Warum Hausfrauen was wert sind

Ich habe den dummen, dummen Fehler gemacht, mich auf eine “Diskussion” mit einer Feministin einzulassen. Die war, wie erwartet, vollkommen uneinsichtig (also, die Feministin), die Diskussion war für mich aber durchaus erkenntnisreich:

Es fing damit an, dass eine hinlänglich bekannte, vollkommen hirnbefreite Feministin diesen Unsinn von sich gab:

Während IN einer Ehe so getan wird, als würde man eine Hausfrau und Mutter besonders schätzen und nur Feministinnen diese heile Welt zerstören, kann man nicht bis 3 zählen, bis NACH einer Ehe genau die gleiche Tätigkeit als faules Schmarotzertum diffamiert wird

Ich schrieb daraufhin eigentlich nur meine spontanen Gedanken runter:

Das ist kein Widerspruch. Ehe ist damit offensichtlich ein tragender Teil dessen, was an dieser Tätigkeit wertzuschätzen ist.

Nun finden aber auch andere Feministen, dass es da keinen Unterschied in der “Tätigkeit” gäbe. Warum? Habe ich nicht verstanden, es kommen einfachst widerlegbare, falsche Tatsachenbehauptungen, und dann findet die Feministin, sie hätte ihren Punkt gewonnen. Dazu kam dann  aber noch dieser – sehr aufschlussreiche – Punkt:

Ein Pilot „arbeitet“ effektiv drei bis sieben Minuten pro Schicht (obwohl er nichtmal das müsste), wird aber gesellschaftlich und monetär hoch anerkannt für das was er „tut“ (stundenlang Löcher in die Luft starren).

Du wirst schwerlich auch nur einen einzigen so unterbeschäftigten Minijobber finden unter den Sonne.

Mir fallen da spontan Kindergärtner ein. Die sitzen ja sogar zu mehreren rum und gucken Löcher in die Luft, während die Kinder miteinander spielen, was die ja nun wirklich auch alleine könnten. Aber ich will jetzt nicht von Berufen reden, von denen ich keine Ahnung habe  – wie eine Feministin – sondern mal meine Konsequenzen zusammenfassen, da das Pilotenbeispiel dafür sehr schön geeignet ist:

Freilich, um hier mal die Piloten in Schutz zu nehmen, ist es natürlich nicht möglich, mit sieben Minuten Arbeitszeit so eine normale Schicht bei LH City zu fliegen, also mit einer Dash-8 MUC-VRN-MUC-LCY oder so. Da redet man schon mehr als drei Minuten nur mit den Passagieren, und dann gibt es da ja auch noch zu lesende NOTAMs und Wetter, Crewbriefings, ununterbrochenes Funken etc. pp., geschweige denn, dass man vielleicht auch noch ein paar Sachen mit dem Flugzeug machen muss.

Aber natürlich vergleicht eine feministische Mutter das eher mit einem Interkontinentalflug, denn da muss man wirklich nur so alle ein, zwei Stunden was machen – hey, wie mit einem Säugling. Und dazwischen “nur Löcher in die Luft starren”, Aufmerksamkeit ist bei Flugzeugen und Kleinkindern ja vollkommen überbewertet.

Aber abseits des offensichtlichen Unsinns ist das eine schöne Parallele, warum Hausfrau-Mütter – wie auch Piloten – ein gewisses gesellschaftliches Ansehen haben: Durch ihre reine Existenz. 

Freilich könnte man jetzt darüber diskutieren, dass man Piloten auch durch Computer ersetzen könnte, aber fairerweise muss man dann auch sagen, dass moderne Roboter mit Sicherheit auch Kinder wickeln könnten – wenn das jemand wollte.

Es will aber niemand Flugzeuge ohne Piloten haben. Das ist ähnlich wie bei modernen Kampfjets, die immer noch eine Bordkanone eingebaut bekommen, weil die Piloten keinen Kampfjet ohne Bordkanone fliegen wollen. Auch wenn sie genausogut Zigarettenkippen aus dem Fenster werfen könnten; die haben – in Anbetracht der Trefferquote – ein identisches Schadenspotenzial von ~ Null.

Und es wollen auch Väter nicht, dass ihre Kinder nicht in einer schönen, funktionierenden Familie aufwachsen. Mit Mama da, weswegen Mütter in der Regel weniger arbeiten als Single-Frauen und Welten weniger als Männer mit Kindern. Weil die Männer das so sehr wollen, dass sie die Mütter bei sich zuhause für ihre reine Existenz finanzieren – wie Fluggäste die Piloten.

Zwei der gesellschaftlich anerkannten Tätigkeiten, die Hausfrauen und Mütter demnach ausüben sind, dass sie (a) für ihre Kinder da sind und (b) gleichzeitig jemand freiwillig und gerne ihren Lebensunterhalt finanziert.

Diese letztere Tätigkeit – also, sicherzustellen, dass jemand freiwillig und gerne ihren Lebensunterhalt finanziert – üben Alleinerziehende in der Regel nicht aus. Denn wenn das anders wäre, würden alle Männer begeistert Unterhalt bezahlen. Tun sie aber nicht – weil ein offensichtlich relevanter Punkt wegfällt.

