Replay

Meine Frau findet, ich spiele zu viel Factorio (Suchtwarnung: Factorio). Na gut, denkt man sich da, man kann ja auch mal wieder mit seinem Weibchen “spielen” – das hat aber, wohl wie mein Computer, auch so einen Power-Save-Modus, wenn man 5 Minuten nix tut, von daher muss ich Mist im Internet lesen.

Der Zufluchtsort für Bekloppte, denen Berlin zu assig ist und Hamburg zu sehr nach Fisch Watt stinkt, haben ja mit jetzt vom Prantlhausener Anzeiger eine schlecht bezahlende Heimat im Süden gefunden – obwohl man sich da natürlich in München trotzdem keine schönere Wohnung leisten kann als die, die ich meinem Asso-Hartzer-Mieter vermiete (was dachtet Ihr denn? Wer kann sich denn sonst 20% über üblicher Miete leisten, wenn nicht der Staat? Und renovieren muss man auch nicht, die können ja nicht weg 😉

Naja, verlinkt also der hier auf das hier, und das strotzt so voller Steilvorlagen, dass ich nicht anders kann.

Spin-offs und Remakes mit Frauen sind eine coole Idee

Das ist die halbe Überschrift, und schon will ich unterbrechen: Warum?

Ganz ehrlich, mir fallen spontan drei Beispiele ein, wo das überhaupt keine “gute Idee” war, auch so finanziell. Mir fällt nichtmal ein spin-off ein, was ich gut fände – jajaja, Spin-offs wie NCIS von JAG sind geil, aber das war’s dann auch schon, und die Frauen da sind…. äh, im Original nicht vorgekommen, das hängt (hing; ab S08 isses auch nur noch Mist) an Gibbs. Mac aus JAG war nun schon Hauptrolle, und ganz ehrlich, Petty Officer Coates? Harriet? Ehrlich – Harriet? Starke Rollen, klar. Aber alleine interessant genug? Mac war ja nun Hauptrolle?!

– wenn sie nur nicht so viele Klischees enthalten würden.

Mac, die Hauptrolle, war ein weiblicher US Marine Colonel. – und Alkoholiker, wie halt so alle US-Marine-Colonels; wer denkt da nicht an Jack Nicholson in “Eine Frage der Ehre”, der erklärt, es gäbe nichts geileres, als sich von einer Frau einen blasen zu lassen, vor der man am nächsten Tag salutieren muss? Catherine Bell? Huhu?

Ah – Klischees. Klar. Klischees funktionieren einfach nicht, deswegen ist Shaft (2019) ja auch total Scheiße.  Also, sagen die “Kritiker” (31% score bei rotten tomatoes). 94% der Leute, die’s gesehen (und bezahlt) haben, fanden’s geil. Ich auch, übrigens, und ich kenne die Originalserie nicht; so alt bin ich auch noch nicht.

Thema, Shitlord, Thema. Worum geht es hier eigentlich?

Warum Remakes wie „Batwoman“ höchstens pseudofeministisch sind

Jaaaa… die wichtiger Frage ist: Wen interessiert das?

Ende Dezember veröffentlichte Amazon Prime die neue Serie „Batwoman“.

Und ich hab sie nichtmal mitbekommen, das Amazon-AI-System scheint besser zu werden und sie mir nicht zu empfehlen. Analog gut ist Googles AI geworden, die mir diesen Verriss nahegelegt hat. Um fair zu sein, hab ich’s trotzdem geguckt – und das nicht nach meinen üblichen Maßstäben, dass ich es halt ggf. einfach nach fünf Minuten bleiben lasse, wenn’s nicht interessant, brutal oder lustig ist – ich hab’s sogar 15 Minuten ausgehalten. Daher: ist wirklich Scheiße.

Ich habe dann übrigens auch mein seit 2009 bestehendes Prime-Abo gekündigt, mit der Begründung, dass ich es nicht einsehe, für so einen politisch korrekten Scheiß Geld zu bezahlen. Wie erwartet bekam ich vom Kundenservice ein rabattiertes Angebot, um es mir anders zu überlegen – und ich wohne auf dem Dorf, ich brauch das Prime, quasi.

Wieso brauchen andere Protestler eigentlich Spenden? Das geht mit Gewinn….?!

Die Story beginnt drei Jahre nach dem Verschwinden von Batman.

Wir erfahren aber nicht, warum Batman verschwunden ist. Batman gab es seit 1939… Altersschwäche, oder doch politisch (korrekte) Gründe?

