Warum ich jetzt auch Feminist bin

Ein Vögelchen hat mir was gezwitschert – naja, es kommt aus Österreich, da sind die Leute konservativer, a Föeğarl hoad mia-a soa modeans Emaille g’schickt, weil eine starke, tapfere junge Frau von der patriarchalen Gesellschaft derart unterdrückt wird, dass ihre brillanten, höchstintellektuellen und weltbewegenden Weisheiten halt nur in einem irrelevanten und unbekannten österreichischen – ja, als wäre allein das noch nicht schlimm genug – Frauenklatschmagazin veröffentlicht wurden. Wir wollen also der durchaus fickbaren und offensichtlich vielgefickten Marcia Neves, die eigentlich so einen irritierenden accent aigu auf dem á hat, natürlich gerne zu mehr Popularität verhelfen, da ihr Thema richtig und wichtig ist:

19 Gründe, warum wir noch immer Feminismus brauchen

Das ist jetzt ein bisschen irritierend, weil die URL 18-gruende-warum-wir-noch-immer-feminismus-in-europa-brauchen lautet, aber es ist wohl jemandem aufgefallen, dass es in dem Artikel (a) mit keinem Wort um Europa geht und (b) “18” totale Nazi-Symbolik ist.

Ich bin Feminist/in – viele Menschen haben Angst davor, diese Worte laut auszusprechen. Hier sind 19 Gründe, weshalb es noch immer wichtig ist, für Frauenrechte und Gleichberechtigung einzustehen.

Ja, mei, das sind jetzt halt Österreicher, und da klingt es halt aweng schwul, wenn man sagt “Ich bin Feminist-Schrägerl-In”. Ich mag das aber eigentlich, das Österreichische, das ist so… niedlich –  wie ostdeutsche Mädels. Übrigens einer der Gründe, warum ich Atheist bin: Gäbe es einen Gott, hätte er ostdeutsche Mädels österreichisch sprechen lassen.

Letztens war ich auf einer Hochzeit und habe mich mit einem Gast sehr ausgiebig darüber unterhalten, weshalb ich nicht den Namen meines zukünftigen Partners annehmen würde.

Wir halten fest: Marcia hat keinen Partner. Und braucht auch keinen, weil sie seinen Namen nicht haben will, und er ihr als starke, selbstbewusste Frau eh nichts zu bieten hat. Wir sind gespannt auf die Entwicklung der nächsten zehn Jahre, in denen Marcias gutes Aussehen dahinschwindet und sie darüber klagt, wo denn all die guten Männer geblieben seien.

Die Gründe dafür sind sehr persönlich und haben an sich nichts mit dem „bösen“ Wort „Feminismus“ zu tun und doch wurde ich als Feministin abgestempelt, als hätte ich die Pest

Ja… derweil wissen doch alle, dass man Feminismus eher mit Krebs assoziiert als mit der Pest. Auch wenn das natürlich unfair ist; Feminismus ist durchaus ansteckend.

und müsste in Quarantäne

Jaja, traurig, diese modernen Zeiten. Früher hätte man Hexen ja noch verbrannt…

Ich habe überhaupt kein Problem damit, mich selbst als Feministin zu bezeichnen, schließlich bin ich auch eine.

Ich habe auch kein Problem damit, dich als Feministin zu bezeichnen, Marcia.

Sollten wir nicht alle – Frauen, wie Männer – Feministen sein?

Hmmm… bei der hervorragenden Begründung (keiner)… sollten wir nicht vielleicht lieber alle Nazis sein?

Wenn wir uns als Frau dagegen entscheiden, verraten wir dann nicht unser eigenes Geschlecht?

Im Gegenteil – ihr verteidigt es. Feministen sind, wohlgemerkt, die Spinner, die den Gender-Bullshit verbreiten, so von wegen “es gibt keine Geschlechter”. Ihr verratet euer Geschlecht vielmehr, wenn ihr Feministen seid. Vor allem im doppelten Sinne – ihr bestätigt jedes frauenfeindliche Stereotyp, dass Frauen unverantwortlicher und unfähiger sind als dreijährige Kinder. Es ist daher wichtig, sich immer wieder klarzumachen, dass das nicht für alle Frauen zutrifft, sondern nur für Feministen.

Lange Zeit weigerte ich mich, mich selbst als Feministin zu bezeichnen. Nicht weil ich den Zielen und Werten des Feminismus nicht zustimmen würde, sondern weil ich der Meinung war, bisher gar nichts für die Gleichberechtigung von Frauen getan zu haben. Aus diesem Grund verdiente ich es nicht, mich selbst mit „Ich bin Feministin“ zu betiteln.

