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Weniger Geisteskranke bei Zeitungen

Busen zu klein, Hintern zu dick und dann auch noch geistig verwirrt: Heutzutage kann sich alles “Journalist” nennen. Deswegen fühlen sich intelligente Menschen oft so, als steuert die Welt auf den Abgrund zu. Das muss sich ändern. Ein alternatives Manifest.

Angeblich sind die Gedanken frei, aber manchmal sind diejenigen, deren verrückten Einfällen zu viel Gesicht beigemessen wird, selbst tonnenschwer. Ein solche Gedanke ist mit Sicherheit nicht “Wenn ich 5/10/20 Kilo weniger wiegen würde, wäre mein Leben besser”, denn bereits Millionen von Menschen tragen neben dem Gedanken auch noch viel zu viel Gewicht mit sich rum, jahrzehntelang. Und es werden immer mehr.

Sie behaupten zwar, sie hätten gute Vorsätze und ein schlechtes Gewissen, aber das dient nur dem Erhaschen von Aufmerksamkeit und Mitleid. Wenn man mit alten Leuten spricht, am Ende ihres Lebens, dann hört man niemals den Satz: “Ich hätte mir im Leben wirklich mehr Gedanken machen sollen, ob ich nicht zu fett war.” – weil Leute mit deutlichem Übergewicht nicht sonderlich alt werden.

Frauen sind besonders bemüht, aber in der Regel erfolglos im Verleugnen ihrer selbstgemachten Probleme. Die australische Regisseurin Taryn Brumfitt hat für ihren Dokumentarfilm “Embrace” (lief einen Tag in etwa drei Kinos und hat niemanden interessiert) Frauen auf der Straße gebeten, ihren Körper in Kürze zu beschreiben. Die meisten sagten Sachen wie: “bisschen zu dick”, “fett”, “abstoßend”, “unangenehm”, was man – sehr euphemistisch – als Euphemismen beschreiben könnte.

Eine Frau erzählte ihr, sie war noch nie mit ihrem Kind schwimmen, weil sie sich nicht traut, einen Badeanzug anzuziehen, was uns gleichzeitig den Urin ihres Kleinen im Schwimmbad erspart hat – oder erwartet jemand ernsthaft, dass Mütter, die ihre eigene Figur nicht unter Kontrolle haben, ihre Kinder erziehen? Nein? Eben. Eine andere hatte seit Jahren keinen Sex mehr, weil sie nicht nackt sein wollte vor ihrem Partner – und der Partner seit Jahren seine schlanke, junge Sekretärin bumst, was nun wirklich jeder verstehen müsste.

Frauenkörper in der Öffentlichkeit bleiben heutzutage viel zu oft unkommentiert, genau wie die blöden Ideen kleiner Kinder, doch mal die graue Grillkohle anzufassen (fragt mal einen Arzt in der Notaufnahme). Und das ist nicht gut so. Am Wochenende lief auf ProSieben “Schlag den Star”, eine Spielshow mit der Sängerin Lena Meyer-Landrut und dem Model Lena Gercke. Auf Twitter konnte man im Sekundentakt Bewertungen ihrer Körper lesen. Dies wirft ein erschreckendes Bild nicht nur auf den Mangel an sozialem Zusammenhalt in Deutschland, wenn alle am Samstagabend vor der Glotze hocken, sondern zeigt auch auf, wie weit die Volksverdummung bereits fortgeschritten ist:

Sie hätten “Minibrüste” oder einen “Kinderkörper”, wären “widerlich”. Eine Frau schrieb, sie würde “denen gerne mal das Make-up abkratzen und schauen wie sie dann aussehen”. Kommentare wie diese zeigen den verbitterten Neid fetter, alter Frauen, die nichts besseres zu tun haben, als dümmliche Kolumnen bei Spiegel Online zu schreiben. Die Frauenzeitschrift “Jolie” fragte: “Wann hört das elendige Bodyshaming endlich auf?”, weil Frauen generell nicht kapieren, dass es nicht nur darum geht, dass sie zu dick sind, sondern darum, dass sie dick und doof sind. Das ist, in einer Person, nicht lustig.

Eine strunzblöde Frage also von einem Magazin, das zu großen Teilen daraus besteht, zu erklären, wie man Augenringe überschminkt und wie viele Kalorien man durch Beischlaf verbrennt, was selbst die innerlich widerlichste Frau noch fickbar macht und die Landwale schlanker – und weniger frustriert. Gleichzeitig werden auch attraktive Vorbilder genannt (“Wie viel wiegt Selena Gomez? Wir verraten euch die Maße der Stars und Models”).

