#Ausnahmslos alle in die Klapse

Wie zynisch muss man sein, um eine Initiative gegen sexuelle Gewalt, egal an wem und durch wen, als irgendeine Art von verzerrter Propaganda zu begreifen?

Also, das ist jetzt nicht meine erste Frage, sondern das fragt Lisa Ludwig bei Vice.

Es ist dennoch eine gute Frage. Vielleicht so zynisch wie ich. Aber fangen wir langsam an.

“Aus #aufschrei wird #ausnahmslos: In einem Aufruf wehren sich Feministinnen aus Politik, Medien, Wissenschaft und Kunst gegen Instrumentalisierung ihrer Anliegen nach den Sexualgewalttaten in Köln und anderswo. 400 Frauen haben unterschrieben. Und die Politik reagiert schon. “, schreibt die Staatspresse. Messerscharf recherchiert, kann man da nur sagen. Man hätte ja mal ins Impressum schauen können, wo das denn so herkommt:

VisdP: Nicole von Horst, Platz vor dem Neuen Tor 1, 10115 Berlin

Ja, und was ist denn am Platz vor dem Neuen Tor 1, in 10115 Berlin?

pvdnt

Ah. Total verwunderlich, dass da Politiker dabei sind, oder?  Könnt ihr euch vorstellen, dass Claudia Roth da zu den Unterstützern gehört? Nicht?

Naja, die FR weiß dann noch zu berichten (Stand gestern): “In den Sozialen Netzwerken stieß das neue Schlagwort am Montag auf viel Zuspruch”.

Ich finde den Zuspruch (Stand heute) leider nicht. Für eine Aktion mit 22 Initiatoren (ja, 22!) und 400 Unterzeichnern ist es auf Twitter verdammt still. Naja, oder auch nicht:

Ich könnte übrigens noch eine ganze Weile weiterer nicht so zustimmender Tweets zitieren, aber befassen wir uns lieber mit der Kampagne.

22 Feministinnen, einen Teil kennt man schon – es sind die üblichen Verdächtigen aus dem Berliner Irrenhaus – wollen sich also gegen “sexualisierte Gewalt” einsetzen. Sexualisierte Gewalt, so der feministische Jargon, ist Gewalt, die nur aus Macht- und nicht aus Lustgründen ausgeübt wird, sonst wäre es sexuelle Gewalt. Macht ist dann wieder was mit Patriarchat und so ein Unsinn.

Das muss man jedenfalls bekämpfen, weil die Damen sich als Feministinnen schon seit “vielen Jahren für Gerechtigkeit zwischen den Geschlechtern und für eine offene und faire Gesellschaft” einsetzen. Es ist mir neu, dass Feministinnen sich für Gerechtigkeit und Fairness einsetzen, aber gut, weiter im Text:

Es ist für alle schädlich, wenn feministische Anliegen von Populist_innen instrumentalisiert werden, um gegen einzelne Bevölkerungsgruppen zu hetzen, wie das aktuell in der Debatte um die Silvesternacht getan wird.

Das geht natürlich gar nicht, dass da andere Populisten unser Thema besetzen. Womit sollen wir denn dann noch populistisch sein? Es kann doch nicht sein, dass uns dann keiner mehr zuhört?

Sexualisierte Gewalt darf nicht nur dann thematisiert werden, wenn die Täter die vermeintlich „Anderen” sind: die muslimischen, arabischen, Schwarzen oder nordafrikanischen Männer – kurzum, all jene, die rechte Populist_innen als „nicht deutsch“ verstehen.

Geht es nur mir so, dass ich spontan an Herrn Kachelmann denken muss? Der war nicht muslimisch, nicht arabisch, nicht schwarz, nicht nordafrikanisch, und da haben wir eine ganze Menge über sexualisierte Gewalt geredet, obwohl der arme Mann überhaupt nichts gemacht hat?!

Sie darf auch nicht nur dann Aufmerksamkeit finden, wenn die Opfer (vermeintlich) weiße Cis-Frauen sind.

Wissen wir was über die sexuellen Vorlieben der begrabbelten und beraubten Frauen? Wenn ja – warum wissen wir das? Aber ich nehme halt mal an, dass sich Gümüsay, Wizorek und die anderen Insassen sich das halt frei ausgedacht haben, weil’s so schön ins Narrativ passt. Denn ab diesem Punkt wird es abenteuerlich – wir erinnern uns bitte, es geht um eine Kampagne mit dem Hintergrund der Silvesterübergriffe in Köln:

Die polizeiliche Kriminalstatistik weist jährlich mehr als 7.300 angezeigte Vergewaltigungen und sexuelle Nötigungen in Deutschland aus, das sind zwanzig jeden Tag. Die Dunkelziffer liegt weitaus höher.

