Filmkritik: Matrix Resurrections

Der Film Matrix (1999) ist ein unvergessliches Meisterwerk der Filmgeschichte.

Nun wurde bekannt, dass die Macher dieses weiterhin großartigen ersten Films und zwei immerhin interessanten Fortsetzungen zwischenzeitlich einen Dachschaden bekommen haben.

Der vierte Film der Trilogie kam 2021 in die noch nicht insolventen Kinos, aber laut Gesetz war das Risiko, sich dort eine Erkältung zu holen, zu groß, als dass man da atmen dürfte. Mein Interesse an Matrix 4 war hier nicht höher als meine Leidensfähigkeit.

Da mich aber eine sehr attraktive wie zuvorkommende Dame jüngst mit 200 anderen Menschen für mehrere Stunden in eine Aludose eingesperrt hat, habe ich den Film mittlerweile gesehen.

Also, nicht den ganzen Film, sondern nur die ersten 40 Minuten. Es lief nämlich parallel die computeranimierte Produktion In-flight Map, und der qualitative Unterschied könnte kaum größer sein.

Die Macher von In-flight Map haben es geschafft, dass der Zuschauer sofort mitten im Geschehen ist.

Unter vollkommenem Verzicht auf gelangweilt wirkende Schauspieler und nutz- wie gehaltlose Dialoge ist man bei In-flight Map wirklich von Beginn an auf das Ende gespannt. Auch der Plot ist von Anfang an klar und für jeden Zuschauer interessant.

Die Handlung erinnert etwas an Homers Meisterwerk Odyssee, ohne dies zu offensichtlich zu plagiieren. Wie Odysseus beginnt der namenlose Protagonist von In-flight Map seine Heldenreise in einer generischen Großstadt in der Zivilisation und macht sich auf in ein Abenteuer in die Ferne.

Der sprichwörtliche “rote Faden” des Films ist sogar optisch aufbereitet, ohne dass das blöd wirkt, führt über bekannte wie exotische Locations und Gebiete, wo der Zuschauer wie der Protagonist lieber nicht sein wollen, immer begleitet von akribisch recherchieren technischen Details, die sehr realistisch wirken.

Wirklich gut gelungen ist den Produzenten von In-flight Map aber das immersive Kinoerlebnis durch den Einsatz von Live-Action Role Play – Statisten und realistisch wirkenden Durchsagen aus dem Off, wenn der Protagonist auf Widrigkeiten wie schlechtes Wetter oder phantastische Monster wie “Luftlöcher” trifft. Ohne das Ende zu genau zu spoilern, endet der Film mit einem heftigen Wumms, den man sogar physisch zu fühlen glaubt. Man freut sich richtig mit dem Protagonisten, dass er sein Ziel erreicht hat.

Alles zusammen vergebe ich 8 von 10 Sternen; stellenweise sind die Anleihen aus der Odyssee schon sehr offensichtlich. Zudem hat der Film zwischendurch unnötige Längen, auf die der Zuschauer auch verzichten könnte. Ich kann den Film aber dennoch nur empfehlen; zumindest habe ich bereits Tickets für den zweiten Teil.

2 Replies to “Filmkritik: Matrix Resurrections”

  1. Inzwischen mischen die ja in Liebesfilme Pornoszenen rein, um Männer zu Hause aufs Sofa neben ihre Frau zu locken, aber ich habe das durchschaut. Fifty Shades of Grey zum Beispiel ist IN ALLEN TEILEN für Männer überhaupt nicht auszuhalten und völlig handlungsfrei. Einerseits soll er ihr den Arsch versohlen, andererseits nicht, dann aber doch, aber wehtun darfs keinesfalls und eine halbe Milliarde soll er abdrücken, damit ist eigentlich alles gesagt. Kino geht noch halbwegs, weil man auf seinem Smartphone ein eBok lesen kann und mit halbem Ohr für die nachfolgende Kurzkontrolle mithören kann, aber zu Hause auf dem Sofa? – Keine Chance. Und die Frau des Hauses wird hinterher über einen herfallen, während man eingeschlafene Füße hat und grenzenloses Mitleid mit armen Milliardären.

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