Wir haben uns aber leider daran gewöhnt, dass Frauen das zwar lesen, aber dann bestenfalls ignorieren, oder gar absichtlich konträt handeln. Das verursacht viele Leid, aber alles davon ist selbst gemacht. Jetzt im Sommer überlegen sich wieder reihenweise Frauen, wie sie ihre Körper möglichst gut verstecken können- nicht aus religiösen Gründen, sondern aus Scham, nicht perfekt genug zu sein. Was jedes Jahr mit zunehmendem Übergewicht in allen westlichen Ländern eine bessere Idee wird. Aber sie tun es nicht. Was für eine elende Scheiße. Deswegen hier ein Manifest:

1. Für weniger dicke Mädchen in Leggins! Hautenge Kleidung ist für attraktive Menschen gedacht, und sexualisierende Kleidung nicht für Kinder. Leggins sind zudem unterste Unterschicht, und solche Leute sollten sich nicht fortpflanzen. Wenn Sie jetzt Ihre sogenannte Bikinifigur wenigsten irgendwann erreichen wollen, dann geht das mit dem simplen Trick, zu sagen: Reicht jetzt auch mal mit dem Essen!

2. Wer starrt, bekommt was zu sehen. Brustwarzen existieren. So ziemlich alle Menschen haben welche. Sehr viele, vor allem junge Frauen tragen BHs, die sie nicht ausstehen können, obwohl sie genauso gut ohne rumlaufen könnten, wenn nicht noch ein Rest von Anstand in unserer Gesellschaft vorhanden wäre, der die sexualisierung Minderjähriger tabuisiert. Nicht wenige Männer behaupten, sie würden abgelenkt, wenn sie die Brustwarzen von Frauen durchs T-Shirt sehen würden, und der Rest lügt.

3. Eine Ausnahme: Männer. Durch idiotische Ernährungspläne ohne Fleisch und stattdessen zu viel östrogenreichem Sojamist zeichnet sich eine Zunahme der Gynäkomastie aus, die als bedenklich einzuschätzen ist. Was allerdings ignoriert wird, viel lieber erscheint der dreihunderttausendste Magazintext darüber, ob Männer im Sommer kurze Hosen oder Flipflops tragen “dürfen”. Obwohl die kurzen Hosen seit Jahrzehnten völlig klar abgelehnt werden.

4. Haare am Körper sind normal. Allerdings nicht bei Frauen, deswegen bestehen auch immer noch ca. 17 Prozent feministischer Arbeit (Quelle: Gefühl) darin, die Frage zu beantworten, wie das jetzt mit der Behaarung ist und ob es unfeministisch oder feministisch ist, sich zu enthaaren oder nicht. Es ist, kurzgefasst: scheißegal, weil Feminismus nur ein Ausdruck geistiger Verwirrung ist und ignoriert werden sollte. Außerhalb des Feminismus ist ein Rest vom Bikini Waxing akzeptiert, alles andere ist eklig. Muss man genauso wenig darüber reden wie über Socken in Sandalen.

5. Alter ist Erfahrung, Lachen über Alter ist Dummheit. Der menschliche Körper weiß, dass er irgendwann stirbt, deswegen zieht es ihn ab einem gewissen Alter in Richtung Erdmittelpunkt. Das ist von der Natur so gedacht, deswegen fängt alles an zu hängen. Daraus sollte man aber nicht den naturalistischen Fehlschluss ziehen, dass das gut wäre – es gibt nicht umsonst schon seit Jahrtausenden Erfindungen wie “Sport”, und neuerdings sogar Schönheitschirurgen. Liebe Damen: Sie merken, Sie haben keine Ausreden! Machen Sie was!

6. FKK, Neuversion: das Fasten von Körper-Kommentaren ist genauso widerlich und verlogen wie FKK. Als Zeichen einer ansonsten rigide oppressiven Kultur, die Meinungsäußerung unterdrückt, wurde in den sowjetstaaten wild rumgevögelt – mit verheerenden Auswirkungen auf die wirtschafltiche Lage. Mangel an jeder Ecke und Miswirtschaft sind nur eine der Folgen. Ähnlich gesellschaftlich verheerend wäre es heute, die zunehmende Menge von Landwalen unkommentiert zu lassen.

