Blackout

Ich lese gerade, dass zunehmend mehr Rechtsradikale vor einem Blackout warnen. Nun bin ich kein Rechtsradikaler; ich bin libertär. Ich werde Euch nicht vor irgendwas “warnen”; Ihr seid mir ziemlich egal und lernt das entweder selber, mirwegen auf die harte Art, oder Ihr verhungert halt. Es gibt 8 Milliarden Menschen auf diesem Planeten; da bleiben schon immer noch zu viele übrig.

Wenn wir beim Thema “8 Milliarden” sind: So viel kosten übrigens die Mainzelmännchen. Jedes Jahr. Es ist also keine relevante Frage, ob es Mainzelmännchen gibt – die gibt es; ich kann Euch da ein Video zeigen. Die wichtige Frage ist aber: Wozu sind die denn gut?; braucht die irgendwer?; und vor allem: Könnte man das Geld nicht für was sinnvolles ausgeben?

Warum, aber, warnen die fiesen Rechtsradikalen nun von einem Blackout? Nun, fragen wir die Mainzelmännchen, die checken ja Fakten. Oder – Moment, vielleicht fragen wir die lieber nicht; das sind Zeichentrickfiguren vom Fernsehen. Die wissen nicht, was Fakten sind. Die stellen eh nur die falschen Fragen. Das sieht man schon an den Antworten:

2019 seien das 12 Minuten und 12 Sekunden gewesen, „die bisher niedrigsten Ausfallzeiten” seit Beginn der Erhebungen im Jahr 2006, so der Sprecher. Und das, obwohl seit 2006 der Anteil erneuerbarer Energien im Strommix deutlich ausgebaut wurde.

Ich werde mir von totalverblödeten Feministen ja wieder “Mansplaning” vorwerfen lassen müssen, und mein Physik-Leistungskurs ist 25 Jahre her, aber, lieber Malte-Dören vom Lehrstuhl für absoluten Unsinn an der Hochschule Aalen: Du hast doch wahrscheinlich eine Taschenlampe. Wenn Du da jetzt keine Batterie rein tust, dann macht die was? Genau: Nix. Wenn Du aber eine Batterie reintust, dann macht die Licht. Wenn Du jetzt zwei Taschenlampen hast, und nur in eine eine Batterie tust, dann macht nur eine Licht. Wenn wir jetzt aber statt einer Batterie für 12 cent an die zweite Taschenlampe ein 50€-Solarpanel anschließen, dann macht die auch Licht. Also, zumindest dann, wenn die Sonne scheint. Sonst macht das Solarpanel nämlich keinen Strom, und dann macht die Taschenlampe auch kein Licht.

An dieser Stelle könnte man sich fragen, warum wir zwei leuchtende Taschenlampe brauchen, wenn sowieso die Sonne scheint; normalerweise isses da dann nämlich eh hell. Aber diese wichtige Frage scheint sich keiner zu stellen, weil uns ja sonst das Klima auf den Kopf fällt und wir unseren Häuptling wählen wie ein gallisches Dorf.

Stattdessen sind die Mainzelmännchen offenbar erstaunt, dass wir mehr Strom haben, obwohl wir neben der 12-cent-Batterie auch noch ein 50-Euro-Solarpanel haben. Obwohl man ja nun eigentlich erwarten könnte, dass man mit mehr Energiequellen auch mehr Strom hat.

Hat man aber nicht. Weil, wie angedeutet, das Solarpanel halt nur dann Strom macht, wenn die Sonne scheint. Und normale Leute brauchen Licht eher nachts. Da scheint die Sonne nämlich nicht.

Das ist aber zu hoch für die Mainzelmännchen, und auch für die Konifären in der Bundesregierung. Zuständig für den Blackout ist bei uns nämlich Dr. MeineFrauhateinKinderbuchgeschrieben. Robert denkt, dass Unternehmen, die nichts mehr machen, nicht insovlent werden. Das ist insofern verständlich, da Leute, die nichts können und nichts arbeiten ja schließlich auch nicht arbeitslose Assos sind, sondern Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz der Bundesrepublik Deutschland.

Auch hier ist die Prämisse wieder eine falsche Frage, die kein vernünftiger Mensch stellt. Analog zu einer Taschenlampe, die nur bei strahlendem Sonnenschein leuchtet, ist die relevante Frage vielmehr, wozu so ein Minister eigentlich gut ist. Aber der Robert hat eine Parteikollegin, die ausgebildete Hupfdohle, damit qualifiziert man sich angeblich als Bundesministerin des Auswärtigen. Und die hat ja dem deutschen Volk, was sie noch weniger interessiert als die Idioten, die sie gewählt haben, erklärt, dass den Strom Kobolde im Netz speichern. Der Robert hat ihr da offenbar zugehört und das geglaubt.

