“Wo kommst du her” – Rassismus, die 34ste; Hashtag #vonhier

Wir Deutschen sind so eine furchtbar rassistische Gesellschaft, dass wir nicht annehmen, dass jemand, der aussieht wie Muammar Gaddafi, Ayatollah Chomeini oder die Sekretärin meiner Frau irgendwie “aus Deutschland kommt”. Das mag, so könnte der kritische Betrachter anmerken, dass wir Deutschen nicht so wahnsinnig geschichtsvergessen sind, wie das linke Aktivisten behaupten, und im Dritten Reich so ziemlich alles, was nicht vier Generationen nachweislich “arisch” Deutsch war in Konzentrationslagern vergast wurde / haben, aber man kann natürlich auch “Rassismus” brüllen.

Unter dem Hashtag #vonhier teilen User*innen auf Twitter Situationen, in denen sie auf unangenehme Weise nach ihrer Herkunft gefragt wurden.

Nun sind “wir” Deutschen sicher auch aufgrund ebendieser Nazi-Historie so ziemlich das einzige Land auf diesem Planeten, in dem nicht zumindest ein gewisser Nationalstolz selbstverständlich ist, aber allein die Formulierung stört mich. Ich kann recht überall hingehen, gefragt werden, wo ich herkomme, und dann mit “Deutschland. Kennst Du, wir waren die mit den Nazis; mein Opa war da einer von” antworten, und dann gibt es da 99% interessierte Leute, die ich dann bitterlich enttäuschen muss, weil ich halt nix gegen Juden habe oder sonstwen für gebürtige Untermenschen halte, was ein recht internationales Phänomen ist – sieht man an den Tutsi und den Hutu, obwohl die vollkommen identisch beides Neger sind  – und 1% Leute, mit denen man nicht reden will/kann, weil sie finden, dass ich irgendeine Erbschuld trüge, wie die Tutsi/Hutu oder die amerikanischen Kolonialisten. Als wäre da wer freiwillig hingegangen; siehe Australien.

In Deutschland stellt dieses eine Prozent die Regierung, aber – ja, es ist ein interessantes Thema mit zB jemandem aus der Ukraine, der eine (super-sexy) Krimtartarin als dekoratives Anhängsel Frau hat. Mit “echten “(arischen) Deutschen ist das Thema eher leidlich.

Quelle. Und als furchtbar rassistischer Deutscher möchte ich mal anmerken, dass die Illustratorin Elif Kücük (a) eigentlich Küçük heißen müsste, weil man das sonst schwerlichst aussprechen kann, und (b) Elif ein sehr stereotyp-negatives Negerbild hat, was im politisch ach so korrekten Deutschland halt gar nicht geht. Ich meine – kommt, nicht alle Negerinnen haben eine Hasenscharte, und so rein finanziell können sich kein Promille den fetten Gold-Ohrring leisten. Abgesehen davon ist das Bild – also, die Hände – spiegelbildlich verkehrt.

„Aus Herne“, sagt die fünfjährige Melissa selbstsicher.

Ja, das ist der erste Satz im Text, nicht dass Ihr Euch wundert. Und natürlich sagt eine Fünfjährige alles selbstsicher; die Fünfjährige in meinem Bekanntenkreis hat mich voller selbstsicherer Inbrunst belehrt, dass Drachen doch schon lange ausgestorben seien.

Warum der Artikel meine Aufmerksamkeit (und Verachtung) verdient hat, ist nicht so sehr das Treten des toten Pferdes des “wo kommst Du her” – “Rassismus”, sondern diese 5-jährige bei DSDS.

Ich meine ja nur – es wäre doch vielleicht angebracht, mal einen Artikel darüber zu schreiben, wie Eltern auf die Idee kommen, ihr fucking Kind zu stylen und anzuziehen wie eine thailändische Transe. Gut, wir leben offenbar in Zeiten, wo Idioten ihre geistig behinderte Tochter für politische Zwecke missbrauchen und dafür vom Papst zu Heiligen erklärt werden (ist übrigens alles nur Show; den Papst interessiert das moppelige Mädel einen feuchten Dreck; der ist katholischer Priester und daher eher eine pädophile Schwuchtel) – Thema, Shitlord; Thema.