7. Keinen Hass kaufen. Die britische Autorin Laurie Penny hat mal geschrieben: “Wenn alle Frauen dieser Erde morgen früh aufwachten und sich in ihren Körpern wirklich wohl- und kraftvoll fühlten, würde die Weltwirtschaft über Nacht zusammenbrechen.” Das zeigt nicht nur, dass Frauen im Allgemeinen keine Ahnung von Wirtschaft haben, sondern auch, dass sich mit Dummheit und Männerhass Geld verdienen lässt. Das ist falsch und muss aufhören!

Es gehört zum Frausein im Kapitalismus, Unmengen von konsumierbarem Zeug angeboten zu kriegen, das den Körper optimieren soll – was auch dringend nötig wäre, aber meist nichts hilft. Ein teil dieses Zeugs sind feministische Magazine, die den Frauen erklären, dass sie schon Ok wären, wie sie sind. Derweil könnten Frauen auch an ihren Fehlern arbeiten, wobei sie idealerweise gleichzeitig Cupcakes backen und ihrem Partner einen blasen. Wollen Sie das? Darauf gibt es nur eine sinnvolle Antwort.

(leicht verändert von der leider schon bekannten Maggie S., Quelle hier)

Die große Liebe zu Kochgeschirr

Ein altes Sprichwort sagt, dass jeder Topf sein Deckelchen findet.

Bei Christian behauptet ein Kommentator, dass das aber umgekehrt nicht gelten würde – es also nicht für jeden Deckel einen Topf gibt.

Nun ist es ja traditionell so, dass es durchaus nicht schlecht ist, mehrere Töpfe zu haben, und da man nicht alle gleichzeitig braucht, reicht ein Deckel natürlich für mehrere Töpfe.

Das war auch traditionell so, dass reiche Leute in einer riesigen Küche einfach dekorativ ein paar Töpfe und Pfannen aufhängen konnten, ohne sie wirklich zu brauchen. Es war dann aber ebenso üblich, dass die nur selten selbst kochten, weil das klassische Töpfe waren, die viel Pflege brauchten, um nicht zu rosten. Zudem waren die Bediensteten von der ungleichen Topf-Verteilung auch nicht so begeistert, sodass es schonmal vorkam, dass den feinen Herren in den Topf gespuckt wurde, was dann natürlich Suppe mit einem seltsamen Nachgeschmack verursachte.

Wir leben aber nicht mehr im finsteren Mittelalter, mittlerweile gibt es Töpfe für jede Einkommensschicht, und die vom Discounter sind nicht unbedingt schlechter als die von einer Qualitätsmarke. Natürlich, der Kenner mit Gasherd kauft sich klassische Emaille-Töpfe oder zumindest eine kunstvoll handgearbeitete, schmiedeeiserne Pfanne. Die bedarf allerdings auch einiger Pflege, sonst rostet sie. Mit ordentlicher Pflege nach dem Gebrauch setzt sie nur eine leichte Patina an, womit das Essen sogar besser schmeckt als mit einer neuen Pfanne. Eine gute Pfanne begleitete einen also ein Leben lang.

Das Problem ist natürlich, dass es beim Kochen nicht sinnvoll ist, für jeden Topf einen Deckel zu haben, und die Leute in den billigen Blech-Fabriken müssen ohne Kriege halt keine Mörserhülsen produzieren, wie wir aus Schindlers Liste wissen. Von daher gibt es in Friedenszeiten leider zu viele Deckel, für die sich kein Topf findet.

Ein anderer Kommentator merkt dann an, dass es neben Töpfen und Deckeln dann auch noch Woks gibt. Nun ist die asiatische Küche eine feine Sache, und ein solider, gusseiserner Wok ist nicht sonderlich teuer in der Anschaffung und wird einen auch ein Leben lang begleiten. Nun sind wir im verweichlichten Westen allerdings an Komfort wie z.B. Cerankochfelder gewohnt, womit ein richtiger gusseiserner Wok wenig anfangen kann. Freilich gibt es auch im asiatischen Markt billigste Blech-Woks, aber die gehen schon bei der ersten Benutzung kaputt.  Weil so ein Wok aber deutlich einfacher und zudem vielfältiger zu benutzen ist als deutsches Kochgeschirr, finden sich auch dafür Verwender, aber ich bin da skeptisch.

Damit das jetzt nicht falsch rüberkommt: Nichts gegen einen soliden, gusseisernen Wok, aber asiatisches Essen schmeckt halt scharf deutlich besser, und das jeden Tag wäre mir auch zu viel.