Aber glücklicherweise sind wir da heute weiter und können widerliche Labels wie “Feminist” vollkommen beliebig vergeben, auch für Frauen, die Männer nicht abgrundtief hassen. Das ist wie Leute von der AfD – ah, Österreich: FPÖ als Nazis zu bezeichnen, obwohl sie gar nichts gegen Juden haben.

An dieser Stelle: Sorry für die blöden Nazivergleiche, die waren total unpassend. So schlimm waren die Nazis nicht.

In den letzten Jahren habe ich mich viel mit dem Thema auseinandergesetzt und bin immer wieder überrascht, dass Frauen für normale alltägliche Dinge, wie „Was sie zum Schwimmen tragen dürfen und was nicht“, kämpfen müssen.

Dummerweise gibt es hier keine Quellenangabe. Googlen wir selber?

Dürfen Nonnen zum Schwimmen gehen?
Wie Sie problemlos mit Wunden schwimmen gehen können
Aktuelle Bestimmungen zu Schwimmanzügen und Schwimmutensilien
darf ein muslimischer mann schwimmen gehen?
Schwimmen mit Kontaktlinsen
Einsatz von Schwimmbrillen beim Schulschwimmen

Ist sicher ein wichtiges Thema und ein hervorragend gewählter Aufhänger. Ich meine, ganz ehrlich – haben wir nicht alle viel zu wenig über muslimische Nonnen mit offenen Wunden nachgedacht, die Schwimmbrillen über ihren Kontaktlinsen tragen müssen? Das ist ein total wichtiges Thema, auf das ich ohne den Feminismus nie gekommen wäre.

Warum wird das Wort Feminismus als Synonym für Männerhass und Traditionsfeindlichkeit verwendet, statt es einmal für das stehen zu lassen, was es wirklich bedeutet?

Ausschließlich Männerhass? Oder sollten da doch noch zentrale Aspekte wie ein unverarbeitetes, inneres Unzulänglichkeitsgefühl, Unzufriedenheit mit sich und der Welt und mittlere bis schwere Psychosen mitgemeint sein?

Gleichberechtigung aller.

Ja…. ne. wir haben ein Wort, was “Gleichberechtigung” bedeutet. Es heißt Gleichberechtigung. Feminismus ist was anderes – in der Praxis halt ein Euphemismus für Männerhass auf Basis einer schizophrenen Psychose in Verbindung mit sozialer und wirtschaftlicher Unzulänglichkeit. Kommt – ihr habt das Wort erfunden, ihr müsstet doch wissen, was es bedeutet?!

Wollen wir nicht alle die gleichen Rechte haben?

Nein, ich wäre sehr gerne ein allmächtiger, unkritisierbarer Diktator, der tun und lassen kann, was er will, und der Rest der Menschheit braucht keinerlei Rechte. Wobei – ich unterstütze das Recht aller attraktiven Frauen, mich sexuell zu befriedigen.

Fuck, ich bin Feminist geworden. 

Genau deshalb habe ich beschlossen einige Gründe aufzulisten, weshalb wir in unserer westlichen Welt noch immer Feminismus brauchen:

Eines der zentralen Probleme am Feminismus – und bei Frauen und anderen dummen Menschen im Allgemeinen – ist es, dass sie denken, ein logischer Schluss käme allein durch die Verwendung Kausalität implizierender Wörter zustande. Dem ist aber nicht so – ich erkläre das jetzt aber nicht; wenn ihr das nicht eh wisst, versteht ihr es sowieso nicht.

Wichtiger aber wäre, dass – ein Grundfehler spezifisch des Feminismus, aber im Allgemeinen jedweder Opferideologie – bereits die Prämisse nicht stimmt, wie ich dargelegt habe.

Weil die Welt sich aufregt, dass Alicia Keys ungeschminkt zu den VMAs kommt.

“Die Welt” von Marcia besteht aus einer Menge von Menschen, die mich nicht einschließt. Oder irgendeinen Mann, wenn wir mal dabei sind. Was sind denn “VMA”s? Freilich, Alicia Keys singt, glaube ich, also impliziert sich da “Music Awards”, aber “V”? Verlogen? Ne – das ist nicht englisch. Google ist mein Freund beim “Verständnis” von Marcia, es heißt Video.

Hmmm.. Leute regen sich auf, wenn Leute zu irgendwas visuellem gehen, und dabei nicht auf ihr Aussehen achten. Weil… wir die nur zum Spaß oberflächlich-optisch “visual” genannt haben? Sorry, liebe Leser, vielleicht kann mir das jemand erklären; das ist so nicht mein Gebiet; ich nehme aber stark an, dass das einfach nur feministisch-typische Schizophrenie ist.

Ich dachte, wir sollten lieber mit einem seichten Einstieg ins Thema beginnen.

