, aber um  mir selbst wenigstens die Illusion aufrecht zu erhalten, dass das bei mir einen Grund hätte, hier ein ganz deutliches:

emnschaf