Das ist auch das gesellschaftliche Problem mit dem aus den USA rübergeschwappten Trend mit Fast-Food, was man schon fertig abgepackt bekommt. Ist für zwischendurch nicht verkehrt, aber die Verpackung wirft man dann halt weg. Ist nicht unbedingt etwas für den Gourmet, selbst wenn es nicht so fettiges europäisches Fast-Food vom Wienerwald ist. Auch da ist das nämlich nicht die echte Spezialität, das wäre eher ein saftiges Wiener Schnitzel, von Oma zartgeklopft in viel Butterschmalz in einer schmiedeeisernen Pfanne ausgebraten, oder halt der klassische deutsche Braten aus dem schönen, runden und sorgfältig glasierten Emaillebräter. Freilich muss man da dann auch mal den Deckel runternehmen, um die Kruste mit Honig zu glasieren, damit das lecker wird, aber das ist die Arbeit schon wert.

Wo ich nicht wirklich mitreden kann, ist die französische Haute Cousine mit Kupferpfannen und so. Freilich, Profis arbeiten mit sowas gerne, und die werden zwar schön schnell heiß, aber halt auch viel zu schnell wieder kalt und sind – also mir jetzt – viel zu viel Arbeit, da hab ich lieber was solides. Und gute Kupferpfannen findet man auch nur noch selten.

Da habe ich noch mehr Verständnis für die Leute aus dem Nahen Osten, die ihr Geld lieber für Diamanten ausgeben, die man dann halt in den Tresor sperren muss, und dafür auf offenem Feuer grillen. Das ist auch eines der kulturellen Probleme gerade – so ein deutscher Topf, auch die guten, wird auf offenem Feuer viel zu heiß, da brennt das Essen an und schmeckt bitter.

Mei. Ich mach mir jetzt ein Steak.

Denkt fucking selbst!

Ich bin zwar voller Hoffnung, dass dieser Post bei meinen mittlerweile sogar zwei Dutzend Stammlesern (habt ihr nichts besseres zu tun?) weitestgehend Nicken und vielleicht ein leises “M-hm” hervorrufen wird, aber:

Aber ist Euch schonmal aufgefallen, dass fuck viele Menschen bei ganz grundsätzlichen Prinzipien zwischenmenschlicher Kommunikation irgendwelche “einzuhaltenden” Regeln im Hinterkopf haben, die absolut genau Null Nutzen für die Kommunikation haben?

Und ganz genau die Leute, die so auf irgendwelchen Regeln der Kommunikation Wert legen, vollkommen beliebige Grenzen für die adäquate Art der Kommunikation festsetzen?

Und – jetzt kommt der wichtige Punkt – in der Regel nichts als angebliche Regelverstöße diskutieren – natürlich die anderer, nicht ihre eigenen?

Ich gebe mal ein Beispiel: Ich wurde vor ein paar Tagen gefragt, ob ich es nicht auch “furchtbar” fände, was Trump so macht, und ob ich es nicht auch super finde, wenn der endlich abgesetzt wird, und dass es ja so toll sei, dass gegen ihn ermittelt wird – endlich, nach alldem, was er sich so geleistet hat.

Nun hätte ich natürlich nichts dagegen, Trump vor den ICC zu stellen, weil er ohne Kriegserklärung Raketen auf – naja, seiner Meinung nach irgendwo– abfeuern hat lassen, und das schlicht völkerrechtswidrig ist, aber darum ging es nicht.

Es ging aber darum, dass er Staatsgeheimnisse verraten habe.

Der fucking Präsident der fucking Vereinigten Staaten. Hat den Russen gesagt, was ihre Motivation hinter einer (m.E.) vollkommen unnötigen, die Reisefreiheit einschränkenden Regelung zum Verbot von fucking Notebooks in fucking Flugzeugen ist.

Und es thematisiert ernsthaft jemand, dass es ein Problem sein soll, dass er das gesagt hat. Ja, klar ist das ein Problem – das ist doch fucking irrelevanter Bullshit und reine Gängelung, die ganze TSA-Flughafenkontroll-Geschichte ist seit ihrem Bestehen vollkommen nutzlos gewesen. Deswegen ist die an den Haaren herbeigezogene Begründung dafür ja auch ein Staatsgeheimnis; wenn das Leute wüssten, kämen sie sich ja nun verarscht vor.

Aber der Aufreger ist nicht, dass Trump so einen Scheiß mitmacht. Nein, der Aufreger ist, was die Presse den Leuten erzählt: Dass er Staatsgeheimnisse verraten hätte. Was er mal nun wirklich darf. Er ist nämlich der fucking Präsident.

Aber es ist nicht so, als hätten meine Gesprächspartner gewusst, worum es geht. Staatsgeheimnisse, my ass.