Schizophrenie ist kein seichtes Thema. Besprich das mal mit deinem Therapeuten.

Wenn ich aber länger darüber nachdenke, finde ich es genauso gravierend, wie der Gender Pay Gap.

Es ist… ein aufgebauschtes Thema ohne jedweden Bezug zur Realität?

Wer nimmt sich das Recht, über das geschminkte und ungeschminkte Gesicht eines Menschen zu urteilen?

Offensichtlich Frauen. Aber wenn wir dabei sind: Ich kann das schon auch, also, über das Gesicht von Menschen urteilen. Spoiler: Ich bezweifle, dass Marcia mein Urteil über ihr Gesicht gefallen wird.

Und warum sind geschminkte und ungeschminkte Gesichter überhaupt wichtig? Lasst die Frau doch bitte herumlaufen wie sie will!

Wieso habe ich das Gefühl, dass Feministen Probleme erfinden? Ich bin mit Sicherheit einer der überzeugtesten Antifeministen der Welt, und die ersten, für Feministen offenbar existenzbedingenden “Probleme” könnte mir egaler nicht sein?!

Schminkt sich Frau zu viel, wird sie beschuldigt unnatürlich zu sein

Das ist kein Vorwurf, das ist eine Tatsachenfeststellung. Und ich bezweifle, dass jetzt z.B. Fräulein Katzenberger, die ja auch den Namen ihres Mannes nicht wollte, das jemand vorwerfen würde, dass es Sexpuppen gibt, die natürlicher aussehen als sie.

Schminkt sich Frau gar nicht, wird sie von Männern aufgefordert nach Hause zu gehen und sich bitte zurecht zu machen!

Wo? Wann? Bei einer Fashion-Laufsteg-Veranstaltung? Liebe Feministen: Schwule zählen nicht als Männer in eurem Feindbild, die sind nichtmal ansatzweise lüsterne Vergewaltiger (also, jetzt bzgl. Frauen, zumindest). Als widerlicher, lüsterner, potentieller Vergewaltiger möchte ich bitte nicht mit wirklich frauenverachtenden Homos in einen Topf geworfen werden.

Könnt ihr die Ironie herauslesen?

Nein. Ich habe aber schon an anderer Stelle erklärt, dass “Frauen” und “Humor” nur dann kommensurable Konzepte sind, wenn die Frauen das Objekt des Humors sind. Aber damit habt ihr ja ein Problem, wie mit Grammatik und Rechtschreibung im Allgemeinen.

Weil wir ja nur auf unser Aussehen achten, damit wir den Männern gefallen

Nein… ihr tut das, weil ihr als Frauenschaft insgesamt ein widerlicher Haufen hysterischer Hyänen seid, die sich wegen vollkommen irrelevantem Quatsch die fucking Augen auskratzen. Feminismus hilft euch da aber auch null weiter, weil das nur eine Sammlung der widerlichsten von euch ist, die sich dann eben wegen noch irrelevanterer Themen als Aussehen die Augen auskratzen. Es wäre aber mal wirklich toll, wenn ihr uns Männer da rauslassen würdet; es ist nicht mehr 1850; wir kommen damit klar, dass ihr euch gegenseitig umbringt.

„Wieso hast du dir die Haare geschnitten? Männer stehen auf lange!“

Ja… guten Freunden sage ich sowas. Und versuche dann vorsichtig rauszufinden, was sie für psychische Probleme haben, weil Frauen aus irgendeinem Grund das enorme Bedürfnis haben, sich körperlich zu verunstalten, wenn sie nicht mehr alle Tassen im Schrank haben. Bei anderen ist mir das Wurst – und ganz Recht; wenn (nominale) Frauen aussehen, als wäre ihnen eine Splittergranate im Gesicht explodiert und es steht auf jedem zweiten Körperteil “Schlampe” (das innere Meaning jedweden Tattoos bei Frauen, btw.), dann halte ich mich halt von denen fern.

Egal wie wir uns kleiden und präsentieren, wir machen das offenbar nie für uns selbst, sondern immer für das männliche Geschlecht!

Ich weiß nicht, was in der Gesellschaft in den letzten Jahren schief gelaufen ist, aber wenn fucking ich das sagen muss, ist es echt furchtbar: Frauen sind auch nur Menschen. Menschen wollen nur geliebt werden. Von anderen. Bei geistig gesunden Personen reicht da ein anderer. Und für den kann man auch mal das sexy Korsett mit den Strapsen und den Nylonstrümpfen tragen. Das ist normal, und das findet derjenige toll, und dadurch, dass der einen toll findet, findet man sich selbst toll. Bei Männern ist das ähnlich, aber einfacher – oder was denkt ihr Frauen, warum wir duschen?