Also, Dieter Bohlen hat wohl mehr Erfahrung mit thailändischen Transen als ich und ordnet die 5-jährige Drag Queen den Philippinen zu. Fairerweise wäre es mir auch eher peinlich, die diversen Nutten-Stile aller asiatischen Länder zu kennen, aber das ist hier offenbar nicht der Punkt. Der Punkt, schreibt ein bei ze.tt zitierter Vollidiot bei Twitter, ist,

sie hat Dir drei mal gesagt dass sie aus Herne ist und du überforderst das Mädel mit der Einwanderungsgeschichte ihrer Großeltern

Weil – kommt, mal ganz ehrlich, das sind asiatische Untermenschen, von denen kann man nicht erwarten, zu wissen, was ihre Großeltern getan haben oder auch noch deren Sprache zu sprechen oder mal in dem Land gewesen zu sein. Sagt übrigens ein Neger namens Malcolm Ụzọma Ohanwe, mit so Pünktchen unter den Vokalen. Ich nehme an, dass man die so ausspricht, wie wenn man gleichzeitig kotzen würde.

Nun ist es natürlich sehr weit aus dem Fenster gelehnt, von Eltern, die ihre Tochter in sowas schicken, irgendwie ein Niveau von Bildung zu erwarten, aber Bildung gehört halt zum “Deutsch sein” dazu. Freilich sind 5-jährige Kinder noch nicht in der Lage, Ethnien zu erfassen wie Dieter Bohlen, aber mal erwähnen dass Opa aus XY kommt wäre schon… angebracht. “Ich kann auch ein bisschen Rumänisch, du Dummi”, erzählte mir eine andere Fünfjährige jüngst. Selbstsicher, natürlich – gleich nach den ausgestorbenen Drachen.

wo kommt ihr her? Philippinen, oder?“, will er wissen und suggeriert der Familie auf diese Weise, dass er sie aufgrund ihrer optischen Erscheinung nicht für gebürtige Deutsche hält.

Jaaaaa…. das Thema ist halt mit dem 3. Reich vollkommen erschöpft, wenn Du aussiehst wie eine thailändische Transe und deine Mama wie die Präsidentin von Indien, gehen Leute halt nicht davon aus, dass Uropa in einem KZ Juden erschossen hat. Ich bin mir nicht so sicher, was daran jetzt irgendwie schlecht sein soll, aber nachdem mein diesbezüglicher Blogpost schon eine Weile her ist und ich seitdem selbstverständlich mit jedem, der mit mir geredet hat, darüber geredet habe, denke ich, dass die einzig vernünftige Erklärung für dieses pseudo-moralisierende Rassismus-Getue nur sein kann, dass den Leuten “ihr” Land (oder das ihrer Großeltern; mir schnuppe, ich halte es da mit den vier Generationen) peinlich ist.

Was, wohlgemerkt, ganz, ganz urig deutsch ist. Weil – hey, welches Land hat sonst nicht einen, sondern zwei Weltkriege angefangen – und verloren? Ich kenne nette Mädels aus Dörfern vor Tirana und zwei Jungs aus Erbil im Irak, und während Tirana in den Erzählungen sehr viel schöner wirkt, als es wahrscheinlich ist, könnte man da vielleicht sogar mal hin. Erbil hingegen ist von den Videos, die man da auf den Handys sieht, tatsächlich interessant, aber da kann ich nicht hin (“Ne, Doktor, freut mich, dass Dich das interessiert, aber ist gerade politisch zu schwierig. Der neue Scheich hat keine stabile Mehrheit, und meine Familie kennt den auch nicht, von daher entführt Dich nur wer, weil Du weiß bist. Ist gefährlich genug für mich…”)

