Generation Y – der Beginn des Endes

Celia Parbey ist Teil der Generation Y. Nach ihrer eigenen Angabe sind das die, die zwischen 1980 und 2000 geboren sind, aber obwohl ich da (gerade so) nicht dazuzähle, würde ich das zwei, drei Jahre später beginnen lassen; so bis Jahrgang ’84 sind in etwa so viele Bekloppte in Gen X wie Vernünftige in Gen Y.

Aber wie jede besondere Schneeflocke der Generation Y – “einen so selbstverliebten und unqualifizierten Haufen hätte die Menschheit noch nicht hervorgebracht” – findet sie sich natürlich vor allem selbst toll und listet uns dafür auch noch Gründe auf (also, warum sie sich selbst toll findet, nicht, warum wir das gut finden sollten, weil sie keine Ahnung von Argumentation hat, aber ich spoilere). Bevor wir dazu kommen, nochmal, worum es bei der Kritik an den Schneeflöckchen eigentlich geht – in Celias Worten:

Wir sind die Generation „Vielleicht“, also die die sich nicht festlegen wollen, sei es im Beruf, im Alltag oder in der Liebe – so zumindest das Klischee. Oft wird geschimpft über diese „Millennials“. Verweichlicht sollen wir sein, keinen Durchhaltewillen haben und sowieso, wollen wir alles auf dem Präsentierteller serviert bekommen. Zarte Schneeflocken, die ihren „safe space” brauchen, um klarzukommen. „Social Justice Warriors“, die alles viel zu persönlich nehmen. Als unpolitisch werden wir verschrien und unsere Unentschlossenheit verpönt.

Ja – und dass ihr die Generation seid, die die globale Peak Intelligence überschritten hat – also dumm. Aber das nur als kleine Anmerkung, fangen wir an:

1. Wir ernähren uns gesünder und vielfältiger

Ganz fein seid ihr. Es zeichnet Euch als ganz besonders gute Menschen aus, dass ihr nicht wie meine Oma nach dem Krieg von trocken Brot und Milchpulver leben musstet und dank von der Generation meiner Eltern aufgebauten und meiner Generation betriebenen internationalen Handelsketten fucking Pomelos essen könnt. Toll seid ihr, so toll. Wollt ihr einen Pokal? Ja, ich weiß, ihr wollt einen Pokal. Fürs fucking Essen.

2. Und überhaupt leben wir gesünder

Vor allem aber wiederholt ihr eure Punkte!

3. Wir können (fast) überall hinreisen

Nein, das könnt ihr nicht. Das konnte schon ich nicht mehr, weil unsere Eltern Autos und Benzin sackteuer gemacht haben. Vom Krieg im halben nahen Osten und Nordafrika gar nicht zu reden; vor 20 Jahren konnte man noch mit dem Jeep (einem echten Jeep, keinem SUV) durch Nordafrika. Ihr habt also nur keine Ahnung, sondern…

wir heutzutage weiter und häufiger fliegen können als jede Generation vor uns.  

Ja – inwiefern ist das jetzt ein positives Zeichen für euch und nicht für die Leute, die die fucking Flugzeuge, Flughäfen und – ach –

Und durch das Reisen, lernen wir nicht nur andere Kulturen kennen und können unseren Horizont erweitern, sondern wir üben uns auch in Toleranz und Flexibilität.

Ihr seid die mit Abstand unflexibelste Generation ever. Und seit meiner Oma die mit Abstand intoleranteste; ihr seid nur zu doof, zu wissen, was Toleranz bedeutet. Ihr lernt auch keine Kulturen mehr kennen; das haben schon Leute aus meiner Generation hinreichend kaputtgemacht, und an die Stellen, wo das noch geht, traut ihr euch nicht hin.

4. Wir sind technikaffin

Keiner von euch hat jemals einen Computer aus Einzelteilen zusammengebaut, was in meiner Generation eine Notwendigkeit war. Ihr wisst nichtmal mehr, dass es Computer aus Einzelteilen gibt.

Die Routine, mit der wir uns durch soziale Medien bewegen, ist etwas, um das uns vorherige Generationen beneiden. WhatsApp, Instagram, Facebook sind für uns nützliche Mittel zur Verständigung mit unserer Umwelt, die wir mit Leichtigkeit bedienen.

Ich darf mal dran erinnern, dass ihr die Generation seid, für die Microsoft sein 20 Jahre bewährtes Office-Layout verändert hat, damit es für inkompetente Volldeppen leichter zu bedienen ist? Und was bitte ist an Whatsapp, Instagram oder Facebook schwierig? Vor allem aber: Was ist an Instagram nützlich? Mir scheint, dass ihr nicht mehr wisst, was fucking Wörter bedeuten. Wie “nützlich”.

Wir verzweifeln auch nicht sofort, wenn das Internet mal ‘kaputt’ ist, sondern setzen uns selbst daran, das Problem zu lösen.

M-hm. Also, ihr zieht den Stecker der Fritzbox raus und dann wieder rein, gell? Weil, dass man erstmal prüfen muss, ob das jetzt am NTBA, Modem, Router, Switch oder AP liegt – ach; ich wisst gar nicht, dass das mal verschiedene Geräte waren, die zudem von alleine einen Dreck gemacht haben? Uiuiui. Braucht ihr ein Katzenbildchen, damit ihr nicht heulen müsst?