Die Dunkelziffer ist deswegen eine Dunkelziffer, weil sie keiner kennt. Ich weiß nicht, woher die Damen also diese Information haben; ich tippe mal darauf, eine der Damen mit osteuropäischem Hintergrund hat in ihre Kristallkugel geguckt. Oh, war das jetzt rassistisch?

Naja, wir sind ja eh nicht mehr beim Thema – also, kriminelle ausländische Banden, die unter anderem bei gelangweilt-verzweifelnden Asylbewerbern rekrutieren und organisiert Diebstähle begehen, während sie Frauen begrabbeln – zur Ablenkung oder einfach aus Jux oder weil sie das böse Patriarchat sind (ich persönlich halte ja die Ablenkungstheorie für sinnvoll).

Deswegen können wir auch anfangen, wilde Forderungen zu stellen. Ich analysiere die mal, inwiefern sie dazu geeignet sind, in Zukunft zu verhindern, dass kriminelle Banden (…, siehe oben).

1. Die Arbeit der Beratungsstellen muss gestärkt und ihr Angebot ausgebaut werden, einschließlich Therapiemöglichkeiten und besserem, schnelleren Zugang zu Therapieplätzen. Auch die Arbeit von Frauenhäusern muss gestärkt und vor allem finanziell ausreichend abgesichert werden. Alle Beratungsstellen und -angebote müssen barrierefrei sein.

Welche Beratunsstellen? Für wen? Bezüglich was? Die Beratungsstellen der deutschen Rentenversicherungen? Und wozu braucht man Frauenhäuser, wenn einem das Handy geklaut wird? Und wozu brauchen die mehr Geld, sind doch eh alle halb leer. Und wozu müssen die alle barrierefrei sein?

Mein Urteil: Genau Null Nutzen bezüglich des Problems. Oder denkt ernsthaft jemand, die kriminellen Banden würden eine barrierefreie Beratungs- und Therapieeinrichtung in einem Frauenhaus nutzen?

2. Die Gesetzeslage muss angepasst werden: Sexuelle Belästigung ist in Deutschland immer noch keine eigenständige Straftat. Und ob eine Vergewaltigung als strafbar gilt, wird zum Beispiel auch daran festgemacht, ob sich die betroffene Person ausreichend zur Wehr setzte.

Der Diebstahl von Tomaten ist auch keine eigenständige Straftat. Das ist reine Rabulistik, die so tut, als wäre es nicht verboten, obwohl es verboten ist.

Und eine Vergewaltigung ist nur dann strafbar, wenn eine Vergewaltigung stattgefunden hat. Ja. Das ist bei den meisten Straftaten so. Wenn ich zu einem Autohändler gehe und mit einem Auto wegfahre ist es auch nicht strafbar, wenn ich es vorher gekauft habe.

In Anbetracht der Tatsache, dass sowohl das Begrabbeln als auch die passierten Diebstähle / vollzogenen Raubstraftaten strafbar sind, ist an dieser Stelle nicht zu erwarten, dass sich etwas bessert. Mein Urteil: Genau Null Nutzen bezüglich des Problems.

3. Mehr öffentliche Aufklärungsarbeit hilft, Gewalt zu vermeiden, und signalisiert den Betroffenen, dass sie sich Hilfe holen und mit gesellschaftlicher Unterstützung rechnen können. Wir möchten dafür sensibilisieren, dass die Gefahr, Sexismus und sexualisierte Gewalt zu erleben, im engen sozialen Umfeld besonders groß ist und in allen gesellschaftlichen Gruppen vorkommt.

Echt jetzt? Gibt es da Studien dazu? Ich stelle dem mal entgegen, dass es blanker Unsinn ist. Und sexualisierte Gewalt im engen sozialen Umfeld ist nicht das Problem, was die Frauen am Kölner Hauptbahnhof hatten. Ganz im Gegenteil.

4. Auch eine geschlechtersensible Pädagogik kann (sexualisierter) Gewalt vorbeugen. Dazu zählt nicht zuletzt die Aufklärung über Geschlechterstereotype und die Bedeutung von Sprache.

Nein. Das ist eine These, die seit Dekaden durch die Sozialpädagogik getrieben wird, aber davon stimmt es nicht. Der Unsinn kommt übrigens maßgeblich von Robert, jetzt Raewyn, Connell.

5. Polizei und Justiz müssen geschult werden, damit es überhaupt zur Strafverfolgung kommt und in diesen Prozessen sensibel und respektvoll mit Betroffenen umgegangen wird.

