Ausnahmslos Unsinn

So mies wie der heutige Tag anfing, als ich auf Tom’s Blog von #ausnahmslos erfuhr, so positiv hätte er enden können. Hat doch Don Alphonso eine hervorragende Kolumne geschrieben, auf Twitter verbreitet sich unter dem Hashtag eigentlich nur noch Häme – aber wozu sollte man Twitter verlinken, wenn man nach der FAZ auch noch die Welt verlinken kann? Ok, Frau Suding ist sehr viel netter als Twitter, aber das machte mir ein Herr Hanfeld wieder wett.

Auf Twitter wird hingegen fleißig auf – hmmm, nennen wir es “Ungereimtheiten”, aufmerksam gemacht:

Ich bin ja verwundert, dass da noch nicht alles depubliziert wurde, was depubliziert werden konnte. Aber irgendwie scheint mein Google-News-Reader Depublikationswünsche zu spüren, denn der spülte mir diesen dämlichen Müll in die Timeline. Es ist ein Text von letzter Woche, geschrieben von einer Hilal Sezgin, die fragt:

Die Ereignisse in Köln werfen erneut die Frage auf, wie man Frauen vor sexuellen Angriffen schützen kann. Aber was bitte hat das mit Asylpolitik und Schengen zu tun?

Im Folgenden wirft sie dann den “FDP-Opi”, der findet, dass “man [. ] doch einem schönen Busen noch mal was Nettes sagen dürfen” wird, und die “die Sicherheit und Bewegungsfreiheit von aktuell Dutzenden, insgesamt natürlich Millionen Frauen jeden Tag, auch in Deutschland” in einen Topf. Das ist schonmal scheiße. Was mich aber wirklich störte, war das hier:

Als ob es immer nur um Eure Meinungsfreiheit ginge, von der ja kein Fitzelchen bedroht ist!

Ok, halten wir mal fest: Frau Sezgin findet, meine Meinungsfreiheit sei nicht bedroht, obwohl es Menschen wie sie gibt, die Aussagen über schöne Brüste und gewalttätige Übergriffe in einen Topf werfen. Das ist halt schlicht verlogen, aber was erwartet man von einer Feministin denn anderes?

Ich möchte aber nochmal einen Punkt aufgreifen, den ich am Nachmittag vergessen habe: Die Feministen haben ja erstmal ewig nichts gesagt, und jetzt kommen sie mit diesem Unsinn von “Was interessiert, ist immer nur die Frage, was sexualisierte Gewalt für ein anderes Thema bedeutet, in diesem Fall also für die Aufnahme von Flüchtlingen und für Schengen.”

Ja, Moment, Frau Sezgin, im Teasertext schreibst du ja noch, dass die Frage wäre, wie man Frauen vor sexuellen Angriffen schützen kann. Und das mit Asylpolitik und Schengen zu tun habe.

Ich nehme also an, es gibt hier mehrere Gruppen. Es gibt Leute, die wollen über sexualisierte Gewalt reden, also fiktiven feministischen Unsinn, darunter #ausnahmslos dumme Menschen. Dann gibt es Leute, die darüber reden wollen, wie man Frauen vor sexuellen Angriffen schützen kann. Und dann gibt es Leute, die über Asylpolitik und Schengen reden wollen. Was das miteinander zu tun hat? Hm, bei sexualisierter Gewalt sicher nichts, da sexualisierte Gewalt wie erwähnt nicht existiert. Bei sexueller Gewalt sollte der Zusammenhang offensichtlich sein, wenn Ausländer Frauen belästigen, oder? Aber hören wir auf, über Frauen zu sprechen und reden über Asylpolitik und Schengen; ich habe zwar Mitleid mit den Frauen, denen da was passiert ist; ich habe aber auch Mitleid mit Katzen, denen ein Bein fehlt. Und zwar tendenziell mehr.

Ich nehme mal die Kritik vorweg – wörtlich von irgendwelchen linken Spinnern:

Unmissverständlich klarzustellen ist zuerst, dass die öffentliche Debatte maßgeblich von Rassismus angefacht wird. Noch bevor klar war, ob es sich bei den Tätern um ausländische Staatsbürger handelt, um Menschen mit Migrationshintergrund oder Geflüchtete wurde bereits darüber nachgedacht, sie abzuschieben. Verdrängt wird dabei, dass Menschenrechte nicht durch Straftaten verwirkt werden können.

Der linke Post geht in unerträglicher, pseudointellektueller Schwafelei und gefühlsduseligen Anekdötchen noch unendlich weiter, aber im Kern ist der Vorwurf ja immer, dass (1) das Sprechen über Asylpolitik und Schengen irgendwie rassistisch wäre und (2) Asyl ein – das wird gerne betont – unverwirkbares Menschenrecht ist.

Da die Linken in der Regel, so auch hier, einfach nur strunzblöde sind und nicht argumentieren können und ich langsam ins Bett will, machen wir das schnell:

(1) Es ist nicht zwingend rassistisch, Leute, die sich in einem Land danebenbenehmen, abschieben zu wollen. Mir persönlich ist es völlig egal, das können in der achten Generation arische Deutsche sein; ich würde sie trotzdem abschieben. Wohin? Ist mir egal, mirwergen ins Mittelmeer. Auf ein Schlauchboot. Mit einem Loch.

(2) Als die UN die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte geschrieben hat, fanden sie es offenbar sinnvoll, als erstes Leben, Freiheit und Sicherheit der Person als Menschenrechte hinzuschreiben.  Da man Leute einsperren kann – da sind sich die zivilisierten wie unzivilisierten Staaten einig – ist dieses Menschenrecht also durchaus verwirkbar. Da die restlichen Rechte später kommen, sind die noch viel leichter verwirkbar.

Wenn wir nicht hierarchisieren wollen, ist es übrigens auch ein Menschenrecht, nicht seines Eigentums beraubt zu werden (Art. 17). In dem Fall müssen wir bei stehlenden Asylbewerben halt abwägen, ob wir lieber stehlende Asylbewerber haben oder unser Eigentum. Da die wenigsten Leute stehlende Asylbewerber besitzen, nehme ich an, das ließe sich demokratisch einfach entscheiden.

Soviel zur Thematik, was das mit Asylpolitik zu tun hat, wenn in Deutschland ausländische Banden marodieren. Was das dann auch noch mit Schengen zu tun hat? Hmmm… Dublin-Abkommen, zum Beispiel? Dass nach grundlegender völkerrechtlicher Definition ein Staat nur dann ein Staat ist, wenn er seine Grenzen unter Kontrolle hat und ein Rechtssystem aufrecht erhalten kann? Gott, da fällt mir so viel dazu ein, aber das ist unwichtig. Reisefreiheit und offene Grenzen sind ja ganz nett, solange sich die Leute benehmen. Das geht aber halt nur, wenn die Leute, die sich nicht benehmen, sich außerhalb dieser Grenzen befinden.

Was dann den positiven Nebeneffekt hätte, dass sich deutlich weniger Leute im Land befinden, die Frauen irgendwas tun wollen. Aber das ist mir ehrlicherweise genauso egal wie den Feministen, ich will nur keine (oder zumindest möglichst wenige) Kriminellen im Land haben. Aber solche Ideen teilen heutzutage offensichtlich nur reaktionäre Nazis, Rassisten und Sexisten. Und, nehme ich mal an, etwa 90% der Flüchtlinge (der Rest sind Kriminelle und Linke, rein statistisch – brauchen wir beides nicht).

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