Der Gender Pension Gap

Wir wissen nun alle, dass der Gender Pay Gap respektive der Gender Wage Gap himmelschreiender Unsinn ist, weil Frauen schlicht weniger arbeiten als Männer (etc.pp.).

Was komischerweise kaum jemand thematisiert, ist der Gender Pension Gap, den die entsprechenden Ministerien ja auch nicht politisch korrekt jedes Jahr zum Trauerfeiern anbieten. Ohne irgendwelche Faktoren zu berücksichtigen, die da mit reinspielen könnten, auch wenn man da mittlerweile zumindest beim Bundesamt für verlogen berichtete Statistik dazu übergegangen ist, das beim GPG wenigstens zu erwähnen.

Naja, die Feministen und die diesen hörigen Politiker haben die Messlatte niedrig gesetzt, also vergessen wir mal auf irgendwelche Faktoren. Wir wissen ja nun, dass Frauen im Schnitt weniger verdienen als Männer und zudem weniger Arbeiten.

Schauen wir also mal, wie sich das lohnt:

Das Bundesministerium für Arbeit und soziales informiert uns, dass 2016 (S. 19) 8.339.476 Männer und 10.775.582 Frauen Renten aus der Allgemeinen Rentenversicherung als Rentenempfänger bezogen haben.

Hinzu kommen 627.496 Männer und 4.269.923 Frauen, die zusätzlich zu ihrer eigenen noch eine Witwenrente bekommen. Den restlichen Kleinscheiß lassen wir jetzt mal weg.

Die durchschnittlichen Renten-Auszahlungsbeträge liegen

  • als eigene Rente für Männer bei 1050,63€
  • als eigene Rente für Frauen bei 668,50€
  • als Witwerrente für Männer bei 308,40€
  • als Witwenrente für Frauen bei 607,53€

Wenn man das zusammenrechnet, kommt folgendes raus:

Gender Pension Gap

Aber, Lolli, höre ich es schon schallen, Du machst doch hier den gleichen Fehler wie die Feministinnen und vergleichst die Putzfrau mit dem Bäckermeister. Das ist aber nun eine sehr törichte Kritik; das war nur die schnelle und nette Rechnung. Aber gut, machen wir es individueller:

Es ist zwar vollkommen klar, dass Männer früher sterben als Frauen und es deswegen mehr weibliche Rentenbezieher gibt, und Frauen v.a. durch die Hinterbliebenenrenten profitieren, was den Verstorbenen wohl zumindest in den Fällen, in denen das Geld nicht an die widerliche Ex geht, ganz recht sein mag. Aber individuelle Vorlieben sind hier ja nun nicht gefragt, es geht um Geschlechtergerechtigkeit, also ist das schnuppe. Es geht um Leistungsträger und Leistungsempfänger, es leisten ja schließlich alle “gleichwertige” Arbeit (in dem Fall wirklich; dafür dient (a) Geld als universeller Bewertungsmaßstab, (b) statistische Mittel und (c) ein prozentualer Rentenbeitragssatz).

Nun hat das Bundesministerium für feministische Inkompetenz in einem Anflug der Zeiten, die da kommen werden, wohlweislich schon 2007 dafür gesorgt, dass es keine Möglichkeit des Nachvollzugs der Rentenzahlungen nach Geschlecht mehr gibt, aber damals wurden 54,3 Mio. Arbeitsnehmer (26,8 Millionen Frauen, 27,5 Millionen Männer) erfasst, von denen die Frauen nur 49% des Durchschnittseinkommens erwirtschafteten. Da Rentenzahlungen proportional zum Einkommen sind, reicht uns diese Information; insbesondere, weil die wenigsten 2007er Arbeitnehmer schon in Rente sein dürften (ich z.B. leider nicht) und der Frauenanteil seitdem wächst. Da die Rentenzahlungen aber für zukünftige Rentenansprüche geleistet werden, ist das, was jetzt kommt, das positivst mögliche Bild:

Die Durchschnittsrente liegt (oben) bei 991,54€ – eine Leistung, von der Frauen nur 49% erarbeiten. Erhalten tun sie aber 909,24€, also 91% der Durchschnittsrente.

Das sind, im Vergleich zu Männern, gut 40% mehr Geld ohne jegliche Gegenleistung, oder, auf die erbrachte Gegenleistung bezogen, über 80% mehr Rente. Für – hey, es sind Frauen, oder? Warum sollte man Frauen kein Geld geben? Ihr widerlichen Sexisten.

Die Frauen jammern ja schon rum, dass sie pro geleisteter Arbeitsstunde 21% weniger verdienen würden, obwohl das nichtmal stimmt. Da ist es ja nur fair, ihnen 80% mehr Renten auszuzahlen, als ein Mann für die gleiche Arbeit bekäme – oder? Nicht? Die wollen lieber faire Renten und gleiche Löhne für gleiche Arbeit? Hey, mirwegen können sie das gerne haben. Dann würde ich mir vielleicht doch den Eintritt in die freiwillige Gesetzliche Rentenversicherung überlegen. So hingegen ist es deutlich billiger, sich die Feiertags-Zigarren mit Hunderten anzuzünden. Sowas finden auch komischerweise nur Frauen doof. Wie “gleiche Arbeit” ja auch, man muss ja von selbstzerfressendem Hass triefende Artikel jetzt auch als gelungene Polemik sehen, siehe hier.

Ich frage mich ernsthaft, wie lange das noch jemand mitmacht, der wirklich Leistung bringt. Klar, die Bemessungsgrenzen werden ja immer wieder angehoben, um von den Leistungsträgern immer mehr abzugreifen, und es wird auch mit dem Gedanken gespielt, Selbständige da reinzuzwingen, weil Shitlords wie ich in einer Lotterie mit garantiert 50% Verlust zugunsten minderbemittelter Weibchen nicht mitspielen, wenn es da nicht wenigstens eine Gewinnchance gibt wie bei der Glücksspirale. Was bei den oben aufgeführten Quoten übrigens eine bessere Geldanlage ist, wenn man ein Mann ist.

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3 Replies to “Der Gender Pension Gap”

  1. “weil Frauen schlicht weniger arbeiten als Männer (etc.pp.).”
    Ey, Lolli, das geht aber nu gar nich!
    Gerade wird durch die Prese gescheucht, daß Frauen viel, viel mehr arbeiten als Männer, weil sie nämlich im Schnitt öfter und länger Abwaschen als Männer.
    Also büdde …

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    1. Wollte ich eh was dazu schreiben – aber was?
      Eine Stunde die Woche ist nicht “viel, viel mehr” (hier, S. 38f). Und das ist ziemlich genau die Zeit, die man für das Abspülen von verdammten Joghurtbechern braucht, damit man sie in den gelben Sack tun kann. Eine Mülltonne in doppelter Standardgröße kostet nur 60€ / Jahr mehr, dann könnte man sich das sparen. Das macht 60€/52 Wochen * 1 Stunde Arbeit = 1,15€ die Stunde. Wenn das “Arbeit” sein soll, weiß ich auch nicht, das reicht nichtmal für ein Bier* und zwei Zigaretten. Davon kann man doch nicht leben…

      *: Ein ordentliches Bier.

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