Die Rettung der Welt

In fast allen Zeitungs-“Redaktionen” ist mittlerweile dem Praktikanten aufgefallen, dass ein gewisser Herr Lindemann, nach eigenen Angaben Arzt, was “über die Situation in deutschen Flüchtlingslagern geschrieben” hat.

Da Fefe findet, der Text sei “Nichts für zart Besaitete”, dachte ich mir, lese ich den doch mal, dann bekommt man vielleicht wirklich einen Eindruck, wie es da abgeht. Vom Fernsehen her ist das ja nun eher nicht so prall, aber immer noch (Welten) besser als bei “Die strengsten Eltern der Welt”. Oder Arbeiterquartiere in der Türkei.

Nun schreibt Herr Lindemann nicht sonderlich viel über die Situation in deutschen Flüchtlingslagern, hat aber dafür sehr schön seine politische Meinung kundgetan. Da ich nun meine Zeit schon mit dem Lesen des Artikels vertan habe, kann ich ja gleich noch mehr Zeit damit verschwenden, seinen “möglichst neutralen” Bericht mal zu analysieren. Nur, weil Herr Lindemann findet:

Ich kann Euch versichern, dass es absolut unmöglich ist, [blabla traurige Einzelschicksale], und sich dann den Vorwurf der Weltfremdheit anzuhören.

(tl;dr:) Ich glaube Herrn Lindemann ja, dass ihn so ein Vorwurf eventuell traurig oder wütend macht, aber unmöglich ist es nicht. Es ist sogar von der Meinungsfreiheit gedeckt. Und Herr Lindemann ist ein schrecklich weltfremder Gutmensch – aber im Einzelnen:

In der aktuellen Situation müssen wir uns verdeutlichen, welchen Selbstanspruch wir an unsere Kultur haben. Natürlich könnten wir die Grenzen dicht machen und so tun als wäre Merkel an allem Elend dieser Welt schuld.

Wer, außer Herrn Lindemann (und anderen Gutmenschen), sagt sowas? Ist der Vorwurf an Frau Merkel nicht vielmehr, dass sie Deutschland verraten hat? Liebe linke Gutmenschen: Deutschland ist nicht “die Welt”, und auch nicht der Mittelpunkt dieser.

Aber glaubt denn wirklich irgendwer damit wäre das Problem gelöst? Ich höre hier im Lager durchgehend weinende Kinder. Und ich weiß, dass sie dann halt vor unseren Grenzen weinen würden. Würden wir damit unsere Zivilisation retten?

Welches Problem? Weinende Kinder? Mir ist es herzlich egal, wo Kinder weinen. Kinder weinen ununterbrochen, das ist relativ normal. Je weiter von mir persönlich weg Kinder weinen, desto lieber ist mir das. Das rettet natürlich nicht unsere Zivilisation, sofern wir denn von einer solchen “deutschen” Zivilisation sprechen wollen, aber es würde zumindest meine Nerven schonen.

Es zeugt schon von einer bemerkenswerten Moralvorstellung, wenn man auf fb das Elend eines gequälten Hundes anprangert und gleichzeitig sehenden Auges all diese Menschen vor unseren Grenzen krepieren lassen will – und wenn es nur durch Unterlassung ist.

Quält irgendwer die Kinder? Wenn ja – warum? Warum machen die Eltern nichts dagegen? Das ist ein ganz billiges Argumentum ad misericordiam. Vor allem aber heißt es ganz im Allgemeinen nicht, dass ich nur, weil ich es nicht in Ordnung finde, dass jemand Tiere quält, mich um jedes einzelne zu kümmern hätte.

Ob das ein schützenswertes Abendland ist?

Nein, das wäre kein schützenswertes Abendland, das wäre ein ganz miserabler Haufen Jammerlappen, die es nicht verdient haben, sich als Land zu bezeichnen. Ein Land hat nämlich Grenzen.

Natürlich müssen Lösungen vor Ort gefunden werden. Und natürlich können wir nicht die ganze Welt aufnehmen.

