“Hijab?” – “Gesundheit!”

Seitdem eine radikale Islamistin den Women’s March in Washington organisiert hat, hat man ja nun zunehmend das Gefühl, dass die Feministen endlich bekommen, was sie verdienen. Nun ist aber eine Bewegung, deren Kern darin besteht, jeden noch so großen Unsinn durch beständiges Drehen am Hamsterrad wegzurationalisieren dazu prädestiniert, ihre eigenen Grundkonzepte wegzurationalisieren. Und genau das passiert, wenn eine säkulare, individualistische Bewegung (für Leute mit Titten) sich Leute ins Boot holt, die irgendeiner unsinnigen, weltfremden Religion anhängen.

Nun ist klar, dass die Gender-Religion dem Feminismus endgültig den Garaus machen wird, da eigentlich keine Gesellschaft in dem Maße eine Wohlstandsgesellschaft ist, um sich deren Wohlstandsprobleme leisten zu können oder – vielmehr – leisten zu wollen, aber vielleicht haben sie das ja selbst gemerkt und besinnen sich wieder auf klassische Werte, also – eher vorklassische Werte, zum Beispiel die aus dem Koran.

Êine Gabby Aossey hat im Qualitätsmedium Huffington Post einen Artikel geschrieben, den die deutsche Redaktion ihrer anglophoben Leserschaft nicht vorenthalten wollte und daher – vor allem aufgrund seiner elementaren Bedeutung – übersetzt hat.

Muslime sind die echten Feministen

Denn nichts sagt mehr “Frauenbefreiung”, als dreimal “ich verstoße dich” zu sagen – oder? Klar, ich habe da das große Problem, keine Frau zu sein und der Hamster in meinem Kopf dazu tendiert, den Ausgang jedes vorgesetzten Labyrinths zu finden, statt sich davorzusetzen, sich dick zu fressen und zu maulen, dass das Labyrinth patriarchale Unterdrückung sei, von daher weiß ich schon von der Überschrift her, dass der Artikel Cringe wird, aber es ist ein Thema, was die Autorin natürlich schlicht überhaupt nicht verstanden haben wird, insofern kann man sich das durchaus antun.

Viele westliche Frauen haben eine gewisse Vorstellung davon, wie Feministen zu sein haben: unabhängige Frauen mit allen möglichen sexuellen Freiheiten.

Ich bin ja nun keine Frau, aber wenn Feminismus eine Gleichberechtigungsbewegung sein will, dann haben feministische Frauen einen Job, der nicht nur sie selbst, sondern auch noch die gesellschaftliche Unterschicht mitfinanziert. Das trifft aber nun weder auf aktuelle, noch auf irgendeine Feministin ever zu, die sind eher der Menschenmüll (so nannte das Marx), der von arbeitenden Frauen (ja, auch Frauen) und natürlich vornehmlich Männern gepämpert (und gepimpert) wird. Weil – ja, das ist eine gute Frage.

Frauen mit “allen möglichen sexuellen Freiheiten” sind hingegen eher Schlampen – ist der Ruf erst ruiniert, lebt sich gänzlich ungeniert. Aber gut, da gibt es im Feminismus ja durchaus Überschneidungen – also, dass viele Feministinnen Schlampen sind und umgekehrt.

Aber gut, das Thema sollten doch Muslime sein?

Hippe Feministen-Kampagnen wie Free the Nipple ermutigen nur zu einem naiven, respektlosen Verhalten gegenüber unserer eigenen Körper, was dazu führt, dass alle anderen unsere Körper auch nicht mehr respektieren.

Liebe Feministinnen: Es gibt so ein grundlegendes menschliches Problem, dass man sich Respekt verdienen muss. Das hat vernünftige Gründe – zum Beispiel sollte man als Frau Männer respektieren, weil die halt (im statistischen Mittel) kein großes praktisches Problem damit haben, einen totzuschlagen. Wenn Frauen es jetzt nicht schön finden, dass Männer sie nicht einfach totschlagen, sondern das als selbstverständlich hinnehmen – das ist es nicht. Das ist auch bei Männern nicht selbstverständlich; das ist nur Teil des sog. “Gesellschaftsvertrags”, dass wir das nicht mehr machen. Aber gut, ihr Frauen macht da ja auch erst seit kurzer Zeit mit; wir Männer machen das ja schon seit – keine Ahnung, zumindest im alten Testament steht da auch was dazu.