Von daher, wie das Leute, die keine Ahnung vom Inhalt ihrer Aufregung haben, zu tun pflegen, wurde dann das Thema gewechselt – “aber der bereichert sich selbst”.

Ja, der böse Trump. Vermietet Räume, und seine Tochter verkauft Schmuck. Und hat noch ein paar andere Geschäfte – so what? Soll er das alles weggeben, oder was? Als hätte er von einer Stiftung (wie Hillary Clinton) irgendwie weniger? Oder von einem Buchdeal wie Obama? Wie jetzt, Clinton-Stiftung? Obama hat einen Buchdeal?

Ach, lassen wir Inhalte doch einfach ganz weg – “Findest Du wirklich, dass Trump so ein ganz armer ist und so unfair behandelt wird, wie er immer tut?”

Was ist denn das für eine strunzdumme Frage? Freilich ist Trump der Prügelknabe der internationalen Presse, es werden ihm kontinuierlich Sachen vorgeworfen, für die er nichts kann (Wunder bewirken, zum Beispiel) oder die eigentlich Obama gemacht hat  – oder Sachen, die er genauso macht wie Obama. Davon ist er aber doch kein “ganz armer”, der ist der fucking Präsident der fucking Vereinigten Staaten, der muss das abkönnen.

Und das kann er.

Unsere Politiker hingegen können das nicht; die haben gestern das neue Netzzensurgesetz in erster Lesung unter großem Applaus durchgewunken, mit ein paar Forderungen danach, es noch entsetzlicher zu machen. Die Kanadier sind da schon weiter, bei denen ist der eierlose Schönling ja nicht nur Justiz-, sondern Premierminister. Da gibt es jetzt offiziell Gedankenverbrechen. Bei uns macht man das langsam (und grundgesetzwidrig) durch die Hintertür – da kann dann ja auch keiner was sagen, oder? Also, danach jedenfalls nicht mehr, wird ja wegzensiert. Sicherheitshalber.

Weil wir bullshitige Gesetze haben, die versuchen, die eingangs angesprochenen Umgangsformen und damit die (einzig) adäquate Art menschlicher Kommunikation gesetzlich festzuschreiben.

Weil sich in Deutschland Leute daran stören, wenn jemand fuck-scheiß-Drecks-Schimpfwörter in einem Satz verwendet und nicht total ruhig und höflich bleibt. Es sei denn, natürlich, es sind die guten und vor allem richtigen Leute, die dürfen “Kackscheiße” schreien, so laut sie können – was anderes können sie ja nicht. Oder “Deutschland verrecke”. Oder “Nazis raus”. Das ist in Ordnung. “Kriminelle raus” ist hingegen rassistisch. Weil man ja kriminelle Deutsche nicht rauswerfen darf, da halten wir uns mal an Völkerrecht. Und weil alle Ausländer ja überhaupt nicht der arischen Rasse angehören. Österreicher zum Beispiel.

Oder so. Fuck. Fickt euch doch, ganz ehrlich. Und wenn euch mein Tonfall heute stört, fickt euch². Das könnt ihr aber nicht, weil Ficken eh schon dreidimensional ist, was Ficken² sechs- oder sogar neundimensional macht, was ihr euch überhaupt nicht vorstellen könnt.

Vor allem ist es aber vorgeschoben: Ihr habt nicht nur keine ordentlichen Argumente, ihr habt nichtmal ordentliche Gefühle. Euch wurde nur – ja, da haben die Feministen recht – nur eigenredet, dass es euch verletzen würde, wenn euch jemand “Arschloch” nennt. Dass Beleidigungen strafbar sein müssen. Dass Leute, die unflätig werden, keine Argumente haben. Deswegen seid ihr ja zivilisiert und deklariert eure Gegner nur als Rassisten, Sexisten, Nazis, Frauenhasser, homophob, Globalisierungsverlierer… das seien ja nämlich keine Beleidigungen, das sind politisch korrekte Begriffe. Als wäre all das eben genannte gesellschaftlich irgendwie weniger akzeptiert als Idiot – selbst wenn “Idiot” zutreffend ist und die ganzen Diffamierungen nur billig-Marxismus für Leute ohne Plan, Ahnung und Inhalten sind.

Hört doch mal zu, was Leute wirklich sagen, inhaltlich, und versucht mal, Euch davon zu distanzieren, wie ihr das findet. Und dann denkt drüber nach – nicht darüber, ob es moralisch richtig oder falsch ist, sondern ob es inhaltlich richtig oder falsch ist.