Aber Frauen scheinen das Problem zu haben, allen gefallen zu wollen, was ein unsinniges Ziel und ein unerreichbares Ideal ist. Was Frauen aber aufgrund irgendeines Gendefekts – ich bin kein Biologe, aber Frauen fehlt da ein Chromosom – halt trotzdem verfolgen. Das ist aber ein reines Frauenproblem. Und ihr macht das natürlich für Euch selbst, weil ihr die Anerkennung aller fucking Männer und den Neid aller fucking anderen Frauen braucht, weil ihr irgendwie Probleme habt, das Konzept von “Selbstwertgefühl” zu verstehen. Wie fucking Tiere.

Weil Angela Merkels Outfits bei jedem ihrer öffentlichen Auftritte erst mal genau analysiert und kommentiert werden muss.

Das ist Punkt 3, und es ist immer noch nichts, was Männer in irgendeiner Weise auch nur tangieren würde.

Wieso ist das wichtig? Wen interessieren ihre Outfits?

Frauen. Und zur ersten Frage: Es ist vollkommen irrelevant.

Haben wir jemals die Outfits männlicher Politiker so genau unter die Lupe genommen?

“Wir” im Sinen von “Frauen”? Ja, bei besonders frauenähnlichen unfähigen Politikern tut ihr nichts anderes. Heiko Maas, Justin Trudeau, der FDP-Typ.

Ich glaube kaum!

Da irrst du dich, Marcia.

Weil wir darüber diskutieren müssen, was Frauen tragen dürfen und was nicht!

Wir könnten vielleicht mal drüber reden, dass es genau Null Vorschriften darüber gibt, was Frauen tragen dürfen, die nicht auch Männer treffen, wohingegen es umgekehrt durchaus welche gibt – ich darf mich nicht splitternackt in eine Wiener Tram setzen, sondern muss meinen lüsternen Vergewaltigerpenis verstecken. Frauen hingegen dürfen ihre Titten frei rumhängen lassen – was sie nichtmal tun. Liebe Frauen mit schönen, straffen, großen Brüsten: Macht das doch mehr!

Ehrlich, ich werde zunehmend feministischer….

Es ist bei manchen Menschen offenbar noch angekommen, dass sie im 21. Jahrhundert Frauen nicht vorschreiben dürfen, welchen Stoff, in welcher Farbe, Form und Muster sie an ihrem Körper tragen dürfen und welche nicht.

Tolle Illustration, die ganz genau Null mit dem Thema zu tun hat. Was soll ich dazu sagen? Dass ich es etwas seltsam finde, mir eine fucking Badekappe gekauft zu haben, weil man in Budapest ohne nicht in ein öffentliches Bad darf? Schlimmer aber ist das in der Grafik implizierte: Es ist vollkommen schnuppe, was eine Frau trägt, aber davon ist sie doch noch lange nicht achtenswert? Und wie “respektabel” Frauen sind, ist halt sehr davon abhängig, wie respektabel sie selbst sind – ich setze mich nicht neben eine Muslima in den Bus, wenn die einen Hijab trägt – wenn sie links sitzt. Es ist aber jetzt vermessen, zu erwarten, dass das der Durchschnittsdeutsche weiß, und nicht in irgendeiner Form respektlos, wenn er das trotzdem macht; wir sind nicht in fucking Rakkah.

Weil Gesetzgeber glauben über unsere Körper entscheiden zu können.

Das Problem an Gesetzgebern ist, dass sie denken, über jeden Scheiß entscheiden zu können; das ist der Grund, warum wir (also, wir Männer respektive wir intelligenten Menschen) Verfassungen entwickelt haben. Eure fucking Körper sind das wirklich geringste Problem, und v.a. von jeder existenten Verfassung geschützt. Ich illustriere das mal an dem blöden Beispiel, was du bringst:

Allen voran: Trump! Sein erster Beschluss: Umringt von weißen Männern unterschreibt der US-Präsident Donald Trump die offizielle Streichung der finanziellen Fördermittel für Hilfsorganisationen, die zum Thema Abtreibung beraten.

Was in keinster Form auch nur irgendwie eure Rechte bzgl. eurer Körper einschränkt. Es ist nicht euer Recht, dass andere für euch bezahlen, wenn die das nicht wollen. Wenn schon, dürft ihr das. Ihr bekommt 50€ für einen Blowjob. Warum beschwert ihr euch?

Damit die Abtreibungsgegner keine Steuergelder mehr zahlen müssen für eine „Dienstleistung, die sie selbst nie in Anspruch nehmen würden“. Aha, okay.

Ja – das ist okay. Es ist aber eine blöde Begründung; auch Abtreibungsbefürworter sollten nicht dafür zahlen müssen, dass irgendwer abtreiben will. Es steht euch aber frei, da eine Solidarkasse zu gründen. Ihr findet nur niemanden, der da einzahlt, offenbar. Weil ihr asozial seid.