Das Problem beim Respekt ist aber hier noch viel elementarer: Wieso sollte man jemanden respektieren, der sich selbst nicht respektiert – also nicht respektabel ist? Also, der Respekt für etwas einfordert, was nicht respektwürdig ist? Klar, man kann das fordern, aber auch dafür wird man nicht respektiert. Aber das wurde ja – zumindest für die Autorin – ja schon genug gemansplaint.

Wenn wir als Frauen respektiert und in allen unseren Bemühungen ernst genommen werden wollen

Ja, nun, das ist das Problem: Egal was Frauen machen, ihr Versuch, die Sonne im Westen aufgehen zu lassen wird niemals respektabel werden, und der gehört zu “alle”. Ich gebe hierzu im Verlauf noch konkretere Beispiele.

sollten wir nach anderen Vorbildern suchen – muslimische Frauen. Muslimische Frauen, genauso wie muslimische Männer, sehen jeden Körper als heiligen Tempel, vor allem den weiblichen Körper. Anstatt sich selbst zu präsentieren sollen sie bescheiden sein.

Ööööööööhhh… ja, das ist voll feministisch. Sollen die blöden Weiber halt kuschen und ihre Schnauze halten.

Fairerweise: Für eine moderne Feministin ist das ein sehr einfach gangbarer Weg, irgendwie zu einer respektablen Person zu werden, aber in ihrem tiefsten Inneren ist sie das halt nur, wenn sie wirklich bescheiden ist, nicht nur deswegen, weil sie so tut. Das ist aber doch nun kein Frauenproblem?

Entgegen der westlichen Annahme ist der Islam geprägt von der weiblichen Ermächtigung.

M-hm…. man kann das grundsätzlich über jede Religion sagen. Wenn man Religionen nicht allzu ernst nimmt, sind das Moralkodizes, die zwischenmenschliches Verhalten regeln, und das – aufgrund der natürlichen Unterschiede zwischen Mann und Frau – natürlich geschlechtsspezifisch. Wenn ich das an einer Uni sagen wollte, würde aber sofort die Antifa den Feueralarm auslösen.

Im Koran, dem vom Propheten Muhammad geschriebenen Wort Gottes, werden Frauen und Männer als gleichwertig in ihren alltäglichen Aufgaben und Verantwortungen beschrieben.

Ohne den Koran auch nur ansatzweise zu kennen halte ich das für Bullshit. Der Islam ist eine abrahamitische Religion, und da ist die Frau mal ganz grundsätzlich schlechter als der Mann. Wofür es ja mittlerweile wissenschaftliche Erkenntnisse gibt, die das stützen, so bei Kraft, Intelligenz und so, aber ich schweife ab.

Khadija war eine Geschäftsfrau und besaß Land in den Arabia. Als Mohammed neue Offenbarungen erlebte, war es Khadija, die ihm versicherte, dass er nicht verrückt sei, sondern auserwählt.

Kadhija (ist ein cooler Name, übrigens) war Mohammeds erste Frau. Es war sehr nett von ihr, den Vollspinner, den sie da getroffen hat, zu einem gefürchteten Kriegsherrn und Sektenführer zu machen, dann hatte er ja die Gelegenheit, sich was besseres zu suchen (siehe: Koran). Ich verstehe nur nicht, was daran jetzt feministisch sein soll – oder auch nur intelligent.

Es war Khadija, die Mohammed dazu überredete, Gott und den Engeln zuzuhören, die versuchten, mit ihm zu kommunizieren

Ah – da ist der Bezug zum Feminismus: Die hatte auch einen an der Klatsche.

