Leitfaden des Ministry of Truth

Angesichts der Vorfälle in Chemnitz und der Debatte über Rechtsextremismus erklären die „Neuen deutschen Medienmacher“, eine Initiative für mehr Vielfalt in den Medien und Qualität in der Berichterstattung:

Wurde mir so in die Timeline gespült, weil das aus Berlin mit meinen – und Euren (nicht denen der Berliner, die zahlen keine)  – Steuergeldern (2,37 Millionen Euro) bezahlt wird. Naja, hey, wir wissen ja: wir waren schon immer Alliierte von Ozenanien und immer im Krieg mit Ostasien, ne? Was soll schon schlecht daran sein, wenn Staaten Propaganda unterstützen? Hitler hat das schließlich niiiiiiiie gemacht, dann kann’s ja nur gut sein.

Es ist eine große Herausforderung, den Überblick über die Vorfälle in Chemnitz zu behalten und faktenbasiert darüber zu berichten.

Ja…. der Herr Maaßen vom Verfassungsschutz, dessen Job das ist, den Überblick zu behalten, fand jetzt nicht so, dass da was passiert ist. Also, “Vorfälle” in Chemnitz, die über Schmierereien an einem (1) koscher-jüdischem Lokal hinausgehen.

Wir müssen die Vorgänge beim Namen nennen:

Man beachte das “wir” im pluralis majestatis. Aber hey – ich habe die “Vorgänge” (also, den einen) bereits beim Namen genannt. Es gibt leider auch rechtsradikale Idioten, nicht nur linksradikale. Das nimmt sich nix zu Erika Steinbachs Haustür, hat aber durchaus eine andere Qualität als Herrn Höckes Vorgarten.

Aber gut, die linken Spinner (da gibt es gerade dieses NPC-Meme, was derart treffend ist, dass die Linken sich mit dem Fuß in die Hälle stampfen wie Rumpelstielzchen, aber zurück zum Thema) brauchen ja Vorgaben, wie sie sich zu verhalten haben.

Es waren keine „Trauerzüge“

Nein, waren es nicht. Ein Trauerzug umfasst Leute, die selbst betroffen sind; der Rest sind Heuchler. Das ist wie “Gedenkminuten” für Oury Jalloh, einem schwerkriminellen Drogensüchtigen, der “leider” verstorben ist oder die Irgendein-Neger-Stiftung. Es ist aber natürlich böse, wenn nicht-linksextreme bedauerliche Einzelfälle politisieren. Insbesondere dann nicht, wenn die nahezu täglich vorkommen; da bekommen die Linken dann nämlich Probleme mit dem Mithalten (Jalloh war 2005, Amadeu Antonio Kiowa 1990).

oder „Schweigemärsche“

Ich bin recht sicher, dass die AfD da einen Schweigemarsch veranstaltet hat, von dem halt herzlich wenig berichtet wurde. Aber natürlich ist ein kein Schweigemarsch, wenn irgendwer “Deutschland den Deutschen” brüllt.  Das ist allerdings ein Strohmann; niemand hat den Schweigemarsch im Plural behauptet.

… bei denen sich lediglich ein paar Rechtsextreme untergemischt haben. Die Veranstaltungen wurden von und mit Rechtsextremen organisiert.

Ich hasse es, Rechtsextreme in Schutz nehmen zu müssen, aber unser Grundgesetz garantiert jedem Idioten das Recht, eine Demo zu machen. Ich muss das also nicht inhaltlich widerlegen; das ist, selbst wenn es so wäre, vollkommen im Geist unserer ach so tollen “Verfassung”.

Es ist kein bürgerlicher Protest: Wer hier mitläuft, unterstützt Neo-Nazis, Rechtsextreme oder Faschisten und wird nicht “in die Rechte Ecke gestellt“, sondern stellt sich selbst dort hin.

Nach dieser Logik sind die 240.000 bei #unteilbar in Berlin sämtlich linksradikale, Israel-hassende Antisemiten, die “Deutschland verrecke” gebrüllt haben, und da waren nicht einfach nur recht viele Leute dabei, die auf ein Gratis-Grönemeyer-Konzert wollten.

Hmmmm… fairerweise könnte das stimmen; die Rechten machen keine Konzerte, um die Teilnehmerzahlen künstlich hochzutreiben. Davon bleibt “Neo-Nazis, Rechtsextreme oder Faschisten” dennoch ein Pleonasmus, und auch Neonazis sind immer noch Bürger. Im Gegensatz zu messerstechenden, auswanderungspflichtigen Ausländern, jetzt mal ohne links-pseudointellektuelle Begriffsvergewaltigung.

Nicht nur Neo-Nazis sind ein Problem, sondern auch die Mitläufer. Das sollten Journalist*innen nicht verharmlosen.