Polizisten wissen ernsthaft nicht, dass Raub, Diebstahl und Vergewaltigungen verboten sind? Glaube ich nicht, aber wenn es stimmt, dann hat der Punkt meine volle Unterstützung. Da er aber wohl blanker Unsinn ist, sehe ich auch hier Null Nutzen.

So, wir sind leider noch nicht durch. Wenn wir schon so schön am Schwachsinn in die Welt setzen sind, können wir ja gleich neben den obigen fünf “politischen” “Lösungen” auch noch “gesellschaftliche” “Lösungen” vorschlagen.

6. Die Debatte über sexualisierte Gewalt muss offen, kritisch und differenziert geführt werden. Dazu gehört die Analyse, Aufarbeitung und Bekämpfung von soziokulturellen und weltanschaulichen Ursachen von Gewalt. Dringend muss auch über Auswirkungen gesellschaftlicher Stigmatisierung von Betroffenen sexualisierter Gewalt gesprochen werden.

Wow. Da gebe ich doch glatt meine volle Unterstützung für die offene, kritische und differenzierte Debatte. Das wäre sicher leichter, wenn sich Leute, die immer nur den gleichen, frei erfundenen Mist reden, beispielsweise Anne Wizorek, Antje Schrupp, Jasna Strick, Ninia LaGrande oder Nicole von Horst, mal ihre Klappe hielten und die Diskussion Leuten überlassen, die sich auskennen.

Da ich mir aber recht sicher bin, dass das den Opfern von Köln genau null weiterhelfen würde und wirklich bezweifle, dass die Opfer irgendwelchen Stigmata unterliegen, sehe ich auch hier Null Nutzen.

7. Betroffene sexualisierter Gewalt müssen ernst genommen werden. Es darf keine Täter_innen-Opfer-Umkehrung, wie in Form von Verhaltensregeln für Betroffene, und keine Verharmlosung geben.

Es ist nicht wahnsinnig hilfreich für die Forderung, Betroffene sexualisierter Gewalt ernst zu nehmen, wenn man eine großangelegte Kampagne startet, die “mich hat jemand in der U-Bahn angelächelt” als verwerfliche Handlung darzustellen versucht. Nur mal so in Richtung von Frau Wizorek, die das ja nun gemacht hat.

Und wir brauchen selbstverständlich “Verhaltensregeln für Betroffene”: Merken, wie die Leute aussahen. Zeugen identifizieren. Zur Polizei gehen, Anzeige erstatten.

Dass Verharmlosung nicht gut ist, sehe ich allerding ein. Es wäre durchaus nützlich, nicht zu verharmlosen, dass sich in Deutschland kriminelle Ausländerbanden gebildet haben. Ich sehe aber niemanden außer den Machern und Unterstützern von #ausnahmslos, der das macht.

8. Sexismus und Rassismus sind nicht Probleme „der Anderen”: Wir alle sind von struktureller Diskriminierung geprägt und müssen erlernte Vorurteile erst einmal reflektieren, um sie abzulegen.

Sexismus und Rassismus sind Probleme der Betroffenen. Ich bin nicht betroffen, also ist die Aussage falsch – das sind natürlich Probleme der “Anderen”, mein Problem ist es jedenfalls nicht. Ich bin auch nicht von struktureller Diskriminierung geprägt, weil strukturelle Diskriminierung frei erfundener Unsinn ist. Außerdem muss ich ein Vorurteil nicht zwingend ablegen, nachdem ich es reflektiert habe. Es könnte ja zutreffen und zu einem Werturteil werden. Ich bin aber recht sicher, dass das Opfern krimineller Banden echt nicht hilft.

9. Wer Zeug_in von sexualisierter Gewalt und Sexismus wird, sollte nicht wegschauen, sondern eingreifen – von Hilfe und Beistand bei sexualisierten Übergriffen bis zum Einspruch gegen sexistische Sprüche, „Witze“ oder Werbung.

Der Zusammenhang zwischen sexistischen Sprüchen, Witzen und Werbung und Bandenkriminalität erschließt sich mir nicht. Aber Eingreifen ist sicher immer eine hervorragende Idee, da muss man nur Tugce Albayrak fragen. Oh, wie, die ist tot? Hmmm… dann würde ich mal behaupten, dass das nicht nur keinen Nutzen hat, sondern vielmehr gefährlich ist.

Gott, wie schön. Politisch wollen wir halt mehr Geld, und gesellschaftlich, dass mehr Menschen durch unüberlegte Handlungen sterben. Da kann man sich ja richtig in seinem Gutmenschentum suhlen, so gut sind die 22 Verfasserinnen.