Es ist also keine Überraschung, dass muslimische Frauen sich nach diesen bedeutenden weiblichen Persönlichkeiten richten. Muslimische Mädchen lassen sich von solchen kraftvollen Instanzen leiten in dieser gruseligen, patriarchalen Gesellschaft.

In welcher gruseligen, patriarchalen Gesellschaft? Die deutsche Regierung ist ein Konglomerat denk- und vor allem verantwortungsbefreiter Weicheier. Ein Patriarchat stelle ich mir mehr so vor, dass der König seiner Armee in die Schlacht voranreitet, aber gut…

Diese modernen Frauen haben keine Angst davon, für ihren Gauben gegen den Strom zu schwimmen, wenn sie zum Beispiel den Hijab tragen, um ihre religiöse Zugehörigkeit zu zeigen.

Man hat Angst davor, nicht davon. Es ist irgendwie seltsam, dass Religion nach Jahrhunderten der Aufklärung wieder so zentral wird, aber die zentralen Werte der Religionen (im Westen) haben wir ja nun derweil in weltliche Werte übersetzt (also, im Westen). Außer irgendwelchen linksgrünen Spinnern hat ja auch nun niemand was gegen religiöse Leute, nur weil die denken, dass Homos in der Hölle schmoren werden.

Hijab nennt sich das Kopftuch islamischer Frauen, und nein, es sollte ihnen nicht von ihren Vätern und Männern aufgezwungen werden. Ob eine Frau einen Hijab trägt, ist ihre eigene Entscheidung.

Außer, natürlich, in so ziemlich jedem islamischen Land, aber scheiß auf Tatsachen, oder?

Vor allem diese Idee präsentiert den Feminismus im Westen. Der ganze Druck, den die westliche Gesellschaft auf uns ausübt, weil wir so und so aussehen müssen.

Neeeee…. das war der Islam im Morgenland. Aber gut, machen wir den geistigen Dreisprung mit:

Wir müssen lange, glänzende Haare haben, einen dünnen, aber trotzdem kurvigen Körper, ein makelloses Gesicht – Frauen gehen durch die Hölle dafür.

Wo kommen denn die “glänzenden Haare” her? Wen interessieren glänzende Haare?

Wir ergeben uns dem Druck, von dem wir eigentlich glauben, befreit worden zu sein. Wir unterdrücken unsere natürliche Weiblichkeit mit den ständigen Sorgen darüber, wie wir für andere aussehen.

Wenn ich mir so eine durchschnittliche feministische Veranstaltung anschaue, dann kommt mir schon der Eindruck, dass die ihre “natürliche Weiblichkeit” unterdrücken könnten. Ich halte es aber für deutlich naheliegender,  dass da nicht viel natürliche Weiblichkeit vorhanden ist…

Wir haben nicht den Mut, um uns gegen diese gesellschaftliche Kritik zu wehren und zu sagen: „Mein Körper soll nicht angestarrt werden.”

Da ist es natürlich eine tolle Idee, ein Kopftuch zu tragen, um auszusehen wie alle anderen und deswegen nicht aufzufallen. Also, vor allem im Westen, wo kein Schwein ein Kopftuch trägt. Macht total Sinn.

Viele muslimische Frauen versuchen genau das zu erreichen. So befreien sie sich vom allttäglich Druck. Sie haben den Mut zu sagen: “Hey, ich bin kein Lustobjekt, als Frau fordere ich den Respekt für meine Person ein, nicht meinen Körper.”

Joah…. dann musst du aber halt eine Person sein, die respektabel ist. Das hatte ich oben schon geschrieben. Das hat nichts, aber auch überhaupt nichts mit einem Kopftuch zu tun. Wenn sich eine Feministin ein Kopftuch aufsetzt, ist sie davon genau Null respektabler geworden.

Sie haben sowohl die Kraft, sie selbst zu befreien, als auch, die westlichen Normen abzulehnen.

