Random Ranting

Klick.

Könntest du dir ein Leben ohne WLAN, ohne Smartphone und ohne Social Media heute eigentlich noch vorstellen?

Ich sehe kein Problem bei #1 und #3, aber so ein normaler Katenplotter ist sackteuer, und das kann die Navionics-App auf meinem Smartphone genauso gut. Und ja, die braucht man auf See; Ihr kennt sicher die Geschichte von einem Herrn Christofer Kolumbus, der nach Indien wollte und in Amerika ankam. Das passiert Dir halt – ohne GPS-Seekarte.

Für viele von uns ist das Netz inzwischen nicht nur Treffpunkt und Arbeitsplatz, es ist sowas wie ein zweites Zuhause geworden.

Ihr habt keine Freunde, keinen Job und kein Zuhause. Ich denke, wir nehmen mal den nächsten Artikel.

Klimawandel, soziale Ungleichheit, Plastik im Meer

Was issn das für eine idiotische Aneinanderreihung? Penisse, Geld und Brezeln….

angesichts der Vielzahl der Probleme, die es derzeit zu lösen gilt, drehen sich viele gleich wieder weg.

Ne, Kinders: Ich stehe hier und konfrontiere euren Bullshit mit der Frage, warum “soziale Ungleichheit” ein Problem sein sollte. Und dann, natürlich, noch die Frage, warum ihr denkt, ihr seid Gott und könntet das Wetter beeinflussen (Pro-Tipp: Ihr seid nicht die Chinesen).

Ja – gegen den Erdölverbrauch in erneuerbaren Papierzelten campen, das ist sicher die Lösung.

Nächster Artikel.

Frauen oder Menschen mit Behinderung – wie divers ist „Game of Thrones“ wirklich?

Kennt Ihr diese Kampagnen gegen “school bullying”, also dass man losern nicht mehr auf die Fresse hauen soll und so? Das ist das Resultat von sowas. Das.

Ob schwul, lesbisch, bi, trans*, inter- oder asexuell – in deutschen Großstädten spielt das kaum eine Rolle. Anders ist es in einem niedersächsischen Ort.

Von einer Julia Kleene.

Wir “besinnen” uns jetzt mal zwei Minuten, um uns den schieren Horror Julias lesbischer Sexspielchen vorzustellen.

Ja, besser.

Mit 15 Jahren knutscht Christina* zum ersten Mal mit einem Mädchen. Dass sie lesbisch ist, will sie sich zu dem Zeitpunkt jedoch nicht eingestehen. „Ich wollte es nicht wahrhaben und habe es auf den Alkohol geschoben“

Ich weiß jetzt nciht, was das soll. Ich hab mit 15 auch mit Mädchen genknutscht, worauf ich dann am nächsten Tag nicht sonderlich stolz war, aber das lag halt wirklich am Alkohol?!

Im Emsland, wo noch viel Landwirtschaft betrieben wird

Wir merken uns: Landwirtschaft ist schlecht. Essen übrigens auch.

Ein*e Schwuler, Schwarze*r oder eine Frau als Schützenkönig wären der Weltuntergang.

Haben wir hier irgendwelche Vorurteile gegenüber Dörfern, also Rassismus, gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit aufgrund dümmlicher Klischees?

Die Frau hat sicher nie auf nem Dorf gelebt. Man stellt sich das als Städter komisch vor, aber ‘türlich kannste die Tochter vom Nachbarn poppen und dann mit ihm ein Bier trinken.

Christina entscheidet: In dieser Situation will sie nicht landen. Sie will sein, was die Gemeinde als normal versteht. Sie will den Erwartungen gerecht werden.

Ja…. dafür isses halt gegebenenfalls zu spät; dann biste halt der Typ, der Peters Tochter entjungfert hat. Kann man mit leben. Ist jetzt nicht so, als hätte das nicht jeder gerne…

Statt sich mit ihrer Sexualität auseinanderzusetzen, entwickelt sie große Hemmungen davor. Sie heiratet einen Mann und bekommt kurze Zeit später ein Kind mit ihm

Ich denke, die “lesbische” Christina hat das Wort “lesbisch” nicht verstanden.