Klingt vielversprechend nach Female Empowerment

Also… “female empowerment” ist, dass drei Jahre lang die Scheiße den Bach runtergeht und fuck-niemand was tut, dann würden Frauen auch mal was machen? Ne, sorry, das ist unrealistisch:  in Deutschland haben erst im “totalen Krieg” nach fünf Jahren und anhaltenden Flächenbombardements die feinen Damen mal ihre dürren Ärsche von der Couch erhoben – wohl auf der Suche nach was zu Essen.

ist wie andere Remakes mit Frauen

Wenn man keinen Qualifikator dazuschreibt, denkt sich der Leser selbst einen. Ich denke mir hier “ja, auch Scheiße“. Ich hab nur das Gefühl, dass das gegen den Artikel gehen wird – Gott, wir sind noch im ersten Absatz.

aber alles andere als feministisch

Au contraire, madame. Das ist total feministisch: Wenn es irgendeinen Mann gibt, der irgendwas tut, werden Frauen ganz furchtbar unterdrückt, weil sie alles ganz arme Opfer und so dumm wie die Proponenten des Feminismus sind. Erst, wenn alle Männer weg sind, werden Frauen plötzlich zu einer über-göttischen Mary Sue (quasi Gott, Thor,  und der Hulk in einer Person). Weil? Female Empowerment! [Mary Sues sind nicht Gott; Gott trägt Verantwortung.]

Die Rolle der Kate Kane (Ruby Rose)

Wer? [ich hab das wirklich geguckt!]

etwa besteht quasi nur aus Stereotypen. Sie ist lesbisch, trägt privat natürlich kurze Haare und lässig-rockige Kleidung.

Ah – die Hauptdarstellerin. Das ist wie der Typ in Superman, der Superman ist, von dem keiner den echten Namen kennt, oder von Bruce Banner, oder Peter Parker oder … ey, das ist eigentlich ein brillantes Alter Ego. Keine Sau interessiert sich für eine kurzhaarige, androgyne Kampflesbe. Das ist… tja, halt total unrealistisch. Das Klischee des netten, nerdigen, bebrillten (Superman) Außenseiters (Spiderman), der’s nicht gebumst bekommt (alle, incl. Tony Stark), ist halt irl so Jeff Bezos. Tja, hättet ihr mal den nerdigen Typen gebumst, liebe Damen, dann müsstet ihr und eure Töchter keine Pakete austragen, gell? Mit Elon Musk sogar im Weltraum.

Im Batwoman-Kostüm kippt sie ins andere Extrem. Wallemähne, roter Lippenstift und die rote Fledermaus auf ihrem engen Superheldinnen-Outfit betont ihre Brüste.

Ihre… was? Ich hätte das vielleicht länger schauen sollen, googlen wir mal:

Ist ja auch viel Kopfsache, gell?

Der philosophische Teil

Theoretisch sind Spin-offs und Remakes mit weiblichen statt männlichen Hauptrollen eine gute Möglichkeit, mehr Schauspielerinnen auf die Bildschirme zu bringen.

Pornos sind eine sehr gute Möglichkeit, Schauspielerinnen auf die Bühne zu bringen. Vor allem, wenn man will, dass auch noch jemand dafür bezahlt, das zu sehen.

Nur etwa ein Drittel der erfolgreichsten Filme 2018 drehte sich um weibliche Hauptrollen

Jahaha – mit Quelle, übrigens. Und mich wundert das Drittel – wie viele Geschichten mit einer weiblichen Protagonistin mit interessanten Stories gibt es denn? Was haben Frauen denn für Probleme, die irl interessant sind? Keine? Sigourney Weaver brauchte mörderische Aliens, Sarah Connor mörderische Roboter aus der Zukunft, Leeloo war – äh – wichtig… was bleibt denn da noch? Dana Scully, die ein Problem mit einem Kerl hat? Meghan Markle, die ein Problem mit “dem System” hat? Die Sechs-Millionen-Dollar-Frau?

Liebe Damenwelt: So Storys leben davon, dass sie interessant sind, und Probleme machen Charaktere interessant. Ihr habt aber keine, und deswegen seid ihr auch nicht interessant – und kommt ihr auch nicht über Groschenromane raus, bei dem sich jede Frau “einfühlen” kann, die nicht von Gott persönlich gevögelt wurde – also, alle. Kann man sogar eine Religion drauf gründen. Interessiert nur (vernünftige) Menschen nicht so.

Der Rest des Artikels geht so weit an der Realität vorbei, dass ich mal einen großen Teil skippe; aber Auszüge gibt es:

Die seriöse Physikprofessorin Erin Gilbert (Kristen Wiig) mutiert beim Anblick des attraktiven Bewerbers (Chris Hemsworth) zu einem Dummchen.