Das ist hier differenziert zu sehen: Ich habe kein und werde nie ein Problem mit Neo-Nazis haben, weil man sehr viel arischer deutsch als ich nicht sein kann. Zudem kann ich mein Maul halten und ihnen nicht sagen, was ich von ihnen halte, dann bekomme ich auch nix auf die Fresse. Politisch sind die vollkommen irrelevant, also kommt da auch kein Problem her, und sobald die auch nur polnisches Kinderspielzeug irgendwo ablegen, kommen sie fünf bis acht Jahre in den Knast. Ich sehe ganz ernsthaft kein Problem mit Rechtsextremen, was wir nicht im Griff hätten. Wir sperren die halt weg, wenn sie sich nicht benehmen. Im Gegensatz zu Bin Ladens Leibwächter oder anderen Islamisten, übrigens. Oder Linen organisierten Kriminellen, die Häuser besetzen, zum Beispiel.

Der interessante Punkt hier sind aber die “Mitläufer” – denkt Euch das mal übertragen auf den Islam: “Nicht nur die Islamisten sind ein Problem, sondern auch die Mitläufer (=Moslems).”
Was für eine widerliche, menschenverachtende, pauschalisierende und generalisiserende Aussage. Aber so sind’se halt, die Linken. Bigott, blöd und es ist nur dann kacke, wenn es die anderen machen.

Rechtsextreme und AfD streuen gezielte Mythen über sämtliche Medien, wie das Mantra: „Wir sind keine Rechten, wir sind nur politisch besorgte Bürger.“

Ich bin mittlerweile “rechts”, so wie halt Franz-Josef Strauß rechts war, der Nazi. Ich bin dennoch – oder deswegen, vielmehr – ein politisch besorgter Bürger. Das ist ein künstlicher Gegensatz, der da aufgemacht wird. Zudem sind Rechtsextreme nicht diejenigen, die rumlügen und im Gegensatz zu Linksextremen keine Gulags fordern; Rechtsextreme fordern offen, ihre Hassobjekte in Vernichtungslager zu stecken. Das ist für eine zivilisierte Gesellschaft insofern praktisch, als man die dadurch einfach wegsperren kann.

Oder wahlweise auch: Islamkritiker

Wir wissen nämlich: Nur reaktionäre Nazis wagen es, eine überholte Religion zu kritisieren. Wie Martin Luther, der Nazi.

Migrationskritiker

Freilich gibt es einige Spinner, die sich ein arisch-weißes Deutschland wünschen, aber – wichtiger Punkt – die finden alle doof. Um die kann und sollte es also nicht gehen, und dann sind wir wieder bei den Linken, die Migration kritisieren, zB in der Form “man kann die Leute doch nicht im Mittelmeer ersaufen lassen”. Das kann man nämlich sehr wohl. 

abgehängte und vernachlässigte Bürger

Man muss schon sehr weit nach rechts gucken, um abgehängte Bürger zu finden. Links hingegen findet man da recht spontan zum Beispiel Sawsan Chebli, die allerdings keineswegs “vernachlässigt” ist. Aber, guter Punkt: Da marschieren sicher keine abgehängten und vernachlässigten Bürger. Behauptet das irgendwer? Strohmann?

Wenn Menschen vor laufender Kamera Aussagen machen, die an die 1930er erinnern, sollte das entsprechend aufbereitet und problematisiert werden. Nur „zuhören und reden lassen” ist hier das falsche Format.

Das unterschreibe ich sofort, und für solche Aussagen zahle ich sogar gerne Steuern. Wir sollten nach 80 Jahren endlich aufhören, kommunistische Fantasien unkommentiert einfach wiederzugeben, ohne auf die Schrecken des real existierenden Sozialismus hinzuweisen. Oder die Nicht-Lösungen der SPD, die hat 1933 auch total versagt. Ich möchte nicht in einem totalitären Staat enden.

Es fanden keine Hetzjagden und Attacken auf „Migranten“ oder “Ausländer“ statt

Das ist absolut korrekt.

sondern auf Menschen

Das nicht. Das bekannte Video zeigt keine Hetzjagd, das andere, wo ein paar Südosteuropäer mit Polizeisirenen im Hintergrund auf einen Parkplatz laufen, auch nicht. Es gibt da noch ein Polizei-Stürm-Video an einem Bahnhof, was ich als Hetzjagd qualifizieren könnte, aber das war die fucking Polizei. Die darf das.

„Rassistisch motivierte Hetzjagden“ wäre eine Alternative, um in der Berichterstattung nicht die Täterperspektive einzunehmen.