Und der ist, wie bei Piloten, mirwegen als “da sein” sehr schön zusammenzufassen. Es ist also rein praktisch offensichtlich so, dass die reine Anwesenheit einer Frau im Haushalt eines Mannes einen Geldwert hat – sonst würde es keine Männer geben, die ihre Hausfrauen unterhalten. Es scheint auch irgendwie eine Form von Anstrengung zu sein, was wir mal als (zweites) grundlegendes Element einer “Tätigkeit” sehen können – wenn es das nicht wäre, gäbe es keinen Grund für Frauen, ihre Männer zu verlassen.

Die Tätigkeit, die dem verlassenen Mann etwas wert war, war also nicht (nur) das da-sein der Hausfrau für die Kinder, sondern ihr da-sein per se – es gibt auch genügend Männer, die kinderlos mit Frauen sehr glücklich zusammenleben und zumindest einen Teil deren Lebens finanzieren, ohne, dass es Kinder gibt.

Es ist offensichtlich, dass diese “Tätigkeit” bei einer Trennung wegfällt. Und damit auch die Motivation des Mannes, den Lebensunterhalt der Frau zu bestreiten.

Wenn aber nichtmal der Mann, der mit einer Frau Kinder gezeugt hat, ein sonderliches Interesse an der Sicherung deren Lebensunterhalts hat, gibt es für den gesamten Rest der Gesellschaft erst Recht keinerlei Grund, sich daran zu beteiligen – was ebendiesen Lebensunterhalt zum (alleinigen) Problem der Frau macht.

Momentan ist das so gelöst, dass halt der Ex-Mann bis an sein Lebensende in Haftung genommen wird, wenn die Frau auch nur keinen Bock hat, selbst für sich zu sorgen, was – verständlicherweise – zunehmend mehr Null-Bock-auf-den-Scheiß – Leute wie Detlef Bräunig im einen und bindungsunwillige MGTOW im anderen Extrem hervorbringt – was für die Gesellschaft als Ganzes in beiden Fällen nicht gut ist. In einem Fall muss die Gesellschaft Detlefs Begattungen und deren Konsequenzen durchfüttern, und das vor dem Hintergrund, dass Kinder von alleinerziehenden Müttern eh nur kriminelle Assos werden. Mit jedem MGTOW sinkt – neben dem Genpool – auch die Zahl derer, die für mehr als sich selbst den Lebensunterhalt tragen wollen, und wenn Geld nur aus der Druckerpresse, nicht aus Leistung heraus, kommt, dann wird es wertlos. Es ist also – wie so oft in sozialpolitischen Fragen – ein einfaches “wer zahlt den Scheiß” – Problem, und das wäre -wie immer – recht einfach zu lösen:

Die, die es verursacht haben.

Freilich werden jetzt alle Feministen und v.a. alleinerziehenden Mütter rumheulen, dass man sie doch “brauche” (hatten wir geklärt: Nein) und es unzumutbar sei, dass sie wirklich arbeiten, aber damit schließt sich der Kreis: Niemand braucht Piloten, die sich am Strand mit Stewardessen vergnügen. Piloten müssen im Cockpit sitzen, wenn sie ihr Geld wollen.

Und Mütter müssen dementsprechend in einer Familie sein, wenn sie irgendwie Geld wollen.

Ansonsten sollen sie arbeiten gehen – beispielsweise in einem Cockpit, wenn sie das denn können. Mütter können ja alles, finden sie. Außer natürlich, eine einfache Zahlenreihe, also zum Beispiel

416.070.601.309.269.652.092

zu wiederholen. Rückwärts. Und nein, nicht nochmal lesen.

Könnt ihr nicht? Mei, ich kenne nur einen Piloten, aber bei denen ist das Einstellungsvoraussetzung. Der kann übrigens auch Windeln wechseln, das dauert ja nun wirklich keine drei Minuten.

Ich kenne auch ein paar Mütter. Die können auch Windeln wechseln – die meisten sogar schneller als ihre Männer. Aber die können das mit den Zahlenreihen sämtlich nicht. Nur, falls sich immer noch jemand fragt, warum Piloten gesellschaftlich anerkannter sind als Mütter per se, auch wenn sie gerade nicht in einem Cockpit sitzen.

Für Frauen, die das mit dem wirklichen Fliegen nicht hinbekommen, gibt es ja nun auch eine Lösung: Es findet sich sicher irgendwo ein netter Pilot, der für viel Geld Löcher in die Luft starrt und nur sieben Minuten in der Schicht arbeitet, während seine Frau zuhause sitzt und sich nur sieben Minuten am Tag um das plärrende Baby kümmert. Muss man halt als Frau erstmal finden – und ein sehr pflegeleichtes Kind bekommen, aber hey – die sind sicher breiter gesät als 7-Minuten-Pilotenstellen.

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3 Replies to “Warum Hausfrauen was wert sind”

    1. Das war vielleicht etwas unpräzise – wild rumballern kann man damit sicher super, v.a. wenn man auch gerne Krankenhäuser trifft und so. Man trifft halt nichts, was einem selbst gefährlich werden könnte, also z.B. ein feindliches Flugzeug oder den dümmsten Kameltreiber mit einer der Stinger-Raketen, die die CIA in die Gegend geliefert hat. Es treffen ja schon die Raketen nicht sonderlich zuverlässig.

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