Parallelen

(quasi als Nachtrag zum letzten Artikel)

Es gibt einen guten Grund dafür, dass “Mein Kampf” auf dem Index steht. Es ist ein gefährliches Buch, da es – was die Geschichte beweist – das Rezept enthält, ein demokratisches System zu zerstören. Wie? Ganz einfach:

Wird der Sozialdemokratie eine Lehre von besserer Wahrhaftigkeit, aber gleicher Brutalität der Durchführung entgegengestellt, wird diese siegen, wenn auch nach schwerstem Kampfe.

Klar, das ist ideologiebeladenes Gedudel, aber eigentlich heißt das, dass der gewinnt, der (a) nervtötender ist und (vor allem, b) am meisten zu opfern bereit ist. Das ist keine neue Erkenntnis; ich habe in diesem Blog schon öfter auf Polybios Anakyklosis hingewiesen, die besagt, dass die Demokratie nur einer von mehreren, unausweichlichen Schritten im Verfassungskreislauf sei. Nach Polybios folgt auf die Demokratie in ihrer dekadenten, eigennützigen Form, die der aktuellen Gesellschaft zu attestieren sicher nicht zu vermessen ist, eine Diktatur. Würden wir aus der Geschichte lernen – also, von Polybios, dessen Theorie seit 2.200 Jahren unwiderlegt ist – könnten wir mal sinnvoll darüber nachdenken, welche Art der Diktatur wir haben wollen. Antje Schrupp weiß das schon. Ich allerdings auch.

Nein, ich denke nicht, dass sich das aufhalten lässt. Ich würde es mir wünschen, aber es funktioniert halt nicht. Es hilft auch nichts, das zu sagen, es hilft nicht, wenn die Presse die NSDAP AfD als dumme Nazis hinstellt. Hitler beschreibt fast 200 Seiten, was die “Judenpresse” mit der NSDAP gemacht hat, und das ist genau das, was die heutige (nicht-jüdische, dafür linksgrüne) Presse mit der AfD macht. Es hat damals nicht funktioniert, und es zeigt nur, dass das einzige, was Menschen aus der Geschichte lernen können ist, dass Menschen nicht aus der Geschichte lernen.

Selbstverständlich wurden übrigens auch die Nazis als Nazis diffamiert, “Nazi” ist keine Eigenbezeichnung, sondern ein Derogativ. Und selbstverständlich gab es auch am Ende der Weimarer Republik pöbelnde Antifa-Terroristen, die Leuten nachstellten und Sachen anzündeten, die hießen damals Rotfront.

Das einzige, was unklar ist, ist, wer sich durchsetzt: Die klassischen Marxisten (SPD), Trotzkyisten (Linke) und Neo-Marxisten (Grüne) mit ihrem Feindbild “weißer, heterosexueller Mann” oder die AfD mit dem Feindbild “kriminelle Ausländer”. Ich hoffe aber, dass wir noch mehr weiße, heterosexueller Männer in Deutschland haben als kriminelle Ausländer. Also, für mich; für die kriminellen Ausländer würde das sicher unangenehm.

Was nicht heißen soll, dass ich mir das wünschen würde; ich fände es viel schöner, wenn die Parlamentarier sich am Riemen reißen und das machen würden, wofür sie da sind: Demokratie. Machen sie aber halt nicht, sondern führen einen inneren Wettbewerb mit Martin Cemil dem Hauptschulabbrecher darüber, wer niveauloser ist. Ich bezweifle zudem, dass die AfD mit der Minderheit, die sie bekommen wird, derartige Macht erhalten kann wie die NSDAP mit ihrer damaligen Minderheit. Ich vermute vielmehr, dass wir eine Rot-Rot-Grüne, oder sog. Katastrophe³-Regierung bekommen werden, und über die nächsten zwei, drei Dekaden in die globale Bedeutungslosigkeit versinken. Was vielleicht gar nicht so schlimm ist. Es ist eh so viel schöner woanders.

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