Terror on the Prairie (Filmkritik)

Wenn ich morgens aufstehe, gehe ich ja nun auf Klo. Da lese ich Nachrichten. Also, Nachrichten, wie Linke sie berichten. Und dann hab ich youtube mit Ben Shapiro oder einem anderen der Dailywire-Protagonisten laufen, um genau die gleichen Nachrichten nochmal zu hören.

Streicht man dann aller Autoren politischen Bias, hat man die Nachrichten™. Freilich, das ginge theoretisch auch beim morgendlichen Pinkeln in 60 Sekunden, aber es muss ja heutzutage jeder seinen fucking Senf dazugeben, damit auch ja niemand auf die Idee kommt, selber nachzudenken.

Nun – als Geschäftsmodell scheint das “Nachrichten kommentieren, links” gerade auszusterben, weil dafür kein Mensch mehr Geld zahlen will, der welches hat, wohingegen “Nachrichten kommentieren, nicht-links” enorm profitabel zu sein scheint.

Weiterhin hat die “evil comic rodent corporation” (danke, Critical Drinker, aber das übersetzt sich nicht schön) ja aus ihrerem Gelddruck-Star-Wars- Spinoff “The Mandalorian” eine Schauspielerin namens Gina Carrano gefeuert, weil sie was vernünftiges gesagt hat. Ich weiß nicht mal, was. Googelt selber; und wahrscheinlich hat sie nur einen Tweet geschrieben.

Nun kannte ich weder Gina Carrano noch irgendeinen evil comic rodent corporation – Pseudo – Star-Wars-Film, oder geschweige denn eine Serie, aber wenn einem Ben Shapiro jeden Wochentag in Wasserfall-Geschwindigkeit sprechend eindrücklich den Film anpreist, überlegt man sich schon, ob man nicht 0,8 Cent des Geldes, das man einer holländisch-Cayman Islands-ukrainischen Hongkonger Briefkastenfirma mit einer bar bezahlten Prepaid-Gutscheinkarte gegeben hat, für den Film ausgibt.

Terror on the Prairie ist nicht der erste Film von Dailywire – und wohlgemerkt, das sind nur ein paar Spinner aus dem Internet. Die hatten schon drei; Run, Hide, Fight; Shut In, und The Hyperions. Der erste war Alarmstufe:Rot, nur mit einer Frau statt Steven Segal und ohne Schiff, den zweiten habe ich vergessen, und der dritte war eine groteske Mischung aus Austin Powers und irgendwas von Marvel. Kann man alle gucken, muss man aber nicht.

Terror on the Prairie, hingegen, sollte man schauen. Nicht nur, weil der CEO jüngst herzerreißend um mehr Abos bettelte, weil er sich nach 75 Millionen Dollar für den Film nur noch einen geleasten Aston Martin leisten kann. Sondern, weil der Film halt mal wirklich, wirklich gut ist. Und Gina Carrano offenbar eine 1a Schauspielerin. Und der Drehbuchschreiber ebenso gut war. Ich hab an dem Film ganz ehrlich nichts auszusetzen – und das, obwohl es ein Western ist. Ich mag keine Western.

Handlung? Ey, schaut den Film.

Spoiler? Es ist ein Western. Es schießen Leute aufeinander. Richtig, richtig realistisch gemacht.

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