Die… was? In Ghostbusters? Die “seriöse” Professorin, die an Geister glaubt und deswegen gefeuert wird, so seriös ist die?

Und “wird zu einem Dummchen” – jaaah – ich sehe jetzt nicht aus wie Chris Hemsworth, weswegen ich mal das “mutiert” anzweifle – die meisten Frauen sind schlicht Dummchen. Mal abgesehen davon, dass das ein wirklich schönes Geschlechterklischee reverse sein könnte, wenn denn die seriöse Professorin eine solche gewesen wäre und dann in Anbetracht des attraktiven Mannes alle Hemmungen fallen ließe – wie ein skrupelloser Investmentbanker mit Julia Roberts in der Badewanne. Dazu muss man aber erstmal ein skruppelloser Investmentbanker sein – oh, und einen Fehler haben, sei es nur, zuzugeben, dass man nicht Autofahren kann. Das sollte Frauen in der Regel total einfach fallen, so rein objektiv wie subjektiv, aber Frauen können halt keine Fehler haben, gell? Das macht sie aber uninteressant als Charakter in einem literarischen Werk – oder zu einer feministischen Catlady. Mei.

Der Film „Ocean’s 8“ steht schon besser da: …  (Anne Hathaway) gibt sich als dümmliche Diva.

Nun – Frauen und Schauspielerei vertragen sich fast noch schlechter als Frauen und dinge, die mit “Auto-” anfangen, wie “Autofahren” oder “Autorenschaft” – Frauen fehlt es an der Empathie, sich in andere Menschen einfühlen zu können und über etwas anderes zu schreiben als ihr Bedürfnis, mal von einem reichen Vampir, der alle haben könnte aber halt sie will, obwohl es dafür genau keinen Grund gibt, durchgebumst zu werden. Kristen Bell, z.B. ist mE sowohl in House of Lies als auch in The Good Place eine hervorragende Besetzung, aber keine gute Schauspielerin – die ist halt wirklich so (furchtbar), wenn man die Nachrichten Klatsch-Tratsch-Scheiße liest.

Das heißt nicht, dass es keine guten Schauspielerinnen gibt – Helen Mirren ist mit so grob 80 eine super-glaubwürdige Profikillerin – aber Anne Hathaway? Was hat die denn anderes “gespielt” als eine dümmliche Diva?

Weitere sogenannte Gender-Swaps sind in Planung. Demnächst etwa soll ein Remake von „Was Frauen wollen“ ins Kino kommen. Die weibliche Hauptfigur will ihre Fähigkeit, Gedanken zu lesen, dazu nutzen, in einer Männerdomäne Karriere zu machen.

Oh, das wird sicher toll. Was Frauen wollen ist deswegen lustig, weil Frauen halt X wollen. Oder Y. Kommt auf den Zyklus an. Oder auch nicht. Aber zugeben würden sie das nie. Das können Männer und Frauen  lustig finden, diese tabuisierte Bigotterie der Frauen. Wie soll das bei Männern funktionieren? “Ey, geile Titten” gibt es als (gesprochenen) Gedanken schon in einem Filmgenre, der nennt sich “Porno”. Hat übrigens ein Mann geschrieben, What Women Want.

Gender-Swaps sind für Produzent*innen ein vermeintlich einfacher Weg, auf den feministischen Zeitgeist nach #metoo zu reagieren.

Jaaah… ich würde meine Leser darum bitten, spontan eine Sekunde nachzudenken, ob ihnen auch nur ein Film post-#Metoo einfällt, den sie gut fanden – und sich daran erinnern können. Some Kind of Beautiful ist von 2014; einmal googlen ist Ende.

Feministische Geschichten ohne Klischees gibt es genug. Die Produzent*innen müssen sich nur trauen, sie zu erzählen.

Ja, nehmen wir zum Beispiel Eva Braun, die drei Jahre nach seiner Machtergreifung den 20 Jahre älteren Adolf Hitler einfach um den Finger wickelte und dazu brachte, nach drei Jahre erfolgreichem Wiederaufbau des durch Krieg und Reparationen am Boden liegenden Deutschlands dieses in einen verheerenden Vernichtungskrieg mit Millionen  von Toten zu führen, weil sie das total geil machte. Weil so Religion, wie die jüdische, zum Beispiel, ist ja total reaktionär und patriarchalisch und so.

Muss man sich nur trauen, ne?

One Reply to “Replay”

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