Fake Facts

Ei guck, klickt man auf irgendwas bei youtube, weil es nichts umweltfreundlicheres gibt, als dass ein Haufen vollkommen nutzloser Menschen mit Privatjets ne Woche Urlaub in Sharm-el-Sheikh macht, und ohne auch nur das monoton-langweilige Video lange genug auszuhalten, um zu wissen, ob das nun ein Weltuntergangsprophet oder ein Unsinnskritiker ist, bekommt man von youtube hübsch blau (blau wirkt seriös; deswegen haben Banken und Versicherungen idR blaue Logos) hinterlegt einen “Kontext”. Dieser lautet:

Der Begriff „Klimawandel“ bezeichnet langfristige Temparatur- und Wetterveränderungen, die hauptsächlich durch menschliche Aktivitäten verursacht sind, insbesondere durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe.

Quellenangabe hierfür ist die Propagandaabteilung der Vereinten Nationen, also eine politische Organisation. Selbst da steht das aber anders:

Der Begriff „Klimawandel“ bezeichnet langfristige Veränderungen der Temperaturen und Wettermuster. Diese Veränderungen können natürlichen Ursprungs sein und beispielsweise durch Schwankungen in der Sonnenaktivität entstehen. Doch seit dem 19. Jahrhundert ist der Klimawandel hauptsächlich auf menschliche Tätigkeiten zurückzuführen, allen voran die Verbrennung fossiler Brennstoffe wie Kohle, Erdöl und Erdgas.

Ja… die “Begründung” für den einzig strittigen Satz, hier den dritten, kennen wir alle auswendig: Da seien sich ja die “Experten” einig. “Wissenschaftler” können sich nicht einig sein, sonst könnten sie ja kein Wissen mehr schaffen, und “nach Meinung von Arbeitslosen” klingt halt in etwa so beachtenswert, wie es ist.

Was wir hier haben, ist ein non sequitur. Wir haben in Satz 1 eine Definition – Gott ist ein übernatürliches Wesen, das über eine transzendente Macht verfügt. Es folgt dann der Stand der Forschung in Satz 2: Es gibt den Himmel und die Erde. Und dann kommt Satz 3 eine (angebliche) Korrelation, die als Kausalität ausgegeben wird: “Gott ist der Schöpfer des Himmels und der Erde“. Wenn Ihr das jetzt Unsinn findet – das sagen Experten für Gott seit locker 3.000 Jahren, zumindest Rabbis und hinduistische Priester; kann man sogar nachlesen. In jüngerer Zeit gibt es da sogar noch mehr Fachliteratur, zum Beispiel das neue Testament des Christentums, oder den Koran der Moslems.

Pfarrer, hinduistische und katholische Priester, Imame und Rabbis sind sich aber, im Gegensatz zu Klimaapokalypten, kein bisschen einig. Ich meine – natürlich sind die sich alle einig, dass es einen Gott gibt; es bestreitet aber ja auch niemand, dass sich das Wetter ändert. Aber abseits dieses Punktes sind sich die “Experten” dann eher wenig einig. Also, die Religionswissenschaftler, nicht die arbeitslosen Klimaspinner. Letztere sind sich einig.

Der Klimaquark ist damit keine Religion, sondern eine Sekte. Der Unterschied hier ist, dass eine Religion eine (geteilte) Weltanschauung ist, eine Sekte hingegen eine eher radikale Doktrin, die alle anderen als Häretiker sieht. Und mit denen man weder reden kann, noch dass sich das lohnt, weil die zu sehr in ihrem starren Weltbild gefangen sind. Mit Weltbildern ist das schon schwierig genug, der netteste katholische Priester wird weder einen Rabbi noch einen Imam zum besten Schweinebraten der Welt einladen können, um das mit Gott mal auszudiskutieren. Der Imam aber wird gerne Lamm auftischen und mit dem Priester und dem Rabbi reden, allein, weil er davon überzeugt ist, die anderen von der Richtigkeit seines Weltbilds überzeugen zu müssen, weil das Gottes Wille ist.

Sektenmitglieder hingegen können nicht mit Dritten reden, weil da ja am Ende noch jemand kommen könnte, der behauptet, die Erde wäre durch Zufall entstanden und Menschen ebenso und es gar keinen Gott gibt. Im Vergleich hätten es die Klimasektenanhänger sogar eigentlich einfach; dass sich das Wetter ändert, bestreitet absolut niemand. Das Problem ist, dass die nur ihr Dogma haben, keine Argumente. Mag ja sein, dass es einen antropogenen Anteil am Klimawandel gibt – ja und? Ich finde es prima, nicht mit vier Jahren zu verhungern, Telefone zum rumtragen sind eine Offenbarung, und selbst die Sektenanhänger mögen ihre Privatjets. Oder zumindest ihre Regenparkas aus Polyamid und Klebstoff aus Polyurethan. Im Gegensatz zu den Klimaspinnern kaufe ich mir aber nicht einfach Tonnenweise FCKW und öffne die Dose, nur um der Umwelt nutzlos zu schaden. Die schon. Wie soll man mit solchen Leuten darüber diskutieren, ob sich das mit der, falls sie denn nennenswert antropogen ist, globalen Erwärmung nicht eventuell lohnt?

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3 Replies to “Fake Facts”

  1. Was ist der Unterschied wischen einem Bettler und einem Raeuber? Nun, der Bettler fragt, ob man ihm freiwillig etwas Geld geben wuerde (oder Essen, oder Schnaps). Der Raeuber nimmt sich alles was du bei dir hast mit Gewalt.

    Wenn die Klima-Wandelnden an der Strasse sitzen wuerden, und um eine milde Gabe fuer ihren Kakerlaken-Burger bitten wuerden, sei’s drum. Sie sind aber nur die nuetzlichen Idioten fuer den raeuberischen Staat, der dir alles raubt, bis du nichts mehr hast. Und dann musst du beim Raeuber darum betteln etwas zurueck zu bekommen, damit du ueberleben kannst, so dass er dich naechsten Monat wieder ausrauben kann.

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  2. Mit Sektenangehörigen kannst du nicht diskutieren. Geht einfach nicht.
    1. Die Welt/Menschheit ist dem Untergang geweiht.
    2. Sie haben das Patentrezept, um das abzuwenden.
    3. Wer mitmacht, ist deshalb geheiligt
    4. Daher sind alle anderen bösartiger Abschaum.
    5. Deshalb hört man nur der Sekte zu und niemals anderen. Neue Sprache, Begriffe werden umdefiniert. Das verhindert, dass man anderen noch versteht, wenn man schon zuhören muss, Es vermeidet auch Verwirrung, wenn die eigene Lehre unstimmig werden könnte.
    6. Der heilige Zweck heiligt wirklich alle Mittel.
    7. Andere können sich bestenfalls zu einen wahren Lehre bekehren lassen. Sie können vom Unwissenden zum Halbwissenden aufsteigen, der aber Führung bedarf.

    Konkret: Die kapieren ja nicht mal den Unterschied zwischen geologischen Zeiträumen und den paar Jahren seit ihrer komischen Hockeyschlägerkurve. Nicht mal das Wort Eiszeit erschüttert die. Nicht mal, dass in Brandenburg Fische im subtropischen Meer schwammen.
    Man sollte ihnen Drogen gestatten. Viele Drogen. Vielleicht hilft das.

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