E-ben. Keine Schlampe sein. Leute, die sich mit dem Koran besser auskennen als ich, erklären das so:

Wie beschrieben, macht diese weibliche Schönheit, ihre Erotik, auf den Mann einen immensen Eindruck. […] Dadurch wird die Frau zu einem Objekt der Begierde für den Mann; das Äußere steht im Vordergrund und verdrängt die inneren Werte. […] Die selbstbewusste Muslima möchte nicht, weil sie besonders hübsch oder gut gekleidet bzw. gestylt ist, eine Arbeitsstelle, Anerkennung oder eine besondere Position erhalten, sondern weil sie die Fähigkeit dazu besitzt.

Tjo – und das funktioniert komischerweise bei muslimischen Frauen sogar, während das im Westen… naja, mehr zu freien Nippeln führt, gell? Ich habe ein gutes Dutzend Putzfrauen ausprobieren müssen, bis eine ordentlich putzte. Bei der ging ihr Mann ans Telefon, “weil meine Frau nix so gut kann sprechen deutsch, und trägt Kopftuch, wenn nicht stört, kann kommen”. Gut – das ist drei Jahre her, Frau Ö. trägt immer noch ein Kopftuch, und geht halt ab und zu mal früher, “weil mein Mann mit den Kindern halt immer noch nicht so gut klarkommt *zwinker*”.

Es wäre von daher schön, wenn Feministinnen erkennen würden, dass es im Koran darum geht, dass Frauen, wenn sie (von Männern) anerkannt und respektiert werden wollen, mehr bieten müssen als blödes Gelaber und Titten. Ihnen den Mund zu verbieten und die Titten einzupacken wirkt da wie eine vernünftige Maßnahme, aber dazu müsste man halt erstmal das Problem verstehen

Ich habe gemerkt, dass wir dazu konditioniert worden sind, dass westliche Frauen frei sind und muslimische unterdrückt, aber das erscheint mir verkehrt.

Die Autorin ist 23. Ich weiß nicht, von wem sie dazu “konditioniert” wurde – vielleicht von iranischen Mullahs, die kompetente Frauen wie die eine Nazi-Frau nicht Schach spielen lassen, wenn sie kein Kopftuch tragen wollen? Hey, liebe Islamisten: 1.500 Jahre eurer komischen Religion haben gereicht, die Frauen können jetzt was. Und dabei noch aussehen wie Nazi Paikidze. Das mit dem Kopftuch ist nicht mehr nötig – aber ja, liebe Feministinnen, es wäre hier mittlerweile eine gute Idee. Vielleicht wollen die muslimischen Feministinnen ja die westliche Gesellschaft retten – ich bin gerade zwiegespalten; das fände ich eigentlich in Ordnung.

Ich habe endlich verstanden, wer wirklich von einer patriarchalen Gesellschaft unterdrückt wird – und das sind wir.

Wir leben aber doch überhaupt nicht in einer patriarchalen Gesellschaft?

Frauen, die einen Hijab tragen, haben sich von dem männlichen und gesellschaftlichen, urteilenden Blick befreit.

Ne, Frauen, die einen Hijab tragen, haben den Anstand, ihre Titten nicht jeden ins Gesicht zu hängen und dafür trotzdem respektiert werden zu wollen, weil – äh – Titten? Abgesehen davon, dass sie auch noch besser putzen.

Die Frauen von Free the Nipple haben es nicht. Sie stecken tief in einer männlichen Welt und glauben, dieser Trend wird ihnen Respekt verschaffen.

Ich finde es immer schön, wenn Feministinnen eine Einsicht haben. Die steht ja auch schön im Koran:

Oh Prophet, sag deinen Gattinnen und deinen Töchtern und den Frauen der Gläubigen, sie sollen etwas von ihrem Überwurf über sich herunterziehen . Das ist eher geeignet, dass sie erkannt (Anm.: als freie, ehrbare Frauen) und so nicht belästigt werden.  (Quran 33:59)

Komischerweise gibt es im Westen immer gleich einen Slutwalk, wenn das mal einer anmerkt.

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