Die Vermeidung eines Problems zum Zwecke seiner Verewigung

Paul Watzlawik erklärt das so:

Das Grundmuster dafür liefert die Geschichte vom Manne,der alle zehn Sekunden in die Hände klatscht. Nach dem Grunde für dieses merkwürdige Verhalten befragt, erklärt er: «Um die Elefanten zu verscheuchen.«
»Elefanten? Aber es sind doch hier gar keine Elefanten?«
Darauf er: »Na, also! Sehen Sie? «

Kontext? Ich hatte eh das Gefühl, dass mein “Experten-Paradoxon” von vor 10 Tagen nicht 100%ig auf meiner geistigen Brillanz gewachsen ist; jetzt isses mir halt eingefallen. Watzlawik erklärt das Problem in Anleitung zum Unglücklichsein, S. 52f., so:

Und jeder dieser Akte der Vermeidung verstärkt … die »Überzeugung«, daß es damit die schmerzvolle Gefahr erfolgreich vermieden hat.
Was es nicht weiß und auf diese Weise auch nie herausfinden kann, ist, daß die Gefahr schon längst nicht mehr besteht.

Gibt aber wohl Leute, die das Buch nicht gelesen haben:

(Mal abgesehen davon, dass es aktuell nur in den USA über 50.000 Corona-Tote gibt, und dort die Maßnahmen sehr wohl in Frage gestellt werden, von bewaffneten Milizen bis hin zum Präsidenten. Aber gut, der Mann ist Politiker, die lügen halt).

3 Replies to “Die Vermeidung eines Problems zum Zwecke seiner Verewigung”

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