Saufstart! – In 30 Tagen zum Alkoholiker

Hallo,

mein Name ist Shitlord, ich bin promovierter Wissenschaftler und Fachtroll für gutmenschlichen Unsinn und freue mich, Sie heute an Ihrem ersten Tag des Saufstart-Programms begrüßen zu dürfen. Schön, dass Sie dabei sind! Sie bekommen ab heute jeden Tag einen Blogpost mit Tipps & Tricks für den einfachen Einstieg in ein alkoholreiches Leben!

Sie denken also darüber nach, Alkoholiker zu werden? Oder Sie sind es bereits und wollen noch ein wenig Unterstützung? Diese Entscheidung wird Ihr Leben vermutlich auf eine Weise verändern wie kaum eine andere Entscheidung, die Sie je treffen werden. Mit diesem Programm wollen wir Sie dabei unterstützen und die wichtigsten und am häufigsten gestellten Fragen zur alkoholintensiven Ernährung beantworten.

Damit Ihnen die 30 Tage nicht lang werden und Sie erkennbar nachverfolgen können, wie schnell die Zeit vergeht, sollten Sie unseren Programm-Kalender herunterladen und ausdrucken:

Vergessen Sie nicht, nach jedem zumindest angetrunken gelebten Tag ein Kreuzchen darin zu machen! So ein kleines Erfolgserlebnis am Ende des Tages motiviert dazu, dranzubleiben! Und seien Sie geduldig mit sich, Veränderungen brauchen Zeit.

Damit Sie wissen, was Sie in den kommenden 30 Tagen erwartet, hier ein kleiner Überblick:

  • In Woche 1 dreht sich alles um die alkoholische Ernährung. Sie erfahren, in welchen Geschäften Sie alkoholische Getränke und Lebensmittel einkaufen können, wie Sie alkoholfreie Produkte ersetzen, sich gesund zusaufen, auch im stressigen Alltag nicht auf dem Trockenen sitzen und lecker mit Alkohol kochen.
  • In Woche 2 befassen wir uns mit dem Hauptargument für eine alkoholische Ernährung: den Menschenrechten. Wir gehen den Fragen nach, wie Menschen in der Gesellschaft ausgebeutet werden, warum „Sozial“ bei so vielen Idioten keine Lösung ist und wie Sie es schaffen, angebotene nicht-alkoholische Produkte höflich abzulehnen.
  • In Woche 3 befassen wir uns mit den Reaktionen der Umwelt auf eine alkoholreiche Ernährung. Wir gehen der Frage nach, warum Menschen manchmal ablehnend reagieren und wie Sie dem am besten, z.B. auch an Feiertagen und bei Festen, begegnen (Spoiler: Alkohol!). Außerdem schauen wir uns am Ende der Woche weitere schlagkräftige Argumente für eine alkoholfokussierte Ernährung an.
  • In der letzten Woche geht es um all das, womit man sich im Laufe der Umstellung auf eine alkoholische Ernährung fast zwangsläufig befassen wird, wie z.B. Kosmetik für den Katermorgen und abwaschbare Bekleidung usw.
  • Am Ende des Programms widmen wir uns abschließend der Frage, wie sich jeder Einzelne im Rahmen seiner Möglichkeiten für Tiere einsetzen kann, und wie Sie Ihren Weg als Alkoholiker nach den ersten 30 Tagen weiter gehen können. Seien Sie also gespannt!

Doch fangen wir klein an: Machen Sie den Kühl- und Vorratsschrank-Check!

Viele von uns haben den Zutatenlisten von Lebensmitteln bisher eher wenig Beachtung geschenkt. Schade eigentlich. Sie werden nämlich überrascht sein, worin alles Alkohol enthalten ist – aber auch darüber, in welchen Lebensmitteln sich “nüchterne” Produkte verstecken.

Also werfen Sie einen Blick auf die Zutatenlisten Ihrer Essensvorräte (vergessen Sie die Schublade mit den Naschereien nicht). Sortieren oder notieren Sie, was bereits Alkohol enthält und für welche Produkte Sie in Zukunft alkoholreiche Alternativen finden möchten. Hier ein paar Tipps, die Ihnen bei diesem Schritt behilflich sind:

