Margarete S. erklärt uns, warum man Pyro-Fackeln erst anzünden sollte, bevor man sie sich in den Arsch steckt

Um den eigenen Niedergang zu einem schnellen und schmerzhaften Untergang zu machen, hat irgendein Vollidiot beim Spiegel offenbar schon vor einer Weile beschlossen, einer gewissen Margarete Stokowski eine Kolumne zu geben.

Maggies Eltern kommen aus Polen und haben ihr den für ihren Intellekt angemessenen Sprachgebrauch der deutschen Sprache vorbildlich beigebracht – “Arschloch”, “Ficken”, “Titten” und so, aber Maggie ist leider nicht so anständig wie ihre Eltern und ist nicht, wie sich das für eine anständige polnische Einwanderin mit der Einsichtsfähigkeit eines Toastbrots gehört, Nutte geworden, sondern Feministin.

Naja, und dann muss ich den Mist lesen, weil ihn jemand so lesenswert fand, dass er es von jemand anderem, der es lesenswert fand, retweetete. Fuck, ich followe fünf oder so Leuten. Ich sollte das vielleicht reduzieren. Aber gut, zum Artikel:

Die Einleitung sagt uns, dass Maggie normalerweise “Antworten” gibt – vor allem auf Fragen, die sich nie jemand stellt und vor allem unsinnig sind. Aber heute stellt sie selbst “Fragen”. Und wer wäre ich denn, wenn ich die nicht beantworten würde?

Wie ist es möglich, in einer Zeit, in der wir täglich mit Verbrechen konfrontiert sind, die aus Hass entstanden sind, Zustände zu kritisieren, ohne selbst des Hasses verdächtigt zu werden?

Gar nicht. Verdächtigen kann man immer alles und jeden, und das macht auch Sinn. Das bezieht sich aber natürlich darauf, dass Maggie Männer hasst, was – angesichts ihres üblichen Duktus – belegbar und keine reine Verdächtigung ist. Das ist also nicht die relevante Frage – die wäre, wie man kritisiert, ohne sich selbst des Hasses schuldig zu machen. Das geht ganz einfach, indem man Menschen nicht hasst, vor allem nicht pauschale Menschengruppen. Oder sich selbst. Die meisten Menschen können das. Maggie offensichtlich nicht.

Ist die Unterscheidung zwischen Wut und Hass etwas, was vielen Menschen fremd ist?

Nein. Wut ist, wenn man sich über etwas sehr stark aufregt, das braucht einen realen Auslöser. Hass braucht keinen Bezug zur Realität (und hat ihn meist nicht).

Ist Wut überhaupt etwas, was sich artikulieren lässt ohne wie ein Panzer zu klingen?

Ja, aber dann kommt es mehr wie Ärger rüber.

Wenn man einmal als wütend verstanden wurde, kann man beim nächsten Mal als entsetzt, traurig, verstört, beunruhigt, belustigt, gelangweilt verstanden werden? Oder auch mal nicht emotional? Fragend, zum Beispiel?

Ich schon. Du hingegen, Maggie, wirkst nicht wirklich fragend, sondern mehr selbstapologetisch und uneinsichtig und projizierst schon wieder deine psychischen Probleme auf Dritte.

Kann man als wütend verstanden werden und zugleich als fragend, im selben Moment? Oder in dem direkt danach?

Klar. Komme ich gleich dazu, merken wir uns das mal mit einem Gender-卍.

Wie ist es möglich, durch ein Megafon zu flüstern?

Du hast nicht verstanden, wozu ein Megafon gut ist. Aber: Ja, die haben einen Schalter mit der Aufschrift “On/Off”.

Ist folgende Idee von Kritik vorstellbar? Wenn ich sage, ich will genau andersrum sein als dieser Typ, der mit einer Fackel im Hintern zu einer Fußballfeier ging und diese dann anzündete

Äh — ich will mir das nicht so wirklich vorstellen, aber wenn du dir gerne eine Seenotrettungsfackel in den Arsch schieben willst, nachdem du sie angezündet hast… äh… mach das ruhig. Ist allerdings keine Form von Kritik, also nein.

– genau andersrum, weil Pyrotechnik aus seinem Hintern zu holen und damit Menschen zu verletzen genau das Gegenteil von Kritik ist, wenn Kritik etwas ist, was das Licht der Öffentlichkeit versucht auf Stellen zu lenken, an denen gerade die Sonne nicht scheint? Etwas, das sich um die Geste schert, wenn sie Kunst ist, aber ansonsten eben nicht als Geste gedeutet werden will? Weil sie nichts aus dem Hintern holt, sondern auf etwas zeigt, meinetwegen mit beiden Händen?

Hä? Gerade wolltest du dir noch eine brennende Fackel anal einführen. Jetzt willst du kritisieren, indem du auf etwas zeigst. OK, das ist mal eine Kehrtwende, aber: natürlich kann man etwas dadurch kritisieren, dass man es benennt. Auch mit einer brennenden Fackel im Arsch.

Gibt es die Möglichkeit, Begriffe aus anderen Sprachen zu verwenden, ohne zu klingen wie eine klugscheißende Nervensäge oder wie ein ideologisch verblendeter Mensch, der alles mit einem Begriff erklären will?

Ich finde schon, und ich bin sicher, dass die meisten intelligenten Menschen da d’accord gehen würden. Ich bin aber eher skeptisch, ob du das kannst.

Wenn etwas, das ich sage, wie Hass klingt, an welcher Stelle zwischen den getippten und den wahrgenommenen Worten entsteht dieser Klang?

Tief in dir drin, bevor du es tippst. Das ist übrigens eine blöde Suggestivfrage, aber das ignoriere ich mal großzügig.