Melissa ist irritiert

Ich hab keine Ahnung von den Philippinen, man kann mit einem halb so langen Flug auch auf den Malediven Tauchen gehen, aber in der Regel haben Asiaten auch einen westlichen Namen, weil wir blöden Westler ihren eigentlichen Namen halt nicht aussprechen können  – oder, bei Thais üblich – das eh keiner tut, weil Llanfairpwllgwyngyllgogerychwyrndrobwllllantysiliogogogoch im Vergleich zu Krung Thep Mahanakhon Amon Rattanakosin Mahinthara Ayuthaya Mahadilok Phop Noppharat Ratchathani Burirom Udomratchaniwet Mahasathan Amon Piman Awatan Sathit Sakkathattiya Witsanukam Prasit halt doch recht kurz wirkt – letzteres wäre Bangkok, übrigens; das Llanfair~ ist ein Dorf in Wales.

Ah – und Asiaten können recht sicher nicht “Melissa” sagen, ohne dass es blöd klingt. Und die Kleine hat recht offensichtlich Großeltern in Asien; von daher, wenn die Eltern nicht doof wären, hat die “zwei” Namen, so wie Donald John Trump halt Melissa Sharia Irgendwas (die Philippinen sind muslimisch; die haben daher aussprechbare Namen, aber ich lösch das jetzt nicht alles nur deswegen).

Scheinbar kann und will Bohlen dem jungen Mädchen und ihrer Familie das Deutschsein nicht glauben – warum würde er sonst so oft nachhaken und nicht locker lassen?

Weil…. man das Leute, die nicht aus Deutschland kommen, fragen kann. “Was hatt’n Dein Opa im zweiten Weltkrieg gemacht” hat bei in meiner Generation lebenden Deutschen nur eine mögliche Antwort: Nix wichtiges. Der deutsche Opa, der heroisch mit seinem MG ausgerechnet Deinen britischen Opa nicht erschossen hat, wurde nämlich 45ff. gehängt – und wurde daher nie Opa. Dein nicht-deutscher Opa ist recht wahlweise vor Faschisten, Islamisten oder Kommunisten geflohen und/oder hat entsprechend viele davon umgebracht.

Ich denke aber, dass das etwas ist, was die “Rassimus” – Schreier am “Deutschsein” nicht verstehen – sonst müsste man nicht die Selbstsicherheit einer Fünfjährigen erwähnen, als hätte sie dafür einen Pokal verdient. Ich bin mir recht sicher, dass das “deutscheste”, was man sein kann nicht ist, sich für was besseres als den Rest zu halten, sondern die unverschämte Arroganz zu besitzen, diesen Glauben als Wissen zu definieren.

Und da sieht man auch, dass das misshandelte Kind das sehr gut verinnerlicht hat, das “Deutsch sein”. Für einen Deutschen ist das nämlich eine vollkommen absurde Frage, “wo man herkommt”. Man ist ja schließlich Deutsch.


Mit dieser Frage setzte sich auch die Spiegel Online-Kolumnistin Ferda Attaman auseinander und schrieb: „Übergriffige Bemerkungen zu Aussehen, Aussprache und der Ahnengalerie gehören zum Alltag vieler Menschen, wenn sie einen erkennbaren Migrationshintergrund haben.“

Joah, und die deutsche Antwort auf dieses blöde Gejammer ist “dann geh halt woanders hin”. Dein deutscher Reisepass eröffnet Dir zehn mehr Länder als der zweitbeste Reisepass der Welt, und das sind fast alle. Aber, um das zu illustrieren, zitieren wir dann doch die Türkin:

Die Frau heißt Ataman. Wie Atatürk. Ich bezweifle, dass ihr die Frage jemals jemand gestellt hat; der ihren Namen kannte. Sie sieht nicht sonderlich türkisch aus, aber “sie sind iranisch-stämmig” würde ganz ehrlich niemand zu Ferda sagen; nicht nur, weil das eine gestelzte Formulierung in schlechtem Deutsch ist, sondern weil Iranerinnen im Schnitt echt gut aussehen, was Fräulein Ataman nun nicht tut.

Nett, aber, das nachgeschobene “Schlimm, das mit Erdogan”, so als würden solchen pseudo-aufregenden pseudo-rassistischen nicht “auch”, sondern vielmehr “nur” Linke verzapfen. Das, nun wieder, mag sein; ich kenne keine bekloppten Linken (näher).

