Kriminalitätsbereicherung und Erbil

Gestern Mittag gab es ein paar halbwegs journalistische Berichte zur BKA-Kriminalstatistik illegaler Einwanderer. Wie erwartet klauen die wie doof, lügen, fälschen und betrügen. Aber “nur” 69.000 Mal, das ist ja nun nicht so schlimm, richtig?

Mei, das kann man so oder so sehen, aber wenn die Leute nicht da wären, hätten wir offensichtlich 69.000 Straftaten weniger, und ob das nun, wie sich die Gutmenschen in den nachfolgenden, relativierenden Artikeln rauszuwinden versuchen, mehr oder weniger schlimm sei als zum Beispiel bei der asozialen Antifa, sei ja mal nun egal – die Antifa ist völkerrechtlich echt schwer loszuwerden, kriminelle Ausländer eher einfach. Wenn man dann aber die 345 rechtsradikalen “Straftaten” (ich nehme, wie immer, Gedankenverbrechen aus, und ich nehme an, das Gros waren solche), sollte man mal die soeben importierten 836 wahrscheinlichen Terroristen gegenrechnen. Und mal drüber nachdenken, dass wir uns ohne die dämliche und unkontrollierte Grenzöffnung 69.000 Diebstahl-, Betrugs-, und Körperverletzungsdelikte, sicher die Hälfte der Neonazikriminalität und 836 Terroristen gespart hätten.

Da ist es ja schön, wenn die Presse sich darin suhlt, dass die Terroristen auch nicht krimineller sind als die Neonazis (oder die Antifa), aber um ehrlich zu sein, finde ich die Neonazis und die Antifanten schon schlimm genug und brauche echt nicht noch mehr Kriminelle.

Und der Punkt wird halt verschwiegen. Respektive unter den Tisch gekehrt. Das ist Mist. Und verlogen.

Ich bin der festen Überzeugung, dass Menschen in der Regel als – in Ruhe gelassene – Gemeinschaft einen Weg finden, in Ruhe und Frieden zu leben. Ich hatte mich vor ein paar Wochen bzgl. den Kurden in der Türkei dahingehend geäußert, dass es mir egal ist, ob Erdogan die alle umbringt (ich bezweifle, dass er das schafft) oder sie in Ruhe lässt (was ich immer favorisiere), aber ich hatte letztes Wochenende eine nette Unterhaltung mit Masud (Name geändert), der das letzte halbe Jahr in Erbil verbracht hat.

Erbil ist das wirtschaftliche und politische Zentrum des autonomen Kurdengebiets im Irak, und die ISIS steht etwa 30 Kilometer westlich davon. Seit Jahren, da kommen die nicht rein, weil die – nennen wir sie mal “ethnischen” Kurden – soviel Patriotismus und “Nationalstolz haben, einen laizisitischen Staat gegen alle Widrigkeiten zu schaffen und diesen auch zu verteidigen. Und nein, denen hat niemand geholfen, das waren die Peshmerga (meinen Recherchen nach) alleine. Die Peshmerga sind das Paramilitär der Kurden, die – dem Wortlaut nach – “Die dem Tod ins Auge sehenden” sind, ihre Überzeugung also mit ihrem Leben zu verteidigen bereit sind.

Und mal ehrlich: Wenn Du nicht bereit bist, für Deine Überzeugungen zu sterben, sind Deine Überzeugungen nicht sonderlich viel wert, oder? Denn es wird jemanden geben – sei es ein ISIS-Depp, ein Neonazi oder ein Antifant, dem das völlig schnuppe ist, weil er dumm ist wie ein Stück Brot und ideologisch verblendet.

Seine Ruhe haben wollen ist hingegen ein Ziel, was ich als ehrenwert (und dem kategorischen Imperativ entsprechend) erachte, von daher unterstreiche ich nochmal, dass wenn ein Staatsteil (wie die türkischen Kurden) eine laizistische Sezession wünschen, sie sie auch bekommen sollten. Dass die das nicht wollen, weil sie Kommunisten sind, ist wieder das Problem ideologischer Verblendung und Dummheit. Solche Leute zu tolerieren geht schlicht nicht, die breiten sich nur aus, importieren Dir dann 69.000 Kriminelle und jammern über die 345 Gedankenverbrecher, denen das nicht passt, zum Beispiel unsere aktuelle Bundesregierung. Das ist nicht gut – in irgendeinem Sinne von “gut”. Das ist zum Scheitern verurteilt.

