Der AfD-Beleidigungs-GAUland

Wohl um davon abzulenken, dass sich die radikale Linke wie üblich danebenbenimmt, sind gerade zeitgleich drei der Top-Meldungen bei Google Gauland zu Boateng.

Was wirklich passiert ist, werden wir nie erfahren. Aber die Presse verlautbart, Afd-Politiker Gauland habe Herrn Boateng beleidigt. Herr Boateng ist Sohn einer alleinerziehenden Mutter, hat einen Hauptschulabschluss und lebt trotzdem nicht von Hartz4, weil er offenbar gut genug Fußball spielen kann, um damit Geld zu verdienen. Zudem ist er schwarz. Herr Gauland ist ein alter, weißer cis-hetero-Mann, von daher haben wir das perfekte Feindbild linksgrüner Gutmenschen auf der einen und einen ebenso perfekten Vorzeigekandidaten auf der anderen Seite, was man immer ein bisschen skeptisch sehen sollte. Aber gut, zum Thema:

So werde [Boateng] zwar als Spieler in der deutschen Nationalmannschaft geschätzt, doch das bedeute nicht, dass er nicht als fremd empfunden werde. Gauland sagte dieser Zeitung: „Die Leute finden ihn als Fußballspieler gut. Aber sie wollen einen Boateng nicht als Nachbarn haben.“

So. Das soll also passiert sein. Und eine Beleidigung.

Ok, ich weiß nicht, ob es beleidigend ist, jemanden als Spieler der deutschen Nationalmannschaft zu bezeichnen, aber ich gehe mal nicht davon aus, dass das gemeint ist. Außerdem ist es wahr, und ich habe echt Bauchschmerzen damit, jetzt auch noch Tatsachen als beleidigend zu klassifizieren.

Dass Herr Boateng als fremd empfunden wird, ist mit Sicherheit außerhalb der linksgrünen Filterbubble einiger Verrückter auch wahr. Das liegt an seiner Hautfarbe. Wir haben in Deutschland schlicht nicht sonderlich viele Neger. Wenn ich nach China gehe, nehmen die Leute auch nicht an, dass ich einen chinesischen Pass habe. Das ist nicht gut oder schlecht, sondern die Realität.

Dann kommt ein Zitat: Die Leute finden ihn als Fußballspieler gut.

Herr Gauland sagt also etwas über “die Leute”, die eine Meinung haben. Ich habe diese Meinung nicht, ich habe nicht den Hauch einer Ahnung von Fußball, interessiert mich nicht. Er kann also nicht alle Leute meinen, und er kann auch nicht alle AfD-Wähler meinen, weil ich dem durchaus nicht abgeneigt bin. Da steht also, dass es Menschen gibt, die ihn als Fußballspieler gut finden – aber auch das ist schwerlich eine Beleidigung.

Aber sie wollen einen Boateng nicht als Nachbarn haben.

Ja, solche Leute gibt es auch, die nennt man Rassisten (also, wenn wir mal davon ausgehen, dass es keine Gruppe gibt, die ernsthaft etwas gegen gesellschaftlich angepasste, reiche Nachbarn in einer guten Gegend hat). Neid wäre auch ein Grund, also sind es jetzt Rassisten oder Neider, die Herr Gauland da beschreibt. Neider wie die eingangs erwähnten Antifanten, die es sicher entsetzlich finden, dass Herr Boateng nicht noch mehr Millionen an Steuern zahlt, damit sie noch mehr Häuser besetzen können. Aber ich gehe mal stark davon aus, dass es sich auf die Rassisten bezieht. Oder auf die wachsende, bedrohliche Gruppe hetzender Pedilusophobiker.

Von denen sind immerhin die Rassisten Teil der Realität. Das ist so, das ist schade, aber das ist nicht beleidigend. Und genau das erklärt Herr Gauland auch selbst.

Von daher: Die Lügenpressemeldung, Herr Gauland habe Herrn Boateng beleidigt, ist schlicht eine Lüge.

So. Das war jetzt ein sehr langer Artikel über nichts. Fein. Als Entschuldigung gibt es Babykatzen:

(das vierte entwickelt sich schon frühzeitig zum Antikommunisten)

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2 Replies to “Der AfD-Beleidigungs-GAUland”

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