Merke: Tatsachen sind Täter. Weil, dass das Migranten oder Ausländer sind, das ist ja nicht so klar, und es ist viel wichtiger, hervorzuheben, dass eine im Kuhstall geborene Maus selbstverständlich als Kuh zu behandeln ist, auch wenn das für Menschen Null Sinn macht, auch aus deren Perspektive – fragt einen beliebigen, hier geborenen Türken, wenn ihr mir nicht glaubt. 

Die Medien sollten auch die Angegriffenen

Also: Den einen  jüdischen Lokalbesitzer?

stärker berücksichtigen: Einwanderer*innen, Geflüchtete, Deutsche of Color, von denen es auch in Sachsen zahlreiche gibt, kommen bisher wenig zu Wort.

Die… wurden aber nicht angegriffen?! Und ich kann das nicht oft genug wiederholen: Vor dem Import von einer Million Leuten, die hier nichts verloren haben und nichts beitragen können (es kamen zwei Millionen, so grob) konntest Du in Deutschland so frei leben wie nirgends sonst, zumindest freier als in dem Land, wo Deine Eltern oder Großeltern herkamen (bei meinen Großeltern war Hitler an der Macht, das gilt also auch für mich). Auch wenn Du gelb sehr weiß oder braun bist.

Der Import von Tausenden von Assos, für die ein deutsches Gefängnis deutlich schöner ist als ihre Wellblechhütte zuhause, macht da ein sehr negatives Allgemeinbild daraus, wenn die sich daneben benehmen – und warum sollten sie nicht? Aber das färbt halt ab. Ich hab nix gegen Neger oder sowas, ich hab aber Freunde, die so aussehen. Ich kann deswegen wirklich nix mit PC-Bullshit anfangen, weil das nur Rassismus macht.

Und das ist Deutschland, im Vergleich zu überall, nicht. Rassistisch. Wir importieren uns nur den (antideutschen) Rassismus einer Sibel Schick, einer Noah Sow, einer – ist doch kackegal, wie die Fotzen heißen. Und jeder vernünftige Mensch mag solche Leute nicht. Wenn dann da aber irgendein blöder Linker “Rassismus” brüllt, aus Selbsthass oder weil Deutschland verrecken soll, dann muss man sich schon sehr zusammenreißen und sagen “dann bin ich halt Rassist, du Volldepp”. Eine Freundin von mir hat das in einer sehr bedeppert guckenden Runde sehr schön formuliert “Komm, Shitlord, das kannst Du doch nicht sagen, das ist total rassistisch. Ich kann das sagen, weil es stimmt”.

Aber ja, solche Leute kommen überhaupt nicht zu Wort.

Das Thema ist nicht: Wut auf die Asylpolitik oder „Ausländerfeindlichkeit”

Eben. Wozu veranstaltet man denn eine Demo gegen das Versagen der Politik bei der Abschiebung der zunehmend mehr messermordenden, ausreisepflichtigen Illegalen? Nicht wegen Wut auf (das Versagen der) Asylpolitik. Neeeeeeein. Sondern:

Aufmärschen wird die Pressefreiheit, die Vielfalt in der Bevölkerung, die bloße Existenz von Muslimen in Deutschland und unsere Rechtsstaatlichkeit angegriffen.

Ich wiederhole zur “Rechtsstaatlichkeit” mal “ausreisepflichtig”. Das ist Staatsversagen, das ist kein Rechtsstaat mehr, der irgendwem was nützt – außer kriminellen Messerstechern, natürlich. Da muss man nichtmal Solschenizyn bemühen, das ist per se schlimm genug. Und ich möchte genauso wenig wie alle anderen anständigen Menschen eine “Vielfalt” der Bevölkerung, die Messerstecher und Massenmörder beinhaltet – wohlgemerkt, sofern sich das vernünftig vermeiden lässt; mit einem unangenehmen Rest muss man tatsächlich leben.

Pressefreiheit ist Bullshit, die Presse hat nur ein Problem mit der Meinungsfreiheit, wenn die Meinung ist, dass die Presse Dreck ist. Das ist ausschließlich ein Problem der Presse. Der “Angriff” geht nur auf die GEZ. Das hat nix mit Pressefreiheit zu tun, das ist reine Geldgier.

Und die Existenz von moderaten Muslimen in Deutschland wird von niemandem (außer der Neonazigruppe Freital-West, was sechs Leute sind) angegriffen. Orthodoxe Gläubige haben in einem säkularen Staat aber halt nix verloren. Sollen sie doch nach Mekka gehen.

Die Ziele der Gruppen sind jedoch verfassungsfeindlich („Deutschland den Deutschen“, “Ausländer raus“, “Deutsche zuerst“).

