Weltoffenheit

In meinem letzten Post zu einem dummen Artikel einer dummen Frau ging es um “Werte” wie Demokratie, Humanität, Weltoffenheit. Nun ist “Demokratie” kein Wert, Humanität eine geistige Einstellung und Weltoffenheit auch mehr gelebte Einstellung als ein Wert, aber natürlich kann man das alles auch gut finden, und dann sind es wieder Werte. Wenn man Hundescheiße gut findet, dann ist Hundescheiße halt ein Wert. Den, wenn man linker Hundescheiße-Fetischist ist, “wir” dann nicht in Frage stellen sollten.

Ich könnte jetzt auch darüber schreiben, wie sehr es uns mich ankotzt, dass zunehmend mehr Volldeppen ihrer persönlichen Meinung ein “Wir” voranstellen, als wären sie fucking Ludwig der Römischezahlte, aber die denken ja wirklich, dass alle das so sehen (sollten), und darüber gibt es einen tollen Beitrag bei Sciencefiles, den ich verlinken würde, wenn ich ihn wiedergefunden hätte.

Von daher schreibe ich mal was über Weltoffenheit.

Weltoffenheit bedeutet üblicherweise die Offenheit gegenüber fremden Kulturen. Von daher: Man kann in seinem eigenen Land nicht weltoffen sein. Dein eigenes Land muss Deine Kultur haben, sonst hast Du keine.

Es wäre ja schön, wenn Deutschland ein weltoffenes Land wäre – das ist es aber nicht. Denn Gruppeneigenschaften kann man nur durch Aggregation von Individualeigenschaften konstruieren, das erklärte vor ein paar Jahrzehnten ein Soziologe namens Coleman, weil man sonst nur Unsinn redet. Nun waren 5% der Deutschen noch nichtmal am Meer, und dazu hätten sie ja nun nichtmal das Land verlassen müssen. Deutschland ist daher kein “weltoffenes Land”, denn ein weltoffenes Land besteht aus (100%) weltoffenen Menschen. Deutschland ist vielleicht ein relativ weltoffenes Land, wenn man das jetzt mal mit Nordkorea vergleicht, aber dann geht es denen, die “Weltoffenheit” schreien, wenn Kopftuchmädchen Polizisten erstechen, ja nur um relative Weltoffenheit.

Und Deutschland wird nicht (relativ) weltoffener, wenn man mehr Menschen reintut, die absolut überhaupt nicht offen für andere Kulturen sind, sondern sich analog deutschen Sauftouristen auf Mallorca schlimmer benehmen, als sie das zuhause täten.

Und selbst wenn sie sich so anständig benehmen wie zu Hause ist das nicht “weltoffen”, sondern kulturbeharrend.

Das, was sich hinter der gepredigten Weltoffenheit versteckt, ist die vielbeschworene Toleranz. Toleranz ist etwas, das man Sachverhalten entgegenbringt, die man eigentlich scheiße findet. Deswegen wollen die Homos ja auch nicht mehr “nur” toleriert, sondern “akzeptiert” werden. Das geht aber halt nur, wenn man fickende Schwuchteln im Fernsehen total supi findet, und ich finde das halt nicht supi, sondern eklig. Und eine ganze Menge Menschen finden eine ganze Menge Sachen nicht so toll, aber das sind selbstverständlich nur widerliche, reaktionäre Nazis.

Von daher ist es natürlich nicht weltoffen, wenn man sagt, dass Deutschland nicht das Sozialamt der Welt ist. Es ist hingegen sehr weltoffen von den Polen in der Rigaer Straße, nach Deutschland zu kommen und sich an die Deutsche Kultur anzupassen, in der sie endlich “autonom” in einer solidarisch-sozialistisch, veganen Kommune leben können, so autonom, dass sie “nur” Miete und sämtlichen Lebensunterhalt vom Steuerzahler brauchen.

Ich bin mir wirklich nicht sicher, wieso eine solche Form der Weltoffenheit in irgendeiner Form zu unterstützen ist.

Klar, als Tourist kann man sich in den meisten Ländern mehr rausnehmen als die Einwohner, aber das sind Länder, die vom Tourismus leben. Die Malediven haben Scharia-Gesetze, aber man kann natürlich im Bikini durch Male laufen. Klar halten dich dann alle für eine billige Nutte, und wenn Frauen alleine auf die Straße dürften, würden sie dich auch anspucken, aber das dürfen sie ja nicht. Das verdirbt nämlich den Tourismus.

Eine solche Toleranz kann also bei bestimmten Konstellationen durchaus Sinn machen, und für die linken Aktivisten, die dann mit dem Schnellboot (statt dem Wasserflugzeug) zu den Ratten nach Sun Island oder Holiday Island gebracht werden, um am Strand Müll zu sammeln, und dabei ihr Gutmenschengewissen beruhigen, mag das durchaus weltoffen wirken. Ist es aber nicht, die tolerieren dein Danebenbenehmen nur, weil du selbst als deutscher Hartz4-Empfänger dort verdammt reich bist. Das ist Eigennutz.

Und ich sehe keinen Nutzen darin, in Deutschland weltoffen und humanitär Kriminelle zu tolerieren. Es kann mir gerne jeder erklären, welchen Nutzen das hat, aber ich sehe ihn nicht. Ich fühle mich auch nicht besser, wenn die afrikanischen Drogendealer ja eigentlich nur die albanischen Drogendealer abstechen und keine “relevanten” Menschen. Ich brauche die nicht, die bringen mir nichts.