Viele User*innen folgten Ferda Attamans Beispiel auf Twitter und teilten ebenfalls ihre Geschichten unter dem Hashtag. Dabei wird deutlich, wie unreflektiert viele Menschen auf ihre Herkunft angesprochen werden und wie häufig sie sich erklären müssen.

“Unreflektiert auf die Herkunft angesprochen werden”ist eine contradictio in adjecto. Ich kann nen Neger sehen, mir denken “ah, ein Neger”, und dann ist gut. Wenn ich nun wissen will, ob der ein somalischer Drogendealer oder ein nigerianischer Hawala-Banker ist, dann ist das nicht “unreflektiert”, sondern Interesse.

Erklären muss sich dann der Drogendealer. Oder Ferda Ataman. Ist aber ihre Schuld.

Frühstück. Hotel. Norddeutschland. Ich stehe am warmen Büffet, als plötzlich ein Mitarbeiter ruft: Halt, das ist Schwein!

Ja. Ist nicht passiert. Dem typisch Deutschen – mir, zum Beispiel – ist es eher peinlich, zum Mittagessen gebratene Hühnchenflügel von den Bootsnachbarn zu bekommen und dann peinlich zu sagen, “wir würden Euch ja zum Abendessen einladen, aber wir haben Bacon in die Türkei geschmuggelt….” (gibt’s, aber ist teurer als Kaviar) – “Halt, das ist Schwein” ist mehr die Scharia-Polizei als “deutsch”.

“ah der name sie sind sicher mit einem portugiesen verheiratet!”
“nein, ich bin portugiesin.”
“welcher elternteil?”
“beide.”
“sie sehen gar nicht so aus. und warum sprechen sie so gut deutsch?”#vonhier

Ja…. Paulanergarten. Portugiesen sehen aus wie Spanier – oder wie Holländer; komisches Land. Niemand, wirklich niemand vermutet “Portugal”.

Aber das mit dem Namen ist durchaus ein Problem. Meine gute Freundin aus China heißt, wie 90% aller Chinesen, Zhang, Wang oder Li, und hat halt einen gefunden, der wie der stereotype “Deutsche” Müller, Meier oder Schulze heißt. Die hat ihren Namen zur Hochzeit behalten, weil sie nicht wollte, dass man sie für die Tippse vom Herrn Xing Müller hält. Ist doof; sicher, aber so als Chinesin hat man bei Gehaltsverhandlungen echt Vorteile. “Deutsch” ist ja eher, derogativ zu sagen “hier geht’s zu wie auf einem türkischen Basar”, aber wenn man China kennt, sind Türken (und Araber) eher traurige “Händler”.

Aus Ägypten. Plusminus Libyen, aber das macht das “El”. Israel, mirwegen. Aber mal ehrlich: “Sie haben aber einen schönen Namen” ist quasi wie “in dem Kleid siehst Du schlank aus”. Wer sagt denn sowas? Rainer Brüderle?

Meine Eltern kommen aus der Türkei.

Ui, Jesidin. Ich hab irgendwie mitleid mit dem ISIS, dass die sowas als Sexsklaven haben müssen.

Woher kommen Sie?
– „Aus Berlin.
– „Woher genau?”
– „Pankow.“
– „Nein, ich meine genau?“
– „Ehemalige DDR.“
– „Ok, ich meinte die Wurzeln“
– „Vater aus Libanon, Mutter aus Ost-Berlin.

… schreibt Aline Abboud, arbeitet für FUNK, hat einen Negernamen und sieht aus wie eine Türkin.

Wichtig ist, dass man sich offenbar darüber beschweren kann, sich die gleiche Frage viermal stellen zu lassen, bevor man die offensichtliche Antwort gibt. Das ist mirwegen unangenehm, wenn Du aus Taka-Tuka-Land adoptiert wurdest und nichtmal die Sprache sprichst, nach der Du aussiehst, aber der normale Deutsche hat eher ein Problem mit ausweichenden Antworten als mit Ehrlichkeit. Sagt ja schon die Nationalhymne: Ehrlichkeit und Recht und Freiheit.

