Wenn eine Endlösung nicht reicht

Man könnte ja eigentlich annehmen, dass die “was man alles für Frauen tun sollte” – Liste von gestern dumm genug war, aber dann kennt man den modernen Feminismus schlecht. Christian hat die Quadratur des Unsinns ausgegraben:

Overcome your own transphobia.

Wieso sollte ich unter Transphobie leiden? Liebe Geisteskranke: Nicht alle Menschen sind psychisch gestört, nur weil ihr das seid.

Trans women are women.

Nein, sind sie nicht.

Accept the lived truth

Ignorance is Strength!

Be pro-choice and be vocal in support of reproductive rights.

Bin ich. Keiner will Blagen, die nichtmal ihre Mütter wollen.

And generous! Give to the National Network of Abortion Funds!) Understand that the opposite of reproductive choice is forced childbearing.

Ne, Kinders, Eure Entscheidungen haben Konsequenzen. Da könnt ihr schön selber für zahlen. Aber gut, ich unterstütze gerne jeden Verein, der Abtreibungen an eine Ovarektomie koppelt. Bei meiner Schlampe von Katze habe ich das ja auch so machen lassen.

Support subsidized birth control.

Zahlt. Euren. Scheiß. Selber. Oder, radikale Idee: Poppt nicht wild durch die Gegend!

Support women’s healthcare. Support women’s preventative healthcare.

Tut das irgendwer nicht? Irgendwo? Ehrlich?

Support medical trials that include (or even prioritize) women.

1943 wärt ihr mit dieser Forderung zurückhaltender gewesen…

Support nontaxed menstrual products.

Ich denke, dass eine identische Umsatzsteuer auf alle Produkte die fairste Steuer ist (d.h., man müsste erst alle anderen Steuern abschaffen, damit ich da dafür bin).

Ask your workplace if tampons and pads are free.

Mein Schreibtisch weigert sich, die Frage zu beantworten.

 If they’re not, advocate for them to be free.

Mein Schreibtisch ist recht ungerührt. Finde ich jetzt nicht schlimm.

Get over any embarrassment you may have about menstruation.

Warum ist denn jeder “Punkt” hier derart inkonsequent vielfältig? Punkte-Diversity? Und warum sollte mir Menstruation peinlich sein? Ich laufe ja nicht alle vier Wochen aus.

Vocally advocate at your workplace for longer and more egalitarian paid parental leave,

Ganz sicher nicht. Das ist ein Arbeitsplatz, da sollte man für’s Arbeiten bezahlt werden. Nicht für seine private Lebensführung.

Advocate for lactation spaces.

“Lactation spaces”. Als wäre es irgendwie problematisch, seine Titten vollkommen egal wo rauszuholen und ein Baby dran nuckeln zu lassen. Gott. Für frigide Mütter hängt man da halt ne Decke drüber; Babys frieren eh immer.

Advocate for on-site or subsidized childcare.

Mir kommt hier ganz sicher kein Kindergarten in die Nähe, wenn ich das verhindern kann. Und dass wir Kindergärten staatlich subventionieren müssen liegt nur daran, dass Kindergärtnerinnen besser bezahlt werden als z.B. Automechaniker, obwohl wirklich jeder Volldepp auf ein Kind aufpassen kann. Ich weiß das; ich komme sehr gut mit Kindern jeden Alters klar. Ich kann aber keine Reifen wuchten.

Tell your elected officials that you are a man who votes and you prioritize women’s issues when you decide who to vote for

Aber das wäre eine Lüge?! Ich wähle so, dass ich meine Interessen am besten vertreten sehe. So ist das übrigens gedacht mit der Demokratie.

Then actually prioritize women’s issues when you decide who to vote for. Understand that women’s issues are your issues.

Nein, sind sie nicht. Da bräuchte es eine Begründung, und die habt ihr nicht, weil es Unsinn ist.

Whenever you are in a group composed of only men (whether it’s social, work, church, or whatever) ask yourself why there are no women present.

Das passiert nur beruflich. Ich habe einen sehr exotischen, hochspezialisierten Job, da gibt es kaum Frauen.

Then ask out loud why.

Man sollte keine politischen Fragen stellen, auf die man die Antwort nicht kennt – ist wie vor Gericht. Ihr tut so, als wäre das irgendwie frauenunterdrückend oder so – und das sei die Antwort. Faktisch ist die Antwort aber, dass die Frauen in der Regel einfachere, sicherere Jobs wählen. Oder keine.

Cultivate genuine, intimate, nonsexual friendships with women.

Wie muss ich mir ein intimes, nichtsexuelles Verhältnis vorstellen? Es ist jetzt nicht so, als hätte ich keine weiblichen Freunde, aber das klingt seltsam.

Seek out women to be your heroes and mentors.

