Shitlord Mansplaint: Abnehmen.

Ich bin ja weiterhin ein großer Befürworter von Nadjas Buch “Fettlogik überwinden”, weil es sogar Feministinnen dazu bringt, abzunehmen, was erstens weniger unästhetische, fette Frauen produziert und zweitens es den Feministinnen ermöglicht, mal ordentlich durchgevögelt zu werden, was diese Krankheit bekanntlich heilt.

Leider gab es da gestern einen mittlerweile gelöschten Post einer gewissen Laura Stein, die unter foodfitness.de eine angebliche Ernährungsberatungsseite betreibt, wo wir wichtige Dinge zum Thema Ernährung lernen können, die enorm kontraproduktiv scheinen – auch, weil Laura Stein eine verblüffende Ähnlichkeit zu einem Stock-Foto-Model hat. Naja, das Problem ist, dass der Beitrag mit dem Titel 10 Tipps, wie du deinen Heißhunger auf zuckerhaltige und ungesunde Lebensmittel stoppst jetzt nicht mehr existiert und sich vielleicht einige arme, verlorene Seelen fragen, wie sie ihren Heißhunger stoppen sollen, oder vielleicht sogar mit dem Gedanken spielen, sich zu erhängen, wie die arme Tiziana. Kommt, Mädels, nur weil man eine total oberflächliche, überschminkte Schlampe ist und es geil findet, Amateurpornos zu drehen, ist das noch lange kein Grund, sich umzubringen. Übergewicht auch nicht. Gott, nichtmal Merkel bringt sich um, und schaut mal, was die verbockt hat, und schlank ist sie ja jetzt auch nicht gerade.

Nun ist aber der oberflächliche und eher dumme Post bei Nadja weg, und die Seite von “Laura” hilft Euch weder beim Abnehmen noch gegen Selbstmord; Ihr seht nämlich wahrscheinlich nicht so aus wie ein Fotomodel. Tobias Fendt, der auf “Lauras” Seite im Impressum genannt wird, auch nicht, und das ist vielleicht tröstlich – der ist noch unattraktiver als fette Frauen, und daran kann er nichtmal was ändern. Fette Frauen hingegen schon, wenn sie nicht auf Tobias hören, der im Rahmen seines besser aussehenden und genderfluiden Alter Egos Laura einen ganz tollen “Low-Carb-Ernährungsplan” zusammengestellt hat, der nicht nur zu Heißhunger führen wird, sondern auch Selbstmord als attraktive Alternative erscheinen lässt:

Montag
Frühstück: Omelett mit verschiedenem Gemüse, gebraten in Butter oder Kokosöl.
Mittag: Bio-Joghurt mit Blaubeeren und einer Handvoll Man[d]eln.
Abend: Cheeseburger (ohne Brötchen), serviert mit Gemüse und Salsa Sauce.

Lecker, oder? Ist zwar kalorienmäßig vollkommen offen, weil keine Portionen dabeistehen, aber so Joghurt mit Mandeln zu Mittag lässt ja nun keine Wünsche offen – außer Sättigungsgefühl trotz Kaloriengehalts. Und Cheeseburger ohne Brötchen ist eine fettige Frikadelle mit Käse. Viel Erfolg dabei, damit abzunehmen. Geht auch bei Burger King, das Gemüse und die Soße ist da sogar schon drauf, man muss nur das labbrige Brötchen entsorgen.

Ne, ich hatte ja gestern schon den Eindruck, dass man, wenn man denn einen Abnehmblog trollen will, das wenigstens ordentlich machen sollte, und vor allem schickt man das nicht an anständige Leute, die ein ernsthaftes Interesse daran haben, Leuten beim Abnehmen zu helfen und nicht nur, weil man an billige Werbung kommen will. Mein wie immer brillanter Kommentar ist leider mit dem dämlichen Post verschwunden, aber da meine Frau sich einen Halswirbel verrenkt hat, sind meine Aussichten auf Sex heute Abend niedriger als die eines feministischen Allys, also kann ich Euch mit Freuden Dr. Shitlords ultimativen 7-Tages-Ernährungsplan präsentieren, mit dem ihr garantiert abnehmt.

Freitag: Es ist Markttag. Wir kaufen zwei Kilo Cocktailtomaten, je ein Kilo Auberginen, Zucchini und Hühnerbrust, zwei Knollen Knoblauch, ein Dingens Ingwer, zwei Zwiebeln, eine Handvoll Pepperoni und Chilis und den schärfsten Pfeffer, den ihr finden könnt. Zubereitung findet ihr hier, das tippe ich nicht ab, aber mit 1kg Aubergine und 500g Hühnchen hat das nur 995 kcal. Da wir ja schon zumindest ein Kilo die Woche abnehmen wollen, gibt es für Frauen dazu noch ein großzügiges Glas Raki und für Männer eine halbe Flasche. Wasser nicht vergessen, Wasser ist wichtig für den Körper. Und ja, es gibt Raki, am Freitag darf man keinen Alkohol trinken, Ramadan oder so. Sind insgesamt 1.200 respektive 1.900 kcal, bei 135g Proteinen. Proteine sind wichtig, schreibt Nadja.