… und um zu zeigen, wie furchtbar dieser “wo kommst Du denn her” – Rassismus ist, zitieren wir den Neger mit dem Kotz-Namen zum fucking zweiten Mal. Wenn man noch deutlicher machen wollte, dass wir in Deutschland kein Rassismus-Problem haben, müssten man nur noch eine Quotenfrau reinbringen, die ohne Qualifikation und Ahnung sechsstellig für’s Nichtstun verdient bekommt ….

Jaaaa… die Kommunikation ist halt da zu Ende, weil Sawsan offensichtlich eine blöde Kuh ist. Ich werde hier auf dem fränkischen Land auch gefragt, “woah Sa dann hergomma”, und dass ich gebürtiger Franke bin, ruft ein vergleichbares Erstaunen hervor, als wäre ich eine schwarze Muslima mit einer Sprengstoffweste: “naaaaa, etzadla, wörglih?!”

– „Woher genau?”
– „Berlin”

Ah, das Asso-Nest, der Failed State, das Somalia Deutschlands. Die sinnvolle nächste Frage ist: “Wieso gehst Du da nicht weg; es gibt keine Mauer mehr?”

– „Nein, ich meine genau?“
– „Moabit“

Wir merken an der Wiederholung des Wortes “genau”, dass das ein fiktionaler Strohmann-Dialog ist, weil Menschen so nicht reden. Aber schön, dass Sawsan die Stadtteile von Berlin kennt. Ich hab ja nun auch einen Berliner Freund, der durchaus versucht, mir zu erklären, dass Staddteil X deutlich weniger Drecksloch ist als Stadtteil Y, aber ich bin mir auch sicher, dass Somalia nicht so schlimm ist wie der Yemen – oder umgekehrt. Und natürlich hat Berlin lebenswerte Vororte – Hamburg und München, würden mir da einfallen. Dresden; Dresden ist, glaube ich, näher und ganz in Ordnung.

Meine Lieblingsantwort hatte allerdings ein Freund von mir.
“Feiert man da, wo du herkommst, auch Weihnachten?”
“In Hürth-Efferen? Soweit ich weiß schon.”
#vonhier

Was eine beeindruckende, schlagkräftige Antwort. Ich will da ja jetzt nicht überheblich wirken, aber meine 5-jährige Patentochter würde da angekotzt mit den Augen rollen und sagen “bist du blöd oder was?” — ich kann das recht zuverlässig sagen, weil sie das schon bei tatsächlich missverständlichen Fragen tut.

Und, ich bin nun langsam 40, aber auch da passt die spontane Reaktion jeder nicht auf den Kopf gefallenen 2-Jährigen: “Nicht in Hüüüt-Effem, da, wo Du herkommst, meine ich”.

Wenn Ihr aber ein Argument haben wollt, die Frage “wo kommst Du denn her” in 20 Jahren wirklich nicht mehr zu stellen, kann ich Euch versichern, dass sich das von alleine einstellen wird, weil das schlicht sack-lange Geschichten sind. Also, bei interessanten Leuten.

Kennen Sie dann vielleicht auch (hier beliebigen Namen einsetzen)?

Joahhh… das ist ein Janus-köpfiges Problem. Wenn der Aras aus Aranistan von der Polizei angehalten wird, weil er ohne Führerschein mit einem nicht zugelassenen BMW fährt, dann kommen halt Aras 50 Freunde. Der normale Deutsche hat keine 50 Freunde, der hat nichtmal 50 Bekannte. Und dann denken wir kurz an meinen Freund aus dem Irak, der sich peinlichst berührt entschuldigt, dass er den aktuellen Scheich/Warlord/Whatsoever nicht kennt. Klüngelei und Korruption sind im Westen verpönt, weil’s hier auch ohne läuft; aber was Deutsche, vor allem Touristen, nicht so wahrhaben wollen ist: “Wir” sind nicht der Nabel der Welt.

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