Ah. Was sollte dann der obige, emotionalisierende Bullshit? Und was soll den diese Einmischung in fremde Kulturen vor Ort? Könnten sich die linksgrünen Gutmenschen mal entscheiden, ob Kolonialismus jetzt gut oder böse ist?

Aber löst man einen Konflikt auf der Welt indem man gegen Flüchtlinge wettert und dumpf der Kanzlerin Verrat am Volk vorwirft? Sieht so die Rettung der Welt aus?

Und schon wieder sollen “wir” die Welt retten. Wie bei den Nazis: Am deutschen Wesen soll die Welt genesen. Verdammte antifaschistische Faschisten. Man beachte zudem die Emotionalisierung; Göbbels hat das auch ganz prägnant gemacht.

Wo bleiben die wirklich konstruktiven Vorschläge und Initiativen der ach so besorgten Bürger?

Ja, nun, Frau Petry hat was zum Thema Grenzsicherung gesagt, nachzulesen hier. “Der letzte deutsche Politiker, der auf Flüchtlinge schießen ließ, war Erich Honecker. Frauke Petry hat sich politisch vollends verirrt”, sagt irgendein Horst Thomas von der SPD dazu.

Dazu darf ich anmerken: Echt? Hatte die DDR wirklich Probleme mit Leuten, die unbedingt in das Land reinwollten? Dann müssen wir dringend dem Ministry of Truth Bescheid geben, dass da natürlich nicht 3,8 Millionen Leute abgehauen sind. Oder den Horst mal auffordern, bei der nächsten Einreise in ein beliebiges Land nicht an der nervtötenden Schlange an der Immigartion am Flughafen anzustehen, sondern einfach durchzurennen. Viel Glück!

Wer von all den Hetzern ist denn WIRKLICH so arm, dass er befürchten muss durch die Flüchtlinge plötzlich weniger vom deutschen Wohlstandskuchen abzubekommen?

Ich nicht, aber ich bin auch kein Hetzer. Und nach allen Studien, die ich kenne, sind die meisten “Hetzer” – ich nehme an – damit sind Pegida und AfD gemeint, auch keine. Frau Petry z.B. ist Unternehmerin. Es geht zudem nicht darum, vom “Wohlstandskuchen” weniger zu bekommen. Es geht darum, dass viele keine Lust haben, noch mehr Kuchen zu backen, als sie das eh schon machen, um ihn dann Leuten zu geben, die wochentags tagsüber nichts besseres zu tun haben, als “Refugees Welcome”-Schilder hochzuhalten.

Ist bisher WIRKLICH jemand deshalb ärmer geworden?

Also, wenn nur eine der 1.000 Strafanzeigen allein aus Köln korrekt ist, zumindest dieser eine, der bestohlen wurde. Insofern: Ja.

An dieser Stelle, um Herrn Gutmensch nicht verzerrt darzustellen:

Ich möchte nicht „so was“ wie in Köln gutheißen und bin sehr wohl für Sicherheit und Ordnung und eine härtere Bestrafung bei Gewaltdelikten jeglicher Couleur. Übrigens war ich schon bekennender Feminist als der Großteil der jetzigen „Frauenrechtler“ noch fröhlich Tittensprüche gemacht haben.

Die Sanktion von Straftaten in Deutschland scheitert nicht an der Politik, sondern an der Rechtspraxis und Geschwurbel wie “Verhältnismäßigkeitsprinzip”. Und ich war nie bekennender Feminist, mache weiterhin fleißig Tittensprüche und finde Köln auch nicht in Ordnung. Langsam dämmert mir, warum Herr Lindemann keinen Dr. hat, obwohl eine medizinische Dissertation einfacher ist als eine Bachelorarbeit in Sozialpädagogik (FH) – und die ist nicht sonderlich schwierig.

Was sich für Deutschland in erster Linie durch den Flüchtlingsstrom geändert hat, ist die Tatsache, dass wir zum ersten Mal eins zu eins mitbekommen, was in den armen Ländern dieser Welt absolut üblich ist: Wir nehmen Flüchtlinge im großen Maßstab auf und beweisen dadurch Nächstenliebe, Hilfsbereitschaft und sind bereit wenigstens einen kleinen Teil der Zeche zu zahlen, die die westliche Welt mit ihrer Außen- und Wirtschaftspolitik arrogant hat anschreiben lassen.

