Trostfrauen

Der japanische Ministerpräsident möchte sich laut Zeitungsmeldung bei den rund 200.000 Zwangsprostituierten entschuldigen und stellt dafür einen Etat von 7,6 Millionen Euro zur Verfügung. Der südkoreanische Außenminister ist begeistert, die Angelegenheit nun “endgültig und unumkehrbar” zu beenden.

Aus einem Opferbericht:

In den sogenannten Trostzentren wurde ich Tag und Nacht systematisch geschlagen und vergewaltigt. Sogar der Arzt, der uns regelmäßig auf Geschlechtskrankheiten untersuchte, vergewaltigte mich jedes Mal, wenn er ins Bordell kam, um uns zu untersuchen.

In Anbetracht dieser Umstände ist ein Opferfond mit einem Budget von 38 Euro pro Person zweifelsohne angemessen, um “eine aufrichtige Entschuldigung und sein[.] Bedauern” zum Ausdruck zu bringen.

Nein, wirklich – man möge ja eigentlich annehmen, dass sich da irgendwo ein paar Gutmenschen drüber aufregen, dass das eine Verhöhnung der Opfer sei, aber nein – Schweigen im Walde. Die Welt wird täglich seltsamer.

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