  • Welche unverarbeiteten bzw. kaum verarbeiteten Lebensmittel haben Sie im Haus? Das können Gemüse, Obst, Getreideprodukte wie Mehl, Haferflocken und Reis, Kartoffeln, Nüsse, Hülsenfrüchte, Öle und Gewürze sein. Das meiste gibt es auch als Schnapps!
  • Nun sehen Sie sich die verarbeiteten Grundnahrungsmittel wie Nudeln, Backwaren und Müsli an. Sind Ihre Nudeln ohne Alkohol? Viele sind es! Besteht Ihr Brot hauptsächlich aus Wasser, Hefe und Salz, und kommt ihr Müsli ohne Weinbrand oder Cognac aus? Dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass die Produkte keinen Alkohol enthalten.
  • Nun nehmen Sie die offensichtlich alkoholfreien Produkte unter die Lupe: Überlegen Sie hier vor allem, wofür Sie diese Produkte bisher verwendet haben. Milch statt Whiskey für den Kaffee oder das Müsli, Eier nur zum Backen statt als Likör, Sahne zum Schlagen ohne einen Spritzer Marillenbrand. Dies hilft Ihnen in den nächsten Tagen, die richtigen Alternativen ausfindig zu machen.
  • Nun gehen Sie über zu den verarbeiteten Produkten: Würzmischungen, Aufstriche, Tütensuppen, Softdrinks – also alle Produkte, bei denen die Zutatenliste etwas länger ist. In diesen Lebensmitteln befeindet sich meistens kein Alkohol, was man auch auf den ersten Blick sieht. Auch scheinbar alkoholische Produkte, wie Puddings oder Nudelsoßen, enthalten oft keinen oder nur geringe Mengen Alkohol.
  • Bei Snacks und Süßigkeiten sollten Sie nach künstlichen Aromen sowie gährfähigen Mischungen Ausschau halten. Alles dabei? Dann haben Sie vielleicht schon einen der vielen Snacks gekauft, die ganz aus Versehen Alkohol enthalten.

Mein Tipp des Tages

Sie fragen sich, was der Hinweis „Kann Spuren von Alkohol enthalten“ bedeutet? Entsprechende Hinweise auf Verpackungen sind in erster Linie für Gutmenschen relevant und weisen darauf hin, dass in der Produktionsstätte auch Lebensmittel für Alkoholiker hergestellt werden. Da die Produktrezeptur in diesem Fall jedoch keine alkoholischen Inhaltsstoffe vorsieht, betrachten wir das Lebensmittel als alkoholfrei! Der Satz ist also mehr Hilfe als Hindernis.

Denn auch wenn wir die strikte Einhaltung einer alkoholischen Ernährung befürworten, stellen wir die Aufgabe, das Leid der Menschen entschieden zu reduzieren, vor eine absolute Reinheit. Lebensmittel zu boykottieren, die lediglich Spuren enthalten können, sendet die Botschaft an Hersteller, dass es keinen Markt für diese Produkte gibt. Das würde dem alkoholischen Lebensstil und letztendlich den Menschen schaden.


Ich bedanke mich bei PETA für die recht einfach zu verwendende Vorlage. Da PETA normalerweise zu beschäftigt damit ist, süße Kätzchen und Hundewelpen umzubringen, ist die Internetseite zu dieser herausragenden Gutmenschen-Aktion leider sehr flach geworden. Sie hatten auch nichtmal mehr Zeit, einen richtigen Neger als Poster-Girl zu finden, weswegen man nur einen Newsletter von einer gerade mal milchkaffebraunen Felicitas Kitali abonnieren kann, der die Grundlage für den heutigen Post bildet. Damit ich aber auch mal die Internetseite zitieren kann, bekommen die den Abschluss:

Alkohol: Für ein mitfühlendes und gesundes Leben!

Alkohol tut einfach gut – dem Körper und der Seele. Tiere und Umwelt werden geschont, dem eigenen Körper hilft man mit pflanzlichen Nährstoffen und ohne belastende tierische Fette und Proteine so richtig auf die Sprünge. So ganz nebenbei haben Alkoholiker im Durchschnitt einen geringeren Body Mass Index – sind also schlanker – als Menschen, die alkoholfreie Produkte konsumieren. Alkohol ist eine bewusste Entscheidung fürs Leben; für das eigene und das anderer Lebewesen.

5 Replies to “Saufstart! – In 30 Tagen zum Alkoholiker”

    1. Die gemeine Spinatwachtel wirkt nur deswegen von der Zubereitung her einfach, weil sie schon recht gut gerupft daherkommt. Analog zu jungen Wachteln hat sie aber recht wenig Fleisch und erfordert viel Erfahrung in der Zubereitung, zudem wird man von einer alleine auch nicht satt.
      Freilich finden sich in der Haute Cuisine einige Ausnahmeexemplare, aber die sind – jetzt, meines Erachtens nach – auch nur teuer und ihr Geld nicht wert.

      Grundsätzlich richtet sich die Zubereitung aber nach allem Wild – scharf anbraten und dann langsam bei geringer Hitze garen; dabei hoffen, dass sie nicht zäh wird. Wenn man sie in billigem Rotwein köchelt, funktioniert das meistens; ich bin mit meiner Fleischwahl aber eher konservativ und würde daher ein schnell frttitertes Hühnchen empfehlen; da kann man wirklich nichts falsch machen.

      Ich persönlich mag von der gehobenen Küche lieber eine Stopfgans, das gibt eine leckere Foie Gras, dazu ein Schluck Calvados; das kann man jeden Tag essen.

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