An der Stelle ein kleiner Hinweis an die Gutmenschen des Jahres in Darmstadt, wo solche Sätze produziert werden:

Mit dem Vorwurf ‘Gutmensch’, ‘Gutbürger’ oder ‘Gutmenschentum’ werden Toleranz und Hilfsbereitschaft pauschal als naiv, dumm und weltfremd, als Helfersyndrom oder moralischer Imperialismus diffamiert.

Nein. Mit dem Begriff “Gutmensch” werden Leute bezeichnet, die vorgeben, etwas vermeintlich gutes zu tun, derweil aber Schaden anrichten. Aber das passt natürlich nicht ins naive, dumme und weltfremde Narrativ von dummschwätzenden Gutmenschen.

Ja, und damit sind wir beim Thema Lügenpresse Medien:

10. Die mediale Berichterstattung über sexualisierte Gewalt darf die Opfer nicht verhöhnen und die Taten nicht verschleiern. Täter sollten nicht als „Sex-Gangster” oder „Sex-Mob” beschrieben – da sexualisierte Gewalt nichts mit Sex zu tun hat – und häusliche Gewalt nicht als „Familien-” oder „Beziehungsdrama” verharmlost werden.

Sexualisierte Gewalt, deswegen hatte ich das oben angesprochen, hat nur in einem verdrehten feministischen Weltbild nichts mit Sex zu tun. Wenn normale Frauen sich mit einem Sex-Gangster konfontiert sehen, man stelle sich also einen Mann vor, der was in der Richtung von (Ghetto-Gangster-Akzent bitte dazu vorstellen) “Ey, du Hure, ich fick dich jetzt, und keine Zicken, sonst mach ich dich tot” sagt, denkt die normale Frau, dass der Mann Sex möchte. Ich bezweifle auch, dass sogar Feministinnen in dieser Situation auf die Idee kommen, der Mann wolle sie gerade strukturell diskriminieren. Das wäre übrigens meine Definition von “verschleiern”. Wenn ihr da dagegen seid, Mädels, warum macht ihr es denn dann?

11. Sexismus und andere Diskriminierungsformen müssen als Nährboden für sexualisierte Gewalt verstanden und als reale und bestehende Probleme anerkannt werden. Es muss ernst genommen werden, wie die mediale Darstellung u.a. weiblicher Körper als Lustobjekte mit sexualisierter Gewalt verknüpft ist. Sexismus darf weder im Alltag noch in der Werbung und in den Medien Platz haben.

Ich nehme es sehr ernst, wie die mediale Darstellung u.a. weiblicher Körper als Lustobjekte mit sexualisierter Gewalt verknüpft ist: Gar nicht. Ich weigere mich daher vehement dagegen, diesen Unsinn zu unterstützen, da das – siehe letzte Forderung – die Opfer sexueller Gealt verhöhnen und die Taten verharmlosen würde. Gott, seid ihr ein widerliches Pack.

12. Das Problem des Sexismus und der sexualisierten Gewalt darf nicht „islamisiert“ und damit pauschal einer Religion und ihren – häufig vermeintlichen – Angehörigen zugeschrieben werden. Damit werden mindestens 5 Millionen Menschen in Deutschland unter Generalverdacht gestellt. Redaktionen sollen reißerische und stigmatisierende Deutungen vermeiden, denn diese ziehen konkrete negative Folgen für Mitglieder unserer Gesellschaft nach sich.

Das ist insofern korrekt, als eigentlich jede Religion sexistisch ist. Wenn wir das Problem “Islam” also durch das Problem des Sexismus ersetzen, stellen wir nicht nur die fünf Millionen Moslems, sondern auch die übrigen 60 Millionen Religiösen in Deutschland unter Generalverdacht. Das hilft aber den fünf Millionen Moslems nichts. Und den Opfern auch nicht. Generalverdacht ist ganz kategorisch keine gute Idee. Konkrete Verdachtsmomente, also zum Beispiel gegen nordafrikanische kriminelle Banden, hingegen schon. Ich weiß aber nun nicht, inwiefern das kulturell bedingt ist. Ich würde es aber jetzt auch nicht pauschal ausschließen wollen – damit wäre den Opfern und ggf. potentiellen zukünfigen Opfern nämlich ein Bärendienst erwiesen.

13. Die Bildsprache ist frei von rassistischen und sexistischen Klischees zu halten. Bilder wirken unterbewusst und können selbst eine differenzierte Berichterstattung torpedieren.