Ayn Rand ist (a) tot und (b) so brillant auch nicht. Zudem habe ich das Gefühl, dass euch das auch nicht passen würde.

Any time you see a building, street, institution, etc. named for a man, see how long it takes you to spot another one named for a woman.

Gleichzeitig kann man auch zählen, wie viele Leute anwesend sind, wo sich die Notausgänge und Fluchtwege befinden und welche Gegenstände sich als Waffe benutzen lassen. Und ich möchte nicht in der Mathilde-Berghofer-Weichner-Straße wohnen, das passt nicht in einen DIN-Fensterumschlag.

Ask yourself what things you don’t do, for whatever reason, that you also think of as something women tend to do.

Mir fällt nur nutzloser Mist ein. Habt ihr da Vorschläge?

Sew? Send birthday cards? Care about skincare?

Tue ich, tue ich, und an meine Haut kommt nur Wasser und Shampoo.

Try doing it for a while, just to see what it’s like to be a person who does the thing.

Man fühlt sich sauber und spart viel Geld, wenn man nicht tonnenweise Scheiße auf seine Haut schmiert. Zudem trocknet die Haut nicht so schnell aus und man braucht keine teuren “Pflege”-Produkte.

Talk less. In all spaces. At all times. At a lower volume.

Die Welt wäre ein besserer Ort, wenn Männer einfach mal ihr Maul halten würden. So wie Martin Luther King, Gandhi oder der Dalai Lama.

Pisser.

When you need support, reach out to men as well as women.

Wenn ich meine Hemden gebügelt haben will, lasse ich das meine Putzfrau machen. Gut?

Work to be a person your friends of all genders can reach out to when they need support.

Das ist die Definition von Freundschaft. Mich beschleicht das Gefühl, ihr habt keine Freunde…

Create a culture of openness around yourself.

Verpisst euch, ich mag auch mal meine Ruhe haben.

Consume media marketed to women. Don’t perform your consumption.

Hä? Man kommt doch kaum drumrum, Frauenscheiß zu konsumieren, ist ja fast alles Frauenscheiß. Zählt “drüber lästern” dann als “Performance” oder zeigt das meine weibliche Seite?

Deprogram your beliefs about thinness being an optimal state of feminine beauty.

Keine Ahnung, wieso ihr das über mich behauptet. “Dünn” assoziiere ich mit “flach”, das ist nicht meins. Schlank (auch im Englischen nicht thin, sondern slender) sollten Frauen sein.

Deprogram your beliefs that your desire matters in determining a woman’s worth.

Den Wert, den ich ihr beimesse, beeinflusst das sehr wohl. Ihr absoluter Wert ist um die $5.60 , das hatten wir schon.

Jerk off without porn for a while.

Geht ihr frühmorgens, wenn Eure Frau in der Arbeit ist, extra erst an den Computer?

Learn about racism and intersectionality, and do everything you can to empower and amplify black women and NBWOC

Wenn ich Neger fördern würde, nur weil sie schwarz sind, wäre das rassistisch. Lernt erstmal ihr was über Rassismus.

Detach yourself from straw-man definitions for hot-button issues (intersectionality, cultural appropriation, political correctness, preferred pronouns, etc.) and learn what they’re really about.

Mirwegen können wir über Intersektionalität als Thema noch reden, aber der Rest ist nur lächerlich.

Unpack the real meanings behind phrases like “SJW” and “feminazi.”

Ein SJW ist ein Gutmensch. Jemand, der vorgibt, Gutes zu tun, aber nichts wirklich Gutes aus dem Willen heraus, Gutes zu tun tut, sondern nur vorgeblich Gutes, um sein Ego selbstsüchtig zu befriedigen. Feminazis sind Frauen, die – analog zu Nazis bzgl. Ariern – denken, Frauen wären die besseren Menschen. Beides, übrigens, wie die Autorin des Originals.

Believe people when they say they’re in pain.

Tue ich. Ich befürworte übrigens auch Euthanasie, wenn wir schon dabei sind.

Prioritize kindness.

Das tue ich schon aus egoistischen Gründen; die meisten Menschen verhalten sich reziprok. Wenn man nett auf Leute zugeht und sie nicht übervorteilt, bekommt man auch was entsprechendes (und reziprok erwartetes) zurück. Das macht das Leben angenehm. Leuten, die mir aber mit blöden, menschenverachtenden und rein egoistischen Forderungen kommen, sage ich gerne, wohin sie sich die stecken können. Das ist ebenfalls reziprok – und ein Grund dafür, warum Feministen ihr Leben so scheiße finden. Kann ich aber nix dafür; die müssten ja nicht selbst so scheiße sein.

Befriend children.

Oh ja. Und macht Doktorspiele. Ihr fucking Perverslinge. Sammal.

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3 Replies to “Wenn eine Endlösung nicht reicht”

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