Christina beschließt, sich nicht mehr zu verkriechen. Sie will endlich lieben. Sie will endlich Frauen lieben.

Aber niemand wird jemals Christina lieben, weil sie sich selbst nicht liebt. Das ist traurig für Christina, aber ihr Problem.

Übers Netz lernt die alleinerziehende Mutter

Ich kenne Jungs, die dachten, sie könnten ja mal “schwul sein” ausprobieren, weil sie keine ficken wollte. Stellten dann aber fest, dass sie halt keiner ficken wollte. Ist “lesbisch” so ein kommunales “mich will keiner ficken und ich habe aufgegeben”?

die im 360 Kilometer entfernten Magdeburg lebt.

Ich nehme das mal als “ja”.

Christina hat noch nicht die Kraft, sich zu outen, obwohl sie ahnt, dass es für die Beziehung nicht gut sein wird

Welche fucking Beziehung? Christina hatte gerade ein Tinder-für-Homos -Date mit einer frustrierten Frau aus Am Ende der Welt?

Sie lebt sich aus, aber nur heimlich.

Ich hab das jetzt auch nicht beim Bäcker erzählt, mit der Nachbarstochter. Wusste die Bäckerstochter trotzdem. Die blies toll.

„Das war der richtige Zeitpunkt, weil ich wusste, dass ich mit Anna alt werden möchte.“ Auch Anna hat eine Tochter.

Auch Anna hat nicht verstanden, was “lesbisch” bedeutet.

Zu ihrer großen Überraschung reagierten ihre Eltern und ihre Fußballmannschaft

lol

sehr entspannt und tolerant auf ihr Coming-out.

WIESO überrascht sie das? Die Protaginistin hat Fuckability > 0, ihre “lesbische” Freundin auch, und beide habe Sex mit Männern, recht offensichtlich. Der Vater von der Bächerstochter bekommt allein vor dieser Idee einen Steifen.

Um eine Konfrontation zu vermeiden, wird Christina zur standesamtlichen Trauung ihres Bruders nicht eingeladen.

Oma hat nämlich ein Problem damit, dass die Enkelin keinen anständigen Mann gefunden hat, der sie durchfüttert. Das hat nix mit “lesbisch” zu tun, das ist mehr so ein “Oma”-Dings.

Unter Hitler wärt ihr vergast worden

Das, ganz ehrlich, sagte meine Oma auch, als wir an einem idyllischen Rhodos-ischen Strand saßen und am Nebentisch die beiden attraktivsten Männer, die man jemals gesehen hatte, schwul rummachten. Was solltste denn zu sowas sagen außer “Ja, Oma?” Stimmt ja nun.

machen dem Paar das Leben zur Hölle: „Ihr seid verdorben, verzogen und wäret unter Hitler vergast worden“

Tatsachen machen (angeblichen) Lesben das Leben zur Hölle. Oder will hier jemand abstreiten, dass Nazis Homos vergast haben? Oder die Frauen sich halt aufgegeben haben?

Wenn die zwei Töchter von Christina und Anna den Müll rausbringen, schließt der Nachbarsjunge die Eingangstür ab

Der Nachbarsjunge ist noch nicht in der Pubertät Aber die kommt, und dann hat der sicher seine Freude 😉

In der Schule werden sie für ihre Regenbogenfamilie gemobbt und ausgelacht…. Christina hat genug vom Verstecken. Sie geht in die Offensive. Gemeinsam mit Anna ist sie stark genug, die Schulkamerad*innen zur Rede zu stellen

“Mut”, definiert nach der encyclopedia feminstica, ist es , herablassend auf fucking 8-jährige runterzureden.