Nehmen wir mal Merkels Spruch, der die Arroganz der politischen (selbsternannten) “Elite” so schön zusammenfasst:

Ist mir egal, ob ich schuld am Zustrom der Flüchtlinge bin, nun sind sie halt da

Ich habe eingangs absichtlich unnötig viele – ja, ich rege mich wirklich auf, aber ich könnte mich beherrschen – Unflätigkeiten eingebaut – als Service für eventuelle emotionale Leser, die können sich dann darüber aufregen und müssen auch ja nicht über Inhalte nachdenken. Weil mir das egal ist – ich bin nicht der fucking Bundeskanzler, und ich werde ganz sicher nichts dagegen tun, wenn Deutschland sich selbst abschaffen will, wie das irgendein ausländerfeidlicher Populist formuliert hat. Ich bin nicht Don Quijote; Windmühlen drehen sich weiter, egal, wie sehr man dagegen kämpft.

Das heißt aber nicht, dass es Merkel egal sein kann, die steht am Steuer von diesem verdammten Kahn. Und der fährt gerade an der Insel der Sirenen vorbei, und alle springen ins Wasser, um ihrem bezirzenden Gesang zu folgen – der Kapitän voran. Naja, die Kapitänin, und die singt mittlerweile fleißig mit. Ich bin dann in der Metapher übrigens Odysseus, an den Mast gefesselt, der weiß, dass der Gesang den Untergang bedeutet, aber ich bin ja an den Scheiß Mast gefesselt.

Und ich verstehe auch, dass man mich da lieber lässt, als mich zum Kapitän zu machen – dann würden nämlich erstmal ein paar Leute an der Rah aufgehängt, wegen Meuterei. Nachdem wir um die Insel der Sirenen ein hübsches Minenfeld gelegt haben; das wurde ja schon Ende der 40er begonnen, aber leider wurde die linke Seite der Insel vergessen.

Um in der Metapher zu bleiben: Auf alten Landkarten (einer) stand in gefährlichen Seegebieten statt irgendwelcher Informationen “hic sunt dracones”, quasi “Achtung, Drachen”. Nun wissen wir im aufgeklärten 21sten Jahrhundert, dass es keine Drachen gibt. Aber davon ist es trotzdem noch keine gute Idee, in diese Gebiete zu fahren.

Und mehr wollten die Leute mit den Drachen auch nicht ausdrücken.

Und mehr will ich auch nicht sagen, wenn ich sage, dass man bekloppten Feministen nicht zuhören sollte. Oder Idioten. Weil es betörend und so wohlgefallend ist, ihnen zuzuhören, aber ins eigene Verderben führt. Jetzt aber sind wir dabei, jegliche Warnungen vor den Sirenen als sexistisch und rassistisch zu brandmarken, zu verbieten und die Leute zu zwingen, mit den Verführten in den Abgrund zu schwimmen.

Aber sowas sagen alte, weise, weiße Männer seit zweieinhalbtausend Jahren, und das mit den Drachen hat schon damals keiner wirklich geglaubt. Und auch die wussten, dass es nutzlos ist – Odysseus starb durch die Hand seines eigenen Sohnes. So, wie die Refugees-Welcome-Frauen vergewaltigt werden. Da halte ich mich lieber raus.

Schade isses trotzdem.

Politische Korrektheit bleibt uncool

Sooo… diesmal gibt es Bonusmaterial im Video. Wenn ich aber nicht wenigstens ein Like (oder einen Daumen runter, irgendeine fucking Reaktion halt) auf Youtube bekomme, war’s das. Videos machen ist ein Scheiß Aufwand, wenn man keine Ahnung von Videos machen hat, selbst mit einer billigen ppt als Bild. Versprecht Euch halt mal sieben Minuten lang nicht gänzlich entsetzlich. Oder erklärt mir, wie man Videos schneidet.

Vor ein paar Tagen tickerte bei Christian das unreflektierte Geschreibsel einer Lehramtsreferendarin über ihr Entsetzen darüber durch, dass selbst kleine Kinder zwischen der Realität und gewünschten Meinungen differenzieren können.

Zu einem anderen Jugend-Thema schreibt ebenso der Spiegel ebenso unreflektiert:

Umfrage unter Jugendlichen
Komasaufen wird uncool

Basis für diese “Erkenntnis” ist eine Studie der BZgA, um ihre horrend teuren Kampagnen zu rechtfertigen. Auch horrend teure Studienergebnisse haben die gewünschte Wirkung:

So greift durchschnittlich jeder zehnte Befragte zwischen 12 und 17 Jahren einmal in der Woche zu alkoholischen Getränken, wie die Bundesbehörde am Donnerstag mitteilte. Im Jahr 2004 waren es noch mehr als doppelt so viele (21,2 Prozent).