5. Unsere Unterhaltungsmöglichkeiten sind endlos

Es ist erstaunlich, das die Frau ernsthaft eine Aufzählung macht, wie fucking GUT es diese verweichlichten Jammerlappen haben, wohlgemerkt um zu zeigen, dass das negative Bild von ihnen nicht stimmt, nicht um es zu bestätigen. Ich addiere mal “vollkommen hirnlos” zur Liste der Anwürfe an Generation Y.

6. Wir machen uns das Leben einfacher … Von Uber, über Evernotes bis hin zur Öffi-App. … Die Generation Y gilt nicht umsonst als die innovativste Generation bisher.

Travis Kalanick (Uber) ist 41, Stepan Pachikov (Evernote) 67.

So innovativ – aber nicht ihr.

7. Wir nehmen unsere psychische Gesundheit genauso ernst wie unsere physische

Ihr seid fucking Heulsusen, die mit nichts klarkommen und wegen Blogbeiträgen wie diesem hier zu einem fucking Psychiater müssen, als hätte der IS euer Dorf niedergebrannt, euch vergewaltigt, geschwängert und das ungeborene Kind aus euch rausgeschnitten. Aber schön, dass ihr euch selbst ernstnehmt. Die Psychiater tun das auch, die nehmen das Geld eurer Eltern gerne.

8. Wir verschaffen uns online Gehör

Ja – toll. Ihr jammert auch im Internet. Juhuuu!!!

9. Wir erwarten mehr von unseren Arbeitgebern

Ich zitiere mal von oben: “sowieso, wollen wir alles auf dem Präsentierteller serviert bekommen”.

Argumentieren gelernt habt ihr echt nicht, gell?

10. Millennial-Frauen sind selbstbestimmter, was ihren persönlichen Lebensweg betrifft

Als wer? Meine Mutter? Meine Oma? Deren Oma? Einen Bullshit seid ihr, ihr habt nur keine Ahnung, was ihr wollt und lebt rein hedonistisch in den Tag. Das ist schön für euch, aber ihr gönnt meinem vor-Euronorm-Diesel ohne KAT kein Blei mehr ins Benzin. Bigotte Arschlöcher seid ihr, mehr nicht. Ihr merkt noch nichtmal mehr, was der Fehler in meinem Satz ist, vor lauter hysterischer Aufregung über die Einzelteile.

11. …und ihr Berufsleben

Ach? Frauenquoten wollt und braucht ihr, um ins Berufsleben zu kommen. Weil ihr sogar noch dümmer und lebensunfähiger seid als die verweichlichten androgynen Idioten in eurer Generation, die einen Penis haben. Oder?

 wie die Quote

Danke.

12. Wir sind die gebildetste Generation … Ein Studium steht nicht zwingend synonym für Intelligenz

Ja… seit Bologna eher gar nicht mehr. Ihr seid vielleicht formal gebildet. Aber so Sachen wie Argumentieren, Logik oder mal was Tun könnt ihr nicht. Das waren übrigens DEINE fucking Kritikpunkte an Leuten wie dir, und nichtmal die kannst du widerlegen. Dumm rumreden kannst du, aber hey – das kann jeder.

13. Wir sind beziehungsunfähig?

Nö, ihr seid Schlampen.

14. Wir sind tolerant

Auch das hatten wir schon. Wissen wir wirklich nicht, was tolerant bedeutet?

Wir haben jedoch erkannt, dass rassistische und sexistische Witze oder Sprüche in unserer Gesellschaft keinen Platz mehr haben und weigern uns diesbezüglich Stillschweigen zu bewahren.

Ah, wir sind so tolerant, dass wir keine fucking Witze mehr tolerieren. Profi-Hinweis: Das beschreibt nicht Toleranz, das beschreibt Humorlosigkeit. War das einer der Punkte oben? Ja, natürlich war es das. Boah, mit Millenials zu argumentieren ist nicht nur nutzlos, sondern unnötig; die widerlegen sich (respektive bestätigen alles Negative über sich) schon selbst. Aber gut, ich verstehe, warum die ununterbrochen zum Psychiater müssen. Der könnte aber mal die entsetzliche Kommasetzung verbessern.

Es steht also nicht alles schlecht für diese Generation „Vielleicht“. Trotz starkem Gegenwind, schaffen wir es nicht nur uns in dieser Welt zu behaupten, sondern auch Impulse zu setzen, um sie zu ändern.

nur, KOMMA uns. Fuck. Fuck. Diese Leute haben es verdient, dass die fucking Welt untergeht. VERDIENT.

Das Problem einer Generation ist es nie, die Welt zu übernehmen; das müssen sie zwangsweise, weil die Älteren sterben.  Es ist auch vollkommen normal, dass die Welt sich ändert, und es wird auch von euch erwartet, dass ihr die Welt ändert.

Das Problem mit der Gen Y und noch mehr den Millenials ist aber, dass sie bei den ganzen Veränderungen, die sie per se toll finden, übersehen, dass nicht jede Veränderung gut ist, sondern Veränderung auch ein Krebsgeschwür sein kann. Nun sind eure Eltern wahlweise Späthippies oder aus meiner Generation, und wir legen sehr viel Wert auf Selbständigkeit und Eigenverantwortung. Das heißt, ihr könnt gerne euren Krebs tolerieren oder mit homöopathischem Acerolakirschenextrakt D400 behandeln, und wir können euch auch nicht dazu zwingen, uns zu glauben, dass ihr davon sterbt. Dann sterbt halt. Postet Fotos davon auf Instagram.


Dr. Shitlords zum Patent nicht angemeldete Globuli mit Acerolakirschenextrakt D400 kosten übrigens für Blogleser mit dem Gutscheincode “Impfentötet” nur 26,99€/5g statt den üblichen 35,50/kg.

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