Dafuq? Dass die Leute sich nicht fucking schämen?! Oder… hatte meine grenzdebile Oma am Ende noch Recht?

aufzuklären, dass Homosexualität keine ansteckende Krankheit ist.

Schön, dass wir uns da einig sind: Homosexualität ist eine Krankheit, siehe ICD-9.

Christinas Tochter wird nicht zum Geburtstag von Mitschüler*innen eingeladen, weil ihre Eltern lesbisch sind.

Oder weil Christinas Tochter halt eine blöde Fotze ist – wie ihre Mutter, die sich von irgendeinem armen Arschloch hat anbumsen lassen und jetzt von seinem Geld lebt, natürlich. Aber neeeeeeee….. lesbisch. Liegt sicher an lesbisch. Niemand, wirklich niemand, findet Lesben irgendwie geil: das ist wie mit der Bäckerstochter.

Schließlich zieht das Paar im Ort um, weg von den Nachbar*innen, die sie hassen.

Das…. hilft nix. Ich hab meine Nachbarn hier rausgemobbt und bin daher quasi der Held der Straße, aber wenn Dich Leute auf dem Dorf hassen, hat das schon einen Grund; und der sind sicher nicht schmutzige Sexfantasien.

Aber gegen die Blicke beim Einkaufen, wenn sie Händchen halten, können die Frauen nach wie vor nichts tun.

Uuuund auch nicht gegen meine Gedanken gerade, oder Eure. Wir widerlichen Gedankenverbrecher gehören alle vergast.

Sicherlich ist es schwieriger, seine Homosexualität auf dem Land als in der Stadt auszuleben

Das.denken.Städter; und ich hab lang genug in der Stadt gelebt und nun lang genug auf dem Dorf. um hier “Bullshit” zu callen. Die Dorfregel ist “sei kein Arschloch”. Die Stadtregel ist “lass mich in Ruhe, du Arschloch”. Ich mag Dorf mehr.

Während es in Städten meist eine große Homosexuellen-Szene, Bars und Clubs gibt, sind die Stammtische auf dem Land meist nur mit dem Auto zu erreichen.

Ne, der Stammtisch hier am Dorfbrunnen kann man schon laufen. Und mein Kaff hat keine 10.000 Einwohner, dann hätten wir sowas wie eine Bank, einen Supermarkt oder ne Post. Aber da kannste, wie ins Weinstüberl, natürlich auch als Homo hingehen und wahlweise die Grünen oder die CSU verurteilen und die anderen als die letzten Deppen darstellen, die nach 11 Bier eh alle sind.

Ich hab nur nicht den Hauch einer Ahnung, welche Relevanz das für Frauen hat. Ich hab auch nicht den Hauch einer Ahnung, was Frauen auf dem Dorf machen. Die sitzen halt im Sommer am Spielplatz und saufen Weißwein. Im Winter sind sie im Gemeindehaus; und ich spekuliere jetzt nicht ahnungslos, was sie da machen. Sicher was sinnvolles.

Seit ihrem Coming-out engagiert sich Christina im Verein LANDLuST (Lesben und Schwule für Toleranz auf dem Land).

Das beste, was Du für Toleranz tun kannst, vor allem auf dem Land, ist es, Anderen Intoleranz zu unterstellen. Damit macht man sich total beliebt.

Das Motto: Lieb doch, wen du willst. Kostenlose psychosoziale Beratung,

Die “kostenlose” Beratung zahlt übrigens der Bauer Bernd, der beim Wort “Lebsben” nur an die Pornos auf dem Computer seines 14-jährigen Sohnes denken kann,.