Schön und gut, möchte man meinen. Ist es aber nicht. Denn nur weil die sagen, dass sie sich nicht die Birne zukippen, heißt das noch lange nicht, dass sie das nicht tun. Dafür müsste man mal die Zahlen zum Komasaufen anschauen – die sind zwar erfreulicherweise auch rückläufig, um 2,2% von 2014 auf 2015 – bezogen auf absolute Zahlen, nicht auf eine hochgerechnete Umfrage.

Nun ist das Problem dabei, dass nominal weniger Jugendliche, die sich ins Koma saufen, nicht automatisch prozentual weniger Jugendliche bedeutet, die sich ins Koma saufen – 2015 gab es schlicht 168.195 Kinder und Jugendliche weniger als 2014, das sind 1,54% weniger Kinder, die sich ins Koma saufen können. Wenn das dann nur ein halbes Prozent weniger macht, ist das jenseits einer epidemiologischen Zuverlässigkeit und wahrscheinlich ein statistisches Artefakt.

Es wird hier also gefeiert, dass “Komasaufen uncool wird”, und das seit 2004 – obwohl 2004 lediglich 17.931 Jugendliche wegen Komasaufen im Krankenhaus waren, 2015 aber 21.907.  Das sind 22,1% mehr.

Bedenkt man dann, dass die vorhandene Anzahl an Kindern und Jugendlichen in Deutschland zwischen 2004 und 2015 im gleichen Zeitraum um 15,7% abgenommen hat, wäre der naheliegende Schluss eigentlich, dass die jetzt (1) mehr saufen als früher und (2) das nicht mehr zugeben.

Danke, Political Correctness, danke für Millionen verschwendeter Gelder bei der BZgA, danke an die Regierung für Sondersteuern auf Alcopops. War super erfolgreich.

Darauf erstmal ein Bierchen; so einen Scheiß hält man ohne ja nicht aus.

Wilderer und Verlierer

Da Leute ja zunehmend zu faul oder zu doof zum Lesen werden, jetzt auch als Hörbeitrag auf Youtube. Wenn Euch das Knacksen des Mikros stört, kauft mir ein neues.

Wir haben ja mit privaten Verdummungsprojekten wie Bento, Ze.tt oder der taz noch nicht genug schlecht recherchierten Müll zur politisch korrekten, inhaltsleeren Indoktrination von Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Es ist daher nur folgerichtig, dass unser Staatsfernsehen da auch mitspielen will und zig Millionen unseres Geldes für ein “Jugendangebot” namens Funk ausgibt – mit einem Logo, was an RTL 1984 erinnert. Und Inhalten, die ebenso an 1984 erinnern, aber das ginge jetzt zu weit.

Das erste, was ich davon mitbekommen habe, war die Sendung “Auf Klo”, und mit dem Titel ist Setting, Inhalt und Niveau der Sendung vollumfänglich beschrieben. Die zahlen aber offensichtlich ein horrendes Vermögen für ihre Moderatoren; Mai Thi Leiendecker ist promovierte Chemikerin und könnte ja auch einem anständigen, gut bezahlten Job nachgehen – zum Beispiel in der Entwicklung chemischer Waffen. Aber Geld verdirbt bekanntlich…

… und wo Geld ist, sind Feministen nicht weit. Wenig verwunderlich hat sich Funk in kürzester Zeit zu einer Mischung aus Feminism 101 und einem bierseligen Saufgelage der Antifa entwickelt.

Durch besondere Dummheit zeichnet sich hier der Kanal “Jäger und Sammler” aus, die sich nicht wirklich für ein Thema oder wenigstens einen Themenbereich entscheiden können… aber Suzie Grime verpflichtet haben. Suzie Grime, wer die nicht kennt (ihr Glücklichen), ist ein wandelndes Argument für die Befürwortung von Abtreibungen bis zum natürlichen Tod. Zusätzlich gibt es zur Diversity-Steigerung noch einen schwulen Neger (quasi die günstige 2in1- Packung), der ein ziemlicher Rassist ist und überall Leute sieht, die ihm in die Fresse schlagen wollen und das aus irgendeinem Grund auf seine Hautfarbe und nicht auf seine widerliche Art und das blöde Grinsen schiebt. Die Dritte im Bunde ist ein syrisches Flüchtlingsmädchen, wohl um zu illustrieren, dass man auch dann westlichen Bullshit reden kann, wenn man ein Kopftuch trägt.