Äh… was? Erstens Mal: Die Flüchtlingscamps in den “armen Ländern dieser Welt” zahlt mal so ziemlich eindeutig die westliche Welt. Und da isses so schön:

Es gibt sogar fast die Hälfte des notwendigen Tagesbedarfs an Wasser und Essen. Und das weiß ein Mann, der noch schreibt, er würde nicht durch eine “naive rosarote Gutmenschbrille” schauen, natürlich nicht. Ja sammal!

Zweitens: Welche Zeche für was? Haben wir von denen irgendwas bekommen – ohne Gegenleistung? Wenn ja: Was? Wann? Oh, haben wir böse kolonialisiert? Ja, Namibia. Eines der wenigen Länder in Afrika, in dem es halbwegs zivilisert zugeht. Sollen wir uns dafür, 140 Jahre später, am Ende auch noch entschuldigen?

Natürlich fordere ich Integrationswille und Verfassungstreue ein – aber auch und vor allem von meinen eigenen Landsleuten!

Ok, könnten wir dann endlich mal über eine Verfassung abstimmen? Ist ja lt. Grundgesetz zumindest vorgesehen?

Schließlich hätten die schon seit ihrer Geburt die Chance gehabt humanistische Werte zu lernen.

Humanismus zielt auf bestmögliche Persönlichkeitsentfaltung ab. Ich habe nicht den Hauch einer Ahnung, warum ich deswegen andere Leute durchfüttern sollte. Aber gut, ich habe ja auch in Deutschland eine Schule besucht, studiert, promoviert. Da weiß man auch, was Worte (wie Humanismus) bedeuten.

Und nicht selten profitieren sie schon viel länger als die Flüchtlinge von unserem Sozialstaat…

Siehe oben: Allen mir bekannten Studien zufolge nicht. Umgekehrt profitiert aber Herr Lindemann ganz sicher vom Sozialstaat – irgendwer wird ihn schon dafür bezahlen, die Flüchtlinge zu screenen. Wer im Glaushaus sitzt…

Klar muss sich auch „der Islam“ bewegen, möglicherweise eine Reformation durchlaufen, um unseren Lebensstil und die Regeln unseres Zusammenlebens bedingungslos in unserem Land zu akzeptieren.

Warum? Was haben “wir” denn mit “dem Islam” zu tun? Shit, Deutschland ist ein säkulares Land. Steht im Grundgesetz. Was sollen denn diese Verallgemeinerungen? Mirwegen leben die Leute jede noch so dumme Religion gerne aus – aber halt woanders.

Aber sowas passiert doch nicht indem man alle Flüchtlinge nach Möglichkeit in Ghettos sperrt und die Türen zur gesellschaftlichen Teilhabe tunlichst geschlossen hält. Ein Blick in die Pariser Vororte sollte eigentlich ausreichen um zu erkennen wohin das dann führt. Und ja – dann werden all die Hetzer recht behalten.

Statt Ghettos zu bilden könnten wir sie natürlich auch einfach nicht in unser schönes Land lassen. Dann hätten wir auch keine Ghettos in unserem schönen Land. Ich glaube, ich verstehe langsam, warum sich Politiker mit “einfachen Lösungen” so schwer tun; es könnte am Ende noch jemandem auffallen, dass Politiker weitestgehend nutzlos sind.

Noch vor wenigen Monaten war die größte Gefahr für unser christliches Abendland das Fortpflanzungsverhalten der Deutschen. In 30 Jahren ist unser Sozialstaat und unser Rentensystem am Ende.

Das ist sie immer noch, und ich bezweifle stark, dass der Sozialstaat noch 30 Jahre durchhält. Was hat das mit Flüchtlingen zu tun?

