Poetry Slam

Was ich im vorangehenden Artikel nicht erwähnt hatte ist, dass Guiila Giuila die fette Frau bei Böhmermann “Poetry Slammerin” ist.

Habt ihr schon mal feministischen Poetry Slam gesehen? Nein? Ok – lasst das auch mal hübsch so; es gab einen guten Grund, dass Douglas Adams die vogonische Dichtkunst nur als drittschlechteste im Universum beschrieben hat. “Poetry” ohne jegliche Mühen bzgl. Inhalt, Sinn, Ordnung oder gar Reimen. Ich mag aber Prosa:

Der Hamster im Kopf, er rennt und rennt,
ankommen will er, an seinem Ziel,
und rennt und rennt, meilenweit,
doch alles wirkt umsonst.

Warum, warum, fragt sich die Frau,
so viele Schritte bin ich gegangen, so weit gerannt,
und doch wirkt es so, als tritt man nur auf der Stelle.
Ganz auf die Schnelle: Das muss Sexismus sein!

[Chor:]
Das reimte sich! Patriarch! Patriarch!

Und alle Männer, um sie herum,
gehen einen Schritt, nur einen,
und sind sofort am Ziel,
ihrem Ziel.
Doch der Hamster, er rennt und rennt,
meilenweit, doch alles wirkt umsonst.

Du drehst dich im Kreis, bleibst auf der Stelle,
mansplanint ein sexistischer Chauvinist,
als hätte der Hamster die Wahl.

Geh nach rechts, sagt der Chauvinist,
als wäre das so einfach,
es sei nur ein Schritt, es sei nicht weit.

Aber es ist nicht die richtige Richtung,
nicht die emanzipierte Richtung.
Rechts ist nicht progressiv, nicht voraus.
Voraus ist der richtige Weg, sagt der Hamster,
und rennt, und rennt, und rennt.

Und es ist zudem sexistisch, von Frauen räumliches Vorstellungsvermögen zu erwarten.


Ich möchte mich hierfür herzlich entschuldigen.

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