Im Kern dreht sich das ganze aber um Suzie Grime und radikalfeministischen Unsinn, was in Zeiten der Globalisierung einigen deutschen Youtubern die Möglichkeit eröffnet hat, im Stil von Bearing, Undoomed oder Sargon of Akkad fundierte Feminismuskritik auf Youtube jetzt auch in deutscher Sprache anzubieten. Die “Namen” in dem Bereich sind Der Doktorant, Vulgäre Anlayse und Dorian der Übermensch. Die letzteren beiden kenne ich nicht, aber nach einem offenen Brief von Doktorant bezüglich der hirnlosen Verbrennung von Rundfunkgebühren für SJW-Indoktrination wurden halt diese drei als diejenigen ausgemacht, die “Hater” auf die arme Sozialschmarotzerin, den Neger und das Kopftuchmädchen loslassen würden.

Wir können nun darüber reden, wie Kommentare in Form von “die Stimme nervt, aber ich würde ihr trotzdem meinen Schwanz reinrammen” zu beurteilen sind, aber ich fände es dann für einen öffentlich-rechtlichen Anbieter mit Bildungsauftrag doch primär eher verwerflich, keine Aufklärung über (a) don’t stick your dick in crazy und (b) das enorme Risiko von Falschbeschuldigungen bei jedwedem Kontakt mit Feministen zu betreiben. Natürlich aber guckt das eh kaum jemand – die drei Hate-Aggregatoren haben drei- bis zehnmal mehr Zuschauer.

Ganz im Sinne linker Tradition tun die Gutmenschen von Jäger und Sammler jetzt so, als könne man mit ihnen reden – und haben zu einem Gespräch eingeladen. Nach Berlin.

Natürlich wäre das Thema damit für mich erledigt, nichtmal Hitler hat Berlin ausgehalten, ohne sich in den Kopf zu schießen. Aber die drei Jungs wären da tatsächlich hingefahren – über Sinn und Unsinn dessen, mit einer feindlich gesinnten Presse zu sprechen, um dann seine Aussagen bestenfalls verzerrt wiedergegeben vorzufinden, müssen wir hier auch nicht reden.

Wir müssen aber darüber reden, dass Doktorant und Vulgäre Analyse anonym vloggen, weil sie neben dem Internet auch noch ein Leben haben, was nicht aus dem Bezug und Verkiffen von Hartz4-Leistungen besteht. Sie wollten daher anonym bleiben.

Is nich, finden die Wilderer und Loser.

Ich habe jetzt etwas darüber nachgedacht und versucht, Argumente dafür zu finden, bei einer inhaltlichen Diskussion nicht anonym bleiben zu können, weil (a) das Argument der GEZ-Zecken “weil uns Sichtbarkeit wichtig ist” irgendwie vollkommen unsinnig wird, wenn die Jungs dann doch anonymisiert gesendet werden. Und weil (b) ich auch keinen Bock darauf hätte, dass mir die Antifa das Auto anzündet, wüste Verleumdungskampagnen startet oder der SWR einfach mal frei ausgedachte Beschuldigungen vor einem Gericht einreicht wie bei Danisch – ist ja nicht denen ihr Geld, wenn das Gericht das Meiste für Quatsch befindet.

Von daher halte ich die “Gesprächsbereitschaft” der Funk-Ideologen für reines virtue signalling, was keinerlei Rückhalt in der Realität hat und sie außer einem gescripteteten Vorführen mit anschließendem doxxing auch nicht wirklich Interesse an gegenteiligen (oder gar realitätsnahen) Meinungen haben. Ansonsten müsste es ja möglich sein, einen Kompromiss zu finden, statt nur “meh” zu allen vernünftigen Forderungen der Eingeladenen zu sagen.

Wie spannend das geworden wäre ist fraglich; Hangouts zwischen englisch sprechenden Kritikern und Feministen sind auch unerträglich gehaltlos, weil letztere nicht zuhören und ununterbrochen Unterstellungen machen, die durch absolut nichts begründet sind. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass eine “Diskussion” mit Suzie fruchtbarer ist als die mit einer Tomate, und der grinsende Neger ist auch nur eine Orgelpfeife. Das Kopftuchmädchen hingegen wäre interessant, aber auf ein Gespräch mit jemandem, der in Interviews dümmer tut, als er ist, um den Gesprächspartner als dümmer dastehen zu lassen, als er ist, hätte ich auch keine Lust. Das ist wie Pegida und die Lügenpresse – Journalisten sollten schon wenigstens an den Gesprächspartnern interessiert sein, nicht ausschließlich an ihrem heiligen Narrativ.