Diese 34 Millionen müssen dann nicht nur unsere Rente zahlen, sie müssen auch unser gesamtes Gemeinwesen am Laufen halten, dafür sorgen, dass wir satt sind und es warm haben und uns im Zweifel auch den Hintern abwischen und uns das Erbrochene aus dem Gesicht waschen. Außerdem müssen sie natürlich weiterhin innovativ und produktiv sein, damit die Wirtschaftsmacht Deutschland auf dem Parkett des internationalen Markts nicht in der Bedeutungslosigkeit verschwindet und sich unsere Kinder und Enkel den Luxus der Altenbetreuung überhaupt leisten können, bei immer mehr zu stopfenden Greisenmäulern.

Ok, ich weiß, einfache Lösungen sind unbeliebt, aber ich wäre ein großer Befürworter von Euthanasie, statt mir meine eigene Kotze aus dem Gesicht wischen lassen zu müssen.

Wer glaubt, er könne dem Dilemma 2060 durch früheres Versterben entgehen muss leider enttäuscht werden: Schon 2035 werden wir fast 8 Millionen Menschen weniger im Erwerbsalter haben. Ich möchte an dieser Stelle daran erinnern, dass wir schon heute – also mit 8 Millionen Erwerbstätigen mehr – über knappe Rentenkassen und ein späteres Renteneintrittsalter diskutieren müssen und man ohne private Vorsorge real von Altersarmut bedroht ist.

Was ich seit 2003 wusste, uns jeder andere seit 2003 auch wusste. Das sind 33 Jahre bis 2035. Ausreichend Zeit, privat vorzusorgen, oder? Und nochmal: Was hat das mit Flüchtlingen zu tun?

Und genau jetzt hat ein weltweiter Exodus begonnen, der ohne jedes Anwerben den wichtigsten Zukunftsrohstoff überhaupt zu hunderttausenden in unser Land schwemmt: Menschen im erwerbs- und zeugungsfähigen Alter.

Ach so, die Flüchtlinge sind im erwerbs- und zeugungsfähigen Alter. Gut, oben im Text waren die (hatte ich nicht zitiert) noch aus allen Altersstufen, aber solange sie im erwerbs- und zeugungsfähigen Alter sind, ist ja alles gut. Weil: Gründe. Oder?

Natürlich bin ich kein Depp und ich weiß genau, dass wir es hier nicht mit einer Schwemme an Fachkräften zu tun haben […] Deshalb schrieb ich auch ROHstoff.

Ah. Wir haben in Deutschland schon 2,6 Millionen Arbeitslose; die meisten davon sprechen Deutsch und haben sogar eine Ausbildung. Wozu nochmal brauchen wir mehr “Rohstoff”?

Jetzt können wir folgendes tun: Entweder wir kasernieren und isolieren die Neuankömmlinge, zeigen ihnen die kalte Schulter, fördern die Ghettobildung und versuchen sie schnell wieder abzuschieben und weg zu jagen, oder aber wir fangen an in etwas größeren zeitlichen Dimensionen zu denken.

Ja, oder aber wir lassen sie gar nicht erst rein. Wieso wird diese Möglichkeit immerzu ignoriert?

Fast jeder von uns hatte doch in der Grundschule irgend ein asiatisches Kind sitzen – oder?

Ich nicht. Erst im Gymnasium.

Diese Kinder waren die ersten in Deutschland geborenen Nachkommen der mit offenen Armen importierten asiatischen Krankenschwestern im großen Pflegenotstand der 60er und 70er Jahre.

Ah. Oder studierter Informatiker mit ordentlichem Visum. Der Kernpunkt ist: Ordentliches Visum. Haben wir damals halt nicht jedem Affen gegeben, sondern geguckt, wer da kommt. Dann funktioniert auch das Folgende:

Enorm viele dieser Kinder sind heute staatstragende DEUTSCHE: Politiker, Richter und Anwälte, Pfleger, Ingenieure, Geschäftsleute, Lehrer und Professoren und auch einige meiner ärztlichen Kollegen gehören dazu. Das war funktionierende Integration durch frühe Förderung und Bildung. Investition in die Zukunft.