Samstag: Es ist Wiesn-Anstich. Für Frauen gibt es zwei, für Männer drei Maß Bier, dazu ein halbes Grillhendl. Macht 1.400 respektive 1.800 kcal bei ~90g Proteinen.

Sonntag: Wir achten mal ein bisschen auf gesunde Ernährung und beginnen den Tag mit einer Multivitamintablette und einem Aspirin, das hat viel Vitamin C. Gegen den Heißhunger essen wir ein Kilo Cocktailtomaten, zum Abendessen gibt es ein halbes Kilo in einem Hauch von Öl angebratenes Hähnchenfilet mit einem Kilo gedünsteter Zucchini und einer Packung heller Soße von Knorr mit Senf und Kräuter der Provence. Macht 137g Proteine bei 1.200 kcal. Dazu passt eine Flasche trockener Weißwein, die Frau bekommt davon ein Glas (1300kcal), der Mann den Rest (1700 kcal).

Montag: Die meisten Leute werden arbeiten müssen, also nehmen wir uns einen Flachmann mit Wodka (200ml) mit in die Arbeit, das riecht macht nicht so. Das übrige Kilo Cocktailtomaten tut es über den Tag. Erfreut von den vielen positiven Kommentaren der Kollegen über die ungewohnt freundliche und offene Art und die neue, offensichtlich gesunde Ernährung holt man sich dann auf dem Heimweg noch einen Big King XXL, sonst werden das zu wenig Proteine, und wir hatten bisher wenig Ballaststoffe. Die Damen müssten jetzt allerdings noch eine Stunde die Wohnung putzen, während die Herren noch fünf (kleine) Stamperl Wodka genießen  dürfen (1.600 kcal minus/plus 200 kcal, 64g Proteine).

Dienstag: Wir haben nichts mehr zum Essen, und außerdem torkeln wir komisch. Wir nehmen uns also vormittags frei und gehen erstmal zum Arzt (das steht in Nadjas Buch, dass das bei Diäten wichtig ist). Auf den entsetzlich fettlogischen Vortrag holen wir uns einen schönen, großen Döner, und schauen dann noch auf dem Weg zur Arbeit im Supermarkt vorbei und kaufen ein Schweinefilet, zwei kleine Gläser Spreewaldgurken und Weißbier (eins für Frauen, drei für Männer, wegen der Mineralstoffe). 112g Proteine bei 1.300/1.800 kcal.

Mittwoch: Mist, wir haben schon wieder vergessen, einzukaufen. Zum Frühstück gibt es also wieder eine Multivitamintablette. Besorgen wir dann schnell vor der Arbeit ein Kilo 0,1% Magerquark mit Vanillegeschmack und zwei kleine Flaschen billigen Rum, die von direkt an der Kasse. Einfach mischen, riecht super lecker und harmoniert 1a. Hat dann auch nur 1.100 kcal bei 140g Proteinen, da ist also noch ein / drei Cuba Libre (mit Cola Light) drin. Da unsere Abnehmwoche morgen zuende ist, kaufen wir gleich noch eine Flasche Champagner, ein Kilo Erdbeeren und 250g Kaviar (vom Stör, wegen der Proteine).

Donnerstag: Yay! Wir haben ein Kilo Fett verloren und noch keine Leberzirrhose (hey, das ist ein Sieben-Tages-Abnehmplan, niemand hat gesagt, dass der langfristig eine gute Idee ist). Zum Frühstück trinken wir daher mal ein Glas Champagner, wegen dem vielen Cuba Libre gestern, und nehmen die Erdbeeren mit zur Arbeit. Zur Feier am Abend gibt es dann den restlichen Champagner mit dem Kaviar, das sind dann fast schon sünderische 1.650 kcal bei nur 74g Proteinen. Damit das nicht gleich wieder ansetzt, sollte man als Frau seine schlankere Taille und das hinzugewonnene Lebensgefühl damit feiern, dass man sich mal ordentlich durchvögeln lässt, aber mindestens anderthalb Stunden. Als Mann auch, aber da kann man bequem unten liegen und derweil noch einen großzügigen Cognac trinken.

Zum Abschluss noch der obligatorische Fotobeweis, dass mein Diätplan funktioniert:

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2 Replies to “Shitlord Mansplaint: Abnehmen.”

  1. Deine Diät klingt ausgewogen, gesund und total vernünftig! Ich werde sie ausprobieren, obwohl ich deinen Fotobeweis für einen Fake halte. Die Zuckerschnecke (rechtes Bild) ist nämlich meiner Meinung nach der eine Arm der Dame im linken Bild. Aber Schwamm drüber.

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