Warum? Vielleicht will ich ja mit dem Bild was ganz bewusstes kolportieren? Ich bitte aber mal darum, dass jeder mal selbst ausprobiert, warum das mit dem “unterbewusst wirken” Unsinn ist:

Und? Sind wir jetzt mehr oder weniger rassistisch und sexistisch als vorher?

14. Redaktionen müssen vielfältiger werden. Nach wie vor sind nur ein Bruchteil der Journalist_innen in Deutschland nicht-deutscher Herkunft und Berufswege stehen vor allem Menschen mit formal hoher Bildung offen. Männlich, heterosexuell und weiß dominierte Chefredaktionen tragen dazu bei, dass Themen, die andere Geschlechter, Ethnien und Minderheiten betreffen, nicht mit ausreichend Raum und Kompetenz behandelt werden.

Das hinter dieser Aussage stehende Gedankengut ist die verdammte Definition von Rassismus und Sexismus. Anzunehmen, dass weiße, männliche, deutsche Chefredakteure Themen, die andere Geschlechter, Ethnien und Minderheiten betreffen, nicht mit ausreichend Raum und Kompetenz behandeln könnten, ist einfach nur ein sexistisches und rassistisches Vorurteil. Und dafür, das man für bestimmte Berufswege Bildung braucht hat schon seinen Grund – das würde vermeiden, dass Menschen mit so unerträglichem Stuss belästigt werden wie die 14 Punkte, die ihr euch da ausgedacht habt. Der Punkt ist allerdings unzutreffend, eine ganze Menge der Autorinnen dieses Pamphlets hat irgendwo eine Kolumne und ein oder zwei haben sogar ein Buch geschrieben, das ein Verlag gedruckt hat. Es ist also weder notwendig, Bildung zu haben noch  sinnvolles Inhalte zu bieten, um in der Presse platziert zu sein. Im Gegenteil, die Presse ist voll mit solchem Müll. Und das ist nicht Teil der Lösung, das ist Teil des Problems.

Und damit kommen wir, nach einer eingehenden Analyse der “Lösungen” der “Initiative gegen sexuelle Gewalt”, zurück zur Eingangsfrage, wie zynisch man sein muss, um das als irgendeine Art von verzerrter Propaganda zu begreifen.

Gar nicht. Es ist verzerrte (und verlogene) Propaganda, und das, was propagiert wird, ist blanker Unsinn. Vor allem aber ist es keine Initiative gegen sexuelle Gewalt, denn die “Lösungen” der Initiative helfen weder bestehenden noch zukünfigen Opfern sexueller Gewalt.

So, nun muss ich mich aber natürlich kritisieren lassen, weil ich mich ja gegen #ausnahmslos ausgesprochen habe, und

Hmmm…. das stimmt. Mir sind Frauenrechte verdammt egal. Ok, legen wir noch ein bisschen Kritik drauf:

Man muss kein aktiver Unterstützer von Netzfeminismus und -aktionismus sein, um zu verstehen, wie wichtig solche Aktionen sind. Gerade zum jetzigen Zeitpunkt. Wer das nicht tut, hat kein Interesse daran, den Opfern von sexueller Gewalt zu helfen oder sexuelle Gewalt überhaupt erst zu verhindern. Er nutzt das Leid anderer als Deckmantel für seinen Rassismus, seine Islamophobie, seine Ausländerfeindlichkeit. Und damit hilft er absolut niemandem.

Und das kann ich so nicht stehen lassen. Die Aktion ist nicht nur nicht wichtig, sondern kontraproduktiv, da sie Ressourcen, vor allem aber Aufmerksamkeit bindet und von wichtigeren oder gar produktiveren Aktionen ablenkt. Das ist auch ganz unabhängig davon, ob ich nun ein Interesse daran habe, den Opfern von sexueller Gewalt zu helfen oder sexuelle Gewalt überhaupt erst zu verhindern – habe ich nicht, aber davon bleibt die “Initiative” Unsinn.

Und ich nutze nicht das Leid anderer. Das machen die Feministinnen. Ich zeige nur auf, wie perfide sie das zur Verbreitung ihres Unsinns nutzen. Und das mache ich nicht, um meinen Rassismus, meine Islamophobie oder meine Ausländerfeindlichkeit zu kaschieren. Sondern in meinem Kampf dafür, Feminismus endlich als Geisteskrankheit anzuerkennen und die armen Frauen in die geschlossene Psychiatrie einzuweisen. Sollten leicht zu finden sein, die haben ja netterweise eine Liste.

Advertisements

One Reply to “#Ausnahmslos alle in die Klapse”

Leave a Reply

Please log in using one of these methods to post your comment:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s