Nein, das war Behebung eines Problems in der Gegenwart, wie Herr Lindemann selbst schreibt: Pflegenotstand.

Und genau diesen Schritt jetzt zu wiederholen wäre doch eine riesen Chance um diesen Rohstoff – die Kinder der jetzigen Zuwanderer – zu nutzen.

Leute, die wir brauchen, mit einem Visum ins Land zu lassen? Machen wir, heißt Blue Card. Zum dritten Mal: Was hat das mit Flüchtlingen zu tun?

Wenn wir uns das leisten wollen. Oder geht es am Ende etwa doch nur um Neid und eine reine Blutlinie?

Wenn wir uns was leisten wollen? Und nein, es geht nicht um Neid oder eine reine Blutlinie. Es geht – für mich – gerade um irgendeinen Sinn in dem Geschwafel.

Für den Neid möchte ich dann nochmal an den erquicklichen Sachverhalt erinnern, dass 62 Personen so viel besitzen wie die Hälfte der Erdbevölkerung.

Das heißt nur, dass die Hälfte der Erdbevölkerung, wirtschaftlich gesehen, Totalversager sind. Ansonsten hat das gar keine Aussage.

Ich warte noch immer auf den Aufschrei der Empörung und den Futterneid diesbezüglich, den man ja regelhaft gegen die ärmsten der Armen kultiviert.

Weiter oben im Text (nicht zitiert) hatten die Flüchtlinge alle noch ein Smartphone. Ich bin mir recht sicher, dass es locker eine Milliarde Menschen gibt, die keines haben – und damit auch nichts anfangen könnten, weil sie weder lesen können noch Handynetz hätten. Die Flüchtlinge, die Herr Lindemann kennt, sind sicher nicht die “ärmsten der Armen”.

Vielleicht noch ein kleiner „Gimmick“ zum Abschluss:
Letzte Nacht hatten wir unter vielen, vielen anderen Einzelschicksalen eine junge Schwangere im Lager, die keine Kindsbewegungen mehr gespürt hat. Sie sorgte sich, dass durch das lange Treiben im Mittelmeer – nachdem der Schleuserkutter gekentert war – nun auch ihr letztes Kind gestorben sei. Ihre zwei anderen Kinder sind bereits auf der Flucht im Meer ertrunken weil sie keine Kraft mehr hatte….So eine Sozialschmarotzerin aber auch!

“Sozialschmarotzerin” ist sicher zutreffender als “Mutter des Jahres”. Es war ihr ja nun offensichtlich egal, dass ihre Kinder sterben (könnten). warum genau sollte mir die Frau wichtiger sein als ihr ihre eigenen Kinder?

Menschen leiden und sterben. Jetzt. Und wir können das verhindern. Wir schaffen das „wink“-Emoticon

Nein, wir schaffen es ganz sicher nicht, zu verhindern, dass Menschen leiden und sterben. Von den 7,4 Milliarden Menschen auf diesem Planeten leben gute sieben Milliarden unter dem deutschen Durchschnittsniveau, mehr als 2/3 aller Länder (incl. der Türkei) hat Durchschnittseinkommen unter der (lächerlichen) deutschen “Armutsgrenze”, über eine Milliarde Menschen leben in echter Armut. Es ist grenzdebiler Bullshit, auch nur sowas zu behaupten, geschweige denn, es zu versuchen. Das ist schlicht größenwahnsinnig.

Aber ich habe zum Schluss noch eine gute Nachricht für alle Weltretter: Religion. Man muss sich da leider zwischen den Religionen entscheiden:

Im Talmud (Sanhedrin 37a) steht geschrieben:

Wer einen Menschen rettet ist es, als würde er eine Welt erretten.

Im Koran (Sure 5:32) findet sich hingegen:

Wer einen Menschen tötet, tötet die ganze Welt

Glücklicherweise finden sogar Gutmenschen wie Herr Lindemann, dass dogmatische Koran-Auslegungen eher nicht so prickelnd sind, insofern übernehmen wir doch einfach die Talmud-Perspektive und retten einen Menschen. Dann wäre ja alles gut. Das schaffen wir übrigens auch!

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