Bei unseren polnischen Nachbarn wird der Zugang zur Pille danach eingeschränkt. Die gibt es fortan nur auf Rezept.

Wie Tilidin. Furchtbar. Das macht total geil high.

In ganz Polen gingen daraufhin mehr als 100.000 Menschen auf die Straße, um zu protestieren. Gut so!

38,5 Millionen Polen gingen derweil nicht auf die Straße. Kommt dir deine Aussage jetzt blöd vor? Ich hoffe es zumindest. Lerne argumentieren; die “Pussy Pass” – Geschichte ist am bröckeln. Frauen konnten sich die schlimmste Zeit der Menschheitsgeschichte darauf ausruhen, eine Vagina zu haben (höhö), aber das endet gerade. Das ist blöd für euch, verstehe ich, aber es waren Feministen, die das so wollten. Also zeigt euch ruhig als stolze Feministen und benehmt euch halt mal wie respektable Menschen. Also, eigenverantwortlich.

Weil jedes dritte Mädchen unter 18 in Österreich von einer Essstörung betroffen ist

Ach? Marcia liefert dazu natürlich keine Quelle, aber nach kurzer Recherche stellt man fest, dass Österreich im Gegensatz zur restlichen Welt nicht unendlich fett wird. Aber lesen wir durchaus mal die Quelle, die Marcia da andeutet:

30,9 Prozent der Mädchen und 14,6 Prozent der Burschen haben ein möglicherweise erhöhtes Risiko, an einer Essstörung wie Magersucht oder Ess-Brechsucht zu erkranken.

Oh Gott – ein ‘(a) möglicherweise (b) erhöhtes (c) Risiko. Das ist wie “Leute, die Lotto spielen, haben möglicherweise eine erhöhte Chance, den Lottojackpot zu gewinnen” einfach nur gar keine Aussage. Wir halten fest: Marcia lügt.

… und in den Medien wird weiterhin ein falsches Frauenbild vermittelt, das den Männern offenbar gefällt.

Im Bild: Thousand Cock Stare Marcia Neves

Ich finde das Frauenbild, das Medien vermitteln, auch enormst falsch. Man könnte nämlich wirklich den Eindruck bekommen, alle Frauen wären dumme, bigotte Schlampen und muss sich wirklich immer daran erinnern, dass das nahezu ausschließlich die Medienmacher(innen) sind.

Weiterhin werden Artikel veröffentlicht in denen Tipps stehen, wie man den Männern auffällt, wie man sie um den Finger wickelt und wie man aussehen sollte, damit sie einen überhaupt wahrnehmen.

Ja – von Frauen. In der Regel übrigens von und für Frauen, für die es früher Klöster gab. Ich verstehe langsam die Relevanz muslimischer Nonnen und ihrer Schwimmbrillen.

Weil Frauen Angst haben nachts alleine nach Hause zu gehen.

Wir brauchen Feminismus, der Frauen erzählt, alle Männer wären Vergewaltiger und das böse Patriarchat würde ihnen dann eh nicht glauben. Damit Frauen Angst haben, nachts alleine nach Hause zu gehen (und da fehlt ein Komma). In nicht-feministischen Gesellschaften z.B. werden Vergewaltiger gesteinigt – oder zumindest ausgepeitscht (gut, die Opfer auch, aber jetzt seid mal nicht so perfektionistisch).

Jede Frau kennt das. Sobald die Dunkelheit einbricht, wird der Weg nach Hause zu einem Kampf.

Jede Frau aus der Stadt, die sich für eine ganz tolle, emanzipierte Hure hält, kennt das. Mädels auf dem Land kennen das nicht; die müssen nicht nachts alleine nach Hause gehen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass tatsächlich etwas Gravierendes passiert, ist zwar gering, aber trotzdem haben wir Angst.

Wie vor Spinnen. Das ist eine Psychose, Marcia, eine Psychose.

Diese ist auch nicht unbegründet

Ja – aber ein Thema für deinen Therapeuten.

schließlich hat jede Frau schon unangenehme Erfahrungen mit fremden Männern gemacht.

Ich habe das Bild von Marcia und die spontane Assoziation “Thousand Cock-Stare” gemacht, bevor ich den Artikel gelesen habe, btw.

Weil Catcalling und sexuelle Belästigung noch immer unser täglich Brot sind

Es wäre mal interessant, über die Etymologie des Wortes “Catcalling” zu philosophieren. Katzen zu rufen ist nämlich vollkommen nutzlos.

Erst letztens wurde ich in der U-Bahn von einer Gruppe Männer umzingelt, die mich auslachten.

