Panikmache in #Zirndorf

Ich hatte ja schon geschrieben, dass eines der größten Asylbewerber-Erstlager (die nennen das ununterbrochen anders, aktuell wohl “ZAE”) echt nah bei mir ist.

Und dann sitzt man nett gestern nachmittags auf Klo und liest die Nachrichten, und liest “Koffer detoniert vor Flüchtlingsheim“. In Zirndorf, fränkischem Land.

Boah, denkt man sich da, echt jetzt? Ich meine, die 21 Neonazis bei der größten Neonazi-Demo, die es hier jemals gab, wären ja schon bedenklich gewesen, weil da Hunderte Antifanten angekarrt worden sind, aber ich lebe ja nicht in irgendeinem Ghetto in der Zone, sondern in Bayern, und da ist die Welt dann noch (halbwegs) in Ordnung. Aber Bombenanschläge? Gehen nun mal gar nicht.

War wohl aber keiner, und das war in einer Kleingartenkolonie, die sich mit zunehmender Berichtszeit immer weiter von der ZAE entfernt – es gibt in Zirndorf zwei Kleingartenvereine; der eine ist deutlich weiter weg, und der andere ist auf der gegenüberliegenden Straßenseite zur ZAE.  Das sind aber keine “200 Meter”.

“Bombenanschlag auf Zirndorfer Schwimmbad” wäre damit übrigens (entfernungsmäßig) passender gewesen, aber wen stören schon Fakten? Die Medien jedenfalls nicht, denn die hauen mir gleich zwei Meldungen unter meine GNews-“Schlagzeilen”.

Praktischerweise war abends Bürgersprechstunde in der Stadtratssitzung, und auch wenn ich kein Zirndorfer Bürger bin, kann ich durchaus die hier herrschende Besorgnis und Terrorpanik wiedergeben: Das meistdiskutierte Thema war die Neugestaltung der Fassade der Kita in Wintersdorf (so 2.000m von der ZAE). Kein Thema hingegen war ein alter Koffer, der in irgendeinem Kleingarten gebrannt hat. Nicht. Ein. Wort.

Ich lebe hier seit mehreren Jahren, und die ZAE/ZASt/Asylantenwohnheim ist älter als ich.  Da hat keiner, wirklich keiner ein Problem damit, die 21 oben erwähnten Neonazis kamen von außerhalb. Natürlich, es war das letzte Jahr nicht so prickelnd, weil hunderttausende Assos mit idiotischem Anspruchsdenken von einer Ossi-Tante eingeladen wurden. Und Zirndorf ist ein recht kleines Städtchen, da kann man sich Probleme auch nicht leisten, die geben wir ja hübsch in die größeren Städte weiter – wie zum Beispiel nach Ansbach, die sich Linke-Politiker leisten können, die sich dann aktiv und engagiert dafür einsetzen, dass geisteskranke Terroristen möglichst so lange in Deutschland bleiben können, bis sie sich und ein paar andere in die Luft sprengen können.

Stadtprobleme.

 

Advertisements

Leave a Reply

Please log in using one of these methods to post your comment:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s