Tschernobyl

Heute vor 30 Jahren hat irgendein Kommunist in Pripyat nicht aufgepasst, und wuppsi flog ein kleiner Teil eines Kernkraftwerks in die Luft. Hui, war die Panik groß – ich war da sechs Jahre alt, und ich kann mich daran noch gut erinnern – bei uns lief nie vor dem Frühstück der Fernseher, nur an diesem Tag.

Naja, statt daraus die sinnvollen Schlüsse zu ziehen – dass Kommunismus im Besonderen und Parteigeklüngel im Allgemeinen keine guten Ideen sind, mündete das in einer unendlichen Diskussion über den “Atomausstieg”.

Wir – also, Deutschland – steigen 2021 aus der Atomkraft aus. Offiziell. Ich halte das für ähnlich glaubwürdig wie Ulbrichts Aussagen zum Mauerbau, da wir auch 2022 noch Strom brauchen werden, genau wie Kommunisten Menschen, aber das werden wir in der Zukunft sehen.

Was wir in der Vergangenheit gesehen haben ist, dass es nicht so einfach ist, Kernkraftwerke zu bauen, die nicht explodieren. Wie gut die Russen das können, wissen wir dank der Überschrift, Sellafield zeigt, dass es die Briten nicht können; die Amerikaner können es sogar doppelt so schlecht (Three Mile Island und Fukushima). Die Franzosen haben das Erfolgsdesign der Briten übernommen und wir freuen uns alle auf den kommenden GAU. Und wer kann’s? Natürlich Siemens. Die jetzt keine Kraftwerke mehr bauen. Atomausstieg, wissenschon. Juiiii!

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