Nunja, zurück zum Thema: Das mit Erbil war mir neu – also, dass es im Irak gerade eine Region gibt, in der alles vollkommen in Ordnung ist. Masud kam vor so 20, 25 Jahren nach Deutschland, als Bush Senior beschlossen hat, das halbe Land ohne Sinn und Verstand in Grund und Boden zu bomben, was durchaus ein sinnvoller Fluchtanlass ist. Und er ging auch nur nach Hause, weil es unter der korrupten Versagerregierung Probleme mit dem Erbe gegeben hätte – und er aufgrund struktureller Veränderungen bei [MDAX-Unternehmen] seinen Job verloren hat. Das ist schade, aber er bleibt jetzt mal ein paar Monate und schaut, was passiert – so prickelnd ist in Deutschland bleiben für ihn nicht, da er als minderjähriger Flüchtling eingereist ist, als er 27 war, und daher bis Mitte 70 arbeiten müsste, um mal in Rente zu gehen, und seine Heimatstadt Erbil gerade boomt (8% Wirtschaftswachstum), und Investitionen da gerade günstig sind.

Aber damals, in den 90ern, bekam man als minderjähriger Flüchtling halt noch eine Ausbildung und danach einen Job, und das ziemlich zügig. Masud hat 20 Jahre zum deutschen Sozialsystem beigetragen, obwohl er herzlich wenig davon haben wird. Das ist ja nun so der Soll-Wert jedes funktionierenden Sozialsystems – Nullsummenspiel.

Heute hingegen sehe ich für die ankommenden Menschen, wie es die “Wir zusammen“- Kampagne anprangert, wohlgemerkt ohne Lösungen anzubieten, keine sinnvollen (oder auch nur genannten) Perspektiven. Die waren damals schon mäßig, aber heute sind sie nichtmal mehr existent.

Das geht halt nicht. Und da kann man schönreden, was man will, und Andersdenkende als Nazis beschimpfen, wie man will, aber das ändert absolut nichts an der Situation. Die nicht nur die echten, sondern auch die Wirtschaftsflüchtlinge scheiße finden.

Ich meine, was soll das? Wozu haben unsere Großeltern dieses Land von den Trümmern des WWII wieder aufgebaut? Für eine fette, unrealistische Rente für sich (hatten sie, sind langsam alle tot) und unhaltbaren Rentenversprechen für unsere Elterngeneration? Die nochmal wer zahlen soll? Masud? Ich? Ne, fickt Euch doch.

Und dann wundern sich die Leute, wieso Trump mit “Make America Great Again” Stimmen bekommt, obwohl/während er als Reaktionär beschimpft wird. Es war nicht alles schlecht, früher. Gott, ich denke langsam, dass reaktionär die einzige Möglichkeit ist, dass die Vollidioten nicht noch mehr kaputtmachen.

Der Vorteil, den ich gegenüber meinen Großvätern habe, die für eine dümmlich-“progressive” Ideologie in den Krieg ziehen mussten und dafür Jahre in Kriegsgefangenschaft verbringen durften, ist, dass wir in einer globalisierten Welt leben. Ich kann gehen, wenn es hart auf hart kommt. Masud auch. Das können die Neonazis nicht. Die Antifanten noch weniger, und die Politiker – wenn sie denn nicht so korrupt wären und Schwarzgeldkonten bis zum Umfallen hätten – am Allerwenigsten.

Ich meine, mal ehrlich: Warum sollte ich ein Land voller Neonazis, Linksterroristen und illegal eingewanderten Sozialschmarotzern verteidigen? Würden die das denn machen? Nein. Sicher Nein.

Fuck, das wird widerlich werden in den nächsten Jahren. Schade.

Als unversöhnlichen Abschluss kann ich dann noch ein Katzenbild meiner vier kleinen Vampire anbieten, die die arme Luna aussaugen bis zum Geht-nicht-mehr:

vampire

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