Gastfreundschaft und Hilfe für Bedürftige sind hingegen Themen, die man durchaus als weltoffen bezeichnen kann. Aber Deutschland ist ums verrecken nicht gastfreundlich. Das sieht man ja schon bei den “Refugees Welcome” – Linken aus der Rigaer Straße, die keine Flüchtlinge im Haus haben wollen oder die von der Wagenburg daneben, die auch keine Flüchtlinge haben wollen. Und die kosten sie nichtmal was, die zahlen ja nun keine Steuern. Und das sind diejenigen, die in Deutschland “Weltoffenheit” und “Toleranz” predigen. Verdammte Heuchler.

Gastfreundschaft hat aber natürlich ihre Grenzen, die man in Deutschland ja nicht mehr erwähnen darf, ohne gleich schlimmer als Hitler zu sein – von daher reden wir einfach über Französisch-Polynesien. Die kleinen Inseln im Südpazifik sind soweit ab vom Schuss, dass man da ohne eigene Yacht nicht wirklich hinkommt. Als das in den 1960ern die ersten Leute gemacht haben, waren die alle begeistert (die Segler) und hatten ein schlechtes Gewissen, weil die Leute, die ums verrecken überhaupt nichts hatten, so unglaublich herzlich, zuvorkommend und überhaupt alles waren, dass man sogar das (sehr gewöhnungsbedüftige und zum Heulen scharfe) Essen in positiver Erinnerung behalten konnte.

Da kamen zwei, drei Leute im Jahr.

Heute kommen (in der Saison) vier, fünf pro Woche, und, wie neulich im TO-Magazin stand, hat sich das dadurch verändert. Wenn man sich da wie ein Gast benimmt, dann ist es immer noch so schön wie früher. Wenn man hingegen auf die brillante Idee kommt, den Leuten, die einen am Ankerplatz mit dem Kanu begrüßen, erstmal seinen gesammelten Plastikmüll in die Hand drückt, dann wird man auch wie Müll behandelt – also etwa so wie in Ägypten auf den Touristenmärkten. Das ist verständlich, aber glücklicherweise kommen da immer noch nicht so viele Leute hin, dass die Menschen, die dort (immer noch im Dreck) leben, kategorisch alle Fremden scheiße finden.

Und es ist in Deutschland auch nicht so, dass alle Deutschen alle Ausländer scheiße finden. Solange man noch gesund und ehrlich und vor allem gemeinsam Scheiß-Ausländer scheiße finden kann.

Was in Deutschland gerade passiert ist das Gegenteil dessen, was der Artikel im TO-Magazin (das ist quasi Pflichtlektüre für Weltumsegler, ohne TO ist man ziemlich tot) sagt: Leute, benehmt Euch!

Wenn nämlich in Deutschland ein Politiker auch nur auf die Idee kommt, angeblichen oder echten Flüchtlingen zu erklären, wie man sich hier benimmt, kommt sofort die Antifa, die Irgendein-Neger-Gestaposi und Herr Maas und erklären “uns” allen, wie widerlich rassistisch das ist.

Es ist rassistisch, dass vernünftige Menschen vernünftig handeln.

Um das mal klar zu sagen: Es ist nicht Aufgabe der Deutschen, den Leuten, die hier herkommen, zu erklären, wie man sich hier zu benehmen hat. Die haben ein Handy. Die haben Internet. Und die Handys können Wikitravel Germany auf 160 Sprachen auch vorlesen, wenn sie nicht lesen können. Und es sind eh genug, als dass die sich das untereinander erklären können.

Wenn sie das nicht machen, wenn sie sich nicht explizit von denen distanzieren, die sich daneben benehmen, wenn sie die nicht genauso verurteilen, wie sie verurteilt gehören, dann sind sie nicht besser und haben es auch nicht verdient, besser behandelt zu werden als der Müll, den sie mitgebracht haben. Und das gilt analog für Merkel, Maas und die übrigen “deutschen” Gutmenschen.

Wenn mir also der deutsche Flüchtlingsrat erklären will, dass es nicht mit “unseren” Werten übereinstimme, einen kriminellen Bombenbastler nach Eritrea abzuschieben, weil [Gutmenschentum], dann ist die vernünftige Reaktion nicht, auf den Flüchtlingsrat zu hören und seinen Nazi-Schwanz einzuziehen, sondern neben dem Bombenbastler auch den Flüchtlingsrat mit rauszuwerfen.

Ich gehe nämlich auch nicht in anderer Leute Wohnzimmer und kotze da mitten rein. Und wenn, entschuldige ich mich – und hätte jedes Verständnis dafür, dass die mich rauswerfen. Ich werde aber sicher nicht erklären, dass das völlig normal ist, nach zehn Bier und einem Dutzend Schnapps mitten ins Wohnzimmer zu kotzen, und das alkoholostisch wäre, das nicht in Ordnung zu finden. Weltoffenheit, wissenschon.

Wenn man was von anderen will, ist man nämlich zunächst mal höflich. Und zwar so höflich, wie die sich höflich vorstellen – zumindest so gut man kann. Für das Ende der Welt kommen übrigend Gastgeschenke sehr gut an, je nach Region empfehlen sich Alkohol, Tabak, generell aber Antibiotika. Dann entsorgen die netten Leute auf den Fijis auch den Müll ganz umweltgerecht – brennt ja gut. Könnten wir auch mit dem Müll aus Jugoslawien und Afrika machen, aber das wäre in Deutschland ja inhuman, menschenverachtend und verboten.

Und so wird der Müllberg immer größer, und wir formen unsere Hände zu einer Raute und wundern uns, wenn denn mal jemand irgendwas anzündet.

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