“Seenotrettung” a la #Aquarius

[Nachtrag: tl;dr: Italien muss die Schlepper nur dann einlaufen lassen, wenn sie selbst in Not sind. Dafür käme der Kapitän vor Gericht.]

Die guten Flüchtlingsschubser der NGOs (Idiotes sans frontieres etc) sammeln ja nun, unterstützt von vielen Menschen in Europa, die es entsetzlich finden, dass Menschen im Meer ersaufen, Hunderttausende angebliche “Flüchtlinge” im Mittelmeer ein uns schippern sie wie ein Taxi nach Italien – bis auf, natürlich, dass Taxis Geld kosten.

Freilich kosten Schiffe auch Geld, von daher hat jedes (ja, jedes) Land zumindest eine staatlich finanzierte Küstenwache, und – gemäß internationalen Abkommen – ein irgendwie funktionierendes SAR (Search-and-Rescue) – System.

In Deutschland macht das die rein aus Spenden (zB von ihren letztes Jahr in 2.056 Einsätzen geretteten Schiffbrüchigen) finanzierte DGzRS – mit einem Budget von 23 Millionen Euro pro Jahr.

Freilich, die DGzRS ist chronisch unterfinanziert, aber dafür die offizielle, internationale SAR-Stelle für Deutschland. Das bedeutet, wenn der Typ im MRCC Bremen wegen einem gekenterten Fischerboot in der Nordsee mal bei der Bundeswehr fragt, ob die vielleicht mal gucken könnten, fliegen da (die einzigen beiden funktionierenden) Tornados los.

Und das tun die nicht, weil sie so lieb sind, sondern weil sie müssen. Das internationale Seerecht ist uralt und eines der ältesten, international anerkannten Rechte, und das lässt sich auf “wenn wer ein Problem hat, hast Du gefälligst zu helfen” zusammenfassen.

Und, so sehr ich diese Formulierung hasse, das ist richtig und wichtig.

Warum aber maulen gerade nur alle über Italien und klagen sie nicht – wie das bei einem Rechtsbruch üblich ist – vor einem nationalen Gericht und den von eigentlich jedem Staat anerkannten, internationalen Seegrichtsthof an?

Das klingt jetzt nur wie eine schwierige Frage für Juristen, wie die deutsche Linke in endlosen Gutachten (googelt selber, ich tippe das auf dem Handy in einer Bucht) zeigen will, aber das schöne an uralten Gesetzen ist, dass sie relativ eindeutig sind.

Und die rechtliche Lage sieht da eben so aus, dass jeder verpflichtet ist, zu helfen, wenn er denn kann.

Und der letzte Punkt ist hier der, den die Schlepper ignorieren, wenn sie sich rauszureden versuchen – zumindest auf Twitter – “aber wir müssen da helfen, wenn uns das MRCC das sagt”.

Das müssen sie nämlich nicht. Das MRCC ist, wie die DGzRS, eine sinnvolle Einrichtung, aber die Verantwortung eines Schiffes liegt beim Kapitän. Wenn ich also mit meiner kleinen Yacht ein kenterndes Boot sehe, bin ich selbstverständlich verpflichtet, alle, die ich aufnehmen kann, an Bord zu nehmen. Wenn das aber 200 Ertrinkende sind, von denen hier (großzügig) 40 draufpassen, muss ich einen feuchten Dreck. Ich muss nicht mein eigenes Leben auf See gefährden, um ein anderes zu retten. Und dass einer von den 40 lieber seinen Bruder an Bord haben will als mich ist ein unzumutbares Risiko.

Dass der Kapitän der Aquarius oder eines der anderen NGO-Schleppperboote ganze 600 “nur marginal kriminellere als die europäische, unterste Unterschicht” aufnimmt, ist – Mei, das, wofür bezahlt wird, aber doof.

Und – vor allem – sein Problem. Man kann auch Kapitän der Costa Concordia sein und sie auf ein auf jeder 100 Jahre alten Seekarte eingezeichnetes Riff fahren lassen – aber dafür wird (und gehört man auch) eingesperrt, wenn das einen Seenotfall verursacht.

Die NGO-Aquarius hat also, wie alle anderen NGO-Schleppperboote, selbst eben keinen Seenotfall – oder einen durch den Kapitän verschuldeten.

Und deswegen braucht Italien sie auch nicht einlaufen zu lassen.

Nicht, weil die Italiener Arschlöcher sind, die den Schlepperbanden kein Geld mehr abdrücken wollen. Sondern weil der Kapitän des Bootes für die Konsequenzen seiner eigenen – dämlichen – Entscheidungen nicht vor Gericht gestellt werden will.

—-

Die NGOs betteln übrigens um knapp 20-50k€ pro Monat. Echte Seenotrettung – sieht man an der DGzRS – kostet ein Vielfaches. Follow the money?

Ein griechischer Verwaltungangestellter, der Asylanträge bearbeitet, behält netto knapp 600€ / Monat. “Helfer” in den Häfen bekommen 35€/Tag/”Flüchtling”. Der “Flüchtling” in D, der mit 60% Wahrscheinlichkeit keiner ist, bekommt 400€ im Monat plus eine Wohnung. Für Goldstücke wie die “minderjährigen” Vergewaltiger und Mörder der letzten Wochen bekommen sog. NGOs mehrere 1.000€ / Monat.

Ich finde das zum Kotzen.

Advertisements

3 Replies to ““Seenotrettung” a la #Aquarius”

Leave a Reply

Please log in using one of these methods to post your comment:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out /  Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out /  Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out /  Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out /  Change )

Connecting to %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.