An dieser Stelle muss ich ein paar Sachen richtig stellen: Annalena hat in dem Satz nur das Wort “Cobalt” verbaerbockt. Cobalt gibt es, im Gegensatz zu Kobolden, nämlich wirklich. Nun speichern weder Kobolde noch Cobalt Strom “im Netz”, weil sich Elektronen anders verhalten als Wasser in Wasserleitungen, aber das würde jetzt fast neunte Klasse Physik werden. Man kann gleichwohl aus Cobalt einen LiCoO2 – Akku bauen. Also, nicht ich, nicht Annalena, und nicht Robert; aber es gibt Leute, die das können. Die machen das aber nicht, weil das halt unglaublich gerne explodiert.

Ich kann aber mit zwei Nägeln vom Baumarkt und einer Zitrone vom Aldi gegenüber eine LED leuchen lassen. Sogar nachts. Und Zitronen wachsen wörtlich auf Bäumen, von daher verstehe ich überhaupt nicht, warum das mit den erneuerbaren Energien so teuer und aufwändig und Blackout sein soll. Das wurde vielleicht in dem Physik-Leistungskurs erklärt; ich war da aber meistens lieber Billardspielen. Und ich hab auch keine Ausbildung als Hupfdohle, und keinen Dr. in MeineFraueinKinderbuchschreibenlassen. Von daher mag ich mich da irren.

Insofern ist auch eine Warnung vor einem Blackout müßig. Weil der Robert und die Annalena und die Frau von der Antifa finden ja, dass sie alle prima sind, und nehmen aus der auch nachts, wenn man sie braucht, funktionierenden Taschenlampe die Batterien raus. Klar, Kern- und Kohlekraftwerke sind ein bisschen größer, aber das ändert ja nun am Prinzip nichts. Und meines Wissens nach haben die nicht genug Zitronen gekauft, um die Energieversorgung sicherzustellen.

Was machen wir also, wenn der Blackout kommt? Hmmmm…. schwierig. Kommt der denn? Weil vielleicht macht ja irgendwie Feenstaub dann doch wieder Strom. Oder russisches Gas aus der NordStream II – Pipeline, das könnte auch Strom machen, aber die ist ja pfui, sagt Greta. Und die Hupfdohle.

Ich mache mir da schon Gedanken. “Preppen” nützt nix, wenn Dir das jemand rauben kann, und in Deutschland eine Schusswaffe zu bekommen ist super-umständlich und teuer. Die intressantere Frage ist aber auch hier, ob man denn eine braucht. Denn die einfachste Möglichkeit, in Deutschland an eine Schusswaffe zu kommen, ist, sich bei Tedi oder Kik eine Wasserpistole und matt-schwarzen Sprühlack für insgesamt 3,48€ zu kaufen und dann die Polizei anzurufen; die geben Dir dann ihre echten Pistolen. Das ist aber freilich verboten, und ich bin ja nun nicht bei der Antifa; von daher macht man nichts kriminelles. Mal abgesehen davon finde ich Bedrohen und Morden grundsätzlich moralisch falsch – nochmal: ich bin ja nicht Teil der Antifa.

Ne – ich denke, Waffen sind völlig unnötig. Ich hab nämlichne Kettensäge, die ist zwar kaputt und für 5€ vom Flohmarkt, aber echt groß. Die kann man ja im Fall der Fälle aus dem Keller holen und zu dem dekorativen 龙泉 – Schwert stellen. Weil wenn Du jemanden mit einer Schusswaffe bedrohst, ist die Wahrscheinlichkeit gar nicht so niedrig, dass derjenige denkt, dass Du sowieso nicht schießt. Was in meinem Fall durchaus eine gar nicht unrealistische Möglichkeit ist. Wenn Du aber ne Kettensäge in der Hand hast, ohne gerade einen Baum zu fällen, denkt so ziemlich ausnahmslos jeder, dass Du volle Pulle Psycho bist und sucht das Weite. Ist, denke ich, die friedlichste Lösung.

Sowas ist aber erst nach plusminus zehn Tagen ohne Strom relevant. Die Zivilisation bricht nach grob 48 Stunden ohne Strom zusammen; also so grob in der Nacht auf Tag drei. Da wird dann erstmal alles geplündert, was man bequem plündern kann. Hierbei ist zu beachten, dass es gar nicht so einfach ist, Sicherheitsglas einzuschlagen. Wissen wir von den “Black Lives Matter” – Negern, da gibt es tolle Videos, wie sie Ziegelsteine gegen Schaufensterscheiben werfen, nur damit die da abprallen und ihnen dann auf die Füße fallen. Haben wohl nicht das Antifa-Handbuch gelesen; um selbst eine amerikanische Glasscheibe einzuschlagen, braucht man schon einen dieser roten Hämmer, die es gratis in öffentlichen Verkehrsmitteln gibt.