Menschen auf dem Land sind nicht automatisch homophober als in der Stadt, aber je weniger Lesben und Schwule dort offen leben, desto größer sind oft die Vorurteile

Das einzige “Vorteil” von Menschen auf dem Land ist. dass andere Menschen Arschlöcher sind, was imho kein Vorurteil ist, sondern gesunde Menschenkenntnis; siehe “Städter” oben. Man weiß sich aber auch zu behemen, und wenn Du das auch tust – willkommen in der Gemeinschaft. Wnn nicht – Arschloch. Nun bin ich so sexistisch, Frauen nicht als “Arschlöcher” zu bezeichnen, aber die beiden angeblichen Lesben, die sich haben ambunmsen…. bla; sind dumme Fotzen. Wären sie Männer, wären sie Arschlöcher. Ist so, bleibt so, und auf dem Dorf merkst Du das halt.

Durch diesen Verein hat Christina eine Gemeinschaft gefunden mit Menschen, die genau nachvollziehen können, wie sie sich als Homosexuelle auf dem Land fühlt.

Ein Selbstmitleids-Selbstbeweihräucherungs-Verein um sich die eigene Gutheit einzureden; gegründet von Arschlöchern für Arschlöcher.

Trotzdem wollen Christina und Anna nicht ewig auf dem Land bleiben.

Und sobald ihr wegzieht gibt’s ne Party bei Dieter mit dem Pool, zu dem ihr nie eingeladen wurdet. Und das liegt 100%ig nicht daran, dass Euch niemand beim aneinander rummachen im Bikini zugucken wollte. Echt nicht.

Das Angebot reicht ihnen nicht aus und die Toleranz für Homosexualität sei in einer Stadt wie Hamburg viel größer.

Und das ist, was mich am meisten an dem Artikel stört: Städte sind nicht “tolerant”, wenn dieses Wort irgendeine Bedeutung haben soll. Städte sind ignorant; das merkt man ja zB an Berlin, was recht weltweit als super-“tolerante” Partystadt bekannt ist; wo Du mit nem Junggesellenabschied halt hinfährst, weil’s hier auf dem Dorf keine Flüge nach Osteuropa gibt, und Dich schon am Bahnsteig die andere Junggesellenabschiedsgruppe anspringt wie reudige Hunde und ihr / wir dann einen netten Abend haben. Dafür sieht’s halt aus wie eine Müllhalde.

Und deswegen will man da doch wieder weg?

Es schmerzt, zu gehen. Aber bleiben, meint Christina, schmerzt noch mehr.

Tschüß, Christina. Ich bin mir 100%ig sicher, dass die ganze Straße sich bei dem Typen mit dem beheizten (!) Pool einfinden wird, sobald ihr weg seid. Aber den kennt ihr natürlich nicht.

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2 Replies to “Random Ranting”

  1. Danke für einen weiteren tollen Artikel, bei dem ich wieder echt von Herzen lachen konnte.
    was würde ich nur ohne BLOGGER wie Dich machen, nachdem die Comedy in den Mainstream Medien schon lange abgeschafft wurde. 😉 🙂
    Ich muss so oft an das Ende der 90er Jahre zurück denken, als man für die Internet Nutzung zumindest noch rudimentäre PC Kenntnisse haben musste, zwar kein IT Studium brauchte, sich aber doch mit der Materie auskennen musste.
    Das hatte zu einer zwangsweisen Selektion geführt, so daß hauptsächlich Menschen auf einem gewissen Intelligenz Level in den WEB Angeboten zu finden waren und man echt angenehm chatten konnte, z.B.
    Dann kam:”Bin ich da schon drin? das ist ja einfach.”
    Und ich wusste, das war’s.
    Ich erinnere mich noch 1:1 an meine Gedanken, die ich bei dieser Werbung hatte:”Und jetzt kommen die ganzen Deppen rein und die werden es zerstören”
    Seit dem sind jetzt, 2019, genau 20 Jahre vergangen.
    Und wir haben BENTO, zett, Funk, usw.
    Ich bin ein Hellseher. 😉 😉 😉
    Ich glaube, ich kaufe mir eine Glaskugel und arbeite in Zukunft als Hellseher. 😉

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