Nein, Shitlord, Du darfst jetzt nicht inferieren, welchen kulturellen Hintergrund diese Männergruppe haben könnte.

Einer von ihnen zog an dem Rückenausschnitt meines Kleides

Dafuq?

und wollte mich begrapschen.

Ach? Welche begrapschenswerten Stellen gibt es denn in der Nähe des Rückenausschnitts eines Kleides? Keine? Komisch…. oh, ich vergesse Ugol’s Law. Peverslinge. 

Meine Erfahrung habe ich auf Social Media geteilt und das ist eine der vielen Nachrichten, die ich dazu bekommen habe:

Ich fahre nicht gerne U-Bahn. Ich halte öffentliche Transportmittel – außer Flugzeuge – eh was für Pöbel, und so sind die auch konzipiert, btw. – Ehrenleute hatten z.B. ihre eigenen Zugwaggons. Naja, und ihre eigenen Flugzeuge; in einer gewissen Weise bin ich also auch Pöbel.

Aber mal ehrlich: Wenn man jeder Twitterella glaubt, fahren eigentlich ausschließlich lüsterne Gaffer, die sich einen schubbern, U-Bahn. Ich schließe nicht aus, dass das so passiert ist, aber es ist fucking unwahrscheinlich, weil mich an der Geschichte das “unauffällig kurz onanieren” enorm stört – ich wüsste nicht, wie ich unauffällig kurz onanieren könnte – aber ich verstehe natürlich das Problem der Schreiberin: Natürlich sollte sie sich elendig und schmutzig fühlen, wenn sie nicht dafür sorgt, dass solche Leute weggesperrt werden.

Weil bei Vergewaltigungsdelikten erst mal auf das Opfer gezeigt wird….

… in keinem Land, zu keiner Zeit, in keinem Gesetzessystem ever.

Laut der österreichischen Kriminalstatistik gab es 2016 insgesamt 899 angezeigte Vergewaltigungen.

Das wirkt jetzt nicht so, als wäre das ein gravierendes Problem in Österreich.

Die Beratungsstellen für sexuelle Belästigung waren überlaufener, als in den Jahren zuvor

Da ist jetzt das Komma gelandet, was oben fehlte. Und ich inferiere jetzt nicht, woran das liegen könnte oder warum in Österreich jemand die Wahl gewonnen hat, der Grenzkontrollen durchgesetzt hat.

und die Dunkelziffer der nicht angezeigten Delikte ist sehr hoch

Ich glaube nicht, dass ich das schonmal gebloggt habe, von daher: Der Trick an einer “Dunkelziffer” ist, dass man sie nicht kennt. Freilich mag das ein Problem sein, wie die recht konkrete Dunkelziffer ausreisepflichtiger Assos, von denen keiner weiß, wo sie sind – aber wenn man nicht wissenschaftlich und statistisch fundiert benennen kann, was da so “im Dunkeln” liegt, ist es reine Panikmache.

Und doch wird jedes Mal, wenn eine Frau an die Öffentlichkeit geht, erst darauf geschaut, was das Opfer anhatte.

Frauen achten darauf, was andere Frauen tragen. Hatten wir schon.

Ein kurzes Top ist keine Einladung sich über eine Frau herzumachen, sondern schlicht und ergreifend, ein kurzes Top!

Wtf? Ein Crop-Top hat die recht eindeutige Aussage “Ich bin eine unkultivierte Schlampe, und wenn du gut genug aussiehst, habe ich natürlich fünf Minuten für einen Blowjob auf dem Klo”. Was ein Unsinn, dass ein Top nur ein Top wäre.

Weil jemand wie Gina-Lisa Lohfink offenbar selbst schuld ist, wenn sie vergewaltigt wird…

Gina-Lisa Lohfick wurde nicht vergewaltigt. Und ich finde es entsetzlich, wie wenig strafbar solche Lügen sind – selbst nach höchstrichterlichem Urteil ist es z.B. nicht strafbewehrt, dass Leute wie Marcia derartige Verleumdungen verbreiten. Nur, falls wir mal über echte Probleme reden wollen.

Frauen geben oft die boshaftesten Kommentare ab

Feminismus 4.0: Eine Bewegung von Frauen, mit Frauen, gegen Frauen. Wir erinnern uns zurück, dass das Gründe sein sollen, warum man Feminismus brauche, richtig?

Solange solche Facebook-Kommentare noch gang und gäbe sind, brauchen wir Feminismus!

Ich hätte jetzt kein Problem damit, Facebook zu verbieten, auch wenn das sehr meinen freiheitlichen Werten widerstrebt. Aber ein derartiger Pfuhl potenzierter Idiotie ist schlimmer als Sodom und Gomorrha. Und jetzt könnten wir damit auch noch den Feminismus entbehrlich machen? Jaaaaaaaaaa! Ich meine, es gibt ja noch 4chan….