Ich würde davon abraten, bei sowas mitzumachen. Größere Menschenmengen bilden sehr leicht und sehr spontan einen Mob, und das ist super-gefährlich, weil Mobs nicht mehr denken. Solltet Ihr also im Falle eines Blackouts plündern wollen, hier der obligatorische Hinweis, dass das verboten ist, aber es ist ja jetzt auch nicht so, als würden die Kameras noch funktionieren nach 48 Stunden. Das wäre so die Nacht, wo vielleicht noch relativ wenig los ist; da klauen halt die ersten Vollidioten Fernseher. Als gäbe es Strom!

Man plündert aber keinen Schwachsinn. Man plündert Zigaretten, die sind leicht, und vor allem Alkohol. 60 Flaschen Schnapps reichen als Tauschware für eine kleine Familie für zwei Jahre. Was so grob die Zeit ist, die ich schätze, dass es dauert, bis die Zivilisation sich regeneriert hat, nach “nur” 72h Stromausfall. Denn ohne Strom läuft keine Ölraffinierie. Das mag nicht so schlimm wirken, weil die Tankstellen sowieso nicht funktionieren, aber die Schaufelradbagger im Kohlebergwerk wie auch die Schiffe brauchen durchaus ihren Diesel repektive Schweröl. Gibt’s dann halt nimmer. Dann gibt es für die Kohlekraftwerke keine Kohle mehr, weil ja nun auch die Züge keinen Strom hatten, um das Zeug da hinzubringen, was es aber sowieso nicht gibt. Und auch keinen haben werden, weil es ja nun keine Kohle mehr gibt. Und kein Öl. Und sonst auch nix mehr. Da nützt es dann auch nix mehr, wenn super-windig die Sonne scheint, weil die Umspannstation durchgebrannt ist. Kann leider niemand mehr reparieren, weil der Keramikisolator, selbst aus Ostdeutschland, leider Strom bräuchte für die Herstellung.

Wir sind 72 Stunden davon entfernt, 200 Jahre in der Zivilisation zurückzufallen. Das ist keine fürchterlich-rechtsradikale Warnung, das ist eine Tatsache. Das können gar nicht genug Leute wissen. Und vielleicht liest das ja hier jemand vom Verfassungsschutz und sagt das dem Doktor, der Hupfdohle, oder der Frau von der Antifa. Ich fände das nämlich ziemlich beschissen, und ich finde es grotesk, dass die das offensichtlich nicht wissen.

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5 Replies to “Blackout”

  1. Kein Wunder mit Annalenas Kobolden, wo doch die Verblödung schon bei “Strom aus Zitrone” einsetzt, beliebiges Beispiel:
    https://www.geo.de/geolino/basteln/10782-rtkl-strom-experimente-mit-strom

    Die nächste Folge ist aber nur für Abiturienten, denn da wirds schwierig: Die Zitrone wird nämlich ganz klein und schrumplig, wenn man allen Strom rausgesaugt hat, wie Mamis Brüste nach 12 Kindern. Also brauchen wir eine neue Zitrone. Aber das Schöne ist: Die wachsen nach, im Gegensatz zu Eisennägeln!

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  2. Bin vor 1 Stunde aufgewacht und es war Stromausfall. Wenn ein schweres Gewitter oder ein Sturm hier durchzieht schaltet das E-Werk meist den Strom fuer das gesamte Grossdorf mit ueber 400.000 Leuten fuer 1-2 Stunden ab. Nun bin ich gestern abend besoffen genug ins Bett gegangen, so dass ich vom Gewitter nichts mitgekriegt habe, und vom Stromausfall nur die letzten 20 Minuten. Fuer sowas hat der 3. Welt Bewohner mit etwas Kleingeld halt eine dicke UPS. Damit kann ich noch bloggen, dass die Welt untergeht, bis die UPS fuer den Server beim ISP den Riemen runter macht.

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  3. @luisman: Ich hatte mal in Karachi/Pakistan (das dreckigste Mistnest der Welt, wo man nicht gewesen sein muss) mit Verblüffung in einem modernen Einkaufszentrum gesehen, dass die Händler bei Stromausfall alle Stromaggregate vor den Laden stellten und man lief als Kunde hustend da vorbei, weil das ja überdacht und indoor war.
    Irgendwie ist das für mich das die grüne Zukunftsvision: ̶M̶a̶o̶ Habeck blickt auf dem Reichstag mit dem Fernglas über den kraftwerksfreien (allerdings sonnenmühlflügelgeshutterten) lichten Horizont, während die ̶M̶o̶r̶l̶o̶c̶k̶s̶ einfachen Bürger unten außerhalb des Sichtbereichs ihre stinkenden kleinen Stromaggregate rattern lassen.
    Vorbei ich die Vision mit den Morlocks (Zeitmaschine von Wells) gar nicht so uninteressant finde, zumal sich die andere Kaste neben den Morlocks, die Eloi, hübsch gesund aus dem Bioladen ernähren, um dann irgendwann lecker … ach lest es doch gefälligst selbst:
    https://archive.org/details/wells-herbert-george-die-zeitmaschine

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