Gender Heil! #Berlinermanifest

Das deutsche Recht muss den gesellschaftlichen Realitäten endlich angepasst werden. Die Anerkennung und Förderung des deutschen Modells ist überfällig. Deutsche Lebensentwürfe müssen in die Bildungspläne aller Kindergärten und Schulen. Wir brauchen aufgeklärte und selbstbewusste Jugendliche und Erwachsene, die ihr Leben nach ihren eigenen Bedürfnissen gestalten und dabei die Bedürfnisse und Grenzen anderer Deutscher achten. Zur Anerkennung gehört als ein zentraler Baustein die nationalsozialistische Ideologie: deutsche Männer müssen deutsche Frauen heiraten und deutsche Kinder adoptieren dürfen.

Ne, das ist nicht aus dem Parteiprogramm der NSDAP. Das ist – mit marginalen Veränderungen – aus dem Berliner Manifest, einer faschistoiden Kampfschrift, unterstützt von “prominenten” Pädophilen, Geisteskranken und Drogensüchtigen. Das Umschreiben geht relativ einfach:

Wir leisten Widerstand gegen die Pathologisierung von Inter* und Trans* deutschem Nationalstolz und fordern Respekt und Anerkennung, statt falschem Mitleid und “Heilungsversuchen” [durch angebliche “Aussteigerprogramme”]. Besonders letztere verursachen bis in die Gegenwart auch bei Schwulen und Lesben deutschen Männern und Frauen schwere seelische Schäden. Alle Opfer von Verfolgung aus Gründen der sexuellen politischen Orientierung und geschlechtlichen deutschen Identität müssen Wiedergutmachung erfahren. Wer aus diesen Gründen bei uns Schutz vor Verfolgung sucht, muss das Recht haben, in unserem Land ein Leben in Freiheit, Würde und Sicherheit zu führen.

Jetzt mal ernsthaft – das ist doch reine Demagogik. Durchsichtige und schlechte Demagogik, by the way.

Hier ist das Programm einer echten geschlechtergerechten Bewegung. Revolutionär, weil anti-dogmatisch; hoch innovativ, weil vorurteilsfrei!

Das war jetzt Mussolini. Ein Wort ersetzt. Ideologische Demagogik ist eben ideologische Demagogik, da kann man die ideologischen Inhalte beliebig einsetzen.

Wir, die Unterzeichnendensind gewappnet gegen Schwäche und Anfälligkeit, und Schläge und Unglücksfälle unseres Kampfes für Gleichberechtigung verleihen uns nur zusätzliche Kraft, feste Entschlossenheit und eine seelische und kämpferische Aktivität, die bereit ist, alle Schwierigkeiten und Hindernisse mit revolutionärem Elan zu überwinden.

Na, wo war der Übergang zwischen den LMNOP-Menschen und Göbbels? Ich habe einen Begriff ersetzt. Ist Euch das jetzt zu kämpferisch?

Es ist jetzt nicht der Augenblick, danach zu fragen, wie alles gekommen ist. Wir stehen für eine Politik, die Vielfalt in unserer Gesellschaft als Chance begreift und die Errungenschaften unserer emanzipatorischen Bewegungen der letzten 50 Jahre mutig verteidigt und weiterführt.

Na kommt, da ist der Übergang doch einfach, oder? Nicht?

Was würde näherliegen, als diesen Anlass zu benutzen, um im einzelnen alle jene Erfolge und Fortschritte aufzuzählen, die diese 50 Jahre der Zivilgesellschaft geschenkt haben? Es ist aber gar nicht möglich, im Rahmen eines so kurzen Manifests all das zu erwähnen, was als die bemerkenswerten Ergebnisse dieser vielleicht erstaunlichsten Epoche im Leben aller Menschen gelten dürfen! Daher wird in diesem Jahr in Berlin eine Ausstellung stattfinden, in der versucht werden soll, ein umfassenderes und eingehenderes Bild des Geschaffenen, Erreichten und Begonnenen aufzuzeigen, als uns dies in einem kurzen Manifest überhaupt möglich sein könnte!

Na, wo war hier der Übergang? Ha – ausgetrickst. Das war rein Hitler.

Wir wissen: Deutsche können den Kampf um ihre Existenz nur gemeinsam gewinnen. Wir werden alle verlieren, wenn wir uns gegeneinander ausspielen lassen. Unsere Lehre aus der Geschichte der völkischen Bewegungen lautet: Wir brauchen einander, wir lernen voneinander und stehen solidarisch füreinander ein – in unseren Gemeinsamkeiten als Deutsche, wie in unseren Unterschieden als stolze Individuen. Den Begriff Nationalsozialismus verstehen wir als Auftrag, miteinander so umzugehen, wie wir es von der Welt uns gegenüber zu Recht erwarten.

Das war dann wieder von den LMNOP-Menschen.

Wir sind deshalb vereint in diesen Feststellungen, Forderungen und Zielen – es kann nicht die Aufgabe einer Revolution oder überhaupt einer Umwälzung sein, ein Chaos zu erzeugen, sondern nur etwas Schlechtes durch Besseres zu ersetzen. Dies erfordert aber stets, dass das Bessere tatsächlich schon vorhanden ist. Wir, die Unterzeichnenden, verpflichten uns, dieses unvollendete Projekt der Aufklärung entschieden fortzusetzen, bis sein Ziel erreicht ist: Die Gleichwertigkeit aller Menschen vor dem Gesetz und im Alltag – und zwar unabhängig von ihrer Herkunft, ihrer geschlechtlichen Identität, ihrer sexuellen Orientierung, ihrem Glauben und ihren körperlichen Fähigkeiten.

Na, der Hitler-Einschub fällt gar nicht auf, gell? Ohne Veränderung.

Wir setzen uns für ein vielfältiges und modernes Land ein, das allen Menschen ein freies und glückliches Leben nach ihren Bedürfnissen ermöglicht. Hierfür müssen die gesellschaftlichen Vorurteile einer tausendjährigen Vergangenheit in Deutschland ausgeräumt und beseitigt werden.

Wie jetzt, der zweite Satz ist von Hitler?

Darüber hinaus fordern wir alle Menschen auf, sich jenen entschieden in den Weg zu stellen, die den Kampf gegen fast alle Lebensgewohnheiten und dazu nun außerdem noch einen Kampf gegen die natürlichsten Interessen, in dem der Einzelne seine Familienmodelle und Rollenbilder frei ausleben kann, führen. Hier appellieren wir vor allem als Berliner an unsere Berliner Mitbürgerinnen. Sie haben im Verlaufe dieses Kampfes schon so viele edle Beispiele einer tapferen Lebensgesinnung gegeben, dass sie sich gewiss auch dieser Forderung gegenüber nicht beschämen lassen wollen.

Cool. LMNOP, Hitler und Göbbels zusammen.

Bei den anstehenden Wahlen geht es um die Frage, in was für einer Gesellschaft wir leben wollen. Wir fordern auf, nur für solche Parteien zu stimmen, deren Programm nicht im Widerspruch zu einer vielfältigen und offenen Gesellschaft steht, die von gegenseitigem Respekt getragen wird. Unsere Bemühungen werden den Tag entscheiden, wann unser Land aus der Dunkelheit ins Licht hervorgehen wird und unsere geliebten Mitbürger in der Lage sind, wie Menschen zu leben.

Nieder mit Chiang-Kai Shek. Lang lebe das neue China!

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