Wenn “Deutschland den Deutschen” oder “Deutsche zuerst” verfassungsfeindlich ist, brauchen wir dringend eine neue Verfassung. Findet übrigens auch das Grundgesetz, Artikel 146. Die Leute, die das geschrieben haben, waren nicht doof.

Die AfD ist nicht „rechtskonservativ“, „rechtsnational“ oder „rechtsaußen“.

Öhm…. doch. Die AfD ist rechts-national.

Die AfD ist mindestens rechtsradikal (nachzulesen in der Definition des Verfassungsschutzes).

Aha. Da steht dann:

Radikale politische Auffassungen haben in unserer pluralistischen Gesellschaftsordnung ihren legitimen Platz.

Damit ist das nicht negativ. Aber der Verfassungsschutz hat offenbar eine seltsame Begriffsverwendung. Ich finde linke Hausbesetzer nämlich linksradikal, und ich finde das überhaupt nicht in Ordnung. Dito für rechtsradikale Böller-Platzierer. Deren Aktionen (!) sind nämlich überhaupt nicht in Ordnung. Aber hey, der Verfassungsschutz, den mögen die Linken ja, wenn’s ihnen halt passt. Nur den Herrn Maaßen nicht, also, so den Verfassungsschutz im Allgemeinen. Bigotte Arschlöcher.

Zahlreiche Vertreter, wie Björn Höcke, sind eindeutig rechtsextrem.

Kein vernünftiger Mensch wird abstreiten, dass es in der AfD Rechtsradikale gibt, und ich bin nicht der Verfassungsschutz und muss Deppen und Deppen ausdifferenzieren.

Höcke hingegen – mei, so eindeutig ist das für mich nicht. Höcke ist identitär und damit ein Idiot, aber wenn man das (Wikipedia)

als „Vertreter eines völkischen Nationalismus […] also eindeutig rechtsextremistisch

(nicht meine Pünktchen) so darstellt, dann fehlt mir da jedwede “Schlechtigkeit” in “Rechtsextremistisch”. Völkisch-national zu sein ist in keiner Weise irgendwie schlecht, das schadet niemandem.

Wenn das also “rechtsextrem” sein soll, dann ist Vernunft rechtsextrem. Merkt man an linksextremen Nazi-“Forschern” wie dem in Wikipedia fortfolgend zitiertem Hajo Funke, den ich für anderweitigen Bullshit irgendwie bereits als “Depp” im Kopf habe:

Er sage sinngemäß: „Die Syrer, die zu uns kommen, haben immer noch Syrien. Wenn wir – durch die Syrer – unser Deutschland verloren haben, dann haben wir keine Heimat mehr.“ Etwas Infameres lasse sich kaum denken.

Weil – das ist wahlweise Faktum oder weltfremder Unsinn. Nur weil wir ein paar Hunderttausend Syrer hier haben, wird Deutschland nicht untergehen; Deutschland hat es 1933 ff. geschafft, gute sieben Millionen recht beliebiger Leute nicht nur zu deportieren, sondern industriell organisiert zu töten. Deutschland ist (noch) ein auf Effizienz wert legendes Industrieland.

Das ist also mehr eine moralische Frage, was “wir” mit den Leuten machen. Und jedwede vernünftige Partei würde hier argumentieren, dass wir die Produktiven behalten und mirwegen noch die, die echt Schutz brauchen, aber der Rest muss halt weg. Zum Beispiel, wie Herr Höcke korrekt sagt, nach Syrien, da ist nicht mehr sonderlich Krieg.

Wir als Deutsche können das übrigens nicht; ein Visum für Syrien zu bekommen ist nahezu unmöglich, analog für den Irak – wobei man da eh nur entführt wird, sagt mein Freund aus Erbil. Also, ich, mit 100%iger Sicherheit. Finde ich schade; da isses sehr hübsch, so von den Fotos her.

Aber natürlich sind Tatsachen wie diese Feststellung von Herrn Höcke so infam, dass es

Alternative Begriffe für die Berichterstattung

braucht. Das aktuelle Handbook of newspeak lässt sich hier einsehen.

Advertisements

2 Replies to “Leitfaden des Ministry of Truth”

  1. Die NPC der NDM haben also vom MoT ein update ihrer Sprachsequenzen erhalten und sogleich veroeffentlicht. Es hilft ja nix die zu konfrontieren, da es halt nur bots sind. Bots machen es uns aber so schoen einfach sie zu identifizieren. Einfach eine unprogrammierte Frage stellen, und die Standardreaktion wird aus dem “Nazi, Sexist, homophob, islamophob,….” entnommen.

    Liked by 2 people

Leave a Reply

Please log in using one of these methods to post your comment:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out /  Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out /  Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out /  Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out /  Change )

Connecting to %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.