Ist es möglich, alltägliche Dinge zu kritisieren ohne unterstellt zu bekommen, dass man provozieren will?

Nein. Viele Menschen kritisieren beispielsweise GEZ-Gebühren oder die EU oder Merkel oder Brandanschläge der Antifa. Außer der GEZ, der EU und der Antifa fühlt sich da zwar niemand provoziert, aber irgendwer wird sich immer provoziert fühlen.

Gibt es Menschen über fünf Jahre, die denken, dass Provokation an sich wertvoll ist?

Und das fragt die Feministin? Also von denen, die nackt auf Altare hüpfen und brüllen “ich bin Gott”? Was soll das denn sein außer reiner Provokation? Daher: Ja. Nennt man “Idioten”.

Ist es möglich, solche Fragen zu stellen ohne dass sie wie rhetorische Fragen klingen?

Offensichtlich. Sie wirken nur sehr dumm und unbedacht.

Ist Hetze so alltäglich geworden, dass sie Kritik geschluckt hat?

Nein, es gibt nur mehrere sehr laute Gruppen von Vollidioten, die jegliche Kritik als Hetze bezeichnen.  Feministen zum Beispiel. Und Gruppen, die jede Idiotie als Kritik bezeichnen. Feministen zum Beispiel.

“Musste” Jo Cox sterben, was ist das für ein “müssen”,

Ja, ganz offensichtlich. Grobe Schuss- und mehrere Stichwunden sind nicht sonderlich gesund, und entgegen ihres Selbstbildes sind Ärzte keine Götter. (卍): Du bist offensichtlich wütend und kannst trotzdem dumme Fragen stellen.

was für ein Bild von Unausweichlichkeit wird da gezeichnet?

Der Mörder von Jo Cox war offensichtlich geisteskrank. Solche Untaten sind also durchaus vermeidbar, zum Beispiel dadurch, dass wir Geisteskranke euthanasieren. Wollen wir mit dir anfangen?

Gibt es eine Variante der Ernsthaftigkeit, die radikal ist, ohne als wahnsinnig wahrgenommen zu werden?

Der Wahnsinn des Radikalismus wird normalerweise erst ex post erkannt – siehe Hitler. Wenn es dann soweit ist, ist es normalerweise Wahnsinn.

Ist Selbstgerechtigkeit der Grundton, der ab einer bestimmten Reichweite immer mitschwingt?

Das geht auch völlig ohne Reichweite. Die relevante Frage ist, ob die Selbstgerechtigkeit berechtigt oder verlogen ist. Ist sie übrigens meistens nicht.

Fühlen sich Menschen schneller verachtet in einer Zeit, in der Sicherheiten verloren gehen und ist dieses Gefühl der Versuch sich vermeintlicher Fronten sicher zu werden?

Wen interessiert das? Ich meine, wenn Menschen verachtet werden, dann sind die Fronten klar. Wie sie sich fühlen ist doch scheißegal?

Warum fühlen sich Menschen, die das Konzept der “Microaggression” ablehnen oder lachhaft finden, von bestimmten Begriffen selbst so schnell angegriffen?

Da sich der deskriptive Teil auf mich bezieht, müssten wir klären, von welchen Begriffen ich mich angegriffen fühlen soll. Wollen wir “toxic masculinity” nehmen? Dann: Ein Begriff, den sich ein geisteskranker Australier ausgedacht hat, um die Hälfte der Menschheit und ihre Eigenschaften negativ darzustellen, ist widerlich und verachtenswert. Jeder Mensch fühlt sich nicht nur angegriffen, sondern wird es, wenn er völlig ohne Sinn und Verstand negativ porträtiert wird. Gute Güte, Zigeuner beschweren sich ja schon, wenn man sie korrekt porträtiert. Bist du derart doof, das nicht zu verstehen?

Ist es schon Provokation, das zu fragen?

Ne, eher ein Ausweis eigener Inkompetenz und Dummheit.

Ist es Allgemeinwissen, dass es verschiedene Konzepte von Männlichkeit innerhalb einer Gesellschaft geben kann?

Nein, ganz sicher nicht. Das setzt nämlich eine Bordieu’sche Gesellschaft voraus, und Bordieu war ein Idiot. Jede andere soziologische Definition von Gesellschaft betont zumindest eine gewisse Homogenität, sogar Luhmann. Man sieht übrigens in Syrien gerade super, wie toll verschiedene Konzepte von irgendwas in einer Gesellschaft harmonieren.

Ist das eine Zumutung, weil es so weit weg von den Selbstbildern ist oder eine Zumutung weil es doch so offensichtlich ist?

Hä? Was ist offensichtlich? ISIS? Ja, klar, aber davon ist es doch nicht gut? Und ich finde ISIS durchaus eine Zumutung. Könnte der Verfassungsschutz bitte Frau Dingskowki eindringlich beobachten?

Ist Respekt etwas, was nicht mehr vorausgesetzt wird?

Wann war es das denn? Respekt muss man sich verdienen. Mitleid bekommt man geschenkt. Vor allem verlogenes.

Gab es das mal, dass das ein Grundwert war?

Nein.

Muss man jedes Mal einzeln sagen, wen man respektiert, auch wenn es alle sind?

Wenn man sich sehr unbeliebt machen will, sollte man das möglichst häufig machen. Ob man das muss? Nein, natürlich nicht. Man muss aber auch nicht sagen, dass man eben nicht “alle” respektiert. Ich zum Beispiel respektiere Mörder, Vergewaltiger, Pädophile, Diebe, Brandstifter und Feministen genau Null. Wofür denn auch?

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