Weil in Fällen von häuslicher Gewalt erst mal gefragt wird „Warum bist du nicht gegangen?“, statt „Warum hat er dich missbraucht?“

Weil es fucking Victim Blaming ist, dem Opfer einer Gewalttat eine Beteiligung an den Ursachen zu unterstellen?

Es ist erschreckend, dass es dazu sogar eine Kampagne geben muss! Aber Außenstehende wissen ja immer alles besser, nicht wahr?

Nur, wenn man Wert auf Objektivität und Realität legt.

#WhyIStayed

Es gibt einen fucking Hashtag von Frauen, die sich von ihren Männern verprügeln lassen, als gäbe es nicht alle fucking fünf Meter Frauenhäuser und sie könnten den Ex nicht finanziell derart ausbluten, dass er jede halal geschlachtete Ziege beneiden würde. Fuck, die Welt ist krank. Frauen sind krank. Warum nochmal haben wir zugestimmt, dass die wählen dürfen?

Ah – wir wurden nicht gefragt.

Weil das Problem der Gender Pay Gap tatsächlich existiert und nicht von bösen Feministinnen erfunden wurde

Naja – das “Problem” wurde nicht von bösen, sondern von dummen Feministinnen erfunden, die keine Ahnung von Statistik haben. Der Gender Pay Gap existiert natürlich, und er ist ein echtes Problem – es ist unfair, dass Männer 80% der Wirtschaftsleistung erbringen, aber nur 50% der Wählerstimmen haben, zum Beispiel. Oder nur 30% der Renten kassieren.

[Labla 17,3% Pay Gap – das ist mal eine neue Zahl] ein Teil der Ungleichheit ist sachlich erklärbar: Alter, Ausbildung, Berufswahl Branchenzugehörigkeit, Unternehmensgröße oder Regionsunterschiede. Ein weitaus größerer Prozentsatz bleibt aber unerklärt und aus diesem Grund müssen Unternehmen seit 2011 auf Verlangen des Betriebsrates ihre Gehälter nach Geschlecht getrennt aufschlüsseln.

Unerklärt? Mädel, hör halt mal zu: Frauen sind in der Regel dümmer, fauler und weniger ehrgeizig als Männer – und arbeiten in make-work-Jobs wie “Pflege”, weil sie sowas wie “Werte” haben und “Euthanasie” ablehnen. War dir das jetzt sachlich genug?

Weil es noch immer zu wenig Frauen in Führungspositionen gibt

Bullshit. Das eigentliche Problem ist, dass es zu wenig sibirische Tiger in Führungspositionen gibt.

Weil Frauen ab 30 eine „große Gefahr“ für Arbeitgeber darstellen!

Wir brauchen Feminismus, weil Frauen ihre Midlife-Crisis mit der Produktion von Nachwuchs übertünchen? Hmmm… Männer kaufen sich da einen Sportwagen, dafür brauchen sie Geld, Geld kommt vom Arbeitgeber – das ist ein Win-Win. Wo ist der Win bei Nachwuchs? Auf egal wessen Seite? Was will der Feminismus daran ändern? Frauen für Sportwagen begeistern?

Um Kosten zu sparen (Karenzgehalt etc.) stellen sie lieber gleich Männer ein.

Das ließe sich doch fuck-einfach lösen, wenn man das Schwangerschaftsgehalt einfach abschaffen würde, oder? Nur mal so, liebe Feministen – und Sozialisten und Kommunisten im Allgemeinen: Ihr wolltet den Scheiß. Wir haben euch gleich gesagt, dass man sich Geld erarbeiten muss.

Weil wir Wörter wie „Mansplaining“, „Manspreading“ und „Manterruption“ erfinden müssen, um auf die alltäglichen Probleme in unserer patriarchalen Gesellschaft aufmerksam zu machen.

Lies: Wir brauchen Feminismus, um Wörter zu erfinden, um unsere erfundenen Probleme zu beschreiben, weil es uns in der fucking patriarchalen Gesellschaft zu fucking gut geht.

Im Wahlkampf gegen Donald Trump musste sich Hilary Clinton immer für ihr Geschlecht rechtfertigen!

Nein, im Wahlkampf gegen Donald Trump hatte Hillary keinerlei Punkt, der für sie sprach, und versuchte es daher mit “ich bin eine Frau”. Das war ihr fucking Wahlkampfmotto.

Ständig wurde sie von Trumps lauten Aussagen unterbrochen und eines Besseren belehrt.

Es war eine der unterhaltsamsten Politker-Veranstaltungen meines Lebens. Der zentrale Punkt hier ist aber: Sie wurde eines besseren belehrt impliziert ja nun, dass sie nur Dreck geredet hat – gell? Schau, deswegen verdienen Frauen 17,3% weniger – weil sie nichtmal ihre eigenen fucking Punkte argumentieren können.

Wenn man(n) sie aber mal ausreden lassen würde, dann würde er merken, dass sie es viel besser weiß als er!

Donald Trump? Ich glaube, du überschätzt ein bisschen Donalds Emotionalität, Marcia. Oder die von Männern im Allgemeinen. Mit Unsinn zum gefühlt “richtigen” Schluss zu kommen ist für Männer Unsinn; da müssen wir euch nicht ausreden lassen; das können wir euch gleich sagen.

Weil Frauen mehr zahlen müssen, nur weil sie bluten.
Ein Buch hat zehn Prozent Steuer und eine Kinokarte 13 Prozent. Tampons und Binden hingegen sind mit 20 Prozent besteuert.

Das stimmt nicht. Faktisch müssen Männer mehr zahlen, nur weil sie regelmäßig abspritzen müssen. Freilich sind Nutten mehrwertsteuerfrei, darüber könnt ihr euch gerne echauffieren, aber sie sind echt teurer als Tampons.

Weil Frauenbrüste und -Nippel sexualisiert werden…

Wir brauchen Feminismus, um alle Männer mit weißglühenden Eisen zu blenden?

Frauenbrüste werden von unserer Gesellschaft sexualisiert.

Ich mag Brüste. Schön, dass die Gesellschaft das auch so sieht, dann bin ich da kein kleiner Perversling wie die Leute, die auf Füße stehen oder so.

Werden sie in einem Magazin oder in einer Werbung abgebildet, dann denkt sich keiner etwas dabei.

?! – Ich denke da sehr wohl was: ui, geil, Titten. Das mit der mangelhaften Denkfähigkeit von Frauen im Allgemeinen und Feministen im Besonderen scheint schlimmer zu werden.

Sieht man Frauen allerdings in der Öffentlichkeit stillen, werden sie für ihr unschickliches Verhalten zur Rede gestellt.

Äh… also…. Ich denke da immer noch: ui, geil, Titten. Aber natürlich sind nicht alle Männer so modern wie ich.

Auf Social Media sind Frauennippel generell verboten. Inhalte, die diese unbedeckt zeigen, werden von den Plattformen gesperrt. Männernippel sind aber in Ordnung?

Hmmm… ich weiß ja jetzt nicht, warum puritanische Amerikaner Frauennippel verbieten, weil die halt schon geil sind, aber wer findet denn Männernippel geil? Homos? Frauen ja nun offensichtlich nicht.

Um auf diesen lächerlichen Missstand aufmerksam zu machen, wurde das Instagram-Profil “Genderless Nipples” ins Leben gerufen. Dort können Nutzer, egal welchen Geschlechts, ihre Nippel einsenden. Man sollte sie aber so nah fotografieren, dass das Geschlecht der Person unkenntlich bleibt. HAHA, Instagram und Facebook, ihr wurdet ausgetrickst!

Das wirkt wie ein total wichtiges Projekt. Ich muss mich gerade echt beherrschen, nicht in Whataboutism zu verfallen. Denn wen stören schon verhungernde Kinder in Afrika (Hinweis: mich nicht), wenn man keine Nippel auf Facebook sehen kann? Hmmm… naja, mich stört das auch nicht…. ne, Kinders, ernsthaft? Wir brauchen Feminismus wegen zu wenig Nippeln auf Facebook? Schaut doch einfach fucking Pornos – wie alle normalen Leute auch. Oder, wenn ihr Frauen seid, in einen fucking Spiegel. Sammal.

Weil die Liste noch ewig weitergehen könnte…

Das ist ernsthaft der vollständige Punkt 18. 18 geht aber halt nicht, wegen dem Holocaust.

Weil sich sicher jemand über die “Lächerlichkeit” der oben genannten Gründe aufregen wird!

Ich bin ja nur Blogger geworden, weil mir eine Feministin gesagt hat, dass man wegen Leuten wie mir Feminismus braucht. Und weil Feminismus gut, richtig und wichtig ist, blogge ich, weil man sonst ja keinen Feminismus bräuchte, aber Feminismus ja gut, richtig und wichtig ist. Ich freue mich sehr, auch heute wieder einen Beitrag für diese gute, richtige und wichtige Sache geleistet zu haben.

3 Replies to “Warum ich jetzt auch Feminist bin”

  1. Feministen brauchen keine Badekleidung, weil sie nicht schwimmen können. Also theoretisch schon, da sie hohl sind. Praktisch aber nicht, da sie nicht ganz dicht sind.

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